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DIE DARSTELLUNG DER FINANZIELLEN LAGE

DES UNTERNEHMENS

Kapitel 3
AGENDA

1. Die doppelte Darstellung, die Bilanz und die Bilanzgleichung

2. Definition und Charakteristika der Aktiva

3. Definition und Charakteristika der Schulden

4. Definition und Charakteristika des Eigenkapitals


DOPPIK

Bilanz
Gewinn- und Doppelte Darstellung
Verlustrechnung des Vermögens

Doppelte Buchführung
Konto der Geschäftsfälle
Die Bilanz:

fasst in Geldwerten ausgedrückte


Informationen zusammen

über die Finanzlage (das Vermögen)


eines Wirtschaftssubjektes

an einem bestimmten Zeitpunkt (für


gewöhnlich am 31. Dezember)
DIE BILANZ

KONZEPTUELL
= ein für die Methode der Buchführung spezifisches Verfahren,
das aus der Anwendung des Grundsatzes der doppelten
Darstellung des Vermögens besteht

AKTIVA PASSIVA
DIE BILANZ

PRAKTISCH
= eine buchführungsspezifische Zusammenfassung,
Hauptbestandteil des Jahresabschlusses, die zur Informierung
ihrer Adressaten dient. Die Bilanz spiegelt die Finanzlage des
Unternehmens an einem bestimmten Zeitpunkt wider, in der
rechtlich-wirtschaftlich-finanzieller Auffassung.
DIE BILANZ

Die Aktiva enthält


Rechte: Die Passiva enthält
-Eigentumsrechte über Finanzierungsquellen:
WG -Fremde FQ
-Forderungsrechte gegen -Eigene FQ
Dritten
DIE BILANZ

• Die Bilanz ist ein buchführungsspezifischer Bericht

• Die Bilanz wird in Geldwerten ausgedrückt

• Die Bewertung und Darstellung der Vermögenswerte in der Bilanz haben


einen „Schnappschusscharakter”

• Die Vermögensbestandteile und die Indikatoren (Gesamtbetrag der Aktiva,


Gesamtbetrag der Schulden, Nettovermögen) sind in der Bilanz, zu
Vergleichzwecken, für zwei aufeinanderfolgende Zeiträume (laufendes und
voriges Jahr) dargestellt
DEFINITION UND CHARAKTERISTIKA DER AKTIVA

Ein Aktivvermögenswert stellt eine von dem Wirtschaftssubjekt, als Ergebnis


vergangener Ereignisse kontrollierte Ressource dar, von der zu erwarten
ist, dass diese künftige wirtschaftliche Vorteile für das Wirtschaftssubjekt
schafft und dessen Kosten oder Wert glaubwürdig bewertbar ist.
DEFINITION UND CHARAKTERISTIKA DER AKTIVA

• die Aktiva sind Ressourcen des Unternehmens

• die Aktiva sind Ressourcen, die von dem Unternehmen kontrolliert


werden

• die Aktiva sind Ressourcen, die von dem Unternehmen als Ergebnis
vergangener Ereignisse kontrolliert werden

• die Aktiva schaffen künftige wirtschaftliche Vorteile für das


Wirtschaftssubjekt

• Die Aktiva haben glaubwürdig bewertbare Kosten oder Wert, bzw. man
kann dem bezüglichen Vermögenselement glaubwürdig einen Kosten
berechnen
KLASSIFIZIERUNG DER AKTIVA
DAS ANLAGEVERMÖGEN

=
Gegenstände, die dazu bestimmt sind,
dauernd (über 1 Jahr) dem Geschäftsbetrieb zu dienen,
indem sie zur Herstellung von Erzeugnissen, Leistung von Diensten,
Vermietung an Dritten oder in der Verwaltungstätigkeit verwendet werden
DAS ANLAGEVERMÖGEN
DAS ANLAGEVERMÖGEN – IMMATERIELLE ANLAGEWERTE

=
identifizierbare, nicht monetäre Vermögensgegenstände,
die keine materielle Grundlage haben; und
zur Herstellung von Erzeugnissen, Leistung von Diensten, Vermietung an
Dritten oder zu Verwaltungszwecken verwendet werden
DAS ANLAGEVERMÖGEN – IMMATERIELLE ANLAGEWERTE

• Gründungskosten
• Entwicklungskosten
• Konzessionen, Patente, Lizenzen, Warenzeichen (Handelsmarken),
ähnliche Rechte und Werte, ausgenommen die von der Wirtschaftseinheit
intern geschaffenen
• Geschäftswert (Firmenwert), sofern er entgeltlich erworben wurde
• Geleistete Anzahlungen an Lieferanten von immateriellen
Vermögensgegenwerten
• Unfertige immaterielle Vermögenswerte
• Sonstige immaterielle Vermögenswerte
DAS ANLAGEVERMÖGEN – MATERIELLE ANLAGEWERTE
(SACHANLAGEN)

• Grundstücke
• Grundstückseinrichtungen
• Gebäude
• Technische Anlagen und Maschinen
• Sonstige Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
• Immobilieninvestitionen
• Vermögenswerte für die Exploration und Evaluierung der Bodenschätze
• Produktive biologische Vermögenswerte
• Geleistete Anzahlungen an die Lieferanten von Anlagevermögen
• Sachanlagen im Bau
Die imateriellen und materiellen
Vermögenswerte werden abgeschrieben.
DAS ANLAGEVERMÖGEN – FINANZANLAGEN

=
stellen langfristige von dem Unternehmen investierte finanzielle
Vermögenswerte, in Form von Finanztiteln und –forderungen, zum Zweck
der Finanzerträge als Dividende oder Zinsen dar.

z.B.
• die Anteile an verbundenen Unternehmen
• die den verbundenen Unternehmen gewährten Ausleihungen
DAS UMLAUFVERMÖGEN

= Güter oder Werte, die für eine kurze Zeit im Unternehmen verbleiben und
üblicherweise einen einzigen Geschäftszyklus/Betriebszyklus durchlaufen

Der Betriebszyklus
= die Zeitspanne zwischen der Beschaffung von Materialien (Rohstoffe und
Verbrauchsmaterialien), die im Produktionsprozess umgewandelt werden
und dem Verkauf der Erzeugnisse des Umwandlungsprozesses (fertige
Erzeugnisse, Dienstleistungen), bzw. der Einkassierung von Bargeld oder
Zahlungsmitteläquivalenten.
DAS UMLAUFVERMÖGEN

Ein Vermögenswert gilt als Umlaufvermögen, wenn:

a) es erwartet wird, dass dieser im Laufe des normalen Betriebszyklus


der Wirtschaftseinheit realisiert wird, oder dieser für den Verkauf
oder Verbrauch (z.B. Rohstoffe) bestimmt ist;

b) dieser hauptsächlich dem Verkauf dient (z.B. Waren);

c) es erwartet wird, dass dieser innerhalb von 12 Monaten ab dem


Erstellungsdatum der Bilanz fertig produziert wird (z.B. unfertige
Erzeugnisse, Halbfabrikate); oder

d) dieser als Bargeld oder Zahlungsmitteläquivalente gilt, deren


Verwendung ungebunden ist (z.B. kurzfristige Sparkonten)
BILANZKLASSIFIZIERUNG DES UMLAUFVERMÖGENS
DAS UMLAUFVERMÖGEN – DIE VORRÄTE

= Umlaufvermögen:

• in Form von Rohstoffen, Materialien und sonstigen


Betriebsstoffen, die dem Produktions- oder dem
Dienstleistungsprozess dienen;

• das sich in der Produktion zum Zweck des Verkaufs im Laufe der
normalen Betriestätigkeit befindet; oder

• die dem Verkauf im Laufe der Unternehmenstätigkeit dienen.


DAS UMLAUFVERMÖGEN – DIE VORRÄTE

Die Rohstoffe beteiligen sich unmittelbar an der Produktherstellung


und sind vollständig oder teilweise, entweder im Anfangs-, oder in
einem veränderten Zustand in dem Endprodukt wiederzufinden.

Die Verbrauchstoffe (bzw. Hilfsstoffe, Treibstoffe,


Verpackungsmaterial, Ersatzteile, Saat- und Pflanzmaterial,
Tierfutter und sonstige Verbrauchsstoffe) beteiligen sich am oder
helfen im Produktions- oder Betriebsprozess, ohne sich
üblicherweise im Endprodukt wiederzufinden.
DAS UMLAUFVERMÖGEN – DIE VORRÄTE

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter sind Güter mit einem


Eingangswert der niedriger ist, als gesetzlich vorgeschrieben um als
Sachanlagen ausgewiesen zu werden, die an mehreren
Betriebszyklen beteiligt sind, oder über eine Dauer von mehr als
einem Jahr im Unternehmen bleiben, z.B. Ausrüstungen,
Schutzmittel, Matrizen, Prüfvorrichtungen usw.

Die fertigen Erzeugnisse sind Erzeugnisse, die die Phasen des


Herstellungsprozesses vollständig durchlaufen haben und keine
nachträglichen Bearbeitungen innerhalb des Unternehmens
erfordern und die, vor der Lieferung oder direkten Übersendung an
die Kunden, eingelagert werden.
DAS UMLAUFVERMÖGEN – DIE VORRÄTE

Die Zwischenerzeugnisse (Semifabrikate ) sind Erzeugnisse, die in


einer Abteilung ein Produktionsverfahren (eine Produktionsphase)
abgeschlossen haben und die zum Produktionsverfahren einer
anderen Abteilung (Produktionsphase) übergehen, oder an Dritten
geliefert werden.

Die unfertigen Erzeugnisse stellen die Produktion von Erzeugnissen


dar, die nicht sämtliche im Fertigungsverfahren vorgesehenen
Phasen (Zustände) durchlaufen haben.
DAS UMLAUFVERMÖGEN – DIE VORRÄTE

Die fehlerhaften Erzeugnisse/Ausschüsse, die wiederverwertbaren


Materialien und die Abfallstoffe beinhalten Stoffe, die aus einem
Produktionsverfahren erfolgen
z.B. Erzeugnisse, die nicht die entsprechende Qualität aufzeigen

Die dem Umlaufvermögen gehörenden biologischen Vermögenswerte


sind Pflanzen, Tiere und Gefügel, die in weniger als 1 Jahr verwertet
werden sollen
z.B. die zur Schlachtung, bzw. zum Verkauf bestimmten Tiere und
Geflügel, die Fische aus den Fischzuchtanlagen, die zur
Bauholzherstellung gepflanzten Bäume usw.
DAS UMLAUFVERMÖGEN – DIE VORRÄTE

Die Waren sind Aktiva, die die Wirtschaftseinheit zum Zweck des
Weiterverkaufs ankauft, oder die in den eigenen Geschäften für den
Verkauf angegebenen Produkte.

Die Verpackungen können unter der Rückgabeverpflichtung gemäß


den Vetragsbedingungen zeitweise bei Dritten gelagert werden,
wenn für die verkauften Erzeugnisse zugekaufte oder hergestellte
bestimmte wiederverwertbare Verpackungen verwendet werden.
DAS UMLAUFVERMÖGEN – DIE VORRÄTE

Die zugekauften, sich während der Lieferung befindlichen Vorräte,


sind Werte, für welche die entsprechenden Risiken und Vorteile
übertragen worden sind, aber die noch nicht in Empfang
genommen wurden.

Die für die Bearbeitung, Aufbewahrung und Konsignation erhaltenen


Wirtschaftsgüter werden gesondert in die Buchhaltung
aufgenommen und registriert. Der Wert dieser Wirtschaftsgüter
wird in der Buchführung in außerbilanziellen Konten eingetragen.
DAS UMLAUFVERMÖGEN – DIE FORDERUNGEN

= Ansprüche, die ein Unternehmen gegenüber externen Schuldnern hat:

• Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:


– Kunden
– Besitzwechsel / Handelswechsel = unterzeichnetes
Zahlungsversprechen
• z.B. Solawechsel: eine Urkunde, wodurch eine Person, Aussteller
genannt, sich verpflichtet, bei Fälligkeit einen bestimmten Betrag
an eine andere Person, Begünstigter genannt, zu zahlen

• Sonstige Forderungen: sonstige Debitoren, personalbezogene


Forderungen, Forderungen bezüglich des gezeichneten und nicht
eingezahlten Kapitals (Forderungen gegenüber den
Anteilseignern/Aktionären)

• Geleistete Anzahlungen an Lieferanten usw


DAS UMLAUFVERMÖGEN – DIE FORDERUNGEN

Sollte eine Unsicherheit bezüglich der Zahlung der Forderungen durch


den Kunden bestehen, müssen diese gesondert in der Buchführung,
als Zweilfelhafte oder sich in Rechtsstreitigkeit befindliche Kunden
eingetragen werden
DAS UMLAUFVERMÖGEN
– DIE WERTPAPIERE DES UMLAUFVERMÖGENS

= kurzfristige Investitionen

= vom Unternehmen investierte Werte (Schuldverschreibungen und


Aktien) im Hinblick auf einen kurzfristigen Gewinn
DAS UMLAUFVERMÖGEN
– KASSENBESTAND UND BANKGUTHABEN

• Der Guthaben bei Kreditinstituten (Banken):


– Bankguthaben in der National und Fremdwährung
– Schecks
– bei Banken eingelegte Wechsel
– Sparkonten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr usw.

• Der Kassenbestand:
– Bargeld in der Unternehmenskasse (in National- und in
Fremdwährung),
– sonstige Werte in der Unternehmenskasse: Steuer- und Postmarken,
Kur- und Erholungsscheine, Fahrkarten und –scheine, Essenkarten
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN - Aktiva
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN - Aktiva
VORZEITIGE AUFWENDUNGEN

= die, während des laufenden Geschäftsjahres gebuchten


Aufwendungen, die jedoch zumindest teilweise erst im Laufe des
kommenden Geschäftsjahres bezogen und als periodenbezogene
Aufwendungen ausgewiesen werden

z.B. im voraus eingetragene Mieten, Presseabonnements,


Versicherungen für die nächste Periode usw
BEISPIEL

Die Gesellschaft ABC AG weist folgende Elemente auf:


Sonstige immateriellen Anlagewerte: 10.000 lei
Grundstücke: 200.000 lei
Waren: 40.000 lei
Esskarten: 3.000 lei
Rohstoffe: 30.000 lei
Kurzfristige Aktien: 20.000 lei
Fahrkarten: 1.000 lei
Mess- und Kontrollgeräte: 88.000 lei
Unfertige Erzeugnisse: 10.000 lei
Sachanlagen im Bau: 64.000 lei
Geschäftswert: 9.000 lei
Konzessionen: 4.500 lei
Fertige Erzeugnisse: 25.000 lei
Transportmittel: 72.000 lei
BEISPIEL

Die Gesellschaft ABC AG weist folgende Elemente auf:


Entwicklungskosten: 12.000 lei
Beteiligungen am Kapital anderer Unternehmen (langfristig): 20.000 lei
Gebäude: 120.000 lei
Gründungskosten: 12.000 lei
Vorräte bei Dritten: 15.000 lei
Kassenbestand: 13.500 lei
Verpackungen: 3.000 lei
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen (langfristig): 42.000 lei
Bankguthaben: 15.000 lei
Lizenzen: 13.500 lei
Anlagen und Maschinen: 50.000 lei
Post- und Steuermarken: 500 lei
Vorzeitige Aufwendungen: 4.000 lei
Zinsen betreffend Ausleihungen an verbundenen Unternehmen (Fälligkeit
binnen 12 Monaten): 7.000 lei
DEFINITION UND CHARAKTERISTIKA DER SCHULDEN

= eine gegenwärtige Verpflichtung des Unternehmens, die aus einem Ereignis


in der Vergangenheit entstanden ist und deren Erfüllung an der Frist
erwartungsgemäß zu einem Abfluss von Ressourcen führt, die künftiges
wirtschaftliches Nutzen enthalten.
.
DEFINITION UND CHARAKTERISTIKA DER SCHULDEN

• Die Schuld stellt eine Verpflichtung dar, die durch eine bestimmte
Handlung (meistens durch Zahlung) erfüllt (beglichen) werden muss;

• Die Schuld ist eine gegenwärtige Verpflichtung, die aus einem


vergangenen Ereignis entstanden ist (Ankauf von Gütern,
Dienstleistungen seitens Dritten, die von den Angestellten geleistete
Arbeit usw);

• Das vergangene Ereignis wird vertraglich oder gesetzlich geregelt

• Die Schuld hat eine bestimmte Frist, an welche die Schuld beglichen
werden muss, was zu einem Abfluss von Ressourcen führt, die künftiges
wirtschaftliches Nutzen enthalten.
KLASSIFIZIERUNG DER SCHULDEN

Die Schulden werden aufgrund folgender Kriterien klassifiziert:

• die Natur
• die Herkunft
• die Fälligkeit
• der Betrag und die Frist
BILANZKLASSIFIZIERUNG DER SCHULDEN
SCHULDEN (GEGENÜBER DRITTEN)

= Verbindlichkeiten mit einem vorhersehbaren (bestimmten) Betrag und


einer vorhersehbaren (bestimmten) Frist (z.B. 7 Tage)

Kurzfristige Verbindlichkeiten Langfristige Verbindlichkeiten


< 1 Jahr > 1 Jahr

Handelbezogene Verbindlichkeiten Handelbezogene Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten


RÜCKSTELLUNGEN
RÜCKSTELLUNGEN

= Verbindlichkeiten mit einem unvorhersehbaren (unbestimmten) Betrag


und/oder einer unvorhersehbaren (unbestimmten) Frist

Eine Rückstellung ist nur dann anzusetzen, wenn:


• Einem Unternehmen aus einem Ereignis der Vergangenheit eine
gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) entstanden ist;
• Es warscheinlich ist (d.h. mehr dafür als dagegen spricht), dass zur
Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen mit
wirtschaftlichem Nutzen erforderlich ist; und
• Eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

z.B. Streitigkeiten, Geldstrafen, Service, Restrukturierung usw


RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN - Passiva
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN - Passiva

Die Subventionen für Investitionen können von der Staatsregierung und von
ähnlichen nationalen und internationalen Institutionen bezogen werden.
Für die Gewährung von Subventionen gilt die Hauptbedingung, dass die
Empfängerinstitution Anlagevermögen errichtet oder ankauft.

Die vorzeitigen Erträge stellen während des laufenden Geschäftsjahres


verbuchte Beträge für Dienstleistungen dar, die jedoch erst im Laufe des
kommenden Geschäftsjahres geleistet werden (im voraus verbuchte
Mieten, Abonnaments etc).
DEFINITION UND CHARAKTERISTIKA DES EIGENKAPITALS

= das Recht der Anteilseigner/Aktionäre auf die Aktiva einer


Wirtschaftseinheit, nach Abzug sämtlicher Verbindlichkeiten

A= S + Ek
=>
Ek (Nettovermögen) = A – S
BILANZKLASSIFIZIERUNG DES EIGENKAPITALS

Nicht
nominiert
ZUSAMMENSETZUNG DES EIGENKAPITALS

Stammkapital (Grundkapital)
= die von den Anteilseignern gezeichneten Bargeldeinlagen, oder Bargeld-
und Sacheinlagen bei der Unternehmensgründung, oder nachträglich,
anlässlich der Stammmkapitalerhöhung

Kapitalrücklagen
= die Differenz zwischen dem Emissionswert der neuen Aktien (der höhere)
und dem Nennwert der Aktien (der niedrigere)

Neubewertungsrücklagen
= aus der Neubewertung des Anlagevermögens entstandene
Werterhöhungen (die Differenz zwischen dem von einem unabhängigen
Bewerter beizulegenden Zeitwert und dem buchhalterischen Wert des
Anlagevermögens).
ZUSAMMENSETZUNG DES EIGENKAPITALS

Gewinnrücklagen
= sind jährlich aus dem Brutto- oder Nettogewinn gebildete Quellen

Gesetzliche Rücklagen
Satzungsmäßige Rücklagen
Sonstige Rücklagen

Eigene Anteile
= zeitweilig eingelöste Aktien zum Zweck der Verteilung an das Personal, oder
der nachträglichen Herabsetzung des Stammkapitals.
ZUSAMMENSETZUNG DES EIGENKAPITALS

Gewinn- oder Verlustvortrag


= das aus den Vorjahren vorgetragene Ergebnis, dessen Verteilung von der
Hauptversammlung der Aktionäre oder der Anteilseigner zeitlich verlegt
wurde. Es besteht die Möglichkeit, dass das vorgetragene Ergebnis den
Verlust der vorangegangenen Jahre darstellt, und aus den Rücklagen oder
durch Kapitalreduzierung nicht ausgeglichen werden konnte.

Gewinn oder Verlust des Geschäftsjahres


= das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres; es wird als Differenz zwischen
Erträgen und Aufwendungen errechnet.