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Ermin Selimovic

S15
BM15
Gruppe B

Der Mumin von der Gefolgschaft des Pharao


Der Mumin von der Gefolgschaft des Pharao

(40) Sura Ġāfir (Der Vergebende)

(offenbart zu Makka)

Kern des Themas ist der Glaube, der vom Standpunkt einer einzelnen Person betrachtet wird.

Pharao wollte Moses umbringen. Er wollte mit allen Mitteln eine neue Ordnung in Ägypten
verhindern, die ihn davon abhalten würde, sich weiter zu bereichern. Würde Moses weiter an Einfluss
gewinnen, würde Pharao Ägypten nicht weiter nach seinen Vorstellungen regieren können. Daher
versuchte er sein Motiv, Moses zu töten, zu rechtfertigen indem er ihm die übelsten Absichten
unterstellte. Es stand jedoch ein Mann aus Pharaos' Familie auf, der sich Pharaos' Grausamkeiten
widersetzte.

Wir werden die Qurangeschichte aus Sicht des Tafsir beachten.

Und es sagte ein gläubiger Mann von den Leuten Pharaos, der seinen Glauben geheimhielt:
”Wollt ihr einen Mann töten, weil er sagt: »Mein Herr ist Allāh«, obwohl er mit klaren
Beweisen von eurem Herrn zu euch gekommen ist? Wenn er ein Lügner ist, so lastet seine Lüge
auf ihm; ist er aber wahrhaftig, dann wird euch ein Teil von dem treffen, was er euch androht.
Wahrlich, Allāh weist nicht dem den Weg, der maßlos (und) ein Lügner ist. (40:28) O meine
Leute, euch gehört heute die Herrschaft; denn ihr habt die Oberhand im Land. Wer aber wird
uns vor der Strafe Allāhs schützen, wenn sie über uns kommt?“ Pharao sagte: ”Ich weise euch
nur auf das hin, was ich selbst sehe, und ich leite euch nur auf den Weg der Rechtschaffenheit.“
(40:29)

40:28-29 - Die Identität des gläubigen Mannes ist nicht bekannt. Aus dem Wortlaut kann man
annehmen, dass er entweder der Verwandtschaft des Pharaos oder dem hohen Stab im Palast
angehörte. Die Aussage dieses Mannes ist eine allgemeingültige Erklärung zu allen Zeiten, d.h.: wer
lügt, der trägt selbst die fatalen Folgen seiner Lüge, denn "Allāh weist nicht dem den Weg, der maßlos
und ein Lügner ist. Wir müssen hier beachten, dass dieser Mann nicht von Anfang seinen Glauben
öffentlich bekannt hatte, sondern so sprach, als ob er selbst auch zur Seite des Pharao gehörte und nur
gute Ratschläge geben wollte. Als der Pharao und seine Beamten jedoch nicht zur Einsicht kamen,
enthüllte er schließlich das Geheimnis seines Glaubens . Aus dieser Entgegnung des Pharao geht
hervor, dass er noch nicht begriffen hatte, dass der Mann an seinem Hof ein Gläubiger ist. Deswegen
bringt er ihm gegenüber nicht sein Missfallen zum Ausdruck, sondern gibt ihm nur zu verstehen, dass
er auch nach dessen Rat nicht die Absicht hat, seine Ansicht zu ändern. .

So argumentiert der hier genannte anonyme Gläubige, dass die von Moses überbrachte Botschaft so
überzeugend ist das sie selbst ein Beweis dafür ist, dass er nicht einer der sich selbstverschwändet ist
d.h. der sich spirituell vernichtet, durch den falschen Anspruch auf göttliche Eingebung.

Da sagte jener, der gläubig war: ”O mein Volk, ich fürchte für euch das gleiche, was den
Verbündeten (widerfuhr) (40:30), das gleiche, was dem Volk Noahs und den ‘Ād und den
Ṯamūd und denen nach ihnen widerfuhr. Und Allāh will keine Ungerechtigkeit gegen die
Menschen. (40:31) O mein Volk, ich fürchte für euch den Tag der gegenseitigen Hilferufe
(40:32), den Tag, an dem ihr den Rücken zur Flucht wenden werdet. Keinen Beschirmer werdet
ihr wider Allāh haben. Und der, den Allāh zum Irrenden erklärt, wird keinen Führer finden.“
(40:33) Und Yūsuf kam ja vordem mit deutlichen Beweisen zu euch, jedoch ihr hörtet nicht auf,
das zu bezweifeln, womit er zu euch kam, bis ihr dann, als er starb, sagtet: ”Allāh wird
nimmermehr einen Gesandten nach ihm erstehen lassen.“ Also erklärt Allāh jene zu Irrenden,
die maßlos (und) Zweifler sind (40:34); solche, die über die Zeichen Allāhs streiten, ohne dass
irgendeine Ermächtigung (dazu) zu ihnen gekommen wäre. Äußerst hassenswert ist das für
Allāh und für jene, die gläubig sind. Also versiegelt Allāh das Herz eines jeden Überheblichen,
Gewalttätigen. (40:35)

40:30-33 - Der Mann oben in 40:28-29 setzt seine Aussage fort und warnt vor den Folgen, die einst
dem Volk Noahs und den ‘Ād und den Ṯamūd und denen nach ihnen widerfuhr. Diese verbündeten
sich gegen Allāhs Gesandte und wurden letztendlich ihrer Vergehen wegen vernichtet. (vgl. 38:11-13;
ferner 7:186; 14:4 und die Anmerkung dazu).

Jenen Sündern geschah kein Unrecht durch das, was sie in dieser Welt traf: Sie hatten es verdient.

Und die anderen Verse beziehen sich auf den Tag des Gerichts.

40:34-35 - Hier handelt es sich um einen Rückblick und eine Bezugnahme auf die Vorgeschichte der
Kinder Israels in Ägypten (vgl. dazu Sura 12). Der Zeitraum zwischen Yūsuf und Moses betrug etwa
drei Jahrhunderte, eine kurze Zeit für das Gedächtnis der Ägypter. (ÜB) Dennoch ignorierten sie sein
heilvolles Wirken und verfolgten danach die Kinder Israels in Ägypten, bis Moses (a.s.) sie befreite.
(vgl. 2:7; 7:100 und die Anmerkung dazu).
Nicht nur die Anerkennung des Prophetentums von Josef wird verweigert sondern auch die
Möglichkeit jedes von Gott gesanten Propheten leugnend. Es scheint, dass Josef in Ägypten nur von
der herrschernden Klasse, den Hyxsos, als Propheten angenommen worden war, die arabischen
Ursprungs waren, eine dem hebräischen nahe Verwandte Sprache sprachen und daher emotional und
kulturell für den Geist von Josefs Sendung empfänglich waren, wären die übrige Bevölkerung dem
von ihm gepredigten Glauben gegenüber feindlich war und blieb.

Und Pharao sagte: ”O Hāmān, baue mir einen Turm, so dass ich die Zugänge erreiche (40:36),
die Zugänge zu den Himmeln, damit ich ihn sehen kann, den Gott Moses', und ich halte ihn
wahrlich für einen Lügner.“ Also erschien Pharao das Böse seines Tuns im schönsten Licht, und
er wurde von dem Weg abgewendet; und der Plan Pharaos schlug fehl. (40:37)

40:36-37 - Hāmān, der Hohepriester des Amon war der nächsthöchste im Rang nach dem Pharao (vgl.
28:38). Die Rede des Pharao zeigt, wie eng seine Denkweise war; denn - egal wie hoch der gedachte
Turm sein sollte, er wird - angemessen mit der gewaltigen Schöpfungs Allāhs - die Himmelshöhe
nicht erreichen.

Und jener, der gläubig war, sagte: ”O mein Volk, folgt mir. Ich will euch zum Weg der
Rechtschaffenheit leiten. (40:38) O mein Volk, das Leben auf dieser Erde ist wahrlich nur ein
vergänglicher Genuss; und das Jenseits allein ist wahrlich die dauernde Heimstatt. (40:39) Wer
Böses tut, dem soll nur mit Gleichem vergolten werden; wer aber Gutes tut - sei es Mann oder
Frau und dabei gläubig ist, diese werden ins Paradies eintreten; darin werden sie mit Unterhalt
versorgt werden, ohne dass darüber Rechnung geführt wird. (40:40)

40:38-40 -Die Aussage des Mannes in 40:28-29 und 40:30-33 wird hier fortgesetzt. (vgl. ferner 2:212;
3:195; 16:98 und die Anmerkung dazu).

O mein Volk, was ist an mir, dass ich euch zum Heil aufrufe, während ihr mich zum Feuer
ruft? (40:41) Ihr ruft mich auf, Allāh zu verleugnen und Ihm Götter zur Seite zu stellen, von
denen ich keine Kenntnis habe. Ich aber rufe euch zu dem Erhabenen, dem Vergebungsreichen.
(40:42) (Es besteht) kein Zweifel, dass das, wozu ihr mich ruft, keinen Anspruch in dieser Welt
oder im Jenseits besitzt; und wir werden zu Allāh heimkehren, und die Übertreter werden
Bewohner des Feuers sein. (40:43) Bald werdet ihr an das denken, was ich zu euch sage. Und ich
lege meine Sache Allāh zur Entscheidung vor; denn Allāh durchschaut die Menschen.“ (40:44)
So schützte ihn Allāh vor den Übeln dessen, was sie planten; und eine schlimme Strafe ereilte
die Leute Pharaos (40:45): (das) Feuer - sie sind ihm morgens und abends ausgesetzt. Und am
Tage, wenn die Stunde kommen wird (da wird gesprochen werden): ”Lasst Pharaos Leute die
strengste Strafe antreten.“ (40:46)
40:41-46 - Die Aussage des Mannes in 40:28-29, 40:30-33 und 40:38-40 wird hier fortgesetzt. Sein
Aufruf ist tiefgreifend; denn der ägyptische Königskult war nur eine Art Gotteslästerung.
Aus diesem Satz geht eindeutig hervor, dass der Gläubige sich voll der Tatsache bewusst war, dass er
dem Zorn des gesamten pharaonischen Reiches ausgesetzt sein würde. Der Pharao und seine
Vertrauten müssen geheime Pläne entworfen haben, ihn zu töten, die aber von Allāh (t) zunichte
gemacht wurden. Der Pharao und sein Volk wurden zu Moses' Zeit von verschiedenem Unheil
heimgesucht (vgl. 7:130-136; ferner 26:52:59 und die Anmerkung dazu).

Eigenschaften des Pharao die man aus diesen Text entnehmen kann:
o Sündhaft
o Setzt Gott Partner bei
o Respektlos
o Tötet eine unschuldige Person aus persönlichen Interessen
o Befiehlt das Böse
o Verhindert das Gute
o Gierig
o Verachtenswert
o Überschreitet Grenzen
o Gewalttätig und aggressiv

o Verursacht Unruhen in der Gesellschaft


o Verspottet Menschen oder Völker
o Macht den Ruf bestimmter Leute zunichte

Eigenschaften des Gläubigen die man aus den Ayat Entnehmen kann:
o Glaubt an Gott, den Jüngsten Tag, die Engel, die Schrift und die Propheten
o Vergilt Böses mit Gutem

o Kümmert sich um andere


o Respektiert die Gläubigen
o Denkt logisch
o Ehrwürdig

o Gibt sich Gott hin


o Scharfsinnig
o Spricht weise
o Ehrenwert
o Anständig
o Tapfer

o Wendet sich allein an Gott

Bleib standhaft von Allah egal wie schwer die Prüfung auch sein mag und egal wie stark und mächtig
dein fein ist, denn gewiss nur diejenigen die standhaft und geduldig sind können das Paradies
erreichen.