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Bibelübersetzung von Martin Luther

Unter Karl dem Großen (768–814)


wurden die in den Wäldern
zwischen Niederrhein und Elbe
lebenden sächsischen Stämme
unterworfen und einer erzwungenen
Christianisierung unterzogen. Die
Christianisierung der Deutschen
trug zur Verbreitung ihrer
lateinischen Buchstaben und ihres
lateinischen Alphabets bei, das
Wörterbuch ist mit lateinischem
Wortschatz angereichert, der mit
dem Christentum zusammenhängt.
Latein blieb lange Zeit die Sprache
der Wissenschaft, der offiziellen
Geschäfts- und Buchsprache. In der
Umgangssprache wurden
verschiedene Dialekte verwendet.
Die Bildung der deutschen Sprache führt dazu, dass das Latein allmählich seine
Position verliert. Ständig gemischte ostdeutsche Dialekte übernehmen die Führung.
Diese Dialekte bilden die Grundlage der deutschen Landessprache. Der Sieg der
Reformation und die Übersetzung der Bibel ins Deutsche durch Martin Luther
trugen zur Entwicklung dieser Sprache als Nationalsprache bei.
Martin Luther (1483-1546) gilt als Bibelübersetzer, als Begründer des evangelischen
Kirchenliedes, als Schöpfer der Grammatikstandards der modernen deutschen
Sprache, als Prosaschreiber und Dichter, der Begründer der Reformation der
katholischen Kirche und eines der Gebiete des Protestantismus - des
Lutheranismus.
Am 26. Mai 1521 erließ Worms ein Dekret, in dem Luther als Ketzer für seine 95
Dissertationen verurteilt wurde. Kurfürst Friedrich von Sachsen organisierte auf dem Weg
von Worms bei Eisenach die Entführung Luthers und verlegte ihn heimlich auf die
Wartburg. Für eine Weile hielten ihn viele für tot. Der Teufel soll in Luthers Schloss
aufgetaucht sein, doch Luther begann mit Hilfe von Caspar Kruziger, Professor für
Theologie an der Universität Wittenberg, die Bibel ins Deutsche zu übersetzen.
Luther übersetzte das Neue Testament von Dezember 1521 bis März 1522 auf der Wartburg. Der
griechische "Textus Receptus" wurde in der Erasmus-Ausgabe von Rotterdam von 1516
verwendet. Aus der Verwendung der in der katholischen Kirche offiziell anerkannten lateinischen
Übersetzung - der Vulgata - lehnte Luther absichtlich ab. Im September 1522 wurde der von ihm
übersetzte Text des Neuen Testaments in der Druckerei von Melchior Lottat in Wittenberg
gedruckt. 1534 wurde erstmals der vollständige Text der Lutherbibel (Altes und Neues
Testament) veröffentlicht. 1545 wurde eine neue vollständige Ausgabe der Bibel veröffentlicht
(die von Luther herausgegeben wurde), die in den Bibelstudien als Biblia Deudsch bekannt ist.
•In Übereinstimmung mit den theologischen
Ansichten Luthers präsentiert die Übersetzung
einen neuen Ansatz zum Verständnis des
biblischen Kanons.
•So werden deuterokanonische Bücher
zwischen dem Alten und dem Neuen
Testament unter der allgemeinen Überschrift
"Apokryphen: Diese Bücher werden nicht als
den heiligen Schriften gleichgesetzt, sind aber
nützlich und gut zum Lesen."
•Die Übersetzung der Apokryphen stammt
hauptsächlich von Philip Melanchthon und
Justus Jonas.
•Es gibt vier Bücher in der neutestamentlichen
Übersetzung, von denen Luther die
Kanonizität und Inspiration bezweifelt
(Hebräer, Jakobus, das Buch Judas und die
Apokalypse), die am Ende stehen.
Inzwischen werden Luthers Ideen radikalisiert. 1523 beginnt unter der Führung von Thomas
Münzer ein Bauernkrieg. Aber Luther unterstützt den Krieg nicht. Nach dem Ende des
Bauernkriegs 1526 wird das Wormser Edikt aufgehoben, drei Jahre später aber wieder auf
dem Reichstag in Speyer eingeführt. Dagegen protestieren einige Fürsten die sogenannte
Protestation zu Speyer unterschrieben. Nach dem Namen dieses Dokuments werden alle
nicht-katholischen Kirchen als «protestantisch» bezeichnet und die Gesamtheit dieser
Kirchen als Protestantismus. 
n den folgenden Jahren kam es zu mehreren Kriegen zwischen Anhängern des
Protestantismus und Katholiken.
Aber das ist eine ganz andere Geschichte…
Vielen dank für ihre
Aufmerksamkeit