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Gemeinsame Merkmale peripherer arabischer Dialekte

– am Beispiel von Hasköy (Anatolien) und Usbekistan


Shabo Talay, Erlangen

I Einleitung
Im Zuge der Ausbreitung der islamischen Lehre gelangte vom ersten Jahr-
hundert nach der Hiǧra an auch die arabische Sprache – und hier ist die
gesprochene und nicht die Schriftsprache gemeint – abgesehen von Schwar-
zafrika, im Westen bis nach Andalusien und Malta und im Norden und
Nord-Osten bis nach Anatolien und Zentralasien. Mit dem Aufkommen der
persischen, türkischen und mongolischen Völker, die die politische Macht in
den nördlichen und östlichen Gebieten der damaligen islamischen Welt an
sich rissen, und damit den Rückgang des politischen Einflusses der Araber
im Osten einleiteten, zog sich allmählich auch die arabische Sprache auf ihr
heutiges Gebiet zurück. Bei diesem Rückgang blieben hier und da, ähnlich
kleiner Pfützen nach dem Rückgang einer Flut, Reste des Arabischen zurück,
die wir heute in Form von Sprachinseln in nichtarabischsprachiger Umge-
bung vorfinden. Zu diesen Sprachinseln gehören im Nahen und Mittleren
Osten die arabische Sprache in Usbekistan und die in Hasköy in Ostanato-
lien. Von diesen beiden arabischen Sprachinseln handeln die folgenden
Ausführungen.

II Usbekistan-Arabisch
Mit seinem Artikel „Die Sprache der arabischen Sprachinsel in Uzbekistan“
in Der Islam 36 (232-63) im Jahre 1961 hat Wolfdietrich Fischer den Arabis-
ten im Westen als erster den Zugang zu den arabischen Dialekten Zentral-
asiens ermöglicht. Dieser Artikel stellt die beste grammatikalische Skizze des
Usbekistan-Arabischen dar und dient für uns bis zum heutigen Tag als
wichtigste Grundlage zur Beschäftigung mit diesen peripheren arabischen
Dialekten.
Die arabische Sprachinsel in Usbekistan war der sowjetischen Arabistik
schon seit den 1930er Jahren bekannt. Unbeachtet von der westlichen
Arabistik veröffentlichten sowjetische Wissenschaftler, die bedeutendsten
unter ihnen Tsereteli und Vinnikov1, zahlreiche Arbeiten zu diesen Dialek-

1 Siehe dazu G. Tsereteli 1930 bis 1970 und I. N. Vinnikov 1956 bis 1969.
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ten. Erst Fischers oben erwähnte grammatikalische Zusammenstellung der


Ergebnisse der sowjetischen Forscher ebnete westlichen Arabisten den Weg
zur weiteren Beschäftigung mit dem Usbekistan-Arabischen. Seitdem haben
einige von ihnen in ihren Arbeiten diese Dialekte mitberücksichtigt2. Am
meisten hat sich Otto Jastrow, mit mehreren Beiträgen, zu diesen Dialekten
hervorgetan3. Er hat zugleich eine Verbindung dieser Dialekte mit denen des
mesopotamischen Raumes festgestellt4.
Das Usbekistan-Arabische, das zwei Sprachinseln in den Regionen Buk-
hara5 und Qašqa-Darya6 umfasst, wird in der Arabistik zusammen mit den
im Balkh-Gebiet in Afghanistan und denen in der Provinz Chorasan in Iran
gesprochenen arabischen Dialekten als zentralasiatisches Arabisch bezeich-
net. Alle diese drei Dialektgebiete weisen jeweils insgesamt nur wenige
Tausend Sprecher auf, die ein von der arabischen Welt isoliertes Dasein
führen.
Das Material zur Beschäftigung mit dem zentralasiatischen Arabisch
stammt aus unterschiedlichen Quellen. Die Primärquellen zum Usbekistan-
Arabischen sind die Abhandlungen der sowjetischen Wissenschaftler aus der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aus neuerer Zeit können den Beiträgen
von Guram Chikovani aus Tiflis/Georgien7 einige Informationen entnommen
werden. Hinzu kommen die Sekundärquellen, insbesondere die Beiträge von
Fischer und Jastrow.
Die Informationen über die Araber in Afghanistan stammen alle aus der
Zeit zwischen 1965-19758. Wie die Lage heute aussieht, ist nicht bekannt.
Zu Chorasan liegen neuere Informationen aus dem Jahre 20029 vor, die eine
engere Verbindung dieser Dialekte mit den mesopotamischen gilit-Dialekten
des Shawi-Typs nahelegen. Dies kann damit begründet werden, dass die
Araber in Chorasan, lange nachdem der Kontakt der usbekischen Araber zu
denen der arabischen Welt bereits abgebrochen war, noch eine Beziehung
zu den Arabern Mesopotamiens pflegten.
Die Frage, wie und wann die Araber nach Zentralasien gelangt sind, kann
den historischen Quellen entnommen werden. Einen umfassenden Überblick
bietet Berthold Spulers: Iran in frühislamischer Zeit (Wiesbaden 1952). Den
Historikern zufolge kamen die ersten arabischen Siedler im Zuge der ara-
bisch-islamischen Eroberungen im 7. und 8. Jahrhundert zunächst nach
Chorasan. Von dort aus wurden die weiteren Gebiete in Transoxanien (mā

2 Versteegh 1997, S. 215-217; Owens 2006, S.136-183.


3 Jastrow 1995, 1997, 1998 und 2000.
4 Jastrow 1998.
5 Dieses Gebiet umfasst die Dörfer: Ǧōgarī, Čardarī, Šahan-Bag und ʿArabxāna.
6 Dazu gehören die Dörfer Qamašī und Ǧeinau.
7 Chicovani 1999, 2000, 2002, 2005.
8 Sīrat 1973, Ingham 2005.
9 Seeger 2002.
Merkmale peripherer arabischer Dialekte 259

warāʾa n-nahr) erobert. Bei den Arabern, die in den ersten Jahrhunderten
nach der Hiǧra in diese Region kamen, handelte es sich mehrheitlich um
muslimische Kämpfer im Dienste der Omajjaden, die von Basra und Kufa
aus zu Tausenden zusammen mit ihren Familien mit dem Ziel der Grenzsi-
cherung in Chorasan angesiedelt wurden. Auch wenn die meisten dieser
Kämpfer später in ihre Heimat zurückgekehrt sind, haben sich doch auch
viele in Zentralasien niedergelassen und an die einheimische Bevölkerung
assimiliert. Spätestens seit dem 14. Jh., also der Zeit von Timurlenk, ist der
Kontakt zwischen Zentralasien und dem arabischen Raum endgültig abge-
brochen. Die meisten Araber sind in den Gesellschaften Zentralasiens aufge-
gangen, nur wenige konnten sowohl ihre semi-beduinische Lebensweise als
auch ihre arabische Sprache bis in unsere Zeit retten.

III Hasköy-Arabisch
Auf der anderen Seite sind die Araber schon zu Beginn der islamischen
Expansion auch in den mesopotamischen Norden vorgedrungen, wo einige
von ihnen im abgelegenen Gebirge Ostanatoliens bis in das 20. Jahrhundert
hinein eine nomadische Lebensweise verfolgten. Sesshaft scheinen sie erst
nach dem Ersten Weltkrieg geworden zu sein. Ähnlich wie in Zentralasien
können auch bei den anatolischen Arabern mindestens zwei Gruppen unter-
schieden werden10. Die eine bilden die Araber, die am Rande der arabischen
Welt, aber nie von ihr abgeschnitten lebten, wie die Araber von Mardin und
Umgebung. Hingegen hatten die Araber der nördlichen Gebiete um Kozluk,
Sason und Hasköy sehr wahrscheinlich schon seit Jahrhunderten keinen
Kontakt mehr zu der arabischen Welt. Bei diesen handelt es sich um in sich
geschlossene Gruppen, die jeweils nur untereinander Kontakt pflegten und
zum Teil heute noch pflegen. Sie führten in den Hochtälern Ostanatoliens
ein vollkommen autarkes nomadisches Leben. Sesshaft wurden sie insbeson-
dere in ehemals armenischen Ortschaften in der Region zwischen Sason,
Kozluk und Hasköy. Über die von diesen Arabern gesprochenen Dialekte
informieren uns ab den 1970er Jahren zahlreiche Arbeiten von Otto Jast-
row11; erst ab 2000 haben zum ersten Mal auch andere Wissenschaftler, Bo
Isaksson zu Sason12 und Ablahad Lahdo zu Tǝllo13, beide aus Schweden, und
Shabo Talay zu Hasköy14, zur besseren Erschließung dieser Dialekte beiget-

10 Mit dieser Thematik befasst sich Jastrow 2007 genauer.


11 Siehe Jastrow 1978.
12 Isaksson 2003.
13 Lahdo 2003, und aus dem gleichen Jahr eine Dissertation (Universität Uppsala) mit
dem Titel: The Arabic Dialect of Tǝllo in the Region of Siirt (South-Eastern Turkey).
14 Talay 2001,2002, 2003, 2007.
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ragen. Allerdings harren immer noch zahlreiche Dialekte in der Gebirgsregi-


on Ostanatoliens der wissenschaftlichen Entdeckung15!

IV Besonderheiten, die beide Dialekte teilen16


Da beide Dialektregionen in gleicher Form seit Jahrhunderten von der
arabischen Welt abgeschnitten sind, haben sie unabhängig voneinander
Altertümliches bewahrt, und selbständig, aber auch unter dem Einfluss der
benachbarten Kontaktsprachen, Innovationen hervorgebracht, die den
Charakter dieser Dialekte begründen. Einige dieser Charakteristika werden
im Folgenden vorgestellt. Insbesondere werden die Merkmale, die in ähnli-
cher Weise in beiden Dialektregionen belegt sind, im Vordergrund stehen:
1. Verlust der Emphase
In den meisten peripheren arabischen Dialekten wurden die klassischen
emphatischen Phoneme ṣād, ṭāʾ, ḍāḍ, und ẓāʾ deemphatisiert. Dies gilt für
Malta genauso wie für die beiden hier behandelten Dialekt-Gebiete. Schon
Fischer nennt die Aufgabe der Emphase in Usbekistan, jedoch erlaubt die
Transkription im Quellenmaterial, in dem häufig eine etymologische und
keine phonemisch-phonetische Schreibweise vorliegt, keine klare Aussage.
Als Beleg für den Verlust der Emphase können aber folgende Beispiele
dienen:
Usbekistan
ẓ>z orz < *arḏ̣ ihr Land
ẓ>z abyaz < *abyaḏ̣ weiß
ṣ>s sabī < *ṣabī Junge
ṣ>s saddaq < *ṣaddaq er glaubte
ṭ>t ninti < *ninṭi wir geben
Die Aufgabe der Emphase liegt auch im Arabischen von Chorasan vor,
was von Seeger (2002, S. 633) als auffälligstes Merkmal bezeichnet wird.
Dort sind die Verhältnisse diesbezüglich allerdings klarer, da die von Seeger
vorgelegte Transkription eindeutig ist:
Chorasan
ṣ>s>ṯ muxtaṯar (< *qṣr) wenig
ṭ>t nitlaʿhinne (<*ṭlʿ) wir führen sie hinaus

15 Mit Unterstützung von Kollegen der Universität Diyarbakir und des Vorsitzenden des
Moḥallami-Vereins in Midyat habe ich im Sommer 2008 einen weiteren arabischen
Dialekt nordöstlich von Diyarbakir entdeckt. Das vor Ort gesammelte Material soll
bald ausgewertet und veröffentlicht werden.
16 Wenn nicht anders angezeigt, sind alle zum Usbekistan-Arabischen zitierten Formen
aus Fischer 1961, Belege zum Afghanistan-Arabischen sind aus Ingham 2003, zu Cho-
rasan aus Seeger 2002 und zu Hasköy aus Talay 2001, 2002 entnommen.
Merkmale peripherer arabischer Dialekte 261

In Hasköy kommen an einigen Positionen die emphatischen Laute vor,


allerdings haben sie auch hier ihren Phonemstatus verloren, wie folgende
Beispiele zeigen:
Hasköy
ṭ>t ata < *ʿaṭā er gab
ḏ̣ > z zarab < *ẓarab er schlug
ṣ>s sbaḥ < *ṣbaḥ es wurde Morgen

2. Die interdentalen Spiranten ṯ, ḏ, ḏ̣


Die interdentalen Spiranten weisen in allen peripheren Dialekten eine
instabile Position auf, genauso ist es in Hasköy und auch in Zentralasien. In
beiden Dialekten sind die Interdentale in den meisten Fällen zu Sibilanten
verschoben, allerdings kommen auch Beispiele mit dentalen Verschlusslau-
ten vor. Fischer führte die unterschiedliche Realisierung der Interdentale auf
verschiedene Dialektschichten zurück. Danach gehen die Sibilanten direkt
auf Interdentale zurück. Daraus folgert Fischer, dass Dialekte, die für die
Interdentale heute Sibilanten aufweisen, ursprünglich beduinische Dialekte
vertreten und die, die heute dentale Verschlusslaute haben, ursprünglich
städtische Dialekte vertreten. Die Verschiebung der Interdentale zu Sibilan-
ten ist allerdings im anatolischen Arabisch in vielen Dialekten belegt, die
sonst keine weiteren typisch beduinischen Merkmale aufweisen. Dies zeigt
nur, dass die Interdentale nach Anatolien gelangt sind und sich erst dort in
beide Richtungen, wie in Diyarbakir zu dentalen Verschlusslauten und in
Hasköy zu Sibilanten weiterentwickelt haben. In Mardin und Umgebung
sind die Interdentale aber bis heute erhalten.
3. Die arabischen Phoneme /ʿ/, /ḥ/, /h/ und /ʾ/
Die Erscheinung, dass stimmhafte Phoneme im Auslaut entsonorisiert wer-
den, gilt genauso für Hasköy, wie für Usbekistan17. Dagegen werden in
intervokalischer Position stimmlose Phoneme stimmhaft.
In diesem Zusammenhang ist ein Blick auf die Realisierung der alten Pha-
ryngale ʿ/ḥ und Laryngale h/ʾ interessant. Denn in diesen Dialekten ist die
phonemische Opposition der Pharyngale /ʿ/, /ḥ/ und Glottale /ʾ/ und /h/,
wie in anderen Randdialekten, stark abgeschwächt:

17 Bei der Artikulation des alten uvularen /q/ weisen die Dialekte ähnliche Verhältnisse
auf: q > ġ, x: taġdīr „Schicksal“, maxṣad „Ziel“, waxt „Zeit“ (Fischer 1961, S. 237, Fn.
3). Interessant ist die Verschiebung von *ġ > q in Usbekistan (im Dialekt von Ǧeinau)
wie in den Šāwi-Dialekten Mesopotamiens (wie z.B. bei den Ṭayy): qēm (< *ġāym)
„Wolke“, qēz (< *ġayḏ̣) „Zorn“ (Fischer 1961, S. 238).
262 Shabo Talay

Usbekistan18 Hasköy
ʾ>ʿ ʿizn „Ohr“ ʿarz „Land“
ʾ>ʿ qurʿān „Koran“ qurʿān „Koran“
ḥ>h halīb „Milch“ hanta „Weizen“
ḥ>ʿ --- sǝʿǝktu (ḏ̣ḥk) „ich lachte“
h>ʿ --- šaʿr „Monat“
ʿ > h/ Ø rabī „Frühjahr“ rabīh ~ rab „Frühjahr“
ʿ > ʾ/Ø --- ata ~ īti (ʿṭy) „geben“

4. Determination – Indetermination
Ein hervorstechendes Merkmal der in Frage kommenden Dialekte ist der
Verlust des determinativen Artikels al-, der in Hasköy nur sporadisch und in
Usbekistan nur in feststehenden Begriffen wie balbēt „Haustür“ aus bāb al-
bayt nachweisbar ist. In diesen Dialekten wird statt der Determination die
Indetermination markiert. Dies erfolgt in Usbekistan durch die Heranzie-
hung eines unbestimmten Artikels, fad (<*fard)19, der dem Substantiv
vorangestellt wird, und/oder durch die weitverbreitete Nunation – haupt-
sächlich bei Substantiven mit attributivem Adjektiv, siehe Fischer S. 245:
ʿaṭṭōrin ǧadīd „ein neuer Kaufmann“, šiyātin ġāli ġāli „sehr teure Sachen“, fat
ḥaǧartin kabīra „ein großer Stein“- , die in Hasköy gänzlich unbekannt ist20.
In Hasköy wird die Indetermination mit Hilfe eines enklitisch angefügten
–ma ausgedrückt, raǧǝl-ma „ein Mann“, šaʿr-ma „ein Monat“. Dieses Enkliti-
kum geht wohl auf das klassisch-arabische mā zurück, das dort für die
Verstärkung der Indetermination dem Substantiv nachgestellt wird21.
Zum Vergleich die Markierung der Indetermination in Usbekistan und
Hasköy:
Usbekistan:
fat mara kōnet es gab eine Frau
amīr fat milbisūnu anṭāhder Emir gab ihm eines seiner Gewänder
aber: mara qōlet die Frau sagte

18 Beispiele aus Qašqa-Darya.


19 In Afghanistan und Chorasan hat der unbestimmte Artikel die Form faK-. fad ist als
unbestimmter Artikel ein charakteristisches Merkmal des irakischen Arabisch und
existiert außerhalb des Irak nur in Zentralasien.
20 Auch in Chorasan wird durch die Nunation und faK die Indetermination ausgedrückt:
faš-šītin intah „er gab ihm etwas“ oder nur durch die Nunation lafḏum lafḏ-in
ʿarabiyye hū „ihr Dialekt ist ein arabischer Dialekt“. Im Falle von šī kann die Nunati-
on verdoppelt werden, weil šītin wohl als Grundform verstanden wird: inta xō šītinin
mānak, vali rifīǧak hanūa faš-šītinin hū „An dir ist doch gar nichts dran, aber dein
Gefährte ist immerhin etwas“. Ähnliches ist auch in Hasköy zu beobachten, dort wird
der Marker für die Indetermination –ma im Falle von šī, ebenfalls doppelt verwendet:
šī-ma-ma mā-situ „ich habe nichts getan“.
21 Siehe Fischer 2006, §141 und §285c.
Merkmale peripherer arabischer Dialekte 263

Hasköy:
īfī maṛa-ma es gab eine Frau
maṛa-ma lē zǝlu kfī er hatte eine Frau
aber: ikinǧi maṛa lē zǝlu seine zweite Frau

5. Einige lexikalische Besonderheiten22


a) „Frau“
In Usbekistan hat mara „Frau“ vor Suffixen die Form marat-, so marati
„meine Frau“ usw. Die gleiche Form liegt auch in Hasköy23 vor: maṛatu bōš
fǝssāde kāne „seine Frau war sehr aufwieglerisch“. Im Status constructus
lautet die Form sonst mart-, so in: mart abūy „die Frau meines Vaters“, mart
lē ṛaǧǝl „die Frau des Mannes“.
b) „andere/r“
Usbekistan: rōxir (<*l-ʾāxir) anderer
Hasköy: naxre (<*l-āxira) andere (f.sg.)
Infolge von Dissimilation wechseln in Usbekistan die Phoneme n/l/r. Ähnli-
ches gilt auch für Hasköy. Mit /l/ > /r/ ist in Hasköy srāse „drei“ belegt.
c) „Kopfhaare“
Usbekistan: šaʿar rōs Kopfhaare
Hasköy: šaʿrās Kopfhaare24
d) „Wasser”
In Usbekistan liegt hier regelmäßig mit ā > ō > ū mūy vor. Hasköy hat die
Form mōy, obwohl es sonst keine Belege für ā >ō gibt. Eventuell geht die
Form in Hasköy auf einen Diminutiv mwayy wie beispielsweise in Āzǝx
zurück.
e) „Selbst“
Erweitert mit Suffixen hat rūḥ „Geist, Seele“ eine reflexive Bedeutung,
sowohl in
Usbekistan: anā b-rūḥi ich selbst
kaftara sawa ruḥu er machte sich zu einer Taube
als auch in
Hasköy: sītu ṛōḥi kwise ich stellte mich gut
bi-ṛōḥu er selbst

22 Im Lexikon weisen beide Dialekte zahlreiche altertümliche Formen auf, wie īmme „er
geht“ (aar. ʾamma „sich begeben (nach)“) in Hasköy, oder ḥasa „schlürfen, essen“ (aar.
ḥasā „in kleinen Schlücken trinken“). Für weitere Formen siehe Jastrow 1998, 180f.
23 marat- vor Suffixen gilt als ein wichtiges Merkmal der anatolischen qǝltu-Dialekte.
Sonst ist diese Form nur noch im Zentralasiatischen belegt.
24 Hasköy unterscheidet zwischen Körperhaare pǝrč und Kopfhaare šaʿrās.
264 Shabo Talay

Ähnliches ist auch aus Afghanistan bekannt, wie das folgende Beispiel
zeigt: (Ingham 2003, S. 35) mufsidīn šuġul ruḥ-um savīnu „die Verleumder
machten ihre eigene Arbeit“.
6. Selbständige Personalpronomina
Die selbständigen Personalpronomina für die 3. Person wurden durch die
Demonstrativpronomina für die Ferne ersetzt. Die alten Formen sind nur
noch sporadisch und in Resten vor allem in der Kopula anzutreffen. Bei den
Personalpronomina unterscheiden sich auch die Bukhara und QAD-Dialekte,
hier die Formen für vier Dialekte im Vergleich:
Usbekistan25 Afghanistan26 Hasköy27
Qašqa-Darya Buchara

Sg. 3. m. haw ~ zōk duk duk yū ~ āk


3. f. hay ~ zīka diki duki yā ~ ēk
Pl. 3. m. ziklōn* dukōla duklaw iyen ~ ōk
3. f. ziklāń na dukālān duklan iyen ~ ōk
*) auch ziklōnāt und zōkāt
Im Gegensatz zur Mehrheit der arabischen Dialekte, wird beim Personal-
pronomen der 1.c.sg in Usbekistan und in Hasköy die Auslautsilbe gelängt,
dagegen weist diese Form sonst entweder zwei kurze Silben auf, wie in den
syrischen Dialekten, oder die erste Silbe wird gelängt, wie im Irak und in
vielen Beduinendialekten:
Usbekistan anā
Syrien ana
Hasköy inā
Irak āni

7. Kopula
Eines der wichtigsten Merkmale der anatolischen Dialekte ist die Existenz
einer Kopula für die Bildung des Nominalsatzes. Die Formen stellen eine
verkürzte Form der Personalpronomina dar. Hier einige Beispiele mit Kopu-
laformen der 3. Person m. und f.:
Hasköy: ismi mḥamma-wa ich heiße Mḥamma
gēčǝ́mu kǝze-wa so ist sein Auskommen
bōš kwīse mī-ya sie ist nicht so gut
Darxāṣ šǝmde-ya? wie ist Hasköy

25 Daten aus Chicovani 2000, S. 190f.


26 Ingham 2003, S. 28.
27 Talay 2003, S. 121.
Merkmale peripherer arabischer Dialekte 265

Auch wenn die Kopula kein verbreitetes Phänomen im Usbekistan-


Arabischen darstellt, so kommt sie zumindest in der 3. Person vor:
Usbekistan: hat i-mu-wā wem gehört das?
ruḥak i-ṣābi-yā wo ist deine Seele?
Dagegen ist sie in Chorasan weit verbreitet. Dort wird sie im Gegensatz
zu den Formen in Hasköy und Usbekistan aus der ersten Silbe der selbstän-
digen Personalpronomina28 gebildet:
Chorasan: mašġūl hū er ist beschäftigt
mantġatne ḏēn hī unsere Gegend ist schön

8. Zahlwörter
Sowohl in Hasköy als auch in Usbekistan werden die zusammengesetzten
Zahlwörter von 11 bis 19 nach dem Vorbild des Türkischen mit Zehnern +
Einern gebildet:
Hasköy: ʿašra sitte on alti 16
ʿašra sabʿa on yedi 17

Usbekistan: ʿašir isnēn on iki 12


ʿašir salās on üç 13

9. Verbum
Die Imperfektformen für die Personen 2.f.sg., 2. und 3.m.pl weisen mit –īn
und –ūn jeweils Langendungen auf. Der wichtigste Unterschied zwischen
Usbekistan und Hasköy ist die Existenz von femininen Pluralformen in
Usbekistan, während in Hasköy, wie in allen anderen qǝltu-Dialekten, im
Plural nur Comunis-Formen vorliegen. Feminine Pluralformen sind von den
mesopotamischen Dialekten nur in der gilit-Gruppe belegt. Ein gemeinsames
Merkmal ist aber das Pronominalsuffix –ki der 2.f.sg., das in den gilit-
Dialekten -ič lautet.
Bei Antritt des Pronominalsuffixes 3.m.sg. an Verbalformen mit vokali-
schem Auslaut (2./3. pl-Formen und 2. f.sg.) erscheint das -n- der Imperfek-
tendung pl.: –ūn bzw f.: –īn auch bei Perfektformen:
Usbekistan: tintīnu du (f.) gibst ihm
ḥaffarūnu sie höhlten ihn aus
Die gleiche Situation herrscht in einigen irakischen qǝltu-Dialekten vor, so
beispielsweise im Dialekt der Christen von Bagdad. Nach dem Wegfall des

28 Die Kopulaformen für die 1. und 2. Person werden aus dem Persischen hast gebildet.
266 Shabo Talay

Suffixvokals /-ū/ im Auslaut weist in Hasköy nur noch das übriggebliebene


/-n/ auf das Suffix hin29:
īʿaddlūn sie richten ihn auf
ʿadalūn bāliya sie machen ihn zu Ballen
ṛāsi šaddidūn ich bedeckte meinen Kopf

V Fazit
Die arabische Hochsprache bildet für die arabischen Dialekte in der Regel
das wichtigste Korrektiv. Da, wie bereits oben ausgeführt, die hier behandel-
ten Dialektregionen schon lange von der arabischen Welt abgeschnitten
sind, fehlt bei ihrer Entwicklung jeglicher Einfluss aus der arabischen
Hochsprache. Trotzdem entwickelten sie, wie wir oben sehen konnten,
ähnliche Strukturen, die das Erscheinungsbild dieser Dialekte bestimmen.
Einige der Gemeinsamkeiten können als eine generelle Erscheinung in den
Randdialekten gedeutet werden. Darunter fallen der Verlust der Emphase,
die auch in Malta zu beobachten ist, die Existenz unzähliger Lehnwörter aus
den Kontaktsprachen und die Bildung grammatikalischer Strukturen in
Anlehnung an die Kontaktsprachen. Bei den in Frage kommenden Kontakt-
sprachen handelt es sich in beiden Fällen um Sprachen, die entweder den
iranischen oder den Turk-Sprachen angehören. Im Falle von Usbekistan sind
diese Tadschikisch und Persisch als iranische Sprachen, und Usbekisch und
Turkmenisch als Turk-Sprachen. Ähnlich sind die Verhältnisse in Hasköy,
wo Persisch und Kurdisch auf der einen Seite und Türkisch auf der anderen
Seite die Kontaktsprachen bilden30. Damit können zum Teil die vielen über-
einstimmenden Erscheinungen in diesen Dialekten erklärt werden. Anderer-
seits können gemeinsame innerarabisch zu erklärende Merkmale dieser
Dialekte, wie die Langimperfekte (3.m.pl. –ūn, 2.m.pl. –ūn und 2.f.sg. –īn)
auf einen gemeinsamen Ursprung zurückgeführt werden. Nach Jastrow
(1998) gehen die arabischen Dialekte Usbekistans auf eine Vorform des
Mesopotamischen zurück, von welchem sie sich vor dem sog. qǝltu-gilit-Split
getrennt haben. Mit diesen beiden sich ergänzenden Erklärungsmodellen
können die trotz einer Entfernung von mehreren Tausend Kilometern vor-
handenen Gemeinsamkeiten in beiden Dialekten erklärt werden.
Ein weiteres gemeinsames Merkmal sei schließlich erwähnt, nämlich wie
sich diese arabischen Dialekte als lebendige Alltagssprachen trotz der offen-
sichtlich seit Jahrhunderten erfolgten Abkapselung von der arabisch-
sprachigen Welt halten konnten. Dafür können vielschichtige Erklärungen

29 Analog dazu lautet das Suffix 3.m.sg. nach vokalischem Auslaut immer /-n/, wie z.B.:
abūn „sein Vater“.
30 Für Hasköy spielten ferner aus früherer Zeit auch Aramäisch und Armenisch als
Kontaktsprachen eine, wenn auch untergeordnete, Rolle.
Merkmale peripherer arabischer Dialekte 267

herangezogen werden. Eine sehr wichtige Erklärung, kann einem Satz eines
Sprechers aus Afghanistan entnommen werden, den uns Bruce Ingham
überliefert hat (Ingham 2003, S. 31):
niḥna liroxir qawmin ma ninti. min ġīr ʿarabiq qurayš liroxir ma ninti. fī
myānit rūḥna nintīn binātna. min roxir noxid.
„einem anderen Volk geben wir (unsere Töchter) nicht. Wir geben
(unsere Töchter) niemandem außer Qurayš-Arabern. Unsere Töchter
verheiraten wir unter uns, (aber) von den anderen (Völkern) nehmen
wir (Frauen).“
Hinzu kommt, dass das Arabische und die Araber als Träger der arabisch-
islamischen Kultur bei den muslimischen Völkern ihrer Umgebung über
viele Jahrhunderte ein hohes Prestige genossen und es für sie deshalb kei-
nen Grund gab, ihre Sprache aufzugeben.

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