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1.

Antike

Ca. 800 v. Chr. hatte viel Austausch mit anderen Gebieten (Kleinenasien und
Nordafrika)
Kirchenmusik: Immer mit Kultus verbunden (keine Konzerte, keine Privatmusik)

Thales von Milet (ca. 650 v. Chr.) → „Erkenne dich selbst“


-Aufmunterung auf eigene Originalität
-Überbetonung des Individuums
-Mensch einzeln im System

Stärkere Verbreitung von Musik in der Gesellschaft, z.B. in öffentlichen Festen.

Hellenismus (ca. 350 – 300 v. Chr. )


Musik wird Gegenstand philosophischer Betrachtung.

Platon („Der Staat“):


-Wirkungsweise der Musik?
-Beitrag zur Gesellschaft → Erziehung, Jugend...
-Frage der Tonarten (z. B. Sanftmut, Empathie, Kraft, Agression... erzeugen)

Griechische Philosophen: Woher kommt die Musik? (Ursache)


Hermes, der Götterbote, wollte eine Botschaft von Zeus den Menschen auf
einer geeigneten Art und Weise übermitteln und hat in der Erde einen
Schildkrötenpanzer gefunden, der eine ausgedehnte Sehne hatte. Die Sehne
konnte man anzupfen, anschlagen, oder anstreichen, um einen Ton zu erzeugen.
Musik entsteht!

Zauberkraft der Musik, auch als Heilungsmittel

Vokale Musik
-Es gab eine relative Tonhöhe und exakte rhythmische Darstellung
-Musik als Wortbegleitung → Tonlänge anhand des Wortakzentes
-Viertel- und Achteltonschritte aufgrund südostasiatischen Einfluss.

Theorie der Musik


-Aristoxenos (Schüler von Phythagoras), war der älteste antike Schriftsteller
über Musik.
-Pythagoras (um 570 – 510 v. Chr.): Unterteilung der Oktave →
„Phytagoräisches System“
Reine Quinten Folge → „ Phytagoräisches Komma“ (Differenz zwischen his – C)
-Griechische Musik war einstimmig
-Instrumente als Begleitung von Gesang
Zuordnung zu Götter, z. B. Aulós (Oboe) → Gott des Weins
Kithara (kleine Harfe) → Apolo

Römisches Reich (ab 753 v. Chr. )

Tonarten
Profanisierung der Musik
Musik in der Tragödie

2. Gregorianik / frühchr. Musik / Mittelalter

Hist. Umstände (Christenverfolgungen)


Am Anfang konnten viele Religionen problemlos zusammenleben, aber dann
gewann der Christentum zu viel Gewicht gegenüber dem römischen
Polytheismus.
Unterhaltungsmusik: Gladiatorenkämpfe, beim Kriegseinzug, in Stadien...
313 n. Chr. enden die Christenverfolgungen mit Kaiser Konstantin.
-Tolerantzedikt, freie Religionsausübung
-Musik darf in der Öffentlichkeit gespielt werden

Musik im Gottesdienst: Vorsänger → Priester


Nachsänger → (Chor) Gemeinde

Plinius (röm. Geschichtsschreiber)

Gesangsfomen
-Psalmodie: responsorialer Gesang Psalmon = Versänger - Chor
-Hymnodie: antiphonaler G. Zwei verschiedene Chöre, die getrennt und
zusammen singen.
→ Antiphonie: wichtiger Grundprinzip europ. Musik.
Es gab unterschiedliche Chroralrepertoirs in jeder Region.

Keine Intrumente 1200 – 1300 (Bannspruch 1562)


„In der Kirche darf man keine lämende Instrumente verwenden“ (Schlagzeug,
Blechbläser)
Danach wurden viele Messen mit solchen Instrumenten komponiert (z. B.
Mozart)

Gregorianischer Choral 500 – 600


Einstimmiger, katolischer Gesang, Verbreitung von Mund zu Mund (es wurde
nicht geschrieben). Kleine Forme mit Wiederholungsprinzip, in Klöster gesungen
(entweder Frauen oder Männer).

Papst Gregor I
Choralrepertoire

Messe (Ordinarium und Proprium)


Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei
Kirchentonleitern
Keine absolute Tonhöhe oder Tondauer
-Melodiebewegung: nach oben / unten
-Intervalle: größen oder kleine

Kirchentonleitern
Neumennotation
Guido d'Arezzo (um 1000)
Er hat ein vierliniges System erfunden um Musik zu notieren (Verbreitung um
1300)
Erweiterung des Musikalischen Ambitus: 5 Linien

Unterschiedliche Schlüssel
Entstehung der Mehrstimmigen Musik
-Ab 900 Zweistimmigkeit
Größere Kirchen (Romanik) taugen für einstimmige Musik nicht mehr.

-Ab 1200 Vierstimmigkeit


Gipfel in der Notre-Dame-Schule
Leonin
Perotin: vierstimmig, noch mit Modalnotation (4 liniges System), aber es
gab noch
Schwierigkeiten.

Organum definición
-Cantus Firmus: feststehender Gesang, Basis des Greg. Chorals
die Hauptstimme ist die höchste Stimme
-Tenor: Stimme des Cantus firmus (mit Orgel unterstützt)
Hauptstimme in der Tenor Stimme
Keine Konzertmusik → religiose Botschaft, Aufnahmebereitschaft schaffen.

-Punktum Organi → Orgelpunkt _____


-Duplum, Triplum, Quadruplum → restliche Stimme, keine feste Instr. oder
Stimmlage.

Modalnotation : Wiedergabe der Schwerpunkte, lang + kurz …


(Versmaß) Taktgefühl, aber noch nicht genau
Relative Länge
Später → Mensuralnotatiol

Tempus perfectum, Tempus imperfectum


Leonin und Perotin
Notre Dame Schule
Motette

Troubadours / Trouveres (zw Zeit der Kreuzzüge) Minnesänger, Meistersinger


-Sie bringen Musik und Texte zusammen. Sehnsucht nach Mann im Krieg bzw
Heimat.
-Gebit des heutigen Frankreichs und Spaniens
-Musikalische Formen: Rondo, Rondel, Ballata...

Ars Antiqua / Ars Nova /Trecento


Ars Nova – Trecento (1300 - 1400)
-Entsteht zur damaligen Zeit → Traktate
-Wandel von Modalnotation zur Mensuralnotation
-Vierstimmigkeit
-Genaue Tonhöhe und Dauer

Isorhythmik
„gleicher Rhythmus → Pattern
-Vorher war der Text immer wichtiger. Jetzt ist das musikalische Patter
wichtiger.
-Die Isorhythmik breitet sich vom Cantus Firmus (tenor) auf die restlichen
Stimmen aus.
-Komplexte vierstimmige Musik.
-Gotischer Stil: nicht nur funktional, sondern darüber hinaus schön und
prachtvoll.

Isorhythmische Motette
Mensuralnotation
Formulierung von Takten : Mensur
C Halbkreis → Zweier, Vierer (Tempus Imperfectum)
O Vollkreis → Dreier (Tempus perfectum: vollkommen)

Bis 1200 gibt es nur geistliche Musik, da Musik von Adligen und un Klöstern
geschrieben wurde.

Motette (Entstehung zw. 1200 – 1300)


-Sowohl geistlich als auch weltlich
-Melismatische Oberstimmen einer Diskantklausel → Sylabischer Text

Guillaume de Machaut (1300 - 1377)


Berühmter geistlicher + Komponist (gutes Lebensumfeld)
Erste Komponist, der mit Namen bekannt ist!
Vorher war fast alles Anonymus, es war nicht so wichtig.
-Messe de la Nostre Dame: erste Messe, bei der alle Teile vierstimmige
Passagen hatte.
Konstruktivismus: Patterns zuerst, dann Text

Francesco Landino (Italien , Zeitgenosse von G. de M.)


Er hat als erster etwas wie eine Kadenz (I IV V I )
Landino Klausel: Stimmfürung: Stimmen in Gegenbewegung
Leitton zw. Quinte
Fis – G
Die Regeln wurden später extrahiert, der
Komponist hatte
sich nichts gedach.
Bevor französiches Reich mit kulturalen Unterschieden
Nach 1400 Bildung von Nationalen Schulen
Wichtigkeit der Städte (z. B. Hausestädte)
Lösen die Macht des Reiches ab
1492 Amerika wurde entdeckt -Kein Eurozentrismus mehr
-Keine Scheibenförmige Erde mehr
-kein geozentrisches Wltbild mehr, sondern
Heliozentrisch
-Entdeckung und Forschungsgeist

Ballata (Virelai), Caccia (Chasse), Madrigal (die Chanson)


3. Renaissance

Gesellschaftliche und historische Umwälzungen


Geistige Orientierung an der römischen und griechischen Antike
1517 Reformation → keine einheit des katholischen Glaubens mehr
Erfindung des Buchdrucks → mehr und fehlerfreie Bücher
Eurozentrismus
Humanismus: Schul- und Universität Bildung
Humanische Gymnasien: Allgemiene Bildung für das Leben
(Heutzutage: Bildung für Arbeit)

Musikalische Merkmale
-Gefühl von Takten (gerade 4/4, ungerade 3/4)
-Text am wichtigsten, die Musik muss ihm folgen
-Vorstellung der Harmonien ähnlich wie heute (Dur, Moll), Dreiklänge
(Zarlino)
-Musikalische Entwicklung: Italien (nach 1400) – Deutschland 1500) –
England (1600)

Francoflämische Schule / Niederländer


6 Generationen von Komponisten, die in den Niederländern (Nordfrankreich,
Belgien) gelebt haben und in Italien studiert / gearbeitet haben →
Hofmusiker
Stilideal → Polyphonie
Fauxbordon (falscher Bass): parallel zu den anderen Stimmen
keine Eigenständigkeit

Guillaume Dufay (1400 - 1476)


Geistliche Musik
Tonraum / Stimmumfang wird immer größer
Vierstimmigkeit
Parodiemesse: Verwandlung von Musik weltlich ↔ geistlich durch Umtauschen
der Texte
Domweihmotteten: Isorythmische Modelle, die mit den Text passen
Manchmal mit Instrumental Begleitung (Blas-
und Schlaginstrumente,
nicht nur Orgel)
Polyphonie: keine Hierarchie zw. den Stimmen, alle sind gleichwertig (Melodie /
Begleitung)
Mit der Francoflämische – Schule verbunden
Imitation: Thema oder Motiv wird nachgeahmt → Soggetto

1 xxx~~~ooo--- Kanon: Wenn die Imitation konsequent


durchgeführt wird
2 xxx~~~ooo--- Der Rhythmus ist der wichtigste Faktor zur
Wiedererkennung
3 xxx~~~ooo des Soggettos
4 xxx~~~

Josquin Desprez Meister der Imitation


Vorher. nur lebende Komponisten waren „gut“, die Toten wurden vergessen.
Als Komponist später bewusst erhalten, seine Werke wurden weiter
aufgeführt
Überregionaler Ruf
Missa „Pange Lingua“

Schwächung des Deutschen Reiches


Ausbildung der Nationalstaaten etc.
Entdeckungen
Reformation
Anfänge der Naturwissenschaft
N. Kopernikus, J. Kepler, G. Galilei
Giosefo Zarlino

Frankoflämische Schule / Niederländer


G. Binchois
J. OckeghemH. Isaac,
N. Gombert, A. Willaert
O. di Lasso
J. P. Sweelinck

Diskantlied / Tenorlied

Heinrich Isaac
Erster deutscher Komponist, der hier auftaucht.
Am Kaiserhof in Innsbruck, als er wegging, schrieb er ein Abschiedlied
(„Innsbruck, ich muss dich lassen“)
Nicht mehr Tenorlied sondern Discantlied

Tabulatur
Für Zupf- und Tastinstrumente, erste die alleine waren
Unterschiedliche Notation, als für die Stimmen
Griffschrift: visuell einprägsame Tonordnung auf dem Griffbrett

Entstehung der Instrumentalmusik


ca 1400 Erste Instrumentalmusik: Instrumentale Verdopplung
Unterstützung des Chorgesangs
ca 1450 Improvisation über eine vokale Vorlage
ca 1500 Autonome Instrumentalmusik
ca 1600 Schreiben die Komponisten direkt Musik nur für Instrumente

Weltliche Musik
Entsteht ab 1400
Hofkapelle an den Fürstenhöfen: Anzahl aller Musiker, die singen und spielen
Ab Barockzeit konnten auch Frauen singen → Konkurrenz mit den Kastraten, die
im Mitelalter und Rennaissance wichtig waren, anstatt der Frauenstimmen.
Liedtexte waren obszön: als man die Lieder im 19 Jh. veröffentlicht hat, veränderte
man den Text.

-Frottola
Erste weltliche Gattung in Vokalmusik
Inhalt → alle mögliche Dinge (Natur, Arbeit, Liebe, usw)
Frivolität, Unanständigkeit
-Madrigal:
Entstehung im 14. Jh (Spätrenaissance)
Ernte → Naturschilderung / unerfüllte Liebe (kurze Gedichte)
Thema im 16. Jh → Tradition aus der griech. röm. Antike (Pesimismus, Epigram)
(Madrigalismen, Affektenlehre)
Diatonisch - Phillipp Verdelot (1520)
Chromatisch - Carlo Gesualdo da Venossa (1597)
Fürst, der aus Venossa vertrieben wurde, und sich in Norditalien
versteckt
hat. Einfluss auf die Musik „Komisch“ Moro Lasso
IT Madrigal: Ab 1400. Deklamatisch, mit weniger Melismen
EN Madrigal: Ab 1580. (EN Weltmacht ab 1588) Th. Morley, Th. Thomkins

-Die Chanson (FR Madrigal)


Vorliebe für Lautmalereien
Ganz verschiedene Themen, nicht nur Liebe wie in IT
Sehr virtuose Musik → Elitär
P. Attaignant, R. Ballard, T. Susato, Cl. de Sermisy, Cl. Janequin

Mehrchörigkeit
Ph. Verdelot
C. de Rore
G. Gastoldi
O. di Lasso
C. Gesualdo da Venossa

Vokal / Instrumentalmusik in Engalnd


J. Dowland
Consort Musik
Erste Ensemble Musik, instrumental
Keine feste Besetzung, aber mit Gambenquartett öft gespielt (Vorläufer der
Streichquartette)

Römische Schule
Tridentiner Konzil
Giovanni Pierluigi da Palestrina
„Retter der mehrstimmigen Kirchenmusik“?
„Klassische Vokalpolyphonie“
„Palestrina-Stil“
Johann Joseph Fux: „Gradus ad Parnassum“

Venezianische Schule
Handelstadt, reichste Stadt Europas. Weltofen, Austausch
Fortschritliche Musik → Mischung von Stilenn (Weltmusik)
Raumkunst → Mehrchörigkeit (Chor = Ensemble, auch Instrumente)

Konzertsaal: Hier: Quadophonie


Klang um das Publikum
x x
Später hat man diesen Effekt mit Lautsprecher gemacht
(Stockhausen)
Publikum
Raumerweiterung
x x
Andrea (Onkel) und Giovanni (Neffe) Gabrielli, Tätig im Markusdom, haben die
Mehrchörig entwickelt (Coro – Spezzato Technik)

Römische Schule
Verwaltung, Kirche, Machtausstrahlung
Papsttum bis 16. 17. Jh, mit politischer Einfluss
Konservativ, Dogmatik, Tradition
Polyphonie, ernste Musik
-Giovanni Pierluigi da Palestrina. „Retter der katolischen Musik“
Laut dem Tridentiner Konzil müsste die Musik textverständlich sein und
Botschaften ausdrücken. Die Musik hatte keinen eigenständigen Wert und sollte
nicht zu künstlich sein, damit sie den Text nicht verdeckt, Deswegen war die
Musik nur einstimmig.
Palestrina hat aber eine sechsstimmige Messe komponiert, in der man den Text
trotzdem gut verstand. Dann hat der Papst Marzellus Mehrstimmigkeit doch
gelten lassen nur in Palestrina-Stil, z. B., keine Dissonanzen, Melodie beruht auf
Sekundengängen (keine Sprünge), Continuo ohne große Entwicklungen,
„eigenartig glatt“, „gepflegte Langeweile“...
Später wurde eine Kontrapunktlehre daraus gemacht von J J Fux.
Es gilt bis Ende des 19. Jh in der katolischen Kirchenmusik, mit Ausnahmen (z.
B. Mozart).
Allgemeine deutsche Cäcilienmusik: wollte dafür sorgen, dass die Kirchenmusik
nochmal auf Palestrina-Stil orientiert. (auch ähnlich in FR)
4. Barock
Terminologie „barocco“ (PO)
- Begriff „Barocco“ (Portugiesisch) → nicht gestaltete oder hässliche Perle
- Barock : 1767 taucht zum ersten Mal der Begriff von Rosseau auf (FR)
- 1802 formulierte H.C. Koch Barock (DE):
1. Komplizierte Harmonien
2. Schlecht zum Singen Überladen
3. Viele Dissonanzen, Chromatik
Ästhetische Kritik, weil die frühklassische Musik etabliert war. Bewertunh

Der Stand um 1600 und die Entwicklungen bis dahin


1. Mehrstimmige Musik
2. Erweiterung des Klangraumes bis zu 3 ½ - 4 Oktaven (Monodie)
3. Kirchentonarten werden von Dur-Moll-Tonarten abgelöst
4. Unabhängige Instrumentalmusik
5. Mensuralnotation, modern
6. Taktempfinden → gerade und ungerade. Der Text entscheidet nicht, kein
Wortakent
7. Notendruck → Verbreitung der Quellen
8. Kirche ist nicht der einzige Musikpfleger, sondern auch die Höfe und das
reiche
Bürgertum in Handelstädten
9. Konzerte sind nichts Öffentliches, sondern finden in einem kleinen
ausgewählten
Kreis statt → begrenze Räume

Beginn der musikalischen Neuzeit


- Entstehung neuer, bis heute relevanter Dinge, z. B.:
Oper (Musikgattung) Solokonzerte
Oratorium Generalbass begleitendes
Sololied
Klavier / Orgelmusik Orchestermusik
(Trennung)
Ab 1600 gibt es Orgelpedale

- Musikberuf: vor 1600 gab es keine Ausbildung


Spezialisierung auf das Instrument: Anspruche Steigen
Ausbildungnötig
Virtuosen
Keinen 2. Beruf parallel möglich
- Öffentliche Musikkultur: Kein geschlosener Kreis mehr
Konzert- Opernhäuser
- Musikschrifftum: Bericht über Konzerte, andere Rezensionen
Entstehung von Musikzeitschriften
Anzeige entstehen (Inserate), z. B. von Komponisten

Spätrenaissance überlappt sich mit Frühbarock


1560 - 1620 Frühbarock
1620 - 1680 Hochbarock
1680 - 1740 Spätbarock
Affektenlehre (1550 in Italien)
Abgeleitet aus der Retorik (Cicero, Quintilian)
„Gemütsbewegung“, Zarlino
Man wollte bestimmte Gefühle mit der Musik erzeugen.
Figurenlehre: Welche Mittel muss man genau dafür benutzen?

Generalbass
Bevor wurde die Musik von der Melodie ausgedacht.
„Allgemeingültig“ → der Bass definiert die Harmonie
Sopran: Einstimmiger Gesang
Laute: Einstimmiger Bass mit Zifern darunter
Vorgegebene Harmonie, aber man musste es musikalisch
gestalten und verzieren
(Improvisation, ähnliche Grundlage wie im Jazz)
Guilio Caccini → wichtig im Anfang des Generalbasses

Monodie
Rezitativ, die aus Interesse an der Musik der Antike entstanden ist.
Idealbild in der Renaissance
Einstimmige Melodie + Begleitung
Monodie eignet sich besonders gut im Geschichten zu erzählen.

Florentiner Camerata: Dichter, Maler und Musiker mit Interesse für die Antike
Vicenzo Galilei: „Dialogo della musica antica e moderna“, Schrift über
Konsequenzen der antiken Musik auf die heutige Musik
Oper
Opern begriff gab es noch nicht. Ursprünglich nannte man die Oper „Drama per
musica“ oder „Favola in musica“.
Am Anfang war sie musikalisch nicht besonders interessant.
1597 erste Oper: „Daphne“ (Jacopo Peri)

Claudio Monteverdi
Wichtigster Komponist der Frühbarockzeit, schiebt komplexe Opern, nicht nur
Monodie.
Verwendung von Chören und musikalischen Zwischenspielen.
-Orfeo: Vertonung der griechischen Sage von Orpheus und Eurydike
Die Oper besteht aus einem Prolog und fünf Akten .
Der Prolog beginnt mit einer Toccata (Ouvertüre), um das Publikum zu
konzentrieren. Monteverdi erwartete Ruhe und Aufmerksamkeit, denn Opern
war ein gesellschaftliches Happening, Hintergrundmusik während man aß
und trank.
Orfeo, „la musica“ (personifizierte Musik) stellt sich dar in Ritornell-Form mit
wiederkehrenden Abschnitten (wird später Rondo)
Monteverdi war Hofkapellmeister in Mantua (Auftrag für Orfeo).
Er ging nach nach Venedig, wo er Kapellmeister am Markusdom wurde nach
der Komposition von „Marienvesper“.
In Venedig gab es bis zu 20 Opernhäuser (Hochpunkt um 1660 / 70)
Soziologie
Wirtschaftlicher Zwang der Musik, wenn Karten verkauft werden müssen und
nicht von einem Fürsten gesponsordt werden: Oper muss sich lohnen.
- Weniger Instrumentalisten und mehr Bühnentechnik
- „Deux ex machina“ : kommt von oben herunter, und löst das Problem der
Handlung
- Faszination mit weniger Kosten (auch Tiere) → typisch für Venezianische
Oper

Gattungen (Oper, Oratorium, Prchestermusik, solistische Instrumentalmusik mit


basso continuo, generalbassbegleitetes Sololied)
Soziologie
Sologesang, Berufsmusiker, Virtuosentum, Bürgerliche Musikkultur, Dur-Moll-
Tonalität, Musikzeitschriften

Guilio Caccini (Nuove Musiche)

Soziologie / Besucherschichten
Geistliche / Weltliche Oper
Emilio de Cavalieri
Marc Antonio Cesti
Pier Francesco Cavalli
Entwicklung bis 1700:
Da Capo-Arie („von Vorne“) ABA', lässt keine musikalische Entwicklung /
Dramaturgie zu.

Neapolitanische Oper
Entstehung des Virtuosentums
Italienische Oper bleibt führend bis ins 19. Jh.
Wichtigste IT Gattung, alle andere Gattungen treten in der Hintergrung

Französische Oper
Musik nach dem Geschmack der Könige
FR Hof Jean Baptiste Lully
Jean Philippe Rameau
Verbindung mit Ballet : „Ballet de Cour“ (nur in FR)
Overture in 3 Teilen (Langsam – Schnell – Langsam)
Sehr stark in Rythmus

Englische oper
Henry Purcell
Semioper: hoher Anteil an Sprechtext (DE Äquivalent: Singspiel)

Deutsche Oper
Reinhard Keiser (Hamburg, reiche Stadt) komponierte ca. 25 Opern, aber die
Meisten sind vergessen.
Theater am Gänsemarkt (Barocktheater) ist mehrfach abgebrant.
Prunkfeindliche, protestanliche, konservative Gesellschaft

Geistliche Musik
Nach 1600 waren die meisten Komponisten Protestant. Deswegen haben sie
den Text auf die deutsche Übersetzung der Bibel genommen.
Im Protestantismus gab es keine Tradition, es musste neue kirchliche Musik
komponiert werden.
Viele fruchtbare Komponisten: Telemann, Bach, Händel...
Komponieren als Handwerk, Auftrag von der Kirche (kein Stellenwerk als Kunst).
Heinrich Schütz 1582 – 1672
-Schütz erlebte den 30-jährigen Krieg (menschliche und wirtschaftliche Opfer).
-Reorganisator der geistlichen Musik in DE (Kulturmanager)
-Engagierter Lehrer
Gattungen:

Motetten: Ohne Instrumentalstimmen, denn die Blas- oder Streichinstrumenten


spielen
die Singstimmen mit (Colla Parte)
Oratorium: Teil des Gottesdienstes, keine Konwertwerkes
Operische Handlung: Recitativo (secco, nur von GB begleitet /
accompagnato),
Arien, Orchester-Stücke, Chörelle,
Freie Chore
Kantate:
Passion:

Georg Friedrich Händel


Johann Sebastian Bach

Affktenlehre, Rhetorik (rhetorische Figuren)


Zahlensymbolik

Instrumentalmusik

Konzert
Begriff -LA „conserere“ = etx gemeinsam tun
-IT „concertare“ = in Wettstreit sein (Dialog)
Herleitung aus der mehrchörigen Musik. Eins der Chöre wurde immer mehr
reduziert bis es sich eine Solostimme gegen die anderen ergab.
-Solokonzert
-Concerto grosso: mehrere Solisten (stirb nach 1750)
z. B. Brandemburgische Konzerte (Bach),
Corelli...
3 Stätze: Schnell (Ritornellform) – Langsam - Schnell
Corelli, Albinoni, Torelli und Vivaldi haben viele Solokonzerte komponiert.
Vivaldi schrieb um 500 Konzerte, davon 230 für vln aber auch für viele Instr.
4 Jahreszeiten: Programmmusik – Konzerte, raffiniert dargestellt auf
intellektueles Niveau.

Übergang der Spielmusik zur Hörmusik: Weniger Produktion


Jedes Stück hat ein eigenes Wert
Viel länger
Mehr Aufmerksamkeit des Publikums
J. S. Bach

“, „Brandenburgische Konzerte“

Sonate
IT: „Stück, was klingt“
Solo-Sonate war nicht so üblicht, sondern für mehrere Instrumenten
(Kammermusik)
Sonata da Chiesa: Kirchensonate
4 Sätze → L S L S
Sonata da Camera: Häufig Tanzsätze, konnte auch Partita oder Suite heißen
3 Sätze → S L S
Triosonate : 2 Stimmen + Generalbass
vielseitige Besetzungen
Georg Philipp Telemann: Wichtigster Sonatenkomponist (+500)
Stylische Tendenz → FR, IT
Er hat den Übergand zwischen
Barock und Klassik vorbereitet.
Musik Tasteninstrumente (Orgel und Cembalo)
Orgelbarock: Ohne Pedal, nicht so große Unterschied zwischen Orgel und
Cembalo.
Trennung um 1700: DE Orgel
FR Cembalo
Gattungen:
- Ricercare: Art von freie Fuge
Es kann verschiedene Thema haben

- Präludium (Toccata/Fantasie) und Fuge: Kombination zwischen frei (pr) und


Streng (Fuge).
Bach: Das Wohltemperiertes Klavier ist ein exemplarisches Werk in allen
Tonarten.
- Suite (auch Partita, Ouverture, Ordre)
Ursprung in IT 1520 – 30 (Pavanne und Galliarde)
Nach 1600 ersetzt durch: 1.Allemande 3.Sarabande
2. Courante 4. Gige
Manchmal zwischen Sarabande und Gige: Menuet, Bourré, Gavotte...
Keine feste Anzahl an Sätze
Im Barockzeitalter werden die Tanzsätze (funktional) stiliziert (nur musikalisch)
J. S. Bach: FR Suiten, EN Suiten, Partiten (IT)

Clavier
Clavichord
Gleichmäßig temperierte Stimmung („Wohltemperierte Stimmung“, Andreas
Werckmeister)

Norddeutsche Orgelschule
Vincent Lübeck 1650 – 1730 Protestantische Gegend:
Dietrich Buxtehude Möglichkeit, Konzerte in den Kirchen zu Spielen
Georg Boon Konzertstücke: Kompositionen, die nicht mit dem
Jan Pieterszoom Gottesdiends zu tun haben

-Choralvorspiel (aus der Kirchenmusikalischen Praxis)


Entwicklung einer neuen Gattung der Orgelmusik
Einstimmton für das Gemeindesingen
Statt wenige Takten, hat man längere Vorspiele komponiert
Bach: ziemlich komplex

5. Klassik
-Zusammenspiel unterschiedlicher Kräfte, die ein Gesambild ergeben:
Gleichgewicht zw. Gefühl und Verstand
-Schönheitsideal verändert sich auch (subjektiv) → Harmonie eller Teile als
Ideal von Schönheit. (z. B., Ungefährliche Dauer der Stätze)
-Das Individielle eines Künstlers soll gleichzeitig ein Reflex aus der Zeit sein
(allgemeingültig)
-Konkreter Stil jeder Komponisten: das Individuun wird immer wichtiger im
Vergleich zur Masse. Die Komponisten wollten etwas schreiben, was für die
Ewigkeit dauert.
-Entsteht der Konzertbetrieb: Bau von Konzerthäuser usw.
-Bildungsideal (humanistisch, musikalisch)
-Hausmusik wächst rasant an (Kammermusik)

Stilbegriffe

- Galanter Stil (FR): Auslockerung des dichten komplexen Barocks


Bevorzugt Zwei- oder Dreistimmigkeit (nicht >4)
Größere Durchsichtigkeit der Musik
- Empfindsamer Stil (IT): Ausbildung eines starken kontrastreichen
Ausdruck
1 + 2 Themen in einem Satz
- Sturm und Drang (DE): Literarische Belegt
Bekenntnis zum Subjetivismus
Eigene Emotionen der Komponisten werden gezeigt
Kontraste extrem getrieben, Orchestereffekte

Wiener Klassik 1780 - 1810


Haydn Mozart Beethoven
Äesthetische Grundlagen:
1. Gleichgewicht zw. Gefühl und Verstand
2. Harmonie aller Teile als Ideal von Schönheit
3. Das Typische, Individuelle, aber allgemein-Gültige

Epochengliederung
Vorklassische Übergangszeit
Frühklassik, Hochklassik, Wiener Klassik
Franz. Revolution
Stile:

Nachahmungslehre in der Klassik statt Affektenlehre (Gefühlen mir der Musik


erzeugen)
Zur mensliche Natur zurückkehren
Empfindungen oder Leidenschaften
Sich selbst als Mensch zeigen
Ch. Batteux, J.J. Rousseau

Mannheimer Schule
Hoforchester Karl Theodor von der Pfalz
Familie Stamitz, A. Filtz
Orchesterstil vom Dirigent aus: Einheit in den Strichen
Cresc, Decresc / accel, rit
Forderung des Cantabilen Spiels
Gattung: Sinfonie (wurde dort entwickelt und führte später zu Haydn und
Beethoven)

Berliner Schule
C. Ph. E. Bach „Versuch über die wahre Art Clavier zu spielen“
J. J. Quanz „Versuch einer Artweisung die Flöte traversiere zu spielen“
C. H. Graun (heute nicht so bekkant) Tonsatzlehre
Konservativer als die Mannheimer Schule.
Klangästhetik hat sich verändert: klangliche Wärme, Intensität
Cembalo ist nicht im Orchester
Gattung: Solo - Konzert

Wiener Schule
Starke Betonung der Periodizität in der Themenbildung: Vordersatz, Nachsatz
Harmonik und Tonalität
Motivische Arbeit
Haydn 1732 - 1809
-In niedrigeren musikalischen Sphären am Anfang
-Unterhaltungsmusik (Folklorismus)
-Hoffkapellmeister in Eisenstadt 30 Jahre (nah am ungarischen Umgebung)
-Dann war er bis seinem Tod in Wien
-Sinfonien (<100) Streichquartette (70) Klaviersonaten (60)

Mozart 1756 - 1791


-Wunderkind: mit 3 Jahren klavierspielen, mit 5 erste Kompositionen
-Aus einem höfischen Umfeld
-Viele Gattungen, aber Oper am wichtigsten: viel fältige
personenzeichnungen im Gegensatz zum neapolitanischen Stil, wo nur die
vokale Brillianz wichtig war
-Um 1600 Neapolitanische Opernschule: Opera seria
Opera
buffa (Figaro Hochzeit)
+DE
Singspiel (Zauberflöte, Die Entführung...)

Beethoven
-Ausgeprägte Individualität, Selbstbewusstsein
-Er war nie in einem Hof anhängig und musste also keine Aufträge erfüllen
-Er war der erste, der in einer Sinfonie Text und Musik verknüpft hat
-Musik muss den Menschen verändern (nicht nur Unterhaltung)
-Beethoven setzt Maßstab für die romantischen Komponisten
-Schüler von Haydn (sie haben sich nichtgut verstanden)
-In Wien als freischaffender Komponist und Pianist tätig
-32 Klaviersonaten, löst sich von Haydn und Mozart ab: Entwicklung der Form
(länger), komplizierte Stücke, sinfonische Klangfülle
-Sinfonien: Absolue Musik → 1 2 4 7 8
Programmusik → 3 (Heroica), 6 (Pastorale) 9 (Sinfonie
mit Text)
-31 Streichquartette, 1 Oper
(G. Chr. Wagenseil, K. D. von Dittersdorf, M. Haydn)

Opernreform (Chr. W. Gluck)


Stilmerkmale der Wiener Klassik (zentrale Gattungen)
J. Haydn und das Streichquartett / Symphonie
W. A. Mozart und die Oper / Klavierkonzert
L. Van Beethoven und die Symphonie / Klaviersonate

6. Romantik
Musikzentren: IT (Oper) DE (Instrumentalmusik) FR
(ausgewogener)

Deutschland: Starke musikalische Ausbildung


Komponisten sind im 19 Jh. anders: Freischaffende Komponisten
Solo-Karriere als
Instrumentalisten
Polarisierum: Programmusik vs absolute Musik
Ernste Konzertmusik vs virtuose Musik
-Musik steht für alle Schichten offen
-Kommerzialisierung der Konzerte
-Einrichtung von Konzertreihen
-Größere Konzertsäle

1800 - 1850 Romantik


1850 - 1900 Spätromantik
20 Jh. Nachromantik
Bürgertum und die Folgen für die Musik
Industrielle Revolution
Künstler als Individuum
Frühromantik, Hochromantik, Spätromantik, Nachromantik
E. Th. A. Hoffman, Louis Spohr, C. M. von Weber, H. Marschner, Fr. Schubert, H.
Berlioz, F. Mendelssohn-Bartholdy, Fr. Chopin, R. Schumann, Fr. Listz, R.
Wagner, G. Verdi, J. Brahms, A. Bruckner
Wesen / Themen der Romantik
Programmmusik (Franz von Hausegger)
„Neudeutsche Schule“
Symphonische Dichtung / Programmsymphonie (Berlioz, Listz, R. Strauss)

Absolute Musik (Eduard Hanslick)


Symphonik in der „Beethovennachfolge“, Konzert, Kammermusik
(Mendelssohn, Schumann, Brahms, P. Tschaikowski, C. Frank, C. Saint-Saens)
„Klassizisten“
Klavierlied (Formen, Komponisten)
Strophenlied, variertes Strophenlied, durchkomponiertes Lied
Schubert, Schumann, Brahms, Hugo Wolf, Gustav Mahler
Schuberts Liederzyklen

Klaviermusik
Kleine Formen
Musikalisches Charakterstück:
Intermezzo, Lied ohne Worte, Ballade, Nocturne, Prelude, Impromptus, Moment
musical, Walzer, Scherzo
Chopin, Schubert, Schumann, Brahms, Mendelssohn

Symphonie
Viersätzige Form mit Scherzo / Intermezzo anstelle des Menuetts
Zyklisches Prinzip
Monumentalisierung in Inhalt, Form und Besetzung
Schubert 8, Mendelssohn 5, Schumann 4, Brahms 4, Bruckner 9, Gustav
Mahler, Peter Tschaikowski, Anton Dvoràk, César Frank

Symphonische Dichtung / Programmsymphonie


Hector Berlioz („Phantastische Symphonie“)
Franz Listz („Mazeppa“, „Les Preludes“, etc)
Richard Strauss („Don Juan, „Till Eugenspiegels lustige Streiche“, „Ein
Heldenleben“)

Solokonzert
2 Typen:
Virtuosenkonterz (Liszt, Niccolo Paganini)
Symphonisches Konzert (Schumann, Brahms)
Instrumente vor allem: Klavier, Violine, Violoncello

7. Oper im 19. Jahrhundert


-Italienische Oper
Opera Buffa, Opera seria, romantische Oper, Verismo (Naturalismus)
Rossini (Der Barbier von Sevilla), Donizetti, Bellini, Verdi (La Traviata, Don
Carlos, Otello, Aida, Falstaff), Puccini (La Bohéme, Tosca, Madama Butterfly, Il
fanciula del west, Gianni Schicchi, Turandot)

-Französische Oper
Revolutionsoper, Grand Opéra, Tragedie lyrique, Opera comique, Drame lyrique
Meyerbeer (Die Afrikanerin), Gounod (Margarethe, Massenet (Manon Lescaut),
Bizet (Carmen)

-Deutsche Oper
Romantische, Spieloper, Musikdrama
C. von Weber (Der Freischütz), Marschner (Jans Jeiling), Nicolai (Die lustigen
Weiber von Windsor), Lortzing (Zar und Zimmermann), Wagner (Tannhäuser,
Lohenfrin, Die Meistersinger von Nürnberg, Tristan und Isolde, Der Ring der
Nibelungen, Parsifal)

- Oper der Nationalen Schulen


Russland (Mussorgski „Boris Godunow“, Polen (Monuiszko „Halka“, Tschechien /
Slowakei / Böhmen und Mähren, Dvorák „Rusalka“)

8. Nationale Schulen
Polen: Moniuszko, Szymanowski

Russland: Balakirew, Borodin, Mussorgsky, Cui, Rimsky-Korssakow

Böhmen und Mähren: Smetana, Dvoràk, Janácek

Ungarn: Erkel, Kodály, Bartók

Norwegen: Grieg, Svendsen

Dänemark: Hartmann, Gade, Nielsen

Finnland: Sibelius

England: Parry, Stanford, Elgar, Vaughan, Williams

Spanien: Albéniz, Granados, de Falla

USA: MacDowell

Mexiko: Chavez, Revueltas

Brasilien: Villa-Lobos

Argentinien: Ginastera

Stilmerkmale der Nationalen Schulen


Folklorismus, Verzicht auf Akademismus (Osteuropa)

9. Krise der Jahrhundertwende (Moderne)

Krise der Tonalität (Dur-Moll-Tonalität)


Starke Chromatisierung → freie Tonalität → Atonalität → Dodekaphonie /
Zwölftontechnik
Krise der Formen / Gattungen (Symphonie, Oper, „Gigantomanie“)
Zentren: Deutschland / Österreich (Mahler, Strauss, Reger, Schönberg, Berg,
Webern = 2 „Wiener Schule“: Atonalität / Dodekaphonie)
Frankreich (Debussy, Ravel, „Impressionismus“, „Exotismus“ - freie / erweiterte
Tonalität)
„Klassiker der Moderne“: Schönberg, Berg, Webern, Hindemith („Neue
Einfachheit“), Orff, Bartók, Strawinski, Prokofjew, Schostakowitsch.
Neoklassizismus (Neoklssik), Stilideal: „clarté e elégance“
Frankreich: „Les Six“: Poulenc, Milhaud, Durey, Euric, Honegger, Taillefere

10. Musik nach 1945 „Neue Musik“


„Darmstädter Schule“
Messiaen, Boulez, Stockhausen
Serialismus
Aleatorik (Cage: 4'33'')
Elektronik (Stockhausen „Gesang der Jünglinge im Feuerofen“)
Mikropolyphonie (Ligeti „Atmosphères“)
Sonoristik (Penderecki „Anaklasis“)

Stilistische Vielfalt, keine „Schulen“ mehr


B. A. Zimmermann, Berio (Sequenza-Kompositionen für verschidene
Soloinstrumente), Henze (El Cimarrón), Rihm, Schnittke

Minimal Musik (USA)


Riley, Glass, Reich

Weltmusik
Tan Dun (China), Isang Yun (Korea), Toru Takemitsu (Japan)