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2010

Dipl.Kfm. Jörg Becker

www.beckinfo.de

[VERMESSUNG
STANDORTE]
Nur wer über alle wichtigen Standortfaktoren genau im
Bild ist und über sie Buch führt, vermag Risiken und
Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis zu steuern.
Vermessung der Standorte
Arbeitsbuch für Wirtschaftsförderer, Entscheider, Akteure

von
Jörg Becker
www.beckinfo.de
Management Overview

BoD Verlag
ISBN 978 3 8370 6724 8

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Es gibt keine guten oder schlechten Standorte. Es gibt nur geeignete
oder ungeeignete Standorte. Der geeignete Standort ist alles, ohne
den geeigneten Standort ist alles nichts. Die Eignung eines Standor-
tes zeigt sich weder dem nach ihm Suchenden noch dem bereits vor
Ort Ansässigen immer schon auf den ersten Blick. Suchende und
Ansässige benötigen zu ihrer Sicherheit eine möglichst genaue und
transparente Vermessung des Standortes.

Die politisch und fachlich Verantwortlichen eines Standortes sollten


bestmögliche Hilfen und Informationen bieten, um Interessenten wie
Ansässigen oft existenzbestimmende Standortentscheidungen soweit
als nur möglich zu erleichtern. Beide Gruppen sollten ihrerseits die
möglichen Instrumente und Arbeitshilfen nutzen, um sich selbst ein
genaues Bild von der Gesamtbilanz des Standortes zu machen.

Bereits aus frei verfügbaren Daten lässt sich eine vorläufige Stand-
ortvermessung vornehmen. Dass vorliegende Arbeitsbuch baut hier-
zu ergänzend und weiterführend auf dem bereits erschienenen Buch
„Non Financial Standortbilanzen für Wirtschaftsförderer und Stand-
ortentscheider“ auf.

Sinn und Zweck der Standort-Vermessung


- Interessengruppen für umfassende Vermessungen des Standortes
- Zukunftssicherung der Kommune mit Marketing der Standort-
qualitäten
- Den Standort zur Existenzsicherung auf den Prüfstand stellen
- Standortentscheidungen binden längerfristig wertvolles Kapital
- Der richtige Standort ist lebenswichtig für Existenzgründungen
- Kommunen und Unternehmen brauchen gleichermaßen geeigne-
te Standort-Vermessungsverfahren
- Prüfliste der Dringlichkeit von Vermessungen
- Arbeitsprogramm für die Standort-Vermessung
Definition und Gewichtung Faktoren-Cluster
Identifikation und Gewichtung Einzelfaktoren
Bewertung Standortfaktoren

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- Fragen, bewerten, begründen
- Einzelbewertungen nach Prozenten oder Punkten
- Bewertungsformulare für Geschäftsprozesse
- Bewertungsformulare für Erfolgsfaktoren
- Bewertungsformulare für Humanfaktoren
- Bewertungsformulare für Strukturfaktoren
- Bewertungsformulare für Beziehungsfaktoren
Verwendung von Standort-Indikatoren
- Beispiele für extern verfügbare Standort-Faktoren
- Beispiele für intern verwendbare Standort-Faktoren
Standort-Vergleiche und -Benchmarking
Erfassen der Wirkungsbeziehungen
Fazit der Standort-Vermessung
- Bildung Standortfaktoren-Cluster
- Mehrere Standortbewertung-Dimensionen
- Gewichtete Standortfaktoren
- Verknüpfung der Standortfaktoren
- Generierung von Standortempfehlungen
- Eigen- und Fremdbild des Standortes
- Standortprofil-Diagramm
- Standortportfolio nach Bewertungsdimensionen
- Standort-Ampeldiagramm
- Standortfaktor-Wirkungsnetz
- Standortpotenzial-Portfolio
- Übersichtlichkeit und Transparenz
- Leicht verständliche Darstellung
- Einheitlicher Aufbau
- Durchgängig bruchfreie Systematik und Abstimmung
- Zahlenorientierte Denkweise
- Vollständigkeit

Zusammenfassung Vorgehen und Nutzen

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Ein möglichst realitätsgetreues Bild des Standortes muss aus den oft
sehr verschiedenen Blickrichtungen eines Betrachters, also vor Ort
ansässigen Unternehmen, kommunalen Verwaltungsstellen, ansied-
lungs- und investitionsinteressierten Firmen oder Personen und Exis-
tenzgründern, zusammengefügt werden. Die Frage des richtigen, d.h.
am besten geeigneten Standortes ist für Unternehmen zu wichtig, als
dass man sie an Dritte delegieren oder auf eine von Zeit zu Zeit not-
wendige Überprüfung verzichten könnte. Jeder Strategie-Check des
Unternehmens sollte deshalb immer auch die Standortfrage mit ein-
schließen. Denn einmal getroffene Standortentscheidungen lassen
sich, auch wenn sie nur „suboptimal“ sind, nur schwer korrigieren.
Nur wer über alle Standortfaktoren genau im Bild ist und über sie
Buch führt, vermag damit zusammenhängende Risiken und Chancen
in einem ausgewogenen Verhältnis zu steuern. Den unkalkulierbaren
Gefahren von „Standort-Blindflügen“ kann am besten durch präzise
und vor vollständige Vermessungen begegnet werden.

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Standortbilanzen können aus unterschiedlichen Sichtweisen (z.B.
Innen- oder Außenbetrachtung), von unterschiedlichen Personen
oder Stellen, für unterschiedliche Standorte oder auch nur Bereiche
hiervon, für unterschiedliche Zeiträume und Zeitpunkte aufge-
nommen und zusammengestellt werden. Aufbau und Struktur
bleiben hiervon unabhängig immer gleich.

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Durchgängig bruchfreie Systematik und Abstimmbarkeit

a) Einheitliche Abgrenzung und Zuordnung auf Faktoren-


Cluster
b) Einheitliche Bewertungsmethoden nach Quantität, Qualität
und Systematik
c) Eindeutige Zuordnung von Indikatoren von Standortfakto-
ren
d) Einheitliche Definition und Interpretation von Indikatoren
e) Eindeutige Zuordnung von Maßnahmen auf Standortfakto-
ren
f) Einheitliche Strukturierung von Maßnahmen
g) Eindeutige Verknüpfung von Faktoren nach Wirkungsstärke
und –dauer
h) Alle Einzel-Tatbestände im System durchgängig abstimmfä-
hig
i) Zeitlich oder lokal unterschiedliche Standortbilanzen immer
vergleichbar

Zahlenorientierte Denkweise

Mit Hilfe von klar strukturierten Bewertungsansätzen und weitest-


möglicher Einbeziehung von zahlenmäßig kontrollierbaren Indikato-
ren erfolgt eine möglichst weite Annäherung an in der Wirtschafts-
welt übliche Denkweisen. Besonders gegenüber der Investoren- und
Kreditgeberseite können damit Akzeptanz und Glaubwürdigkeit
verbessert werden. Vielfach vorausgesetzten Anforderungen bezüg-
lich der Darstellung des Standortes in seinen qualitativen Bereichen