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Bemessung Bemessung von von

Zieg Zieg elmauerwerk elmauerwerk

Zieg elmauerwerk nac h D IN 1053 - 1

Schneelast

Deckenlasten Deckenlasten Ve rkehrs- lasten Win dla st WindlastEr ddruck
Deckenlasten
Deckenlasten
Ve rkehrs-
lasten
Win dla st
WindlastEr
ddruck
Deckenlasten Ve rkehrs- lasten Win dla st WindlastEr ddruck Arbeitsgemeinschaft M auerziegel e.V., Bonn

Arbeitsgemeinschaft M auerziegel e.V., Bonn

1 Einführung

5

2 B estimmungen

6

2.1 DIN 1053

6

2.2 Allgemeine bauaufsichtli che Zulassungen

7

3 Typische Wandkonstruktionen aus Ziegelmauerwerk

8

4 B emessung nach DIN 1053-1

9

4.1

Beanspru chung von Mauerwer ksgebäud en und erforderlic he Nachweise

9

4.2

Bemessungskonzept nach DIN 1053-1

10

4.3

Gebäudes ta bilität

11

4.3.1

Allgemeine s

11

4.3.2

Entfallen des Nachweises der Gesamtstabilitä t

11

4.3.3

Nachzuweisen de Bauteile (Gebäudestabilität)

13

4.4

Ve reinfachtes Berechnungsverfahren

14

4.4.1

Allgemeines

14

4.4.2

Randbedingungen 14

4.4.3

Erforderliche Nachweise

14

4.4.4

Spannungsnachweis bei Druckbeanspruchung

16

4.4.4.1

Allgemeines

16

4.4.4.2

Ermittlung der vorhandenen Druckspannung vorh ( D

16

4.4.4.3

Ermittlung der zulässigen

Druckspannung zul ( D 16

4.4.5

Spannungsnachweis bei

Schubbeanspruchung

21

4.4.5.1

Allgemeines

21

4.4.5.2

Ermittlung der vorhandenen Schubspannung vorh 1 21

4.4.5.3

Ermittlung der zulässigen Schubspannung zul 1 23

4.4.6

Einhaltung der zulässigen Randdehnung ) R

24

4.4.7

Nachweis der Auflagerpress ung

26

Inhaltsverzeichnis

4.4.8

Nachweis der Aufnahme einer Horizontallast bei dünnen Wänden

26

4.4.9

Berücksichtigung von Zug- und Biegezugspannunge n 2 7

4.5

Nachweis einer Kelleraußenwand 28

4.6

Nichttragende W ände 32

4.6.1

Allgemeines

32

4.6.2

Nichttragende Innenwände 32

4.6.3

Nichttragende Außenwände 32

4.7

Genaueres Berechnungsverfahren 35

4.7.1

Allgemeines

35

4.7.2

Übersicht der erforderlichen Nachweise bei Anwendung des genaueren Berechnungsverfahre ns 35

4.7.3

Ermittlung der Knotenmomente

35

4.7.3.1

Allgemeines

35

4.7.3.2

Genauere Momentenermittlung am Ersatzsystem

36

4.7.3.3

Ve reinfachte Momentenermittlung nach DIN 1053-1 (5%-Regel) 36

4.7.3.4

Berücksichtigung von Momenten infolge Windbeanspruchung 39

4.7.4

Tr agfähigkeit bei zentrischer und exzentrischer Druckbeanspruchung 40

4.7.4.1

Nachweis

40

4.7.4.2

Ermittlung der mittleren Druckspannung ( m 40

4.7.4.3

Ermittlung der Randspannung ( R 40

4.7.4.4

Ermittlung des Sicherheitsbeiwer ts < und des Rechenwerts der Mauerwerksdruckfestigkeit k R 40

4.7.5

Nachweis der Knicksicherhei t 4 1

4.7.6

Te ilflächenpressung unter Lasteinleitungspunkten 44

4.7.7

Spannungsnachweis bei Schubbeanspruchung 46

4.7.7.1

Allgemeines

46

4.7.7.2

Nachweis

47

4.7.7.3

Ermittlung der vorhandenen Schubspannung vorh 1 bei Scheibens chubbeans pruchung 47

4.7.7.4

Ermittlung des Rechenwerts 1 R der Schubs pa nnung bei Scheibenschubbeanspruchung 47

4.7.7.5

Ermittlung der vorhandenen Schubspannung bei Plattenschubbeanspruchung 48

Inhaltsverzeichnis

 

4.7.7.6

Ermittlung des Rechenwerts 1 R

 

6.3.4

Standsicherheitsnachweis

Pos. 1 A ußenwand

 

der Schubspannung bei Plattenschubbeanspruchung 48

6.3.4.1

für die Bauteile

85

 

4.7.8

Spannungsnachweis bei Zug- und

 

im Obergeschoss

85

 

Biegezugbeanspruchung 48

 

6.3.4.2

Pos. 2 I nnenwand im Erdgeschoss

89

5

E rgänzende Hinweise zur Bemessung und Ausführung von Ziegelmauerwerk

50

6.3.4.3

Pos. 3 M auerwerkspfeiler im Erdgeschoss

102

6.3.4.4

Pos. 4 K elleraußenwand mit Auflast

105

5.1

Ausbildung des

6.3.4.5

Pos. 5 K elleraußenwand

 

Wa nd-Decken-Knotens bei

mit geringer Auflast 109

Ziegelmauerwerk

50

6.4

Aussteifungswand in einem

 

5.1.1

Entkopplung der Wa nd von

Reihenmittelhaus 11 8

 

Deckenverformungen

50

6.4.1

Gebäudebesch reibung und

 

5.1.2

Druckspa nnungsnachweis am

Geometrie

11 8

 

Wa ndkopf und -fuß

52

6.4.2

Lastermittlung und

 

5.2

Aussteifende Wände 53

 

-zusammenstellung 11 9

5.3

Wandöffnungen

54

6.4.3

Standsicherheitsnachweis

125

5.4

Schlitze und Aussparunge n 5 5

 

6.4.3.1

Pos. 1 A ußenwand im EG

125

5.5

Ringanker und Ringbalken 57

6.5

Nichttragende Außenwand

132

5.5.1

Definitionen

57

6.5.1

Gebäudebeschreibung und

5.5.2

Ringanker

58

Geometrie

132

5.5.3

Ringbalken

59

6.5.2

Standsicherheitsnachweise

132

5.6

Flachstürze

59

6.5.2.1

Vo raussetzungen für das

5.6.1

Allgemeines

59

Entfallen des statischen

5.6.2

Ausführungshinweise 6 0

 

Nachweises

132

5.7

Mauerwerksfestigkei ts klassen auf

6.5.2.2

Va riante 1-G iebel ohne

 

Grund von Eignungsprüfungen

Ringbalke nausbildu ng 133

gemäß DIN 1053-2

61

6.5.2.3

Variante 2-G iebel mit

 

Ringbalken ausbildung

135

6

Bemessungsbeispiele

62

6.5.2.4

Nachweis der belasteten Giebelwandabschnit te

137

6.1

Einleitung

62

6.6

Schlanke Außenwand in einem

6.2

Reihenmittelhau s - vereinfachte

Wo hn- und Geschäfts haus

139

 

Berechnung

63

6.6.1

Gebäudebesch reibung und

 

6.2.1

Gebäudebeschrei bung und

Geometrie

139

 

Geometrie

63

6.6.2

Lastermittlung und

 

6.2.2

Lastermittlun g

6 6

-zusammenstellung 141

6.2.3

Standsicherheitsnachweis für

6.6.3

Standsicherheitsnachweis

144

 

die Bauteile

67

6.6.3.1

Pos.1 Außenwand im

 

6.2.3.1

Pos. A Außenwandpf eiler im

1. Obergeschoss

144

 

Erdgeschoss

67

6.7

Nachweis einer Kelleraußenwand

Nachweis eines Ringbalkens

 

6.2.3.2

Pos. B I nnenwand Kellergeschoss 70

 

6.8

mit größerer Anschütthöhe

160

167

6.2.3.3

Pos. C K elleraußenwand

73

6.3

Doppelhaushälfte

75

6.3.1

Gebäudebeschreibung und Geometrie

75

7

L iteratur

169

6.3.2

Lastermittlung

78

6.3.3

Lastzusammenstellung

78

8 A nhang

8.1 Anhang A:

171

Zur Ermittlung der Momente am Wand-Decken-Knoten anhand von Ersatzsystemen 171

8.1.1

Übersicht der Te ilsysteme 171

8.1.2

Berechnungen am

Außenwandknoten

172

8.1.2.1

Te ilsystem A - Einspannmomente einer Dachdecke

172

8.1.2.2

Te ilsystem B-E inspannmomente

einer Zwischende cke 173

8.1.3 Berechnungen am Innenwandknote n 1 74

8.1.3.1 Te ilsystem C-E inspannmomente einer Dachdecke

174

8.1.3.2 Te ilsystem D-E inspannmomente einer Zwischendecke 176

8.2 Anhang B:

Ermittlung der Knicklängen für das genauere Ve rfahren 178

9 Stichwortverzeichnis

182

Inhaltsverzeichnis

Ziel dieser Broschüre ist es, sowohl dem Studierenden als auch dem praktisch tätigen Ingenieur ein auf- bereitetes Material zur schnellen Anwendung des deutschen Regel- werks für Mauerwerk DIN 1053-1 [1] in For m eines Berechnungshand- buches zur Ve rfügung zu stellen.

Dabei standen der möglichst effi- ziente Einsatz der einzelnen Nach- weisver fahren für den berechnen- den Ingenieur, wie auch die Aspek- te einer wir tschaftlichen und funktio- nellen Optimierung des verwende- ten Mauerwerks im Vo rdergrund.

Besonders wichtig war den Ve rf as- ser n des Berechnungshandbuchs, in möglichst einfacher Ar t und Weise, die Nutzung der Vo rteile beim Einsatz von Ziegelmau erwerk im Hochbau aufzuzeigen.

Einführend wird auf die wesent- lichen Grundlagen der Anwendung von Ziegeln beim Einsatz im Mauer- werksbau und die Anforderungen der einzelnen Te ile der DIN 1053 sowie deren Anwendung hingewie- sen. Es werden die grundsätzlichen Beanspruchungen von Mauerwerks- bauteilen dargestellt und die wes- entlichen Nachweisstellen in Mauerwerksbauten aufgezeigt.

Dem Leser werden die wichtigsten Voraussetzungen und Annahmen zur Bemessung sowohl mit dem vereinfachten als auch mit dem genaueren Ve rfahren der DIN 1053- 1 erläuter t.

Nach einer kurzen Vorstellung der Nor mungsbasis wird für beide Ve rfahren jewei ls detai llier t die Vorgehensweise bei der Bemessung von Mauerwerk nach DIN 1053-1 hinsichtlich der ver- schiedenen Beanspruchungen der Mauerwerkswände aufgezeigt. Dem Anwender werden strukturier te Bemessungsalgorithmen mit den

entsprechenden notwendigen Erläuterungen zur Ve rfügung gestellt. Spezielle Nachweissc he- mata erleichter n die Durchführung der Mauerwerksbemessung. Mit diesen Schemata ist eine Bearbei- tung der Bemessungsaufgabe mit den geltenden Vorschriften in über- sichtlicher For m möglich.

In einem weiteren Abschnitt der Broschüre werden spezielle Frage- stellungen zur Bemessung und Ausführung von Mauerwerksbautei- len behandelt.

Um die praktische Anwendung der vorgestellten Ve rfahren zu demon - strie ren und die Methodik der Mau- erwerksbemessung zu festigen, werden einige häufig vorkommende Nachweise anhand von Praxisbei- spielen aus dem Wohnungs- und Wir tschaftsbau durchgerechnet.

Die Berechnungsgänge können als Vorlage für die Nachweisführung in der Praxis dienen und erleichter n die Anwendung der DIN 1053-1 für Ziegelbauten.

Mit neuen Erkenntnissen zum Tragverhalten von Baukonstruktio- nen sowie durch die wissenschaft- lich-analytische Betrachtungsweise hat sich die Sicherheitsphilosophie im Laufe der Zeit veränder t. Allge- mein wird im Bauwesen auf die Methode der Te ilsicherheitsfaktoren übergegangen. Die zukünftige euro- päische Mauerwerknor m, der Eurocode 6 [2], wird nach dem der- zeitigen Stand frühestens im Jahre 2009 als allein maßgebendes Regelwerk eingeführ t. Diese Nor m wird dann auch im Mauerwerksbau die Bemessungsmethodik der Grenzzustände einführen.

1 Einführung

2 Bestimmungen

2 Bestimmungen 2.1 DIN 1053 Mit der Einführung einer ersten Nor m des Deutschen Instituts für

2.1 DIN 1053

Mit der Einführung einer ersten Nor m des Deutschen Instituts für Nor mung (DIN) für den Einsatz von Mauerwerk, der Nor m DIN 1053, im Jahre 1937 wurden die Grundlagen für eine vereinheitlichte Anwendung von Mauerwerk innerhalb Deutsch- lands geschaffen. Damit galt für alle Mauerwerksbauten der gleiche Standard.

Die Nor m wurde mit der zunehmen- den Entwicklung des Mauerwerks- baus im Laufe der Zeit an die neuen theoretischen und praktischen Er- fahrungen und Kenntnisse ange- passt. So wurden neben der DIN 1053-1 für das klassische unbewehr te Mauerwerk separate Te ile für bewehr tes Mauerwerk (DIN 1053-3) sowie Bauten aus Ziegelfer tigbauteilen (DIN 1053-4) erarbeitet. Eine letzte Überarbeitung der Nor m DIN 1053- 1 i m J ahre 1 996 brachte die derzeitig gültige For m DIN 1053-1 [1] und -2 [3] hervor. DIN 1053-1 ist die Grundnor m für den Mauerwerk sbau, alle weiteren

Vorschriften haben einen für die Be- messung ergänzenden Charakter.

So müssen z. B. Mauersteine und Mör tel einen Verwendbarkeitsnach- weis für Mauerwerk nach DIN 1053 vorweisen, d.h. entweder den jewei- ligen Produktnor men oder allgemei- nen bauaufsichtlichen Zulassungen entsprechen (vgl. Abschnitt 2.2).

Die Nor m DIN 1053-1 (11.96) [1] bil- det die wesentliche Grundlage für die Berechnung und Ausführung von unbewehr tem Mauerwerk aus künstlichen (z. B. Mauerziegel) und natürlichen Steinen (z. B. Sandstein). Sie beinhaltet Regelungen für Re- zeptmauerwerk und Mauerwerk nach Eignungsprüfung (vgl. Abs. 5.7). Die Begriffe werden in ihr wie folgt bestimmt:

Abs. 5.7). Die Begriffe werden in ihr wie folgt bestimmt: Rezeptmauerwerk (RM): Rezeptmauerwerk ist Mauerwerk dessen

Rezeptmauerwerk (RM):

Rezeptmauerwerk ist Mauerwerk dessen Grundwer te der zulässi- gen Druckspannungen ( 0 in Ab- hängigk eit von Steinfe stigkei ts- klassen , Mör telar ten und Mör tel- gruppen festgelegt werden. Die

DIN 1053

DIN 1053 DIN 1053-1 DIN 1053-2 * ) DIN 1053-3 DIN 1053-4 * * ) 11/96

DIN 1053-1

DIN 1053-2 *)

DIN 1053-3

DIN 1053-4 **)

11/96

11/96

10/90

9/78

Mauerwerk;

Mauerwerks-

Mauerwerk;

Mauerwerk;

Ber echnung

festigkeits-

Bewehr tes

Bauten aus

und

klassen

Mauerwerk;

Ziegelfer tig-

Ausführung

aufgrund v on

Ber echnung

bauteilen

Eignungs-

und

prüfungen

Ausführung

*) Die Nor m i st nicht a llgemein bauaufsichtlich eingeführ t. **) Liegt d erzeitig als E ntwur f ( August 1999) v or.

Bild 1: Gliederung der DIN 1053

Anwendung von Rezeptmauer- werk ist der Regelfall.

DIN 1053 Anwendung von Rezeptmauer- werk ist der Regelfall. Mauerwerk nach Eignungsprü- fung (EM): Mauerwer k

Mauerwerk nach Eignungsprü- fung (EM):

Mauerwerk nach Eignungsprü- fung ist Mauerwerk, dessen Grundwer te der zulässigen Druckspannungen ( 0 aufgrund von Eignungsprüfungen nach DIN 1053-2 bestimmt werden.

DIN 1053-1 enthält zur Bemessung des Mauerwerks das vereinfachte und das genauere Berechnung sver- fahren. Für die meisten Mauerwerk s- bauten in Deutschl and ist das ver- einfacht e Nachweisver fahren ausrei- chend, dessen Anwendung an be- stimmte Randbedingungen gebun- den ist (vgl. Abschnitt 4.4 dieser Broschüre).

DIN 1053-2 enthält die Vorausset- zungen für die Einstufung von Mau- erwerk nach Eignungsprüfung. Diese Nor m ist nicht allgemein bau- aufsichtlich eingeführ t, d. h. sie ist nicht in der Musterliste der techni- schen Baubestimmungen enthalten.

Der Einsatz von bewehr tem Mauer- werk nach DIN 1053-3 [4], ist auf Grund der günstigen Ve rf or mungs- eigenschaften zur Erhöhung der Risssicherheit z. B. für die Ausbil- dung von Ringanker n, Ringbalken und Rahmenstielen bei Ausfachun- gen möglich und empfehlenswer t. Praktische Er fahrungen zeigen, dass der Einsatz von bewehr tem Mauerwerk auf der Grundlage der derzeit gültigen Nor m nur bestimm- ten Ausnahmefällen vorbehalten ist.

In den letzten Jahren wurden insbe- sondere von der deutschen Ziegel- industrie umfangreiche Untersu- chungen vorgelegt, die bei der anstehenden Überarbeitung der Nor m DIN 1053-3 weitere Anwen- dungsbereiche erschließen können.

Für Bauten aus Ziegelfer tigteilen gilt DIN 1053-4 [5]. Diese Nor m wird derzeit komplett überarbeitet. Den Verfasser n lag zum Zeitpunkt des Erstellens dieser Broschüre lediglich der Gelbdruck der neuen DIN 1053- 4 (8.99) vor, so dass auf deren An- wendun gsmöglichkei ten an dieser Stelle nur hingewiesen werden soll.

Volltextversionen der DIN 1053-1, -3 und -4 sind z. B. im Inter net unter www.ziegel.de Technik / Bemes- sungsnor men ver fügbar.

In der Tabelle 1 sind die wichtigsten Bestimmungen für den Mauerwerks- bau mit Ziegeln aufgeführ t.

für den Mauerwerks- bau mit Ziegeln aufgeführ t. 2.2 Allgemeine bauaufsich t- liche Zulassugen Von den

2.2 Allgemeine bauaufsich t- liche Zulassugen

Von den Festlegungen der Produkt- nor men, z. B. der Ziegelnor m DIN 105, abweichende Bauprodukte werden für alle Bundesländer zen- tral durch das DDeutsche IInstitut für BBau ttechnik (DIBt) zugelassen (Bau- regelliste und Liste der Technischen Baubestimmungen).

Allgemeine bauaufsichtliche Zulas- sungen oder Prüfzeichen sind der Nachweis, dass ein Baustoff, Bauteil oder eine Bauar t die Anforderungen der obersten Bauaufsichtsbehörde er füllt. Bauprodukte für Mauerwerk werden in der Regel zunächst für einen bestimmten Zeitraum, meist fünf Jahre, allgemein bauaufsicht- lich zugelassen. Bei Bewährung des Produkts wird bei Ablauf der Gültig- keitsdauer ein Verlängerungsbe- scheid durch das DIBt ausgestellt.

Die Ziegelindustrie hat im Zuge der ständig steigenden Anforderungen in den Bereichen Wär me- und Schallschutz ihre Produkte for tlau- fend über die in den Nor men fest- gelegten Eigenschaften hinaus opti- mier t. Speziell im Außenwandbe- reich kommen daher inzwischen überwiegend Ziegelprodukte mit all-

2 Bestimmungen

Ta belle 1: Wicht ige Nor men für den Maue rwer ksba u mit Zieg eln

Nor m

Bezeichnung/Titel

DIN 105-1 bis 5

Mauerziegel; Vollziegel und Hochlochziegel, Leichthochlochziegel, hochfeste Ziegel und hochfeste Klinker, K eramikklinker, L eichtlang- lochziegel und Leichtlangloch - Z iegelplatten

DIN V 1 05-6

Mauerziegel; Planziegel

DIN 1053-1

Mauerwerk; Berechnung und Ausführung

DIN 1053-2

Mauerwerksfestigkeitsklassen auf Grund von Eignungsprüfungen

DIN 1053-3

Mauerwerk; Bewehr tes Mauerwerk; Berechnung und Ausführung

DIN 1053-4

Mauerwerk; Bauten aus Ziegelfer tigbauteilen

DIN 1055-1 bis 6 u. 100

Lastannahmen für Bauten

DIN 4103-1

Nichttragende innere Tre nnwände; Anforderungen, Nachweise

DIN 18550-1

Putz; Begriffe und Anforderungen

DIN 18550-2

Putz; Putze aus Mör teln mit mineralischen Bindemitteln; Ausführung

DIN 18550-3

Putz; Wär medämmputzsysteme aus Mör teln mit mineralischen Bindemitteln und expan- dier tem Polystyrol (EPS) als Zuschlag

DIN 18550-4

Putz; Leichtputze; Ausführung

DIN 18557

We rkmör tel; Herstellung, Überwachung und Lieferung

gemeinen bauaufsichtlichen Zulas- sungen zum Einsatz.

Durch die Abweichung von den Pro- duktnor men können die wesentli- chen Eigenschaften der Produkte veränder t werden.

Eine bauaufsichtliche Zulassung enthält daher immer Aussagen zu den wichtigsten Eigenschaften des Produkts für die Bemessung, d. h. die Mauerwerkstragfähigkeit (Druck- und Schubfestigkeit), den Wär me-, Schall- und Brandschutz.

Alle diese Eigenschaften können von den Festlegungen der Anwen- dungsnor men abweichen. Bei der Anwendung müssen alle Bedingun- gen des Zulassungsbescheids be- achtet werden.

Die Übereinstimmung des Baupro- dukts mit der Zulassung oder Nor m muss nach der Bauregelliste A, Te il 1 [ 6] für Mauersteine durch ein Übereinstimmungszer tifikat einer anerkannten Zer tifizierungsste lle nachgewiesen werden.

3 Typische Wandkonstruktionen aus Ziegelmauerwerk

Mauerwerksbauten haben einen An- teil von ca. 85 % am Gesamtmarkt des Wohnungsbaus in der Bundes- republik Deutschland. Die Ziegelin- dustrie ist mit einem Marktanteil von weit über 40 % der mit Abstand größte Marktteilnehmer im Bereich Mauerwerksbau.

Mit Ziegelprodukten können alle Bereiche des Wohnungs- und Wir t- schaftsbaus rationell und kosten- günstig erstellt werden. Deutliche Schwerpunkte liegen zurzeit im Ein- familien- und Reihenhausbau.

Die bevorzugte Außenwandkons- truktion von Wohnungsbauten ist in Deutschland sehr stark regional ge- prägt. In Norddeutschland werden auf Grund der Schlagregen-Bean- spruchung bevorzugt zweischalige Bauweisen mit einer nichttragenden Vorsatzschale und einer tragenden Innenschale ausgeführ t, während in Süddeutschland traditionell das ein- schalige wär medämmende Ziegel- mauerwerk überwiegt. Daneben ge- winnen insbesondere im Geschoss- wohnungsbau auf Grund der stetig erhöhten Wär me- und Schallschutz- anforderungen sowie der Forderung nach kosten- und flächensparen- dem Bauen einschalige Außenwän- de mit außenseitigem Wär medämm- verbundsystem an Bedeutung.

mit außenseitigem Wär medämm- verbundsystem an Bedeutung. Bild 2: a) verputzte, einschalige Außenwand Im

Bild 2: a) verputzte, einschalige Außenwand

Im Einfamilienhausbau wird nach den Anforderungen der neuen Energieeinspa rverordnung bei den Außenwänden in der Regel eine Wanddicke von 365 mm ausgeführ t werden.

Mit wär metechnisch optimier ten Spitzenprodukten (Wär meleit- fähigkeit R R / 0,12 W/mK) wird bei einschal igem Mauerwer k allerdings auch weiterhin eine Wanddicke von 300 mm ausführbar bleiben.

Im Geschosswohnungsbau gewinnt auf Grund der besseren Ausnutzung des Grundrisses und der erhöhten Anforderungen an den Schallschutz die Bauweise mit schweren schlan- ken tragenden Innen- und Außen- wänden immer mehr an Bedeutung. Die Ziegelindustrie stellt für diese Bauweisen sowohl klassische „mittelfor matige“ Hochlochziegel in den Rohdichteklassen 0,8 bis 1,4 als auch Ve rfüll- oder Schalungszie- gel nach allgemeinen bauaufsicht- lichen Zulassungen des DDeutschen IInstituts für BBau ttechnik (DIBt) zur Ve rfügung. Alle diese Produkte kön- nen aufgrund ihres geringen Verar - beitu ngsge wicht s problem los und schne ll von Hand verse tzt werden.

wicht s problem los und schne ll von Hand verse tzt werden. b) zweischalige Außenwand mit

b) zweischalige Außenwand mit Ker ndämmung

los und schne ll von Hand verse tzt werden. b) zweischalige Außenwand mit Ker ndämmung c)

c) zusatzgedämmte Außenwand

4 Bemessung nach DIN 1053-1

4.1 Beanspruchung von Mauerwerksgebäuden u nd erforderliche Nachweise N i g+p Aufgabe einer jeden Tragwerksbe-
4.1 Beanspruchung von
Mauerwerksgebäuden u nd
erforderliche Nachweise
N
i
g+p
Aufgabe einer jeden Tragwerksbe-
rechnung ist es, die Beanspruchung
des Tr agwerkes und seiner Te ile zu
er mitteln und einen Vergleich mit
den aufnehmbaren Beanspruch un-
gen durchzuführen.
A
i
Für Mauerw erksgebäude ist gene-
rell eine ausreichende Aussteifung
gegen angreifende horizontale
Lasten er forderlich. Ein rechneri-
scher Nachweis der Aussteifung
kann nach DIN 1053-1 entfallen,
wenn bestimmte Randbedingungen
eingehalten werden, s. Abschn.
4.3.2.
G
Für die einzelnen Mauerwerkwände
ist eine ausreichende Tragfähigkeit
gegen alle auftretenden Beanspru-
chungen nachzuweisen. In erster
Linie werden Wände aus Mauerwerk
ver tikal infolge ihrer Eigenlast und
der Auflagerung von Geschossde-
ckenplatten auf Druck beansprucht.
N
i+1
g+p
Dabei enthalten die eingeleiteten
Auflagerkräfte wiederum Anteile aus
ständigen Lasten g (z. B. Decken-
eigenlast, Aufbaulasten) und aus
Verkehrslasten p, s. Bild 3.
A
i+1
Bild 3: Belastungen ver tikal bean-
spruchter Mauerwerkswände
We rden Einzellasten direkt oder
über Lastver teilungsbalken in das
Mauerwerk eingeleitet, sind hier für
die zulässigen Auflager- oder Teilflä -
chenpressungen, meist an mehre-
ren Stellen - direkt unter der Einzel-
last und in halber Wandhöhe - nach-
zuweisen, s. Bild 4.

Aufgrund der verschiedenen Bean- spruchungsrichtun gen ist zwischen Scheiben- und Plattenschubfestig- keit zu unterscheiden.

So verursachen horizontale Lasten wie z. B. Windlasten oder Erddruck bei Außenwänden aus Mauerwerk Schubspannungen senkrecht zur Wandebene (Plattenschub, 4.4.5).

Aus der gesamten Gebäudestabili- tät resultieren hingegen Beanspru- chungen von aussteifenden Wän- den in ihrer Ebene, die über die Scheibentragwirkung der Mauer- werkswände letztlich sicher in die Fundamente und damit in den Bau- grund abgeleitet werden können.

Mit einer erhöhten Auflast und damit auch größeren überdrückten Quer- schnittsfläche erhöht sich auch die Schubtragfähigkeit von Wänden aus Mauerwerk. Die Windlasten werden über die Außenwände und die Scheibentragwirkung der Decken auf die einzelnen tragenden Wa nd- scheiben im Bauwerk ver teilt, wo sie unter Ausnutzung ihrer Schubtrag- fähigkeit in der Wandebene abge- tragen werden können.

4 Bemessung nach DIN 1053-1

Last

NW 1 60° h / 2 k NW 2 1
NW 1
60°
h / 2
k
NW 2
1

Last

b NW 2 N W 1 60° 2 60° h / 2 k NW 3
b
NW 2
N W 1
60°
2
60°
h / 2
k
NW 3
3

Bild 4: Lastausbreitung unter Te ilflächenbelastung von Mauerwerk ohne bzw. m it Lastver teilungsbalken unter Angabe der Nachweisstellen (NW)

Lastver teilungsbalken unter Angabe der Nachweisstellen (NW) 4.2 Bemessungskonzept nach DIN 1053-1 Die Berechnung von

4.2 Bemessungskonzept nach DIN 1053-1

Die Berechnung von unbewehr tem Mauerwerk kann gemäß DIN 1053-1 sowohl nach einem vereinfachten als auch nach einem genaueren Berechnungsver fahren er folgen. Prinzipiell wird die Bemessung in For m von Spannungs- bzw. Kraft- nachweisen durchgeführ t. Unter-

schiedlich sind jedoch der Genau- igkeitsgrad, die einzel nen Nachweis - ebenen und der Bearbeitungsauf- wand.

Die Bemessung nach dem verein- fachte n Ver fahren der DIN 1053-1 er folgt durch einen Nachweis im Gebrauchszustand. Dabei wird der Tragwiderstand R als Funktion der Festigkeit f durch einen globalen

Sicherheitsbeiwer t ; G abgeminder t.

Beim genaueren Ve rfahren er folgt der Nachweis für den Traglastzu- stand (Bruchzustand). Dabei muss der charakteristische Tragwider- stand R k als Funktion der charakte- ristischen Festigkeit f k mindestens der mit einem globalen Sicherheits- beiwer t ; G beaufschlagten Ge- brauchslast S entsprechen.

Tr agwiderstand

R

R k(d)

Gebrauchslast

S

0

Methode

R(f) NWE γ γ G M S = γ . S<R (f ) u G
R(f)
NWE
γ
γ G
M
S =
γ
. S<R (f )
u
G
k
k
S
= (
γ
.
S) < R (f /
γ
)
d
F
d
k
M
vorh
σ
< z
ul
σ
= f /
γ G
NWE
γ G
γ
F
NWE
Zul. Spannungen
ver einfachtes Ve rf ahr en
(Gebrauchszustand)
Tr aglast
genauer es Ve rf ahr en
(Bruchzustand)
Te ilsicherheitsver fahr en
DIN 1053-1 (11.96)
ENV 1996-1-1 (EC 6 )

Bild 5: Ebenen der Nachweisführung (NWE)

Beiden Nachweismethoden liegen globale Sicherheitsfaktoren zugrun- de, die sowohl Einflüsse aus den Materialeigenschaften als auch Einflüsse aus der Ar t der Einwirkung beinhalten. Für beide Berechnungs - methoden w ird e in lineares Span- nungs-Dehn ungs-Verhal ten zu Grund e gelegt. Zugspannungen senkrecht zur Lager fuge dür fen bei der Bemessung von Mauerwerk rechnerisch nicht berücksichtigt werden.

Die Einzelheiten der unterschiedli- chen Nachweisführungen sollen nun in den folgenden Abschnitten erläu- ter t werden.

Da in der Mehrzahl der Fälle die An- wendung des vereinfachten Berech- nungsver fahrens möglich ist, soll dieses stets vorrangig behandelt werden.

In künftigen Mauerwerksnor men wird das System der globalen Si- cherheitsbeiwer te verlassen wer- den. Dies ist in den übrigen Berei- chen des Bauwesens bereits seit geraumer Zeit üblich. Es wird dann eine Bemessung mit Teilsicherheits-

beiwer ten für Material ; M und Einwir- kung ; F er folgen. Der Bemessungs- wer t des Tragwiderstands R d (d. h. die um ; M reduzier te charakteristi- sche Festigkeit) muss dann größer oder gleich dem Bemessungswer t der Gebrauchslast S d (d. h. der mit

; F erhöhten Gebrauchslast) sein.

Diese Vorgehensweise ist bereits im Eurocode 6, ENV 1996-1-1 enthalten und wird bei einer Überarbeitung auch in DIN 1053 Eingang finden.

4 Bemessung nach DIN 1053-1

auch in DIN 1053 Eingang finden. 4 Bemessung nach DIN 1053-1 4.3 Gebäudes ta bilität 4.3.1

4.3 Gebäudes ta bilität

4.3.1 Allgemeines

Generell ist sicherzustellen, dass durch eine ausreichende Gebäude- stabilität alle an das Bauwerk an- greifenden horizontalen Beanspru- chungen (z. B. Windlasten und Las- ten infolge Schrägstellung) in den Baugrund abgeleitet werden kön- nen. Hierzu sind vor allem ver tikale Wandscheiben und horizontale De- ckenscheiben er forderlich. Gege - benenfalls müssen zur Sicherung der Scheibentragwirkung der Ge- schossdecken bzw. der horizontalen Aussteifung der Wände zusätzliche konstruktive Maßnahmen, wie zum Beispiel die Ausbildung von Ring- anker n oder Ringbalken (vgl. Abschn. 5.5), ergriffen werden.

Die ver tikalen Aussteifungselemente (Wandscheiben) leiten ihre Lasten über die Fundamente in den Bau- grund ab. Dabei ist als statisches System von einer Kragar mwirkung der Wände auszugehen, die in den Fundamenten als eingespannt zu betrachten sind.

Zugspannungen können über die Fundamentsohlen nicht in den Bau- grund über tragen werden. Durch eine ausreichend große Auflast in den aussteifenden Wänden muss daher die nach DIN 1053-1 er for- derlich e 1,5-fache Kippsicherheit gewährleistet werden, wenn man von gerissenen Querschnitten bzw. klaffenden Fugen ausgeht. Dies wird in DIN 1053-1 durch die Be- grenzung der Ausmitte e auf e / d/3 sichergestellt und ist gleichbedeu- tend mit dem Aufreißen des Recht- eckquerschnitts bis maximal zur Hälfte der Wanddicke d.

4.3.2 Entfallen des Nachweises der Gesamtstabilität

Nach Abschnitt 5.4 der DIN 1053-1 [1] dar f auf einen rechnerischen Nachweis der Gebäudestabilität verzichtet werden, wenn

11

die Decken als steife Schei- ben ausgebildet sind (ggf. auch Einsatz statisch nach- gewiesener Ringbalken, s. Abschn. 5.5.3 möglich)

und

22

eine “offensichtlich ausrei- chende” Anzahl von genü- gend langen Wandscheiben vorhanden sind, welche ohne größere Schwächungen und Versprünge bis auf die Fun- damente geführ t werden.

Die Auslegung, was mit dem Wo rt - laut “offensichtlich ausreichend” ge- meint ist, obliegt dem Planenden, da hierzu keinerlei weiter führende Angaben in der DIN 1053-1 ge- macht werden.

Etwas mehr Klarheit kann eine ältere Regelung nach der DIN 1053-1 von 1972 verschaffen. Obwohl diese Nor m seit langem vom DIN zurück- gezogen wurde, wird empfohlen, die Ta belle 2 n ach DIN 1053-1 (11.72) zur Beur teilung einer ausrei- chenden Anzahl an aussteifenden Wänden heranzuziehen.

Diese Vorschläge gelten für mehr- geschossige Bauten mit bis zu 6 Vollgeschossen.

4 Bemessung nach DIN 1053-1

Ta belle 2: Anhal tswer te für Dicke n und Abstä nde ausst eifen der Wände analo g D IN 1053 Te il 1 ( Ausgabe 11.72)

Zeile

Dicke der

Geschoss-

 

Aussteifend e Wand

auszusteifen den

höhe in m

im 1. bis 4. Vo llgeschoss von oben

im 5. und 6. Vo llgeschoss von oben

 

belasteten Wand

Mitten-

in mm

abstand in m

 

1 >_ 115 < 175

     

<_ 4,50

 

2 >_ 175 < 240

<_ 3,25

<_ 6,00

 

3 >_ 240 < 300

<_ 3,50

>_ 115 mm

>_ 175 mm

 
 

4 >_ 300

<_ 5,00

<_ 8,00

    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
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    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
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    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände
    4 >_ 300 <_ 5,00 <_ 8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände

Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände

8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden
8,00 Bild 6: Stabile Anordnungen der aussteifenden Wände Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden

Bild 7: Ungünstige stabile Anordnungen der aussteifenden Wände

4 Bemessung nach DIN 1053-1

4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
4 Bemessung nach DIN 1053-1 Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e
Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e H
Bild 8: instabile Anordnungen der aussteifenden Wände
H
e
M
e
H
Anordnungen der aussteifenden Wände H e M e H Bild 9: Schubmittelpunkt M von aussteifenden Wandscheiben

Bild 9: Schubmittelpunkt M von aussteifenden Wandscheiben mit resultie- renden Horizontallasten (Voraussetzung zur Aufteilung der Lastan- teile auf die einzelnen Wandscheiben)

Beispiele für eine sinnvolle Anord- nung aussteifender Wandscheiben sind in den Bilder n 6 bis 8 an ver- schiedenen schematischen Grund- rissen dargestellt. Als Grundprinzip gilt, dass mindestens drei Wa nd- scheiben zur Aussteifung des ges- amten Gebäudes er forderlich sind. Sie müssen so angeordnet werden, dass sich ihre Wirkungslinien nicht in einem Punkt schneiden.

Allerdings ist bei großer Gebäude- länge darauf zu achten, dass durch die Anordnung weiterer Wandschei- ben keine Zwängungen aus Tempe - ratur unter schie den un d Schwindvor- gängen entstehen. Bild 7 zeigt zwar stabile, aber ungünstige Anordnun-

gen von aussteifenden Wandschei- ben. Dies ist i. w. auf die Lage des Schubmittelpunktes zurückzuführen. Infolge der großen Ausmitte des Drehpunktes zur Wirkungslinie der resultierenden horizontalen Belas- tung entsteht eine zusätzliche Mo- menten- und damit Torsionsbean- spruchung des Aussteifungssys- tems. Außerdem ergeben sich durch die Kopplung der Wandschei- ben in den Eckpunkten erhöhte Zwangsbeanspruchungen, die nicht selten bemessungsrelevant werden bzw. zu Schäden (z.B. Rissbildun- gen) führen können.

Braucht die Gesamtstabilität des Gebäudes nicht rechnerisch unter-

sucht zu werden, so kann man auch auf den Ansatz der Lotabweichun- gen des Gesamtsystems, siehe Abschn. 4.3.3, verzichten.

4.3.3 Nachzuwe isende Bauteile (Gebäude stabilität )

Ein rechnerischer Nachweis der Steifigkeit und Stabilität ist notwen- dig, wenn die Anordnung und die Anzahl der aussteifenden Bauele- mente nicht von vor nherein erken- nen lassen, dass die Gebäudesta- bilität zweifelsfrei gegeben ist.

Es sind Standsicherheitsnachweise der ver tikalen (Wandscheiben) und horizontalen (Deckenscheiben) Bau- teile zu führen. Hierbei kann für die aussteifenden Mauerwerkswände ein Nachweis mit dem genaueren Ve rfahren er forderli ch werden. Die Laster mittlung er folgt durch die Aufteilung der Horizontallastanteile aus Windlasten und Lotabweichung über die einzelnen Steifigkeitsver- hältnisse bzw. den Abstand der Wirkungslinien zum Schubmittel- punkt.

4 Bemessung nach DIN 1053-1

Der Lastfall Lotabweichung wird durch eine rechnerische Schrägstel- lung des Gebäudes um einen Win- kel O

ϕ = ±

ϕ = ±
mit

mit

h

G

1 (1) ϕ = ± mit h G Gebäudehöhe in m über OK Fundament

Gebäudehöhe in m über OK Fundament

im Bogenmaß berücksichtigt.

Die anzusetzende Horizontallast H erhält man zu

H

= ϕ ⋅ F

(2)

mi

t

F

N or malkraft

4.4 Ve reinfachtes Berechnungsverfahren reinfachtes Berechnungsverfahren

4.4.1 Allgemeines

Das vereinfachte Berechnungsver- fahren ist das Ve rfahren inner halb der DIN 1053-1 mit dem die große Mehr zahl aller Mauerwerksnachwei- se durchgeführ t werden kann. Seine wesentlichen Vo rt eile sind der gerin- ge Zeitaufwand und die einfache Durchführbarkeit.

Die Rechenannahmen und die Rechnung selbst sind gegenüber dem genaueren Berechnungsver- fahren stark vereinfacht. Dies be- zieht sich auf folgende Punkte:

Nachweisführung über zulässige Spannungen (der Sicherheitsab- stand ist eingearbeitet),stark vereinfacht. Dies be- zieht sich auf folgende Punkte: keine Er mittlung der Einspan- nung zwischen

keine Er mittlung der Einspan- nung zwischen Wand und Decke (diese wir d durch den Sicher- heitsabstand sowie durch Ab- minderung des nd und Decke (diese wird durch den Sicher- heitsabstand sowie durch Ab- minderung des Grundwer ts der zul. Spannunge n berücksichtigt),

keine Berücksichtigung von ungewollten Exzentrizitäten beim Knicknachweis sowie Windbean- spruchung auf Außenwände.des Grundwer ts der zul. Spannunge n berücksichtigt), Der Standsicherheitsnachweis wird im Gebrauchszustand über

Der Standsicherheitsnachweis wird im Gebrauchszustand über einen Vergleich der vorhandenen mit einer rechnerisch zulässigen Spannung geführ t.

4.4.2 Randbedingungen

Das vereinfachte Ve rfahren kann nur angew endet werden, wenn die geo- metrischen und konstruktiven Rand- bedingungen der Tabelle 3 einge- halten sind.

Dor t werden Grenzwer te für

die Gebäudehöhe H,Tabelle 3 einge- halten sind. Dor t werden Grenzwer te für die Deckenstützweite { , die

die Deckenstützweite { , { ,

die lichte Wandhöhe h s und Wandhöhe h s und

die zulässige Verkehrslast p angegeben. rkehrslast p angegeben.

Alle Grenzwer te werden in Abhän- gigkeit von der Ar t des Bauteils (Innenwand, Außenwand) und der Schlankheit (Bauteildicke) differen- zier t.

4.4.3 Erforderliche Nachweise

Im Rahmen des vereinfachten Ve r- fahrens sind im wesentlichen Nach- weise auf Druck nach Abschn. 4.4.4 bzw. für die Auflagerpressung unter Lasteinleitungs stellen im Mauerwerk nach Abschn. 4.4.7 zu erbringen.

Ist die Gesamtstabilität, also die räumliche Stabilität des Bauwerkes nach Abschnitt 4.3 gegeben, so dür fen die Schubnachweise, s. Abschn. 4.4.5, für die aussteifenden Wände entfallen. Beanspruchungen aus Windlasten und Lotabweichung

(Schiefstellung) des Gesamtbau- werks können in der Regel ver nach- lässigt w erden.

Bei unterkeller ten Gebäuden kann für Kelleraußenwände der Nachweis auf Erddruck entfallen, wenn gewis- se konstruktive Randbedingungen und ver tikale Grenzlasten eingehal- ten sind, siehe Abschn. 4.5.

Bei nichttragenden Außenwänden kann ebenfalls ein statischer Nach- weis entfallen, sofer n die im Abschn. 4.6.3 angegebenen Bedingungen und Grenzwer te eingehalten wer- den.

Falls in Wände ver tikale Lasten mit größerer planmäßiger Exzentrizität oder größere horizontale Lasten ein- geleitet werden, ist dies durch einen Knicksicherheitsnachweis nach dem genaueren Berechnungsver fahren zu untersuchen, s. Abschn. 4.7.5.

Größere planmäßige Exzentrizitäten können z. B. aus einem Versatz übereinanderstehen der Wände re - sultieren. Größere Horizontallasten können z.B. Anpralllasten von Fahr- zeugen, Menschengedränge oder Konsollasten sein.

Die DIN 1053-1 definier t, dass ein Versatz von übereinander stehen - den Wänden durch Änderung der einzelnen Wa nddicken nur dann nicht als größere Exzentrizität gilt, wenn der Querschnitt der dickeren den der dünneren tragenden Wa nd umschreibt, s. Bi ld 10 .

4 Bemessung nach DIN 1053-1

Ta belle 3: Anwendungsgrenzen des vereinfachten Ve rf ahrens nach DIN 1053- 1

 

Bauteil

Wanddicke

lichte

Ve rkehrslast der

Gebäudehöhe

Decken-

Geschoss-

Decke

stützweite

höhe

d

h

s

p

H

in mm

in m

in kN/m 2

in m

in m

Innenwände

>_ 115 < 240

<_ 2,75

     

>_ 240

-

Einschalige

>_ 175 < 240 2)

<_ 2,75

<_ 5,0

<_ 20 1)

Außenwände

>_ 240

<_ 12 . d

Tr agschalen zweischaliger Außenwände und zwei- schaliger Haustrenn- wände

   

<_ 3,0 incl.

<_ 2 Vo llgeschosse + ausgebautes Dachgeschoss 3)

<_ 6 4)

>_ 115 < 1 75

Trennwand-

<_ 2,75

zuschlag

 

>_ 175 < 240

   

>_ 240

<_ 12 . d

<_ 5,0

<_ 20 1)

1) bei geneigten Dächer n M ittel zwischen First- und Tr aufhöhe.

 

2) bei eingeschossigen Garagen und vergleichbaren Bauwerken die nicht zum dauer nden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, auch d >_ 115 mm zulässig.

3) Abstand aussteifender Querwände <_ 4,5 m, Randabstand von einer Öffnung <_ 2,0 m.

 

4) Sofer n n icht die Biegemomente aus dem Deckendrehwinkel durch konstruktive Maßnahmen begrenzt werden. Bei zweiachsig gespannten Decken ist mit der kürzeren der beiden Stützweiten zu rechnen.

Sc hnitt

der kürzeren der beiden Stützweiten zu rechnen. Sc hnitt a) Keine größer e E xzentrizität b

a) Keine größer e E xzentrizität

zu rechnen. Sc hnitt a) Keine größer e E xzentrizität b ) G r ö ß

b) Größer e E xzentrizität

Bild 10: Beispiele zur Einstufung von Lastexzentrizitäten

4 Bemessung nach DIN 1053-1

4.4.4 Spannungsnachweis bei Druckbeanspruchung

4.4.4.1 Allgemeines

In DIN 1053-1 wird bei der Bemes- sung von Mauerwerkwänden auf Druck nach dem vereinfachten Ve r- fahren die vorhandene Druckspan- nung vorh ( D mit der zulässigen Druckspannung zul ( D verglichen.

vo rh

σ

D

zu l

σ

D

(3)

mit

zul ( D zulässige Druckspannung

4.4.4.2 Ermittlung der vorhan- denen Druckspannung vorh (( DD

Die vorhandene Druckspannung vorh ( D im Mauerwerk ergibt sich aus der Nor malkraft- Schnittgröße und der beanspruchten Fläche zu

N

b d

mit

N

Nor malkraft

b

Wandbreite/-l änge

d

Wanddicke

vo rh σ =

D

(4)

Eine Windbeanspruchung senkrecht zur Wandebene ist i. d. R. nicht zu berücksichtigen, sofer n eine ausrei- chende horizontale Halterung der Wand vorhanden ist. Dies kann z. B. durch Decken mit Scheibentragwir- kung oder statisch nachgewiesene Ringbalken er folgen (vgl. Abschn. 5.5).

Ander nfalls ist die ausmittige Ve rti- ka ll as t in fo lg e Windbeanspruchung rechtwinklig zur Wand (Platten- schub) über die Er mittlung der vor- handenen Randspannung nachzu- weisen. Gleiches gilt auch für den

Nachweis einer ausmittigen Bean- spruchung der Wand in Richtung der Wandebene (Scheibenwirkung) z. B. wenn ein Nachweis der Ge- samtstabilität er forderlich wird (vgl. Abschn. 4.4.5).

Die Fugen dür fen bei ausmittiger Last rechnerisch höchstens bis zum Schwerpunkt des Querschnitts auf- reissen.

Die Randspannung kann unter An- nahme einer linearen Spannungs- ver teilung für ungerissene als auch gerissene Querschnitte bestimmt werden (s. hierzu Absch. 4.4.5.3). Sie ist der zulässigen Druckspan- nung gegenüberzustellen.

4.4.4.3 Ermittlu ng der zulässig en Druckspannung zul (( DD

Grundlage für die Er mittlung der zulässigen Druckspannung si nd die Grundwer te ( 0 der zulässigen Druckspannung nach Tabelle 4. Diese Grundwer te wurden aus der

Auswer tung umfangreicher Unter-

suchungen mit allen Stein-Mör tel- Kombinationen unter bestimmten Randbedingungen er mittelt. Für all- gemein bauaufsichtlich zugelassene Produkte können diese Grundwer te von Tabelle 4 abweichen. Die ( 0 - We rte von Zulassungsziegeln sind in der entsprechenden bauaufsicht- lichen Zulassung angegeben.

Zur Er mittlung der zulässigen Druck- spannung zul ( D werden die Grund- wer te ( 0 der zulässigen Druckspan- nungen mit einem Abminderungs- faktor k reduzier t. Die zulässige Druckspannung zul ( D ergibt sich dann zu

zu l

mit

( 0

k

σ

D =

k

⋅ σ 0

(5)

Grundwer t der zulässi- gen Druckspannung je nach gewählter Stein- Mör tel-Kombination nach Ta belle 4 ( Auszug aus DIN 1053-1) bzw. Ab- schnit t 3 der allgem ei- nen bauau fsich tlich en Zulas sunge n des DIBt Abminderungsfaktor nach Ta belle 5

Abminderun gsfaktor k

Der Abminderungsfaktor k berück- sichtigt vereinfachend die Einflüsse der Wandar t k 1 , der Schlankheit der Wand k 2 und des Deckendrehwin- kels k 3 auf die Tragfähigkeit einer Wand. Angaben zur Er mittlung der Faktoren k 1 bis k 3 enthalten die Ta belle 5 und nachfolgend e A b- schnitte.

Berücksichtigung der Wa ndart (k 11 )

Die DIN 1053-1 unterscheidet im Bezug auf die Tragfähigkeit zwi- schen Wänden und Pfeiler n (“kur- zen Wänden”).

Gemauer te Wände mit Querschnittsflächen / 400 cm² sind nach DIN 1053-1 als tra- gende Wände nicht zulässig.

“Kurze Wände” (Pfeiler) im Sinne der DIN 1053-1 sind Wände mit einer Querschnittsfläche zw ischen 400 und 1000 cm².

Bei Schwächungen von Wänden durch Schlitze und Aussparungen ist DIN 1053-1, Abschn. 8.3 und Ta belle 10 zu beachten, siehe auch Abschn. 5.4 dieser Broschüre.

4 Bemessung nach DIN 1053-1

Ta belle 4: Grun dwer te ( 0 der zulässigen Druckspannungen nach DIN 1053-1 für Mauerwerk aus Mauerziegeln nach DIN 105-1 und 105-2 (häufig verwendete Ziegel-Mör tel-Kombinationen sind grau hinterlegt)

 

Hinweis: Grundwer te der zulässigen Druckspannung für Zulassungsziegel (viele Wär medämmziegel in Verbindung mit Leichtmör tel und alle Planziegel in Verbindung mit Dünnbettmör tel) wer- den in der jeweiligen Zulassung angegeben.

Steinfestigkeits-

 

σ 0 in MN/m²

 

klasse

 
   

Nor malmör tel mit Mör telgruppe

 

Leichtmör tel

I

II

IIa

III

IIIa

LM 21

LM 36

 

2

0,3

0,5

0,5 1)

-

-

0,4

0,4 2)

 

4

0,4

0,7

0,8

0,9

-

0,5

0,7

 

6

0,5

0,9

1,0

1,2

-

0,7

0,9

 

8

0,6

1,0

1,2

1,4

-

0,8

1,0

 

12

0,8

1,2

1,6

1,8

1,9

0,9

1,1

 

20

1,0

1,6

1,9

2,4

3,0

0,9

1,1

 

28

-

1,8

2,3

3,0

3,5

0,9

1,1

1)

2

0,6 MN/m bei Außenwänden mit Dicken >_ 300 mm. Diese Erhöhung gilt jedoch nicht für den Nachweis der Auflagerpressung nach Abschnitt 6.9.3 der DIN 1053-1 (vgl. Abschnitt 4.4.6).

σ

0

=

2)

σ

0

=

2

0,6 MN/m bei Außenwänden mit Dicken

>_ 300 mm. Diese Erhöhung gilt jedoch nicht für den Nachweis der Auflagerpressung.

 

Bei kurzen Wänden können Ausfüh- rungsungenauigkeiten bei der Ve r- we nd un g von auf der Baustelle ge- trennten Lochsteinen die Tragfähig- keit stärker als bei “langen” Wänden reduzieren. Dies wird durch eine Abminderung von k 1 = 0,8 berück- sichtigt.

Berücksic htigung des Knickens (k 22 )

Der Abminderungsfaktor k 2 berück - sichtigt die Reduzierung der Tr ag-

fähigkeit infolge der größeren Knick- gefährdung schlanker Mauerwerks- wände. Für Mauerwerkswände mit geringer Schlankheit (Verhältnis von Knicklänge h K zu Wanddicke d) von

h K /d / 10 spielt dies keine Rolle, da im Grundwer t der zulässigen Druck-

spannungen bei der Anwendung

(

0

des vereinfachten Berechnungsver- fahren dieser Schlankheitseinfluss bis zum Grenzwer t von h K /d = 1 0 bereits enthalten ist. In diesem Fall gilt k 2 = 1,0.

Ab einer Schlankheit von h K /d > 1 0 muss der Knickeinfluss nach Gl. (6) berücksichtigt werden.

mit

h K

d

25

h

K

d

,
15

Knicklänge

Wanddicke

(6)

k =

2

10

Generell wird in DIN 1053-1 die zu-

lässige Schlankheit der Wände

auf

λ

h K λ = d
h
K
λ =
d

mit

h K

d

25

Knicklänge

Wanddicke

(7)

begrenzt.

4 Bemessung nach DIN 1053-1

Ta belle 5: Abmin derun gsfak toren k i

 

Einfluss

Randbedingung

 

Abminderungsfaktor

Wandar t ( k )

1

alle Wände (A 1000 cm²) sowie Pfeiler (”

400 cm² A<1 000 cm²) aus ungetrennten Hochloch- ziegeln (ohne Schlitze oder Aussparungen)

kurze Wände”,

k

1

= 1,0

alle anderen Pfeiler (”kurze Wände”)

 

k

1

= 0,8

Knicken (k )

2

h

K

   

d

<_ 10

k

2

= 1,0

 

h

K

 

25 - h /d

K

 

10 <

d

<_

25

k

2

=

15

<_ 1,0

Deckendrehwinkel (k )

3

1)

Decken zwischen Geschossen, Deckenspannweite

<_ 4,20 m

k

3

= 1,0

     

 

4,20 m <

<_

6,00 m

k

3

= 1,7 -

6

<_ 1,0

Decken im obersten Geschoss (insbesondere D ach-

decken), <_ 6,00 m

k

3

= 0,5

1)

wird d ie Traglastminderung durch konstruktive Maßnahmen, z.B. Zentrierleisten, ver mieden, so gilt unabhängig von der Deckenstützweite k = 1,0.

3

Die Knicklänge h K einer Wand ist grundsätzlich vo n deren Halterung abhängig. Sie wird aus der lichten Geschosshöhe h s unter Berücksich- tigung eines Knicklängenbeiwer ts l wie folgt berechnet:

h K

mit

l

h s

= β ⋅

h

s

(8)

Knicklängenbeiwer t

lichte Geschosshöhe

Ve reinfachend kann für Ziegel-

bauten i.d.R. von einer zweisei-

tig gehaltenen Wand ausgegan- gen werden, da das Ergebnis immer auf der sicheren Seite liegt und der Rechenaufwand wesentlich verringer t wird.

Aufgrund der im Ziegelbau üblichen Wanddicken ist diese Annahme für den rechnerischen Nachweis in der Praxis völlig ausreichend.

Für zweiseitig gehaltene Wände gilt allgemein l = 1,0.

Bei einer Einspannwirkung durch flächig aufgelager te Massivdecken kann man die Knicklänge abmin- der n. Die Knicklängenfaktoren ß für zweiseitig gehaltene Wände lauten nach DIN 1053-1, Abschnitt 6.7.2:

ß für d / 175 mm

= 0,75

ß für 175 < d / 250 mm

= 0,90

ß=1,00

für d > 250 mm

Als flächig aufgelager te Massivde- cken gelten in diesem Sinn auch Stahlbetonbalken- und Ziegelde- cken (Stahlsteindecken) nach DIN 1045 mit Zwischenbauteilen, bei denen die Auflagerung durch Randbalken er folgt, s. Bild 11.

Die Abminderung der Knicklänge für Wände ist nach Abschn. 6.7.2 der DIN 1053-1 nur zulässig, wenn keine größeren Horizontallasten als die planmäßigen Windlasten re cht- winklig auf die Wand wirken und bei Wanddicken d < 240 mm die Aufla- ger tiefe der Wanddicke entspricht bzw. bei Wanddicken ? 240 mm die Auflager tiefe mindestens 175 mm beträgt.

Für dreiseitig und vierseitig gehalte- ne Wände kann der Knicklängenbei- wer tßnach DIN 1053-1, Tabelle 3, bestimmt werden. Diese Tabelle gilt für Wände mit einer lichten Ge- schosshöhe von h s / 3,50 m. Darü- ber hinaus enthält DIN 1053-1, Abschn. 7.7.2, For meln, mit denen eine noch genauere Ermittlung der Knicklängenbeiwer te er folgen kann. Diese sind im Abschn itt 8.2 (An- hang B) der Broschüre, aufgeführ t.

4 Bemessung nach DIN 1053-1

<_ 3 c m Auflager tiefe Füllkörper Ringanker l t. Statik Bitumenpappe Dämmung
<_ 3 c m
Auflager tiefe Füllkörper
Ringanker l t. Statik
Bitumenpappe
Dämmung

Bild 11 : Deckenauflager einer Stahlbetonrippendecke mit Zwischenbauteilen

Aufgrund unterschiedlicher Annah- men bei der Ableitung der We rte für zwei- bzw. drei-/vierseitig gehaltene Wände kann es vorkommen, dass rechnerisch trotz vierseitiger Halte- rung ein höherer und damit ungün- stigerer Knicklängenbeiwer t als für zweiseitige Halterung er mittelt wird. In diesem Fall dar f n ach DIN 1053-1, Abschn. 6.7.2 jedoch der We rt für zweiseit ige Halterun g der Rechnung zu Grunde gelegt werden.

Berücksic htigung der Deckenv er- drehung (k 33 )

Bei Endauflagerung von Decken- platten (z. B. bei Außenwänden), er- folgt durch die Deckenverdrehung eine Reduzierung der Tragfähigkeit der Mauerwerkswand. Dieser Effekt ist um so größer, je größer die De- ckenstützweite und damit auch die Deckenverdrehung ist.

Vergleichsrechnungen haben ge- zeigt, dass bei Deckenstützweiten l>4 ,2 m oder bei Dachdecken die Deckenverdrehung maßgebend für die Tragfähigkeit der Wand werden kann.

Kombin ationsr egeln

Der Abmind erungsfaktor k wird aus

der Kombinat ion der Einfluss größen

k 1 bis k 3 er mittelt. Dabei werden 2 Fälle unterschieden:

a) Wände als Zwischenauflager (i. d. R. Innenwände)

k

= k k

1

2

(9)

(Berücksichtigung der Wandar t und des Knickei nflusse s)

b) Wände als einseitiges Endauf- lager (i. d. R. Außenwände oder Treppenraumwände)

k

= k k

1

2

(9)

(Be rüc ksi cht igu ng der Wandar t und des Knickei nflusse s)

oder

k

= k k

1

3

(10)

(Berüc ksicht igung der Wandar t und des Deckendrehwinke ls).

Hier ist der kleinere Wer t aus Gl. (9) und Gl. (10) maßgebend.

Beispiele zum Spannungsnach- weis bei Druckbeanspruchu ng mit dem vereinfac hten Ve rfah- ren

Reihenmittelhaus, S. 67, Außen- wandpfeiler

Reihenmittelhaus, S. 70, Keller- innenwand

Doppelhaus-Hälfte, S. 85, Außenwand mit geringer Auflast

Doppelhaus-Hälfte, S. 102, Außenwandpfeiler

4 Bemessung nach DIN 1053-1

Druc kspann ungsnac hweis n ac h d em v ereinfac hten Ve rfahren

Ermittlung der E ingangs wer te Baustoff aus wa hl z. B. HLz 1 2,
Ermittlung der E ingangs wer te
Baustoff aus wa hl
z.
B. HLz 1 2, Mör telg ru ppe NM IIa
σ
2
Baustoffk ennw er te
z.
B.
= 1 ,6 N /mm
0
Bauteilabmessungen
z.
B. Geschosshöhe , D ec ke nstützw eite ,
Belastung
Nor malkr aft i n d er Wa nd
Überprüfung der A nwendungsgrenz en für das v ereinfac hte Ve rfahren
Gebäudehöhe H
Ve rk ehrslast p
ge naueres
nein
Geschosshöhe h
Wa nddic ke d
s
Ve rfahren
Dec ke nstützw eite
ja
Ermittlung der K nic kläng e h k
Wa ndhalter ung
zw ei-, drei- oder v ierseitig
f ( Wa nddic ke , - halter ung)
Abminder ungsf aktor β
.
h
=
β
h
K
s
Ermittlung des A bminderungsfaktor s k Abminder ungsf aktoren k i k (W andlänge) k
Ermittlung des A bminderungsfaktor s k
Abminder ungsf aktoren k i
k
(W
andlänge)
k
(Knic ke n)
1
2
k
(Dec ke ndrehwink el)
3
.
.
.
k=k
k
b zw. m in (k
k
; k
k
n ur bei Endauflager)
1
2
1
2
1
3
.
Ermittlung der z ulässig en Druc kspann ung z uI σ D
zul
σ
= k
σ
D
0
Ermittlung der v orhandenen
Druc kspann ung v orh σ D
N
vo rh σ =
D
b . d
Nac hweis
vo rh σ
<_
zul σ
D
D

4.4.5 Spannungsnachweis bei Schubbeanspruchung

4.4.5.1 Allgemeines

Die Schubfestigkeit von Mauerwerk- wänden wird von der Verbundfestig- keit zwischen Stein und Mör tel, der Steinfestigkeit und der vorhandenen Auflast beeinflusst.

Prinzipiell ist bei einer Schubbean- spruchung der Wand nach Schei- benschub (Beanspruchung in der Wandebene, z. B. Aussteifungswän- de) und Plattenschub (Beanspru- chung senkrecht zur Wandebene, z. B. Kelleraußenwände) zu unter- scheiden (vgl. Bild 12).

Die Nachweisführung nach DIN 1053-1 für diese beiden Bean- spruchungen unterscheidet sich nur geringfügig.

Beim Scheibenschubnachweis wird überprüft, ob die aussteifenden Wandscheiben die in das Gebäude eingetragenen Horizontallasten aus Wind oder Erddruck abtragen kön- nen. Dieser Nachweis kann entfal- len, wenn die Anforderungen an die räumliche Stabilität des Gesamtbau- werkes nach Abschn. 4.3 der Bro- schüre erfüllt sind.

Im Rahmen des vereinfachten Ve r- fahrens ist lediglich der Ansatz von rechteckigen Wandquerschnitten zulässig. Falls zusammengesetzte Querschnitte die Schubtragfähigkeit deutlich erhöhen, kann der Nach- weis mit dem genaueren Bemes- sungsver fahren sinnvoll sein.

Ähnlich wie beim Druckspannungs- nachweis werden im Rahmen des vereinfachten Ve rfahrens die vor- hande nen mit den zuläs sigen Schub spann ungen verglichen.

4 Bemessung nach DIN 1053-1

vo rh τ ≤ zu l τ

(11)

mit zul 1 zulässige Schubspannungen

a) Scheibenschub 1,0 ≤ c ≤ 1 ,5 N y n y x y max
a)
Scheibenschub
1,0 ≤ c ≤ 1 ,5
N y
n y
x
y
max σ y
n
x
σ y
z
H x
b)
Plattenschub

4.4.5.2 Ermittlung der vorhande- nen Schubspannung vorh 11

Die vorhandene Schubspannung wird aus der im überdrückten Wandquerschnitt A angreifenden Querkraftschnittgröße Q unter Be- rücksichtigung eines For mfaktors c er mittelt, der die Schubspannungs- ver teilung über den Querschnitt

berücksichtigt.

c Q

A

vo rh τ =

mit

c

Q

A

(12)

F or mfaktor zur Berück- sichtigung der Schub- spannungsver teilung über den Querschnitt c=1,5 Platte

1,0 / c / 1,5 Scheibe

Querkraft

überdrückte Quersch nittsfl äche

c=1 ,5

N y n y e o y e u z σ y
N
y
n
y
e
o
y
e
u
z
σ y

Bild 12: a) Aussteifungswand

b) Kelleraußenwand

Ermittlun g des Formfaktors c bei

Scheibenschubbeanspruchung

Die Schubspannungsver teilung

x hängt stark von den Abmessungen

der Wand (Höhe h und Breite b) ab. In DIN 1053-1 [1] wird hier für ein For mfaktor c eingeführ t.

Bei einer Scheibenschubbe anspru- chung hoher Wände (h/b ? 2,0) ist näherungsweise von einer paraboli-

schen Ve rteilung der Schubspan- nungen über die Wandbreite b aus- zugehen. Da vereinfachend mit einer konstanten rechteckför migen Schubspannungsver teilung gerech- net wird, ist für den Maximalwer t in Wandmitte der For mfaktor c=1,5 anzusetzen.

Bei langen Wänden unter Scheiben- schubbeanspruchung (h/b / 1,0) stimm t der Reche nansa tz einer rechteckför migen Schubspannungs-

4 Bemessung nach DIN 1053-1

ver teilung sehr gut mit den re alen Verhältnissen überein, so dass ab h/b / 1,0 der Faktor zu c=1,0 ge- setzt wird. Zwischenwer te für den For mfaktor c dür fen für Verhältnis- wer te 1,0 < h/b < 2,0 geradlinig interpolier t werden.

Ermittlung der überdrückt en Querschnit tsfläche A

Die überdrückte Querschnittsfläche

A kann bei exzentrischer Belastung

der Wand unter Annahme gerisse-

ner Querschnitte sowie einer linea- ren Spannungsver teilung wie folgt

er mittelt werden:

A

= d

3

L c

(13)

mit

d Wanddicke

L c

Abstand der Resultieren- den R vom gedrückten Wandrand, s. Bild 14

Der Abstand L c der Resultierenden

R zum gedrückten Wandrand ergibt

sich zu:

b

2

mit

b Querschnittsbreite

e Exzentrizität.

L c =

e

(14)

Die Exzentrizität der Belastung wird wie folgt bestimmt:

e =

M

N

(15)

mit

M Moment

N N or malkraft

h/b <_ 1 h/b >_ 2 Q Q 3 . L c 3 . L
h/b <_ 1
h/b >_ 2
Q
Q
3 . L c
3 . L c
τ
τ
τ = c . Q
τ max = c . Q
A
A
c=1 ,0
c=1 ,5
d
d
h
h

(Zwischenwer te dür fen interpolier t w er den)

b = 3 . L c

Bild 13: Ve rteilung der Schubspannungen nach [7]

L e b/2 c R N M Q
L
e
b/2
c
R
N
M
Q

σ R

über drückte Fläche AL e b/2 c R N M Q σ R b σ R /2 d 3

b
b

σ R /2

d

L e b/2 c R N M Q σ R über drückte Fläche A b σ
3 . L c

3 . L c

3 . L c
 
τ
τ

Bild 14: Er mittlung der Spannungsver teilung der überdrückten Fläche A

4.4.5.3 Ermittlung der zulässigen Schubspannung zul 11

Die zulässigen Schubspannungs- wer te zul 1 ergeben sich nach DIN 1053-1 zu:

für Scheibenschub:wer te zul 1 ergeben sich nach DIN 1053-1 zu: zu l τ = σ 0

zu l τ

=

σ

0 HS

+

0, 2 0

σ

Dm

 

ma x τ

 

(16)

für Plattenschub: 

 

zu l τ = σ

0 HS

+

0, 3 0

⋅ σ

Dm

(17)

mit

 

(

0HS zulässige abgeminder te Haftscher festigkeit

(

Dm

mitt lere zug ehö rig e

 

Dru cks pan nun g re cht- winklig zur Lager fuge im ungerissenem Quer- schnitt A max 1 Maximalwer t der Schub- spannung mit

 

ma x τ = 0, 0 12 ⋅ β Ns t

 

für Hochlochzi egel und Ziegel mit Grifföffnungen oder -löcher n

ma x τ = 0, 0 14 ⋅ β Ns t

 

für Vollziegel ohne Griff- öffnungen oder -löcher

l

Nst

Nennwert der Steinfes- tigkeit (Steinfestigkeits- klasse)

Für die wichtigsten Mör telar ten sind die zulässigen abgeminder ten Haft- scher festigkeiten ( 0HS in Ta belle 6 zusammengefasst.

Mit der Begrenzung der zulässigen Scheibenschubspannung auf max 1 wird sichergestellt, dass das Mauer- werk nicht infolge Überschreiten der Steinzugfestigkeit versagt.

4 Bemessung nach DIN 1053-1

Ta belle 6: Zulässige abgeminder te Haftscher festigkeit ( 0HS in MN/m² nach DIN 1053-1

Stoßfuge

 

Mör telar t, -gruppe

NM II

NM IIa

NM III

LM 21

DM

LM 36

ver mör telt 1)

0,04

0,09

0,11

unver mör telt

0,02

0,045

0,055

1) Als ver mör telt gilt eine Stoßfuge , b ei der etwa die halbe Wanddicke oder mehr ver mör telt ist.

Ermittlung der mittleren Druckspannung (( DDmm

Ungerissene Querschnitte (Ausmitten e // b/6)

Hier wird die Randspannung ( R wie folgt bestimmt:

N

dabei ist

m

= 6 e

b

mit

N

N

or malkraft

b

Querschnittsbreite

d

Wanddicke

m

bezogene Ausmitte

e

Exzentrizität (Ausmitte)

σ RI , II

=

b d

(

1 ± m

)

(18)

Die mittlere Druckspannung ( Dm

läs st sic h aus der Randspannung

( R unter der Annahme einer geradli-

nigen Spannungsver teilung zu

mit

( RI

( RII

2

Ran dsp ann ung am “li nke n” Ran d

Randspannung am

“rechten” Rand (gilt für ( RI > ( RII )

σ Dm

=

σ

RI

σ

RII

+ σ

RII

(19)

er mitteln.

Gerissene Querschn itte (Ausmitt en b/6 < e // b/3)

In diesem Fall wird die Randspan- nung ( R zu

N

4

mit

N

N or malkraft

b

Querschnittsbreite

d

Wanddicke

m

bezogene Ausmitte

σ R

=

b d

3

m

(20)

bestimmt.

4 Bemessung nach DIN 1053-1

Die mittlere Druckspannung ( Dm läs st sic h aus der Randspannung ( R unter der Annahme einer geradli- nigen Spannungsver teilung er mit- teln.

σ Dm

mit

( R

σ

R

= 2

Randspannung

(21)

Beispiel zum Nachweis der Schubspannungen mit dem ver- einfachten Ve rfahren

Aussteifungswand in einem Reihenmittelhaus, Abschnitt 6.4, S. 118

4.4.6 Einhaltung der zulässigen Randdehnung (( RR

Falls Wände als Windscheiben unter Scheibenschubbeanspruchung nachgewiesen werden müssen,

muss ein Nachweis zur Einhaltung der Randdehnung ( R geführ t wer- den. Es dar f bei Querschnitten mit klaffender Fuge durch Scheibenbe- anspruchung der Grenzwer t der Randdehnu ng von ( R / 10 -4 auf der gezogenen Seite nicht überschritten werden.

Beispiel zum Nachweis der Einhaltung der zulässigen Randdehnung (( RR

Aussteifungswand in einem Reihenmittelhaus, Abschnitt 6.4, S. 131 f.

Die Randdehnung ( R am gezoge- nen Rand wird aus der Randspan- nung ( R am gedrückten Rand und der Länge des überdrückten Quer- schnitts unter Ansatz des Elastizi- tätsmoduls für Mauerwerk nach DIN 1053-1 mit E=3 000 U ( 0 er mit- telt.

σ b R ε R = ⋅   − 1 E  3 L
σ
b
R
ε R =
− 1
E
 3 L
 (22)
c
− 4
1
1 0
mit
( R
Randdehnung am gezo-
genen Rand
Randspannung
( R
E Elastizitätsmodul des
Mauerwerks
b
L c
Querschnittsbreite
Abstand der Resultie-
renden zum gedrückten
Wandrand

3 . L c

der Resultie- renden zum gedrückten Wandrand 3 . L c ε R = σ R .

ε R =

σ R

.

(

b

E 3 . L c

- 1) <_ 1 . 10 -4

b
b

σ R

ε ´ =

R

σ R

E

Bild 15: Zulässige Randdehnung ( R bei Scheibenschubbeanspruchung

4 Bemessung nach DIN 1053-1

Sc heibensc hubspann ungsnac hweis n ac h d em v ereinfac hten Ve rfahren

 

Ermittlung der E ingangs wer te

 

Baustoff aus wa hl

z. B. HLz 1 2, Mör telg ru ppe NM IIa

 

Baustoffk ennw er te

 

z. B.

σ

0

2

= 1 ,6 N /mm , E ,

σ

0HS

, max

τ

Bauteilabmessungen

 

Wa ndbreite , - dic ke , G esamthöhe H d er Wa nd