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Sahara: Der Entscheid der USA "bringt uns einer Lösung für einen

Konflikt näher“, der zu lange angedauert hat, behauptet Bourita

Paris-Der amerikanische Entscheid, die volle und vollständige Souveränität


Marokkos über die gesamte Sahara anzuerkennen, setzt "eine verstärkte
Dynamik zugunsten einer realistischen und dauerhaften politischen Lösung auf
der Grundlage eines Kompromisses im Rahmen der Autonomie frei", bekräftigt
der Minister für auswärtige Angelegenheiten, für afrikanische Zusammenarbeit
und für die im Ausland ansässigen Marokkaner, Nasser Bourita in einem
Artikel, der am Mittwoch in der Zeitschrift Jeune Afrique veröffentlicht wurde.

Der US-Entscheid sollte "an der Aussicht auf eine Lösung ausgelegt werden, die
sie für diesen festfahrenden Konflikt anbietet, um uns einer dauerhaften
Stabilität und Sicherheit auf einem hochstrategischen Subkontinent
näherzukommen", betont der Minister in dieser veröffentlichten Tribüne betitelt
"Marokko: in der Sahara ein amerikanischer Entscheid, der uns einer Lösung
näherbringt".

Bourita zufolge ist das Gewicht des amerikanischen Entscheids "im Lichte
desjenigen seines Urhebers abzulesen: Weltmacht, ständiges Mitglied des
Sicherheitsrates" und "Hauptverbündeter" Marokkos, womit strategische
Beziehungen bestanden haben, etabliert und in den letzten zwanzig Jahren unter
der aufgeklärten Führung seiner Majestät des Königs Mohammed VI. erbaut
wurden.

Diese Beziehungen, die in der Geschichte eingebettet sind und in die Zukunft
hinausblicken, wurden über die verschiedenen Administrationen hinweg
konsolidiert, stellte er die Erklärung auf.

Herr Bourita stellt die Tatsache an den Pranger, dass die Separatisten der Front
Polisario nicht den amerikanischen Entscheid abgewartet haben, um gegen den
Waffenstillstand zu verstoßen und "insgesamt unbedeutende"
Belästigungsaktionen durchzuführen, in diesem Forum feststellend, dass zwei
Visionen im künstlichen Konflikt um die marokkanische Sahara entgegengesetzt
sind.

Einerseits die seitens Marokkos, ausgetragen durch seinen Souverän, der die
Absicht hegt, dass die Zukunft besser als die Vergangenheit wird, und der
massive Investitionen einspritzt, um sie allein in den südlichen Provinzen über
zehn Jahre mit mehr als 7 Milliarden Dollar aufzubauen und somit auf die
Königliche Vision reagiert, die Bevölkerung nicht als Geisel des politischen
Prozesses zu nehmen, der sich festfährt.

Andererseits beklagte der Minister die der anderen Parteien, die "den Status quo
befürworten, sogar darin verharren, der regionalen wirtschaftlichen Integration
in die Quere kommen, die Sicherheit in einer instabilen Region aufs Spiels
setzen und die Augen über die humanitären Folgen zuschließen".

Ihm nach "müssen wir den amerikanischen Entscheid im Lichte dieser Daten
bewerten", nachschiebend, dass er sich überdies unter diesem Gesichtspunkt in
seiner strukturierendsten Dimension mausert, weil er "eine stärkere Dynamik
zugunsten einer realistischen und dauerhaften politischen Lösung auf der Basis
von Kompromissen im Rahmen der Autonomie freimacht“.

„Es ist dieses für seine tausendjährige Tradition des Zentralstaates typische
Kompromissgefühl, das es Marokko bewerkstelligt hat, sich zu einer Logik
erweiterter Autonomie auszuwachsen, worin die Bevölkerung der
marokkanischen Sahara deren politische, wirtschaftliche und soziale
Angelegenheiten durch regionale Gesetzgebungs-,Exekutiv-und-Justizorgane
verwalten darf.“, sagte er.

Herr Bourita merkt darüber hinaus an, dass die Vereinigten Staaten sich der
Entstehung und der Entwicklung des Dossiers, seiner Dynamik und seiner
Probleme bewusst sind und dass der Prozess, dessen Ergebnis die
Autonomieinitiative ist, das Ergebnis „eingehender Konsultationen zwischen
seiner Majestät dem König und der Clinton-Administration ist“.

In Absprache mit der Bush-Regierung, den Republikanern, eingereicht, wurde


ihm später von der Obama-Regierung, den Demokraten, beigestanden. Diese
sukzessiven Administrationen haben alle die Autonomie als Lösung für diesen
regionalen Konflikt unterstützt, erinnert der Minister daran, hinzufügend, dass
die Proklamation der Regierung des Präsidenten Trump „diesen Prozess krönte
und den Weg für eine konstante Position der Unterstützung für zwanzig Jahre
ebnete”.

Unterstützung, die mit der Anerkennung der nationalen Souveränität und der
territorialen Integrität zusammengeht, stellt er fest, hinzufügend, dass die
Vereinigten Staaten Marokko über die Unterstützung hinaus, die sie Marokko
durch öffentliche politische Erklärungen zugestehen, seit 2015 eine Finanzlinie
zum Nutzen der Provinzen der marokkanischen Sahara bereitgestellt haben.
Desgleichen, erklärt er, gelten die mit der Europäischen Union abgeschlossenen
Handelsabkommen für die südlichen Provinzen des Königreichs, wobei die
starke Unterstützung der Vereinigten Staaten "daher nur Unwissenheit und
Amnesie einsäet".

Und um fortzufahren, dass die amerikanische Proklamation auch mit der


Entwicklung des Dossiers innerhalb der Vereinten Nationen in Phase ist,
zunächst durch die Erklärungen vieler ehemaliger UNO-Gesandter, die darauf
gepocht hatten, dass "die Unabhängigkeit der Sahara" keine realistische Option
sei, und anschließend durch die letzten siebzehn Resolutionen des
Sicherheitsrates, worin eine klare Doktrin verwurzelt ist, die eine "realistische,
pragmatische und dauerhafte politische Lösung" einfordern und gleichzeitig die
Vorrangstellung der ernsthaften und glaubwürdigen Anstrengungen der
Vereinten Nationen markieren, zwecks dessen den Konflikt beilegen zu dürfen.

Um dies zu erzielen, „bleibt“ Marokko dem politischen Prozess „treu“, der unter
der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen auf der Basis klardefinierter
Parameter durchgeführt wird, woran die wirklichen Parteien am regionalen
Konflikt beteiligt sind.

"Und seine Majestät der König hat sich dem Generalsekretär der Vereinten
Nationen gegenüber, António Guterres, dazu verpflichtet", ließ der Minister
bemerken, unterstreichend, dass es "wichtig ist, hervorzuheben, dass der
politische Prozess kein Selbstzweck ist", sondern "ein Weg" ”.

In seinen Augen sind diejenigen, die erachten, Marokko durch die Ablehnung
seiner Autonomieinitiative aufzubringen, sich nur „in einer Sackgasse festfahren
und in Wirklichkeit das einzige Versprechen einer Lösung ohne Gewinner bzw.
Verlierer ausschalten, die eine „immer stärkere internationale Unterstützung
genießt“.

„Wir wollen als Beweis die 42 Staaten, die vor kurzem ihre Unterstützung
zugunsten der Autonomie unter marokkanischer Souveränität im Rahmen einer
Ministerkonferenz auf Betreiben Marokkos und der Vereinigten Staaten
bekunden. Darüber hinaus wird der amerikanische Entscheid, dem sich rund
zwanzig Staaten anschließen und welche Konsulate in Laâyoune und Dakhla
eingeweiht haben, zweifelsohne andere Nationen dazu motivieren, sehr bald den
selben Weg einzuschlagen“, erinnert er daran.
Und als Marokko am 22. Dezember 2020 die trilaterale Erklärung
unterzeichnete, die die Erklärung des amerikanischen Präsidenten beinhaltet,
„besiegelte es zur gleichen Zeit die Verpflichtung zu einem tugendhaften Paket,
das die Stabilität im Maghreb ankurbelt und dem Frieden im Nahen Osten
dienhaft ist".

"Dies stellt heute eine Gelegenheit für uns dar, eine konstruktive Positionierung
einzunehmen und Partei für den einzig realistischen, fairen und nachhaltigen
Horizont zu ergreifen", schließt er damit ab.

Der Minister für auswärtige Angelegenheiten, für afrikanische Zusammenarbeit


und für die im Ausland ansässigen Marokkaner, Nasser Bourita, unterzeichnete
weitere Foren innerhalb verschiedener internationaler Medien, worin er den
amerikanischen Ansatz und die internationale Unterstützung zugunsten der
Lösung der Autonomie in den südlichen Provinzen unter marokkanischer
Souveränität aufklärt.

Quellen:

http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com

http://www.sahara-villes.com

http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com

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