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Pentagalloylglukose gegen Brustkrebs

Stand / Letzte Aktualisierung durch Elisabeth Rieping 01.05.2006

Stichworte: Päonienwurzel, Pfingstrosenwurzel, Pflanzenheilkunde, Japan, Rezeptoren, Chinesische Medizin

Pflanzengifte
Pentagalloylglucose (englische Schreibweise, unter der man suchen sollte, denn in
deutscher Sprache gibt es wenig), abgekürzt 5GG, ist ein Stoff aus einer Pflanzenwurzel,
die in Japan gegen Geschwüre verwendet wird.

Sie soll die Synthese gleich mehrere Rezeptoren verringern, über die Brustkrebszellen zur
Teilung stimuliert werden.

Wie alle wissen, die sich zwangsläufig mit Brustkrebszellen beschäftigen müssen - es ist ja
kein Vergnügen - werden Brustkrebszellen durch Östrogen zur Zellteilung und
Vermehrung stimuliert, besonders wenn sie einen Östrogenrezeptor haben. Die
Pentagalloylglukose soll nicht, wie bei der Antihormonbehandlung üblich, auf der
Hormonseite angreifen, also die Hormonwirkung auf den Rezeptor stoppen, sondern die
Ausbildung der Hormonrezeptoren stören. Es gibt nämlich außer Östrogenrezeptoren noch
andere Rezeptoren, über die Brustkrebszellen stimuliert werden.

Für die Behandlung werden bis jetzt aber hauptsächlich die Östrogenrezeptoren genutzt.

Die Pentagalloylglukose soll die Ausbildung mehrerer Rezeptoren senken und insofern
wäre dieser Stoff auch für Frauen ohne Östrogenrezeptoren interessant (Hua KT 2006). Da
der Pflanzenextrakt aus der Päonienwurzel in Japan für andere Krankheiten (Ono K 2000)
- Brustkrebs ist dort ja selten - seit langem im Gebrauch ist, müsste man die
Nebenwirkungen auch kennen.

Pentagalloylglukose gegen Brustkrebs von Elisabeth Rieping 1


Moleküle, deren Entstehung die Pentagalloylglukose unterdrücken soll
Übersetzung folgt:

The depletion of ErbB family receptors, including epidermal growth factor receptor
(EGFR), ErbB2, and ErbB3, was also observed. 5GG treatment also led to a dose-
dependent decrease in the expression of the estrogen-activated cyclin D1 expression.
These findings suggested that 5GG might be a useful chemopreventive or therapeutic
agent for hormone-dependent breast cancer through suppressing the functions of ERalpha
by lysosome-dependent depletion and modulating the ErbB/PI3K/Akt pathway (Hua K
2005).

Vorkommen
In der chinesischen Medizin scheint die Pentagalloyglucose, auch PGG abgekürzt, in der
Wurzel der roten Päonie enthalten zu sein (Genfa L 2005).

Am Botanischen Institut der Uni Ulm scheinen auch Wissenschaftler zu sein, die daran
forschen (Grundhofer P 2001). Dieser Artikel ist ein Übersichtsartikel, leider jedoch nicht Präonia = Pfingstrose
im Netz verfügbar.

Wenn ich das richtig verstehe, scheint die Pentagalloylglukose auch in Eichenblättern
vorzukommen.

Text im Archiv der Library of Congress: http://web.archive.org/web/*http://www.erieping.de/pentagalloylglukose.htm

Pentagalloylglukose gegen Brustkrebs von Elisabeth Rieping 2