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DEUTSCHE NORM März 1997

Zusätze zum Weich- und Hartlöten


Methoden zur Probenahme von Weichloten DIN
für die Analyse
(ISO 10564:1993) Deutsche Fassung EN ISO 10564:1997 ENIS010564
ICS 25.160.50

Deskriptoren: Hartlöten, Weichlöten, Zusatz, Probenahme, Weichlot

Soldering and brazing materials-


Methods for the sampling of soft solders for analysis (ISO 10564 : 1993);
German version EN ISO 1 0564 : 1 997
Produits d'apport pour brasage tendre et brasage fort -
Methode d'eohantillonnage des produits d'apport de brasage tendre pour analyse (ISO 10564 : 1993);
Version allemande EN ISO 10564 : 1997

Die Europäische Norm EN ISO 1 0564 : 1 997 hat den Status einer
Deutschen Norm.

Nationales Vorwort
Die vorliegende Europäische Norm ist die IJbersetzung der Internationalen Norm
SO 10564:1993 "Zusätze zum Weich- und Hartlöten - Methoden zur Probenahme von
Weichloten für die Analyse", die im Unterkomitee SC 12 "Hart- und Weichlöten" des
ISO/TC 44 "Schweißen und verwandte Verfahren" erarbeitet wurde.
Das zuständige deutsche Normungsgremium ist der Gemeinschaftsausschuß AA 8/AG V6
löten" im Normenausschuß Schweißtechnik (NAS).

Fortsetzung 3 Seiten EN

Normenausschuß Schweißtechnik (NAS) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

Berlin, 05
Berlin
EUROPÄISCHE NORM EN ISO 10564
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROP^ENNE Januar 1997

ICS 25.1 60.50

Deskriptoren: Weichlöten, Lote, Probenahme, Probenvorbereitung

Deutsche Fassung

Zusätze zum Weich- und Hartlöten


Methoden zur Probenahme von Weichloten
für die Analyse
(ISO 10564:1993)

Solderlng and brazing materials - Methods Produits d'apport pour brasage tendre et bra-
for the sampllng of soft solders for analysls sage fort - Methode d'echantillonnage des
(ISO 10564:1993) produits d'apport de brasage tendre pour
analyse (ISO 10564:1993)

Diese Europäische Norm wurde von GEN am 1996-12-12 angenommen.


Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der
die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung
der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen
Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch).
Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung
durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Zentralsekretariat mitgeteilt
worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland,
Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen,
Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und dem Vereinigten Königreich.

GEN
EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG
European Committee for Standardization
Comite European de Normalisation
Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

© 1 997. Das Copyright ist den CEN-Mitgliedern vorbehalten. Ref. Nr. EN ISO 1 0564 : 1 997 D
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EN ISO 10564 : 1997

Vorwort
Der Text der Internationalen Norm wurde vom Technischen Komitee ISO/TC 44 "Welding and allied prooesses" der International
Organization for Standardization (ISO) erarbeitet und als Europäische Norm durch das Technische Komitee CEN/TC 121
"Schweißen" übernommen, dessen Sekretariat von DS gehalten wird.
Diese Europäische Norm muß den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines identischen
Textes oder durch Anerkennung bis Juli 1997, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis Juli 1997 zurück¬
gezogen werden.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder gehalten,
diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Anerkennungsnotiz
Der Text der Internationalen Norm 180 10564:1993 wurde von CEN als Europäische Norm ohne irgendeine Abänderung
genehmigt.


Anwendungsbereich b)ûBesteht ein Los aus zwischen vier und 44 Einheiten
(einschließlich), werden vier Produkteinheiten willkürlich
Diese Internationale Norm legt Methoden zur Probenahme
einer aus Losen bestehenden Liefermenge von Weichloten ausgewählt.
und ein Verfahren für die Vorbereitung der für jedes Los c)ûBesteht ein Los aus n Produkteinheiten (wenn n grö¬
repräsentativen Analysenprobe fest. ßer als 44 ist), werden 0,1 n Einheiten willkürlich ausge¬
wählt (die am nächsten liegende Ganzzahl größer 0,1 n).

Definitionen
Für die Anwendung dieser Internationalen Norm gelten die Tabelle 1 : Produkteinheiten
folgenden Definitionen: für verschiedene Lieferformen
2.1û Weichlot: Ein metallischer Zusatzwerkstoff, der
benutzt wird, um metallische Teile miteinander zu verbinden, Lieferform Produkteinheit
dessen Schmelzpunkt (Liquidus) unterhalb der Schmelz¬
punkte der zu verbindenden Teile, üblichen/veise unterhalb Barren, Block, Platte, Stab ein einzelner Barren, Block,
von 450 °C, liegt. oder Stange Stab, eine Platte oder
Stange
2.2û Produkteinheit: Der geprüfte Gegenstand, mit dem
eine Einteilung als fehlerhaft oder nicht fehlerhaft vorgenom¬ Draht einzelne Spule oder Rolle
men wird.
2.3û Los: Die Summe von Produkteinheiten aus einer Stanzformteile und Ringe, einzeln abgepackte Menge
Schmelze. Kügelchen oder Pulver
2.4û Liefermenge: Eine Anzahl von Produkten, die aus
einem oder mehreren Losen gleicher Oualität besteht und
zur gleichen Zeit vom Lieferer an den Käufer geliefert wird.
4.3 Vorbereitung der Prüfprobe aus der Losprobe
2.5û Losprobe: Eine oder mehrere Produkteinheiten, die 4.3.1û Allgemein
als Stichproben aus dem Los gewählt wurden und generell
Mit der nach 4.2 ausgewählten Losprobe wird der Prüfpro¬
als repräsentativ für dieses Los gelten.
benstab in Übereinstimmung mit den in 4.3.2 oder 4.3.3
2.6û Prüfprobenstab: Ein Lotstab, der durch Einschmelzen beschriebenen Methoden vorbereitet, abhängig von der
der Losprobe oder eines Teils davon und anschließendem angelieferten Form des Weichlots.
Formen in einer entsprechenden Gußeisen- oder Aluminium¬
form erstellt wird. 4.3.2û Lote (Guß oder Knetlegierung) in Form von
2.7û Analysenprobe: Eine repräsentative Probe, welche Barren, Platten, Blöcken, Stäben oder Stangen
aus dem Prüfprobenstab erstellt und zur Bestimmung der Die gesamte Losprobe (4.2) in einem sauberen Eisen- oder
chemischen Eigenschaften verwendet wird. Schmelztiegel einschmelzen und zwischen 50 °C und
100°C über Liquidustemperatur der Legierung erhitzen. Gut

Prinzip durchrühren und Prüfprobestäbe mit einer Masse von unge¬
fähr 50 g bis 1 00 g und einer Dicke nicht größer als 8 mm als
Die in Abschnitt 4 beschriebenen Verfahren dienen zur
Erstellung einer repräsentativen Analysenprobe für jedes Los Hartguß in einer Gußeisen- oder Aluminiumform nach Bild 1
herstellen. Beträgt die Schmelzmenge weniger als 50 g, ist
von Weichloten innerhalb der Liefermenge.
die gesamte Schmelze in einen der Hohlräume der Gußform
4ûProbenahme zu gießen.
4.1û
Produkteinheit ANMERKUNG 1: Die Gußform sollte aus einem
Die Produkteinheit, die zur Probenahme verwendet wird, Material bestehen, das keine Verunreinigungen an
muß der Tabelle 1 entsprechen. der Lotprobe verursacht.
ANMERKUNG 2: Die Verwendung eines Flußmittels
4.2û
Auswahl der Losprobe
ist beim Schmelzen der Losprobe nicht erforderlich,
Die Losprobe ist wie folgt auszuwählen: wenn die Produkteinheiten in Gußform vorliegen.
a) Besteht ein Los aus bis zu vier Produkteinheiten, wer¬ Metallschlacke sollte vor dem Guß des Probestabes
den alle Einheiten gewählt. entfernt werden.
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EN ISO 10564 : 1997

vO O
M

ANMERKUNG: Werkstoff: Gußeisen oder Aluminium

Bild 1 : Gußform des Prüfprobestabes

4.3.3 Lote (Knetlegierung) in Form von Drähten, 20 g nehmen. Alle Scheiben in einen sauberen Schmelz¬
Kügelchen, Pulvern oder Formteilen tiegel legen und Flußmittel (wie in 4.3.3 beschrieben) hinzu¬
Von jeder Produkteinheit der Losprobe (4.2) wird eine IVIenge fügen. Die Scheiben einschmelzen und die Schmelze
mit einer Nennmasse von 10 g gewählt. Alle repräsentativen zwischen 50 °C und 100°C über Liquidustemperatur der
Mengen eines Loses in einen Schmelztiegel geben und alle Legierung erhitzen.
Mengen unter einer dünnen Schicht von Flußmittel, wie z. B. Gut durchrühren und den Tiegel in einer Höhe von ungefähr
Palmkernöl, Glyzerol-, Harz- oder Paraffinwachs, schmelzen. 50 cm über einer trockenen, sauberen, glatten Stahlplatte
Die Schmelze zwischen 50 °C und 100°C über Liquidus- von > 50 cm X50 cm umdrehen. Die gewonnenen 'Spritzpro¬
temperatur der Legierung erhitzen. Gut durchrühren und für ben', die die Form einer gut schneidbaren Folie aufweisen soll¬
jeweils 100 g Schmelze einen Prüfprobestab mit einer Masse ten, stellen die repräsentativen Analyseproben des Loses dar.
von ungefähr 50 g bis 100 g und einer Dicke nicht größer als
8 mm als Hartguß in einer Gußeisen- oder Aluminiumform 4.5 Prüfung einzelner Produkteinheiten
nach Bild 1 herstellen. Beträgt die Schmelzmenge weniger (nur für Knetlegierungen)
als 50 g, ist die gesamte Schmelze in einen der Hohlräume Als Alternative zur Zusammenfassung der Produkteinheiten
der Gußform zu gießen. in der Losprobe, wie in 4.3.2 und 4.3.3, kann auch jedes aus
ANMERKUNG 3: Die Gußform sollte aus einem dem Los gewählte Produkt, nach 4.2, einzeln analysiert wer¬
Material bestehen, das keine Verunreinigungen an den. In diesem Fall ist die Analysenprobe für jede einzelne
der Lotprobe verursacht. Produkteinheit nach den in 4.3.2 oder 4.3.3 (wie im speziel¬
ANMERKUNG 4: Bei Lotformen mit integralem Flu߬ len Fall anzuwenden) und 4.4 beschriebenen Verfahren vor¬
mittel kann auf die Flußmittelschicht beim Schmelzen zubereiten.
der Mengen verzichtet werden. ANMERKUNG 7: Stellt sich heraus, daß einzelne
ANMERKUNG 5: Für Pulver wird aktiviertes Harz Produkteinheiten nicht den Erfordernissen hinsicht¬
als Flußmittel empfohlen (z.B. Typ 1.1.3 nach lich der chemischen Zusammensetzung entsprechen,
ISO 9454-1 :1990, Soft soldering fluxes - Classifica¬ sollten sie jeweils abgewiesen werden. Wenn mehr
tion and requirements - Part 1 : Classification label- als 10% einer Produkteinheit im Los fehlerhaft sind,
ling and packaging). wird das gesamte Los abgelehnt.
ANMERKUNG 6: Ist die Masse der Liefermenge für 5 Aufbewahrung der Analysenproben
dieses Verfahren zu klein, ist das Verfahren zur Probe¬
nahme zwischen Lieferant und Käufer zu vereinbaren. Die 'Spritzproben' (4.4) sind mit einer Schere in kleine Schei¬
ben zu schneiden, mit Azeton zu entfetten und unter Warm¬
4.4 Vorbereitung der Analysenprobe luftzufuhr zu trocknen. Falls erforderlich, sind die Probe¬
Den Prüfprobestab, erstellt wie in 4.3, quer bis zur Hälfte stücke in einem abgeschlossenen, luftdichten Behälter auf¬
teilen. Genügend Scheiben aus dem mittleren Bereich eines zubewahren. Der Behälter sollte einen Aufkleber haben, der
jeden Stabes mit einer Gesamtmasse zwischen 10 g und über den genauen Inhalt der Probe Auskunft gibt.