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Die 5 Säulen der Identität nach H.G.

Petzold (1993)

Unter Identität (v. lat.: identitas = Wesenseinheit) versteht man die Einzigartigkeit eines
Lebewesens, insbesondere eines Menschen.

Identität ist die einzigartige Persönlichkeitsstruktur eines Menschen, das wer bin ich, auf wen
beziehe ich mich, wer bezieht sich auf mich, worüber definiere ich mich und was macht mich
aus.
Identität ist ein lebenslanger Prozess und zeigt sich im Auftreten, Minik, Gestik, Sprache und
körperlichen Stärken und Schwächen und natürlich im inneren Bild / Selbstbild, Selbstgefühl
und Glauben an sich.

Identität entwickelt und verändert sich im Lebensverlauf (Identitätsentwicklung,


Identitätskrisen).
Dabei werden ständig Informationen aus dem Leib-Selbst (Identifikation = “Wie sehe ich
mich selbst?”) und der Umwelt (Identifizierung= “Wie werde ich von meinen Mitmenschen
gesehen ?”) bewertet und übernommen oder zurückgewiesen.

Identität ist daher einerseits ein zeitlich überdauerndes Konzept, das sich andererseits aber
lebenslang in Entwicklung und Veränderung befindet.

Die 5 Säulen der Identität (ein Konzept von H.G. Petzold für die integrative Therapie)

1. Leib / Leiblichkeit

2. soziales Netzwerk / soziale Bezüge

3. Arbeit und Leistung

4. materielle Sicherheit und

5. Werte

bauen, stützen und tragen (oder eben nicht…) die Identität eines Menschen.

Ganzheitliche psychotherapeutische Arbeit (das gälte natürlich genauso für Medizin,


Sozialarbeit, Sozialpädagogik, etc.) müsste diese 5 Säulen berücksichtigen, und in ihre Arbeit
/ Interventionen einbeziehen.

Interventionen alleine in Bezug auf die Säule Leib / Leiblichkeit greifen meist zu kurz (wie
natürlich auch einseitiges Intervenieren in anderen Säulen, z.B. jemandem der Schulden hat
einfach ohne Abklärung in den anderen Säulen einen Kleinkredit geben… / siehe Beispiele),
weil sie die Lebensrealität (und Konflikte, Leiden und Chancen) aus den anderen Säulen nicht
beachten und einbeziehen.

Leib / Leiblichkeit (Säule 1)

• körperliche und psychische Integrität


• Sexualität
• Selbstliebe
• Sinne
• Genussfähigkeit

Mein Leib als Gefäss, das ich bin - in dem ich lebe - meine Gesundheit, meine Beweglichkeit,
mein Wohlbefinden, meine Sexualität, meine Belastungsfähigkeit, meine Psyche, meine
Gefühle, meine Lüste, meine Sehnsüchte, Glaubenssysteme, und Träume … (Meine
medizinische Gesundheit, meine Psyche, meine Kondition und Fitness, meine Ausstrahlung,
etc.).
In diesen Bereich gehört alles, was mit meinem Leib zu tun hat, “in mir drin” ist, mit seiner
Gesundheit, seinem Kranksein, seiner Leistungsfähigkeit, seinem Aussehen, mit der Art und
Weise, wie sich der Mensch mag und “in seiner Haut” wohl oder eben auch unwohl fühlt.
Auch wie der Mensch von anderen in seiner Leiblichkeit wahrgenommen wird, ob sie ihn
anziehend finden oder ablehnen, schön finden oder hässlich, als gesund und vital oder als
krank und gebrechlich erleben, etc.

soziales Netzwerk / soziale Bezüge (Säule 2)

• Partnerschaft
• Familie
• Soziale Beziehungen
• Freundschaften

Mein soziales Netzwerk, meine Freunde, Familie, Arbeitsplatz, Beziehungen, Ehe,


Freizeitgestaltung, Verein …
Persönlichkeit und Identität werden nachhaltig bestimmt von den sozialen Beziehungen, dem
sozialen Netzwerk, also den Menschen, die für jemanden wichtig sind, mit denen er
zusammen lebt und arbeitet, auf die er sich verlassen kann und denen er etwas bedeutet. Aber
es gehören auch Leute zum sozialen Netzwerk, die ihm nicht wohlgesonnen sind, feindselig
gegenüberstehen oder auch schaden.

Arbeit und Leistung (Säule 3)

• Kontrolle über die eigenen Lebensbedingungen


• Selbstbestimmung
• Autonomie

Tätigkeiten, Arbeit, mein “Tätig-sein”, mit der ich mich identifiziere und mit der ich
identifiziert werde (wichtig ist hier auch die allgemein gehaltene Formulierung “Tätig-Sein”,
denn auch Erwerbslose, RentnerInnen und invalide / berufsunfähige habe sehr wohl Chance,
tätig zu sein oder wieder tätig zu werden…).
Ein weiterer Bereich der Identität kann unter die Überschrift “Arbeit, Leistung, “tätig sein”"
gestellt werden. Arbeitsleistungen, Arbeitszufriedenheit, Erfolgserlebnisse, Freude an der
eigenen Leistung, aber auch entfremdete Arbeit, Arbeitsüberlastung, überfordernde sowie
erfüllte oder fehlende Leistungsansprüche bestimmen die Identität nachhaltig.
materielle Sicherheit (Säule 4)

• allgemeine soziale Absicherung


• Arbeitsplatz
• Wohnung
• finanzielle Sicherheit

Die Identität wird weiterhin beeinflusst von den materiellen Sicherheiten, dem Einkommen,
Geld, materielles wie Nahrung, Kleidung, Lebensbedarf, Weiterbildungsmöglichkeiten, den
Dingen, die jemand besitzt, seiner Wohnung oder Haus, aber auch dem ökologischen Raum,
dem er sich zugehörig fühlt, dem Stadtteil in dem er sich beheimatet fühlt oder wo er ein
Fremder ist. Fehlende materielle Sicherheiten belasten das Identitätserleben schwer. Geld,
materielles wie Nahrung, Kleidung, Lebensbedarf, Weiterbildungsmöglichkeiten

Werte & Normen (Säule 5)

• Lebensziele
• Wünsche
• Sinn des Lebens
• Glaube
• Spiritualität
• Moral
• Erziehung

Moral, Ethik, Religion, Liebe, Hoffnungen, Traditionen, Glauben, Sinnfragen


(gesellschaftliche und persönliche und ihr Verhältnis zueinander).
Persönlichen Werte und Normen, sie sind der fünfte Bereich, welcher meine Persönlichkeit
und Identität trägt.
Das, was jemand für richtig hält, von dem er überzeugt ist, wofür er eintritt und von dem er
glaubt, dass es auch für andere Menschen wichtig sei. Das können religiöse oder politische
Überzeugungen sein, die “persönliche Lebensphilosophie”, wichtige Grundprinzipien.

Zur Identitätskrise kann es kommen, wenn eine oder mehrere Säulen “wegbrechen” oder sich
plötzlich stark verändern und die anderen Säulen die Identität nicht ausreichend stabilisieren
können.

Einbezug dieser Säulen in die psychotherapeutische Arbeit heisst:


Psychotherapie ist nicht einfach Arbeit an der Psyche, sondern ganzheitliche Wegbegleitung
unter Berücksichtigung des persönlichen Beziehungskontextes, des Arbeits- und
Leistungskontextes / -situation, der materiellen Situation, Wertefragen / -konflikten, etc.
(siehe Beispiele)
Medizin uns Psychotherapie, welche diese Säulen nicht beachten, sind nicht ganzheitlich und
greifen in aller Regel zu kurz.

Quelle
http://www.therapiedschungel.ch/content/5_saeulen_der_identitaet.htm
 

Die 5 Säulen der Identität ‐ Ein kleiner Fragebogen

5 Säulen Inhalt Das bedeutet für mich ? Meine Ziele !


1. Leiblichkeit, Körper körperliche und psychische 
Integrität 
Sexualität 
Selbstliebe 
Sinne 
Genussfähigkeit 
2. Soziales Netz Partnerschaft 
Familie 
Soziale Beziehungen 
Freundschaften 
3. Arbeit, Leistung Kontrolle über die eigenen Lebensbedingungen 
Selbstbestimmung 
Autonomie 
4. Materielle Sicherheit allgemeine soziale 
Mitwelt Absicherung 
Arbeitsplatz 
Wohnung 
finanzielle Sicherheit 
5. Sinn / Werte Lebensziele 
Normen, Wünsche 
Religion Sinn des Lebens 
Glaube 
Spiritualität 
Moral 
Erziehung 
 

Die 5 Säulen der Identität nach H.G. Petzold (1993)


Unter Identität (v. lat.: identitas = Wesenseinheit) versteht man die Einzigartigkeit eines
Lebewesens, insbesondere eines Menschen.

Identität ist die einzigartige Persönlichkeitsstruktur eines Menschen, das wer bin ich, auf
wen beziehe ich mich, wer bezieht sich auf mich, worüber definiere ich mich und was
macht mich aus.
Identität ist ein lebenslanger Prozess und zeigt sich im Auftreten, Minik, Gestik, Spreche und
körperlichen Stärken und Schwächen und natürlich im inneren Bild / Selbstbild, Selbstgefühl
und Glauben an sich.

Identität entwickelt und verändert sich im Lebensverlauf (Identitätsentwicklung,


Identitätskrisen).
Dabei werden ständig Informationen aus dem Leib-Selbst (Identifikation = "Wie sehe ich
mich selbst?") und der Umwelt (Identifizierung= "Wie werde ich von meinen Mitmenschen
gesehen ?") bewertet und übernommen oder zurückgewiesen.

Identität ist daher einerseits ein zeitlich überdauerndes Konzept, das sich andererseits aber
lebenslang in Entwicklung und Veränderung befindet.

Die 5 Säulen der Identität (ein Konzept von H.G. Petzold für die integrative Therapie)

1. Leib / Leiblichkeit

2. soziales Netzwerk / soziale Bezüge

3. Arbeit und Leistung

4. materielle Sicherheit und

5. Werte

bauen, stützen und tragen (oder eben nicht...) die Identität eines Menschen.

Ganzheitliche psychotherapeutische Arbeit (das gälte natürlich genauso für Medizin,


Sozialarbeit, Sozialpädagogik, etc.) müsste diese 5 Säulen berücksichtigen, und in ihre Arbeit
/ Interventionen einbeziehen.

Interventionen alleine in Bezug auf die Säule Leib / Leiblichkeit greifen meist zu kurz
(wie natürlich auch einseitiges Intervenieren in anderen Säulen, z.B. jemandem der Schulden
hat einfach ohne Abklärung in den anderen Säulen einen Kleinkredit geben... / siehe
Beispiele), weil sie die Lebensrealität (und Konflikte, Leiden und Chancen) aus den
anderen Säulen nicht beachten und einbeziehen.
Leib / Leiblichkeit (Säule 1)
Mein Leib als Gefäss, das ich bin - in dem ich lebe - meine Gesundheit, meine Beweglichkeit,
mein Wohlbefinden, meine Sexualität, meine Belastungsfähigkeit, meine Psyche, meine
Gefühle, meine Lüste, meine Sehnsüchte, Glaubenssysteme, und Träume ... (Meine
medizinische Gesundheit, meine Psyche, meine Kondition und Fitness, meine Ausstrahlung,
etc.).
In diesen Bereich gehört alles, was mit meinem Leib zu tun hat, "in mir drin" ist, mit seiner
Gesundheit, seinem Kranksein, seiner Leistungsfähigkeit, seinem Aussehen, mit der Art und
Weise, wie sich der Mensch mag und "in seiner Haut" wohl oder eben auch unwohl fühlt.
Auch wie der Mensch von anderen in seiner Leiblichkeit wahrgenommen wird, ob sie ihn
anziehend finden oder ablehnen, schön finden oder hässlich, als gesund und vital oder als
krank und gebrechlich erleben, etc.

soziales Netzwerk / soziale Bezüge (Säule 2)


Mein soziales Netzwerk, meine Freunde, Familie, Arbeitsplatz, Beziehungen, Ehe,
Freizeitgestaltung, Verein ...
Persönlichkeit und Identität werden nachhaltig bestimmt von den sozialen Beziehungen, dem
sozialen Netzwerk, also den Menschen, die für jemanden wichtig sind, mit denen er
zusammen lebt und arbeitet, auf die er sich verlassen kann und denen er etwas bedeutet. Aber
es gehören auch Leute zum sozialen Netzwerk, die ihm nicht wohlgesonnen sind, feindselig
gegenüberstehen oder auch schaden.

Arbeit und Leistung (Säule 3)


Tätigkeiten, Arbeit, mein "Tätig-sein", mit der ich mich identifiziere und mit der ich
identifiziert werde (wichtig ist hier auch die allgemein gehaltene Formulierung "Tätig-Sein",
denn auch Erwerbslose, RentnerInnen und invalide / berufsunfähige habe sehr wohl Chance,
tätig zu sein oder wieder tätig zu werden...).
Ein weiterer Bereich der Identität kann unter die Überschrift "Arbeit, Leistung, "tätig sein""
gestellt werden. Arbeitsleistungen, Arbeitszufriedenheit, Erfolgserlebnisse, Freude an der
eigenen Leistung, aber auch entfremdete Arbeit, Arbeitsüberlastung, überfordernde sowie
erfüllte oder fehlende Leistungsansprüche bestimmen die Identität nachhaltig.

materielle Sicherheit (Säule 4)


Die Identität wird weiterhin beeinflusst von den materiellen Sicherheiten, dem Einkommen,
Geld, materielles wie Nahrung, Kleidung, Lebensbedarf, Weiterbildungsmöglichkeiten, den
Dingen, die jemand besitzt, seiner Wohnung oder Haus, aber auch dem ökologischen Raum,
dem er sich zugehörig fühlt, dem Stadtteil in dem er sich beheimatet fühlt oder wo er ein
Fremder ist. Fehlende materielle Sicherheiten belasten das Identitätserleben schwer. Geld,
materielles wie Nahrung, Kleidung, Lebensbedarf, Weiterbildungsmöglichkeiten

Werte & Normen (Säule 5)


Moral, Ethik, Religion, Liebe, Hoffnungen, Traditionen, Glauben, Sinnfragen
(gesellschaftliche und persönliche und ihr Verhältnis zueinander).
Persönlichen Werte und Normen, sie sind der fünfte Bereich, welcher meine Persönlichkeit
und Identität trägt.
Das, was jemand für richtig hält, von dem er überzeugt ist, wofür er eintritt und von dem er
glaubt, dass es auch für andere Menschen wichtig sei. Das können religiöse oder politische
Überzeugungen sein, die "persönliche Lebensphilosophie", wichtige Grundprinzipien.

Zur Identitätskrise kann es kommen, wenn eine oder mehrere Säulen "wegbrechen"
oder sich plötzlich stark verändern und die anderen Säulen die Identität nicht
ausreichend stabilisieren können.

Einbezug dieser Säulen in die psychotherapeutische Arbeit heisst:


Psychotherapie ist nicht einfach Arbeit an der Psyche, sondern ganzheitliche
Wegbegleitung unter Berücksichtigung des persönlichen Beziehungskontextes, des Arbeits-
und Leistungskontextes / -situation, der materiellen Situation, Wertefragen / -konflikten,
etc. (siehe Beispiele)
Medizin uns Psychotherapie, welche diese Säulen nicht beachten, sind nicht ganzheitlich
und greifen in aller Regel zu kurz.
 

Die 5 Säulen der Identität


Quelle: Hilarion Petzold
Das Modell der 5 Säulen der Identität gibt Auskunft über die Stabilität einer Person.
„Unter Identität versteht man die Einzigartigkeit
eines Menschen. Identität ist die einzigartige Persönlichkeitsstruktur eines
Menschen, das wer bin ich, auf wen beziehe ich mich,
wer bezieht sich auf mich, worüber definiere ich mich und was macht mich aus.
Identität ist ein lebenslanger Prozess und zeigt
sich im Auftreten, Mimik, Gestik, Sprache und körperlichen Stärken und Schwächen
und natürlich im inneren Bild/ Selbstbild,
Selbstgefühl und Glauben an sich.
Ruedi Steiger; www.therapiedschungel.ch
Das Arbeitsblatt wird in den Anfängen der Beratungsgespräche mit
veränderungswilligen Cannabiskonsumenten eingesetzt. Es eignet
sich gut zur Standortbestimmung. Mit dem Klient werden die einzelnen Säulen
durchgegangen und alle Aussagen stichwortartig in die
jeweilige Säule eingetragen. Es ergibt sich ein Gesamtbild darüber, was in der
momentanen Situation Stabilität verleiht und in welchen
Bereichen, die Gefahr besteht, dass eine Säule weg bricht.
Input: Spiritualität als Lebenshilfe
Glaube vertraut darauf, dass es „mehr“ gibt als das, was wir sehen, angreifen und
messen können. Dieses „mehr“ (oder „darüber“?) – glauben wir im Christentum – ist
nicht nur „fähig“, mit mir als Person in Kontakt zu treten, sondern es strebt es geradezu
sehnsüchtig an, weil es von seiner Definition her Leben, also Beziehung, Liebe ist.
In seiner „absoluten Intelligenz“ will es mir ein gelingendes, sinnvolles, ja erfülltes Leben
– in aller Freiheit – ermöglichen.
Im Vertrauen darauf kann ich auch in schwierigen Zeiten Mut und Zuversicht schöpfen,
dass auch Leidvolles einen Sinn bekommen kann und zu einem positiven Ziel kommt,
weil durch die von mir frei gewählte Verbindung mit dieser „Intelligenz“ positive Energie
durch mich fließt.
Warum beschäftigen auch wir uns an diesen Tagen mit unsere Spiritualität, unserem
Glauben?
• verhilft uns zu mehr Gelassenheit
• hilft, unser Leben „besser“ zu bewältigen, vor allem in Krisenzeiten, in denen
man mit der „göttlichen Kraftquelle“ in Beziehung steht
• ist Teil der Persönlichkeitsentwicklung, Werte wie Toleranz, Nächstenliebe,
Einsatz für Gerechtigkeit, Menschenwürde, Bewahrung der Schöpfung,
Solidarität,... geben unserem Leben eine SINN-volle Ausrichtung
• gibt dem Menschen einen umfassenderen Blick für die Wirklichkeit (über das
Materielle hinaus)
Input: Existenz des „Übersinnlichen“
Es gibt „mehr“ als nur das, was wir sehen...
Folgende Hinweise können helfen, durch staunen und Beobachten zu Denken zu
beginnen, dass es ein „Mehr“ geben muss.
• Ein erster Denkanstoß könnten die Hinweise sein auf den Blättern, die vom
Universum und den Unendlichen Weiten des Kosmos, Vergleiche von
Entfernungen, Geschwindigkeiten und Größen etc., sowie vom menschlichen
Körper sprechen. (siehe Präsentationsblätter)
• Ein zweiter Hinweis: Vom Urknall (vgl. Buch von Boff) und der Aussage der
Wissenschaftler, dass hinter allem eine absolute Intelligenz stehen muss. Fred
Hoyle, ein Astrophysiker und Atheist sagt: „Die Evolution kann nur verstanden
werden in der Annahme eines absolut intelligenten Handelnden.“ Werner
Heisenberg, ein anderer Naturwissenschaftler (Physiker und Nobelpreisträger):
„Beim ersten Schluck von der Naturwissenschaft wirst du zum Atheisten, aber
am Boden des Glases wartet Gott auf dich!“
• Ein dritter Hinweis: Erlebnisse bei Familien- und Organisationsaufstellungen:
Dabei werden vom Fallgeber ihm unbekannte Personen aufgestellt, die
Stellvertreter sind für verschiedene Personen oder auch Gruppen (Chef,
Mitarbeiter, Kunden ...). Diese Stellvertreter werden nun ohne verbale
Information an einen Platz im Raum gestellt. Interessant ist nun, dass diese
fremden Stellvertreter in ihrer „Rolle“ Dinge körperlich spüren oder auch
Aussagen treffen, die für das Verhalten, die Gefühle, die Aussagen der Person die
sie vertreten, sehr genau zutreffen. Nicht zu erklären – tausendfach erlebt. Die
zur Zeit laufenden wissenschaftlichen Untersuchungen bringen höchst
interessante Ergebnisse.
• Neue Erkenntnisse in Quantenmechanik und Biochemie über den sogenannten
„Parallelraum“, der sich am selben Ort befindet wie der physikalische, in dem
aber andere Wirklichkeiten wirken. Die morphischen Felder von Sheldrake
(Biochemiker und Zellbiologe) sind „Organisationsmuster“ und enthalten, so wie
die geomantischen Phänomene, „Informationen“, die im unsichtbaren Raum
unabhängig von Raum und Zeit enthalten sind, aber nicht von Messgeräten
wahrnehmbar sind. (Bsp. Tiere mit neuen Fähigkeiten, ganze Kraftlinien durch
Europa, auf denen Kirchen gebaut wurden,...) <siehe Kopie des Artikels über den
sogenannten Parallelraum> Darin gehr es auch um Wirklichkeiten, die unsere
Vorfahren durch ihr bessere Gespür noch als selbstverständlich wahrgenommen
haben.
• Eigene Erlebnisse von Heilungen und Transzendenz
• Urerfahrung der Menschheit von Geistigem und Geistlichem
Input: Säulen der Identität
Der Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele. Das Ganze ist mehr als die Summe
seiner Teile, d.h. mehr als ein Organismus mit funktionierenden bio-chemischen
Vorgängen. Wie daraus nämlich das entsteht, was wir Geist und Seele, Bewusstsein
nennen, ist praktisch auch heute nicht erklärbar.
Der Mensch kann als einziges Lebewesen über sich nachdenken, hat Werte und Glaube
und kann damit über sich selbst hinausgehen, er „kann sein Ich überschreiten“.
Genauso wie die Existenz Gottes als etwas zu denken, was zwar nicht beweis- und
erklärbar ist, aber deswegen nicht weniger real...
Nach Petzold, einem noch lebenden Wissenschaftler und Psychotherapeuten, kann man
sich vorstellen, dass der Mensch in seiner Identität von 5 Säulen getragen wird.
Jede Säule bezeichnet einen Bereich, der für das Selbstvertändnis eines Menschen
wichtig ist. Diese sind:
Körper – Soziales Umfeld – seine Leistung – seine Materielle Sicherheit – seine Werte.
Für unsere Arbeit mit den Jugendlichen ist vor allem die 5. Säule, die Wertesäule
interessant, weil sich diese zwar erst am Ende ausbildet, dafür aber am stabilsten und
dauerhaftesten ist.
Identität ist das Bild von mir, das ich mir mache, bzw. auch das Bild der anderen über
mich, von dem ich mich abgrenzen kann oder das ich auch für mich annehmen kann:
„Ja, so bin ich“. Der Mensch identifiziert sich über diese Bereiche. Bsp.: Ich identifiziere
mich auch über meine Familie, oder darüber, wer meine Freunde sind. Ich identifiziere
mich darüber, ob ich alleine in der Welt dasthe oder eine Menge guter Freunde habe, mit
denen ich im Kontakt stehe. Oder (4. Säule): Ich identifiziere mich über mein Haus (ob
es eine 2 Zimmer Wohnung ist, oder ein Bungalow, ob ich im Viertel der Superreichen
wohne oder im Slum...), oder aber auch mein Vermögen spielt eine Rolle, ob ich viel
Geld habe oder ich in Schulden stecke,...
Optimal ist, wenn alle unsere 5 Säulen gleichmäßig ausgebildet sind. Wenn eine Säule
bricht, werden die anderen mehr belastet oder beansprucht. Fallen mehrere aus, wird´s
prekär. Oft ist die Werte-Säule die stabilste.
* LEIB (Gesundheit, Sport, Wellness, Sex: Ich bin mit meinem Körper
zufrieden, das bin ich)
* SOZIALES NETZWERK Ich bin gut eingebettet, habe Freunde, meine Familie und
Beziehungen, über die ich mich identifiziere. Hier bin ich
zuhause!
* ARBEIT + LEISTUNG Identifikation über meine Arbeit. Ich bin stolz auf meine Arbeit.
Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Ich erhalte
Anerkennung... ich habe eine Stellung, bin das und das...
* MATERIELLE SICHERHEIT Ich habe was ich brauche. Ich bin abgesichert: Heim und
Auto, evtl. Versicherungen. Bin mit der Umwelt zufrieden
und fühl mich zuhause, habe ein soziales Niveau (!?)
* WERTE Das gibt meinem Leben Sinn und Halt. Hier finde ich Zuflucht wenn es
rundherum eng wird. Hierauf kann ich mich stützen. Daran glaube ich...
Input: An Gott glauben...
Spiritualität ist die Kunst, das persönliche Leben im Alltag mit der Wirklichkeit Gottes in
Verbindung zu bringen. Das setzt natürlich die Entscheidung voraus, an die Existenz
Gottes zu glauben. Das heißt, es geht um die Fähigkeit, Gottes Gegenwart in seinen
persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen zu erkennen und zu verstehen, was Gott
einem damit sagen will. Der religiöse, spirituelle Mensch begründet außerdem seine
Werteüberzeugungen aus seinem Glauben an Gott, weil dieser als höchster und
gemeinsamer Bezugspunkt für alle Menschen die einheitliche Anerkennung von
Gerechtigkeit, Gleichheit und Würde garantiert und eine letzte Verantwortung des
Menschen ihm gegenüber festsetzt.
Input: Christliches Denken...
Christliches Denken geht über jede menschlich argumentierbare Minimalhaltung „dem
anderen nicht Böses zu tun“ hinaus und strebt in positiver Weise an, Gutes zu tun bzw.
von sich aus zu schenken, als erster Versöhnung zu erreichen, den Gewaltkreislauf zu
unterbrechen... Diese Haltung ist nur von der „Sicht Gottes“ aus, also nur religiös,
argumentierbar, nämlich weil Gott „per Definition“ das höchste Gut ist, die Liebe, das
Leben. Und es besteht kein Zweifel, dass dort, wo wenigstens im kleinen Kreis dieses
Prinzip verwirklicht ist, da gewinnt das Leben an Qualität, es wird schöner, friedvoller,
reicher, befriedigender.
Gewaltfreiheit, Zivilcourage und Friedenssicherung...
Gewaltfreiheit, Zivilcourage und Friedenssicherung – soziales Engagement – sind auch
heute noch aktuell! Würden wir Grundsätze von Mahatma Gandhi oder Martin Luther
King auch heute für uns als Selbstverpflichtung akzeptieren können?
Es ist leichter das Meer zwischen den Kontinenten zu überbrücken, als die Kluft zwischen
den Individuen oder Völkern. Gandhi
Liebe ist die stärkste Kraft, die der Welt zu eigen ist, und doch die bescheidenste, die
man sich vorstellen kann. Gandhi
Selbst die geringste Unwahrheit verdirbt den Menschen wie ein Tropfen Gift einen
ganzen See verdirbt. Gandhi
Fünf Vorsätze für jeden Tag von Mahatma Gandhi:
• Ich will bei der Wahrheit bleiben.
• Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen.
• Ich will frei sein von Furcht.
• Ich will keine Gewalt anwenden.
• Ich will in jedem zuerst das Gute sehen.
Gandhi war für viele Menschen ein Vorbild, insbesondere für solche die sich
entschlossen, der Ungerechtigkeit Widerstand zu leisten. Gandhis Methode des
gewaltfreien Widerstands hat insbesondere auch Martin Luther King Jr. inspiriert:
"Mit Gandhis Philosophie des gewaltlosen Widerstands fand ich die einzige moralisch und
praktisch tragfähige Methode für den Freiheitskampf unterdrückter Menschen."
Dr. Martin Luther King Jr.
Martin Luther Kings Glaube wurzelt zuallererst in der Lehre Christi, aber niemand kann
ihn vollständig verstehen, wenn er sich nicht bewusst macht, dass er auch von den
großen Denkern der Vergangenheit und Gegenwart beeinflusst wurde. Vor allen anderen
war es Gandhi, von dem er inspiriert wurde und dessen Beispiel ihn davon überzeugte,
dass es möglich ist, in einem unbewaffneten Kampf den Sieg zu erringen. Bevor er über
Gandhi gelesen hatte, war er fast davon überzeugt, dass die Lehre Jesu nur zwischen
Individuen Anwendung finden könne; doch nach dem Studium Gandhis erkannte er, dass
er im Irrtum gewesen war.
'Gandhi', sagte er, 'war wahrscheinlich die erste Person in der Geschichte, die die
Liebesethik von Jesus über die bloße Interaktion zwischen Individuen hinaus zu einer
mächtigen und wirkungsvollen sozialen Kraft gemacht hat.'
Das alles also kann heißen: Frieden fängt bei mir an – ein Auftrag zur Versöhnung!
Eine Grundforderung nicht nur der christlichen Lehre ist die Aufforderung, zur
Versöhnung beizutragen. Wo sie nicht aktiv und bald gesucht und gelebt wird, wird
Leben in Gruppen, in der Arbeit, in der Familie sehr erdrückend.
Methoden / Ideen
Thermometerlinie (Monorail) – Methode zur Standortbestimmung
Zu verschiedenen Fragen positionieren sich die Lehrlinge an einer imaginären Linie im
raum, um ihren Standpunkt dazu auszudrücken. (Die beiden Enden können die Pole
zwischen „ja, sehr“ bis „nein, überhaupt nicht“ sein)
Beispiel für Fragen:
• Kannst du dir vorstellen, das Spiritualität eine Lebenshilfe für dich sein könnte?
• Glaubst du, dass Meditation einen Menschen zu mehr Ruhe und Gelassenheit
führen kann?
• Kannst du dir vorstellen, dass es mehr gibt, als was der Mensch mit
naturwissenschaftlichen Methoden beweisen kann? (Seele, Geist, Gott,...)
• Kannst du dir vorstellen, dass es Engel gibt?
• Glaubst du, dass Gott dich „persönlich kennt und liebt“?
• Glaubst du, dass die Lehre von Jesus von Nazaret auch heute noch wichtig und
wertvoll sein kann für das Zusammenleben der Menschen untereinander?
• Kannst du dir vorstellen, dass die Kirche in Europa in Zukunft wieder einmal
interessanter wird für junge Menschen?
Die Jugendlichen, die verschiedene Positionen haben, miteinander diskutieren lassen und
gezielte Fragen stellen, um ihnen dabei zu helfen. Die Meinung des Einzelnen immer
achten, wobei es notwendig ist, dass auch der ReferentIn zu seiner Meinung steht. (Ich
persönlich bin überzeugt...)
Gewissen und Werte – Situationsbeschreibungen
Ein Lehrling sitzt in der Mitte einer Gruppe. Es wird ihm eine Situation vorgelesen deren
Schluss offen ist.
3 Jugendliche gehen nun nacheinander zu ihm in die Mitte, legen ihm die Hand auf die
Schulter und raten ihm, wie er sich in der Situation verhalten soll. (Muss nicht unbedingt
der eigenen Meinung entsprechen. Wichtig ist, dass er verschiedene Möglichkeiten
vorgestellt bekommt!)
Am Ende sagt der Lehrling in der Mitte, wie er sich nun selber entscheidet und
begründet seine Meinung.
Anschließend kurze Diskussion der Entscheidung, dann Wechsel.
Die Gruppe soll miteinander überlegen, welche Aspekte bei der Entscheidungsfindung
berücksichtigt wurden.
Hilfsfragen dazu:
• Wer ist von meiner Entscheidung betroffen?
• Kann ich für ein gutes Ziel, negative Folgen in Kauf nehmen?
• Hat die Gewissensentscheidung Vorrang vor dem staatlichen Gesetz?
• Denke ich bei meinen Entscheidungen nur an mich?
• Hat meine Entscheidung etwas mit meinem Verhältnis zu Gott zu tun?
Abschließend können die vorkommenden Werte herausgearbeitet werden ...
Ideen für Situationsbeschreibungen:
1.) In deinem Betrieb beobachtest du einen Lehrling aus dem dritten Lehrjahr schon
zum wiederholten Male, dass er kleinere Werkzeuge und auch zu Hause
brauchbare Materialien mitnimmt.
2.) (für Mädchen) Du bist 16 Jahre und im zweiten Lehrjahr. Dein Verdacht, dass du
schwanger bist hat sich gerade beim Gynäkologen bestätigt. Deine Eltern wissen
nicht. Dein Freund rät dir in seiner ersten Reaktion am Telefon, „es wegmachen
zu lassen“. (für Jungs) Deine Freundin ist 16 und schwanger. Ihre Eltern wissen
nichts. Sie ist sehr unsicher und von deiner Entscheidung abhängig.
3.) Du bist mit deiner Freundin auf einer Fete. Da du viel zu viel getrunken hast,
drängst du deine Freundin zu lenken, obwohl sie zwar den Kurs, aber noch nicht
die Führerscheinprüfung gemacht hat. Beim Wegfahren streift sie den daneben
parkenden Wagen und beschädigt ihn an den Rücklichtern und der Stoßstange.
4.) Im Bus fahren nur wenige Leute. Zwei Betrunkene in deinem Alter steigen ein
und belästigen ein jüngeres Mädchen, das sichtlich eingeschüchtert wirkt. Die
Fahrgäste schauen alle aus dem Fenster.
5.) Du hilfst Kollegen beim Aufräumen der Werkstatt. Ihr seid die einzigen die noch
da sind, weil es schon sehr spät ist. Du hast eine Verabredung und bist dabei
eilens auch zu verschwinden, weil du sonst den letzten Bus nicht mehr erreichst.
Plötzlich verletzt sich dein Kollege so unglücklich, dass er nur mit Hilfe einer
zweiten Person nach Hause bzw. ins Spital kann.
Arbeitsaufgabe zu den 5 Säulen der Identität
Nach kurzer Vorstellung der Grundidee (unter Gedankenanstöße/Inputs) bekommen die
Jugendlichen den Auftrag die 5 Säulen ihrer Identität im entsprechenden Verhältnis
zueinander zu zeichnen, wobei auch die Reihung eine Wertigkeit bekommt!
Welche ist höher, größer, stärker? Welches ist meine „erste“ Säule?
Anschließend persönliche Auseinandersetzung mit folgenden Hilfsfragen:
Leib
• Mein Körper ist für mich...
• Worauf bin ich stolz...
• Meine sportlichen Fähigkeiten, Hobbys sind...
• Sexuell gesehen bin ich...
Soziales Netzwerk
• Meine Familie ist mir...?
• Meine besten Freunde sind...
• Zuhause fühle ich mich eigentlich...
• Sogar Fremde merken, dass meine wichtigsten Beziehungen die sind...
Arbeit und Leistung
• Zu meiner Arbeit fällt mir ein...
• Meine beste Leistung war...
• Anerkennung für meine Leistungen/Arbeit erhalte ich oft/wenig von...
• Meine Arbeit macht mich...
Materielle Sicherheit
• Welche materielle Sicherheiten hast du?
• Bist du zufrieden mit dem Ort, wo du wohnst?
• Wie würdest du dein Niveau einstufen?
Werte und Glaube
• Was gibt deinem Leben Sinn und Halt?
• Wo findest du Zuflucht wenn es eng wird? Worauf kannst du dich stützen?
• Deine Werte?
• Woran glaubst du? „Was ist dir heilig?“
Im Plenum sollte dann vor allem auf die Werte-Säule eingegangen werden. Es braucht
zwar alle gleich ausgebildet, aber bei psychischen Schwierigkeiten, wenn etwas
wegbricht und ich nicht vorbereitet bin, fängt gerade die Wertesäule es auf!
(z.B.: Krankheit, Arbeitslosigkeit, ohne Freunde,... – da fängt vieles der Glaube an Gott
auf, der trotz allem zu mir steht und mich mag...)
Karriereleiter – Arbeit und Werte
Um die erarbeiteten Werte weiterzuführen, auch in den Bereich Arbeit, folgende
ganzheitliche Übung:
Ein Lehrling bekommt den Auftrag, seine Kollegen „als Künstler“ so aufzustellen, dass
ein ausdrucksstarkes, provokatives „Denkmal“ zum Thema „Karriereleiter“ entsteht.
ACHTUNG: Das Thema selbst weiß nur der „Künstler“ – einziges Hilfsmittel ist eine
(Steh)leiter. Wenn alle Lehrlinge aufgestellt sind, verharren sie ein paar Momente und
prägen sich ihre Stellung und die Gefühle die sie haben, ein.
Mögliche Reflexionsfragen für eine erste Runde:
• Nimm bewusst wahr, an welcher Stelle des Denkmales du dich befindest.
• Bist du gerne an diesem Platz oder würdest du lieber woanders stehen?
• Könntest du dem Denkmal einen Namen geben?
Fortsetzung des Gespräches:
• Wo begegne ich im Alltag, in der Firma der Karriereleiter? Wo ist in Wirklichkeit
mein Platz? Oben oder unten?
• Ist es mögliche oder sinnvoll, sich der Karriereleiter zu entziehen?
Nächster Schritt:
Jugendliche sollen kurz noch einmal den Platz im Denkmal einnehmen und der Künstler
liest den text „Steige von der Leiter“ (Text im Anhang). Dabei löst sich das Denkmal auf
und jeder stellt sich in einen Kreis. Das neue Bild nun auf sich wirken lassen.
Input:
• Die Karriereleiter steht eher für Werte wie Leistung, Macht,
Durchsetzungsvermögen, Härte, Ellbogenmentalität usw. Der Kreis steht für
Werte wie Rücksichtnahme, Gleichheit, Achtung, Zuwendung, Hilfe,...
• Welche Werte möchte ich verwirklichen?
• Der Text bringt Gott ins Spiel. Hat er etwas mit diesem Thema zu tun?
Das Heilige im Heute
Eine Übung, die in den alltäglichen Kleinigkeiten die Besonderheit wecken soll –
Bewusstmachen, dass wir vieles tun, einfach so, und aber auch, dass wir das meiste
gar nicht wirklich bemerken und es uns deshalb gar nicht lange in Erinnerung bleibt!
Wir machen uns auf die Suche nach dem was wir gerne getan haben, was uns gefreut
hat, was wir für den heutigen Tag als das „Heilige“ (weil freudvoll) wählen...
Die Lehrlinge bekommen die Aufgabe nacheinander alles zu notieren was sie heute
gemacht haben. (Auch wenn es auf den ersten Blick völlig unwichtig und nicht wert zu
erwähnen scheint!)
In einem zweiten Schritt sollen sie all jene Dinge anstreichen, die sie gerne gemacht
haben, bei denen sie ganz dabei waren. Vielleicht sind es Kleinigkeiten, vielleicht ist es
auch nur eine Begegnung.
Nun gilt es etwas auszuwählen, das die Lehrlinge für den heutigen Tag als ihr
„Highlight“ bestimmen, das „Heilige“ für heute.
Abschlussrunde mit der Frage:
Was kommen euch für Gedanken, wenn ihr diese genannten Dinge / Begegnungen /
Tätigkeiten für heute heilig erklärt.
Herr Rainer Weißl, Referent im Referat Ehe und Familie, - Aus dem Blickwinkel der Ehe-,
Familien
und Lebensberatung das Thema Arbeitswelt – Beruf – Beziehungen – Gesundheit.
Herr Weißl stellt kurz die fünf Säulen der Identität vor: Leiblichkeit – Soziales Netzwerk – Tätigkeiten,
Arbeit –
Materielle Sicherheit – Werte (Glaube, Religion) Er greift besonders die Säulen Arbeit und materielle
Sicherheit heraus und nennt Vorschläge zum Gesundbleiben, trotz vielfältiger Belastungen.
Zu Identitätskrisen kann es kommen,
wenn Säulen wegbrechen oder Säulen einseitig sind.
wenn zur Belastung durch die Arbeitswelt andere Belastungen kommen
Belastungen durch die Dominanz der Säulen Arbeit und materielle Sicherheit
+ Vernachlässigung der Säulen Körper, Beziehungen, Sinn
+ Festhalten an „alten“ Einstellungen und hohen Erwartungen
+ Freizeitstress, Konsumstress
+ Traumata in der Lebensgeschichte
+ Passivität und Abgabe der Verantwortlichkeit für das eigene Leben
Krankheiten
Psychische Probleme
Beziehungsprobleme
2
Belastungen der Arbeitswelt
Zeitverträge und projektbezogene Anstellung - (Schein-) Selbständigkeit – Verkaufsdruck – Flexibilität

Mobilität – Zeitdruck - Lange Ausbildungszeiten keine Unterbrechungen möglich – Konkurrenzdruck -
mehrere
Jobs gleichzeitig.
Wie kommt es, dass einige Menschen krank werden und andere Menschen gesund bleiben, trotz
gleicher
Arbeitsbelastung?
Gesund bleiben, trotz vielfältiger Belastungen
1. Resilienz fördern = Widerstandskraft stärken
2. Entscheidungen treffen: was ist mir im Leben wichtig?
3. Aktive, flexible Gestaltung der Paarbeziehung und des Familienlebens als Antwort auf
Veränderungen der
Arbeitswelt
4. Hilfseinrichtungen in Anspruch nehmen
Eine Betriebsseelsorge sollte deshalb enthalten oder berücksichtigen:
- Den „Leibaspekt“
- Den Beziehungs- und Gemeinschaftsaspekt
- Den spirituellen Aspekt
- Deuten der Lebenserfahrungen als mein persönlicher Weg mit und zu Gott
- Den Beratungsaspekt
- Den ethischen Aspekt
4. Gruppenarbeit mit Fragen zum Thema „Arbeit/ Beruf – Beziehung - Gesundheit“
5. Abschlussrunde: Was war heute der AHA-Effekt? Was nehme ich mit?
Was ist Betriebsseelsorge? - Ist nicht bei allen bekannt!
Drei Statements war sehr viel, entspannen ist so wichtig wie arbeiten
Durchziehen – darum kämpfen in der Diözese – aufbereiten
Aktion vor Jahren bei Wacker: Prinzipiell ja – aber LL gemacht wurde nichts
Betriebsseelsorge hat eine weite Begrifflichkeit
Beispiel Kur-Seelsorge – Beruf/Privat – Netzwerk aufbauen zum Arbeitsplatz
Notwendigkeit ist sicher gegeben
AHA – es geht um Gesundheit und Arbeitsleben: Gesundheit ist unser höchstes Gut!
Möglichkeiten sind begrenzt als Arbeitgeber – Eigenverantwortung für Gesundheit
Auftrag des Dekanatsrates diese Ideen nachhaltig zu betreiben
Konzept muss geschaffen werden – Ursachen bündeln
Wie weit sind wir als Christen in der Arbeitswelt drinnen?
Was heißt gesund? Ganzheitlich?
Pastoralplan?! – Gott und den Menschen nahe!
Hoffnungsaspekt – Kernaufgabe des Dekanatsrates!
H. Petzold: Vier
Grundstrategien
(Wege der Heilung):
• Bewusstseinsarbeit,
Sinnfindung,
emotionales Verstehen
• Nachsozialisation, Bildung
von
Grundvertrauen, Nach-
„Beelterung“,
• Erlebnisaktivierung,
Persönlichkeitsentfaltung,
• Solidaritätserfahrung,
Engagement.
"Vierzehn Heilfaktoren"
in der
Integrativen Therapie
• 1. Einfühlendes Verstehen,
Empathie
• 2. Emotionale Annahme und
Stütze
• 3. Hilfen Lebensbewältigung
• 4. Förderung emotionalen
Ausdrucks und
volitiver Entscheidungskraft
• 5. Förderung von Einsicht,
Sinnerleben,
• 6. Förderung der Kommunikation
und
Beziehungsfähigkeit.
• 7. Förderung leiblicher
Bewusstheit,
Selbstregulation und
psychophysischer
Entspannung
"Vierzehn Heilfaktoren"
in der
Integrativen Therapie
8. Förderung von
Lernmöglichkeiten,
Lernprozessen und Interessen
9. Förderung kreativer
Erlebnismöglichkeiten
10. Erarbeitung positiver
Zukunftsperspektiven
11. Förderung positiver persönlicher
Wertebezüge,
12. Förderung eines prägnanten
Selbst- und
Identitätserlebens
13. Förderung tragfähiger, sozialer
Netzwerke
14. Ermöglichung von
Empowerment- und
Solidaritätserfahrungen
10

Wirkfaktoren
Grawe (1994) betont in seiner
Untersuchung über
therapeutische Wirkfaktoren die
Bedeutung der
Ressourcenaktivierung.
Er verweist auf empirisch
abgesicherte Befunde,
nach denen man Patienten gut
helfen kann,
indem man an ihre positiven
Möglichkeiten,
Eigenarten, Fähigkeiten und
Motivationen
anschließt.
Ressourcen:
(Schiepeck und Cremers 2003, S.
154f):
"Ressourcen sind "Kraftquellen" ...,.
Es sind
Quellen aus denen man all das
schöpfen kann,
was man der Gestaltung eines
zufriedenstellenden, guten Lebens
braucht, was
man braucht, um Probleme zu lösen
oder mit
Schwierigkeiten zurecht zu
kommen. Das
können sehr verschiedenartige
Bedingungen
sein, denn jeder Mensch ist anders,
und jede
Situation, jede Herausforderung und
Lebensphase braucht andere
Ressourcen….“

Interne Ressourcen
nach P. Becker (2006)
• Gutes Selbstwertgefühl, optimistisch-bejahende
Sicht des Lebens
und der Zukunft, guter Realitätssinn, hohe
Belastbarkeit in
Stresssituationen, innere Ausgeglichenheit,
Selbstsicherheit-
Autonomie, Bereitschaft zu vergeben,
Selbstdisziplin,
Zuverlässigkeit, Ausdauer/Sorgfalt,
Leistungsbereitschaft,
Vorausdenken/Planen, Rücksichtnahme,
Einfühlsamkeit,
zwischenmenschliches Vertrauen, Aufrichtigkeit,
Ehrlichkeit,
Friedfertigkeit / Nichtaggressivität, Geselligkeit,
Offenheit für Neues,
Fröhlichkeit, Begeisterungsfähigkeit,
Durchsetzungsvermögen,
Risikobereitschaft,Wissen (-beruflich, sozial,
allgemein, Intelligenz),
soziale Fertigkeiten und Rollen, Kenntnis von
Normen, Regeln,
Werten, physische Ressourcen (körperliche
Fitness,
Gesundheitszustand, physische Attraktivität)

Externe Ressourcen
(nach P.
Becker 2006)
• Attraktiver Sexualpartner, Wertschätzung durch
Familienmitglieder,
gute soziale Beziehungen, liebevolle Beziehungen
zur Familie,
soziale Unterstützung durch Familie oder Freunde,
informative
Mitmenschen, Haustier, gute Einbindung in soziale
Netzwerke,
Günstige Gelegenheiten zur Ausübung eines
Hobbys, anregende
Umwelt, Umwelt mit Erholungswert, Sport- und
Bewegungsangebote,
gesunde Lebensmittel, keine Schadstoffbelastung,
externe Wissensquellen, Einkommen, effizientes
Gesundheitssystem,
Sicherer Arbeitsplatz, Kontrolle über die Arbeit,
angemessene Entlohnung, Aufstiegs- und
Weiterbildungsmöglichkeiten,
klare Verantwortung (klare Aufgaben,
herausfordernde
berufliche Aufgaben, verfügbare Wissensquellen,
ergonomischer
Arbeitsplatz, keine Schichtarbeit, angemessene
Arbeitspausen, gute
Arbeitsumwelt (kein Lärm Staub/Hitze, Kälte),
gutes Betriebsklima)

Schutzfaktoren der
Integrativen Therapie
1. Unterstützung in und außerhalb
der Familie,
2. eine verlässliche Beziehung
innerhalb und/oder
außerhalb der Familie,
3. "schützende Inselerfahrungen"
und "gute
Zeiten",
4. positive
Temperamentseigenschaften,
5. positive Erziehungsklimata in
Segmenten der
Lebenswelt,
6. „Möglichkeitsräume“, in denen
Gestaltungsimpulse
und Selbstwirksamkeit erfahren
werden
können,
Schutzfaktoren der
Integrativen Therapie
7. soziale Vorbilder, die Werte und
Sinnbezüge
vermitteln und die konstruktives
Bewältigungsverhalten
modellhaft zeigen,
8. Eine realistische
Situationseinschätzung und
positive Zukunftsorientierung,
Leistungsmotivation
und Impetus zur aktiven
Problembewältigung,
9. kognitive und emotionale
Integrationsfähigkeit,
die einen "sense of coherence"
(Antonovsky
1987) ermöglichen,
10. sozioökologische Kontexte, die
einen breiten
Aufforderungscharakter bieten,
Schutzfaktoren der Integrativen
Therapie
11. dosierte Belastung, die
Immunisierungen und
das Ausbilden von
Bewältigungsstrategien
ermöglichen,
12. Angebote für kokreative
sinnvolle Aktivitäten
(Hobbys, Sport, Spielmöglichkeiten),
13. ein positiver ökologischer
Rahmen,
14. Netzwerkorientierung, d.h. die
Fähigkeit,
soziale Netzwerke aufzubauen und
sie zu
nutzen,
15. Haustiere,
16. Phantasiepotential,
17. das Vorhandensein sozialer
Sicherungssysteme und
Hilfsagenturen.
Zusammenstellung
weiterer
protektiver
Schutzfaktoren I:
• erfolgreiches Stressmanagement
• Lebenserfahrung
• positives Temperament,
Problemlösefähigkeit
mit guten Konfliktlösungsstrategien
• Selbstwirksamkeitsüberzeugung
• internale Kontrollüberzeugung
• Selbstvertrauen bzw. hohes
Selbstwertgefühl
• Fähigkeiten zur Selbstregulation
Zusammenstellung
weiterer
protektiver
Schutzfaktoren II:
• hohe Sozialkompetenz und
Beziehungsfähigkeit
• aktives und flexibles
Bewältigungsverhalten
• sicheres Bindungsverhalten
• Lernbegeisterung bzw.
Leistungsorientierung
• optimistische Glaubenseinstellung
• religiöser Glaube/Spiritualität
• Eigeninitiative
• Zielorientierung und
Planungskompetenz
• Kreativität
Zusammenstellung
weiterer
protektiver
Schutzfaktoren III:
• Humor
• körperliche Gesundheitsressourcen
• positive Beziehungen zu stabilen
Bezugspersonen
• konstruktive Kommunikation in der
Familie
• Bindungsverhalten möglich
• hohes Bildungsniveau, hoher
sozialökonomischer Status
• enge Geschwisterbindung
• kompetente und fürsorgliche
Erwachsene als positives
Treuemodell
• positive Erfahrungen in der Schule,Beruf
u.
Freundeskreis

Keupp (2003):
Sozialpolitik muss ihr
„programmatisches
Zentrum von der Kompensation
„beschädigten Lebens“ zu einer
Empowerment-Perspektive
verändern.“
(2003, S. 570).
• Ein umfassendes
ressourcenorientiertes
Konzept ist
Aufgabe der
Sozialarbeit.
Exkurs Trauma
• Viele Menschen erleben in
ihrem Leben
traumatische Situationen.
• Von diesen entwickeln ca. 1/3
der
Betroffenen
Traumafolgestörungen.
Vier
traumatherapeutische
Phasen
1.Orientierung und
Kontaktphase, einschließlich
Anamnese und Diagnostik
2. Phase der Stabilisierung
3. Phase der Traumbegegnung,
-bearbeitung und –
konfrontation
4. Trauma- und
Trauerintegration
• Krisenbelastete und
traumatisierte
Menschen sind in ihrer ganzen
Identität
angegriffen.
• Stabilisierende Methoden in
der Beratung
müssen sich auf alle Bereiche
beziehen.
• Die Stabilisierungsarbeit ist "die
eigentliche
Königsdisziplin für
Traumatherapeuten„.
(Hanswille und Kissenbeck 2008)
• Traumabegegnung ist oft nicht
möglich oder
sinnvoll
• Von vielen Fachleuten wird für die
am meisten
komplextraumatisierten Klienten
stabilisierende
Interventionen als ausreichend
angesehen
• Viele traumatisierte Menschen
wünschen keine
(oder zumindest zum gegenwärtigen
Zeitpunkt)
Traumabegegnung.
• Traumatisierte Personen
sollten
qualifizierte Unterstützung
durch
Traumatherapeuten erhalten.
• Der Schwerpunkt der Tätigkeit
von
SozialarbeiterInnen mit
Traumatisierten
oder mit Menschen in Krisen ist
die
Stabilisierungsarbeit.
Beachten I:
• Im Mittelpunkt steht die Beziehung
zwischen
Berater und Klient.
• In der Beratung können Klienten
dissoziieren,
wenn sie mit ihren traumatischen
Schäden
konfrontiert werden oder wenn
etwas
Beängstigendes geschieht. Solch
eine Situation
sollte in der Beratung möglichst
vermieden
werden.
• Kommt es doch dazu, soll ein
Dissoziationsstopp
versucht werden.
• Beratung u. Therapie soll keinen
zusätzlichen
Stress aufbauen.

Beachten II:
• Klienten benötigen Informationen
über
physische und psychische
Auswirkungen von
krisenhaften Situationen
• Klienten sollen erfahren, dass ihre
physiologische
Erregung und die Affekte
kontrollierbar
sind.
• Klienten sollen lernen, sich selbst
zu beruhigen
und sich selbst zu trösten.
• Ziel ist die Reduzierung der
Häufigkeit von
Introsionen und Flashbacks,
Regression und
Fremdschädigung sollen verhindert
werden.

Beachten III:
• Sicherheit ist eins der zentralen
Themen.
• Der Kontakt bewegt sich in einem
"optimalen
Erregungsbereich".
• In der Psychoedukation werden
Erklärungen für
die symptomatischen und
therapeutischen
Zusammenhänge vermittelt.
• Psychoedukation richtet sich auch
an die
Systemmitglieder, insbesondere an
Familienmitglieder.
• Im Mittelpunkt steht die Suche
nach
Ressourcen.

Schema Hargens
(2008)
Symptom
• Leiden
• verursacht von „etwas“
• wird diagnostiziert (vor
der Behandlung)
• führt zu negativen
Konsequenzen
• dysfunktional
• Diagnose eines Mangels/
Defizits
• Anzeichen für Änderung/
Entwicklung
• Bedeutsamer/
bedeutungsvoller Teil
eines Kontextes
• Umdeuten/alternative
Geschichte(n)
• Öffnet neue Möglichkeiten/
Alternativen
• bedeutsam/funktional
• Erforschen/erkundet
Ressourcen

Schema Hargens
(2008)
Defizit/Einschränkungen
• Symptome
• Etiketten/etikettieren
• Klient(/in / Patienten/in
• Behandlung
• Ursache - Wirkung
Kompetenzen/
Ressourcen
• Ausnahmen
• Keine vorgefassten /
vorschnellen Meinungen
• Kunde/Kundin / Kundig/e
/ Kundschafter/in
• Konversation
• Wechselseitigkeit

Hilfreiche Anregungen I
• Wie wird Exzentrizität gewonnen?
• Stabilisierende Beratung muss
sich auf alle
Säulen der Identität beziehen.
Ηilfreiche Lösungsversuche in der
Vergangenheit.
• Welche Person, Orte oder Dinge
haben die
Klienten zwischen den Terminen
aufgesucht, die
ihnen wenigstens etwas
Ruheempfinden oder
Hilfe bringen konnten?
• Was tun oder taten die Klienten,
um hilfreiche
Personen zu bewegen, ihnen zu
helfen?
Hilfreiche Anregungen II
• Was war anders in früheren
Zeiten, was es die
Klienten ermöglichte, ihre
Ressourcen zu
nutzen?
• Hilfreich ist allgemein die
Prämisse von von
Förster "handele so, dass du die
Anzahl der
Möglichkeiten vergrößerst". Die
Anzahl der
Möglichkeiten bezieht sich auf die
des Helfers
und dem des zu Helfenden.
• Bedeutsam ist in diesem
Zusammenhang, dass
die Gestaltung der Ressourcen im
Bereich der
Lebenswelt und der Lebensspanne
gesehen
wird.
Hilfreiche Anregungen III
• Kundigkeit der
Hilfesuchenden
anerkennen
• Interesse für Stärken zeigen
• Ausnahmen vom Beklagten
erforschen
• Visionen zu Wort kommen
lassen
• "Rückfälle sind Vorfälle!„
• "Was kann bleiben, wie es
ist?",
Hilfreiche Anregungen IV
• Veränderungstheorie der
Hilfesuchenden
berücksichtigen
• Woran wird wer erkennen können,
dass die
Veränderung gut ist? (Gut sein wird? Gut
war?)
Was macht die Veränderung ihren Preis
wert?
Anerkennen, dass Verändern auch mit
Unsicherheiten
verbunden ist
• Der Alltag als das eigentliche
Kriterium: Wie
passt Veränderung zu den
Erwartungen,
sozialen Rollen, Gewohnheiten der
wichtigen
persönlichen Umgebung der
Hilfesuchenden?
Überblick
Stabilisierungsübungen
• Stabilisierungsübungen haben
ihren
Schwerpunkt in der
Ressourcenförderung
• Sie bedienen sich oftmals der
Imanigation
• Sie können einen rituellen
Charakter
Haben
Überblick
Stabilisierungsübungen I
• Der innere sichere Ort
• Die inneren Helfer
• Der innere Tresor
• Das innere Team
• Sich vom inneren Gepäck
distanzieren
• Ressourcenhaus und
Ressourcenleine
• Distanzierung mit Hilfe eines
Berges
• Film im Kino- Bildschirmtechnik
• Zeitmaschine
Überblick
Stabilisierungsübungen II
• Entspannungstechniken
• Nachrichten aus der Familie
• Innerer Beistand
• Platz der Kraft, magischer Platz
• Techniken zur Affektregulierung
(Schutzmantel,
Geräuschverminderung)
• Strukturierungshilfen
• Notfallkoffer
• Time-Line
• Genogrammarbeit (hier nur
Ressourcen)
Überblick
Stabilisierungsübungen
(Schwerpunkt
Ressourcen) III
• Gedankenstopp
• Innere Beobachter u.
Erfundene Ko-
Berater, z.B. den Inneren Arzt
fragen
• Phantasiereise in die eigene
Schutzgrenze
• Wegkreuzung -
Zukunftsorientierung
• Beziehungslandkarte
• Ressourcenorientierte Fragen
• Bücher als Ressource
Überblick
Stabilisierungsübungen
(Schwerpunkt
Ressourcen) IV
• Ressourcenorientierte
Hausaufgaben (Glückssplitter,
Freudetagebuch)
• Ressourcengeschichten und -
märchen
• Ressourcenbaum
• Ressourcenkoffer
• Ressourcenimplantate
• Aufmalen der positiven
Fertigkeiten in ein Bild
der Füße
• Positive Bewegungen
• Ratlosigkeit des Helfers einbringen
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hausen/
Fakultät für Psychologie
Ruhr-Universität Bochum
Work-Life-Balance –
Entwicklung eines Fragebogens zur
Erfassung relevanter Einflussfaktoren
Diplomarbeit
vorgelegt dem Ausschuss
für die Diplom-Prüfung der Psychologen
von
Sarah Ollig
Juni 2004
1. Gutachter: Prof. Dr. Heinrich Wottawa
2. Gutachter: Dr. Rüdiger Hossiep
2
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG...................................................................................................................... 6
2 WORK-LIFE-BALANCE (WLB) .............................................................................................
8
2.1 Begriffsklärung ........................................................................................................................ 8
2.1.1 Medienpräsenz des Themas Work-Life-Balance .................................................................. 8
2.1.2 Begriffsanalyse................................................................................................................... 9
2.1.3 Definitionsversuche............................................................................................................ 9
2.1.4 Verwendung des Begriffs in Öffentlichkeit und Populärliteratur ....................................... 11
2.1.5 Anwendung von Work-Life-Balance in Unternehmen......................................................... 11
2.2 Gründe für die Aktualität des Konzepts Work-Life-Balance.................................................... 14
2.2.1 Demografischer Wandel .................................................................................................... 15
2.2.2 Gesellschaftliche Entwicklung ........................................................................................... 17
2.2.3 Veränderungen in der Arbeitswelt, gestiegene Anforderung und Belastungen ................. 18
2.2.4 Verändertes Menschenbild................................................................................................ 21
2.2.5 Wertewandel ..................................................................................................................... 21
2.3 Nutzenaspekte von Work-Life-Balance für Wirtschaft und Organisationen............................ 23
2.3.1 Work-Life-Balance als Motor für Wirtschaftswachstum..................................................... 23
2.3.2 Betriebswirtschaftliche Effekte von Work-Life-Balance-Investitionen ............................... 23
2.3.3 Anwendungsbeispiel: Beruf und Familie als Auditierungssystem ..................................... 26
2.4 Individualität als entscheidende Erfolgsgröße....................................................................... 28
2.5 Messbarkeit und erforderliche Ausweitung eines unklar definierten Konstruktes ................ 29
2.6 Fazit und Einleitung der Forschungsvorhaben ....................................................................... 31
3 WORK-LIFE-BALANCE ALS KONZEPT DER
LEBENSZUFRIEDENHEIT................................ 32
3.1 Konzepte im Kontext von Work-Life-Balance.......................................................................... 32
3.1.1 Das Zeit-Balance-Modell von Lothar Seiwert..................................................................... 32
3.1.2 Die 5 Säulen der Identität nach Petzold............................................................................. 34
3.1.3 Das Wellness-Modell von Hettler....................................................................................... 35
3.2 Konzepte zu Lebenszufriedenheit und Wohlbefinden ............................................................ 37
4 KONSTRUKTION EINES VERFAHRENS ZUR ERFASSUNG RELEVANTER
EINFLUSSFAKTOREN IM KONTEXT VON WORK-LIFE-BALANCE .....................................
40
4.1 Definition des Forschungsziels .............................................................................................. 40
4.2 Spezifikation der Zielgruppe.................................................................................................. 42
4.3 Theoretische Untermauerung der sechs Dimensionen nach Hettler ...................................... 44
4.3.1 „Occupational dimension“ ................................................................................................ 46
4.3.2 „Social dimension“............................................................................................................ 54
4.3.3 „Emotional dimension“ ..................................................................................................... 59
4.3.4 „Intellectual dimension“ ................................................................................................... 62
4.3.5 „Spiritual dimension“........................................................................................................ 69
4.3.6 Physical dimension“.......................................................................................................... 75
4.3.7 Fazit.................................................................................................................................. 80
4.4 Konstruktionsprozess ............................................................................................................ 81
4.5 Erste Operationalisierung der Dimensionen .......................................................................... 82
4.6 Itementwicklung .................................................................................................................... 82
4.7 Modifikation des Verfahrenstitels .......................................................................................... 84
4.8 Erste Version des BIL ............................................................................................................. 85
4.9 Zu überprüfende Aspekte ...................................................................................................... 89
3
4.9.1 Statistische Kennwerte...................................................................................................... 90
4.9.2 Inhaltliche Kriterien ........................................................................................................... 94
5 AUSWERTUNG DER ERSTEN
DATENERHEBUNG.............................................................. 95
5.1 Gewinnung der Analysestichprobe ........................................................................................ 95
5.2 Rücklauf und Auswahl geeigneter Daten ............................................................................... 96
5.3 Beschreibung der Stichprobe................................................................................................. 96
5.4 Inhaltliche Vorabanalyse der ersten Version des BIL ............................................................. 99
5.5 Empirische Analyse der ersten Version des BIL...................................................................... 99
5.5.1 Mittelwerte und Standardabweichungen der Items......................................................... 100
5.5.2 Trennschärfe der Items.................................................................................................... 102
5.5.3 Interne Konsistenz der Skalen ......................................................................................... 105
5.6 Inhaltliche Analyse der ersten Version des BIL..................................................................... 106
5.7 Entscheidungsregeln für die Itemselektion.......................................................................... 107
5.8 Erste Bilanzierung................................................................................................................ 108
6 DIE ERSTE REVIDIERTE VERSION DES BIL ....................................................................
113
6.1 Trennung von Singles und Paaren in der ersten revidierten Version.................................... 113
6.2 Facetten der ersten revidierten Version ............................................................................... 113
6.3 Veränderung der Bezeichnung „spirituelle Dimension“....................................................... 115
6.4 Neuer Itempool .................................................................................................................... 115
7 ERSTE VALIDIERUNGSANSÄTZE....................................................................................
116
7.1 Ausgewählte Hypothesen .................................................................................................... 116
7.2 Überprüfung der Hypothesen .............................................................................................. 117
7.2.1 Hypothese 1 .................................................................................................................... 117
7.2.2 Hypothese 2 .................................................................................................................... 119
7.2.3 Hypothese 3 .................................................................................................................... 119
7.2.4 Hypothese 4 .................................................................................................................... 121
7.2.5 Fazit................................................................................................................................ 123
8 AUSBLICK ...................................................................................................................... 124
8.1 Testentwicklung - weitere Schritte zur Verbesserung des BIL.............................................. 124
8.2 Forschung zur Modellstruktur & interessante Fragestellungen............................................ 125
8.3 Rückmeldemöglichkeiten & Sinnhaftigkeit einer Normierung ............................................. 127
8.4 Fazit .................................................................................................................................... 130
9 LITERATUR..................................................................................................................... 131
10 ONLINEQUELLEN ...........................................................................................................
142
11 ANHANG.........................................................................................................................
147