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Augen auf im Garten der Lüste.

Kondome schützen.

Das HIV-Team von Abbott wünscht einen schönen CSD 2012.

HIV ist eine sexuell übertragbare Infektion. Dagegen kannst Du Dich schützen. Gegen die Folgen nur schwer. Abbott forscht im Bereich HIV und AIDS und unterstützt Aids-Hilfen in Deutschland. Wissenswertes und Aktuelles zum Thema Prävention, HIV und AIDS findest Du auf:

www.garten-der-lueste.com

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PrideGuide 2012

GRUSSWoRT

Welt im Blick!
Grußwort von Thomas Niederbühl
Liebe Freundinnen und Freunde, auch in diesem Jahr erinnern wir mit dem CSD an den Beginn der weltweiten Schwulen- und Lesbenbewegung durch die Stonewall-Unruhen 1969 in der Christopher-Street in New York. Wir Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender werden wieder mit PrideWeek, Politparade und Stadtfest unsere bunte Vielfalt feiern und noch mehr Sichtbarkeit, Akzeptanz und gerechte Gleichstellung fordern – nicht nur für uns. Mit dem Motto „Fight for global rights – Solidarität kennt keine Grenzen“ machen wir die Situation von Lesben, Schwulen und Transgender in der Welt zu unserem Thema. Denn Gleichberechtigung und selbstbestimmtes Leben ist für uns Lesben, Schwule und Transgender fast nirgends auf der Welt selbstverständlich. Den meisten drohen Rechtlosigkeit, Verfolgung, Folter, Gewalt, Diskriminierung bis hin zur Todesstrafe. Deshalb schauen wir über den Tellerrand und nehmen die Welt in den Blick, in der wir so gern reisen, wo wir gerne in jeder Szene zu Hause sind und Kontakte knüpfen, aber fast nirgends frei leben könnten. Darüber aufzuklären, dagegen zu protestieren und uns mit der weltweiten Community zu solidarisieren, aus der viele ja auch in unserer Münchner Szene eine neue Heimat gefunden haben, machen wir uns zur politischen Aufgabe beim CSD 2012. Dass Lesben, Schwule und Transgender in 76 Ländern strafrechtlich verfolgt und in sieben Staaten mit der Todesstrafe bedroht werden, findet seit Jahrzehnten in der Politik und Öffentlichkeit kaum Beachtung. Hunderte Millionen von Menschen können nur unter ständiger Angst vor Erpressung und Verfol-

Seit 16 Jahren im Stadtrat: Thomas Niederbühl

gung, nur unter Gefahr für Leib und Leben schwul oder lesbisch leben. Es ist höchste Zeit, diese unwürdige Situation zu verändern. Deshalb rücken wir diese Menschenrechtsverletzungen in den Blick und kämpfen solidarisch für Entkriminalisierung, Asylgarantie, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Doch mit diesem Blick auf die Welt dürfen wir nicht zufrieden auf unsere eigene Situation schauen: Auch in Ländern ohne strafrechtliche Sanktionen, wie z.B. in den osteuropäischen Staaten, ist ein freies und erfülltes schwullesbisches Leben nicht selbstverständlich. Und selbst bei uns drohen immer noch alltäglich Gewalt, Mobbing, Ausgrenzung oder Verächtlichmachung. Deshalb: Fight for global rights! Denn: Solidarität kennt keine Grenzen.“ Den Veranstaltern Sub, LeTRa, Münchner Aids-Hilfe und Rosa Liste sowie den vielen Frauen und Männern, die durch ihr unglaublich großes ehrenamtliches Engagement, den CSD überhaupt ermöglichen, sage ich herzlich Danke. Und uns allen wünsche ich einen schönen, friedlichen und solidarischen CSD – aus dem vielleicht auch bleibende internationale Community-Partnerschaften entstehen. Euer Politischer CSD-Sprecher und Stadtrat der Rosa Liste

Foto: Susi Knoll

Thomas Niederbühl

PrideGuide 2012

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GRUSSWoRT

OB Ude ist Schirmherr vom CSD München 2012.

HerzlicH Willkommen!
Grußwort vom Schirmherrn Oberbürgermeister Christian Ude
Das hat der Christopher-Street-Day ja auch und gerade in München schon immer auf mustergültige Weise vorexerziert: dass die Gleichstellung von Minderheiten am besten vorankommt, wenn die Betroffenen sich solidarisieren und gemeinsam ihre Rechte einfordern. Und deshalb ist es nur zu begrüßen, dass der Münchner CSD 2012 ein Zeichen der Solidarisierung auch mit all denen setzt, denen bis heute in vielen Ländern der Welt ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben als Lesben, Schwule und Transgender verwehrt ist, die von strafrechtlicher Verfolgung, Inhaftierung, Misshandlung und Folter oder sogar der Todesstrafe bedroht sind. Das soll nicht ablenken von der deutschen und Münchner Verfolgungsgeschichte: Weder von den Verbrechen an Schwulen und Lesben in der NS-Zeit, für die wir in München demnächst ein eigenes Denkmal errichten. Noch von den Strafrechtsbestimmungen bis in die deutsche Nachkriegsgeschichte, die erst 1994 mit der Streichung des § 175 StGB endgültig abgeschafft wurden. Und auch nicht davon, dass selbst das fortschrittliche, tolerante und weltoffene München von heute keine diskriminierungsfreie „Insel der Seligen“ ist. Gerade weil der Münchner CSD aber zu den treibenden Kräften einer starken und zunehmend selbstbewussten Community gehört, ist er auch genau das richtige Forum, um unter dem Motto „Fight for global rights – Solidarität kennt keine Grenzen“ für eine weltweite Entkriminalisierung, Gleichberechtigung und Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen einzutreten. Damit machen die Veranstalter – Sub, LeTRa, Münchner Aids-Hilfe und Rosa Liste – den Münchner CSD abermals zu einer mustergültigen Verbindung aus politischer Antidiskriminierungsarbeit und schrill-buntem Fest – und diesmal auch zu einem Best-Practice-Beispiel für ein umfassend verstandenes Prinzip des „global denken, lokal handeln“. Und das unterstreicht es im Übrigen noch: München wäre – wie schon für die EuroGames 2004 – auch ein perfekter Austragungsort für die Gay Games / outgames 2018. Die Stadt jedenfalls wäre stolz darauf, den Zuschlag dafür zu erhalten und unterstützt die Bewerbung ausdrücklich. Gerne habe ich für den Münchner CSD 2012 wieder die Schirmherrschaft übernommen und heiße alle, die dabei sind, herzlich willkommen!
Foto: Edith von Welser-Ude

Christian Ude

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MoTTo

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Münchens queere Szene hat vom 7. bis 15. Juli die Welt im Blick

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PrideGuide 2012

MoTTo

München im Zeichen des Regenbogen

HerzlicH Willkommen
Zum 33. Mal findet vom 7. bis 15. Juli der Christopher-Street-Day (CSD) in München statt. Von A wie Angertorstraßenfest bis Z wie Zukunftsvisionen heißt das: Eine Woche lang Informationen, Politik und natürlich jede Menge Party. Höhepunkt des bunten Treibens ist das Wochenende vom 14. und 15. Juli, wo bei Politparade, Straßenfest und RathausClubbing die größten Events des Sommers die Stadt fest im Griff haben. Wie kaum eine andere der großen Pride-Veranstaltungen in Deutschland ist der Münchner CSD politisch motiviert. Das macht sich schon in der organisation bemerkbar: Hier wird weder eine Agentur noch ein Partyveranstalter engagiert – seit vielen Jahren zeichnen mit der WählerInnen-Initiative Rosa Liste, dem schwulen Zentrum Sub, der Lesbenberatungsstelle LeTRa und der Münchner Aids-Hilfe die vier großen sozialpolitischen Vereine der Stadt für die Durchführung über die CSD München GmbH verantwortlich. Aber auch bei der Wahl und der Umsetzung des alljährlichen Mottos wird der politische Anspruch deutlich. In diesem Jahr nimmt der Münchner CSD mit dem Thema „Fight for global rights – Solidarität kennt keine Grenzen“ die Situation der queeren Community weltweit unter die Lupe. Denn soviel ist sicher: In vielen Ländern der Welt werden Lesben, Schwule und Transgender verfolgt und sogar mit dem Tod bedroht. Darauf gilt es aufmerksam zu machen und die Möglichkeiten von Hilfe und Unterstützung auszuloten. Trotzdem wir in Deutschland in einer vergleichsweise komfortablen Situation leben, soll dieser Blick in die Welt keineswegs den auf die Situation vor ort, seine Menschen und Bedürfnisse versperren. Auch hier gibt es noch jede Menge in Sachen Gleichstellung und Antidiskriminierung zu tun – auch dafür steht der CSD mit seinem politischen Anspruch.

Münchens queere Szene hat vom 7. bis 15. Juli die Welt im Blick

global
Die größte Party der Stadt: RathausClubbing Wo Politik ist, ist beim Münchner CSD auch die Party nicht weit: Das Lesbische Angertorstraßenfest, das die PrideWeek am 7. Juli bereits zum siebten Mal eröffnet, läutet den Party-Reigen ein, der sich unter der Woche auf vielen Events fortsetzt und seinen Höhepunkt im RathausClubbing am 14. Juli findet, wo Tausende Partypeople auf sechs Floors in Münchens guter Stube abgehen. Auch das diesjährige CSD-Bühnenprogramm präsentiert sich ausgesprochen gut gelaunt: Entertainer CHRIS Kolonko hat Monate lang Künstlerinnen und Künstler zusammen getrommelt, um zwei Tage lang für beste Unterhaltung und ein ebenso abwechslungsreiches wie qualitativ hochwertiges Programm zu sorgen. Ein Programm, das natürlich auch politische und nachdenkliche Töne anschlägt. Nicht zuletzt: Erstmals wird auf der Bühne am Marienplatz der Felix-Rexhausen-Preis des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen vergeben. Nicht zuletzt präsentiert sich die Münchner queere Community rund um die Feiermeile an Dutzenden von Infoständen und lädt zum Entdecken ein.

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Rights

Fotos: Miriam Reinhardt, Erwin Harbeck, Kornelia Rade

Der PrideGuide 2012 gibt euch einen Überblick über alle Veranstaltungen, informiert über das Motto, stellt euch interessante Storys und Personen vor und ist ein unverzichtbarer Begleiter durch die bunteste Woche des Jahres. Den vierseitigen Programmteil, den ihr in der Mitte des Magazins findet, könnt ihr herausnehmen und für die heiße Phase des CSD bequem in die Tasche stecken. So sichtbar, so fröhlich und so abwechslungsreich präsentiert sich die queere Szene Bayerns nur beim CSD München. Wir laden alle Münchnerinnen und Münchner zu diesem rauschenden Fest!

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VEREINE

Die LeTRa-Frauen aus der Angertorstraße

Das Team von Zentrum und Beratungsstelle in der Bibliothek

letra

lesbenberatung zentrum
Ein Ort für Lesben – jeder Nation
Das Thema Migration spielt in der lesbischen Beratungsstelle seit rund zehn Jahren eine wichtige Rolle – der „Interkulturelle Qualitätsentwicklungsprozess“ der Landeshauptstadt München hat uns dabei stark unterstützt. Derzeit führen wir rund 14% unserer Beratungsgespräche mit lesbischen Migrantinnen und Flüchtlingen, die aus allen Staaten zu uns kommen. Insbesondere Lesben, deren Leben im Herkunftsland durch Repressalien wie Folter, Vergewaltigung und Zwangsehe geprägt war, benötigen ein Vielfaches an Unterstützung. Daher geht hier unsere Arbeit oft über die reine Beratung hinaus. Beispielsweise begleiten wir Klientinnen bei Bedarf zu Behörden und Ärztinnen und vermitteln Kurse oder Gutachterinnen. Seit einer Satzungsänderung sind wir sogar in der Lage, einzelne Frauen unkompliziert mit kleineren finanziellen Zuwendungen zu unterstützen. In psychischen Härtefällen verweisen wir sie zu Traumatherapeutinnen oder anderen professionellen Angeboten. Der Aufwand in der Flüchtlingsarbeit ist sicher höher als in unseren anderen Beratungsfällen und falls nötig begleiten wir unsere Klientinnen über Jahre hinweg durch ihr Leben und das Asylverfahren. Aber wir scheuen diese Investition nicht, denn sie lohnt sich. Vor allem, weil wir bei den Frauen selbst ein hohes Maß an Engagement und Bereitschaft erleben, sich ihren Platz hier in München zu erobern.

SuB

Internationale Angebote für schwule Männer

Das Sub ist der wichtigste Anlaufpunkt für schwule Männer in München – was selbstverständlich auch für unsere internationalen Gäste gilt, denen wir im Zentrum viele Angebote machen. So trifft man sich in unseren spanischen beziehungsweise französischen Konversations- und Sprachgruppen „Círculo Espanol“ und „Cercle Francaise“ ebenso locker wie beim Englisch-Stammtisch „Queer Beer Munich“. Außerdem lädt das Sub alle drei Monate zur „Queer Movie Night“, wo internationale Filme in originalsprache zu sehen sind. Neben den freizeitorientierten Angeboten des Zentrums steht die Sub-Beratungsstelle auch Migranten bei allen psychischen und sozialen Themen zur Verfügung. Die Beratung, die von praktischen Tipps zum Leben in München über juristische wie psychosoziale Hilfestellungen eine Vielzahl von Möglichkeiten einschließt, findet in deutsch, englisch und französisch statt. Bei Bedarf werden (kostenfrei) Dolmetscher für andere Sprachen organisiert. Das neueste Projekt der Beratungsstelle ist ein Deutsch-Konversationskurs, der zusammen mit der Lesbenberatungsstelle LeTRa konzipiert und angeboten wird. Der Kurs, von einem Team aus Lehrerinnen und Lehrern, die selbst Migrationshintergrund aufweisen, startete im Mai und stieß gleich in seiner ersten Auflage auf enorme Resonanz. Das bestätigt uns in dem Wunsch, Angebote für Migrantinnen und Migranten künftig fortzuführen und nach Möglichkeit zu verstärken.

Infos unter: www.letra.de

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PrideGuide 2012

infos

Infos unter: www.subonline.org

infos

Fotos: letra.de, Blue Boeser

LeTRa ist ein Raum für Lesben, der als Beratungsstelle, Treffpunkt und Veranstaltungsort dient. LeTRa ist aus der Autonomen Frauen-/Lesbenbewegung hervorgegangen. Die Maßnahme wird von derzeit sieben ehrenamtlichen und sechs hauptamtlichen Lesben verantwortet. Träger der Lesbenberatungsstelle ist der gemeinnützige Verein „Lesbentelefon e.V.“ LeTRa wird größtenteils durch die Stadt München sowie durch Spenden und Mitfrauenbeiträge an den Lesbentelefon e.V. finanziert.

Seit 26 Jahren ist das „Sub –Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V.“ das größte Projekt Bayerns für alle schwulen Männer, Freunde und Angehörige. Im Zentrum treffen sich zahlreiche Freizeit- und Selbsthilfegruppen, außerdem werden hier Veranstaltungen und Events wie Lesungen, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Partys und vieles mehr organisiert. Zum Sub gehört außerdem die psychosoziale Beratungsstelle für schwule Männer, die ihre Klienten in allen Lebensfragen unterstützt sowie Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit leistet.

Jill Bennett und Cathy DeBuono LIVE im Mathäser!

Mit großer Autogrammstunde!
Gezeigt wird die 2. Staf fel ihrer erfolgreichen Webserie (OV).

Freitag, 13.07.2012 um 20:00 Uhr
(m)athäser Bayerstraße 3–5 80336 München
Mehr Infos im Kino und unter www.mathaeser.de

offen

für alles.

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VEREINE

Marschiert seit 1996 ganz vorne mit: Die Rosa Liste

roSa liste

Den Weg zur Antidiskriminierung freimachen
In München leben zahlreiche Lesben, Schwule und Transgender mit Migrationshintergrund. In ihren Heimatländern werden sie aufgrund ihrer Sexualität verfolgt, unterdrückt und nicht selten mit dem Tode bedroht. Als politische Kraft in München sorgen wir vor allem dafür, dass die verschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Situation, die beispielsweise von Sub, LeTRa oder der Münchner Aids-Hilfe initiiert werden, seitens der Landeshauptstadt Unterstützung und Förderung erfahren. Ganz aktuell geschehen durch eine Initiative mit Münchens Partnerstadt Kiew, die den gegenseitigen Besuch von LGBT-AktivistInnen zu den jeweiligen Pride-Veranstaltungen ermöglicht. Rosa Liste wirbt für ein offenes, tolerantes München und trägt zusammen mit ihren Koalitionspartnern im Rathaus seit 16 Jahren dazu bei, dass die Münchner Stadtgesellschaft eine solidarische ist – wovon natürlich auch Lesben, Schwule und Trans*-Menschen mit Migrationshintergrund profitieren sollen. Rosa Liste zeigt Initiative, wie zum Beispiel mit der organisation einer Kundgebung vor dem Generalkonsulat der Russischen Föderation, wo sie mit zahlreichen UnterstützerInnen das Vorgehen der Moskauer Polizei, die Attacken gegen Lesben und Schwule tatenlos zusah, anprangerte. Nicht zuletzt nimmt Rosa Liste Stellung: In Stadtratsanträgen, offenen Briefen und mit anderen öffentlichen Mitteln versuchen wir, unseren Themen Gehör zu verschaffen. Rosa Liste ist eine WählerInnen-Initiative, die 1989 in München gegründet wurde und als eingetragener, gemeinnütziger Verein tätig ist. Seit 1996 regiert die Rosa Liste, einmalig in Europa, durch Stadtrat Thomas Niederbühl im Rathaus mit. Das Regierungsbündnis aus Rot-Grün-Rosa hat München in den letzten 16 Jahren zu einer bunten und liebenswerten europäischen Metropole gemacht. Lesben, Schwule und Transgender sind akzeptierter und sichtbarer als je zuvor. Seit 2002 stellt die Rosa Liste auch den Vorsitzenden im Bezirksausschuss 2, dem „Regenbogen-Viertel“. Infos unter: www.rosaliste.de

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infos

Foto: Horst Middelhoff

VEREINE

müncHner aids-Hilfe
Die Menschen schützen
Die Münchner Aids-Hilfe beschäftigt das Thema Migration seit Mitte der 1990er-Jahre. Das wichtigste Ziel unserer Arbeit ist die Vertretung der Interessen von HIV-positiven MigrantInnen, insbesondere von Flüchtlingen in der Öffentlichkeit. In Bayern wird jeder Flüchtling nach seiner Ankunft auch ohne sein Wissen auf HIV getestet – eine Tatsache, der wir sehr kritisch gegenüberstehen. Positiv getestete Personen werden dann von Ärzten oder den Behörden an uns vermittelt. Wir beraten sie in englisch, französisch, spanisch und auch russisch, bei Bedarf auch in anderen Sprachen. Wir versorgen sie zunächst mit medizinischen Informationen vor allem dann, wenn eine Therapie benötigt wird, die es in ihrem Heimatland nicht gibt. Aber auch in Sachen Integration sind wir tätig: ob Ausbildung, Deutschkurse oder Wohnungssuche, ob rechtliche Einzelfallberatung, Asylfragen oder Asylprozesse vor Gericht. Wir von der Münchner Aids-Hilfe leisten also mehr als klassische Migrationsberatung, sondern wir verstehen uns als Teil eines auf Dauer angelegten sozialen Unterstützungsnetzwerks für unsere KlientInnen. Hinzu kommt: Für viele ist HIV in ihren Heimatländern mit einem großen Stigma versehen, weshalb sie auch in München oft Schwierigkeiten haben, sich in ihre Communities zu integrieren. Unser Credo: Man muss diese Menschen schützen, nicht als Bedrohung empfinden. Antje Sanogo und Tzeggereda Mihreteab Die Münchner Aids-Hilfe e.V. wurde als erste deutsche regionale Aids-Hilfe im Januar 1984 gegründet. Aus der schwulen Selbsthilfe entstand ein Fach- und Interessensverband, der seinen unverzichtbaren Platz im Münchner Sozial- und Gesundheitswesen fand. In unserem Aids-Hilfe-Haus in der Lindwurmstrasse bieten heute fast hundert Ehrenamtliche und über sechzig Hauptamtliche, unterstützt von rund 450 Mitgliedern, bedürfnisgerechte Hilfsangebote, die von Information und Beratung über Betreuung und Pflege bis zu Wohnen und Beschäftigung reichen. Infos unter: www.muenchner-aidshilfe.de

infos

München ist nicht nur zum Christopher Street Day eine Reise wert – feiern Sie mit beim 200-jährigen Jubiläum der Biergarten in München und Oberbayern! 200-jahre-biergarten.de

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THEMA

Ein ernüchternder Blick in die Welt: Übersichtskarte zur internationalen Situation von Lesben, Schwulen und Trans

daS kalte ParadieS
In München zu leben heißt für MigrantInnen noch lange nicht, am Ziel zu sein
Viele Brennpunkte und reichlich Ungewissheit: Die International Lesbian, Gay, Bi, Trans and Intersex-Association (ILGA) hat die Lage anhand einer Karte zusammengefasst. Der Überblick demonstriert, wie es um die Lage der queeren Community in der Welt bestellt ist. Die Todesstrafe existiert in fünf Ländern und Teilen Nigerias und Somalias, in 76 weiteren Ländern droht Lesben, Schwulen und Trans Gefängnis und Strafen aller Art. Kurz: Diese Welt ist noch längst kein guter ort für sexuelle Minderheiten. Kein Wunder also, dass es viele LBGT-Menschen aus anderen Ländern dorthin zieht, wo ein Leben möglich ist, in dem sie für ihre Form zu leben und zu lieben nicht unterdrückt werden. Doch wie schwer es vor allem Flüchtlinge auch hierzulande haben können, ist vielen nicht klar. Lesben, Schwule oder Trans werden nicht nur in ihren Heimatländern verfolgt – die Verfolgung reicht oft bis nach Deutschland hinein. Beispielsweise in München zu leben bedeutet noch lange nicht, im Paradies angekommen zu sein. Zwar werden die Flüchtlinge nicht mehr von staatlicher Seite verfolgt, doch es droht ihnen Ausgrenzung und Unterdrückung durch die Communitys ihrer Heimatländer, die sich auch in der Landeshauptstadt etabliert haben. Statt bei ihren Landsleuten Halt und ein Stück Heimat zu finden, müssen sie ihre Sexualität aus Furcht vor Repressalien auch vor ihnen verstecken. Gerade für Migrantinnen und Migranten aus afrikanischen Ländern ein großes Problem: Die Communitys sind oft so gut vernetzt, dass ein outing in München bis zu ihrer Familie Tausende Kilometer südlich vordringen kann – und dem sozialen Tod gleichkommt. Ein psychologischer Knoten, der für viele kaum lösbar ist. Dass dabei das deutsche Asylrecht ein steter Quell der Ungewissheit und des Ärgers für die Betroffenen und ihre BetreuerInnen in Deutschland ist, sei nur am Rande erwähnt. Migration stellt sich hierzulande höchst unterschiedlich dar: Der französische Banker, der einen guten Job in einem internationalen Unternehmen besetzt oder die spanische Dolmetscherin, die bei einem TV-Sender arbeitet, stehen natürlich vor deutlich geringeren Problemen als Flüchtlinge aus afrikanischen oder arabischen Ländern. Doch für alle gilt: Wer die Sprache beherrscht, ist in jeder Beziehung im Vorteil. Deswegen stehen Deutschkurse auch ganz oben auf der Wunschliste der Migrantinnen und Migranten, wie eine Umfrage der Sub-Beratungsstelle 2011 zeigte. Ein Wunsch, dem in München nicht nur die internationalen Freizeitgruppen, sondern vor allem der von LeTRa und Sub initiierte Deutsch-Konversationskurs seit Mai 2012 nachkommt. Doch auch die queere Community der Stadt ist gefordert, ihre neuen, internationalen MitbürgerInnen mit Respekt und Unterstützung zu empfangen. „Man muss diesen Menschen helfen und sie nicht als Bedrohung empfinden“, so Antja Sanogo von der Münchner Aids-Hilfe. Doch Förderung muss nicht nur von offizieller Seite kommen. Auch engagierte Frauen und Männer aus der Münchner Community haben die Möglichkeit sich für MigrantInnen einzusetzen – fragt einfach mal bei Sub, LeTRa oder Aids-Hilfe nach. Auf den folgenden Seiten berichten Lesben und Schwule aus unterschiedlichen Ländern über ihre Situation. Die Welt im Blick zu behalten ist ein lohnendes Unterfangen – auch für die LGBT-Gemeinde dieser Stadt.

Migration
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Grafik: www.ILGA.org

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THEMA

Pride FeStival

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„Wir existieren einfach nicht“
„Ich wurde schon mehrfach zusammengeschlagen, nur weil ich schwul aussehe.“ Das berichtet Taras Karasiichuk, Sozialarbeiter und LGBT-Aktivist aus Kiew, der Hauptstadt der Ukraine. Beim diesjährigen Pride Festival ist er für die internationale Kommunikation zuständig und seit vielen Jahren Aktivist der dortigen Community. Mit seinem Team aus rund einem Dutzend MitarbeiterInnen, allesamt Repräsentanten der wichtigen LGBT-Vereine des Landes, haben sie im Mai diesen Jahres unter schwierigen Bedingungen den Kiew Pride 2012 organisiert. obwohl die Ukraine vor über 20 Jahren als eines der ersten postsowjetischen Länder Homosexualität entkriminalisierte, ist seitdem nichts mehr vorangegangen, im Gegenteil: „Wir haben zwei Schritte zurück gemacht in Richtung Totalitarismus.“ In den letzten Jahren sind die Hoffnungen auf mehr Demokratie im Zuge der „orangenen Revolution“ auch weitgehend verpufft. Im Zuge der Fußball-Europameisterschaft sieht das orgateam eine gute Chance, ihre Anliegen öffentlich zu machen. „Wir existieren bislang einfach nicht“, meint Taras. „Das Gesetz sieht weder Antidiskriminierung noch irgendeine Form der Unterstützung für LGBT vor. Zudem verzeichnete er und das örtliche LGBT-Zentrum „Nash Mir“ in den vergangenen Jahren eine steigende Zahl antihomosexueller Aktivitäten unterschiedlichster Gruppierungen. Immerhin: Wir sind im Zuge der Pride-Tage mit der Stadt in Kontakt, sie unterstützen uns und wollen nicht homophob erscheinen.“ Taras erwartet rund 200 DemonstrantInnen. Doch das größere Problem ist die Stigmatisierung von Lesben, Schwulen und Transgendern in der Bevölkerung. „Solange du unsichtbar bist, ist es vielleicht noch ok, aber wenn du dich outest, fliegst du aus dem Job, wirst erpresst und hast selbst von deiner Familie nicht viel zu erwarten“, so der 29-Jährige, der bei seiner Verwandtschaft ungeoutet ist. „GeMutiges Signal: Pride-Demo in Kiew walt kann passieren und passiert, selbst in Kiew – auf dem Land ist ein outing kaum denkbar.“ Daher steht Information über Homosexualität auf seiner Prioritätenliste ganz oben: „Wenn wir dadurch erreichen könnten, dass uns die Leute respektieren und gleich behandeln, wäre das großartig.“ Taras´ Hoffnungen liegen auf der jungen, gebildeten Generation, die mit dem Thema liberaler umgeht als die Durchschnittsbevölkerung. Eine weitere Hoffnung liegt auf Hilfe aus München, denn Kiew ist eine Partnerstadt. Mit Stadträtin Lydia Dietrich und Sascha Hübner, Mitarbeiter der Beratungsstelle des Sub, kam eine offizielle Delegation der bayerischen Landeshauptstadt zum Kiew Pride 2012. Ein für Taras wertvoller Beitrag für mehr Sichtbarkeit von LGBTMenschen in der Ukraine. Im Rahmen seines Gegenbesuchs zum CSD in München wird er über den Kiew Pride 2012 berichten. Stanislav Mishchenko und Taras Karasiichuk, Aktivisten in Kiew

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Fotos: Nash mir, privat

THEMA

Zuversichtlich: Das Team der EuroGames Budapest

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„Europa muss zusammenhalten!“
2009 erhielt Budapest den Zuschlag für die Ausrichtung der EuroGames 2012. Ein Jahr später ging ein konservativer Ruck durch Ungarn: Ein rechtsgerichtetes Bündnis übernahm die Regierung. Deren neue Verfassung bekannte sich zu Gott, Krone, Vaterland, Christentum, Familie und Nationalstolz. Auch Budapests neuer Bürgermeister István Tarlós ist Vertreter der nationalkonservativen Fidesz-Partei. Schlechte Voraussetzungen für Europas größte LGBT-Sportveranstaltung, die auf den Grundsätzen von Toleranz und Liberalität basiert? „Nein“, sagt Gábor Laszlo, Vizepräsident im EuroGames-organisationskommitee, „denn im Alltagsleben hat sich durch den Regierungswechsel für die queere Community nicht viel geändert. Auch unser liberaler Bürgermeister war nie homofreundlich und hat zwar Unterstützung zugesichert, aber nie Geld zur Verfügung gestellt. Wir wussten von Anfang an, dass wir alleine zurecht kommen müssen.“ Die ersten EuroGames in einer osteuropäischen Metropole (27. Juni bis 1. Juli) sollen trotzdem ein Erfolg werden, denn die organisatoren erfahren eine Menge Hilfe aus dem Ausland, beispielsweise durch die „EuroGames Advisory Group“, die 2011in Frankfurt gegründet wurde. Außerdem ist Gábor von der Attraktivität seines Landes für die LGBT-Gemeinde überzeugt: Ungarn habe seit rund zehn Jahren ein Antidiskriminierungsgesetz und eine registrierte Partnerschaft, in der Hauptstadt selbst gäbe es eine lebendige Szene, einen Sportverein und Pride-Veranstaltungen seit den 1990er-Jahren. Doch die Kehrseite der Medaille lässt sich nicht verleugnen: Seit 2006 sind LGBT-Gruppen verstärkt das Ziel radikaler Gruppen. „Natürlich muss man akzeptieren, dass die Gesellschaft in osteuropa in Sachen Homosexualität anders tickt als der Westen“, so der 38-Jährige. „Wir haben hier leider ein großes nationalistisch-extremistisches Potenzial und es gibt Themen, die nicht öffentlich diskutiert werden. Entsprechend `privat´ ist auch das queere Leben hier.“ Die beste Möglichkeit, die Dinge zu ändern sieht er im Coming-out. Doch eben das können sich viele seiner Landsleute aus Furcht vor Repression und Diskriminierung (noch) nicht leisten. Dennoch fühlt er sich in Budapest als offen lebender schwuler Mann wohl: „Ich habe westliche Städte besucht, in denen die Situation weniger angenehm war.“ Gábor fürchtet auch nicht um die Sicherheit der ausländischen Gäste zu den Spielen. „Es wird seine Zeit brauchen, bis man hier so liberal denkt wie anderswo. Doch mit den EuroGames wollen wir unseren Teil zu diesem Wandel beitragen und ich hoffe sehr auf Unterstützung aus anderen Ländern, in denen die Lebensumstände liberaler sind. Schließlich sind wir vereinigte EuropäerInnen und müssen zusammenhalten!“

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THEMA

Sanda und Sanja von der Gruppe „Kontra“ aus Zagreb

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„Wir sind noch ganz am Anfang“
Sanda Brumen und Sanja Juras sind Aktivistinnen der Lesbenorganisation „Kontra“ aus Zagreb und organisatorinnen des Gay Prides in der Hafenstadt Split, der zweitgrößten Stadt in Kroatien. Kontra wurde 1997 gegründet und 2002 formell anerkannt und arbeitet eng mit anderen LGBT-Gruppierungen und ILGA Europe zusammen. Ihr Ziel ist es, vor allem lesbische Frauen in ihrem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung zu unterstützen und die Sichtbarkeit und Akzeptanz von homo-, bi-, trans- und intersexuellen sowie queeren Lebensweisen in der Gesellschaft zu verbessern. Denn die ist alles andere als selbstverständlich: obwohl 2008 ein Antidiskriminierungsgesetz in Kroatien verabschiedet wurde, sind Anfeindungen nach wie vor Alltag. Wer sich in der Öffentlichkeit zeigt, riskiert viel. „Auf der Straße ist Sichtbarkeit praktisch nicht vorhanden“, erklärt Sanja. „Die meisten haben Angst, beleidigt oder geschlagen zu werden.“ Diese Erfahrung haben auch die TeilnehmerInnen der LGBT-Parade in Split im Juni 2011 machen müssen. Gerade einmal 300 waren es, die sich einer riesigen Masse an gewalttätigen GegendemonstrantInnen stellen mussten. Das große Polizeiaufgebot verhinderte nicht, dass die friedliche Parade mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Hasstiraden begrüßt wurde. „Die Polizei war da, sie haben alles gesehen, aber nichts getan.“ Zwar verurteilten der kroatische Staatspräsident und die Premierministerin

Sanda & Sanja (Zagreb), Stanislav & Taras (Kiew) sowie Gabór (Budapest) sind in diesem Jahr Gäste des Münchner CSD und werden am 12. Juli bei der Veranstaltung im Sub sowie am 14. auf der Bühne am Marienplatz auftreten!

Migration
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den Vorfall. Zur Rechenschaft wurde allerdings niemand gezogen. „Weder die kroatischen Gerichte, noch die kroatische Polizei handeln angemessen. Es gibt viele Fälle, in denen sich RichterInnen oder PolizistInnen nach wie vor homophob verhalten. Diese Fälle dokumentieren wir und versuchen ihnen nachzugehen.“ Im Sommer 2013 tritt Kroatien der Europäischen Union bei. Was ändert sich dadurch für die LGBT-Community? „Beispiele aus Rumänien und Bulgarien zeigen, dass die meisten positiven Entwicklungen während des Integrationsprozesses stattgefunden haben“, sagt Sanja. „Nach dem Beitritt fielen diese Mechanismen zum großen Teil weg. Momentan können wir also noch die Druckmittel nutzen, die mit dem Integrationsprozess verbunden sind. Einmal beigetreten, fürchten wir, dass es schwieriger für uns wird, Fortschritte zu machen.“ Eine positive Seite hatte der Vorfall in Split immerhin: Er hat die Öffentlichkeit aufgerüttelt. Durch den internationalen Druck und die Unterstützung der Medien verlief der Pride in Zagreb, der eine Woche später stattfand, zum ersten Mal seit vielen Jahren ohne Gewalt. Und so soll es am 9. Juni 2012 auch in Split werden. „Wir laden euch herzlich ein. Ich weiß, dass das nach all dem, was passiert ist, keine leichte Entscheidung ist. Aber ihr würdet uns sehr unterstützen!“ CH

PrideGuide 2012

THEMA

Dimtri Tsambrounis (45) ist Mitbegründer des Athens Pride und Vorstand der European Pride Organisers Association (EPOA)

„menScHen verändern“
(K)ein Ruck durch Griechenland
Im Jahr 2008 ging ein Ruck durch Griechenland: Ein schwules und ein lesbisches Paar wurden vom Bürgermeister der Insel Telos getraut. Zwei Ehen, die zwar möglich sind, aber mittlerweile in der zweiten Instanz annulliert wurden. „Wir klagen weiter, um die Diskussion um gleichgeschlechtliche Ehen in Griechenland am Leben zu halten“ so Dimitri, einer der Brautleute. Die spektakuläre Aktion hat viel bewegt in einem Land, das rechtlich nach wie vor wenig zu bieten hat. Doch Gesellschaft und Szene haben einen deutlicher nach vorn gemacht. Gerade junge Leute wagen immer häufiger das Coming-out, Vereine werden gegründet, der Gay Pride Athen ist seit 2005 eine feste Größe. „Man muss hier selbst was tun, überzeugt auftreten und darf nicht auf die Institutionen warten, so Dimitri. Doch jetzt müsse erst einmal die Wirtschaftskrise überwunden werden. „Vorher geht in diesem Land nirgendwo etwas weiter.“

„auF Gutem Weg“
Polen setzt auf die junge Generation
Ich komme aus der Nähe von Kattowitz, lebe seit sechs Jahren in München und bin mittlerweile mit meinem Freund Thomas verheiratet. Wenn wir zu meiner Familie nach Polen fahren, dann werden wir dort mit offenen Armen empfangen. Polen selbst ist natürlich sehr katholisch geprägt, die Kirche und ihre Moral durchdringt die Gesellschaft. Außer einem Antidiskriminierungsgesetz gibt es keine gesetzlichen Institutionen für Homosexuelle. Aber seit den Wahlen 2007, die neben linksliberalen Kräften auch eine offene Lesbe und eine Transsexuelle ins Parlament geführt haben, ist ein Wandel spürbar: In Warschau beispielsweise gibt es mehr schwule Lokale als in München, in den großen Städten hat sich eine lebendige Szene etabliert, in Posen wurde sogar der „Mr. Bear Poland“ gewählt. Auch wenn es in der Bevölkerung noch viele Ressentiments gibt: Polen ist auf einem guten Weg und gerade die jüngere Generation steht für Wandel. Sein neuer Familienname soll bald im polnischen Pass stehen: Adam Mack (42), geb. Grychtolik
Fotos: privat, Bernd Mueller
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PRoJEKTE

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„Ich bin nur ein kleines Licht in der Dunkelheit, eine Stimme unter Millionen“, meint Magid bescheiden. Doch er weiß: „Ich war vielleicht der Erste, aber ich werde nicht der Letzte sein, der für Verbesserungen in Ägypten kämpft!“

i can do!“
Magid El Rabeiy: Ein Aktivist in Ägypten
Magid El Rabeiy ist wahrscheinlich der erste offen schwule HIV-Positive in seinem Heimatland Ägypten. 2008 gründete er den gemeinnützige Verein „The Friends of Life“, der Menschen mit HIV informiert und unterstützt. Der erste Verein seiner Art in Ägypten kämpft für deren Rechte und deren Anerkennung. Im März wurde er im Rahmen der Münchner Aids- und Hepatitis-Tage vom „KIS – Kuratorium für Immunschwäche“ mit dem Annemarie-Madison-Preis für sein mutiges Coming-out und sein Engagement in Sachen HIV geehrt. Sein Engagement ist unter anderem deshalb so bemerkenswert, weil in Ägypten sowohl Homosexualität als auch Aids Tabuthemen sind. „Diese Begriffe werden mit den „3S“ belegt: Stigma, Silence und Shame (= Stigmatisierung, Verschweigen und Schande)“, so Magid. Wie in den meisten arabischen Ländern haben es Homosexuelle und HIV-Positive aufgrund religiöser und gesellschaftlicher Normen in Ägypten schwer. „Doch Herausforderungen machen doch den Menschen erst aus“, meint Magid und nahm vor vier Jahren
Fotos: Barbara Stierand, Erwin Harbeck

Migration
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diese Herausforderung offensiv an. Er outete sich als schwul, obwohl sein Leben dadurch täglich in Gefahr sein könnte. „In Ägypten musst du ab einem bestimmten Alter verheiratet sein, sonst wird man misstrauisch“, berichtet er. Homosexualität ist im Islam verboten, der Umgang in der Praxis ist aber flexibel. Einen hohen Stellenwert hat dabei Privatheit und Diskretion. Entsprechend zurückhaltend müssen sich organisationen geben, die öffentlich aufklären und mehr Rechte einfordern wollen. „Man darf unsere Gesellschaft nicht überrollen“, weiß auch Magid. Wenn der Westen, von vielen Arabern als Wurzel vielen Übels betrachtet, von außen Druck macht, erreicht man nicht viel. „Wir müssen jetzt erst einmal von innen heraus arbeiten.“ Immerhin: Nach einem Auftritt beim arabischen Fernsehsender Al-Dschasira erntete er Respekt und viel positive Resonanz. Auch seine Familie unterstützt ihn, seine Mutter und sein Bruder waren sogar zur Preisverleihung nach München gekommen.

PrideGuide 2012

PRoJEKTE
SO FEIERT MAN AM FREITAG!

LUXUSPOP
NY.CLUB LUXUSPOP.DE
Kornelija Rade (33) ist Verkäuferin und Freie Fotografin. Sie lebt seit 17 Jahren in München

ScHWer zu ertragen
In Kroatien lebt man besser versteckt
LUXUSPOP

Mein Vater gab mir mit 16 Jahren die Möglichkeit, zu ihm nach Deutschland zu ziehen. Das habe ich gern gemacht, denn ich wusste, dass ich in meiner südkroatischen Heimat als Lesbe Probleme bekommen würde. In Kroatien erwartet man, dass eine Frau früh heiratet, denn das gehört sich so. oberflächlich ist alles gut, lesbische und schwule Touristen werden beispielsweise freundlich behandelt. Aber für Kroaten selbst gibt es Homosexualität einfach nicht, das wird als Krankheit betrachtet. offen schwul oder lesbisch zu sein ist in diesem Land kein guter Plan. In den größeren Städten wie Zagreb gibt es zwar eine Szene, die ist aber immer noch ziemlich versteckt. Seitdem das Land in die EU möchte, gibt es immerhin ein Antidikriminierungsgesetz, aber das ist in der Bevölkerung nicht angekommen. Letztes Jahr auf dem Gay Pride in Split gab es eine Gegendemonstration von Neonazis und die Polizei war nicht in der Lage, die queere Community zu schützen. Dieses Jahr fahre ich nicht mehr hin. Mir ist das zu riskant. Außerdem: Die Beschimpfungen, die Drohungen – ich ertrage das nicht. Die Gesellschaft wird sich nicht so schnell ändern, auch nicht in 15 oder 20 Jahren. Die jüngere Generation ist sehr konservativ, religiös und nationalistisch – nach dem Krieg ist das leider schlimmer geworden. Meine Familie hat mein Lesbischsein inzwischen akzeptiert. Aber den Nachbarn würden sie davon nicht erzählen. Und ehrlich gesagt: Ich auch nicht.

Queeramnesty
Liebe ist ein Menschenrecht!
Nicht-heterosexuellen Menschen drohen auch heute noch in vielen Ländern Gewalt und Bestrafungen bis hin zur Todesstrafe. Dagegen engagiert sich in Deutschland QUEERAMNESTY. Wir arbeiten in vielen Städten, auch in München. Wir fordern die Beendigung von Menschenrechtsverletzungen auf Grund der sexuellen Identität. Wir setzen uns ein für Menschen die wegen ihrer sexuellen Identität oder wegen aktiven und gewaltfreien Einsatzes für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und TransgenderMenschen verfolgt werden. Zu unseren Aktionen gehören die Zusammenarbeit mit AktivistInnen weltweit, TeilnehmerInnen an internationalen Veranstaltungen wie Pride-Märschen, Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Informationskampagnen und anderes. www.queeramnesty.de

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PrideGuide 2012

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PRIDE WEEK

leSBiScHeS
Mit viel Spaß und guter Laune wollten die Frauen der Lesbenberatungsstelle LeTRa im Jahre 2006 ihr zehnjähriges Jubiläum feiern – und es sollte etwas Großes werden. So organisierten sie nach dem Festakt zum runden Geburtstag ein Fest in „ihrer“ Straße – und es wurde groß! Zugleich markierte der 10. Geburtstag den Startschuss zur mittlerweile siebenjährigen und erfolgreichen Tradition des Lesbischen Angertorstraßenfests, das auch in diesem Jahr die CSD PrideWeek einläutet. Die kleine Verbindungsstraße zwischen Müller- und Blumenstraße eignet sich bestens für eine große, aber dennoch übersichtliche outdoorparty in familiärer Atmosphäre. Neben gutem Sound diverser DJanes und lecker Essen und Trinken, für das Szene-Gastronomen sorgen, kann man (oder frau) einen

Der gut gelaunte Startschuss zur PrideWeek fällt am Samstag, den 7. Juli

angertorstrassenfest
Blick ins LeTRa werfen oder sich an verschiedenen Infoständen über das lesbische Leben in München informieren. Natürlich hat das Lesbische Angertorstraßenfest bei all‘ seinem bunten Treiben auch eine Bedeutung über Bier und Bässe hinaus: Zum Mitfeiern eingeladen sind nicht nur lesbische Frauen, sondern alle Freundinnen und Freunde – egal ob schwul, lesbisch, bi, transgender oder hetero. So ist das Lesbische Angertorstraßenfest in jeder Hinsicht ein wunderbarer Start in eine PrideWeek voller Gemeinschaft, Selbstbewusstsein und guter Laune. Seid dabei und feiert mit, wenn sich die ganze Community am 7. Juli zur größten lesbischen Straßenparty Bayerns trifft! Weitere Infos und Bilder der letzten Jahre unter: www.letra.de

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PrideGuide 2012

strassenfest

PRIDE WEEK

Bei uns beginnt der CSD bereits im Juni...
Nicht verpassen! Gleich notieren!

zum Beispiel

18. 6. + 25. 06.

jeweils um 19:30 + 21:30 in der szene münchen

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never StoPS

Außerdem gibt‘s Tickets für das Rathaus-Clubbing zu gewinnen! Infos: www.muenchen-tv.de

Exklusive Filmnacht mit US-„Celesbians“ Jill Bennett und Cathy de Buono im Mathäser

Bandagen an, Couch frei, Film ab: Am 13. Juli wird es explosiv im Mathäser, denn die erfolgreiche Webserie „We have to stop now“ geht in die nächste Runde. Jill Bennett („And then came Lola“, „Dante’s Cove“) und Cathy de Buono („out at the Wedding“, „And then came Lola“) präsentieren auf großer Leinwand die zweite Staffel ihrer preisgekrönten Lesbenserie. Die beliebten US-Schauspielerinnen schaffen es, die ZuschauerInnen auf scharfsinnige, erotische und umwerfend komische Weise in ihren Bann zu ziehen. Eine Lesbenserie jenseits von Klischee und Chichi, wie schon die erste Staffel zeigt: Ausgerechnet an dem Abend, als ihr gemeinsam verfasstes Buch „How to succeed in Marriage without even trying“ Rang 1 der Bestseller-Liste erreicht, entscheiden Kit und Dyna, sich zu trennen. Längst fliegen die Fetzen hinter der blank polierten Fassade des erfolgreichen lesbischen Musterpärchens. Aber was tun, wenn die PR-Maschinerie gerade erst richtig anläuft? Kit und Dyna entscheiden sich für die Aufrechterhaltung des äußeren Scheins. Und für gemeinsame Therapiesitzungen, die nicht wirklich zur De-Eskalierung der Lage beitragen. Nicht minder turbulent geht es in der zweiten Staffel weiter. obwohl Kit und Dyna fest entschlossen sind, doch noch einmal für ihre Beziehung zu kämpfen, lassen die Dramen nicht lange auf sich warten. Erst als nach und nach die wohlgehüteten Leichen aus dem Keller geholt werden, fangen die beiden an, sich richtig mit ihrer Beziehung auseinander zu setzen. Und merken dabei, was diese wirklich für sie bedeutet …
Fotos: Blue Boeser, Miriam Reinhardt, wehavetostopnow.tv

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„We have to stop now“ ist brillant gespielt und großartig in Szene gesetzt. Nicht umsonst tragen Cathy de Buono und Jill Bennett den Titel „Celesbians of the Year“. Am 13. Juli zeigen die beiden Schauspielerinnen und Produzentinnen, die auch im wahren Leben ein Paar sind, warum. Nach der Filmvorführung um 20 Uhr stehen sie im Kinosaal für Fragen zur Verfügung. Im Anschluss folgt ein lockeres Meet-and-Greet in der Lounge. We can’t get enough of it! Tickets und Informationen zur Veranstaltung sind im Mathäser erhältlich. Weitere Infos zur Serie und den Schauspielerinnen unter: www.cathyisin.com, www.jillbennett.com und www.wehavetostopnow.tv CH

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22.05.2012 12:05:09 Uhr

PRIDE WEEK

ProGrammkalender
die csd Pride Week
Alles auf einen Blick!
montag, mittwoch und donnerstag | 17.00 bis 20.00 uhr

Checkpoint München, Münchner Aids-Hilfe

Im Rahmen des CSD wird der checkpoint der Münchner Aids-Hilfe eine kostenfreie TestAktion für schwule Männer auf Chlamydien und Gonokokken durchführen. Beides sind sexuell übertragbare bakterielle Infektionen, die insbesondere Erkrankungen der Schleimhäute im Augen-, Atemwegs- und Genitalbereich auslösen können. Werden sie nicht behandelt können sie teilweise zu schwerwiegenden Folgen führen. Zudem gibt es deutliche Hinweise darauf, dass eine bestehende Chlamydieninfektion die Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, einschließlich HIV bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr erleichtern kann. Bei schwulen Männer liegt oft eine rektale Infektion vor, die jedoch oft wenig konkrete Symptome machen und daher unentdeckt bleiben. Die meisten Infektionen heilen zwar komplikationslos ab, können aber bis dahin immer wieder weitergegeben werden. Deshalb ist es notwendig eine festgestellte Infektion auch zu behandeln. Daher bieten wir allen schwulen und bisexuellen Männern an, im Juli bei checkpoint München kostenfreie rektale Abstrichsuntersuchungen auf Chlamydien und Gonokokken durchführen zu lassen. Einfach ohne Termin vorbeikommen!

Grenzen und Berührungsängste kennt. Sie haben gemeinsam über den Tellerrand hinaus geblickt und Transmenschen auf der ganzen Welt besucht. Mit ihren Werken bringen sie die Welt nach München. Die Ausstellung ist vom 6. bis 11. Juli zu sehen, Vernissage am 6. Juli um 19 Uhr. Herzlichen Dank an den Fotografen Michael Behrendt, der für diesen Zeitraum der Pride-Ausstellung das Cafe Regenbogen zur Verfügung stellt. Seine Fotoausstellung „Stadtansichten“, die einen anderen, nicht klischeehaften Blickwinkel auf München eröffnen möchte, ist von 1. Juni bis 30. Juli (nicht von 6.bis 11. Juli) zu sehen. Café Regenbogen | Lindwurmstr. 71

2012
sa 07. Juli | 23.00 uhr

DAS LESBISCHE ANGERTORSTRASSENFEST GOES SHE-LA

Im Anschluss an das Lesbische Angertorstraßenfest veranstalten die Superwomen der She La Party ihre Party für Lesbian and Friends. Erst wird auf der Straße getanzt und danach, wenn die Flirt- und Partyseele mehr will, heißt es für alle auf zu She La. Die Veranstalterinnen spenden solidarisch für jeden Partygast einen Euro an die Lesbenberatungsstelle LeTRa. 8Below | Schützenstr.8

fr 06. Juli | 20.00 uhr

so 08. Juli | 14.00 bis 16.00 uhr

17 JAHRE BAU

Zum Auftakt der Pride Week feiern wir unseren 17. Geburtstag mit Prosecco, Häppchen, DJ und kleinen Überraschungen. Bau | Müllerstr. 41

FüHRUNG ZUR GESCHICHTE DER LESBEN IN MüNCHEN SEIT DEN 70ER JAHREN

fr 06. Juli | 22.00 uhr

Führung zur Geschichte der Lesben in München seit den 70er Jahren mit Christine Schäfer vom forum homosexualität münchen e.v. Treff: Sendlinger-Tor-Platz, unter dem Torbogen

SPLASH – WIR MACHEN SOMMER!
Knackige Männer, zackige Beats, coole Drinks und ein heißes Showprogramm: Das sind die Zutaten dieses Sommer-Events für Gays and Friends. Ein absoluter Augen- und ohrenschmaus mit DJ Lino. Nektar Beach | Praterinsel 3–5

mo 09. Juli | 18.00 uhr

QUEERE LEBENSLINIEN HIER UND ANDERSWO

08. bis 13. Juli | 12.00 bis 20.00 uhr

QUEER STATT FEAR – ANDERS OHNE ANGST

sa 07. Juli | 15.00 bis 23.00 uhr

DEIN 7. LESBISCHES ANGERTORSTRASSENFEST

fr 06. Juli | 19.00 uhr

TRANSMEN OF THE WORLD & UNTITLED PRIDE
Zwei hervorragende Künstler, Manuel Ricardo Garcia und Anselm Skogstad, beweisen zusammen in einer gemeinsamen Ausstellung – getreu dem Motto des CSD – dass Toleranz hier keine

Zum Auftakt der CSD-Pride-Week 2012 laden wir zum 7. Lesbischen Angertorstraßenfest unsere Community und unsere MitbürgerInnen aus der ganzen Welt ein, mit uns zu feiern, zu tanzen und die Straße zu rocken. Djane Eleni und Doro heizen uns mit internationaler Musik ein. Das Straßenfest findet mit Infotischen unserer Szenevereine, Biergarten, Essen und Tanz bei jedem Wetter statt. P.S. Wir würden uns freuen, wenn ihr solidarisch auf das Mitbringen eigener Getränke verzichtet. Angertorstraße

Café Regenbogen | Lindwurmstr. 71 |

di 10. Juli | 15.00 uhr

RATHAUSFüHRUNG MIT THOMAS NIEDERBüHL

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PrideGuide 2012

Fotos: Blue Boeser, MiLes, Designschule München

Während queeren Lebensentwürfen in immer mehr Staaten zunehmend Toleranz entgegengebracht wird, sind sie in anderen mit gesellschaftlicher und politischer Ausgrenzung und Verfolgung bis hin zur Todesstrafe bedroht. Zum diesjährigen Thema „Welt im Blick“ präsentieren die Queeraten eine Ausstellung zu historischen und aktuellen Entwicklungen der weltweiten Queer- und Geschlechterpolitik. Wir zeigen, wie sich queere Lebensentwürfe weltweit umsetzen lassen und wie man Verfolgte unterstützen kann. Landesgeschäftstelle Piratenpartei Bayern | Schopenhauerstr. 71

Queere Lebenslinien werden bis heute nicht als selbstverständlich akzeptiert. Lesben, Schwule und Transgender sind auch bei uns immer noch benachteiligt – früher wurden sie sogar verfolgt oder mussten sich verstecken. In vielen Ländern ist das bis heute so. Gerade die ältere Generation „hier und anderswo“ ist Zeitzeuge dieser lebensfeindlichen Umstände. Geschichtliche Hintergründe, persönliche Lebensgeschichten sowie aktuell bedrohliche politische Brandherde sollen in der diesjährigen CSD Veranstaltung von rosaAlter benannt werden. „Fight for global rights-Solidarität kennt keine Grenzen – und kein ALTER!“ Als Fachleute konnten wir Albert Knoll vom Forum Homosexualität und Geschichte sowie Flu Bäurle von MERSI/Queer Amnesty gewinnen. Individuelle Lebensgeschichten von älteren LBGT- Angehörigen runden die Veranstaltung ab. Moderation: Peter Priller, Beratungsstelle rosaAlter. Eine Veranstaltung der Beratungs-und Vernetzungsstelle rosaAlter, ein Projekt der Münchner Aids-Hilfe Betriebs- und Verwaltungs GmbH

PRIDE WEEK
Concept & Artwork: www.mikeroth.de

alles wird klarer...
Thomas Niederbühl, seit 1996 Stadtrat der Rosa Liste, zeigt „sein“ Rathaus der Community. Bei einer Führung im Münchner Rathaus vermitteln er und Georg Reichlmayr, Gästeführer der Landeshauptstadt, Einblicke in interessante Details von der Geschichte des Rathauses bis hin zur aktuellen Stadtpolitik. Gezeigt werden u.a. der kleine Sitzungssaal mit seiner neugotischen Möblierung, die Juristische Bibliothek und der große Sitzungssaal, in dem die Vollversammlung des Stadtrats tagt. Treff: Marienplatz, Am Fischbrunnen

...wenn man klarheit schafft.

di 10. Juli | 18.00 uhr

INTERKULTURELLES PICKNICK

n zum CSD: Sonderaktiof Tripper und u

Abstriche a li kostenlos! Clamydien im Ju

Die MiLes laden zu einem „interkulturellen Picknick“ in den Englischen Garten. Bitte bringt Decken sowie Essen und Trinken mit. Diverse „Sportgeräte“ (z.B. Frisbee, Fußball, Badminton...) sind auch gern gesehen, denn nach dem Sitzen wird uns vielleicht etwas Bewegung sicher gut tun. Zu erkennen sind wir an unseren roten MiLes-Shirts. Treff: auf der Wiese im Englischen Garten vorm Monopteros

Jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag von 17.00 bis 20.00 Uhr Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstraße 71 U-Bahn Goetheplatz
Die Beratungsstelle der Münchner Aids-Hilfe e.V. wird finanziell gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz sowie der Landeshauptstadt München.

di 10. Juli | 19.30 uhr

LEBENSPARTNERSCHAFTSGESETZ UND ERBRECHT: WIE SIND LESBISCHE UND SCHWULE PAARE ABGESICHERT?
Seit dem Inkrafttreten des Lebenspartnerschaftsgesetzes (LPartG) am 01.08.2001 haben sich ca. 21.000 gleichgeschlechtliche Paare das Jawort gegeben und sind damit eine rechtlich verbindliche Beziehung eingegangen. Diese Bindung ist leider der Ehe immer noch nicht gänzlich gleichgestellt, deren rechtliche Wirkungen entsprechen aber im Wesentlichen denen der Ehe. Der juristische Fachvortrag mit den Rechtsanwältinnen Maria Demirici und Julia Roglmeier (Kanzlei Roglmeier & Demirci) informiert über die Inhalte der gesetzlichen Regelungen und rechtlichen Konsequenzen der Eingehung und Auflösung der Lebenspartnerschaft in familienrechtlicher und erbrechtlicher Hinsicht. Außerdem wird ein Überblick über den behördlichen und gerichtlichen Verfahrensablauf bei Eingehung und Auflösung der Lebenspartnerschaft gegeben. Eintritt frei. Sub | Müllerstr. 14

mi 11. Juli | 19.00 uhr

LGBT-FLüCHTLINGE IN BAyERN
Weltweit gibt es mehr als 80 Verfolgerstaaten mit homophobem Strafrecht. In sieben Staaten sind LGBT noch heute von der Todesstrafe bedroht. offen lesbisch, schwul oder transgender leben ist für viele Menschen in ihren Heimatländern mit großen Risiken und vielfältigen Gewalterfahrungen verbunden. Ist verfolgten und diskriminierten LGBT die Flucht nach Deutschland gelungen, werden sie in der Regel zuallererst zu einem Leben in Flüchtlingslagern gezwungen. „It’s a mental human prison“ – Leben in bayerischen Flüchtlingslagern“ heißt der Vortrag, mit dem Frau Andrae vom Bayrischen Flüchtlingsrat uns über die Lebensbedingungen von Flüchtlingen in diesen Lagern informiert. Antje Sanogo von der Münchner Aidshilfe, Diana Horn von LeTRa und Sascha Hübner von der Sub-Beratungsstelle sprechen über die besondere Situation von LGBT-Flüchtlingen aus dem Kontext ihrer Arbeitserfahrungen. Fragen, die sich stellen und die diskutiert werden können: Wie offen ist unsere Community für Flüchtlinge? Was können die Einrichtungen unserer Szene an Unterstützung leisten? Wie können wir uns als Szene politisch für einen menschlichen Umgang mit Flüchtlingen in unserem Land einsetzen? Sub | Müllerstr. 14 | Kostenbeitrag: 7 €, Vereinsmitglieder LeTRa/Sub 5 €

PrideGuide 2012

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RubRik

do 12. Juli | 19.30 uhr

PODIUMSDISKUSSION: DIE WELT IM BLICK

fr 13. Juli | 19.00 uhr

GOC-GRILLFEST

Traditionell findet am Freitag vor dem CSD unser Grillfest an der Isar statt. Essen und Getränke bringt bitte jeder selber mit. Bei unsicherem Wetter geben euch Frank (frank@gocmuenchen. de oder (089) 69 70 86 66) und die erste Seite unserer GoC-Website Auskunft, ob das Grillen stattfindet. Treff: östliches Kiesufer südlich der Tierparkbrücke

2012
sa 14. Juli | 10.00 uhr

ÖKUMENISCHER CSD-GOTTESDIENST

fr 13. Juli | 20.00 uhr

WE HAvE TO STOP NOW

Die große Motto-Veranstaltung des CSD München: „Fight for global rights – Solidarität kennt keine Grenzen“. Die Situation für Lesben, Schwule und Transgender ist in vielen Ländern ausgesprochen problematisch. Nicht nur weit weg in afrikanischen oder arabischen Ländern, sondern auch bei unseren europäischen Nachbarn: Gesetze zur Verhinderung von „Werbung für Homosexualität“ in St. Petersburg und entsprechende Vorhaben in der Ukraine sind nur die augenfälligsten Beispiele dafür. Der CSD München hat Aktivistinnen und Aktivisten von LGBT-Gruppen aus Kiew, Budapest und Zagreb eingeladen, die über die Situation in ihren Heimatländern berichten. Die Veranstaltung wird in englisch gehalten, ggf. werden die Beiträge auch ins Deutsche übersetzt. Moderation: Peter Jungblut (BR) Sub | Müllerstr. 14 | Eintritt frei

Mit dem Ökumenischen CSD-Gottesdienst überwinden wir seit vielen Jahren alle Grenzen. Als anglikanische, alt-katholische, evangelisch- lutherische, evangelisch- reformierte und römischkatholische Lesben, Schwule, Transgender und Heteros beginnen wir ganz selbstverständlich unseren großen CSD-Tag mit einem gemeinsamen Gottesdienst. Damit zeigen und fordern wir Solidarität! Wie immer unterstützt uns musikalisch der Regenbogenchor unter der Leitung von Mary Ellen Kitchens St. Lukas am Mariannenplatz

Exklusive Filmnacht mit den „Celesbians“ Jill Bennett und Cathy de Buono, die auf großer Leinwand die zweite Staffel ihrer preisgekrönten USamerikanischen Lesbenserie präsentieren. Nach der Filmvorführung um 20 Uhr stehen sie im Kinosaal für Fragen zur Verfügung. Im Anschluss folgt ein lockeres Meet-and-Greet in der Lounge. We can’t get enough of it! Mathäser Kino am Stachus | VVK im Mathäser

sa 14. Juli | 23.00 uhr

DIE CSD-PARTy

fr 13. Juli | uhrzeit siehe Webseite

do 12. Juli | 19.00 uhr

FüR DAS RECHT AUF AUSGEWOGENE BERICHTERSTATTUNG – WIE MEDIEN üBER LESBEN UND SCHWULE SCHREIBEN
Es soll ja alles so einfach sein heute: Homosexualität sei angekommen in der Gesellschaft, sagt man. Die liberale Gesellschaft habe uns integriert, hört man. Doch wenn überhaupt, dann dürfte das allenfalls für großstädtische Schwule gelten. Wie weit Homosexuelle wirklich in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, scheint fraglich bei den immer noch weit verbreiteten Schlagzeilen aus dem „Homosexuellen-Millieu“ und Berichten über „bekennende“ Homosexuelle – ganz so, als wäre Schwulsein eine Straftat. Und das anscheinend glatte Coming-out von Anne Will kann nicht darüber hinweg täuschen, dass Lesben in der Medienöffentlichkeit weithin fast unsichtbar sind, auch nach mehr als vier Jahrzehnten Lesben- und Schwulenbewegung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Autorin Elke Amberg, die auf Initiative der Beratungsstelle des Lesbentelefons (Letra) und mit der Unterstützung des Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) sowie der Wirtschaftsweiber veröffentlicht wurde. Wir präsentieren die Ergebnisse der Studie, diskutieren über Ursachen und loten aus, was Lesben und Schwule gegen das schiefe Bild tun können. Zeit und ort standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest! | www.csdmuenchen.de

Nach dem sensationellen Erfolg der letztjährigen INXoMNIA CSD-Party feiern wir 2012 im brandneuen NY.Club, auf zwei Floors mit den heißesten DJs der schwul/lesbischen Szene: oliver M (London), Sharon o Love (London), Danny K (München) und Louie Pacard (München).Weitere Infos in Kürze auf www.dieCSDparty.de NY-Club | Sonnenstr. 25

so 15. Juli | 14.00 uhr

FüHRUNG DURCH DIE KZ-GEDENKSTÄTTE DACHAU

SITTENSTROLCHE IM CAFé!
Die Sittenstrolche und Vertrauensmänner als Ehrenamtliche des Projekt Prävention übernehmen an diesem Abend das Café im Sub und überraschen mit Aktionen. Für gute Unterhaltung ist gesorgt! Sub | Müllerstr. 14

fr 13. Juli | 18.00 bzw. 22.00 uhr

CSD-WARMUP MIT DIvERSITy UND QUEERCAMPUS

QueerCampus und das diversity Jugendzentrum für Lesben und Schwule, Bisexuelle und Transgender veranstalten gemeinsam eine Einstimmung auf den Münchner CSD. Los geht es mit Grillen mit Livemusik an der Isar. Ab 18 Uhr stellen wir euch am Tierparkufer, direkt bei der Thalkirchner Brücke, Grills und Holzkohle zur Verfügung. Essen muss selbst mitgebracht werden, Getränke können vor ort kostengünstig erworben werden. Dazu gibt es Acoustik-Musik mit Gitarre und Gesang von der Band VAIT. Im Anschluss findet ab 22 Uhr im diversity Jugendzentrum (Blumenstr. 11) eine Party mit zwei DJanes statt. Der Eintritt ist frei, die Getränke günstig und den Spaß gibt‘s gratis dazu. Mehr Infos unter www.diversity-muenchen.de

so 15. Juli | 20.00 uhr

17 JAHRE BAU

Der Abschluss der Pride Week wird ein stimmungsvoller Höhepunkt mit DJ Hillary, deutschen Schlagern und bester Stimmung! Bau | Müllerstr. 41

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PrideGuide 2012

Foto: www.queergottesdienst.de

Mit einer zweistündigen Spezialführung von Albert Knoll (forum homosexualität münchen e.v.) wird die Geschichte des KZ Dachau erzählt und gleichzeitig die Verfolgung der Schwulen und Lesben während des Nationalsozialismus vermittelt. Die originalen Gebäude werden besichtigt und an Einzelbeispielen die Haftbedingungen dokumentiert. KZ-Gedenkstätte Dachau | Alte Römer Straße 75

PARADE & STRECKENPLAN
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Zum Herausnehmen & Einstecken!
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die PolitParade
„Fight for global rights – Solidarität kennt keine Grenzen“
Mehr als 40.000 TeilnehmerInnen und ZuschauerInnen waren in den letzten Jahren dabei und zeigten mit mehr als 60 Paradewagen und Gruppenformationen fantasievoll und lautstark Flagge gegen Diskriminierung. Die ca. 4,5 Kilometer lange Strecke führt an prominenten Plätzen in der Münchner Innenstadt vorbei und durch das Glockenbachviertel. Bevor es am 14. Juli pünktlich um 12 Uhr los geht startet im Vorfeld um 11.15 Uhr der „Politische Auftakt“ auf der großen Showbühne auf dem Marienplatz mit CSD-Sprecherin Rita Braaz und Rosa-Liste Stadtrat Thomas Niederbühl sowie Statements von unseren KommunalpolitikerInnen. Die Parade wird klassisch von den Dykes on Bikes und der politischen Spitze mit Rosa-Liste Stadtrat Thomas Niederbühel und der 2. Bürgermeisterin Christine Strobl (vertritt heuer den CSD-Schirmherrn oB Christian Ude) angeführt. Wer sonst noch alles dabei ist: www.csdmuenchen.de, dort könnt Ihr Euch auch noch bis Mittwoch, 20. Juni anmelden. Die Positionsauslosung findet am Donnerstag, 21. Juni, ab 21 Uhr öffentlich im Café des Sub in der Müllerstr. 14 statt und wird live übertragen von „Uferlos 92,4 FM – dem schwullesbischen Magazin auf Lora München 92,4“. Einschalten oder vorbeikommen, wir freuen uns auf Euch!

Der Weg der Parade.

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Eindruck der Politparade.

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Foto: Miriam Reinhardt

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STRASSENFEST

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Große Showbühne auf dem Marienplatz
14./15. JULI 2012
Am gesamten CSD-Wochenende erwartet Euch ein Musik- und Showproramm der Extraklasse! Im Anschluss an die Showacts könnt Ihr die Künstlerinnen und Künstler in der Meet-and-Greet Area hinter der großen Showbühne ganz persönlich treffen. Alle KünstlerInnen haben auf ihre Gage verzichtet! Lediglich Reise- und Übernachtungskosten, sowie Kosten für begleitenden Bands und benötigte Technik werden durch den CSD München übernommen. Wir sagen ganz herzlich Dankeschön!

Zum Herausnehmen & Einstecken!

Samstag, 14. Juli
von 15.30 bis 19.00 Uhr ist unser GebärdendolmetscherTeam vor Ort.
11.15 uhr

mit Thomas Niederbühl, CSD-Sprecher und Stadtrat der Rosa Liste, und Christine Strobl, 2. Bürgermeisterin der LH München (in Vertretung des oberbürgermeisters).

16.00 - 17.00 uhr

SamStag

CSD-GEDENKAKTION „500 LUFTBALLONS FüR DIE OPFER vON HIv UND AIDS“
mit musikalischer Begleitung von Monaccord e.V., Vereinigung der Münchner schwul/lesbischen Chöre. Gekrönt wird das Ganze durch den opern Star Janel Frazee. „Hairspray“ mit Uwe Kröger – Das Musical „Hairspray“ gastiert noch bis zum 22. Juli in München und präsentiert Auszüge daraus auf der CSD Bühne. Das Deutsche Theater München macht es möglich und setzt noch ein Topping, Musical Star Uwe Kröger ist garantiert mit dabei. Wommy Wonders – Mit bombastischer Plastikfrisur und einem einmalig haltlosen Mundwerk tritt der Stuttgarter Travestiestar erstmals beim Münchner CSD auf. Edle Schnittchen – Das schweizer Damen-Duo präsentiert mit seiner Band Chanson-Comedy der Spitzenklasse. „go east“ – LGBT-Aktivistinnen und Aktivisten aus Kiew, Zagreb und Budapest berichten über die Situation in ihrem Land eingebettet von den „United for Freedom“ Sängern.

AUFTAKT ZUR POLITPARADE
Begrüßung mit Rita Braaz, CSD-Sprecherin und Thomas Niederbühl, Stadtrat der Rosa Liste und Statements unserer Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker.

zu beglücken. Manuel Sanchez – Der Schlagersänger mit spanischen Wurzeln präsentiert seine neuen Songs. Grußwort von Volker Beck, erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Felix-Rexhausen-Preis Verleihung – Bund lesbischer und schwuler JournalistInnen zeichnet beispielhafte Berichterstattung aus.

19.00 - 21.00 uhr

12.00 uhr

STARTSCHUSS ZUR CSD-POLITPARADE
12.00 - 15.30 uhr

DJ JAMES MUNICH Resident DJ | Die Carmens | Venus Frauenpart

15.30 - 16.00 uhr

17.00 - 18.00 uhr

MUSIKALISCHE ERÖFFNUNG DES CSD-BüHNENPROGRAMM MIT DEM OFFIZIELLEN CSD-SONG „FREEDOM“ vON UNITED FOR FREEDOM
United for Freedom: Torrey Jr., Manuel Sanchez, Xenia Lane, Janel Frazée, Angel Hell, CHRIS Kolonko

Jonny Kiss – Die Kunstfigur von Musicalstar Felix Martin vereint alle Vorurteile eines schwulen Schlagersängers und bringt dies mit einer einzigartigen Komik auf die Bühne. Torrey Jr. – Mit seinem neuen Album bringt der Sänger südamerikanisches Flair auf den Marienplatz. Filly Follies – Aphrodite DeVine, ChiChi Bouvet und Diva DeSaster sind die Pioniere der Münchner Bourlesque-Szene. Kim Fisher – Kim & the Fisher Friends – Die bekannte Moderatorin und Sängerin tritt erstmals beim CSD in München auf und zeigt, was München bisher versäumt hat.

21.00 - 22.00 uhr

POLITISCHE ERÖFFNUNG DES CSD-WOCHENENDES

18.00 - 19.00 uhr

StarTreff Follies – Kölns erfolgreichste Travesitegruppe schließt zwei Tage lang ihr Theater, um die Münchner mit ihren prachtvollen Kostümen zu umgarnen.

Gloria Gray mit Band – Die Societeylady und „Grande Dame“ mit Gardemaß verlässt ihr „Café Gloria“ im beschaulichen Zwiesel, um München

22 .00 - 24.00 uhr
DJANE DANNY K. – NY Club | Amazonas

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PrideGuide 2012

STRASSENFEST
Zum Herausnehmen & Einstecken!

Sonntag, 15. Juli
12.00 - 14.00 uhr DJ JAMES MUNICH Resident DJ | Die Carmens | Venus Frauenparty 14.00 - 15.00 uhr

Musical und bringt Mädels wie Jungs mit seiner Stimme und Charme zum Schmelzen und Abtanzen.

DJ DMITRY STRIGUN London | Moskau DJ CAMBIS – Kosmo Records

16.00 – 19.00 uhr

19.00 - 20.00 uhr

Stefan Maier Trio – Der Songwriter und Sänger stellt u.a. seinen Sommerhit „Feel good“ vor. Veronika Twerdy – die Newcomerin, die sich derzeit in Bristol (England) zur Songwriterin ausbilden lässt, braucht sich nicht zu verstecken und begeistert mit ihrer klaren Stimme.

15.00 - 15.30 uhr

Chrisie Edkins – In England und den USA gilt sie als Ikone der Transsexuellen und stellt ihre New 80s Music nun auch in Deutschland vor.

Baby Bubble – Das bayerische original der Travestieszene wird in diesem Jahr den CSD zum Jodeln und Lachen bringen. Marc Staudinger – mit verschiedenen Bands war der Sänger & Schauspieler (Alles was zählt, RTL) bereits mehrfach mit Nr.1-Hits in den Charts platziert, jetzt zeigt er sich endlich live in München. Benjamin Pring – Der Akrobatik Star der Cirque de Solei Show Drallion wird mit seinem Traumkörper mit Sicherheit dafür sorgen das so mancher diesen CSD nie vergisst.

19.00 – 22.00 uhr

22.00 – 24.00 uhr

DJANE PANToNA – Female:pressure | Roit not Diet! DJ-Team | bikekitchen

Sonntag, 15.07.2012
DJANE KoNNY – U27 | L-World Club&Lounge | Ladylike

12.00 – 16.00 uhr

20.00 - 21.00 uhr

ANNA MARIA KAUFMANN
Die opern und Musicalkönigin tritt weltweit zum ersten Mal bei einem CSD auf und präsentiert sich mit ihrem neuen 50th & 60th Album „It’s a good day“ von einer ganz neuen Seite. Tubbe – Mit einem ganz eigenen Sound hat sich die Band eine deutschlandweite Fanbase erspielt und wird mit ihren Electrobeats das letzte Highlight vor dem Finale setzen.

15.30 - 17.00 uhr

DJANE ELENI – DJane´s Delight Grosses Frauenfest | Balkansisters | LeTRa-Straßenfest

16.00 – 18.00 uhr

PUMPSRACE

mit Kay Ray, CHRIS Kolonko und Co-Moderation Sophie Russel von den StarTreff Follies, einem kurzen Special von Chantal G. und einem Akrobatischen Highlight von David Pereira“.

18.00 – 19.00 uhr

DJANE SHARoN-o-LoVE – Salvation London | Rapido Amsterdam| NY.Club PoENITSCH & JAKoPIC AKA BLAUEPHASE DJ-TEAM – Disco Art Rec. | Café am Hochhaus | Garry Klein

19.00 – 22.00 uhr

17.00 - 18.00 uhr

21.00 - 22.00 uhr

Kay Ray – wer ihn schon einmal live erlebt hat, weiß dass bei diesem Soloauftritt alles unvorhergesehene passieren kann und wird. Milchmädchen – nachdem im letzten Jahr ihr Auftritt buchstäblich ins Wasser fiel, ist die Band in diesem Jahr noch einmal dabei, um den Marienplatz zum Kochen zu bringen.

GROSSES FINALE CSD 2012
DJ JAMES MUNICH - Resident DJ | Die Carmens | Venusfrauenparty

Partyarea Rindermarkt:
14./15. Juli

Regenbogenfamilien-Area:
Landschaftsstraße / Weinstraße

18.00 - 19.00 uhr

CHRIS KOLONKO UND UNITED FOR FREEDOM GOES PARTy
Hier vereinen sich die Stimmen von Angel Hell, Janel Frazée, CHRIS Kolonko, Manuel Sanchez, Torrey Jr und Xenia Lane zu einer Megaparty. Angel Hell – Jetzt wird Pop & Rock in bester P!NK-Manier auf die Bühne geholt und der Marienplatz zum Beben gebracht. Michael Fischer – Der Kölner mit bayerischen Wurzeln singt von Pop, über Schlager bis hin zu

Hochkarätige Djanes und DJs sorgen am Samstag und Sonntag auf Münchens größtem Open-AirDancefloor für Partystimmung!

Samstag, 14. Juli
15.00 – 18.00 Uhr Pädagogisch betreutes Unterhaltungs- und Spielprogramm für die Kleinsten unter uns. Mit Malen, Schminken, Geschicklichkeitsspielen u.v.m. Das Angebot wird gemeinsam mit MobilSpiel e.V. gestaltet. Die Älteren unter uns können am Infostand der Gruppen LesMamas und Regenbogenväter aktuellste Infos zum Thema Regenbogenfamilien einholen.

Samstag, 14. Juli
12.00 – 16.00 uhr
DJ MARTIN – Carmen’s Lounge | Run for Life

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LAGEPLAN

Zwei Tage Straßenfest rund um das Münchner Rathaus und auf dem Rindermarkt
Legende
Infostand CSDInfopoint Geldautomat Toilette BehindertenToilette Sanitästdienst Getränke Essen
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Zum Herausnehmen & Einstecken!

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CSD-Infopoint (Marienplatz hinter der Showbühne): Vorverkauf für das CSD-RathausClubbing, PrideArtikel und T-Shirts sowie alle Infos rund um das CSD-Straßenfest. Öffnungszeiten Straßenfest: Samstag, 14. Juli von 12-24 Uhr und Sonntag, 15. Juli von 12-22 Uhr. Die Regenbogen-Familienarea auf dem Marienhof und die Infostände in der Weinstraße finden nur am Samstag, 14.7. statt.
ger Die Toilette im Rathaus-Prunkhof istnaufgrund des stra ße RathausClubbings am Samstag, 14.7. zwischen 21 und 24 Uhr nicht zugänglich. Wir bitten in dieser Zeit auf die Toiletten im U-Bahn-Zwischengeschoß und am Rindermarkt auszuweichen.
Stark vereinfachte Darstellung. Änderungen möglich. Keine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

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Rathaus Prunkhof

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Zwei Tage Showprogramm
im U-Bahn-Zwischengeschoss

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Open-Air-Disco auf dem Rindermarkt

Der Plan zum Straßenfest.

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PrideGuide 2012

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RATHAUSCLUBBING

10. CSD-rathauS

clubbing
Samstag, 14. Juli 2012, 22.00 – 05.00 Uhr

eaSY listening
Prunkhof
openair bei jedem Wetter! Easy-Listening-DJ-Legende Bernd Hartwich und eine spektakuläre Lightshow sorgen für allerfeinste Partystimmung.

Food Plaza
Wirtschaftshof
Neu in diesem Jahr, unser Food Plaza gleich nebenan im Wirtschaftshof.Nur hier gibt’s die legendäre Prijak-Currywurst, Crêpes in allen Varianten und dazu den vielleicht besten Kaffee der Stadt!

deine

tickets!
Tickets gibt es im Vorverkauf zu 22€ zzgl. Gebühren bei Lillemor‘s (Barerstr. 70), im neuen Sub (Müllerstr. 14), im SPEXTER (Müllerstr. 54), bei allen an München Ticket angeschlossenen VVK-Stellen und online unter www.muenchenticket.de! Tickets an der Abendkasse für 25€.

candY club
1. Stock
Seit 13 Jahren bereichert der Candy Club das queere Nachtleben Münchens. In diesem Zeitraum wurden viele Freundschaften geschlossen. Deswegen präsentiert sich die Rathaus Ärea diesmal ganz international: mit den DJs Sheila Chipperfield (London/Berlin – u.a. regular bei LoNDoN CALLING), Stefan Elsbacher (FM4, Wien) und Eve Massacre (orchid Party, Nürnberg). Wie schon im vergangenen Jahr wird wieder ein „DJ-Swapping“ mit der Roten Sonne stattfinden...

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Foto: Markus Hein / pixelio.de

RATHAUSCLUBBING

2. Stock, Kleiner Sitzungssaal

cHillout lounge

„lillet“

Gepflegt entspannen im holzgetäfelten Ambiente des historischen Sitzungssaals. Powered by „Lillet“, dem fruchtigen Weinaperitif.

2. Stock, Großer Sitzungssaal

claSSic ballroom

Einzigartig und so nur beim RathausClubbing zu erleben: Klassischer Paartanz auf historischem Parkett. ChaCha und Tango tanzen, wo sonst der oberbürgermeister und der Stadtrat tagen. DJ Bernd garantiert für den perfekten Musikmix.

3. Stock, Westflügel

Pool‘S veryPride

balkansisters vS.
2. Stock, 22.00 - 01.30 Uhr

dJane‘S deliGHt-FrauenFeSt
DJane Eléni heizt ein mit feurigen Balkan Beats gemixt mit Ihrem bewährten Partysound aus Classix, Charts, Pop, 80ies und Clubsounds. Mehr unter www.frauenfest-muenchen.de

Letztes Jahr platzte der House Floor im Rathaus wieder einmal aus allen Nähten – deshalb wird es dieses Jahr noch mehr Platz für noch mehr Party geben! Die von PooL und der Crew um DJ Cambis traditionell zum CSD organisierte House Party „VeryPride“ wird auch dieses Jahr wieder im Neuen Rathaus stattfinden. Die DJs Cambis (Kosmo Records) und DmiTry StriGun (London/Moskau) werden zusammen mit den veryPrideGogos den High-Energy House Floor zum abheben bringen! Wer die beiden tagsüber schon erleben möchte: Am Rindermarkt starten sie um 17 Uhr durch! Ready for Take-off?

2. Stock, 01.30 – 05.00 Uhr
Schon bevor sie am Sonntag das Liveprogramm des diesjährigen CSD beenden, präsentieren sich Klaus und Steffi von der Band Tubbe mit einem DJ-Set beim Rathausclubbing. Aufgrund ihrer Liebe zu knarzigen Bässen und trockenen Beats, darf man mit Spannung ein unterhaltsames Programm erwarten, wenn die beiden ihre Lieblingsmusik auch aus der Konserve vorstellen...

tuBBe dJ-set

3. Stock, Ostflügel

amazonas

AMAZoNAS party for lesbians! Transgender & gays are very welcome!. Die bekannte Frauenparty, die dieses Jahr ihren 10. Geburtstag feiern wird,bespielt erstmalig eine Area im Rathaus mit gemischtem Clubsound von R‘n‘B bis vocal-house.

daS ratHauScluBBinG
Candy Club CSD Special

after Hour

Wer nach dem RathausClubbing immer noch Lust auf Party hat, feiert in der Roten Sonne weiter beim Candy Club CSD Special! Mit den DJs Sheila Chipperfield (London/Berlin), Stefan Elsbacher (FM4, Wien) und Eve Massacre (orchid Party, Nürnberg). Besucher/innen mit Tickets vom Rathausclubbing erhalten ab 3 Uhr freien Eintritt! oPEN END!

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MAINACT

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Foto: Manuel Jacob

MAINACT

cHriS kolonko
Der varietéstar präsentiert zwei Tage bestes Entertainment
Als CHRIS vor 2 Jahren beim CSD auftrat, hätte er selbst nicht gedacht, dass er schon bald die gesamte künstlerische Leitung der Bühnenshow zum Münchner CSD übernehmen wird. Nach dem Abschied von Christian Kranich, der in den letzten Jahren für das Showprogramm verantwortlich war, fiel die Entscheidung recht schnell, dass man CHRIS Kolonko fragt, ob er dessen Aufgabe übernehmen möchte. Mit eigener Künstleragentur, der „CHRIS Kolonko Showkonzepte“, und einem Team von Mitarbeitern welches zu 100 % hinter ihm steht, schien er den Vereinen der Richtige zu sein, um diese Aufgabe zu übernehmen. So setzte CHRIS all seine Erfahrungen ein und nutzte seine Kontakte und Beziehungen aus jahrelanger Arbeit in Varietés und Theatern, um eine der größten CSD-Shows in München zu inszenieren. Eine Show die seinen Vorstellungen und Wünschen entspricht und die politische Talks einrahmt, keine zu langen Acts auf der Bühne verzeichnet, Newcomer als auch bekannte Stars präsentiert und vom Pumpsrace bis zu Münchner Szenegrößen alle Facetten zeigt.CHRIS selbst wird immer wieder kurz mit Moderationen und kleinen Showeinlagen von einem Akteur zum anderen leiten um gemeinsam mit United für Freedom, die er mit der Idee eines eigenen CSD Songs für München ins Leben gerufen hat, einen roten Faden zu bilden. Vor 20 Jahren hat CHRIS seine ersten Schritte vor ein Münchner Publikum gewagt, sich rasch über das Bel Étage Theater zu eigenen Shows hochgearbeitet und in seiner Geburtstadt Augsburg große Varietéproduktionen, wie die „Sterne der Nacht“ oder das „Winter Wonderland“, ins Leben gerufen. Bald schon führte er Regie in den Roncalli Varietés, bei Palazzo und auf Kreuzfahrtschiffen. In der kommenden Spielzeit von Schuhbecks teatro in München wird CHRIS 6 Monate lang der Star der Show sein und abermals in eine neue Rolle schlüpfen. Zunächst freut CHRIS sich aber darauf, die Herausforderung anzunehmen der Münchner Community eine Show zu bieten die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat und die es in einer solchen Größe bisher noch nie gab. Mehr Infos: www.chris-kolonko.de und www.facebook.com/CHRISKolonko Die Agentur „CHRIS Kolonko Showkonzepte“: www.ck-showkonzepte.de

Sub - Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V.
Beratung, Prävention, Begegnung. Ehrenamtlich, engagiert, tolerant!
Adresse:

Müllerstraße 14, 80469 München
Telefon:

(089) 8563464-00
Öffnungszeiten Cafe im Sub:

Sonntag bis Donnerstag von 19 bis 23 Uhr Freitag von 19 bis 24 Uhr Samstag von 15 bis 1 Uhr

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CSD 2012

KÜNSTLER

Zukunft stiften. gemeinsam!

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www.muenchner-regenbogen-stiftung.de 34 PrideGuide 2012 089 23000942

Verwaltet durch die

MAINACT

anna-maria kaufmann
Eine Diva, ein Superstar und eine der schönsten Stimmen unserer Zeit
Zum ersten Mal auf einer CSD-Bühne präsentiert sich die kanadische Star-Sopranistin der Community einmal ganz anders als man es von ihr gewohnt ist – nämlich mit Songs aus Ihrem neuen Album „It’s a good day!“, das in die 50er und 60er Jahre entführt und mit Bossa Nova-, Mambo- und Cha Cha Cha-Rhythmen gute Laune versprüht und die Zeiten von Vespas und Petticoats wieder aufleben lässt! Sie wurde als „Christine“ in „Das Phantom der oper“ berühmt, eroberte und bezauberte ein Millionenpublikum. Sie stand in den grössten opernhäuser der Welt auf der Bühne und kann auf Konzerte und Auftritte mit hochkarätigen Duettpartnern wie Nicolai Gedda, Peter Hofmann, Xavier Naidoo, Roberto Sacca, Barry Manilow, Michael Bolton und vielen anderen zurückblicken. Neben zahlreichen Preisen (u.a. „Die Goldenen Europa“ und der „Goldene Löwe“) erhielt sie acht goldenen Schallplatten und sang mehrfach bei Großereignissen wie der Fußball-Europameisterschaft vor über 800 Millionen Fernsehzuschauern die deutsche Nationalhymne. Auftritt: Sonntag, 15. Juli um 20.00 Uhr Mehr Infos: www.anna-maria-kaufmann.de und www.solo-musica.de

Foto: Marcella Merk

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MAINACT

kim &
tHe fisHerfriends
Die quirligste Entertainerin Deutschlands kommt mit ihrer Band
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Frei nach dem Motto ‚Sind sie zu stark – bist du zu schwach!’ laden Kim & the Fisherfriends zum Feiern, Tanzen und Mitsingen auf der open Air Bühne am Marienplatz ein. Sexy und gut gelaunt! Von Abba, Gitte, Diana Ross bis hin zu Adele, Melissa Etheridge oder Kool & the Gang haben sie alles im Gepäck, was es für den CSD braucht. Nachdem Kim schon bei diversen CSDs aufgetreten ist, brennt nun ihr Herz für München: „Es wird Zeit, dass wir zusammen feiern! Und München ist ganz sicher nicht zu schwach...!“ Mehr Infos: www.kim-fisher-online.de und unter www.facebook.com/offizielle.kim.fisher.seite

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KÜNSTLER

Kü ns tl er
Benjamin Pring hat viele Jahre für den weltberühmten Cirque de Soleil als Artist und Choreograph gearbeitet und zählt damit zu den Besten seines Fachs. Mit seinem Hula Hoop Act wird er den CSD in München bereichern und am Sonntag den CSD Besuchern zeigen, warum er zu den gefragtesten Künstlern der Branche zählt. www.benjaminpring.com Dem Allround-Talent, der mit Songs aus Pop, Rock, Schlager, Party und sogar Musical begeistert, wird eine große Zukunft vorausgesagt. Beim CSD stellt er seine erste Solo-Single vor. Zu unserer Einladung sagt er: „Ich bin super stolz, bei diesem Mega-Event dabei zu sein. Vielen Dank, dass ich in meiner Heimat Bayern diese riesige Chance bekomme.“ www.michaelfischer-live.de

BenJamin Pring

micHael fiscHer

Foto: Ric Engelhardt, Aliaksei Uvarau, uh-management, Thomas Lechner, Michael Panzer

Die Wahl-Berliner Tubbe kommen eigentlich aus München, machten in den lokalen Clubs schon seit knapp einem Jahr lautstark auf sich aufmerksam und landeten sogar in den Jahrescharts von on3 (Bayerischer Rundfunk). Mittlerweile nach Berlin umgesiedelt, kommen sie extra zum CSD zu ihrer treuen Fanbase zurück, die schon längst weiß, dass diese Band kurz vor dem Durchbruch steht. www.tubbemusik.de

tubbe

In Stuttgart ist Frl. Wommy Wonder seit Jahren ein gefeierter Star. Die Schwäbin mit der bombensicheren Plastik-Frisur nimmt kein Blatt vor den Mund und wird den Bayern in diesem Jahr zeigen, was ein schwäbisches Mundwerk so leisten kann. www.wommy.de

WommY Wonder

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KÜNSTLER

Star treFF follies
Wenn diese Truppe die Bühne stürmt gibt’s alles zu sehen, was der Name Travestie verspricht. Umwerfende Kostüme, aktuellste Parodien der Stars von gestern bis heute, Tanzchoreografien und natürlich Comedy und Persiflagen. Das eigene Revuetheater in Köln bleibt an diesem Wochenende extra für den Münchner CSD geschlossen, Chefin olivia ohara packt Koffer, Kisten und Künstler ein, um am Samstagabend für einen der spektakulärsten Höhepunkte zu sorgen – München ist stolz diese Truppe für den CSD gewonnen zu haben. www.startreff-cabaret.de

Gloria Gray: keine Premiere zu der sie nicht geladen ist, kein Filmfestival das sie nicht gern als Gast hätte und auch das oktoberfest wäre ohne sie nur halb so glamourös. In unzähligen Bühnen- und TV-Auftritten wurden u.a. Bo Derek, Johnny Logan, Marianne Sägebrecht, Tom Gerhardt, Cliff Richard und Amanda Lear zu Kollegen der „Grande Dame“ mit Gardemaß. Seit über 15 Jahren steht sie zudem für schillernde Varieté-Spektakel auf der Bühne und wird auch dem CSD in diesem Jahr, gemeinsam mit ihrer Band, einen Hauch von Glamour verleihen. www.GloriaGray.com

gloria gray & Band

Mit den Edlen Schnittchen kommt die Wortgewandtheit in Perfektion auf die Bühne. Sarah Ley am Mikrophon und Sarah Zuber am Piano sind ein Duo wie weiße und dunkle Schokolade. Textsicher, sprachlich gewandt und mit achtundachtzig Tasten „bewaffnet“, legen die beiden Damen aus der Schweiz mit Witz, Kitsch und Drama los: Dabei sind köstliche Lebens- und Liebeslieder, ein Paar ausgeliehene Chansons und auch gern mal ein trauriges Seemannslied. www.edleschnittchen.ch

moderatorenteam
Neben CHRIS Kolonko führt in diesem Jahr ein hochkarätiges Team an Moderatoren durch verschiedene Abschnitte des zweitägigen Bühnenprogramms. Monika Eckert, die Frontfrau und das Gesicht der Nachrichtensendung ‚münchen heute‘ auf münchen.tv wird erstmals als Gast-Moderatorin auf der Bühne stehen. Auch nach ihrer Teilnahme bei der RTL-Sendung „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“, lässt es sich Ramona Leiß nicht nehmen in diesem Jahr den CSD auf dem Marienplatz erneut mit zu moderieren. Und schließlich rundet der Exilmünchner Ivan van Boyzz, Münchnens wohl am längsten amtierende Maikönigin, das Moderatorenteam mit seinen bunten, schrillen und phantasievollen outfits ab. www.monika-eckert.com, www.ramona-leiss.de, www.ivanvanboyzz.de

Das Erfolgsmusical „Hairspray“ konnte in diesem Jahr keinen geringeren als den Musical-Superstar Uwe Kröger für die Hauptrolle der Edna Turnblad gewinnen. Uwe Kröger tritt damit in die Fußstapfen von Kollegen wie John Travolta und Uwe ochsenknecht. Der Megastar wird am Samstag gemeinsam mit anderen Darstellern einige Highlights der bunten Show mit ihren ausgefallenen Frisuren auf der Bühne am Marienplatz präsentieren. Wer Uwe Kröger und das Musical Hairspray einmal live erleben möchte, kann dies vom 3. bis 22. Juli im Deutschen Theater. www.deutsches-theater.de

Hair sPray

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Foto: StarTreff Follies, Folker Schellenberg, Pablo Wünsch Blanco, Lioba Schöneck (Deutsches Theater München), LEo Magazin, Brian Michael Seyum & Nico Larisch

edle ScHnittcHen & band

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RubRik

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PUMPSRACE

Bunter, lustiger und schriller denn je

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Das PumpsRace verspricht in diesem Jahr allein durch die Moderation von Kay Ray ein unvergessliches und ausgefallenes Highlight am CSD-Sonntag zu werden. Gesteigert wird dies nur noch durch die Co-Moderation von Sophie Russel von den Kölner Star Treff Follies. Gemeinsam ergeben die beiden Entertainment-Bomben ein wahres Feuerwerk an bunten, schrillen, punkigen, aber vor allem lustigen Eindrücken. Auch die Jury verspricht neben der Gewinnerin vom letzten Jahr unter anderem mit Annamirl Schwammthaler und Chantal Gpunkt den Marienplatz zu begeistern. Zudem wird Chantal Gpunkt mit einer Showeinlage für staunende Gesichter sorgen. Wer in diesem Jahr beim Pumpsrace mitlaufen möchte, kann sich jetzt schon für einen der limitierten Plätze anmelden unter pumpsrace@csd-muenchen.de die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 Personen begrenzt.

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PUMPSRACE

Foto: Goldrush Productions GmbH

Teilnehmen darf jeder, der es schafft sich in Higheels zu zwängen die mindestens 8cm hohe Absätze haben. Natürlich kann man sich auch am Veranstaltungstag selbst noch bis 13 Uhr hinter der Bühne anmelden. Da die Teilnahmeplätze allerdings limitiert sind, haben alle, die sich via Email vorab registrieren Vorrang. Schickt hierzu einfach euren Vor- und Nachnamen, eurev Handynummer (nur für interne organisatorische Zwecke), sowie eurem Künstlernamen unter dem ihr antreten wollt an: pumpsrace@ csd-muenchen.de

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KÜNSTLER

milcHmädcHen
Trotz heftigen Platzregens bot die Band aus Frankfurt letztes Jahr einen unvergesslichen Auftritt. Wer mit soviel Herzblut für die Szene eintritt, dem bieten wir in diesem Jahr gerne wieder eine Plattform und hoffen auf bessere Wetterverhältnisse und strahlenden Sonnenschein. Denn dass die Milchmädchen den Marienplatz zum Kochen bringen, haben sie bereits bewiesen. www.milchmaedchen.eu

BaBY bubble

Münchnerischer könnte es nicht sein, wenn sie auf die Bühne geht. Da wird gejodelt, geblödelt und die Masse zum Mitsingen hingerissen. Die Gestik, der Witz und die Schlagfertigkeit von Baby Bubble lässt kein Auge trocken. Mit scharfer Zunge und zu meist im Jodeloutfit ist sie seit über 25 Jahren nicht mehr aus München weg zu denken und bereichert die hiesige Gayszene immer wieder auf’s Neue mit Ihrer Erscheinung. Ein Besuch des Rosa Montag auf der Wiesn ohne ein Servus, Grüzi und Hallo von Baby Bubble unvorstellbar – genau so wie ein Münchner CSD ohne die Jodelkönigin der Travestie. www.babybubble.de

Der Münchner Songwriter und Gitarrist Stefan Maier bringt die Sonne am CSD-Wochenende auf den Marienplatz. Mit seinen Eigenkompositionen pendelt er gekonnt zwischen Pop und Rock und präsentiert mit „on my way“ sein erstes Solodebüt. Gemeinsam mit seiner Band lässt er uns den Sommer mit Songs wie „Feel Good“ in vollen Zügen genießen. Für die Liveumsetzung holt sich Stefan Maier Daniel Rasquin (Drums & Backing Vocals), Bylle Barringer (Bass & Backing Vocals) sowie Helli Lechner (Guitar & Backing Vocals) auf die CSD-Bühne und eröffnen am Sonntag gemeinsam die open-Air-Show. www.stefan-music4u.com und www.facebook.com/stefanmaiertrio

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Foto: Bernd Müller, Stefan Maier, Verena Gremmer, Ulrich Roth, Marc Staudinger

SteFan maier trio

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KÜNSTLER

FillY follies

ob männermordender Vamp, funkelnder Feuervogel oder verzweifelte Hausfrau, die drei Filly Follies wissen sich immer kokett in Szene zu setzen und zelebrieren mit Leib und Seele stilvoll die betörende Kunst des New Burlesque. Die Filly Follies bestehen aus Aphrodite DeVine, der kurvigen Göttin, der der Schalk im Nacken sitzt, aus ChiChi Bouvet, das strahlende Starlet, immer von einem Hauch Glitzer und Glamour umgeben und aus Diva DeSaster, die feurigen Glamour und verruchte Grandezza vereint. Am Samstagabend werden die Filly Follies dann den Marienplatz zum Glühen bringen. www.fillyfollies.com und www.facebook.com/fillyfollies

marc staudinger
Der Sänger Marc Staudinger tourte 2003 mit der Popformation „Attention“ als Support Act zu DJ Bobo’s „Visions-Tour“ durch Deutschland und feiert dort seinen ersten ToP 100-Hit. 2008 als Sänger des Popprojektes „Code Red“ war Marc mit zwei Nr. 1 und ToP 10-Hits in den Charts vertreten und wurde ein Jahr später in den VIVA Club Rotation-Charts auf Platz 1 gelistet. Aktuell steht Marc für RTL in der Rolle des Weddingplanners „Pierre Aldemar“ in der Daily Soap „Alles was zählt“ vor der Kamera und ist ganzjährig für das SAT1-Frühstücksfernsehen mit „versteckter Kamera“ im Einsatz. Beim CSD wird er am Sonntag auf dem Marienplatz zu erleben sein. www.marcstaudinger.de

Jung, muskulös, unglaublich biegsam und weltweit erfolgreich. Wenn David Pereira die Bühne betritt, sind ihm die neidischen und auch schmachtenden Blicke garantiert. Mit Charme und Sexappeal flirtet der spanische Akrobat mit seinem Publikum und seine Mischung aus Ballet und Kontorsion lässt nur Begeisterung pur zu! www.davidpereirart.com

david Pereira

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KÜNSTLER

www.chrisie.net

Die in Österreich geborene Sängerin und Songwriterin Veronika Twerdy (kurz Vee) studierte vier Jahre lang in München und belegt derzeit einen Kurs im Songwriting in Bristol (England). In ihren Semesterferien reiste Vee mit ihrer Gitarre um die Welt, um ihre Träume zu verwirklichen. Auf Hawaii lernte sie beim Surfen ein Filmteam kennen und drehte kurzerhand mit ihnen ihr erstes Musikvideo zum Song „Story for sale“. Diesen Song präsentiert sie unter anderem am Sonntag dem Publikum auf dem Marienplatz. www.facebook.com/pages/Veronika-Twerdy/107114322708975

Jonny

kiSS

kaY

Schrill und pink schlagert sich der gefeierte Musicalstar Felix Martin (Tanz der Vampire, Elisabeth, Rocky Horror Show) in seiner Rolle der Kunstfigur Jonny Kiss durch das CSD Programm. Seit 2010 schlüpft er in die Rolle seines Alter Egos und präsentiert eine kurios skurrile Schlager-Comedy-Show. www.felixmartin.de

Rote Rasta-Locken oder lieber weizenblonde Strubbelmähne? Gelbe Schuhe mit grünen Sohlen oder rote Stiefel mit blauem Absatz? Nur kein Konformismus. Auf jeden Fall hauteng, quietschbunt und 100% Polyester. Mit expressiver Stimme singt der androgyne Edel-Punk große Pop-Perlen und interpretiert eigenwillig große Diven. www.kayray.de

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Foto: Glenneroo, www.glenneroo.com, Goldrush Productions GmbH, Felix Martin, Chrisie Edkins

Der Transgender-Star aus Großbritannien tritt seit vielen Jahren in England und den USA mit eigenen Konzerten auf und hat es mit seiner „New 80‘s Music“ in beiden Ländern zu einer großen Popularität geschafft. Dem deutschen Publikum wird sie seit einigen Jahren durch Reportagen und Berichte der RTL-Sendung „Explosiv“ vorgestellt. Beim CSD wird sie am Sonntag den Marienplatz einheizen.

cHriSie edkins

veronika tWerdy

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CSD-HYMNE

Foto: Manuel Jacob (3x), Michael Quedzuweit, www.michael-q.de, Xenia Lane

„freedom“
Offizieller Song zum CSD München 2012
sowie – last but not least – die US-Amerikanische opern- und Musicalsängerin Janel Frazée (www.janelfrazee.com), die einfach Jeden mit ihrer Stimme dahin schmelzen lässt. Vom Song begeistert, erklärte sich die Firma Abbott, die zugleich auch Sponsor des CSD Münchens ist bereit, das Projekt zu unterstützen. Auf deren Internetseite www.freedom.garten-der-lueste.de kann der Song ab dem 22. Juni 2012 exklusiv in voller Länge gehört werden. Zugleich werden die Künstler am Freitag, den 22. Juni im NY.Club zur offiziellen CD-Kick-off Party anwesend sein, bei der der Song den Gästen erstmals vorgestellt wird. Wer mehr zum Song und den Interpreten erfahren möchte, findet alle Infos unter www.csdmuenchen.de

In diesem Jahr wird es mit „Freedom“ einen offiziellen Song zum CSD München geben. Inspiriert vom CSD-Motto „Fight for global rights – Solidarität kennt keine Grenzen“, hat sich der Entertainer CHRIS Kolonko mit fünf Sängern zusammen getan und unter der Formation „United for Freedom” (zu Deutsch: Gemeinsam für Freiheit) den Song aufgenommen. „United for Freedom“, das sind neben CHRIS Kolonko der Latino-Pop-Sänger Torrey Jr. (www.torreyjr.com), der zudem am Samstagabend eine Auswahl seiner neuesten Songs auf die Bühne bringen wird und Pop & Rock-Sängerin Xenia Lane (www.lane-entertainment.de) – mit einer Stimme wie Celine Dion, die auch Solo beim CSD auftritt. Weitere Mitglieder sind Schlagersänger Manuel Sanchez (www.manuel-sanchez.de), der in seinem Soloauftritt alte wie neue Songs präsentiert, Rockröhre Angel Hell (www.angelhell.de), die mit ihrem Soloprogramm am Sonntagabend die Bühne zum Beben bringt,

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AIDSGEDENKEN

gestorben
Wird Hinter der Grenze
Aids: Die Menschheit versagt
Unsere Luftballonaktion zum Gedenken an die Freunde und Freundinnen, die an den Folgen von HIV/Aids verstorben sind, war in den vergangenen Jahren stets ein stiller Moment inmitten des fröhlichen CSD Trubels. „Fight for global rights – Solidarität kennt keine Grenzen“ lautet unser CSD-Motto. Unsere Solidarität endet weder an den Grenzen des Freundeskreises noch an den Grenzen von Nationen oder Religionen. Doch 7,6 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu antiretrovirale Behandlung. Die Weltgemeinschaft versagt vor dem universellen Recht auf lebensrettende Therapie. Dieses Recht bleibt exklusiv. Zwar wird es in Form von preiswerten Medikamenten der Stufe 1 einem Teil der armen Erdbevölkerung als Almosen gewährt, vor den nun benötigten Medikamenten der Stufe 2 stehen aber das Patent und der hohe Preis. Hier triumphiert Geschäftstüchtigkeit über die Menschlichkeit und wird durch Handelsverträge, Gesetze und staatliche Gewalt geschützt. Immerhin, die Ausgaben für die Bekämpfung von Aids haben sich in den letzten 16 Jahren verfünfzigfacht, auf über 11 Milliarden Euro weltweit. 19 Milliarden würden aber benötigt, um alle Menschen zu behandeln, zu pflegen und zu unterstützen. Aids wirke wie ein Vergrößerungsglas, unter dem die Ungleichheit von Geschlecht, Rasse, Schichtzugehörigkeit und Kultur besonders stark hervorträte, schrieb Carrie Broadus von Women Alive 2003. Wir können das heute in Europa überprüfen. In Griechenland stiegen im letzten Jahr die HIV-Neuinfektionen sprunghaft an, um das Fünfzehnfache allein unter intravenösen DrogengebraucherInnen. 2011 stellten sie ein Viertel aller registrierten Positiven. Ein Jahr zuvor waren es nur 2,5%. Da waren aber bereits ein Drittel ihrer Beratungsstellen Sparprogrammen zum opfer gefallen. Unsere Solidarität war selten so gefragt wie heute. MS

Die Gedenkveranstaltung wird in diesem Jahr von der Vereinigung der Münchner schwul/ lesbischen Chöre, Monaccord e.V., musikalisch begleitet.

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FELIX REHAUSEN-PREIS

medienPreis verleiHung

Beim cSd
Felix Rexhausen-Preis wird in München vergeben

Die Medien spielen eine entscheidende Rolle beim Abbau von Vorurteilen. ob und wie über ein Thema berichtet wird, liegt in der Hand von JournalistInnen. Sie entscheiden auch, worüber am nächsten Tag am Frühstückstisch, in der Schule oder bei der Arbeit gesprochen wird. Dementsprechend spielt die Presse eine wesentliche Rolle dabei, wie mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender umgegangen wird. Der Felix-Rexhausen-Preis würdigt dabei ein besonderes journalistisches Engagement bei der Berichterstattung, wenn sie jenseits von Klischees die Vielfalt queerer Lebenswelten abbildet. Der Preis wird seit 1998 von einem Verein verliehen, dessen Mitglieder wissen, wie wichtig diese Arbeit ist: dem Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ). Die Entscheidung, wer den Preis in diesem Jahr erhält, trifft eine siebenköpfige Jury aus Mitgliedern des Verbandes und externen MedienwissenschaftlerInnen und Medienschaffenden. Verleihung: Samstag, 14. Juli, 17 Uhr, Bühne Marienplatz

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Felix Rexhausen (1932-1992)
Felix Rexhausen war – gemeinsam mit Gerd Ruge und Carola Stern – Mitbegründer der deutschen Sektion von Amnesty International. Noch zu Zeiten des §175 thematisierte er als selbstbewusster Journalist eindringlich, aber auch ironisch und selbstkritisch die Lebensumstände schwuler Männer. Er arbeitete unter anderem für WDR, SPIEGEL und ZEIT.

Bisherige Preisträger
Im Jahr 2008 wurde Aljoscha Pause für seine Reportage „Das große Tabu – Homosexualität und Fußball“ ausgezeichnet. 2010 erhielten den Preis Günter Frorath, Michael Lohse und Roger Willemsen für ihre Radio-Sendung „Er sucht ihn – Männerliebe literarisch“. Steffi Illinger aus München gewann den Preis 2011 für ihre Reportage über die Schwuhplattler im Bayrischen Fernsehen. Infor- mationen zu den Nominierten 2012 – und allen bisherigen PresiträgerInnen unter www.felix-rexhausen-preis.de

Der BLSJ
Der BLSJ ist ein Netzwerk, das zurzeit bundesweit rund 200 lesbische Journalistinnen und schwule Journalisten verbindet. Es gibt Regionalgruppen in Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt/ Main. Die Gruppe in München befindet sich im Aufbau. www.blsj.de oder unter www.facebook.com/blsj.de

Fotos: Erwin Harbeck, BLSJ

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DESIGNSCHULE

kreative

Plakatzum Christopher Street Day
Bereits zum dritten Mal entwarfen SchülerInnen der Berufsfachschule für Kommunikationsdesign das offizielle CSD-Plakat. Spannung und Erwartung machte sich bei den drei ersten Jahrgangsstufen breit, als sie das Team vom CSD zum Briefing empfingen. Die Vertreter des CSD München Rita Braaz, Thomas Niederbühl und Susi Hillebrand stellten bereits im Februar das diesjährige Motto „Fight for global rights – Solidarität kennt keine Grenzen“ vor. Es folgten Wochen eines intensiven Arbeitsprozesses. Diese nicht einfache Thematik gestalterisch umzusetzen, war eine große Herausforderung, der sich die SchülerInnen mit einem hohen Maß an Engagement und Sensibilität stellten. Am Ende entstand ein breites Spektrum an kreativen Entwürfen. Aus diesen mehr als 40 Plakaten durfte nun die CSD-Jury, zusammengesetzt aus VertreterInnen der Vereine des CSD München, wählen. In der finalen Abschlusspräsentation zeigte sich eine deutliche Entscheidung und so wurde der Entwurf „Grenzen sprengen“ von Christa Bichlmeier, Ly Nguyen und Silvana Specht als Gewinnerplakat gekürt. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der Klarheit des Mottos und der modernen Anmutung der Gestaltung. Eine bunte internationale Community wird offensichtlich. Dennoch verschweigt es nicht die Missstände, mit denen die Communities in vielen Ländern zu kämpfen haben. Diese Kriterien machen den Entwurf zu einer gelungenen Umsetzung, so die CSD-Jury, und somit zum CSD-Plakat 2012.

gestaltung

Die Münchner Berufsfachschule für

mit leidenscHaft GeStal ten
Kommunikationsdesign

organisatorisch und räumlich ist die BFS für Kommunikationsdesign Teil der Deutschen Meisterschule für Mode. Träger der Schule ist die Landeshauptstadt München. Im Unte rschied zu privaten Schulen und Hochschulen wird kein Schulgeld bzw. keine Studiengebühr erhoben. Als Berufsfachschule bieten wir eine dreijährige schulische Vollzeitausbildung an. Die wöchentliche Unte rrichtszeit beträgt 38 Unterrichtsstun den. Die Schule bildet ca. 200 Schü lerInnen in drei Jahrgangsstufen mit jeweils drei Klassen aus. Wir bieten als städtische Einrichtun g eine ungewöhnlich intensive Betreuung der SchülerInnen, der über wiegende Teil des Unterrichts wird von Lehrerteams gehalten. Die insge samt 40 DozentInnen aus unterschiedlichsten Bereichen stehen für eine große Vielfalt und breite Kom petenz. Es wird sehr flexibel, klassen- und jahrgangsübergreifend oder in kleinen Teams gearbeitet. Unser Schu lalltag beinhaltet Projektarbeiten und konkrete Aufträge, exemplarische Übungen, Vorträge und individue lle Besprechungs- und Betreuungssitu ationen. Die Ausbildungsinhalte reichen von klassischen Fächern wie Typografie, Farb- und Kompositionslehre, Zeichnen, Fotografie und Mode bis zu Screengestaltung und Bewegtbild. Ergänzend wird Web design und Kunstgeschichte, Mod eund Kulturgeschichte sowie Fachengl isch und Marketing unterrichtet. Weitere Details zu den Unterrichtsinh alten und möglichen Schwerpunkten können unserer website entnomm en werden. www.designschule-muench en.de

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MERCHANDISING

in dieSem JaHr HeiSSt eS
Setz ein Zeichen und mach dich sichtbar mit den neuen CSD Merchandise-Artikeln

farbebekennen
Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner „Die Regenbogen Manufaktur“ freuen wir uns euch in diesem Jahr passend zum diesjährigen CSD München und seinem Motto „Fight for global rights – Solidarität kennt keine Grenzen“ verschiedene Artikel anbieten zu können! Erhältlich vor ort beim Infostand am Marienplatz oder über www.csdmuenchen.de. EuEr CSD MünCHEn TEaM

Fotos: Designschule München, Die Regenbogen Manufaktur, Miriam Reinhardt

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SPoNSoREN & PARTNER

www.abbott.de

www.abendzeitung.de

Schillerstr. 7, 80336 München (089) 55 22 44 -11 www.allpower-personal.de

www.thomas-kollegen.de Mozartstr. 9, 50674 Köln (0221) 99 55 50 - 68 www.allround-team.de

www.charivari.de

Gollierstr. 37, 80339 München (089) 72 64 99 - 0 www.ck-showkonzepte.de

www.designschulemuenchen.de

Estweg 5, 86872 Scherstetten (08262) 96 83 60 www.gat-media.de

offizieller Reisebüropartner des CSD München 2012 www.gecko-reisen.de

Der CSD München unterstützt die HIV-Präventionskampagne IWWIT der Deutschen Aids-Hilfe ww.iwwit.de

offizielle Partnerhotels des CSD München 2012 (siehe auch Anzeige auf Seite 39)

Kulturprogramm mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt München, Kulturreferat www.muenchen.de/ kulturreferat

www.leo-magazin.de

Pestalozzistr. 40a, 80469 München (089) 260 199 20 www.raleske.de

www.lufthansa.com

www.mathaeser.de/ filmpalast

www.muenchen.mini.de

www.muenchen-tv.de

Bequem an Geld kommen: Den Zasterlaster der Münchner Bank findet Ihr beim CSD-Straßenfest auf dem Marienplatz unterhalb des Fischbrunnens www.muenchner-bank.de

www.partygaenger.de

Veranstaltungs- & Sicherheitsdienst, Sonnenstr. 26, 85622 Feldkirchen (089) 99 20 13 80 www.primas-gmbh.de

www.prinz.de

Veranstaltungen / Booking / Promotion Wilhelm-Hale-Str. 53c, 80639 München, (089) 44 49 91 96 www.queerbeat.de

www.die-regenbogen manufaktur.com offizieller MerchandisingPartner des CSD München ‘12

www.s-bahn-muenchen.de

Das schwul-lesbische Radiomagazin, jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat auf Radio Lora 92,4 MHz www.uferlos.org

www.undercover-magazin.de

Susanne Madée eventmanager + location scout Sonnenblumenstr. 36a, 81377 München (089) 71 94 01 87 www.undercover-agents.de

csd münchen gmbH
Lindwurmstr. 71, 80337 München & (089) 54333-211, Fax: (089) 54333-212, info@csdmuenchen.de, www.csdmuenchen.de

Chefredaktion Susanne Hillebrand, V.i.S.d.P., Bernd Müller Redaktionelle Beiträge Carolin Hagebölling (CH), Susanne Hillebrand, Alexander Kluge, Bernd Müller, Thomas Niederbühl, Peter Panzer, Christian Ude, Mario Simeunovic (MS), Designschule München Cover Christa Bichlmeier, Ly Nguyen und Silvana Specht (Designschule München) Fotos (wenn nicht anders angegeben) Erwin Harbeck, Bernd Müller, Kornelija Rade, Leo-Archiv Grafik und Layout Christopher Schnoor, GSL Media UG

Anzeigenleitung Christian Kranz (040) 28 40 769-31 Mediaberatung Dennis Doehler (089) 5529716-12 Jörg Garstka (089) 5529716-10 oliver Kahler (040) 28 40 769-33 Buchhaltung Sandra Schupke (040) 28 40 769-0 Druck PerCom Vertriebsgesellschaft mbH, Westerrönfeld Vertrieb Eigenvertrieb GSL Media UG&Co. KG. Der PrideGuide wird an ca. 300 Stellen in München, Nürnberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Salzburg und Zürich kostenlos verteilt.

Bankverbindung Hamburger Sparkasse, Konto 1230138040, BLZ 20050550 Für den PrideGuide gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.03.2012. Für unverlangt eingesandtes Bild- und Textmaterial wird keine Haftung übernommen. Vervielfältigung, Speicherung und Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlages. Gerichtsstand ist Hamburg. Namentlich gekennzeichnete Artikel sowie Grafiken und Illustrationen dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung weiterverwendet werden! Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist keinerlei Hinweis auf deren sexuelle orientierung.

Der PrideGuide erscheint im Verlag: GSL Media UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG Koppel 97, 20099 Hamburg Telefon (040) 28 40 769-0 Telefax (040) 28 40 769-69 redaktion@hinnerk.de anzeigen@hinnerk.de Herausgeber Alexander Kluge (CSD München GmbH) & Peter Goebel (GSL Media UG &Co.KG)

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imPressum
PrideGuide 2012

„Für den Richtigen ist der CSD nicht nur Pflicht, sondern auch das Recht, auf die Straße zu gehen.“

PA RSHIP. de
V E R B I NDE T P E R S Ö N L I CH K E I T E N. U N D A NS PRÜC HE.

„Der Mann meiner Träume weiß, dass Demos nicht immer dagegen, sondern auch dafür sein können.“

Geflirtet. Geflogen. Gefreut.
** Tel Aviv für zwei Personen gewinnen: Auf lufthansa.com/CSD

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