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312SL
Schaufellader

Bedienungsanweisung
Au sgabe 1.Teil-Nr. 0 46 000 98 61
Gültig ab Fahrgestell-Nr . 114401

Kramer-Werke GmbH
7770 Überlingen / Boden see, Telex 733 935 . Tel. 0 75 51 / 80 2- 0
Wichtige Hinweise!
r Fahrbetriebauf öffentlichenStraßen!
Währendder Fahrtauf öffentlichenStraßenunterliegtdie MaschinedenJeweils
gOltlgen Bestimmungender StVZO sowie den In der AllgemeinenBetriebser-
laubnisfestgelegtenAuflagen.Außerdemsinddie jeweilsgüHlgenUnfallverhü•
tungsvorschriften(UW) der Berufsgenossenschaften zu beachten!

Nachstehendeinigeder wichtigstenPunkte:

Bremse:BeimAnfahrenübernimmtder Wandlerdie Aufgabeeiner Hauptkupplung,


so daß das üblicherweiselinks am Fahrerstandbodenbefindliche Kupplungspedal
entfällt. Beim Schaufellader312 SL Ist hier die Pedalplatte für die Betriebs-
bremseangeordnet.

Beachte!Die hydraulischeBetriebsbremse(Fußbremse) des Schaufelladersist


dann betriebsbereit,wenn bei eingestecktemZündschlüsselIn StellungO 1" Im
ZündanlaßschaHer die Kontrolleuchte mit Symbol der Bremse Im Armaturen-
brett nicht aufleuchtet.

Kontrolleuchterot-OldruckkontrolleuchteBetriebsbremse
Ist der Druckbei laufendemMotor im Drucksp&ich_er Im Bremssystemunter 120bar
abgefallen,öffnet das.Abschaltventilund befüllt den Druckspeicherwiederauf 150
bar.Solltedas nicht geschehen,leuchtetdie Kontrolleuchte(SymbolBremse)auf und
zeigt an, daß der Bremsdrucknicht erreicht wird. Schaufelladersofort anhaltenund
Druckabfallbeheben.(NachdemAufleuchtender Kontrollampe(SymbolBremse)ist
Im DruckspeichereineReservefür ca. 8 Vollbremsungen vorhanden.)

Hinweisezum Lenkverhaltendes Schaufelladersbeachten(siehe Seite47)

(.-' Die Frontschaufelist zu entleeren.


'--' Die vordere Schneidkantebzw. Reißzähneder Frontschaufelsind durch die dafür
vorgesehene,gut abgerundeteSchutzvorrichtungüberdie gesamte Breiteabzudek-
ken. Die SchutzvorrichtungIst unverlierbarzu befestigen. ·

Die Frontschaufelist nach hinten zu klappen und in ihrerHöhe so einzustellen,daß


mindestens270 mm BodenfreiheitgewährleistetIst. DieseStellung wird dem Fahrer
durch zweisich deckendeMarkierungenam Hubrahmenangezeigt,die vom Fahrer-
sitz ständigbeobachtetwerdenkönnen.

Die Betätigungshebelder hydraulischenSteuerungfür die Frontschaufelsind durch


die dafür vorgeseheneSperregegen unbeabslchtlgeBetätigung In Nullstellungme-
chanischzu sichern.

1
Die an der Rückseite des Fahrzeugs angebrachte Abschleppvorrichtung darf nicht
zum Mitführen eines Anhängers verwendet werden. Der Steckbolzen Ist im Werkzeug
mitzuführen.

Angebaute Arbeitsscheinwerfer dürfen bei Straßenfahrt nicht eingeschaltet sein.


Beim Arbeitseinsatz nur dann, wenn nicht zu erwarten Ist, daß hierdurch Ver-
kehrsteilnehmer auf öffentlichen Straßen geblendet werden.

Zur Ausrüstung gehören 2 Unterlegkeile ähnlich DIN 76051, die am Lader unverlierbar
befestigt sein müssen.

Nach§ 53aAbs. 2 StVZO sind mitzuführen: 1 bauartgenehmigtes Warndreieck, 1 bau-


artgenehmigte Warnleuchte.
Nach § 35h, Erste-HIife-Materiai, das nach Art, Menge und Beschaffenheit minde-
stens dem Normblatt DIN 13164 Blatt 1 entspricht.

Das Mitfahren einer Begleitperson ist untersagt.

Die Allgemeine Betriebserlaubnis hat der Fahrzeugführer stets bei sich zu führen
und auf Verlangen zuständigen Personen vorzuweisen.

Das Fahrzeug ist eine selbstfahrende Arbeitsmaschine im Sinne der DA 4 zu § 18


Abs. 2-Nr. 1 StVZO.

Am Fahrzeug lstgem. §64bderStVZO an der linken FahrzeugseiteVorname,Zu-


name und Wohnort bzw. die Firmenanschrift mit Wohnort In unverwischbarer
Schrift deutlich anzugeben.

2
Fahren auf öffentlichen Straßen mit angebauter
Kehrmaschine
Betrifft: Fahreneines Schaufelladersauf öffentlichenStraßenmit angebauterFront-
kehrmaschine.
Ist der Schaufelladermit einer In der Schnellwechseleinrichtung
angebrachtenFront-
kehrmaschineausgerüstet,dann Ist es erforderlich,daß bei Fahrtenauf öffentlichen
StraßenfolgendeAuflagenbeachtetwerden: ·
1. Die Vorderfrontder Kehrmaschine,Insbesonderedie scharfkantigenSpritzdüsen
müssenmit der dazugehörigenSchutzvorrichtungüberdie ganzeBreitedesGerä-
tes abgedecktsein.
2. DieTransportlageder Kehrmaschinemußgegensenkrechteund seitlicheNeigung
durch die dafür vorgesehenenEinrichtungengesichertsein.
3. Die Betätigungshebelfür die Kehrmaschinenhydraulik müssen in Transportstel-
lung durchdie dafür vorgeseheneEinrichtungmechanischgesichertwerden.

4. DiezusätzllchenlichttechnischenEinrichtungender Kehrmaschinemüssenan die


Stromversorgungangeschlossenund auf Funktionüberprüftwerden.

Achtung!
Es muß unbedingt darauf geachtetwerden,daß die Keilriemenvon der Wasser-
pumpe abgenommenwerden, wenn der Wassertankleer Ist und mit der Kehr-
maschineweitergefahrenwird.

Fahren auf öffentlichen Straßen mit angebauter


Seiten-Schwenkschaufel.

Schaufellader312 SL

Wird mit einem Schaufelladerder aufge-


führten Type und angebauter Selten- LI
Schwenkschaufel auf öffentlichen Stra-
ßen gefahren, müssen folgende Sicher-
heitsvorkehrungengetroffenwerden.
1. DieDruckleitungzum Schwenkzylinder
der Seitenschwenkschaufelmußabge-
nommenwerden.
2. Die Lichtleiste muß auf der Seiten-
schwenkschaufelaufgestecktseinund
an die Stromversorgungangeschlos-
sen werden.

Weiter Ist es erforderlich,bei Fahrtenauf öffentlichenStraßen,die vordereSchneid-


kante der Selten-Schwenkschaufel durch eine Schutzvorrichtungüber die gesamte
Breiteabzudecken. ·
3
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Kfillßlf/Ä\~
~ITrnlr
Bedienungsanweisung
Ausgabe 1 -Teil-Nr. O46 000 98 61

Die BedienungsanweisungIst stets


im Schaufellader mitzuführen

SCHAUFELLADER
312SL

Kramer-Werke GmbH
Überlingen/Bodensee und Gutmadingen/Baden
TelefonÜberllngen(07551)802-0 •TelexÜberlingen733935

SU.-U.-12.074-0986-1

5
Inhalt
Seite
Wichtige Hinweise . . . • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • . • . .
Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Unfallverhütungsvorschriften. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
TechnischeDaten/ Antriebs-Schema ............ ·. . . . . . . .
1- 4
8
9-10
11-18
J
Füllmengen/Relfendrucktabelle. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-22
Fahrerstand......................................... · 23-34
BeschreibungKramer-Allrad-Schaufellader. . . . . . . . . . . . . . 34-43/2
Fahrgestell .............................. ·. . . . . . . . . 34
Achsen:......................................... 34
Lenkung......................................... 34
Räder........................................... 34
Motor • . . . . . . . . . . . • . . . . . . . • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • . 34-35
Wandler ......................................... 35
Kupplung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • . . . • . . . . . . . . • . . . . . . . 35-36
Getriebeblock ........... :. . . . . . . . . . • . . . . . . • . . . . . . 37
Bremsen ........................................ 38
Schema der Betriebs- und Feststellbremse • . • . . . . . . . . . . . 39
Ladeanlage/Schema der Hydraulikanlage. . . . . . . . . . . . . . . 40-41
Heizung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • . . . . . . . . . . . . 42-43/1
Elektrische Anlage/Instrumente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43/2
Fahrerkabine- Schutzdach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43/2
13edienungsanweisung ..... ..... .. .. .. ... ... ... .. . .. .. 44-63
Arbeitssicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Einfahrzeit .. . .. .. .. . .. .. .. .. . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 44
VorInbetriebnahme des Schaufelladers, prüfen und
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
Anlassen des Motors ................................ 46-47
Fahrendes Schaufelladers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • . . . . . . 47-51
Anhalten des Schaufelladers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • . . . . 51
Differentialsperre . . • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 - 52
Abschleppen des Schaufelladers . . . . . . . . . . . . . . . . . • . . . 52
Lenkung . • . . . . . . • • • . . . . . . . . . . . . • . . . . . . . . . . . . • . . . . 53-57
Bedienung der Front-Ladeanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58-63
Zusatzgeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Seitenschwenkschaufel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Hochkippschaufel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
64-90
64- 73
74- 75
ö
Schwenkkran . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76- 77
Kehrmaschine . . . . . . . . . . . • . . . . . . . . . . . . . . . . . • . . . . . . 78 - 79
Anbau-Hubstapler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80- 81
Schneepflug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
Steinklammer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • . . . . 83
Nicht belegt . . . • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84- 90
Pflegedes Schaufelladers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91-129
Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten.............. .. 91-92
Ölwechsel im Getriebe, Differential,Portaltrieb,
Hydraulikanlage • • • • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
Öleinfüllung Motor/Ölstand - Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

6
Inhalt
Seite
Motor........................................... 93
Winterbetrieb• • • . . . . • • • . • • • . • . • . • . . • • • • • • . . . • . • . . • 93
Trockenluftfilter • • . . • • • • • • • • • • . • • . . . . . • • • . . . . . • • • • . 94-95
Lenkungmit Schemazeichnung • • • . • . • • • • • • • • • • • • • . • • 96-97
Getriebeblock,Mitteldruckfilter1.Getriebeölkreislauf• • • • • • 98-103
Portal-Lenktriebachsen (HlnterachseNorderachse)• • • • . . • 104-105
Lagerungder Hinterachseam Rahmen . • • . . • • . . . . • • • • • • 106
Schmierung,Lenkanlage,Fahrgestell,Ladeanlage. • . • • . • • 106
Gelenkwellen. . . . . . . • • • . . . . . . . . • . . • . . . . . . . . • . • . . . • 107
Keilriemenspannen • . • • . . . . . . . . • • . . • • . . . . . . . • • • • • • • 108
Wandler-Ölkühler• . • . • • • . . . . . . . • . . . . . . . • • . . . . • • • . . • 108
Ölkühler-Motor• • . . • . . • . . . . . • • . • • . . . . . . • • . . . . • • . . . • 109
ReHenpflege, Reifendrucktabelle. • . • • . • • . • • • . . • • • . • • • • 109-111
Kraftstofftanken,AblassenvonAblagerungen . . . . . . • • • • . 111-112
Räderund Bremstrommelnabnehmen . . • . . • • . . . . • . . . . . 112
Fußbremsenachstellen,Erneuernder Beläge,Hinweise • • • • 113-114
Öl undWasserauf den Bremsbelägen• • . • • . • • • . • . • . • • . • 115
Entlüftender Bremsanlage . . . • • • . • • . • • . . . • . . • . • . • • • . 115
Handbremse(Feststellbremse) nachstellen. . . . . . . . . • • • . . 116
Wertungder Hydraulikanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117-124
HydraullköHllter• . • • • • • • • • . . • . • . • • . • • • • . . . . . . • • . • • . 117
Ölqualität-Ölvlskosltät• • • • . .. . . . . . • • . • • . . .. . . . • • • . • • 119
Druckleitungen-Druckschläuche . . . . . . . . • . . . . . . . . . . • • • 119
· Frontladeanlage• . . • . . • . • • • . • . . . . . . . . • . • • . . . . . . • • . • 119
Ölwechsel-Ladeanlage-Lenkungsanlage-Wandler-Bremse . 120
Hydraulikschaltplan312 SL/ Hydraulikschema• . . . . • • . • • . 121-123
ElektrischeAusrüstung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125-128
Drehstromllchtmaschine. . . • . . . . . . . . . . . . . . . . . • • . . . . • 125
Batterie . . . • . . . . . . • • • • • • . • • • . • . . • . . . . • . . . . . • • • . . . 126
Elektr.Schaltplan312 SL . . .. .. . . • • .. . . . . • .. . .. • . . • . • 127
Reinigungdes Laders • . . . . . • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • • 129
Bel längererStillegung . • • • . . . • • . • . . . . . . • . . • . . • • • • • • • 129
Selbsthilfe bei Betriebsstörungen....................... 130-138
Motor-Störung. . . . . • . • • • . . . . . . . . . . . • . • . . . . . . • . . . . . 130
Störungenan den Druckölkupplungen . . . • • • . . . . • . . • • . • 130-131
StörungenamWandler • • • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • . . • . . . 132
Störungenan der hy~raulischenBremse . • . . . . . . . • . • . • • . 133
Störungenan der Lenkung . . .. . • . . . . .. • .. . . . . • . . • . • • 134-137
Störungenan der Ladeanlage . • . . . . . . . . • . . . . . . . • . . . • • 137
Störungenan der elektrischenAnlage . • . . . . • . . . . . . . . . . . 138
Seitenansichtvon II. und re. .. .. . . . . .. .. . . . .. . .. • .. • 139
Schmierplanwährendder Einlaufzelt . • . . . . . . . . . . • . . • 140
Schmlerplannach der Einlaufzelt. . . . . . . . . . . . . . . • • • • • 14,

l.
. 7 .
Zur Einleitung!
Die Bedienungsanweisung enthält: Wichtige Hinweise für den Fahrbetrieb auf öffentli-
chen Straßen - Unfallverhütungsvorschriften - die technischen Daten des Kramer-
Allrad-Schaufelladers - eine Beschreibung des Schaufelladers - Angaben zur Inbe-
triebnahme -Angaben zum Fahren und Arbeiten -Angaben zur Pflege, Wartung und
Instandhaltung - einen Schmlerplan während der Einlaufzeit - einen Schmierplan
nach der Einlaufzeit.
In erster Linie Ist die Bedienungsanweisung für den Fahrer bzw. für alle, die sich an
das Steuer des Schaufelladers setzen, bestimmt. Es Ist zweckmäßig, daß sich auch
der Fahrzeughalter wegen evtl. vorkommender Gewährleistungsansprüche mit dem
Inhalt der Anweisung vertraut macht. Dadurch, daß Sie die Anweisungen befolgen, er-
sparen Sie sich Betriebsstörungen und Reparaturen. Der einwandfreie Zustand des
Schaufelladers kann nur dann erhalten bleiben, wenn der Fahrzeughalter seinen Teil
dazu beiträgt.

Mit besonderer Betonung empfehlen wir, sämtliche Kundendienst- und war-


tungsarbelten an Ihrem Schaufellader stets Ihrem Kramer-Händler zu übertra-
gen:

Mit der Übergabe des Schaufelladers wird Ihnen ein Kundendienst-Scheckheft mit 4
Schecks ausgehändigt, davon 2 für Inspektionen während der Garantiezeit und 2 für
Inspektionen danach. Versäumen Sie nicht, diese Wartungs- und Pflegedienste
durchführen zu lassen.
Nur unter diesen Bedingungen kann die Aufrechterhaltung der Garantie und die Aner-
kennung berechtigter Garantieansprüche zugesichert werden.
Berechtigte Garantieansprüche sind unter Angabe des Schaufelladertyps, der Fahr-
gestell-, Motor-, Getriebe-Nummer sowie der erreichten Betriebsstundenzahl sofort
nach Feststellung des Mangels dem Lieferwerk oder der zuständigen Verkaufsstelle
schriftlich bekanntzugeben.
Bestehen Sie darauf, daß bei Reparaturen ausschließlich.

Origlnal-Kramer-Ersatzteile 0
eingebaut werden; dann haben Sie die Gewähr; daß Ihr Schaufellader Im Originalzu-
stand erhalten bleibt und Sie vor Schaden bewahrt werden.

Nicht eingeschlossen in diese Bedienungsanweisung sind spezielle Einrichtungen


und Sonderanbauten.
Wir behalten uns vor, Änderungen ohne Neudruck der Bedienungsanweisung vorzu-
nehmen.
Eine Haftung auf Grund dieser Bedienungsanweisung lehnen wir grundsätzlich
ab.

8
Unfallverhütungsvorschriften

r Bevorder Lader in Betrieb genommenwird, muß man sich mit der Bedienungsanwei-
sung und den festgelegtenBedlenungsvors~hrlftenvertrautgemacht haben.
Vor Beginn und während der Fahrt hat der Fahrerdarauf zu achten, daß sich in der
Nähedes Laders keinePersonenbefinden.DerAufenthalt Im Arbeitsbereichdes La-
ders Ist verboten.
Die zulässigeBelastungdarf nicht überschrittenwerden. Hochheben,Ablassenund
Mitfahrenvon Personenin denArbeitsgerätenbzw. Lastaufnahmemittelnist nicht ge-
stattet. Das Fahrzeugsoll bei jeder Außerbetriebsetzungauf ebenem Untergrundab-
gestellt und zuverlässiggegen unbeabsichtigteBewegungengesichert ~erden.
Vor.demVerlassendes Laders, ist die Schaufelauf dem Boden abzusetzen.Arbeiten
am Motor,an der Hydraulikanlageoder sonstigenTeilendes Laders bei angehobener
Ladeschaufeldürfen nur dann durchgeführtwerden, wenn diese sicher undstabil ab-
gestützt Ist.
Wartungs-und Reparaturarbeitenam Schaufelladernur dann durchführen,wenn der
Antriebsmotor ausgeschaltetIst, die Ladegeräteauf dem Boden abgesetztund die
Hydraulikanlagendurch die mechanischeVerriegelungder Bedienungshebelabgesi-
chert sind.
Wir verweisenauf die jeweils gültigen Unfallverhütungsvorschrlftenund das »Merk-
heft für Erdbaumaschinen"der Tiefbau-Berufsgenossenschaft.
Dieses „Merkheft für Erdbaumaschinen", von der Tiefbau-Berufsgenossen-
schaft herausgegeben, ist der Bedienungsanweisung beigefügt.
Wir empfehlen dieses Merkheft sorgfältig durchzulesen. Für die Einhaltung der
Sicherheitsregeln sind der Unternehmer und der Fahrer des Schaufelladers ver-
antwortlich.

Nachstehend einige der wichtigsten Punkte:

1. Ladermüssen nach Bedarf,jedoch mindestenseinmaljährlich durch einenSach-


kundigen(z. B. Maschineningenieuroder Maschinenmeister)In allenTeilengeprüft
werden.Der Prüfungsbefundmuß schriftlichfestgehaltenwerden.
2. Auf Verlangender Berufsgenossenschaftsind Abnahmeprüfungenoder Prüfun-
gen nachAbs. 1 von einem Sachverständigendurchzuführen.
3. Mit der Bedienungvon Laderndürfen nur geeignete,zuverlässige,mindestens18
· Jahrealte Personenbeauftragtwerden,nachdem vom Unternehmeroder seinem
Beauftragtenfestgestellt ist, daß·sle mit der Bedienungder Geräte ausreichend
vertrautsind.
4. Die Bedienungshebelder Laderdürfen nur vom Fahrersitzaus betätigt werden.

9
5. Vor Beginn und während der Fahrt müssen die Fahrer von Lai:Jerndarauf achten,
ob sich in der Nähe der Lader Personen befinden, die gefährdet werden könnten.
Nötigenfalls sind Warnzeichen zu geben. :,
6. (1) Die Fahrer von Ladern haben die Fahrgeschwindigkeit den örtlichen Verhätt- l_/
nlssen so anzupassen, daß sie den Lader jederzeit anhalten können.
(2) Lader dürfen bergab nicht mit ausgekuppeltem Motor gefahren werden.
(3) Längere Rückwärtsfahrten sind zu vermelden.
7. (1) Lader müssen so betrieben werden, daß ihre Standfestigkeit gewährleistet
bleibt.
(2) Von Böschungsrändern und dgl. müssen Lader so weiter:,tfemt bleiben, daß
keine Absturzgefahr entsteht.
(3) Lader müssen im Gefälle und in Steigungen möglichst so gefahren werden,
daß sich die Last bergseitlg befindet.
8. Die zulässige Belastung von Ladern darf nicht überschritten werden.
9. Die Fahrer von Ladern haben Mängel an Ihrem Gerät, welche nicht unverzüglich \)
behoben werden können, sofort dem zuständigen Aufsichtsführenden, bei Fah- -
rerwechsel auch dem Ablöser, mitzuteilen. Gefahrbringende Mängel sind sofort
zu beseitigen.
10. Die Fahrer von Ladern haben dafür zu sorgen, daß der Fahrerstand und andere
Teilevon Ladern, die betreten werden müssen, frei von Schmutz, Fett und Öl sind.
11. (1) Die Fahrer von Ladern dürfen nur befugte Personen und diese nur dann mit-
fahren lassen, wenn für _siefeste, ausreichend bemessene Sitze vorhanden
sind.
(2) Das Hochheben, das Ablassen und das Mitfahren von Personen in dem Grab-
gefäß oder den Lastaufnahmemitteln Ist verboten.
12 Lader müssen bei jeder Außerbetriebsetzung auf tragfähigem, möglichst ebe-
nem Untergrund abgestellt und zuverlässig gegen unbeabsichtigte Bewegung
gesichert werden. Ist eine Abstellung außerhalb der Fahrwege nicht möglich, so
sind, wenn der sonstige Fahrbetrieb weiterläuft, die Lader bei Tag durch rote Sig-
nalflaggen, bei Dunkelheit durch rote Signallampen kenntlich zu machen.
13. (1) Lader dürfen nur bei abgesetztem Grabgefäß oder Lastaufnahmemittel ver- Ö.
lassen werden.
(2) Vor ·Instandsetzungsarbeiten sind die hydraulisch bewegbaren Teile von La-
dern abzusetzen oder zu unterbauen.
14. Bevor die Fahrer von Ladern den Fahrersitz verlassen, müssen sie die Feststell-
bremse anziehen. Wenn sie sich von dem Gerät entfernen wollen, müssen sie
außerdem einen Gang einlegen, den Motor abstellen und den Zündschlüssel ab-
ziehen.

10
Wichtig!

r BelJedemSchriftwechselmit demWerk(Anfragen,Ersatztellbestellungen)
sind folgende Angabenerforderllch: ··

1. ~e des Fahrzeugs 2. Zulaaaungsdatum 3. Betrlebsstundenzahl 4. Die Fahrzeugdaten

Fahrzeugdaten
Fahrgestell-Nummer: Auf der vorderen rechten Fahrzeugseiteunterhalb
der Hubrahmenlagerungin den Längsträgereinge-
schlagen,fernerauf demTypenschild.

Motor~Nummer: Auf demTypenschildunterdem Anlasser,außerdem


noch auf dem Flanschfür die Einspritzpumpe.

11
Getriebe-Nummer: Außen am Getriebegehäuse, In Fahrtrichtung gese-
hen links eingeschlagen.

()

12
Technische Daten

Schaufellader 312 SL

der stärkste, Kompakt,mit 50 PS einer der stärksten


in seinerKlasse,mit Drehmomentwand-
wendigste, ler,Lastschalt-Wendegetriebe,Allradlen-
kung, Allrad-Antrieb und hoher Boden-
kleine freiheit durch Kramer-Portalachsen.Mit
hoher Nutzlast und großer Schubkraft,
Kramer Allrad- und vielseitig dazu durch die hydrauli-
sche Schnellwechselplattezum sekun-
Schaufellader denschnellenWechsel von Gerätenaus
_einer kompletten Anbaureihe von der
Stapelgabel über Greiferschaufel zur
Seitenschwenkschaufel.

13
Technische Daten - Schaufellader 312 SL
Motor: .
LuftgekühlterDeutz-Drelzyllnder-Vlertakt-Motor
F3L912»K 36 L« mit Direkteinsprit-
zung,einreguliertauf 50 PS nach DINbei 2500 U/mln., Hubraum2828 cm 3• Leerlauf-
drehzahleinreguliertauf 850 U/mln.WeitereEinzelheitensind der Motor-Bedienungs-
anweisungzu entnehmen.
Getriebe:
Hydrodynamischer Drehmomentwandlermit nachgeschaltetem Zweigang-Last-
schalt-Wendegetrlebe,max.20 km/h, mit Verteilergetrlebefür Allradantrieb. Gelenk-
wellezurVorderachse.(Getriebeblockund Achsgetriebe(Differential)der Hinterachse
Ist eine Baueinheit.)
Kupplung: .
HydraulischeDruckölkupplung(im Getriebeblockeingebaut). Die Schaltung erfolgt
mittels Steuerventilmit den Stellungen»Vorwärts- Neutral - Rückwärts«. Eine am
Motor angebauteDruckölpumpe(8,0Liter)fördert den Ölkreislauf.Das Steuerventil 0
begrenztauch den max. Schaltdruck= 18 + 2 atü und gibt den Hauptölstrom zur
Schmierungder L.amellenkupplung und des Getriebesfrei.
Achsen:
Kramer-Portalachsen(Portal-Lenktriebachse vorn/Portal-Lenktriebachsehinten)mit
Untersetzungsgetrieben Inden Radnaben.
Portal-Lenktriebachsehinten als Pendelachse,Gesamtpendelweg 18°, Lenkein-
schlag45°,Vorspur0-2 mm, Vorlauf8°.
Portal-Lenktriebachsevom mit Differentialsperremit Feststellbremse,die als Schei-

l
benbremseausgeführtIst am Differential,Lenkeinschlag45°, Vorspur 0-2 mm, Vor-
lauf 00.
Bremsen:
Betriebsbremse: Hydraulische2-Rad-Bremse über
eingebautIndieVorderachse Allrad
auf beide
Feststellbremse: Scheibenbremseauf Differentialder Achsen

Bereifung:
Vorderachsewirkend wirkend
0
Vornund hinten Niederdruckreifen12,5-18MPT-E91-2(6 Ply)
Lenkung:
Allradlenkung- ZF - HydrostatischeLenkung- Typ 8473 - max. 160 atü. - 30 Liter-
Zahnradpumpe,Arbeitszylinder50 0- 290 mm Hub.
Ladeanlage:
Vollhydraulischmit doppeltbeaufschlagtenZylindernfür Kipp- und Hubbewegungen.
Hydraulik: . .
53-Liter-Zahnradpumpe, 2-fach-Blocksteuerventll,Überdruckventil,RücklauffilterIm (, · \
Arbeitsdruck210 kp/cm2 (3.-fach-Blocksteuerventllbei
70-Liter-Hydraullkölbehälter, ·~
Greifer-Schaufeloder Schnellwechseleinrichtung- Steuerhebelfür den 3. Steuer-
kreis- für Anbaugeräte- in Endstellungrastlerbar.)
14
Technische Daten - Schaufellader 312 SL
,("' (Sekundär-Druckbegrenzungsventilfür Kippzylinder »Ausfahren«120 bar, Kippzylln-
~ der "Einfahren"220 bar. Nachsaugventliefür Kippzylinderund Hubzylinder).
Elektrische Ausrüstung
gemäß StVZO (Batterie 12 V - 2 x 55 Ah - Anlasser 3,0 PS - Drehstrom-Licht-
maschine (14V 33 A).

Heizung - Lüftung
Eberspächer-Fahrerhausheizung, Heizleistung1 750 kcal/h. Spannung 12Volt. Elek-
trische Leistungsaufnahme40 Watt, Luftdurchsatzca. 95 kg/h, Brennstoffverbrauch
0,21 1/h,Brennstoff: Dieselkraftstoff,Heizöl.
Regulierungder Heizung- Lüftung über Drehschalterund UniversalschalterimArma-
turenbrett links.
Frischluft und WarmluftIndividuelleinstellbarfür Frontscheibeund Fahrerraum.

Abmessungen und Gewichte:

Schaufelinhaltgehäuftnach SAE 0,7 m3


Schaufelbreite 1,76m
Rückkippwinkel 40°
Auskippwinkel 40°
Schüttweite 600mm
Ausschütthöhe 2,45m
Stapelhöhe 2,85m
Hubzeit 5,8Sek.
Senkzeit 3,9Sek.
Auskippzeit 1,0Sek.
Einkippzeit 0,6Sek.
Losbrechkraft Hubzylinder(105/60x 600) 33,5 KN (3415kp)
LosbrechkraftKippzylinder(90/40 x 468) 26,5 KN (2700kp)
Nutzlastauf Gabelzinkennach DIN 15138 2000kg
Schürftlefe 60mm
Dienstgewicht-Leergewicht 4.@0.kg
Bodenfreiheit 420mm
Spurweite 1,44m
Höhebis Fahrerkabinenoberkante 2,47m
GesamtlängeSchaufelInTransportst. 4,87m
Gesamtbreite 1,76m
Radstand 1,78m
Achslast-Leergewichtantellvorne 1400kg
Achslast-Leergewichtanteilhinten 2830kg
Zul. Achslast vorn 300.0kg
Zul. Achslast hinten ------=
ZulässigesGesamtgewicht .,,,,.-,/ /,..,,......,,...
__ 3100kg
5000kg
Wenderadius __
./ __
,,.-
......... ...
,.,,,.,,., 3,50m

15
Technische Daten - Schaufellader 312 Sl

0
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r-· 1760 ·---- --~

Bei Verwendung einer Stapele inrichtung : Zuläss ige Nutzlast gemäß Standsicherheit
nach DIN 15 138.

lragfähigkeitsangaben nach Stapeleinrichtungen 312SL


Max . Last auf Zinken, Lastabstand: 500mm
Bereifung : 12,5-18
a) bei Schnellwechselanbau: 2000kp
b) bei Direktanbau: 2000kp

Bei Einsatz in unebenem Gelände ist die Nutzlast entsprechend zu verringern.

Antriebsschema (siehe Abbildung Seite 17 oben)


1 LuftgekOhlter Deutz - Motor 8 Gelenkwelle (Getriebe-
2 Wandle r block-Vorderachse)
3 Lagergehäuse fOr den Wandler (Lagerung Flanschwelle- 9 Dlfferentlal Vorderachse
Leltradtr ll ger • Olveraorgung !Ur den Wandler) (mit Differential sperre)
4 Gelenkwelle Motor -Getriebe 10 Feststellbrems e•
5 Getr iebeblock Scheibenbrem se
6 Druckölkupplung (Betätigung Ober Steuerhebel am 11 Portaltr leb vorne
Armaturenbrett) (mit Bremse)
7 . Dlfferentlal Hinterach se
(zum Getriebeblock gehörend)

16
Technische Daten - Schaufellader 312 SL

r Antriebsschema

Schaltschema
Die Gänge des Schaltgetriebes werden mit dem links
vom Fahrersitz angeordneten Getriebeschalthebel ge-
schaltet. 2
Gang
Die größte Schubkraft erreicht der Lader im 1. Gang. Der 2.
Gang sollte nur bei langen Transportwegen und bei Stra-
ßenfahrten benutzt werden.
Mit dem Getriebeschalthebel immer einen Gang im Schalt- Neutralstellung
getriebe eingelegt lassen. Nur bei stillstehendem Lader

0Jl
und bei Neutralstellung des Steuerhebels für die Kupp-
lungsbetätigung - Fahrtrichtung vom 1.in den 2. Gang oder 1
umgekehrt schalten. Bei laufendem Motor die Neutralstel- Gang
lung des Getriebeschalthebels nicht einlegen und danach
aus dieser den 1. oder 2. Gang einlegen.
Als Kupplung ist eine Druckölkupplung montiert.
Die Betätigung d.h. Kuppeln und Fahrtrichtungsum-
kehr erfolgt über den links am Armaturenbrett ange-
ordneten Steuerhebel für Kupplungsbetätigung -
Fahrtrichtung mit den Schaltstellungen:
.,vorwärts - Neutral - Rückwärts".
Steuerhebel In Neutralstellung (Mittelstellung):
Motor starten, Gangwechsel (Gangwechsel nur bei
stillstehendem Lader).
Steuerhebel In Vorwärtsstellung: Vorwärtsfahrt
(nach vorne geschaltet)
Steuerhebel in Rückwärtsstellung: Rückwärtsfahrt
(nach hinten geschaltet)

17
Technische Daten - Schaufellader 312 SL
Fahrgeschwindigkeit:
Ausführung 312SL
vorwärts:
1. Gang=Arbeitsstufe 0-10km/h
2. Gang= Fahr-und Transportstufe 0-20km/h
Rückwärts:
1.Gang=Arbeitsstufe 0-9km/h
2. Gang= Fahr-und Transportstufe 0-20km/h·

18
Füllmengen
Die angegebenen Füllmengen sind ungefähre Werte. Für den Betrieb maßgebend ist
immer die Kontrolle mittels Peilstab, Kontrollschraube, Magnetkerze, Überläufe oder
dgl. Werden Schmiermittel verwendet, die nicht den empfohlenen Spezifikationen
entsprechen, können Folgeschäden auftreten. Für diese leisten wir auch innerhalb
der Garantiezeit keine Gewähr .
Motor:
Ölwanne (bei Ölwechsel) ca. 8,0 Liter Motorenöl HD-B (Mil-L-46152)
oder Motorenöl HD-C (Mil-L-2104 C)

Ölqualität - Ölviskosität siehe


Motor-Bedienungsanweisung
oder Schmierpläne am Ende der
Bedienungsanweisung .

Entweder Motorenöl der Qualität HD-B


(Mil-L-46 152)
- Ölwechsel alle 100 - 120 Betriebs-
stunden oder
Motorenö l der Qualität HD-C (Mil- L-
2104 C)
- Ölwechsel alle 200 - 240 Betriebs-
stunden
Ölviskosität: bei Außentemperaturen über
+ 25°C - SAE 40
bei Außentemperaturen von + 5°C bis + 30°G
-SAE 30
bei Außentemperaturen von - 10°c bis
+ 10°C - SAE 20 W/20
bei Außentemperaturen unter - 5°C
-SAE 10W

Getriebeblock: ATF-ÖL- Dexron B


Schaltgetriebe- und (Automatic-Transmission-
Differential der Hinterachse Fluid - Dexron B)
haben einen (siehe Seite 98 der
gemeinsamen Ölhaushalt. Bedienungsanweisung)

Ölstandkontrolle } Öleintüll- und Kontrollschraube am Differential


Öleinfüllung der Hinterachse

19
Füllmengen
Portal-Lenktriebachse (Hinterachse):
Portaltriebe 2 x je ca. 1,00 Liter Getriebeöl SAE 90
(MiL-L-2105) . l .1

Portaltrieb ·

Ölstandkontrolle
Öleinfüllung

Portal-Lenktriebachse (Vorderachse):

Differential: = ca . 6,00 Liter }


Getriebeöl SAE 90
Portaltriebe : = 2 x je ca . 1,00 Liter (MiL-L-2105)

20
Füllmengen

r Hydraulikanlage- Lenkung-Wandler- Betriebsbremse


Hydraulikölbehälter (gemeinsamer Ölbehälter
für Hydraulik, Lenkung, Wandler
und Betriebsbremse).
ca. 70,00 Liter
Hydrauliköl der Quall~~
ATF-ÖI
(Automatic-Transmission-
Fluid .) siehe Seite 119

Ölbehälter
(rechts unter dem Fahrersitz)
Entlüftung~,
~~u111I
~ 11 1111
1111
1111,
Ölstandauge
,1

Kraftstoffbehälter: ca. 50,0 Liter Dieselkraftstoff


(nach DIN 51601)

Hydr. Bremsanlage: =0,75 Liter Hydrauliköl der QualitätATF-ÖI


(Automatic-Transmissions-
1 Vorrats-Druckspeicher
Druckspeicher Fluid.) siehe Seite 119
Druck min = 120 bar
.- Druckschalter
Druck max = 150 bar
_.,__,_zum Bremsventil
Die Ölversorgung erfolgt
über die Hydr.-Pumpe der \·· r'""-✓/..... von der Hydraulikpumpe
n.
Lenkung vom zur Kontrolieuchte
Hydraulikölbehälter. ; : .. · ·: im Armaturenbrett
· .. , Abschaltventil

21
Reifendruck-Tabelle

Schaufellader 312SL
Reifenvornund hinten 12,5-18
Reifenwahlweise
Reifendruckvorn 2,0bar
RelfendrucKhinten 1,75bar
Reifendruckvorn 28,SPSI
Reifendruckhinten 25PSI
Piy 6Ply

()

b
22
Schaufellader 312 SL
r
Fahrerstand

(''.

23
l _;·

24
r-c1nren;uu1u, .:,cnc1u1tmc:1uer.:,•~ .:,L
Aufstellung der Bedienungsteileim Fahrerstand.Die Seitenangabenweisenauf nä-
here Beschreibungenhin. Seite
(1) Typenschild(auf der vorderenrechten Fahrzeugseiteam Längsträger) 27

r 2 Innenleuchte
3 Sonnenblende
4 Scheibenwischervorn
5 Manometerzur Drucküberwachungim Hydraulikölfilter
27
27
27
27
6 Kraftstoffanzeige 27
7 Betriebsstundenzähler 27
8 Temperaturanzeige-wandleröltemperatur 27
9 KippschalterArbeitsscheinwerfer 27
10 KippschalterScheibenwischervorn 29
11 KippschalterWarnblinkanlage 29
12 DruckanzeigeDruckölkupplung 29
13 Zündanlaßschaltermit Zündschlüssel 29
14 Lichtschalter 29
15 Blinkschaltermit Signalknopf,Lichthupe 29
16 nicht belegt
17 Kontrolleuchteblau - Fernlichtkontrolleuchte 31
18 Kontrolleuchterot- ÖldruckkontrolleuchteBetriebsbremse 31
19 Kontrolleuchterot - LadekontrolleuchteLichtmaschineund
Kontrolleuchtefür den Keilriemen,Kühlgebläse-Motor 31
20 Kontrolleuchtegelb- Unterdruckkontroileuchtefür Trockenluftfilter-Motor 31
21 Kontrolleuchterot - ÖldruckkontrolleuchteMotor 31
22 Kontrolleuchtegrün - BlinkllchtkontrolleuchteII. u. re. 31
23 Universalschalterfür EberspächerFahrerhausheizung-Lüftung 31
24 EberspächerFahrerhausheizung(TypD 1 L) (unterdem Fußblech) 31
25 Drehschalterzur Warmluftund Frischluftverteilung 31
26 Sicherungskasten 33
27 Steuerhebelfür die Kupplungsbetätigung(Fahrtrichtungsschalthebel) 33
28 HydrostatischeLenkung 33
29 Pedalfür Drehzahlverstellung,(Fußgas) 33
29/1Motor abstellen = Pedal29 anheben 33
30 Pedalfür Betriebsbremse(Fußbremse) 33/2
31 Pedalfür Dlfferentlalsperre(Vorderachse) 33/2
32 Getriebeschalthebel(Arbeitsstufe/Straßenstufe) 33/2
33 Handhebelfür die Feststellbremse(Handbremse) 33/2
34 Fahrersitzmit Beckengurt 33/2
35 Steuerhebel- Einhebelbedienung(Heben,Senken,Einkippen,Ausklppen) 33/2
35/1Schaltsperrefür SteuerhebelFrontladeanlage 33/4
36 Steuerhebel,Anbaugeräte 33/4
37 Heckscheibenwischer(Handwischer) 33/4
38 HalterfürVerbandskasten 33/4
39. Halterfür Getränkeflascheu. Bedienungsanweisung 33/4
40 Werkzeugkasten(rechtsIm Einstieg) 33/4
41 Batteriekasten(links im Einstieg) 33/4
25
l

.,
,--1111111111
"

26
Fahrerstand Schaufellader 312 SL

r (1)lypenschild (auf der vorderenrechten Fahrzeugseiteam Längsträger)


Auf dem Typenschildsind folgendeAngabeneingeschlagen:
Typ/Fgst.-Nr./Baujahr/Zul.Achslast vorne/Zul. Achslast hinten/Zul. Gesamtge-
wicht.
2 Innenleuchte (In Stellung 1 eingeschaltet)
3 Sonnenblende
4 Scheibenwischer vorn
Mit dem Kippschalter (10)wird der Scheibenwischervorn ein- und ausgeschaltet.
5 Manometer zur Drucküberwachung im Hydraulikölfilter
Zur Drucküberwachungin der Filteranlagedes Hydraulikölfiltersist im Armaturen-
brett ein Manometer mit grünem und rotenAnzeigefeldeingebaut.
Bel Betriebstemperaturdes Hydraulikölsmuß der Zeiger des Manometersim grü-
nenAnzeigefeldstehen. Der PapierfiltereinsatzIm Hydraulikölfilterist zu erneuern,
wenn der Zeiger Ins rote Anzeigefeldwandert. .
BeimStarten des Motors die Drehzahllangsamsteigern,da durch die hoheViskosi-
tät des Öles Schädenan der Filteranlageauftretenkönnen.Sollte beim Startendes
Motorsder Zeiger des Manometersins rote Anzeigefeldwandern, Ist dies nicht be-
sorgniserregend.
6 Kraftstoffvorratsanzeige
Der Kraftstoffbehälterdarf nie leer werdenll
Wenn sich in der KraftstoffanlageLuft befindet, muß das Überströmventilan der
Einspritzpumpeam unteren Sechskantzwei bis drei Gänge gelöst werden,dann
mit dem Vorpumpenhebelan der Kraftstofförderpumpeso lange pumpen, bis am
gelösten ÜberströmventilblasenfreierKraftstoffaustritt.
(SieheMotor-Bedienungsanweisung)
7 Betriebsstundenzähler
Bel gestecktem Zündschlüsselin Stellung „1" im Zündanlaßschalter(13)und lau-
fendem Motor (Lichtmaschineladet)zeigt der Betriebsstundenzählerdie Betriebs-
stundenan.
8 Temperaturanzeige-Wandleröltemperatur
DieÖltemperaturim Wandlerwird durch einenTemperaturfühlerüberwachtund mit
einem Anzeigegerät Im Armaturenbrettangezeigt. Rote Marke: Höchstzulässige
Temperatur(120° C). Steigt die Öltemperaturbis in die rote Marke, so Ist der Schau-
felladeranzuhalten,der Schalthebelfür die Fahrtrichtungsschaltung(27)In Neutral-
stellung zu bringen). Den Motor mit 1/2 Drehzahlweiterlaufenlassen,bis die Tem-
peraturzurückgeht.
9 Kippschalter Arbeitsscheinwerfer
DurchKippen des Schaltersnach hintenwerdendie hintenan den Kotflügelnmon-
tierten Arbeitsscheinwerfereingeschaltet,durch Kippen nach vorne ausgeschal-
tet.
Beachte: Das Einschalten der Arbeitsscheinwerferbei Fahrten Im öffentlichen
Straßenverkehrist streng verboten.
BeimArbeitseinsatzdürfen diese nur eingeschaltetwerden, wenn nicht zu erwar-
ten Ist, daß dadurch Verkehrsteilnehmerauf öffentlichen Straßen geblendet wer-
den.

27
IIIN 111
1fiii•
"

28
Fahrerstand Schaufellader 312 SL

r 10 Kippschalterfür Scheibenwischervorn
DurchKippen des Schaltersnach hintenwird der Scheibenwischereingeschaltet,
durch Kippen nach vorn ausgeschaltet.
11 Kippschalterfür Warnblinkanlagen
Durch Kippen des Schaltersnach hintenwird die Warnblinkanlageeingeschaltet,
durch Kippen nach vorn ausgeschaltet.
12 Druckanzeige- Druckölkupplung
DerSchaltdruckfür die bruckölkupplung(vorwärtsund rückwärts) wird mit einem
AnzeigegerätImArmaturenbrettangezeigt.Bei betrlebswarmemGetriebeöl(50-
60° C) und Motorvollgasmuß der Schaltdruckfür die Kupplungsbetätigungmax.
18bar betragen.

c, 13 Zündanlaßschalter(mit ZündschlüsseQ
Stellung"O" - Zündschlüsseleinsteckenoder abziehen,
Stellung"P" - nicht angeschlossen,
Stellung „1" - Fahrstellung,sämtlicheFunktioneneingeschaltet,
Stellung „2" - Starten- Motor.
(Vordem Anlassendes Motors die Feststellbremse(33)oder die Betriebsbremse
(30)betätigen und den Steuerhebelfür die Kupplungsbetätigung(27)in Neutral-
stellung - Mittelstellungschalten. Pedalfür Drehzahlverstellung- Motor (29)ca.
1/4 niedertreten.
Nach dem Einsteckendes Zündschlüssels in Stellung „O" und Drehungnach
rechts In Stellung „1" müssen die Kontrolleuchten19 und 21 aufleuchten.Ist der
Druckim Druckspeicherfür die Betriebsbremseunter 120bar abgefallen,leuchtet
auch die Kontrolleuchte18).
Wirdmit dem Zündanlaßschalterin Stellung„1" befindlichemZündschlüssel
nochmalsweiter nach rechts In Stellung„2" gedreht,wird d. Motorgestartet.
Sobald der Motor zündet, Zündschlüsselloslassen.Die Kontrolleuchten18, 19
.und 21 müssenerlöschen.Nach einemvergeblichenStartversuchder Batterieca.
1 MinuteZeit zum Erholenlassen.
14 Lichtschalter
Lichtschalter nach rechts in Stellung "1" gedreht - Standlicht einschließlich
Schlußlicht eingeschaltet.Nach einer weiteren Drehungnach rechts In Stellung
G „2" wird das Abblendlichtzugeschaltet,nach einerweiterenDrehungins Stellung
,,3"wird das Abblendlichtausgeschaltetund das Fernlichteingeschaltet.(Kontrol-
lampe 17- blau- leuchtetauf).
15 Blinkschaltermit Signalknopfund Lichthupenbetätlgung
Hebel nach hinten- Blinkllcht llnks eingeschaltet,Kontrolleuchtegrün 22 leuch-
tet. Hebel nach vorne - Blinklicht rechts eingeschaltet,Kontrolleuchtegrün 22
leuchtet. (DasAufleuchtender Blinkllchtkontrolleuchteerfolgt beim Ausfalleiner
Blinkleuchtein raschererFolgeals normal;(ca.60 Impulsepro Minutenormal).
Hebelseitlich drücken- Lichthupewird betätigt.
Druck auf Hebelknopf- Signalbetätigung.
16 Nicht belegt.

29
1

30
Fahrerstand Schaufellader 312 SL
17 Kontrolleuchte blau - Fernlichtkontrolleuchte
l. Wird der Lichtschalter (14) von Stellung „2" (Abblendlicht) in Stellung „3" (Fern-
licht) gedreht , leuchtet die Fernlichtkontrolleuchte auf; nach Zurückdrehen in Stel-
lung „2" muß die Kontrolleuchte wieder erlöschen.
18 Kontrolleuchte rot - Öldruckkontrolleuchte Betriebsbremse
Ist der Druck bei laufendem Motor im Druckspeicher im Bremssystem unter 120
bar abgefallen, öffnet das Abschaltventil und befüllt die Druckspeicher wieder auf
150 bar. Sollte das nicht geschehen leuchtet die Kontrolleuchte (Symbol Bremse)
auf und zeigt an, daß der Bremsdruck nicht erreicht wird . Lader sofort anhalten
und Druckabfall beheben. (Nach dem Aufleuchten der Kontrollampe (Symbol
Bremse) ist im Druckspeicher eine Reserve für ca. 8 Vollbremsungen vorhanden.)
19 Kontrolleuchte rot - Ladekontrolleuchte Lichtmaschine und Kontrolleuchte
für Keilriemen Kühlgebläse-Motor
leuchtet bei gestecktem Zündschlüssel in Stellung„ 1" im Zündanlaßschalter (13)
und muß nach dem Starten des Motors erlöschen.
Achtung! leuchtet die Kontrolleuchte bei laufendem Motor auf, Motor sofort
abstellen!!
(Keilriemen Kühlgebläse-Motor kontrollieren, Lichtmaschine überprüfen.)
20 Kontrolleuchte gelb - Unterdruckkontrolleuchte für Trockenluftfilter-Motor
.leuchtet bei gestecktem Zündschlüssel in Stellung „ 1" im Zündanlaßschalter (13)
und laufendem Motor diese Kontrolleuchte auf , ist eine Wartung des Trockenluftfil-
ter-Motors erforderlich.
21 Kontrolleuchte rot - Öldruckkontrolleuchte Motor
leuchtet bei gestecktem Zündschlüssel in Stellung „ 1" im Zündanlaßschalter (13)
·und muß nach dem Starten des Motors erlöschen. leuchtet die Öldruckkontroll-
leuchte bei laufendem Motor sofort abstellen. (Ölstand Motor kontrollieren .)
22 Kontrolleuchte grün - Bllnklichtkontrolleuchte li. u. re.
Wird der Hebel des Blinkschalters (15) nach vorne oder hinten betätigt, leuchtet
die Blinklichtkontrolleuchte auf.
23 Universalschalter für Eberspächer Fahrerhausheizung
Drehschalter in Mittelstellung - Heizung - Lüftung ausgeschaltet , Drehschalter
nach links gedreht-Lüften □, Drehschalter nach rechts gedreht-Heizen ■.
(Technische Beschreibung der Heizung siehe Seite 42-43/1)
24 Eberspächer Fahrerhausheizung
In Garagen darf die Heizung nicht betrieben werden. Beim Tanken muß die Hei-
zung stets ausgeschaltet sein.
Bei Störungen wird empfohlen : 1. Aus- und Wiedereinschalten, 2. Haupt- und
Überhitzungsslcherung kontrollieren, 3. Werkstatt aufsuchen.
25 Drehschalter für Warm- und Frischluftverteilung
Drehschalter voll nach links = Warmluft ~Frischluft nur nach oben zu den Scheiben-
klardüsen für die Frontscheibe.
Drehschalter voll nach rechts = Warmluft- Frischluft nur nach unten in den Fußraum
der Fahrerkabine.
Durch Drehen des Schalters kann die Warmluft- Frischluft entweder nur zum Fuß-
raum oder nur zur Windschut zscheibe oder gemischt verteilt werden.

31
32
Fahrerstand Schaufellader 312 SL

r
26 Sicherungskasten
Der Sicherungskastenist im Armaturenbrett links angeordnet. Die Anordnungen
der Sicherungensiehe Seite 126und 127.
27 Steuerhebel für Kupplungsbetätigung (Fahrtrichtungsschalthebel)
Als Kupplung ist eine Druckölkupplung montiert. Die Betätigung, d.h. Kuppeln
und Fahrtrichtungsumkehrerfolgt über den links am Armaturenbrett angeordne-
ten Steuerhebel für Kupplungsbetätigung - Fahrtrichtung mit den Schaltstel-
lungen:,,Vorwärts- Neutral- Rückwärts".
Steuerhebel in Neutralstellung:
(Mittelstellung)
Motor starten, Gangschaltung(Gangwechselnur bei stillstehendem Lader)
Steuerhebel In Vorwärtsstellung: Vorwärtsfahrt
(nachvorne geschaltet)
Steuerhebel in Rückwärtsstellung: Rückwärtsfahrt
(nachhinten geschaltet)

ZuPos.27
Achtung!
DasAnlassen des Motors hat stets in der Neutralstellungdes Steuerhebelszu
erfolgen. Der Wechsel der Fahrtrichtung erfolgt zwischen der vorderstenund
hinterstenSchaltstellung(oder umgekehrt)des Steuerhebels.
Es wird darauf hingewiesen,daß zum Wechsel der Fahrtrichtung der Motor in
der Drehzahlgedrosselt, der·Steuerhebelfür die Kupplungsbetätigung- Fahrt-
richtung in Neutralstellunggebracht und der Lader mit der Fußbremseabge-
bremst werden muß, danach erst den Steuerhebel in die entgegengesetzte
Schaltstellungbringen. Bei der Bedienung des Laders ist darauf besonders
Rücksicht zu nehmen.
28 Hydrostatische Lenkung
(sieheSeite 47: Fahrendes Schaufelladers)
29 Pedal für Drehzahlverstellung (Fußgas)
Zum Starten des Motors das Pedalfür Drehzahlverstellungca. 1/4 durchdrük-
ken.Sobald der Motor rundläuft,Drehzahlzurücknehmen.Bel wenig Belastung
mit wechselnderDrehzahlIst der Motor in kurzer Zelt betrlebswarm.
Beachte: In der kalten Jahreszeit nach dem Starten des Motors die Drehzahl
langsamsteigern, da durch die hoheViskosität des Öles In der Hydraulikanlage
Schädenan der Filteranlageauftretenkönnen. Manometerfwr Druckanzeigefür
Hydraulikölfilter(5)beachten.
29/1 Motor abstellen
Pedalfür Drehzahlverstellungsolangehochziehenbis der Motor stillsteht(Motor
nichtausVollastbetriebplötzlichabstellen,sondernnoch k urze Zeit zumTempe-
raturausgleichentlastet Im Leerlaufweiterlaufenlassen.)

33
\.: ..

33/1
Fahrerstand Schaufellader 312 SL

r 30 Pedal der hydr. Betriebsbremse


Durch Drückenauf das Pedalder Betriebsbremse(Fußbremse)wird der Schau-
fellader abgebremst. Die Betriebsbremsewirkt auf die Räder der Portal-Lenk-
triebachse vorn (Vorderachse.)
(Achten Sie bitte auf die Kontrolleuchte Symbol Bremse Pos. 18).BremsenSie
gefühlvoll und vermelden Sie das Blockieren der Räder. KontrollierenSie von
Zelt zu Zelt die Wirksamkeitder Anlage durch eineVollbremsungauf freier Fahr-
bahn.Auf langemund steilem Gefälledie Bremsedurch Einlegeneinesniedrige-
ren Gangs im Getriebeentlasten.
31 Pedal für Differentialsperre
Zum Betätigen der DifferentialsperrePedal niedertreten; solange das Pedal
nach unten gedrückt Ist, bleibt die Differentialsperreeingeschaltet.
(Die Differentialsperreist schon vor dem Durchrutschender Räderzu betätigen,
mit geschalteter Differentialsperrekeine Kurvenfahren.)
32 Getriebeschalthebel (Arbeitsstufe - Straßenstufe (1. Gang - 2. Gang)
Die Gänge (Stufen)des Schaltgetriebes bei stillstehendem Lader und Neutral-
stellung des Steuerhebelsfür die Kupplungsbetätigung- Fahrtrichtung(27)mit
dem links vom FahrersitzangeordnetenGetriebeschalthebelwechseln.
Immer einen Gang (Stufe)Im Schaltgetriebeeingelegtlassen.
Getriebeschalthebel nach hinten geschaltet-Arbeitsstufe (1. Gang)
Getriebeschalthebel nach vorne geschaltet- Straßenstufe (2. Gang).
33 Handhebel für die Feststellbremse
Zum Betätigender FeststellbremseHandhebelhochziehen.

· 34 Fahrersitz (mit Beckengurt)


34/1 Gewichtseinstellung: Das Fahrergewicht läßt sich stufenlos entspre-
chend der+ oder-Angabe auf dem Handraddurch Dreheneinstellen.Das
eingestellteFahrergewichtläßt sich an der Gewichtsskalagenauablesen.
34/2 Höhenverstellung: Durch Drehen des Handradsläßt sich der Fahrersitz
anhebenoder ablienken.
34/3 Rückenlehnenverstellung: Den Verstellhebelanheben, Rückenlehnein
die gewünschteStellungdrücken, Verstellhebeleinrasten lassen.
34/4 Längsverstellung des Faiirersitzes: DenVerstellhebelanheben,Sitz in
die gewünschteStellungverschieben,Verstellhebeleinrasten lassen.
35 Hebelbetätigung für Frontladeanlage
1) Steuerhebel nach vorne drücken- Hubrahmen senkt sich.
Steuerhebel nach vorne .drücken über den Druckpunkt In die arretierte
Endstellung = Schwimmstellung (Sonderausrüstung).
2) Steuerhebel nach hinten ziehen- Hubrahmen hebt sich.
3) Steuerhebel nach llnks drücken - Ladeschaufel wird elngeklppt.
4) Steuerhebel nach rechts drücken - Ladeschaufel wird ausgekippt.

33/2
1 (
Fahrerstand Schauffellader 312 SL
35/1 Schaltsperre für Steuerhebel Frontladeanlage
Bei Fahrbetrieb auf öffentlichen Straßen µnd bei Wartungs- und Instandset-
zungsarbeitenist der Steuerhebelder hydraulischenSteuerung für die Frontla-
deanlagedurch die dafür vorgeseheneSchaltsperregegen unbeabsichtigteBe-
tätigung In Neutralstellungmechanischzu sichern.
36 Steuerhebel „Anbaugeräte" - Frontladeanlage (3.Steuerkreis)
Steuerhebel nach vorne drücken - Greiferschaufelöffnet oder Schnellwech-
seleinrichtungentriegelt.
Steuerhebel nach hinten ziehen - Greiferschaufelschließt oder Schnellwech-
seleinr_ichtungverriegelt.
Der Steuerhebelfür Anbaugeräte Ist in der Endstellungrastierbar, für längere
Druckvorgängeoder auch den Betrieb von Hydraulik-Motorenoder einesSteu-
erventils an einem Hydraulik-Arbeitsgerät,das auf max. Fördermengeabge-
stimmt ist und einen drucklosen Umlaufhat. ·
37 Heckscheibenwischer (Heckwischer)
Durch Handbetätigungkann die Heckscheibefreigehaltenwerden.
38 Halter für Verbandskasten
Der Halter für den Verbandskastenbefindet sich hinter dem Fahrersitzan der
Fahrerhausrückwand.
39 Halter für Getränkeflasche und Bedienungsanweisung .
40 Werkzeugkasten
Rechts im Einstiegbefindet sich der Werkzeugkastenfür das Bordwerkzeug.
41 Batteriekasten
Links im Ein~tiegbefindet sich der Batteriekasten,Batterie 12V- 2 x 55 Ah.

33/4
Beschreibung
Kramer-Allrad-Schaufellader
Der Kramer-Allrad-Schaufellader, bei dessen Konstruktion und Produktion wir uns
viel Mühegegebenhaben,Istnachden neuestenErkenntnissengebaut.Er besitztbe-
kannteKramer-Bauelemente, wie direktenAltrad-Antrieb,Allradlenkung,Portal-Lenk-
triebachsenmit hoher Bodenfreiheitund hydrodynamischeKraftübertragungmittels
Drehmomentwandler.
Der eingebaute Deutz-Motor verfügt über ausreichende Kraftreserven. Oer am
SchwungradmontierteDrehmomentwandlermit den nachgeschaltetenAggregaten:
Druckölkupplung,2-Gang-Lastschalt-Wendegetriebe und den Portal-Lenktriebach-
sen ermöglichenein elastischesAnpassenan alle Arbeits- und Fahrverhältnisse.
Der Krarner-SchaufelladerIst ein vielseitigesBaustellenfahrzeug,eineselbstfahrende
Arbeitsmaschine,die für Erd-, Kies-,Schotter-,Schuttbewegungenund dergleichen
eingesetztwerdenkann,andererseitsIst er aber auch mit Greif-Schaufel,Stapelein-
richtung, Schnellwechselplatteusw. für Spezialeinsätzebestens geeignet. Seine
kompakteBauweiseund der günstigeWenderadiusschließen Platzproblemeaus.

Fahrgestell: Der Fahrzeugrahmen Ist aus kräftigen U-Profilen In Schweißkon-


struktion hergestellt.

Achsen: DiePortal-Lenktriebachsen sind als stabileund Im wesentlichenuntereinan-


der als gleiche Portalachsenausgebildet.DieVorderachse(mit Differentialsperre)Ist
t1tarram Rahmenbefestigt;die Hinterachseist pendelndgelagert.DieAchsen enthal-
ten vom und hintenein in der BauweisegleichesDifferentialund gleichePortaltrlebe.
DieAntriebswellenhabenDoppelkreuzgelenke. Die Portalachsenergebeneine hohe
Bodenfreiheit,in die keinBauteilstörendhineinragt.Die Portaltrlebesind von der Rad-
felgenschüsselumgebenund werdenvon den Reifenverdeckt und geschützt.

Lenkung: Die eingebaute,zuverlässigehydrostatischeAllrad-Lenkung besitzt eine


große Übersetzung,wodurch der Schaufelladerleicht zu lenken ist. Das Drucköl
kommt von der über ZahnräderangetriebenenÖlpumpe. Es wird durch Drehendes r-~
Lenkradesdem Lenkzyllnderzugeteilt.Der Radeinschlagentsprichtdaher,genauwie
bei einermechanischenLenkung,der Stellungdes Lenkrades.BeiAusfall der Druck-
ölversorgungkann das Fahrzeugtrotzdem ohne weiteresvon Hand gelenkt werden
(Notlenkeigenschaften).

Motor: DerMotorIst ein luftgekühlterViertakt-Dreizylinder-Dleselmotor


mit Direktein-
spritzung.Durchdie LuftkühlungIst er besondersbetriebssicherund wartungsarm.
Er Ist außerdemtropenfestund kannleicht ein-und ausgebautwerden.
Der Motor 1~ für sich allein.aufSchwingmetallim Rahmengelagert.Weitere Motor-
Einzelheitensind der Motor-Bedienungsanweisung zu entnehmen,die jedem Fahr-
zeugmitgegebenwird.

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Beschreibung

Ein Einsatz des Laders in Stollen, Kavernen oder Tunnels ist nur dann erlaubt, wenn
eine Anlage zur Entgiftung der Motorenabgase vorhanden Ist. Auf Wunsch kann der
Lader mit einem von der Bergbaubehörde zugelassenen Wirbelkammer-Motor ausge-
rüstet werden.
Die Schmierölversorgung des Motors ist bis zu folgenden Schräglagen und Neigun-
gen, die teilweise über der Kippgrenze des Schaufelladers liegen, gewährleistet:

Schräglagen dauernd

Typ 312SL
/ nach vorn 40,0%
nach hinten 40,0%
nach rechts 70,0%
nach links 70,0%

Wandler: Am Schwungrad des Motors ist ein F & S-Drehmomentwandler des Typs W
240 montiert. Mömentverhältnis im Anfahrpunkt 2,7, Wandlerdruck am Wandleraus-
gang ca. 2 bar.

Der Wandlerölkreislauf wird von der Hydraulikpumpe für die hydrostatische Lenkung
über den Ölrücklauf der Lenkung mit Öl versorgt. Die Reinigung des Öls erfolgt im
Hauptölstrom der Hydraulikanlage. Zur Kühlung des Wandlerölkreislaufs ist ein Öl-
kühler montiert; der Ölkühler ist am Kaltluftstrom des Motor-Kühlgebläses angeord-
net.

Die Wandlerausgangstemperatur
wird im Armaturenbrett angezeigt.

Kupplung: Als Kupplung ist eine hydraulische Druckölkupplung im Getriebeblock


eingebaut. Die Betätigung, d.h. Kuppeln und Fahrtrichtungsumkehr, erfolgt über den
Steuerhebel des Steuerventils für die Kupplungsbetätigung mit den Schaltstellungen
,,Vorwärts-Neutral-Rückwärts".
Die für den Getriebeölkreislauf erforderliche, am Motor angebaute Druckölpumpe
saugt über einen Siebfilter Öl aus dem Ölsumpf des Getriebes an. Von der Pumpe wird
das Drucköl zu dem unter dem Fußblech angebrachten Steuerventil gedrückt. Das
mit Handhebel betätigte Steuerventil regelt während des Schaltvorgangs den Druck-
aufbau in der Kupplung ; hierbei fällt der Druck in der Neutralstellung zuerst kurz ab
und steigt bei „vorwärts-" bzw . .,Rückwärtsstellung" des Steuerhebels in kurzer Zeit
auf den vorgeschriebenen Schaltdruck an. ·
(312 SL = 18-20 bar).

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Beschreibung
Durch diesen Vorgang werden die Schaltvorgänge gedämpft . Das Steuerventil be- l__
grenzt den Schaltdruck für die hydraulische Druckölkupplung und gibt den Schmier-
kreislauf zur Kupplungs- und Getriebeschmierung frei.
Der Schaltdruck für die
Druckölkupplung wird im
Armaturenbrett angezeigt

Steuerung und Schmierung der Druckölkupplung

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0 m 0

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-.,,_'..,

1 Hydraulikpumpe-Getrlebeölkrelslauf 8 Druckgeber
2 Saugleitung Getrlebeblock- 9 Druckanzeige-Druckölkupplung
·Hydraulikpumpe 10 Schmierleitung zur Druckölkupplung
3 Ölgrobfilter 11 Rücklaufleltung zum Getriebeblock
4 Druckleltung Hydraullkpumpe- 12 Druckleitungen zur Druckölkupplung
Getrlebeschaltventll 13 Druckbegrenzungsventil (25 bar)
5 Mltteldruckfllter (Ölfelnfllter) 14 Steuerhebel für clle Kupplungs-
6 Getrlebeschaltventll (18 + 2 bar) betätigung - Fahrtrichtung
7 Druckölkupplung ·

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Beschreibung

Getriebeblock: Der Getriebeblock (Schaltgetriebe und Differential der Hinterachse)


ist getrennt vom Motor an der Lenkachse (Hinterachse) befestigt und wird über deri
am Motorschwungrad angebauten Wandler über Gelenkwelle und hydraulische
Druckölkupplung angetrieben .
Das Schaltgetriebe hat 2 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge . Der 1. Gang (größte
Schubkraft) wird bei der Arbeit benötigt, der 2. Gang soll bei günstigen Verhältnissen
und Leerfahrten eine entsprechende Geschwindigkeit ermöglichen. Die Kraftübertra-
gung wird für die einzelnen Gänge über die im Getriebeblock eingebaute Drucköl-
kupplung hergestellt. Beim Schalten wird die jeweilige Lamellenkupplung in axialer
Richtung mit Drucköl beaufschlagt und angepreßt. Das Lösen der Lamellenkupp lung
erfolgt durch Druckfedern . Das Wechseln der Fahrtrichtung erfolgt durch Betätigung
des Steuerventils für die Kupplungsbetätigung am Armaturenbrett von Stellung „Vor-
wärts in Rückwärts" oder umgekehrt .

Zwischen der Stellung „Vorwärts-Rückwärts", also in Neutralstellung des Steuerhe-


bels - und bei stillstehendem Lader-, werden die Gänge gewechselt. Mit dem Getrie-
beschalthebel immer einen Gang im Schaltgetriebe eingelegt lassen . Am Getriebe-
block ist auch der Abtriebsflansch für Gelenkwellenanschluß zum Allradantrieb (Vor-
derachse). Die Kraft wird rein hydrodynamisch übertragen, dadurch ergeben sich Vor-
teile, wie hohe Anfahr-Schubkraft, selbsttätige Anpassung an die Belastung, Schutz
des Motors und der Triebwerke vor Stößen . Die günstigen Eigenschaften eines hydro-
dynamischen Antriebs, z.B. Schubkraftsteigerung bei zunehmendem Fahrwider-
stand , werden für sämtliche Fahrstufen und für beide Drehrichtungen ausgenutzt.

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Beschreibung

Bremsen: Der Kramer-Allrad-Schaufellader Ist mit zwei voneinander unabhängigen


Bremsen ausgerüstet:

1. Der Betriebsbremse (Fußbremse)als hydraulische Innenbackenbremse auf die Rä-


der Vorderachse wirkend.
2. Der Hllfs- und Feststellbremse (Handbremse), diese wirkt über Handbetätigung -
Handbremshebel - Seilzug - auf die Scheibenbremse am Differential der Vorder-
achse.

Beachte! Die hydraulisch unterstützte Betriebsbremse (Fußbremse)


des Schaufelladers ist dann betriebsbereit, wenn bei eingestecktem
Zündschlüssel in Stellung "1" Im ZOndanlaBschalter die Kontrol-
IJ
Über Allradantrieb sind beide Bremsen auf alle 4 Räder- beide Achsen - wirksam.

Betriebsbremse:

leuchte mit Symbol der Bremse im Armaturenbrett nicht aufleuchtet.


Die hydraulisch unterstützte Betriebsbremse wird von der Hydraulikpumpe - Len-
kung mit Öl und dem erforderlichen Druck versorgt. Vom Ölstrom der Hydraulik-
pumpe werden über ein Mengenteilventil, das Im Abschaltventil eingebaut ist, 3 Liter
Öl pro min. für die Betriebsbremse abgezweigt. Dieses Öl wird über ein Abschaltventil
(min. 120 bar max. 150 bar Abschaltdruck) zu dem Druckspeicher geführt. Wenn der
Druck im Druckspeicher auf 120 bar absinkt, öffnet das Abschaltventil und der Druck
erhöht sich wieder auf 150 bar. Der am Druckspeicher angebaute Hydraulikdruck-
schalter ist wiederum mit der im Armaturenbrett angeordneten Kontrollampe (Symbol
Bremse) für Bremsdruck geschaltet. leuchtet diese Kontrollampe während dem Be-
trieb oder bei Straßenfahrt auf, ist dieses ein Zeichen dafür, daß der Hydraulikdruck
im Bremssystem unter dem erforderlichen Druck von 120 bar liegt. Schaufellader so-
fort anhalten und den Druckabfall beheben.

Achtung: Beim Abschleppen des Schaufelladers ist darauf zu achten, daß, wenn die
Hydraulikpumpe für die Lenkung nicht fördert (Motor nicht läuft oder die Hydraulik-
pumpe defekt ist), daß dann Im Bremssystem noch Druck für ca. 8 Bremsungen vor-
handen Ist.

Beachte bei Wartung und Reparaturen:


Bei diesem Bremssystem kann am Bremspedalweg nicht festgestellt werden, wann
die Bremsbacken nachgestellt oder Beläge erneuert werden müssen.
Da Reibungsbremsen aber die Bremsbeläge abnutzen, müssen bei den ersten 100
Betriebsstunden und dann alle weiteren 600 Betriebsstunden die Bremsbeläge auf
Verschleiß geprüft, gegebenenfalls nachgestellt oder erneuert werden.

Es Ist darauf zu achten, daß nur mlneralölbeständlge Bremsschläuche und Radzylin- ·i.
(~_-
....
der mit mineralölbeständlgen Staubkappen und Nutringen verwendet werden. ¼II
Die Bremsbeläge der Betriebsbremse enthalten Asbest. Hinweise Seite 113 beach-
ten.

38
Beschreibung

-r Nachstellelnrichtung
ßremg

~
1

.'5) +
,•
i
Bremsventil,1-krelslg
Bremslichtschalter
Druckschalter,Vorratsdruck 116bar
E>ruckspelcher,
Prülanschluß
Volumen 0,751,65 bar Vorspannung,zul. 180 bar.

Abschallventßmit integr, Stromleiter,Konslantstrom 3 1/min,


1~'1!~.ax~~~~~r~~a~t!;_
~~:;;t~~u~~t
1
Hydraulikpumpe
Ölbehälter
Bremsdrommel0 340 mm
Radzylinder 0 38.1/11,4cm•
Handb,emshebel (HIHs·und Feststellbremsa)
Seilzug
Nachstellung mltlefs Gewindespindel
Bremsscheibe Außen-0 210 mm

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Beschreibung

Frontladeanlage:
Die Ladeanlage ist vorn am Fahrzeug-Rahmen gelagert. Sie besteht aus dem Hubrah-
men, der Schaufel, dem Kippgestänge und dem für die Betätigung erforderlichen
Hub- und Kippzylinder.

Diese werden von der über die Kurbelwelle des Motors angetriebenen Hochdru.ck-
pumpe, Fördermenge 53 Liter/min., über das Blocksteuergerät mit Drucköl versorgt.
Das von der Pumpe geförderte Öl fließt über die Druckleitung zum Blocksteuergerät
für die Frontladeanlage.

Durch die im Blocksteuergerät für die Frontladeanlage eingebauten Sicherheitsven-


tile wird die Hydraulik der Frontladeanlage abgesichert. Hauptdruckbegrenzungsven- \.)
til eingestellt auf 210 bar, Sekundärdruckbegrenzungsventil für Kippzylinder "Ausfah-
ren" eingestellt auf 120 bar, Sekundärdruckbegrenzungsventil für Kippzylinder „Ein-
fahren" eingestellt auf 220 bar.

Der im Blocksteuergerät für den Hubzylinder zuständige Steuerschieber kann mit


einer Schwimmstellung ausgerüstet sein. Um die Schwimmstellung einzuschalten,
muß der Steuerhebel nach vorne über den Druckpunkt in die arretierte Endstellung-
Schwimmstellung gebracht werden. Die Schwimmstellung bewirkt einen Druckaus-
gleich Im Hubzylinder heben - senken. Das Ausschalten der Schwimmstellung ge-
schieht mit dem Zurückziehen des Steuerhebels in die Mittelstellung.

Der Steuerhebel für Anbaugeräte Ist in der Endstellung rastlerbar, für längere Druck-
vorgänge oder auch den Betrieb von Hydraulik-Motoren oder eines Steuerventils an
einem Hydraulik-Arbeitsgerät, das auf max. Fördermenge abgestimmt ist und einen
drucklosen Umlauf hat.

Werden die Steuerhebel des Blocksteuergerätes nicht betätigt, fließt der Ölstrom ·11
drucklos über den Rücklauffilter in den Ölbehälter zurück. Im Rücklauffilter wird das --'
Öl magnetisch über einen starken Dauermagneten und ein feinmaschiges Siebfllter
gereinigt. Das gereinigte Öl fließt vom Ölbehälter, der als Vorrats- und Kühlraum dient,
wieder der Hydraulikpumpe zu.

40
Beschreibung

r Schema der Hydraulikanlage


312SL

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omo

1 Hydraulikölbehälter (ca. 70 Liter) 11 Hauptdruckbegrenzungs-


2 Belüftungsfilter für Hydraulikölbehälter ventil, einstellbar.
3 Ölstandsauge (Ölstandkontrolle) 12 Ölrücklaufleitung -
4 Hydraulikölfilter (Magnetkerze und Ölfiltereinsatz) , (Blocksteuerger~t-Ölbehälter)
5 Manometer (Drucküberwachung Im Hydraulikölfilter) 13 Hubzylinder (60/105- 600 Hub)
6 Saugleitung zur Hydraulikpumpe für die Ladeanlage 14 Kippzylinder (40/90 - 468 Hub)
7 Hydraulikpumpe für die Ladeanlage 15 Kipphebel
8 Druckleitung Hydraulikpumpe- Blocksteuergerät 16 Kippstange
f ~ Meßstelle Hydraulikdruck, 210 bar bei 312 SL 17 Druckleitungen -
..;, Blocksteuergerät (2 bis 4 Schieber) (3. Steuerkreis - Schnellwechsel)

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Beschreibung
Heizung-Lüftungfür Fahrerkabineund Frontscheibe

Der Schaufellader312SL Ist mit einer Heizungs- u. Lüftungsanlagefür die Fahrerka-


bine ausgerüstet. Für die Frontscheibesind separate Scheibenklardüsen(Luftaus-
tritte) vorhanden.
DieEberspächer-GeräteD 1 L sind mit Dieselkraftstoffoder HeizölELbetriebene Luft-
heizgeräte.Sie können unabhängigvom Fahrzeugmotorbetrieben werden. Die Ge-
rätesind auch für den Einbauin von Personenbenützte Räumegeeignet und zugelas-
sen. Für Fahrzeuge,die der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) unterlle-.
gen, sind die Gerätevom Kraftfahrt-Bundesamtbauartgenehmigtund haben ein amt-
liches Prüfzeichen(D 1 L S 146)- vermerkt auf dem Fabrikschllderhalten.
Bitte, beachtenSie:
1. DasJahr der ersten Inbetriebnahmemußauf dem Fabrikschilddauerhaft eingetra- ~
· gen werden. · \.~
2. DerWärmeaustauscherIst 10 Jahreverwendbar und muß danach vom Hersteller
oder einer seinerVertragswerkstättendurch ein Orlglnalteilersetzt werden. Das
HeizgerätIst dann mit einemSchildzu versehen,das dasVerkaufsdatumdes Wär-
metauschersund das Wort "Origlnalersatztelluträgt.
3. Bel nachträglichemEinbaudes Heizgeräteshat der Fahrzeughalternach§ 19Abs.
2 StVZOunterVorlageeinesGutachtenseines amtlich anerkanntenSachverstän-
digen oder Prüfers für den Kraftfahrzeugverkehr(TÜV) bei der Verwaltungsbe-
hördeeine neue Betriebserlaubniszu beantragen(EintragIn die Kraftfahrzeugpa-
piere).
4. Bel Einbau.desHeizgerätesIn Sonderfahrzeuge{z.B. Fahrzeugezum Transport
gefährlicherGüter) müssen die für solche Fahrzeugegeltenden Vorschriften be-
rücksichtigt werden.

TechnischeDaten
Wärmestrom • . . . • • • . .. 1700Watt± 10%
Brennstoff • • • . . • • . Dieselkraftstoffoder

Brennstoffverbrauch •
HeizölEL handelsüblich
. 0,211/h± 5 o/o
)
Elektr.Leistungsaufnahme . . 40Watt ± 10z
Spannung .........• . .12V
{funktionsfähigvon 10bis 14V)
Heizluftdurchsatzohne Gegen- • . .100kg/h ± 10%
druck bei Nennspannung

Wartung
SchaltenSie die Heizungauch außerhalbder Heizperiodeetwa einmal Im Monat kurz
ein.
Beim'lilnkenmußdie Heizungstets ausgeschaltetsein.
In Garagendarf die Heizungnichtbetriebenwerden.
0
42
Beschreibung

1 Eberspächer Heizung D 1 L
2 Luftaustritt für Fußraum
3 Luftaustritt für Windschutzscheibe
(Scheibenklardüsen)
4 Heizungsschläuche
5 Drehschalter Heizung (warm-kalt)
6 Drehschalter Heizung (oben-unten)

Mit dem Einschalten leuchtet die Kontrollampe auf,.das Heizluftgebläse beginnt Heiz-
luft und das Verbrennungsluftgebläse Verbrennungsluft zu fördern. Gleichzeitig för~
dert die Brennstoffdosierpumpe Brennstoff in genau dosierter Menge in die Brenn-
kammer. Hier bilden Brennstoff und Verbrennungsluft ein zündfählges Gemisch, das
an der Glühkerze entzündet wird. Die Verbrennungsgase durchströmen nun den Wär-
metauscher und beaufschlagen den Thermoschalter, der die Glühkerze abschaltet.
Die Heizluft erhitzt sich am Wärmetauscher und gelangt durch den Ausströmer In den
zu beheizenden Raum. Mit dem Ausschalten des Heizgerätes erlischt die Kontrol-
lampe, der Gebläsemotor läuft jedoch noch so lange weiter, bis das Gerät abgekühlt
ist. Dann wird er automatisch vom Thermoschalter abgeschaltet.

Aufbau undArbeitsweise .
Eine betriebsfähige Heizanlage besteht aus einem Grundgerät und den Teilen für Be-
festigung, Luftführung, Abgasführung, Brennstoffversorgung und Bedienung.

Bedienungmit Universalschalter(5)- links in-


nen im Armaturenbrett.
Lüften (wahlweise)
Einschalten:
Drehknopf (4) auf Ostellen. Die Kontrollampe Im
Drehknopf leuchtet auf.
Ausschalten:
Drehknopf (4) auf O stellen. Die Kontrollampe er-
lischt. .
Heizen
Einschalten:
Drehknopf (4) auf• stellen. Die Kontrollampe Im
Drehknopf leuchtet auf. Das Gerät beginnt zu ar-
4 belten.
Ausschalten:
Drehknopf (4) auf O stellen. Die Kontrollampe er-
lischt, der Gebläsemotor läuft jedoch noch so-
lange weiter, bis das Gerät abgekühlt ist. Dann
wird er automatisch abgeschaltet.
Mit dem Drehschalter (6) - links außen im Armaturenbrett - wird die Warmluft bzw.
Frischluft entweder nur nach oben zu den Scheibenklardüsen für die Frontscheibe
oder nur nach unten zum Luftaustritt in den Fußraum oder in Mittelstellung gemischt
nach oben und unten geleitet.
43
Beschreibung
Drehschalter (6)voll nach links gedreht 4 =Warmluft nur nach oben zu den Scheiben- ;,··-·.._.
klardüsen für die Frontscheibe. ~
Drehschalter (6) voll nach rechts gedreht "v = Warmluft-Frischluft nur nach unten in
den Fußraum der Fahrerkabine.
Je nach Schaltung der Heizung-Lüftung mit den Drehschaltern (5) und (6) wird die
Warmluft bzw. Frischluft entweder nur zu den Scheibenklardüsen für die Frontscheibe
oder nur zum Luftaustritt Im Fußraum oder gemischt zu den Schelbenklardüsen für
die Frontscheibe und zum Luftaustritt im Fußraum geführt.
Steuer-und Sicherheitseinrichtungen
Die Flamme wird durch den Thermoschalter überwacht. Dieser beeinflußt den Sicher-
heitsschalter Im Steuergerät, der das Gerät bei Störungen abschaltet.
Ablauf nach dem Einschalten: ,.).,,.
a) Der Thermoschalter schaltet, nachdem sich eine stabile Flamme gebildet hat, die '---')
Glühkerze ab. Außerdem beendet er nach dem Abschalten automatisch den
Nachlauf, wenn das Gerät abgekühlt Ist.
b) Zündet die Heizung nicht, wird sie maxlmal 3 Minuten nach dem Einschalten auto-
matisch abgeschaltet. Durch kurzes Aus- und Wiedereinschalten des Gerätes
kann Sie wieder eingeschaltet werden. Heizung nicht mehr als zweimal wieder ein-
schalten. Startet sie dann noch nicht, Störung nach Störungssuche und Repara-
turanleitung beheben.
c) Geht die Flamme während des Betriebes von selbst aus, wird die Heizung nach
maximal 4 Minuten automatisch abgeschaltet. Wiedereinschalten wie unter b.
d) Der Überhitzungsschalter setzt dann die Brennstoffdosierpumpe außer Betrieb,
wenn das Gerät überhitzt (z. B. wegen Verdämmung der Heizluftkanäle). Anschlie-
ßend wird die Heizung automatisch abgeschaltet.

FolgendeStörungenkönnen Sie selbst beheben:


1. Nach dem Einschalten Ist kein Gebläsegeräusch hörbar.
Kontrollieren Sie die 16-Amp.-Slcherung im Sicherungskasten.
2. Nach dem Einschalten läuft das Gebläse nur für etwa 3 Minuten, die Heizung zün- •
det nicht und wird automatisch abgeschaltet. 4')
a) Schalten Sie das Heizgerät kurz aus und wieder ein (nicht mehr als 2 mal).
b) Drücken Sie den Knopf des Überhltzungsschalters (1). Siehe Bild.
Zündet die Heizung dann noch nicht, Störung In einer Werkstatt beheben las-
sen. 1

43/1
Beschreibung

Elektrische Anlage: Die elektrische Anlage entspricht allen Anforderungen und Vor-
schriften der STVZO. Die Batteriespannung beträgt 12 Volt. Die Anlage besteht aus
Batterie, Anlasser, Drehstrom-Lichtmaschine mit eingebautem Regler, Lichtschalter,
Ladekontrolleuchte für Lichtmaschine, Öldruckkontrolleuchte Motor, Kontroll-
leuchten für Blinklicht, Unterdruckanzeige im Trockenluftfilter, Betriebsbremse, Fern-
licht, Schalter für Arbeitsscheinwerfer , Scheibenwischer und Warnblinkanlage,
Schaltkasten mit Zündschlüssel, Sicherungskasten, Scheinwerfer mit Stand-, Ab-
blend- und Fernlicht, Signal, Rückleuchten, Stopplicht, Blinklichtanlage, Warnblink-
anlage, Arbeitsscheinwerfer, Blinkschalter mit Signalknopf.

Arbeitsscheinwerfer: Am Lader sind Arbeitsscheinwerfer montiert . Diese dürfen mit


dem dafür vorgesehenen Schalter im Armaturenbrett nur während der Arbeit einge-
schaltet werden. Beim Arbeitseinsatz nur dann, wenn nicht zu erwarten ist, daß da-
durch Verkehrsteilnehmer auf öffentlichen Straßen geblendet werden.
Achtung! Das Einschalten der Arbeitsscheinwerfer bei Fahrten im öffentlichen
Straßenverkehr ist streng verboten.

Achtung! Am Motor ist eine Drehstrom-Lichtmaschine montiert. Vor allem bei


Reparaturarbeiten am Fahrzeug müssen hier grundsätzliche Punkte beachtet
werden. Diese sind in der Gruppe „Pflege des Schaufelladers" auf Seite 125 der
Bedienungsanweisung aufgeführt. ··

Instrumente: Außer den elektrischen Geräten befinden sich im Armaturenbrett Anzei-


gegeräte für Wandleröltemperaturkontrolle , Druckkontrolle für die Druckölkupplung,
Kraftstoffanzeige, Betriebsstundenzähler und ein Manometer, welches den Druck im
Rücklauffilter der Hydraulikanlage anzeigt.

Fahrerkabine: Der Schaufellader ist mit einer umsturzslcheren, R.O.P.S.-geprüften,


verschließbaren Sicherheitskabine ausgerüstet. Die auf beiden Seiten der Kabine an-
gebrachten Türen sind geteilt. Die oberen Hälften der Türen können separat nach hin-
ten aufgeklappt werden. Zur weiteren Ausrüstung der Fahrerkabine gehören Schein-
werfer, Scheibenwischeranlage, Sonnenblende, Rückspiegel, Innenleuchte.

Beachte! Unfallfolgen, welche beim Umsturz von Ladern entstehen können, wird da-
durch entgegengewirkt, daß der Lader nur mit der umsturzsicheren, R.O.P.S.-geprüf-
ten Fahrerkabine in Betrieb gebracht werden darf. Der Fahrer ist außerdem verpflich-
tet, den am Fahrersitz angebrachten Sicherungsgurt anzulegen .

Beim Einsatz des Schaufelladers im Steinbruch ist auf der Fahrerkabine zusätz-
lich ein Schutzdach anzubringen. Es schützt Dach und Frontscheibe vor herab-
fallendem Ladegut. Dieses Schutzdach kann als Sonderausrüstung beiogen
werden.

43/2
Bedienungsanweisung
Arbeitssicherheit

Erdbaumaschinendürfen nur unter Beachtung der Im „Merkheft für Erdbaumaschi-


nen" aufgeführtenSicherheitsregelnbetrieben werden.
Dieses„Merkheft für Erdbaumaschinen",von derTiefbau-Berufsgenossenschafther-
ausgegeben,ist der Bedienungsanweisungbeigefügt.
Wir empfehlendieses sorgfältig durchzulesen.Für die Einhaltungder Sicherheitsre-
geln sind der Unternehmerund der Fahrerdes Schaufelladersverantwortlich.

ElnfahrzeH
Währendder ersten ca. 100 Betriebsstundensollte der Schaufelladerschonend be-
handelt werden. Das gilt sowohl für die Fahrweise wie auch für die Pflege und War- )
tung. Motor, Lager und Triebwerkstellekönnen nur dann gut einlaufen, wenn der '-.:..
Schaufelladerin dieserZeit nicht übermäßigbelastet und der Motor nicht dauerndmit
höchster Drehzahlgefahrenwird. VermeidenSie auch eine zu zaghafte Fahrweise,da
hierbei kaumeine günstigeBetriebstemperaturerreicht wird. Ein Steigern der Bela-
stung bei wechselndenDrehzahlenhat sich In der Praxis am besten bewährt.
Die Behandlungdes neuenSchaufelladerswährend der Einfahrzeltist von entschei-
dender Bedeutungfür seinespätere Leistung und seine Lebensdauer.Ferner Ist ge-
rade in der Einfahrzeitauf die Einhaltungund Durchführungder Ölwechselund
der damit verbundenenPflege- undWartungsarbeitenzu achten. Diese Pflege-,
Wartungs-und Ölwechselzeltenkönnendem „Schmierplan während der Einfahrzelt"
am Endeder Bedienungsanweisungund den im Schmier- und Pflegedienst auf Seite
91 bis Seite 129aufgeführtenBeschreibungenentnommen werden.

44
Vor Inbetriebnahme des Schaufelladers
Das Fahrzeug wird im Werk geprüft und in betriebsbereitem Zustand ausgeliefert. Wir
empfehlen trotzdem , besonders nach längerem Transport , folgendes zu beachten:

Reifendruck der Vorder- und Hinterräder kontrollieren, siehe Reifendruck-Tabelle


auf Seite 22 und 109.

Alle vorgeschriebenen Schmierstellen abschmieren (siehe Schmierpläne Seite


140 und Seite 141.

Hydraulikölstand im Hydraulikölbehälter prüfen, Ölstand muß sich bei eingefahre-


nen Zylindern in der Mitte des Schauglases befinden. Das Schauglas ist rechts seit-
lich am Ölbehälter angebracht.
Der gemeinsame Hydraulik -Ölbehälter für Ladeanlage , Lenkung, Wandler und Be-
triebsbremse ist unter dem Fahrerstand montiert (siehe Seite 117 -121) .

Ölkontrolle im Getriebeblock durchführen. Öleinfüllschraube am Differential der


Hinterachse ist Kontrollschraube. Schaltgetriebe-Differential der Hinterachse haben
einen gemeinsamen Ölhaushalt. (ATF-ÖI)(siehe Seite 99).

Ölkontrolle im Differential der Vorderachse durchführen (siehe Seite 105)

Ölkontrolle in den Portaltrieben der Hinterachse und in den Portaltrieben der


Vorderachse durchführen (siehe Seite 104/105)

Elektrische Anlage auf Funktion prüfen. (Licht , Signal, Blink - , Warnlichtanlage,


Kontrolleuchte für Bremsdruck beachten).

Ölstand im Motorengehäuse prüfen. Filterpatrone im Trockenluftfilter kontrollieren,


Unterdruckanzeige - Kontrollampe im Armaturenbrett - beachten (siehe Motorenbe-
dienungsanweisung und Seite 94/95 in dieser Bed ienungsanweisung) .

Kraftstoffvorrat prüfen, Kraftstoffbehälter nie leer fahren (Kraftstoffanzeige rechts


oben in Fahrtrichtung im Armaturenbrett) .

Keilriemenspannung für Kühlgebläse-Lichtmaschine prüfen (siehe Seite 108).

Wichtig ist das Überprüfen von Schraubenverbindungen, insbesondere der Rad-


schrauben , Achsenbefestigung, Gelenkwellenbefestigung, Motorbefestigung,
Lenkzylinderbefestigung, Spurstangenbefestigung, Rohrleitungsverschrau-
bungen usw., nach dem ersten Betrieb mit dem Schaufellader.

Sofort nach dem Anfahren Funktion der Kupplung, der Lenkung, der Bremsen und der
Hydraulikanlage prüfen .

45
Anlassen des Motors:
Überzeugen Sie sich vor jedem Anlassen des Motors davon , daß der Fahrtrichtungs-
schalthebel (am Armaturenbrett links) in „Neutralstellung " geschaltet ist, und daß die l ..J
Feststellbremse betätigt ist. Die Betätigungshebel für die Arbeitshydraulik müssen in
der Neutralstellung abgesichert sein.
Zündschlüssel In den Zündanlaßschalter einstecken und in Stellung „ 1 " drehen. In der
Lichtleiste (im Armaturenbrett) müssen folgende Kontrolleuchten aufleuchten: Lade-
~:ontrolleuchte Lichtmaschine , Kontrolleuchte Öldruck-Mptor (2 rote Kontrolleuch-
t::m). '
Elei zu niedrigem Druck im Druckbehälter für die Betriebsb_remse leuchtet auch die
~:ontrolllampe rot (18) für d ie Betriebsbremse auf.
Pedal für Drehzahlverstellung Motor ca 1/4 durchtreten.
Wird mit dem im Zündanlaßschalter gestecktem Zündschlüssel weiter nach
rechts in Stellung „2" gedreht, wird der Motor gestartet. Sobald der Motor zündet,
Zündschlüssel loslassen (maximaler Startversuch ca. 10 Sekunden). "-'::
..

Springt der Motor


nicht gleich an, den
Anlaßvorgang wie-
derholen . Zwi-
schen zwei Anlaß-
vorgängen eine
Pause von einer Mi-
nute einlegen, da-
mit die Batterie sich
erholen kann.
Sobald der Motor
läuft , müssen die
Kontrollampen
Ladekontrolle
Lichtmaschine und
Öldruckkontrolle
Motor - erlöschen. Motor warm laufen lassen . Darauf achten, daß die Kontrolleuchte
- Symbol Bremse - (Druckkontrolle für die Betriebsbremse) erloschen ist .
Mit dem Getriebeschalthebel kann jetzt je nach anschließendem Einsatz vom 1. in den
2. Gang (Stufe) oder umgekehrt geschaltet werden. (Nurbei stillstehendem Lader und
bei Neutralstellung des Fahrtrlchtungsschalthebels mit dem Getriebeschalthebel ei-
nen Gangwechsel [Stufenwechseij vornehmen). • ,. ·
Beim Anlaßv~rg~ng im Winter die Beschreibung hierzu in der Motorbed ienungsanwei-
sung beachten . ·

46
r Beachte:Es ist auf keinenFallmöglich, den Motor durchAnschleppendes Schau...
felladers anzulassen,da beim Stillstand des Motors keine kraftschlüssigeVerbin-
dung zwischenGetriebeund Motor besteht.
Die Schaltsperrefür die Betätigungshebelder Arbeitshydraulikentsichern unddie La-
deschaufel anheben, bis die Markierungen am Fahrzeugrahmenund Hubrahmen
übereinstimmen.

Fahrendes Schaufelladers
Vor jeder Inbetriebnahmedes Laders, auch nach Arbeitspausen, ist ein Hupzeichen

f, zugeben.
Beim Fahrenauf öffentlichen Straßendie „Hinweise für den Fahrbetriebauf öffentli-
chen Straßen"auf Seite 1 bis 4 der Bedienungsanweisungbeachten. DerSchaufella-
der hat eine hydrostatische Allradlenkung (keine Lenk-Rückstellkräfte),auf deren
Lenkverhaltender Fahrersich besonders einstellen und Insbesondere die Fahrge-
schwindigkeit seiner Fahrübungund-denVerkehrs-und Straßenverhältnissenanpas-
sen muß.
Der Fahrermuß wissen, daß beim plötzlichenVersagender hydraulischen HIifskraft,
z.B. durch Ausfall des Pumpenantriebes,sein Fahrzeuglenkbar bleibt, jedoch zum
Lenken eine erheblich höhere Kraft aufgebracht werden muß. Da eine solche Situa-
tion höchst selten und dann meist völlig unerwarteteintritt, kann der FahrerIrrtümlich
zu der Annahmeverleitetwerden,die Lenkanlagesei blockiert. Dies trifft jedoch nicht
zu, der Fahrer muß lediglich die notwendige Betätigungskraftaufwenden, um den
Lenkvorgangdurchzuführen.
Wie im Abschnitt „Anlassendes Motors" schon erwähnt, Istdarauf zu achten,daßder
erforderlicheGang Im Schaltgetriebeeingelegt Ist und daß der Fahrtrichtungsschalt-
hebel (amArmaturenbrett)in Stellung „Neutralstellung"(Mittelstellung)geschaltetist.
Mit dem Fahrtrichtungsschalthebelkannjetzt die gewünschteFahrtrichtunggeschal-
tet werden.

Nach Lösender Handbremse- Feststellbremse- kann der Lader durch Gasgebenin


Bewegunggesetzt werden.
Beachte: Bei jedem Anfahren die Feststellbremselösen! Bei einem Fahrzeugmit
Drehmoment-Wandlerfällt es nicht unbedingt auf, wenn diesersonst selbstverständ-
liche Bedienungsgriffnicht ausgeführt wird, da ein Wandlerauf Grund seiner hohen
Übersetzung das Bremsmomentder Handbremse(Feststellbremse)ohne weiteres
überwindenkann.
Nur bei stehendemLader und bei Neutralstellungdes Steuerhebelsfür die Fahrtrich-
tung einen Gangwechselvornehmen!Zum Umkehrender Fahrtrichtung den Steuer-
hebel für die Fahrtrichtungv'onder jeweiligen EndstellungIn die andere Endstellunu
langsam schalten. Das Getriebeschaltventilregelt während des Schaltvorgange:;
den DruckaufbauIn den Kupplungen.Hierbeifällt der Druck in Neutralstellungkurz•
zeitig ab und steigt bei Vorwärts-oder Rückwärtsstellungdes Steuerhebelsnachkur-
zer Zeit auf den vorgesehenenSchaltdruck an.

47
Fahren des Schaufelladers

·Achtung!
Die Druckölkupplung Ist keine Bremse.
Die Fahrtrichtung kann im 1. Gang (bei der Arbeit) bei Schrittgeschwindigkeit - ohne
mit der Fußbremse abzubremsen - umgekehrt werden.

Zur Fahrtrichtungsumkehr (Reversieren) im 2. Gang muß die Motordrehzahl reduziert


und die Fahrgeschwindigkeit mit der Fußbremse stark verringert werden (Schrittge-
schwindigkeit), erst dann den Steuerhebel für die Kupplungsbetätigung - Fahrtrich-
tung in die entgegengesetzte Schaltstellung bringen, um die Fahrtrichtung zu wech-
seln.
Bei höchster Fahrgeschwindigkeit und Motordrehzahl würde ein Reversieren zu Be-
schädigungen der Kupplungen führen.
Wird der Schaufellader angehalten und steht mit laufendem Motor und eingeschalte-
tem Getriebe, kann der Motor nicht abgewürgt werden; es Ist aber bei ebener Fahr-
bahn möglich, daß der Lader zu kriechen beginnt, da der Motor über den Wandler im
Leerlauf ein Schleppmoment erzeugt. Daher ist es erforderlich, nach jedem Anhalten .
den Steuerhebel für die Kupplungsbetätigung - Fahrtrichtung in Neutralstellung zu
bringen und die Handbremse (Feststellbremse) anzuziehen. ·

Beim Anfahren übernimmt die - über den Steuerhebel für die Kupplungsbetäti-
nung (Fahrtrichtung) - hydraulisch gesteuerte Lamellenkupplung im Getriebe
bzw. der Wandler die Aufgabe einer Fahrkupplung, so daß eine herkömmliche
Hetätigung des Kupplungspedals wegfällt.

Druck- und Temperaturkontrolle während der Arbeit bzw. während der Fahrt:
Während der Arbeit bzw. Fahrt muß der Steueröldruck (Kupplungsschaltdruck)
= 18- 20 bar bei max. Motoreridrehzahl und betriebswarmen Getriebe über den
im Armaturenbrett montierten Kupplungs-Schaltdruck-Manometer kontrolliert
werden. Bel einem Schaltvorgang selbst kann der Druck kurzzeitig abfallen.

Die Folge zu niedrigen Schaltdrucks sind Beschädigungen der KupP.lungen, die in-
folge zu geringer An preß kraft dann ständig schleifen und dabei durch Überhitzung be-
schädigt werden.

Wandlertemperatur:
Die Öltemperatur im Wandler wird durch einen Tem-
peraturfühler überwacht und im Armaturenbrett
mittels Anzeigegerät angezeigt. Das Gerät hat eine
Farbskala von grün auf rot; wenn der Zeiger in das
rote Feld wandert, Ist die höchstzulässige Tempera-
tur erreicht und der Schaufellader muß anhalten .
Den Motor mit einer Drehzahl von 1200 - 1500 U/
min. bei „Neutralstellung" des Steuerhebels für
Kupplungsbetätigung weiterlaufen lassen. Die Druckanzeige -
Temperaturanzeige muß dann in das grüne Feld zu- Kupplungsschaltdruck
rückgehen (Normaltemperatur). III 1111

48
Zum Fahren des Schaufelladers

r Zum Fahrendes Schaufelladersist es erforderlich, den Aufbau und die Wirkungs-


weise des Wandlersund des Getriebeszu kennen.
1.VerbindungMotor-Getriebe
Die Antriebsleistungwird über einen Im Motor-SchwungraduntergebrachtenDreh-
moment-Wandlerund über Zwischengelenkeund Druckölkupplungvom Motor auf
das Getriebeübertragen.
Antriebsschema

1 Luftgekühlter Deutz-Motor 7 Differential Hinterachse


2 Wandler (zum Getriebeblock gehörend)
3 Lagergehäuse für den Wandler (Lagerung Flansch- 8 Gelenkwelle (Getriebeblock-Vorderachse)
welle-Leitradträger Ölversorgung für den Wandler) 9 Differential Vorderachse (mit
4 Gelenkwelle Motor-Getriebe Differentialsperre)
5 Getriebeblock 10 Feststellbremse-Scheibenbremse
6 Druckölkupplung (Betätigung über Steuerhebel am 11 Portaltrieb vorne
Armaturenbrett) (mit Bremse)
2. Drehmomentwandler
Im brehmomentwandlersind drei Schaufelräder- ein Pumpenrad-ein Turbinenrad-
und ein feststehendesLeitrad in einem Gehäuseso angeordnet,daß ein geschlosse-
ner Strömungskreislaufmöglich ist.
Das vom Motor angetriebenePumpenradbeschleunigtdas Drucköl, das demWand-
ler zugeführt wird und erzeugt eine Umlaufströmung,die am Turbinenradje nach
Drehzahl mehr oder weniger stark umgelenkt wird. Die dadurch auf die Turbinen-
schaufeln ausgeübtenUmlenkkräfteergebenein mit der Turbinendrehzahlstufenlos
veränderlichesDrehmoment,welches auf die mit dem Turbinenradverbundene,die
LamellenkupplungenantreibendeWellewirkt. Bei stillstehendemTurbinenradist das
Drehmomentam größten; mit zunehmenderFahrgeschwindigkeitwird das Antriebs-
moment stetig kleinerund paßt sich automatischdem Fahrwiderstandan. Bevordas
Öl von der Turbine(Turbinenrad)wieder in die Pumpe (Pumpenrad)eintritt, durch-
strömt es noch die Beschaufelungdes Leitrades und erteilt dem Leitrad ein rück-
wärtsdrehendesMoment.Dadas LeitradübereinestarreVerbindungfest mit dem La-
gergehäuseverbundenist, wird es am Rückwärtsdrehengehindert, damit nimmt nun
das Leitrad die bei der DrehmomentwandlungentstehendeDifferenzzwischenAn-
triebs- undAbtriebsmomentauf und leitet den Ölstrom unabhängigvon derTurbinen-
drehzahl dem Pumpenradzu. Dadurch wird die Leistungsaufnahmedes Drehmo-
mentwandlersbei konstanterAntriebsdrehzahlstufenlosverändert.

49
Bei höherer Fahrgeschwindigkeit wird Im Drehmomentwandler ein Punkt erreicht -
Kupplungspunkt genannt - bei dem keine Drehmomentstelgerung mehr vorhanden
ist. Das Turbinenmoment (furbinenraddrehzahl) Ist annähernd gleich dem Pumpen-
moment (Pumpenraddrehzahl).
In diesem Punkt ist ein Abstützmoment auf das Leitrad nicht mehr vorhanden, d. h.
das Leitrad erhält oberhalb des Kupplungspunkts ein Moment in umgekehrter Rich-
tung. Durch den im Leitrad eingebauten Freilauf wird dieses Moment in umgekehrter
Richtung ausgeglichen.

3. Wandlergehäuse -Ölkreislauf
Der Drehmomentwandler ist vom Lagergehäuse umgeben. Über Gelenkwelle und
Druckölkupplung Ist der Drehmomentwandler wiederum mit dem Getriebe verbun-
den. Der mit Motordrehzahl uml1:1ufendeWandler wird über den Ölkreislauf der Len-
kung laufend mit Öl versorgt. Das durch den Wandler geführte Öl wird über einen Öl-
kühler (welcher am Kaltluftstrom des Motor-Kühlgebläses angeschlossen ist) und
eine Rücklaufleitung wieder in den Hydraullkölbehälter zurückgeleitet.

Leckölleltung

Leckölleitung J

Ölkühler

Vorratsbehälter
Pumpe_~~~

....
50
4. Wende-und Stufengetriebe
DasWende-und Stufengetriebebestehtaus der hydraulischenDruckölkupplungund

r
. dem 2-Gang-Schaltgetrlebe.Die Gängemüssenvor der Fahrt (Im Stillstand)mit dem
Getriebeschalthebelgeschaltet werden. Danachmuß der Steuerhebelfür die Kupp-
lungsbetätigung- Fahrtrichtungvon der MittelstellungIn die entsprechendeEndstel-
lung geschaltetwerden.

Anhalten des Schaufelladers:


Gaspedal zurücknehmen,Steuerhebelfür Kupplungsbetätigung- Fahrtrichtungin
,,Neutralstellung"bringen, wenn notwendig mit der Fußbremsedas Fahrzeugab-
bremsen,Handbremse- Feststellbremse- anziehen.
Da durch den WandlerkeinestarreVerbindungvom Motor über das Getriebeund über
die Achse gegebenIst, wird empfohlen,besondersan Steigungenbzw. Gefällendas
Fahrzeugzusätzlichzum Anziehender Handbremsegegen unbeabsichtigtesWegrol-
len durch Unterlegkeilean den Rädernzu sichern und die Ladeschaufelauf den Bo-
den abzulassen.Dashat auf jeden Fallzu geschehen,wenn der Fahrerden Laderver~
lassenwill. Motor nicht ausVollastbetriebplötzlich abstellen,einige Zeit weiterlaufen
lassen.Zum Abstellen des Motors muß das Gaspedalangehobenwerden.
Den Zündschlüsselim Zündanlaßschalterin Stellung „O" drehen und herausziehen,
die Kontrolleuchtenerlöschen.

Differentialsperre
Mit der Differentialsperrekönnen beide Räder der Vorderachsevorübergehendmit-
einanderverbundenwerden. Sie wird eingeschaltet,wenn der Schlupf der Vorderrä-
der unterschiedlichist und es dadurch zum Steckenbleibendes Schaufelladerskom-
men kann.

51
Einschalten der Differentialsperre .
Das Pedal zur Schaltung der Differentialsperre ist links auf dem Fahrerstandboden an-
gebracht. Dieses zum Einschalten der Sperre mit dem Fuß nach unten drücken. So-
lange das Pedal nach unten gedrückt ist, bleibt die Differentialsperre eingeschaltet. 11
Die Differentialsperre ist rechtzeitig, also schon vor dem Durchrutschen der Rä- '<l
der zu betätigen.
Mit eingeschalteter Differentialsperre nicht Kurven fahren .
Falsche Bedienung, wie z. B. Einschalten der Differentialsperre bei hohen Drehzah-
len (Geschwindigkeit) oder wenn eines der Vorderräder schon starken Schlupf hat,
kann zu Schäden an der Sperre und am Differential selbst führen.
Ausschalten der Differentialsperre
Gas wegnehmen und den Fuß vom Pedal nehmen. Sollte das Pedal nicht anlastet wer-
den, d. h. die Differentialsperre nicht zurückspringen, kann durch leichtes Gegen-
steuern nach rechts oder links das Ausrücken begünstigt werden.

Abschleppen:
Muß der Schaufellader einmal abgeschleppt werden, Ist es unbedingt erforderlich, ~ -
Immer den Getriebe- und den Fahrtrichtungsschalthebel in „Neutralstellung" zu
bringen. Wird dieses nicht beachtet, kann wegen schlechter Ölversorgung am
Getriebe größerer Schaden entstehen.
Die Abschleppgeschwindigkeit soll höchstens 20 km/h betragen.
Beachte: Beim Lenken des Schaufelladers ohne hydraulische Unterstützung der Hy-
draulikpumpe muß, z. B. der Fahrer, über die Handpumpe in der Lenkung den zur
Fahrtrichtungsänderung notwendigen Öldruck erzeugen. Dazu muß eine höhere Be-
tätigungskraft aufgebracht werden, als dies beim Lenken mit Unterstützung durch die
Hydraulikpumpe erforderlich ist.
Weiter ist zu beachten, daß ohne Unterstützung durch das Drucköl der motorgetrie-
beneh Hydraulikpumpe für die Lenkung die Betriebsbremse nur noch kurzzeitig be-
triebsbereit ist; d. h. nach dem Aufleuchten der Kontrollampe (Symbol Bremse) ist im
Bremssystem noch ein Druckvorrat für ca. 8.Bremsungen vorhanden.

-~
-.. .
ilMM1 ■1 ■111111
.,

Fahrtrichtu
schalthebel

52
Lenkung: ZF-Servostat II

Bauweise: (Schema mit Bild slehe _Seite 55 und 97)

Der Servostat ist eine hydraulische Hilfskraftlenkung mit hydrostatischer Übertra-


gung der Lenkung auf die gelenkten Räder. Hierdurch entfällt eine mechanische Ver-
bindung vom Lenkrad zum Lenkgestänge . Das Fahrzeug kann auch ohne hydrauli-
sche Unterstützung von Hand gelenkt werden, wie diese z. B. beim Abschleppen er-
forderlich ist. Der Servostat kann auch als Steuerorgan in Fremdkraftlenkanlagen ver-
wendet werden .
Zu einer hydrostatischen Lenkanlage gehören : (siehe Seite 55)
ZF-Servostat (bestehend aus Dosierpumpe und Steuerventil als Baueinheit), Ar-
beitszylinder (16), sowie eine vom Motor angetriebene Druckölpumpe (8) mit Ölbehäl-
ter (7), die mit Zu- und Rücklaufleitung an die Lenkung Anschluß (P undT) angeschlos-
sen wird . Für beide Lenkungsausführungen sind keine ausgeglichenen Arbeitszylin-
der (gleiche Kolbenflächen) erforderlich.

Geschlossene Ausführung Typ 8470-8497

In Neutralstellung des Steuerventils sind die Kanäle L und R des Arbeitszylin-


ders von den Kanälen HP 1 und HP 2 der Handpumpe (2 und 3) getrennt. Das Lenk-
system kann daher nicht von den gelenkten Rädern her bewegt werden. ·
ZF-Servorstat II hydrostatische Lenkung Typenreihe 8470-8499
Die ZF-hydrostatische Lenkung besteht aus :
einer Dosierpumpe (Stator 2 und Rotor 3), die in linker und rechter Drehrichtung för-
dert ,
einem Steuerschieber (12), der axial verstellt wird,
zwei Schlauch-Sicherheitsventilen (5)- bei Servostaten in „geschlossener " Ausfüh-
rung - zur Begrenzung des Öldruckes, der in den Leitungen (L und R) zum Arbeitszy -
linder auftreten kann ,
einen Kurzschlußventil (15),durch die die Handpumpe Öl aus dem Rücklauf saugen
kann , wenn ohne hydraulische Unterstützung gelenkt werdeh muß,
einem TÜV-Rückschlagventil (9) im Druckanschluß, das bei Bruch der Druckle itung
das Ansaugen von Luft verhindert,
einem Druckbegrenzungsventil (1), das den Förderdruck der motorgetriebenen
Pumpe (8) auf den erforderlichen Maximalwert begrenzt ,
zwei Nachsaugventilen (6) zur Vermeidung von Kavitation im Lenksystem,
einem Sperrventil (11), kombiniert mit einem Druckentlastungsventil, das bei ausge-
lenktem Steuersch ieber eine selbsttätige Rückstellung der Fahrzeugräder verhindert
und gleichzeitig zu hohe Druckspitzen Im Kolbeninnern abbaut. Dieses Ventil wird nur
bei hydrostatischen Lenkungen in geschlossener Ausführung eingebaut.

Dosierpumpe
Der Rotor (3) der Dosierpumpe w ird von der Gelenkwelle (4) angetrieben und ist über
die Lenkspindel (13) mit dem Lenkrad verbunden . Er hat gegenüber dem Stator einen
Zahn weniger, wodurch sich beim Drehen immer eine Zahnlücke bildet. Gegenüber
der Zahnlücke, Kammer genannt, füllt der Zahn des Rotors den Innenzahn des Sta-
tors aus. Somit ergeben sich durch die anderen Zähne und Zahnkammern beim Dre-
hen erweiternde Saugzonen und verengende Druckzonen .

53
Lenkung: ZF-SeNostat II
DerMittelpunktdes Rotorsführt dabeieine Planetenbewegungaus. Sieerfolgt Inent- ""
gegengesetzterRichtung zur Drehungder Lenkspindelund mit 6facher Wlnkelge- (_J
schwlndigkelt.Saug-und Druckzonelaufen mit der Drehgeschwindigkeitder Plane-
tenbewegungdes Rotorsum. DiedeshalberforderlichesynchroneVertellersteuerung
wird durchdie Rotationsbewegung des Steuerschieberserreicht.

steuerventll
Das Steuerventilwird vom Lenkgehäuse(10)und dem darin drehbar und axial ver-
schiebbargelagertenSteuerschieben(12)gebildet. Auf seinerMantelflächebefinden
sich radialund axialangeordneteSteuernuten.IndenVentilbohrungendes Gehäuses
sind diesenentsprechendeKanälezugeordnet.Eineam LenkradeingeleiteteDrehbe-
wegungwird von der Lenkspindelüberdie Zentrierfederund Oberdie Gelenkwellezur
Dosierpumpeübertragen.DerSteuerschieberisteinerseitsdurchdie Gelenkwellemit ~
dem Pumpenrotordrehtestgekoppelt.Andererseitswird die durch die Zentrlerfeder \___-]
ermöglichteRelativdrehungzwischenLenkspindelund Steuerschieberdazu benutzt,
den Steuerschiebermit HilfeeinesStellgewindesaxial zu verstellen.DieaxialeBewe-
gungskomponentedes Steuerschiebersbewirkt die Anregelungdes Arbeitsdruckes
sowie die Umsteuerungdes Ölstromes.Die radiale Bewegungskomponentebewirkt
die synchroneVertellersteuerungder Dosierpumpe.

Arbeitszylinder:
DerArbeitszylinder(16)wird am Rahmenabgestütztund greift am·Lenkhebelan.
Druckölpumpe
Die Größeder Druckölpumpe(B)Istunter normalenFahrbedingungenauf einenVolu-
menstromauszulegen,der dem Fördervolumender HandpumpeRechnungträgt und
eineLenkgeschwindigkeit von ca. 1,5Lenkradumdrehungenpro Sekundeermöglicht.
DieseLenkgeschwindigkeitsollte Im gesamten,dem normalenFahrbetriebentspre-
chendenDrehzahlbereichdes MotorszurVerfOgungstehen. In manchenFällenkann
diese Lenkgeschwindigkeitim unterenDrehzahlbereichvermindert werden, jedoch
sollte sie bei der Leerlaufdrehzahl1 Lenkradumdrehungpro Sekunde nicht unter- )
schreiten.

54
-
Lenkung: ZF-Servostat II

r rrrmmmJ
Förderstrom der Druckölpumpe

Rücklaufstrom
lliillillillJ
Dosierter Volumen-
P ·
T

HP2 S·

Ti l
= Druckleitung (Pumpe)
= Rücklaufleitung (Tank)
' HP1 l =)Druckkanäle von der
Handpumpe

= Rücklaufkanäle
strom zum Arbelts- T2 \
R = Leitung für Arbeitszylinder
zyllnder Druckseite bei Drehung des
Lenkrades Im Uhrzeigersinn
L = Leitung für Arbeltszyllnder
Druckseite bei Drehung des
Lenkrades entgegen dem
Uhrzeigersinn

1 Druckbegrenzungsventil
2 Stator
3 Rotor
4 Gelenkwelle
5 Slcherheltsventll
6 Nachsaugventll (zyllnderseltlg)
7 Ölbehälter
8 Druckölpumpe
9 TÜV-Rückschlagventll
10 Lenkungsgehäuse
11 Sperrventil 14 Federträger mit Zentrlerfedern
12 Steuerschieber 15 Kurzschlußventn (Dosierpumpe)
13 Lenksplndel 16 Arbeitszylinder
55
Lenkung: ZF-Servostat II
FUNKTION
1. Neutralstellungdes Steuerventils
J
Bei losgelassenemLenkrad nimmt der Steuerschieber (12) die Neutralstellung ein.
Dadurch wird dem von der Druckölpumpe (8) erzeugten Volumenstrom ein Abfluß
vom DruckkanalP zu den links und rechtsdavon liegendenRücklaufkanälenT1undT2
und von dort zum Ölbehälter(7) gestattet. Das Öl in den anderen Kanälen und In der
Handpumpeist dabei nicht In Bewegung.Die Steuerkanälefür Arbeitszylinder (L und
R) habenbei der geschlossenenAusführungkeineVerbindungzu den Vertellerlängs-
nuten HP1und HP2. Die eingebautenSchlauch-Sicherheitsventile(5)verhindern, daß
zu hohe Druckspitzenim Lenksystemauftreten,die sich durch stoßhafte Belastungen
während des Fahrbetriebesaufbauenkönnen. Bei der offenen Ausführuhg besteht
eineVerbindungzwischen Handpumpeund Arbeitszylinder.
2. VentilIn Arbeitsstellung "'
Beim Drehendes Lenkradeswird die Gelenkwelle (4) über die Lenkspindel (13) und
der Zentrierfeder(14) bewegt. Sie greift mit ihrer Verzahnungin den Innenrotor der
Handpumpeund nimmt diesenmit. Derzum LenkenerforderlicheÖldruck im Zylinder
setzt der Umdrehungdes Rotors (3)einen Widerstand entgegen. Dadurch wird der
Drehwinkelder Lenkspindelgrößerals der des Rotors und des Steuerschiebers(12).
Der Steuerschieberverdrehtsich gegenüberder Lenkspindelnur bei einer gleichzeiti-
gen Axialbewegung.Diesbewirkt ein Mitnehmerstift in Verbindungmit der als Steilge-
winde ausgebildetenKupplungzwischen Steuerschieberund Anschlagbüchse.
Wenn der Steuerschieberinnerhalbdes Gehäusesaxial nach links geschoben wird
(Drehendes Lenkradesentgegendem Uhrzeigersinn),öffnen sich die Verteilerlängs-
nuten HP1 des Steuerschiebers.Das Öl strömt von der motorgetriebenen Pumpe
über den unter Druck stehenden Innenraumzu den VertellerlängsnutenHP1. Infolge
der umlaufendenVertellersteuerungsind immer jeweils 3 Vertellerlängsnuten des
Steuerschiebersmit 3 Vertellerkanälendes Gehäuses,die zur Saugzone der Hand-
pumpe führen, verbunden.Von der Druckzone der Handpumpe fließt das Öl über
ebenfalls3 zugeordneteVerteilerkanälezu 3 gegenüberliegendenVerteilerlängsnuten
HP2 und der Ringnut L zum Arbeitszylinder.Die linke Seite des Arbeitszylinders ist
durch Öffnendes KanalsT1mit dem Rücklauf(T)verbunden. )
Soll eine Rechtskurvegefahrenwerden, d. h. Drehen des Lenkrades im Uhrzeiger-
sinn, verschiebtsich der Ventilkolbennach rechts. Hierdurchwerdenfolgende Kanäle
miteinanderverbunden:

a) p mitHP2 das Drucköl der Lenkheifpumpe kann auf die Saugseite


der Handpumpegelangen
b) HP1 mitR das Öl nach der Handpumpe fließt zum Arbeitszylinder
c) L mitT2 = das vom Arbeitszylinder ausgestoßene Öl läuft In den
Rücklaufkanal

56
Hydrostatische Lenkung ZF-Servostat II

Hydraulikschema der hydrostatischen


Lenkung ZF-Servostat II

geschlossene Ausführung 57
Typ 8470 bis 8477
Bedienung der Front-Ladeanlage
Die Ladeschaufelwird durch Bedienungshebelrechts vom Fahrersitzgesteuert. Die ~
Bedienungshebelsind mit den SteuerschiebernIm Steuergerät verbunden, die den l_,5
Ölfluß in die Zylinder leiten. Der Öldruck wird durch eine vom Motor angetriebene
Zahnradpumpeerzeugt.

DasSteuergerätenthält zwei-mit Greifschaufeloder Schnellwechseleinrichtungdrei


- Steuerkreise.Der erste Kreis dient zur Betätigung des Hubzylinders, der zweite
Kreis zur Betätigung des Kippzylinders.Wenn eine Greifschaufeloder Schnellwech-
seleinrichtungangebaut Ist, dient der dritte Kreiszu deren Betätigung. Per Steuerhe-
bel für AnbaugeräteIst in der Endstellurigrastierbar.Die Hydraulikzylindersind Zug-
und Druckzylindermit gehärteten und hartverchromtenKolbenstangen.
Die Schieberder Steuergerätehaben Feinsteuerkanten;daher kann durch ein behut-
sames Betätigender Handhebeleine entsprechendfeinfühlige Bewegung des Hub-
rahmens,der Ladeschaufelbzw. der Greifschaufelerreicht werden.Alle Steuerkreise ~
können parallel betätigt werden. In der Endstellung und bei Überbelastung spricht \._-.J
das im SteuergeräteingebauteÜberdruckventilbei einem Druck von 210 bar an.

Das Überdruckventilsoll nur kurze Zelt InTätigkeittreten, da sich sonst das Öl unnöti-
gerweiseerwärmt.
Hebell
nach vornedrücken - Hubrahmensenkt sich,
nach vornedrücken über den DruckpunktIn die arretierte Endstellung- Schwimm-
stellung Ist eingeschaltet(nur bei Steuergerätmit Schwimmstellung).
Hebell
nach hintenziehen- Hubrahmenhebt sich.
Hebell
nach rechts drücken-
Ladeschaufelwird entleert.
Hebell
nach linksdrücken - Ladeschaufelkippt ein.

Bei Greifer-Schaufeloder Schnellwechsel:


Hebel II
J
nach hintenziehen - Greiferschaufelschließt
- Schnellwechselverriegelt
Hebel II -
© -
ganznachhintenziehen - Hebel II kannarretiertwerden,\j
(für längereDruckvorgänge)
Hebel II ·
nachvornedrücken - Grelferschaufelöffnet
- Schnellwechselentriegelt
Hebel II
ganznachvorn drücken - Hebel II kann·arretiertwerden,
(für längereDruokvorgänge)
CJ
58
Achtung!

r Überdruckventilean Steuergeräten und Ventilblöckenan Hydraulik- und Len-


kungsanlagesind vom Werk aus auf den vorgeschriebenenBetriebsdruckein-
gestellt und plombiert worden.
Ein Verletzender Plombe, d. h. ein eigenmächtigesVerstelleneines Überdruck-
ventils,zieht ein Erlöschenjeglicher Gewährleistungauch für die darausentste-
hendenFolgeschädennach sich.

Arbeitenmit der Frontladeanlage


Es gibt eineVielzahlvon Material,jedes Materialhat seinebesonderenEigenschaften.
DiegünstigsteArt und Weisezum Füllender Ladeschaufelwird durch dieVielseitigkeit
der Maschine und die des Materials bestimmt. Die beste Art und Weise, die Lade-
schaufelzu füllen, läßt sich eigentlichnur durch Erfahrungfinden.
DiefolgendenBeschreibungen„Ladenvon Schüttgut" - ,,Aushubin weichemBoden"
- Aushub in hartem Boden" - ..PraktischeHinweise für den Aushub" - ,,Abtragen
11

und Planieren"- Bewegenvon Lasten"sind für normaleBedingungengegeben,um


11

den Fah~r mit der Maschinevertraut zu machen.


Je nach den Erfahrungendes Fahrers,der auszuführendenArbeit und je nach Mate-
rialart kannes erforderlichsein, von diesenAnweisungenabzuweichen.

Beim Füllen der Ladeschaufel kann die


Kippstellung der Ladeschaufelfestgestellt
werden, indem man die Einstellmarkierung
- Sichtwinkel- an der Ladeschaufeloben
beobachtet.

Die HubstellungzumTransportierendes La-


degutes kann festgestellt werden, indem
man die beiden Einstellmarkierungen-
Sichtmarkierung - am Hubrahmen und
Fahrzeugrahmenbeobachtet.

59
Laden von Schüttgut

Um loses Material aufzunehmen, wird


die Ladeschaufel abgesenkt und die ()
Schneidkante der Ladeschaufel so ein- '.·
gestellt, daß diese parallel zum Boden
steht. Das Einstellen der Schaufelstel-
lung wird durch den Sichtwinkel an der
Ladeschaufel erleichtert .

••!

Nun wird im 1. Gang in das Ladegut hin-


eingefahren, bis der Motor gedrosselt
wird; den Hubrahmen nun leicht anhe-

2'L_,,j:_;_ll..Jl:::t;
ben, damit die Vorderachse belastet
wird. Dadurch wird ein Durchdrehen der
Räder vermieden. Wenn sich die Lade-
schaufel füllt, diese elnklppen.
0

Die gefüllte Ladeschaufel ganz elnkip-


pen, Fahrtrichtung wechseln, dabei die
Ladeschaufel In Transportstellung (ca.
27 cm vom Boden) bringen. Zum Einstel-
len der Transporth6he die Sichtmarkie-
rung am Hubrahmen und Fahrzeugrah-
men beachten.
f¼:/II
:a
Die Fahr-und Lenksicherheit Ist in dieser
Stellung am besten gewährleistet.

60
Wird Material geladen, In welches die La-
deschaufel nur schlecht eindringen
kann, erzeugt ein nach links und rechts
Drücken des Bedienungshebels eine
Auf- und Abbewegung der Ladeschaufel
und damit der Schaufelschnelde. Da-
durch kann die Ladeschaufel leichter in
das Material eindringen.

Müssen beim Schuttgutladen lange Transportwege bis zur Entleerungsstelle zurück-


gelegt werden, dann die Ladeschaufel nur so weit anheben, daß diese gerade noch
über die Bodenunebenheiten hinweggeht.

Achtung!Transportfahrten mit vollbeladener und hochgehober.ier Ladeschaufel sind


gefährlich; je tiefer die Stellung der Ladeschaufel, um so günstiger ist der Schwer-
punkt der Maschine. Beim Wenden oder Fahren am Hang muß hierauf besonders ge-
achtet werden.

AushubIn weichem Boden

Zum Ausheben in welchem Material


senkt man die Ladeschaufel auf den
Boden und kippt diese so weit nach
vorn, daß ein Grabwinkel entsteht. Wird
nun der Lader im 1. Gang vorwärts ge-
fahren, dringt die Schneidkante der La-
deschaufel in den Boden ein. Nach
dem Eindringen der Schaufel den Kipp-
winkel flacher stellen, um eine mög-
lichst gleichmäßige Schicht abzutra-
gen und um einen zu großen Rad-
schlupf zu vermeiden.

61,
Aushub in hartem Boden

Zum Ausheben in hartem Material


senkt man die Ladeschaufel auf den
Boden und kippt diese so weit nach
vorn, daß ein leichter, ausreichender
Grabwinkel entsteht. Beim Vorwärts-
fahren Im 1. Gang drückt man die La-
deschaufel (durch Drücken nach
rechts des Bedienungshebels) leicht
nach unten, so daß sie in den Boden
eindringen kann; dabei darauf achten,
daß kein übermäßiger Radschlupf
auftritt. Nach dem Eindringen der
Schneidkante In den Boden den Kipp-
winkel etwasflacher stellen und beim
weiteren Vorwärtsfahren Bedienungs-
hebel nach links und rechts drücken
und damit die Ladeschaufel auf- und
abbewegen. Dadurch wird die Vorder-
achse ständig belastet.

Praktische Hinweise für den Aushub


Beim Aushub dürfte das Abtragen nebeneinanderliegender Streifen über die gesamte
Oberfläche des Aushubgebletes die beste Methode sein.
0
Die Schürftiefe hängt dabei zum größten Teil von der Festigkeit des auszuhebenden
Materials ab. Die Aushubarbelten so planen, daß der Schaufellader mit voller Lade-
schaufel vorwä!'ISaus der Baugrube herausfahren kann. Nach Möglichkeit wird eine
Ausfahrt ausgehoben, die sich außerhalb desAushublinle befindet. Die Ausfahrt mög-
lichst flach halten. Beim Transport der beladenen Ladeschaufel bergauf bzw. beim
Herausfahren aus einem Aushubgebiet sollte nach Möglichkeit nur vorwärts gefahren
werden. Beim Transport der beladenen Ladeschaufel über ein steiles Gefälle fährt
man, wenn irgend möglich, rückwärts.
Muß In Ausnahmefällen rückwärts aus der Baugrube gefahren werden, muß die Stei-
gung der Ausfahrt gering oder die Schaufellast entsprechend klein sein. Die Lade- o~·-
schaufel dabei gerade so hoch anheben, daß sie vom Boden freikommt, um ein Kip-
pen des Laders zu vermeiden. Von außen an den Rand der Baugrube zu fahren, ist ge-
fährlich, Unfälle durch Erdrutsch vermeiden.
Abtragen oder Planieren
ZumAbtragenoder Planierendie Ladeschaufelnur so weit vorklppen, daßeinedünne
Erdschichtüber eine längereStrecke hinwegabgehobenwird. Das wichtigsteist hier--
bei die Einhaltungder Abtragtlefe,so daß sich die Ladeschaufelbei Vorwärtsfahrtall-
mählichfüllt. Zum Abschlußmit parallelzum Boden gestellterLadeschaufel,während
der Schaufelladerrückwärtsfährt, die zu planierendeFlächegleichziehen.

Bewegen von Lasten


Die Ladeschaufelmuß währendder Fahrt immer ganz zurückgeklppt werden,gleich
welchesMaterial bewegt bzw.transportiert wird, und sich Immer ca. 27 cm überdem
Bodenbefinden. In dieserStellungkanndie Ladeschaufelgehäufte Ladungengut tra-
gen und ein überlaufen des geladenen Materials bleibt auf ein geringes Maß be-
schränkt. Es ergibt sich eine idealeGewichtsverteilung,die Fahr-und Lenksicherheit
Ist In dieser Stellungam bestengewährleistetund die Sicht des Fahrerswird nicht be-
einträchtigt.

Erhöhung der Schubkraft


Zur Erhöhung der Schubkraft empfiehlt es sich, auf Sandböden oder ähnlichen
nicht bindenden Böden, die Reifen an der HinterachseIn der entgegengesetzten
Drehrichtungzu montieren.
Bei plastischen Böden, wie Lehm und dgl., sind die Reifender Vorderachsein entge-
gengesetzterRichtung zu montieren.

63
SCHAUFELLADER
mit Seiten-Schwenkschaufel

TechnischeDaten:
Die Kramer-Seiten-Schwenkschaufel, ein neuesAnbaugerätzur Schnellwechselein-
richtung,Ist In zwei Größenlieferbar.

a) zum Anbau am Schaufellader 312 SL


Breite:1,91m / Inhalt: O,75 m3 - SAEgehäuft.

Die Schaufelschwenkt nach rechts

. 1 1 ~J
~--?.L
~r
····-1
- L_ ______
A
Auskipphöhe
B
Ausschütthöhe
"'fyp mm mm

_Jt 1
312SL 3010 2330

A B

0
Die Kramer-Seiten-Schwenkschaufelkann
a) wie jede andereSchaufelzu normalenSchaufelarbeiten-Aufnehmen-Transpor-
tieren- Entleeren- verwendetwerden.

b) vom Fahrzeugaus hydraulischso eingestellt werden, daß sie wie ein Schwenk-
schild denAushub mittelsQuertransportIn den Grabenbringt.

c) mit seitlichenSchwenkbewegungenzum Verfüllenvon Gräben,Absanden von Ka- e_.-.


beln und Leitungenund zum Beladenvon LKWverwendetwerden. V

64
r Lieferumfang:
Zum LieferumfanggehörenfolgendeTeile:

a) SeHen-Schwenkschaufel
b) Schaufelträger
c) Hydraulikzylindermit
Hydraullk-lnstallatlon.

ACHTUNG
ATTENTION
! FUff SEITLICHES .-USKIPPEN•

) POSITION FOR &IDE-DUMPING ONU'

.•l t~:=:~.'OUA
DEVERHMENT
IN Dll!SER STELLUNG NICHT NACH
VORN AUSKIPPEN•
NO FAONl'AL DUMPING IN fHIS
POSUION'
PAS DE DeVEABIMENt FRON U,l fN
POBlrlON INDIDUU•

Auf Wunschkönnen zusätzlichzum Lieferumfangnoch 2 Stück Zsb. Anschlägezum


.,Verriegeln"(Bild Nr.1) bezogenwerden. · ·

Diese werden zur Erleichterungder Verrie-


gelung Schnellwechselrahmen-Schaufel
in
die Bohrungen .,N' am Schaufelträgerein-
gesetzt, wenn mit den beiden Bolzen des
Verrlegelungszylindersin den Bohrungen
.,B" verriegeltwird.

Bestell-Nr.für 312 SL
Zsb. Anschlag 1424100058
Federstecker 0009921837

65
Fahren auf öffentlichen Straßen mit angebauter
Seiten-Schwenkschaufel
Schaufellader312 SL
Wird r)11teinem Schaufellader der aufge-
führten Type und angebauter Seiten-
Schwenkschaufel auf öffentlichen Stra-
ßen gefahren, müssen folgende Sicher-
heitsvorkehrungen getroffen werden.
1. Die Druckleitung zum Schwenkzylinder
der Seitenschwenkschaufel muß abge-
nommen werden.
2. Die Uchtlelste muß auf der Seiten-
schwenkschaufel aufgesteckt sein und
an die Stromversorgung angeschlos-
sen werden.

Weiter Ist es erforderlich, bei Fahrten auf öffentlichen Straßen, die vordere Schneid-
kante der Seiten-Schwenkschaufel durch eine Schutzvorrichtung über die gesamte
Breite abzudecken.

Beleuchtungselnhelten und auch die Schutzvorrichtung für die vordere Schneidkante


gehören nicht zum Lieferumfang, müssen daher jeweils zusätzlich mitbestellt werden.

Aufnahme und hydraulische Verriegelung der


Schaufel am Schnellwechselrahmen. ()
Im Gegensatz zu allen bisher bekannten An-
baugeräten zur Kramer-Schnellwechselein-
rlchtung sind, - wie auf der Abbildung er-
sichtlich ist, - im Schaufelträger der Seiten-
Schwenkschaufel je 2 Bohrungen (A u. B)
für die hydraulische Verriegelung der
Schaufel am Schnellwechselrahmen vorge-
sehen. ·

Q
66
Je nach anschließendem Arbeitseinsatz wird entweder In den Bohrungen „A" oder
,.B" verriegelt.

Verriegelungin „A" (siehe Seite 68 bis 70)


Ausklppen, Einkippen und seitliches Schwenken der Schaufel ohne Einschränkung.

Für eine Verriegelung in den Bohrungen .A"


sind alle erforderlichen Anschläge am
Schaufelträger bereits fest angebracht.

siehe Bild-Nr. 3 = Anschläge zum Verrie-


geln in den Bohrungen ,,N
siehe Bild Nr. 4 = Anschläge für „Ausklp-
pen der Schaufel nach
vorne" - bei Verriegelung
In den Bohrungen „A"

VerriegelungIn „B" (siehe Seite 71 bis 73)

Ideal für seitliches Schwenken (mit voll eingekippter Schaufel). -

Bei Verriegelung in 11B" nicht nach vorne auskippen, da die Anschläge - BIid-Nr. 4
- (für „Auskippen der Schaufel nach vorne") bei Verriegelung in „B" ohne Funktion
sind.
Für eine Verriegelung in den Bohrungen .B" ist es empfehlenswert, zuvor die als Zu-
satzausrüstung aufgeführten Anschläge - zum „Verriegeln" -wie folgt zu montieren:

Die beiden Anschläge Bild-Nr. 1 (zum „Ver-


riegeln") werden von innen in die Bohrun-
gen „N' am Schaufelträger eingeführt und
mit Federstecker abgesichert.
(Bild-Nr. 1 übernimmt somit beim Verriegeln
In den Bohrungen „8" die Funktion wie sie
Bild-Nr. 3 beim Verriegeln in den Bohrungen
,.A" hat.-
Die Anschläge - BIid Nr. 3 + 4 - haben bei
Verriegelung in „B" keine Funktion).

67
Eine Verriegelung in den Bohrungen „A"
ist zweckmäßig:
1.) Bel normalen Schaufelarbeiten-Aufnehmen- Transportieren und Entleeren durch
Auskippen der Schaufel nach vorne.
2.) Beim Grabenfüllen mit der Seitenschwenk-
bewegung mit der Schaufel .

,,
Beim Verriegeln in den Bohrungen „A" entspr icht der Rückkippwinkel und der Aus-
klppwinkel dem einer Greiferschaufel , die Schaufel Ist so für alle Arbeiten verwendbar.

68
3.) Beim Arbeiten in der Arbeitsstellung
„Schwenkschild", bei der das Material
durch Quertransport seitlich ausgestellt
wird.

Für eine Verriegelung in den Bohrungen „A"


sind alle erforderlichen Anschläge am Schau-
felträger bereits fest angebracht.
siehe Bild-Nr. 3 = Anschläge zum Verriegeln
in den Bohrungen „A"
siehe Bild-Nr. 4 = Anschläge für „Auskippen
der Schaufel nach vorne" -
bei Verriegelung in den Boh-
rungen „A"
Die als Zusatzausrüstung zum Lieferumfang der Schaufel empfohlenen Anschläge
(Bild-Nr. 1) sind bei Verriegelung in den Bohrungen „A" nicht erforderlich .

69
Die Seiten-Schwenkschaufel wird nun ge-
nau so in den Schnellwechselrahmen ein-
gehängt und hydraulisch verriegelt wie z.
B. eine Greiferschaufel.

Mit dem Lader wird so an die SChaufel her-


angefahren, daß die beiden Zapfen oben
am Schnellwechselrahmen In die Haken
des SChaufelträgers an der Seiten-
Schwenkschaufel fassen.

Schnellwechselrahmen nun einkippen und


das Steuerventil des 3. Steuerkreises betä-
tigen, damit die Bolzen des Verriege-
lungszylinders im Schnellwechselrahmen
in die Bohrungen des Schaufelträgers an
der Seiten-Schwenkschaufel eintreten. Da-
durch ist das Anbaugerät mit dem Schnell-
wechselrahmen fest verbunden.

Für den eigentlichen Betriebmit der Schau-


fel (Seitenschwenken nach rechts) wird der
3. Steuerkreis benötigt.
Dazu die SChläuche jetzt vom Verriege-
lungszylinder an der Schnellwechselein-
richtung auf die Steckkupplungen für den
Hydraulikzylinder der Selten-Schwenk-
schaufel umstecken, - dieses in folgender
Reihenfolge: Motor kurz abstellen - Hebel
des 3. Steuerkreises nach hinten und vorne
bewegen (Druck in der Leitung fällt dadurch
ab)- Umstecken der Steckverbindungen.

70
Eine Verriegelung in den Bohrungen „B"
ist zweckmäßig:
1.) Bei dauerndem Einsatz der Schaufel mit
Entleeren durch seitliche Schwenkbewe-
gung. Diese Position der Verriegelung ist
zu verwenden, wenn erreicht werden soll,
daß das Material beim seitlichen Schwen-
ken gleichmäßig und dosierbar aus der
Schaufel läuft, die Schaufel soll dabei voll
eingekippt bleiben. Z. B. Absanden von
verlegten Leitungen oder Kabeln, Einbrin-
gen von Filterkies in Gräben, Grabenver-
füllung durch seitliche Schwenkbewe-
gung.

Beim Verriegeln in den Bohrungen „B" ist ein größerer Rückkippwinkel vorhanden. -
Bei Verriegelung in den Bohrungen „B" nicht nach vorne aus kippen.

71
2.) Beim Beladen von LKW mit seitli-
cher Schwenkbewegung der
Schaufel. (Der Lader fährt neben
den LKW, die Entladehöhe ist nun
. einiges größer, die seitliche Ausla-
dung läßt es zu, daß die Pritsche nur
von einer Seite völlig beladen wer-
den kann.)

Der Lader fährt nur noch vor und zurück


und entlädt nach der Seite.

Und noch einfacher ist das Befüllen von


Containern , da der Lader seitlich oder
frontal anfahren kann.

In keinem Fall muß rangiert werden. l.


Das erfordert wenig Platz, spart Zeit
und schont die Reifen.

Für eine Verriegelung in den Bohrungen „ B" ist es empfehlenswert, zuvor die als Zu-
satzausrüstung zum Lieferumfang der Schaufel aufgeführten Anschläge - zum „Ver-
riegeln" (Bild-Nr. 1) wie folgt zu montieren:

Die beiden Anschläge Bild-Nr. 1 (zum „Ver-


riegeln") werden von innen in die Bohrun-
gen „A" am Schaufelträger eingeführt und
mit Federstecker abgesichert.
(Bild-Nr. 1 übernimmt somit beim Verriegeln ./

in den Bohrungen „B" die Funktion wie sie


Bild-Nr. 3 beim Verriegeln in den Bohrungen
,,N.' hat.)-

72
Die Seiten-Schwenkschaufel wird nun -
wie beim Verriegeln in den Bohrungen "A"
beschrieben - in den Schnellwechselrah-
men eingehängt und hydraulisch verrie-
gelt.

3+4- beiVerriegelung
ln»B«ohneFunktion

Danach werden die Schläuche vom 3.


Steuerkreis vom Verrlegelungszylinder
auf die Steckkupplungen am Hydraulik-
zylinder der Seiten-Schwenkschaufel
umgesteckt, - dieses in folgender Rei-
henfolge: Motor kurz abstellen - Hebel
des 3. Steuerkreises nach hinten und
vorne bewegen (Druck in der Leitung fällt
dadurch ab) - Umstecken der Steckver-
bindungen. · In"9„ohneFunktion
3+~ beiVerriegelung

73
SCHAUFELLADER
mit Hochkippschaufel

, '---Ausklppen mit
Hochklppzyllnder

0
Schaufeldrehpunkt

(J
Die Kramer-Hochkippschaufelist überalldort erforderlich, wo höchste Ausschütthö-
hen verlangtwerden,so z. B. beim Ladenübersehr hohe LKW-Bordwände,beim Be-
schickenvonTrichternund LKW-Aufsätzenfür Streusalz,in Silo-Anlagen,in der Indu-
strie und In der Landwirtschaft.
TechnischeDaten:
Schaufellader

Typ Schütthöhe Schüttweite Inhalt Schaufelbreite


mm mm ma mm
312SL 3200 740 0,6 1760

74
Hochkippschaufel

Hydr.-Steckkup
,...--:::or.---- Hochklppzylln

Sie wird in den Schnellwechselrahmengenau so eingehängt und verriegeltwie eine


Greiferschaufel.Die beiden Hydraulikzylinderwerdenvom 3. Steuerkreisder Schnell-
wechseleinrichtungbetätigt.Vondieser werden nachVerriegelungdie beiden Schläu-
che abgenommenund auf die entsprechendenAnschlüsseder Hochkippschaufelge-
steckt (sieheBild oben).
Diese Hochkippschaufelhat durch Ihrenzur Schneidkanteverlagerten Auskippdreh-
punkt eine verbesserteAusschütthöheund Ausschüttweite.

_µ ♦
~
(,; ◄1-
-.....----1:!r~~
~+
J~ochklppzyllnder
sfahren.

Hochklppzyllnder
. . 1
einfahren

75
SCHAUFELLADER
mit Schwenkkran
chwenkkran

Schnellwechseleinrichtung Verriegelungszylinder

Mit diesem Zusatzgerät an der Schnellwechseleinrichtung werden jetzt Arbeiten aus-


geführt, die bisher nur durch Verschwenken der ganzen Maschine mehr oder weniger
umständlich und ungenau möglich waren. Der Kranarm ist das ideale Gerät, um beim
Stillstand des Laders Bordsteine, Kanalrohre, Betonringe usw. zentimetergenau zu
setzen.
Der Schwenkkran paßt in die Kramer Schnellwechseleinrichtung und wird über den 3.
Steuerkreis betätigt. Dazu werden die Hydraulikschläuche vom Verriegelungszylinder
der Schnellwechseleinrichtung auf die Steckkupplungen des Schwenkkranzylinders
gesteckt. ·

__ [kl +senken ()
• lt•

Jetzt kann mit dem Steuerhebel (3. Steu-


erkreis) der Schwenkkran nach links oder
nach rechts geschwenkt werden. Der
Schwenkbereich beträgt 218°. Das He-
ben und Senken wird mit dem Hubrah-
men (Hubzylinder) ausgeführt.

Links+
1 1 1

76
r Schwenkkran

Schmlernlppe

Es ist darauf zu ·achten, den Schwenkkran waagrecht zu führen. Der zulässige Ein-
bzw. Ausklppwinkel beträgt 10°. Der Schaufellader mit Schwenkkran erreicht die von
der Tiefbau-Berufsgenossenschaft TBG geforderte Standsicherheit 2,0 nach
DIN24094.
Der Kranhaken Ist verstellbar, die Krandrehsäule wird mit Hilfe des 3. Steuerkreises
hydraulisch geschwenkt, und das Anheben und Ablassen der Last geschieht durch
Heben und Senken der Ladeanlage des Laders.

Technische Daten:
Tragfähigkeitsangaben mit Schwenkkran
((,
Bohrung Nr. 1 2 3 4 5 6 7

Lastabstand: 1,0 1,1 1,2 1,3 1.4 1,5 1,6 m

Traglast 740 710 680 665 640 610 590 kg

Wartung:
Schmiernippel reinigen und mit lithiumverselften Markenmehrzweckfett 1 x wöchent-
lich schmieren.

n
SCHAUFELLADER
mit Kehrmaschine

Leicht und schnell läßt sich die Vorbau-


kehrmasch ine anstelle der Ladeschaufel
anbauen, entweder direkt oder an die
Schnellwechsel-Einrichtung. Die Kehr-
maschine hängt in einem Parallelo-
gramm und wird über 2 Abstützräder ge-
stützt. Die Abstützräder werden so ein-
gestellt , daß die Besenrolle 5 - 10 mm
vor den Abstützrädern den Boden berüh-
ren, bzw. mit einer Breite von ca. 100 mm
aufliegt.

Angetrieben wird sie durch einen Hydraulikmotor (Langsamläufer) über den 3. Steuer-
kreis, der auch die Greiferschaufel oder die Schnellwechsel -Einrichtung betät igt.
Bei nachträglichem Anbau an ein Standardfahrzeug muß das serienmäßige Zwe ikam-
rner-Steuerventll gegen ein Dreikammer-Steuerventil ausgetauscht werden .

Technische Daten:
Kehrwalzenlänge . .. .. . .. .. . . . . . . . .. . . ... ... ..... . .. . .. . . . . 2,16m
Besendurchmesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .......... . 0,60m
Arbeitsbreite (Schrägstellung) ..... . ..... ... . . ... .. . . .. . . . .. . . 1,90m
Gewicht ohne Wasserfaß . ..... . .... .. ......... ... ... .. .. . .. . ca . 300 kg
Besenbesatz: Welldraht/Kunststoff gemischt

Sonderzubehör:
Sprüheinrichtung, mit mechanischem Antrieb von der Besenwelle, Druckpumpe mit 5
Sprühdüsen, Armaturen sowie Wasserfaß ca. 200 Liter Inhalt.

Achtung!
Es muß unbedingt darauf geachtet werden , daß die Kellriemen von der Wasserpumpe
abgenommen werden , wenn der Wassertank leer Ist un·d mit der Kehrmaschine weiter-
gefahren wird . Wasserpumpe und Wassertank vor Frost schützen.

Schmutzfangvorrichtung, bestehend aus einem verstellbaren Rohrrahmen mit Gum-


mituch, damit weggebürsteter Schmutz , Steine usw. nicht auf den Gehweg oder an
Häuser geschleudert werden.

Achtung!
Vor Rückwärtsfahrt Kehrmaschine anheben. Keine Montage bei laufenden Bürsten -
Einzugsgefahr.
Bei Wartung und Reparaturarbeiten Motor abstellen - Gefahr durch umlaufende Teile.

78
Kehrmaschine
r~~~--
Hydr,•Schlluche mll

lech für

Aulnahmeplatt• fllr Kramtf •


Schnellwechaeletorlchlung Kellrlemen !Ur W•nerpumpe

Mit diesem Steuerhebel (3. Steuerkreis)


nach hinten geschaltet, wird Drucköl zu
dem Hydraulikmotor geführt, der die Be-
senwelle antreibt. In dieser Stellung kann
der Steuerhebel arretiert werden. Soll
Arretierung Steue e el der Hydraulikmotor abgestellt werden,
muß die Arretierung entriegelt werden.
für Kehrmaschinenbetrieb

Es ist darauf zu achten, daß bei Fahrten


auf öffentlichen Straßen die elektrischf!
Steckkupplung der Kehrmaschine an die
Stromversorgung des Schaufelladem
angeschlossen Ist (siehe Bild) und dieso
zuvor auf Funktion überprüft wird.

79
SCHAUFELLADER
mit Anbau-Hubstapler

Überdruckventil G) bei Typ400 Oberdruckventil G) Typ600


eingestelltauf: eingestellt auf:
160 bar bei Schaufellader312SL 150bar bei Schaufellader312SL

Ein „Hubstapler"an der Kramer-Schnellwechselplatte.Mit diesem Anbau-Hubstap-


ler für die Schnellwechselplatteder KramerAllrad-Schaufelladerkannman jetzt auch
Lastenbis auf 6,70 m Höhe befördern.
Der An- und Abbau ist so einfach wie bei jedem anderen Gerät der Kramer-Schnell-
wechsel-Anbaurelhe.Wenn die LadeanlageIn höchster Stellung Ist, fährt der Hub-
mast die Stapeleinrichtungnoch höher,und alles mit den vorgeschriebenenStandfe- ))
stigkeitsprüfungenl

Der HubmastTyp 400 und 600 paßt in die Kramer-Schnellwechseleinrichtungund


wird darin aufgenommenund verriegelt.Die Hydraulikschläuchevon den Hydr.-Kupp-
lungen des Verrlegelungszylinders werden auf die Steckkupplungendes Hubmastes
gesteckt. Beim Umstecken muß folgende Reihenfolgeeingehalten werden: Motor
kurz abstellen- Hebeldes 3. Steuerkreisesnach hinten und vornebewegen (Druckin ·
·den Leitungenfällt dadurch ab) - Umsteckender Steckverbindungen.Jetzt können
mit dem Steuerhebel(3. Steuerkreis)die BewegungenHeben- Senkendurchgeführt
werden. Bevorder Hubmast In den Einsatzkommt, müssen: .
t Begrenzungsstangenlinks und recht an dem Kippzylinder-Schaufelladerange-
bracht werden (sieheBIid 3). Diese bewirkeneine Neigungssperrevon 5° auskip-
pen und 10°elnkippen um das Ladegutsicher zu heben.
2. Der Umschalthebelmuß auf Stapelbetriebgestellt werden, dadurch wird ein ge-
fühlvollesDosierendes Einkippensoder Auskippens erreicht.

80
Anbau-Hubstapler


waagerecht

Begrenzungsstange

Es ist darauf zu achten, daß keine Personen


unter der angehobenen Last sich befinden
(siehe Hinweisschild).
BIid Nr.3 Dasselbe gilt auch bei Montage-, Wartungs-
und Instandsetzungsarbeiten.

Wartung: Gleitschiene mit Graphitfett 1 x wöchentlich schmieren! (Einsatzwoche).

Die Hublastangaben nach DIN 15 138 sind gültig für den Industrie-Einsatz.
Die Hublastangaben nach FEM-CECE sind gültig für den Gelände-Einsatz.

ltaglastdiagramm für Hubmast lyp 400

Schaufel- Lastabstand Lastabstand Lastabstand Hub-


lader 500mm 600mm 700mm höhe
Typ Hublast Hublast Hublast
nach nach nach nach nach nach
DIN 15138 FEM-CECE DIN 16138 FEM-CECE DIN 15138 FEM-CECE

312SL 1300 kg 1250 kg 1250 kg 1200 kg 1200kg 1150kg 4,75 m

ltaglastdlagramm für Hubmastlyp 600

312SL 1000 kg 600 kg 960 kg 570 kg 920 kg 550 kg 6,38 m

81
SCHAUFELLADER mit
Federklappen-Schneepflug

Einfachund sekundenschnellist der Federklappen-Schneepflug- anstelle der sonst


üblichenLadeschaufel- hydraulischan der Schnellwechselplatteaufzunehmen. Der
Schneepflughängt in einem Parallelogrammund liegt mit seinem Eigengewicht auf
der Fahrbahnauf, so daß auf ein Steuerventilmit Schwimmstellungverzichtet werden
kann.
Die Federklappenweichen beimAnfahrenden Hindernissen,wie Sehachtdeckel, Ka-
nalabdeckungenusw.automatischaus, ohne den Räumvorgangzu unterbrechen.
Der SchneepflugIst für Rechts-oder Linksräumungumstellbar. .~

Zwei Versionen
stehenzurWahl a b
Pfluglänge(unten) 2,00m 2,40m
Räumbreite 1,75m 2,10m
Pflughöhe 0,86m 0,86m
Gewichtca. 300kg 350kg

82
SCHAUFELLADER mit
Steinklammer

1050 Alle Angaben in mm.

Tragkraft 1000 kp
Gewicht 500 kp

tw-f
l\·Oetoich
1000
450- 165Ö-

Die Steinklammer paßt in die Kramer-Schnellwechseleinr ichtung und wird darin auf-
genommen und verriegelt. Die Hydraulikschläuche von den Hydr.-Kupplungen des
Verriegelungszylinders auf die Steckkupplungen der Steinklammer stecken. Jetzt
können mit dem Steuerhebel (3. Steuerkreis) die Klemmbewegungen durchgeführt
werden .
Im Klammerkörper werden rechteckige, mit Verschleißschienen versehene Führungs-
holme aus Vollmaterial verwendet. Das hohe Widerstandsmoment ermöglicht große
Zuspanndrücke, die besonders bei der Aufnahme von 6 cm Verbundpflaster erforder-
lich sind. Da keine Kunststoff- bzw. Messingbuchsen verwendet werden, sind die
Führungen auch gegen Verschmutzungen unempfindlich. Zur gleichmäßigen Druck-
verteilung bestehen die Klammerarme aus einem starren Außen- und einem pendeln-
den Innenarm. Als Druckelement stehen wahlweise Federbolzen mit Vulkollanbelag,
durchgehende Vulkollanleisten sowie gefederte und geriefte Stahlplatten zur Verfü-
gung.
Die hydraulische Steinklammer wird zum Transport von Hohlblock-, Verbundpflaster-,
Schwerbeton- und Ziegelsteinen, Gehwegplatten usw. verwendet .
Klammerkörper und Klammerarme sind entsprechend dem Gewicht, der Druckemp-
findlichkeit und der Oberflächenbeschaffenheit der aufzunehmenden Steinpakete
ausgeführt.

83
t:'

(C·

Seite 84 bis 90
((
vorläufig nicht belegt.

(,\
Pflege des Schaufelladers

r Hinsichtlich der Pflege- und Wartungsarbeiten wird auf die Ausfilhrungen In der
Motor-Bedienungsanweisung, Im Kundendienst-Scheckheft und auf die
Schmierpläne am Ende dieser Bedienungsanweisung verwiesen.

Wartungs-und Instandsetzungsarbeiten:
Auch Schaufelladerkönnenvor Beginn von Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten
gewaschenwerden.
Zur Vermeidungvon UnfällenalleTrittstufen,den Fahrerstand-Bodenund alleanderen
Teiledes Laders,die betretenwerden müssen,von Schmutz, Fett, Öl, Schneeund Eis
freihalten.
Den Schaufelladerzu Wartungs-und Instandsetzungsarbeitenmöglichst auf ebenem
Untergrundabstellen.
Die hydraulischenbewegbarenTeiledes Ladersauf dem Boden absetzen.

91
Wichtiger Hinweis!
Vor Beginn von Reparaturen und Wartungsarbeiten an den hydraullkölführenden Ag- ~
gregaten der Ladeanlagen Ist der Hydraulikdruck bei abgesenkten Arbeitsgeräten l-· __
.
durch mehrmaliges Betätigen der Hebel der Steuergeräte zu entlasten. Die Bedie-
nungshebel der hydraulischen Steuerungen für Frontarbeitsanlage sind durch die da-
für vorgesehenen Sicherungen gegen unbeabsichtigte Betätigung in Nullstellung me-
chanisch zu sichern.
Sind Wartungsarbeiten unter einem angehobenen Ladegerät notwendig, dann dürfen
diese nur durchgeführt werden, wenn das entsprechende Ladegerät sicher gegen
Herunterfallen abgesichert ist und die Bedienungshebel der Steuergeräte durch die
dafür vorgesehenen Sicherungen mechanisch veriegelt sind.
Wartungs- und Reparaturarbeiten am Lader dürfen nur dann durchgeführt werden,
wenn der Motor abgestellt, der Zündschlüssel abgezogen und die Feststellbremse
betätigt Ist. Wenn nötig, ist der Lader durch Unterklotzen der Räder zusätzlich noch )
abzusichern.
\::_
Der Schaufellader darf nicht mit eigener Kraft mit Hilfe der Arbeitsgeräte gehoben und
In dieser Stellung zu Reparaturarbeiten belassen werden.
Muß der Schau_felladermit Hilfe seiner Arbeitsgeräte aufgebockt werden, dann ist er,
bevor mit den Arbeiten begonnen wird, sicher und stabil zu unterklotzen. Die Arbeits-
geräte sind zu entlasten und die Bedienungshebel der Steuergeräte sind durch die da-
für vorgesehenen Sicherungen mechanisch zu verriegeln.
Achtung! Bel allen wartungs- und Instandsetzungsarbeiten sind sämtliche Siche-
rungselemente, wie Federringe, Wellscheiben, Splinte, Sicherungsdrähte, wieder an-
zubringen. Sicherungsbleche und Federringe dagegen dürfen nicht wieder verwen-
det, sondern müssen erneuert werden.
Schweißarbeiten an tragenden Teilen des Schaufelladers und seiner Arbeitsgeräte
dürfen nur vom Hersteller oder dessen sachverständigem Vertreter (geprüfter Schwei-
ßer) ausgeführt werden.

Schmier-und Pflegedienst:
Ölwechsel im Getriebeblock (mit Dlfferentlal der Hinterachse), Im Differential
der Vorderachse, in den Portaltrleben der Achsen und In der Hydraulikanlage.
Einen Ölwechsel erledigt man zweckmäßigerweise unmittelbar nach einer längeren
Fahr- bzw. Arbeitszeit. Die Öle in den Triebwerken (Getriebeblock und Achsen) und
das Öl der Hydraulik und Lenkanlage sind noch warm und fließen leichter ab. Nach ,.,.,,
Ablauf der alten Öle werden die neuen Öle aufgefüllt. Zwischen dem Ölwechsel In der '-1
Hydraulikanlage kann ein Ausspülen mit gleicher Ölsorte durchgeführt werden. Auf
keinen Fall darf zum Ausspülen Petroleum oder Kraftstoff verwendet werden.

92
Ölstand-Motor:

Alle 10 Betriebsstundenden Ölstand im Motor prüfen.DenLader waagerechtabstel-


len, Motor abstellen, Ölmaßstab herausziehenund mit faserfrelem Lappen abwi-
schen, wieder bis zum Anschlageinsteckenund nochmalsherausziehen.Dabeisoll
der Ölstandbis zur oberen Meßmarklerung am Ölmeßstabreichen.Ist diesnichtder
Fall,durch die ÖleinfüllungMotorenölnachfüllen.

Motor312SL

Öleinfüllung Motor:
Nach den ersten 50 und danach bei 100Betriebsstundenist das ganzeÖl im Motor
abzulassenund zu erneuern,siehe Motor-Bedienungsanweisung oder „Schmierplan
während der Einlaufzeit"am Ende der Bedienungsanweisung.Dabei beachteman
das oben Erwähnteüber Ölwechsel.Alle weiterenÖlwechselsind, wie Im „Schmier-
plan nach der Einlaufzeit"und in der Motor-Bedienungsanweisungangegeben,vor-
zunehmen.
Beim Messen des Ölstandes muß der Schaufellader horizontal stehen. In den
Schmierplänenund In der Motor-Bedienungsanweisung sind die zu verwendenden
Schmiermittelin Qualitätund Viskositätfür die einzelnenAggregatefestgelegt.Beim
Nachfüllenstets die gleicheÖlsorteverwenden.

Motor:
Wir verweisen für den Schmier-, Pflege- und Wartungsdienst am Motor und an
allen am Motor angebauten Aggregaten auf die ausfOhrllche Motor-Bedie-
nungsanweisung.
Winterbetrieb:
Bezüglich„Motor und BatterieIm Winter" sind die Hinweisefür den Winterbetriebzu
~ beachten,sieheMotor-Betriebsanweisung. Wirddas Fahrzeugim Freienoder Ineiner
unbehelztenGarageabgestellt,so darf die Feststellbremsenicht betätigt werden,da
die nassenBremsbacken(Scheibenbremse)anfrierenkönnen. Das Fahrzeugdurch
Unterklotzender Räderabsichern.

93
Trockenluftfilter-(Motor)
Der Trockenluftfilter besteht aus dem Zyklontell und einer FIiterpatrone, die In einem
gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind. Durch Leitschautein wird im Zyklonteil eine
i...
··
1il.
Umlaufströmung erzeugt, durch die bis zu 80 % des Staubanteils der Luft ausgetra-
gen werden. Dieser ausgeschiedene Staub wird durch das Vakuator-Ventll automa-
tisch ins Freie entleert. Die Filterpatrone hält den restlichen Staubanteil zurück, und
muß je nach Staubanfall ausgetauscht werden.
Die Im Armaturenbrettangebrachte Kontrollampezeigt durch Aufleuchten an,
daß eineWartungerforderlichIst.

Typ312SL

Kontrollampe (Unterdruckanzeige)

Staubentleerventil
Deckel
Bundmutter

94
Achtung!Beim Schließender Motorhaube312SL Ist daraufzu achten, daß das Luft-
ansaugrohrdesTrockenluftfiltersIn den abgeschirmtenAnsaugraumder Motorhaube
eingeführt ist.

Wartungdes Trockenluftfilters:
Die Standzeltder FIiterpatroneim Trockenluftfilterist auchvon der Pflegebzw. Reini-
gung des Staubentleerventllsabhängig, hier ist von Zeit zu Zeit der Austrageschiltz
des Staubentleerventils(Vakuatorventils)zu reinigen.
Wir empfehlen dringend, die Filterpatronenur nach dem Aufleuchten der Kon-
trolleuchteIm Armaturenbrettzu warten.
Durch zu häufigenPatronenaus-und -einbau kann die Dichtungan der Filterpatrone
(Abdichtungzwischen Filterpatroneund Gehäuse)beschädigt werden. DeshalbFil-
terpatronenur austauschen,wenn es notwendigist! d. h. wenn die KontrollampeIm
Armaturenbrettaufleuchtet. leuchtet bei laufendem Motor das Kontolllcht auf, muß
man die Filterpatroneaustauschen.Auspuffqualmoder nachlassendeMotorleistung
können Hinweise für verschmutzten Luftfilter sein. Bei der Filterausführungmit
Staubentleerventilden Deckel abnehmen, die Sechskantmutter abschrauben,ver-
schmutzte Filterpatroneherausnehmen.Patronedurch neueersetzen. Nur Original-
FIiterpatronedes Luftfilterherstellerseinbauen, Fremdfabrikatepassen meist nicht
und gefährdenden Motor.Zur Filterwartunggehört auch die Überprüfungder Verbin-
dungs- und Anschlußstellendes Ansaugrohrs, weiter sind das Filtergehäuse,die
Dichtflächeund Dichtungsauflagenzu reinigen.
Nicht mit Preßluftdas Filtergehäuseausblasen.

Kontrolleder FIiterpatrone:
Die Filterpatronevor dem Einbau mit einer Handlampe durchleuchten und auf Be-
schädigung hin überprüfen,beschädigte Filterpatronenunbedingt austauschen.
Ebenfallsdie aufgeklebteDichtung auf Risseund Beschädigungenkontrollieren.

95
Lenkung·
Lenkung:
DiehydrostatischeLenkungmit eingebauterHandpumpewird über eine separate Hy-
draulikpumpe, diese Ist in Fahrtrichtung gesehen rechts am Motor montiert, mit
Druckölversorgt.DiesesDruckölwird durch Drehendes Lenkradesdeni Lenkzylinder
zugeteilt. Dasfür die hydrostatischeLenkung erforderlicheÖl wird von der Hydraulik-
pumpe für die Lenkungaus dem gemeinsamenfür die Ladeanlage,Lenkungsanlage,
Wandleru. Betriebsbremseunter dem FahrerstandangebrachtenHydraulikölbehäl-
ter entnommen.Nach Durchlaufdurch die hydrostatischeLenkung wird dieses über
eine Rücklaufleitungwieder in den Hydraulikölbehälterzurückgeführt. Aus diesem
Lenkungsölkreislaufbzw. aus der RücklaufleitungLenkung-Hydraulikölbehälterwird
das für den Wandlerölkreislauferforderliche Öl entnommen. Hierzu Ist In die Rück-
laufleitungLenkung- Hydraulikölbehälterein Rückschlagventil,eingestellt auf 6 bar,
eingebaut. Nach Durchlauf durch den Wandler (am Wandlerausgangist ein 1,5 bar
Rückschlagventilmontiert) wird das Öl zum Hydraulikölbehälterzurückgeführt. Die
Öltemperaturam Wandlerausgangwird Im Armaturenbrettangezeigt.
Bei Ausfallder Druckölversorgung,d. h. der Hydraulikpumpefür die Lenkung,
kann das Fahrzeugdurch die in der hydrostatischenLenkungeingebaute Hand•
pumpeweiter von Hand gelenktwerden, es Ist aber unbedingtzu beachten, daß
eine Weiterfahrtmit eigener Motorkraft nicht mehr bzw. nur ganz kurzzeitig zu-
lässig ist (Entfernendes Ladersvon der Straße), da der wandlerölkreislauf (Be-
füllen, Kühlenund Schmierendes Wandlers)mit Ausfallder Hydraulikpumpefür
die Lenkung nicht mehr vorhandenIst. Der fehlende wandlerölkreislauf hätte
eine Überhitzungdes wandlers zur Folge.

Wichtig!
Bel einem Schaden an der Hydraulikpumpefür die Lenkung,den Motor abstel-
len und den Lader abschleppen.Vor dem Abschleppendes Laders darauf ach-
ten, daß der Getriebeschalthebelund der Steuerhebelfür die Kupplungsbetäti-
gung In „Neutralstellung"gebrachtwerden.
Weiter ist zu beachten, daß ohne Unterstützungdurchdas Drucköl der motorge-
trleber'lenHydraulikpumpefür die Lenkung die Betriebsbremsenur noch kurz-
zeitig betriebsbereitist; d. h. nach dem Aufleuchtender Kontrollampe (Symbol, 1\
Bremse}Ist Im Bremssystemnochein Druckvorratfürca. 8 Bremsungenvorhan- ~
den. ·
Die hydrostatischeLenkungwird durch das Hydraulikölgeschmiert; Lenkzylinderla-
ger, Lenkschubund Spurstangengemäßden Vorschriftenim Kundendienst-Scheck-
heft und im Schmierplanabschmieren.Die Schraubenund Muttern an der hydrostati-
schen Lenkung und an den Lenkungsteilenauf festen Sitz und Absicherung prüfen.
Lenkungsteileeinschließlich Lenkzylinder- Druckschläuche- Saugschläuche und
Spurstange,kontrollieren.
Ölwechsel- Ölqualität in der Lenkungsanlage,s. S. 119 „Wertungder Hydrau-
llkanlage".

96
,,1 Hydraulikpumpe für den Lenkungs-
und Wandlerölkrelslauf (30 Liter) Öltemperaturanzeige
2 Saugleltung Olbehälter-Hydraullk•
oO 0
· Pumpe Lenkung
3 Druckleitung Hydraulikpumpe-Len-
o .m o rnII1JJ 0
0
P(BBB11
kung (über Abschaltventil zum ..•·······...~--····
...... ··-...··••t .\.-·-·····- ••

-~!'
Anschluß „P" an der Lenkung) "'•'- .... ; ~ ··- •
3/1Abschaltventll (Bremse) .........
,...
.....·······>::;-·._ !
4 Meßstelle Lenkungsdruck '' .
(max. 160 bar)
5 Hydrostatische Lenkung (mit Slcher-
heitsventll 160 bar)
\><J-'·.•~·
-~·
r}uckleltung Abgang „R" an der
( nkung-Lenkzyllnd8r
7 Druckleitung Abgang „L" an der
Lenkung-Lenkzyllnder
8 Ölrilcklaufleltung Lenkung-
Hydraulikölbehälter
(Abgang „T" an der Lenkung)
9 Rückschlagventil (6 bar) Wandler-
eingang (Einbaulage siehe Pfell)
1O Nachsaugleitung für }
die Lenkung erforderlich für die
11 KugelrOckschlagventll Notlenkeigenschaft
(Einbaulage siehe Pfeil)
12 Zulaufleitung zum Wandler (01 wird aus der
Rücklaufleitung Lenkung-Ölbehiilter entnommen
13 Ölrücklauf Wandler-Hydraullkölbehälter ..
• r• •••••

(über den Ölkühler)


14 Rückschlagventil (1,5 bar) Wandlerausgang
(Einbaulage siehe Pfeil)
15 Temperaturgeber-Wandlertemperatur

( l ltemperatur wird Im Armaturenbrett angezeigt)


ckölleltung Wandler-Hydraullkölbehälter
i 1 Lenkzylinder (doppelwlrkend)
18 Spurstangen
19 Lenkhebel
20 Lenkschubstange
21 Ölkühler für den Wandlerölkreislauf
Schemazeichnung der Lenkungsanlage Getriebeblock:
·312SL Der Getriebeblockbestehtaus dem Schaltgetriebeunddem Differentialder Hin-
terachse.
(mit Lenkungs- u. Wandlerölkreislauf) Schaltgebiebe und Differentialder Hinterachsehaben einen gemeinsamen01-
haushaltbzw. Ölkreislauf.
Das Öl im Getriebeblock dient zur Schmierung der Lager und Verzahnungen,zur
Steuerung und Betätigung der Druckölkupplung sowiezur Wärmeabfuhr.Entspre-
chend dieser vielseitigenBeanspruchungmuß ein geeignetesÖl ~erwendetwerden.
Restvolumen
~3ftr. Diezur VerwendungIm Getriebeblockam besten geeignetenÖle sind:
Rtidcteitut?g
ATF-ÖI68 Dexron B
® --- ___
}oa Automatlc-li'ansmlssl~n-Fluld- ,,DexronB"-Öle, von einer Markenfirma.

·-1
(!)Olbehln•
@Rt•
®~
©~•
(Nlllcrlclll~I
(!) Blend---0
(§) OrdlmomenlWWldltf
© ONollwntl
@ Abldllftvonll
@ Leftkung
lf!)~
0 ~

DieseÖle habenAntischaumzusätzeund Hochdruckeigenschaften.VorVe,:wendung


von Zusätzen zu den Automatie-Transmission-Fluidswird gewarnt.
Achse2 Automatie-Transmission-Fluids- .,DexronB"-Öle sind Im Sommer und auch im Win-·_
ter gleichermaßengut geeignet.

WerkseitlgeÖlfüllungIm Getriebeblock:AVtA-ATF-ÖL68- ,,Dexron8 11


Beachte: Öle verschiedenerHersteller dürfen nicht miteinandervermischt werden
(Schaumgefahr).Deshalb beim Wechsel der Ölsorte die alte Füllungdes Getrie-
' · bes restlos ablassen und das 'Getriebezunächst mit ca. 7 Liter Öl der neuen Öl-
sorte durchspülen.

Olmenge:(bei Ölwechsel)
Um einen Ölwechsel Im Getriebeblockdurchzuführen,werden ca. 9,5 LiterATF-
ÖI - Dexron B - benötigt.
(DieseAngaben beziehensich auf das Schaltgetriebeund das Differentialder Hinter-
siehe innen achse und die Rohrleitungenbei einem ÖlwecheO.
97 98
Ölstandkontrolle:
Alle 50 Betriebsstunden.
Zur Durchführungeiner ÖlstandkontolleIm GetriebeblockIst der Ladermit betrlebs-
warmem Getriebe auf waagrechtemBodenabzustellen. ·

1 = Öleintüll-und
Kontrollschraubefür
den Getriebeblock
und Differential
der Hinterachse

Die Öleintüll- und Kontrollschraubeam Differentialder Hinterachse außenreinigen


und danach herausdrehen.
Das Öl muß bis an den Rand der Kontrollöffnungstehen.
Ölwechselzeiten:
Den 1. Ölwechselnach 100Betriebsstundendurchführen,alle weiterenÖlwech-
sel nachjeweils 600 Betriebsstundenausführen,jedoch mindestensJährlichein-
mal..
FIiterreinigungszeiten:
a) Den Im Getriebeblock eingebauten Ölgrobfilter - SaugfiHer (In Fahrtrichtung
rechts unten im Getriebeblock)nach 100 Betriebsstunden(beim ersten Ölwech-
Lc) sel) und danach alle 600 Betriebsstundenbeimjeweiligen Olwechsel ausbauen
und reinigen.
DenZsb. Siebeinsatzalle ca. 1800 Betr.-Std.erneuern.
b) Die Wartungdes Mitteldruckfilterswird nach 100 Betriebsstunden(beimersten
Ölwechsel)und danach alle 600 Betriebsstundenbeim jeweiligen Ölwechseldurch-

Ölwechselim Getriebeblock:
.
geführt. Dabeimußdie Wechselfilterpatroneerneuertwerden. ·
.
·\
Gleichzeitigmit einem ÖlwechselIm Getriebeblocksind noch folgendeWartundsar-
belten durchzuführen:
Den im GetriebeblockeingebautenÖlgrobfilter- Saugfilter(in Fahrtrichtungrechts
unten im Getriebeblock)ausbauenund reinigen.
An dem In der DruckleitungDruckölpumpefür Getriebeschmierung-Getriebeschalt-
ventil eingebautenMitteldruckfilter-Ölfeinfilterdie Wechselfilterpatroneausbauen
und durch eineneueersetzen.
Zum Ölwechselim Getriebeblockund den damit verbundenenWartungsarbeitenden
Ladermit betrlebswarmemGetriebeauf ebenemBodenabstellen.

99
Achtung!
Bevor die Öleintüll-Kontrollschraube, Ölablaßschraube und Saugleitung für die Ge-
triebeschmierung abgeschraubt werden, müssen diese Stellen gereinigt werden,
d.h. Staub und Sand entfernen. ()
Die bestenSchmlennlttel wirken schädlich,wenn diese nicht sauber sind, d. h.
wenn Sand und Staub mit.eingefülltwerden.

Die Öleintüll- und Kontrollschraube am Differ-


ential der Hinterachse reinigen und herausdre-
hen.
Die Ölablaßschraube unten am Differential der
ÖlablaBschraube Hinterachse reinigen und herausdrehen.
0 .1 - 1

Die Saugleitung für die Getriebeschmierung -


rechts unten am Getriebegehäuse - abschrau-
ben.

1
Den Ölgrobfilter- Saugfilter aus dem Getriebe- 1
gehäuse herausdrehen und reinigen (mit Dieselöl
und Druckluft).
Den Zsb. Slebelnsatz alle ca. 1800 Betr.-Std. er-
neuern.
01 1

.. .
Olablaßkh"ube Nachdem das Altöl vollständig aus dem Getrie-
beblock abgelaufen Ist, die Ölablaßschraube un- .
ten am Differential der Hinterachse wieder öl-
dicht einschrauben.
(), ,

100
Den Ölgrobfilter - Saugfilter wieder öldicht in
das Getriebegehäuse eindrehen und die Sau-
gleitung für die Getriebeschm ierung wieder
aufschrauben.
(
Mitteldruckfilter mit Wechselfilterpatrone
im Getriebeölkreislauf
Die Wechselfilterpatrone muß nach 100 Be-
triebsstunden (beim ersten Ölwechsel) und da-
nach alle 600 Betriebsstunden bei jeweiligem
Ölwechsel erneuert werden.
Hierzu ist die Wechselfilterpatrone (WD 940 -
000 363 40 34) durch Linksdrehen des Filterge-
häuses abzuschrauben und wegzuwerfen .
(Zum Lockern festsitzender Filter einen Löse-
schlüssel benutzen).
Die am Boden des Wechselfilters befestigte
Dichtung vor dem Anschrauben mit dem Finger
leicht einölen. Neue Wechselfilterpatron e ein-
drehen, bis Kontakt mit Dichtfläche erfolgt. Da-
nach von Hand ¾ Umdrehungen anziehen. (25
Nm)
Beachte! Nach der Montage ist während des
Probelaufs auf gute Abdichtung zu achten!

Durch die Öffnung für die Öleinfüll- und Kon-


trollschraube am Differential der Hinterachse
den Getriebeblock nun mit ATF-ÖI befüllen, bis
dieses an der Einfüllöffnung austritt. Beachte!
Zur Füllung des Getriebeblocks ist es erforder-
lich, langsam ATF-ÖI einzufüllen, da dieses
durch einen Überlauf vom Differentialgehäuse
in das Getriebegehäuse überlaufen muß.

Es ist daher erforderlich , nach kurzer Zeit, also


noch vor dem Starten des Motors, den Ölstand
nochmals zu überprüfen. Gegebenenfalls
nochmals ATF-ÖI nachfüllen, bis der. Ölstand
konstant bis zur Einfüllöffnung reicht und ste-
hen bleibt.

Die Öleinfüll- und Kontrollschraube am Differ-


ential der Hinterachse öldicht einschrauben.

101
Kontrollieren, ob der Steuerhebel für die Kupp-
lungsbetätigung - Fahrtrichtung (am Armaturen-
brett) noch in „Neutralstellung" geschaltet Ist und
ob die Handbremse angezogen ist.

Jetzt den Motor starten und diesen im Leerlauf ca.


5 Minuten laufen lassen, danach den Motor wieder
abstellen und bei beruhigtem Getriebeöl (ATF-ÖI)
den Ölstand im Getriebeblock nochmals kontrollie-
ren.

l
0

Ölkreislauf-Steuerung der Druckölkupplung - Getriebeschmierung:


Die in Fahrtrichung, rechts am Motor eingebaute Zahnradpumpe saugt über einen im
Getriebe eingebauten Grobfilter - Saugfilter Öl aus dem abgeschirmten Ansaugraum
im Getriebe an, um möglichst schaumfreies Öl für die Zahnradpumpe zu erhalten . Dle-
i;es Öl wird von der Zahnradpumpe über einen Mitteldruckfilter zum Getriebeschalt-
ventil (Steuerventil für die Kupplungsbetätigung) gefördert. Vom Getriebeschaltventil
wird das Öl je nach Betätigung des Steuerhebels der entsprechenden Druckölkupp-
lung zugeführt bzw. diese wird axial angepreßt. Ein im Steuerventil eingebautes
Druckbegrenzungsventil begrenzt den Steuerdruck (Anpreßdruck) für die Drucköl-
kupplung auf 18- 20 bar und gibt den Hauptö lstrom zum Schmierkreislauf frei.
Ein zweiter Ölstrom fließt vom Steuerventil zur. Schmierung und zur Abführung der
Wärme zur Druckölkupplung.
Ein weiterer Ölstrom, der Rücklaufölstrom vom Steuerventil, wird für die Getriebe-
schmierung verwendet. Sämtliche Ölströme fließen in den Getriebeblock zurück , (der ( · )·-· 1
gleichzeitig Ölbehälter ist) und damit wieder der Hydraulikpumpe für die Kupplungs-
betätigung und Getriebeschmierung zu.
Der Schaltdruck für die Druckölkupplung wird Im Armaturenbrett angezeigt.

102
Hydraulikschaltplan (Getriebeölkreislauf) Portal-Lenktriebachse (Hinterachse)
,. Differential
'
Ölstandskontrolle }
Ölwechselzelten . · siehe Getriebeblock
Ölqualitäten ·Seite 98 - 99

Portaltrfebe
Der Ölstand in den Portaltrieben wird an der
Kontrollschraube, die zugleich Einfüllöffnung
ist, kontrolliert, Öl bis zum Rand der Einfüllöff-
1 = Öleinfüllschraube nung nachfüllen.
'1 2 = Ölablaßschraube Ölstandkontrolle: alle 50 Betriebsstunden.
1 ..
Den ersten Ölwechsel nach 100 Betriebs-
;j ..J:;;,r:f:':~-~t~~:.. stu.nden, jeden weiteren Ölwechsel nach je-
.,
ftt.t:. ···.,.....:..,\. wells 1200 Betriebsstunden durchführen.
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1

Getriebeöl SAE 90 verwenden (MIL-L-2105)

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··::.-.:~·:
•.-···· Die mit Schmiernippel versehenen Schmier-
stellen der Portal-Lenktriebachse Port_alträger-
lagerung links und rechts je 2 Stück mit einem
Lithium-verseiften Mehrzweckfett abschmie-
ren. Die Schmiernippel vor dem Schmieren rei-
nigen.
Schmierzeiten: alle 50 Betriebsstunden.

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1

1 Hydraullkpumpe-Getrlebeölkrelslauf 8 Druckgebe r
2 Saugleitung Getrlebeblock- 9 Druckanzeige-Druckölkupplung
Hydraullkpumpe 10 Schmierleitung zur Druckölkupplung
3 Ölgrobfilter 11 Rllcklaufleltung zum Getriebeblock
4 Druckleitung Hydraulikpumpe 12 Druckleitungen zur Druckölkupplung
Getriebeschaltventil 13 Druckbbegrenzungsventll (25 bar)
5 Mltteldruckfllter (Ölfelnfllter) 14 Steuerhebel für die Kupplungs-
6 Getrlabeschaltventll (18 + 2 bar) betätigung· · Fahrtrichtung
7 Druckölkupplung
Portal-Lenktriebachse (Vorderachse)

1 = Öleinfüllschraube 2 =Ölablaßschraube

Differential Portaltrlebe
Der Ölstand im Differential wird an der Der Ölstand in den Portaltrieben wird an
Kontrollschraube, die zugleich Einfüllöff- der Kontrollschraube, die zugleich Einfül-
m.ing ist, kontrolliert. Öl bis zum Rand der löffnung ist, kontrolliert. Öl bis zum Rand
Einfüllöffnung nachfüllen. der Einfüllöffnung nachfüllen.
Ölstandkontrolle: alle 50 Betriebsstun-
Ölstandkontrolle: alte 50 Betriebsstun- den.
den. Den ersten Ölwechsel nach 100 Den ersten Ölwechsel nach .100 Be·
Betriebsstunden, jeden weiteren Öl- trlebsstunden, Jeden weiteren Ölwech-
wechsel nach Jeweils 1200 Betriebs- sel nach jeweils 1200 Betriebsstunden
stunden durchführen. Getriebeöl SAE durchführen.
90 verwenden (MIL·L-2105) Getriebeöl SAE 90 verwenden (MIL•L·
2105)

(. 1

Die mit Schmiernippel versehenen


Schmierstellen der Portal-Lenktrieb-
achse (Portalträgerlagerung links und
rechts Je2 Stück) mit einem Uthium-v~r-.
seiften Mehrzweckfett abschmieren. Die
Schmiernippel vor dem Schmieren reini-
gen.
Schmierzeiten: alle 50 Betriebsstunden.

105
Portal-Lenktriebachse (Hinterachse)
Lagerung der Portal-Lenktriebachse

Die mit Schmiernippel versehene Schmierstelle


zur Lagerung der Portal-Lenktr iebachse am
Rahmen mit Schmierfett Optimolypaste „White
T" abschmieren . ·
Schmierzeiten: alle 50 Betriebsstunden
(Bestell-Nr. 1 004411310)

Schmierung der Lenkanlage (Lenkhebel, Spurstangen, Schubstange, Zyllnderl.)


Die mit Schmiernippel versehenen Schmierstellen an der Lenkan lage (Hinterachse 5,
Vorderachse 5 , Lenkzylinder 2) mit einem Lithium-verseiften Mehrzweckfett ab-
schm ier~n. Die Schmierstellen vor dem Schm ieren reinigen . Schm ierzeit : alle 50 Be-
triebsstunden . 0·

•:.,(<)>< .
. ' .

Fahrgestell - Ladeanlage
Die mit Schm iernippel versehenen Schmierstellen (Pedalwerk , Ladeanlage usw.) sind
mit gutem Abschmierfett, wasserabweisend, Tropfpunkt 90° C, so zu schmieren, daß
das alte Schmiermittel am Ende der geschmierten Buchse etc. heraustritt . Die
Schmiernippel sind vor dem Schmieren mit einem sauberen Lappen zu reinigen, da-
mit kein Schmutz In die Lagerstellen kommt. Das alte, herausgepreßte Schmiermittel
ist sauber zu entfernen. Läßt sich das frische Schmierfett nich, einpressen, dann muß
die betreffende Gelenkstelle auseinandergenommen und die Schmierbohrung gerei-
nigt werden. Schmierstellen und Schmierzeiten siehe Schmierpläne am Ende der Be-
dienungsanweisung.
,r··
'-...) .
Außer den in den Schmierplänen aufgeführten Stellen sind alle anderen beweglichen
Teile des Fahrzeugs, je nach Bedarf , mit einem Tropfen Schmieröl zu versehen .

106
Gelenkwellen:
Alle 50 Betriebsstunden nach Schmierplan die Kreuzgelenke und Keilnaben ab-
schmieren. Vor dem Abschmieren die Schmiernippel gründlich reinigen.
Achtung! Schmierstellen ausreichend mit der Handpresse schmieren, keine Druck-
luft- oder Fußpresse benützen, da sonst die Dichtungsringe herausgedrückt werden.
Schraubverbindungen der Gelenkflansche regelmäßig auf festen Sitz prüfen und -
wenn erforderlich - nachziehen.

Einbau von Gelenkwellen


Beachte!
1. Die Innen- und Außengelenke müssen jeweils in gleicher Richtung stehen. Es ist
unbedingt darauf zu achten, daß die Pfeilmarkierungen sich genau gegenüberlie-
gen, damit sich die Gelenknaben (1+2) in einer Ebene befinden. In dieser durch
Pfeilmarkierungen gezeichneten Zusammenstellung wurde die Gelenkwelle aus-
gewuchtet. Wird dieses beim Einbau nicht beachtet, sind unerträgliche Dreh-
schwingungen und großer Verschleiß in den Gelenken die Folge.

Marklerungszelchen

2. Die Gelenkwellen sind in 2- Form eingebaut. Die Winkel 1+2 müssen gleich groß
sein. Abtriebsflansch und Antriebsflansch müssen horizontal und vertikal immer
eine Parallele bilden.
Eine Gelenkwelle besteht aus zwei Kreuzge-
lenken und einem Zwischenteil, das überwie-
gend teleskopartlg ausgeführt wird. Das
zweite Kreuzgelenk hat die Aufgabe, die Un-
glelchförmlgkeit des ersten Gelenkes zu
kompensieren, so daß An- und Abtrieb syn-
chron laufen.
3. Für den einwandfreien ruhigen Lauf Ist neben der sorgfältigen Ausrichtung der Ge-
lenkwelle auch ein guter Rundlauf der Anschlußflansche (an Getrlebe-Wandler-
Achsen) notwendig; Anschlußflansche vor dem Zusammenbau säubern (Grat,
Farbe, Fett). Auf einwandfreien Zustand der Keilnute Im Anschlußflansch achten,
evtl. mit Gelenkwelle auch Anschlußflansche tauschen. Die Befestigungsschrau-
ben (10 K.) mit dem jeweilig richtigen Anziehdrehmoment anziehen. Sicherung
durch Federring (krlstalllnrauh) oder selbstsichernde Muttern (MB-Schrauben =
3,4 mkp - M10 Schrauben= 6,5 mkp).

107
Keilriemen Kühlgebläse-Motor/Lichtmaschjne
Den Keilriemen für die Drehstrom-Lichtma-
schine und das Kühlgebläse von Zeit zu Zeit
kontrollieren und evtl. nachspannen. Die Span-
nung erfolgt so, daß sich der Riemen mit dem
Daumen in der Mitte des freien Riemens etwa
1,5 cm aus der Geraden eindrücken läßt.
Dazu sind die Sechskantschrauben 1.2 und die
Halteschraube 3 leicht zu lösen und die Licht-
maschine so weit nach außen zu drücken, bis
die richtige Spannung der Keilriemen erreicht
ist.
Schrauben wieder fest anziehen.
Keilriemen dürfen, um Beschädigungen zu vermeiden, nicht mit Gewalt (Schrauben-
zieher) aufgelegt werden.
Neue Keilriemen nach kurzer Laufzeit nachspannen, spätestens nach 20 - 30 Be-
triebsstunden.

Wandler - Ölkühler
ÖlkQhler-Reinlgungszelten:
Alle 100-120 Betriebsstunden muß der Ölkühler, der in Fahrtrichtung hinter dem Fah-
rerstand und vor dem Motor zur Ölkühlung vorgesehen ist, äußerlich gereinigt wer-
den. Bel staubreichem Betrieb muß das sogar öfters geschehen.
(Staubansammlungen auf den Kühlrippen des Ölkühlers bzw. Verschmutzungen
durch Kraftstoff oder Öl bedeuten verminderte Kühlung des Wandler-, Hydraulik- und
LenkungsöQ.

Die Kühlrippen des Wandler-Ölltühlers mit


Sodawasser, Kaltreiniger und Preßluft
gründlich reinigen. .
Zur Reinigung des Ölkühlers muß das am Öl-
kühler angeschraubte Kühlluftleltblech abmon-
C-)\
tiert werden. Nach ausreichender Einweichzeit
mit scharfem Wasserstrahl sauber spritzen.
Steht ein Dampfstrahlreiniger zur Verfügung, so
ist diese Art der Reini~ung des Ölkühlers vorzu-
ziehen.

108
Ölkühler-Motor/ Kühlrippen am Motor

(
Staubansammlungen auf den Kühlrippen
der ~ylinder und Zylinderköpfe sowie auf
dem Ölkühler durch Ausblasen mit Druckluft
entfernen. Kühlrippen auch von der Abluft-
seite her durchblasen.

Bei Reinigung mit Kaltreiniger nach ausreichender Einweichzelt mit scharfem Wasser-
strahl sauber spritzen. Anschließend Motor warmlaufen lassen, damit Rostbildung
vermieden wird.
Steht ein Dampfstrahlreiniger zur Verfügung, so ist dieses die beste Art der Reinigung.

Reifenpflege:
Eine regelmäßige und sorgfältige Pflege der Reifen lohnt sich. Es gibt eine Reihe von
Faktoren, die die Lebensdauer der Reifen beeinflussen und die zur richtigen Wartung
und Pflege der Reifen beachtet werden müssen :
1. Reifenbelastung 4. Zustand derTransportstraße
2. Reifendruck 5. Überprüfung und Pflege
3. Geschwindigkeit 6. Reifenmontage
1. Reifenbelastung. Reifen werden nach der empfohlenen Tragfähigkeit, dem Luft-
druck und der Fahrgeschwindigkeit eingeteilt. Diese Faktoren sind voneinander ab-
hängig , können also nicht für sich allein berücksichtigt werden.
2. Reifendruck. Die Einhaltung des vorgeschriebenen Luftdruckes Ist von entschei-
dendem Einfluß auf die Lebensdauer der Reifen. Richtig aufgepumpte Reifen nehmen
die Erschütterungen beim Fahren auf und lassen die gesamte Lauffläche auf der
Straße aufliegen. Fahren mit zu geringem Luftdruck bedeutet für die Reifen: Höhere
Walkarbe lt, stärkere Erwärmung, Überbeanspruchung des Gewebes, stärkere Aus-
beulung der Seitenwände. Die Folgen sind: Lösen der einzelnen Gewebefäden, keine
Runderneuerungsmöglichkeit , Schnittverletzungen und Beschädigungen der Reifen-
wände . Zu hoher Luftdruck Ist ebenso schädlich , er erzeugt übermäßige Zugbean -
spruchung im Gewebe und erhöht dadurch die Anfälligkeit des Reifens gegen Stöße
und Schnittverletzungen.
So kann beim Überfahren von scharfkantigen Steinen und ähnlichem die Gefahr be-
stehen , daß das Gewebe durch den plötzlichen Stoß einen Riß erhält.
Reifendruck-Tabelle

Schaufellader 312SL 312SL


Reifengröße vorn und hinten 12,5-18 12,5-18
Reifendruck vorn 2,0bar 28,5 Psi
(
Reifendruck hinten 1,75bar 25,0 Psi
Ply 6Ply 6Ply

109
3. Geschwindigkeit. Tragfähigkeitund Luftdruck der Reifendes Laders sind auf die
mit der Maschinezu erreichendeHöchstgeschwindigkeitabgestimmt. ,
4. Zustand der lt'ansportwege. DerZustanddes Bodens,über den der Lader fährt,
ist von großerWichtigkeit, wenn der Reifenseine maximaleLebensdauererreichen Ü
soll. ScharfkantigeSteine und Felsbrockenverursachen einen·übermäßigen Ver-- - - -··
schleißder Reifen.
5. Oberprüfung und Pflege. Die Ventilkappenmüssen aufgeschraubt sein, damit
kein Schmutzin dasVentlleindringenkann.Fett oder Öl Ist von den Reifenfernzuhal-
ten bzw.zuentfernen.DieReifendeckenauf Einschnitte,Bruchblldungenoder scharf-
kantigeBruchstückeüberprüfenund sämtliche Fremdkörperentfernen. Einschnitte,
welchebis zum Gewebereichen,sofort reparierenlassen.
6. Reifenmontage.Montagenund Demontagenvon Lader-Reifenwerden am zweck-
mäßigsten,b!lligstenund schnellstenvon Spezial-Reifen-Werkstättendurchgeführt.
Hier sind sämtlicheerforderlichenWerkzeugeund Vorrichtungenvorhanden. Muß in
besonderenFällendoch ein Reifenmontiertwerden,dann Ist hierbeifolgendes zu be-
achten: Montagearbeitennur auf sauberem Untergrund durchführen, wenn nötig
Deckeoder Planeunterlegen.SandundSchmutzdürfenauf keinen Fallin das Reifen-
Inneregelangen.Vorbedingungist auch richtiges und vollständigesWerkzeug. Nur
sachgemäßeHebel und Montiergerätegewährleisteneinen mühelosen Reifenwech-
sel und schonenReifen und Felgen.Weißmetall-,Blei-, Gummi- oder Holzhämmer
verwenden.KeinescharfkantigenMontiergeräteverwenden,dieseführen zu Beschä-
digungender Reifenwülsteund Felgen.
Vor der Montagedie Felgenteilegründlichmit einer Drahtbürstesäubern und mit ei-
nem Lappennachwischen.Die Felgeauf Beschädigungenund Roststellen überprü-
fen, wenn nötig neu lackieren.Roststellenwirken wie Kerben, sie beschädigen die
Reifenwülste.Bei Felgenfür schlauchloseReifenist auf deren einwandfreie Sauber-
keit und gute Lackierungganz besonderszu achten.
Reifenmit Schlauchsind innen zu säubernund mit Talkumpulvereinzureiben. Dann
den Schlaucheinlegenund so weit aufpumpen,bis er genügendfest und ohne Falten
Im Reifenliegt. Bel Reifenohne Schlauchdie Reifeninnenseiteund die Reifenwülste-
auf Beschädigungoder.anhaftendenSchmutz kontrollieren.Das Ventil mit dem auf
dem VentllpaßstückbefindlichenGummidichrlngin das Ventilloch der Felge einset-
zen,"dieUnterlagscheibevon außenauf das Ventilaufsetzenund durch Anziehender
MutterdasVentilin der Felgebefestigen.
Vor der nun folgenden Montage des Reifensauf die Felge-wirdzweckmäßig jeweils
der zur MontagekommendeReifenwulstmit einer Montiel'pasteeingestrichen. Da-
• nach wird der Reifenso auf die auf dem Boden liegendeFelgeseitlich aufgelegt, daß
mit demVentil(beiReifenmit Schlauch)in die dafürvorgeseheneBohrung in der Felge
eingefahrenund dasVentilgegen Herausziehenabgesichertwerden kann.

110
Zur weiterenMontagedes Reifensstellt man sich am bestenauf der Ventilseitedarauf
r
(
und drückt mit Hilfe von zwei Montlerelsenzunächst den unteren Reifenwulstüber
das Feigenhorn.Man beginnt auf derVentilseiteund geht gleichmäßigauf beidenSel-
ten In kurzenAbständenzur gegenüberliegendenSeite.Wichtig Ist dabei,daßder je-
weils in Montage befindlicheReifenwulstdort, wo er schon über das Feigenhornhin-
weggezogenist, ImTiefbett der Felgeliegt.
Mit dem oberen Reifenwulstverfährt man entsprechend.
Nachdem der Reifenmontiert ist, diesen auf 3,0 atü aufpumpen, um sicherzu sein,
daß die Reifenwülstegut anliegen.Anschließendmußwieder so viel Luft abgelassen
werden, bis der Reifenden vorgeschriebenenDruck hat. Um bei schlauchlosenRei-
fen zu BeginnschnelleinegroßeLuftmengein den Reifenzu befördern,wird empfoh-
len, den VentileinsatzImVentilherauszuschrauben.Wennder Reifengefaßthat, Ven-
tileinsatzwieder eindrehen.

Kraftstoff tanken:

Es kann nicht oft genllg betont werden,wie wichtig es ist, nur sauberenDiesel-Kraft-
stoff zu verwenden.Schon das EindringenkleinsterSchmutzteilchenin die Einsprit-
zorganeführt zu schnellemVerschleißoder zu Störungen.Nur Diesel-Kraftstoffbe-
kannterGesellschaftenverwenden.
Da die Ablagerungdie beste Methodezur Reinigungdes Dieselkraftstoffesdarstellt,
sollte Kraftstoff nach der AnlieferungmindestenseinenTaglang lagern,um einAbset-
zen etwa vorhandenerFremdkörperam Faßbodenzu ermöglichen.Eswäre vollkom-
men falsch, ein soeben angeliefertesKraftstoff-Faßzum Lader zu wälzenund unmit-
telbar zu tanken.AngebrocheneFässersollten auch nicht im Freienaufbewahrtwer-
den, da infolge von Temperaturschwankungen eine starke Kondensationauftritt. Bei
TemperaturenIn Gefrierpunktnäheund darunter unbedingt Winterkraftstoffverwen-
den (sieheMotor-Bedienungsanweisung).
Es empfiehlt sich, den Kraftstoff aus großen,feststehendenVorratsbehälternzu tan-
ken. DasTankenaus Fässernist nach Möglichkeitzu vermeiden.Wirdjedoch aus Fäs-
sern getankt, Ist folgendeszu beachten:
1. Die Fässersollten vor dem Tankenweder gerollt noch gekippt werden,damit die
abgelagertenVerunreinigungennicht aufgewirbeltwerden.
2. Das Saugrohrendeder FaßpumpeIst durch ein feinmaschigesSieb zu schützen
und mußetwa 15cm vom Faßbodenentfernt gehaltenwerden.
3. Das Auffüllendes Schaufellader-Kraftstoffbehälters s011
·über ein Trlchterslebmit
eingelegtemTuchfilterund eingesetztemFeinsiebIm Behälterstutzendes Laders
erfolgen.
4. Alle GefäßezumTunkenstets sauberhalten.Grobe Fehlerbeim Tankenkannauch
ein einwandfreiwirkender Kraftstoffliternicht mehr ganz ausgleichen,da dieser
erst die letztenfeinstenVerunreinigungenaus dem Kraftstoff ausscheidet.

111
Falsch Richtig

AblassenvonAblagerungenaus dem Kraftstoffbehälterdes Laders:


Wasserund Ablagerungen,die sich am Boden des Kraftstoffbehältersabgesetzt ha-
ben, müssengelegentlichabgelassenwerden: Bei Temperaturenunter dem Gefrier-
punkt oder bei Witterungsverhältnissen,bei denenstarkeKondensationenauftreten,
ist das besonderszu empfehlen.Hierzuentfernt manvor demWiederauffüllendie un-
ten am Kraftstoffbehälterbefindliche Ablaßschraubeund läßt Ablagerungen oder
Wasser,die sich Im Kraftstoffbehälterangesammelthaben,ab.

Räder undBremstrommelnabnehmen:Die Radschraubenetwas lösen. Mit einem


Wagenheberdie entsprechendeAchsenseitehochheben,denWagenheberunterden
Achskörperansetzen,nicht unter dem Differentialgehäuse.Den Lader gegen zufälli-
ges Abrollensichernund die Radschraubenentfernen,das Rad abnehmen.WIii man
die Bremsbackenüberprüfen, so sind die Bremstrommelnabzunehmen. Mit zwei
SechskantschraubenM 12wird die Bremstrommelabgedrückt.

2 = Bohrungfür Abdrückschrauben
112
. ~
.. '

)
3etriebsbremse prüfen und nachstellen: Erneuern der Bremsbeläge: Die aufgeklebten Bremsbe läge sind zu erneuern, wenn
~chtung: Die Bremsbeläge der Betriebsbremse enthalten Asbest. Auf Gesundheit s- sie auf etwa 3,5 mm abgenutzt sind.
Jefährdung bei Einatmen von Asbeststaub beim Abdrehen von Bremsbelägen oder Hinweise für die hydraulische Bremse: Um immer sicher bremsen zu können, ist es
ieim Ausblasen von Radbremsen wird hingewiesen. Nach Möglichkeit im Freien oder unbedingt erforderlich, sämtliche Teile der hydraulischen Bremse in Ordnun~ zu hal-
, gut" gelüfteten Räumen arbeiten. Bremsstaubabsaugungsanlage oder Bremsnaß- ten und zu kontrollieren. Dazu gehöre n vor allem Radzylinder, Bremsleitungen ,
vaschanlage verwenden. Bremsventil , Druckspeicher, Abschaltventil, und d ie hydr. Pumpe (Pumpe für Len-
(ennzeichnung von Ersatzteilen beachten! kung). ·
)ie Betriebsbremse wird von der Hydraulikpumpe-Lenkung versorgt. Von dem Öl- Vor jeder Fahrt ist darauf zu achten, daß bei laufendem Motor die rote Kontrolleuchte
:trom der Hydraulikpumpe werden über ein Mengenteilerventil 3 Liter Öl pro min. für im Armaturenbrett, die den Bremsdruck anzeigt , erlischt. Nur so ist Gewähr, daß die
lie Bremse abgezweigt. Dieses Öl wird in 1 Druckspeicher geleitet und über ein Ab- Druckspeicher gefüllt sind und die Bremse betr iebssicher ist. Dan·ach ist bei niedriger
:chaltventil mit 150 bar abgesichert . Wenn der Druck im Druckspeiche r unter 120 bar Fahrgeschwindigkeit eine Bremsung du rchzuführen, um Gewißheit über die Brems-.
1bsinkt, öffnet das Abschaltventil, und der Druck erhöht sich wieder auf 150 ba r. Vom wirkung zu haben.
)ruckspeicher wird das Öl zum Bremsventil und dann zu den Radzylindern geführt.
Ait dem Bremsventil wird über das Bremspedal der Ölstrom dosiert, damit man auch
1efühlvoll bremsen kann. Bei diesem Bremssystem -kann am Bremspedalweg nicht
estgestel lt werden , wann die Bremsbacken nachgestellt oder Beläge erneuert wer- Öldruckkon trolleuchte für
ten müssen. Betriebsbremse
)a Reibungsbremsen aber die Bremsbeläge abnutzen, müssen bei den ersten 100
~etriebsstunden und dann alle weiteren 600 Betriebsstunden die Bremsbeläge auf
'erschleiß geprüft, gegebenenfalls nachgestellt oder erneuert werden.
)as Nac hstellen erfolgt bei kalten Bremstrommeln . Man hebt ein Rad nach dem ande-
en mittels Wagenheber hoch und entfernt jeweils das vor den beiden Nachstellexzen-
ern für di~ Bremsbacken im untersten Teil der Bremsendeckplatte befindliche Ab-
leckblech. In der Draufsicht auf die Bremsendeckplatte gesehen wird nun jeweils der
nke Exzenter nach links und der rechte Exzenter riach rechts gedreht, bis die Brems-
>ackenan den Bremstrommeln anliegen. Sodann dreht man die Nachstellexzenter so
veit zurück, bis sich die Bremstrommeln gerade noch frei drehen lassen. Jetzt wieder
las Abdeckblech montieren. Zur Kontrolle ist nach einer längeren Fahrstrecke, ohne
labei zu bremsen , festzustellen, ob die Bremstrommeln nicht warm werden. Bei stän-
ligem Einsatz in schlammigem Gelände müssen die Bremsen von Zeit zu Zeit gesäu-
1ert werden.

1 = Abdeckblech für die 1 = Bremsbelag


Nachstellexzenter . mindestens 3,5 mm stark Schema der Betriebsbremse
2 = Nachstellen mit 2 = Nachstellexzenter siehe innen I>
Steckschlüssel 12 3 = Radbremszylinder
113 114
Ölbehälter

,' ,, ,
.,,-::· Bremsventil,
1 kreislg
~ -::-;,- _,.. Bremslichtschalter
ßremsleitung „
...... '
., ....
...............
,!-';
Öldruck ontrolleuchte
für Betriebsbremse
( Meßstell
oQOO
e e 0
Pma]QO··
r( Öl undWasserauf den Bremsbelägen:DieBremsbelägemüssen wasser-µnd ölfrel
sein. KamWasseran die Bremsbeläge,dann mit der Fußbremseso langeleichtbrem-
sen, bis das Wasserverdunstetund die Bremswirkungwieder vorhandenIst. Belver-
ölter BremseIst die Undlchtigkeltzu beseitigen,die Belägesind zu erneuern.

Radzylinderentlüften:_
Voraussetzungist, daß das Bremssystem
mit Druck beaufschlagt Ist, das heißt die
KontrollampeIm Armaturenbrett (Symbol
Bremse)darf bei gestecktem Zündschlüs-
sel nichtaufleuchten.
DieGummikappeam Entlüftungsventil-des
linkenRadzylindersan derVorderachseab-
nehmen. Den Entlüftungsschlauch über
das Entlüftungsventilstecken und das an-
dere Ende des SchlauchesIn ein sauberes
mit ATF-ÖIbiszur Hälfte gefülltesGefäßlei-
ten, das bis über das Entlüftungsventil
hochzuhalten Ist. Das Entlüftungsventil
durch Drehenlangsam öffnen. Jetzt wird
das Fußbremspedalgedrückt undin dieser
Stellung gehalten,bis blasenfreiesATF-ÖI
am Schlauchende austritt. Danach das
Entlüftungsventilwieder schließenund das
Fußbremspedalwieder loslassen.
In derselben Reihenfolgewerden nun die
eben beschriebenen Arbeitsgänge am
rechten Radzylinder der Vord~rachse
durchgeführt.

Bremsschlaucherneuern:
Undichte und gealterte Bremsschläuchemüssenunbedingtausgewechseltwerden.
Man löst das eine Endedes Schlauchesund läßt das Hydrauliköl unterVerwendung
eines FIitertuchesin ein sauberesGefäßlaufen.Bei Montagedes neuenSchlauches
auf saubereAnschlußendenachten!Beachte,nur mineralölbeständigeBremsschläu-
che verwenden.
Die Bremsanlagemußnun wieder entlüftetwerden,wie unter„Entlüften der Bremsan-
lage" beschrieben.
Es ist daraufzu achten,daßder BremsschlauchbeimAnziehender Verschraubungen
nicht verdrehtwird. Die Bremsschläuchedürfen nicht mit Benzin, Benzol,Petroleum
etc. gereinigtwerden.

Wichtig!Die richtigeEinstellungund der einwandfreieZustand der Bremsensind von


entscheidenderBedeutungfür Betriebssicherheitdes Fahrzeugs.AlleArbeitenan der
Bremsanlagesollten deshalb von einer Kramer-Kundendienst-Werkstatt vorgenom-
men werden.

115
Feststellbremsenachstellen:Die Feststellbremsewirkt unabhängig von der Fuß-
bremseauf die Scheibenbremseam DifferentialderVorderachse.Wenn der Leerweg
· des Handhebelsfür die Feststellbremsezu groß wird.und daher keine genügende
Bremswirkungmehrerziehwird, mußdie Bremsenachgestelltwerden;Bremsbacken
für die Scheibenbremsekontrollieren.

Feststellbremse
1 Handhebel für die Feststellbremse
2 Sellzug
3 Bremsscheibe (am Dlfferentlal der
Vorderaches

4 Bremsbacken (Stift, Federplatte, Druckbolzen)


5 Lagerbock filr Scheibenbremse
6 Zwlschenhebel
7 Nachstellvorrlchtung filr die Feststellbremse

ojl
1
116
1
1
Wartung der Hydraulikanlage

(Ladeanlage,Lenkung,Wandlerund Betriebsbremsehabeneinen gemeinsamenÖl-


haushalt,der Ölbehälterist unterdem Fahrerstandangeordnet).
Bel regelmäßigerDurchführungder vorgeschriebenenWartungsarbeitenbleibt die
Anlageständig betriebsbereit,Ausfällekönnenvermiedenwerden.
Hydraulikölfilter:
Das Hydraulikölwird im Rücklaufüber eine Filtereinheitgereinigt. DieseFiltereinheit
ist Im Hydraulikölbehälteruntergebracht.
Der Hydraulikölstandkanndurch ein Schauglas- rechtsseitlich im Ölbehälter-fest-
gestellt werden.
per im Hydraulikölfitter eingebaute Fltterelnsatz (Wechselfilterpatrone) kann
nicht gereinigt werden. Zur Drucküberwachung In der Filteranlage ist im Arma-
turenbrett ein Manometer mit grünem und rotem Anzeigefeld eingebaut. Bei Be-
triebstemperatur des Hydrauliköls muß der Zeiger des Manometers Im grünen
Anzeigebereich stehen. Der FIitereinsatz Ist erstmalig nach 100 Betriebsstun-
den, in der Folge alle 1200 Betriebsstunden bzw., wenn der Zeiger In dem im Ar.-
maturenbrett eingebauten Manometer ins rote Anzeigefeld wandert, zu erneu-
ern.

Beachte!

Der Belüftungsfilter für Hydraulikölbehälter Ist alle 1200 Betriebsstunden zu er-


neuern.
In der kalten Jahreszeitbeim Starten des Motors die Drehzahllangsamsteigern,da
durch die hohe Viskosität des Öles Schäden an der Filteranlage auftretenkönnen.
Sollte beim Startendes Motors der Zeigerdes ManometersIns rote Feldwandern,ist
dieses nicht besorgniserregend.
Bel Erreichen der Betriebstemperatur des Hydraullköles muß allerdings der Zei-
ger Im grünen Anzeigenbereich sein. Ist dieses nicht der Fall, muß der Filterein-
satz gewechselt werden.
i( \ DieWartungund Pflegedes Hydraulikölfiltersist für die BetriebssicherheitdesLaders
~ wichtig.
Wird .dieFilterpflegenicht durchgeführt,setzt sich evtl. der Im Hydraulikölfilterbefind-
liche Filtereinsatzzu und wird unter Umständensogar zerstört. Das Öl fließtdannun-
gefiltert In den Ölbehälterzurück. Dadurch können In der gesamten Hydraulik-und
Lenkungsanlagesowie am Wandleru. der BetriebsbremseStörungen auftreten,die
kostspieligeReparaturenundArbeitsausfallverursachen.
Beim Nachfüllen,bzw.Ölwechsel,Auffüllenvon HydraulikölmüssenTankundGefäße
sauber sein. Den Magnetstab sauber abwischen.Wichtig Ist auch, daß Nachfüllen
bzw. bei ÖlwechselAuffüllenvon Hydraulikölnur bei eingesetzterFiltereinheitIm Hy-
draulikölfiltererfolgt. (KeinenTrichtermit langemRohr in den Filtereinsatzsetzenund
evtl. einen Kanisterauf denTrlchterrandauflegen.Durchdas Gewicht könnteder Bo-
den des Filtereinsatzesdurchgedrücktwerden).
Öle verschiedenerQualitätenund verschiedenerHerstellernicht miteinandervermi-
schen. . .
Ungeeignetesoder verschmutztesÖl sind in vielenFällenUrsache von Störungen.

117
Hydraulikölfilter -Ausführung mit FIitereinsatz

0 .
,

1 VerschluBschraube mit
Magnetkerze
2 FIHerelnsatz
(Wechselfilterpatrone)
3 BelOftungsfllterfür Hydraulik-
ölbehälter (WechselfiHer)
4 Manometer Im Armaturen-
brett (DruckQberwachung
Hydraullkölfllter)
5 Schauglas
(Hydraullkölstand)

118
Ölqualität - Ölviskositlt
Dasfür die hydrostatischeLenkung,wandler u·nddie Betriebsbremseerf9n::lerllche
Öl
wird ebenfallsaus dem Hydrauliktankentnommen. .
Als HydraulikölIst beim Nachfüllenoder Ölwechselein 01unsererEmpfehlungzu ver-
wenden.
F0reinenstörungsfreienBetriebder Hydraulikanlage,Lenkungsanlage,Betrlebs-
bramseund desWandlersist nebender BeachtungunsererBedienungsanweisung
die Verwendungder nachstehendaufgeführtenHydrauliköleerforderlich:
ATF-Ol-66M
(Automatlc-Transmisslon-Flul~ A- SuffixA)
oder ATF-01-88 DexronB .
(Autornatlc-lnnsmlssion-Flul~ DexronB)
Beachte:BeimWechseleinerÖlsortedas in der Anlagevorhandene01vollkommen
ablassen.Mit der neuenÖlsorte die Anlagedurchspülen,dann diese erst endgültig
auffüllen.

ACHJUNGI

Ersten Hydrauliköl-Wechselnach 1200 Betriebsstundendurchführen.Jeden


weiterenÖlwechselnachJeweils1200 Betriebsstundendurchführen.
Die Hydraulikanlage fOr Ladegerät, Lenkung, Wandler und Betriebsbremse faBt
ca. 70 Uter Hydrauliköl..OleverschiedenerQualitätenund verschiedenerHe.,.
steilernichtmiteinandervermischen.

Druckleitungen- Druckschlluche:
An Druckleitungen- sowohl Rohrleitungenwie Verschraubungen- des Ladersdarf
weder gelötet noch geschweißtwerden.Schadhafte Rohreoder Verschraubungen
sind durch neuezu ersetzen.

Druckschläuchesind täglich auf Undichtigkeitund.Verschleißzu untersuchen.Auf kei-


nen Fall mit dem Erneuernwarten, bis ein Druckschlauchbricht. Schläuche,die an
Maschinenteilenscheuern,fallenvorzeitigaus. Das ka:nndadurchabgestelltwerden,
daß man die Verschraubungenund Verbindungsflanschelöst und den Schlauchum
einigeGradedreht. Hat der SchlauchseinerichtigeLageerreicht,die Verschraubung
anziehenund daraufachten,daßer beimAnziehennicht verdrehtwird. Druckschläu-
che nicht mit Benzin,Benzol,Petroleumusw.reinigen.
Original~Kramer-Ersatztelle
bieten Ihnen hier die Gewähr,daß Druckleitungen,Ver-
schraubungenund Drucksohläucheden Vorschriftenentsprechen,d. h. daßdiesefilr
die entsprechendenDrückeausgelegtsind.

Frontladeanlage:
Die mit SchmiernippelnversehenenSchmierstellenan der Frontladeanlagenachden
Vorschriftender Schmierpläne-am Endeder Bedienungsanweisung-abschmieren.

119
Ölwechsel In der Hydraulikanlage- Lenkungsanlage- Wandler - Betriebs-
bremse(Ölwechselnur bei warmemÖl vornehmen).
NachJe1200Betriebsstundenwirddas Öl Im Systemgewechseltund dieAnlage
gespült.Sollte durch ungewöhnlicheBeanspruchungoder besondere Betriebsbe-
,
dingungendie Ölqualitätleiden,empfiehltes sich, den Ölwechselvorzuverlegen. 0
Zum Ölwechsel:
1. Auf .leichtnach links geneigtemBoden Lader so abstellen, daß bei gesenktem
• Hubrahmendie Kolbenstangenbis zu den Endlageneingefahrenwerden können.
2. Hubzylinderausfahren,Ladeschaufelelnkippen.Motor abstellen.
3. Verschlußschraubemit Magnetkerzevom Rücklauffilterabschrauben.Auffangbe-
hälterfür ca. 70 Liter Öl bereitstellen.Staubschutzkappean Ölablaßschraubeab-
sc.hrauben.Die aufgesteckteSchlauchverlängerung(1/2") an der Ablaßkupplung
in denAuffangbehälterlegenunddie Ablaßkupplungauf die Ölablaßschraubeauf-
schrauben.BeimAufschraubenöffnet sich dasVentilIn der Ölablaßschraube,das
Hydraulikölfließt ab.
4. Verschlußschraube mit Magnetkerzewieder Inden Rücklauffiltereindrehen,Lade-
schaufelauskippen,Hubrahmensenken,damit Hydraulikzylinderleer werden.
5. Achtung!Motor nie bei leeremHydrauliköltanklaufenlassen.
6. Verschlußschraubemit Magnetkerzewieder abschrauben,Filtereinsatzaus dem
Hydraulikölfilterausbauenund Filtereinsatzwegwerfen.Den Hydraulikölbehälter
mit etwasHydrauliköldurchspülen.
7. NeuenFiltereinsatzin Hydraulikölfiltermontierenund Belüftungsfilterfür Hydrau-
liktankbelüftungaustauschen.DieAblaßkupplungan der Ölablaßschraubeabdre-
hen und die Staubschutzkappeaufschrauben. Hydrauliköl (ATF-ÖI)bis Mitte
SchauglasIm Hydr.-Ölbehälterauffüllen.Verschlußschraubemit Magnetkerzeein-
drehen.
8. Motoranlassen,bei niedrigerDrehzahl.Hub- und Kippzylinderbis Anschlag betä-
tigen. Hydrostatische Lenkungmehrmals von Anschlag zu Anschlag betätigen.
SämtlicheZylinder wieder einfahren.Darauf achten, daß die rote Kontrolleuchte
ImArmaturenbrett(SymbolBremse),die den Bremsdruckanzeigt;erlischt. Sämt-
licheZylinderwieder einfahren.Motor abstellen.
Bel waagrecht stehendemLader,eingefahrenenZyllndem und beruhigtem
Hydraulikölden Ölstandkontrollieren.Markierungfür den Hydraulikölstand
. befindetsich mittels Schauglasam Hydraulikölbehälter.Dabei soll der Öl-
stand bis Mitte Schauglasreichen.Ist diesesnie~ der Fall,Hydraulikölnach-
füllen.
Nach Reparaturarbeiten beim
Austauschvon Pumpeund Steu-
ergerät genügt In der Regel ein
einfacherÖlwechsel nicht mehr,
zumal wenn Abrieb oder Späne
festgestelltwurden. Durcheinen
Fachmann soll dann zusätzlich
die Reinigung von Schläuchen
und Leitungen erfolgen. Dabei
werden Einzelelementezu zerle-
gen sein. Alle Telle werden ge-
spült und mit Druckluft behan-
delt. Die Anlage wird abschlie-
ßendneueinreguliert.

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1\) Hydraulikölbehälter (ca. 70 Liter) ,.,~·/
1\)
2 Belüftungsfilter für Hydraulikölbehälter : ';,' _/ /

3 Ölstandsauge (Ölstandskon trolle)


4 Hydraulikölfilter (Magnetkerze und Ölfiltereinsatz)
5 Manometer (Drucküberwachung im Hydraulikölfilter)
6 Saugleitung zur Hydraulikpumpe für die Ladeanlage .--- - -.---- --=--,
7 Hydraulikpumpe für die Ladeanlage CIIIIll
8 Druckleitung Hydra ulikp umpe-Blocksteuergerät
9 Meßstelle Hydraulikdruck, 210 bar bei 312 SL
10 Block_ steuergerät (2 bis 4 Schieber)
11 Hauptdruckbegrenzungsventi l,
einstellbar. r
12 Ölrücklaufleitung -
(Blocksteuergerät-Ölbehälter)
13 Hubzylinder (60/105-600 Hub)
14 Kippzylinder (40/90-468 Hub)
15 Kipphebel
16 Kippstange
17 Druckleitungen -
(3. Steuerkreis-Schne llwechse l)
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..· ····1_
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120ha~ 1
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1
ServostatII 14~cm1
---·---·--· 1

NW12 NW12.
atS111,5 NW NW12

Kt;ntrollsdlatter
4cm3/ll
N 2
NW12 NW20
NW20
NW10
N
NWB

(iefriebeschaltvenJII;p
r---::·-· -·7
22,fcml/(J
8 1 '---r-----;::=:_....,--r--:::t:::::~----=i~I 1 NW12 NW12. p

.
1 1 Hyd~-aulischcr
Schaltplan312SL
L: ______ Get'!~.J
NW16
460010025
Hydr. Schaltplan
312SL
,f'
(Sonderausrüstungen)

f,;; BBH 10, SO 101.111- Motordrehzahl max. 750 mm./


'. Typ BBH 3t, SO 101.1/1 • Molordreh11ahl max. 935 min _ 1 ,
Typ HM 15, SO 101.1/3 - Motordreh11ah/ max. 935 mfn •I
b•1 SOti6219 935 mm· 1 ,.
r1Jr
1 Typ DRH 17, so 101,1
lt. - Mo tordreh11ohl max.

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so 1047/1 Monloberl Hydraulik-Handhammer .
so 101.7/2 Montobe;t Hydraulik-Handhammer 1
660/ 12 Typ ,oo so 101.7/3 Krupp Hydraulik - Handhammer J
562/ 9 Hubslo/ierTyp 600 SO 101.7/4 Drago Hydraulik - Handhammer ;

A 8 C D

Glltriebetosts,chaltbor

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so 1027/11. Seilen..SchwenkSCh. so 566 Kehrmaschine

NWl1

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so 1027111 Hoch-Ki p-Schaufel S D 101618 Schwenkkran so 10271I, Greiferschaufel


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SO 1126 3-fach ·Steuergerät mit Schwimmstellg. SO 1126/1 4-fach Steuergerät SO 1126/2 1.-foch Steuergercit mtf Schwimmstellung
Elektrische Ausrüstung:
Auch die elektrischeAnlage bedarf einer gewissenPflege.Zu beachtenist: Bei aller•
Arbeiten an der elektrischenAnlage müssen Kurzschlüssevermieden werden. Des„
halb ist vorher,mit dem Minuspol beginnend,die Batterieabzuklemmen.Um Batterie-
plattenschlußzu vermelden,darf keinWerkzeugauf die nicht abgedeckte Batteriege-
legt werden.Der Flüssigkeitsstandsoll nicht 10-12 mm über Plattenoberkanteabsin-
ken, evtl. destilliertesWassernachfüllen.Polköpfe und Klemmen stets sauberhalten
und mit Korrosionsfetteinschmieren.Birnen und Scheinwerferreflektorennicht mit
fettigen Fingernanfassen.StörungenanAnlasserund Drehstrom-Lichtmaschinesind
von Kundendienstwerkstättenzu beheben. Kleingeräte,wie Schaltkasten,Schalter,
Anlaßdruc:kknopf,Bllnkschalterusw. sind bei Störungendurch neue zu ersetzen.Bei
allen Gerätenist, wenn Störungenauftreten,auf guten Kontakt der Anschlußleitungen
und der Sicherungenzu achten. WennSicherungendurchbrennen, liegt In der Regel
Kurzschlußvor. Scheuerstellenan Kabelnsuchen. Die Kontaktstellen der Sicherun-
gen müssenblank sein.

Achtung!Drehstrom-Lichtmaschine!Wichtigbei Reparaturen!
In den Schaufelladernist eine Drehstrom-Lichtmaschineeingebaut.
Die Drehstrom-Lichtmaschinehat denVorteileinergrößerenLeistungsabgabe,vor al-
len Dingeninnerhalbdes niedrigen Motordrehzahlbereiches.Außerdemzeichnet sie
sich durch langeWartungsfreiheit,höhereLebensdauerund große Betriebssicherheit
aus.
Die beiden letzten Punktehabennur Gültigkeit,wenn einigegrundsätzliche Dinge,vor
allem bei Reparaturarbeitenam Fahrzeug,beachtet werden.

1. Drehstrom-Lichtmaschinenur mit angeschlossenerBatterie betreiben.Beim Mo-


torprobelauf ohne Batterie die Verbindungsleitungenzur Drehstrom-Lichtma-
schinevor dem Starten (nicht bei laufendemMotor) trennen.

2. BeimAnschließender Batterieauf richtige Polaritätachten, da bei verkehrtemAn-


schlußdie Diodenzerstört werden.

,,
~· 3. Bei Montagearbeitenan spannungsführendenTeilenist am stehenden Motor die
Batterieabzuklemmen(Vorsichtsmaßnahme).
4. Das bei Gleichstrom-LichtmaschinendurchTupfengegen Masse üblichePrüfen,
ob Spannungin einer Leitung vorhandenist, muß bei Drehstrom-Lichtmaschinen
unbedingt unterbleiben,weil dadurch die Halbleiterbeschädigt werden.

5. Bei elektrischenSchweißarbeiten,bzw. beim Anschlußeines Batterieschnellade-


gerätessind die Leitungenan der Drehstrom-Lichtmaschineabzuklemmen.

6. Die Vorerregungi;1erDrehstrom-Lichtmaschineerfolgt aus der Batterie über die


Ladeanzeigeiamfilii.Zur sicheren Erregungsind deshalb ausgefalleneLadeanzei-
gelampen möglicl:t$tbald zu ersetzen. Dabeisind folgende Ladeanzeigelampen
zu verwenden:bei112 Volt-Anlagen= 12 V/ 2 Watt.

~ 1 7. Zur MotorwäscheDrehstrom-Lichtmaschineabdecken.

125
Batterie-Flüssigkeitsstand prüfen
Alle 120 Betriebsstunden, mindestens
~· ,' . . aber alle 4 Wochen In den einzelnen Zellen
.... .. ' nach Abschrauben der Verschlußkappe (1).
~

. ' Hierzu sind verschiedentlich Kontrollein-


·. .. •, 2 sätze (2) vorhanden, bis zu deren Boden die
Zellenflüssigkeit reichen soll. Sind diese
Kontrolleinsätze nicht vorhanden, so ist ein
sauberer Holzstab (3) bis auf die Bleiplat-
tenoberkante einzuführen, der nach dem
Herausziehen ca. 10 - 15 mm lang feucht
sein muß. Bei iu niedrigem Flüssigkeits-
stand nur destilliertes Wasser nachfüllen.
Wegen Kurzschlußgefahr niemals Werk-
zeuge auf die Batterie legen. Ihren Ladezu-
stand von Zelt zu Zeit in einer Werkstatt prü-
fen lassen.

Sicherungen: Der Sicherungskasten befindet sich links im Armaturenbrett. Die


Sicherungen müssen guten Kontakt haben und dürfen nicht geflickt werden.

1 2 3 4 5 6 1 .6 9 10 11 12

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STOP .__~
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Elektrische Sicherungen
Siehe Tabelle
Anordnung der Sicherungen:
()
Elektrische Geräte: Sicherung Nr.
Ampere
Standlicht/ Schlußlicht II. 8 1
Standlicht/ Schlußlicht re. 8 2
Abblendlicht links 8 3
Abblendlicht rechts 8 4
Fernlicht links 8 5
Fernlicht rechts 8 6
Warnblinkanlage und Arbeitsscheinwerfer 8 7
Horn 8 8
Blinklicht II. u. re.
Scheibenwischer
Stopplicht
8
8
8
9
10
11
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Gebläse-Heizung 16 12

126
(
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1 8'/nk-lkgrtnzufl(ISleudlt,...,,.. rtdt/11 r, Temper:mn,,nzeijeW...,.,ler 33 Bafltrien


2 5dldf1Mrltr - m:11111 78 ~:,nuige KJ/pP111ng ~ Stamr
3 Signalhom 19 Zlintl-Slra~ 35 I!mhstromgenera/or
4 Sdlelnwtmr wm, links 21} Skhmlngslc;,s,,;,; 36 Kr.lflslDfr-Vorr.,l!;ge/Jer
5 Dlink-Begrenzm,goleucllte
,ome Unks 21 /JdrldJss/lJndtnz.jhler 37 Drud<gd,erKupplung
6 'Jnnentaxilte 22. Sd,:,1/trlfir Amel/ssdldntMTltr 38 Temperaturyeoerw,111dler SO 1136 Begr•nzu„gs t.auchtan !ur
7 Sdlei/len~ 23 St:hulfl:rli1r Schd/lt:nWischer 39 Öldrvdcsdu,111:r
Molilr Satlansc.h
w, nksc;hault l
8 8-Poli;e SledYr:rlJindungen 24 St:11:11/i:r
lfir W:im/Jllnkanlllfl& t,Q KonlrrJl/sdu/lter
liir lf,m,- lJelridJsbrr,ms
9 8-poltge Slt:riM:rlJindunga, 25 Ut:hlSdl:11/tr 41 1/n~r lullflllrr
10 KIXTfrol/aJd>teliirFemllt:ht 26 8/lnk-Hom- und J./dl/hupmst:11:,lftr 42 Aroeilsst:heinwr,rm-hinltt1 rrt:11/s
11 Kontrolleut:htefürW>motS<lhdc Befrit:bsfn=,se 27 8/lnkgr:bt:r 43 Schlu4;.Brtms-BlinklaJdlte r,d//S
12 KPnlrrJlleut:hteliir ~J:hslromgener.1/or•Keilriemen 28 l(efais liir Lldlflu!f"_ . 44 Sd!lu4-Bm71s-ßlinkleudlte links
13 KonlrrJl/eu<fllefiJrfullfltr,r 29 11-poligeSftc/(vtfTO!ndungt:n 45 Arot:l15scilt:lnwr:m:rllnks
14 Kontro/teut:hreffirÖldrod:Mo/ur 30 Brennst,ffpump1 Hefrung 46 Sted<vtrt,'ndungenfurHtlzung E/eklri{c/JCr
Schallp/all3/2SL
75 J<ontro/leut:11/e
liir Blinker 31 Hdzung ' 47 s.Nlttr fur He{wng
16 Kr.,ttslu/r - lmrr:,ISJlflZdge 32 Brr:mslid>/sdJat/li{' 48 Sttue~er.fr fur Heizung
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Elektr. Schaltplan 312 SL r ...
Bren nstof fdos ierp umpe

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E/ektriscller Schaltplan für Heizge rät O 1L

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<Jsiehe innen
untver.salschalter
Steuergerät

127 128
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Reinigung des Laders: Selbsthilfe bei Betriebsstörung
Zur Vermeidung von Unfällen müssen alle Trittstufen , der Fahrerstand-Boden
und alle anderen Teile des Laders, die betreten werden müssen, von Schmutz,
Öl, Schnee und Eis freigehalten werden.

Beim Abspritzen und Reinigen des Fahrzeuges:


Motor nicht laufen lassen, damit das Kühlluftgebläse kein Wasser ansaugen kann. Der
Motor soll beim Waschen kalt sein.
Nach dem Waschen des Laders, wenn die Bremsen feucht geworden sind , durch
mehrmaligen leichten Pedaldruck beim Fahren die Radbremsen erwärmen, damit sie
schnell austrockne n. Das Fahrgestell von unten mit Korroqions-Schutzöl einsprühen,
um Roststellen auszuschalten.

Bei längerer Stillegung:


/'
1. Motor-Konservie rung , siehe Motor-Bedienungsanweisung. (•,
2. Das gereinigte und mit Korrosionsschutz eingesprühte Fahrzeug in einem luftigen
und trockenen Raum abste llen und unter dem Rahmen vorn und hinten unte rstüt-
zen, damit die Reifen entlastet sind.
3 . Die Batterie ausbauen und von Zeit zu Zelt neu aufladen lassen, oder einer War-
tungsdienststation übergeben. ·
4. Alle Schmierstellen gut durchschmieren. ,·
J

siehe Innen ~

129 130
Selbsthilfe bei Betriebsstörungen 1.2 Oberprüfender KupplungfOr Rückwärtsfahrt: .
Steuerhebelnach hinten schalten. Der Schaltdruck muß bei ca. 2100 U/min. Mo-
Motor-Störung:Wir verweisenauf die ausführlicheMotor-Bedienungsanweisung. to~drehzahldie zuvor aufgeführtenWerte erreichen.
~ Jruckölkupplungenim Getriebe: (Die Druckleitungfür Vorwärtsfahrtdarf dabei nicht mit Druck beaufschlagt sein,
zur Kontrollediese am Eingangzum Getriebe lösen).
Sinkt der Schaltdruckbei eingeschalteterDruckölkupplungund bei einer Motordreh-
zahl von 2100 U/min unter den vorgeschriebenenMindestdruck (312SL"" 18 bar),so 2. Messungen über Meßstellen in den DruckleitungenGetriebeschaltventil-
Ist die Ursachedes Druckabfallszu beseitigen(beim Schaltvorgangselbst sinkt der Kupplung .
Druck kurzzeitigab). In den Druckleitungen- vorwärts - rückwärts - vom Getriebeschaltventil zum
Die Folgeeines zu niedrigenSchaltdrucks ist eine Beschädigungder Druckölkupp- GetriebeOeweilsam Getriebeeingang)je eine Meßstelleeinbauen.Manometer O
lung, die infolge zu niedrigenAnpreßdrucksdann schleift und durch Überhitzungbe- - 25 bar an den Meßstellenanschließen.
schädigt wird. ErforderlicheTeile:2 Verschraubungen0003635017/2 Minimeßverschraubun-
gen 0003636621/2 Manometer0003630447/2 Anschlußstücke0003633521/
Schaltdruckmessen: 2 Minimeßschläuche0_003633621).
Die Messungensind vorzunehmenbei einer Motordrehzahl2100 U/min, betriebswar-
ren Getriebeöl 50 - 60° C, Getriebeschalthebelin Neutralstellung und Feststell- 2.1. Oberprüfender Kupplungfür Vorwärtsfahrt:
!'remse angezogen. Steuerhebelfür Kupplungsbetätigungnach vorne schalten. Der Schaltdruck am
Ist kein Schaltdruck oder zu wenig Schaltdruck vorhanden,dann Ölstand im Getrie- Manometer in der Druckleitung für Vorwärtsfahrt muß sich bei ca. 2100 U/min.
beblock kontrollieren,besserist es einenÖlwechselim Getriebeblockvorzunehmen, Motordrehzahlin 3,0 bis 3,5 sec. auf 20- 2 bar aufbauen.An dem in der Drucklei-
dabei unbedingt den Ölgrobfilter - Saugfilter (rechts unten Im Getriebe) ausbauen tung für RückwärtsfahrtangeschlossenenManometerdarf sich dabei kein Druck
und reinigen.Fernerist am Mitteldruckfilter(Ölfeinfilter)dieWechselfilterpatronezu er- aufbauen.
neuern.
2.2 Überprüfender Kupplung·fQr Rückwärtsfahrt: .
Die SaugleitungGetriebe- Hydraulikpumpeauf Dichtheit kontrollieren. Steuerhebelnach hinten schalten. Der Schaltdruck am Manometerin der Druck-
Dasin der DruckleitungHydraulikpumpe- Mitteldruckfilter-Getriebeschaltventil ein- leitung für Rückwärtsfahrt mußdie zuvor aufgeführtenWerte erreichen.
gebauteDruckbegrenzungsventil(25 bar)auf Funktionprüfen. An dem in der Druckleitung für Vorwärtsfahrt angeschlossenenManometer darf
sich dabei kein Druck aufbauen.
Das Hauptdruckbegrenzungsventilim Getriebeschaltventilausbauen und auf Funk-
tion kontrollieren. 2.3 Bel Neutralstellung des Steuerhebels darf sich an beiden Manometern kein
Druck aufbauen.
Messungdes Schaltdrucksvornehmen:
1. MessungOberden Druckgeberund den Wird bei den MessungenDruck In der jeweils nicht mit Druck beaufschlagten Druck-
Druckanzeigerim Armaturenbrett l~ltungfestgestellt,kann Ölverlustan den 0-Ringen am Ölelnführringim Getriebe vor-
) (DerDruckgeberist am Getrlebeschaltventllmontiert). liegen. ·

1.1 Oberprüfungder KupplungfürVorwärtsfahrt:Steuerhebelfür Kupplungsbetä- Läßt sich der Fehler damit nicht beheben~ist es erforderlich, den Kundendienst zu
tigung nach vorn schalten. Der Schaltdruck muß sich bei ca. 2100 U/min. Motor- benachrichtigen.(Pumpendruck,Pumpenförderleistungmuß gemessenwerden, Ge-
drehzahl In 3,0 bis 3,5 sec. auf 20-2 bar aufbauen. (Die Druckleitung für Rück- triebeschaltventilmuß gereinigt bzw. evtl. ausgetauschtwerden, Ölverlust an den 0-
wärtsfahrt darf dabei nicht mit Druck beaufschlagtsein, zur Kontrolle diese am Aingenam Öleinführringoder LeckageInnerhalbder Druckölkupplungoder an der Öl-
Eingangzum Getriebelösen). zufuhrmuß evtl. behoben werden. Druckbegrenzungsventiletc. müssenzerlegt oder
evtl.ausgetauschtwerden).
Sinddie Schaltzeitenzu kurz oder zu lang (zu hart oder zu welch), dann Kunden...
dien_stbenachrichtigen.

130/1 130/2
1 i
1
1
1

Selbsthilfe bei Betriebsstörung Störungen am Wandler

Schubkraft zu gering/ Hydrauliköl zu hohe Tem peratu ren

Ursa che Abhilfe

Zu wenig Öl im Hydrau likbehäl ter Ölstand p rüfe n, alle Zylinder müssen einge -
(der Wandler w ird von dem gleichen fahren sein. Evtl. Hydrauliköl gleicher Sorte
\ Hydraulikölbehä lter versorgt, wie die und Qualität nachfüllen, Hydraul iköle ver-
: ;
Ladehydrauli k und die hydrosta tische sch iedener Herstelle r und Qualitä t nich t mi-
Lenkung. Der Hydraulikbehälter Ist un- schen. Der Hydra ulik-Ölstand
ter dem Fahre rstand ang eordnet). kann mitte ls eines Schauglases am
Hydrau li kölbehä lter festgestellt
werden (siehe Bedienungsanw. Seite 120).

Öl schäumt, falsches Öl im Hydrau lik- Ölwechse l du rchführen, Anlage durchspü -


ölbehälte r len, Hydraul ikö l der Qualität ATF-ÖI
(Automati e-Transmission-F luid)
(siehe Bedienungsanwe isung Seite 119)

Rücklauffilter Im Hydraulik ölbehälte r Magnetkerze und Filtereinsatz aus dem


verstopf t (Rückla ufdruck-S taudruck zu Rücklauffi lter ausbauen und grün dlich reini-
hoch) gen bzw . austauschen (Filtereinsatz ).

Fahren in einem zu hohen Gang In einen niedrigeren Gang schalten

Ölverlust am Wandlergehäuse Kundendienst anfordern, Wandlergehä use


J. (Lagerung Wandler)
1 •
. ausbauen, neue Abdichtung mon tieren.

Hydraulikpumpe (Lenku ngspumpe), die Förderleistung der Lenkungspumpe ca.


den Wandlerö lkreislauf versorgt, ist 30 Liter bei 312 SL (max. 160 bar )
defekt. Ölumlaufmenge zu gering. bei Motor vollgas. Wandlerdruck am Wand ler-
ausgang s 2 bar bei voller Motordrehzahl.
Rücks chlagven til am Wandlereingang - 6 bar,
und am Wandie rausgang ein Rück -
sch lagventil 2 bar evtl. austauschen,
Lenkungspump e austauschen.

Motorleist ung zu gering, Fahrzeug- Anleitung in den Bedienungs-


bremsen hängen oder Störungen am anweisungen - Motor und Fahrzeug
Triebwerk. beachten.

siehe Innen

131 132
1 1 1 11 0
0 0

1 Ölgrobfilter- Saugfilter 11 Druckleitung Vorwärtsfahrt


2 Saugleitung 12·· Druckleitung Rückwärtstahrt
3 Hydraulikpumpe (Getrlebeölkreislauf) 13 ROcklaufleitung
4 Druckbegrenzungsventil (25 bar) 14 Schmierölleitung
5 Druckleitung zum Getriebeschaltventil 15 Öleinführung mit 0-Ring
6 Mitteldruckfilter mit Wechselfllterpatrone 16 Druckölkupplung
7 Getriebeschaltventil (18 + 2 bar) 17 Ölstandkontrolle- Öleinfüllung -Getriebeblock
8 Druckgeber 18 . Hauptdruckbegrenzungsventll Im Getriebeschaltver:atil
9 Druckanzeiger, 18-20 bar 19 Meßstellen in den Druckleitungen vorwärts -
1O Steuerhebel für Kupplungsbetätigung . rückw~rts (können hier eingebaut werden.)
Störungen an der hydraulischen Bremse:

f Störung

Kontrolleuchtefür Be-
Ursache

Bremsdruckunter 120
Abhilfe

Druckschalteramo·ruck-
trlebsbremseleuchtetauf bar abgefal_len
oder ganz spelcher austauschen.
bei laufendemMotor. ausgefallen. ~ '
AbschaltventllaufFunktion
prüfen.

Hydraulikpumpefilr Len-
kung auf Druckprüfen-(150
bar). DefekteHydraulik-
pumpe austauschen.

Mengentellerventilauf
(: DurchflußprOfen.Ist kein
DurchflußvorhandenMen-
genteller austauschen.

Betriebsbremsebremst, Bremsventilundicht.· Bremsventilauf Dichtheit


ohne daßdas Bremspe- prüfen. DefektesBremsventil
dal betätigtwird. austauschen.

TrotzFußdruckschiech- Bremsbelagdurch un- Portaltrlebeneuabdichten,


te Bremswirkung. dichte Bremsbelägeerneuern.(Das
Portaltrlebe AbwaschenverölterBeläge
verölt. mit Benzin oder Petroleum,
bzw. das Abbrennenverölter
Beläge bringt keineAbhllfe,
da derartige Belägewährend
des Bremsvorganges,mmer
wieder Schmiermaterialaus-
scheiden.

Bremseverölt Bremsbelägeerneuern.Die
Erneuerungmußanallen
(' Bremsen,mindestensaber
achswelse,erfolgen,damit
gleichmäßigeRelbverhält-
nlsse herrschen.

133
Störungen an der Lenkung~
Bevor an der Lenkanlage mit Störungssuche begonnen wird, muß der Ölstand Im Hydraulik-
ölbehälter überprüft und evtl. korrigiert werden. Anschließend Ist die Lenkanlage zu entlüf-
ten. Dies wird bei laufendem Motor durch mehrmaliges Drehen am Lenkrad von einer End-
stellung der Räder in die andere erreicht. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, daß bei Verwen-
dung von stark schäumenden Ölen Störungen auftreten können, da solche Öle.eingedrun-
gene Luft nur schwer oder überhaupt nicht wieder freigeben (Lenkachse zum Entlüften entla-
sten!).

1. Lenkung läuft bei losgelassenem Lenkrad selbsttitlg In die llnke oder rechte End-
lage:

Ursache: Funktionsprüfung: Beseitigung der


Störung:

Die Ventileinrichtung Lenkrad bei abgestelltem Lenkung ausbauen,


klemmt in ausgelenk- Motor nach links und zerlegen und Leicht-
ter Stellung im Ventil- rechts drehen. Nach dem gänglgkelt des Steuer-
gehäuse. Loslassen des Lenkrades schiebers Im Gehäuse
muß dieses wieder selbst- überprüfen. Eventuell
tätig In Neutrallage Ist nur ein Fremd-
zurückfedern. körper die Ursache der
Störung.
2. Lenkung läuft bevorzugt In die Richtung, In welcher die Kolbenstange des Arbeltszy-
llnders ausgefahren wird (nur bei Anlagen mit einem Arbeitszylinder, der nicht ausge-
glichen ist): ·
a) Der Rücklauf Ist Rücklauf durch Einbau Ölfilter und Rücklauf-
zu hoch. Hervorgeru- eines Manometers In die leitung reinigen. Ein-
fen durch stark ver- Rücklaufleitung messen. gedrückte Leitungen
schmutzten Ölfilter, Der Rücklaufdruck soll austauschen.
verschmutzter oder ein- 5 barnlcht überschreiten,
gedrückter Rücklauf- (Öltemperatur ca 50° C),
leitung (Querschnitts- Viskosität 3,5° E bei
reduzlerung). 50°C).
3. Lenkanlage Ist mit Vergrößerung des Lenkeinschlages konstant oder zunehmend
schwergängig:

Ursache: Funktionsprüfung:
a) Der Förderdruck der
Hochdruckpumpe Ist zu
()
gering.
Hydraulikpumpe auf Druck prüfen:
Hinweis: Die nachfolgend aufgeführte Prüfung darf nur-
bei Leerlaufdrehzahl des Motors durchgeführt werden.
Eine Erhöhung der Motordrehzahl während einer Druck-
prüfung hätte eine sofortige, sprunghafte Steigerung des
Öldruckes zur Folge. In diesem Fall wäre die Gefahr
gegeben, daß die Druckleitung defekt wird oder die
Pumpe frißt.
a 1) Manometer Obis 250 bar und Absperrhahn in die
Druckleitung zwischen Hochdruckpumpe und der Len-
kung einbauen.
a2) Lenkrad bei laufendem Motor mehrmals von An-
schlag zu Anschlag drehen, damit die Luft entweichen
kann.
Störungen an der Lenkung:

Ursache: Funktionsprüfung: Beseitigung der


Störung:

a3)Bel Leerlaufdrehzahldes Motors


eingebautenAbsperrhahn langsam
schließen,bis der angegebeneMa-
ximaldruck (160bar bei 312SL)erreicht
Ist (Maximaldruckhöchstens 5 Sek.
wirken lassen).Stellt sich der Maxi-
maldruck auch bei geschlossenem
Hahnnoch nicht ein oder wenig-
stens eine Größe,die höchstens 10%
niedriger liegt als der Nenndruck, ist
die Hochdruckpumpe nicht In Ord-
nung.Wird aber der angegebene
max. Druck erreicht, so mußder
Mangelauf die Lenkung oder den
Arbeitszylinderzurückzuführensein.
Weiterprüfen nach b.

b) In der Lenkung Motor anlassen und Lenkung bis Wird der vorgeschrie-
oder dem Arbeitszylin- zumAnschlag eindrehen. Dannam bene Pumpendruck
der tritt zu großer Lenkradmit einer Kraft von mehr als nicht erreicht, so muß
Druckverlustauf. 30 N (3kp) weiterdrehen, damit das als nächstes d. Lecköl
Steuerventilganz geöffnet wird. In der Lenkungüberprüft
dieserStellung wird am Manometer werden.
der Maximaldruck der Pumpeange- (s. Punkt 4).
zeigt. Der gemesseneDruck darf
von 160bar bei 312SL höchstens
± 10%abwelchen.
4. Das Lenkrad kann bei Erreichen der Endlagen ohne wesentliche Lenkkrafterhöhung
weltergedreht werden:
Die Leckölverlustein Lenkanlageauf Lecköl prüfen:
der Lenkungoder a) Minimeßsteliean den Hochdruck-
dem Arbeitszylinder schlauch beimArbeitszylinder,der
sind zu groß beim Drehendes Lenkrades im
Uhrzeigersinndruckbeaufschlagt Ist,
anschließen.
b) Motor anstellen und Lenkanlage
entlüften. Lenkrad bis zum Anschlag
im Uhrzeigersinndrehen und Motor
wiederabstellen. Manometer 0- 25
bar anschließen.
c) Lenkungauf Lecköl prüfen:
Die Messungkann nur beim Drehen
Im Uhrzeigersinndurchgeführt wer-
den, weil das Manometer an den
Hochdruckschlauchangeschlossen
Ist, der beim DrehenIn dieser
Richtungunter Druck steht.

L_;
Störungenan der Lenkung:

Ursache: Funktionsprüfung: Beseitigung der


Störung:

Das Lenkrad wird nun im Uhrzeiger-


sinn mit so viel Kraftaufwand gegen
den Radanschlag gedreht, bis am
Manometer der In der nachfolgen-
den Tabelle aufgeführte Druck für
die jewelllge Rotorbrelte angezeigt
wird.
Das Lecköl liegt Im zugestandenen
Bereich, wenn zum Drehen des
Lenkrades von einer Umdrehung
mindestens 1/2 Minute gebraucht ·)
wird. Auf Einhaltung des angegebe-
nen Druckes achten. (_ •

Ausführungsnummer Rotorbreite Druck


8440 bzw. 8450 ... 001 bis 499 in mm p
8,5 15,2 bar

Wird diese Bedingung erfüllt, so ist


das Lecköl der Lenkung in den
festgelegten Grenzen und der Feh-
ler muß am Arbeitszylinder liegen.
Wird die oben beschriebene Bedin-
gung Jedoch nicht erfüllt, so hat die
Lenkung oder der Arbeitszylinder zu
viel Lecköl.
d) Arbeltszylinder auf Lecköl prüfen:
1.Absperrhahn in eine Leitung zwi:
sehen Lenkung und Arbeltszyllnder
einbauen: Lenkanlage erneut entlüf-
ten. Danach Absperrhahn schließen.
2. Lenkrad am rechten Endanschlag Lenkung austauschen.
bei gleicher Lenkkraft, wie unter c)
beschrieben, 1/2 Umdrehung wel- Arbeitszylinder aus-
terdrehen. Werden hierbei die glei- bauen und Dichtungs-
chen Werte gemessen, wiebeider teile erneuern. Wenn
unter c) beschriebenen Prüfung, so die Kolbenlaufbahn rie-
Ist der Arbeltszyllnder In Ordnung fig Ist oder der Mantel
und die Lenkung muß repariert außen und innen Ein-
werden. drückungen hat, so Ist
Wenn aber die Prüfzelt für eine das Zylinderrohr eben-
halbe Umdrehung länger als 20 falls auszutauschen.
bzw. 30 Sek. (In Abhängigkeit der
Rotorbrelte) Ist, hat der Arbeitszylin-
der zu viel Lecköl und muß instand-

u
gesetzt werden.

136
Störungenan der Lenkung:

r
'
5. Bei schnellen Lenkkorrekturen Ist "leeres" Durchdrehen des Lenkrades möglich, bei
glelchzeltlgem Auftreten eines schnarrenden Geräusches In der Handpumpe:

Ursache: Funktionsprüfung: Beseitigung der


Störung:

a) Die Lenkanlage ist nicht Lenkanlage entlüften.


sorgfältig entlüftet.
b) der Förderstrom der Vorgang bei hoher Motor- Ist der Förderstrom zu nied-
Hochdruckpumpe ist zu drehzahl wiederholen oder, rig, so hat die Pumpe zu
gering. wenn die Möglichkeit be- viel Lecköl und muß ausge-
steht, den Förderstrom der tauscht werden (Förder-
Hochdruckpumpe messen. menge bei Motorvollgas =
312 SL =30 Liter

Störungen an der Ladeanlage:

Störung: Ursache: Abhilfe:

Ladegerät bewegt sich nur Zu wenig Hydrauliköl im Öl nachfüllen.


ganz langsam. Tank.

Ladegerät bewegt sich 1)Ventlie Im Steuergerät Einfüllschraube am Tank


nicht mehr. klemmen oder öffnen und kurz den An-
2) Pumpenantrieb Ist lasser des Motors betätigen; ·
unterbrochen. strömt kein Öl aus, ist Pum-
penantrieb defekt; strömt Öl
aus, ist das Steuergerät zu
prüfen u. reinigen.
Hydraulikzylinder Nutrlng In den Zylinder durch Eigenge-
bewegen sich nur ohne Zylindern defekt. wicht von Hubrahmen und
Last, mit Last Ladekübel bei abgestelltem
nur sehr langsam. Motor belasten.
An der unbelasteten Zylin-
derseite Schlauchleitung lö-
sen; tritt Öl aus dem Zylln-
deranschluß, so Ist derbe-
treffende Zylinder defekt;
falls erforderlich,
schadhafte Nutrlnge und
zum Hubzylinder gehörende
Dichtungen austauschen.

BEI REPARATURENAN DER HYDRAULIKANLAGE


IST AUF PEINLICHSTESAUBERKEITZU ACHTEN!

137
Störungenin der elektrischenAnlage:

1. Scheinwerferlichtist ungenügend.Prüfen, ob die Klemmstellen der ZufOh-


rungsleltungenfest und sauber(blank)sind. Die Bllux-Glühlampekann äußerlich
nicht feststellbareMängelhaben,daherprobeweiseaustauschenund Schelnwer-
fer~Elnstellungprüfen. Die Sicherunghat möglicherweiseschlechten Kontakt,
evtl. neue Sicherungenverwenden.Batterie und Lichtmaschineauf Spannung
prüfen und mit Spannung am Scheinwerfervergleichen.Schelnwerfersplegel
kannmatt sein.
2. VersagenelektrischerGeräte. Störungenan Anlasserund Lichtmaschinesind
von Kundendienstwerkstätten zu beheben.Kleingerätewie Schaltkasten,Anlaß-
schalterusw.sindbei Störanfälligkeitdurch neuezu ersetzen.

Bel allen Geräten Ist bei Störungenauf guten Kontakt der Anschlußleitungen
und der Sicherungenzu achten. WennSicherungendurchbrennen,Hegtin der
Regel Kurzschlußvor.Scheuerstellenan den Kabelnsuchen. Es kann auch vor-
kommen,daß der SicherungsdrahtIn der Patrone keinen Kontakt hat, was äu-
ßerlich nicht erkennbarIst. Die Kontaktstellender Sicherungenmüssen blank
sein.

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12 Otabta ß,;c hraube } 01fferent/al


13 Ölelnlii ll · Ko ntrolls c hraube Vordora chse

14 Olat>loß'Jchraube } Porta11,ioo
15 OJoinlull-Ko n 1ro nschra lJbl! /ord"'rachse
16 Entluftungs vent 1I Bre mse

ANSICH T VON LINKS


A Sch luß-Brems -Bllnkleuchte 1 Gelriebeschalthebel o Hydrostatische Lenkung T Signalhorn
B Hydraullkpumpe -Ladeanlage K Lenkzylinder p Fahrtrichtungsschalthet>el U Hubzylinder
C Motor (F3 L 912) L Bremsv.entl_l, 1-krelslg- (Hebel lür Kupplungsbel ällgung) V Hubrahmen
O Trockenluftfllter M Peda l für Diffe rentia lsperre a Steuergerät lür Eberspächer Heizung W Ktppzyl;nder
E Ölkühler (Wandlerkreis lauf) (ganz llnks außen) R Getriebeschal tven til u. Druck gebe r X Kipphebel
F Elnfüt lslut.zen Kraftstoff N Pedal für Betriebsbremse S Blinkleuchte Y Kippstange
G Krattstofftank, Tankanzeige Olnkszur Mitt e) Z Ladeschaufel
H Handhe bel lür Feststellb remse


1 Öleinfüll-Kontrollschraube } PHolntrtaer'trac
lehbse

A B z 2 Olabfaßschraube

3 Ole infüll-Kontrollschraube Getriebeblock


4 Olab !aßschraube F.nd Differential
. 5 Otgrobfil ter-Saugfilter der Hinterachse

6 Ölstandsauge H)'drauliköl
7 Meßstelle Lenkungsdruck (160 bar}
8 Meßstelle Hydraulikdruck (210 bar)
9 Ölablaßventll Hydraullköl
10 Öltelnfllte r Getrlebeölkreislauf
11 Meßstelte Bremsdruck (max . 150 b ar)

ANStCHTVON RECHTS
A Uchtmaschlne G Portal-Lenktrfebachse (Hinterachse) 0 Steuerhebel Ladeanlage V Druckspeicher-Betriebsbremse
B Hydraul!kpumpe H Gelenkwelle Motor-Getriebe P Lenkschubstange W Druckleltungen 3. Steuerkreis
{TandempumpeLenkung/Getriebe) 1 Belüftungsfilter- Hydraul;kölbehäiter Q Gelenkwelle Getriebe-Vorderachse X Abschaltventil (Betriebsbremse)
C Druckbegrenzungsvent il 25 bar K Hydraullkölbehälter R Eberspächer Fahrerhausheizung Y Lenkwelle mit Lenkhebel ··
(Getrlebaölkreistau~
D Anlasser
L Getriebeblock mnDruct<ölkupplung S ~edal für Drehzahlversteller Z Portal-Lenktriebachse (Vorderachse)
M Fahrersitz T Scheibenwischer, Schelnwer1er mit Diff.-Sperre u. Scheibenbremse.
E Lagergehäuse mit Wandler N SteuergerätLadeanlage U Scheibenbremse (Feststellbremse)
F R0cklauffi1terIm Hydraullkölbehälter (mit HauptdruckbegrenzungsvenliQ

Schaufellader
312SL

Seitenansichtvon links und rechts


Schaufellader 312 SL

Schmierplan
Während der Einlaufzeit

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nec:,,tulert,c,.s cSMes an der Elntüllötfnung aus- Olelnl011achraube (Kontr<Mlschr ■ ube)
tritt ~ elsung S. 105).
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sMlheall• 10 BetrMlbutunden und
nach 50 - 60 Betriebulunde n

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(S. &.1. -Amt .
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s. 104/105).

Ü :"'dt•infUll•Kontrollschraubtn
/Mdot..b
&~ ~t& 0 = l11ablaßschrouben 32
4
6 ~ Schmiersteilen
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