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  6 | 2011 Dezember | décembre Berner Wald Forêt Bernoise
 

6 | 2011

Dezember

| décembre

Berner Wald

Forêt Bernoise

122 Inhalt

SommaIre

nr. 6, 42 Jahrgang

n°6, 42 ème année

123 UNO Jahr des Waldes - Eine Rückblende 134 Championats Suisse des ski alpin et
123
UNO Jahr des Waldes - Eine Rückblende
134
Championats Suisse des ski alpin et nordique
124
Walderschliessung im Privatwald
135
ONU – Année internationale de la forêt – rétrospective
124
Vom Geben und Nehmen
136
Lancement de la campagne «Notre bois, notre fierté»
125
Dem langfristigen Denken verpflichtet
137
Révision partielle de la Loi cantonale sur les forêts
127
Gedanken zum Wald im UNO Jahr des Waldes
137
Carte indicative des forêts protectrices
128
Köpfe und GEdanken zum Wald
138
Poussières fines issues des chauffages au bois
129
Teilrevision des kantonalen Waldgesetzes (KWaG)
139
Le pâturage boisé modèle du Jura bernois
130
Der Wald ist Teil unserer Volkswirtschaft
140
Forestiers-bûcherons en formation
131
Waldbesitzerverband Gantrisch
141
Au bout du monde avec Nicolas
131
Löhne und Anstellungsbedingungen
142
Entretien avec un entrepreneur forestier formateur
132
Anlass der Holzproduzenten Seeland HPS
zum Thema Wald Wild
143
Tous les vœux de la rédaction pour l’Année 2012 !
143
Agenda
133
Mitteilungen BFV
133
Mitteilungen FPB
133
Mitteilungen BWB
134
14. Swiss Forst Meisterschaften - nordisch und alpin
IMPRESSUM
Berner Wald
Mitteilungsblatt
der Berner Waldbesitzer BWB
des Verbandes Berner Forstpersonal
des Bernischen Forstvereins
Forêt Bernoise
Journal
des Propriétaires de forêts bernois PFB
l‘association des forestiers du Jura bernois
la société forestière bernoise
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3273
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Nächste Nummer
Redaktionsschluss: 30. Januar 2012
Erscheint ca. Ende: Ende Februar 2012
Prochaine édition
clôture de rédaction 30 janvier 2012
parution env. fin février 2012
Erscheint jährlich sechsmal
Paraît six fois par an
Titelbild: Waldbesitzer bei der Weiterbildung

123

E ditorial

UNO Jahr des Waldes - Eine Rückblende

Werner Kugler, Präsident des Bernischen Forstvereins

Werner Kugler, Präsident des Bernischen Forstvereins Landauf, landab fanden im zu Ende ge- henden Jahr

Landauf, landab fanden im zu Ende ge- henden Jahr Veranstaltungen rund um das Thema Wald statt. Unzählige am Wald interessierte Personen, Vereine, Waldbewirtschafter und Waldeigentü- mer nahmen den Aufruf des BAFU wahr, im UNO Jahr der Wälder mit der Bevöl- kerung in Kontakt zu treten. Das Studi- um des Veranstaltungskalenders unter www.wald2011.ch verlangt dem inter- essierten Leser einige Zeit ab. In unzäh- ligen Artikeln wurden in den Medien über einzelne Veranstaltungen ausgie- big berichtet.

Verfolgt man die Berichterstattung in den Medien über die Veranstaltungen oder diskutiert man mit Teilnehmern von Veranstaltungen über das Thema Wald, sind die positiven Stimmen über den Zustand und die Bewirtschaftungs- art des Waldes eigentlich durchwegs po- sitiv. Man schätzt im Allgemeinen den Wald als Ort der Erholung, man zeigt auch grosses Verständnis über die Not- wendigkeit der Holznutzung und aner- kennt die Arbeit der Forstfachleute. Na- türlich sind einzelne kritische Stimmen zu vernehmen. Diese darf man nicht überbewerten.

Waldeigentümern und den Waldbe- wirtschaftern ein grosses Vertrauen ent- gegenbringt. Der Ausspruch: Die ma- chen es schon Recht ist oft zu hören. Seien wir als Waldfachpersonen also dankbar für diesen grossen Vertrauens- beweis!! Die Finanz- und Bankenkri- se zeigt auf, wohin die Reise bei einem Vertrauensschwund gehen kann!!

Ist im Berner Wald nun alles in Ord- nung? Wir Waldeigentümer und Wald- bewirtschafter wissen, dass dies natür- lich nicht so ist.

nicht nur die befestigten Wege sondern der Spass der Sache besteht ja gerade darin, Rückegassen, Maschinenweg und Trampelpfade zu benutzen

Solche Themen wurden bei den Ver- anstaltungen im UNO Jahr des Waldes ebenfalls angesprochen. In den Medien wird aber wenig darüber gesprochen. Die Themen müssen dringend behan- delt werden. Die Revision des kanto- nalen Waldgesetzes bietet dazu eine gute Gelegenheit. Die von einer beglei- tenden und breit abgestützten Begleit- gruppe erarbeiteten Vorschläge, welche die obigen Problemfelder u.a. themati- sierten, wurde im Gesetzesentwurf aber

Ich wünsche allen Leserinnen und Le- sern des Berner Waldes einen guten Start ins 2012.

Problemfeld Neophyten: Die kala- mitätsartige Ausbreitung der frem-

den Pflanzen (Drüsiges Springkraut, wieder gestrichen

des Japanknöterich, Sommerflieder) verursacht dem Waldeigentümer im- mense unabgegoltene Zusatzkosten:

Umgerechnet auf die Hektare Wald-

bewirtschaftungsflä-

che fallen im Betrieb der Burgergemein- de Burgdorf Kosten in der Grössenordnung von 5 bis 10 Franken an.

Kosten in der Grössenordnung von 5 bis 10 Franken an. Problemfeld Wildver- biss: Noch immer ist

Problemfeld Wildver- biss: Noch immer ist es in den meisten Ge- bieten des Mittellan- des nicht möglich, eine gesicherte Laub- holzverjüngung ohne Wildschutz zu erhal- ten. Für die Deckung dieser Aufwendungen reichen 5 bis 10 Fran- ken pro Hektar bei weitem nicht.

Problemfeld Veran- staltungen im Wald:

Der Trend nach immer neuen Sportarten im Wald nimmt rasant zu:

Man

kann

mit

Fug

und

Recht

be-

Bike-OL, Bike-Jöring, Hundeschlittenrennen

haupten,

dass

die

Bevölkerung

den

etc. beanspruchen

124

F okus

Walderschliessung im Privatwald

Forstunternehmer Bendicht Küpfer, Obergoldbach im Gespräch mit Werner Kugler

Wie hast Du das UNO Jahr des Waldes

2011 erlebt?

Ich habe gehört, dass in diesem Jahr das UNO Jahr des Waldes stattfindet. An ei- ner Veranstaltung habe ich nicht teil- genommen. Nicht mangels Interessens sondern einfach deshalb, weil zu wenig dafür geworben wurde. So habe ich es einfach vergessen … Über entsprechen- de Inhalte von Botschaften kann ich so- mit nichts sagen.

Wie erlebst Du als Forstunternehmer den Kontakt mit den Waldbesuchern? Wir erhalten wider erwarten viel Lob und Anerkennung! Natürlich gibt es auch negative Rückmeldungen über un- sere vollmechanisierten Eingriffe in die Waldbestände. Sie dürfen aber nicht dramatisiert werden. Am häufigsten werden die Breite der Gassen und die Tiefe der Fahrrinnen kritisiert. Die meis- ten Waldbesucher zeigen nach entspre-

kritisiert. Die meis- ten Waldbesucher zeigen nach entspre- chenden Erklärungen über Ziel und Zweck des Eingriffs

chenden Erklärungen über Ziel und Zweck des Eingriffs Verständnis für un- sere Arbeit. Ich sage jeweils auch, dass ein Bauwerk auch erst nach Abschluss der Bauarbeiten beurteilt werden kann; nach der Reinigung und den entspre- chenden Retuschen …

Wie siehst Du die Zukunft der Waldbe- wirtschaftung? Die vollmechanisierte Holzernte wird zunehmend im Privatwald Einzug hal- ten. Allerdings verhindert eine äusserst lückenhafte Walderschliessung im Pri- vatwald den Einsatz moderner Holzern- teverfahren. Hier sollten Bund und Kan- tone unbedingt die notwendigen Mittel für den Bau von neuen Waldstrassen sprechen.

Die Nachfrage nach Energieholz nimmt zu. Deshalb habe ich auch in einen neu- en Hacker investiert.

Vom Geben und vom Nehmen

Laurent Marti, Leiter der kant. Waldabteilung 6 im Gespräch mit Werner Kugler

Wie hast Du das UNO Jahr des Waldes

2011 erlebt?

Ehrlich gesagt, ich hatte mehr erwartet! Der von den jeweiligen Veranstaltern geleistete Sondereinsatz ist beachtens- wert und verdient Anerkennung. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Botschaften bei den in Waldfragen nicht schon be- reits sensibilisierten Personen wirklich angekommen sind. Eine entsprechen- de Rückfrage bei der bei uns kürzlich an- gestellten Sekretärin bestätigt diesen Eindruck. Sie glaubte vage, etwas vom UNO Jahr des Waldes gehört zu haben. Inhaltlich konnte Sie aber kein einziges Anliegen der Waldbranche nennen.

Was waren Deine Anliegen? Die offizielle Botschaft des KAWA’s (Kantonales Amt für Wald) zielte ja auf die Vermittlung der Feststellung: „Je- der Wald hat einen Eigentümer“. Dies ist auch für mich ein äusserst wichtiges

Dies ist auch für mich ein äusserst wichtiges Anliegen. Denn nur so können die von den

Anliegen. Denn nur so können die von den Waldeigentümern erbrachten Leis- tungen zugunsten der Allgemeinheit von dieser wahrgenommen und respek- tiert werden. Ich versuche bei Veranstaltungen auch immer die Haltung zu kommunizieren:

„Würde man den Wald sich selbst über- lassen, könnte man ihn nicht mehr be- gehen“. Die Bedeutung der geregelten Waldbewirtschaftung kann so einem Waldbesucher näher gebracht werden. Persönlich ist mir die Walderhaltung in den dicht besiedelten Räumen des Mit- tellandes ein wichtiges Anliegen.

Deine Einschätzung: Konntest Du diese Anliegen an den Mann/ die Frau bringen? In den insgesamt 28 Veranstaltun- gen, welche in meiner Waldabteilung 6 durchgeführt wurden, kamen die- se Anliegen immer zur Sprache. Ob-

125

F okus

wohl wir wenig Feed-back‘s von den Events erhielten, erachte ich den Auf- trag des KAWA als erfüllt. Bei der Kom- munikation von Botschaften ist es ja im- mer schwierig, deren Wirkungen gezielt zu erfassen. Ich halte es mit dem Grund- satz: Nur eine permanente Kommunika- tion entfaltet ihren Effekt. So gesehen sollte jedes Jahr ein UNO Jahr der Wäl- der sein. Auf der andern Seite können wir uns einen derart grossen Aufwand nicht jedes Jahr leisten …

Die Waldeigentümer standen ja im Zentrum der KAWA-Botschaft! Wie schätzest du deren Situation ein? Der Ruf des BAFU (Bundesamt für Um- welt) nach noch mehr Ökologie im Wald ohne eine entsprechende Abgeltung ist für den Waldeigentümer ein Affront. Meiner Meinung nach hat die Schweiz schon einen sehr hohen Standard bei der Waldbewirtschaftung. Ich erlebe tagtäglich, wie eigentlich die meisten Waldeigentümer eine boden- und be-

standespflegliche Holznutzung anstre- ben und damit höhere finanzielle Auf- wendungen in Kauf nehmen (müssen). Viele Burgergemeinden fühlen sich schon dem Gemeinwohl verpflichtet und sind bereit, diese Kosten zu tragen. Aber wie lange noch? Ich habe das Ge- fühl, dass der bewährte Grundsatz des gegenseitigen Gebens und Nehmens in dieser Angelegenheit zunehmend über- strapaziert wird.

Dem langfristigen Denken verpflichtet

Marc Howald, Präsident der Burgergemeinde Langenthal im Gespräch: Werner Kugler

Wie hast Du das UNO Jahr des Waldes 2011 erlebt? Die Burgergemeinde Langenthal hat sich mit einer eigenen Veranstaltung im Rahmen der 1150 Jahre Feier der Stadt Langenthal für das UNO Jahr des Waldes engagiert. An einem Samstag luden wir die Bevölkerung zu einem Event in un- sere Wälder ein. Daneben verfolgte ich laufend die Be- richterstattung von Waldanlässen in den Medien. Als Präsident einer Burger- gemeinde setze ich mich für eine starke Waldwirtschaft gerne ein und informie- re mich regelmässig über die aktuell ge- führten Diskussionen.

Welches waren Deine Hauptanliegen? Als Burgergemeinde sind wir zu einem grossen Teil dem Allgemeinwohl ver- pflichtet. Der gute Kontakt mit all den am Wald interessierten Gruppen - sei- en es Jäger, Pilzfreunde, Sportler oder Waldbesucher - ist mir wichtig. Deshalb haben wir auch einen Anlass gemeinsam mit diesen Kreisen auf die Beine gestellt. Natürlich steht für mich die zielgerichte- te Nutzung des Waldes zur Versorgung der Wirtschaft mit dem Rohstoff Holz im Zentrum des Engagements. Bei unserem Event haben wir aber auch der Fried- wald GmbH die Gelegenheit gegeben, über ihre Anliegen zu informieren.

Wie war das Echo auf den Event? Mich erreichten viele positive Rückmel- dungen. Die Besucher waren sehr zu- frieden und die geführten Gespräche

waren sehr zu- frieden und die geführten Gespräche wurden allgemein als anregend emp- funden. Mit einer

wurden allgemein als anregend emp- funden.

Mit einer Beteiligung von über 100 Per- sonen am Anlass sind wir nur mittelmäs- sig zufrieden. Die breite Bevölkerung konnten wir nicht mobilisieren. Ich füh- re dies auf den Umstand zurück, dass die Langenthalerinnen und Langenthaler mit der Art und Weise wie wir den Wald bewirtschaften zufrieden sind. Bei dem grossen Angebot an gleichzeitig statt-

findenden Anlässen fällt der Waldanlass mit seinem beschränkten Werbebudget erfahrungsgemäss hinten raus. Die Pri- oritäten werden kurzfristig anders ge- setzt. Vor 30 Jahren hätten wir noch einen Grossteil der Bevölkerung mobili- sieren können.

Der Burgerwald ist neben der Holz- produktion ein wichtiger Ort für die Erholung der Langenthalerinnen und Langenthaler. Beschweren sich die Leu- te über die Waldnutzung? Eigentlich nicht. Natürlich kommen von Seiten der Waldbesucher Bemerkun- gen über eher punktuelle Probleme zu mir wie: Wann werden die Löcher in den Strassen endlich geflickt? Wann wer- den die Strassen nach Holzschlägen end- lich gereinigt? Eine Kritik grundsätzli- cher Natur über die Art und Weise der Schlagführung werden eigentlich nur von pensionierten Oberförstern geäus- sert

Deine Wünsche für die Zukunft? Die Bevölkerung soll wissen, wer den Wald pflegt. Sie soll wissen, dass eine ei- gene Forstgruppe diese Arbeiten vor- nimmt. Sie soll wissen, dass wir Lehrlin- ge ausbilden. Sie soll wissen, dass wir für sie Arbeiten ausführen, welche den Waldbesuch erst so attraktiv macht. Sie soll aber auch wissen, dass die Burgerge- meinde dem langfristigen Denken ver- pflichtet ist und dass eine wirtschaftli- che Denkweise allen Entscheidungen zugrunde liegt.

126

F okus

Gebr. Kropf, 3715 Adelboden Tel. 033 673 30 13 Steck AG Bigenthal, 3513 Bigenthal Tel.

Gebr. Kropf, 3715 Adelboden Tel. 033 673 30 13

Steck AG Bigenthal, 3513 Bigenthal Tel. 031 705 10 10

Sterchi Landtechnik AG, 3664 Burgistein-Station Tel. 033 356 17 27 www.sterchi-landtechnik.ch

Napf-Garage, 3557 Fankhaus Tel. 034 495 59 87

Gebr. Würsten, 3780 Gstaad Tel. 033 744 14 79

Hubacher Fritz, 3412 Heimiswil Tel. 034 422 75 00

Käser Agrotechnik AG, 3324 Hindelbank Tel. 034 420 12 50 www.kaeser-agrotechnik.ch

Bernhard Garten- u. Forst-Technik, 3210 Kerzers Tel. 031 755 52 80

Rawyl Garage AG, 3775 Lenk i.S. Tel. 033 733 10 59

Garage Linder Linden AG, 3673 Linden Tel. 031 771 04 08

Mathys Landtechnik GmbH, 3421 Lyssach Tel. 034 445 25 42

Jutzeler Markus, 3765 Oberwil Tel. 033 783 11 71

Ramseyer Landtechnik AG, 3088 Rüeggisberg Tel. 031 809 02 83 www.ramseyer-rueggisberg.ch

E. Weber + Co., 3128 Rümligen Tel. 031 809 12 09

Garage Meister AG, 3365 Seeberg Tel. G: 062 968 11 86 www.meister-seeberg.ch

Liechti Hans, 3534 Signau Tel. 034 497 10 41

Wolf AG, 3700 Spiez Tel. 033 654 75 54

Perren Max, 3772 St. Stephan Tel. 033 722 22 57

Bieri Walter, 3618 Süderen Tel. 033 453 25 00

Wingeier Alfred, 3555 Trubschachen Tel. 034 495 52 47

Steiner Landtechnik, 3472 Wynigen Tel. 034 415 13 63 www.ulrich-steiner.ch

Lüscher AG, 3532 Zäziwil Tel. 031 711 11 79

F. Ramseier AG, 3634 Zollbrück Tel. 034 496 33 33 www.razo.ch

Wiedmer Landmaschinen GmbH, 3756 Zwischenflüh Tel. 033 684 15 36

AG, 3634 Zollbrück Tel. 034 496 33 33 www.razo.ch Wiedmer Landmaschinen GmbH, 3756 Zwischenflüh Tel. 033

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Gedanken zum Wald im internationalen Jahr des Waldes

von Rolf Kloter, Eggiwil

Was bedeutet das internationale Jahr des Waldes für einen langjährigen Re- vierförster wie dich? Das internationale Jahr des Waldes soll- te für gutes Lobbying für den Wald ge- nutzt werden. Die Anlässe für Kinder und Jugendliche sind besonders wichtig, eine Investition in die Zukunft.

Hast du im Revier besondere Aktivitä- ten auf Grund des internationalen Jahr des Waldes gehabt? Ja, in Zusammenarbeit mit der Waldab- teilung 4 habe ich an zwei viel begange- nen Waldwegen Tafeln aufgestellt, de- ren Hauptbotschaft „Wir sind zu Gast im Wald“ lautet. Es soll die Waldbesucher über Besitzverhältnisse aufklären und richtiges Verhalten im Wald aufzeigen. Zudem habe ich gemeinsam mit der Oberemmentalischen Holzverwertungs- genossenschaft an der Gewerbeausstel- lung Signau einen „Waldstand“ betreut.

Hast du irgendwelche Reaktionen zu den aufgestellten Informationstafeln gehabt? Direkte Reaktionen sind keine bei mir eingegangen. Ich gehe davon aus, dass die Inhalte klar waren und die Leser kei- ne Fragen hatten.

Wurdest du von Waldbesitzern oder Waldbesuchern auf das internationale Jahr des Waldes angesprochen? Nein, aber viele Waldbesitzer befas- sen sich intensiv mit dem Wald und sind über diese Aktion via Presse u.ä. im Bild.

Wald und sind über diese Aktion via Presse u.ä. im Bild. Rolf Kloter, Förster im Revier

Rolf Kloter, Förster im Revier 408

Gemeinden Eggiwil und Schangnau

Waldfläche ca. 3‘300 Hektaren

Privatwald

ca. 90%

Wie ist der Stellenwert des Waldes für Waldbesitzer? Für die meisten Waldbesitzer in meinem Revier hat der Wald einen sehr hohen Stellenwert. Das Interesse an der Be- wirtschaftung, Jungwaldpflege, Forst- schutz, Erschliessung und Holznutzung, ist gross. Ein hoher Anteil der Privat- waldfläche wird durch den Besitzer sel- ber bewirtschaftet und ist für ihn ein Teil des finanziellen Einkommens.

Wie ist der Stellenwert des Waldes für die gesamte Bevölkerung im Revier? Auch bei der gesamten Bevölkerung ist der Stellenwert des Waldes hoch. Das Verständnis für waldbauliche Eingriffe ist vorhanden. Zum Beispiel wurde ich von etlichen Waldbesuchern auf eine Holzerei bei einem Biodiversitätspro- jekt im Schachenwald angesprochen. Was die Holzerei bezwecke und es sehe gut aus. Auch klar ist, dass der Wald eine wirtschaftliche Bedeutung hat.

Was hat das Internationale Jahr des Waldes dazu beigetragen? Was diese Kampagne beigetragen hat, ist momentan schwierig zu sagen. Mit- telfristig wird es sicher Wirkung haben.

Was sind deine persönlichen Gedanken zu dieser Idee des internationalen Jahr des Waldes? Ein Jahr des Waldes ist eher zu kurz. Es würde ein Jahrzehnt des Waldes brau- chen, damit dem Wald nicht die Gefahr droht, in Vergessenheit zu geraten.

kurz. Es würde ein Jahrzehnt des Waldes brau- chen, damit dem Wald nicht die Gefahr droht,

128

F okus

Köpfe und Gedanken zum Wald, im internationalen Jahr des Waldes

Lukas Bürki ist selbständiger Unter- nehmer aus Faulensee b. Spiez und Mitglied beim Verband Berner Forstper- sonal VBF.

Lukas, wie bist du zum Beruf Forstwart gelangt? Dank unserer Holzheizung und dem ei- genen Wald. Ich bin so bereits sehr früh in Kontakt mit forstlichen Arbeiten ge- kommen. Für mich gab es bei der Berufs- wahl nie eine andere Alternative.

Was bedeutet dir der Wald? Sehr viel. Einerseits als Erholungsraum in der Freizeit, aber auch als „Brotge- ber“ beruflich. Der Wald ist in seiner ganzen Komplexität und als Ökosystem sehr faszinierend. Die Arbeiten im Ge- birgswald begeistert mich immer wieder aufs Neue, wie zB. das Ausformen eines stabilen Schutzwaldes.

Was siehst du als Chance für die Zu- kunft in unserer Branche? Der Erneuerbare und Co2 neutrale Roh- stoff Holz wird in Zukunft noch ver- stärkt gefragt sein. Einerseits im Ener- giesektor, andererseits im Bereich der Walderhaltung wie zB. bei der Jung- waldpflege. Hier sehe ich persönlich ein grosses Potential.

Was ist wichtig in deinen Augen? In meinen Augen ist Öffentlichkeitsar- beit sehr wichtig. Gerade als Forstwart wird man in der Gesellschaft viel zu we- nig wahrgenommen, teilweise sogar als „Naturzerstörer“ dargestellt. Die Zu- sammenhänge im Wald müssen den Leuten nähergebracht werden. ZB. dass alte Bäume weichen müssen, damit jun- ge Bäume wachsen können. Noch eine wichtige Anmerkung: Die modernen Maschinen welche heute in der Walbe- wirtschaftung eingesetzt werden, die- nen nicht nur der Rationalisierung, son- dern auch zur Schonung des Waldes und zur Sicherheit der waldarbeitenden Per- sonen.

Bringen wir die Faszination Wald und Waldbewirtschaftung der Gesellschaft

heute näher, so können wir auch Mor- gen auf sie zählen.

heute näher, so können wir auch Mor- gen auf sie zählen. Angaben zur Person Jahrgang 1990

Angaben zur Person Jahrgang 1990 Lehre als Forstwart mit Berufsmatura Gründung einer eigenen Forstunter- nehmung Weiterbildungen im Bereich von Spezi- alarbeiten, zB. Arbeiten am Seil Hobbies: Bergsport, Trial

Markus Bürki, 52, Roggwil, Revierförs- ter und Betriebsleiter seit 28 Jahren

Hat das internationale Jahr des Waldes für dich eine besondere Bedeutung? Nicht speziell, für mich ist jedes Jahr «Jahr des Waldes». Ich arbeite schon so lange und gerne im Wald, dass das 2011 für mich so wichtig ist wie alle anderen Jahre auch. Das Spezielle am 2011 ist na- türlich, dass der Wald dieses Jahr im Fo- kus der Öffentlichkeit steht.

Was beschäftigt dich besonders im Jahr

2011?

Dass es ein internationales Jahr braucht, damit das Thema Wald in diesem Um- fang in der Öffentlichkeit thematisiert wird. In anderen Gewerbe- und Indust- riebranchen zahlt die Branche vergleich- bare Kampagnen jährlich aus der Porto- kasse.

Was ist im Wald heute besser als frü- her? Der technische Fortschritt, die Mecha- nisierung und die Gesunderhaltung der

Mitarbeiter. Ich denke da an die Rücke- fahrzeuge, bei denen man schier auf die Motorhaube sitzen musste, um ein Ab- heben des Fahrzeuges unter Last zu ver- hindern. Oder an den Aluhelm, der vor dem Kunststoffhelm noch verwendet wurde. Auch das Verhältnis zu den Kun- den ist heute weniger distanziert als frü- her, da kam etwa noch der «Herr Säger» in den Wald.

Was war früher besser als heute? Heute herrscht viel Kostendruck und Hektik. Bei der Waldarbeit geben nicht mehr die Menschen sondern die Maschi- nen das Tempo an. Einige Traditionen sind aus zeitlichen Gründen verschwun- den. Früher war es normal, dass ein Mit- arbeiter jeweils um 11.30 Uhr die Bara- cke eingefeuert und für die anderen in der Gamelle schon mal das Essen vorbe- reitet hat.

Was wünschst du dir in Zukunft für den Wald? Ich wünsche mir, dass der Stellenwert des Waldes mit all seinen Funktionen in der Bevölkerung und somit auch in der Politik grösser wird. Damit sollte auch eine Lösung für die Inwertsetzung der öffentlichen Waldleistungen wie Trink- wassergewinnung, Lärmschutz, Erho- lung, Wasserhaushalt usw. gefunden werden können.

wie Trink- wassergewinnung, Lärmschutz, Erho- lung, Wasserhaushalt usw. gefunden werden können. Markus Bürki

Markus Bürki

129 Forstliche NeuigkeiteN

Teilrevision des Kantonalen Waldgesetzes (KWaG)

Regierungsrat des Kantons Bern

Der Regierungsrat will die gesetzlichen Grundlagen anpassen, damit der Wald seine vielseitigen Funktionen auch in Zukunft erfüllen kann. Seit dem 2. De- zember 2011 läuft deshalb eine öffentli- che Vernehmlassung zur Teilrevision des KWaG.

Mehrwertabschöpfung bei Waldrodun- gen: Die neu konzipierte Mehrwertab- schöpfung setzt die Vorgaben der eid- genössischen Waldgesetzgebung besser um. Sie zielt darauf ab, den Rodungs- druck auf das Waldareal zu senken. Die abgeschöpften Mittel sollen von den Gemeinden erhoben und wieder dem Wald zugeführt werden. Delegation von Ausgabenbefugnis- sen: Bei grossen Schadenereignissen sol- len künftig die not- wendigen Kredite für zeitlich dringen- de Massnahmen ra- scher und unbüro- kratischer bewilligt werden können. Da-

durch können beschädigte wichtige In- frastrukturen wieder instand gestellt und Folgeschäden für den Wald verhin- dert werden. Die Vernehmlassung dauert noch bis zum 2. März 2012. Die Unterlagen sind im Internet unter www.be.ch/web/vero- eff-geschaefte-vnl?redirected=true ver- fügbar.

Sie beinhaltet neben Anpassungen an das Bundesrecht, insbesondere im Be- reich NFA, folgende Schwerpunkte:

Kantonaler Waldplan: Die seit 1998 ein- geführten Regionalen Waldpläne ha- ben sich bewährt. Es hat sich aber ge- zeigt, dass eine gesamtkantonale Basis fehlt. Mit dem Kantonalen Waldplan sollen die Planungsgrundlagen verein- heitlicht und die Verfahren vereinfacht werden.

Aktualisierte Schutz- waldhinweiskarte ab 1. Januar 2012

Aktualisierte Schutz- waldhinweiskarte ab 1. Januar 2012 Amt für Wald des Kantons Bern Ab Januar 2012

Amt für Wald des Kantons Bern

Ab Januar 2012 wird im Kanton Bern eine aktualisierte Schutzwaldhinweis- karte eingeführt. Das Amt für Wald (KAWA) hat die Schutzwaldfläche an- hand einheitlicher Kriterien neu be- rechnet. Die Kriterien sind im Rahmen des Bundesprojekts „SilvaProtect“ erar- beitet worden. Die Schutzwaldbezeich- nung soll damit gesamtschweizerisch harmonisiert werden.

Im Vergleich zur letzten Berechnung im Jahr 1997 ist die Schutzwaldfläche des Kantons Bern geringfügig kleiner ge- worden. Die Schutzwaldhinweiskarte dient als Grundlage für die Abgeltun- gen in der Schutzwaldpflege.

Die aktualisierte Karte ist ab 10. Janu- ar 2012 auf dem Geoportal des Kantons verfügbar (be.ch/geoportal > Karten > Kartenangebot > Schutzwaldhinweis- karte 2012).

130 Aus bern und den regionen

Der Wald ist Teil unserer Volkswirtschaft

Ulrich Steiner, Bild und Text

Im Rahmen des Internationalen Jahr des Waldes hat in Ranflüh eine Besich- tigung der verschiedenen Holzsorti- mente stattgefunden. Der Emmentaler Wald- und Holzsektor beschäftigt rund 4000 Personen. Das Säge- und Hobel- werk Brand Reber AG in Zollbrück ver- arbeitet pro Jahr beispielsweise 40`000 Kubimeter Rundholz.

„Unsere Wälder erfüllen nicht nur wich- tige Umweltleistungen wie Schutz und Erholung, sondern sind auch ein bedeu- tender Wirtschaftsfaktor. Im Emmental wachsen pro Jahr auf gut 20`000 Hekta- ren Wald etwa 220`000 Kubikmeter Holz nach. Die hiesige Holzbranche beschäf- tigt 4000 Personen“, informierte Ober- förster Walter Marti Ende November an der Medienorientierung der Waldabtei- lung 4 Emmental.

an der Medienorientierung der Waldabtei- lung 4 Emmental. Heizungsfachmann Hans Sommer aus Wasen (links) und

Heizungsfachmann Hans Sommer aus Wasen (links) und Holzkäufer Hanspeter Röthenmund aus Zollbrück

Im Spätherbst wurden oberhalb der Wannenfluh zwischen Ramsei und Ran- flüh in steilem Gelände über 800 Kubik- meter Holz geschlagen. Die beiden Pri- vatwald-Besitzer wollten damit ihren Bestand verjüngen, Brennholz für den Eigenbedarf erhalten und wenn mög- lich noch einen Nettoerlös erzielen.

Seilbahn-Transport Das beauftragte Forstunternehmen Meister (Gohl) transportierte die vor- geasteten Stämme mit einer Seilbahn an den Lagerplatz am Hangfuss. Hier wer- den sie je nach Verwendungszweck in verschiedenen Sortimenten gelagert. „In derartig steilem Gelände werden an Personal und Ausrüstung sehr hohe An- forderungen gestellt. Ziel muss es sein, das anfallende Holz möglichst bestan- des- und bodenschonend zu ernten und ein wirtschaftlich gutes Resultat zu realisieren. Die Arbeitssicherheit hat oberste Priorität“, erklär- te dazu Stefan Meister. Den Holzschlag vergeben und überwacht sowie das Holz vermarktet hat die Emmentaler Wald und Holz GmbH (EWH).

Weisstannen-Starkholz Hanspeter Röthenmund ist technischer Betriebsleiter des Säge- und Hobelwer- kes Brand Reber AG in Zollbrück. Sei- ne Firma konzentriert sich auf das Ein- schneiden und Verarbeiten von jährlich etwa 40`000 Kubikmeter Rundholz. Da- bei handelt es sich vorwiegend um Em- mentaler Weisstannen-Starkholz. An den beiden Standorten Zollbrück und Langnau werden total 55 Mitarbeitende beschäftigt. „Unsere Stärke ist die Her- stellung von Nischenprodukten roh ge- sägt oder gehobelt und eingefärbt für in- und ausländische Märkte. Der Rund- holztransport, ungefähr 2`000 Lastwa- genfuhren pro Jahr, werden an das ein- heimische Transportgewerbe vergeben. Wir sind stolz auf die langjährigen, gu- ten Geschäftsbeziehungen zu den Wald-

besitzern aus der Region“, sagte Hans- peter Röthenmund. Bei der Holzernte fallen zirka 40 Pro- zent des Ertrages als Energieholz an. Mit diesem Thema befasste sich Heizungs- fachmann Hans Sommer aus Wasen. Er engagiert sich seit Jahren für diverse Wärmeverbunde in der Gemeinde Su- miswald. Zusammen verbrauchen diese jährlich 20`000 Kubikmeter Hackschnit- zel und ersetzen damit 1,4 Millionen Li- ter Heizöl. Sommers Fazit lautete daher:

„Die Sonne und der Wald haben ener- giepolitisch eine sehr grosse Zukunft!“

ter Heizöl. Sommers Fazit lautete daher: „Die Sonne und der Wald haben ener- giepolitisch eine sehr

131 Aus bern und den regionen

Waldbesitzerverband Gantrisch

Erwin Munter, Text und Bild

WISLISAU / RÜSCHEGG Der Waldbesit- zerverband Seftigen tritt ab sofort mit dem taufrischen Namen Gantrisch auf. Mit der neuen Bezeichnung lehnt sich der seit 80 Jahren bestehende Verband dem Naturpark Gantrisch an.

Nötig geworden ist der Namenwechsel als Folge der Ämterkumulation. Die Mit- gliederzahl bleibt mit 286 Namen un- verändert. Wie der Präsident, Hans Ha- dorn, die 70 Anwesenden Männer am Donnerstag in der Wislisau ins Bild setz- te, leiden viele Bäume, namentlich die Weisstannen, unter der anhaltenden Trockenheit. Derweil Nadelholz nach wie vor gefragt ist, herrscht im Handel mit Buchenholz immer noch Stillstand. „Fichte und Tanne sind zwar gesucht, aber zu einem Preis von im Schnitt zehn Franken unter demjenigen des Vorjah- res. Zudem wird wieder viel mehr Holz importiert“, machte Urs Minder, Ge- schäftsführer der Bern Gantrisch Holz GmbH, aufmerksam. Wie Gerhard Kip- fer, Präsident der vorgenannten Organi- sation die Anwesenden wissen liess, hat die Vermittlungsorganisation im zuen- de gehenden Jahr um die 20 000 Kubik- meter Holz vermarktet. Dies entspricht

um die 20 000 Kubik- meter Holz vermarktet. Dies entspricht Erich von Siebenthal, Präsident der Berner

Erich von Siebenthal, Präsident der Berner Wald- besitzer und Nationalrat

einer Summe von 2,4 Millionen Franken. Nationalrat Erich von Siebenthal, Präsi- dent der Berner Waldbesitzer, verwies auf die Strassensicherheit entlang von Waldwegen. „Passiert darauf ein Unfall, kann neu der Waldeigentümer haftbar gemacht werden“, warnte von Sieben- thal. Im Weiteren tadelte der Politiker die heutige Wald-Wildthematik. Dazu von Siebenthal: „Es darf nicht sein, dass Bund und Kanton der Schutz der Raub- tiere mehr als eine Million Franken wert ist, derweil die Beiträge für das Schul- wesen gekürzt werden“.

die Beiträge für das Schul- wesen gekürzt werden“. Löhne und Anstellungsbedingungen 2012 Am 2.12.11 haben

Löhne und Anstellungsbedingungen

2012

Am 2.12.11 haben die Verbände der Forstunternehmer und des Forstperso- nals die neuen Empfehlungen für An- stellungsverträge verabschiedet sowie der Musterarbeitsvertrag überarbei- tet.

Weiter wird für 2012 eine Lohnemp- fehlung herausgegeben: Anhebung der Löhne um 0.5% generell und 0.5% individuell. Die Basislöhne bleiben un- verändert.

Die Verbände Schweizer Forstperso- nal und Forstunternehmer Schweiz be- dauern sehr, dass der Vorstand von Waldwirtschaft Schweiz nach etlichen Jahren guter Zusammenarbeit am 29.11.11 entschieden hat, sich von den Anstellungsbedingungen und Lohn- empfehlungen zurück zu ziehen.

Zusammenarbeit am 29.11.11 entschieden hat, sich von den Anstellungsbedingungen und Lohn- empfehlungen zurück zu ziehen.

132 Aus bern und den regionen

Anlass der Holzproduzenten Seeland HPS zum Thema Wald und Wild

Eduard Reusser, Geschäftsführer HPS

Am 23. November fand in der Krone Aarberg eine Diskussion zum Thema Wald und Wild statt. Folgende Gäste diskutierten auf dem Podium über das Thema:

– Jürg Schneider, Leitender Oberförster Waldabteilung 7

– Marc Struch, Patentjägerverein See- land

– Romeo de Monaco, Wildhüter

– Stefan Flückiger, Geschäftsführer Ber- nerwald BWB

– Ueli Peter, Forstkommisionspräsident Burgergemeinde Aarberg

Die Diskussion wurde von Eduard Reus- ser, Geschäftsführer HPS geleitet. An der Veranstaltung nahmen rund vierzig HPS-Mitglieder teil.

Waldseitig sind die Forderungen klar dargelegt worden. Allgemein mög- lichst wenige Schäden am aufkommen- den Jungwald, eine flächendeckende Aufrechterhaltung der Waldfunktionen und der Walderhaltung. In Bezug auf die Diskussion der Biodiversität besteht ein Wiederspruch zur Förderung selte- ner Baumarten im Laubholz, der selek- tiven Verbissproblematik, bei den eben gerade zu fördernden Arten. Zwar wird von der Jagdverwaltung Schutzmate- rial zur Verfügung gestellt und die Jä- gerschaft beteiligt sich an Hegemass- nahmen. Diese decken aber in keiner Weise die Aufwendungen die im Wald- bau für den Besitzer entstehen. Die Waldbesitzer sehen sich mit zuneh- menden Ansprüchen der Öffentlich- keit an den Wald konfrontiert. Sie sind nicht mehr bereit weitere Einschränkun- gen hinzunehmen. Sie wollen ihre, in der Verfassung gewährleisteten Grund- rechte gegen Dritte verteidigen. Die Be- wirtschaftung, die Holzproduktion und die ökonomische Entfaltung darf nicht durch weitere Auflagen eingeschränkt werden.

Die Jägerschaft wünscht sich einen ge- sunden und vielfältigen Wildtierbe- stand. Es ist auch nicht in ihrem Inte-

resse, das Wildtiere Schäden im Wald anrichten. Es ist aber ganz eindeutig klar, dass aus ihrer Optik die Wildtiere im Vordergrund liegen. Der Wildhüter bemerkte, dass Schäden bei ihm gemel- det werden können und entsprechend abgegolten werden. Von der Waldsei- te wurde die Wildschadensverordnung kritisiert, da sie so ausgelegt ist, dass ein abzugeltender Schaden laut Verord- nung gar nicht existiert, weil die Verant- wortung zur Vermeidung beim Wald- besitzer liegt. Von Seiten BWB wurde klar signalisiert, dass sich der Erfolg der Jagdverwaltung an den gesetzten Ab- schusszahlen misst. Leider wurden die- se in den vergangenen Jahren nicht er- reicht. Das Jagdmanagement entspricht laut Flückiger nicht den Wünschen der Berner Waldbesitzer, vielerorts sei es im Kanton Bern aufgrund der Wild- dichte nicht mehr möglich zum Beispiel die Weisstanne zu verjüngen. Der BWB wünscht sich zukünftig keine Jagdfolk- lore sondern ein professionelles Wild- tiermanagement welches die Zielset- zungen der Jagdverwaltung imstande ist durchzusetzen. Die Vertreter der Jagd mochten sich zu den Vorwürfen an die Jagdverwaltung nicht äussern, da auch niemand von der Verwaltung an- wesend war, blieben die Feststellungen teilweise unbeantwortet. Herr de Mo- naco äusserte sich dahingehend, dass er als Vollzieher und Überwacher der Jagd- gesetzgebung das bestmöglichste leiste um mit der Jägerschaft die Zielsetzun- gen zu erfüllen. Er machte aber auch da- rauf aufmerksam, dass der Jagd schlicht- weg der Nachwuchs fehle und die Jäger sich ihre Jagdgebiete selber aussuchen. In schwierigen und unwegsamen Gelän- de würde dementsprechend weniger gejagt. Er forderte die Waldbesitzer auf, selbst den Jagdlehrgang zu absolvieren und sich aktiv an der Jagd zu beteiligen. Herr Peter stellte fest, dass sich das Wild vom Eigentum der Waldbesitzer er- nährt, in dessen Wald wohnt und ohne

Einflussmöglichkeiten des Waldbesit- Realität. Im Mittelland wünschen sie

zers reguliert wird. Jäger befahren die Waldstrassen, erlegen ihr Wild und sind

ihn nicht, da die natürlichen Feinde feh- len. Es wurde auf die Problematik die-

Am Schluss der Diskussion wurde das Thema Hirsch im Mittelland thema- tisiert. Für die Jägerschaft ist es wün- schenswert, dass der Hirsch im Mittel- land Einzug hält. Die Wildhut äussert sich wenig optimistisch, dass der Hirsch in geraumer Zeit in grosser Anzahl ein- ziehen wird. Es hätte schon vor Jah- ren Hirsche hin und wieder das Mittel- land aufgesucht, nie habe sich aber eine grössere Population bilden können. Für die Waldbesitzer ist der Hirsch im Wald

dann auch gleich wieder weg. Der Wald- besitzer ist sozusagen für Kost und Logis verantwortlich kriegt aber dafür weder Miete noch Entschädigung und hätten obendrauf noch Wildschäden zu tragen. Dieser Feststellung konnte niemand wiedersprechen. Sie wiederspiegelt die aktuelle Situation. Obschon zwischen der Jagd und dem Wald im Seeland ein einigermassen gutes Verhältnis besteht muss die Kommunikation in diesem Be- reich verbessert werden. Auf die Frage des Moderators, ob es nicht sinnvoller wäre, Jagd, Wald, Natur und Naturge- fahren im selben Amt zu vereinen, ka- men keine klaren Voten der betrof- fenen Amtsträger. Einig war man sich aber, egal wo welches Amt auch sei, die Kommunikation spielen müsse.

der betrof- fenen Amtsträger. Einig war man sich aber, egal wo welches Amt auch sei, die

133 Aus bern und den regionen

ses Grosswildes in Schutzwäldern hin- gewiesen, wo ganze Waldungen mit Schutzfunktion wegen dem Hirsch nicht mehr verjüngt werden können. Wann sie zusammenbrechen und durch teure Schutzbauten ersetzt werden müssen ist nur eine Frage der Zeit. Für Flückiger ist ganz klar, dass der Hirsch nicht ins Mit- telland gehört. Im Übrigen sei zuerst ab- zuklären wie und in welcher Höhe die Schäden abzugelten seien, welche den Waldbesitzern entstehen können. Es gehe nicht an, dass Schäden zuerst ent- stehen müssten und man danach über die Verantwortlichkeiten und Modali- täten entscheide! Allgemein wurde das Missverhältnis bei Entschädigungen in der Landwirtschaft und der Forstwirt- schaft kritisiert wenn Schäden durch Wildtiere entstehen. Ein Wolf der Scha- fe reisst wird bejagt und der Schafhalter entschädigt, egal ob Massnahmen zur Schadensvermeidung getroffen wur- den.

Aus der Sicht des Moderators war die Diskussion offen und von gegenseitiger Toleranz geprägt. Im Seeland herrscht zwischen Forstverwaltung, Waldbesit- zern deren Vertreter im BWB, der Jä- gerschaft und der Wildhut, eine intak- te Kommunikationskultur. Man war sich in wichtigen Themen zwar nicht immer einig, befindet sich aber im Dialog. Da von der Jagdverwaltung trotz Anfrage sich niemand für die Diskussion freistel- len konnte (Anfragen blieben unbeant- wortet) kann ich nicht beurteilen wie die Kommunikation innerhalb der Jagd- verwaltung der Wildhut und der Jäger- schaft funktioniert. Die Anwesenden Vertreter haben sich diesbezüglich auch nicht geäussert.

Vertreter haben sich diesbezüglich auch nicht geäussert. Mitteilungen des Vorstandes des Bernischen Forstvereins BFV

Mitteilungen des Vorstandes des Bernischen Forstvereins BFV

Datum

Anlass

 

Hauptversammlung am BWZ Lyss (Beginn 14.00 Uhr)

Fr 16. März 2012

– Statutarische Geschäfte

– Die Fachstelle Waldbau: Ziele - Mittel Projekte

Vortrag von Dr. Peter Ammann, Co-Leiter der Fachstelle

Fr 1./2. Juni 2012

Zweitägige Sommerexkursion ins Wallis (mit Partner/in) Zusammen mit dem Verband Berner Forstpersonal (VBF)

Do 8. Nov. 2012

Herbstveranstaltung an der SHL in Zollikofen (17.00 - 19.00 Uhr) Forschungsprojekte im Bereich Wald

www.bfb.sfb.ch

19.00 Uhr) Forschungsprojekte im Bereich Wald www.bfb.sfb.ch Mitteilungen des Bernischen Forstpersonals Datum Anlass

Mitteilungen des Bernischen Forstpersonals

Datum

Anlass

28.

Januar 2012

Forstliche Skimeisterschaften in Zweisimmen

16.

- 18. März 2012

Holztage Frutigen

1./2. Juni 2012

Reise VBF und BFV ins Wallis

 

6. Juni 2012

HV VBF in Lyss

17. August 2012

Weiterbildungskurs VBF in Lobsigen

Und schlussendlich wäre es bei weitem sinnvoller und effizienter, Den Wald, die Jagdverwaltung, das Amt für Natur und die Naturgefahren in einer Verwal- tung zu vereinen. Wir könnten uns vie- les ersparen und weitgehend effizien- ter arbeiten. Schliesslich repräsentiert der Wald dreissig Prozent der Kantons- fläche und erfüllt wichtige Funktionen die in der Raumentwicklung von Be- deutung sind. Also ist es nachvollzieh- bar, dass sich Tätigkeiten die sich im sel- ben Raum abspielen, unter dem Dach des Waldes befinden, denn ohne Wald kein Wild.

dem Dach des Waldes befinden, denn ohne Wald kein Wild. Mitteilungen der Berner Waldbesitzer BWB Datum

Mitteilungen der Berner Waldbesitzer BWB

Datum

Anlass

16.

Feb. 2012

Erweiterte Präsidentenkonferenz, 09.00 - 12.00 Uhr

26.

Okt. 2012

Hauptversammlung BWB, 13.00 - 15.00 Uhr

laufend Neuigkeiten auf www.bernerwald.ch

134

P ublikationen

134 P ublikationen 14. SWISS FORST Meisterschaften Alpin und Nordisch 28. Januar 2012, Zweisimmen/Lenk BE CHAMPIONNATS
134 P ublikationen 14. SWISS FORST Meisterschaften Alpin und Nordisch 28. Januar 2012, Zweisimmen/Lenk BE CHAMPIONNATS
134 P ublikationen 14. SWISS FORST Meisterschaften Alpin und Nordisch 28. Januar 2012, Zweisimmen/Lenk BE CHAMPIONNATS

14. SWISS FORST Meisterschaften

Alpin und Nordisch

28. Januar 2012, Zweisimmen/Lenk BE

CHAMPIONNATS SUISSE de ski alpin et nordique des forestiers 28. janvier 2012, Zweisimmen/Lenk BE

Ort:

Alpin: Talstation Rinderberg, 3770 Zweisimmen Nordisch: KUSPO Kultur- und Sportzentrum, 3775 Lenk

Alpin: Rinderberg, station de base, 3770 Zweisimmen Nordique: centre KUSPO, 3775 Lenk

Disziplinen Langlauf: Start ab 10.00 Uhr (freie Technik, Massenstart) Alpin: 1. Lauf: 10.30 Uhr / 2. Lauf: 14.00 Uhr Mittagessen: Bergstation Rinderberg, exklusiv Getränk Rennbüro Alpin: Ab 08.00 Uhr bei der Talstation Rinderberg, 3770 Zweisimmen Rennbüro Nordisch: Ab 08.30 Uhr beim KUSPO Kultur- und Sportzentrum, 3775 Lenk

Teilnehmer: Mitarbeiter von Forstbetrieben, Forstunterneh- mungen, Forstämtern usw. sowie deren Angehörige Kategorien:

Discipline:

Nordique: départ 10h00 (technique libre) Alpin: 1ère manche:10h30 / 2ème manche: 14h00

Repas de midi: Rinderberg, station supérieure, repas offert sans les boissons Bureau des courses: Alpin: Dès 08h00 à la station de base Rin- derberg, Zweisimmen Nordique: Dès 08h30 au centre KUSPO, 3775 Lenk

Qui peut participer: les collaborateurs des entreprises fores- tières, des offices forestiers, etc., ainsi que leurs familles Catégories:

Langlauf: Kinder bis 15 J. 5 km

LK

Nordique: Enfants jusqu’à 15 ans

5 km

LK

Damen, 16 J. und älter 5 km

LD

Dames, 16 ans et plus

5 km

LD

Herren 1, 16 – 40 J 10 km

LH1

Hommes 1, 16 – 40 ans

10 km

LH1

Herren 2 , 41 J. und älter

10 km

LH2

Hommes 2, 41 ans et plus 10 km

LH2

Alpin: Kinder bis 15 J.

K

Alpin: Enfants jusqu’à 15 ans

K

Damen / Juniorinnen (1 Kat.)

D

Dames et juniors filles (1 catégorie) D

Junioren / Lehrlinge 16 – 19 J. (Jg 93 – 96)

J

Juniors/Apprentis 16-19 ans (années 93-96)

Herren 1, 20 – 40 J. (Jg 72 – 92)

H1

Hommes 1, 20 - 40 ans (années 72-92) H1

Herren 2, ab 41 J. (ab Jg 71)

H2

Hommes 2, 41 ans et plus (dès 1971) H2

Snowboard: Nur 1 Kategorie

SB

Snowboard:(1 seule catégorie) SB

Anmeldung an: Waldabteilung 2, Swiss Forst Meisterschaf- ten, Micha Trauffer, Krattigstrasse 48, 3700 Spiez / micha. trauffer@vol.be.ch

Abendprogramm: Ab 16.30 Uhr Apéro mit Rangverkündi- gung im Bergrestaurant Gobeli (Mittelstation Rinderberg), anschliessend Nachtessen, musikalische Unterhaltung, ab ca. 22.30 Uhr beleuchtete Talabfahrt mit Skis oder Bergbahn.

Inscriptions:

ten, Micha Trauffer, Krattigstrasse 48, 3700 Spiez / micha. trauffer@vol.be.ch

Waldabteilung 2, Swiss Forst Meisterschaf-

Programme du soir: Dès 16h30: apéritif et proclamation des résultats dans le Bergrestaurant Gobeli (station intermédiaire du Rinderberg), ensuite souper, divertissement musical. Dès 22h30, environ, descente illuminée dans la vallée avec les skis ou télécabine.

Kosten:

Ohne Nachtessen

Mit Nachtessen

Langlauf

SFr. 55.00

SFr. 80.00

Coûts:

sans souper

avec souper

Alpin, Erwachsene

SFr. 65.00

SFr. 90.00

Ski nordique

SFr. 55.00

SFr. 80.00

Alpin, Junioren/Innen,

SFr. 55.00

SFr. 80.00

Alpin, adultes

SFr. 65.00

SFr. 90.00

Lernende

Juniors/Apprentis SFr. 55.00

SFr. 80.00

Kinder

SFr. 30.00

SFr. 50.00

Enfants

SFr. 30.00

SFr. 50.00

Zahlbar bei Anmeldung auf Konto: Raiffeisenbank Ober- simmental, Swiss Forst Meisterschaften Alpin und Nordisch, IBAN: CH62 8085 6000 0047 6695 1 Versicherung: zu Lasten Teilnehmer Für weitere Informationen bezüglich Übernachtungen, steht Ihnen Frau Pia Hörler, Zweisimmen Tourismus zur Verfügung. Tel: 033 722 11 33, Mail: pia.hoerler@zweisimmen.ch

A payer avec l’inscription à: Raiffeisenbank Obersimmental, Swiss Forst Meisterschaften Alpin und Nordisch, IBAN: CH62 8085 6000 0047 6695 1, Madame Pia Hörler, Zweisimmen tourisme, est à votre dispo- sition pour d’autres informations relatives aux réservations de chambres. Tel: 033 722 11 33, Mail: pia.hoerler@zweisim- men.ch

135

E ditorial

ONU – Année internationale de la forêt – rétrospective

Werner Kugler, président association forestière bernoise

Werner Kugler, président association forestière bernoise De nombreuses manifestations liées au thème de la forêt

De nombreuses manifestations liées au thème de la forêt ont eu lieu un peu partout durant cette année qui touche à sa fin. D’innombrables personnes, asso- ciations, exploitants forestiers et propri- étaires de forêts ont pris à cœur l’appel de l’OFEV d’entrer en contact avec la po- pulation durant l’Année internationale de la forêt.

La consultation du calendrier des ma- nifestations publiées sur le site www. wald2011.ch a demandé un certain temps aux lecteurs intéressés pour faire le tour des propositions. Les différents événements ont été largement com- mentés par de nombreux articles dans les médias. D’après la couverture des manifesta- tions dans les médias ou en abordant le thème de la forêt avec les participants, on constate que son état et les métho- des d’exploitation sont perçus positi- vement. Généralement, on apprécie la forêt comme lieu de détente, et l’on fait preuve d’une grande compréhension quant à la nécessité d’exploiter le bois, tout en valorisant le travail des profes- sionnels de la forêt. Bien sûr, certaines voix critiques, qu’il ne faut pas surévalu- er, s’élèvent parfois.

blèmes. Ils doivent absolument être traités de manière prioritaire. La révi- sion de la Loi cantonale sur les forêts offre une bonne opportunité. Les pro- positions qui traitaient des thèmes pré- cédemment mentionnés ont été éla- borées et largement appuyées par un

de confiance qui nous est témoignée groupe d’accompagnement. Ces propo-

sitions ont cependant été biffées du pro- jet de loi…

«Ils savent ce qu’ils font». Nous pouvons, en tant que spécialistes de la forêt, être reconnaissants de cette grande marque

A juste titre, on peut affirmer que la po- pulation accorde une grande confiance aux propriétaires de forêts et aux exploi- tants. On entend souvent l’expression :

!! La crise financière et bancaire nous montre jusqu’où une perte de confiance peut mener.

Alors tout va pour le mieux dans la forêt bernoise ? Nous, entrepreneurs fores- tiers et propriétaires de forêt, savons que ce n’est naturellement pas le cas. La problématique des néophytes : la propagation calamiteuse des plantes al- logènes (impatiente glanduleuse, Budd- leja ou arbre à papillons, renouée du Ja- pon), occasionne aux propriétaires de forêt des frais supplémentaires qui ne sont pas indemnisés : pour la Bourgeoi- sie de Berthoud, les coûts à l’hectare de surfaces exploitées est de l’ordre de 5.- à 10.- CHF/ha.

Je souhaite à toutes les lectrices et lecteurs de la Forêt bernoise un bon départ pour 2012.

La problématique de l’abroutissement : il n’est toujours pas possible, dans la majorité des régions du Mitteland, d’obtenir un rajeunissement naturel des feuillus, sans une protection contre les dégâts du gibier. 5.- à 10.- CHF/ha ne suf- fisent pas pour couvrir les frais liés à ces protections.

La problématique des manifestations en forêt : la mode est aux nouveaux sports en forêt qui prennent un essor ra- pide : course d’orientation à vélo, cani- VTT (bike-jöring), course avec des chiens de traîneaux, etc. Ces sports sollicitent non seulement les chemins en dur, mais le «fun de la chose» qui est justement d’utiliser les pistes, les layons de débar- dage ou les sentiers…

Ces thèmes ont été discutés durant les manifestations liées à l’Année inter- nationale de la forêt de l’ONU. Les mé- dias ont toutefois peu relaté ces pro-

136

Communi C ations

Lancement de la campagne «Notre bois, notre fierté»

Office fédéral de l‘environnement OFEV

Berne, 31.10.2011 - C’est aujourd’hui qu’a lieu le lancement de la nouvelle campagne de l’Office fédéral de l’envi- ronnement «Notre bois, notre fierté». Par cette opération, la Confédération veut inciter à une utilisation systéma- tique et durable du bois de nos forêts et renforcer son acceptation par le public.

Chaque année, la quantité de bois qui pousse dans les forêts suisses est supé- rieure à celle qui y est récoltée. De plus, nos forêts sont exploitées dans le res- pect de la nature. Nous pouvons donc accroître l’exploitation de la matière première bois. C’est ce que l’Office fédé- ral de l’environnement (OFEV) veut pro- mouvoir, tout en sensibilisant la popula- tion à cette thématique.

de l’énergie et aux nouvelles tendances dans la construction (société à 2000 watts, constructions respectueuses du climat). Et lorsque la quantité de bois ré- colté augmente, le potentiel de conflits sur les lieux de coupe suit la même courbe. Ce d’autant plus qu’en hiver aussi, la forêt est très visitée puisqu’un tiers de la population déclare s’y rendre au moins une fois par semaine. La campagne met en avant le lien entre la forêt et l’utilisation du bois. Même si tant la forêt que les principaux exemples d’utilisation du bois sont connotés posi- tivement, le public réagit généralement avec inquiétude et incompréhension à une coupe de bois, parce qu’il associe cette dernière au défrichement des fo- rêts tropicales, à la surexploitation et aux déprédations.

La campagne fait en outre état des autres aspects utilitaires de l’économie forestière et du bois, comme la protec- tion du climat. En effet, la forêt suisse stocke davantage de CO2 qu’elle n’en émet. Le bois récolté et utilisé dans la construction, par exemple, a deux effets positifs sur le climat : tout d’abord, le CO2 est conservé pendant des décennies dans les éléments de construction; en- suite les arbres récoltés font de la place aux jeunes peuplements qui, à leur tour, remplissent leur fonction de puits de carbone.

Le plan d’action bois constitue le cadre dans lequel est lancée la campagne na- tionale, qui s’appuiera sur des spots télé- visés, des affiches et une page Facebook. L’objectif de cette action est d’améliorer l’acceptation par le public de l’exploita- tion du bois. L’OFEV gère l’opération en accord avec ses partenaires du secteur bois et forêt.

L’exploitation se limite à la quantité qui re- pousse Pourtant, la loi suisse sur les forêts ne permet aux exploitations fores- tières que de récolter au maximum la quanti- té de bois qui repousse. Par ailleurs, l’écono- mie forestière suisse

Les premiers spots télévisés, qui sont diffusés dès le 31 octobre 2011 dans les

trois langues officielles, sont déjà en exploite depuis long-

avant-première sur Facebook. Vous au- rez également l’occasion de les voir au cinéma. Une campagne d’affichage sui- vra en février 2012, qui se concentre- ra sur l’utilisation du bois et ses avan- tages collatéraux. Alors que démarre la nouvelle saison de récolte du bois, le plan d’action bois met à disposition des panneaux d’informations résistant aux intempéries, des dépliants, ou encore des chablons avec lesquels marquer les arbres et les grumes.

temps la forêt dans le respect de la nature et ne procède à aucun dé- frichement, attitude ré- gulièrement louée au niveau international. Pour toutes ces raisons, la campagne s’intitule «Notre bois, notre fier- té».

Les coupes de bois échauffent les esprits La campagne tient son origine dans la hausse prévue de la demande en bois due au tournant pris dans le domaine

esprits La campagne tient son origine dans la hausse prévue de la demande en bois due

137

Communi C ations

Révision partielle de la Loi cantonale sur les forêts (LCFo)

Office des forêts du canton de Berne

Le gouvernement bernois veut adap- ter les bases légales, afin que la forêt puisse remplir ses diverses fonctions à l’avenir également. C’est la raison pour laquelle une procédure de consultation

publique au sujet de la révision partielle de la LCFo court depuis le 2 décembre

2011.

A côté des adaptations au droit fédé- ral, en particulier dans le domaine de la RPT, elle met un accent principal sur les thèmes suivants :

Plan forestier cantonal : les plans fores- tiers régionaux, introduits depuis 1998, ont fait leurs preuves. Par contre, il est apparu qu’une base pour l’ensemble du Canton faisait défaut. Par le biais du

Plan forestier cantonal, les bases de pla- nification se verront unifiées et les pro- cédures simplifiées.

Prélèvement de la plus-value lors de défrichements forestiers : la nouvelle conception du prélèvement de cette plus-value permet de mieux prendre en compte les exigences de la législation forestière fédérale. Elle vise à diminuer la pression des défrichements sur l’aire forestière. Les montants prélevés doi- vent être perçus par les communes et réaffectés au profit de la forêt.

Délégation de compétences financières (dépenses) : lors d’événements domma-

geables majeurs, les crédits nécessaires pour des mesures urgentes doivent à l’avenir pouvoir être libérés plus rapide- ment et de manière moins bureaucra- tique. De cette façon, des infrastructures importantes ayant subi des dommages pourront être remises en état et les fo- rêts préservées de dégâts consécutifs.

La consultation publique dure encore jusqu’au 2 mars 2012. Le dossier qui s’y

rapporte est disponible sur internet sous le lien :

www.be.ch/web/fr/veroeff-geschaefte-

vnl?redirected=true

Carte indicative des forêts protectrices actualisée à partir du 1er janvier 2012

Office des forêts du canton de Berne

Une carte indicative des forêts protec- trices actualisée entrera en vigueur en janvier 2012 dans le canton de Berne. L’Office des forêts (OFOR) a revu la dé- limitation des surfaces de forêts pro- tectrices, se fondant sur des critères uniformes. Ces derniers ont été établis dans le cadre du projet fédéral «Silva- Protect». La délimitation des forêts pro- tectrices doit ainsi être harmonisée dans toute la Suisse.

La surface des forêts protectrices a lé- gèrement diminué dans le canton de Berne par rapport à la dernière délimi- tation effectuée en 1997. La carte indi- cative des forêts protectrices (état 2009) sert de base aux indemnisations rela- tives à l’entretien de ces forêts.

La carte actualisée sera disponible à par- tir du 10 janvier 2012 sur le géoportail du canton (be.ch/geoportal > Cartes > Offre de cartes > Carte indicative des fo- rêts protectrices 2012).

du canton (be.ch/geoportal > Cartes > Offre de cartes > Carte indicative des fo- rêts protectrices

138 Nouvelles Forestières

Poussières fines issues des chauffages au bois :

le point sur l’état de la technique

Office fédéral de l’environnement OFEV

Berne, 09.11.2011 – Extrait du communi- qué de presse commun de l’OFEV et de Cercl’Air.

En Suisse, 16% des émissions de pous- sières fines proviennent des chauffages au bois. Ces émissions, dangereuses pour la santé, doivent être réduites. Un colloque organisé par l’Office fédé- ral de l’environnement OFEV et Cercl’Air les 8 et 9 novembre 2011 à Ittigen (BE) a permis de faire le point sur les filtres à poussières pour les petits chauffages et d’examiner la mise en œuvre de la légis- lation sur les chauffages au bois.

Le bois est une source d’énergie suisse, renouvelable et neutre du point de vue climatique. La combustion du bois pro- voque cependant des émissions de pous- sières fines néfastes pour la santé, les suies en particulier. C’est pourquoi le plan d’action contre les poussières fines, lancé par le Conseil fédéral en 2006, a été doté d’un volet réservé aux chauf- fages au bois. Pour les petits chauffages (cheminée, chauffage pour un apparte- ment, une maison familiale ou un petit immeuble d’une puissance de moins de 70 kilowatts), un certificat de conformi- té aux valeurs limites de l’ordonnance sur la protection de l’air (OPair) pour les poussières fines et le monoxyde de car-

Améliorer la conception et l’exploita- tion des moyennes et grandes installa- tions Les expériences faites dans le cadre de l’application de l’OPair avec les installa- tions de chauffage au bois de moyennes et grandes tailles montrent que les va- leurs limites en exploitation normale ne sont pas toujours respectées, même pour les nouvelles installations. Dans de nombreux cas, cela est dû à des défauts de conception ou de gestion des instal- lations. C’est pourquoi les mesures dans le domaine de l’assurance de la qualité revêtent une grande importance pour réduire les émissions de poussières fines de ces installations.

Petits chauffages au bois : tout d’abord les utiliser correctement Le colloque a montré qu’il existe un grand écart entre les bons - du point de vue de la protection de l’air - et les mauvais petits chauffages au bois. Les émissions de poussières fines des petits chauffages peuvent cependant être ré- duites de manière efficace en veillant au bon état de l’installation, en l’utili- sant de manière adéquate et en brûlant les bons combustibles (voir lien sur la fiche de l’OFEN). Les systèmes de filtres

Les installations de moins de 70 kW re- présentent un défi majeur. Dans la plu-

développés actuellement fonctionnent part des cantons, des contrôles vi-

suels ont permis de garantir qu’elles ne soient exploitées qu’avec les bons com- bustibles (pas de déchets, uniquement du bois sec). Mais de grandes quantités d’émissions sont également produites par les petits chauffages dont la tech- nique ne correspond plus à l’état le plus récent. Pour que leur assainissement soit possible à l’avenir, il est nécessaire d’introduire une obligation de mesurer les émissions au moyen d’une méthode appropriée, à l’instar des chauffages à huile d’il y a quelques temps. Des essais pilotes sont déjà en cours dans certaines régions de Suisse.

principalement par séparation électros- tatique. Ces systèmes ne peuvent être installés que sur des installations où la combustion se fait proprement et com- plètement. L’Allemagne, pour sa part, a récemment introduit un système d’in- citation encourageant l’amélioration technique des chauffages et des sys- tèmes de captage de poussières, tout en mettant en vigueur des valeurs limites d’émissions plus basses pour les installa- tions, y compris celles déjà existantes.

bone a été introduit en plus des normes européennes. Pour les installations de plus de 70 kilowatts, des valeurs limites d’émission plus basses sont progressive- ment introduites, les premières en 2007 et les dernières en 2012.

les premières en 2007 et les dernières en 2012. Chauffage à copeaux mo- derne de Lignières

Chauffage à copeaux mo- derne de Lignières (NE)

Utilisation du bois énergie en hausse Selon les statistiques de l’énergie du bois 2010 de l’Office fédéral de l’éner- gie, l’utilisation du bois énergie est en hausse. Cette tendance, positive du point de vue de la politique forestière, pourrait se renforcer si le prix des éner- gies fossiles augmentait encore. Pour la Suisse, le défi consiste donc à utiliser ce volume de bois avec le moins pos- sible d’émissions dommageables pour la santé.

139 Nouvelles Forestières

Le pâturage boisé modèle du Jura bernois fêté le samedi 22 octobre 2011 Le lauréat 2011 est la Bourgeoisie d’Evilard

Par Rénald Queloz, ingénieur forestier à la DF8

Nov. 2011. La commission des pâtu- rages boisés du Jura bernois (CPBJB) a organisé en 2011 le concours du pâ- turage boisé modèle pour la 3ème an- née consécutive. Le succès populaire fut moins grand que pour les deux pre- mières éditions car, au délai de dépôt des dossiers, seuls 4 candidats s’étaient présentés. La commission devra en ana- lyser les causes. Après deux visites de terrain, le jury a rendu son verdict et a primé le pâturage boisé de la métairie d’Evilard. Il faut souligner que les 4 can- didats étaient de qualité. Le classement final est serré.

Le règlement utilisé en 2010 n’a pas été modifié. Les 4 critères demeurent les mêmes : agriculture, sylviculture, nature et paysage, tourisme. Chacun peut rece- voir 25 points au maximum.

tourisme. Chacun peut rece- voir 25 points au maximum. La métairie d’Evilard La métairie d’Evilard est

La métairie d’Evilard

La métairie d’Evilard est un grand do- maine, d’un seul tenant, situé principa- lement sur la Commune d’Orvin. D’une superficie de 160 ha, le pâturage boisé s’étend sur le flanc sud de la chaîne du Chasseral, entre 1150 et 1340 m. d’alti- tude. Il héberge le bétail de l’agriculteur ainsi que des génisses en estivage. L’ex- ploitant tient aussi la petite auberge du domaine. Le pâturage a été primé pour la bonne gestion de son herbage, pour les travaux d’améliorations forestiers entrepris, pour le maintien d’un paysage et d’une flore riches et caractéristiques des lieux. Le tourisme est bien géré, no-

tamment en accord les parcs agricoles. Le pâturage boisé a fait l’objet d’une étude scientifique, il y a une dizaine d’années, financée par la Fondation Bristol, et qui constitue en quelque sorte un ancêtre des plans de gestion intégrée (PGI). L’étude a contribué à la réalisation de travaux d’entretien et de mise en va- leur du pâturage boisé. Actuellement, plusieurs PGI sont en cours d’étude dans le Jura bernois. Ils permettront, à moyen terme, une gestion optimale des pâtu- rages boisés.

La CPBJB remercie les candidats pour leur participation au concours et pour leur travail d’entretien des pâturages boisés. Elle remercie aussi la Bourgeoi- sie d’Evilard et les généreux sponsors qui ont donné les moyens financiers de mettre sur pied le concours et la fête du 22 octobre dernier.

Sous un soleil radieux, la commission a remis le prix au lauréat le samedi 22 oc- tobre, dans le cadre d’une manifesta- tion organisée sous la bannière de l’An- née internationale de la forêt. La partie officielle a rassemblé plus de quarante invités, dont plusieurs personnalités po- litiques ainsi que la presse qui a rappor- té l’événement. Cette manifestation a

drainé un public diversifié, représen- ture, Fondation rurale interjurassienne,

tant les divers aspects du pâturage boi-

Nos sponsors : Office cantonal des fo- rêts, Office de l’agriculture et de la na-

La Bourgeoisie d’Evilard a tenu à asso- cier les exploitants du domaine, la fa- mille Meier-Wehrli, à son prix, témoi- gnant ainsi de la reconnaissance de leur travail.

sé. L’après-midi, le public a pu visiter le pâturage boisé tout en suivant les expli- cations fournies par les membres du jury et par deux spécialistes du cheval et des dégâts d’écorçage qu’il occasionne.

Fonds du bois bernois, FMB énergie SA

De gauche à droite : la famille Meier-Wehrli, exploitant agricole, le président de la Bourgeoisie d’Evilard, M. Peter Villars et M. Bernhard Hadorn, garde forestier

exploitant agricole, le président de la Bourgeoisie d’Evilard, M. Peter Villars et M. Bernhard Hadorn, garde

140 Nouvelles Forestières

Forestiers-bûcherons en formation :

soirée d’information

La Commission d’Examens et des Cours interentreprises pour forestiers-bûche- rons (CEC JU-JB), en collaboration avec les services de la formation des niveaux secondaires II du Jura et du Jura bernois, a mis sur pied une soirée d’information à l’attention des apprentis forestiers– bûcherons des deux régions, de leurs parents et de leurs formateurs.

Elle s’est déroulée au CIP à Tramelan le 20 octobre dernier. Le but de cette ren- contre était de faire connaître le dérou-

lement de la formation, tout spéciale- ment pour la partie d’apprentissage qui se déroule en dehors de l’entreprise for- matrice. La partie professionnelle a été abordée par Cédric Huber et Virgile Moll, respec- tivement responsables de la formation dans le canton du Jura et du Jura ber- nois. Christiane Gfeller du ceff de Tra- melan a présenté les branches commer- ciales.

Cette soirée fut une première pour la CEC JU-JB. Elle a rencontré un beau suc- cès : au total 41 personnes y ont partici- pé pour 26 apprentis - de la 1ère à la 3e année - actuellement en formation dans le Jura et le Jura bernois. Après les présentations, les parents ont posé quelques questions. Ils se sont dits satisfaits de pouvoir découvrir les as- pects méconnus de la formation. Il est fort probable que l’expérience sera renouvelée pour les futurs apprentis !

Le Remise du label fédéral « Parc suisse » au Parc régional Chasseral

Parc Chasseral

CP Parc Chasseral, 24 nov. 2011. Un évè- nement peu habituel s’est tenu jeudi soir à l’auditorium du CIP à Tramelan, en présence d’une centaine de partici- pants, dont le conseiller d’Etat du can- ton de Berne Christoph Neuhaus et son homologue neuchâtelois Thierry Gros- jean : la remise du label fédéral « parc suisse » au Parc régional Chasseral, par le Vice-directeur de l’Office fédéral de l’environnement.

Ce label, largement convoité, est attri- bué pour une période de 10 ans. Il est un étendard, symbole des territoires d’ex- cellence de la Suisse. Il met en avant la grande qualité naturelle et paysa- gère de notre région, la pertinence des projets développés et prévus ainsi que notre dynamisme désormais reconnu. Le label ouvre la porte au soutien finan- cier de la Confédération et des cantons de Berne et Neuchâtel, pour réaliser de nombreux projets mettant en valeur nos richesses régionales, tout en préservant un patrimoine naturel et culturel : une déclinaison concrète de développement durable.

Cette remise du label a permis de rappe- ler le long cheminement du projet :

Les premières idées ont ainsi été lancées fin 1997 et une association est créée en

été lancées fin 1997 et une association est créée en septembre 2001, voilà juste dix ans.

septembre 2001, voilà juste dix ans. Pa- rallèlement, un groupe de travail jette les bases d’une première réflexion stra- tégique des axes de développement du massif de Chasseral en matière de pro- tection de la nature, des transports, du tourisme et de l’agriculture. Des pre- miers projets sont développés grâce au soutien financier du dispositif Regio+ :

protection de la crête de Chasseral, iti- néraire VTT, nettoyage de gouffres, ligne de bus Nods-Chasseral.

En décembre 2008, les législatifs des 29 communes approuvent l’adhésion au Parc. Le projet se conforme ainsi à la toute nouvelle Ordonnance fédérale ré- gissant les Parcs en Suisse. Tout le terri- toire communal, dont les localités, font partie du Parc. En décembre 2010, la charte du Parc peut ainsi être approuvée et remise aux autorités cantonales et fé- dérales.

A gauche M. Michel Walthert, Président de l’association « Parc régional Chasseral » et M. Willy Geiger, Vice-directeur de l’Office fédéral de l’environnement

Une fierté pour la région :

Les orateurs ont souligné la chance et la fierté de bénéficier de ce label. Ce label permet de mieux faire rayonner la ré- gion et ce, de manière globale, en fran- chissant sans complexe les limites can- tonales, vision moderne de la réalité géographique, sociale et économique.

Les promoteurs du Parc ont également souligné la grande responsabilité qui leur est confiée. En effet, un parc naturel régional ne génère aucune contrainte, les projets ne peuvent qu’aboutir par la conviction et l’adhésion de tous, chal- lenge de grande ampleur !

Des exemples concrets de projets ont été présentés par l’équipe opérationnelle du Parc : animations pour les écoles, pro- motion nationale d’itinéraires, projet de réseaux écologiques, étiquetage éner- gétique des bâtiments….

Le label « parc suisse », un outil indis- pensable pour notre patrimoine et nos ambitions régionales ! Lien www.parc- chasseral.ch

141

Découverte

Au bout du monde avec Nicolas

Par Nicolas Bessire, ingénieur forestier retraité de la Division forestière 8

5 juillet 2011, jour de mon 65ème anni- versaire. Je quitte définitivement mon travail à midi, après un dernier apéro pris avec tous les collaborateurs de la Division 8 à Tavannes.

A quatre heures, je saisis mon sac à dos avec une charge minutieusement étu- diée et testée depuis une année. Je ferme la porte de la maison à La Neuve- ville derrière moi, la dernière fois pour une demi-année.

Mais à six heures déjà, je m’arrête à Cer- lier dans le Clubhouse de la Société nau- tique pour préparer ma fête. J’ai convié tous mes amis pour fêter mon anniver- saire, le début de ma retraite et mon dé- part. Il y a des représentants de toutes les époques de ma vie.

Et à minuit pile je reprends mon sac, je dis au revoir aux convives et dispa- rais à pied, équipé d’une torche qui me montre le chemin dans la nuit noire, di- rection le bout du monde

le chemin dans la nuit noire, di- rection le bout du monde Et j’avance, jour après

Et j’avance, jour après jour, sur un trajet Bellegarde - Grenoble - Avignon - Mar- seille - Perpignan - Figueras - Barcelona - Tortosa - Teruel - Guadalajara - San Lo- renzo del Escorial - Toledo - Alcaraz - Al- meria - Granada - Ronda - Tarifa - Cadiz où je prends le ferry pour les Islas Cana- rias. Ensuite, d’île en île, j’atteindrai en janvier celle qui est le plus à l’ouest : El Hierro, avec le phare Orchilla : la Fin du Monde.

Pourquoi ? Pourquoi se lancer dans une telle entreprise, avec un certain risque,

beaucoup d’imprévus et plein d’incom- modités ? Et ceci au moment de prendre la retraite, le repos bien mérité ?

Eh bien, je n’ai pas de réponse toute faite. L’idée m’est venue, un jour, je ne sais pas très bien comment. Est-ce Hans avec sa course à pied à Paris, est-ce Hen- ri avec sa traversée de la Suisse qui m’en ont donné l’idée ?

Toujours est-il qu’au début je n’osais pas en parler, surtout pas à mon épouse Do- ris. Mais en fait je n’y croyais pas vrai- ment moi-même. Les Canaries à pied ? 6 mois de marche ? Un peu fou, non ?

Si au début je ne savais pas pourquoi, aujourd’hui les choses sont plus claires :

Après une vie bien réglée, où les dé- cisions sont prises avant tout par les «autres» ou par la «société», j’avais en- fin la possibilité de ne faire que d’après ma tête. Me fixer un but hors du com- mun et d’y aller seul, sans la responsabi- lité de quelqu’un d’autre que moi.

Et de laisser derrière moi tout ce qui m’entoure : le travail par la force des choses, ma ville, mon lac, mes airs, mes divertissements, mon petit confort, mes amis, ma famille, mon épouse (avec son consentement, tout de même !)

Et d’échanger tout ça contre une vie simple, non matérialiste, où les pro-

blèmes sont basiques : par où passer, se procurer à manger, où dormir ? Et mar-

cher, marcher, marcher

ça vide la tête.

Et cette vie de nomade me convient par- faitement. Je vis au jour le jour, utilise les chemins presque introuvables des anciens (même des romains !) Je marche sur les trajets de la transhumance d’an- tan, j’arrive à Algeciras avec les cigognes de toute l’Europe (ce matin j’ai été ré- veillé dans ma tente par une centaine de ces oiseaux craquetant joyeusement dans un pré, ultime halte avant la tra- versée pour l’Afrique : c’est simplement merveilleux !)

Après cette expérience unique, je peux affronter la prochaine partie de ma vie sans contrainte, libre pour quelque chose de nouveau, sans avoir peur du grand vide.

Pour ceux qui voudraient encore suivre mon périple (quoi qu’il touche à sa fin), je tiens un blog, une carte et un album de photos à l’adresse Internet www. bessire.ch/nicolas/nicolas.html

Que le vaya bien y hasta pronto

carte et un album de photos à l’adresse Internet www. bessire.ch/nicolas/nicolas.html Que le vaya bien y

142 E ntr E ti E n

Entretien avec un entrepreneur forestier for- mateur, en relation avec la recherche d’entre- prises formatrices pour forestiers-bûcherons

Simon Rieben, président VBF

Reprise de l’entretien entre Simon Rie- ben, président de l’Association ber- noise du personnel forestier, avec l’en- trepreneur forestier et formateur Alfred Geissbühler de Leuzigen, qui a eu lieu à

fin août 2011 et qui a parut dans la par- tie allemande de Forêt bernoise no 5 –

2011.

SR : Depuis quand formez-vous des ap- prentis ? AG : J’ai commencé à former des ap- prentis en 1982, en partenariat avec le triage forestier. En 1989 j’ai effectué la formation de maître d’apprentissage et depuis lors j’assume toute la formation des apprentis dans mon exploitation.

SR : Qu’est-ce qui vous a amené, en tant qu’entrepreneur forestier, à proposer une place d’apprentissage ? AG : Dans le domaine de la formation, on ne peut pas simplement compter sur les autres. Si l’on veut trouver sur le mar- ché des forestiers-bûcherons formés, il faut agir soi-même. De plus, je travaille volontiers avec les jeunes.

SR : Où se situent les difficultés à inté- grer un apprenti dans une entreprise fo- restière ? AG : Il n’y a aucune difficulté.

SR : Quels sont les avantages pour un entrepreneur forestier qui forme des apprentis ? AG : Beaucoup d’anciens apprentis que j’ai formé travaillent ou ont travaillé un certain temps dans mon exploitation. Lorsque l’on forme des apprentis, tous dans l’entreprise doivent rester jeune d’esprit et à jour dans les connaissances professionnelles. Avoir des apprentis si- gnifie que l’on doit se maintenir au top niveau des matières enseignées.

doit se maintenir au top niveau des matières enseignées. Alfred Geissbühler SR : Comment choisissez-vous votre

Alfred Geissbühler

SR : Comment choisissez-vous votre ap- prenti et à quoi une entreprise fores- tière doit-elle être particulièrement at- tentive ? AG : Les candidats effectuent chacun une semaine de stage au printemps et une autre en hiver. J’observe avant tout leur comportement, la manière dont ils se présentent et leur environnement familial. Les performances scolaires ne sont pas prioritaires.

SR : Qu’est-ce que vous conseilleriez à vos collègues entrepreneurs lorsqu’ils se décident à former des apprentis ? AG : Ils doivent savoir à quelle instance s’annoncer en cas de problèmes. Il est aussi important de savoir avec qui trai- ter, pour obtenir des renseignements dans les aspects administratifs.

SR : La formation actuelle de forestier- bûcheron est-elle encore adaptée aux besoins des entrepreneurs forestiers ? AG : A l’heure actuelle, il y a quelque chose que je ne comprends pas : il n’y a jamais eu autant de campagnes pour la sécurité au travail, pourtant on constate toujours plus d’accidents au travail. Lorsque l’accent est mis sur un thème tel que, par exemple «dégager un lieu de retraite», les autres aspects importants passent au second plan.

SR : En plus des places d’apprentissages de forestiers-bûcherons, des stages pra- tiques avant la HES sont recherchés. A cela s’ajoute un préapprentissage d’une année et nouvellement une attesta- tion fédérale de formation profession- nelle de praticien forestier, pour ceux qui sont en difficultés scolaires. En tant qu’entreprise formatrice, où se situent pour vous les limites de ces possibilités? AG : la difficulté réside avec les stages pratiques d’une année avant l’HES. Du- rant la 1ère année, l’essentiel du temps est consacré à la formation et l’on fi- nance les cours. Ensuite, le stagiaire s’en va. C’est une année qui coûte cher. Lors des 3 ans d’apprentissage, avec un bon apprenti on récupère durant la 3ème année ce que l’on a investi durant la 1ère année. En ce qui concerne l’attesta- tion fédérale de formation, je la trouve- rais bien, pour autant qu’elle dure 3 ans.

SR : Comment peut-on motiver notre secteur d’entrepreneurs forestiers à proposer plus de places d’apprentis- sage? AG : L’appui des triages forestiers et des corporations est absolument nécessaire. Si vous désirez plus d’entreprises forma- trices, les entrepreneurs doivent bénéfi- cier d’un soutien en conséquence.

SR : D’autres remarques à formuler ? AG : Je trouve que l’accompagnement par un spécialiste est important, en par- ticulier lorsqu’un apprenti ne réussit pas son examen. Il faut pouvoir analyser les erreurs du candidat sur l’objet précis, ensemble avec les experts. Ensuite cer- tains collègues formateurs et instruc- teurs de cours restent sceptiques ou négatifs par rapport aux formations dis- pensées par les entrepreneurs forestiers. Ceci n’est pas justifié.

143

Agend A

Tous les vœux de la rédaction pour l’Année 2012 !

Dans quelques jours, nous pourrons mettre au vieux papier les calendri- ers qui nous ont accompagnés toute l’année. Cela coïncidera également avec la fin des multiples manifestations mises sur pied dans le cadre de l’Année inter- nationale de la forêt.

Puis le moment sera venu d’accrocher au support mural de la chambre ou du bu- reau le calendrier qui nous accompag- nera en 2012.

Pour la petite histoire, pendant l’année écoulée, les arbres de notre pays ont vu leur diamètre augmenter en moyenne de 0.5 cm à 1 cm et progresser de quel- ques décimètres en hauteur.

Comme le dit la boutade, les petits ruis- seaux font les grandes rivières.

Cette croissance des arbres, si petite soit- elle, permet de couper annuellement en Suisse 6.1 millions de m3 de bois, dont le canton de Berne en exploite environ le quart, sans pour autant prétériter la pé- rennité de nos forêts…

Il y a encore du pain sur la planche, au- trement dit, il y a encore du bois à ex- ploiter dans nos forêts !

C’est le moment pour l’équipe de rédac- tion de la partie francophone de Forêt bernoise de souhaiter aux lectrices et aux lecteurs de notre journal favori, de bonnes Fêtes de fin d’année et une ag- réable Année 2012 !

Activités, manifestations ouvertes au tout public

2012 ! Activités, manifestations ouvertes au tout public Photo prise en Valais depuis le lieu-dit Six

Photo prise en Valais depuis le lieu-dit Six Jeur (alt. 2062 m) au-dessus du Lac d’Emosson le 19 novembre 2011…

Année 2012

Activité, manifestation

Organisation, lieu

Activités, manifestations pour public-cible

 

Année 2012

Activité, manifestation

Organisation, lieu

22 février

Réunion de service

DF8

Les dates des activités mentionnées nous sont fournies par les organisateurs. La rédaction décline toute responsabilité en cas d’annulation ou de report de ladite activité.

Echéancier pour la prochaine parution :

Prochaine parution Forêt bernoise no 1 – 2012 :

fin février 2012

Dernier délai pour la réception des articles :

fin janvier 2012

Renseignements pour la partie francophone de la Forêt bernoise :

Division forestière 8 :

tél. :

032 – 481 11 55

divisionforestiere8@vol.be.ch

Pierre-Yves Vuilleumier :

pierre-yves.vuilleumier@vol.be.ch

portable :

079 – 222 45 86

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3273-Kappelen

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