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Anleitung

für EOL- Prüfplatz

EOL-Test

Version 1.0
(Built 1.0.0.104)

Bearbeitungsstand: 22. Dezember 2008

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Inhaltsverzeichnis
1 Software – allgemeine Informationen......................................................................................5
2 Vor dem Programmstart..........................................................................................................5
3 Programmstart.......................................................................................................................5
4 Programmoberfläche..............................................................................................................8
5 Prüfung eines DUTs................................................................................................................9
6 Programmzustände...............................................................................................................11
Zustand 1 – „Idle“...............................................................................................................11
Zustand 2 – „TEST..“...........................................................................................................11
Zustand 3 – „PASS“.............................................................................................................11
Zustand 4 – „FAIL“..............................................................................................................11
7 Testablauf............................................................................................................................11
PASS- Testdurchlauf............................................................................................................11
FAIL- Testdurchlauf.............................................................................................................12
Testdurchlauf- Abbruch.......................................................................................................12
8 Kurzschluss- Erkennung........................................................................................................12
Kurzschlüsse von GND zu Vout und Vcc zu Vout / COM- Fehler..............................................13
9 Datenaufzeichnung der Einzelprüfungen.................................................................................13
10 Settings (ausschließlich im Administrator- Modus verfügbar)..................................................15
11 Fehlerreaktion....................................................................................................................17
Ausfall des Messgerätes während der Prüfung.......................................................................17
Ausfall des MST Produktionskit SI920 während der Prüfung...................................................18
Ausspannen eines DUTs während der Prüfung / Kontaktprellen..............................................18
12 Schließen des Programms...................................................................................................19
13 Schlussbemerkung..............................................................................................................19

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1 Software – allgemeine Informationen

Die Software für den EOL (end- of-line) Prüfplatz dient der letzten Prüfung kalibrierter
Drucktransmitter. PASS- gemessene Teile werden mit einem Schreibschutz versehen und
abschließend noch einmal gemessen.
Das gesamte System ist als „one- pice- flow- system“ ausgelegt. Während sich also ein
Transmitter in einer Prüfung befindet oder das Beschriftungsgerät benutzt, kann kein zweites
Teil den Tester einschließlich der Software beanspruchen.
Die Software arbeitet ohne zusätzliche Benutzereingaben. Sie ist aber auf die Funktion der
angeschlossenen und zur Prüfung wichtigen Geräte angewiesen.

2 Vor dem Programmstart

Vor dem Start des Programmes ist es notwendig, dass alle beteiligten Geräte richtig an den
PC angeschlossen und eingeschaltet werden. Es führt zu Beginn einen Test durch, ob alle
Geräte funktionieren. Ist dies nicht gegeben, arbeitet das Programm nicht weiter und muss
beendet werden. In der Regel beschränken sich Fehler beim Start des Programms auf nicht
angeschlossene und/oder nicht eingeschaltete Geräte.

Die folgenden externen Geräte sind für die Funktion des Programms notwendig:

1. MST Produktionskit SI-920 (Anschluss an COM 1 des PCs)


2. serielle Erweiterung USB auf 8x RS232
3. Stromversorgung Agilent 3631A; Anschluss an COM 3 (Nr. „1“ an der seriellen
Erweiterung)
4. elektronisches Barometer Typ GFTB100 mit serieller Schnittstelle (GREISINGER
electronic); Anschluss an COM 4 (Nr. 2 an der seriellen Erweiterung)
5. Messgerät Agilent 34401A; Anschluss an COM 5 (Nr. „3“ an der seriellen Erweiterung)
6. IO- Modul US-950; Anschluss an COM 7 (Nr. „5“ an der seriellen Erweiterung)

Alle seriellen Schnittstellen sind im Programm fest eingestellt und können nicht verändert
werden.

3 Programmstart

Das Programm wird über das Symbol „EOL-Prüfplatz“ vom Desktop aus aufgerufen.

Sollen im Programm wesentliche Einstellungen der Prüfkriterien vorgenommen werden, muss


sich der Administrator mit dem geeigneten Passwort anmelden. Im Normalbetrieb kann der
Operator diese Eingabe mit der ENTER- Taste übergehen. In diesem Fall steht dem Benutzer
die normale Testfunktionalität für Drucktransmitter zur Verfügung. Das Programm

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kennzeichnet den Mode durch die Ausschriften „[Operator- Mode]“ oder „[Administrator-
Mode]“ in der Kopfzeile.

Abbildung 1 Anmeldedialog des Operators

Nach der Anmeldung (Adminstrator oder Operator) startet das Programm mit dem Test der
für die Prüfung notwendigen Geräte. Fehlt ein Gerät, kann das Programm nur beendet oder
der gesamte Test mit der Taste „Wiederholen“ noch einmal gestartet werden. An dieser
Stelle ist nach den Ursachen des Fehlers zu suchen. Der Test benötigt etwas Zeit, da jedes
Gerät einzeln und nacheinander getestet wird. Erst, wenn alle Gerät positiv getestet wurden,
erscheint im Fenster eine „RUN“- Taste (oder ENTER betätigen), mit der das Programm nun
aufgerufen werden kann.

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Abbildung 2 Gerätetest beim Start des Programms (im Beispiel sind alle
notwendigen Geräte für die Endprüfung verfügbar)

Liegt beim Programmstart noch ein DUT in der Aufnahme, wird der Benutzer zunächst
aufgefordert, dieses zu entfernen. Es erscheint ebenfalls eine Meldung, falls ein
Kurzschluss in der Aufnahme detektiert wurde. Da im Kurzschlussfall die Vss nicht mehr
den eingestellten Wert von 5 V hat, erscheint kurzzeitig in der Statuszeile die Meldung
„Gerätefehler Stromversorgung (Errorcode 100)“. Die Meldung bleibt solange angezeigt, wie
das Problem besteht. Gleichzeitig ist die FAIL- Lampe in diesem Zustand an. Sie verschwindet
automatisch, bei Problembehebung.

Abbildung 3: Meldung beim Programmstart, falls noch ein DUT eingelegt ist
oder ein Kurzschluss erkannt wurde

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Lässt sich der Fehler NICHT beheben, kann der Benutzer lediglich die „Beenden“- Taste
drücken. Das Programm wird vollständig heruntergefahren und alle Geräteverbindungen
(sofern möglich) geschlossen.
Das Programm ist startbereit, sobald im rechten Teil „Idle“ und auf der linken Seite die
korrekte Versorgungsspannung angezeigt wird. Bedingt durch die Einstellungen, die an den
verschiedenen Geräten vorzunehmen sind, kann von der Anzeige des Programmfenster bis
zur Bereitschaft etwas Zeit vergehen.

4 Programmoberfläche

Nach dem korrekten Programmstart wartet das Programm nun auf ein zu prüfendes Teil in
der Aufnahme:

Abbildung 4 Wartemodus des Programms - in diesem Zustand kann ein zu prüfendes DUT eingelegt werden

Die Versorgungsspannung für das DUT ist ständig eingeschaltet und wird einschließlich des
gemessenen Stroms permanent angezeigt.

WICHTIG!

Es wird permanent eine Messung des Umgebungsluftdruckes durchgeführt. Dies dient


dazu, die Ausgangsspannung des zu prüfenden Transmitters richtig bewerten zu können.
Tritt bei dieser Messung ein Fehler auf, ist eine weitere Prüfung nicht möglich. Der Fehler
ist dann zu beheben.

Der Druckwert wird zusätzlich in das Log- File (s.u.) eingefügt zu jeder Messung
hinzugefügt. Zusätzlich dazu wird er in der Einheit kPa(a) in der Statuszeile mindestens 1
mal pro Sekunde aktualisiert.

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5 Prüfung eines DUTs

Nachdem das DUT eingelegt und erkannt wurde, werden folgende Prüfschritte nacheinander
abgearbeitet:

1. Messung der Stromaufnahme


Sollstromaufnahme: 5...9 mA für einen PASS- Durchlauf (einstellbar im
Administratormodus- Settings)
2. Auslesen des Kalibrierkennzeichens (9 = KZ gesetzt, KZ <> 9 DUT nicht vollständig
kalibriert oder Nachmessung fehlerhaft), der Kalibrierwoche und der Seriennummer
3. Messung der Ausgangsspannung im unbelasteten Zustand (Offsetspannung und
maximaler Fehler einstellbar im Administratormodus- Settings)
4. Locking des ASICs
5. Messung der Ausgangsspannung im unbelasteten Zustand, da eine Schreiboperation auf
den ASIC zuvor stattfand (Offsetspannung und maximaler Fehler einstellbar im
Administratormodus- Settings)

Bitte beachten Sie: Die sichere Erkennung, ob ein DUT in die Vorrichtung
eingelegt wurde oder nicht, beansprucht mindestens eine Zeit von 750 ms. Diese
Zeit ist abzuwarten, ehe das Programm mit der Prüfung des DUTs beginnt.

Liegt nur ein Prüfpunkt außerhalb der Spezifikation, ist das DUT als FAIL- Teil eingestuft. Bei
der Feststellung eines FAIL- Prüfschrittes werden die nachfolgenden Prüfschritte nicht mehr
durchgeführt. In diesem Fall wird die rote Lampe eingeschaltet. Es erscheint weiterhin in der
Statuszeile des Programms der Hinweis an den Benutzer, das defekte Teil in die NIO- Box zu
werfen.

Werden alle Prüfschritte nacheinander jeweils als PASS eingestuft, ist das DUT PASS. In
diesem Fall wird die grüne Lampe eingeschaltet. Es erscheint weiterhin in der Statuszeile des
Programms der Hinweis an den Benutzer, dass das Teil einwandfrei ist.

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Abbildung 5: PASS geprüftes DUT (geprüft bei 96,16 kPa abs)

Abbildung 6: FAIL geprüftes DUT (geprüft bei 96,16,1 kPa abs); Fehlerursache: locking fehlgeschlagen

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6 Programmzustände

Das Programm kennt insgesamt 4 Zustände:

Zustand 1 – „Idle“

Hier wartet das Programm auf einen zu prüfenden Transmitter. Sobald ein Transmitter via
Kontaktschluß an der Prüfnadel erkannt wird, wechselt es in den Zustand „TEST..“.

Zustand 2 – „TEST..“

Wurde ein DUT erkannt, erfolgt die Prüfung nach Prüfplan. Wird während der Prüfung das
Teil entnommen, erfolgt im aktuellen Schritt eine FAIL- Einstufung. Damit ist das Teil
endgültig als FAIL gekennzeichnet und muss in die NIO- Box befördert werden.

Zustand 3 – „PASS“

Beim positiven Durchlauf aller Prüfschritte wird das DUT als PASS eingestuft und muss nun
entnommen und in den Beschrifter gelegt werden.

Zustand 4 – „FAIL“

Beim negativen Durchlauf eines Prüfschrittes wird das DUT als FAIL eingestuft und muss nun
in die NIO- Box befördert werden.

7 Testablauf

Nachdem Das Teil im Zustand 1 in die Vorrichtung gelegt wurde, beginnt der EOL- Test
umgehend. In diesem Zustand ist der Beschrifter gesperrt. Wird währenddessen ein Teil in
den NIO- Schacht befördert, erfasst das Programm dies zwar, löst aber keine Meldung aus.

PASS- Testdurchlauf

Wurde die Prüfung PASS beendet, geht die grüne Lampe an. Der Beschrifter wird erst dann
freigegeben, wenn das DUT aus der Vorrichtung entnommen wurde. Erst nach der
Beschriftung geht die grüne Lampe aus und der EOL- Prüfplatz ist bereit, ein neues Teil zu
prüfen.

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FAIL- Testdurchlauf

Wurde die Prüfung FAIL beendet, geht die rote Lampe an. Die Erfassung eines durch die
Lichtschranke des NIO-Schachts gefallenen Transmitter erfolgt erst dann, wenn das DUT aus
der Vorrichtung entnommen wurde. Erst nachdem das NIO- Box- Signal erfasst wurde, geht
die rote Lampe aus und der EOL- Prüfplatz ist bereit, ein neues Teil zu prüfen.

Für den PASS, wie für den FAIL- Testdurchlauf gilt:


Wird zwischendurch ein Teil in die Prüfvorrichtung eingelegt,
erfolgt KEINE Prüfung.

Testdurchlauf- Abbruch

Während der Prüfung eines DUTs erfolgt gleichzeitig die Erkennung, ob es in der Vorrichtung
liegt. Sollte es in der Prüfphase ausgespannt werden, kehrt das Programm in den IDLE-
Modus zurück und erwartet ein neues DUT zum prüfen. Das ausgespannte DUT kann erneut
geprüft werden, da noch kein Ergebnis generiert wurde. Der Ausspannvorgang wird im LOG-
File mit dem Text „Teil Während der Messung entnommen“ gekennzeichnet. Weitere Daten
(Stromaufnahme, Kalibrierkennzeichen, Kalibrierwoche, Seriennummer, ...) werden dazu
nicht aufgezeichnet. Handelt es sich bei dem „Ausspannvorgang“ lediglich um einen
Kontaktprellvorgang, beginnt das Programm wieder mit dem ersten Prüfschritt
(Strommessung).

8 Kurzschluss- Erkennung

Die Software führt permanent eine Kurzschluss- Erkennung durch. Da in einem solchen Fall
die Spannungsversorgung aufgrund des an der Stromversorgung programmierten geringen
Stroms (50 mA) vollständig zusammenbricht, ist keine weitere Teilerkennung möglich. Das
Programm geht ausschließlich von einem Kurzschluss im zu prüfenden Transmitter aus und
kennzeichnet es als FAIL. In diesem Fall muss der Transmitter im NIO- Schacht entsorgt
werden.

Achtung! Das Programm kann im Kurzschlußfall nicht erkennen, ob ein


Transmitter eingelegt wurde oder nicht. Es geht von einem fehlerhaften
Transmitter aus und verlangt anschließend ein Signal der NIO- Lichtschranke.
Liegt der Kurzschluss im Prüfsystem vor (Prüfnadeln verbogen), muss trotz
alledem ein NIO- Signal von der NIO- Lichtschranke an das Programm gesendet
werden, um mit der Messung weiterer Teile fortzufahren.

Tritt der Kurzschluss außerhalb der Prüfung eines Transmitters auf (Prüfnadeln erzeugen
einen Kurzschluss), erfolgt die Anzeige, dass das ein FAIL- Teil erkannt wurde. Es ist die
Ursache für den Kurzschluss zu suchen (Kabel, Prüfadapter, Stromversorgung). Wurde der
Fehler behoben, kann erst das Auslösen der NIO- Lichtschranke den FAIL- Zustand
zurücksetzen.

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Kurzschlüsse von GND zu Vout und Vcc zu Vout / COM- Fehler

Die Software ist in der Lage, Kurzschlüsse von GND zu Vout und Vcc zu Vout zu erkennen. In
einem solchen Fall bleibt die Stromaufnahme in der Regel im zulässigen Bereich von 5 bis 9
mA. Ein solcher Fehler wird dann während des Auslesens der Identifikation des Transmitters
festgestellt. Derartige Kurzschlüsse führen zu einer FAIL- Bewertung des zu prüfenden
Transmitter und zum Vermerk in der Log- Datei. Es ist zu beachten, dass der Kurzschluss von
Vcc zu Vout von einer Unterbrechung der Kommunikationsleitung nicht zu unterscheiden ist.
Daher lautet hier der Fehlerhinweis „<FAIL> Kurzschluss (Short Vcc - Vout)/COM- Fehler“.

9 Datenaufzeichnung der Einzelprüfungen

Für jede Kalenderwoche des Jahres wird eine separate Datei angelegt. Aus diesem Grunde ist
es sehr wichtig, dass das Datum des PCs ständig auf dem aktuellen Stand gehalten bzw.
kontrolliert wird.
Die Datei wird im einem vom Administrator (Settings) vorgegebenen Verzeichnis angelegt. Es
ist äußerst wichtig, die Vorgaben aus den Settings zur späteren Nachverfolgbarkeit zu
registrieren, da diese Angaben nicht im Log- File mit gespeichert werden.

Der Dateiname hat folgendes Format:

WWYYYY_MSTEOL.log
Beispiel: 212008_MSTEOL.log (Log- Datei der 21. Kalenderwoche des Jahres 2008)

Das Dateiformat ist textorientiert und kann mit jedem WINDOWS- Editor geöffnet werden. Es
ist so angelegt, dass es vorzugsweise mit Microsoft Excel (ab V 4.0) geöffnet werden kann.
Jede einzelne Prüfung wird chronologisch in einer neuen Zeile abgelegt. Jede Prüfung
innerhalb eines Test wird mit einem Doppelkreuz '#' von der nächsten Prüfung getrennt.
Die Datei enthält stets als erste Zeile eine Kopfzeile in folgendem Format:

Date#TimeStamp#Result[0/1]#Imeas[A]#K-Week#SN#K-KZ[0/9]#Vout1#Lock[0/1]#Vout2#p[kPa(a)]

Erklärung der Kopfzeilenspalten

 Date
Datum-Zeitstempel der Prüfung

 TimeStamp
Uhrzeit-Zeitstempel der Prüfung

 Result [0/1]
Ergebnis der Prüfung: 0 = FAIL, 1 = PASS

 Imeas[A]
gemessene Stromaufnahme des Transmitters

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 K-Week
Kalibrierwoche (Kalenderwoche), in der das DUT kalibriert wurde im Format WW/YYYY

 SN
Seriennummer des Transmitters

 K-KZ[0/9]
ausgelesenes Kalibrierkennzeichen;
9 = Kalibrierung OK;
0, 1..8 = Kalibrierung NICHT OK

 Vout1
Vout – Messergebnis vor dem LOCK des ASICs

 Lock[0/1]
Ergebnis des locking des ASICs;
0 = ASIC wurde nicht gelockt (= FAIL)
1 = ASIC wurde erfolgreich gelockt (= PASS)

 Vout2
Vout – Messergebnis nach dem LOCK des ASICs

 p[kPa(a)]
Während der Messung herrschender Luftdruck. Dieser Druck ist bei der Berechnung des
Ausgangssignals berücksichtigt worden.

Der Druckwert wird bei automatischer Druckmessung des Umgebungsluftdruckes


zusätzlich in das log- File (s.u.) eingefügt. Das Einfügen erfolgt nur dann, wenn die
Prüfung, unabhängig vom Ergebnis, bis zum Ende durchgeführt worden ist. Bei nur
teilweise ausgeführten Prüfungen (z.B. Abbruch wg. zu hher Stromaufnahme), wird der
Druck nicht mit aufgezeichnet.

Als Beispiel werden hier noch drei Zeilen jeweils einer erfolgreichen (PASS) und zweier
erfolgloser (FAIL) Prüfung gezeigt:

Datensatz einer PASS- Prüfung

19.05.2008#17:15:38#
1#0,0068#00/6370#021805130#2#0,2249#1#0,2249#96,19

Datensatz einer FAIL- Prüfung

{ Teil hat einen Kurzschluss }


19.05.2008#17:17:40# 0#0,0490######

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{ Kalibrierung nicht erfolgreich beendet }


20.05.2008#17:07:27# 0#0,0068#00/6370#021805130#0###

Datensatz einer unterbrochenen- Prüfung durch DUT- Entnahme

{ Teil wurde entnommen / Kontaktprellen in der DUT- Aufnahme }


18.06.2008#14:28:43#Teil während der Messung entnommen########

10 Settings (ausschließlich im Administrator- Modus verfügbar)

Bei Eingabe des richtigen Passworts, kann der Benutzer prüfungsrelevante Parameter
verstellen. Dieser Modus ist nur dem Administrator vorbehalten.
Nach dem Start des Programms vergehen ca. 2 Sekunden, ehe die Taste „Settings“ verfügbar
ist. Der Settingsdialog ist AUSSCHLIESSLICH im Idle- Modus des Programms zugänglich. Eine
Prüfung kann während der Veränderung von Parametern NICHT durchgeführt werden.
Die Schnittstellen (COM1...COM10) der Geräte können nicht geändert werden. Sie sind im
Programm fest eingestellt.

SEHR WICHTIG!
Bitte notieren Sie etwaige Änderungen in den Einstellungen umgehend, da diese Angaben
sofort auf die nachfolgenden Prüfungen wirken. Eine Prüfung kann dann nur nach den
Kriterien testen, die in den Settings gemacht worden sind. Eine Verschärfung von
Prüfkriterien kann dazu führen, dass sich die Ausfallquote erhöht.
Die Angaben für den WAIKIKI- Transmittertyp sind unbedingt mit denen des
Kalibrierprogramms abzugleichen. Wichtige prüfungsrelevante Angaben werden in der
Statuszeile angezeigt.

Abbildung 7 Beeinflussbare Parameter in den Settings

Verzeichnis für die Log- Datei wwyyyy_MSTEOL.LOG

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Das Verzeichnis für das Log- File kann mit Hilfe der Taste „Festlegen“ ausgewählt werden. Es
ist nur möglich, bereits bestehende Verzeichnisse zu auszuwählen.

Imin und Imax (zulässig) einstellen

Mit Hilfe der Pfeiltasten an den beiden Eingabefeldern kann der zulässige Stromverbrauch
des zu prüfenden Transmitters festgelegt werden. Die Angaben gelten für das PASS-
Kriterium der Strommessung des Transmitters.
Achtung! Das Feld Imax wird automatisch mitgeführt sobald dessen Wert kleiner als Imin sein
sollte.

Vorgabe Imin: 0,005 A


Wertebereich Imin: 0,001 A ... 0,025 A

Vorgabe Imax: 0,010 A


Wertebereich Imax: aktuell eingegebener Imin – Wert ... 0,030 A

Offset @100 kPa (abs) [V]

Hier muss die Offsetspannung des Transmitters bei nominalen 100 kPa (absolut) (= 1000
mbar) Luftdruck eingegeben werden. Die Offsetspannung ist elementar wichtig für die
Bewertung der gemessenen Ausgangsspannung. In der Prüfung wird dieser Wert benötigt,
um mit Hilfe des gemessenen Drucks die tatsächliche Offsetspannung zu berechnen.

Vorgabe: 0,25 V (bei 100 kPa [abs])


Wertebereich: 0,1 ... 1,0 V

Vout@pmax [V]

Zur Berechnung der Ausgangsspannung aufgrund des tatsächlich anliegenden Drucks, ist die
Ausgangsspannung bei Maximaldruck 3400 kPa einzugeben.

Vorgabe: 4,75 V (bei 3400 kPa [abs])


Wertebereich: 4,00 ... 4,99 V

Max. Fehler [% of Vss]

Zur Bewertung des Ausgangssignals des Transmitters ist die Eingabe des maximal zulässigen
Fehlers für das PASS- Kriterium notwendig. Der eingegebene Wert wird als symmetrische
Toleranz auf die ermittelte Offsetspannung (und normiert auf den gemessenen
Umgebungsluftdruck) angewendet.

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Vorgabe: 2 % of Vss (entspricht +/- 100 mV)


Wertebereich: 0,1 ... 3,5 % of Vss (5 V)

11 Fehlerreaktion

Das Programm kommuniziert ständig mit der Stromversorgung, sowie mit dem IO- Modul
und dem Druckmessgerät. Mit dem Messgerät und dem Produktionskit wird nur während der
Prüfung kommuniziert. Sollten bei diesen Geräten Fehler auftreten, so wird dies in der
Statuszeile mit einem rot hinterlegten Text angezeigt. Wenn die Fehlerursache eindeutig ist
(z.B. nicht eingeschaltetes Gerät), so erfolgt nach 10 Sekunden eine Wiederholung der
Kommunikation. Bei Erfolg verschwindet die rot hinterlegte Ausschrift. Bitte warten Sie daher
diese Zeit, um mit der Prüfung weiter zu machen. Gerätefehler, die innerhalb einer Prüfung
auftreten führen dazu, dass das DUT als FAIL eingestuft wird. Sollten Sie dennoch sicher
sein, dass das eingelegte DUT PASS sein muss, wird folgender Ablauf präferiert:

1. Fehlerbehebung am betreffenden Gerät.


2. Entnahme des eingelegten DUTs
3. EOL- Prüfstandsoftware beenden und neu starten (da im FAIL- Zustand erwartet wird,
dass das DUT in den NIO- Schacht geworfen wird)
4. DUT erneut prüfen

Bitte beachten Sie: Die Fehlererkennung kann aufgrund von lang eingestellten Timeoutzeiten
und Sendungswiederholungen im Fehlerfall bis zu 10 Sekunden in Anspruch nehmen. In
dieser Zeit reagiert das Programm nicht auf Eingaben. Sollte der Fehler noch während des
Programmlaufs behoben werden (z.B. Stromversorgung war aus und wird wieder
zugeschaltet), so versucht das Programm im Fall positiver Geräteantworten, normale
Programmzustände wieder herzustellen. Dieses Vorgehen gilt nur für permanent abgefragte
Geräte (Stromversorgung und Barometer). Für Geräte, die nur während der Messung
notwendig sind (Messgerät und MLX- Produktionskit) kann eine Fehlererkennung erst im Fall
einer Prüfung erfolgen und angezeigt werden.

Ausfall des Messgerätes während der Prüfung

Wird während der Messung ein Fehler am Messgerät erkannt, erscheint folgende Meldung:

Sie deutet auf ein Kommunikationsproblem oder eine falsche Stellung des FRONT/REAR-

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Schalters hin. Dieser muss in der EOL-Platz Konfiguration stets auf REAR stehen. Das
Kommunikationsproblem kann auch durch ein ausschalten des Gerätes hervorgerufen
werden.

Entfernen Sie das DUT nun und bestätigen Sie die Fehlermeldung mit der OK-
Taste. Beheben Sie den Fehler (Messgerät einschalten, Kommunikationskabel
prüfen, FRONT/REAR- Schalter auf REAR stellen) und starten die Prüfung neu,
indem Sie das DUT wieder einlegen.

Ausfall des MST Produktionskit SI920 während der Prüfung

Wird während der Prüfung ein Fehler am MST Produktionskit SI920 (Kommunikationseinheit)
erkannt, erscheint folgende Meldung:

Sie deutet auf ein Kommunikationsproblem hin. Dies Problem kann auch durch ein
ausschalten des Gerätes hervorgerufen werden.

Entfernen Sie das DUT nun und bestätigen Sie die Fehlermeldung mit der OK-
Taste. Beheben Sie den Fehler (Gerät einschalten, Kommunikationskabel prüfen)
und starten die Prüfung neu, indem Sie das DUT wieder einlegen.

Ausspannen eines DUTs während der Prüfung / Kontaktprellen

Ein DUT kann während der Prüfung ausgespannt werden. In einem solchen Fall nimmt das
Programm keine Bewertung (PASS / FAIL) vor, sondern wechselt wieder in den
Bereitschaftsmodus (IDLE). Es erfolgt ebenfalls weder eine Freigabe des Laser- Beschrifters,
noch eine Abfrage des NIO- Schachts.

Achtung! Das Prellen des Kontaktes zur Erkennung eines DUTs ist ein Sonderfall
des Ausspannens. Wird dieser Fall erkannt, erfolgt die Wiederholung der
gesamten Prüfung am Punkt „Strommessung“. Bitte beachten Sie diesen Punkt,
wenn die Prüfung, nach außen ohne ersichtlichen Grund, noch einmal beginnt.

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12 Schließen des Programms

Mit der Taste

kann das Programm des EOL- Prüfplatzes beendet werden. Das Schließen des Programms
kann aufgrund der umfangreichen Kommunikation mit den externen Geräten und das damit
verbundene rückstellen auf Anfangsbedingungen (Signallampe aus, Stromversorgung
abschalten) wenige Sekunden in Anspruch nehmen. Diese Zeit verlängert sich dann, wenn
im Fehlerfall (Kommunikationsfehler) das Programm beendet werden soll.

13 Schlussbemerkung

Die Software EOLtest ist explizit eine Einzelplatzversion. Die Nutzung auf einem zweiten
System ist untersagt.

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