Sie sind auf Seite 1von 35

AALLLLGGEEM

MEEIINNBBIILLDDUUNNGG kkoom
mppaakktt A L L G E M E I N B I L D U N G k o m pa k t

Die grundlegende
Allgemeinbildung für jedermann
Allgemeinbildung

Allgemeinbildung kompakt
• Das Wichtigste aus 15 Wissensgebieten kompakt
• Fundiert von der Dudenredaktion erklärt,
gleichzeitig leicht verständlich Was jeder wissen muss
• Mit zahlreichen farbigen Abbildungen,
Infografiken und Tabellen

1
Wiss 5
e
gebi ns-
ete

AllgemeinbildungKompakt_978-3-411-71685-2_RZ_2014-12-17.indd Alle Seiten 17.12.14 10:44


Allgemeinbildung
kompakt
Was jeder wissen muss
DUDEN

Allgemeinbildung
kompakt
Was jeder wissen muss

5., vollständig überarbeitete und


aktualisierte Auflage

Dudenverlag
Berlin
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen
National­bibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Es wurde größte Sorgfalt darauf verwendet, dass die in diesem Werk gemachten
Angaben korrekt sind und dem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Für dennoch
wider Erwarten im Werk auftretende Fehler übernehmen Redaktion und Verlag keine
Verantwortung und keine daraus folgende oder sonstige Haftung.

Namen und Kennzeichen, die als Marken bekannt sind und entsprechenden Schutz
genießen, sind durch das Zeichen ® geschützt. Aus dem Fehlen des Zeichens darf
in Einzelfällen nicht geschlossen werden, dass ein Name frei ist.

Das Wort Duden ist für den Verlag Bibliographisches Institut GmbH
als Marke geschützt.

Kein Teil dieses Werkes darf ohne schriftliche Einwilligung des Verlages in irgendeiner
Form (Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren), auch nicht für Zwecke der
Unterrichtsgestaltung, reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme
verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.

© Duden 2015 DCBA


Bibliographisches Institut GmbH, Mecklenburgische Straße 53, 14197 Berlin

Redaktionelle Leitung Heike Pfersdorff, Iris Glahn


Redaktion Dr. Jürgen Hess, Nadine Erdwiens, Heiko Linnemann

Herstellung Maike Häßler


Layout Horst Bachmann
Umschlaggestaltung Büroecco, Augsburg
Umschlagabbildungen Bloomua/Shutterstock
Satz futurweiss kommunikationen, Wiesbaden
Druck und Bindung CPI books GmbH, Birkstraße 10, 25917 Leck
Printed in Germany

ISBN 978-3-411-71685-2
Auch als E-Book erhältlich unter:
ISBN 978-3-411-91105-9
www.duden.de
Inhalt
Daten zur geschichte 7

Religionen 23

Philosophie 36

Mythologie 45

Kunst 52

Musik 69

Literatur 88

Sprichwörter und Redensarten 101

Der Mensch 114

Tierwelt 126

Pflanzenwelt 147

Naturwissenschaften 164

Technik 185

Internationale Organisationen 203

Die Erde 216


7 Daten zur Geschichte

Daten zur
Geschichte
vor 2,5 Mio. Jahren Der Homo habilis um 3100 v. Chr. In Babylonien ent­
stellt erste Werkzeuge aus Steinen und steht die erste Schrift.
Knochen her.
4./3. Jt. v. Chr. Der Erfindung des Ra­
vor 400 000 Jahren Der Mensch er­ des folgt die Erfindung des Fahrzeugs.
langt die Kontrolle über das Feuer.
3100 v. Chr. Durch die Vereinigung
33 000 v. Chr. Die frühesten Höhlen­ von Ober- und Unterägypten entsteht
malereien entstehen in Südfrankreich unter dem sagenhaften König Menes der
und Nordspanien. Dargestellt werden ägyptische Staat.
fast ausschließlich Tiere.
3. Jt. v. Chr. Die Hochkulturen ent­
9. Jt. v. Chr. Beginn der »neolithischen wickeln unterschiedliche Kalender zur
Revo­lution«. Pflanzliche und tierische Einteilung der Zeit und geben damit dem
Domestikationen. Mit dem Anbau von Leben eine erste Ordnung.
Getreide und der Haltung von Haus­
tieren wird der Mensch sesshaft. ab 2700 v. Chr. Beginn der Geldwirt­
schaft: Die ersten Zahlungsmittel mit
7. Jt. v. Chr. Mit der Entwicklung der festgelegten Werteinheiten sind Gerste,
Töpfer- und Webkunst beginnt sich der Kupfer und Silber.
Mensch auf der Erde häuslich einzurich­
ten. 2600 v. Chr. Die Cheopspyramide, die
größte der Pyramiden von Giseh, wird
ab 6./5. Jt. v. Chr. Die Metallver­ gebaut.
arbeitung bringt neben Gebrauchsarti­
keln auch Schmuckgegenstände hervor. 2500 v. Chr. Der Städtebau am Indus
Kupfer, später Bronze und Eisen ver­ erreicht seinen Höhepunkt. Die Metro­
ändern die Welt. pole Mohenjo-Daro entsteht.

5. Jt. v. Chr. Der Beginn der Seefahrt 2230 v. Chr. Sargon von Akkad schafft
erschließt dem Menschen neue Lebens­ in Mesopotamien den ersten Territorial­
räume. staat.

ab 5. Jt. v. Chr. Die Monumental­gräber 2. Jt. v. Chr. Die Erfindung von Sonnen-
der Megalithkulturen Europas sind Zei­ und Wasseruhren ermöglicht eine weite­
chen für einen Jenseitsglauben. re Einteilung der Zeit.
Daten zur Geschichte 8

18. Jh. v. Chr. Der Codex Hammurapi um 150 v. Chr. Die griechische Astro­
wird in eine Stele eingemeißelt. Er ist die nomie liefert bahnbrechende Erkennt­
älteste und größte überlieferte Samm­lung nisse über die Himmelskörper und
von Gesetzestexten des alten Orients. berechnet erstmals Sonnen- und Mond­
finsternisse.
776 v. Chr. Die Olympischen Spiele wer­
den erstmals in einer schriftlichen Quel­ 44 v. Chr. Der römische Diktator Gaius
le erwähnt. Julius Caesar wird von einer Gruppe
oppositioneller Senatoren an den Iden
um 700 v. Chr. In Babylonien wird das des März (15. 3.) ermordet.
Sexagesimal­system, das erste vollstän­
dige Zahlen­system, entwickelt. zwischen 9 und 4 v. Chr. Jesus von
Nazareth wird geboren.
6. Jh. v. Chr. Thales von Milet gilt als
der erste Philosoph der griechischen 64 n. Chr. Unter Nero kommt es nach
und europäischen Denktradition. dem Brand Roms zur ersten Christen­
verfolgung.
um 59 7 v. Chr. Nebukadnezar II. er­
obert Jerusalem, zerstört den salomoni­ 70 Der jüdische Aufstand gegen die
schen Tempel und führt die Bevölkerung römische Herrschaft endet nach vier
in die Babylonische Gefangenschaft. Jahren mit der Eroberung Jerusalems
und der Zerstörung des Tempels.
um 560 –480 v. Chr. Siddharta Gauta­
ma, genannt Buddha (»der Erleuchtete«), 312 Der im Zeichen des Kreuzes errun­
legt den Grundstein für eine der ältesten gene Sieg Kaiser Konstantins in der
Weltreligionen. Schlacht an der Milvischen Brücke ver­
hilft dem Christentum zum Durchbruch.
539 v. Chr. Durch den Sieg über das Neu­
babylonische Reich begründet Kyros II. ab 375 Der Einfall der Hunnen nach
das persische Weltreich. Südrussland löst die germanische Völker­
wanderung aus.
5. Jh. v. Chr. Mit der Ausdehnung der
politischen Entscheidungsgewalt auf alle 451 In der Schlacht auf den Katalau­
Bürger entsteht in Athen die Demokratie. nischen Feldern erleiden die Hunnen
unter Attila gegen ein weströmisches
4. Jh. v. Chr. Das Weltreich Alexanders Heer, die Westgoten und die Franken ei­
des Großen zerfällt nach seinem Tod 323 ne schwere Niederlage.
v. Chr. in die Diadochenreiche.
455 Vandalen plündern Rom.
ab 264 v. Chr. Rom steigt zur ersten
europäischen Weltmacht auf. 528 – 542 Kaiser Justinian lässt den
»Corpus Iuris Civilis«, eine Sammlung
2. Jh. v. Chr. Der griechische Astronom des römischen Rechts, zusammenstellen,
Aristarchos von Samos entwickelt ein die in Deutschland als »Gemeines Recht«
heliozentrisches Weltbild. bis zum Jahr 1900 Gültigkeit hatte.
9 Daten zur Geschichte

618 –903 China erreicht unter der um 1200 In Bologna schließen sich
Tang-Dynastie seine bis dahin größte Rechtsstudenten zu Genossenschaften
Ausdehnung. zusammen und gründen die erste Uni­
versität.
622 Mohammed, Begründer des Islam,
verlässt mit Anhängern Mekka und 1206 Temüdschin (»der Schmied«) wird
wandert nach Medina. Die Hidjra ist der zum Khan aller mongolischen Teilvölker
Beginn der islamischen Zeitrechnung. erhoben und führt fortan den Namen
Dschingis Khan.­
714 Die Mauren erobern das Westgo­
tenreich auf der Iberischen Halbinsel. 1215 König Johann Ohneland stellt un­
ter dem Druck von Magnaten, Klerus
722 –1492 Ganze 770 Jahre dauert die und der Londoner Bürgerschaft die Mag­
Reconquista, die christliche Rückerobe­ na Charta Libertatum aus.
rung Spaniens von den Arabern.
1291 Die drei Talgemeinden Uri,
786 –809 Unter Harun ar-Raschid erlebt Schwyz und Nidwalden schließen einen
das Abbasidenreich mit der Hauptstadt ewigen Landfrieden. Dieser Bund ist die
Bagdad seinen politischen und kulturel­ Keimzelle der Schweizer Eidgenossen­
len Höhepunkt. schaft.

800 Karl I., der Große, wird von Papst 13.–19 . Jh. Die Inquisition überzieht
Leo III. zum Römischen Kaiser gekrönt. Europa mit ihrem Schrecken. Hundert­
tausende fallen ihr zum Opfer.
955 In der Schlacht auf dem Lechfeld
gelingt einem zahlenmäßig weit unterle­ 1339 –1453 Im sogenannten Hundert­
genen Reiterheer unter dem deutschen jährigen Krieg zwischen England und
König Otto I. der Sieg über die Ungarn. Frankreich führt das Auftauchen der
­Jeanne d’Arc, der Jungfrau von Orléans,
1066 Herzog Wilhelm von der Norman­ 1429 die Wende zugunsten Frankreichs
die (Wilhelm der Eroberer) besiegt in der herbei.
Schlacht von Hastings die Angelsachsen.
1347 – 51 Die Große Pest bricht über
1096 –1270 In sieben Kreuzzügen die Menschen herein. Mindestens ein
ziehen mehr als eine Million Menschen Viertel der Bevölkerung Europas fällt
ins Heilige Land. dem »Schwarzen Tod« zum Opfer.

1099 Bei der Eroberung Jerusalems 1389 Die Schlacht auf dem Amselfeld
richten die Ritterheere der Kreuzfahrer endet mit einer Niederlage der christli­
ein furchtbares Blutbad unter der Be­ chen Balkanvölker gegen die musli­
völkerung an. mischen Osmanen.

um 1200 In Italien werden mit der Ent­ 15. Jh. Die Chinesische Mauer erhält
stehung der ersten Banken die Grundla­ unter der Ming-Dynastie ihre heutige
gen des modernen Finanzverkehrs gelegt. Form.
91 Literatur

Hesiod, Dichter (um 700 v. Chr.): Die Menander (*342, †292 v. Chr.): »Der
»Theogonie« besingt Weltentstehung und Griesgram«, »Das Schiedsgericht«
Ursprung der Götter über Uranos, Kro-
nos zu Zeus und dessen Verteidigung Philosophie und Geschichtsschreibung
gegen den Angriff der Titanen. Platon (*427, †348/347 v. Chr.):
Aisopos (Aesopus, Äsop), legendärer »Phaidon«, »Symposion«, »Politeia«
Fabeldichter: »Fabeln« (wahrscheinlich Aristoteles (*384, †322 v. Chr.): »Meta­
im 6. Jh. v. Chr.): Der Sklave Aisopos physik«, »Nikomachische Ethik«, »Von
behauptet sich mit seinen Tierfabeln vor der Dichtkunst«, »Rhetorik«, »Organon«
Gelehrten und Mächtigen. Herodot (*um 490, †um 425 v. Chr.):
­Geschichte Griechenlands und der
Lyrik ­Perserkriege
Archilochos (um 650 v. Chr.): Spott­ Xenophon (*um 430, †nach 355
gedichte, Liebeslyrik v. Chr.): »Anabasis«, »Hellenika«,
Sappho (um 600 v. Chr.): Götterhymnen, ­»Memorabilien«
Hochzeits- und Liebeslieder Plutarch (*um 46, †um 120): »Bioi
Alkaios (um 600 v. Chr.): Lieder über ­paralleloi« (vergleichende Biografien
Krieg, Liebe und Wein bedeutender Griechen und Römer)
Anakreon (6. Jahrhundert v. Chr.):
Liebesgedichte
Pindar (*522/518, †446): u. a. Sieges­ Die römische Literatur
gesänge für die Preisträger der Olym­ (etwa 240 v. Chr. bis 524 n. Chr.)
pischen Spiele Eine der frühesten schriftlichen Auf-
Theokrit (*um 310, †um 260): Schäfer­ zeichnungen ist das Zwölf­ tafelgesetz,
dichtungen (Bukolik), Idyllen, Epi­gramme die Aufzeichnung des römischen Rechts
von 451/450 v. Chr., die auf dem Forum
Tragödien Romanum aufgestellt war. Seit dem
Thespis (6. Jh. v. Chr): Die erhaltenen 2. Jahrhundert v. Chr. entstanden die
Tragödien und Verse wurden bereits in ersten römischen Werke in Anlehnung
der Antike als nicht von ihm stammend an die griechische Literatur, die für den
angesehen. gebildeten Römer ein Zeichen humaner
Aischylos (*525, †456 v. Chr.): »Die Geisteskultur waren. Die römischen
Perser« (zuerst aufgeführt 472), »Sieben Dichter übernahmen die Gattungen der
gegen Theben« (467), »Orestie« (»Aga- griechischen Literatur und versahen sie
memnon«, »Choephoren«, »Eumeniden«; mit römischen Stoffen.
zuerst aufgeführt 458)
Sophokles (*497/96, †406/05 v. Chr.): Gemeines Recht
»Anti­gone«, »König Ödipus«, »Elektra« Neben den literarischen Werken ist vor
Euripides (*485, †406 v. Chr.): allem die unter Kaiser Justinian I. (*482,
»Medea«, »Die Troerinnen«, »Elektra«, †565) entstandene Sammlung des römi-
»Iphigenie in Aulis« schen Rechts im »Corpus Iuris Civilis«
bedeutsam, das in Deutschland als »Ge-
Komödien meines Recht« teilweise bis zum Inkraft-
Aristophanes (*um 445, †um 385 v. Chr.): treten des Bürgerlichen Gesetzbuchs im
»Die Vögel«, »Lysistrate«, »Die Frösche« Jahr 1900 galt.
Literatur 92

Komödien Juvenal (*60, †140): Satiren


Plautus (*um 250, †184 v. Chr.): Martial (*40, †103): Epigramme
»Aulularia«, »Miles gloriosus«
Terenz (*185, †159 v. Chr.): »Andria«, Epik
»Hecyra«, »Eunuchus« Vergil (*70, †19 v. Chr.): »Aeneis« (Helden­
epos in Versform; 29­–19 v. Chr.): schildert
Wissenschaftliche Prosa die Irrfahrten des Aeneas nach dem Fall
Cato der Ältere (*234, †149 v. Chr.) Trojas und seine Ansiedlung in Italien.
»Origines« (Geschichte von Rom und
Italien)
Cicero (*106, †43 v. Chr.): »Über den Mittelalter (5. Jh. bis Ende 15. Jh.)
Staat«, »Von den Gesetzen«, »Vom Im Mittelalter begann sich die Literatur
höchs­ten Gut und vom größten Übel«, von der lateinischen Sprache zu lösen
»Über die Pflichten« und es entstand in den ersten nach-
Caesar (*100, †44 v. Chr.): »De bello christlichen Jahrhunderten die volks­
gallico« (»Über den gallischen Krieg«), sprach­liche Dichtung. Am Anfang steht
»De bello civilis« (Über den Bürgerkrieg die Bibelübersetzung Wulfilas ins Goti-
gegen Pompeius) sche (4. Jahrhundert). Das altenglische
Sallust (*86, †34 v. Chr.): »Historien«, Heldenepos »Beowulf« (8./9. Jahrhundert)
»Über die Verschwörung des Catilina« ist das älteste und einzige vollständig er­
Livius (*59 v. Chr., †17 n. Chr.): »Ab haltene Zeugnis germanischer Dichtung.
urbe condita« (römische Geschichte) Der erste bekannte Dichter in angelsäch-
Seneca (*4 v. Chr., †65 n. Chr.): philoso- sischer Sprache war Caedmon (*um 680).
phische Schriften, »Briefe an Lucilius« Das älteste erhaltene Litera­tur­denkmal
Plinius der Ältere (*23/24, †79 n. Chr.): in deutscher Sprache ist der »Abrogans«
»Naturalis historia« (»Naturgeschichte«) (um 770), in franzö­sischer Sprache sind
Quintilian (*30, †96 n. Chr.): Rhetorik es die »Straßburger Eide« (842).
Tacitus (*um 55, †nach 115): »Historien«,
»Annalen«, »Germania« Chrétien de Troyes (*um 1140, †um
Sueton (*um 70, †um 130): »Cäsaren­ 1190): »Erec und Enide« (R., um 1170),
leben« (Biografien römischer Kaiser) »Lancelot« (R., um 1177, 1181),
Boethius (*um 480, †um 524): »Trost »Perceval« (R., um 1181, 1188)
der Philosophie« Hartmann von Aue (*um 1165, †um
1215): »Erec« (R.), »Iwein« (R.)
Lyrik Wolfram von Eschenbach (*um 1170,
Catull (*um 84, †um 54 v. Chr.): †um 1220): »Parzival« (R., frühes 13. Jh.)
Gedichte und Epigramme Gottfried von Straßburg (frühes 13. Jh.):
Vergil (*70, †19 v. Chr.): »Bucolica« »Tristan und Isolde« (R., frühes 13. Jh.)
(Hirtengedichte) Dante Alighieri (*1265, †1321): »Die
Horaz (*65, †8 v. Chr.): »Satiren«, Göttliche Komödie« (Epos, 1321)
»Carmina« (Oden), »Ars poetica« (»Dicht- Geoffrey Chaucer (*um 1340, †1400):
kunst«) »Canterbury-Erzählungen« (»The Canter­
Ovid (*43 v. Chr., †17 n. Chr.): »Metamor­ bury tales«, 1386)
phosen«, »Ars amandi« (»Liebeskunst«) Walther von der Vogelweide (*um 1170,
Phaedrus (bis etwa 50 n. Chr.): Fabeln †1230): Minnelieder
93 Literatur

Anonyme mittelalterliche Werke: Michel Montaigne (*1533, †1592):


Hilde­brandslied (8. Jh.), »Essais« (1580 –1695)
Edda (9.–12. Jh.), Christopher Marlowe (*1564, †1593):
Rolandslied (um 1100), »Doktor Faustus« (D., 1588/92)
Kaiserchronik (um 1150),
Nibelungenlied (um 1200).
Das dramatische Werk William
Shakespeares (*1564, †1616)
Humanismus und Renaissance
Historien oder Königsdramen:
(etwa 1350 bis Ende 16. Jh.)
Heinrich VI. 3 Teile; 1589–91
Im Übergang vom Mittelalter zur Neu-
Richard III. 1592/93
zeit entdeckten die Künstler und Ge­
lehrten die klassische Antike wieder. König Johann 1594/96?
Von Italien ausgehend, verbreitete sich Richard II. 1595
die Renaissance über ganz Europa. Anti- Heinrich IV. Teile; 1596–98
ke Formen (Epos, Lyrik, Satire) wurden
Heinrich V. 1599
wiederbelebt und vor allem die eigene
Heinrich VIII. 1612/13
Volkssprache als Literatursprache ge-
pflegt. In Italien entstanden das Sonett Tragödien:
und die Novelle (G. Boccaccio). Titus Andronicus 1593/94
Romeo und Julia 1595
Francesco Petrarca (*1304, †1374):
Julius Caesar 1599
»Il Canzoniere« (L., 1470), »Bucolicum
Hamlet 1600/01
Carmen« (L., 1346/47)
Giovanni Boccaccio (*1313, †1375): Othello 1604
»Das Dekameron« (N., 1348, 1353) König Lear 1605
Sebastian Brant (*1458, †1521): »Das Macbeth 1606
Narrenschiff« (Satire, 1494)
Antonius und Kleopatra 1606/07
Erasmus von Rotterdam (*1469, †1536):
Coriolanus 1607/08
»Lob der Torheit« (Satire, 1511), »Julius
vor der verschlossenen Himmelstür« Timon von Athen 1607/08
(Satire, 1513) Komödien:
Niccoló Machiavelli (* 1469, †1527): Komödie der Irrungen 1592/94
»Der Fürst« (»Il principe«, R., 1532)
Der Widerspenstigen
Lodovico Ariosto (* 1474, †1533): »Der Zähmung 1593/94
rasende Roland« (»Orlando furioso«,
Die beiden Veroneser 1594
Epos, 1532)
Thomas More (*1478, †1535): Verlorene Liebesmüh 1594/95
»Utopia« (R., 1516) Ein Sommernachtstraum 1595/96
François Rabelais (*1494, †1553): Viel Lärm um nichts 1598/99
»Gargantua und Pantagruel« Die lustigen Weiber
(R., 1532–1564) von Windsor um 1599
Torquato Tasso (*1544, †1595): Wie es euch gefällt 1599
»Das befreite Jerusalem« (Epos, 1581),
Was ihr wollt 1601/02
»Aminta« (D., 1573)
Literatur 94

Problemkomödien: Molière (eigentlich Jean Baptiste Poque-


Der Kaufmann von Venedig 1596/97 lin; *1622, †1673): »Der eingebildete
Kranke« (D., 1673), »Der Geizige«
Troilus und Cressida 1601/02
(D., 1668), »Tartuffe« (D., 1669)
Ende gut, alles gut 1602/03
Jean de La Fontaine (*1621, †1695):
Maß für Maß 1604 »Fabeln« (1668, 1678/79, 1694)
Perikles 1607/08
Cymbeline 1609/10
Aufklärung
Ein Wintermärchen 1610/11 (Ende 17. bis Ende 18. Jh.)
Der Sturm 1611
Mit der alle Lebensbereiche durch­drin­
genden Vernunft emanzipierte die Auf-
klärung die europäischen Gesellschaf-
Barock (etwa 1600 –1750) ten von den Autoritätsansprüchen der
Unter dem Eindruck der Schrecken des Kirche und des Feudalstaates. Der sich
Dreißigjährigen Kriegs ist der Barock seiner Fähigkeiten bewusste, universal
(von portugiesisch barocco »unregel­mä­ gebildete und unabhängige Mensch ist
ßig, schief«) geprägt von einer starken das aufklärerische Ideal. Die Dichtung
Gegensätzlichkeit: Weltverneinung, Ver­ der Aufklärung hat weit­gehend lehrhaf-
gänglichkeit des Irdischen (vanitas), ten, oft auch sozialkri­tischen Charakter.
himm­lische Seligkeit in Gott und reli­ In der erzählenden Dichtung wurde die
giöse Askese einerseits, Diesseitsfreude, Fabel bevorzugt. Lessing verzichtete in
Weltgenuss und Erotik andererseits. Die der Tragödie auf die Versform und die
Literatur ist gekennzeichnet von über- hochstehenden Persönlichkeiten und
steigerter, schwülstiger Bildhaftigkeit. schuf das bürger­liche Trauerspiel.
Ge­pflegt wurden vor allem gesellige Lie-
der, der höfische Roman und der Schel- Daniel Defoe (*1660, † 1731): »Robinson
menroman sowie das Trauerspiel. Crusoe« (R., 1719)
Jonathan Swift (*1667, †1745): »Gullivers
Miguel de Cervantes Saavedra (*1547, Reisen« (R., 1726)
†1616): »Der sinnreiche Junker Don Voltaire (eigentlich François Marie
Quijote von der Mancha«, (R., 1605–1615) Arouet; *1694, †1778): »Candide oder
Pedro Calderón de la Barca (*1600, Die beste Welt« (R., 1759)
†1681): »Das große Welttheater« (D., 1675) Jean-Jacques Rousseau (*1712, †1778):
John Milton (*1608, †1674): »Das ver­ »Emil, oder über die Erziehung« (R., 1762)
lorene Paradies« (»Paradise lost«, Epos, Gotthold Ephraim Lessing (*1729, †1781):
1667, 1674) »Emilia Galotti« (D., 1772), »Nathan der
Andreas Gryphius (*1616, †1664): Weise« (D., 1779)
»Horribilicribrifax« (D., 1663), »Lissaer
Sonette« (L., 1637)
Hans Jakob Christoffel von Grimmels­ Empfindsamkeit (1730–1800)
hausen (*1622, †1676): »Der Abentheuer­ Gegen die aufklärerische Verabsolu­tie­
liche Simplicissimus Teutsch« (R., 1669) rung der Vernunft setzte die Empfind-
Pierre Corneille (*1606, †1684): »Der samkeit das Gefühl. Im Mittelpunkt ste-
Cid« (D., 1637), »Rodogune« (D., 1644) hen die sittlich-moralische Erziehung, die
95 Literatur

natürliche Tugend, die schwärme­rische Johann Wolfgang von Goethe (*1749,


Hingabe an das gefühlsbetonte Erleben. †1832): »Götz von Berlichingen«
Gepflegt wurden vor allem der morali- (D., 1773), »Die Leiden des jungen
sierende Tugendroman, der Briefroman Werthers« (R., 1774), »Prometheus«
und das weinerliche Lustspiel. (L., 1774)
Friedrich von Schiller (*1759, †1805):
Laurence Sterne (*1713, †1768): »Die Räuber« (D., 1781), »Kabale und
»Yoricks empfindsame Reise durch Liebe« (D., 1783)
Frankreich und Italien« (R., 1768),
»Das Leben und die Ansichten Tristram
Shandys« (R., 1759–1767) Klassik
Friedrich Gottlieb Klopstock (*1724, Eine geistesgeschichtliche Epoche, die von
†1803): »Der Messias« (L., 1748–1773) den nachfolgenden Zeiten als vorbildlich
Jean-Jacques Rousseau (*1712, †1778): und normbildend anerkannt wird, wird
»Die neue Heloise, oder Briefe zweier als »Klassik« bezeichnet. In diesem Sin-
Liebenden« (R., 1764) ne wurde schon in der römischen Antike
Sophie von La Roche (*1731, †1807): die griechische Literatur respektiert. Seit
»Geschichte des Fräulein von Stern- der Renaissance bezog sich der Begriff
heim« (R., 1771) auf die gesamte griechisch-römische An-
Samuel Richardson (*1689, †1761): tike. Jede National­literatur hat ihre eige-
»Geschichte der Pamela oder die be- ne Klassik: In Italien ist es die Zeit der
lohnte Tugend eines Frauenzimmers« Renaissance (Petrarca bis Torquato Tas-
(R., 1740) so), in England das Elisabe­tha­nische Zeit­
Christian Fürchtegott Gellert (*1717, alter (William Shakes­peare), in Frank-
†1769): »Die Betschwestern« (D., 1745), reich die Epoche Ludwigs XIV. (P. Cor-
»Die zärtlichen Schwestern« (D., 1747) neille bis J. Racine), in Deutschland die
von Goethe und Schiller geprägte soge-
nannte Weimarer Klassik (1794–1805).
Sturm und Drang
(etwa 1770 –1785) Klassische Werke Goethes
Die Jugendbewegung der Geniezeit wur- und Schillers:
de benannt nach dem gleichnamigen Johann Wolfgang von Goethe (*1749,
Schauspiel von Friedrich Maximilian Klin­ †1832): »Iphigenie auf Tauris« (D., 1787),
ger (*1752, †1831). Sie revoltierte gegen »Faust. Der Tragödie erster Teil«
die einseitig verstandesmäßige Haltung (D., 1808), »Unterhaltungen deutscher
der Aufklärung mit Gefühlsüberschwang Ausgewanderten« (N., 1795, darin das
und einem ausgeprägten Natur- und Frei­ »Märchen«), »Wilhelm Meisters Lehr-
heitsgefühl. Program­matisch formuliert jahre« (R., 1796), »Der Zauberlehrling«
der junge Goethe in seiner Prometheus- (L., 1797), »Der Gott und die Bajadere«
Hymne das Ideal des genialen, schöpfe- (L., 1797), »Die Braut von Korinth«
rischen, gottgleich gesetzten Menschen. (L., 1797)
Friedrich von Schiller (*1759, †1805):
Johann Jakob Wilhelm Heinse (*1746, Wallenstein-Trilogie (D., 1800), »Maria
†1803): »Ardinghello und die glück­ Stuart« (D. 1801), »Die Jungfrau von
seligen Inseln« (R., 1787) Orleans« (D., 1801), »Wilhelm Tell«
Literatur 96

(D., 1804), »Die Götter Griechenlandes« Jacob Grimm (*1785, †1863) und
(L., 1788), »Das Ideal und das Leben« Wilhelm Grimm (*1786, †1859): »Kinder-
(L., 1795), »Die Bürgschaft« (L., 1798), und Hausmärchen« (1812–1815)
»Das Lied von der Glocke« (L., 1799) Joseph von Eichendorff (*1788, †1857):
»Aus dem Leben eines Taugenichts«
(R., 1826)
Romantik (etwa 1790 –1850) Victor Hugo (*1802, †1885): »Cromwell«
Die Romantik war eine kulturrevolutio- (D., 1827), »Der Glöckner von Notre-
näre Bewegung in Europa, die eine neue Dame« (R., 1831)
Kunst (Universalpoesie), ein neues Den- Edgar Allan Poe (*1809, †1849):
ken und ein neues Leben zu praktizieren »Der Doppelmord in der Rue Morgue«
suchte. Das Andersartige, Fremde und (E., 1841)
Unbekannte wurde vor allem im Un­ Nikolai Gogol (*1809, †1852): »Die Nase«
bewussten, Geheimnisvollen, Fantasti- (E., 1836), »Der Revisor« (D., 1836)
schen, Skurrilen, in den »nächtlichen« Aleksandr Puschkin (*1799, †1837):
Seiten des Lebens gesucht. Während »Eugen Onegin« (R., 1825–32), »Boris
sich die Klassik die Antike zum Vorbild Godunow« (D., 1831)
nahm, orientierte sich die Romantik am
Mittelalter, an den orientalischen Kultu-
ren und der Kultur Chinas. Charakteris­ Realismus (etwa 1830–1880)
tische romantische Formen sind (histori- Nach dem Verständnis des Realismus soll
scher) Roman, Fragment, Märchen, Vers­ die Kunst ein wahres Bild des menschli-
dichtung, Lied. chen Lebens bieten, das auf genauer Be-
obachtung beruht. Realistisch exakte
William Wordsworth (*1770, †1850) Milieuschilderungen und psycho­logisch
gemeinsam mit Samuel Taylor Coleridge genau gezeichnete Personen kennzeich-
(*1772, †1834): »Lyrical ballads« nen die realistische Literatur. Der Realis­
(L., 1798) mus entwickelte sich zuerst in Frankreich
Sir Walter Scott (*1771, †1832): »Wa- und war dort durch stark sozialkritische
verley« (R., 1814), »Guy Mannering« und antibürgerliche Haltung gekenn-
(R., 1815), »Ivanhoe« (R., 1819) zeichnet. In der deutschsprachigen Lite-
Novalis (eigentlich Friedrich von Harden­ ratur kam er erst nach 1848 auf und
berg; *1772, †1801): »Hymnen an die wird im Allgemeinen »poetischer Realis-
Nacht« (1800), »Heinrich von Ofter­ mus« genannt.
dingen« (R., 1802)
E. T. A. Hoffmann (*1776, †1822): Conrad Ferdinand Meyer (*1825,
»Der goldene Topf« (N., 1814), »Die †1898): »Gustav Adolfs Page« (E.,
Elixiere des Teufels ...« (R., 1815/16), 1882), »Das Amulett« (E., 1873)
»Lebensansichten des Katers Murr Adalbert Stifter (*1805, †1868): »Der
nebst fragmentarischer Biographie des Nachsommer« (R., 1857)
Kapellmeisters Johannes Kreisler« Theodor Storm (*1817, †1888): »Immen­
(R., 1819–1821) see« (N., 1851), »Pole Poppenspäler« (N.,
Clemens Brentano (*1778, †1842) und 1875), »Der Schimmelreiter« (N., 1888)
Achim von Arnim (*1781, 1831): »Des Gottfried Keller (*1819, †1890): »Der
Knaben Wunderhorn« (L., 1806–1808) grüne Heinrich« (R., 1854/55; 1879/80)
97 Literatur

Gustav Freytag (*1816, †1895): sen setzten die Autoren auf irreale und
»Soll und Haben« (R., 1855) traumhafte Bilder, auf Vieldeutigkeit,
Gustave Flaubert (*1821, †1880): Ima­gination und Suggestion. Mithilfe von
»Madame Bovary« (R., 1857) frei gesetzten bildhaften Zeichen, Sym-
Fjodor Michailowitsch Dostojewski bolen, wird eine autonome Welt der
(*1821, †1881): »Schuld und Sühne« Schön­heit erzeugt, die die geheimnisvol-
(R., 1866), »Die Brüder Karamasow« len Zusammenhänge hinter den Dingen
(R., 1879–80) erahnbar machen soll. Der Symbolismus
Lew Tolstoi (*1828, †1910): wirkte über das 19. Jahrhundert hinaus
»Krieg und Frieden« (R., 1868/69), vor allem in der Lyrik auf zahlreiche lite-
»Anna Karenina« (R., 1878) rarische Strömungen bis zur Gegenwart.
Charles Dickens (*1812, †1870):
»Oliver Twist« (R., 1838), »David Charles Baudelaire (*1821, †1867):
Copperfield« (R., 1850) »Die Blumen des Bösen« (L., 1857)
Stéphane Mallarmé (*1842, †1898):
»Der Nachmittag eines Fauns« (L., 1876)
Naturalismus (etwa 1870 –1900) Maurice Maeterlinck (*1862, †1949):
Auf die Proletarisierung und Verelen- »Pelléas und Mélisande« (D., 1892)
dung breiter Bevölkerungsschichten in Stefan George (*1868, †1933): »Hymnen«
den enorm wachsenden Großstädten (L., 1890), »Pilgerfahrten« (L., 1891),
antwortete der europäische Naturalis- »Algabal« (L., 1892)
mus mit antibürgerlichem und sozialre- Hugo von Hofmannsthal (*1874, †1929):
volutionärem Engagement. Die Schatten­ »Der Thor und der Tod« (D., 1894),
seiten der aufkommenden Industriege- »Jedermann« (D., 1911)
sellschaft – Gewalt, Verbrechen, Armut,
Prostitution, Alkoholismus, Krankheit
und Wahnsinn – wurden zum Gegen- Dekadenz (etwa 1880–1910)
stand der Literatur. Ende des 19. Jahrhunderts (Fin de Siècle)
entwickelt sich aus einem Bewusstsein
Henrik Ibsen (*1828, †1906): »Nora des bevorstehenden kulturellen Unter-
oder Ein Puppenheim« (D., 1879) gangs eine Literatur, die die Welt des
Emile Zola (*1840, †1902): Sinnlich-Schönen und des Frivolen ver-
»Germinal« (R., 1885) absolutiert gegenüber einer Welt nor-
August Strindberg (*1849, †1912): mierter bürgerlicher Moral- und Wert-
»Totentanz« (D., 1902), »Gespenster­ vorstellungen. Die Dekadenzdichtung ist
sonate« (D., 1907) geprägt von einem Hang zum Traumhaf-
Gerhart Hauptmann (*1862, †1946): ten und Morbiden und stellt nervöse,
»Die Weber« (D., 1892) überreizte und am Rande der Gesell-
schaft stehende Figuren und deren See-
lenzustände dar.
Symbolismus (etwa 1860 –1900)
Die in Frankreich entstandene und auf Oscar Wilde (*1854, †1900): »Das
ganz Europa wirkende Richtung lehnte Bildnis des Dorian Gray« (R., 1891)
alle realistischen und naturalistischen Arthur Schnitzler (*1862, †1931):
Tendenzen in der Literatur ab. Statt­des­ »Lieutenant Gustl« (E., 1901)
Literatur 98

Thomas Mann (*1875, †1955): Samuel Beckett (*1906, †1989):


»Budden­brooks« (R., 1901), »Der Tod in »Warten auf Godot« (D., 1952)
Venedig« (N., 1912) Thomas Bernhard (*1931, †1989):
»Heldenplatz« (D., 1988)
Heinrich Böll (*1917, †1985): »Billard
Expressionismus um halb zehn« (R., 1959), »Ansichten
(etwa 1910 –1920) eines Clowns« (R., 1963), »Gruppenbild
Diese neue »Ausdruckskunst« protes­ mit Dame« (R., 1971)
tierte gegen das in alten Autoritätsstruk- Wolfgang Borchert (*1921, †1947):
turen erstarrte wilhelminische Bürger- »Draußen vor der Tür« (D., 1947)
tum, gegen die Industrialisierung, Ver- Bertolt Brecht (*1898, †1956):
städterung und die zunehmende Me­cha­- »Dreigroschenoper« (D., 1929), »Mutter
nisierung des Lebens. Stattdessen traten Courage und ihre Kinder« (D., 1949),
das »neue Pathos« des Aufbegehrens, »Der kaukasische Kreidekreis« (D., 1954)
das »rasende Leben«, Aktivismus und Dan Brown (*1964): »Sakrileg« (R., 2003)
intensives Gefühl in den Vordergrund. Michail Bulgakow (*1891, †1940): »Der
Häufige Themen sind das einsame Indivi- Meister und Margarita« (R., 1966)
duum in der Großstadt und die Erfahrun- Anthony Burgess (*1917, †1993):
gen des Ersten Weltkrieges. »Clockwork Orange« (R., 1962)
Elias Canetti (*1905, †1994): »Die Blen-
Else Lasker-Schüler (*1869, †1945): dung« (R., 1936), »Die Fackel im Ohr«
»Styx« (L., 1902) (Autobiografie, 1980)
Georg Trakl (*1887, †1914): »Sebastian Truman Capote (*1924, †1984):
im Traum« (L., 1915) »Frühstück bei Tiffany« (R., 1958),
Gottfried Benn (*1886, †1956): »Morgue« »Kaltblütig« (R., 1966)
(L., 1912), »Gehirne« (N.n, 1916) Alfred Döblin (*1878, †1957):
Georg Heym (*1887, †1912): »Der ewige »Berlin Alexanderplatz« (R., 1929)
Tag« (L., 1911), »Umbra vitae« (L., 1912) Heimito von Doderer (*1896, †1966):
Ernst Toller (*1893, †1939): »Masse »Die Strudelhofstiege« (R., 1951)
Mensch« (D., 1921) John Dos Passos (*1896, †1970):
»Manhattan Transfer« (R., 1925)
Friedrich Dürrenmatt (*1921, †1990):
Bedeutende Literatur »Der Richter und sein Henker« (R., 1952),
nach 1900 »Grieche sucht Griechin« (E., 1955),
»Der Besuch der alten Dame« (D., 1956),
(D. = Drama; E. = Erzählung; »Die Physiker« (D., 1962)
Es. = Essay; L. = Lyrik; R. = Roman) Umberto Eco (* 1932): »Der Name der
Rose« (R., 1980)
Edward Albee (*1928): »Wer hat Angst T. S. Eliot (*1888, †1965): »Das wüste
vor Virginia Woolf?« (D., 1962) Land« (L., 1922), »Mord im Dom«
Ingeborg Bachmann (*1926, †1973): (D., 1935)
»Die gestundete Zeit« (L., 1953), »Malina« Anne Frank (*1929, †1945), »Das Tage-
(R., 1971) buch der Anne Frank« (Bericht, 1947)
Simone de Beauvoir (*1908, †1986): Jonathan Franzen (*1959), »Die Korrek-
»Das andere Geschlecht« (1949) turen« (R., 2001), »Freiheit« (R., 2010)
99 Literatur

Michael Frayn (*1933): »Kopenhagen« Karl Kraus (*1874, †1936): »Die letzten
(D., 1998) Tage der Menschheit« (D., 1922)
Max Frisch (*1911, †1991): »Stiller« Milan Kundera (*1929): »Die unerträg-
(R., 1954), »Homo Faber« (R., 1957) liche Leichtigkeit des Seins« (R., 1984)
Jostein Gaarder (*1952): »Sofies Welt« Siegfried Lenz (*1926): »Die Deutsch-
(R., 1993) stunde« (R., 1968), »Schweigeminute«
Gabriel García Márquez (*1927, †2014): (E., 2008)
»Hundert Jahre Einsamkeit« (R., 1967), Henning Mankell (*1948): »Mörder oh-
»Chronik eines angekündigten Todes« ne Gesicht« (R., 1991), »Kennedys Hirn«
(R., 1981) (R., 2005)
Günter Grass (*1927): »Die Blechtrom- Heinrich Mann (*1871, †1950): »Der
mel« (R., 1959), »Mein Jahrhundert« Untertan« (R., 1918)
(E., 1999), »Beim Häuten der Zwiebel« Thomas Mann (*1875, †1955): »Joseph
(Erinnerungen, 2006) und seine Brüder« (R., Tetralogie 1933–
Peter Handke (*1942): »Die Angst des 1943), »Der Zauberberg« (R., 1924),
Tormanns beim Elfmeter« (E., 1970) »Doktor Faustus« (R., 1947)
Ernest Hemingway (*1899, †1961): Frank McCourt (*1930, †2009): »Die
»Fiesta« (R., 1926), »Wem die Stunde Asche meiner Mutter« (R., 1996)
schlägt« (R., 1940), »Der alte Mann und Arthur Miller (*1915, †2005): »Tod
das Meer« (E., 1952) eines Handlungsreisenden« (D., 1949)
Hermann Hesse (*1877, †1962): »Der Henry Miller (*1891, †1980): »Wende-
Steppenwolf« (R., 1927), »Das Glas- kreis des Krebses« (R., 1934)
perlenspiel« (R., 1943) Toni Morrison (*1931): »Menschen-
Rolf Hochhuth (*1931): »Der Stellver- kind« (R., 1987), »Jazz« (R., 1992)
treter« (D., 1963) Harry Mulisch (*1927, † 2010): »Die
Ödön von Horváth (*1901, †1938): Entdeckung des Himmels« (R., 1992)
»Geschichten aus dem Wienerwald« Herta Müller (*1953): »Atemschaukel«
(D., 1931) (R., 2009)
Aldous Huxley (* 1894, †1963): »Schöne Robert Musil (*1880, †1942): »Der
neue Welt« (R., 1932) Mann ohne Eigenschaften« (R., 1930,
Eugene Ionesco (*1909, †1994): »Die 1933, 1943)
Nashörner« (D., 1959) Vladimir Nabokov (*1899, †1977):
Elfriede Jelinek (*1946): »Die Klavier- »Lolita« (R., 1955)
spielerin« (R., 1983) Eugene O’Neill (*1888, †1953): »Trauer
James Joyce (*1882, †1941): »Ulysses« muß Elektra tragen« (D., 1931)
(R., 1922) George Orwell (*1903, †1950): »Farm
Franz Kafka (*1883, †1924): »Die Ver- der Tiere« (R., 1945), »1984« (R., 1949)
wandlung« (E., 1915), »Der Prozess« John Osborne (*1929, †1994): »Blick
(R., 1925), »Das Schloss« (R., 1926) zurück im Zorn« (D., 1957)
Erich Kästner (*1899, †1974): »Emil Orhan Pamuk (*1952): »Schnee«
und die Detektive« (R., 1929), »Fabian« (R., 2002)
(R., 1931), »Drei Männer im Schnee« Boris Pasternak (*1890, †1960): »Dok-
(R., 1934) tor Schiwago« (R., 1957)
Imre Kertész (*1929): »Roman eines Harold Pinter (*1930, † 2008): »Der
Schicksallosen« (R., 1975) Hausmeis­ter« (D., 1960)
Literatur 100

Marcel Proust (*1871, †1922): »Auf der Patrick Süskind (*1949): »Das Parfüm«
Suche nach der verlorenen Zeit« (R., 1985)
(R., 1913-1927) John Updike (*1932, †2009):
Thomas Pynchon (*1937): »Die Enden »Die Hexen von Eastwick« (R., 1984),
der Parabel« (R., 1973) »Terrorist« (R., 2006)
Erich Maria Remarque (*1898, †1970): Mario Vargas Llosa (*1936,):
»Im Westen nichts Neues« (R., 1929) »Die Stadt und die Hunde« (R., 1936),
Morton Rhue (*1950): »Die Welle« »Das grüne Haus« (R., 1965), »Das Fest
(E., 1981) des Ziegenbocks« (R., 1999)
Rainer Maria Rilke (*1875, †1926): Martin Walser (*1927): »Ein fliehendes
»Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Pferd« (E., 1978), »Tod eines Kritikers
Brigge« (R., 1910), »Duineser Elegien« (R., 2002)«
(L., 1923) Tennessee Williams (*1911, †1983):
Philip Roth (*1933): »Amerikanisches »Die Glasmenagerie« (D., 1944), »End-
Idyll« (R., 1997), »Verschwörung gegen station Sehnsucht« (D., 1947)
Amerika« (R., 2005) Christa Wolf (*1929, † 2011): »Der ge-
Salman Rushdie (*1947): »Die sata- teilte Himmel« (E., 1963), »Kassandra«
nischen Verse« (R., 1988) (E., 1983), »Störfall. Nachrichten eines
Nelly Sachs (*1891, †1970): »Legenden Tages« (E., 1987)
und Erzählungen« (E., 1921), »In den Carl Zuckmayer (*1896, †1977):
Wohnungen des Todes« (L., 1947) »Der Hauptmann von Köpenick« (D.,
Antoine de Saint-Exupéry (*1900, 1930), »Des Teufels General« (D., 1946)
†1944): »Der kleine Prinz« (E., 1943) Stefan Zweig (*1881, †1942): »Stern-
José Saramago (*1922, †2010): »Das stunden der Menschheit« (Es., 1927),
Memorial« (R., 1982), »Der Doppel­ »Schachnovelle« (E., 1942)
gänger« (R., 2004)
Jean-Paul Sartre (*1905, †1980): »Der
Ekel« (R., 1938), »Die schmutzigen
Hände« (D., 1948) Deutschsprachige Literatur-
Bernhard Schlink (*1944): »Der Vor­ Nobelpreisträger
leser« (R., 1995)
Robert Schneider (*1961): »Schlafes Theodor Mommsen 1902
Bruder« (R., 1992) Paul von Heyse 1910
Anna Seghers (*1900, †1983): »Das sieb­te Gerhart Hauptmann 1912
Kreuz« (R., 1942), »Transit« (R., 1944) Thomas Mann 1929
George Bernard Shaw (*1856, †1950):
Hermann Hesse 1946
»Pygmalion« (D., 1912)
Alexander Solschenizyn (*1918, †2008): Nelly Sachs 1966
»Ein Tag im Leben des Iwan Denis­ Heinrich Böll 1972
sowitsch« (R., 1962), »Der Archipel Elias Canetti 1981
GULAG« (R., 1974) Günter Grass 1999
John Steinbeck (*1902, †1968): »Früch-
Elfriede Jelinek 2004
te des Zorns« (R., 1939), »Jenseits von
Eden« (R., 1952) Herta Müller 2009
101 Sprichwörter und Redensarten

Sprichwörter
und Redensarten
ad absurdum [lateinisch]: Etwas »ad Alter schützt vor Torheit nicht: Diese
absurdum führen« heißt, die Wider­ sprichwörtliche Redensart geht zurück
sinnigkeit oder Sinnlosigkeit, z. B. einer auf eine Stelle in Shakespeares Drama
Behauptung, nachweisen. »Antonius und Cleopatra« (1. Akt, 3. Sze­
ne), wo Cleopatra spricht: »Wenn mich
nach Adam Riese: richtig gerechnet. das Alter auch nicht schützt vor Tor­
Diese Redensart geht auf den berühmten heit,/Doch wohl vor Kindischsein.«
deutschen Rechenmeister Adam Ries
(*1492, †1559) zurück. Alter Ego [deutsch »anderes Ich«] nennt
man einen sehr guten, vertrauten
Adel verpflichtet: Eine höhere gesell­ Freund.
schaft­liche Stellung verpflichtet zu Ver­
haltensweisen, die von anderen nicht bei jemandem gut (schlecht) angeschrie-
unbedingt erwartet werden. Der Aus­ ben sein: bei ihm in gutem (schlechtem)
spruch stammt aus dem Franzö­sischen Ansehen stehen. Die Redewendung geht
(»noblesse oblige«) und findet sich in auf die Bibel (Buch Exodus) zurück, wo
den »Maximes et réflexions sur dif­ von einem Buch die Rede ist, in das der
férents sujets de morale et de politique« Herr die Gerechten einschreibt und aus
(1808) von Pierre M. G. Duc de Lévis. dem er die Sünder tilgt.

Advocatus Diaboli [deutsch »Anwalt audiatur et altera pars: Der alte lateini­
des Teufels«] nennt man jemanden, der sche, heute immer noch gültige Grund­
um der Sache willen mit seinen Argu­ satz des Prozessrechts bedeutet über­
menten die Gegenseite vertritt, ohne ihr setzt »Man muss auch die Gegenpartei
selbst anzugehören. anhören« (wörtlich: »Auch der andere Teil
muss gehört werden«).
Allwissend bin ich nicht, doch ist mir
viel bewusst: Der Ausspruch stammt aus das A und O: die Hauptsache, das
Goethes »Faust« (Teil 1, Studierzimmer). Wichtigste, der Kernpunkt. Ursprüng­
Mephisto macht ihn gegenüber Faust in lich verstand man darunter den Anfang
gespielter Bescheidenheit. und das Ende, nach dem ersten (Alpha)
und dem letzten (Omega) Buchstaben
Alma Mater [deutsch »nährende Mut­ des griechischen Alphabets. Nach der
ter«]: oft scherzhafte Bezeichnung für Offenbarung des Johannes spricht Gott:
die Universität und die Hochschule. »Ich bin das A und O ...«
141 Tierwelt

Ausgestorbene Vogelarten und Säugerarten und -unterarten


Art Heimat Zeit des Aussterbens
Höhlenbär Europa, Nordwestafrika Ende Pleistozän
Höhlenlöwe Europa, Nordasien Ende Pleistozän
Mammut Eurasien, Nordamerika Ende Pleistozän
Riesenfaultier Süd- und Nordamerika Ende Pleistozän
Riesenhirsch Europa, Asien Ende Pleistozän
Säbelzahnkatze Eurasien, Afrika, Amerika Ende Pleistozän
Wollnashorn Eurasien Ende Pleistozän
Moa Neuseeland 14. Jahrhundert
Madagaskarstrauß Madagaskar 15. Jahrhundert
Auerochse (Ur) Eurasien, Nordafrika 1627
Dronte Mauritius 1690
Stellersche Seekuh Beringmeer 1768
Blaubock Südafrika 1799
Riesenalk Nordatlantik 1844
Quagga (Huftier) Südafrika 1883
Schomburgkhirsch Südasien 1938
Yunnan-Weißhandgibbon China 1988
Pyrenäensteinbock Spanien 2000
Chinesischer Flussdelfin China 2002
Weißwangen-Kleidervogel Hawaii 2004
Westliches Spitzmaulnashorn Kamerun 2006
Annamitisches Java-Nashorn Vietnam 2010

In Deutschland geschützte Tiere Reptilien


Säugetiere alle europäischen Arten, insbesondere
Biber, Fledermäuse (alle einheimischen Sumpfschildkröte, Eidechsen, Ringel-,
Arten), Baumschläfer, Birkenmaus, Igel, Würfel-, Glatt- und Äskulapnatter
Spitzmäuse, Schweinswal
Amphibien
Vögel alle europäischen Arten, u. a. Feuer-,
alle wild lebenden europäischen, Alpensalamander, Kamm-, Berg-, Faden-,
nicht jagdbaren Arten (außer: Raben­ Teichmolch, Rotbauch-, Gelbbauchunke,
krähe, Eichelhäher, Elster, Star, Amsel, Geburtshelferkröte, Knoblauch-, Erd-,
Haustaube [verwilderte Form], Haus­ Wechsel-, Kreuzkröte, Laub-, Seefrosch
sperling)
167 Naturwissenschaften

Die Sonne Merkur: Sonnennächster Planet; läuft in


Mittlere Erdentfernung: 149 597 870 km 88 Tagen in sehr exzentrischer Ellipse
Radius: 696 300 km um die Sonne, sodass seine Entfernung
Volumen: 1,412·1018 km3 zur Sonne zwischen 46 und 70 Mio. km
Masse: 1,993·1030 kg schwankt. Der Äquatordurchmesser be­
Mittlere Dichte: 1,409 g/cm3 trägt 4878 km, die Masse 0,055 Erdmas­
Temperatur (Photosphäre): 5780 K sen. Seine hohe mittlere Dichte von 5,44
Temperatur (Kern): 1,5·107 K g/cm3 weist auf einen Eisenkern hin. Die
Temperatur (Korona): > 1·106 K Rotationsdauer des Merkurs beträgt mit
Energieproduktion: 3,9·1023 kW 58,65 Tagen exakt 2/3 seiner sideri­
Schwerebeschleunigung: 2,74·104 cm/s2 schen (d. h. auf die Sterne bezogenen)
Rotationsgeschwindigkeit (Äquator): Umlaufperiode (88 Tage) um die Sonne.
2,00 km/s Wegen einer fehlenden Atmosphäre
Äquatorneigung gegen Ekliptik: 7,25° kommt es auf Merkur zu beträchtlichen
Parallaxe: 8,79” Temperaturdifferenzen; die Äquatortem­
peratur im Sommer schwankt zwischen
467 °C und –183 °C nachts.
Die Planeten
Weil Pluto 2006 von der Internationalen Venus: Nach Sonne und Mond der hells­
Astronomischen Union (IAU) den Status te Himmelskörper, umläuft die Sonne in
eines Planeten aberkannt bekam und 108 Mio. km Entfernung auf einer nahe­
nun als Zwergplanet eingestuft ist, gibt zu kreisförmigen Bahn und kommt mit
es derzeit nur noch acht Planeten in un­ 38 Mio. km der Erde von allen Planeten
serem Sonnensystem (nach wachsender am nächsten. Die siderische Umlaufpe­
Entfernung von der Sonne geordnet): riode beträgt 224 Tage. Der Äquator­
Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Sa­ durchmesser ist 12 104 km, die Masse
turn, Uranus und Neptun; die letzten 0,815 Erdmassen; die Dichte liegt bei
beiden sind mit bloßem Auge nicht sicht­ 5,24 g/cm3. Trotz eines großen Eisen­
bar. Sie bewegen sich auf elliptischen kerns hat die Venus aufgrund der lang­
Bahnen um die Sonne. Aufgrund ihres samen Eigenrotation von 243 Tagen kein
unterschiedlichen Aufbaus werden die inneres Magnetfeld. Die undurchsichtige,
ersten vier kleineren Planeten (erdähnli­ stark reflektierende Venusatmosphäre
che Planeten) von den Riesenplaneten besteht zu rund 96 % aus Kohlendioxid;
(jupiterähnliche Planeten) unterschie­ daneben wurden Stickstoff sowie Spuren
den, die v. a. aus gasförmiger Materie von Wasserdampf, Kohlenmonoxid, Edel­
bestehen. Die Gesamtmassse aller acht gasen, Schwe­feldioxid und Schwefelsäu­
Planeten liegt bei nur 0,13 % der Sonnen­ re nachgewiesen. Der Druck an der Pla­
masse. Die Planeten drehen sich rechts­ netenoberfläche ist bei einer mittleren
läufig um ihre Achse, deren Neigung Temperatur von etwa 460 °C mit 9 Mio.
ähnlich der der Erdachse ist. Nur bei Pascal etwa 90-mal so groß wie auf der
Uranus liegt die Rotationsachse nahezu Erde.
in seiner Bahnebene, Venus hat eine ent­
gegengerichtete Drehrichtung. Mit Aus­ Erde: Mit einem Äquatordurchmesser
nahme von Merkur und Venus haben von 12 756 km größter der erdähnlichen
alle Planeten Monde. Planeten. Ihr nahezu kreisförmiger Um­
Naturwissenschaften 168

lauf um die Sonne erfolgt, vom Nordpol in 11,87 Jahren. Die siderische Eigenro­
der Erdbahnebene aus betrachtet, entge­ tationsperiode beträgt 9:55 Stun­den. Sei­
gen dem Uhrzeigersinn bei einer mittle­ ne mittlere Dichte liegt bei 1,33 g/cm3.
ren Entfernung von 149,6 Mio km. Die Jupiter ist vermutlich aus flüssigem mo­
mittlere Dichte der Erde ist 5,53 g/cm3. lekularem und metallischem Wasser­
Die Erde ist von einem magnetischen Feld stoff aufgebaut, der einen dichten zen­
umgeben, das seinen Ursprung in ihrem tralen Kern aus Eisen und Siliziumver­
Eisenkern hat. Die Erdatmosphäre be­ bindungen umgibt. Seine wolkenreiche
steht aus 78,09 % Stickstoff, 20,95 % Sau­ Atmosphäre besteht aus Wasserstoff und
erstoff, 0,93 % Argon sowie aus Spuren Helium; daneben enthält sie Ammoniak,
von Kohlendioxid, anderen Edelgasen Methan, Äthan u. a. Die Temperatur der
und wechselnden Anteilen Wasserdampf. Wolkendecke beträgt etwa –120 °C. Von
den 67 bekannten Jupitermonden sind
Mars: Von allen Planeten der erdähn­ die sog. galileischen Monde Io, Europa,
lichste; sein Abstand zur Erde liegt zwi­ Ganymed und Kallis­to größer als oder
schen 56 und 400 Mio. km. Er umkreist fast so groß wie der Planet Merkur.
die Sonne in einer relativ exzentrischen
Ellipse, sein Abstand von ihr variiert Saturn: Zweitgrößter Planet des Sonnen­
zwischen 207 und 249 Mio. km. Der systems mit einem ausgeprägten Ring­
Äquatordurchmesser ist mit 6794 km system. Sein Äquatordurchmesser ist
nur wenig größer als der halbe Erd­ 120 000 km; seine Masse beträgt 95 Erd­
durchmesser. Die Masse beträgt 0,107 massen. Die Dichte ist mit 0,70 g/cm3
Erdmassen, die Dichte 3,93 g/cm3. Der die geringste aller Planeten. Saturn um­
Mars rotiert in 24:37 Stunden einmal um kreist die Sonne in 1432 Mio. km Entfer­
seine eigene Achse. Da die Rotationsach­ nung in 29,63 Jahren. Seine Eigenrotati­
se ähnlich wie die der Erde gegen die onsperiode ist 10:14 Stunden. In der Sa­
Bahnebene geneigt ist, sind Tag und turnatmosphäre wurden neben den
Nacht sowie die Jahreszeiten auf ihm de­ Hauptbestandteilen Wasserstoff und He­
nen der Erde ähnlich. In Äquatornähe lium u. a. Methan und Ammoniak nach­
steht der Höchsttemperatur von +26 °C gewiesen. Das Innere des Saturns dürfte
eine tiefste Nachttemperatur von –111°C aus einer äußeren Schicht aus flüssigem
gegenüber. Der Druck der Marsatmo­ Wasserstoff und Helium bestehen, der
sphäre, die zu 95 % aus Kohlendioxid, sich nach innen eine Zone aus metalli­
2,7 % Stickstoff und 1,6 % Argon besteht, schem Wasserstoff und ein eisenreicher
beträgt mit 6 Hektopascal nur etwa 6 % fester Kern anschließen. Die Existenz
der Erdatmosphäre. Der Mars hat zwei von 62 Saturnmonden gilt als gesichert.
kleine Monde, Phobos und Deimos.
Uranus umkreist die Sonne in einem
Jupiter: Mit einem Äquatordurchmesser Abstand von 2735 Mio. km einmal in
von 142 796 km größter Planet des Son­ 84,67 Jahren; seine siderische Eigenro­
nensystems; seine Masse beträgt das tationsperiode beträgt 16:48 Stunden,
318-Fache der Erdmasse und ist größer die Rotationsachse liegt nahezu in der
als die aller anderen Planeten zusammen. Bahnebene. Der Äquatordurchmesser
Jupiter umkreist die Sonne in einem mitt­ von 52 400 km ist 4,1-mal so groß wie
leren Abstand von 778,3 Mio. km einmal der Erddurchmesser, die Masse ent­
169 Naturwissenschaften

spricht 14,56 Erdmassen. Uranus ist von Zwerg- und Kleinplaneten


einer ausgedehnten Atmosphäre aus Bisher zählen zu der 2006 neu geschaffe­
Wasserstoff (über 80 %) und Helium so­ nen Gruppe der Zwergplaneten – wesent­
wie kleineren Mengen von Methan und licher Unterschied zu Planeten ist, dass
Ammoniak umgeben (mittlere Tempera­ sie ihre Umlaufbahnen nicht von ande­
tur –215 °C). Darunter wird ein Meer aus ren Objekten freigeräumt haben – der frü­
überhitztem Wasser vermutet, das here Planet Pluto sowie Ceres, Haumea,
wahrscheinlich einen Kern aus Stein Makemake und Eris. Pluto bewegt sich
und Metallen umgibt. Uranus hat ein in rund 248 Jahren auf einer stark ellip­
schwach ausgebildetes Ringsystem und tischen Bahn mit einer mittleren Ent-
besitzt mindestens 27 Monde. fernung von 5966 Mio. km (Periheldis­
tanz 4 425 Mio. km, Apheldistanz 7 375
Neptun: Äußerster der jupiterähnlichen Mio. km) um die Son­ne. Pluto hat eine
Planeten; umläuft die Sonne auf einer Atmosphäre aus Methan, seine Oberflä­
nahezu kreisförmigen Umlaufbahn im che besteht aus Methaneis. Er hat einen
Abstand von 4509 Mio. km in 165,5 Jah­ Durchmesser von etwa 2 285 km, die
ren. Die siderische Rotationsperiode be­ mitt­lere Dichte liegt bei etwa 1,9 g/cm3.
trägt 18:12 Stunden. Der Äquatordurch­ Sein rund halb so großer Mond Charon
messer des Neptun ist 48 600 km, die umkreist ihn in 6,4 Tagen in einer Entfer­
Masse 17,2 Erdmassen. Sein innerer Auf­ nung von annähernd 20 000 km, woraus
bau ist weitgehend unbekannt. Die über­ sich die Masse des Gesamtsystems als
wiegend aus molekularem Wasserstoff etwa 0,3 % der Erdmasse bestimmen lässt.
bestehende Atmosphäre enthält etwa Die Rotationsdauer von Pluto beträgt eben­
10–15 % Helium und Spuren von Methan falls 6,4 Tage. Zwischen 2005 und 2012
und Äthan. Die Temperatur an der Wol­ wurden vier weitere Plutomonde entdeckt.
kenobergrenze liegt bei –220 °C. Neptun Ce­res – kleinster der Zwergplaneten – um­
hat ein feines Ringsystem und mindes­ rundet die Sonne auf einer elli­p­tischen
tens 14 Monde. Bahn zwischen Mars und Jupiter in ei­
nem mittleren Abstand von 414 Mio. km.
Er hat einen Durchmesser von 975 km
Der Erdmond und eine Ro­tationsdauer von 9 Stunden;
Durchmesser: 3476 km seine Masse beträgt 0,02 % der Erdmas­
Durchmesser: 27 % des Erddurchmes­ se, seine Dichte etwa 5 g/cm3.
sers Die Kleinplaneten (Asteroiden, Planetoi­
Dichte: 3,34 g/cm3 den,) sind eine Gruppe von Himmelskör­
Masse: 1,2 % der Erdmasse pern, die sich in keplerschen Bahnen vor­
Siderische Umlaufzeit: 27,322 Tage wiegend zwischen Mars und Jupiter um
Schwerebeschleunigung an der Ober­ die Sonne bewegen. Die Gesamtzahl der
fläche: 1,619 m/s2 Asteroiden mit einem Durchmesser über
Mittlere Bahngeschwindigkeit: 1 km wird auf 1 Mio. geschätzt; ihre Ge­
1,02 km/s samtmasse wird mit 1 bis 10 % der Erd­
Oberflächentemperatur: –160°C masse angegeben. Selbst die drei größten
(Nachtseite) bis +130°C (Tagseite) Asteroiden – Pallas (545 km Durch­mes­
Mittlere Entfernung von der Erde: ser), Vesta (515 km) und Juno (288 km) –
384 403 km weisen keine sphärische Gestalt auf, son­
183 Naturwissenschaften

Äther (CnH2n+1-O-CmH2m+1): ne durch Peptidbindungen (-CO-NH-) zu


C2H5-O-C2H5 (Diäthyläther) Ketten verknüpft sind, die sich zu räum­
lichen Strukturen falten. Ein Eiweiß­
Aldehyde (CnH2nCHO): molekül kann aus einer einzelnen Poly­
HCHO (Methanal, »Formaldehyd«) peptidkette (monomere Proteine) oder
mehreren, meist geradzahligen Ketten
Ketone (CnH2n+1)-CO-(CmH2m+1): (oligo­mere Proteine) bestehen. Wichtige
C2H5-CO-C2H5 (Aceton) Eiweißbaustoffe sind:

Cycloketone (CnH2n–2O): Amine (NH3-–m(CnHn+1)m):


C6H10O (Cyclohexanon) z. B. Methyl­amin (NH2CH3 primäres
M., NH(CH3)2 sekundäres M.,
Carbonsäuren (Fettsäuren, N(CH3)3 tertiäres M.)
CnH2n+2–m (COOH)m:
HCOOH (Ameisensäure), CH3COOH Amide (Derivate von organischen Säu­
(Essigsäure), C2H4(COOH)2 (Bern­ ren, bei denen die -OH-Gruppe durch
steinsäure) die -NH2-Gruppe ersetzt ist:
z. B. CnHn+1CONH2 : CH3CONH2
Ester (z.B. CnH2n+1COOCmH2m+1): (Acet­amid), CO(NH2)2 (Harnstoff)
CH3COOC2H5 (Essigsäureäthylester)
Aminosäuren (Derivate von organi­
Kohlenhydrate sind chemisch mehr­ schen Säuren mit einer oder mehreren
wertige Alkohole mit der Summenfor­ -NH2-Gruppen):
mel Cn(H2O)m, bei denen eine primäre CH2NH2COOH (Aminoessigsäure,
oder eine sekundäre Hydroxylgruppe zur Glykokoll, Glycin)
Aldehydgruppe beziehungsweise Keto­
gruppe oxidiert ist. Aromaten sind zyklische, organische
Verbindungen, die aus Benzolmolekülen
Monosaccharide (C6H12O6):
einschließlich ihrer Substitutionspro­
Glucose (Traubenzucker) und
dukte aufgebaut sind, z. B.:
Galactose (Milchspaltzucker) mit
Aldehydgruppe; Fructose (Frucht­
Benzol C6H6
zucker) mit Ketogruppe
Toluol C6H5CH3
Disaccharide (C12H22O11): Xylol C6H4(CH3)2
Saccharose (Rohrzucker; Gluco­ Phenol C6H5OH
se-Fructose), Maltose (Malzzucker; Benzylalkohol C6H5CH2OH
Glucose-Glucose), Lactose (Milchzu­ Benzaldehyd C6H5CHO
cker; Glucose-Galactose) Benzoesäure C6H5COOH
Phtalsäure C6H4(COOH)2
Polysaccharide ([C6H10O5]n): Naphtalin C10H8
Stärke, Zellulose, Pektin u. a. Anthracen C14H10
Anilin C6H5NH2
Proteine (Eiweiße) sind aus Aminosäu­ Acetylsalicylsäure
ren zusammengesetzte Makromoleküle, (»Aspirin«) COOH-C6H4
wobei verschiedene Aminosäurebaustei­ -OCOCH3
Naturwissenschaften 184

Geschichliche Entwicklung der 1860: Spektralanalyse (Bunsen,


Chemie Kirchhoff)
2500 v. Chr.: Alkohol durch Gärung, 1861: Begründung der Kolloidchemie
Essig (Ägypten, Babylonien) (Graham)
11. Jh. n. Chr.: Alkoholdestillation 1863: Ammoniak-Soda-Verfahren
13. Jh.: Mineralsäuren (Solvay)
14. Jh.: Schwarzpulver 1865: Ringstruktur des Benzols
1530: Begründung der eigentlichen (Kékulé)
Chemie (Paracelsus) 1867: Massenwirkungsgesetz
1556: Begründung der Bergbaukunde (Guldberg, Waage)
(Agricola) 1869: Periodensystem der Elemente
1579: Erstes Lehrbuch der Chemie (Mendelejew, Meyer)
(Libavius) 1869: Zelluloid (Hyatt)
1648: Trockene Destillation von Holz 1877: Osmose (Pfeffer)
u. a. (Glauber) 1887: Elektrochemie (Arrhenius)
um 1650: Formulierung des Element­ 1890: Deutung katalytischer Prozesse
begriffs (Jungius, Boyle) (Ostwald)
1674: Entdeckung des Phosphors 1894 – 98: Entdeckung der Edelgase
(Brandt) (Ramsay)
um 1700: Phlogistontheorie (Stahl) 1894: Aluminothermie (Goldschmidt)
1750: Bleikammerverfahren zur 1908: Ammoniaksynthese (Haber)
Schwefelsäureherstellung 1909: Bakelit (Baekeland)
1766: Entdeckung des Wasserstoffs 1911: Kohleverflüssigung (Bergius)
(Cavendish) 1913: klassisches Atommodell (Bohr)
1771/74: Entdeckung und Darstellung 1926: Einführung der Quantenmecha­
des Sauerstoffs (Scheele, Priestley) nik in die Chemie (Heitler, London)
1774: Entdeckung des Chlors (Scheele) 1937: Entdeckung der Wasserstoff­-
1777: Theorie der Verbrennung brü­ckenbindung (Huggins)
(Lavoisier) 1953: Aufklärung des Fotosynthese­
1791: Herstellung von Soda (Leblanc) zyklus (Calvin)
1798: Begründung der Elektrochemie 1965: Gesetz von der Erhaltung
(Ritter) der Orbitalsymmetrie (Woodward,
1805/08: Chemische Atomtheorie, Hoffmann)
stöchiometrische Grundgesetze 1985: Entdeckung der Fullerene (Curl,
(Dalton) Smalley, Kroto)
1811: Konstanz des Molvolumens von 1995: Entdeckung der radikalischen
Gasen (Avogadro) Polymerisation unter Atomtransfer
1818: Dualistische elektrochemische (ATRP: Atom Transfer Radical Polyme­
Theorie (Berzelius) rization) (Matyjaszewski, Sawamoto)
1828: Darstellung von Aluminium 2001: Konzept der Click-Chemie
(Wöhler) (Sharp­less, Kolb, Finn)
1840: Begründung der Agrikultur­ 2006: Aufklärung der atomaren Struk­
chemie (Liebig) tur des gesamten Ribosoms im Komplex
1842: Gesetz von der Erhaltung der mit tRNA- und mRNA-Liganden (Rama­
Energie (Mayer) krishnan)
185 Technik

Technik
Technik im weiteren Sinn ist eine beson- gungsablaufs. Des Weiteren umfasst der
dere Art des Vorgehens oder der Ausfüh- Begriff den technologischen Prozess,
rung einer Handlung; im engeren Sinn d. h. die Gesamtheit der zur Gewinnung
fasst man unter dem Begriff Technik die und Bearbeitung von Stoffen notwendi-
Menge der künstlichen materiellen, in- gen Vorgänge einschließlich der Ar-
dustriell und zum Teil auch handwerk- beitsmittel und der Arbeitsorganisation.
lich produzierten Objekte (Werkzeuge, Heute wird mit Technologie allerdings
Maschinen, Fahrzeuge, Bau­- werke u. a.) meist die Gesamtheit der technischen
zusammen. Kenntnisse, Fähigkeiten und Möglich-
In der neueren interdisziplinären Tech- keiten, also das technische Wissen eines
nikforschung versteht man unter Tech- Gebietes bezeichnet, wobei diese Be-
nik griffsbelegung gleichbedeutend mit
• die Menge der nutzenorientierten, »Technik« ist.
künstlichen, materiellen Objekte Objektbezogen kann die Technik in zahl-
(Artefakte oder technische Sach­ reiche Teilgebiete untergliedert werden.
systeme), Eine strenge Abgrenzung der einzelnen
• die Menge menschlicher Handlun- Teilgebiete voneinander ist jedoch nicht
gen und Einrichtungen, in denen möglich, da es in nahezu allen Bereichen
Sachsysteme entstehen, zu Überschneidungen kommt (z. B. zwi-
• die Menge menschlicher Handlun- schen der Bau- und der Verkehrstechnik
gen, in denen Sachsysteme verwen- oder der Elektronik mit nahezu allen an-
det werden. deren Gebieten der Technik). Jüngere
Teilgebiete der Technik mit herausragen­
Technik bezeichnet also nicht nur die der Bedeutung für das 21. Jahrhundert
von Menschen gefertigten Gegenstände, sind die Biotechnik – und hier insbeson-
sondern auch deren Entstehungs- und dere Gentechnik und synthetische Biolo-
Verwendungszusammenhänge und die gie – sowie die Nanotechnik.
dafür erforderlichen besonderen Fertig- Seit der Jahrtausendwende verdoppelt
keiten. Technik ist in diesem Sinne kein sich das Wissen in Naturwissenschaft
isolierter, selbstständiger Bereich, son- und Technik etwa alle drei Jahre. Eine
dern eng mit Kultur, Gesellschaft, Wirt- Auf­listung – auch eine äußerst selektive –
schaft und Politik verflochten und da- von neuen Entdeckungen ist daher kaum
durch eine gesamtgesellschaftlich sehr noch möglich. Zumal jedes Auswählen
wirkungsvolle Kraft. zugleich ein Bewerten bedeutet. Das Ur-
Demgegenüber hatte der Begriff Techno- teil darüber, ob ein Entwicklungsschritt
logie im ursprünglichen Sinn die Bedeu- tatsächlich entscheidend war, das Er-
tung »Verfahrenskunde« und beinhaltet kennen also der großen Linien und der
die Verfahren und Methodik eines ein- wirklich bedeutenden Durchbrüche, ist
zelnen ingenieurwissenschaftlichen Ge- jedoch erst mit einigem zeitlichem Ab-
bietes oder eines bestimmten Ferti- stand möglich.
215 Internationale Organisationen

Entwicklungsprojekten, Koordinierung Ver­­besserung der Gesundheitsversor-


von Entwicklungshilfe und Zusammen- gung im Allgemeinen sowie (v. a. in den
arbeit mit anderen Entwicklungshilfeor- Entwick­lungsländern) die Organisation
ganisationen. Die Weltbank, die Interna- der Gesundheitsdienste, die Ausbildung
tionale Entwicklungsorganisation (IDA), von Ärzten und medizinischem Perso-
die z. B. günstigere Kredite als die Welt- nal, die Verbesserung der Wasserversor-
bank für ärmere Entwicklungsländer ver­ gung und die Bekämpfung von Seuchen
gibt, die Internationale Finanz-Corpora- und Epidemien.
tion (IFC), die private Direktinvestitio-
nen in Entwicklungsländer fördert, und
die Multilaterale Investitions-Garantie- WTO: World Trade Organization (Welt-
Agentur (MIGA), die Garantien gegen po- handelsorganisation)
litische Ausfallrisiken von privaten Di- Gründung: 1995
rektinvestitionen übernimmt, bilden zu- Sitz: Genf
sammen die Weltbankgruppe. Mitglieder: 160 Staaten und die EU-
Organe: Jedes der Mitgliedsländer ent- Kommission; weitere Staaten haben Be-
sendet einen Gouverneur (i.  d.  R. den obachterstatus.
Wirtschaftsminister oder Notenbankprä­ Ziele: Die WTO, eine Sonderorganisation
sidenten) in das oberste Gremium der der UN, ist die Nachfolgerin des 1947
Weltbank, den Gouverneursrat. Die lau- gegründeten Allgemeinen Zoll- und
­
fenden Geschäfte führt das Exekutivdi- Handels­ abkommens GATT und bildet
rektorium, dem 24 Mitglieder angehö- einen umfassenden vertraglichen und
­
ren (fünf Direktoren werden von den institutionellen Rahmen für die Stär-
fünf Mitgliedstaaten mit den höchsten kung der glo­ balen wirtschaftlichen
Kapitalanteilen ernannt). Der Präsident ­Kooperation, die Gestaltung der weltwei-
der Weltbank wird vom Exekutivdirek- ten Handelsbeziehungen und die Über-
torium für fünf Jahre gewählt. Das Stimm­ wachung des Welthandels.
recht der Mitgliedsländer entspricht ih- Organe: Oberstes Organ ist die Minis­ter­
rem Anteil am Weltbankkapital. Die Mit- konferenz; zwischen den Tagungen über­
glieder der jeweiligen Organe sind in nimmt der Allgemeine Rat deren Funkti-
Personalunion für alle vier Organisatio- on. Diesem sind das Streit­schlichtungs­
nen der Weltbankgruppe tätig. organ und das Organ für den han­­­­­del­s­­­-
politischen Überprüfungs­me­cha­­­nis­mus
zugeordnet. Unter Leitung des Allgemei-
WHO: World Health Organization (Welt­ nen Rates sind die Räte für Warenhandel
gesundheitsorganisation) (GATT), Dienstleistungshandel (GATS) und
Gründung: 1948 für handelsbezogene Aspekte der Rechte
Sitz: Genf auf geistiges Eigentum (TRIPS) tätig. Wei-
Mitglieder: 194 Staaten terhin b
­ e­steht ein Sekretariat, das ein von
Aufgaben: Die Hauptaufgaben der WHO der Ministerkon­ferenz gewählter General­
als Sonderorganisation der UN sind die sekretär leitet.
Die Erde 216

Die Erde
Die Erde ist der fünftgrößte der neun Die ersten Eukaryonten (Lebewesen mit
Planeten des Sonnensystems und, von Zellkern) traten vor rund 2,5 Mrd. Jah-
der Sonne aus gezählt, der dritte. Sie um- ren auf. Seit dieser Zeit muss es freien
kreist die Sonne auf einer nahezu kreis- Sauerstoff in der Atmosphäre gegeben
förmigen Ellipsenbahn und rotiert von haben, der bis ins Karbon auf den heuti-
West nach Ost um ihre eigene Achse. gen Gehalt angestiegen ist.
Die Erde entstand zusammen mit den Die Erde hat keine perfekte Kugelgestalt,
anderen Körpern des Planetensystems sondern die Form eines Ellipsoids mit ab­
vor rund 4,6 Mrd. Jahren. Bereits sehr geflachten Polen und etwas ausgebauch-
früh erfolgte die Trennung in einen inne- tem Äquator. Neueste Satellitenvermes­
ren Erdkern und einen äußeren Erdman- sun­gen zeigen, dass auch dieses Ellip­soid
tel, eine feste Erdkruste begann sich nicht perfekt geformt, sondern der Erd-
wenige 100 Mio. Jahre nach der Erdent- körper von Dellen und Beulen ge­prägt ist.
stehung auszubilden. Die ältesten Ge- Die Abweichungen von der Idealform
steine und die ersten Lebensspuren sind reichen von -105 m bis zu +85 m.
rund 4 Mrd. Jahre alt. Im gleichen Zeit­ Entsprechend den drei Aggregatzustän-
raum entstanden die Ozeane. den fest, flüssig und gasförmig werden

Erdgeschichte
Zeitalter System Beginn vor Entwicklung des Lebens
Mio. Jahren
Känozoikum Quartär 1,8 Tier- und Pflanzenwelt der Gegenwart
(Erdneuzeit) Tertiär 65 Entwicklung der Vögel und Säugetiere
Mesozoikum Kreide 135 Aussterben der Dinosaurier, Entwick-
(Erdmittelalter) ­lung der Bedecktsamer
Jura 203 Auftreten des Urvogels Archäopteryx
Trias 250 Auftreten der ersten Säugetiere
Paläozoikum Perm 295 Entwicklung der Reptilien
(Erdaltertum) Karbon 355 erste Reptilien, baumförmige Farne
Devon 408 erste Farne, Schachtelhalme und Bärlapp-
gewächse
Silur 435 erstes Auftreten der Fische, erste Land-
pflanzen
Ordovizium 500 erstes Auftreten der Graptolithen und
Korallen
Kambrium 540 erstes Auftreten der Trilobiten, Brachio-
poden und Kopffüßer
Präkambrium Proterozoikum 2500 erste Quallen, Arthropoden
(Erdfrühzeit) erste Eukaryonten
Archaikum 4560 Entstehung des Lebens
(Erdurzeit)
217 Die Erde

die dem Menschen zugänglichen Berei- Die Lithosphäre


che der Erde in drei Teile untergliedert:
in den festen Erdkörper (Lithosphäre), Während Hydrosphäre und Atmosphäre
die Weltmeere (Hydrosphäre) und in die direkten Beobachtungen zugänglich
Atmosphäre. sind, erschließt sich der dreiteilige Auf-
bau des Erdinnern in Erdkruste, -mantel
und -kern indirekt aus Messungen der
Einige charakteristische
Daten der Erde Laufzeit von Erdbebenwellen.

mittlere Entfernung 149 597 870 km Die Erdkruste ist zweigeteilt und be-


von der Sonne steht aus mehreren kontinentalen und
Umfang der Bahn 940 · 106 km ozeanischen Platten. Sie unterscheiden
mittlere Bahn- 29,783 km/s
geschwindigkeit
siderische Umlaufzeit 365,256 d Zusammensetzung der Erdkruste
Element kontinentale ozeanische
mittlerer Erdradius 6371,00  km
Kruste Kruste
Äquatorumfang 40 075,017 km (Gewichts-%) (Gewichts-%)
Oberfläche 510,065 · 106 km2 Sauerstoff 44,5 43,4
Volumen 1083,207 · 109 km3 Silizium 26,8 23,1
Masse 5,974 · 1024 kg Aluminium 8,4 8,5
mittlere Dichte 5,516 g/cm3 Eisen 7,1 8,2
Entweich- 11,2 km/s Calcium 5,3 8,1
geschwindigkeit
Magnesium 3,2 4,6
Schwerebeschleu- 978,031 cm/s2
Natrium 2,3 2,1
nigung am Äquator
Kalium 0,9 0,1
siderische Rotations- 23,934 h
periode Titan 0,5 0,9
Rotationsgeschwin- 1674  km/h übrige <1,0 <1,0
digkeit am Äquator Elemente

Der Aufbau des Erdinnern


Schicht Tiefe (in km) Beschaffenheit Zusammensetzung
Kruste 0–40 fest, unterschied- vorwiegend Aluminiumsilikate
lich dick
oberer Mantel 40– 500 fest vorwiegend Magnesiumsilikate
Übergangszone 500– 900 fest
unterer Mantel 900– 2900 fest
äußerer Kern 2900– 4980 flüssig metallisches Eisen
Übergangszone 4980– 5120 flüssig
innerer Kern 5120– 6370 fest
233 Die Erde

INDO-
NESIEN
PAPUA-
NEUGUINEA
Australien Barbados
OSTTIMOR Staatsform: Parlamentarisch- DOMINIKANISCHE
REPUBLIK
Staatsform: Parlamentarische
föderative Monarchie Bridgetown Republik
Fläche: 7 692 000 km2 Fläche: 430 km2
Canberra
Einwohner: 23,2 Mio. Einwohner: 285 000
NEUSEE- Hauptstadt: Canberra VENEZUELA Hauptstadt: Bridgetown
LAND
Amtssprache: Englisch Amtssprache: Englisch
Nationalfeiertag: 26.1. Nationalfeiertag: 30.11.
Währung: 1 Australischer Währung: 1 Barbados-Dollar
Dollar (A$) = 100 Cent (c) (BDS$) = 100 Cent
Zeitzone: MEZ +7 bis +9 Std. Zeitzone: MEZ –5 Stunden.

USA
Bahamas Belgien
NIEDER-
Nassau Staatsform: Parlamentarische LANDE Staatsform: Parlamentarische
DEUTSCH-
Monarchie Brüssel LAND Monarchie
DOMINIKA-
NISCHE
REPUBLIK
Fläche: 13 939 km2 LUXEMBURG Fläche: 32 545 km2
KUBA FRANKREICH
Einwohner: 377 000 Einwohner: 11,2 Mio.
HAITI
Hauptstadt: Nassau Hauptstadt: Brüssel
Amtssprache: Englisch Amtssprachen: Französisch,
Nationalfeiertag: 10.7. Niederländisch, Deutsch
Währung: 1 Bahama-Dollar Nationalfeiertag: 21.7.
(B$) = 100 Cent (c) Währung: 1 Euro = 100 Cent
Zeitzone: MEZ –6 Stunden Zeitzone: MEZ

Bahrain Belize
Menama
Staatsform: Emirat Staatsform: Parlamentarische
Fläche: 716 km2 Monarchie
Belmopan
KATAR
Einwohner: 1,3 Mio. MEXIKO
Fläche: 22 965 km2
VEREIN. ARAB. GUATEMALA
EMIRATE Hauptstadt: Menama Einwohner: 335 000
SAUDI-ARABIEN
Amtssprache: Arabisch Hauptstadt: Belmopan
Nationalfeiertag: 16.12. Amtssprache: Englisch
Währung: 1 Bahrain-Dinar Nationalfeiertag: 21.9.
(BD) = 1000 Fils Währung: 1 Belize-Dollar
Zeitzone: MEZ +2 Stunden (Bz$) = 100 Cent (c)
Zeitzone: MEZ –7 Stunden

Bangladesh Benin
Staatsform: Parlamentarische NIGER Staatsform: Präsidiale
Dhaka Republik BURKINA
FASO
Republik
BIRMA
INDIEN
Fläche: 147 570 km2 TOGO NIGERIA Fläche: 112 622 km2
Einwohner: 157 Mio. Porto Novo
Einwohner: 10,4 Mio.
Hauptstadt: Dhaka Hauptstadt: Porto Novo
Amtssprache: Bengali Amtssprache: Französisch
Nationalfeiertag: 26.3. Nationalfeiertag: 1.8.
Währung: 1 Taka (Tk.) = Währung: CFA-Franc
100 Poisha (ps.) Zeitzone: MEZ
Zeitzone: MEZ +5 Stunden
Die Erde 234

CHINA
Bhutan Botswana
SAMBIA
Thimphu Staatsform: Konstitutionelle Staatsform: Präsidiale Rep.
INDIEN
Monarchie NAMIBIA
SIMBABWE
Fläche: 581 730 km2
Fläche: 38 400 km2 Gaborone Einwohner: 2 Mio.
Einwohner: 755 000 SÜDAFRIKA Hauptstadt: Gaborone
Hauptstadt: Thimphu Amtssprachen: Tswana,
Amtssprache: Dzongkha Englisch
Nationalfeiertag: 17.12. Nationalfeiertag: 30.9.
Währung: 1 Ngultrum (NU, = Währung: 1 Pula (P) =
100 Chhetrum (CH) 100 Thebe (t)
Zeitzone: MEZ +5 Stunden Zeitzone: MEZ +1 Stunde

CHINA
Birma (Myanmar) VENEZUELA GUYANA
SURINAME Brasilien
KOLUMBIEN
Französisch-
BANGLADESH
Staatsform: Präsidialrepublik Guayana Staatsform: Präsidiale
INDIEN LAOS
Fläche: 676 552 km2 PERU
Bundesrepublik
Naypyidaw
Einwohner: 53,3 Mio. Brasília
BOLIVIEN
Fläche: 8 547 404 km2
THAILAND
Hauptstadt: Naypyidaw PARAGUAY Einwohner: 200 Mio.
Amtssprache: Birmanisch ARGENTINIEN Hauptstadt: Brasília
Nationalfeiertag: 4.1. URUGUAY Amtssprache: Portugiesisch
Währung: 1 Kyat (K) = Nationalfeiertag: 7.9.
100 Pyas (P) Währung: 1 Real (R$) =
Zeitzone: MEZ +5,5 Stunden 100 Centavos
Zeitzone: MEZ –3 bis –6 Std.

Bolivien Brunei
BRASILIEN Staatsform: Präsidialrepublik Bandar Seri
Staatsform: Sultanat
PERU
Fläche: 1 098 581 km2 Begawan
Fläche: 5765 km2
Sucre
Einwohner: 10,7 Mio. MALAYSIA Einwohner: 420 000
CHILE PARAGUAY Hauptstadt: Sucre Hauptstadt: Bandar Seri
ARGENTINIEN Amtssprachen: Spanisch, ­Begawan
­Ketschua, Aimara Amtssprache: Malaiisch
Nationalfeiertag: 6.8. Nationalfeiertag: 23.2.
Währung: 1 Boliviano (Bs) = Währung: 1 Brunei-Dollar
100 Centavos (c.) (BR$) = 100 Cent (c/)
Zeitzone: MEZ –5 Stunden Zeitzone: MEZ +7 Stunden

Bosnien u. Herzegowina RUMÄNIEN Bulgarien


KROATIEN
Staatsform: Republik Staatsform: Parlamentarische
SERBIEN

Fläche: 51 129 km2


Sofia
SERBIEN
Republik
Sarajevo
Einwohner: 3,8 Mio. MAKEDONIEN Fläche: 110 994 km2
MONTENEGRO Hauptstadt: Sarajevo Einwohner: 7,3 Mio.
TÜRKEI
Amtssprachen: Bosnisch, GRIECHENLAND
Hauptstadt: Sofia
Serbisch, Kroatisch Amtssprache: Bulgarisch
Nationalfeiertag: 1.3. Nationalfeiertag: 3.3.
Währung: 1 Konvertible Mark Währung: 1 Lew (Lw) = 100
(KM) = 100 Fening Stótinki (St)
Zeitzone: MEZ Zeitzone: MEZ +1 Stunde
235 Die Erde

Burkina Faso Costa Rica


MALI
Staatsform: Präsidiale Staatsform: Präsidiale
NIGER
Ouagadougou Republik NICARAGUA Republik
BENIN
TOGO
Fläche: 274 000 km2 San José Fläche: 51 100 km2
GHANA
ELFENBEIN-
Einwohner: 17 Mio. PANAMA Einwohner: 4,8 Mio.
KÜSTE
Hauptstadt: Ouagadougou Hauptstadt: San José
Amtssprache: Französisch Amtssprache: Spanisch
Nationalfeiertag: 11.12. Nationalfeiertag: 15.9.
Währung: CFA-Franc Währung: 1 Costa-Rica-Colón
Zeitzone: MEZ –1 Stunde (c
/) = 100 Céntimos (c)
Zeitzone: MEZ –7 Stunden

Burundi NORWEGEN Dänemark


SCHWEDEN
Staatsform: Präsidiale Staatsform: Parlamentarische
RUANDA
Republik Kopenhagen
Monarchie
Bujumbura Fläche: 27 834 km2 Fläche: 43 098 km2
DEM. REP.
KONGO
TANSANIA
Einwohner: 10,2 Mio. Einwohner: 5,6 Mio.
Hauptstadt: Bujumbura DEUTSCHLAND
Hauptstadt: Kopenhagen
Amtssprachen: Kirundi, Amtssprache: Dänisch
Französisch Nationalfeiertag: 5.6.
Nationalfeiertag: 1.7. Währung: 1 Dänische Krone
Währung: 1 Burundi-Franc (dkr) = 100 Øre
(F. Bu.) = 100 Centimes Zeitzone: MEZ
Zeitzone: MEZ +1 Stunde

PERU
BOLIVIEN
Chile DÄNEMARK Deutschland
Staatsform: Präsidiale NIEDER-
LANDE Berlin
Staatsform: Parlamentarische
Santiago de Chile
Republik BELGIEN
POLEN Bundesrepublik
ARGENTINIEN Fläche: 756 096 km2 TSCHECH.
LUXEMBURG REPUBLIK
Fläche: 357 168 km2
Einwohner: 17,6 Mio. FRANK-
REICH
SCHWEIZ ÖSTERREICH
Einwohner: 81,3 Mio.
Hauptstadt: Santiago de Chile Hauptstadt: Berlin
Amtssprache: Spanisch Amtssprache: Deutsch
Nationalfeiertag: 18.9. Nationalfeiertag: 3.10.
Währung: 1 Chilenischer Währung: 1 Euro = 100 Cent
Peso (chil$) = 100 Centavos Zeitzone: MEZ
Zeitzone: MEZ –5 Stunden

RUSSLAND China Djibouti


KASACHSTAN
NORD-
MONGOLEI KOREA Staatsform: Sozialistische ERITREA
JEMEN Staatsform: Präsidiale Rep.
KIRGISTAN
TADSCHIKISTAN
Peking Volksrepublik Djibouti Fläche: 23 200 km2
AFGHANISTAN
PAKISTAN BHUTAN Fläche: 9 572 419 km2 SOMALIA
Einwohner: 873 000
NEPAL
INDIEN
BIRMA VIETNAM Einwohner: 1,37 Mrd. ÄTHIOPIEN Hauptstadt: Djibouti
LAOS
Hauptstadt: Peking Amtssprachen: Arabisch,
Amtssprache: Chinesisch Französisch
Nationalfeiertag: 1.10. Nationalfeiertag: 27.6.
Währung: 1 Renminbi Yuan Währung: 1 Djibouti-Franc
(RMB.Y=) = 10 Jiao (FD) = 100 Centimes (c)
Zeitzone: MEZ +7 Stunden Zeitzone: MEZ +2 Stunden
AALLLLGGEEM
MEEIINNBBIILLDDUUNNGG kkoom
mppaakktt A L L G E M E I N B I L D U N G k o m pa k t

Die grundlegende
Allgemeinbildung für jedermann
Allgemeinbildung

Allgemeinbildung kompakt
• Das Wichtigste aus 15 Wissensgebieten kompakt
• Fundiert von der Dudenredaktion erklärt,
gleichzeitig leicht verständlich Was jeder wissen muss
• Mit zahlreichen farbigen Abbildungen,
Infografiken und Tabellen

1
Wiss 5
e
gebi ns-
ete

AllgemeinbildungKompakt_978-3-411-71685-2_RZ_2014-12-17.indd Alle Seiten 17.12.14 10:44