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Modul 3

Aufklärungsgespräche
Phasen des Aufklärungsgesprächs
 Was weiß der Patient über seine Erkrankung?
 Zusätzliche Informationen geben
 Bei Bedarf Diagnose erneut mitteilen
 Was weiß der Patient über die Untersuchung?
 Ablauf der Untersuchung oder Behandlung
erläutern
 Erläuterung von Nutzen, Risiken und Grenzen
 Sorgen und Ängste erfragen
 Hat der Patient alles verstanden?
Was weiß der Patient über die
Untersuchung/ Therapie?
 Haben Sie schon einmal etwas über die
Untersuchung / Therapie gehört?
 Was wissen Sie über die Untersuchung /
Therapie?
 Kennen Sie die Untersuchung / Therapie?
 Hat man mit Ihnen über die Untersuchung/
Therapie gesprochen?
Zusätzliche Informationen zur
Untersuchung / Therapie
 Es ist richtig, was Sie wissen. Die Untersuchung
ist schmerzfrei.
 Es stimmt. Die Untersuchung ist etwas
unangenehm.
Bei Bedarf die Diagnose neu mitteilen
 In unserem letzten Gespräch hatte ich Ihnen
mitgeteilt, dass…
 Die Befunde/ Untersuchungsergebnisse haben
ergeben, dass
 Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass…
 Die Befunde deuten auf… hin.
 Sie leiden an…
 Sie sind erkrankt an…
Welche Möglichkeiten gibt es?
 Die erste Möglichkeit besteht darin….
 Eine weitere Möglichkeit ist,….
 Es gibt verschiedene Möglichkeiten….
 Die Alternative ist…
 Ich fürchte es gibt keine Alternative zu…
 Ich bin überzeugt davon, dass…
 Wir können zunächst die Symptome
behandeln, aber wir müssen auch an die
Ursachen gehen.
Ablauf der Untersuchung oder Behandlung
mitteilen
 Was ist vor, während und nach der Untersuchung zu beachten?
 Vor der Untersuchung müssen Sie nüchtern sein!
 Dauer?
 Die Untersuchung dauert ca. 30 min
 Schmerzen?
 Die Untersuchung ist schmerzfrei, aber etwas unangenehm.
 Was passiert mit dem Patienten genau?
 Sie liegen auf der Seite und es wird ein schlauchförmiges Gerät durch
Ihren Mund in den Magen eingeführt.
 Auf Wunsch erhalten Sie ein Lokalanästhetikum.
 Besteht Arbeits- oder Verkehrsuntüchtigkeit?
 Aufgrund des Betäubungsmittels dürfen Sie nach der Untersuchung kein
Auto fahren.
 Sie werden für einen Tag krankgeschrieben.
Erläuterung von Nutzen, Risiken und
Grenzen
 Risiken:
 Es besteht die Gefahr, dass…
 Unter der Behandlung können folgende Symptome/
Probleme auftreten.
 Auch bei allgemein guter Verträglichkeit der Medikamente
können Nebenwirkungen auftreten.
 Der Nutzen/das Risiko ist klein/groß/gering…
 Nutzen:
 Behandelt haben Sie eine gute
Chance/Lebenserwartung/Lebensqualität
 Unbehandelt kann es zu…kommen
 Grenzen:
 Wir können nie absolut sicher sein, dass die Therapie
anschlägt
Sorgen und Ängste erfragen
 Gibt es etwas was Ihnen Sorgen macht? Wenn ja, was?
Worüber machen Sie sich Sorgen?
 Macht Ihnen etwas Angst?
 Brauchen Sie etwas Zeit, um die Diagnose zu
verarbeiten?
 Sie können sich gerne eine zweite Meinung einholen.
 Ich stehe Ihnen jeder Zeit für Rückfragen zur
Verfügung!
Hat der Patient alles verstanden?
 Haben Sie noch Fragen zur Behandlung/
Untersuchungsmethode?
 Glauben Sie, dass Sie alles verstanden haben?
 Denken Sie, dass wir alles wichtige besprochen
haben?
Herzkatheteruntersuchung
 Wann wird die Untersuchung durchgeführt?

 Verdacht auf koronare Herzkrankheit

 Verdacht auf Herzinfarkt

 Verdacht auf Herzinsuffizienz (Herzschwäche)


Herzkatheteruntersuchung
 Ablauf:
 Der Patient erhält eine örtliche Betäubung an der Leistenbeuge.
 In der Leistenbeuge wird ein Katheter (Kunststoffschlauch) in eine
Arterie eingeführt.
 Der Katheter wird bis zur linken Herzkammer geschoben und ein
Kontrastmittel in die Herzkammer gespritzt.
 Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen wird die Herzfunktion
dargestellt.
 Anschließend wird der Katheter in die Herzkranzgefäße
geschoben.
 Nach Entfernung des Katheters wird ein Druckverband angelegt.
 Die Untersuchung ist schmerzfrei.
 Der Patient spürt nur ein Wärmegefühl.
Herzkatheteruntersuchung
 Nach der Untersuchung:

 Der Patient muss 24 Stunden Bettruhe halten und darf sich


nicht belasten(Radfahren, schwer Heben, Wanderungen).

 Die Punktionsstelle darf nicht mit Wasser in Berührung


kommen.
Perkutane transluminale Coronar
Angioplastie (PTCA)
Falls ein Herzkranzgefäß verengt ist, muss eine PTCA erfolgen.
 Ablauf:
 Mit dem Katheter wird ein
Ballon zur verengten
Herzkranzarterie geschoben.
 Der Ballon wird mit
Kontrastmittel gefüllt, damit er
sich entfaltet (dilatiert).
 Dadurch wird das Gefäß
erweitert.

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http://sprim-health.com/2016/10/06/stentimplantation/stent-implantation-marienhospital-osnabrck-niels-stensen-kliniken-stentimplantation-stentimplantation
Stentimplantation
 Falls die Erweiterung des Gefäßes mit einem Ballon nicht
gelingt, muss ein Stent implantiert werden.

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Stentimplantation
 Ablauf:
 Ein Stent ist ein Drahtröhrchen, dass in das
Gefäß eingesetzt wird.
 Der Stent wird mit Hilfe des Herzkatheters
zur verengten Herzkranzarterie gebracht.
 Dort entfaltet (dilatiert) sich der Stent und
hält das Gefäß dauerhaft offen.
 Grenzen:
 Die Gefäße müssen hinter dem Verschluss
offen sein
 Wenn alle 3 Herzkranzarterien
verschlossen sind, muss eine OP erfolgen!
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Risiken
 Patienten können auf das Kontrastmittel allergisch reagieren.
 Der Schilddrüsenstoffwechsel kann durch das Kontrastmittel
negativ beeinflusst werden.
 Durch das Aufblähen des Ballons oder des Stents können Risse
in der Arterienwand entstehen.
 Es können Herzrythmusstörungen, Embolien, ein Schlaganfall,
oder ein Herzinfarkt ausgelöst werden.
 Es besteht die Gefahr von Nachblutungen und
Wundinfektionen.
Wichtige Fragen an den Patienten
 Nehmen Sie Schilddrüsenmedikamente, wie L-Thyroxin?
 Nehmen Sie Blutverdünner, wie ASS oder Macumar?
 Haben Sie Nierenerkrankungen?
 Haben Sie chronische Erkrankungen, wie Diabetes mellitus
oder Arteriosklerose?
 Frauen:
 Sind Sie schwanger?
 Stillen Sie?
Fallbeispiel Herzkatheter
 Ein 55 Jahre alter Mann mit bekannter
Hypercholesterinämie und Hypertonie
berichtet über ein Engegefühl in der Brust und
restrosternale Schmerzen.
 Es soll eine Herzkatheteruntersuchung
durchgeführt werden.
 Erklären Sie dem Patienten die Untersuchung!
Herzkatheter mit PTCA

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Der Stent-
Ein Drahtröhrchen mit großer Wirkung

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Gefäßverletzung durch Stents