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Johannes von Buttlar

im Gespräch mit
Prof. Dr. Konstantin Meyl

NEUTRINO
POWER
Der experimentelle Nachweis
der Raumenergie revolutioniert
unser Weltbild

Argo-Verlag 1. Auflage 2000


NEUTRINOPOWER
Der experimentelle Nachweis der Raumenergie revolutioniert
unser Weltbild
Johannes von Buttlar
im Gespräch mit
Professor Dr.-Ing. Konstantin Meyl
1. Auflage (2000), mit 37 Bildern und 301 Seiten

Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme


Buttlar, Johannes v., Meyl, Konstantin: NEUTRINOPOWER
Der experimentelle Nachweis der Raumenergie revolutioniert unser
Weltbild
Nebeneintrag: Konstantin Meyl, Johannes v. Buttlar.- Marktoberdorf,
Argo-Verlag (2000), 1. Aufl.
ISBN 3-9806584-8-1

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich


geschützt. Alle Rechte, insbesondere die des Nachdrucks, der
Vervielfältigung, der Mikroverfilmung, der Übersetzung und der
Speicherung in elektronischen Systemen behalten sich die Verfasser
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Argo-Verlag, Ingrid Schlotterbeck


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Fax: (08349) 920 44 49; Mail@magazin2000plus.de
Infos über Internet: http://www.k-meyl.de
Printed in Germany
Vorwort

Auf einem Kongress in Düsseldorf sind sich die beiden


Autoren 1999 das erste Mal begegnet. Damals, am Rande ihrer
eigenen Vorträge und der Moderation durch Johannes von
Buttlar, regte dieser ein gemeinsames Buch mit dem
Wissenschaftler Konstantin Meyl an. Als Herausgeberin des
Magazin 2000 plus, dem Kongress-Veranstalter, in der Rolle
des Vermittlers zwischen den beiden Buchautoren bot es sich
förmlich an, das Buch in meinem Verlag herauszubringen. Zu
diesem Zweck lud ich beide in das Verlagshaus im Allgäu zu
einem Gespräch ein. Das Resultat dieser lebhaften Unterhal-
tung ist dieses Buch, so dass jeder Leser, dem Wechselspiel der
Gedanken und Argumente folgend, die Situation am
knisternden Kachelofen nachvollziehen kann. Aus der Kritik an
der Lehrbuchphysik werden neue Ansätze geboren, die sich als
überzeugend einfach und naheliegend erweisen.

Bis zu dem Kamingespräch waren zwischen den Autoren kaum


Berührungspunkte vorhanden: auf der einen Seite der
bedeutende Sachbuchautor Johannes von Buttlar, der es perfekt
versteht, naturwissenschaftliche Zusammenhänge verständlich
und spannend zu vermitteln, und auf der anderen Seite
Konstantin Meyl, der sich mit seinen Fachbüchern in der Welt
der Naturwissenschaften einen Namen gemacht hat, als Ent-
decker von Potentialwirbeln des elektrischen Feldes und als der
Fachmann für deren Wirbelausbreitung in Form einer
Skalarwelle.
Ein Beispiel ist die Teslastrahlung, die mit der Neutrino-
strahlung gleichzusetzen ist. Da hier Teilchen aus dem Kosmos
unsere Erde erreichen, die im Resonanzfall sogar
wechselwirken, steht jedem, der die Mosaikstein-chen des
heute Bekannten zusammensetzt und eine passende
Vorrichtung baut, eine nahezu unbegrenzte Energie Tag und
Nacht und überall zur Verfügung. Prof. Meyl ist es gelungen,
diese Energie nachzuweisen. Seine sensationellen Experimente
bilden den Ausgangspunkt für die Diskussion.

Im Anschluss geht es um Fragen zu den Neutrinoeigenschaften,


welche Ladung und Masse sie haben und wie sie
wechselwirken. Dies wiederum bestimmt die Technologie für
den Empfang der Teilchen. Einige Erfindungen werden
beispielhaft besprochen. Die Frage nach dem Ursprung dieser
Raum-Energie führt zu lebhaften Auseinandersetzungen mit
kosmischen Phänomenen, dem Leuchten und zugleich
Wachsen der Sonne, dem Einfluss einer Sonnenfinsternis bis
hin zu Fragen einer Umpolung der Erde und der Sintflut.

Argo-Verlag, Ingrid
Schlotterbeck

Marktoberdorf im Oktober 2000


Inhaltsverzeichnis
Seite
Vorwort 3
Inhaltsverzeichnis 5

I. Wechselwirkung der Neutrinos


1. Freie Energie zwischen Aberglaube und Realität 7
2. Ist Teslastrahlung Neutrinostrahlung? 19
3. Neutrino-Wechselwirkung ohne Ladung und
Masse 25

II. Skalarwellen
4. Irritationen zur Wellenausbreitung 37
5. Geheimnis hinter der Wellengleichung 45
6. Einäugige Physik 55
7. Im Tunnel schneller als das Licht? 67
8. Nobelpreis für eine Hypothese 73
9. Eroberung von physikalischem Neuland 77
10. Das unbekannte Neuland der Skalarwellen 82
11. Verstoß gegen Artikel 2 des Grundgesetzes 95
12. Ungenehmigter Betrieb von Handys 106

III Wirbelphvsik
13. Wirbelmodelle mit 2 500 Jahre alter Tradition 115
14. Versagen der Maxwell'schen Theorie 122
15. Quanten als Ring-oder Kugelwirbel? 133
16. Ohne Quarks und Klebstoff 144
Seite
IV. Duale Feldphysik
17. Das missverstandene Induktionsgesetz 159
18. Neuer dualer Feldansatz 165
19. Antwort auf das Rätsel vom Ätherwind 173
20. Die Physik hinter der Raumkrümmung 181

V. Einheitliche Theorie
21. Die Lichtgeschwindigkeit nur eine Mess
konstante? 191
22. Die Einbeziehung der Gravitation 198
23. Einheitliche Theorie aller Wechselwirkungen 204
24. Objektivität contra Relativität 211

VI. Praktische Nutzung


25 Neutrinopower nutzbar? 221
26. Raum-Energie-Technologie 232
27. Das Geheimnis der Teslaspule 242
28. Neutrinolyse und Ufo-Antriebe 256

VII Kosmische Energie


29. Die Quelle zur Neutrinopower 270
30. Neutrinopower aus einer Supernova 279
31. Sonnenfinsternis-Phänomene 286

Bildnachweis 295
Literatur 297
Hinweise zum Experiment 303
Freie Energie zwischen Aberglaube und Realität

J.v.B.: In jüngerer Zeit häufen sich Berichte über „Freie"


Energie, die jedoch größtenteils mit Skepsis aufgenommen
werden. Daher meine Frage an einen Fachmann und
Professor für Energietechnik: „Herr Professor Meyl, handelt
es sich bei der sogenannten Freien Energie etwa nur um
einen Wunschtraum, oder geht es hier bereits um greifbare
Realität?"
K.M.: Vielleicht sollten wir zuerst einmal klären, was unter
Freier Energie zu verstehen ist. Ich gebe zu bedenken, dass
alle Energieträger wie Wind, Sonne, Wasserkraft oder Öl für
die Menschheit frei im Sinne von kostenlos sind und
lediglich ausgebeutet werden. Wenn eine in elektrischen
Strom oder Wärme gewandelte Energie trotzdem Geld
kostet, dann liegt das an den notwendigen Investitionskosten,
der Bereitstellung und dem Transport der Energie. Insoweit
wird auch der Strom aus einem Konverter für Freie Energie
keinesfalls kostenlos sein.

J.v.B.: Das wäre auch kaum zu erwarten. Zudem sind noch


andere Aspekte zu berücksichtigen, unter anderem die
Umweltbelastung. Ein Thema, das in dem Maße an
Bedeutung gewinnt, wie die Weltbevölkerung wächst.

K.M.: Der Gedanke ist tatsächlich beunruhigend, den


Weltenergiebedarf des neuen Jahrtausends auf der
Grundlage der heutigen Technik decken zu müssen. Da
kommen schon Schreckensszenarien von erschöpften
Ressourcen, von einer vergasten, überhitzten oder ver-
strahlten und atomar verseuchten Umwelt auf. Nicht
umsonst war der Ruf nach alternativen Energieträgern und
neuen Technologien noch nie so laut gewesen wie heute.

J.v.B.: Wären da nicht die Träume mancher Politiker von


riesigen Wind- und Solarparks, von Millionen-Dächer-
Programmen eine umweltverträgliche Lösung?

K.M.: So mancher Traum ist schon zu einem Alptraum


geworden. Ungeachtet durchaus sinnvoller ökologischer
Überlegungen sehe ich einige Probleme. Zum einen ist die
Energieausbeute einfach zu gering, um Ver-brennungs- oder
Atomkraftwerke vollkommen ersetzen zu können. Zum
anderen liefert eine Windmühle nur Strom, wenn Wind
weht. Gleichermaßen ist die Solarzelle auf Sonnenschein
angewiesen.
Was wir brauchen sind Kraftwerke, die ihre Energie-
lieferung nach dem Verbrauch richten und nicht nach der
Verfügbarkeit des Energieträgers. Ein Stromnetz, und sei es
noch so groß, speichert keine Energie!
J.v.B.: Auch Wasserkraftwerke wären nur eine Teillösung,
weil sie geografisch gesehen, nur begrenzt realisierbar sind.

K.M.: Die Vorzüge der Wasserkraft sind unbestritten und


bezogen auf den Weltbedarf in Maßen noch durchaus
ausbaufähig.
Hintergrund ist, dass ein nach dem Verbrauch erzeugter
Strom viel teurer und viel mehr Wert hat, als ein nach der
Energiebereitstellung verfügbarer Strom. Auch beim
Strommarkt gilt das Prinzip vo n Angebot und Nachfrage, die
den tageszeitlich abhängigen Strompreis bestimmen.
Pumpspeicherkraftwerke, die mit billigem Nachtstrom
Wasser in ein Oberbecken pumpen, um es als teuren
Spitzenstrom am Tag wieder ins Netz zurückzuspeisen,
finanzieren sich allein aus der Wertsteigerung.

J.v.B.: Wollen Sie damit sagen, dass der aus ökologischer


Herstellung gewonnene Strom, rein wirtschaftlich gesehen,
sehr wenig wert ist, aber dem Verbraucher überteuert
angeboten wird?

K.M.: Das ist ein trauriges Kapitel. Es betrifft die


Photovoltaik, die Windmühlen, Anlagen zur Kraft-Wärme-
Kopplung, die prinzipiell nach dem Wärmebedarf geregelt
werden und alle Wasserkraftwerke, die nach der verfügbaren
Wassermenge gefahren werden und sich nicht nach dem
Verbrauch richten. Im übrigen erzeugen auch
Atomkraftwerke als klassische Grundlastkraftwerke einen
minderwertigen Strom. Aber über die Umweltprobleme der
AKWs und sämtlicher Verbrennungskraftwerke brauchen
wir uns erst gar nicht zu unterhalten. Wer kennt nicht die
Sackgasse, in die unsere Energiewirtschaft hineinsteuert?

J.v.B.: Mit anderen Worten: Zur Lösung dieses Problems


wird eine jederzeit in ausreichender Menge am Ort des
Verbrauchers vorhandene Energie benötigt, die nach dem
augenblicklichen Bedarf angezapft werden kann und zudem
auch noch umweltverträglich sein soll. Ist so etwas
überhaupt machbar?

K.M.: Ich bin davon überzeugt, dass eine solche, ideale


Energie existiert und wir sind berechtigt, sie als „Freie
Energie" zu bezeichnen. Herr von Buttlar, habe ich Ihre
Frage nach Wunschtraum oder Realität damit beantwortet?
J.v.B.: Gewissermaßen, wenn auch nicht ausreichend.
Letztlich sind Beweise erforderlich. Am überzeugendsten
wäre hier natürlich eine aus theoretischer Herleitung und
messtechnischem Nachweis bestehende physikalische
Beweisführung.

K.M.: Ich stelle mich gerne dieser Aufgabe und werde mich
in dem Gespräch bemühen, für die Leser den Sachverhalt so
allgemeinverständlich wie möglich darzustellen. Die
theoretischen Überlegungen sind unverzichtbar. Sie werden
uns den Blick in die Welt der Physik öffnen und erkennen
lassen, dass der bisherige Blick zwar nicht falsch, aber doch
sehr eingeschränkt war. Ein Mathematiker würde sagen, die
Lehrbuchphysik bildet eine Untermenge eines neuen und
erweiterten Weltbildes.
J.v.B.: Schön und gut. Allerdings interessiert mich vor allem
das experimentelle Ergebnis. Natürlich sind Theorie und
Praxis nicht voneinander zu trennen, aber eine wenn auch
noch so interessante Theorie ist für sich allein zunächst noch
kein Beweis. Dagegen offenbart jeder Versuch dem
Experimentator die physikalische Wirklichkeit.
Wie ich sehe, wollen Sie zu unser Gespräch durch ein
Experiment untermauern. Sehen wir uns also den
experimentellen Nachweis einmal an!

K.M.: Gerne. Es handelt sich zunächst einmal um eine


drahtlose Energieübertragungsstrecke. Die Rolle des
Vermittlers spielt wie beim Rundfunk das elektro-
magnetische Feld, nur dass hier keine Musik, keine
Informationen, sondern statt dessen Energie übertragen wird.
J.v.B.: Die Rundfunkwelle scheidet also als Vermittler aus.
Von ihr ist bekannt, dass die Feldstärke nach dem Gesetz
vom Abstandsquadrat mit der Entfernung vom Sender sehr
schnell abnimmt.

K.M.: Bei der drahtlosen Energieübertragung kann die


Feldstärke sogar zunehmen! Es ist etwas ganz anderes. Wir
sollten dem Leser zuerst einmal den Versuchsaufbau
beschreiben.

J.v.B.: Vor mir steht der Sender und vor Ihnen der
Empfänger. Es fallt auf, dass beide identisch aufgebaut sind.
Aus einer spiralförmig gewickelten Flachspule ragt ein
Antennenstab, der mit einer glänzenden Kugel am
Antennenende versehen ist - aus welchen Gründen auch
immer.

Bild 1: Das Experiment zur Skalarwellenübertragung.


K.M.: Sender und Empfänger werden in Eigenresonanz
betrieben. Eine frequenzmäßige Übereinstimmung lässt sich
am leichtesten realisieren, wenn der Aufbau identisch ist.
Die Spulen, als Lufttransformator gewickelt, speisen über
die Koppelspule jeweils zwei Leuchtdioden.

J.v.B.: Warum leuchtet die auf der Senderseite angebrachte


Diode, während die am Empfänger inaktiv ist?

K.M.: Der Sender wird von einem Frequenzgenerator


gespeist, aber die Frequenz stimmt noch nicht mit der
Resonanzfrequenz überein. Daher kommt auch noch keine
Energie beim Empfänger an. Ich drehe jetzt an der
Generatorfrequenz und, wie Sie sehen, fängt die
Empfängerdiode an zu leuchten. Jetzt, im Resonanzfall wird
Energie übertragen.

J.v.B.: Es funktioniert tatsächlich. Aber inzwischen ist die


Leuchtdiode auf der Senderseite erloschen. Was ist da
passiert?
K.M.: Sie beobachten hier eine Rückwirkung auf den
Sender. Der Sender spürt also, ob sein Signal empfangen
wird oder nicht.

J.v.B.: Damit ließe sich ein Traum aller audio-visuellen


Medien erfüllen, denn die Einschaltquote wäre auf diese
Weise zu ermitteln. Ihre Teilnehmer könnten unmittelbar
erfasst und die Gebühren sofort eingezogen werden. Schöne
neue Welt!

K.M.: Die Rundfunkwelle kennt eine Rückwirkung auf den


Sender tatsächlich nicht. Es macht keinen Unterschied, ob
nur einer, hundert oder hunderttausend
Empfänger zugeschaltet sind. Bei der Energieübertragung
hingegen herrscht zwischen den beteiligten Stationen eine
individuelle Resonanz. Es spannt sich dazwischen ein
unsichtbarer Faden.
J.v.B.: Möglicherweise lassen sich eine Unzahl paranormaler
Phänomene erklären: Zum Beispiel spüren manche
Menschen, wenn sie von hinten angestarrt werden, oder aber
sie fühlen, ob ihre eigene Ausstrahlung von anderen positiv
oder negativ aufgenommen wird. Handelt es sich hier
vielleicht um eine solche Art „Welle" bzw. Energieform,
wenn sich zwischen Menschen ein Resonanzverhältnis
aufbaut, oder, wie es häufig heißt, sie sich auf der gleichen
Wellenlänge befinden?

K.M.: Ich bin mir sicher, dass die Natur sich dieser Strahlung
bedient. Sie deckt sogar ihren Energiebedarf auf diesem
Weg. Wie „freie Energie" funktioniert, können wir von der
Natur lernen. Nehmen Sie als Beispiel Zugvögel, die bei der
Überquerung eines Ozean Unmengen Energie benötigen und
dabei kaum an Gewicht verlieren. Es existieren tatsächlich
zahlreiche Beispiele, wo bei Lebewesen der
Energieerhaltungssatz nicht mehr gut.
J.v.B.: Das aber würde bedeuten: Die sogenannte „Freie
Energie" wird der Umgebung beziehungsweise der Raum-
Zeit entzogen. Ist eine derartige Modellvorstellung
überhaupt verifizierbar?

K.M.: Ich will lieber von dem Feld anstelle von Raum-Zeit
sprechen, dem wir die Energie entziehen. Jedenfalls
haben wir es bei meinem Experiment mit einem offenen
System zu tun, das auch diese Frage zu beantworten und die
Existenz einer Raumenergie zu beweisen vermag.
Für das technische Verständnis ist es hilfreich, beide Kugeln
als die zwei Elektroden eines Luftkondensators zu
betrachten. Der Kondensator wird mit hochfrequenter
Wechselspannung betrieben, so dass zwischen den Kugeln
ein Feld entsteht, das ständig seine Polarität wechselt.
Einmal ist die linke Kugel positiv geladen und die rechte
negativ. Im nächsten Augenblick schwingt der
„Kondensator" zurück und die Verhältnisse kehren sich um.
Sendespule und Empfängerspule sind beide jeweils mit
einem Ende geerdet und auf der anderen Seite mit dem
Kondensator in Reihe geschaltet, so dass sich die Anordnung
wie ein Schwingkreis verhält.
Die Flachspulen wiederum bilden mit einer außen liegenden
Koppelspule einen eisenlosen Transformator. Die erwähnten
Leuchtdioden werden von der jewe iligen Koppelspule mit
Spannung versorgt. Da sowohl beim Sender als auch beim
Empfänger dieselben Windungszahlen und damit das iden-
tische Übersetzungsverhältnis des jeweiligen Transformators
gewählt ist, wird die Spannung am Empfänger nach klassi-
schen Vorstellungen immer kleiner sein als auf der Sender-
seite. Im Idealfall, bei völliger Verlustfreiheit der Übertra-
gungsstrecke werden beide Lämpchen gleich hell leuchten.
Ist die Spannung auf einer Seite jedoch höher, so hat dies bei
identischem Lastwiderstand einen höheren Strom und letzt-
endlich eine größere umgesetzte Leistung zur Folge. Für den
hier gezeigten Fall, dass bei hell leuchtenden Empfänger-
dioden die Spannung an der Senderspule unter die Schwell-
spannung der Leuchtdioden absinkt und diese aufhören zu
leuchten, gibt es tatsächlich keine physikalische Erklärung.

J.v.B.: Ist, Ihrer Meinung nach, der Beweis für die gesuchte
„Freie Energie" bereits durch die Tatsache erbracht, dass in
Ihrer Versuchsanlage beim Sender die
Leuchtdiode erloschen ist, die beim Empfänger dagegen
weiterhin leuchtet?

K.M.: Ja, denn irgendwo muss die empfangene Energie


herkommen. Es handelt sich vermutlich um Raum-Energie,
die von dem Feld zwischen den Kugelelektroden mit
eingesammelt wird.
J.v.B.: Und wie äußern sich die berufsmäßigen Skeptiker
bzw. das Establishment dazu? Reicht diese Testanlage aus,
um Ihre Kontrahenten zu überzeugen?

K.M.: Wir haben an der Übertragungsstrecke über den


Verlauf von Strom und Spannung Leistungsmessungen
vorgenommen und dabei Wirkungsgrade von über 500
Prozent ermittelt, die ich in meinem Buch dokumentiert
habe2.
Ich habe jedoch viele Kollegen, die nur akzeptieren, was sie
mit eigenen Augen gesehen und selber gemessen haben.
Gerade für die Skeptiker haben wir ein Demonstrations-Set
und ein Experimentier-Set von meiner Übertragungsstrecke
herausgebracht, das an Schulen, Universitäten und Labors
verkauft wird, damit sich jeder persönlich von der
Richtigkeit der Aussagen überzeugen kann.
Am Lehrstuhl für Energietechnik der Technischen Uni-
versität Clausthal beispielsweise haben Messtechniker zu
ihrem eigenen Erstaunen einen Wirkungsgrad von tausend
Prozent ermittelt.

J.v.B.: Ein 1000 prozentiger Wirkungsgrad wäre allerdings


ein handfestes Argument. Es stellt sich nur die Frage, ob
dieses Ergebnis überall und jederzeit wiederholbar ist. Denn
rein wissenschaftlich gesehen, wäre
nur dann der Nachweis für die Effektivität Ihrer Testanlage
zur „Freien Energie" erbracht.

K.M.: Das Experiment ist jederzeit reproduzierbar. Bei


meinem Demo-Set ist eine hohe Wiederholgenauigkeit
gewährleistet, indem die Flachspulen als gedruckte
Leiterplatten gefertigt werden und alle weiteren Kompo-
nenten vom Funktionsgenerator bis zur Lastbeschaltung des
Empfängers mitgeliefert werden. Den Ort und den Zeitpunkt
einer Messung können wir hingegen nicht beeinflussen. Hier
treten tatsächlich erhebliche Schwankungen auf. Neben dem
Tag-Nacht-Rhythmus scheinen auch kosmische
Konstellationen eine Rolle zu spielen. Wenn wir
Eigenschaften der Energiestrahlung erst näher besprochen
haben, werden wir beispielsweise die Einflüsse des Mondes
anlässlich einer Sonnenfinsternis leichter verstehen.

J.v.B.: Unter Umständen könnten Langzeitmessungen an


Ihrer Übertragungsstrecke für die Wissenschaft von Nutzen
sein. Schließlich haben ja auch in der Vergangenheit
Entdeckungen zu neuen Erkenntnissen und technischen
Anwendungsmöglichkeiten geführt. Haben Sie sich bei der
Entwicklung dieses im Grunde einfachen Systems von
irgendwelchen Anregungen oder einem Vorbild leiten
lassen?

K.M.: Mein Vorbild ist der berühmte Experimentalphysiker


Nikola Tesla, der die von mir genutzte Strahlung bereits vor
einhundert Jahren entdeckt und eingehend untersucht hat.
Seine Gerätschaften und technischen Möglichkeiten waren
zu seiner Zeit natürlich ganz anders als heute. Er hat mit
Funkenstreckengeneratoren und mit Spannungen von 600 kV
und mehr gearbeitet.
Isolationstechnische Gründe zwangen ihn, an Stelle der
üblichen Zylinderspulen zu einer Wickeltechnik, bei der mit
jeder Windung wegen der damit verbundenen
Spannungserhöhung der Abstand zum geerdeten
Spulenanfang größer wird. Die ingenieurmäßig konsequente
Lösung des Problems ist die spiralförmig gewickelte
Flachspule.

J.v.B.: Sie haben sich also an der Tesla'schen Flachspule


orientiert, und was ist daran so außergewöhnlich?

K.M.: Zunächst empfehle ich, bei der Übertragungsstrecke


die Flachspulen durch entsprechende zylindrische Spulen zu
ersetzen. Jetzt wird man feststellen, dass der Wirkungsgrad
auf unter 100 Prozent absinkt. Die gezeigten Effekte gehen
weitgehend verloren, und dies macht deutlich, dass die
Flachspulen in meinem Experiment unerlässlich sind.
Die rein technische Funktion können wir an dieser Stelle
noch nicht überblicken. Wir sollten später darauf
zurückkommen.

J.v.B.: Zu der in Ihrem


Experiment
„eingesammelten" Strahlung
hätte ich allerdings noch eine
Frage: Welche Art der
Energie-Strahlung ist hier im
Spiel und welche physi-
kalische Erklärung haben Sie
dafür?

Bild 3: Dr. Nikola Tesla


Ist Teslastrahlung Neutrinostrahlung?
K.M.: Der Entdecker der Energiestrahlung, das steht außer
Frage, ist Nikola Tesla. Während er selber noch von einer
unbekannten Strahlung sprach, die er als „Radiations"
bezeichnete, ist es zu Ehren des Entdeckers in der
einschlägigen Literatur üblich, von Teslastrahlung zu
sprechen.

J.v.B.: Demzufolge wäre also Tesla der Vater der „Freien


Energie". Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass weder in
Lehrbüchern noch in den Lexika die Teslastrahlung erwähnt
wird, diese Technik also in Vergessenheit geraten konnte.

K.M.: Vielleicht hätte er enger mit dem wissenschaftlichen


Establishment zusammenarbeiten und Veröffentlichungen
schreiben müssen. Ein Nachbau und ein Nachvollziehen
seiner Experimente wäre notwendig gewesen. Für einen
Experimentierkasten für jedermann waren seine Geräte
allerdings zu groß, zu teuer und völlig ungeeignet.

J.v.B.: Mir ist bekannt, dass Tesla von Investoren abhängig


war, die ihm kurz vor der Fertigstellung seines Senders auf
Long Island finanziell fallen ließen. Kein Wunder, dass ihn
Probleme dieser Art in seiner Arbeit beeinträchtigten.

K.M.: Ein wesentlicher Grund dürfte sein, dass er keine


passende Theorie parat hatte. Er arbeitete zwar Zeit seines
Lebens an einer Theorie und seine Modellvorstellungen
waren mindestens für ihn selber hilfreich,
aber er verzichtete auf eine Veröffentlichung, weil er keine
Widerspruchsfreiheit erzielen konnte. Er war schließlich
Perfektionist und ein brillanter Experimentator, aber kein
geschulter Theoretiker. Genau wie bei einer Theorie, die
ohne experimentelle Absicherung rein akademischen Wert
hat und keine Beachtung findet, gerät im umgekehrten Fall
ein Experiment schnell wieder in Vergessenheit, wenn es
durch keine Theorie abgestützt wird.

J.v.B.: Da hat sich bis heute kaum etwas geändert. Es wird


von falschen Messungen oder einer Fehlinterpretation des
Experiments gesprochen. Zweifellos ist es bequemer, eine
Entdeckung und ihren Urheber zu leugnen - selbst wenn er
Tesla heißt, als an den „ehernen Gesetzen" der Physik zu
rütteln. Eine menschlich zwar nachvollziehbare
Handlungsweise, wenn auch wissenschaftlich gesehen
mitunter eine Tragödie.

K.M.: Es ist tatsächlich so, wie Sie sagen. Man braucht sich
nur vorzustellen, welche Technik uns heute zur Verfügung
stünde, wenn die Tesla-Experi-mente im großen Stil
weiterentwickelt worden wären. Sowohl die Informations-
als auch die Energietechnik auf unserer Welt sähen anders
aus.

J.v.B.: In meinen Büchern befasse ich mich seit Jahren mit


der Technologie des 3. Jahrtausends, zum Beispiel in
„Projekt Aurora - geheime Technologien des 3. Jahr-
tausends"4. Wie weit Tesla mit seinen Forschungen in
Wirklichkeit kam, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben.

K.M.: Mit meinem Experiment lässt sich das Rätsel aber ein
Stück weit lüften. Auch Tesla hat zunächst die
Übertragung von Energie demonstriert. In Colorado Springs
hatte er einen Experimentiersender gebaut mit einer
Leistung von zehn Kilowatt.

J.v.B.: Gewiss. 1898. Es muss eine ziemlich große Anlage


gewesen sein, mit einer Flachspule von 880 m Drahtlänge
und einer kugelgekrönten, 43 m hohen Antenne. Eines Tages
soll Tesla eine Pressekonferenz einberaumt haben, um seine
Erfindung vorzuführen. Es wird berichtet, dass die Reporter
aus allen Himmelsrichtungen angereist seien. Sie standen um
das Gebäude herum, während Tesla im Inneren arbeitete. Sie
beobachteten, wie die Tiere auf den umliegenden Feldern
zunehmend unruhig wurden und einige Pferde
herumsprangen, als hätte man ihnen einen Elektroschock an
den Hufen verpasst. Gleichzeitig vernahmen die Reporter
aus der Scheune kommende zischende Geräusche. Vielleicht
erklären Sie, was sich hier abgespielt haben könnte?!

K.M.: Tesla hatte in


Sichtweite auf dem Gipfel
eines Berges in einer
Entfernung von 42 Kilometern
einen Energieempfänger
installiert und als Last 200
Leuchtstofflampen zu je 50
Watt aufgehängt. In der
Summe entsprach mit 10 kW
die Leistung des Empfängers
der des Senders. Um die
geforderte Resonanz
herzustellen, drehte er an der
Bild 4: Tesla's 10kW- Frequenz des Senders.
Magnifying Transmitter
Zunächst gingen aber nur die Tiere in Resonanz, wie die
aufmerksamen Reporter beobachtet haben, was aber die
biologische Wirksamkeit der Teslastrahlung eindrucksvoll
unter Beweis gestellt hat. Plötzlich hatte Tesla die
Resonanzfrequenz gefunden und die Lampen leuchteten gut
sichtbar.

J.v.B.: Es wurde berichtet, dass sich die Tiere in diesem


Augenblick hinlegten und beruhigten. Daraus könnte also
die Schlussfolgerung gezogen werden, dass der resonante
Empfänger die gesendete Strahlung vollständig abzieht -
oder?
K.M.: Das ist zweifellos richtig. Auch der umgekehrte
Schluss ist zulässig, dass ein Sender nur dann einen
Elektrosmog erzeugen und Mensch und Natur Schaden
zufügen kann, wenn er ohne Empfänger betrieben wird. Es
sollte meiner Meinung nach sogar unter Strafe gestellt
werden, wenn Menschen als Empfänger missbraucht
werden.

J.v.B.: Wollen Sie damit etwa sagen, dass der Mensch,


sobald er mit der Teslastrahlung in Resonanz gerät, einem
Schock ausgesetzt wird und im Dreieck springt?

K.M.: Die Muskeln reagieren mit Muskelkrampf und das


Gehirn mit psychotronischer Beeinflussung. Solche
Aussagen lassen sich sogar beweisen, aber wir wissen noch
zu wenig von den Eigenschaften der Strahlung. Ich darf
Ihnen hier einen sehr aufschlussreichen Artikel aus der New
York Times geben. Er stammt von Nikola Tesla und er
schreibt, dass er das Phänomen der kosmischen Strahlen
entdeckt und untersucht hat, noch lange bevor andere ihre
Forschungen begannen5.
J.v.B.: Danach wäre die Teslastrahlung kosmischen
Ursprungs. Existieren dafür Beweise?

K.M.: Er hatte experimentelle Beweise und ist damit


zweifellos der Entdecker dieser Strahlung, auch wenn dies in
keinem Lexikon erwähnt wird. Aber lesen Sie doch selbst,
was die New York Times vom 6. Februar 1932 unter dem
Titel „Dr. Tesla Writes of Various Phases of his Discovery"
veröffentlicht hat.
J.v.B.: Tesla schreibt hier: „Laut meiner Theorie ist ein
radioaktiver Körper nur eine Zielscheibe, die ständig von
unendlich kleinen Kugeln (Neutrinos), die aus allen Teilen
des Universums projeziert werden, bombardiert wird. Wenn
diese, derzeit unbekannte, kosmische Strahlung völlig
unterbrochen werden könnte, dann gäbe es keine
Radioaktivität mehr.
Ich machte einige Fortschritte in Bezug auf die Lösung des
Rätsels, bis ich im Jahre 1898 mathematische und
experimentelle Beweise erlangte, dass die Sonne und
ähnliche Himmelskörper energiereiche Strahlen aussenden,
die aus unvorstellbar kleinen Teilchen bestehen und
Geschwindigkeiten besitzen, die wesentlich höher sind als
die Lichtgeschwindigkeit. Die Durchdringungs-kraft dieser
Strahlen ist so groß, dass sie tausende Kilometer fester
Materie durchdringen, ohne dass sich ihre Geschwindigkeit
merklich verringert. "

K.M.: In dieser Kurzbeschreibung steckt sehr viel


Information, angefangen vom kosmischen Ursprung der
Strahlung bis hin zu einer Beeinflussung der Radioaktivität.
Eine besondere Herausforderung ist die Aussage, dass diese
Teilchenstrahlung durch feste Materie tunneln und mit
diesem Tunneleffekt sogar Überlichtgeschwindigkeit
erreichen kann.
J.v.B.: Entweder hat sich Tesla in der Interpretation seiner
experimentellen Ergebnisse geirrt, oder hier eröffnen sich
ganz neue Ansätze. Er spricht von einem enormen
Durchdringungsvermögen. Die klassische Physik kennt eine
derartige Strahlung nicht, abgesehen von der
Neutrinostrahlung.
K.M.: Ich ziehe daraus den Schluss, dass die Tesla-strahlung
mit der Neutrinostrahlung gleichzusetzen ist. Er spricht
sogar von energiereichen Strahlen; sagen wir einfach
„Neutrinopower" dazu.
J.v.B.: Ein akzeptabler Begriff. Schließlich sind Neutrinos
subatomare Teilchen. Auf diese Weise verliert die
Teslastrahlung ihren geheimnisvollen, esoterisch
angehauchten Nimbus und erhält eine feste physikalische
Grundlage.
Gegebenenfalls wäre eine energietechnische Anwendung
auch nicht ganz auszuschließen. Versorgt uns die Sonne
doch nicht nur mit Licht und Wärme, sondern zudem mit der
energiereichen Strahlung - der „Neutrinopower".

K.M.: Mit Neutrinopower dürfte ein prinzipieller Weg zur


Lösung unseres Energieproblems gefunden sein, wenn
Neutrinos eingesammelt und nutzbar gemacht werden. Ich
bin mir aber durchaus bewusst, dass die Neutrinophysik mit
einem solchen Auftrag große Probleme hätte, denn wie soll
das Einfangen von Teilchen funktionieren, die keine Ladung
und kaum eine Masse haben. Die Neutrinos wechselwirken
mit ihrer Umgebung, daran besteht kein Zweifel, sonst
wären sie weder direkt noch indirekt nachweisbar. Die
offene Frage ist nur, um welche Art von Wechselwirkung es
sich handelt?
Neutrinowechselwirkung ohne Ladung und Masse
K.M.: Viele meiner Kollegen tun sich mit einer Aner-
kennung der Neutrinostrahlung noch sehr schwer. Die
verfügbaren und lehrbuchmäßig aufgebauten Messge-räte
können überlichtschnelle Signale gar nicht verarbeiten. Zur
Anwendung kommen derzeit nur indirekte
Nachweismethoden für Neutrinos.

J.v.B.: Mir sind sehr aufwendige Versuche bekannt, so zum


Beispiel das Gallex-Experiment, das in einem eigens dafür
präparierten Labor mitten im Berg durch-geführt wurde.
Hier waren riesige Tanks, gefüllt mit einer
Halbjahresproduktion an Gallium, deponiert worden -
abgeschirmt von 1000 Metern Granitfelsen und vom Gran-
Sasso-Autobahntunnel aus erreichbar.

K.M.: Der indirekte Nachweis besteht darin, dass unter dem


Einfluss von Neutrinos aus Galliumatomen radioaktive
Germaniumisotope entstehen, die dann ihrerseits wieder zu
Gallium zerfallen, unter Freisetzung von Radioaktivität, die
letztendlich gemessen wird als Maß für die gefragte
Neutrinodichte.

J.v.B.: Das klingt so, als wollte man vom verbrauchten


Hühnerfutter auf die Zahl der gelegten Eier schließen. Ist
das nicht eine Lüge in die eigene Tasche?

K.M.: Bei einem indirekten Nachweis besteht immer die


Gefahr einer Fehlinterpretation. Daher weiß die moderne
Neutrinophysik, die ein eigenes Fachgebiet bildet, noch so
gut wie nichts von der Materie, mit der sie sich beschäftigt.
J.v.B.: Kein Wunder also, wenn die ganze Fakultät so sehr
mit ihrer allgemeinen Anerkennung beschäftigt ist, dass
schon zu befürchten ist, dass die eigentliche
Forschungsarbeit ins Hintertreffen gerät. Geht es aus Ihrer
Sicht weiter oder tritt hier die Forschung auf der Stelle?
K.M.: Die Neutrinophysik kommt sehr langsam voran und
jedes Ergebnis wird wie ein Durchbruch gefeiert. Das
neueste Highlight wurde von einem international besetzen
Forscherteam gemeldet, das am Kamiokande-Detektor in
Japan tätig war. Sie meldeten, dass von einer auf indirektem
Wege erfassten Sorte nachts nur halb so viele solare
Neutrinos am Detektor ankamen als am Tag. Die Teilchen
waren folglich auf ihrem Weg durch die Erde einer
unbekannten Wechselwirkung ausgesetzt...

J.v.B.: ...und dabei ging man doch bisher von der Annahme
aus, dass Neutrinos nahezu ohne Masse und Ladung
praktisch nicht wechselwirken, abgesehen von der im
Nahbereich wirksamen schwachen Wechselwirkung, die hier
kaum einen Beitrag leisten kann. Müssen die
Neutrinoforscher jetzt umdenken?

K.M.: Ja, ein Umdenken ist dringend geboten. Nur dem


Umstand, dass Neutrinos wechselwirken und Kräfte
ausbilden können, verdanken wir die Chance, sie als
Energiequelle, als „Neutrinopower", nutzen zu können.
Tesla wusste vor 100 Jahren schon viel mehr über die
Teilchen, als vermutlich alle heutigen Fachleute zusammen.
J.v.B.: Wenn ich Sie richtig verstanden habe, sollten sich
Physiker also zur Zeit- und Geldersparnis für überflüssige
Experimente, wesentlich intensiver mit den Tesla'sehen
Erkenntnissen auseinandersetzen.

K.M.: In der Tat würde ein kurzes Literaturstudium


Millionen verschlingende Experimente überflüssig machen.
Schließlich war Tesla schon viel we iter gewesen. Er hat
nicht gewartet, bis zufällig ein Neutrino vorbeifliegt, um
eine Reaktion zu zeigen, er hat sie eingesammelt! Mit einer
einzigen kleinen Teslaspule lassen sich erheblich mehr
Neutrinos einfangen, als mit einem noch so großen Tank.
J.v.B.: Gilt das auch für Ihr eigenes Experiment?

K.M.: Selbstverständlich. Ich weise die freie Energie


schließlich nicht indirekt nach, sondern lasse das Lämpchen
unmittelbar mit der eingesammelten Neutrinopower
leuchten. Mit dem Demo-Set stellt jeder in seiner Küche
oder an seinem Schreibtisch die extrem aufwendigen
Experimente in den Schatten.

J.v.B.: Sozusagen „Kinderleicht", wenn es richtig gemacht


wird.

K.M.: Außerdem erfolgt unser Nachweis auf direktem Weg,


wodurch Fehlinterpretationen vermieden werden. Uns zeigen
sich die Neutrinos so, wie sie sind, mit allen ihren
besonderen Eigenschaften. Das Geheimnis liegt darin, dass
die Teilchen mit der Flachspule wechselwirken.
Bild 5: Nikola
Tesla bei einem
Hochspannungs-
experiment. Im
Hintergrund eine
riesige
Flachspule.

J.v.B.: Worin besteht die Wechselwirkung und durch welche


Kraft werden die Teilchen in die Spule gezogen? Diese
Vorstellung dürfte für Neutrinoforscher nicht nur eine
Herausforderung, sondern eine Provokation bedeuten.

K.M.: Es ist eine schwingende Wechselwirkung. Die Spule


wird mit einer entsprechend hohen Frequenz gespeist und
die Kugelelektrode ständig umgepolt. Im Resonanzfall, das
betont auch schon Tesla, kommt es zu
der Kraftwirkung. Der Betrieb in Resonanz bedeutet soviel,
dass die Kugel mit den einzusammelnden Teilchen mit
gleicher Frequenz, aber entgegengesetzter Phasenlage
schwingen muss.

J.v.B.: Mit der Frequenzgleichheit habe ich kein Problem.


Ich drehe so lange am Einstellknopf des Frequenzgenerators,
bis der Empfänger reagiert. So sind wir jedenfalls bei dem
Experiment vorgegangen. Wie aber ergibt sich die geforderte
Phasenlage?
K.M.: Ich drehe, wie Sie sagen an der Frequenz und hoffe,
dass die Phasenlage stimmt. Die stellt sich von alleine ein,
wenn bei der Übertragungsstrecke zwischen Sender und
Empfänger eine gute Erdungsverbindung besteht.
Das ist wie bei jedem Gerät, das wir am öffentlichen
Stromnetz betreiben. Über das Stromkabel wird sicher-
gestellt, dass Generator und Verbraucher mit der gleichen
Frequenz von 50 beziehungsweise 60 Hertz und mit der
entgegengesetzten Phasenlage betrieben werden.

J.v.B.: Demnach würde also der Strom vom Generator zum


Verbraucher fließen, stimmt das?

K.M.: Ja, technisch gesehen schreiben wir das umgekehrte


Vorzeichen an. Im Falle der Übertragungsstrecke kommt es
genau dann zu einem Einsammeln von Neutrinos, wenn
diese positiv geladen sind und die Empfängerkugel zum
gleichen Zeitpunkt negativ geladen ist oder umgekehrt.
Ungleichnamige Pole ziehen sich bekanntlich an.

J.v.B.: Das wäre ja die uns bekannte elektromagnetische


Wechselwirkung, allerdings ohne die Neutrinos,
die nach orthodoxer Auffassung keine Ladung haben. Wie
passt das zusammen?

K.M.: Nehmen wir als Beispiel die Gravitation. Das übliche


Messgerät ist eine Waage und die zeigt den zeitlichen
Mittelwert der Kraftwirkung an.

J.v.B.: Wir kennen Gravitationswellen als zeitliche


Schwankungen der Gravitation.

K.M.: Das sind Schwankungen, auf die eine Briefwaage erst


gar nicht reagiert. Bei empfindlichen Detektoren hingegen
registriert man ein Schwingen des Zeigers um den statischen
Mittelwert herum. Die Schwankungen erfolgen dabei so
langsam, dass sie an den Zeigerausschlägen noch ablesbar
sind. Was aber passiert, wenn die Frequenz der Schwingung
größer und größer wird?

J.v.B.: Vermutlich kommt der Zeiger irgendwann nicht mehr


mit, und solche Messgeräte können wir damit vergessen.
K.M.: Es kommt dann nur noch der Mittelwert zur Anzeige.
Die Gravitation ist eine rein statische Wechselwirkung,
müssen Sie wissen. Für den schwingenden Fall wäre der
Effektivwert zu messen, nur stehen uns dafür keine
Messmittel zur Verfügung.

J.v.B.: Und was nicht messbar ist, darf es auch nicht geben,
argumentieren die Skeptiker. Wenn es trotzdem existiert,
dann bewegen wir uns nicht mehr im erlaubten Bereich der
Physik, sondern betreiben Parawissenschaft oder Esoterik.
Wie sieht es mit der Wahrnehmbarkeit aus?
K.M.: Ich schlage vor, den Fall der schwingenden
Gravitation als „Levitation" zu bezeichnen. Es gibt einige
Schilderungen über beobachtete Levitationsphäno-mene.
Allerdings fehlte bisher eine strenge Definition, wie die von
mir vorgeschlagene, so dass der Begriff der Levitation etwas
unscharf für die Aufhebung der Schwerkraft und
irgendwelche ungeklärte Schwebezustände steht.

J.v.B.: Es existieren viele Berichte über Levitationen


christlicher und buddhistischer Mönche. Einige Para-
psychologen vermuten, dass religiöse Ekstase mit diesem
Phänomen zu tun hat.
Die Illustrated London News vom 6. Juni 1936 ver-
öffentlichte ein interessantes Beispiel, in dem in einer Reihe
von Fotos die angebliche Levitation des indischen Yogis
Subbayah Pullavar in den verschiedenen Stadien
festgehalten wurde. Nichts desto trotz sind sogenannte
Levitationsfälle bis heute umstritten.
K.M.: Es existieren ganz einfach keine brauchbaren
physikalischen Modellvorstellungen. Ein Erklärungsmodell
könnte folgendermaßen aussehen: Liegt das Zentrum der
Levitationsschwingung über uns, beispielsweise in der
Sonne, dann wird im Resonanzfall tagsüber die
Levitationskraft in Richtung Sonne entgegen der
Schwerkraft zeigen. Dadurch verliert der Levitationskörper
an Gewicht.

J.v.B.: Wenn wir voraussetzen, dass Levitationsphäno-mene


möglich sind, stellt sich die Frage, ob ein levitierender
Körper Masse hat oder nicht? Ich habe jedenfalls bereits
1971 in meinem ersten Buch die Vermutung geäußert, dass
Neutrinos über etwas Masse verfügen. Die vor kurzem in
den Medien gebrachte
Meldung über den Nachweis von geringfügiger Masse der
Neutrinos habe ich daher erfreut zur Kenntnis genommen.
Meine Schlussfolgerung daraus war: das Neutrino sei damit
einerseits ein „heißer Kandidat" für die im Weltraum
gesuchte dunkle Materie. Andererseits sei die festgestellte
Masse jedoch viel zu gering, um die Differenz zwischen
Theorie und Praxis zu überbrücken.

K.M.: Wie ich denke, ist auch dieses Rätsel lösbar. Bei der
auf einer Waage in Kilogramm gemessenen Gewichtskraft
handelt es sich immer um den zeitlichen Mittelwert und der
ist bei den schwingenden Neutrinos exakt Null. Wird ein
geringfügig davon abweichender Wert ermittelt, dann ist die
Schwingung etwas unsymmetrisch oder das Messgerät hat
einen Nullpunktfehler.
Ganz anders als beim Mittelwert sieht es bei dem
Effektivwert der Masse aus, der für die Wirkung im
Universum als sogenannte dunkle Materie verantwortlich
zeichnet. Der kann erhebliche Größenordnungen besitzen,
nur messen können wir ihn noch nicht!

J.v.B.: Die Wirkung ist von der Astrophysik bereits erkannt


worden, nur an Modellen der theoretischen Physik und an
entsprechend aufgebauten Nachweisgeräten mangelt es
noch.
K.M.: Ich will Ihnen ein anderes Beispiel aus meinem
Lehrbuch nennen2. Ich versetze meine Energietechnik-
Studenten zurück in die Zeit, als die Stromversorgung mit
Gleichstrom erfolgte und viele gar nicht wussten, dass es
auch Wechselstrom gibt.
J.v.B.: Ich weiß, es herrschte regelrecht Krieg zwischen den
Verfechtern des Gleich- und denen des Wechselstroms. In
New York fingen Mitarbeiter von Edison Straßenhunde ein,
exekutierten sie öffentlich mit Wechselstrom, um die
Gefährlichkeit zu demonstrieren und warfen die Kadaver
dann dem Wechselstrom-Befürworter Tesla vor die
Haustüre.
K.M.: Heute kaum noch nachvollziehbar bemühte sich
Edison um Aufklärung der Öffentlichkeit, denn Gleich-
spannung und Gleichstrom ließen sich problemlos messen,
bei Wechselstrom hingegen zeigt das entsprechende
Messgerät (für DC) Null an. Eingefleischte Gleichstromer,
die noch nichts von Wechselstrom gehört hatten, könnten
daraus den fatalen Schluss ziehen, Wechselstrom sei völlig
ungefährlich.

J.v.B.: Es musste sich erst herumsprechen, wie ungesund es


sein kann, in die Steckdose zu fassen.
K.M.: Erst Messgeräte für Wechselstrom (AC), die den
Effektivwert anzeigen, geben zu erkennen, dass hier Gefahr
lauert. Allerdings sind diese Geräte aufwendiger im Aufbau
und im Betrieb, denn für eine Anzeige ist ein Synchronismus
erforderlich.
Man könnte geneigt sein, AC als Sonderfall von DC auf-
zufassen, aber ich denke es verhält sich gerade umgekehrt,
denn bei Gleichstrom ist die Frequenz Null, und von dem
großen Spektrum der Frequenzen aus betrachtet, ist der Wert
Null der Sonderfall!
Die Eigenschaften von Wechselstrom lassen wir uns am besten
von einem extraterrestrischen Beobachter schildern. Er wird uns
sagen: Von der Ferne aus scheint zumindest nachts auf der Erde
eine große Harmonie zu herrschen. Alle Lichter in den Straßen
und Städten blinken völlig synchron.
Alle Generatoren sind untereinander und mit allen Verbrau-
chern in Resonanz. Es gibt zwei große Rassen: Die 50-Hertzler
(Europa) und dann die 60-Hertzler (Amerika), die auftauchen,
wenn sich die Erde weiter dreht und die 50-Hertzler dabei sind,
ihre Blinklampen wieder auszuschalten. Der zu einer Nutzung
von Wechselfeldern erforderliche Synchronismus ist uns derart
selbstverständlich, dass sich kaum jemand noch klar macht,
dass ein mit nur einem Hertz Unterschied zur Netzfrequenz
betriebener Verbraucher nicht mehr mit Strom versorgt werden
kann.
Die Kabelverbindungen dienen sowohl dem Stromtransport, als
auch der Synchronisation aller an dem Verbundnetz ange-
schlossenen Generatoren und Verbraucher. Die Frequenz wird
derart konstant gehalten, dass sich einfache Uhren,
Schaltwerke und sogar alte Plattenspieler mit der Netzfrequenz
synchron betreiben lassen.
Überwacht wird der Synchronismus der einspeisenden Kraft-
werke von einer eigenen Station, die den Zeittakt vorgibt. Auf
Grund der Trägheit unserer Augen sind wir zwar nicht mehr in
der Lage, das Blinken der Lampen zu sehen, mit hochauf-
lösenden Kameras lässt es sich aber nachweisen (und in
Zeitlupe filmen). Auch wenn wir die Harmonie der Wechsel-
stromer nicht wahrnehmen können, so ist sie dennoch existent.
Diese Überlegungen legen nahe, auch die elektromagne-
tische Wechselwirkung als Sonderfall einer schwingenden
Wechselwirkung mit der Frequenz Null aufzufassen.

J.v.B.: Wie sollen wir diesen Fall nennen? Ein neuer Name
wäre sicher hilfreich, um Verwechslungen zu vermeiden. Im
Falle der Gravitation haben Sie ja den Begriff Levitation
verwendet, und wie sieht es bei einer schwingenden Ladung
aus?

K.M.: Nun, ich möchte sie resonante Wechselwirkung


nennen. Die elektromagnetische Wechselwirkung ist dann
der statische Spezialfall. Ein anderer Spezialfall ist
übrigens die schwache Wechselwirkung. Sie betrifft eine
dynamische Wirkung der Neutrinos mit der sehr geringen
Reichweite von gerade mal 10-16 Metern. Nebenbei bemerkt
lassen sich die Theorien auf diese Weise perfekt
vereinheitlichen.
Auf diese schwache Wechselwirkung ist man über den
Betazerfall, den radioaktiven Zerfall von Neutronen,
gestoßen. Dem österreichischen Physiker Wolfgang Pauli
war aufgefallen, dass die halbe Zerfallsenergie nach einem
ß-Zerfall fehlt und die Energiebilanz nicht aufgeht. Zudem
geht auch die Drehimpulsbilanz nicht auf, da sich der
Kernspin um eine ganze Einheit ändert. Pauli hat daraufhin
1930 ein massefreies und ladungsloses hypothetisches
Teilchen mit den entsprechenden Eigenschaften eingeführt,
das er Neutrino genannt hat.
J.v.B.: In diesem Zusammenhang dürfen natürlich die Beta-
strahlen - eine der drei Strahlenarten der natürlichen radio-
aktiven Stoffe - nicht unerwähnt bleiben. Wie bei allen radio-
aktiven Zerfällen nimmt die Intensität der Betastrahlung, also
auch beim ß-Zerfall - nach einem exponentiellen Zerfallsgesetz
- ab.
Der große österreichische Physiker und Nobelpreisträger
Wolfgang Pauli, ein Sommerfeldschüler, stellte 1930 seine
Neutrino-Hypothese auf, nachdem er sich eingehend mit der
Energiebilanz des ß-Zerfalls befasst hatte. Jedoch die
Entdeckung des als „Pauli Prinzips" bekannt gewordenen
Ausschließungsprinzips, war seine größte Leistung. Pauli sind
zudem entscheidende Beiträge zur Quantenfeldtheorie zu ver-
danken.
Auch der nicht minder bekannte italienische Physiker und
Nobelpreisträger Enrico Fermi, unter dessen Leitung 1942 eine
erste Kern-Kettenreaktion in Chicago in Gang gesetzt wurde,
war beteiligt. Pauli und Fermi gelten bis heute als Entdecker
der Teilchen, zumindest, was die theoretische Herleitung
betrifft. 1956 ist Cowan und Reines unter großem apparativen
Aufwand deren experimenteller Nachweis gelungen.
Tesla scheint offiziell allerdings sozusagen, was die
öffentliche Anerkennung angeht, auf der Strecke geblieben
zu sein!

K.M.: Ganz offensichtlich ist der eigentliche Entdecker der


Neutrinostrahlung vergessen worden! In dem
Zusammenhang wird der Name Nikola Tesla jedenfalls in
keinem Lexikon erwähnt. Ich setze mich dafür ein, dass die
Lehrbücher korrigiert werden. Noch kämpfe ich ziemlich
alleine, aber mit der Zahl der Leser meiner Bücher steigt
auch die Zahl meiner Mitstreiter gegen Falschaussagen, vor
denen die nächste Generation bewahrt werden sollte.
J.v.B.: Wir müssen uns einfach damit abfinden, dass geniale
Menschen, die sicher ihrer Zeit voraus sind, von der
Mehrheit, vor allem aber von kritischen Neidern verkannt
und daher oft genug diffamiert werden. So erging es auch
Nikola Tesla.
K.M.: Normalerweise wird die Entdeckung eines
Elementarteilchens mit dem Nobelpreis bedacht. Tesla, das
kann man ohne Zweifel sagen, ist um diese Anerkennung
betrogen worden.

J.v.B.: Es war zudem eine Demütigung, dass er zuschauen


durfte, wie Marconi als Erfinder des Radios geehrt wurde
und den Nobelpreis überreicht bekam.

K.M.: Tesla hat nämlich nicht nur die Neutrinostrahlung


entdeckt, er hat auch nachgewiesen, dass sie sich als
Skalarwelle im Raum ausbreitet.

J.v.B.: Zum besseren Verständnis der Leser sollten Sie das


ausführlicher erklären.
Irritationen zur Wellenausbreitung
K.M.: Mit seinem Anspruch, Skalarwellen entdeckt zu
haben, hat Tesla ziemlich viel Verwirrung gestiftet. Eine
Schlüsselrolle spielt dabei Lord Kelvin.
Die Maßeinheit Kelvin steht bekannter Maßen für die absolute
Temperatur. Sein bürgerlicher Name war William Thomson.
Erst, nachdem er geadelt worden war, nannte er sich Lord
Kelvin. Er war schon zu seiner Lebzeit ein anerkannter und
berühmter theoretischer Physiker - und er war ein vorsichtiger
Mensch. Das Luftschiff erschien ihm zu unsicher und so
bestieg er für eine Reise von England nach Amerika im
Sommer 1897 einen Liniendampfer. Er war in einer heiklen
Mission unterwegs. Er wollte Tesla einen Besuch abstatten.
Vielleicht sollte ich noch ein paar Worte über die Gründe und
die Hintergründe für den Ausflug nach Amerika verlieren. Acht
Jahre zuvor hatte der deutsche Kollege Heinrich Hertz in
Karlsruhe die elektromagnetische Welle in Experimenten
nachgewiesen und Wissenschaftler in der ganzen Welt hatten
seine Antennenanordnungen nachgebaut. Sie alle fanden nicht
nur die Welle als solche bestätigt, sie konnten sogar die
charakteristischen Eigenschaften zeigen. Es war eine
Transversalwelle, zu deutsch eine Querwelle, bei der die
elektrischen und die magnetischen Feldzeiger senkrecht zur
Ausbreitungsrichtung schwingen. Dies kann als Grund
angesehen werden, dass sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit
als feldunabhängig und konstant zeigt. Es handelt sich um die
Lichtgeschwindigkeit, und die hatte zuvor schon Maxwell auf
theoretischem Weg errechnet. Auch alle anderen, in den
Feldgleichungen enthaltenen Eigenschaften dieser Welle sind
von Hertz experimentell nachgewiesen worden. Auf diese
Weise hat Hertz einen Beweis für die Richtigkeit der
Maxwell'schen Feldtheorie geführt. Die Wissenschaftler in
Europa waren gerade dabei, sich gegenseitig auf die Schulter zu
klopfen, da drangen aus einem
privaten Forschungslabor in New York ganz andere Töne
herüber: "Heinrich Hertz hat sich geirrt, es ist gar keine
Transversalwelle, sondern eine Longitudinalwelle!" Sie müssen
sich die Reaktionen aus der Reihe der Wissenschaften
vorstellen. Die einen hielten ihn für einen Spinner, während die
Mehrheit der Kollegen so taten, als würden sie die Kritik gar
nicht wahrnehmen. Völlig ignorieren konnte man die Kritik aus
der Neuen Welt jedoch nicht, denn zum einen behauptete der
Privatforscher über experimentelle Beweise zu verfügen und
zum anderen war Tesla nicht irgend jemand, der sich hier zu
Wort meldete.
Nikola Tesla war zu der Zeit durchaus kein Unbekannter. Ihm
verdanken wir die moderne Drehstromtechnik vom Hoch-
spannungsnetz zur Energiefernübertragung über den Dreh-
stromtransformator bis zur Asynchronmaschine. Er hatte mit
seinen grandiosen Erfindungen genug Geld verdient, um sich
ein privates Labor leisten zu können, in dem er unzensiert und
frei forschen und erfinden konnte. Der Schlüssel zu seinem
Erfolg lag in seiner zielgerichteten, konzentrierten und
effizienten Arbeitsweise. Er war schnell! Während in Europa
noch über Eigenschaften und theoretische Anwendungs-
möglichkeiten der Welle debattiert wurde, führte Tesla den
Militärs bereits ein ferngesteuertes Modellboot im Madison
Square Garden vor. Vor diesem Hintergrund muss seine Kritik
an Hertz gesehen werden!
So einen erfolgreichen Forscher, der nur gelten lässt, was seine
Experimente ihm offenbaren, vom Gegenteil zu überzeugen,
musste ein hoffnungsloses Unterfangen sein. Zweifellos war
sich Lord Kelvin dessen bewusst, als er sich entschlossen hatte,
auf die Reise zu gehen. Er konnte und wollte seinen Kopf nicht
in den Sand stecken, wie viele seiner Kollegen, denn einerseits
sind Wissenschaftler vom Prinzip her neugierig und
andererseits reiste er als offizieller Vertreter der Wissenschaft.
Er hatte den Auftrag, als Saubermann die heile Welt der
Wissenschaften von Irrlehren zu befreien. Aber es kam alles
ganz anders. Am ersten Tag seines Besuches bei Tesla äußerte
Kelvin die mahnenden Worte, die man ihm aufgetragen hatte.
Er legte Tesla ans Herz, die Äußerungen zu dem Hertz'sehen
Irrtum öffentlich zu widerrufen und selber zur Beilegung des
Streits beizutragen. Fachlich gesehen redeten beide aneinander
vorbei. Doch nachts im Hotelzimmer ließ sich der Lord
nochmals die Ereignisse vom Tag durch den Kopf gehen.
Die Experimente, die Kelvin von Tesla vorgeführt worden
waren, sprachen eine klare Sprache. Der Stehwellencharakter
war eindeutig erkennbar gewesen: die Schwingungsknoten,
die Rückwirkung auf den Sender, der hohe Wirkungsgrad
und vieles andere mehr. Solche Eigenschaften kennt die
Hertz'sehe Welle tatsächlich nicht. Auch hat Tesla nicht mit
Dipolantennen operiert.

J.v.B.: Er hat sicherlich mit Flachspulen und mit seiner


eigenen Schaltungstechnik gearbeitet, wie bei dem
Experiment hier auf dem Tisch.

K.M.: Anders als bei meiner Demonstration benutzte er zur


Anregung einen Funkenstreckengenerator. Die Technik war
nicht nur eigenwillig, sie unterschied sich auch grundsätzlich
von der Rundfunktechnik nach Hertz.
Am nächsten Morgen erschien Lord Kelvin wieder im Labor
und begrüßte Tesla mit den Worten: "Dann verwenden Sie
keine Hertz'sche Wellen?" "Bestimmt nicht", antwortete
Tesla, "das sind Strahlungen. Durch solche könnte keine
Energie über größere Entfernung wirtschaftlich übertragen
werden. Mein System arbeitet mit wirklicher Leitung, die
theoretisch gesehen über größere Entfernung erfolgen kann,
ohne dass es zu größeren Verlusten kommt."

J.v.B.: In dem Artikel des "Electrical Experimenter" ist


weiter vermerkt, dass sich der zweifelnde Kritiker Kelvin
plötzlich in einen der größten Anhänger verwandelt hatte. Da
hat der Missionar über Nacht die Seiten gewechselt!

K.M.: Ja, Kelvin kombinierte sehr schnell: demnach gibt es


zwei unterschiedliche Arten der Wellenausbreitung. So hat
Hertz mit seiner transversalen Querwelle genauso Recht, wie
Tesla mit der longitudinalen Längswelle.
Als Vertreter der theoretischen Physik konnte er Tesla einen
faulen Zahn jedoch ziehen. Maxwell hatte seiner Feldbe-
schreibung eine Äthervorstellung zu Grunde gelegt, die zum
damaligen Zeitpunkt noch völlig ungeklärt war. Da ein solcher
Äther von Tesla als Voraussetzung für longitudinale Wellen
gesehen wurde, war er der Meinung, er und nicht Hertz hätte
die Maxwell-Welle erstmals im Experiment bewiesen. Mit
dieser Aussage offenbarte der grandiose Experimentalphysiker
jedoch Schwächen im Bereich der Theorie. Vielleicht hatte er
die Bücher von Maxwell auch nicht genau genug gelesen oder
verstanden, die in der Urfassung zweifelsohne mathematisch
nur mühsam nachvollziehbar formuliert waren. In diesem Punkt
musste sich Tesla von Kelvin eines Besseren belehren lassen.
Die Maxwell'sehe Feldtheorie liefert ausnahmslos eine
mathematische Beschreibung für die
Hertz'sche Welle. Für die Teslastrahlung hingegen existiert
keine Feldbeschreibung! Im übrigen ist dies der Umstand,
warum diese Welle aus den Lehrbüchern verschwinden und
wieder in Vergessenheit geraten konnte.
Tesla selber hatte Probleme, sich theoretisch vorzustellen, was
bei seiner Welle abläuft. Seine Modelle waren in einigen
Punkten vielleicht sogar besser als die offizielle Lehrmeinung,
aber zu anerkannten Gesetzmäßigkeiten nicht widerspruchsfrei.
Tesla verzichtete daher auf eine Veröffentlichung seiner Ideen,
obwohl er Zeit seines Lebens an einer eigenen Theorie
herumgefeilt hatte.
Tesla erzählte Kelvin von seinem Zusammentreffen mit
Hermann von Helmholtz 1893 anlässlich der Weltausstellung
in Chicago. Auch Kelvin kannte ihn sehr gut und hatte mit
ihm in der Vergangenheit zusammengearbeitet.
J.v.B.: Zur Beschreibung von Atomen und Quanten als
stabile Wirbelringe hatte der deutsche Physikprofessor von
Helmholtz ein Modell entwickelt. Möglicherweise war diese
Wirbelvorstellung von Nutzen, auch wenn sie mittlerweile
weitgehend wieder in Vergessenheit geraten ist.
K.M.: Kelvin konnte an dieses Modell unmittelbar
anknüpfen. Solche Ringwirbel besitzen tatsächlich
Quantencharakter. Sie sind in der Lage, einen Impuls von
einem Wirbelteilchen an das nächste weiterzugeben und
dabei bildet sich eine Stehwelle aus.
J.v.B.: Wie bei den Kundt'schen Staubfiguren im
Physikunterricht, bei denen ein Ton angeschlagen und der
Staub dadurch so verteilt wird, dass die Wellenberge und die
Knoten der Stehwelle deutlich in Erscheinung treten.
K.M.: Die Akustik ist ein gutes Beispiel. Hier bildet sich
eine Stoßwelle aus, indem ein Luftmolekül das nächste
anstößt. Auf diese Weise breitet sich der Schall als
longitudinale Welle aus.
Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Lord Kelvin war
schon wieder auf dem Dampfer unterwegs zurück nach
Europa und er kombinierte: Die Tesla-Experimente
beweisen die Existenz longitudinaler Stehwellen im Raum.
Dabei stellt sich die Frage, was den Impuls weiterreicht, und
Kelvin kommt zu dem Schluss: Es sind Wirbel im Äther!

J,v.B.: Zumindest hatte er damit eine Antwort in der


Anschauung gefunden. Durch ihn ist die Wirbelvorstellung
sehr populär geworden, auch wenn er ihr letztendlich nicht
zum Durchbruch verhelfen konnte.
K.M.: Ja, von Kelvin stammen zahlreiche Veröffent-
lichungen zu dem Thema. Hinsichtlich der Anschauung
suchte er Analogien zu den bekannten Wirbelphänomenen in
der Strömungslehre.
J.v.B.: Das hat sicher den Vorteil, dass Strömungswirbel
sichtbar sind oder mit Rauch sichtbar gemacht werden
können, während bei der Tesla-Übertragung die Wirbel
unsichtbar bleiben.
K.M.: Genau diesen Umstand nutzte Kelvin und baute mit
seinen Studenten Kästen, mit denen er Rauchringe erzeugen
konnte, um in Experimenten die besonderen Eigenschaften
von Ringwirbeln in ihrer strömungstechnischen Analogie
studieren und demonstrieren zu können. Eine passende
Feldtheorie jedoch hatte er nicht parat.
Die von Deutschland auf die Insel exportierte Wirbelphysik
konnte sich in England kurzfristig etablieren, bevor sie von
den deutschen Quantenphysikern endgültig beerdigt wurde.

J.v.B.: Vielleicht geschah das etwas vorschnell. Aber die


Quantenphysik profitiert dagegen durch die Entwicklung
theoretischer Modellvorstellungen.

K.M.: Dann hat man nur versäumt, in der vernachlässigten


Wirbelphysik ebenfalls brauchbare Modelle zu bilden. Auch
fehlte der Wirbelphysik die erforderliche Theorie, um die
beobachtete Quantisierung zu begründen. Aus diesem
Umstand zieht die Quantenphysik noch heute ihre
Daseinsberechtigung...
J.v.B.: ...ohne selber die Ursache für die Quantisierung
angeben zu können. Großartig! Wie beurteilten die
Wissenschaftler denn die Wirbelphysik, bevor Max Planck
die Quanten-Theorie begründete?

K.M.: Nun, ein Hauptverfechter war James Clerk Maxwell


gewesen, der die Wirbeltheorie für die beste und
überzeugendste Beschreibung der Materie hielt. Als sein
Nachfolger im Cavendish-Labor in Cambridge wurde J. J.
Thomson berufen, der schon als junger Mann einen Preis für
eine mathematische Abhandlung über Wirbel erhalten hatte.
Er entdeckte das Elektron und stellte es sich, wie sollte es
anders sein, als Feldwirbel vor.

J.v.B.: Der aufkommenden Quantenphysik kam die


entscheidende Schwäche der Wirbelphysik zugute, das
Fehlen einer brauchbaren Feldtheorie. Ich sehe dies als
Herausforderung. Es sollte so schnell wie möglich geändert
werden.
K.M.: Zudem ist der experimentelle Nachweis, wie er von
Tesla schon vor 100 Jahren erbracht worden war, einer
Wirbelübertragung als longitudinale Welle in Luft oder in
einem Vakuum weder mit der Maxwell'schen Feldtheorie
noch mit der heute gebräuchlichen Quantentheorie erklärbar
oder vereinbar. Für eine neue Feldtheorie ist ein akuter
Bedarf vorhanden!

J.v.B.: Nachdem Sie, Herr Meyl mit einer Wirbelberechnung


(1984) promoviert haben, und darüber in Ihrem ersten Buch
über Potentialwirbel (1990) geschrieben haben, würden die
Leser wahrscheinlich gern mehr über die Entdeckung der
Wirbel des elektrischen Feldes - vor allem aber über Ihre
Lösungsvorschläge erfahren.
Geheimnis hinter der Wellengleichung
K.M.: Bevor man sich in das Abenteuer einer ganz neuen
Feldtheorie stürzt, sollte erst einmal ausgelotet und
analysiert werden, wo Schwachpunkte der gängigen
Feldphysik liegen.

J.v.B.: Vielleicht können Sie ein paar Hinweise geben.

K.M.: Da wird beispielsweise die Dielektrizitätskonstante s


als komplexe Größe angeschrieben, obwohl es sich
physikalisch gesehen um eine Materialkonstante handelt, nur
um mit diesem Trick künstlich einen Verlustwinkel
berechnen zu können, der die in einem Dielektrikum
auftretenden Verluste angeben soll, bei denen es sich in
Wirklichkeit um Wirbelverluste handelt. Natürlich kann man
mit einem solchen Etikettenschwindel die Dielektrischen
Verluste eines Kondensators oder die Erwärmung in einem
Mikrowellenherd auch ganz ohne Wirbelphysik erklären,
dabei sollte aber jedem klar sein, dass in einer „komplexen
Konstanten" ein innerer Widerspruch begraben liegt, der mit
physikalischen Vorstellungen unvereinbar ist.

J.v.B.: Ich denke, wir haben uns so sehr an derartige


Hilfsbeschreibungen gewöhnt, dass die meisten Physiker
dazu neigen, ihnen physikalische Realität beizumessen, und
seien sie noch so unsinnig und widersprüchlich. Als
Pragmatiker stellen sie sich auf den Standpunkt, wenn damit
experimentelle Ergebnisse beschreibbar sind, dann kann so
eine Hilfsbeschreibung so falsch doch gar nicht sein.
K.M.: Was dabei vergessen wird, ist der Umstand, dass hier
der Boden der reinen Wissenschaft verlassen und durch
Glaubensbekenntnisse ersetzt wird. Wenn man bedenkt, dass
Maxwell höchstpersönlich die Konstanz der Dielektrizität
erkannt und in seinen Feldgleichungen berücksichtigt hat,
dass aus der zu einer Variablen umdefinierten Konstanz die
der Lichtgeschwindigkeit abgeleitet und begründet wird,...

J.v.B.: ...dann wird doch an dem Ast gesägt, auf dem die
ganze Elektrophysik festsitzt. Unter mir tut sich ein Abgrund
auf.

K.M.: Eine komplexe Lichtgeschwindigkeit, die eigentlich


konstant sein soll und anderer Unsinn kommen dabei heraus,
wenn Physik nicht mehr nach den strengen Regeln der
Wissenschaft betrieben wird. Für den Elfenbeinturm der
Physik droht in solchen Fällen akute Einsturzgefahr. Das
nächste Thema trägt auch nicht gerade zur Standfestigkeit
bei. Es geht um Skalarwellen.

J.v.B.: In den Lehrbüchern finde ich dazu nicht das


allermeiste. Können Sie mir eine Spur legen?

K.M.: Die heiße Spur führt zur Wellengleichung, wie sie


heute in allen Lehrbüchern zu finden ist.
Auf der einen Seite dieser wichtigen Gleichung steht der
Laplaceoperator für die räumliche Verteilung der Welle,
während auf der anderen Seite der Gleichung die Zeitab-
hängigkeit beschrieben ist. Als konstanter Faktor tritt die
Lichtgeschwindigkeit im Quadrat auf. Kaum beachtet, ver-
bergen sich hinter dieser Formulierung zwei ganz unter-
schiedliche Wellenarten, denn der verwendete Laplaceoperator
besteht nach den Rechenregeln der Vektoranalysis aus zwei
Anteilen, einem longitudinalen und einem transversalen
Wellenanteil.
Setzen wir den longitudinalen Anteil zu Null (div B = 0) was
gleichbedeutend mit einer Quellenfreiheit des Feldes ist, dann
bleibt die bekannte Rundfunkwelle übrig, die auch Hertz'sche
Welle genannt wird, nachdem Heinrich Hertz sie, wie gesagt, in
Karlsruhe 1888 experimentell nachgewiesen hatte. Es handelt sich
um die, von Maxwell beschriebene Transversalwelle, bei der die
Feldzeiger quer zur Ausbreitungsrichtung schwingen. Die
Ausbreitung wiederum erfolgt mit Lichtgeschwindigkeit. Soviel
zum Stand der Technik.
Aber wie wir sehen, steckt in der mathematischen
Formulierung der Wellengleichung ja noch mehr als nur die
allgemein bekannte elektromagnetische Welle. Der Ansatz
einer Quellenfreiheit ist eine Vernachlässigung, die nur unter
bestimmten Voraussetzungen gilt!

J.v.B.: Das Treffen von Vernachlässigungen ist in der


Wissenschaft durchaus üblich und legal. Dies darf allerdings
nicht willkürlich und ungeprüft vorgenommen werden. Es ist
in jedem Fall eine Fehlerbetrachtung erforderlich, so habe
ich es gelernt, die zum Resultat haben sollte, dass die
Vernachlässigung tatsächlich ausreichend klein ist.

K.M.: Im vorliegenden Fall der Wellengleichung habe ich


noch kein einziges Lehrbuch gefunden, in dem diese
Fehlerbetrachtung vorgenommen worden wäre. Sie lesen
sich durch die Bank wie Gebetbücher. Dabei droht die
Gefahr, dass genau der Aspekt vernachlässigt wird, um den
es eigentlich geht.

J.v.B.: Diese Nachlässigkeit könnte doch katastrophale


Folgen nach sich ziehen?
K.M.: Ja, es könnte passieren, dass die Ursachen für den
Elektrosmog, für biologische Auswirkungen und für
zahlreiche EMV-Probleme, das sind Probleme der
elektromagnetischen Verträglichkeit technischer Produkte
nicht mehr gesehen und verstanden werden, dass die reine
Wissenschaft schon wieder zu einem Glaubensbekenntnis
verkommt!
Die Annahme einer Quellenfreiheit beschreibt im Falle der
Wellengleichung nur die eine Seite der Medaille. Die andere
Seite, die bei der elektromagnetischen Welle als Fehlerterm
auftritt, bekommen wir, wenn wir diesmal den transversalen
Wellenanteil zu Null setzen (rot B = 0). In diesem Fall ist eine
Divergenz des Feldes vorhanden, die nach einem Quellenfeld
verlangt. Als Quellen müssen irgendwelche Ladungsträger,
Quanten oder zumindest Teilchenstrukturen, z.B.
Wirbelstrukturen existieren. Deren Ausbreitung erfolgt, wie
wir das von der Schallausbreitung her kennen, als Stoßwelle in
longitudinaler Weise. Die Luftmoleküle, die Quanten oder
Teilchenstrukturen schwingen dabei in Ausbreitungsrichtung.
Auch der Feldzeiger hat eine Komponente in dieser Richtung.
Die auftretende Divergenz des Feldzeigers (div B) ist ein
Skalar, weshalb diese Welle vorzugsweise als Skalarwelle
bezeichnet wird.

J.v.B.: Herzlichen Dank für diese mathematischen


Darlegungen. Ich addiere: Der in der Regel vernachlässigte
Term in der Wellengleichung beschreibt eine Skalarwelle,
die eine durch Teilchen oder durch Wirbelstrukturen
aufgebaute Stoß- oder Stehwelle ergibt, und als
longitudinale oder Längswelle sich im Raum ausbreitet.
Habe ich noch einen Fachausdruck übersehen?

K.M.: Nein, aber es fehlt noch ein Beweis. Vergessen Sie


bitte nicht, dass die Physik, wie sie heutzutage
betrieben wird, mathematisch begründet ist. Da hilft reine
Prosa nicht weiter!
Im dem Spezialfall der Wirbelfreiheit des elektrischen Feldes
kann der B-Feld-Vektor aus einem skalaren Potential abgeleitet
werden. Wird dieser Ansatz in die Wellengleichung eingesetzt,
dann ergibt sich die inhomogene skalare Wellengleichung, zu
der Lösungen veröffentlicht sind. Sie haben dieselbe Form, wie
die bekannten Dispersionsrelationen von Langmuir-Wellen.
Das sind Elektronen-Plasmawellen, also longitudinale
Wellenbewegungen verknüpft mit Langmuir-Schwingungen
der Elektronendichte.
Damit wäre der Beweis erbracht, dass Skalarwellen und
longitudinal sich ausbreitende Stehwellen durch die Wellen-
gleichung beschrieben werden und in ihr enthalten sind. Dies
gilt jedenfalls im Allgemeinen genau gleich wie im speziellen
Fall einer Plasmawelle.

J.v.B.: Wir sehen an dem Beispiel der Herleitung von


Plasmawellen aus der Wellengleichung, dass Skalarwellen
durchaus bekannt, und ihre Existenz keineswegs in Zweifel
zu ziehen sind. Schließlich ist die mathematisch gewonnene
Lösung durch zahllose Experimente abgesichert. Mit
welchem Recht ignorieren die Lehrbücher zur
Hochfrequenztechnik dann die Skalarwellen-anteüe in der
Wellengleichung?

K.M.: Eigentlich mit keinem. Unsere Spezialisten scheinen


sich so lange auf ihr Teilgebiet zu konzentrieren, bis ihnen
der Blick auf das Große Ganze vollständig verloren geht.

J.v.B.: Ich sehe hier lauter Einäugige mit schwarzen


Augenklappen vor mir, die eine einäugige Physik betreiben,
wobei sich der Plasma-Physiker und der Rundfunktechniker
abwechselnd das eine oder andere Auge verdecken. Sie
verstehen den gegenseitigen
Forschungsbereich und dessen Zusammenhänge nicht mehr.
Es ist längst an der Zeit, die „einäugigen" Spezialisten auf
ihre gemeinsame Wurzel hinzuweisen.

K.M.: Die vielleicht wichtigste Aussage der Wellen-


gleichung ist doch, dass jede abgestrahlte Welle sowohl
longitudinale als auch transversale Anteile enthält! Beide
Anteile treten zudem verkoppelt auf, so dass bei
entsprechenden Randbedingungen damit zu rechnen ist, dass
sich der eine Anteil in den anderen wandelt. Der
Hochfrequenz-Techniker misst dann plötzlich weniger
Feldstärke und kommt zu dem Schluss, seine Rundfunkwelle
sei gedämpft oder teilweise absorbiert worden. Dabei
entsteht Wärme, sagt er, obwohl die Wellengleichung gar
keinen entsprechenden Term zur notwendigen Beschreibung
enthält.

J.v.B.: Wenn das zutrifft, kann er die Wellengleichung nicht


verstanden haben!
K.M.: Absorption bedeutet nichts anderes als dass sich
Transversalwellen bei einer Störung zu Wirbeln aufrollen,
um auf diesem Weg zu einer Skalarwelle zu werden. Damit
entziehen sie sich jeder Feldstärkemessung,...

J.v.B.: ...und was nicht messbar ist, kann daher in der Physik
der „Einäugigen" auch nicht existieren!

K.M.: Deshalb kann nicht sein, was nicht sein darf.

J.v.B.: Nach genauem Überdenken war dann das Urteil von


Tesla, Hertz hätte sich geirrt und hätte im Gegensatz zu ihm
die Maxwellwelle gar nicht nachgewiesen, also vorschnell.
K.M.: Tesla aber hatte mit der Behauptung die wissen-
schaftliche Welt gegen sich. Schlägt man Lexika oder
Lehrbücher auf, dann gewinnt man den Eindruck, die
Wissenschaft hat Tesla bis heute noch nicht verziehen, was
wieder einmal zeigt, wie hartnäckig Vorurteile sich halten.

J.v.B.: Wie ist dann das Urteil des obersten amerikanischen


Gerichtshofs zu beurteilen, das Tesla und nicht Marconi als
Erfinder des Radios anerkannt hat?

K.M.: Es wird den wahren Umständen kaum gerecht, da die


beiden Erfinder in Wirklichkeit ganz andere Wellenarten
genutzt haben. Die vor 100 Jahren verfügbaren Sender
würden wir aus heutiger Sicht als „breit-bandige
Dreckschleudern" bezeichnen. Diese funkensprühenden
Ungeheuer haben beide Anteile der Wellengleichung, die
transversalen wie die longitudinalen, in reichlichem Umfang
in den Äther geblasen. Was die Wellenpioniere unterschied,
war ihre Empfängertechnik, war letztendlich die Frage,
welchen Wellenanteil sie ausgefiltert und ausgewertet haben.
Marconi arbeitete mit Dipolantennen, wie schon Heinrich
Hertz. Damit konnten beide bevorzugt die Rundfunkwelle
aufspüren und nachweisen.

J.v.B.: Damit steht also Hertz und Marconi das Recht zu, als
Pioniere der Radiotechnik zu gelten. Das höchstrichterliche
Urteil wird, wie Sie sagen, diesem Umstand nicht gerecht.
Ich vermute vielmehr, dass hier ein nationalistisch gefärbtes
Politikum ausschlaggebend gewesen ist.
Bild 8: Nikola Tesla erklärt den Unterschied zwischen seiner
Strahlung und der Hertz'schen Welle 7.

K.M.: Das muss sicher so gesehen werden. Betrachten wir


im Vergleich dazu die Technik von Tesla. Er arbeitet mit
zwei Kugelelektroden, wobei er vorzugsweise eine Elektrode
durch die ganze Erdkugel ersetzt, indem er seine Geräte
erdet. Auf diese Weise kann er die Skalar-wellenanteile
empfangen.

J.v.B.: Das sind aber keine Radiowellen!

K.M.: Nein, Sie sind für einen Rundfunk im Sinne des


Wortes kaum zu gebrauchen. Skalarwellen haben gänzlich
andere Eigenschaften, man könnte sogar geneigt sein, sie als
gegenteilige Eigenschaften zu bezeichnen.
Was wäre zu unternehmen, um den Wirkungsgrad der
Übertragungsstrecke zu verbessern?

J.v.B.: Ein Versuch, Sender und Empfänger in Hinblick auf


den jeweils genutzten Wellenanteil zu optimieren, wäre eine
Möglichkeit.
K.M.: Genau deshalb optimierte Tesla seine Sendeanlage
hinsichtlich des Skalarwellenanteils. Dabei konnte er
Reaktionen der Biologie registrieren. Sein Anteil stellt eine
ernst zu nehmende Problematik der Umweltverträglichkeit
dar. Auf den Schiffen litten in der Anfangszeit die
Marconisten, wie man die Funker nannte, unter der bis heute
ungeklärten Funkerkrankheit.
J.v.B.: Dieses Problem ist mittlerweile so gut wie behoben.
Welche technischen Verbesserungen sind in erster Linie
dafür verantwortlich?
K.M.: Es wurden die Funkgeräte an Bord in Hinblick auf die
genutzte Rundfunkwelle optimiert. Die bereits durch eine
verbesserte Antennenanpassung erreichbare und
messtechnisch belegbare Wirkungsgradsteigerung bedeutet
eine gleichzeitige Reduzierung des gesund-
heitsgefährdenden Skalarwellenanteils.

J.v.B.: Gut, dann steigern wir den Wirkungsgrad unseres


Handys so lange, bis der schädliche Skalar-wellenanteü
endlich vernachlässigbar ist. Dann wären wir damit endlich
alle Elektrosmog-Probleme los.

K.M.: Im Prinzip schon, aber einerseits sind wir von dem


hundertprozentigen Wirkungsgrad noch weit entfernt und
zum anderen verschweigt ein empfangenes Signal dem
Empfangstechniker, ob es als transversale
oder als longitudinale Welle unterwegs gewesen war. Die
Verkopplung in ein und derselben Gleichung lässt beide
Möglichkeiten offen. Ich will Ihnen dazu Beispiele nennen.
Einäugige Physik
K.M.: Jeder Funkamateur kennt die sogenannten
Bodenwellen, die schneller beim Empfänger ankommen,
als die an der Ionosphäre gespiegelten gradlinig sich
ausbreitenden Hertz'schen Wellen.
Angeblich, so kann in Fachbüchern nachgelesen
werden, folgen die Bodenwellen der Krümmung der
Erde.
J.v.B.: Angenommen, ich würde den Messempfänger entlang
der gekrümmten Erdoberfläche tragen, und ständiger
Empfang wäre möglich, dann sieht es tatsächlich so aus, als
würde die Welle der Erdkrümmung folgen. Aber technisch
gesehen ist eine solche Erklärung absurd, denn schließlich
kann niemand mit einem Fernglas die Erdkrümmung entlang
sehen. Er bekäme ja seinen Hinterkopf zu Gesicht!

K.M.: Mir tut diese unphysikalische Erklärung auch weh.


Die Interferenzen und das Fading, mit denen der
Funkamateur zu kämpfen hat, sind eine Folge der
unterschiedlich schnell ankommenden Wellenanteile, und
dabei tunnelt der Skalarwellenanteil geradlinig durch die
Erde hindurch!
Wie Sie sehen, macht die Bodenwellenproblematik die
Verkopplung longitudinaler und transversaler Wellen als
zwei Aspekte oder Teile einer Welle deutlich. Wie uns
bereits die Wellengleichung mathematisch vorschreibt,
strahlt jeder Sender beide Anteile aus.

J.v.B.: Haben die Schrebergartenbesitzer nicht genau diesen


Umstand ausgenutzt, die in unmittelbarer Nähe
eines Senders ihr Anwesen mit frei aufgehängten
Leuchtstofflampen kostenlos beleuchtet hatten? Daraufhin
wollten ihnen die Senderbetreiber mit der Stromrechnung
aufwarten, und sie konnten zumindest durchsetzen, dass
diese Art der „Beleuchtungstechnik" verboten wurde.

K.M.: Heutzutage darf jedermann eine hochfrequenz-


technische Anlage betreiben, auch wenn er die dabei
benutzte Wellengleichung überhaupt nicht verstanden hat.
Eigentlich hätte man den Schrebergärtnern dankbar sein
sollen, dass sie die mit der Umwelt unverträgliche und
biologisch schädliche Skalarwellenstrahlung mit ihren
Leuchtstoffröhren abziehen.

J.v.B.: Richtig. Genau genommen ist es sogar die Aufgabe


der Sendetechniker darauf zu achten, dass nur
Rundfunkwellen in den Äther gelangen, da lediglich diese
genutzt werden sollen.

K.M.: Und nur dafür haben Sie eine funktechnische


Betriebsgenehmigung erhalten!
J.v.B.: Es gilt also einmal mehr, zum Schutz der Umwelt,
der Natur, des Verbrauchers und der ungefragt und
unbeteiligt bestrahlten Personen, den Nachweis für die
Unschädlichkeit der Strahlung zu erbringen...

K.M.: .. .und die Beweislast umzudrehen. Nehmen wir


andere Bereiche, beispielsweise der Strömungstechnik oder
des Körperschalls. Hier ist schon lange bekannt, dass beide
Wellenanteile existieren und zudem verkoppelt auftreten.
Das ist auch bei einem Erdbeben der Fall. Hier werden beide,
die Erde durchlaufenden Anteile empfangen und ausgewertet.
Da ihre Ausbreitung unterschiedlich schnell ist, kommen zuerst
die schnelleren Schwingungen an und das sind die longitudinalen.
Aus der Zeitverzögerung, mit der die Transversalwelle bei der
Messstation eintrifft, wird über die unterschiedliche
Ausbreitungsgeschwindigkeit die Entfernung zum Epizentrum des
Bebens ermittelt. Für Geophysiker gehört dieses Handwerkszeug
zum Alltagswissen.
Jetzt müssen wir nur die Erkenntnisse auf die Elektrotechnik
übertragen. Bei Erdbebenwellen sind die longitudinalen
Anteile schneller als die transversalen, und diese laufen als
elektromagnetische Welle bereits mit Lichtgeschwindigkeit!

J.v.B.: Das hieße ja, dass die longitudinalen Anteile


schneller sind als das Licht! Da werden aber einige Physiker
Probleme bekommen.

K.M.: Sehen Sie, da sind schon wieder die Einäugigen


unterwegs. Nur wer sich ein Auge zuhält könnte meinen, die
elektromagnetische Welle sei rein transversal und der Schall
rein longitudinal. Zwar kommt eine transversale Schallwelle
in Luft nicht allzu weit, weshalb unter Vernachlässigung
dieses Anteils der Schall in der Regel als reine
Longitudinalwelle betrachtet wird.
J.v.B.: Eine Vernachlässigung ist von Fall zu Fall auf ihre
Berechtigung zu prüfen. Entscheidend hinsichtlich der
Zulässigkeit ist die Größenordnung des vernachlässigten
Anteils. Er sollte so klein wie möglich sein.

K.M.: Ja. Um jetzt die Größenordnung der longitudinalen


Anteile in der Wellengleichung abschätzen zu können, wird
uns eine brauchbare Modellbeschreibung sehr hilfreich sein.
Ausgangspunkt sei die elektromagnetische Welle, wie wir sie
aus den Lehrbüchern kennen. Bei der ebenen Welle schwingen
die Feldzeiger des elektrischen und des magnetischen Feldes
senkrecht zueinander und beide wiederum senkrecht zur
Ausbreitungsrichtung.
Im Nahbereich der abstrahlenden Antenne besteht zwischen
den Zeigern des E- und des H-Feldes eine Phasenverschiebung.
Der Antennenstrom und das mit ihm verkoppelte H-Feld eilen
um 90° dem E-Feld der schwingenden Dipolladungen nach.
Diese Ladungen bilden in dem Antennenstab oder -dipol eine
longitudinale Stehwelle aus.

Bild 9: Die Ablösung der elektrischen Feldlinien vom Dipol


in Form elektrischer Potentialwirbel.

Der Nahbereich beschreibt daher den Übergang von der


Longitudinalwelle des ursächlichen Antennenstromes zur
Transversalwelle.
In ausreichender Distanz zur Sendeantenne stellt sich die
transversale elektromagnetische Welle als Fernfeld ein. Sie
zeichnet sich dadurch aus, dass zwischen E- und H-Feld keine
Phasenverschiebung mehr auftritt. Jeder Änderung des
elektrischen Wechselfeldes folgt unmittelbar und zeitgleich
eine Änderung des magnetischen Wechselfeldes und umge-
kehrt.
Die eigenartigen Nahfeldeigenschaften einer elektromag-
netischen Welle sind der Schlüssel zum Verstehen der
Wellengleichung und der Funktionsweise einer Sende-und
einer Empfangsantenne. Hier findet der Übergang von
longitudinal zu transversal statt, oder bildlich gesprochen,
vom Wirbel zur Welle. Wie vollständig diese Umwandlung
erfolgt, wie groß danach die jeweiligen Wellenanteile sind,
hängt sehr von dem Bau und den Abmessungen der Antenne
ab. Auskunft erteilt uns der messbare Antennen-
Wirkungsgrad.
Auf der Empfängerseite findet der umgekehrte Vorgang
statt. Hier rollen sich, mit demselben Bild gesehen, die
Wellen zu Wirbel auf.

J.v.B.: Auch das Licht ist eine elektromagnetische Welle.


Haben wir hier nicht ein weiteres Beispiel, um das Bild zu
komplettieren?
K.M.: Ja, das Licht ist ein gutes Beispiel. Es wird
bekanntlich in Gegenwart einer schweren Masse oder starker
Felder zur Feldquelle hin gebeugt. Die normalerweise
geradlinig sich ausbreitende Welle lässt sich also ablenken.
Weiterhin ist das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit
umgekehrt proportional zur Permeabilität und zur
Dielektrizität, kurzum, sie wird in Gegenwart von Materie
mehr oder weniger stark gebremst. Erfolgt dieses Abbremsen
der Welle einseitig, dann ist ebenfalls ein Krümmen der
Bahn zu erwarten. Am Antennenende kann es zu einer
Reflexion und einem Zurücklaufen der Welle kommen, die
am anderen Ende wieder auf sich selber trifft. Jetzt hat die
Welle eine in sich geschlossene Struktur gefunden, die als
Wirbel bezeichnet werden kann.
J.v.B.: Was Sie hier Wirbel nennen, findet sich in Lehr-
büchern unter der Bezeichnung „stehende Welle".

K.M.: Ja, und es finden sogar die Wirbeleigenschaften


sinngemäße Erklärungen. Nahfeld und stehende Welle sind
zwei Beispiele, wie es in den Lehrbüchern gelingt, einen
kleinen Teil der Skalarwelleneigenschaften mathematisch
richtig zu beschreiben, ohne sich mit der Wirbelphysik
auseinandersetzen zu müssen.

J.v.B.: Mit derartigen Hilfsbeschreibungen kommt man


irgendwann nicht mehr weiter, wenn es beispielsweise
darum geht, die von Ihnen, Herr Meyl, vorgeführte
Skalarwellenübertragung und die besonderen Eigenschaften
dieses Wellentyps zu erfassen. Mit der Wirbelvorstellung der
klassischen Feldphysik könnten sich neue Horizonte
eröffnen.

K.M.: Halten Sie sich das Bild einer elektromagnetischen


Welle vor Augen, die sich nicht mehr geradlinig mit
Lichtgeschwindigkeit ausbreitet, sondern statt dessen im
Kreis herumrennt.
Die Feldzeiger des E-Feldes und des H-Feldes schwingen
weiterhin senkrecht zur Lichtgeschwindigkeit, die über die
geschlossene Kreisbahn jetzt zur Wirbelgeschwindigkeit
geworden ist. Welle und Wirbel entpuppen sich als zwei
mögliche und stabile Feldkonfigurationen. Für den Übergang
von der einen in die andere wird keine Energie verbraucht; es
ist allein eine Frage der Struktur. So wird durch die Feldab-
hängigkeit der Lichtgeschwindigkeit die Wirbelstruktur von
selbst stabilisiert.
Dadurch, dass die Wirbelrichtung der Ringwirbel festgelegt ist
und weiterhin die Feldzeiger darauf sowie untereinander
senkrecht stehen, ergeben sich für die Skalarwelle zwei
theoretische Ausbildungsformen.
Bild 10: (Fall 1) Die longitudinale elektrische Welle

Im ersten Fall weist der Vektor des H-Feldes in Richtung


Wirbelzentrum und der des E-Feldes axial nach außen. In
dieser Richtung aber wird sich der Wirbel im Raum ausbreiten
und als Skalarwelle in Erscheinung treten, so dass die
Ausbreitung der Welle in Richtung des elektrischen Feldes
erfolgt. Im zweiten Fall tauschen die Feldvektoren ihre Plätze.
Die Ausbreitungsrichtung fällt dieses Mal mit dem
schwingenden magnetischen Feldzeiger zusammen.

Bild 11: (Fall 2) Die longitudinale magnetische Welle


Der erste Fall einer elektrischen Skalarwelle wurde von
Tesla genutzt. Es ist folglich die Teslastrahlung. Der zweite
Fall einer magnetischen Welle trägt noch keinen Namen. Er
tritt überhaupt erst durch mein theoretisches Modell als
eigenständige Wellenausbreitung in Erscheinung. Aber er
wird sich in Zusammenhang mit Neutrinopower als
bedeutsam herausstellen.

J.v.B.: Wer mitgezählt hat, kommt auf drei Wellenarten,


eine elektrische, eine magnetische und eine elektro-
magnetische.

K,M.: Ganz genau. Einmal erfolgt die Ausbreitung der


Welle in Richtung des elektrischen Feldzeigers, das andere
Mal in Richtung des magnetischen Feldes und schließlich
mit konstanter Geschwindigkeit in keine von beiden. Die
Ausbreitung in Richtung eines Feldzeigers charakterisiert
eine Longitudinalwelle. In diesem Fall schwingt mit dem
Feldzeiger auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit. Diese ist
daher keinesfalls konstant, sie kann erheblich von der
Lichtgeschwindigkeit abweichen und beliebige Werte
annehmen.
Sie schwingt doppeltfrequent und gegenphasig zu dem
entsprechenden Feld. Eine ausführliche Beschreibung würde
heißen, wenn das Feld seinem Maximalwert zustrebt, erreicht
die Geschwindigkeit der Welle ihren kleinsten Wert. Schwingt
das Feld anschließend in die Gegenrichtung, hat es dabei
irgendwann die Nulllinie durchlaufen. Zu diesem Zeitpunkt hat
die Skalarwelle auf ihren Maximalwert beschleunigt. Für
Longitudinalwellen wird folglich nur eine mittlere Aus-
breitungsgeschwindigkeit angegeben und gemessen, wie dies
zum Beispiel bei der Schallwelle üblich ist, und diese kann
bekanntlich sehr stark variieren, z.B. beim Körperschall im
Vergleich zum Luftschall.
Die beiden dualen Feldvektoren von E und H, der in Richtung
der Ausbreitung und der darauf senkrecht stehende, treten
verkoppelt auf. Beide schwingen mit derselben Frequenz und
beide formen den Ringwirbel in der jeweiligen Richtung. Als
Folge schwingt der Ringwirbel auch in seinem Durchmesser
doppeltfrequent und gegenphasig zu dem entsprechenden Feld.
Dieser Größenschwingung verdankt der Ringwirbel seine
Eigenschaft zu tunneln. Kein Faraday-Käfig vermag ihn
aufzuhalten, wie ich dies im Experiment demonstrieren
kann.

J.v.B.: Das möchte ich sehen. Können Sie es einmal


vorführen? Die Skalarwellen-Übertragungsstrecke ist ja noch
aufgebaut und der Empfänger signalisiert, dass die gesendete
Energie vollständig bei ihm ankommt.

K.M.: Gut, dann stecke ich den Sender jetzt in einen


Abschirmkäfig nach Faraday. Damit keine elektro-
magnetische Welle den Käfig verlassen kann, muss die
Maschengröße klein gewählt werden im Verhältnis zur
Wellenlänge. Das ist hier mehr als erfüllt. Die Sendespule ist
von innen mit dem Käfig verbunden und geerdet. Die
Schwingungen gegenüber der Kugelelektrode erfolgen
ausnahmslos innerhalb des Käfigs und da darf nach gängiger
Auffassung nichts mehr herauskommen.

J.v.B.: Wenn ich jetzt die Käfigtür schließe, sollte die Lampe
am Empfänger ausgehen.

K.M.: Wie Sie sehen, muss ich neu justieren, da der Käfig
die Resonanzfrequenz beeinflusst. Jetzt habe ich den
Resonanzpunkt wieder gefunden und wie Sie sehen leuchten
die Lampen beim Empfänger wieder entgegen allen
Erwartungen.
J.v.B.: Ja, das ist schon eine eindrucksvolle Demonstration.
Irgendwie schafft es die Sendeleistung, dem geschlossenen
Käfig zu entrinnen, um beim Empfänger anzukommen.

K.M.: Der Skalarwellenanteil tunnelt ohne Probleme nach


außen. Er ist tatsächlich so hoch, dass der vom Käfig
zurückgehaltene Hertz'sche Anteil keine spürbare Rolle
mehr spielt.

J.v.B.: Bei jedem Mikrowellenherd in der Küche kann man


durch das Sichtfenster in der Türe das gelochte Schirmblech
sehen, das Teil des Käfigs ist, mit dem die Wellen
zurückgehalten werden sollen. Lässt sich damit die
Schutzfunktion für die Hausfrau überhaupt erfüllen?

K.M.: Die Hertz'sehen Wellen werden erfolgreich


zurückgehalten, das lässt sich messtechnisch beweisen. Nur
besitzen die keine biologische Relevanz, solange der Mensch
keine passenden Antennenstrukturen bereitstellt. Die
biologisch wirksamen Teslastrahlen hingegen wird die
gelochte Käfigtüre wenig beeindrucken.

J.v.B.: Sollten diese Geräte dann schnellstens verboten


werden?

K.M.: Das sollte der Verbraucher selber entscheiden, denn


nur diejenige Hausfrau wird unter den austretenden Strahlen
leiden, die mit ihnen in Resonanz geht und sie einsammelt,
so wie der Empfänger hier auf dem Tisch. Sehen Sie, ich
brauche nur geringfügig die Frequenz des Senders zu
verstimmen, und schon geht die Lampe am Empfänger aus.
Es findet überhaupt kein Empfang mehr statt.
J.v.B.: Ich sehe es. Die Hausfrau am Mikrowellenherd
braucht also einen Einstellknopf für die Frequenz, an dem
sie so lange dreht, bis sie sich wieder wohlfühlt. Ist das eine
brauchbare Problemlösung?

K.M.: Mit der Einschränkung, dass das subjektive


Empfinden als Regulativ nicht ausreicht. Eine Methode, wie
sie heute von Therapeuten bereits erfolgreich eingesetzt
wird, wäre, den Hautwiderstand der Hausfrau zu messen.
Tritt keine Änderung auf, dann ist die eingestellte Frequenz
für diese Person eine gute Wahl.

J.v.B.: Wer eine moderne Küche betreten will, muss sich


vorher verkabeln lassen. Schöne neue Welt.

K.M.: Alles nur zur Vorbeugung. Wer nicht vorsorgt, ist am


Ende mit von der Partie, wenn die Menschheit durch den
natürlichen Vorgang der Selektion an die
Skalarwellenbelastung unserer Erde angepasst wird.

J.v.B.: Die Technik ist eigentlich zum Nutzen der


Menschheit da und nicht umgekehrt. Wenn das Überleben
auf unserem Planeten von der Resistenz gegen die künstliche
Strahlenbelastung abhängig wird, dann haben wir irgend
etwas falsch gemacht, ganz ohne Frage.
Sie gehen in Ihren Überlegungen noch einen Schritt weiter
und stellen die These auf, dass für Menschen, die in
Resonanz zu irgendeiner Skalarwellenstrahlung gehen und
diese absorbieren, die Gefahr besteht, ausselektiert zu
werden. Es würde sich danach um eine todbringende Gefahr
handeln.

K.M.: Tesla hat sicher seine Gründe, wenn er von „dead


rays" spricht, von Todesstrahlen.
J.v.B.: Wie denken Sie, läuft so eine Selektion ab?

K.M.: Beispielsweise durch Krebs. Das wäre zumindest ein


diskussionswürdiger Ansatz, um das ungeklärte Phänomen
dieser modernen Volksseuche zu entschlüsseln.

J.v.B.: Das wären in der Tat Todesstrahlen. Was halten Sie


davon, wenn wir das Thema wechseln?

K.M.: Nichts lieber als das.


Im Tunnel schneller als das Licht?
K.M.: Wir sprachen von der Möglichkeit der Skalar-wellen,
zu tunneln. Als Beispiel habe ich habe ich den Faradayschen
Käfig angeführt, der sie kaum abzuhalten vermag.
Auch die Erde schirmt normalerweise ab. Während die
Bodenwelle durch die Erde hindurch tunnelt und nicht etwa
der Erdkrümmung hinterherläuft, offenbart sie sich ebenfalls
als Skalarwelle.
Als drittes Beispiel möchte ich das Koaxialkabel nennen.
Auch dieses wirkt als langer Tunnel und so erstaunt es nicht
weiter, dass die elektrischen Feldlinien die gleiche
Ausrichtung haben, wie bei einer magnetischen Skalarwelle3.
Als praktische Konsequenz muss an dieser Stelle vor offenen
Kabelenden, Hohlleitern oder Hornstrahlern hinsichtlich
unkontrolliert abgestrahlter Skalarwellen gewarnt werden!
Von diesem Problem ist das Kabelfernsehen betroffen, um
einen aktuellen Bezug herzustellen.

J.v.B.: So viel mir bekannt ist, sollen einige der vergebenen


Fernsehkanäle wieder zurückgezogen werden, weil durch sie
angeblich eine Gefährdung des Flugverkehrs besteht. Die
Zurücknahme von einmal erteilten Genehmigungen ist
natürlich mit Ärger verbunden. Denn Kabelnetz-Betreiber
und die damit in Verbindung stehenden Haushalte haben sich
entsprechende Geräte zugelegt, deren Nutzung eingeschränkt
würde.

K.M.: Der technische Hintergrund ist zunächst die Freigabe


von Frequenzen für die Kabelnetze, die eigentlich dem
Flugverkehr vorbehalten sind. Man ging irrtümlich davon
aus, dass die TV-Signale das Kabel
nicht verlassen würden. Aber in der täglichen Praxis sieht es
ganz anders aus. Da liegen auf Baustellen und bei
unachtsamen Verbrauchern die TV-Kabel ohne den
erforderlichen Abschlusswiderstand offen herum.

J.v.B.: Damit empfängt der Flugverkehr Signale, die gar


nicht für ihn bestimmt sind. Wie dem auch sei, aber die
abgestrahlte Energie ist schließlich extrem gering und der
Abstand dazu sehr groß. Was könnte sich da schon störend
auf den Flugverkehr auswirken?

K.M.: Die Feldverhältnisse in einem abgeschirmten Kabel


erinnern wie gesagt an eine tunnelnde magnetische
Skalarwelle und die wird am offenen Kabelende abgestrahlt
und von dem abgestimmten Empfänger eines Flugzeugs
wieder eingesammelt. An diesem Beispiel lassen sich alle
Eigenschaften einer Skalar-wellenübertragung studieren...

J.v.B.: ...und mitverfolgen, wie in der kontrovers geführten


Debatte aus Unkenntnis perfekt aneinander vorbeigeredet
wird.

K.M.: Ganz anders verhält es sich bei der Hertz'schen Welle,


die als Querwelle durch einen Tunnel vom Prinzip her gar
nicht hindurchpasst.
J.v.B.: Ich habe vor Jahren über das Tunnelexperiment
geschrieben. An der University of California in Berkeley hat
Prof. Raymond Chiao mit seinen Mitarbeitern bei Versuchen
mit Photonen im Schnitt 1,7 fache Lichtgeschwindigkeit
gemessen.

K.M.: Ja, und an der Technischen Universität Wien hat Prof.


Dr. Ferenc Krausz mit getunneltem Laserlicht
bereits das 2,4-fache der nach Einstein maximal erreichbaren
Lichtgeschwindigkeit erzielt.

J.v.B.: Der Anstoß zu den spektakulären Messungen der


Überlichtgeschwindigkeiten erfolgte durch Prof. Dr. Günter
Nimtz, mit dem ich ein ausführliches Interview für das
britische Channel 4-TV durchgeführt habe. Er und seine
Mitarbeiter vom zweiten physikalischen Institut der
Universität zu Köln experimentierten mit Mikrowellen, und
veröffentlichten zunächst die Messung der 2,5-fachen
Lichtgeschwindigkeit. Mittlerweile gelang es ihnen sogar,
eine Mozart-Sinfonie mit fast 5 -facher Lichtgeschwindigkeit
zu übertragen.

K.M.: Damit widersprechen die Institutsmitarbeiter natürlich


gewollt oder ungewollt Einsteins Hypothese, nach der die
Vakuumlichtgeschwindigkeit die höchste mögliche
Geschwindigkeit zur Übertragung von Signalen sei.

J.v.B.: Eigentlich steht der Quanten-Tunneleffekt in keinem


Widerspruch zur Einstein'sehen Hypothese. Aber es ist
natürlich interessant, dass der Tunneleffekt mit den
unterschiedlichsten Wellenarten und Experimenten
gleichermaßen funktioniert. Gemeinsam ist allen nur eines:
dass die Teilchen tunneln müssen.

K.M.: Ja, man stellt ihnen eine Barriere in den Weg.

J.v.B.: Offenbar wird die Überlichtgeschwindigkeit durch


dieses „Tunneln" verursacht. Allerdings sind diese
Messergebnisse mit dem geltenden physikalischen Weltbild
- der Quantenphysik - zu vereinbaren.
K.M.: Meiner Meinung nach sind sie jedoch aus Gründen
der Kausalität kaum zu vereinbaren. Beim Kölner
Messaufbau werden die Mikrowellen durch einen Hohlleiter
geschickt, den sie mit Lichtgeschwindigkeit durchlaufen.
Wird ein Teilstück mit verengtem Querschnitt eingesetzt,
durch das die Mikrowellen eigentlich gar nicht hindurch
passen, wird das Signal stark gedämpft. Jetzt kommt aber
trotzdem ein kleiner Teil des Signals am anderen Ende der
Leitung an, aber viel schneller als erlaubt, nämlich mit der
messbaren Überlichtgeschwindigkeit.
J.v.B.: Die kontrovers geführten Diskussion reicht von
statistischen Auswertefehlern bis zu Hinweisen auf
gemessene Phasengeschwindigkeiten...

K.M.: Ein Argument, das oberhalb einer zweifachen


Lichtgeschwindigkeit seine Stichhaltigkeit verliert.

J.v.B.: Auch heißt es lapidar, die Experimentalphysiker


wüssten gar nicht, was sie eigentlich messen. Wissen Sie es?
K.M.: Nun, nach Bekanntwerden der Ergebnisse haben alle
namhaften Universitäten die Tunnelexperimente wiederholt
und haben alle eine Signalgeschwindigkeit gemessen, die
schneller ist als das Licht. Der Effekt gilt heute als voll und
ganz bestätigt, auch wenn er im staatlichen Fernsehen noch
geleugnet wird. Ich will aus der Sicht der Wirbelphysik eine
Interpretation wagen. Die in den Hohlleiter eingekoppelten
Wellen laufen bis zum Tunneleingang, um festzustellen, dass
sie da nicht hindurchpassen. Sie werden reflektiert oder
absorbiert. Der letztere Teil rollt sich zu Potentialwirbeln
auf, die jetzt durch den Tunnel hindurchpassen. Sie
müssen jedoch zusätzlich komprimiert werden. Die
Kompression wiederum geht einher mit einer Zunahme an
Geschwindigkeit.

J.v.B.: Die Strömungstechnik kennt doch mit dem Venturi-


Rohr eine passende Analogie.

K.M.: Das ist richtig. Auch bestätigen die strömungs-


technischen Potentialwirbel genau diese Eigenschaft.
Man kann genauso gut von der Lorentzkontraktion ausgehen.
Diese besagt, dass ein mit einer höheren Geschwindigkeit
bewegtes Teilchen tatsächlich kleiner wird und nicht nur als
optische Täuschung des Beobachters so erscheint. Da durch
den Tunnel nur kleinere Teilchen hindurchpassen, müssen die
am anderen Ende messbaren auch entsprechend schneller sein.

J.v.B.: Konnten Sie in Ihrem Labor schon derartige


Experimente nachvollziehen und ebenfalls Überlicht-
geschwindigkeit erzeugen?

K.M.: Ja, ich führe es Ihnen gleich hier an der Über-


tragungsstrecke vor.
Wenn Sender und Empfänger relativ nahe beieinander stehen
und ich die Frequenz langsam durchstimme, dann leuchtet das
Lämpchen beim Empfänger zweimal auf. Bei der ersten
Frequenz tritt allerdings keine beobachtbare Rückwirkung zum
Sender auf, woraus ich den Schluss ziehe, dass es sich um den
Hertz'schen Anteil handeln wird. Bei der zweiten Frequenz, die
ungefähr 1,5 bis 1,6 fach darüber liegt, leuchtet der Empfänger
noch deutlich heller, während beim Sender durch die
Rückwirkung, alle Lampen ausgehen. Hier kann es sich nur um
die Skalarwelle handeln. Da die Drahtlänge und als Folge die
Wellenlänge nicht geändert wurden, bestimmt das Verhältnis
der Frequenzen das der Ausbreitungsgeschwindigkeiten. Bei
meinem Experiment ist die Skalarwelle
demnach mit 1,5 bis l,6 facher Lichtgeschwindigkeit unter-
wegs!

J.v.B.: Zusammenfassend kann also gesagt werden: Wenn


bei einem Tunnelexperiment Überlichtgeschwindigkeit
gemessen wird, muß die Nutzung Hertzscher Wellen von
vornherein ausgeschlossen werden. Skalar-wellen hingegen
können beliebige, also auch Geschwindigkeiten jenseits der
des Lichts erreichen.

K.M.: Mehr noch; Skalarwellen können sich mit beliebiger


Geschwindigkeit ausbreiten. Es gibt also solche, die
schneller sind als das Licht und andere, die langsamer sind.
Da liegt es förmlich auf der Hand, dass auch eine bestimmte
Sorte existieren wird, die sich exakt mit
Lichtgeschwindigkeit ausbreitet. Diese wird über alle
Eigenschaften des Lichtes verfügen und sich im
beobachtbaren Resultat nicht von der entsprechenden
elektromagnetischen Welle unterscheiden, mit der
Ausnahme, dass diese Skalarwelle durch Wirbel-
konfigurationen gebildet wird, die eindeutig Teilchen-
charakter besitzen. Nichts wäre naheliegender, als diese
Quantenstrukturen mit den Photonen gleichzusetzen.

J.v.B.: Mir dämmert schon, worauf Sie hinaus wollen, lieber


Herr Meyl - auf ein neues physikalisches Weltbild.

K.M.: Es geht noch immer um das zentrale Rätsel der


Physik, um die Frage: ist das Licht Welle oder Teilchen oder
gar beides zugleich?
Nobelpreis für eine Hypothese
J.v.B.: Aber für die Lichtquantenhypothese wurde der
Nobelpreis für Physik bereits 1921 verliehen, und zwar an
keinen Geringeren als Albert Einstein.

K.M.: Dabei war es nur eine Hypothese, eine fixe


Vorstellung, die hier geehrt wurde!
Es ist schon eigenartig, wenn ein solch bedeutender Preis an
einen Forscher vergeben wird, der selber nicht die geringste
Vorstellung davon hat, was Lichtquanten überhaupt sind,
woraus sie bestehen und wie sie aufgebaut sind. Dafür nutzte
Albert Einstein die peinliche Situation geschickt aus, indem
er in seiner Festrede anlässlich der Nobelpreisverleihung
über die Relativi tätstheorie referierte. Ein Komiteemitglied
fand sich im Anschluss an die Rede genötigt, darauf
hinzuweisen, dass dies nicht Gegenstand der Preisvergabe
sei und es sich bei der Relativitätstheorie um eine reine
Theorie handelt, die vom Prinzip her nicht beweisbar wäre.
Daher könne es für eine Theorie auch keinen Nobelpreis
geben.

J.v.B.: Ich denke, es ist unerheblich, ob Einstein für die


Lichtquantenhypothese oder die Relativitätstheorie geehrt
wurde, ob die eine oder die andere Leistung als seine größte
angesehen wird. Ungeachtet seiner Person aber verleihen die
Worte des Komiteemitglieds anlässlich der Preisvergabe auf
eine reine Hypothese der ganzen Veranstaltung irgendwie
groteske Züge, das muss ich schon sagen.

K.M.: Aber, Herr von Buttlar, es kam noch schlimmer.


Physiker von Rang und Namen waren zum großen Rate-
spiel zusammengekommen. Es ging um die Frage, ist das
Licht Welle, oder Teilchen oder gar beides zugleich? Für
beide Varianten lagen experimentelle Nachweise vor, die
Diskussion entbrannte und die Wogen kochten hoch.
Schließlich war man so schlau wie zuvor, als Werner
Heisenberg seine Vorstellungen zur Unschärfe-relation
unterbreitete. Dieser Kompromiss, auf den man sich
schließlich einigte, darf mit Fug und Recht als der übelste in
der Geschichte der Physik bezeichnet werden. Er schreibt
den einäugigen Kollegen vor, was sie sehen sollen und wie
genau sie hinschauen dürfen.

JvV.B.: Damit wurde endlich und endgültig der Widerspruch


überwunden, dass das Licht sich einmal als Welle und ein
anderes mal als Teilchen zeigt. Es sollte beides zugleich
sein.

K.M.: Was im übrigen jeder Kausalität widerspricht, wenn


die Wirkung zugleich ihre eigene Ursache ist, wenn Welle
und Teilchen zugleich Ursache und Wirkung sind.
J.v.B.: Schon gut. Aber bei dem Treffen waren auf der einen
Seite Vertreter der Quantenphysik erschienen, die einer
reinen Feldvorstellung niemals zugestimmt hätten und auf
der anderen Seite die Vertreter der Wellenmechanik, die ihre
Probleme mit dem Teilchenmodell hatten.

K.M.: Und nicht zu vergessen die Kompromisskandidaten,


die zwischen den Welten schlafwandeln und alles in einen
Topf werfen. Die von Paul Dirac entworfene Quanten-
Elektrodynamik markiert den Höhepunkt der von
Heisenberg begründeten Kompromisskrise.
Solche Festlegungen haben nicht nur eine komische, sie
haben auch eine tragische Seite, denn es waren Autoritäten,
die dem Kompromiss zugestimmt haben.

J.v.B.: Es ist ganz normal, dass die ganze Gemeinde der


Wissenschaften auf die Aussagen ihrer Autoritäten vertraut,
die anschließend unmittelbar Eingang in allen Lehrbüchern
finden.

K.M.: Bei dem Treffen ging es einzig und allein um die


Wellengleichung und nur die hätte die korrekte und einzig
mögliche Antwort liefern können. Es sind die beiden
Anteile, in die sie zerfällt, die widerspruchsfrei und
zweifelsfrei erklären, warum das Licht einmal als
elektromagnetische Welle und einmal als Wirbelteilchen in
Erscheinung tritt.

J.v.B.: Sie interpretieren also die Wellengleichung


dahingehend, dass die Photonen, wie die Teilchen genannt
werden, von Skalarwellen vermittelt und im Raum verteilt
werden.

K.M.: Wobei die Umwandlung jederzeit spontan und ohne


Einsatz von Energie erfolgen kann.

J.v.B.: Dann wäre das Licht demnach zur gleichen Zeit am


gleichen Ort nicht beides zugleich, sondern im Sinne der
Kausalität entweder das eine oder das andere.

K.M.: Es ist eine Frage der verwendeten Messtechnik, ob


das Licht als Welle oder als Teilchen in Erscheinung tritt,
aber natürlich niemals als beides zugleich! Hinter einem
Spalt, an dem sich Wirbel zu Wellen abrollen, zeigt sich das
Licht als reine Wellenerscheinung, und
das hat seinen Grund allein in der Messanordnung des
optischen Spalts.

J.v.B.: Und wie verhält es sich mit einer Rauch- oder


Blasenkammer, wo sich die Bahnen einzelner Lichtteilchen
photographieren lassen?
K.M.: Hier rollen sich die Wellen zu Wirbelteilchen auf. Der
Photonennachweis ist einzig und allein auf die
Gerätetechnik zurückzuführen.

J.v.B.: Sie widersprechen also der gängigen Auffassung, ein


beobachtetes Photon sei auch außerhalb der Nachweiskiste
bereits als Teilchen unterwegs gewesen.

K.M.: Ja, das will ich damit sagen. Wenn ich aus dieser Sicht
nochmals auf das Physikertreffen zurückblicken darf. Das
komische an der Situation war doch, dass alle über die Welle
und ihre damals bekannten Eigenschaften diskutierten, dass
alle die Wellengleichung kennen mussten, ohne sie dabei
wirklich verstanden zu haben. Eine Gleichung ist eine
Offenbarung! Solange die Physik mathematisch begründet
betrieben wird, ist eine Interpretation, wie die von
Heisenberg, gar nicht zulässig. In der Wellengleichung sind
die beiden Wellenanteile durch ein Additionszeichen
verknüpft. Heisenberg hat dies durch ein Gleichheitszeichen
ersetzt und eine Mathematik zur Unschärferelation
beigesteuert, die mit der Wellengleichung vollkommen
unvereinbar ist. Der Kompromiss hätte nie geschlossen
werden dürfen. Bekanntlich sagt eine Gleichung mehr als
tausend Worte und ein Blick hätte voll und ganz genügt, um
die strittige Frage ein für allemal zu beantworten. Glauben
Sie mir, es wäre uns vieles erspart geblieben!
Eroberung von physikalischem Neuland
J.v.B.: In solchen Fällen ist es hilfreich, die Gedanken zu
ordnen und etwas zu systematisieren. Von den Hertz'schen
Wellen ist man eine Auflistung nach steigender Frequenz
gewohnt, beginnend bei den Längstwellen (ELF und VLF)
über die Rundfunkwellen (LW, MW, KW, UKW), die
Fernsehkanäle (VHF, UHF), die Mikrowellen, die
Infrarotstrahlung, das Licht, die Röntgenstrahlen bis zu den
kosmischen Strahlen. Gelingt so eine Aufteilung auch bei
Skalarwellen?
K.M.: Die elektromagnetischen Wellen, wie der Oberbegriff
der von Ihnen aufgelisteten Erscheinungsformen heißt,
zeichnen sich durch die konstante Ausbreitung mit
Lichtgeschwindigkeit aus. Dadurch ist jeder Frequenz eine
bestimmte Wellenlänge zugeordnet und eine
eindimensionale Auflistung möglich.
J.v.B.: Und Sie wollen damit sagen, im Fall der Skalar-welle
ist das nicht so einfach möglich, da sie wie jede
Longitudinalwelle keine feste Ausbreitungsgeschwindigkeit
kennt?

K.M.: Ja, wir müssen diesmal ein zweidimensionales Feld


beschreiben. Zur besseren Übersicht habe ich eine Graphik
mitgebracht, bei der die Frequenz über der
Ausbreitungsgeschwindigkeit aufgetragen ist mit der
Wellenlänge als Parameter. Die breite Linie bei 3* l08 m/s
repräsentiert die Lichtgeschwindigkeit. Hier finden sie in der
bekannten eindimensionalen Darstellung das erwähnte
Frequenzband der Transversalwellen wieder.
Bild 12: Frequenzdiagramm longitudinaler und transversaler
Wellen in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit.
Quer dazu, etwas ungewohnt, verlaufen die Longitudi-
nalwellen. Diese beginnen links bei ortsfestem Rauschen,
über den Schall, wie er sich in Luft, in Wasser und in Metall
ausbreitet, über einen großen, noch weitgehend
unerforschten Bereich der Biopho-tonen, der Wärmewirbel
und der Wünschelruteneffekte und enden jenseits der
Lichtgeschwindigkeit bei den Neutrinos.
J.v.B.: Damit haben Sie aber nur einige wenige Punkte aus
dem dargestellten Feld genannt. Die meisten Bereiche sind
doch noch unbearbeitet und technisch ungenutzt. Wenn ich
das Bild wie eine Landkarte vor mich halte, dann sehe ich
fast nur weiße Flecken, unerforschtes Territorium sozusagen.

K.M.: So ist es! Da allein für das bekannte Frequenz-


spektrum ungefähr ein Dutzend spezialisierter Messgeräte
erforderlich sind, sollte klar sein, dass für ein Ausmessen des
in logarithmischer Darstellung gezeigten Feldes noch viele
Messgeräte notwendig sein werden, die es zu entwickeln
gilt.

J.v.B.: Wenn für das Ausmessen der Wellenlänge ebenfalls


zwölf Geräte notwendig wären, dann ergibt das für alle
Wellenlängen und Frequenzen rein rechnerisch tatsächlich
insgesamt 144 Stück. Im Vergleich dazu nehmen sich die 12
heute verfügbaren Messgeräte noch recht bescheiden aus.

K.M.: In vielen Labors laufen heute schon zahlreiche


Versuche, die Skalarwellen rechts oder links der Linie der
Lichtgeschwindigkeit betreffen, ohne dass sie als solche
erkannt werden.
J.v.B.: Dann wäre Prof. Popp vielleicht ein passendes
Beispiel, der von Biophotonen auch dann noch spricht, wenn
auf seinem Labortisch gar nichts mehr leuchtet?

K.M.: Ja, an den musste ich auch gerade denken. Der Fehler
ist immer der gleiche. Gemessen wird nur die Frequenz oder
die Wellenlänge. Die andere Größe wird über die
Lichtgeschwindigkeit errechnet. Kontrolliert wird nicht,
denn die gültige Theorie schreibt dies ja so vor!

J.v.B.: Unbemerkt kann dabei die andere Größe und als


Folge die Ausbreitungsgeschwindigkeit erheblich von der
Lichtgeschwindigkeit abweichen. Diese Erkenntnis kann
nicht ohne Folgen bleiben, denn jetzt müssen alle
Experimente wiederholt werden. Wir dürfen wieder ganz
von vorne anfangen - da kommt Freude auf!

K.M.: Und diesmal ist darauf zu achten, dass von den drei
Parametern: Frequenz, Wellenlänge und Geschwindigkeit
mindestens zwei gemessen werden müssen. Auch die mit
dem Tunneleffekt beschäftigten Experimentalphysiker
mussten das erst lernen.

J.v.B.: Bei den Kölner Tunnelexperimenten war eine


Laufzeitmessung ursprünglich gar nicht vorgesehen. Erst die
hat ermöglicht, das seltsame Tunnelverhalten zu erklären.
Die Frequenzmessung reicht, wie Sie schon sagen, nicht aus.
Da könnte es zu Fehlinterpretationen und zu Irritationen
kommen.

K.M.: Beispiele gibt es genug. Prof. Wüst, um eines zu


nennen, hat Skalarwellen nachgewiesen, die nur mit 10
Metern pro Sekunde laufen. Die Hochfrequenzler haben bei
gleicher Wellenlänge sogleich auf Lichtgeschwindig-
keit umgerechnet und von Mikrowelleneffekten gesprochen.
Für die „Wüstlinge" hingegen, wie die Anhänger des
Münchner Professors genannt wurden, waren es
Längstwellen. Der Streit wurde nie beigelegt.

J.v.B.: Ähnliche Berichte über irgendwelche Signal-


übertragungen mit nichttechnischen Wellen habe ich auch
schon gelesen. Sie nehmen sich gegenüber dem dargestellten
Feld wie Stecknadeln im Heuhaufen aus, die kaum, dass
man sie gefunden hat, von orthodoxen Ignoranten schnell
wieder in den Haufen zurückgesteckt werden, so, dass
niemand sie mehr finden möge.

K.M.: Anstelle einer Beteiligung an der mühevollen Suche


nach Stecknadeln ist eine systematische Vorgehensweise
anzuraten. Zunächst erscheint mir eine grobe Einteilung
nach der Geschwindigkeit sinnvoll.
Das unbekannte Neuland der Skalarwellen
K.M.: In der vorgeschlagenen Einordnung von Skalar-
wellen nach der jeweiligen Ausbreitungsgeschwindigkeit
beginne ich mit der Überlichtgeschwindigkeit.
J.v.B.: Da hätten wir also die Tunnelexperimente und die
Kölner Physiker, die Signale gemessen haben, die
schneller sind als das Licht.

K.M.: In den Medien wird behauptet, sie seien die ersten


gewesen. Das stimmt aber nicht.

J.v.B.: Messgeräte, um derart kurze Laufzeiten messen zu


können, sind doch noch gar nicht so lange auf dem Markt.
K.M.: Es war Tesla! Er hat vorschriftsmäßig sowohl die
Frequenz als auch die Wellenlänge ermittelt und daraus
die Geschwindigkeit errechnet. In einer Patentschrift aus
dem Jahre 1905 gibt er als Ausbreitungsgeschwindigkeit
einer von ihm gesendeten Longitudinalwelle 471.240
Kilometer pro Sekunde an. Damit war sein Signal
schneller als das Licht. Er machte sich öffentlich über
Einstein lustig und bezeichnete die Relativitätstheorie als
Nonsens.

J.v.B.: Ein unglaubliches Genie, dieser Tesla. Sein Signal


hatte demnach ungefähr die 1,6-fache Lichtge-
schwindigkeit.

K.M.: Und das reichte ihm noch nicht. Mit selbstkon-


struierten Hochspannungsröhren beschleunigte er seine
Skalarwellen weiter und schickte sie durch einen Tunnel.
Auf diese Weise versuchte er die zwanzigfache
Lichtgeschwindigkeit zu erreichen.

J.v.B.: Sind das jetzt Neutrinos? Nach seiner Beschreibung


der von ihm genutzten Strahlung ist nach unseren
Erkenntnissen doch diese Teslastrahlung mit der
Neutrinostrahlung gleichzusetzen, oder?

K.M.: Ja. Ich schlage vor, alle Teilchen als Neutrino zu


bezeichnen, die schneller unterwegs sind als das Licht. Mit
dieser Festlegung gibt es Neutrinos in den unter-
schiedlichsten Ausbildungsformen.

J.v.B.: Bisher wurde irrtümlich angenommen, dass


Neutrinos in dreierlei Gestalt auftauchen, keine Masse haben
und sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen.
Aber nach neuesten Erkenntnissen scheinen Neutrinos ständig
zwischen diesen drei Stadien zu schwingen und sich dabei
unentwegt wie ein „Chamäleon" zu verändern. Durch diese
Oszillation entsteht eine fortgesetzte Masseveränderung - ein
Beweis dafür, dass diese Partikel Masse haben müssen. Wenn
sie jedoch Masse hätten, könnten sie sich nicht mit absoluter
Lichtgeschwindigkeit fortbewegen und würden daher von
massereichen Objekten wie zum Beispiel Galaxien
eingefangen. Mit der Bestätigung dieser neuesten Entdeckun-
gen wären jedenfalls grundlegende Berichtigungen der geläu-
figen Theorien über die Struktur der Materie erforderlich8 .

K.M.: Jedenfalls sind Neutrinos weitgehend weiße Flecken


in der Landkarte.

J.v.B.: Wie lange kann das Ihrer Meinung nach dauern, bis
alles Neuland entdeckt ist?
K.M.: Irgendwann ist es soweit, dann platzt der Knoten und
alles geht sehr schnell. Denken Sie doch nur daran, wie es
bei der elektromagnetischen Welle abgelaufen ist. Erst hat
Maxwell die theoretische Grundlage gelegt, und es passierte
24 Jahre überhaupt nichts.
J.v.B.: Dann aber kam Heinrich Hertz mit dem technischen
Nachweis, der ihm 1888 in Karlsruhe gelang.
K.M.: Und schon erstürmten die Abenteurer das Neuland,
und zwar alle gleichzeitig! Jeder wollte der erste sein,
angefangen von der Langwelle durch Tesla, über die
Kurzwelle durch Hertz und Marconi, die Wärmestrahlung
durch Max Planck, das Licht durch Frauen-hofer, die
Röntgenstrahlung durch Röntgen bis zur radioaktiven
Strahlung durch Madame Curie.

J.v.B.: Dann reichen Sie mir bitte die Startpistole. Das


Skalarwellenfeld sei hiermit zum Sturm freigegeben!

K.M.: Nun, wir haben unser Thema noch nicht ausdiskutiert.


Zunächst möchte ich noch ergänzen, dass es durchaus Sinn
macht, alle überlichtschnellen Teilchen als Neutrinos zu
bezeichnen. Schließlich gibt ein schwarzes Loch als
bekannte Neutrinoquelle nur ausreichend schnelle Teilchen
frei. Das Licht und alles, was langsamer ist, kann seiner
Anziehungskraft nicht entkommen, weshalb der
Himmelskörper schwarz erscheint.

J.v.B.: Ähnlich sieht es auch bei einer Supernova aus. Auch


die gilt als starke uns bekannte Neutrinoquelle.
K.M.: Das Thema Überlichtgeschwindigkeit wäre mit der
Neutrinostrahlung einer brauchbaren Erklärung zugeführt.
Nehmen wir uns als nächstes den Grenzfall vor, dass eine
Skalarwelle gerade die Geschwindigkeit des Lichts
einnimmt und zu einer Photonenstrahlung wird.

J.v.B.: Könnte man vielleicht sagen, dass sich in diesem Fall


Neutrinos in Photonen wandeln?

K.M.: Das trifft den Kern recht gut. Das Neutrino kann
durchaus als energiereiches Photon angesehen werden. Wird
es auf Lichtgeschwindigkeit abgebremst, dann entsteht
Licht. Meinem Wirbelmodell zufolge ist es nicht
auszuschließen, dass Neutrinos bei der Entstehung von Licht
nahezu generell beteiligt sind, aber dazu kommen wir später.
Sprechen wir jetzt als nächstes über Signale, die langsamer
sind als das Licht.

J.v.B.: Sie hatten in dem Zusammenhang die Bio-photonen


ins Spiel gebracht.
K.M.: Sogar die von Planck untersuchten Wärme-quanten,
die ich als Infrarotwirbel bezeichnen würde, haben in
Wirklichkeit Unterlichtgeschwindigkeit. Wenn infrarote oder
andere Wellen sich zu Wirbeln einrollen und dabei
kontrahieren, dann nimmt dabei die Wellenlänge ab und die
Frequenz entsprechend zu. Es entsteht ein messbares
Frequenzgemisch über einen größeren Frequenzbereich und
das nennt man in der Elektrotechnik „weißes Rauschen".

J.v.B.: Wenn ich bei einem Radio einen Sender suche, dann
höre ich zwischen den Stationen ein Rauschen -
immer und überall, wo immer ich mich aufhalte. Vermutlich
ist es das Rauschen, das Sie meinen?

K.M.: Ja, das Rundfunkrauschen ist eine von vielen


Erscheinungsformen.

J.v.B.: Rauschen hat sich als eigenständiges Fachgebiet der


Hochfrequenztechnik etabliert...

K.M.: ...und sich dabei von dieser mehr oder weniger


separiert. Ohne Wirbelphysik bestehen einige Probleme mit
dem Verstehen der Zusammenhänge. Ich habe einen starken
Hinweis gefunden, der eventuell sogar als Wirbelbeweis
gelten kann.
Ich vergleiche dazu zwei graphische Darstellungen mit-
einander.
Da hätten wir einerseits die Rauschleistung: Innerhalb eines
begrenzten Frequenzbandes ist die Leistung des Nyquist- oder
Widerstandsrauschens zunächst frequenzunabhängig. Dies soll
besonders der Begriff "weißes Rauschen" verdeutlichen in
Analogie zum weißen Licht, bei dem alle sichtbaren Spektral-
bereiche frequenzunabhängig die gleiche Energiedichte haben.
Dieser Zusammenhang gilt aber nicht für beliebig hohe
Frequenzen. Hier tritt ein weiterer Rauscheffekt in Erschei-
nung, der angeblich in der Quantenstruktur der Energie seine
Ursache hat. Von möglichen Interpretationen unberührt, wird
eine ansteigende Rauschleistung gemessen, die zunehmend in
eine Frequenzproportionalität übergeht.
Als nächstes werden die dielektrischen Verluste in einem mit
Wechselspannung gespeisten Kondensator gemessen und
ebenfalls über der Frequenz aufgetragen. Dabei ergibt sich
zunächst ein frequenzunabhängiger Verlauf, der zu höheren
Frequenzen hin allerdings zunimmt.
Bild 13: Die Leistungsdichte, aufgetragen über der Frequenz
für Rauschen (a) nach Küpfmüller9 . zugleich für
dielektrische Verluste eines Kondensators (ebenfalls a]
und für Wirbelstromverluste (b) nach Meyl10 (b in
erkennbarer Dualität zu a).

Die Verlustleistung eines Kondensators zeigt also denselben


charakteristischen Kennlinienverlauf wie die
Rauschleistung.

J.v.B.: Vielleicht ist es ja das Gleiche! Wenn der Kon-


densator heiß wird, dann werden Sie vermutlich von
Rauschleistung sprechen - ein ganz neuer Aspekt, an den
man sich erst gewöhnen müsste.
K.M.: Die Aussage können Sie auch auf den Kopf stellen:
Wenn Sie mit Ihrem Radio ein Rauschen empfangen, dann
leben Sie offenbar im Dielektrikum eines Kondensators. Die
beiden Kondensatorplatten bilden einerseits die Erde und
andererseits die Ionosphäre, mit ihrer guten elektrischen
Leitfähigkeit.

J.v.B.: Nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit lassen


sich zwei so unterschiedliche Fachgebiete unter einem
gemeinsamen Dach vereinen.

K.M.: Die exzellente Übereinstimmung in den Messkurven


legt die Annahme nahe, dass es sich bei den dielektrischen
Verlusten um nichts anderes handelt als um Wirbelverluste.
Die Lehrbuchphysik sieht das im übrigen ganz anders. Da
wird das Kondensatormaterial verantwortlich gemacht,
obwohl die auf diesem Weg berechnete Leistungskurve mit
der Messkurve so gut wie nichts gemeinsam hat!

J.v.B.: Sie stützen also Ihre Annahme, dass Rauschen eine


Wirbelerscheinung sei, nicht nur auf die Wellengleichung,
sondern auch noch auf Messkurven ab. Wie und wo darf ich
die jetzt in das Kennlinienfeld der Skalarwellen eintragen?

K.M.: Bei Kurzwellenrauschen haben sich beispielsweise


Kurzwellen zu Wirbeln eingerollt. Jetzt läuft die Welle mit
Lichtgeschwindigkeit um ein Wirbelzentrum im Kreis
herum. Dieses Wirbelzentrum kann ortsfest sein, dann ist die
Geschwindigkeit Null. Oder es bewegt sich vergleichsweise
langsam als Skalarwelle durch den Raum, dann bilden sich
die für Stehwellen charakteristischen Knoten aus.
J.v.B.: Das Phänomen haben viele schon beobachtet:
Plötzlich ist der Empfang schlecht. Schiebe ich das Radio
zur Seite, ist der Empfang wiederhergestellt.

K.M.: Oder Sie selber treten einen Schritt zur Seite. Das
hilft in vielen Fällen auch schon.
J.v.B.: Stimmt. Beeinflusse ich denn die Stehwelle?

K.M.: Zweifellos, mit Ihrem körpereigenen Skalar-


wellenfeld verändern Sie die Verteilung des Rauschens im
Raum. Der Empfang eines Radiosenders setzt voraus, dass
die Feldstärke des Nutzsignals die des Rauschsignals
übersteigt. Verschieben Sie mit Ihrem eigenen Feld die
Stehwelle solange, bis ihr Maximum die Antenne des Radios
erreicht, dann geht das Nutzsignal im Rauschen unter, sagt
der Fachmann.

J.v.B.: Dann stehe ich auf der Welle, so nenne ich das. Der
Mensch strahlt demnach ein Skalarwellenfeld aus, er
rauscht! Würden Sie das Feld vielleicht mit der Aura des
Menschen gleichsetzen?

K.M.: Ich denke schon. Technisch ist die Aura nicht messbar
und die von esoterischen Quellen berichteten Eigenschaften
sind die einer Stehwelle.
J.v.B.: Jedes Phänomen, für das noch kein Messgerät
verfügbar ist, gilt zunächst als esoterisch. Mit der
Berücksichtigung von Skalarwellen lassen sich in der Tat
unzählige Phänomene aus dem Bereich der Parawissenschaft
in den der reinen Physik überführen. Gewinnen die
Wünschelruteneffekte auf diesem Wege nicht ebenfalls
physikalischen Boden?
K.M.: Die Radiästhesie, so nennt sich dieser unerforschte
Bereich, hat ständig mit Stehwelleneigenschaften zu tun. So
wird zum Beispiel die Lage eines unterirdischen Wasserlaufs
bestimmt und sogar dessen Tiefe, indem die Knotenabstände
der Stehwelle ermittelt werden...

J.v.B.: ...indem der Rutengeher eine Gabel in die Hand


nimmt und die Knoten erspürt.

K.M.: Man nennt das „muten".

J.v.B.: Kritiker leiten das von „vermuten" ab.

K.M.: Ich gebe zu bedenken, dass alle technischen


Messgeräte entwickelt wurden, um unser subjektives
Empfinden zu objektivieren. Im Bereich der Skalar-wellen
sind wir eben noch auf der Stufe des Höhlenbewohners, der
seine Umwelt mit seinen Sinnen erspürt.

J.v.B.: Die Skalarwellensteinzeit dürfte jetzt wohl über-


wunden sein. Man spürt den Beginn eines neuen Zeitalters!

K.M.: Ansätze für technische Nachweise gab es schon. Da es


sich um Rauschsignale handelt, ist schließlich jedes Radio
und jeder Fernseher vom Prinzip her dafür geeignet.
Probleme bereiten nur die vielen störenden Sendestationen.
In der Zeit, als der Äther noch nahezu ungenutzt war,
konnten Radiästheten noch erfolgreich mit Kurzwellen-
empfängern arbeiten. Dann, nachdem immer mehr Stationen
auf Sendung gingen, musste zunächst auf Langwelle und
schließlich auf UKW-Frequenzen ausgewichen werden.
Heute arbeiten Geophysiker bei ihrer
Wassersuche mit Längstwellenempfängern in einem Bereich
zwischen 15 und 30 Kilohertz. Es sind aber indirekte
Messungen über den Hertz'schen Wellenanteil, die
dementsprechend unzuverlässig sind. Die Wünschelrute,
sagen sie, ist nach wie vor unersetzbar.

J.v.B.: Die Rute ist so etwas wie eine Antenne und der
Mensch tritt dabei als Biosensor auf. Wie beurteilen Sie ein
gemutetes Ergebnis? Ist darauf Verlass?

K.M.: Der Mensch nutzt Neutrinopower als eigene


Energiequelle und er hat erstaunliche sensorische
Fähigkeiten in dieser Richtung, wenn er diese trainiert und
sich für die Skalarwellen sensibilisiert, die er empfangen
möchte.

J.v.B.: So geht er aber in Resonanz mit den Skalarwellen, die


er erspüren will. Besteht da nicht die Gefahr, dass er sein
Ergebnis selber beeinflusst, dass er mutet, was er sich selber
einbildet?

K.M.: Die Gefahr ist beim mentalen Muten immer gegeben.


Viele Pendler und Rutengeher überschätzen dabei ihre
Fähigkeiten. Aber es gibt auch solche, die bemüht sind, jede
geistige Resonanz zu vermeiden. Sie achten nur auf das
Zucken und die Ausschläge ihrer Rute.

J.v.B.: Das Zucken der Muskel erfolgt angeblich unbewusst.


K.M.: Ja, darauf ist zu achten. Die Nervenbahnen sind
tatsächlich Transmitter für Ringwirbel. Der Biologe spricht
von Reaktionspotentialen und zeichnet einen kleinen Kreis
um den Nervenleiter herum. Ich spreche
von Potentialwirbeln,1 die in der Isolationsschicht
schwingen.

J.v.B.: Es ist die den Nervenleiter umgebende Fettschicht,


die bekanntlich die Signalgeschwindigkeit bestimmt. Die
mit dicker Fettschicht besser isolierten sind schneller als die
dünnen Nervenstränge.

K.M.: Das ist eine technische Unmöglichkeit, dass der


Isolator die Signalausbreitung bestimmt, und das beweist,
dass hier keine Leiterströme genutzt werden. Wenn an den
Synapsen dennoch Potentialdifferenzen auftreten, dann sind
Wirbelringe vermittelt worden. Ein weiterer Hinweis sind
die Schnürringe.
J.v.B.: Mich erinnert so ein Nervenstrang an eine Kette mit
Wiener Würstchen, die in festen Abständen abgeschnürte
sind - eben durch die Schnürringe, von denen Sie sprechen.

K.M.: Erinnern Sie sich an die Stehwellen bei den


Kundt'schen Staubfiguren? Stellen Sie sich vor, der Abstand
von einem Knoten zum nächsten entspricht genau dem von
einer zur nächsten Einschnürung. Unter dieser
Voraussetzung werden Skalarwellen mit der passenden
Wellenlänge weitergeleitet. Die Nervenleiter wissen auf
diese Weise, welche Signale für sie bestimmt sind.
J.v.B.: Deshalb funktioniert auch Akupunktur! Wenn ich
dieselbe Kurzschlusstechnik mit einer Nadel oder einem
Schraubenzieher in der Hand in einem Schaltschrank oder in
meinem Computer ausprobieren würde, hätte ich vermutlich
wenig Freude an dem Resultat.
K.M.: Für den „Schaltschrank Mensch" aber bedeutet das
Entspannung und Heilung.
Das Prinzip der Grundregulation des Organismus und der Zell-
Kommunikation funktioniert in gleicher Weise als Skalarwelle.
Beobachtungen haben ergeben, dass sich zum Zwecke des
Informationsaustauschs plötzlich Tunnelstrukturen bilden, die
nach Durchleitung der Potentialwirbel wieder in sich
zusammenbrechen. Das Tunnelinnere ist hochdielektrisch und
ein mehr oder weniger perfektes Vakuum, so dass keine
Leitungsverluste auftreten.
Weiterhin ist der Tunnel hyperboloid strukturiert. Damit passt
er sich exakt an die Hüllkurve der skalaren Stehwelle an, die
ihn wie einen Hohlleiter durchläuft. Noch ungeklärt ist die
Frage, ob die Welle dem Tunnel die Struktur vorgibt, oder ob
umgekehrt der im Durchmesser schwankende Tunnel nur
tolerierte Wirbel ausselektiert. Vermutlich werden beide
Prinzipien eine Rolle spielen.
Natürlich muss die Grundregulation der Zellen zuerst existiert
haben. Der Nervenleiter hat, wie wir sehen, die selben Prinzi-
pien übernommen. Er arbeitet lediglich stärker gerichtet und
über größere Distanzen. Außerdem werden andere Frequenzen
und Wellenlängen verwendet. Das ist allein schon notwendig,
um Konflikte zwischen den Informationsträgern zu vermeiden.

J.v.B.: Nerven, davon gehen Sie aus, sind Skalarwellen-leiter


für Wirbelinformation.

K.M.: Jetzt nehmen Sie einen Muskel, der die Information zu


kontrahieren normalerweise vom Kopf geschickt bekommt.
Der Rutengeher hat aber ein Gerät in der Hand, das die
entsprechenden Signale von außen einsammelt und in sein
Nervengerüst einkoppelt. Der Muskel kann jetzt natürlich
nicht mehr unterscheiden, woher das Signal kommt.
J.v.B.: Der Muskel kontrahiert, die Gabel zuckt und die
Mutung ist erfolgreich. Es funktioniert also. Auf diesem
Weg sind Gitternetze erspürt worden, die angeblich die
ganze Erde umspannen, das ist Ihnen sicher bekannt.

K.M.: Das terrestrische Gitter verläuft in Nord-Süd-und in


Ost-West-Richtung. Ein weiteres ist das Diagonalgitter, das
schräg dazu unter 45 Grad verläuft. In meiner Doktorarbeit
habe ich für einen ganz allgemeinen dreidimensionalen Fall
berechnet, wie jedes Wirbelfeld gegenüber dem ursächlichen
Erregerfeld gegen einen Grenzwinkel von 45 Grad tendiert.

J.v.B.: Das allein beweist schon, dass es sich bei den


Gitternetzen nur um eine Wirbelerscheinung handeln kann.

K.M.: Und die Gitterabstände weisen auf den Steh-


wellencharakter der Skalarwellenausbreitung hin.

J.v.B.: Wo darf ich diese Wellen jetzt in die Graphik


eintragen?

K.M.: Ich weiß es nicht wirklich. Die Rutengänger arbeiten


mit Grifflängen, die zweifellos mit der Wellenlänge des
jeweiligen Signals korrespondieren. Aber die zugehörigen
Frequenzen sind meistens unbekannt. Hier ist noch viel
Forschungsarbeit erforderlich.

J.v.B.: Es ist noch immer das unbekannte und unbe-ackerte


Neuland gewesen, das Forschung so aufregend macht.
Verstoß gegen Artikel 2 des Grundgesetzes
K.M.: Lassen Sie mich die Gedanken ordnen. Elektro-
magnetische Welle und Skalarwelle bezeichnen die beiden
Oberbegriffe und zugleich die zwei Anteile der
Wellengleichung, um die es hier geht. Auf der einen Seite
unterscheiden sie sich deutlich voneinander, auf der anderen
Seite treten sie verkoppelt auf wie Zwillinge. Sortieren wir
zunächst die Unterschiede. Tesla kritisierte die Hertz'sche
Welle, als eine unglaubliche Energieverschwendung. Hier
wird die ganze Sendeleistung in den Äther geblasen, ob sie
gebraucht wird oder nicht.

J.v.B.: Besonders nachts, wenn keiner mehr irgendwelche


Eigenwerbung sich ansieht oder per Kamera auf dem Dach
einer U-Bahn von einem leeren Bahnhof zum nächsten
mitreist, macht der Betrieb eines TV-Senders wirklich
keinen Sinn, könnte die Energie, die der Sender verbraucht,
voll und ganz eingespart werden.

K.M.: Die Abschaltung aller Sendeanlagen ab Mitternacht


ist sogar zu fordern, um der schlafenden Bevölkerung einen
von jeglicher Strahlenbelastung befreiten Schlaf zu gönnen.

J.v.B.: Die Reduzierung auf ein Minimum erscheint mir


politisch durchaus durchsetzbar, entweder über
Verordnungen und Gesetze oder über eine von der abge-
strahlten Leistung abhängige Umweltsteuer.
Bild 14: Skalarwellen und Rundfunkwellen.
Vergleich der Eigenschaften.
K.M.: Schließlich handelt es sich um eine Umweltbelastung.
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und weise darauf
hin, dass die Hertz'sche Welle mit dem Grundgesetz nicht
vereinbar ist.

J.v.B.: Beziehen Sie sich auf Artikel 2: Jeder hat das Recht
auf körperliche Unversehrtheit? Da wäre ja das
Verfassungsgericht in Karlsruhe zuständig und nicht das
Bundesamt für Strahlenschutz, wobei noch ungeklärt ist, ob
hier Strahlenschutzbeamte vor den protestierenden
Menschen oder die Bevölkerung vor einem Strahlenangriff
auf ihre gesundheitliche Unversehrtheit geschützt werden
sollen.

K.M.: Auch dem zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz


sollte klar sein, dass es hinsichtlich einer Auslegung des
Artikel 2 keinen Interpretationsspielraum gibt. Wenn ich
beispielsweise nachts im Bett liege, erwarte ich prinzipiell
gefragt zu werden, wenn jemand das Schlafzimmer betreten
will. Nur Einbrecher fragen gewöhnlich nicht...

J.v.B.: ...und die Hertz'schen Wellen. Die marschieren


ebenfalls quer durch das Zimmer.

K.M.: Es sind Eindringlinge, die juristisch wie Einbrecher zu


bewerten sind. Deshalb ist die Rundfunkwelle
verfassungswidrig.

J.v.B.: Muss das dann für die Skalarwelle nicht in gleicher


Weise oder wegen der biologischen Relevanz gar noch
verstärkt gelten?

K.M.: Ja, aber nur solange Mensch und Natur als resonante
Empfänger missbraucht werden. Wird hin-
gegen sichergestellt, dass 100 Prozent der gesendeten
Leistung vom Empfänger wieder eingesammelt wird, dann
ist auch keine biologische Wirkung mehr möglich. Nur die
Skalarwelle und auch nur unter dieser Betriebsbedingung ist
mit der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland
vereinbar.
J.v.B.: Das ist jetzt kein Rundfunk mehr, sondern eher das
Gegenteil, eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung...

K.M.: ...wie beim Telefon. Hier wollen zwei Handybenutzer


irgendwo auf der Welt miteinander sprechen, und dazu
bestrahlen sie ihre ganze Umgebung und leuchten in jedes
Schlafzimmer und jedes Klassenzimmer.

J.v.B.: Wenn jetzt Zeitungsberichten zufolge den passiven


Teilnehmern von den gepulsten Signalen die Ohren summen
und Kinder gehäuft Lernprobleme zeigen, dann wurde hier
technisch irgendetwas falsch gemacht!

K.M.: Es wird die falsche Welle genutzt. Ich pflücke ja auch


nicht die Kirschen in meinem Vorgarten per Hubschrauber.
Das wäre technisch zwar durchführbar, und trotzdem der
falsche Weg. Spätestens, wenn alle diese Erntemethode
nutzen wollen, sollte die Unsinnigkeit auffallen.

J.v.B.: Die Rundfunkwelle ist also für den Mobilfunk


nutzbar und trotzdem Ihrer Meinung nach unsinnig. Können
Sie das technisch näher erklären?

K.M.: Drei Watt bläst ein Handy in die Umwelt, damit


vielleicht der Millionste Teil, das wären drei Mikrowatt
beim Umsetzter ankommt. Obwohl der wieder 10 Watt
ausstrahlt, kommen beim nächsten Mast wieder nur wenige
Mikrowatt an, die wieder auf 10 Watt hochverstärkt werden.
Sie müssen sich vorstellen, so eine Handynachricht läuft wie
eine mehrere Kilometer im Durchmesser betragende Wolke
von Mast zu Mast quer durch unser Land und umgibt alle
Bewohner mit elektromagnetischen Feldern. Am Ende
kommen beim anderen Teilnehmer doch nur drei Mikrowatt
an.

J.v.B.: Das heißt, für ein drahtloses Telefongespräch reichen


3 Mikrowatt völlig aus. Tesla hatte also Recht mit seiner
Bemerkung über die gigantische Energieverschwendung bei
der Nutzung der Rundfunkwelle.

K.M.: Ja. Ein Skalarwellenhandy benötigt tatsächlich nur die


3 Mikrowatt Sendeleistung. Das reicht sogar für ein
Gespräch von Europa nach Amerika, ohne Störstrahlung und
ohne Funklöcher...

J.v.B.: ...und ohne Sendemasten, ohne Netzbetreiber, ohne


Monatsrechnung der Telekom! Wie sähe so ein Punkt-zu-
Punkt-Netz in der Praxis aus?

K.M.: Hinter jeder Telefonnummer verbirgt sich eine


exklusive Skalarwellenresonanz. Wenn man diese anwählt,
klingelt nur bei dem gewünschten Teilnehmer das Telefon,
man kann auch nur exklusiv mit ihm sprechen.

J.v.B.: Jetzt möchte ich zufällig mit dem gleichen Teil-


nehmer sprechen und wähle mich in die laufende Resonanz
hinein. Was passiert jetzt?
K.M.: Sie werden in! der Regel keine Resonanz bekommen
können. Ihr Handy signalisiert „besetzt", da die
Wahrscheinlichkeit äußerst gering ist, dass Sie die richtige
Phasenlage erwi schen.

J.v.B.: Und wenn ich sie doch erwische?

K.M.: Dann ist es eine Frage der Kopplung und des


Abstandes zum Sender, ob Sie die Resonanz an sich ziehen
können und den anderen, schlechter gekoppelten Empfänger
sozusagen „aus der Leitung" werfen können. Das wird der
Angerufene allerdings schnell merken und Sie auffordern,
den Kanal zur Fortsetzung des Gesprächs wieder frei zu
geben.

J.v.B.: Ich sehe allerdings noch ein technisches Problem. So


müssen genügend viele Kanäle existieren, damit jeder
Telefonnummer eine eigene Resonanz zugeordnet werden
kann.

K.M.: Das ist kein Anlass zur Sorge, da hier mit Modu-
lationen gearbeitet werden kann. Vom Radio sind die
Abkürzungen AM und FM bekannt, die für Amplituden-
modulation und Frequenzmodulation stehen. Mit Hilfe der
Modulation wird die Musik oder das gesprochene Wort
sozusagen huckepack auf das Trägersignal aufgesetzt und
mitgeschleppt. Die Modulation bei einem
Skalarwellenhandy hätte dieselbe Aufgabe. So könnten
ungeheuer viele Teilnehmer denselben Kanal benutzen, ohne
sich in die Quere zu kommen. Nikola Tesla hat sich schon
vor 100 Jahren mit dieser Frage beschäftigt. Er nannte es
„Individualisierung".

J.v.B.: Es ist kaum zu glauben. Auf dem Werbeblatt für


seinen Wardencliff-Sender auf Long Island propagierte
er, dass auf diese Weise mit einem einzigen Sender im
Multiplexbetrieb Fernschreibdienste, Musikübertragung,
Telefonate, Zeitzeichen und sogar Fernsehbilder übertragen
werden können.

K.M.: Ich gehe noch einen Schritt weiter, indem ich darauf
hinweise, dass es bei der Modulation der Skalar-welle einen
entscheidenden und unschätzbaren Vorteil gegenüber der
Rundfunkwelle gibt!
J.v.B.: Welchen?

K.M.: Die Möglichkeiten sind nicht doppelt, nicht hundert


oder tausendfach größer, sie bieten eine ganze Dimension
zusätzlich! Es ist der Übergang von dem Linienspektrum der
Frequenzen einer Transversalwelle auf die zwischen
Frequenz und Wellenlänge sich aufspannenden Fläche der
Longitudinalwellen, wie in der grafischen Darstellung
gezeigt.

J.v.B.: Das müsste ja ungeahnte Möglichkeiten der


technischen Nutzung in geradezu gigantischem Ausmaß
eröffnen.

K.M.: Zur Nutzung sage ich gleich etwas. Ich möchte aber
noch ergänzen, dass den Hintergrund die Aus-
breitungsgeschwindigkeit der jeweiligen Welle bildet. Bei
Hertz ist diese konstant und daraus folgt, dass Frequenz und
Wellenlänge in einem umgekehrt proportionalen, aber festen
Verhältnis zueinander stehen. Habe ich die Frequenz
moduliert, dann habe ich die Wellenlänge mitmoduliert. Bei
der Skalarwellenstrahlung hingegen bin ich hinsichtlich der
Wellenlängenmodulation frei, da die
Ausbreitungsgeschwindigkeit nicht fixiert ist. Ich habe also
eine ganze Dimension der Modulierbarkeit
hinzugewonnen. Das ist auch als Grund anzusehen, warum
die Biologie nur mit Skalarwellen und nicht mit
elektromagnetischen Wellen kommuniziert.

J.v.B.: Die Natur arbeitet immer nur mit der besten Technik.
Die zweitbeste wird im Zuge der Evolution ausselektiert.
Jetzt erklären Sie dem Leser bitte noch die praktischen
Vorteile einer Skalarwellenmodulation.

K.M.: Nehmen wir als Beispiel die Bildübertragung. Die


erfolgt bei jedem Fernseher oder Computer-Bild-schirm
seriell, das heißt ein Bildpunkt folgt dem anderen, eine Zeile
der nächsten und so baut sich das Bild, in der linken oberen
Ecke beginnend, der Reihe nach auf, bis der Schreibstrahl in
der rechten unteren Ecke angekommen ist. Der Bildaufbau
einer seriellen Datenübertragung benötigt eine hohe
Frequenzbandbreite und nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.

J.v.B.: Sehen können wir den Bildaufbau trotzdem nicht


mehr. Die Bildfolge wird derart hoch gewählt, dass unsere
Augen auf Grund ihrer Trägheit nicht mehr folgen können.

K.M.: Damit haben Sie recht. Aber die Fernseher werden im


Volksmund nicht umsonst als Flimmerkisten bezeichnet.
Auch ein Heraufsetzen der Bildfrequenz ändert an dem
Prinzip nichts.
Jetzt erinnern Sie sich bitte an irgendeine Szene, z.B. heute
morgen: Wir haben uns mit dem Diktiergerät an den
Kachelofen gesetzt und unser Gespräch wieder auf-
genommen. Wie baut sich ein Bild in Ihren Gedanken auf?
J.v.B.: Nun, das Bild ist sofort da. Manches Mal muss ich
erst nachdenken, den Speicher abfragen, würden die
Informatiker dazu sagen, vielleicht fallen mir zunächst nur
irgendwelche Details ein und dann ist es plötzlich voll da.

K.M.: Nicht von links oben nach rechts unten, Bildpunkt für
Bildpunkt?

J.v.B.: Nein, mit einem Schlag, mit einer parallelen


Datenübertragung.
K.M.: Die Natur ist mit einer einzigen Nervenleitung dazu in
der Lage. Die Vorteile dieser Übertragungstechnik liegen auf
der Hand. Sie ist unschlagbar in Punkto Schnelligkeit und
Datensicherheit. Während eines seriellen Datentransfers
können Störungen einkoppeln oder es kann mittendrin die
Verbindung abbrechen und der Rest der Information
verloren gehen. Die parallele Signalübertragung hingegen ist
unempfindlich gegen äußere Störgrößen. Das Signal kommt
entweder unverändert zu einhundert Prozent an oder gar
nicht.

J.v.B.: Hier tritt wieder das Resonanzphänomen zu Tage.


Diese besondere Eigenschaft ist ein Grund mehr, warum die
Skalarwelle so gut geeignet ist und in der Biologie als
Informationsträger genutzt wird.

K.M.: Das sehe ich auch so. Durch die zweidimensio-nale


Modulierbarkeit der Skalarwelle können Sie die vollständige
Information eines Bildes einem einzigen Ringwirbel
aufmodulieren. Jetzt ist es nur noch die Frage, ob der Wirbel
ankommt oder nicht.
J.v.B.: Daher besitzt unser Kopf die technisch unerreichbare
Leistungsfähigkeit bezogen auf das beanspruchte Volumen.

K.M.: Da kommt natürlich noch das Phänomen dazu, dass


bei unserem Denk-Computer keine Ströme fließen und keine
Stromwärmeverluste auftreten. Beim Denken entsteht keine
Verlustwärme, während bekanntlich die Leistungsfähigkeit
der PCs, die noch mit Strömen arbeiten, von dem CPU-
Kühler und dem Wärmeabfuhrvermögen bestimmt wird.
Was denken Sie, was wir für einen riesigen Lüfter auf unsere
Stirn montieren müssten, wenn in unserem Kopf elektrische
Ströme fließen würden.

J.v.B.: Um die Leistungsfähigkeit unserer Computer


wesentlich zu steigern, brauchen wir eine ganz neue
Technologie, das ist hinlänglich bekannt.

K.M.: Es hat noch nie geschadet, von der Natur zu lernen;


sie zu kapieren, um sie anschließend zu kopieren.
J.v.B.: Mit einem Skalarwellen-Computer würde sich eine
neue Dimension der Datenübertragung eröffnen.

K.M.: Wir modulieren zweidimensional statt eindimensional


und stellen die Gedanken und ganze Bilder in den Raum.
Fängt jemand einen Information tragenden Ringwirbel auf,
dann weiß er plötzlich, was er über seine Sinnesorgane gar
nicht wahrgenommen haben kann!

J.v.B.: Das morphogenetische Feld des Rupert Shaldrake ist


Ihrer Meinung nach ein Skalarwellenfeld!
Mit der unkonventionellen Interpretation lassen sich sicher
zahlreiche telepatische Phänomene und korrekt
wissenschaftlich durchgeführte und dennoch unverstandene
Versuche zur Gedankenübertragung physikalisch erklären.
Ungenehmigter Betrieb von Handy«
K.M.: Man könnte geneigt sein, in allen heutigen
Einsatzgebieten die Transversalwelle durch die viel
leistungsfähigere Skalarwelle ersetzen zu wollen, doch bei
allen Unterschieden besteht immer noch die erwähnte
Verkopplung zwischen beiden. Schließlich treten beide in
derselben Wellengleichung auf, sind beide jederzeit und
spontan ineinander wandelbar.

J.v.B.: Gibt es für diese Verkopplung irgendwelche


praktische Konsequenzen oder Beispiele?

K.M.: An einer Antenne, hatte ich gesagt, rollen sich die


Wellen zu Wirbeln auf. Wird mit einer Antenne ein Signal
empfangen, dann kann man ihm nicht ansehen, ob es vorher
eine Welle oder ein Wirbel war und ob es als transversale
oder als longitudinale Welle unterwegs gewesen war. Für
dieses Problem der Verkopplung will ich Ihnen Beispiele
nennen:
Der Funkamateur empfängt die Bodenwelle mit der gleichen
Antenne, mit der er auch die Rundfunkwelle empfängt.
Auch an der Kölner Universität wurde bei der Messung von
Überlichtgeschwindigkeit einmal ohne und einmal mit
Tunnel immer der gleiche Mikrowellenempfänger
verwendet. Durch das Ausfiltern der Skalarwellen im Tunnel
sinkt lediglich die messbare Feldstärke stark ab.

J.v.B.: Es besteht doch die prinzipielle Möglichkeit, die


Skalarwellen auszufiltern, indem eine Tunnelstrecke in den
Weg gestellt wird, durch die keine Querwellen
hindurchgehen. Auf diese Weise müssten beispielsweise die
Skalarwellenanteile eines Handys messbar sein.
K.M.: Wird Ihrem Vorschlag nach der konventionelle
Empfänger in einen Faraday-Käfig gesperrt, dann ist man
sich sicher, nur Skalarwellen zu empfangen, denn nur die
werden durch das Maschengitter tunneln. Die Methode hat
zweifellos ihren Reiz, wenn da nicht die Verkopplung wäre.
Wenn am Tunnelausgang Skalarwellen gemessen werden,
die zudem schneller sind als das Licht, dann können sich
diese, zumindest zu einem Teil erst am Tunneleingang durch
eine spontane Umwandlung gebildet haben. Wie viel Prozent
sich gewandelt haben, sehen wir dem empfangenen Signal
aber nicht an.
J.v.B.: Schade, das hätte den Nachweis sehr vereinfachen
können.

K.M.: Es gibt aber auch Fälle, in denen die Verkopplung


hilfreich ist. Wie Ihnen sicher bekannt ist, werden
Abschirmmatten und ganze Ab schirmtapeten als Maßnahme
gegen den Elektrosmog angeboten.

J.v.B.: Und das sind alles Maßnahmen, die bei Skalarwellen


überhaupt keinen Sinn geben, nachdem sich diese Wellen
auch von einem Abschirmkäfig nicht zurückhalten lassen.
Sind die Anbieter in Ihren Augen alles Betrüger?

K.M.: Nein, das kann man nicht sagen, denn die


Verkopplung der beiden Wellenanteile kommt ihnen
entgegen. Konnte durch EMV-Maßnahmen die
Funkemission eines Gerätes messbar reduziert werden, dann
besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der störende
Skalarwellenanteil ebenfalls vermindert wird. Wenn weniger
Wellen da sind, können sich auch nicht so viele in Wirbel
aufrollen und Skalarwellen bilden.
Die von Umwelttechriikern empfohlenen Maßnahmen sind
daher überwiegend sinnvoll, aber eine Sicherheit gegen den
Elektrosmog, wie häufig propagiert wird, bieten sie
keinesfalls!

J.v.B.: Wenn ich vom Auto aus telefoniere, dann sollte ich
demnach der Empfehlung folgen und die Außenantenne
benutzen. Oder wie lautet Ihre Empfehlung?

K.M.: Ja, das rate ich auch allen Handybenutzern. Das Auto
stellt eine Art Faradaykäfig dar, der alle
Rundfunkwellenanteile zurückhält. Diese Dämpfung hilft
indirekt in einem gewissen Maße auch zur Reduzierung der
Skalarwellenanteile. Im Innern des Autos ist der
Handynutzer etwas geschützter.

J.v.B.: Jetzt beobachte ich immer wieder Autofahrer, die gar


keine Antenne auf dem Dach haben und trotzdem vom
Fahrersitz aus telefonieren. Sie benutzen demnach die im
Handy eingebaute Antenne. Was sagen Sie dazu?
K.M.: Es ist eine Unsitte, ich rate dringend davon ab, denn
jetzt sitzt der Nutzer aus lauter Bequemlichkeit im eigenen
Wellensalat, der immer wieder ins Innere des Autos
zurückreflektiert wird. Erst wenn alle Rundfunkwellen
absorbiert sind, und das heißt, wenn sie zu Skalarwellen
geworden sind, dann tunneln sie nach außen. Gleichzeitig
spürt die Regelelektronik des Handy, dass die Verbindung
zum nächsten Funkmast schlechter ist. Sie dreht daraufhin
auf volle Sendeleistung auf.

J.v.B.: Wenn keine Dachantenne vorhanden ist, sollte man


demnach besser anhalten und zum telefonieren aussteigen.
So lautet die allgemein übliche Erklärung.
Gestatten Sie die provokante Frage: Wenn wir diese
Empfehlung berücksichtigen, können wir dann so
weitermachen wie bisher?

K.M.: Nein. Ich kritisiere die Fehlentwicklung in der


technischen Ausführung der Handysender. Die Entwickler
verstehen nichts von Skalarwellen und begehen kapitale
Fehler. Ich will diesen Vorwurf mit einem Beispiel belegen.
Das Pflichtenheft wurde zunächst nach dem damaligen Stand
der Diskussion um Grenzwerte ausgerichtet. Dann wurden
die ersten Handys gebaut und festgestellt, dass einerseits die
Reichweite viel zu groß ist. Nimmt man andererseits die
Sendeleistung zurück, dann bricht die Funkverbindung in
Stahlbetonbauten und in Kellerräumen zusammen. Also fing
man an zu probieren, zuerst mit der Antenne. Ihre optimale
Länge entspricht mit knapp 17 cm der halben Wellenlänge.
Für die Westentasche ist dies zu lang, weshalb alles unter-
nommen wurde, den Antennenstab zu verkürzen. Die
Experimente brachten Erstaunliches an den Tag. Je mehr die
Antennen verkrüppelt wurden, umso geringer wurde, wie
gewünscht, die Reichweite. Der Empfang in den
Stahlkäfigen von Betonbauten hingegen wurde überhaupt
nicht schlechter, sondern eher besser. Das ermutigte die
ahnungslosen Ingenieure, in dieser Richtung weiter zu
entwickeln, die Stummelantenne zu kreieren und schließlich
bei der neuesten Generation der Handys sie ganz im Gehäuse
verschwinden zu lassen. Da durch diese Maßnahme die
Reichweite sinkt, wird sogar behauptet, man leiste einen
Beitrag zur Volksgesundheit.
Zutreffend ist eher das Gegenteil. Wenn bei einem Sender
mit drei Watt Leistung durch eine Verschlechterung der
Antennenanpassung der Anteil an
Hertz'schen Wellen wirksam reduziert wird, dann muss ein
anderer zwangsläufig zunehmen, und das kann dann nur der
Skalarwellenanteü sein. Der ist aber biologisch relevant und
er gefährdet unsere Gesundheit. Die Ahnungslosen aber
messen den Skalarwellenanteü nicht. Dafür stellen sie fest,
dass mit ihm sogar ein Telefonieren aus einem Faradaykäfig
zum Beispiel dem Auto heraus möglich wird. Deshalb
optimieren sie die Geräte auf die Nutzung der viel
leistungsfähigeren Skalarwelle und drängen die
Rundfunkwelle zurück.
J.v.B.: Die Entwicklung geht genau in die falsche Richtung!

K.M.: An dem Beispiel können Sie sehen, wie wichtig eine


gute Ausbildung ist, welches Unheil entstehen kann, wenn
Ingenieure der Hochfrequenztechnik ihre eigene
Wellengleichung nicht verstanden haben, wenn der
zuständige Fachkollege an der Universität Karlsruhe
öffentlich bekannt gibt: Skalarwellen sind Kokolores.

J.v.B.: Es gibt aber auch Gegenstimmen. Warnt Dr. von


Klitzing vor digitalen Handys wegen der hohen Skalar-
wellenanteile?

K.M.: Das ist zweifellos sein Anliegen, ungeachtet dessen,


wie er es selber interpretiert. Er untersucht den Einfluss der
gepulsten Signale auf das Gehirn und meint,
Synchronisationseffekte nachweisen zu können11.

J.v.B.: Das wäre natürlich ungeheuerlich, eine Art


Gehirnwäsche, wenn Signale unseren Kopf erreichen unter
Umgehung der Sinnesorgane.
K.M.: Wir können in den Fällen gar nicht mehr unter-
scheiden, wann, wo und wer uns die Infos geliefert hat. Sie
sind einfach da und beschäftigen unseren Kopf. Das wirkt
sich besonders katastrophal bei Kindern aus, die sich in der
Lernphase befinden. Altgediente Lehrer von Schulen, die
sich in unmittelbarer Nähe zu Sendemasten befinden,
berichten immer häufiger von zunehmenden
Lernschwierigkeiten der Schüler, seit Aufnahme des
Funkbetriebs.

J.v.B.: Kein angenehmes Gefühl, mein Kopf müsse ständig


irgendwelche technische Signale verarbeiten, Gedankenmüll
sozusagen.

K.M.: Da können Sie froh sein, dass Ihr Kopf nicht so dumm
aufgebaut ist wie ein PC. Der würde sich nämlich jeden Müll
merken, Sie hingegen werden ihn schnell wieder vergessen,
wenn die Information nicht häufiger wiederholt wird und
dadurch als wichtig erkannt wird.

J.v.B.: Da sollten wir uns aber ernsthafte Gedanken machen,


was passiert, wenn ein technisches Pulsmuster immer wieder
auftritt. Dann wertet unser Kopf diesen Müll als wichtige
Information, speichert sie in das Kurzzeitgedächtnis und
irgendwann sogar ins Langzeitgedächtnis. In letzter
Konsequenz würden auf diese Weise im großen Stil
Zombies produziert.
Herr Meyl, als Fachmann für Skalarwellen können Sie dem
Treiben doch nicht tatenlos zusehen! Was wollen Sie gegen
diese Fehlentwicklung unternehmen?

K.M.: Als wichtigstes bilde ich Studenten aus und lehre über
das Thema. Deshalb habe ich als erstes Vorlesungsumdrucke
unter dem Thema „Elektromagnetische
Umweltverträglichkeit" herausgebracht. Dann
biete ich Weiterbilduhgsveranstaltungen an, von einzelnen
Vorträgen bis zu Wochenendseminaren, damit die Nutzer
gewarnt werden und die Entwickler etwas über ihre
Wellengleichung erfahren, und schließlich schreibe ich auch
noch Bücher1-3.

J.v.B.: Sicherlich sind diese Maßnahmen wichtig, um


überhaupt erst auf die Skalarwellenproblematik aufmerksam
zu machen. Sie nehmen dabei eher eine passive Rolle ein.
Können Sie sich auch in einer aktiven Rolle vorstellen?

K.M.: Vielleicht als Gutachter. Bisher sind alle Einsprüche


von Bürgerinitiativen vor Gericht aussichtslos. Die
Netzbetreiber verschanzen sich hinter den Gutachten von
angeblichen Fachkollegen und verweisen auf die
Betriebsgenehmigung ihrer Anlagen durch das Bundesamt
für Strahlenschutz.

J.v.B.: Da hat sich aber vieles geändert, nachdem Sie jetzt in


der Lage sind, die Skalarwellen in einem Experiment
vorzuführen.
K.M.: Das ist richtig. Ich werde die Übertragungsstrecke
natürlich mitbringen, wenn ich als Gutachter gerufen werde,
und wenn ich nicht persönlich erscheinen kann, steht das
Demo-Set zur Verfügung. Der entscheidende Punkt wird
sein, dass die Betriebsgenehmigung nur für den
Rundfunkwellenanteil erteilt wurde und nicht für den
Skalarwellenanteil.

J.v.B.: Juristisch gesehen werden die Handys und deren


Funkmasten demnach illegal und ohne Genehmigung
betrieben, solange diese Skalarwellenanteile abstrahlen.
K.M.: Darauf wird es juristisch hinauslaufen. Die Beweislast
dreht sich um, wenn ein Richter erkennt, dass Skalarwellen
existieren und die Netzbetreiber in die Nachweispflicht
genommen werden, dass keine Skalar-wellenanteile
abgestrahlt werden dürfen.
J.v.B.: Werden wir in Zukunft dann auf Handys verzichten
müssen? Jeder Sender strahlt doch mehr oder weniger viele
Skalarwellen aus, haben Sie mir erklärt. Ein Sender, der
völlig frei davon ist, wäre doch technisch gar nicht
realisierbar!
K.M.: Nein, ich bin mir ganz sicher, dass es neue
Betriebsgenehmigungen geben wird, in denen die
Skalarwellenanteile geregelt werden. Das setzt allerdings
voraus, dass diese Anteile gemessen und dass als weitere
Voraussetzung geeignete Messgeräte überhaupt erst
entwickelt werden. Auf jeden Fall muss die unheilvolle
Entwicklung in Richtung einer verstärkten Nutzung der
Skalarwellen vorerst gestoppt und die Gerätetechnik nach
und nach komplett ausgetauscht werden. Auf diese Weise
ließe sich der Betrieb mit minimierter biologischer Belastung
weiterführen.

J.v.B.: Warum stampfen wir die ganzen Funknetze nicht


kurzerhand ein und gehen auf die besprochene Möglichkeit
einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung über, von einem Handy
direkt per Skalarwelle zum nächsten ganz ohne Netz?

K.M.: Dieses System macht erst Sinn, wenn sicher gestellt


werden kann, dass die gesendete Strahlung vollständig vom
Empfänger aufgenommen wird. Hinsichtlich der sehr
anspruchsvollen technischen
Realisierung rechne "ich mit einem Entwicklungszeitraum
von mehr als vierzig Jahren. Bis zu diesem Zeitpunkt
braucht die an Handys gewöhnte Bevölkerung einen Ersatz
und solange werden wir noch mit Kompromissen leben
müssen.

J.v.B.: Das Thema ist unerschöpflich. Wir könnten sicher


noch stundenlang darüber diskutieren, doch das Ziel unseres
Gesprächs ist immer noch „Neutrinopower". Rechnen Sie
auf diesem Gebiet auch mit derart langen Zeitspannen, bis
entsprechende Geräte auf dem Markt sind?

K.M.: Ich denke, das Einsammeln von Skalarwellen-energie


ist sehr viel einfacher als der Bau von Messgeräten oder gar
die informationstechnische Nutzung, wie die für Handys
oder für eine parallele Bildübertragung. Es wird schneller
gehen.

J.v.B.: Dann darf ich abschließend bemerken, dass die


graphische Darstellung beider Wellenarten sehr hilfreich ist.
Was einerseits die Hertz'sche Welle angeht, wüssten wir
ohne die Maxwelltheorie und die Darstellung in einem
Frequenzband heute noch nicht, dass es sich bei den
Rundfunkwellen (LW, MW, KW, UKW), den Mikrowellen
(µW), bei infraroter Wärmestrahlung (IR), beim Licht und
bei Röntgenstrahlen um ein und dasselbe Phänomen handelt.
In Hinblick auf die Skalarwelle andererseits ist die
Darstellung behilflich, das Rauschen, Photonen, Neutrinos
und viele andere bekannte sowie als parawissenschaftlich
bezeichnete, noch unbekannte Phänomene als etwas
Zusammengehöriges zu begreifen. Ich denke, Ihre Botschaft
wird verstanden.
Wirbelmodelle mit 2500 Jahre alter Tradition
K.M.: Die praktischen Konsequenzen oder möglichen
Technologien zu besprechen, fällt leichter, wenn wir uns von
Neutrinopower und der Skalarwe llenstrahlung ein Bild
machen.

J.v.B.: Sie denken vermutlich an ein physikalisches Modell.


Die Physik ist voll davon. Manche kommen der Wirklichkeit
sehr nahe, andere wiederum sind eher als Analogie zu
gebrauchen.

K.M.: Es gibt sogar Modelle, die physikalisch falsch sind


und trotzdem verwendet werden, weil man sich so sehr
daran gewöhnt hat, oder die Handhabung so einfach ist. Ein
gutes Beispiel ist das Bohr'sche Atommodell.
J.v.B.: Unsere Leser haben das sicher schon in der Schule
gelernt, wenn es heißt, die Elektronen in der Atomhülle
umkreisen den Atomkern wie Planeten die Sonne.

K.M.: Und genau das ist eine physikalische Unmöglichkeit,


da das zentralbeschleunigte Elektron im Lauf der Zeit an
Energie verlieren und in den Atomkern stürzen würde. Das
aber findet nicht statt. Also muss das Modell falsch sein, mag
es noch so berühmt sein. Dagegen vertrete ich ein
Wirbelmodell, das diese Frage widerspruchsfrei zu
beantworten vermag und das im Einklang zu den Gesetzen
der Physik steht.
J.v.B.: Wir sollten uns etwas mit dem Wirbelmodell
beschäftigen. An den Hochschulen hört man so gut wie
nichts darüber. Haben Sie eine Erklärung?

K.M.: Die moderne Wissenschaft ist durch Isaak Newton


geprägt worden (Principia 1687). Er hat eine Methode
eingeführt, komplexe Zusammenhänge im Labor in einzelne
Zweierbeziehungen zu zerlegen, mit dem Ziel, jeden
Zusammenhang für sich in je einem Gesetz beschreiben zu
können, das scheinbar losgelöst von anderen Einflussgrößen
bestehen kann. Diese sehr erfolgreiche Methode führt
unmittelbar in ein monokausales Denken und in die von mir
als einäugige Sichtweise verspottete Physik.
J.v.B.: Ich weiß, was Sie meinen. Der Spezialist versteht von
immer weniger immer mehr, bis er am Ende von nichts alles
weiß.
K.M.: So ungefähr. Mit dem Erfolg der Newton'schen
Mechanik und Wissenschaftsmethodik fest verbunden ist der
Niedergang der Wirbelphysik. Dabei stand die Wirbelphysik
stets für eine einheitliche Sichtweise der Natur und der Welt.

J.v.B.: Es ist schon eigenartig, dass sie trotz enormer


Anstrengungen berühmter Wissenschaftler, wie Descartes,
Huygens oder Leibniz letztendlich gescheitert ist. Kennen
Sie einen zwingenden Grund, warum es so kommen musste?

K.M.: Wirbel lassen sich nicht monokausal zerlegen. Sie


widersetzen sich der Newton'schen Methodik. Wenn ich
einen Messfühler in einen Wirbel hinein halte, dann
verwirbelt das Medium um den Fühler herum, sonst
wäre es kein Wirbel. Als Folge ist das Ergebnis nicht mehr
reproduzierbar. Bei Variation der Messbedingungen
kommen jedes Mal andere Ergebnisse zustande.

J.v.B.: Die Reproduzierbarkeit eines Messergebnisses ist


aber die wichtigste Voraussetzung für die wissenschaftliche
Anerkennung eines Zusammenhangs. Demnach darf es in
unserer Physik eigentlich gar keine Wirbel geben. Wie geht
man mit diesem ungeliebten Phänomen um?

K.M.: Zunächst wurde versucht, auch die Wirbelphysik in


das Korsett eines Gesetzes zu zwängen. Die ersten
mathematischen Beschreibungen stammen von Helmholtz
1858 und wurden in dem Zirkulations-theorem von Kelvin
weiterentwickelt.

J.v.B.: Wie wir schon besprochen haben, scheiterten sie


jedoch mit dem Versuch, den Wirbelbegriff zu einer
einheitlichen physikalischen Theorie zu verwenden.

K.M.: Der Versuch beschränkte sich auf den Mikrokosmos.


Schließlich, mit dem Aufkommen der Quantenphysik, wurde
die Wirbelphysik in den Spezialbereich der Strömungslehre
zurückgedrängt, als Teilbereich des Maschinenbaus. Hier
fristet sie bis heute das Dasein eines Mauerblümchens.

J.v.B.: In der Strömungslehre lässt sich das Wirbelprinzip


schlecht leugnen, schließlich kann man die Wirbel sehen
oder mit etwas Rauch sichtbar machen.

K.M.: Im Windkanal, in der Luft- und Raumfahrttechnik und


neuerdings in der Chaosforschung spielt
der Wirbel durchaus eine wichtige Rolle. In anderen
Bereichen hingegen wird er noch immer gemieden, so gut es
geht.

J.v.B.: Und wie sieht es in der Elektrotechnik aus? Da


kennen wir doch den Wirbelstrom, der die Bleche von
Motoren und Transformatoren erwärmt und Stromver-
drängungseffekte hervorrufen kann.
K.M.: Im Gegensatz zur Strömungslehre lassen sich
elektrische oder magnetische Wirbel nicht sichtbar machen.
Wenn Eisenteile oder Isolierstoffe in einem Wechselfeld
warm werden, dann kann dies als Hinweis auf
Wirbelverluste gewertet werden, als Beweis aber reicht die
Beobachtung einer Wirkung nicht aus.

J.v.B.: In den Lehrbüchern wird die Erwärmung von Eisen


schon als Wirbelfolge gesehen, die vom Dielektrikum eines
Kondensators hingegen geleugnet. Warum soll hier kein
Wirbel auftreten und das Material schuld sein?

K.M.: Halten Sie sich bitte vor Augen, dass auch die
Wirbelstromerwärmung seine Anerkennung nur dem
Umstand der Entdeckung der entsprechenden Gesetze
verdankt. Hätte Ohm sein Gesetz nicht entdeckt und in der
bekannten Form formuliert und wäre statt dessen die duale
Formulierung entdeckt worden, dann würden wir heute die
dielektrischen Verluste in einem Kondensator und im
Mikrowellenherd den Potentialwirbeln zuschreiben, beim
Trafo hingegen wäre das Material für die Erwärmung
zuständig und nicht etwa Wirbelströme, für die es ja dann
auch keine Theorie gäbe.
J.v.B.: Das klingt überaus einleuchtend. Etwas
Schwierigkeiten bereitet mir die Vorstellung, die Lehr-
buchphysik, die heutige Technik und überhaupt unser ganzes
Weltbild sei ganz allein dem Zufall zuzuschreiben.

K.M.: Der Zufall besteht darin, dass zuerst das Ohm'sche


Gesetz und nicht die duale Formulierung entdeckt und
anerkannt worden ist. Nun, da beide zueinander dualen
Gesetze gleichwertig sind, müssen wir auch von der
Richtigkeit beider ausgehen, auch wenn sich das letzte Glied
einer Beweiskette A-B-C-D zurück von D nach A prinzipiell
nicht mehr beweisen lässt, da es ja über die Kette von A
nach B, von B nach C und von C nach D bereits erklärt ist.

J.v.B.: Mit der Newton'schen Wissenschaftsmethodik bin ich


demnach sehr erfolgreich bis zu dem Punkt, an dem ich den
Ausgangspunkt wieder erreichen könnte und mein Weg sich
schließt. Kurz vor dem Ziel versagt die sonst so erfolgreiche
Methode!
K.M.: Nehmen Sie auf Ihrem Weg einfach das Kettenglied
B-C heraus, dann können Sie plötzlich D-A beweisen.
Streichen Sie die Wirbelströme aus der Maxwell-Theorie
heraus, dann lassen sich die dielektrischen Verluste auf
einmal zwanglos als Wirbelverluste beweisen und Sie sind
am Ziel.

J.v.B.: Sie meinen, wenn das Verbot des einen Weges den
anderen begehbar macht, dann sind beide real vorhanden,
dann sind auch beide zu akzeptieren.

K.M.: Ja, das ist meine Meinung. Die Problematik um das


letzte Kettenglied kann als Grund angesehen
werden, warum das Ganze stets mehr ist als die Summe aller
Einzelzusammenhänge.

J.v.B.: Erst wenn ich das letzte Puzzlesteinchen eingefügt


habe, zeigt sich mir das ganze Bild, wobei bekanntlich die
ersten Steinchen am schwersten zu setzen sind. Am Ende,
wenn man bis dahin keinen Fehler gemacht hat, geht es
plötzlich sehr schnell. Seit wann werden Ihrer Meinung nach
Steinchen gesammelt?

K.M.: Oh, das reicht bis in die Antike zurück. Diogenes


Laertius schreibt: „Alle Dinge entstehen gesetzmäßig. Der
Grund für das Zustandekommen aller Dinge ist der Wirbel,
den Demokrit Naturgesetz nennt".

J.v.B.: Das war zweifellos ein bedeutender Vordenker.


Demokrit (460-370 v.Chr.) und sein Lehrer Leukipp gelten
als die ersten Atomisten. Von ihnen stammt der Begriff des
Atoms als dem kleinsten Unteilbaren.

K.M.: Und sie ordneten diese Teilchen als Wirbel an.


Demokrit ging noch weiter. Er unternahm erstmalig in der
Geschichte den Versuch, eine einheitliche Theorie der
Physik zu formulieren, indem er in der ordnenden
Wirbelbewegung das allgemeinste Naturgesetz schlechthin
sah.
J.v.B.: Wie ich sehe, habe Sie antike Vorbilder.

K.M.: Die von Milet in Kleinasien ausgehende griechische


Naturphilosophie hatte immer das große Ganze im Blickfeld
und lehnte monokausales Denken grundsätzlich ab. Aus
genau diesem Grund gibt es keine mathematischen
Berechnungen physikalischer Zusammenhänge.
J.v.B.: Die Mathematik war zweifellos eine hoch entwickelte
Wissenschaft in der antiken Welt gewesen, die aber, wie Sie
schon sagen, in der Physik nichts verloren hatte.

K.M.: Wenn Sie vor diesem Hintergrund mathematische


Lösungen der heutigen Wirbelgleichung suchen, dann
werden Sie sehr schnell feststellen, dass es sich um eine
vierdimensionale partielle Differentialgleichung handelt, für
die gar keine allgemeine Lösung existiert. Nur unter
vereinfachenden Annahmen und Randbedingungen sind
einzelne Lösungen mathematisch möglich.

J.v.B.: Die Frage bleibt natürlich, wie gravierend sich die


Vernachlässigungen auswirken und welchen Wert die
Lösungen am Ende noch haben. Die Naturphilosophen
wussten schon, warum sie die Mathematik umgingen und die
Naturerscheinungen lieber mit Worten zu erfassen suchten.
Versagen der Maxwell'schen Theorie
K.M.: Die Wurzeln der Wirbelphysik sind in der Tat sehr alt.
Im antiken Sizilien lebte Empedokles (492-432 v.Chr.), der
Vater der Vier-Elementenlehre. Er unterschied zwischen
anziehenden und abstoßenden Kräften, von ihm mit „Liebe"
und „Hass" bezeichnet. Aus beiden setzen sich die
Wirbelbewegungen zusammen, von denen er zwei
gegensätzliche beobachten und demonstrieren konnte.
Zum einen drehte er einen Schöpflöffel so schnell, dass die
Flüssigkeit im Löffel blieb. Es ist ein expandierender Wirbel
und wir würden heute sagen, durch die Fliehkraft wird die
Flüssigkeit in die Schöpfkelle hineingepresst.
Zum anderen beobachtete Empedokles den Gegenwirbel bei
Wirbelwinden und bei in einem Becher gerührten
Flüssigkeiten. Wenn er seinen Weinbecher umrührte, dann
konnte er sehen, wie es feste Bestandteile und Sedimente in
die Mitte des Bechers zieht und sie sich dort ablagern.

J.v.B.: Als moderneres Beispiel bietet sich hier die


Zentrifuge an, in der sich die Flüssigkeit bei hoher Drehzahl
am Rand festsetzt. Der entgegengesetzte bzw. der
kontrahierende Wirbel ist uns dagegen als soge-nanntes
Teetassenphänomen bekannt. Reste von Teeblättern lagern
sich beim Rühren tatsächlich in der Mitte der Tasse ab.
K.M.: Die erste wissenschaftliche Abhandlung über die
beiden gegenläufigen Wirbel stammt von Leonardo da Vinci
(1452-1519 n.Chr.). Er schreibt: „Unter den
Wirbeln ist einer langsamer, ein anderer schneller im
Zentrum als an den Seiten". Der eine expandiert und der
andere kontrahiert.

J.v.B.: Wenn ich einen Stein ins Wasser werfe, laufen die
Wellen auseinander; werfe ich ihn aber in einen Trog mit
flüssigem Zement, zentriert sich die Wellenbewegung mit
einem dumpfen Laut nach innen.

K.M.: In der Strömungslehre bestimmt die Viskosität,


welcher Wirbel dominierend in Erscheinung tritt. Langsam
ist man dahintergekommen, dass generell beide Wirbel
vorhanden sein müssen und sie sich gegenseitig ablösen. Auf
diese Weise herrscht im Wirbelzentrum stets derselbe
Zustand der "Ruhe", wie im Unendlichen, den wir als
"Nullpunkt" oder als Bezugspunkt betrachten können.

Bild 15: Rankinewirbel12. die Kombination eines ex-


pandierenden Wirbels im Innern und des von
außen kontrahierenden Gegenwirbels.
Nehmen wir als Beispiel einen Tornado, also einen Wirbel-
sturm. Im "Auge des Zyklons" herrscht absolute Windstille.
Entferne ich mich aber von diesem Fleck, so werde ich nach
außen geblasen. Ich kann den expandierenden Wirbel im Innern
förmlich spüren. Stehe ich hingegen außerhalb, so versucht der
Potentialwirbel, mich in den Wirbel hineinzuziehen. Dieser
Potentialwirbel ist für die Struktur und letztendlich auch für die
Größe des Tornados zuständig. Am Wirbelradius, dem Ort der
größten Windgeschwindigkeit, herrscht ein Gleichgewicht.
Beide Wirbel sind hier gleich mächtig. Ihre Mächtigkeit
wiederum wird von der Viskosität bestimmt, die damit den
Wirbelradius festlegt! Meteorologen verfolgen daher mit
Interesse, ob sich ein Wirbelsturm über Land oder über dem
Wasser bildet. Über dem Ozean beispielsweise saugt er sich mit
Wasser voll. Dadurch nimmt der Potentialwirbel an
Mächtigkeit zu, der Wirbelradius wird kleiner und die
Energiedichte nimmt gefährlich zu. Werden die Erkenntnisse
aus der Hydrodynamik auf den Bereich des
Elektromagnetismus übertragen, so wird die Rolle der
Viskosität von der elektrischen Leitfähigkeit wahrgenommen.
Der bekannte Stromwirbel tritt im Leiter auf, während sein
Gegenwirbel, der postulierte Potentialwirbel sich im
schlechtleitenden Medium, vorzugsweise im Dielektrikum
ausbildet. Die Dualität beider Wirbel kommt darin zum Aus-
druck, dass die elektrische Leitfähigkeit des Mediums darüber
entscheidet, ob Stromwirbel oder Potentialwirbel entstehen
können und wie schnell sie zerfallen, d.h. sie ihre Energie in
Wärme umsetzen.
Wirbel und dualer Gegenwirbel bedingen sich also
gegenseitig. Ein markantes Beispiel für die Kombination aus
Stromwirbel und Potentialwirbel finden wir in Hoch-
spannungsleitungen. Innerhalb des Leiters bilden sich
Stromwirbel aus. Die Stromdichte nimmt also zur
Leiteroberfläche hin zu. Dies wird Skineffekt genannt.
Außerhalb des Leiters, in der Luft, finden die Wechselfelder
ein sehr schlecht leitendes Medium vor. Hier
werden keine Ströme mehr fließen und keine Stromwirbel
sich ausbilden können.

J.v.B.: Der anerkannten Lehrbuchmeinung zufolge soll


außerhalb des Leiters ein wirbelfreies Gradientenfeld
vorliegen. Dieser Auffassung widerspricht allerdings Ihre
Vorstellung von Wirbel und Gegenwirbel. Wie glauben Sie,
diesen Widerspruch erklären zu können?

K.M.: Wenn im Leiterinnern Wirbel auftreten, so müssen


aus Gründen einer sprungfreien Wirbelablösung am
Grenzübergang zum Dielektrikum die Felder auch in der den
Leiter umgebenden Luft die Form und die Eigenschaften von
Wirbeln besitzen. Nichts wäre naheliegender, als diese
angeblichen Gradientenfelder ebenfalls als Wirbelfelder zu
interpretieren und mathematisch zu beschreiben. Bei genauer
Betrachtung ist diese Argumentation sogar zwingend!

J.v.B.: An der Leiterhaut - ihrem sogenannten „Skin" -würde


jedenfalls keine Wirbelablösung erfolgen, wenn nur im
Innern Wirbel vorkämen...
K.M.: ...und außen herum dagegen keine vorhanden wären.
Es gilt, die als Gesetze der Feldbrechung bekannten
Grenzbedingungen zu beachten, und die verlangen nach
Stetigkeit am Übergang vom Leiter zum Dielektrikum!

J.v.B.: Hier gelten also dieselben optischen Gesetze, nach


denen jede Brille bzw. jede Linse funktioniert.

K.M.: Genau. Licht ist schließlich eine Erscheinung des


Elektromagnetismus und daher sind die Gesetze der
Lichtbrechung mit denen der Feldbrechung identisch.
J.v.B.: Und dieses grundlegende Gesetz wird schlicht
übersehen oder gar wissentlich missachtet!

K.M.: Sie sagen es. Befindet sich auf der einen Seite ein
Wirbelfeld, so ist auch das Feld auf der anderen Seite ein
solches, sonst verstoßen wir gegen das Gesetz! Es liegt hier
ein offenkundiges Versagen der Maxwelltheorie vor.
J.v.B.: Das müssten Sie mir schon unter Beweis stellen!

K.M.: Außerhalb des Leiters, in der Luft, wo die


Wechselfelder ein sehr schlecht leitendes Medium
vorfinden, ist der Potentialwirbel nicht nur theoretisch
vorhanden; er zeigt sich sogar. In Abhängigkeit u. a. von der
Frequenz und von der Oberflächenbeschaffenheit des Leiters
bilden sich die Potentialwirbel um den Leiter herum aus.
Überschreiten die dabei induzierten Potentiale die
Anfangsspannung, so findet Stoßionisierung statt und es
kommt zur bekannten Koronaentladung...

J.v.B.: ...dem Knistern einer Hochspannungsleitung. Bei


Nacht wird manchmal sogar die funkensprühende Haut der
Hochspannungsleiter sichtbar.

K.M.: Jetzt nimmt gemäß Lehrbuch das Gradientenfeld zur


Leiteroberfläche hin zu, aber es wäre ein gleichmäßiges
Leuchten und kein Knistern zu erwarten. Dass es hier zu
kleinen Einzelblitzen kommt, verdanken wir der
strukturbildenden Eigenschaft der Potentialwirbel und diese
wiederum dem Konzentrationseffekt.
J.v.B.: Diesen Potentialwirbel haben Sie neu eingeführt und
ergänzt. Dann kann man wohl sagen, dass Sie ihn entdeckt
haben?

K.M.: Ja, und zwar am Neujahrstag 1990 an meinem


Schreibtisch, nicht im Labor.
J.v.B.: Was hatten Sie für ein Motiv?

K.M.: Ich suchte nach dem Gegenwirbel zum Wirbelstrom,


dem bekannten Wirbel des magnetischen Feldes. Es musste
ein Wirbel des elektrischen Feldes sein und ich wählte
zunächst den Arbeitstitel „hydrotischer Wirbel" und taufte
ihn später um in Potentialwirbel.

J.v.B.: Wie ich Sie einschätze, war Ihnen zu diesem


Zeitpunkt die Tragweite Ihrer Entdeckung schon bewusst!

K.M.: Weitgehend, würde ich aus heutiger Sicht sagen. Es


war wie ein Schock, der mir durch alle Glieder fuhr. Für ein
gutes Dutzend Probleme, die man als Wissenschaftler so mit
sich herumträgt, schössen mir Lösungen durch den Kopf.
So bliebe doch ohne die Entdeckung, um ein Beispiel zu
nennen, die beobachtbare Koronastruktur weiterhin ein un-
gelöstes Phänomen der Physik. Auch ohne die strukturbildende
Eigenschaft der Potentialwirbel näher zu kennen, die zusätzlich
unterstützend wirkt, lässt sich gut beobachten, dass besonders
Unebenheiten der Leiteroberfläche die Wirbelbildung anregen
und Wirbel auslösen können. Sucht man also nach einer
Begründung, warum die sehr kurzen Entladungsimpulse in
großer Häufigkeit immer von Unebenheiten ausgehen, so sind
sehr wahrscheinlich Potentialwirbel dafür verantwortlich. An
Hand einer Kirlianphotographie lässt sich
zeigen, dass die Korona aus strukturierten Einzelentladungen
besteht.
Auch beim Blitz in der Natur handelt es sich um ein
Potentialwirbelphänomen. Hier entladen sich die elektri-
schen Potentiale, die der Wirbel aufgebaut hat. Durch
Reibung oder durch die Verschiebung von Luftmassen ist
dieses Naturschauspiel überhaupt nicht erklärbar. Blitze
werden zwar erforscht, aber geeignete physikalische
Modelle gibt es keine.

J.v.B.: Ich habe gelesen, dass beim Einschlagpunkt eines


Blitzes wesentlich mehr Ladungsträger ankommen sollen,
als zuvor in der Wolke überhaupt vorhanden waren. Ist der
Blitz ein natürlicher Energiekonverter?

K.M.: Das hat zweifellos mit Neutrinopower zu tun. Ich


gehe davon aus, dass Neutrinos am Leuchten, am Schall und
am elektrischen Strom eines Blitzes beteiligt sind. Wenn wir
das Wirbelmodell fertig entwickelt haben, werden wir die
Prinzipien sicher besser verstehen.

J.v.B.: Wenn Sie damit einverstanden sind, möchte ich


nochmals auf den springenden Punkt zurückkommen, das
Versagen der Maxwell'schen Feldtheorie. Das Beispiel eines
Hochspannungskabels ist doch sicher kein Einzelfall.

K.M.: Nein, es ist nur ein typischer Vertreter einer ganzen


Familie. Man kann sagen, dass keine Probleme auftreten,
solange Vorgänge in einem Leiter oder andere in einem
Nichtleiter berechnet werden. Die geschilderten
Schwierigkeiten entstehen generell beim Übergang von
einem in das duale Medium, vom Wirbelfeld in das
wirbelfreie Feld. Hier mogelt sich die Wissenschaft mit
idealisierten Annahmen am Problem vorbei und lügt
sich mit unzulässigen Vernachlässigungen in die eigene
Tasche.

J.v.B.: Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Trotzdem ist


die Maxwell-Theorie so etwas wie eine goldene Henne der
Elektrophysik. Wollen Sie die jetzt schlachten?

K.M.: Nein, das habe ich nicht vor. Die Henne ist schließlich
vielen meiner Kollegen heilig, auch hat sie schon viele Eier
gelegt und der Erfolg ist doch ganz auf ihrer Seite. Nein, sie
darf weiter gackern und Eier legen. Fragen wir doch lieber,
wo die Henne herkommt. Vielleicht hat sie so etwas wie eine
Übermutter. Die sollten wir suchen.

J.v.B.: Eine Feldtheorie, meinen Sie, in der die


Maxwell'sche aufgeht und möglicherweise als Spezialfall
enthalten ist.

K.M.: So stelle ich mir das vor. Dazu müssen wir zuerst die
Schwachstellen der Maxwell-Theorie aufdecken.
J.v.B.: Und wo liegen die?

K.M.: Das größte Problem liegt in meinen Augen in der


mangelnden Kausalität.

J.v.B.: Das hat Maxwell sicher ganz anders gesehen.

K.M.: In der Tat; zu seiner Zeit waren die Quantenstrukturen


noch unbekannt und seine Theorie war eine reine
Feldtheorie. Das hat sich erst nach seinem Tod geändert, als
sein Nachfolger in Cambridge das Elektron
entdeckte. Damit wurde die vierte Maxwellgleichung
unverhoffter Dinge plötzlich zu einer Quantengleichung.

J.v.B.: Das hat die Gemüter der Wissenschaftler zu Beginn


des letzten Jahrhunderts ziemlich beschäftigt. Die reine
Feldbeschreibung war Vergangenheit und man stand
plötzlich vor einem handfesten Kausalitätsproblem: Ist das
Feld Ursache für die Quanten oder die Quanten Ursache für
Felder, oder beides? Mich erinnert diese Fragestellung sehr
an die Diskussion um das Licht.
K.M.: Sie trifft auch denselben Punkt. Die Quantenphysiker,
angeführt durch Max Planck nutzten die Schwäche der
Feldphysiker aus, die Quanten nicht als Feldphänomen
beschreiben zu können, und traten vehement für das
Quantenmodell ein. Konsequenter Weise mussten sie jedoch
alle bekannten Feldphänomene auf irgendwelche Quanten
zurückführen. Gab es keine, wurden sie kurzerhand kreiert.

J.v.B.: Mir fallen dazu die Gravitonen ein, die für die
Gravitation verantwortlich sein sollen. Das sind doch solche
hypothetischen Teilchen, die noch nie beobachtet oder
messtechnisch nachgewiesen wurden, quasi frei erfundene
Lückenbüßer.
K.M.: Gravitonen, Bosonen und wie die Stiefkinder der
Quantenphysik sonst noch heißen. Auf der anderen Seite ist
die Maxwell'sche Feldbeschreibung zu einer Struktur- oder
Quantenbildung gar nicht fähig. Die Quanten, die mit ihr
berechnet werden sollen, sind bereits in ihr enthalten.
J.v.B.: Pauli hat auf das Problem hingewiesen und das
Elektron als Fremdling in der Maxwell'schen Feldtheorie
bezeichnet13.

K.M.: Nach dem Motto: Was hat ein Quant in einer


Feldtheorie verloren? Eigentlich nichts. Trotzdem wurde
auch in diesem Fall ein Kompromiss geschlossen, der
genauso wenig befriedigend ist. Es wurde die Quanten-
elektrodynamik geboren, und beiden, dem Quantenbild und
dem Wellenmodell die gleiche physikalische Realität
zugesprochen.
J.v.B.: Dreht sich Ihnen als Wissenschaftler da der Magen
um? Sie machen so ein Gesicht.

K.M.: Das haben Sie scharf beobachtet. Sie wissen doch,


dass es möglich ist, mit einem Lichtstrahl durch ein Vakuum
zu leuchten. Elektromagnetische Wellen in einem Raum, der
frei von Teilchen ist, sind also möglich. Halten wir fest: Es
gibt Felder ohne Teilchen aber niemals Teilchen ohne
Felder!

J.v.B.: Das hat Beweischarakter. Was schließen Sie daraus?

K.M.: Es müssen zuerst Felder existiert haben, nur die


kommen als Ursache in Betracht. Die Teilchen können erst
danach entstanden sein, sozusagen als Folge.

J.v.B.: Und damit entziehen Sie der Quantenphysik die


Berechtigung, den ersten Platz unter den physikalischen
Theorien einzunehmen.

K.M.: Wenn ich von Feld rede, dann meine ich allerdings
nicht das Maxwell-Feld!
J.v.B.: Das enthält ja bereits Quanten. Sie brauchen ein
neues Feld, ein „Meyl'sches Feld", wenn ich so sagen darf.

K.M.: Ich nenne es hydromagnetisches Feld, damit es nicht


zu Verwechslungen mit dem elektromagnetischen Feld
kommt. Aber Sie können es nennen, wie Sie wollen.

J.v.B.: Wir sollten den Unterschied zwischen Ihrem Feld


und dem von Maxwell noch etwas genauer fassen.

K.M.: Gerne.
Quanten als Ring oder Kugelwirbel?
K.M.: Die Lehrbücher fangen in der Regel mit den
Ladungsträgern, den Elektronen, an, leiten aus der ruhenden
Ladung das elektrische Feld und anschließend aus der
bewegten Ladung das magnetische Feld ab.

J.v.B.: Die Quanten werden, wie Sie sagen, als Ursache für
die Felder angenommen. Wenn jetzt aber keine Quanten
vorhanden sind, dann kann es in der Umkehrung dieser
Vorstellung ohne Quanten auch keine Felder geben, nicht
war?

K.M.: Das wird heute so gesehen. Die Frage, was man sich
unter einem Feld vorstellt, ist derart eng mit den Quanten,
die als Ursache gelten, verbunden, dass viele meiner
Kollegen große Probleme bekommen, wenn ich ihnen
zumute, die Feldvorstellung von den Quanten abzukoppeln.
Ich verlange ihnen sehr viel abstraktes Denken ab, dass weiß
ich, aber es sollte sich lohnen.

J.v.B.: Diese Vorstellung bereitet eigentlich gar keine


Probleme, solange das Feld als eine abstrakte und weniger
als physikalisch greifbare Größe betrachtet wird.

K.M.: Wie Ihnen sicher bekannt ist, bilden die Maxwell-


Gleichungen eine in sich abgeschlossene Theorie.

J.v.B.: Ich möchte sie mit einer geschlossenen Kiste voller


Äpfel vergleichen.
K.M.: „Abgeschlossen" ist so zu verstehen, dass jeder
Versuch, die Theorie zu erweitern, zwangsläufig Wider-
sprüche erzeugt.

J.v.B.: In die volle Kiste passt kein Apfel mehr hinein, der
Deckel geht sonst nicht mehr zu. Sie gestatten mir den
simplen Vergleich.
K.M.: Oh, der passt sehr gut. Jetzt nehmen Sie statt dessen
einen Apfel heraus, was ist jetzt?

J.v.B.: Na ja, die Kiste ist jetzt nicht mehr voll.

K.M.: Die Maxwell-Theorie ist nicht mehr abgeschlossen,


soll das heißen, wenn ein Teil herausgekürzt wird. Und wie
sieht es mit beiden Maßnahmen aus?

J.v.B.: Ein Apfel raus und ein anderer hinein, meinen Sie
das? Ja, da passt der Deckel wieder, keine Frage. Ich erahne
schon Ihre Absicht. Kein Wissenschaftler würde es wagen,
gleich zwei Schritte auf einmal zu unternehmen. Jeder
Schritt müsste erst einzeln auf seine Plausibilität geprüft
werden und da bleibt der Karren dann schon unterwegs
stecken.

K.M.: Wir müssen tatsächlich zwei Schritte gleichzeitig


unternehmen. Jeder für sich alleine wäre vollkommen falsch,
erst beide gemeinsam sind wieder zulässig.

J.v.B.: Ein Schritt ist mir jetzt schon klar: Sie müssen die
Quanten aus der Maxwell-Theorie eliminieren. Sie wollen
schließlich eine reine Feldtheorie begründen.

K.M.: Genau. Die vierte Maxwellgleichung wird zu Null


gesetzt, womit zum Ausdruck kommt, dass die Raum-
ladungsdichte, die von Ladungsträgern herrührt, zu ver-
schwinden hat. Mit dieser Maßnahme sind wir die Quanten
los. Als zweiten Schritt müssen gleichzeitig die
Potentialwirbel hineingenommen werden.

J.v.B.: Mit Ihrer Entdeckung der Wirbeln des elektrischen


Feldes stopfen wir sozusagen die entstandene Lücke.
K.M.: Wir ersetzen die durch Quanten gebildeten Quellen
durch Wirbel. Vielleicht entpuppen sich die Teilchen am
Ende ja als Wirbelteilchen.
J.v.B.: Das wäre natürlich genial. Dann wäre die
Maxwell'sche Feldtheorie tatsächlich nur ein Sonderfall der
Meyl'schen.
K.M.: Warten wir es ab. Das elektrische Feld wird durch die
beiden Maßnahmen von einem Quellenfeld zu einem
Wirbelfeld.
J.v.B.: Und das magnetische Feld?

K.M.: Das magnetische Feld bleibt, was es schon vorher


war, ein Wirbelfeld. Nach diesen beiden Maßnahmen
herrscht zwischen beiden Feldern eine perfekte Dualität.

J.v.B.: Bei der elektromagnetischen Welle haben sich die


Zeiger von E- und H-Feld schon immer dual zueinander
verhalten, das ist bekannt. Dass diese Dualität in
Wirklichkeit generell gilt, folgt einer inneren Logik. Die
Dualität wird in Gegenwart geladener Teilchen lediglich
nicht mehr erkannt - sie geht scheinbar verloren.
K.M.: Auch das hat seinen Grund, da nur elektrisch geladene
Teilchen existieren und keine magnetisch geladenen, wie es
die Dualität fordern würde. Im Labor und sogar im
Weltraum wurde schon vergeblich nach magnetischen
Monopolen gesucht und nichts gefunden.

J.v.B.: Ein neues Rätsel, das es zu lösen gilt. Die Antwort


müsste doch in Ihrer Feldtheorie enthalten sein, nachdem
diese die Forderung nach Dualität erfüllt, die Maxwell'sche
hingegen nicht.

K.M.: Die Dualitätsregeln beantworten das Rätsel von selbst


und diktieren für die Wirbel des elektrischen und des
magnetischen Feldes die folgenden Merkmale: Während
Ströme und Wirbelströme eine gute Leitfähigkeit verlangen,
können sich Potentiale und Potentialwirbel nur bei
schlechter Leitfähigkeit, also in einem Dielektrikum
ausbilden. Im idealen Vakuum sind gar keine Ladungsträger
mehr vorhanden, weshalb auch keine Stromwirbel mehr
entstehen können. Da aber Magnetfelder und folglich auch
Magnetpole nur möglich sind, wenn Ströme fließen und die
entsprechende Leitfähigkeit vorliegt, dürfte die Frage
beantwortet sein, warum im Mikrokosmos keine magnetisch
geladenen Elementarteilchen vorkommen können.

J.v.B.: Da macht die Suche nach magnetischen Monopolen


wirklich keinen Sinn mehr. Also ist das Vakuum schuld,
wenn sich keine Dualität mehr zeigt.

K.M.: Wenn ein Teilchen sich bildet, dann findet es im


Normalfall ein Vakuum vor. Der Mikrokosmos ist so leer
wie der Makrokosmos. Es ist darin fast nichts enthalten, was
die elektrische Leitfähigkeit erhöhen könnte.
J.v.B.: Und diesem Umstand verdanken wir, dass es nur
elektrisch geladene Teilchen gibt, wie Elektronen oder
Protonen und keine Nordpol- oder Südpolteilchen. Das ist
zumindest eine plausible Erklärung.

K.M.: Sie werden vergeblich nach einer Alternative suchen,


denn die Quantenphysik beantwortet die Frage erst gar nicht.
Das gilt gleichermaßen für die Frage, warum es stabile
Elementarteilchen gibt.
J.v.B.: Und wie erklären Sie die Stabilität von Quanten?

K.M.: Hinsichtlich der Leitfähigkeit sind zwei Grenzfälle


möglich: Wird der Widerstand Null, sprechen wir von
Supraleitung. Hier werden Ströme nicht mehr gebremst, die
Wirbelströme fließen theoretisch unendlich lang und es
kommt zu keinem Wirbelzerfall und zu keiner
Wärmeentwicklung mehr. Im umgekehrten Fall, in einem
Vakuum, ist die Leitfähigkeit Null. Hier können sich
Potentiale und auch Potentialwirbel ausbilden, die ihre
Ladung theoretisch unendlich lang tragen und sich nicht
mehr entladen. Ohne Wirbelzerfall sind einmal entstandene
Potentialwirbel unendlich stabil.

J.v.B.: Ihre Argumentationskette erscheint stichhaltig und


lückenlos. Um jetzt die Liste der Fragen, derer uns die
Quantenphysik nach wie vor Antworten schuldig geblieben
ist, zu vervollständigen, möchte ich von Ihnen wissen,
warum die Teilchen alle die Form von winzigen Kügelchen
haben.

K.M.: Wirbelströme laufen auseinander, streben gegen


Unendlich und zeigen so bei räumlich begrenzter
Leiteranordnung den erwähnten "Skineffekt". Den Duali-
tätsregeln zufolge wird der Potentialwirbel in Richtung
Wirbelzentrum streben und einen "Konzentrationseffekt"
zeigen. Je geringer die Leitfähigkeit wird, umso mächtiger
wird der Potentialwirbel, umso stärker wird er kontrahieren.
In dem teilchenfreien Vakuum des Mikrokosmos sieht es
wegen der fehlenden Leitfähigkeit ganz so aus, als übte das
Vakuum einen mächtigen Druck auf den Wirbel aus. Wie
jeder weiß, ist die Kugel die einzige Form, die einem extrem
hohen Außendruck standhalten kann.

J.v.B.: Dem Druck des Vakuums verdanken die Teilchen


also ihre Kugelform und wohl auch den Umstand, dass sie
so klein sind.

K.M.: Ganz genau.

J.v.B.: Jetzt, wo wir gerade dabei sind, der Quantenphysik


ihre grundlegendsten Fragen zu beantworten, möchte ich
schon wissen, warum diese kleinen und kugelförmigen
Elektronen auch noch eine elektrische Ladung haben, die
sich zudem als Monopol, als negativ geladener Einzelpol
zeigt?

K.M.: Das Elektron ist überhaupt kein Monopol. Das wäre


eine technische Unmöglichkeit. Wir können immer nur
Ladungen trennen, in zwei Richtungen auseinanderziehen
und auf diese Weise einen Dipol erzeugen. Wenn der Wirbel
die erforderliche Ladungstrennung erledigt, dann muss das
Elektron ein Dipol sein und kein Monopol.

J.v.B.: Wo aber steckt bei einem negativ geladenen Elektron


dann der Pluspol?
K.M.: Im Zentrum des Teilchens. Ich wüsste keinen anderen
Platz. Ich kann das natürlich nicht messen oder beweisen.
Um an sein Zentrum heranzukommen, müsste das Teilchen
vorher zerstört werden...

J.v.B.: ...und damit wäre auch der Nachweis nicht mehr


möglich. Nach Ihrer Modellvorstellung ist das Elektron gar
kein Monopol, es zeigt sich nur als s olcher. Jetzt erklären Sie
doch bitte noch den Ursprung der Dipolladung.

K.M.: Der ist im Wirbel zu suchen. Es wird besser


verständlich, wenn ich auf die Dualitätsregeln zurückgreife.
Während mit Ringströmen und Stromwirbeln bekanntlich
magnetische Dipole erzeugbar sind, bilden die
Potentialwirbel in dualer Weise elektrische Dipole aus.
Bild 16: Die Dipolwirkung von Strom- und Potentialwirbeln
J.v.B.: Und dieser Dipol mit Plus- und Minusladung wird in
die Form einer Kugel gepresst. Das ergibt dann einen
Kugelwirbel. Wie soll ich mir den vorstellen?

K.M.: Sie haben doch sicher noch das Modell der sich
aufrollenden elektromagnetischen Welle vor Augen, bei der
die Feldzeiger senkrecht zur Ausbreitung schwingen. Bei
diesem Wandlungsprozess bleibt die Ausbreitung mit
Lichtgeschwindigkeit auch dann noch erhalten, wenn sie zur
Wirbelgeschwindigkeit wird.

J.v.B.: Die Welle, so denke ich mir, rennt auf kreisförmigen


Bahnen und bildet ein Knäuel, aufgerollt, wie das
Wollknäuel beim Stricken.

K.M.: Wenn Sie jetzt die Stricknadeln senkrecht durch das


Zentrum des Knäuels hindurch stecken, dann geben die
Nadeln die Richtung des elektrischen Feldzeigers an.

J.v.B.: Nach Ihrer Vorgabe sollen laut Dualitätsregeln die


Feldzeiger senkrecht auf der Wirbelrichtung stehen. Sie
weisen damit nach außen, wie es die Stricknadeln
demonstrieren.
Bild 17: Elementarteilchen als Potentialwirbelkonfiguration.
K.M.: In der Feldphysik sprechen wir von offenen Feld-
linien. Sie bilden einen Pol und laufen, sobald sie einen
ungleichnamigen Pol gefunden haben, dorthin. Die offenen
Feldlinien sind der Ausgangspunkt für eine
elektromagnetische Wechselwirkung. Ein Maß für die
Feldliniendichte ist die Ladung.

J.v.B.: Jetzt fällt mir keine Frage mehr ein. Das Bild ist in
sich geschlossen. Zuerst haben Sie Elektronen und andere
Teilchen aus der Maxwell-Theorie eliminiert und dafür Ihren
Potentialwirbel eingeführt. Der wiederum strukturiert sich
im Vakuum zu winzigen stabilen Kugelwirbeln mit
elektrischer Ladung, und die nennen wir Elektronen.

K.M.: Erst an dieser Stelle beginnt der Gültigkeitsbereich


der Maxwell-Theorie.
J.v.B.: Das ist mir schon klar. Er ist ein reiner Sonderfall der
Meyl'schen Feldtheorie. Daraus schließe ich, dass aus Ihrem
Feldansatz noch andere Dinge herleitbar sein sollten, die
über das Maxwell-Feld hinausreichen.
K.M.: Da gibt es mehr als genug: die Berechnung der
Quanten, die Relativitätstheorie, die Gravitation, die
Grundgleichung der Chemie, oder was möchten Sie sonst
noch abgeleitet haben?
Ohne Quarks und Klebstoff
K.M.: Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass
prinzipiell immer zwei Wirbelrichtungen möglich sind,
rechts oder links herum. Die Feldzeiger, die darauf senkrecht
stehen, ändern bei einer Vertauschung der Wirbelrichtung
zwangsläufig ihr Vorzeichen.
J.v.B.: Aus dem negativ geladenen Elektron, das seinen
Pluspol in seinem Zentrum trägt, sagen Sie, wird dann ein
positiv geladenes Teilchen mit negativem Zentrum und
dualen Eigenschaften.

K.M.: Es ist das Antiteilchen, das Positron genannt


wird.

J.v.B.: Sie führen es auf die Wirbelrichtung zurück, dass es


zu jedem Teilchen ein Antiteilchen gibt. Unser
Sonnensystem ist bekanntermaßen aus Materie aufgebaut.
Es wird spekuliert, wie Sie sicher wissen, dass es ganze
Sonnensysteme aus Antimaterie im Universum geben soll.
Was sagt Ihre Theorie dazu?

K.M.: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Antisonnen bilden,


ist rein theoretisch 50 Prozent. Ich nehme an, dass von
beiden Sorten gleich viele existieren.

J.v.B.: Dann lebt vielleicht irgendwo auf einem Anti-Erd-


Planeten eine Antikopie von mir. Eines Tages landet der bei
uns auf der Erde, steigt aus seinem UFO, und reicht mir
seine Hand: „Hallo, ich bin der Anti-Buttlar". Die Frage mag
etwas ketzerisch klingen, aber geht das überhaupt?
K.M.: Sie hätten beide keine allzu große Freude an dem
Treffen, denn die entgegengesetzte Wirbelrichtung führt zu
einer totalen Unverträglichkeit. Sie und Ihr Antipartner
würden auf der Stelle zerstrahlen.

J.v.B.: Gut, ich verzichte auf den Anti-Besuch.

K.M.: Ein Antiteilchen in der Materiewelt ist wie ein


Geisterfahrer auf der Autobahn. Er fährt solange gegen die
Fahrtrichtung, bis es kracht.

J.v.B.: Bei dem Unfall, wenn Materie und Antimaterie


zusammentreffen, kommt es zu einem Zerstrahlen. Es
entsteht also Licht. Der Vorgang ist allgemein bekannt und
vielfach beobachtet worden, ohne dass eine physikalische
Erklärung existieren würde.

K.M.: Durch das geschlossene Wirbelzentrum verfügen


Kugelwirbel über eine Ortsfestigkeit. Sie werden für uns als
Materie mit Händen greifbar, obwohl sie in Wirklichkeit nur
aus Feldschwingungen des leeren Raumes um einen festen
Punkt herum bestehen. Diese, für alle Materie
unverzichtbare Ortsgebundenheit geht verloren, sollte sich
das Wirbelzentrum öffnen.

J.v.B.: Und das passiert beim Zerstrahlen, beim Auf-


einandertreffen von Materie mit Antimaterie.

K.M.: Ja. Auf diesem Weg kommen wir zu dem Ring-


wirbelmodell des Photons.
Nehmen wir an, es begegnen sich ein Elektron und ein
Positron. Auf Grund der ungleichnamigen Ladung werden sie
sich anziehen und wegen ihrer Unverträglichkeit gegenseitig
zerstören, es sei denn, die Kugelwirbel öffnen ihr Wirbel-
zentrum, um einen Ringwirbel zu bilden. Jetzt zeigt das
Elektron sein positiv geladenes Zentrum, das dieselbe Wirbel-
richtung aufweist, wie das Positron von außen. Jeder
Kugelwirbel trägt in seinem Innern den Gegen- oder
Antiwirbel. Deshalb kommt es zu keinem Crash, wenn das
Positron durch das geöffnete Wirbelzentrum des Elektrons
hindurchschlüpft und umgekehrt. Der schlüpfende Wirbel
sollte natürlich kleiner sein, damit er in den anderen hinein-
passt, und das funktioniert wie folgt: Wir gehen beispielsweise
von einem ruhenden Elektron aus. Von der elektromagneti-
schen Kraft angezogen, beschleunigt das Positron auf relati-
vistische Geschwindigkeiten und erfährt dadurch eine
Längenkontraktion. Jetzt passt es durch das Elektron hindurch,
um auf der anderen Seite durch dieselbe Anziehungskraft
wieder abgebremst zu werden. Gleichzeitig geht die
Bewegungsenergie auf das Elektron über, das seinerseits
kontrahiert und durch das mittlerweile wieder große Positron
hindurchschlüpft.

Bild 18: Das Photon als schwingendes


Elektronen-Positronen-Paar.
Dieses schwingende Elektronen-Positronen-Paar hat charak-
teristische Eigenschaften: Von außen betrachtet, ist es einmal
negativ und im nächsten Augenblick positiv geladen. Im zeit-
lichen Mittel wird deshalb keine Ladung messbar sein und
keine elektromagnetische Wechselwirkung stattfinden. Das
Teilchen ist einmal Materie und im nächsten Augenblick
Antimaterie. Daher kann dem Teilchen auch keine Masse bei-
gemessen werden. Ganz ohne Masse und Ladung finden
Wechselwirkungen nur noch zwischen beiden dualen Wirbeln
statt. Deren Wirbelzentrum sind geöffnet, weshalb auch keine
Ortsgebundenheit mehr vorliegt. Es kommt zur Ausbreitung
mit einer periodisch ablaufenden Schwingung. Die mittlere
Ausbreitungsgeschwindigkeit wird durch die Wirbelgeschwin-
digkeit vorgegeben, und das ist die Lichtgeschwindigkeit. Von
den Eigenschaften her kann es sich bei den umeinander
schwingenden Ringwirbeln nur um das Photon handeln. Die
Frequenz der Schwingung bestimmt im Übrigen die Farbe des
Lichts. Es gibt für diese Modellvorstellung sogar Beweise. In
Gegenwart eines starken Feldes, z.B. eines Atomkerns, kann es
zu einem Zerfall von Photonen kommen. Was dabei entsteht
und in Experimenten nachgewiesen wurde, sind ein Elektron
und ein Positron. Auch der umgekehrte Vorgang ist, wie
beschrieben, jederzeit möglich. Auch der aus der Summe von
Elektronenspin und Positronenspin zusammengesetzte Spin des
Photons kann als Beweis herangezogen werden.

J.v.B.: Ihr Photonenmodell erinnert mich an die Spezialisten


unter den Rauchern, die mit Ihren Lippen nicht nur
Ringwirbel formen können, sondern es auch noch fertig
bringen, zwei solche Ringwirbel als Paar umeinander
schwingen zu lassen.

K.M.: Die Strömungstechnik bietet in fast allen Fällen


großartige Analogien. Sie ist die reinste Fundgrube.

J.v.B.: Viel einfacher ist es für den Raucher jedoch, wenn er


nur einen einzelnen Ringwirbel blasen muss.
Gibt es dazu ebenfalls eine Analogie elektrischer Poten-
tialwirbel?

K.M.: Oh ja, die gibt es. Einzelne Ringwirbel treten


tatsächlich sehr viel häufiger auf als Photonen. Das Elektron,
hatte ich gesagt, trägt in seinem Innern den Antiwirbel, also
den des Positrons. Ist jetzt das Wirbelzentrum geöffnet und
schwingt der Ringwirbel diesmal ohne Partner um sich
selber, krempelt sein Inneres nach außen und wieder zurück,
dann erscheint das schwingende Teilchen einmal als negativ
geladenes Elektron und im nächsten Augenblick als positiv
geladenes Positron. Im Mittel haben diese Teilchen weder
Ladung noch Masse.

J.v.B.: Das sind aber Eigenschaften, die denen des Photons


nach Ihrem Ringwirbelmodell entsprechen.

K.M.: Wenn der Experimentator nicht genau hinschaut,


könnte er in der Tat meinen, er hätte ein Photon gesehen.
Wenn das Teilchen zufällig gerade mit Lichtgeschwindigkeit
unterwegs ist, kann es in der Tat leicht zu Verwechslungen
kommen.

J.v.B.: Worin unterscheidet sich dann das Teilchen vom


Photon?

K.M.: In drei Punkten:


1. Zunächst natürlich in seiner Eigendrehung, dem
Spin. Der entspricht dem eines einzelnen Kugelwirbels.
Beim Photon hingegen ist er, wie gesagt, genau doppelt
so groß.
2. Das Photon hat überhaupt keine Ladung, da alle
Feldlinien von einem der beiden Ringwirbel zu dem
Partnerwirbel verlaufen. Unser Teilchen hingegen hat
keinen Partner, dem er seine Feldlinien hinüberreichen kann.
Seine Feldlinien sind offen. Das Teilchen verfügt
dementsprechend über eine Ladung, allerdings eine von Plus
nach Minus und zurück schwingende Ladung. 3. Die
Ausbreitungsgeschwindigkeit kann der Theorie nach
beliebige Werte einnehmen, auch schnellere als das Licht.
J.v.B.: Dann ist es das Neutrino!

K.M.: Ja, ich betrachte das Neutrino als schwingenden


Ringwirbel. Diese Modellvorstellung erweist sich als
ungeheuer leistungsfähig. Es ist die Grundlage, um
Neutrinopower technologisch nutzen zu können.

J.v.B.: Wenn ich Ihr Modell richtig verstanden habe, dann


hat das Neutrino eine schwingende Ladung, Materie
hingegen eine statische oder gar keine. Sie sieht von der
Neutrinoladung folglich nur den Mittelwert, und der ist Null.
Also marschiert das Neutrino unbehelligt an der Materie
vorbei und gegebenenfalls auch durch die ganze Erde
hindurch. Daraus resultiert das bekanntermaßen hohe
Durchdringungsvermögen. Das Wirbelmodell erweist sich
als konsistent.

K.M.: Neutronen aber, die eine Ladungsverteilung und somit


einige offene Feldlinien haben, können von vorbeifliegenden
Neutrinos derart geschüttelt werden, dass sie in ihre
Bestandteile zerfallen. Man nennt das Betazerfall und
schreibt den Neutrinos eine schwache Wechselwirkung zu.

J.v.B.: Das ist die Geschichte mit der Spinerhaltung, die


Pauli dazu veranlasste, das Neutrino zu postulieren.
K.M.: Ich habe auch schon erwähnt, dass es sich bei der
schwachen Wechselwirkung eigentlich nur um den
Spezialfall einer resonanten Wechselwirkung handelt. Ein
anderer, der statische Spezialfall, ist dann die
elektromagnetische Wechselwirkung.

J.v.B.: Der Bogen beginnt sich zu schließen. Hinsichtlich


der angestrebten einheitlichen Theorie haben wir allerdings
noch zwei massive Hürden vor uns: Das Einbinden der
Gravitation und der starken Wechselwirkung.
K.M.: Dann nehme ich mir letztere zuerst vor. Vielleicht
erklären Sie den Lesern kurz, um was es dabei geht.

J.v.B.: Die starke Wechselwirkung wird auch Kernkraft


genannt, da sie für den Zusammenhalt der Atomkerne
verantwortlich gemacht wird. Die Herausforderung besteht
bekanntlich darin, dass sich gleichnamig geladene Teilchen
abstoßen, und je näher sie sich kommen, umso mehr. In
einem Atomkern ist das ganz anders. Da sind sich die
gleichnamig positiv geladenen Protonen extrem nah und
trotzdem fliegt der Kern nicht auseinander, wie es die
Theorie vorschreibt.

K.M.: Die Wissenschaft steht hier vor einem nach wie vor
ungelösten Problem. Die messtechnische Praxis offenbart
Ergebnisse, die im vollen Widerspruch zur Theorie und zu
allen Erfahrungen stehen. An derartigen Fällen kann eine
Theorie zeigen, was in ihr steckt.

J.v.B.: Das Problem wurde bereits aus der Welt geschafft


durch Einführen einer Kernkraft, die im
Vergleich zur abstoßend wirkenden elektromagnetischen
Kraft tausendmal mächtiger ist.

K.M.: Ich sehe in dem Postulat noch keine Lösung des


Problems. Die starke Wechselwirkung ist noch nie explizit
gemessen worden. Sie stellt sich als reine Fehlerbetrachtung
dar, die den Unterschied zwischen gemessenem und
gerechnetem Ergebnis angibt. Immerhin tendiert der Fehler
gegen beachtliche 100 Prozent! Jedes Lesen im Kaffeesatz
vermag hier genauere Werte zu liefern als die Theorie der
Quantenphysik.

J.v.B.: Steht Ihrer Meinung nach bei dieser Frage die


Quantentheorie auf dem Prüfstand?

K.M.: Das ist der Fall. Mit einem billigen Postulat ist es
nicht getan. Es ist doch mehr als offenkundig, dass in der
Quantentheorie und dem genutzten Modell ein kapitaler
Fehler steckt, sonst würden Messung und Rechnung nicht
derart auseinanderlaufen.

J.v.B.: Erst brauchen wir eine bessere Theorie. Bis zu dem


Zeitpunkt ist es in der Wissenschaft üblich, an einer
bestehenden Theorie festzuhalten.

K.M.: Die Lösung steckt in der Ladungsverteilung des


Protons, die von einem einfach positiv geladenen Teilchen
offenbar erheblich abweicht. Das entsprechende
Wirbelmodell kennt die Antwort.

J.v.B.: Da wäre als Besonderheit zu beachten, dass Protonen


über eine extreme Stabilität verfügen. Wir wissen daher so
gut wie nichts über den inneren Aufbau. Die
Zusammensetzung aus einzelnen Quarks ist gleichermaßen
eine in der reinen Zweckmäßigkeit
begründete Arbeitshypothese wie die Einführung der starken
Wechselwirkung.

K.M.: Die Stabilität der Protonen ist ein wichtiger Hinweis,


der uns weiterbringen wird. Ich beginne mit dem Elektron,
das im Übrigen auch ein stabiler Kugelwirbel ist, der um
seine eigene Achse rotiert und längs seiner Rotationsachse
einen Nord- und einen Südpol ausbildet. Nehmen wir ein
zweites Elektron dazu, werden sie sich zunächst abstoßen,
oder sie stellen ihre Rotationsachsen antiparallel, dann
ziehen sie sich magnetisch an und rotieren reibungsfrei
gegeneinander.
J.v.B.: Elektronen neigen dazu, als Paar mit entgegen-
gesetzter Rotationsachse aufzutreten. Das ist die bekannte
Elektronenpaarbindung.
K.M.: Was aber Elektronen können, das können auch
Positronen als Antiteilchen.
Stellen Sie sich vor, zwei Positronen bilden ein Paar und üben
mit ihrer doppelt positiven Ladung eine hohe Anziehungskraft
auf negativ geladene Elektronen aus. Haben sie eines einge-
fangen, kann nur eine Konfiguration auf Dauer bestehen: Das
Elektron, in seinem Innern ganz Positron, nimmt das Positro-
nenpaar in seinem Innern auf. Hier stimmen die Wirbel-
richtungen überein und sind verträglich.
Bild 19: Der Aufbau des Protons

Von Außen betrachtet zeigt sich nur das Elektron als Vertreter
der Materiewelt. Sein Kugelwirbel umschließt das Positro-
nenpaar vollständig. Zählen wir die Ladungen zusammen, dann
ergeben zweimal Plus und einmal Minus eine Summe von
einmal Plus. Bei dem Gebilde könnte es sich tatsächlich um
das Proton handeln.
Wie steht es mit der Stabilität? Die doppelt positive Ladung im
Innern hält das Elektron sehr fest. Sie würden es erst abgeben,
wenn von außen eine dreifach positive Ladung es ihnen
entreißen würden, aber so etwas gibt es nicht. Da nichts das
Teilchen zerstören kann, besitzt es die von Ihnen erwähnte
extreme Stabilität. Sie können ja spaßeshalber verschiedene
Kombinationen von Kugelwirbeln probieren, und Sie werden
feststellen, dass dies die einzige ist, die alle Bedingungen einer
absoluten Stabilität erfüllt. Es gibt noch einen weiteren
Hinweis, dass es sich um das Proton handeln muss. Es ist
ebenfalls ein ungelöstes Rätsel der Quantenphysik, warum das
magnetische Moment des Protons fast dreimal größer ist, als
die Theorie es für ein mit
gleichem Spin rotierendes und einfach geladenes Teilchen
vorgibt. Für mein Modell liegt die Antwort schon bereit: Das
Proton besteht schließlich nicht aus einem, sondern aus drei
Elementarwirbeln. Nach dem Ausrichten ihre Drehachse
addieren sich die magnetischen Momente aller drei Kugel-
wirbel.
Zu allem Überfluss steht die Magnetachse gegenüber der
Spinachse auch noch in die entgegengesetzte Richtung, so als
hätte das Proton gar keine Plus- sondern eine Minus-Ladung.
Das Modell wird auch diesem Rätsel gerecht, denn der äußere
Kugelwirbel ist in der Tat ein negativ geladener Elektronen-
wirbel, und nur der ist der Messtechnik zugänglich.

J.v.B.: Nach Ihrem Rezept nehme man ein Elektron, stopfe


ein Positronenpaar hinein und fertig ist das Proton. Stabilität,
Ladung und magnetisches Moment sind überprüft und
stimmen, was schon erstaunlich genug ist. Doch die Frage
nach der Kernkraft steht noch aus.

K.M.: In einiger Entfernung verhält sich das Proton in der


Tat wie ein einfach positiv geladenes Teilchen. In der Nähe
hingegen sieht das anders aus.

J.v.B.: Die Kernkraft hat ja auch keine hohe Reichweite. Bei


10-3 Zentimetern hört ihre Wirkung bereits auf. Das ist nicht
gerade viel.

K.M.: Derart dicht am Teilchen wirkt sich aus, dass die


positiv geladenen Positronen im Innern weiter entfernt sind,
als das Elektron, das alles umschließt. Aud diese Weise
nimmt im Nahbereich die Plus-Wirkung gegenüber der
Minuswirkung der Teilchenoberfläche ab. Das Proton
verliert dadurch im Nahbereich seine positive Ladung. Auf
der Oberfläche angekommen, dominiert die negative
Ladung, und zwei Protonen ziehen sich an,
wenn ihre Achsen um neunzig Grad gegeneinander gedreht
sind.

J.v.B.: Das ist aber eine elektromagnetische und keine starke


Wechselwirkung, die demnach Protonen in einem Kern
zusammenhalten.

K.M.: Es gibt viele zweifelhafte Theorien, aber eine starke


Wechselwirkung, die gibt es überhaupt nicht.

J.v.B.: Da jagt Ihrer Meinung nach die ganze Physik einem


Phantom hinterher. Alle wissenschaftlichen Bücher handeln
davon, Konferenzen werden abgehalten, das Fernsehen
visualisiert mit viel Aufwand, Fachleute sind verzweifelt,
weil sich die Kernkraft in keine einheitliche Theorie
hineinpressen lässt, und am Ende stellt sich heraus, die gibt
es gar nicht!

K.M.: Je mehr Nukleonen sich in einem Atomkern befinden,


umso größer werden die Abstände zwischen den Protonen.
Sie liegen jetzt nicht mehr eng aneinander und fangen an,
sich abzustoßen. Daher lagern sich Elektronen dazwischen
an, die, mit Protonen vereint, als Neutronen auftreten.

J.v.B.: Wie sieht jetzt das Neutronen-Modell aus? Sie haben


das Rätsel um das magnetische Moment des Protons
angesprochen. Beim Neutron ist das noch viel rätselhafter.
Das Teilchen hat keine Ladung und dürfte nach der gültigen
Theorie folglich auch kein magnetisches Moment besitzen.
Es wird aber das Doppelte eines einfach geladenen Teilchens
gemessen, und kein Lehrbuch kann sagen, warum.
K.M.: Dem Betazerfall, der unter Mitwirkung eines
Neutrinos erfolgt, lässt sich entnehmen, dass ein Neutron aus
einem Proton und einem Elektron besteht. Das Elektron
lagert sich entweder außen an, oder es schlüpft in einen der
beiden Positronenwirbel innen hinein. In beiden Fällen
richtet das Elektron seine Drehachse so aus, dass sich ihre
magnetische Feldlinie über die eines der drei Bausteine des
Protons schließt. Übrig bleiben dann noch die zwei
messbaren Momente.

J.v.B.: Kein Problem, wenn jemand bis drei zählen kann...


K.M.: und über das richtige Modell verfügt.

J.v.B.: Das wäre noch zu prüfen. Ladung, Spin, magne-


tisches Moment und solche Feinheiten, wie die Kernkraft
meistern Sie mit Ihrer Theorie mit Bravour, das muss man
Ihnen lassen. Aber wie sieht es mit der Berechnung der
Teilchenmasse aus?

K.M.: Ich will Sie nicht mit Gleichungen vollschütten, aber


ich habe die Masse der wichtigsten Elementarteilchen
berechnet und mit den Messergebnissen verglichen. Sie
finden den Rechengang in meinen Fachbüchern und können
ihn nachvollziehen1.
J.v.B.: Moment mal. Es heißt doch, die Masse der Teilchen
sei derart unterschiedlich, eine Berechnung so gut wie
unmöglich. Die Bemühungen liefen daraufhin in Richtung
einer Systematisierung der Teilchen, indem man sie in
hypothetische Unterteilchen, die Quarks aufteilte. Einiges
ließ sich damit schon erklären, aber berechnen, nein, das gilt
nach wie vor als undurchführ-
bar. Für die Quark-Hypothese gab es immerhin den
Nobelpreis für Physik.

K.M.: Ich weiß, aber ich komme trotzdem ohne diese Quarks
aus. Ich empfinde das sogenannte Standardmodell eher als
störend, ich brauche es nicht. Für meine Rechnung reicht mir
mein Wirbelmodell. Dazu liste ich alle denkbaren
Kombinationen an Elementarwirbeln auf und berechne die
jeweilige Masse. Hält man jetzt eine aktuelle Liste aller
gemessenen Elementarteilchen daneben, dann erkennt man,
dass einerseits jedes berechnete Teilchen auch schon gemes-
sen wurde und die Werte sehr gut übereinstimmen, dass
andererseits an Stellen, an denen die Wirbeltheorie kein
Teilchen zulässt, auch keines in der Messtabelle zu finden
ist.

J.v.B.: Es passen nicht nur die Werte, wollen Sie damit


sagen, es passt sogar das Raster.

K.M.: Ja. Ich war sogar selbst überrascht und hätte das nie
und nimmer erwartet. Aber, wie gesagt, wenn Sie sich für
meine Rechnung interessieren, schauen Sie einfach in meine
Fachbücher. Neben den Berechnungen finden Sie dort einen
Vergleich der Werte von Messung und Rechnung in Form
von Tabellen, Beweise für die Richtigkeit des
Wirbelmodells.

J.v.B.: Ich muss nochmals auf die Quark-Hypothese


zurückkommen. Das Ganze muss ja zusammengehalten
werden und dazu hat man einen Klebstoff eingeführt, die
Gluonen. Die brauchen Sie dann sicher auch nicht mehr,
oder?
K.M.: Ich habe ja den Potentialwirbel, der mit seinem
Konzentrationseffekt den notwendigen Druck ausübt. Ich
brauche keinen Klebstoff, vielen Dank.

J.v.B.: Es heißt, der Stoff sei masselos und unsichtbar, weil


er mit keinem anderen Stoff wechselwirken kann, auch nicht
mit den Quarks.
K.M.: Und gleichzeitig soll der Stoff geklumpt sein, und soll
auf die Quarks ein Druck ausgeübt werden, weshalb Quarks
wiederum mit Gluonen wechselwirken können sollen!
Verstehen Sie das? Ich nicht! Ich arbeite lieber mit meinem
Wirbelmodell. Das ist frei von derartigen Widersprüchen.
Das missverstandene Induktionsgesetz
K.M.: Als königlicher Institutsdirektor und Professor der
Chemie entdeckte Michael Faraday 1831 das Induk-
tionsgesetz. Von seinem Spürsinn geleitet, mit dem wachen
Auge eines erfahrenen Experimentators konnte ihm diese
große Entdeckung gelingen. Faraday setzte das gefundene
Prinzip um, indem er den ersten elektrischen Generator
baute. Ein sehr schnell rotierender Magnet, dem in radialer
Richtung eine elektrische Spannung entnommen werden
kann.

J.v.B.: Solche Generatoren werden doch heute gar nicht


mehr gebaut.

K.M.: Sie dienen im Regelfall nur der Anschauung. Heutige


Generatoren nutzen Magnetkräfte, während beim Faraday-
Generator gar keine Reaktionskräfte auftreten.

J.v.B.: Es ist schon sonderbar, dass so ein Generator


funktioniert, aber Faraday hat es uns gezeigt.

K.M.: Das physikalische Prinzip wird als unipolare


Induktion bezeichnet. Schon Tesla hat sich dafür
interessiert...

J.v.B.: ...und heute erfährt der Unipolargenerator unter den


Erfindern für freie Energie eine Renaissance. Hier entsteht
angeblich elektrische Energie aus dem Nichts, sagen sie,
wenn es gelingt, die Reibungsverluste zu minimieren.
Andere behaupten, die elektrische Energie würde dem
Permanentmagneten entzogen.
K.M.: Ganz wilde Gerüchte berichten, dass bei extremen
Drehzahlen der Faraday-Generator instabil werden kann,
dass die Dauermagnete ihren Magnetismus verlieren und
völlig zerbröseln.

J.v.B.: Ich würde das natürlich gerne überprüfen. Es ist ja


nicht auszuschließen, dass hier Neutrinopower beteiligt ist.

K.M.: Denkbar ist es schon, dass bei hohen Um-


drehungszahlen Neutrinos eingesammelt werden, die, zu
Ladungsträgern materialisiert, das durch Elektronen
zusammengehaltene Gefüge des Magnetmaterials zerstören.

J.v.B.: Mit dem Selbstzerstörungsmechanismus wird der


Traum von einem Energiekonverter wohl eher zum
Albtraum. Hat die unipolare Induktion von Faraday dann
eher akademischen Charakter, oder gibt es konkrete
Anwendungen?

K.M.: Oh ja, die gibt es. Nehmen Sie die Bildröhre eines
PCs oder Ihres Fernsehers. Der auf den Bildschirm
geschossene Elektronenstrahl muss abgelenkt werden, damit
die Bildpunkte über die ganze Schirmfläche verteilt werden.
Diese Ablenkung erfolgt magnetisch über Ablenkspulen.

J.v.B.: Es werden elektrische Ladungsträger mit mag-


netischen Nord- oder Südpolen abgelenkt. Bei den großen
Ringbeschleunigern werden ja auch elektrisch geladene
Teilchen von starken Magnetfeldern in der Kreisbahn
gehalten. Das Prinzip der unipolaren Induktion funktioniert
also und wird auch genutzt.
K.M.: Der Mechanismus ist folgender: Ein magnetisches
Feld erscheint bei hoher Geschwindigkeit als elektrisches
Feld und umgekehrt. Genau das hat Faraday entdeckt. Heute
kennt man auch die mathematische Formulierung (E = v x
B).

J.v.B.: Es ist bekannt, dass Faraday über keine speziellen


mathematischen Kenntnisse verfügte und anschauliche
Konzepte bevorzugte. Die Formulierung kann eigentlich
nicht von ihm stammen.

K.M.: Das ist richtig. Das Faraday-Gesetz zur unipolaren


Induktion ist erst viel später in eine mathematische Form
gegossen worden. Berühmtheit hat es aber nie erlangt, viele
kennen es noch nicht einmal, und in vielen Lehrbüchern
wird es schlicht übergangen. Was heute gelehrt wird, ist die
berühmt gewordene Formulierung von Maxwell (rot B = -
deltaB/deltat).

J.v.B.: Es ist ja bekannt, dass Faraday sich wegen der


mathematischen Formulierung an Maxwell gewendet hatte.
Der hat ihm als Mathematikprofessor dann auch geholfen.

K.M.: Nur hat Maxwell für das Induktionsgesetz eine ganz


andere Formulierung gewählt!

J.v.B.: Hat er Faraday nicht richtig verstanden oder wollte er


ihn nicht verstehen?

K.M.: Das ist aus heutiger Sicht schwer zu beurteilen. Sicher


ist nur, dass Maxwell das Ziel verfolgt hat, das Licht als
elektromagnetische Welle zu beschreiben und das war mit
dem Faraday-Gesetz schlecht möglich.
J.v.B.: Sie können recht haben, dass Maxwell aus diesem
Grund eine andere Formulierung wählte, die seinen
Vorstellungen mehr entsprach. Letztendlich aber geht es
doch bei beiden Versionen um ein und dasselbe, um die
Induktion eben.

K.M.: Es sind die zwei Gesichter eines Gesetzes. Es liegt der


Verdacht nahe, dass ein Gesetz nur einen Sonderfall des
anderen beschreibt und von ihm mit abgedeckt wird.
J.v.B.: Und welches ist jetzt das umfassende und
allgemeinere Gesetz von beiden?

K.M.: Üblicherweise wird die unipolare Induktion als


Sonderfall angesehen, beschreibt Faraday einen Teilaspekt
des allgemeinen Induktionsgesetzes in der Formulierung
nach Maxwell.

J.v.B.: Gibt es für diese Annahme Beweise?

K.M.: Nein, die gibt es nicht. Die Grundlagen der


Elektrotechnik, müssen Sie wissen, werden ganz einfach von
den Maxwell-Gleichungen dominiert.

J.v.B.: Oh ja, sie werden sehr verehrt. Max Born ließ sich
gar zu den Worten hinreißen: „War es ein Gott, der diese
Zeichen schrieb"?

K.M.: Göttliche Gleichungen, das müssen Sie doch einsehen,


lassen sich nicht herleiten. So vermitteln es die meisten
Bücher, auch das von Küpfmüller9, der Professor für
theoretische Elektrotechnik an der Technischen Universität
Darmstadt war. Der Nachfolger auf seinem Lehrstuhl aber
war ein Frevler! Es ist Professor
Bosse14, der in seinen Taschenbüchern die gegenteilige
Auffassung vertritt. Um einer Ächtung zu entgehen, stützt er
seinen Standpunkt mit einer mathematischen Herleitung.
Über das Kräftegleichgewicht mit der Lorentzkraft gelangt
er zunächst zum Faraday-Gesetz, das den Ausgangspunkt
bildet. Dann leitet er daraus die Maxwell-Formulierung ab
und bezeichnet diese als Sonderfall!

J.v.B.: Wenn seine Herleitung fehlerfrei ist, und davon gehe


ich einmal aus, dann ist das ein stichhaltiges Argument.
K.M.: Mehr noch! In meinen Augen hat die Herleitung
Beweischarakter. Wie dem auch sei, es ist ein wertvo ller
Ansatz. Bosse erkennt zwar die Bedeutung des Faraday-
Gesetzes und nennt es ein Transformationsgesetz, bleibt
dabei aber ganz im Lehrbuchdenken verhaftet, indem auch
für ihn Felder nur eine Folge geladener Teilchen darstellen.

J.v.B.: Dann war Faraday gedanklich schon viel weiter


gewesen, da zu seiner Zeit ein Feld noch teilchenfrei war, so
wie Sie es sehen. Die Entdeckung der Quanten hat er ja nicht
mehr erlebt.

K.M.: Wir wissen zwar um die Bedeutung dieses Mannes,


aber letztendlich wird er verkannt. Als Folge kommt es
immer wieder zu Missverständnissen um das
Induktionsgesetz und seine richtige Auslegung. Wenn
schlecht ausgebildete Physiker dann in Experimenten
Phänomene beobachten, die auf Faraday zurückgehen, die
aber mit Maxwell nicht erklärbar sind, dann fühlen sich
diese gleich als Entdecker und haben nichts Eiligeres zu tun,
als den unverstandenen Effekt nach
sich zu benennen (Dr. Hooper, Monstein, etc.). Aus
gewöhnlichen E- oder H-Feldern werden plötzlich Raum-
quantenströmungen und anderer Unsinn.

J.v.B.: Maxwell ist der falsche Ansatz und nur darauf kommt
es an. Sie suchen doch einen neuen Ansatz, aus dem die
Maxwell-Theorie als Sonderfall hervorgeht. Wie steht es mit
dem Faraday-Gesetz?

K.M.: Aus diesem Grund habe ich unser Gespräch auf den
großen Faraday gelenkt. Sein Gesetz ist in der Tat ein
brauchbarer Ansatz für eine mathematische Formulierung
einer neuen und umfassenden Feldtheorie. Man kann sein
Gesetz zudem im Sinne der Maxwell-An-hänger auf
geladene Teilchen beziehen, man kann es aber auch davon
losgelöst betrachten, als Voraussetzung für ein teilchenfreies
Feld.

J.v.B.: Niemand wird Ihnen einen Ansatz vorschreiben. Sie


sind in der Wahl völlig frei. Erst das Ergebnis Ihrer
Herleitung wird zeigen, ob Sie mit dem Ansatz richtig lagen
oder ob er zu verwerfen ist. Jedenfalls erscheint der Faraday-
Ansatz zunächst einmal plausibel. Ich lehne mich jetzt ganz
entspannt zurück, und warte ab, was Sie dem Ansatz alles
entlocken. Sollte er sich als richtig erweisen, dann kommt
vermutlich einiges auf die Leser zu.
Neuer dualer Feldansatz
K.M.: Damit wir nicht aneinander vorbeireden frage ich Sie:
Was verstehen Sie unter dem Feldbegriff im allgemeinen,
unter dem elektrischen und magnetischen Feld im
speziellen?

J.v.B.: Als Definition würde ich vorschlagen: Ein Feld


bezeichnet den Raum, in dem die Kräfte zweier geladener
Körper wirken.
K.M.: Dabei wird von den Wirkungen, die von einem Feld
ausgehen, auf die Ursache geschlossen, ohne dass eine
Möglichkeit besteht, das Feld selber zu sehen oder zu
erfassen.

J.v.B.: Man kann sich aber behelfen. So hat Faraday die


anschauliche Darstellung über Feldlinien bevorzugt, und sie
hat ihn doch sehr weitergebracht.
K.M.: Damals, zu Lebzeiten von Maxwell, war die Welt
auch in Ordnung. Quanten waren noch nicht entdeckt und
das Feld war noch ein echtes Feld. Mit akausalen
Quantenfeldern musste man sich nicht herumschlagen.

J.v.B.: Dann würden die beiden Herren Ihren feldtheo-


retischen Überlegungen leichter folgen können als alle
heutigen Physiker, die durch die Quantenschule gehen
mussten?

K.M.: Ganz bestimmt. Besonders Faraday war schon viel


weiter gewesen. Mit seinem Unipolargenerator hat er allein
durch Rotation eines Permanentmagneten dessen
Nordpol-Südpol-Feld in ein elektrisches Feld mit Pulsund
Minuspol gewandelt. Er hat auch gezeigt, dass der Vorgang
umkehrbar ist.
Ich will Ihnen die Funktionsweise verdeutlichen und schlage
Ihnen ein Experiment vor. Ich setze Sie mit einigen
Messgeräten in eine Rakete. Sie fliegen mit hoher
Geschwindigkeit senkrecht durch das Magnetfeld der Erde
hindurch. Was messen Sie?

J.v.B.: Nach Faraday messe ich eine elektrische Feldstärke.


K;M.: Nur, wo kommt die auf einmal her? Zu allem
Überfluss funktioniert das Prinzip auch im Vakuum und
daraus können wir den Schluss ziehen, dass der Feldbegriff
von dem des Teilchens losgelöst zu behandeln ist.
J.v.B.: Jetzt reiche ich die Frage an Sie zurück. Was
verstehen Sie unter dem Feldbegriff?

K.M.: Felder sind eine Erfahrung. Das Faraday-Gesetz sagt


aus: wir erfahren das elektrische Feld als magnetisches Feld
und umgekehrt allein auf Grund einer Relativbewegung.

J.v.B.: Diese Erklärung klingt schon fast philosophisch.

K.M.: Deshalb wähle ich auch Faraday als Ansatz, denn sein
Gesetz markiert das Ende der physikalischen
Vorstellungswelt und den Übergang zur Philosophie.

J.v.B.: Können Sie den Übergang noch näher beleuchten?


K.M.: Sehen Sie, alles ist in Bewegung: die Erde um die
Sonne, die Sonne dreht in der Galaxie und die ganze
Milchstraße ist mit einer galaktischen und völlig unbe-
kannten Geschwindigkeit unterwegs. Die messbaren Felder,
denen wir ausgesetzt sind, verdanken wir also unserer
Eigenbewegung.

J.v.B.: Im umgekehrten Fall, ohne Eigenbewegung, wäre


demnach kein Feld mehr vorhanden.

K.M.: Es gäbe auch keine Materie mehr, denn die entsteht


selber aus einer Wirbelbewegung.
J.v.B.: Alles ist Bewegung. Ohne Bewegung ist alles nichts!
So heißt es doch. Faszinierend ist nur, dass Faraday die
mathematisch-physikalische Begründung bereithält, ohne
dass es irgendjemandem bisher aufgefallen wäre.

K.M.: Vielleicht hat Faraday die Tragweite seiner Ent-


deckung schon erahnen können. Maxwell und seine
Nachkommenschaft jedenfalls, soviel steht fest, haben sie
nicht verstanden.

J.v.B.: Ein hartes, aber ein klares Urteil. Dann überbrücken


wir doch den Graben und leiten die Maxwell-Gleichungen
aus dem Faraday-Gesetz ab. Sie haben die Lehrbücher von
Bosse mit der Herleitung des Induktionsgesetzes erwähnt 14.
Die „göttlichen Feldgleichungen" verlieren durch die
Herleitung zwar ihre Eigenständigkeit und den göttlichen
Anspruch, aber sie stehen nicht im Widerspruch zu dem
„philosophischen" Ansatz.
K.M.: Gut, ich will es versuchen. Allerdings tritt bei den
Feldgleichungen neben das Induktionsgesetz noch das
Durchflutungsgesetz. In seiner ursprünglichen Fassung geht
es auf Ampere zurück. Maxwell hat das Gesetz erweitert und
einen Verschiebungsstrom eingeführt.
J.v.B.: Das war einer seiner größten Leistungen. Schließlich
ist der Wert zu klein, als dass er zu seinen Lebzeiten hätte
gemessen werden können. Erst viel später ließ sich mit
empfindlichen Messgeräten der Nachweis führen, dass
Verschiebungsströme tatsächlich auftreten.

K.M.: Maxwell hatte eben ganz andere Visionen. Er


brauchte diese Ergänzung für seine Wellenbeschreibung.
„Wenn ich die dielektrische Verschiebung im
Durchflutungsgesetz ergänze", so schreibt Maxwell in seiner
Treatise von 1864, „dann ergeben die Feldgleichungen eine
elektromagnetische Welle, die alle Eigenschaften des Lichtes
korrekt zu beschreiben vermag".

J.v.B.: Und der Vision einer Lichtwelle hat Maxwell die


Formulierung seiner Feldgleichungen untergeordnet.
Machen Sie es in Hinblick auf Ihre Potentialwirbel und die
Skalarwelle doch genauso.

K.M.: Es fehlt noch der passende Ansatz zur Herleitung des


Durchflutungsgesetzes, aber der ist schnell gefunden. Ich
habe nebenbei die Umkehrbarkeit der Faraday-Beziehung
erwähnt. Bei einer Relativgeschwindigkeit wird nicht nur ein
magnetisches Feld zu einem elektrischen, sondern auch
umgekehrt ein elektrisches
zu einem magnetischen Feld. Es gelten die Dualitätsregeln,
zumindest solange keine Ladungsträger die Dualität stören.
J.v.B.: Was Ihnen jetzt fehlt, wenn ich Sie richtig verstanden
habe, ist das dual formulierte Faraday-Gesetz.

K.M.: Ja, um das geht es. Für eine duale Formulierung


müssen wir paarweise ersetzen: die elektrische durch die
magnetische Feldstärke und die Dielektrizität durch die
Permeabilität. Jetzt wäre noch die Plausibilität zu prüfen.

J.v.B.: Das Ergebnis wird die Frage schon klären helfen.

K.M.: Das duale Gesetz lässt sich aus dem Faraday' sehen
herleiten. In meinem ersten Band über Potentialwirbel gebe
ich eine Herleitung an. Eine weitere, etwas umfangreichere
gibt Simonyi in dem Buch „Theoretische Elektrotechnik"
an15.

J.v.B.: Der Ansatz wäre also verwendbar und plausibel.

K.M.: Mein Ansatz besteht danach aus zwei Gesetzen, dem


von Faraday und dem dazu dualen Gesetz. Beide bilden eine
Einheit, die dazu berechtigt, sie als Trans-
formationsgleichungen zu bezeichnen, denn sie beschreiben
den Übergang von einer elektrischen in eine magnetische
Feldstärke und umgekehrt.
Setzen wir die Faraday-Gleichung (B = v x µ-H) in die duale
Gesetzmäßigkeit (H = - v x e-E) ein, dann lassen sich die von
der Geschwindigkeit abhängigen Bewegungskomponenten
berechnen, die sich dem ursprünglichen Grundfeld überlagern,
d.h. hinzuaddieren1 .
Das von einem bewegten Beobachtersystem aus messbare Feld
unterscheidet sich von dem Grundfeld nur noch um das
Quadrat der Lorentzwurzel (1 - v2 /c2 ). Das ist ein wichtiges
Zwischenergebnis, auf das ich noch zurückkomme. Das auf
diesem Weg gewonnene Paar dualer Feldgleichungen wird
mehrfach umgeformt und mit den Maxwell'schen Gleichungen
verglichen. Dabei stellt sich heraus, dass bestimmte
Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der
Koeffizientenvergleich gelingt:
Zum einen muss das Ringintegral über die magnetische Feld-
stärke längs eines geschlossenen Weges einen Strom ergeben,
der auch ein Wirbelstrom sein kann. Das ist also das Durch-
flutungsgesetz, das nebenbei die Begründung liefert, warum
das magnetische Feld als Wirbelfeld aufzufassen ist. Zum
anderen verlangt der Koeffizientenvergleich, dass das
Ringintegral über die elektrische Feldstärke Null sein muss und
daraus folgt, dass nach Maxwell das elektrische Feld wirbelfrei
ist. Unter diesen Bedingungen geht der Vergleich auf. Nichts
anderes war zu beweisen.

J.v.B.: Die Maxwell'schen Gleichungen können aus Ihrem


Ansatz hergeleitet werden. Sie brauchen es den Lesern nicht
vorzurechnen. Dafür stehen ja noch Ihre Fachbücher zur
Verfügung. Die Aussage besteht also darin, dass die
Feldgleichungen von Maxwell tatsächlich nur einen
Sonderfall beschreiben, und dass Ihre Feldgleichungen, die
Sie auch Transformationsgleichungen nennen, darüber
hinausgehen.

K.M.: Ja. Der Koeffizientenvergleich schreibt vor, dass die


Wirbel des elektrischen Feldes zu Null gesetzt werden
müssen, damit der Übergang auf das Maxwell-Feld gelingt.
Maxwell geht also von der Wirbelfreiheit des elektrischen
Feldes aus, was aber nicht heißt, dass es solche Wirbel nicht
geben darf. Meine Tr ansformationsgleichungen sehen
nämlich beide, sowohl die magneti-
sehen wie auch die elektrischen Wirbel vor, als Wirbel und
Gegenwirbel in voller Dualität.
Bei elektrischen Feldwirbeln handelt es sich folgerichtig
keinesfalls um eine Hypothese, sondern um eine physi-
kalische Realität. Es gibt sie, auch wenn sie sich unter den
Randbedingungen eines Maxwellfeldes quantisiert haben,
um von da an als Teilchen in Erscheinung zu treten.

J.v.B.: Mit dem neuen Feldansatz, so vernünftig er auch sein


mag, mit dem Sie zudem noch mathematisch die Existenz
der von Ihnen entdeckten Potentialwirbel begründen, legen
Sie sich natürlich fest. Sie müssen dem Ansatz von nun an
treu bleiben, auch wenn er Sie an irgendwelchen Punkten im
Stich lassen sollte. Was unsere Leser jetzt natürlich wissen
wollen, ist, welche Antworten in diesem Feldansatz stecken,
und wo er mehr zu leisten vermag, als uns die Lehrbücher
bisher vermitteln konnten.
Bild 20: Das Michelson Interferometer.
Der geplante Nachweis des von Maxwell vorher-
gesagten Äthenwindes misslang mit Hilfe des von
Michelson entworfenen Geräts. Morley wiederholte
und bestätigte das Negativresultat.
Antwort auf das Rätsel vom Ätherwind
K.M.: Mit den beiden Transformationsgleichungen ist ein
leistungsfähiger Ansatz gefunden, um weitere physikalische
Rätsel zu lösen und naturwissenschaftliche Nüsse zu
knacken.
Ein bis heute ungeklärter Fragenkomplex rankt sich um den
Begriff des Äthers. Zugegeben, viele können damit wenig
anfangen.

J.v.B.: Das verdanken wir ganz sicher Albert Einstein, der


den Äther kurzerhand abgeschafft hat.

K.M.: Und ein anderes Mal wieder eingeführt hat, wenn er


ihn gebrauchen konnte. Danach hat er ihn wieder
abgeschafft, und so weiter.

J.v.B.: Einstein hat dem Begriff zweifellos keine allzu große


Bedeutung beigemessen.

K.M.: Das sehen heute viele anders. Äthertheorien werden


langsam wieder modern. Ich will erklären, warum dem Äther
eine Schlüsselrolle zufällt.

J.v.B.: Es stellt sich doch die Frage, was Äther eigentlich ist.
Ist es etwas stoffliches, gasförmiges oder nur eine Erfahrung,
wie Sie es nennen?

K.M.: Zunächst ist es eine reine Definition. Sie hat in der


Maxwell-Theorie ihren Ursprung, indem eine
elektromagnetische Welle beschrieben wird, die sich mit
einer endlichen, aber konstanten Geschwindigkeit
ausbreitet. Da stellt sich aus Gründen der Kausalität die
Frage nach der Ursache, und die wird Äther genannt.

J.v.B.: Äther ist also der Grund, warum die Lichtge-


schwindigkeit den Wert hat, den sie hat und keinen anderen.

K.M.: Genau das ist die Definition für den lichttragenden


Äther. Wer sich daran hält, wird automatisch Mitglied in der
Gruppe der Einstein-Kritiker, da eine Definition nur dann
gestrichen werden darf, wenn die Voraussetzungen sich
geändert haben und das ist nicht der Fall. Die
Lichtgeschwindigkeit ist nach wie vor endlich, und noch
immer weiß keiner, warum.

J.v.B.: Woraus besteht dann der Äther?

K.M.: Die Frage nach seiner Beschaffenheit wurde bewusst


ausgeklammert, denn die sollte sich erst am Ende der
Forschungsarbeiten als Resultat zwanglos ergeben.

J.v.B.: Können Sie etwas zu dem aktuellen Stand der


Wissenschaft zum Thema Äther sagen?

K.M.: Es gibt Widersprüchliches zu berichten. Anfangs


dachte man mehr an etwas Stoffliches oder besonders
Feinstoffliches. Das stellte sich aber als falsch heraus. Einige
Materialisten unter den Einstein-Kritikern bevorzugen selbst
heute noch derart mechanische Modelle, obwohl prominente
Beweise für das Versagen dieser Vorstellung vorliegen.

J.v.B.: Wenn die Stofflichkeit derart fein sein sollte, dass sie
sich jeder mikroskopischen Untersuchung ent-
ziehen könnte, wäre dann ein Nachweis überhaupt möglich?

K.M.: Über diese Frage hat sich auch schon Maxwell den
Kopf zerbrochen. Er sagte sich, wenn der Weltraum mit
einem lichttragenden Äther angefüllt ist, dann sollte
ungeachtet der Beschaffenheit des Äthers ein Ätherwind
beobachtbar sein, denn wir bewegen uns mit unserer Erde
durch diesen Weltraum hindurch. Hat man erst die Richtung
ermittelt, aus der ein Ätherwind bläst, lässt sich
rekonstruieren, ob ein Zentrum des Universums existiert,
und wo es zu suchen ist.
J.v.B.: Ich verstehe Maxwell. Er verlagerte die Frage nach
einem Äther in eine nach einem Ätherwind. Damit spielte
die Art der Stofflichkeit keine Rolle mehr. Mit welchem
Experiment wollte er diesen kosmischen Wind nachweisen?

K.M.: Maxwell war Theoretiker und kein Experimental-


physiker. Er war hier auf fremde Hilfe angewiesen. Also
wandte er sich an die Sternwarte. Schließlich bestätigte jeder
Blick in die Sterne die Existenz eines Ätherwindes. Ich
erinnere nur an die Aberration der Sterne, wie sie von
Bradley beobachtet worden war, oder der Dopplereffekt, die
Entdeckung der Rotverschiebung. Hier zeigt sich der Einfluss
der Eigenbewegung eines Sternes auf die Lichtausbreitung.

J.v.B.: Mit der beobachtbaren Beeinflussung der Licht-


geschwindigkeit galt demnach für die Astrophysiker die
Existenz eines Äthers bereits als bewiesen. Das erklärt,
warum Maxwell Hilfe bei der Sternwarte suchte. Hier sollte
er für seine Ideen die volle Unterstützung finden.
K.M.: Genau das dürfte der Hintergrund gewesen sein. „Ich
habe hier einen fähigen und frisch promovierten
Mitarbeiter", erklärte ihm der Leiter der Sternwarte, „der soll
sich Gedanken über ein Experiment machen, den Ätherwind
als Laborversuch zu messen". Daraufhin entwarf der
Mitarbeiter ein hochempfindliches Inter-ferometer. Sein
Name war Dr. Michelson.

J.v.B.: Der Versuch von Michelson ist berühmt, obwohl das


Ergebnis negativ ausgefallen war.

K.M.: Sonst würde man heute vom Maxwell-Experi-ment


reden und nicht von Michelson und Morley.

J.v.B.: Wer war Morley?

K.M.: Ein amerikanischer Professor, der über den


notwendigen Einfluss und die entsprechenden
Forschungsmittel verfügte, diesen Versuch mit großem
Aufwand und höherer Genauigkeit zu wiederholen.
Natürlich hatte sich Maxwell eine Bestätigung seiner
Feldtheorie erhofft. Nach dem Scheitern des Experiments
aber wollte er nichts mehr von dem Versuch wissen, da
konnte jeder „Trittbrettfahrer" ungestraft seinen eigenen
Namen darunter setzen, so auch Morley.

J.v.B.: Das Michelson-Experiment, heißt es, hat der


Relativitätstheorie zum Erfolg verholfen, auch ohne dass
Michelson es gewollt und Einstein das Experiment gekannt
hätte. Ich finde es überaus beruhigend, dass es noch immer
Experimente sind, die uns die physikalische Wirklichkeit vor
Augen halten und nicht irgendeine Theorie. Sprechen wir
vielleicht noch über das, mit dem Michelson-Interferometer
gewonnene Resultat .
K.M.: Es ist einfach eine Tatsache, dass kein Äther-wind
gemessen werden konnte, in welche Himmelsrichtung auch
immer das Interferometer gehalten wurde. Es sah danach
aus, als stünden das Labor, der Beobachter und die ganze
Erde im Mittelpunkt des Universums, als würde sich alles
um uns herum drehen.
J.v.B.: Aber dieses, von Ptolemäus entworfene Weltbild galt
doch schon seit Kopernikus als abgeschafft und
überwunden, auch wenn es das Denken der Menschheit sehr
viel länger geprägt hat als das heliozentrische oder das
moderne Weltbild.
K.M.: Jedenfalls hat die mittelalterliche Kirche mit dem
Maxwell-Experiment nachträglich eine Stützung erfahren.
Einstein konnte den Rückfall der Wissenschaft ins finstere
Mittelalter in letzter Minute verhindern, und mag dem völlig
zerstörten physikalischen Weltbild seiner Zeit
vorübergehende Linderung verschafft haben, indem er den
Äther abgeschafft hat.

J.v.B.: Aber, Sie sagten es ja bereits, dass diese


Problemlösungstechnik unakzeptabel ist, dass Einstein damit
die Regeln der Kausalität verletzt. In der Ätherfrage sind wir
tatsächlich noch keinen Schritt weitergekommen.

K.M.: Wenn Sie in den Fachpublikationen stöbern und


vergleichen, wie viele Aufsätze noch vor hundert Jahren
zum Thema Äther publiziert wurden und wie wenige heute
noch davon handeln, dann gewinnt man den falschen
Eindruck, als wäre die Frage gelöst, als würde sie sich gar
nicht stellen.
J.v.B.: Die Wissenschaftler wollen die Frage wahrscheinlich
aussitzen. Die Methode ist sehr populär, und mag in der
Politik gelegentlich funktionieren, als
Wissenschaftsmethodik aber taugt sie nicht. Es ist geradezu
absurd, zu glauben, physikalische Probleme ließen sich aus
der Welt schaffen, indem man sie aussitzt oder totschweigt.
Immerhin handelt es sich bei der Ätherfrage um den „nervus
rerum" der Physik.

K.M.: Gut, dann will ich einen Versuch starten, das Rätsel
um den Ätherwind zu lösen. Die einzig mögliche und
korrekte Antwort steckt in meinem Ansatz, den beiden
Transformationsgleichungen des elektromagnetischen
Feldes. Die eine sagt aus, dass ein elektrisches Feld plus
Fahrtwind im Labor als magnetisches Feld ohne jeden
Fahrtwind gemessen wird, und die andere Gleichung
beschreibt den umgekehrten Fall. Setzen Sie das Feld mit
dem Äther gleich und den Fahrtwind mit dem Ätherwind,
der als Folge einer Relativgeschwindigkeit auftritt, dann
halten Sie mit den Transformationsgleichungen die Antwort
in Händen. Der Äther muss zwingend als ruhend im Labor
gemessen werden. Die Feldkomponenten erfahren im Falle
einer Eigenbewe gung lediglich eine duale Vertauschung.

J.v.B.: Ihre Antwort ist sehr einfach, wirklich imponierend!


Der außenstehende Beobachter sieht in anderen
Sternsystemen den Ätherwind. Ist er aber dem Feld selber
ausgesetzt, sieht und spürt er den Wind plötzlich nicht mehr.
Er beobachtet zwar bestimmte Feldstärken und kann sie als
ruhenden Äther messen, aber er sieht dem Ergebnis die
Ursache nicht mehr an.
K.M.: Ich habe dabei stillschweigend vorausgesetzt, dass ein
elektromagnetisches Feld den gesuchten Äther bildet. Zu
dieser Annahme gibt es gute Gründe. Da das Licht eine
Erscheinung dieses Feldes ist, wird das Feld
erwartungsgemäß auch die Größe der Lichtgeschwindigkeit
vorgeben. Damit erfüllt das elektromagnetische Feld die
Definition für den Äther.

J.v.B.: Das heißt, dass ein Lichtstrahl in einem künstlichen


Feld seine Geschwindigkeit ändert?

K.M.: Genau so werden optische Feldlinsen gebaut. Das


gleiche passiert auch in einer Glaslinse. Ganz allgemein
kann man sagen, dass in Gegenwart von Materie die Felder
zunehmen und die Lichtgeschwindigkeit abnimmt. So ist das
Licht in Luft bereits langsamer als im Vakuum. In Wasser
wird es nochmals gebremst.

J.v.B.: Das Licht wird ins Wasser hineingelenkt, oder anders


ausgedrückt wird der Strahl zum dichteren Medium hin
gebrochen.

K.M.: Ja, die Gesetze der Feldbrechung schreiben das vor.


Ich weiß nicht, ob Sie die neueste Meldung schon gelesen
haben? Einer dänischen Wissenschaftlerin soll es gelungen
sein, Licht in einer Wolke supergekühlter Natriumatome auf
nur 17 Meter pro Sekunde abzubremsen. Das ist ein neuer
Weltrekord.

J.v.B.: Wenn die Lichtgeschwindigkeit durch Felder variiert


werden kann, dann liegen Sie mit der Annahme ganz auf der
Seite der Ätherdefinition. Streng genommen, darf es danach
eine obere Grenzgeschwindigkeit für die Lichtausbreitung
gar nicht geben.
K.M.: Die gibt es auch nicht. Theoretisch kann das Licht
beliebig schnell werden. Auf unserer Erde sind wir
allerdings einem vorgegebenen Feld ausgesetzt, das ein
oberes Limit setzt. Es wirkt sich selbst in einem
teilchenfreien Vakuum noch aus und es besteht keine
Möglichkeit, sich dem zu entziehen.

J.v.B.: Eine Ausnahme bilden doch die Tunnelexperimente,


bei denen Überlichtgeschwindigkeit gemessen wurde.

K.M.: Ja, wenn es durch irgendwelche Maßnahmen


ermöglicht wird, die Felder in Ausbreitungsrichtung zu
reduzieren, dann wird das Licht schneller. Wir bezeichnen
den im Feld reduzierten Bereich als Tunnel.
J.v.B.: Ich lasse so schnell nicht locker, wie Sie sehen. Mir
stellen sich noch zwei Fragen: Zum einen hätte ich gerne
gewusst, in welchem Zusammenhang oder welcher
Proportionalität das Feld in seiner Funktion als Äther zur
Lichtgeschwindigkeit steht und zum anderen frage ich mich,
warum auch im Universum ein oberes Limit der
Lichtgeschwindigkeit vorhanden sein soll, obwohl es dort
Bereiche mit reduzierten Feldern gibt.

K.M.: Ich will Ihnen die Fragen der Reihe nach beantworten.
Die Physik hinter der Raumkrümmung
K.M.: Sollte die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant sein
und sich als variabel erweisen, sind wir gezwungen, eine
neue Koordinaten-Transformation zu entwerfen, um
zwischen zwei gegeneinander bewegten Systemen zu
vermitteln. Als Sonderfall müsste die Lorentz-Transfor-
mation, die von einer endlichen, aber konstanten Licht-
geschwindigkeit ausgeht, darin enthalten sein, wie schon die
Galilei-Transformation bei unendlicher Licht-
geschwindigkeit einen Sonderfall der Lorentz-Transfor-
mation beschreibt.
Es geht zunächst auch nur um eine mathematische
Fragestellung, vor dem Hintergrund, dass die Angabe der
Geschwindigkeit eines Systems nicht möglich ist, ohne ein
anderes Bezugssystem anzugeben, in dem diese
Geschwindigkeit gemessen wird. Sie werden Inertial
Systeme genannt, wenn sie in ihrem Bewegungszustand
verharren und keine Kräfte auf sie einwirken.

J.v.B.: Ich stelle mir dabei vor, zwei solche Inertial-systeme


fliegen ungebremst aneinander vorbei. Auf dem einen sitzen
wir und ich erzähle Ihnen, was ich auf dem anderen alles
beobachte. Den Unterschied zwischen dem, was ich
beobachte und dem, was auf dem anderen System tatsächlich
passiert, beschreibt uns im Endeffekt die Transformation.
Darum geht es.

K.M.: Der niederländische Mathematiker Hendrik Lorentz


hat genau diese Fragestellung aufgegriffen und für den Fall
einer endlichen Lichtgeschwindigkeit das Problem gelöst.
Seine Transformationsgleichungen unterscheiden sich von
der Galilei-Transformation
durch einen Wurzelausdruck, der auch Lorentzwurzel
genannt wird (V l - v2 / c 2).

J.v.B.: Mit Physik kann das Ganze noch nicht das aller-
meiste zu tun haben. Besonders durch den komplizierten
Wurzelausdruck sieht man den Gleichungen ihre
mathematische Herkunft schon von weitem an.
Physikalische Zusammenhänge hingegen schreiben sich in
der Regel ganz einfach an; oft sind es reine Proportio-
nalitäten.
K.M.: Trotzdem haben sich Poincare, Lorentz und andere,
und zuletzt auch Einstein viel Mühe gegeben, die ganze
Mathematik physikalisch zu interpretieren. Was bei dem
Abenteuer am Ende herausgekommen ist, nennt sich
Relativitätstheorie.
J.v.B.: Ist dieser Weg überhaupt zulässig? Resultieren aus
ihm nicht neue Schwierigkeiten?

K.M.: Solange die Voraussetzungen der mathematischen


Herleitung eingehalten werden, kann nichts schiefgehen.
Verallgemeinerungen hingegen können zu Fehlern führen.
Im Falle der Relativitätstheorie werden die Fehler als
Paradoxien bezeichnet, das klingt weniger aggressiv. Es gibt
sogar Freunde dieser Theorie, die meinen, die Fehler
müssten so sein, die Paradoxien seien fester Bestandteil
eines relativistischen Standpunktes.

J.v.B.: An welche Fehler in der Einstein-Theorie denken


Sie?
K.M.: Nun, z.B. dass Uhren rückwärts laufen können oder
das kopernikanische und das ptolemäische Planetensystem
gleichberechtigt sein sollen, usw.

J.v.B.: Wir haben uns zwar an solche Aussagen gewöhnt und


verlernt, sie zu hinterfragen, aber bei näherem Hinsehen sind
sie tatsächlich alles andere als überzeugend. Wo finde ich
bei der Relativitätstheorie die von Ihnen angemahnte
unzulässige Verallgemeinerung?

K.M.: In der Herleitung der Lorentz-Transformation tritt


zwar die Lichtgeschwindigkeit als Parameter auf, dass sie
den Wert von 300.000 km/s haben soll, steht aber nirgends.
Das hat Einstein hinzugedichtet und damit unzählige
Paradoxien und Irritationen geschaffen, mit denen wir uns
heute herumplagen müssen. Das müsste eigentlich gar nicht
sein.

J.v.B.: Sie meinen, diese Vorgabe einer konstanten


Lichtgeschwindigkeit ist mit dem messtechnisch belegbaren
Feldeinfluss unvereinbar.
K.M.: Das ist der Ausgangspunkt meiner Überlegungen. Ich
bin sogar in der Lage, den Feldeinfluss zu berechnen.
Wir müssen nur zwei unserer Berechnungsergebnisse
zusammenführen. Auf der einen Seite tritt als relativistischer
Effekt die Längenkontraktion auf. Sie ist eine unmittelbare
Folge der Lorentztransformation und besagt, dass die Länge
einer Strecke in einem bewegten Bezugssystem dem Beob-
achter in seinem Ruhesystem verkürzt erscheint. Als Verkür-
zungsfaktor tritt die erwähnte Lorentzwurzel auf. Der Kehrwert
der Lorentzwurzel wird als relativistischer Faktor bezeichnet
und dieser zum Quadrat erhoben, bildet den Faktor, um den
sich das Feld auf einem bewegten Bezugssystem gegenüber
dem, für den Beobachter spürbaren
Grundfeld ändert. Diese Feldbeschreibung bildet die andere
Seite der Gleichung. Wir haben sie uns aus meinem Feldansatz
hergeleitet. Ich habe schon erwähnt, dass genau dieses Ergebnis
herauskommt, wenn die Faraday-Gleichung und ihr duales
Gegenstück ineinander eingesetzt werden und dem
gewonnenen Bewegungsfeld das Grundfeld überlagert wird.
Bei der Herleitung ist es zweckmäßig, die gleichen verein-
fachenden Annahmen zu treffen, wie bei der Herleitung der
Längenkontraktion, also von Inertialsystemen auszugehen und
eine senkrecht auf der von E- und H-Feld aufgespannten Fläche
stehende Bewegungsrichtung zu wählen. Man kann sich das
Leben auch weniger leicht machen und die Voraussetzungen in
beiden Fällen komplizierter wählen, um am Ende zu der
Erkenntnis zu gelangen, dass die ganze Mathematik mit all
ihren Vorgaben sich bei der Gleichsetzung beider Ergebnisse
sowieso herauskürzt.
Lösen wir den mathematischen Ausdruck der Längen-
kontraktion nach der Lorentzwurzel auf und in gleicher
Weise den der Feldstärken, wie sie aus meinem Ansatz
folgen, dann bildet der Zusammenhang zwischen einer
geometrischen Länge und einer örtlichen Feldstärke eine
einfache, von allen mathematischen Zusätzen befreite
Proportionalität.
J.v.B.: Das ist also richtige Physik, was da herauskommt,
und die begründet Ihre Vermutung, dass es das Feld ist, das
definitiv die Längenmaße vorgibt.

K.M.: Ja, eine physikalisch begründete Proportionalität tritt


an die Stelle eines komplizierten mathematischen
Wurzelausdrucks.
Mathematisch ausgedrückt, steht die Feldstärke des E- und des H-
Feldes in einer umgekehrten Proportionalität zum Quadrat einer
Länge (B, H ~ l/l2).
Die Vorstellung feldabhängiger Längenmaße ist die
Grundlage aller weiteren Überlegungen.
J.v.B.: Also gut; ich sitze noch immer auf einem Ihrer
Inertialsysteme und beobachte andere, die vorbeifliegen.
Dort überlagert sich dem Grundfeld ein Bewegungsfeld und
als Folge dieser Feldzunahme verkürzen sich die Längen.
Ursache für die Längenkontraktion ist in Ihren Augen das
Feld und nicht mehr die Bewegung wie bei der
Relativitätstheorie.

K.M.: Da sich eine Relativgeschwindigkeit nur indirekt über


das Feld auswirken kann, sind die zahlreichen
Einschränkungen der Relativitätstheorie hinsichtlich der Art
und der Richtung der Bewegung notwendig. Dies wiederum
führt zu einer stark eingeschränkten, einer relativistischen
Sichtweise, die der ganzen Theorie den Namen gibt.
J.v.B.: Ist die Relativitätstheorie in Ihren Augen falsch?

K.M.: Nein, das kann man nicht sagen. Sie hält viele richtige
Aussagen bereit, wie sich Zusammenhänge aus der Sicht
eines außenstehenden Beobachters darstellen. Sie ist aber
auch beliebig falsch interpretierbar.

J.v.B.: Es ist eine reine Beobachtertheorie, nicht wahr?

K.M.: Die Beobachtung steht im Vordergrund. Wie aber ein


Vorgang tatsächlich aussieht, was physikalisch in dem von
weitem beobachteten System abläuft, das vermag sie nicht
zu sagen.

J.v.B.: Im Gegensatz dazu begründen Sie mit Ihrem


Feldansatz eine Objektivitätstheorie, wie sie in Ihren
Büchern bezeichnet wird. Wie lässt sich die Objektivität
gegenüber der Relativität abgrenzen?
K.M.: Ich gehe der Frage nach, was bei einem Vorgang
physikalisch tatsächlich passiert, auch wenn ich dies mit
meinen Sinnen nicht mehr erfassen kann. Die Beobachtung
eines Menschen ist etwas sehr Subjektives, das wegen
möglicher Sinnestäuschungen für eine wissenschaftliche
Erkenntnissuche in keiner Weise taugt. Mir ist die moderne
Physik zu handwerklich geworden, es fehlt der Raum für
abstraktes Denken.

J.v.B.: Es ist zumindest ein sehr bequemer Standpunkt, zu


sagen, Physik beschränkt sich auf das, was beobachtbar ist.
Alles andere wird automatisch zur Parawissenschaft und
Esoterik und ist nicht mehr Gegenstand physikalischer
Betrachtungen. Insoweit wird die Meyl'sche Feldtheorie dem
hohen Anspruch einer Objektivitätstheorie durchaus gerecht.
Einen Widerspruch zwischen den Resultaten von
Objektivität und Relativität darf es trotzdem nicht geben.
Wir müssen die Feldabhängigkeit der Längenmaße
diesbezüglich noch einer scharfen Prüfung unterziehen.

K.M.: Auch ohne die physikalischen Prinzipien wirklich


verstanden zu haben, wird das Phänomen alltäglich
technisch genutzt. Kennen Sie Piezolautsprecher, wie sie in
jedem Handy als Signalgeber eingebaut sind?
J.v.B.: Die sind mir bekannt. Es sind Materialien, die beim
Anlegen einer Wechselspannung Größenschwingungen
durchführen. Im Bereich akustischer Frequenzen nehmen
wir die als Schallsignale wahr. Sie können aber auch weit
höher im Ultraschallbereich liegen.
K.M.: Beim Anlegen der von Ihnen erwähnten Spannung
baut sich in dem Piezokristall ein elektrisches Feld auf, das
nach meiner Theorie die Dimension des Kristalls bestimmt.
Schwingen Spannung und Feld, dann sind mechanische
Schwingungen die Folge. Dieser Effekt wird Elektrostriktion
genannt.

J.v.B.: Dann müsste dasselbe auch beim magnetischen Feld


möglich sein.

K.M.: Das ist auch der Fall. Man nennt das dann
Magnetostriktion. In beiden Fällen stehen wir außerhalb des
Geschehens. Das ist eine Voraussetzung für die
Beobachtbarkeit. Sind wir nämlich derselben Feldänderung
unterworfen, werden wir keine Chance haben, deren Einfluss
wahrzunehmen.

J.v.B.: Würden Sie sagen, ich passe auch dann noch in mein
Bett, wenn es, aus welchem Grund auch immer, kleiner
geworden sein sollte, da auch ich geschrumpft bin, und dabei
werde ich die Veränderung noch nicht einmal bemerken?
K.M.: Genau das ist er, der objektive Standpunkt. Deshalb
müssen wir uns zunächst auf Beispiele beschränken, in
denen wir außerhalb der Geschehnisse stehen. Andere Fälle,
an die wir nur über eine Transformation herankommen, darf
ich solange zurückstellen.

J.v.B.: Also gut, dann richten wir unseren Blick in den


Himmel. Da bin ich sicher, außerhalb zu stehen.

K.M.: Die Astrophysik ist in der Lage, die Krümmung des


Raumes in Richtung eines mächtigen Feldes mit ihren
Teleskopen zu beobachten.
J.v.B.: Die Raumkrümmung in Gegenwart mächtiger
Schwerefelder ist eine beobachtete und anerkannte Tatsache.
Sie könnte tatsächlich als Beweis für Ihren Ansatz und die
Feldabhängigkeit der Längenmaße gewertet werden.

K.M.: Mit dem Feldansatz meine ich in der Tat die


physikalische Grundlage für die Raumkrümmung gefunden
zu haben. Leider findet zwischen den Astrophysikern und
anderen zu wenig Kommunikation statt. Viele glauben, die
Raumkrümmung sei ein exklusives Phänomen der
Astronomen, mit dem sie nichts zu tun haben. Die moderne
Physik, das ist mein Eindruck, ist zu einem
Selbstbedienungsladen verkommen.

J.v.B.: Sie meinen, wir brauchen gar nicht so weit zu


schauen, um die, von Ihnen entdeckte Physik hinter der
Raumkrümmung zu erkennen? Ich denke, schon die Apollo-
Mission und die Flüge zum Mond haben diesbezüglich
wichtige Hinweise geliefert. Es war bis zur staunenden
Öffentlichkeit durchgedrungen, dass die NASA mehrfach
gezwungen war, die Entfernungsangaben über den
Neutralpunkt zu korrigieren, das ist der Punkt gleicher
Anziehungskräfte zwischen Erde und Mond. Am Ende lag
der Punkt ganz woanders, als die Berechnungen nach den
Gesetzen der klassischen Mechanik vorgaben.

K.M.: Die Mondexpeditionen sind ein großartiger Prüfstein


für jede Theorie, da hier erstmals Menschen das Erdfeld
verlassen haben und ihre Beobachtungen mit denen auf der
Erde Zurückgebliebenen verglichen werden konnten.
J.v.B.: Von NASA-Sprechern sind mir Äußerungen bekannt,
dass in der Weltraumbehörde Zweifel an der Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit bestehen. Vorstellbar wäre schon,
wenn die NASA-Wissenschaftler noch viel mehr wissen,
was sie nur noch nicht einordnen können.

K.M.: Auf dem Mond haben wir so gut wie keine At -


mosphäre, weshalb die Astronauten sich einen wunderbaren
Blick auf den Sternenhimmel vorgestellt hatten, jedenfalls
vor ihrem Start. Nach der Landung waren sie dagegen bitter
enttäuscht. Der Himmel war schwarz und kein einziger Stern
zu sehen! Sie haben viele Photos mitgebracht, aber nirgends
sind Sterne abgelichtet, die sind offenbar dem Blickfeld
entrückt.
Tatsächlich ist das Gravitationsfeld unseres Trabanten sehr viel
kleiner als das der Erde. Bei einem Sechstel der Erdbe-
schleunigung nimmt vom Mond aus gesehen die Entfernung zu
den Sternen auf das 36-fache zu, als Konsequenz des
quadratischen Zusammenhangs2 in der von mir angegebenen
Proportionalität (B, H ~ l/l ). Tatsächlich wird der Entfer-
nungsfaktor zwar etwas geringer ausfallen, da neben dem
berücksichtigten Eigenfeld von Erde und Mond noch das
kosmische Überlagerungsfeld und das der Sonne in die Rech-
nung einzubeziehen wäre, aber in jedem Fall entschwinden da
ohne Fernrohr selbst die dicksten Sterne dem Blickfeld.
J.v.B.: Man hätte die Astronauten vorher mit der Meyl'
sehen Feldtheorie vertraut machen sollen, dann wäre ihnen
diese Enttäuschung erspart geblieben.

K.M.: Diese Beobachtung zeigt beiläufig, dass es sich bei


dem Gravitationsfeld um ein elektromagnetisches Feld
handeln muss, da sich meine Feldgleichungen nur darauf
beziehen.

J.v.B.: Wie wollen Sie das bewerkstelligen? Bisher sind


doch alle Bemühungen kläglich gescheitert, die Gravitation
und die Elektromagnetische Wechselwirkung
vereinheitlichen zu wollen. Was ist nach Ihrer Auffassung
die Gravitation?
Die Lichtgeschwindigkeit nur eine Messkonstante?
J.v.B.: Lassen Sie mich nochmals auf das „Grundgesetz" der
Meyl'schen Feldphysik - wenn ich das so sagen darf -
zurückkommen, auf die von Ihnen angegebene
Proportionalität zwischen dem Quadrat einer Länge und dem
Kehrwert der elektrischen oder der magnetischen Feldstärke
(E ~ 1/1² und H ~ 1/1²). Sie werden verstehen, dass ich den
Ehrgeiz habe, im irdischen Labor einen Beweis anzutreten.

K.M.: Das dürfte ziemlich schwierig bis unmöglich werden.


Denken Sie bitte nicht, das genau l Meter lange Urmeter sei
in Wirklichkeit einen Meter lang. Jede Änderung der
Feldverhältnisse hätte doch unmittelbar eine
Längenänderung zur Folge.

J.v.B.: Dann nehme ich mir eine Meßlatte zur Hand, lese die
Längenänderung ab, und schon bin ich fertig.
K.M.: Leichter gesagt als getan. Der Beobachter wäre
schließlich derselben Feldänderung ausgesetzt, so dass er
keine Änderung feststellen oder messen könnte. Hätte sich
das Urmeter als Folge einer äußeren Feldschwankung nur
um 1% verlängert, dann betrifft dies auch einen
Vergleichsmaßstab.

J.v.B.: Kein Hinderungsgrund für mich. Dann vermesse ich


den Metallprügel bei meinem nächsten Parisbesuch eben
optisch. Die mechanische Vergleichsmessung gilt sowieso
als nicht besonders genau. Deshalb hat sich die Wissenschaft
darauf geeinigt, die Definition für ein Urmeter durch die
Laufzeitmessung einer elektro-
magnetischen Welle zu ersetzen. Die Umrechnung von der
Zeitspanne auf das Längenmaß erfolgt über die
Lichtgeschwindigkeit, und die soll ja konstant sein... Oh, ich
sehe schon, Sie sind damit gar nicht einverstanden.

K.M.: Das Ganze ist nichts weiter als ein Treppenwitz, denn
die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ist doch nur ein
modernes Märchen.

J.v.B.: Gut, Sie sagen, das Feld gibt alles vor, es bildet den
Äther und muss allein schon, um die Ätherdefinition zu
erfüllen, die Lichtgeschwindigkeit bestimmen. Haben Sie
auch in diesem Fall eine brauchbare Proportionalität parat?

K.M.: Die ergibt sich von ganz alleine. Jede geometrische


Länge, gemessen in Metern, wie ich hergeleitet habe, ist vom
Feld abhängig. Damit ist zwangsläufig auch jede
Geschwindigkeit, gemessen in Metern pro Sekunde, in genau
gleicher Weise vom Feld abhängig.
Das betrifft natürlich auch die Lichtgeschwindigkeit, die sich
direkt proportional mit jeder Länge mitändert (c ~ 1). Halten Sie
bitte diesen Würfel vor sich hin. Wir nehmen an, die
Lichtgeschwindigkeit ist eine vektorielle Größe und bei unserem
Experiment beispielsweise in einer Richtung zehn Prozent
größer, als in den beiden anderen Raumachsen. Durch den
erwähnten Einfluss der Lichtgeschwindigkeit auf die räumliche
Länge wird als konsequente Folge der Würfel entlang dieser
Kante zu einem Quader auseinandergezogen. Wir erfassen
diesen Raumkörper jedoch mit unseren Augen, also mit
Lichtgeschwindigkeit, und die ist proportional zur Kantenlänge
gestiegen, weshalb wir als subjektive Beobachter nach wie vor
einen Würfel vor uns sehen und keinen Quader. Können Sie mir
noch folgen?
Bild 22: Der magische Würfel (mit der Kantenlänge a)

Als Zweifler und Kritiker aber vertrauen Sie einer scheinbar


objektiven Messung mehr als den eigenen Sinnesorganen und
messen die drei Kantenlängen des Quaders mittels einer
Meßlatte nach, so erhalten Sie dreimal die gleiche Länge, also
einen Würfel. Sie reden sogar von einem Beweis, denn
Messung und Beobachtung liefern dasselbe Resultat. Wir
haben es wohl im wahrsten Sinne des Wortes mit einer
optischen Täuschung zu tun.
Sollte die von Einstein postulierte Universalität und Konstanz
der Lichtgeschwindigkeit in Wirklichkeit gar nicht existieren,
wir wären in keiner Weise in der Lage, dies zu erfassen; weder
zu beobachten noch zu messen!

J.v.B.: Das ist ja verzweiflungswürdig! Jede mechanische


Änderung führt zu einer identisch großen optischen
Änderung.

K.M.: Wir können noch nicht einmal unseren Augen mehr


trauen, schließlich betrachten wir alles mit Licht-
geschwindigkeit, und die ist von der Länge und die
wiederum von dem Feld abhängig.

J.v.B.: Es fällt mir nicht leicht, aber ich sehe mich


gezwungen, den Versuch aufzugeben, die Feldabhängigkeit
der Längenmaße in einem irdischen Labor experimentell
überprüfen zu wollen.

K.M.: Spätestens an dieser Stelle ist ein Besuch im


Physiklabor meiner oder irgendeiner anderen Hochschule
fällig. Sie finden da ein Experiment, an dem die Studenten
lernen und messen sollen, warum die Lichtgeschwindigkeit
konstant ist und welchen Wert sie hat.

J.v.B.: Bei diesem Versuch läuft der Lichtstrahl durch das


Rohr, wird wieder zurückgespiegelt und die Laufzeit
gemessen. Das ist beste Lehrbuchphysik und die müssen die
Studenten schließlich lernen.

K.M.: Das Michelson-Interferometer war übrigens nicht


wesentlich anders aufgebaut. Tritt in Richtung des Rohrs
eine Feldänderung auf, dann beeinflusst diese die Rohrlänge
und die Lichtgeschwindigkeit gleichermaßen. Die
unbekannte und zu messende Größe wird am Ende mit sich
selber gemessen.

J.v.B.: Das ist der Albtraum jedes Messtechnikers, dass


ausgerechnet die zu bestimmende Größe das Messergebnis
verfälscht. An der Stelle mutiert jede Messtechnik zu einem
Ratespiel.

K.M.: Da hätte ich eine passende Quizfrage für Sie: wenn


die Messgröße auf sich selber bezogen wird oder,
mathematisch ausgedrückt, das mehrfache einer
Variablen durch dieselbe Variable dividiert wird, was
kommt dabei heraus?
J.v.B.: Ein konstanter Wert.

K.M.: Eine physikalische Konstante?

J.v.B.: Nein, nicht mehr als eine mathematische Konstante.


Ich komme mir vor wie in der Schule.
K.M.: Wenn die Schulen auch schon so weit wären wie Sie,
Herr von Buttlar, dann könnte ich meinen Beruf als
Wanderprediger an den Nagel hängen. Fassen wir
zusammen: die Lichtgeschwindigkeit ist überhaupt keine
Naturkonstante, sie ist nicht mehr und nicht weniger als eine
simple Messkonstante!

J.v.B.: Das sind ja gigantische Mengen an Altpapier, wenn


ich mir das so recht überlege, die sich auftürmen, wenn alle
Bücher, in denen noch von einer Naturkonstanten die Rede
ist, zum Recyclinghof gebracht werden müssen.

K.M.: Das ist nichts gegen den Schaden, den diese falsche
Vorstellung in den Köpfen der ganzen Menschheit
angerichtet hat.

J.v.B.: Die Lichtgeschwindigkeit gilt noch immer als die


wichtigste Naturkonstante überhaupt, sie ist das Fundament
der ganzen Physik, jedenfalls war es das solange gewesen,
bis sich dieser Professor Meyl zu mir an den knisternden
Kamin setzte, mich in ein Gespräch verwickelte und mir klar
machte, dass mein Physikstudium für die Katz war.
K.M.: Dann prüfen wir dieses zweifelhafte Fundament der
Physik an einem Beispiel auf seine Standfestigkeit ab. Sie
kennen doch das Additionstheorem der Geschwindigkeit
nach Galilei.

J.v.B.: Das war, wenn ich mich dunkel erinnere, das Beispiel
mit der Eisenbahn, die mit 100 Stundenkilometern
unterwegs ist. Läuft ein Fahrgast auf seinem Weg zum
Speisewagen mit 5 Stundenkilometern in Fahrtrichtung,
dann bewegt er sich insgesamt mit 105 km/h. Geht er aber
nach dem Essen wieder zurück, dann subtrahiert sich seine
Eigengeschwindigkeit auf 95 km/h.

K.M.: Jetzt wiederholen wir das Experiment mit einem


Lichtstrahl. Eine Lichtquelle kommt mit halber Lichtge-
schwindigkeit (c/2) auf uns zu. Das Licht selber hat c. Was
messen wir?

J.v.B.: Nach Galilei würden wir 1,5 c messen, was aber nach
Einstein verboten ist.

K.M.: Die Lichtquelle fliegt an uns vorbei und entfernt sich


wieder. Was wird jetzt gemessen?

J.v.B.: Diesmal sollte es die halbe Lichtgeschwindigkeit sein


(c-c/2 = c/2).
K.M.: Gemessen wird c, wie schon im ersten Fall.

J.v.B.: Das ist schon irgendwie eigenartig und wirft die


Frage auf, wo der Haken zu suchen ist.

K.M.: Das ist ein typischer Fehler, ein Paradoxon. Die


Relativitätstheorie ist voll davon.
J.v.B.: Man könnte sich glatt einbilden, es gäbe eine
Universalität der Lichtgeschwindigkeit, eine universelle
Konstanz immer und überall. Zu dem Schluss war auch
schon Albert Einstein gekommen, nur war die Universalität
für ihn keine Einbildung sondern Realität.

K.M.: Die Lichtausbreitung erfolgt losgelöst von der Quelle.


Die Geschwindigkeit richtet sich nach dem am Messort
jeweils vorhandenen Feld, das zugleich den Messapparat
bestimmt. So kommt es, dass die Messgröße auf sich selber
bezogen wird und jedes Mal dieselbe Messkonstante c
„gemessen" wird.

J.v.B.: Jede Messung wird damit zu einem klassischen


Ringschluss, bei dem sich eine falsche Physik selber
„beweist".
K.M.: Aufbauend auf das Grundprinzip meiner Feldtheorie
geht es jetzt mit den Beispielen jetzt erst richtig los.
Die Einbeziehung der Gravitation
J.v.B.: Am 29. Mai 1919 erlebte Albert Einstein eine
Sternstunde, im wahrsten Sinne des Wortes. In seiner
speziellen Relativitätstheorie, die bis dahin nur der Fachwelt
bekannt war, hatte er zuvor behauptet, das Licht wird in der
Nähe großer Massen von seinem geraden Weg ab- und zur
Masse hingelenkt. Überprüfbar war diese Behauptung erst
bei einer totalen Sonnenfinsternis, wenn Fixsterne plötzlich
sichtbar werden, die eigentlich ganz woanders,
gegebenenfalls sogar hinter der Sonne verdeckt stehen
sollten. Von der Insel Principe im Golf von Guinea aus
fotografierte ein englischer Astronom den dunklen Himmel
zum Zeitpunkt der vollen Sonnenabdeckung durch den
Mond an dem denkwürdigen Maitag und wertete die Bilder
anschließend aus. Die Ablenkung der Lichtstrahlen
entsprach genau der Einstein'schen Theorie. Zeitungen in
aller Welt verbreiteten die Sensation mit großen
Schlagzeilen und machten Albert Einstein innerhalb weniger
Tage zum ersten Popstar der Wissenschaft.

K.M.: Ohne Frage konnte in dem geschilderten Fall die


spezielle Relativitätstheorie zeigen, was in ihr steckt. Sie ist
in sich schlüssig, solange die Voraussetzungen eingehalten
werden und vor allem die Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit anerkannt wird. Bei meiner Theorie
sehen die Voraussetzungen ganz anders aus.

J.v.B.: Kommen Sie dann auch zu ganz anderen Be-


rechnungsergebnissen?
K.M.: Nein, die Ergebnisse stimmen völlig überein, sie sind
lediglich anders zu interpretieren. Wenn sich bei Einstein
der Raum krümmt, dann krümmt er sich bei mir genau
gleich, auch wenn ich eine andere Ursache ausmache.
Nach meiner Interpretation bremst das Feld der Sonne die
Lichtgeschwindigkeit. Auf der sonnenzugewandten Seite des
Lichtstrahls ist das Feld etwas größer und die Lichtgeschwin-
digkeit entsprechend langsamer als auf der abgewandten Seite,
womit der Lic htstrahl seine Richtung in der beobachtbaren Weise
ändert. Im Sinne einer Beobachtertheorie zeigt sich eine
Krümmung des Raumes.

J.v.B.: Ich denke, ein gutes Beispiel wäre das extrem starke
Feld eines schwarzen Loches. Es kann das Licht bis auf eine
Kreisbahn herunter ablenken, um es auf diese Weise
einzufangen und an sich zu binden. Das Licht umkreist jetzt
das schwarze Loch wie Planeten die Sonne, es kann nicht
mehr entkommen und der Himmelskörper erscheint schwarz.

K.M.: Das funktioniert in unserem Sonnensystem in gleicher


Weise, wenn ich darauf aufmerksam machen und Ihre
Vorstellungskraft weiter strapazieren darf.
J.v.B.: Gerne. Was soll ich mir vorstellen?

K.M.: Angenommen, die Erdkugel kommt aus den Tiefen


des Weltalls und befindet sich auf einer unbeschleunigten
und geradlinigen Bahn im Anflug auf die Sonne. Sie
beabsichtigt, mit knapp 30 km/s in einem Abstand von 150
Millionen Kilometern an der Sonne vorbeizulaufen, um
danach wieder im Weltraum auf Nimmerwiedersehen zu
verschwinden.
J.v.B.: Das geht nicht, die Sonne wird die Erde über die
Massenanziehung festhalten und in eine Kreisbahn zwingen.

K.M.: Entschuldigung, ich hatte vergessen zu sagen, dass es


in dem Beispiel keine Gravitation geben soll.

J.v.B.: Also dann, ade, du angenehm warme Sonne, nichts


kann unsere schöne Erde mehr aufhalten. Das war es dann
wohl.

K.M.: Denken Sie an den Lichtstrahl. Die Erde ist viel


langsamer als das Licht, und dementsprechend größer fällt
die Ablenkung im Feld der Sonne aus. Auch hier gilt, auf der
Tagseite sind wir einem höheren Feld ausgesetzt als auf der
Nachtseite, dadurch reduzieren sich am Tag alle
Längenmaße und auch die Geschwindigkeiten werden
kleiner. Auf der, der Sonne zugewandten Seite ist die
Fluggeschwindigkeit der Erdkugel kleiner als auf der
abgewandten Nachtseite. Deshalb und nur deshalb schwenkt
die Erde auf eine Kreisbahn ein, um die Sonne herum.

J.v.B.: Ohne jede Gravitation, ohne das Kräftegleichgewicht


von Massenanziehung und Fliehkraft?

K.M.: Zur Beschreibung der Planetenbahnen ist das alles


nicht nötig, wie Sie sehen. Aber bitte glauben Sie mir, dass
ich keineswegs beabsichtige, auch noch an der
Newton'schen Mechanik Hand anzulegen. Das ist eine
großartige und überaus leistungsfähige Modellbeschreibung,
aber eben auch nur das!

J.v.B.: Grundlage der Newton'schen Mechanik ist die


Beschreibung der Kraftwirkungen. Bei Ihnen aber
umkreist die Erde die Sonne, ohne dass irgendeine Kraft sie
in der Bahn halten würde!

K.M.: Bitte lösen Sie sich etwas von dem Kraftbegriff, wie
Sie ihn kennen. Er ist nicht mehr als eine nützliche und
zweckmäßige Hilfsbeschreibung.

J.v.B.: Mein Kopf kann ihnen intellektuell folgen, nur mein


Bauch macht noch nicht so richtig mit. Das ist wirklich keine
leichte Kost, die Sie mir hier servieren, da dauert das
Verdauen etwas länger. Ich bitte um Entschuldigung.
K.M.: Wenn Sie erst über diesen Punkt hinweg sind, werden
Sie sehen, geht alles wie von alleine.

J.v.B.: Ich hoffe darauf, also machen wir weiter. Sie sagten,
auf der Tagseite sind wegen des größeren Feldes die
Längenmaße verkürzt, stimmt das?
K.M.: Ja, die Erde krümmt sich zur Sonne hin. Das ist eine
Tatsache, die sich dem Erdbewohner in der Beobachtung
offenbart, dass die Sonnenscheindauer am Tag länger ist als
sie unter der Annahme der Erde als homogene Kugel zu
erwarten wäre. Ansonsten sind wir dieser Krümmung mit
unterworfen und können sie daher weder sehen noch messen.
- Was machen Sie da?

J.v.B.: Ich prüfe nur meinen Sessel. Wissen Sie, ich stelle
mir gerade vor, ich komme aus dem Sessel nicht mehr
heraus, weil gerade Tag und das gute Stück geschrumpft ist.

K.M.: Keine Angst, Sie sind im Zweifelsfall


mitgeschrumpft. Das merken Sie doch gar nicht.
J.v.B.: Sehr beruhigend, sagt mein Kopf. Die Raum-
krümmung macht es möglich.

K.M.: Es ist unsere Aufgabe, Herr von Buttlar, die


Wissenschaft zu einer konsequenteren Arbeitsweise zu
ermahnen. Mit welchem Recht soll die Erde keine
Raumkrümmung erfahren, sollen hier Kräfte genau das
bewirken, was im Universum als feldabhängige Raum-
krümmung längst erkannt worden ist?

J.v.B.: Dass Ihre Theorie konsequent und zugleich einfach


ist, gibt ihr den besonderen Charme und macht sie der
heutigen Physik überlegen. Da gibt es gar keine Frage. Was
meinem Bauch noch Schwierigkeiten bereitet, ist der
Umstand, dass die bei der Gravitation wirksame
Anziehungskraft nicht mehr sein soll als lediglich ein in der
Zweckmäßigkeit begründeter Hilfs-begriff.

K.M.: Ich will Ihnen eine Brücke bauen. Vielleicht


verschafft Ihnen das folgende Gedankenexperiment mehr
Klarheit. Das Feld, das jedes Materieteilchen umgibt, reicht
bis unendlich, verliert aber mit zunehmendem Abstand an
Wirksamkeit.
Wir betrachten zwei solche Teilchen, die in einem
bestimmten Abstand voneinander stehen, so dass sich ein
Teilchen im Feld des anderen befindet. Als Folge des Feldes
reduziert sich der Abstand, wodurch wiederum jedes
Teilchen einem vergrößerten Feld ausgesetzt ist. Durch die
Feldzunahme reduziert sich der Abstand nochmalig, nimmt
das Feld weiter zu, der Abstand weiter ab, usw. Die Teilchen
bewegen sich aufeinander zu, so jedenfalls ist unsere
Beobachtung, und wir sprechen dann von einer
Anziehungskraft.
Bild 23: Beobachtung einer Anziehungskraft bei gegen-
seitiger Feldbeeinflussung zweier Körper.

J.v.B.: Das ganze läuft rückgekoppelt ab und hat theoretisch


eine unendliche Reichweite. Je näher sich die Teilchen sind,
umso stärker ziehen sie sich an. Das alles entspricht
durchaus unseren Erfahrungen und Kenntnissen zur
Gravitation.
Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht aneinander
vorbeireden. Wenn Sie von Feld sprechen, denke ich immer
sofort an das Gravitationsfeld. Sie, Herr Meyl, denken aber
möglicherweise bereits an das elektrische oder das
magnetische Feld. Mir fehlt hier noch die Verbindung.

K.M.: Gut, dann ist das jetzt der richtige Zeitpunkt, darüber
zu sprechen.
Einheitliche Theorie aller Wechselwirkungen
K.M.: Ich darf kurz zusammenfassen: Zwei Elementar-
teilchen oder zwei aus diesen zusammengesetzte
Materieansammlungen vermögen auf Grund ihrer Felder den
Abstand untereinander zu verringern, was wir als
Anziehungskraft interpretieren. Im Sinne einer einheitlichen
Theorie sollte dieses Prinzip bei allen Wechselwirkungen
gleichermaßen gelten.

J.v.B.: Das Modell, an dem wir das Prinzip studiert haben,


beschreibt die Wirkung einer Anziehungskraft, wie sie bei
der Gravitation auftritt. Bei der elektromagnetischen
Wechselwirkung sind zudem auch Abstoßungskräfte
möglich. Wie erklären Sie sich das?
K.M.: Die Beantwortung fällt leicht, wenn wir erst einmal
geklärt haben, welches bei einer Wechselwirkung die jeweils
ursächlichen Felder sind. Dazu analysieren wir den Verlauf
der Feldlinien einerseits bei geladenen Teilchen und
andererseits bei neutralen und ungeladenen Teilchen.
Ich betrachte zunächst elektrisch geladene Teilchen, wie z.B.
Elektronen oder Protonen. Bei allen sind die gegen unendlich
verlaufenden Feldlinien des elektrischen Feldes offen. Mit
diesem Feld vermag das Teilchen mit seiner Umgebung in eine
Wechselwirkung zu treten. Wir messen eine Ladung und eine
elektromagnetische Kraftwirkung. Im Falle ungleicher La-
dungen werden bekanntlich eine Feldverstärkung und anzie-
hend wirkende Kräfte beobachtet, während sich bei gleicher
Ladung eine Feldreduzierung ergibt und eine Abstoßung
wahrgenommen wird.
Bild 24: Die E-Feldlinien ungleich geladener Teilchen

Stellen wir eine Verbindung zwischen den Feldverhältnissen


und der elektromagnetischen Wechselwirkung her im Sinne der
Proportionalität zur feldbestimmenden Raumkrümmung, dann
vermag das Teilchen in Wirklichkeit lediglich mit Hilfe seines
elektrischen Feldes den Abstand zu anderen Teilchen zu
beeinflussen. Bei ungleicher Ladung entsteht eine Feld-
linienverdichtung, bei der das eine Teilchen sich in dem
gebündelten Feld des anderen aufhält und umgekehrt. Dadurch
kommt es zu einer Kontraktion aller Längen und zu der
beobachtbaren Anziehung.
Vergleichen wir das Bild der Feldlinien mit dem Prinzipbild,
dann fällt die Bündelung der Felder sofort ins Auge. Diese
Bündelung hat natürlich auch eine verstärkte Anziehungs-
wirkung zur Folge. Das wieder erklärt, warum die elektro-
magnetische Wechselwirkung um derart viele Zehnerpotenzen
mächtiger in Erscheinung tritt als die Gravitation. Diese Frage
konnte noch von keiner Theorie bisher befriedigend beant-
wortet werden.
Bild 25: Die E-Feldlinien gleichnamig geladener Teilchen

Bei gleichen Ladungen liegt das Gegenteil vor, bei dem es auf
der gestrichelten Linie zwischen den Teilchen sogar zu einer
lokalen Feldfreiheit kommen kann. Tendiert entsprechend
unserer Proportionalität (E ~ 1/12 ) das Feld gegen Null, dann
weitet sich der Abstand bis Unendlich aus. Die beobachtbare
Abstoßung reicht, wie dies von der elektromagnetischen
Wechselwirkung bekannt ist, bis Unendlich. Sie erweist sich in
der Tat als eine Folge der feldabhängigen Längenkontraktion.
Ich darf die Erkenntnisse zusammenfassen:
Die elektromagnetische Wechselwirkung eines Teilchens ist
eine Folge des Einflusses der von ihm ausgehenden offenen
Feldlinien auf die Abmessungen des Raumes, in dem es sich
befindet.

J.v.B.: Der Feldlinienverlauf von geladenen Teilchen ist


weitgehend bekannt. Er wird in den Lehrbüchern in genau
der von Ihnen beschriebenen Weise angegeben. Neu,
besonders für mich, ist die Verbindung zu den beobachteten
Kraftwirkungen.
K.M.: Wichtig ist, dass die Feldlinien offen sind, weshalb sie
von gleichnamigen Ladungen weggebogen und zu
ungleichnamigen hingelenkt werden. Subjektiv stellen wir
fest, dass als Folge der Feldreduzierung abstoßende und als
Folge der Feldverdichtung anziehende Kraftwirkungen
beobachtet werden.

J.v.B.: Das passt alles ziemlich gut. Sie wissen aber, dass
alle geladenen Teilchen auch eine Masse haben. Wie wollen
Sie die Gravitation in dem Modell noch unterbringen?
K.M.: Indem ich darauf hinweise, dass jedes elektrische Feld
bekanntlich ein auf ihm senkrecht stehendes magnetisches
Feld zur Folge hat.
Die Feldlinien des magnetischen Feldes verlaufen parallel zur
Teilchenoberfläche und sind in sich geschlossen. Es bilden sich
deshalb auch keine magnetischen Pole aus, die messbar wären.
Magnetisch verhält sich das Teilchen wegen des in sich
geschlossenen Feldlinienverlaufs nach außen neutral. Eine
künstliche Feldreduzierung und als Folge beobachtbare
Abstoßungskräfte, wie bei der elektromagnetischen Wechsel-
wirkung sind daher prinzipiell unmöglich. Die Wirkung des
magnetischen Feldes H beschränkt sich also auf eine
geometrische Beeinflussung der Umgebung, die
Raumkrümmung, mit der wir das Phänomen der Massenan-
ziehung und der Gravitation begründet haben.
Bild 26: Die offenen E-Feldlinien und geschlossenen H-Feld-
linien eines elektrisch geladenen Teilchens.

Bild 27: Die geschlossenen E- und H-Feldlinien eines elekt-


risch ungeladenen Teilchens (z.B. n° oder Atom).
Bei ungeladenen, neutralen Teilchen (Neutronen, Atome,
Moleküle etc.) sind sowohl die magnetischen als auch die
darauf senkrecht stehenden elektrischen Feldlinien in sich
geschlossen. Beide verlaufen jetzt parallel zur Oberfläche des
Teilchens.
Wie gesagt, ist die Dichte von in sich geschlossenen Feldlinien
von außen nicht beeinflussbar. Eine Erhöhung bei Annäherung
an ein Teilchen hat ausnahmslos eine Abnahme der
Längenmaße und damit eine höhere Anziehungskraft zur Folge.
Für diesen Fall in sich geschlossener Feldlinien, für den es
generell keine Feldschwächung und keine Abstoßungskräfte
geben kann, gilt also:
Die Gravitation ist eine Folge des Einflusses der parallel zur
Oberfläche der Teilchen verlaufenden und in sich
geschlossenen Feldlinien auf die Abmessungen des Raumes,
in dem sie sich befinden.

J.v.B.: Wieso ist das noch niemandem aufgefallen?

K.M.: In sich geschlossene Feldlinien verhalten sich nach


außen neutral, sie sind weder beeinflussbar noch messbar.
Die Lehrbuchphysik vernachlässigt sie daher, beachtet oder
erwähnt sie erst gar nicht, oder kennt sie schlimmstenfalls
noch nicht einmal.

J.v.B.: Feldlinien, die vorhanden sind und dennoch keine


Wirkung zeigen sollen?

K.M.: Das darf eigentlich nicht sein. Jedes physikalische


Phänomen, das lehrt uns die Erfahrung, zeigt irgendwo seine
Wirkung. Wir müssen nur unsere Augen öffnen, nach
Möglichkeit beide.

J.v.B.: Und wie kommentieren Sie die Nachlässigkeit Ihrer


Physikerkollegen?
K.M.: Wenn genau die Einflussgröße vernachlässigt wird,
die für die Gravitation ursächlich ist, dann braucht sich
niemand zu wundern, wenn die Gravitation unverstanden
bleibt!

J.v.B.: Für die orthodoxe Wissenschaft muss Ihre Aussage


als schallende Ohrfeige empfunden werden.

K.M.: Wie Sie sehen, zeigen als Folge der feldabhängigen


Abstandsmaße die geschlossenen Feldlinien in der Tat eine
Wirkung, und das ist die der Massenanziehung.
J.v.B.: Kaum zu glauben, aber die Vereinheitlichung der
Wechselwirkungen ist Ihnen tatsächlich gelungen. Mit der
Feldlinienbetrachtung können Sie sogar erklären, warum alle
geladenen Teilchen auch eine Masse haben müssen, obwohl
im umgekehrten Fall Masseteilchen auch ohne Ladung
existieren können. Derart elementare Fragen waren bisher
nur durch Postulate und Hypothesen beizukommen. Sie
hingegen können bei Ihrer Theorie auf neue
Beschreibungsgrößen oder Vernachlässigungen vollständig
verzichten. Wenn sich die Physik zum Ziel gesetzt hat,
immer mit der leistungsfähigsten Theorie zu arbeiten, dann
dürfte sie in Zukunft an der Meyl'schen Feldtheorie nicht
mehr ohne weiteres vorbeikommen.
Objektivität contra Relativität

K.M.: Die Relativitätstheorie war seit ihrer Schöpfung


umstritten, auch wenn die Zahl der Kritiker in der
Zwischenzeit sehr geschrumpft ist.

J.v.B.: Liegt das daran, dass Albert Einstein sehr lange


gelebt und alle seine Gegner überlebt hat, oder werden die
Andersdenkenden lediglich kaltgestellt?
K.M.: Das sollen die Historiker herausfinden. Nikola Tesla
jedenfalls war mit der Arbeitsweise Einsteins gar nicht
einverstanden und kommentierte sie mit dem Vergleich, als
habe Einstein über das Schreiben eines Geschäftsbriefes
ganz vergessen, worüber er eigentlich schreiben wollte.

J.v.B.: Worauf spielt Tesla an?

K.M.: Einstein geht in seinem Ansatz von einer konstanten


und von uns definierten Zeit aus. Dann leitet er die
Lorentztransformation her und errechnet am Ende eine
Zeitdilatation, also eine variable Zeit. Das Ergebnis steht
damit im vollen Widerspruch zu seinem Ansatz. In einem
solchen Fall steckt entweder im Ansatz oder in der
Herleitung ein kapitaler Fehler.

J.v.B.: Es wäre eigentlich die Aufgabe des Autors gewe sen,


den Fehler zu finden. Spätestens die Herausgeber der
Annalen der Physik hätten den Fehler erkennen und den
jungen Einstein darauf aufmerksam machen müssen. Haben
Sie es schon versucht, Ihre Theorie in der renommierten
Zeitschrift unterzubringen?
K.M.: Im April 1990 hatte ich einen Aufsatz eingereicht mit
dem Titel: „Potentialwirbel in der Elektrodynamik". Er ist
aber abgelehnt und nicht veröffentlicht worden.

J.v.B.: Konnte in Ihrer Theorie ein verdeckter Widerspruch


gefunden werden?

K.M.: Nein, meine Theorie ist zu hundert Prozent


widerspruchsfrei. Es wurde argumentiert, meine Entdeckung
der Potentialwirbel sei entbehrlich, da alle Phänomene durch
die Maxwell-Theorie abgedeckt seien. Sollte es Fälle geben,
in denen das nicht der Fall ist, so schreibt ein Gutachter,
reichen unsere Approximationsmethoden nur noch nicht aus.

J.v.B.: Bei den berühmten Annalen der Physik wurden Sie


offenbar am Hintereingang abgefertigt und wieder nach
Hause geschickt.

K.M.: Die zunehmende Bedeutungslosigkeit, unter der die


Fachzeitschriften leiden, verdanken sie in erster Linie der
Meinungsmache ihrer Herausgeber. Längst findet die
wissenschaftliche Diskussion nicht mehr in Fachblättern
statt. Sie hat sich unter anderem ins Internet verlagert. Auch
ich nutze die modernen Medien, halte Televorlesungen und
schreibe Bücher, um meine Theorie unter die Leute zu
tragen.

J.v.B.: Diesmal helfe ich Ihnen tragen. K.M.:

Wofür ich Ihnen sehr dankbar bin.

J.v.B.: Ich hätte Sie sicher nicht angesprochen und gefragt,


ob wir ein Buch zusammen schreiben wollen,
wenn mich Ihre Ideen nicht überzeugt hätten. Allein, wenn
ich an die Vereinigung der Wechselwirkungen denke, die
perfekt gelingt. Mit der Betrachtung offener und
geschlossener Feldlinien verfügen beide Wechselwirkungen
über eine unendliche Reichweite, und bilden in der
Einflussnahme der Felder auf die Größenverhältnisse eine
Wesenseinheit. Gleichzeitig bestimmen die Felder die
Lichtausbreitung und übernehmen die Funktion eines
lichttragenden Äthers. Alles passt zusammen. Wird die
Relativitätstheorie jetzt entbehrlich?
K.M.: Nein, entbehrlich ist sie nicht, denn sie repräsentiert
einen von zwei möglichen physikalischen Standpunkten.
Einstein verkörpert den Beobachterstandpunkt, der nur das
subjektiv Beobachtbare berücksichtigt. Er folgt der
Definition von Wirklichkeit, nach der nur real ist, was auch
wahrnehmbar ist. Die Wahrnehmung mit unseren Augen
erfolgt mit Lichtgeschwindigkeit, die in Folge dessen als
konstant beobachtet wird.
Nehmen wir eine punktförmige Lichtquelle. Das Licht breitet
sich kugelförmig im Raum aus und legt in der Zeit t die Strecke
r zurück. Der Quotient ergibt die Lichtgeschwindigkeit (c = r/t).
Der subjektiven Beobachtung nach ist c konstant, was Einstein
zu seinem Ansatz veranlasst hat. Kommt es in einem
Beobachtersystem bei relativistischen Geschwindigkeiten zu
einer Längenkontraktion, wie Einstein die Änderung des
Abstandsmaßes r bezeichnet, dann führt dies zu einer
Zeitdilatation. Die Änderung der Zeitmessung t folgt nur dann
einer Längenänderung r, wenn c konstant ist. Die hypothetische
Vorstellung über phantastische Möglichkeiten von Zeitreisen
entpuppt sich als unmittelbare Folge der Einstein-Hypothese
einer konstanten Lichtgeschwindigkeit c.

J.v.B.: Und wie lautet der andere physikalische Stand-


punkt?
K.M.: Der zweite Standpunkt geht der subjektiven
Beobachtung aus dem Weg und strebt nach Objektivi tät. Ich
möchte die daraus hervorgehende Theorie sinngemäß als
Objektivitätstheorie bezeichnen. Grundlage ist die
Überlegung, dass uns die Konstanz der Lichtge-
schwindigkeit vom Messgerät nur vorgegaukelt wird, und es
sich, objektiv gesehen, lediglich um eine beobachtete
Messkonstante handelt.
Bleiben wir bei dem sich ausbreitenden Licht der Punktquelle
(mit c = r/t) und geben diesmal die Zeit als konstante Größe
vor. Das gibt sehr viel Sinn, da die Zeit von uns per Definition
festgelegt worden ist und wir es sind, die sagen, was Gleich-
zeitigkeit ist.
Kommt es jetzt zu einer Längenänderung r, dann führt das in
direkter Proportionalität zu einer Änderung von c. Diesen
Umstand habe ich schon angesprochen, dass die Änderung
einer Länge, gemessen in Metern, unmittelbar eine Geschwin-
digkeitsänderung, gemessen in Metern pro Sekunde zur Folge
hat.

J.v.B.: Wir bekommen bei einem objektiven Standpunkt jede


Menge Probleme mit der Anschauung. Beschreiben Sie mir
doch bitte, wie die Wirklichkeit aussähe, wenn es uns
möglich wäre, die jeweilige Lichtgeschwindigkeit
wahrzunehmen?
K.M.: Die "Wirklichkeit" hätte ein ganz anderes Gesicht,
und wir hätten sicher große Schwierigkeiten, uns in ihr
zurechtzufinden. In dieser "objektiven Welt" gäbe es weder
elektromagnetische Wechselwirkungen noch Gravitation,
also keinerlei Kraftwirkungen. Da alle Abstände und
Längenmaße von der Lichtgeschwindigkeit abhängen, sähe
alles wie in einem Zerrspiegel aus.

J.v.B.: Um die Mittagszeit sähe ich dürr und mickrig aus,


und in der Nacht dafür mächtig aufgeblasen. Ich
sollte wirklich keinen besonderen Wert darauf legen, die
Lichtgeschwindigkeit wahrnehmen zu können. Die Natur
weiß, was für uns richtig und wichtig ist. Unsere Sinne,
besonders die Augen arbeiten in der Weise, dass wir uns in
dieser Welt optimal orientieren können. Könnten wir den
Einfluss der Lichtgeschwindigkeit sehen, dann wären wir in
der theoretischen Physik vielleicht schon weiter, hätten dafür
aber massive Orientierungsprobleme im Alltag.

K.M.: Die mangelnde Wahrnehmbarkeit zwingt uns,


zwischen einem Beobachtungsbereich und einem
Modellbereich zu unterscheiden und zwischen beiden zu
vermitteln. Diese Vermittlung läuft auf eine Transformation
hinaus, die uns die Vorschrift liefert, wie ein Übergang von
der Beobachtung in eine nicht wahrnehmbare
Modellvorstellung, von der Relativität zur Objektivität zu
erfolgen hat.
Der Beobachtungsbereich ist, wie der Name schon zum Aus-
druck bringt, mit Hilfe unserer Sinnesorgane erfassbar und mit
entsprechenden Geräten messbar. Die dazugehörige
Mathematik liefert uns größtenteils die spezielle Relativitäts-
theorie. Dabei wird von einer konstanten Lichtgeschwindigkeit
ausgegangen. Da eine Längenkontraktion beobachtet wird und
gemessen werden kann, muss als Folge eine Zeitdilatation
auftreten. So lautet die konsequente Aussage dieser Theorie. Da
wir uns bereits klar machen konnten, dass es sich um eine
subjektive Theorie handelt, ist natürlich Vorsicht geboten,
wenn Verallgemeinerungen vorgenommen werden, wie die des
induktiven Schlusses von der Längenkontraktion auf die
Zeitdilatation.
Der Modellbereich hingegen ist für uns nicht beobachtbar und
nur auf mathematischem Wege zugänglich. Hier ist die Zeit
eine Konstante. Dagegen stehen die Radien der Teilchen und
alle sonstigen Abstände und Längenmaße in direkter
Proportionalität zur Lichtgeschwindigkeit. Ändert sie sich,
dann führt dies zu einer Längenänderung. Die Längenkon-
traktion tritt physisch, also tatsächlich auf. Für die mit dieser
Voraussetzung ableitbare und unabhängig vom Beobachter-
standpunkt gültige Theorie habe ich den Namen "Objektivi-
tätstheorie" vorgeschlagen.
Die Bedeutung dieses Modellbereichs und der möglichen
Modellberechnungen liegt darin begründet, dass wir viele
physikalische Zusammenhänge innerhalb unseres Beobach-
tungsbereichs nicht erkennen und nicht mathematisch ableiten
können. Außerdem wird nur allzu oft mit unzulässigen
Verallgemeinerungen und mit reinen Hypothesen gearbeitet. So
etwas existiert im Modellbereich erst gar nicht. Erschließen
lässt sich der Modellbereich über eine Transformation. Dazu
wählen wir einen Ansatz x(r) in dem uns zugänglichen
Beobachtungsbereich. Dieser wird dann mittels einer
Rechenvorschrift M{x(r)} in den Modellbereich transformiert.
Hier können wir in gewohnter Art und Weise den gesuchten
Zusammenhang berechnen und das Ergebnis nach derselben
Rechenvorschrift M-!{x(r)}, allerdings in der umgekehrten
Richtung, wieder zurücktransformieren. In den uns vertrauten
Beobachtungsbereich zurückgekehrt, kann das Ergebnis mit
Messergebnissen verglichen und überprüft werden.
Ich bin auf diesem Weg in der Lage, die Quanteneigenschaften
der Elementarteilchen herzuleiten, zu berechnen und mit den
bekannten Messwerten zu vergleichen. Es sei daran erinnert,
dass alle bisherigen Versuche, die Quanteneigenschaften
konventionell, ohne meine Transformation zu berechnen,
gescheitert sind. Nicht einmal eine Systematisierung mag
gelingen, wenn es beispielsweise um Erklärungen für die
Größenordnung einer Teilchenmasse geht.

J.v.B.: Eine Transformation ist zunächst nicht mehr als eine


in der Zweckmäßigkeit begründete mathematische
Maßnahme. Wenn mit einer Transformation aber erstmalig
Naturkonstanten, und als solche müssen die
Quanteneigenschaften von Elementarteilchen bisher gesehen
werden, hergeleitet und berechnet werden
können, dann gewinnt diese Maßnahme zweifellos ihre
physikalische Berechtigung.
Zu welchen Resultaten führt Ihre Transformation?

K.M.: Einerseits findet mein Wirbelmodell eine Bestätigung


und andererseits werden physikalische Gesetze plötzlich
herleitbar und Axiome lösen sich in Wohlgefallen auf.
Auf dem Weg der Transformation erfahren wir, warum die
kleinen Nukleonen, wie Protonen und Neutronen, schwerer
sind als die sehr viel größeren Elektronen. Die Berechnung der
Massen zeigt es uns.
Der innere Aufbau eines Kugelwirbels wird plausibel. Die E-
Feldlinien, hatten wir gesagt, laufen in Richtung Zentrum des
Kugelwirbels, wodurch das Feld steigt und die feldabhängige
Wirbelgeschwindigkeit abnimmt, um im Zentrum zu Null zu
werden. Damit begründe ich die Ortsfestigkeit der Materie.
Transformieren wir aber den Zusammenhang zwischen Feld
und Abstand in den Modellbereich, müssen wir feststellen, dass
die Kugelform eigentlich gar nicht möglich ist. Ein auftretendes
Felddefizit verhindert dies zunächst. Meine Feldgleichungen
helfen hier weiter, denn sie erklären, wie ein Eigenfeld aus
einer Relativbewegung entstehen kann. Also wird das
Wirbelteilchen, vom ortsfesten Zentrum beginnend, nach außen
immer schneller um sich selber herum rotieren, um auf diesem
Weg das entstandene Felddefizit auszu-gleichen. Aus diesem
Grund haben die Elementarteilchen einen Spin. Deshalb hat der
Spin einen festen und für das Teilchen charakteristischen Wert.
Erstmalig haben wir eine Begründung für die Quantisierung
gefunden! Damit verliert die Quantenphysik endgültig ihre
Daseinsberechtigung. Gelingt es nämlich, die Quantisierung
über eine Transformation herzuleiten, gibt es keinen Grund
mehr, um dieses Phänomen herum eine eigene, unanschauliche
Physik zubasteln.
Das Vakuum, hatten wir festgestellt, übt einen Druck auf die
Wirbelteilchen aus und formt sie zu einer Kugel. Warum, stellt
sich jetzt die Frage, wird es nicht gänzlich zerquetscht? Im
Modellbereich der Objektivitätstheorie finden wir auch dieses
Mal die Antwort. Im Zentrum des Wirbelteilchens baut sich
der Gegenwirbel auf. Es handelt sich um expandierende
Wirbelströme, die nach außen drängen, während von außen der
kontrahierende Potentialwirbel den Vakuumdruck ausübt. Die
Hüllfläche, an der die Wirbelablösung erfolgt, bildet die
Kugeloberfläche des Teilchens.
Die Transformation löst ungeheuer viele Detailprobleme und
festigt das Wirbelmodell.

J.v.B.: Können Sie mir ein Beispiel nennen, bei dem sie
physikalische Grundgesetze über Ihre Transformation
herleiten und Sie ihnen ihre Eigenständigkeit nehmen?

K.M.: Nehmen wir den Energieerhaltungssatz.


Das Ergebnis im Modellbereich der Transformation sagt aus,
dass die Energie gleich bleibt, auch wenn der Radius, der
Abstand oder die Geschwindigkeit eines Gegenstandes sich
ändern sollte. Dem subjektiv beobachtenden Menschen zeigt
sie sich lediglich in verschiedenartigen Ausdrucksformen.
Letztendlich entsteht die von Außen messbare Energiemenge,
wie es die vorliegende Feldtheorie vorschreibt, durch das
Binden der entgegengesetzt gleich großen Energie im Innern
der Quanten. Die gleiche Energie von 0,51 MeV, die wir dem
Elektron auf Grund seiner Masse mit Hilfe der Einstein-
Beziehung beimessen, ist also in seinem Innern gebunden.
Diese Feststellung ist auch auf andere Elementarteilchen und
damit auf ganze Prozesse übertragbar.
Wir erkennen hier wieder das Prinzip der Dualität zwischen
dem nach außen drängenden Wirbelstrom im Innern des
Elementarwirbels und dem sich konzentrierenden Potential-
wirbel außen. Beide sind also auch energetisch betrachtet
gleich groß.
Während es sich bei der elektromagnetischen Welle um eine
symmetrische Schwingung um "Null" herum handelt, entsteht
durch den Vorgang der Quantisierung, durch das Aufrollen zu
einem Kugelwirbel, ein von Null verschiedener energetischer
Zustand des Raumes. Die Größenordnung wird durch die
Anzahl an Elementarwirbeln bestimmt, aus denen die Teilchen
und die ganze Materie bestehen. Solange wir keine neuen
Elementarwirbel künstlich erzeugen und damit die Anzahl der
vorhandenen konstant halten, wird sich der energetische
Zustand nicht ändern, oder wie es in Lehrbüchern formuliert
wird: In einem abgeschlossenen System ist die Summe der
Energie konstant.

J.v.B.: Damit haben Sie in der Tat ein Axiom aus der Welt
geschafft. Der Energieerhaltungssatz folgt zwanglos aus der
Wirbeltheorie.

K.M.: Der Erhaltungssatz der Energie ist nicht elementar,


sondern eine konsequent ableitbare Folge des
feldtheoretischen Ansatzes, nach dem allein das Feld als
Ursache für alle anderen physikalischen Phänomene auftritt,
auch für die Energieerhaltung! Da es sich ursächlich um das
elektromagnetische Feld handelt, muss gelten: Energie ist
eine Zustands-beschreibung des Elektromagnetismus.
J.v.B.: Dann fällt nicht mehr schwer zu erklären, warum sich
Energie umformen lässt. Es sind nur unterschiedliche
Ausbildungsformen ein und desselben Phänomens! Die
Kraftwerke beispielsweise stellen keine Energie her, sie
formen nur um. Ihre Theorie hingegen lässt die Möglichkeit
einer Energieherstellung vom Prinzip her offen, wenn ich
das richtig beurteile.

K.M.: Da haben Sie durchaus recht. Wenn es mir gelingen


sollte, Kugelwirbel aus elektromagnetischen Wellen zu
formen, dann wäre ich rein theoretisch in der Lage, Energie
herzustellen. Das ganze ist zunächst eine reine Strukturfrage,
aber ich denke, ich werde zur Erzeugung der notwendigen
Felder mehr Energie aufwenden müssen als ich am Ende
gewinne.
J.v.B.: Energie aus dem Vakuum halten Sie also für einen
Wunschtraum der Menschheit.

K.M.: Ja, zumindest derzeit ist noch keine brauchbare


Technologie in Sicht. Wir kommen der Lösung aber schon
sehr nahe, wenn wir Feldstrukturen nutzen, die sich bereits
quantisiert, aber noch nicht materialisiert haben.
J.v.B.: Sie denken an die Neutrinos.

K.M.: Von den Neutrinos zu energiereicher Materie ist es


nur noch ein kleiner Schritt.

J.v.B.: Gut, dann sollten wir den Schritt als nächstes gehen
und die Phantasien vorerst begraben, Energie aus dem
Vakuum oder aus der Schwerkraft abziehen zu wollen.

K.M.: Die Objektivitätstheorie wird uns mit dem darin


enthaltenen Wirbelmodell in der praktischen Realisierung
von Konzepten zur Lösung des Energieproblems unserer
Gesellschaft und zum Bau dezentraler Energiekonverter eine
große Hilfe sein.
Neutrinopower nutzbar?
J.v.B.: Herr Meyl, von Ihrer Theorie geht eine Faszination
aus, daran besteht kein Zweifel. Erst die Umsetzung in die
Praxis aber zeigt, welcher Wert in einer Theorie wirklich
steckt. Um Neutrinopower zu verstehen, bin ich, wie die
meisten Menschen, auf anschauliche Beispiele angewiesen.

K.M.: Die unter dem Namen Railgun bekannt gewordene


Schienenkanone ist ein entsprechendes Beispiel. Eine nähere
Beschäftigung mit diesem Gerät lohnt sich, denn hier
werden einige grundlegende Konzepte der Raum-Energie
deutlich.

J.v.B.: Es ist ein interessantes Gerät. Soweit ich gehört habe,


sollen beim Betrieb unerwartete Probleme aufgetreten sein.
Wissen Sie Näheres?

K.M.: Die am SDI-Projekt beteiligten Ingenieure staunten


nicht schlecht, als sie die verbogenen Schienen ihrer Kanone
in Augenschein nahmen. Beim Probebetrieb war ihnen die
Apparatur förmlich um die Ohren geflogen.
Sie waren sich ganz sicher, aus der Rotation eines Homo-
polargenerators nur 16,7 MJ an Energie eingespeist zu haben,
denn mehr stand für das Experiment gar nicht zu Verfügung.
Das auf der Schiene liegende Geschoss der Masse m0 = 0,317
kg hätte dabei auf die Geschwindigkeit von 4200 m/s
beschleunigt werden sollen. Stattdessen wirkten hier urge-
waltige Kräfte, denen die Konstruktion nichts entgegen zu
setzen hatte. Es ist sogar davon die Rede, dass die abgegebene
Energie 399 GJ betragen haben soll, was einem Over-Unity-
Effekt von 24000 entspricht. Dieser Faktor beschreibt das
Verhältnis der abgegebenen zur aufgenommenen Leistung oder
Energie.

J.v.B.: Sollten diese Angeben zutreffen, wäre dies der


leistungsfähigste Konverter für freie Energie, der bisher
entwickelt worden ist. Wie konnten die der militärischen
Geheimhaltung unterliegenden Daten überhaupt in die
Öffentlichkeit gelangen?
K.M.: Über das Internet. Den "Krieg der Sterne" haben die
Militärstrategen bereits am Schreibtisch verloren, nachdem
sich heute keine Nation mehr findet, die mitmachen würde.
Wie wir alle wissen, sind wir doch von Freunden umzingelt!

J.v.B.: Und deshalb gelangen jetzt Konstruktionszeich-


nungen und aufschlussreiche Details an die Öffentlichkeit.
Das Internet macht es möglich. Auf diesem Bild hier ist ein
heller Blitz zum Abschusszeitpunkt zu erkennen.

K.M.: Es werden vermutlich Neutrinos materialisiert, wobei


der Anteil an Antimaterie mit den Materieteilchen zu Licht
zerstrahlt. Es findet also der gleiche Vorgang statt wie beim
Blitz oder beim Leuchten der Sonne. Zudem wird davon
berichtet, dass der Umgebung Wärmeenergie entzogen wird,
ein Umstand, der für alle funktionierenden Konverter für
Raumenergie charakteristisch ist. Wir werden dabei an die
mögliche Eisbildung in einem Blitzkanal erinnert.

J.v.B.: Ist die Railgun so etwas wie ein künstlicher Blitz?

K.M.: Es sind einige Gemeinsamkeiten vorhanden. Wie bei


einem Blitz wird auch bei der Railgun mit einer sehr hohen
Erregerspannung und mit extremen Änderungs-
geschwindigkeiten der Spannung (hohem du/dt) angeregt.
Vom Aufbau her handelt es sich um eine Ampere' sehe
Brücke, die den Raketentriebwerken in mancherlei Hinsicht
überlegen scheint.
J.v.B.: Es entfällt jedenfalls der aufwendige Transport des
Treibstoffs in den Weltraum. Die Antriebsenergie für die
Railgun wird Kondensatorbatterien entnommen, die
wiederum über Solarstrom nachgeladen werden.

K.M.: Das Geschoss hat die Form und die Funktion eines
Kurzschlussbügels und ist zwischen beiden Schienen der
Railgun verschiebbar geführt. Die Hoch-
spannungskondensatoren werden zum Zeitpunkt des
Abschusses auf die beiden Schienen geschaltet, so dass über
den Bügel in sehr kurzer Zeit ein extrem hoher
Kurzschlussstrom von mehreren tausend Ampere fließt. Da
sich der Bügel zudem in einem statischen Magnetfeld
befindet, wirkt auf ihn eine Beschleunigungskraft.

Es ist die Kraftwirkung eines stromdurchflossenen Leiters


in einem magnetischen Feld, wie sie in jedem
Elektromotor wirksam ist.

Bild 29: Zur Funktionsweise der Railgun

J.v.B.: Das ist konventionelle Technik. Auf die berechnete


Beschleunigungskraft wurde die Ampere'sche Brücke
ausgelegt. Mit freier Energie hatte keiner gerechnet. Für den
gigantischen Wirkungsgrad, wie er ermittelt wurde, müssen
demnach weitere Effekte hinzutreten. Haben Sie
herausgefunden, um welche es sich handeln könnte?

K.M.: Es wirkt sich das Faraday-Gesetz zur unipolaren


Induktion aus.
Das Geschoss, oder sprechen wir von der Funktion her lieber
von dem Kurzschlussbügel oder dem Schieber, wird zunächst
ganz konventionell beschleunigt und erfährt, mathematisch
ausgedrückt, ein dv/dt. Das senkrecht zur Bewegung
aufgespannte magnetische Feld B ist konstant, so dass nach der
Faraday-Beziehung (B = v x B) aus der Geschwindigkeit v eine
elektrische Feldstärke B und aus der Beschleunigung dv/dt eine
Feldänderung dE/dt folgt.
Diese über die Länge des Schiebers geöffneten Feldlinien, ins-
besondere der schwingende Anteil, scheint mit schwingenden
Teilchen eine Wechselwirkung einzugehen und diese Teilchen
einzusammeln. Es handelt sich vermutlich um Neutrinos, die in
erster Linie in Ladungsträger materialisieren. Diese tragen zum
Stromfluss im Schieber bei und zur Beschleunigung, woraufhin
noch mehr Neutrinos eingefangen werden.

J.v.B.: Genutzt wird offenbar ein rückgekoppelter Effekt: die


ursächliche Spannungsänderung beschleunigt den Schieber
und sammelt zugleich Neutrinos ein, die beim
Beschleunigen und beim Sammeln mithelfen, usw. Nicht
ungefährlich das Verfahren, denn bekanntlich ist eine
Lawine nicht mehr zu stoppen, wenn sie sich erst einmal
gelöst hat.

K.M.: Der Prozess läuft unkontrolliert ab, das ist richtig. Er


klingt allerdings von alleine wieder ab. Wenn die
Spannungsänderung abgeklungen und der Kondensator
vollständig entladen ist, wird auch die resonante
Wechselwirkung wieder in sich zusammenbrechen.

J.v.B.: Ist zum Starten eine Mindestenergie notwendig?


K.M.: Ja, und zwar eine erhebliche Menge und eine
dementsprechende große Dimension der ganzen Railgun
sind schon erforderlich. Bei den vielen verkleinerten
Modellen und Nachbauten, an denen derzeit Hochschulen
und Bastler herumprobieren, wird kein Lawineneffekt
beobachtet, weil die Mindestenergie erst gar nicht erreicht
wird.

J.v.B.: Ist eine Verkleinerung dieser riesigen Kanonen


prinzipiell unmöglich, oder fehlen den Technikern lediglich
die ausreichenden Kenntnisse über die Funktionsweise, um
Freie-Energie-Geräte für den Hausgebrauch konstruieren zu
können?

K.M.: Ich habe noch kein Modell gebaut, aber ich denke, es
sollte möglich sein.

J.v.B.: Gut, dann binden wir den Schieber an eine Achse und
lassen ihn im Kreis herum rennen. Jedes Mal, wenn er am
selben Punkt vorbeiläuft, bekommt er einen neuen Schuss
übergebraten. Mit der Achse treiben wir einen Generator an
und fertig ist mein Heimkraftwerk. Ein kleiner Teil der
Generatorleistung wird dem System zur Eigenversorgung
wieder zugeführt. Der Rest steht den Verbrauchern als
umweltfreundliche, regenerative Energie kostenlos zur
Verfügung.

K.M.: Ich muss Sie dringend warnen, Herr von Buttlar. Bei
einer kontinuierlich arbeitenden Maschine kann das Entladen
des Kondensators nicht ein einzelnes Ereignis bleiben wie
bei der Kanone. Das Entladen und das Nachladen muss
zyklisch in Abhängigkeit von der Drehzahl erfolgen. Zum
Erreichen einer einigermaßen gleichmäßigen Drehbewegung
muss Zündung auf Zündung folgen. Erfolgt aber die neue
Zündung, obwohl der Lawineneffekt der letzten noch nicht
abgeklungen ist, dann kommt es unweigerlich zur
Katastrophe, dann zerlegt das Wunderwerk sich selbst unter
den Augen seines Schöpfers.
J.v.B.: Es ist bekannt, dass zahlreiche Erfinder derart
schmerzliche Erfahrungen sammeln mussten.

K.M.: Ich vermute, dass nicht einmal der Vater der freien
Energie, Nikola Tesla, verschont worden war, als er ein
umgebautes Luxusauto mit Elektromotor und
Energiekonverter bereits nach einer Woche Probebetrieb im
Jahre 1931 in einer Scheune nahe Buffalo wieder abstellen
musste.

J.v.B.: Bieten sich mit irgendeiner Leistungsregelung oder


einer Drehzahlbegrenzung nicht ingenieurmäßige Lösungen
zu diesem Problem an?

K.M.: Das schon, nur soweit denken die meisten Erfinder


nicht. Zum einen, weil sie ohne ein brauchbares
physikalisches Modell basteln und zum anderen glauben sie
sich schon am Ziel, wenn sie das erste Mal so etwas wie
freie Energie beobachten.

J.v.B.: Genauso schnell wie die Freude kommt dann die


Ernüchterung. Damit erfüllt sich das typische Klischee vom
Erfinderschicksal. Im Nachhinein glaubt dann niemand mehr
den Worten des Erfinders.

K.M.: Das war bei Tesla nicht anders.

J.v.B.: Er sprach von Solarenergie, die er als Energiequelle


für sein Elektromobil nutzen würde. Was alle erstaunte war,
dass er auch in der Nacht fahren konnte, wenn die Sonne
bereits untergegangen war. Kann dieser Umstand nicht als
Beweis angesehen werden, dass Tesla Neutrinopower
genutzt hat?

K.M.: Zweifellos, ich wüsste keine andere Energiequelle.


Er befestigte seinen Konverter auf dem Armaturenbrett und
nicht im Motorraum, um vermutlich während der Fahrt vom
Fahrersitz aus über zwei Metallstäbe, die er in das Gehäuse
hineinschob, die Kopplung der Spulen einzustellen. Doch
irgendwann muss auch diese Handregelung schief gehen, denn
die eingesammelten Neutrinos sammeln ihrerseits weitere ein,
so dass bei ungünstiger Zündfolge ein zusätzliches
Aufschaukeln möglich ist. Für einen zuverlässigen Betrieb wäre
demnach direkt oder indirekt die Phasenlage der Zündungen
zueinander zu kontrollieren.

J.v.B.: Die Regelung eines Konverters gehört ganz sicher zu


den zentralen Problemen, mit denen sich die Erfinder
konfrontiert sehen. Besteht eine Möglichkeit, dieser
Schwierigkeit aus dem Weg zu gehen?

K.M.: Die Natur hat das Problem bereits hervorragend


gelöst. Bei der Photosynthese werden nur so viele Neutrinos
in Ladungsträger materialisiert, wie gebraucht werden und
zufällig vorbeikommen. Diese spalten dann die
Wassermoleküle und setzen die bekannte Dunkelreaktion in
Gang.
J.v.B.: Deshalb wachsen Pflanzen an bestimmten Stellen
besser als an anderen. Auch der Zeitpunkt der Aussaat soll
eine Rolle spielen. Hier könnte ein Zusammenhang mit der
zeitlichen Schwankung der Neutrinostrahlung vorliegen.

K.M.: Das wäre zu untersuchen. Genauso nehmen die


Mitochondrien, die Energiezentralen in den Zellen nur in
dem Maße Raum-Energie auf, wie die Zelle zu ihrer
Funktion benötigt.

J.v.B.: Nehmen wir einmal an, ein Mensch sei einem


erhöhten Neutrinofeld ausgesetzt. Wir reagieren die Zellen?
K.M.: Die Mitochondrien werden durch die hohe
Energiedichte der eingefangenen Neutrinos im Laufe der
Zeit geschädigt, so dass ihre Zahl langsam abnimmt.
Irgendwann bekommt die Zelle ein Energieproblem, das sie
dadurch löst, dass sie sich teilt. Die neue Zelle ist dann
wieder ausreichend mit Energiezentralen bestückt.

J.v.B.: Da aber die Häufigkeit einer Zellteilung begrenzt ist,


stirbt der Mensch spätestens an einem Energiemangel. So,
wie ich Sie verstehe, ist die Neutrinostrahlung für das Altern
verantwortlich. Das ist zweifellos eine interessante
Hypothese.
K.M.: Stellen Sie sich jetzt eine noch höhere, der Arzt würde
sagen eine pathogene Strahlung vor. Jetzt würden die Zellen,
kaum dass sie sich durch Teilung erneuert haben, gleich
wieder alle Mitochondrien verlieren und spontan zu einer
weiteren Zellteilung animiert. Die Zellen würden sich doch
viel schneller vermehren, als energetisch tote Zellen vom
Organismus entsorgt werden könnten.

J.v.B.: So könnte möglicherweise ein Krebsgeschwür


entstehen.

K.M.: Nicht umsonst sind Krebszellen elektromagnetisch


inaktiv im Gegensatz zu gesunden Zellen.

J.v.B.: Vielleicht kommt bei der Krebsforschung mehr


heraus, wenn die Krebsärzte mit Neutrinoforschern
zusammenarbeiten.

K.M.: Ich sehe noch zu einem weiteren Phänomen eine


Verbindung, dem der spontanen Selbstverbrennung,
wenn ohne äußeren Anlass ein Mensch zu einem winzigen
Häufchen Asche verbrennt.

J.v.B.: Mysteriös ist das schon, denn dazu wären Tem-


peraturen von tausend Grad und mehr erforderlich. Solche
Selbstverbrennungen finden selten statt, aber es wird davon
berichtet.

K.M.: Als Auslöser, so erkläre ich mir das, wird die


Neutrinolawine losgetreten, sammeln die Zellen plötzlich
und lawinenartig mehr Raum-Energie ein, als ihnen gut tut.
J.v.B.: Der Kontrollmechanismus wäre außer Kraft gesetzt.
Ich kann mir das schon vorstellen. Aber glücklicherweise
funktionieren die Regelkreise in der Natur ausgesprochen
zuverlässig. Wir sollten für den Bau von Energiekonvertern
die Natur zum Vorbild nehmen.

K.M.: Es wird uns anfangs kaum gelingen. Wenn unsere


Technik nur einen winzigen Teil der zufällig
vorbeifliegenden Neutrinos nutzen könnte, wäre mit der
Energieausbeute wohl keiner zufrieden. Das ist schlicht und
einfach zu wenig. Deshalb bündeln nahezu alle bekannt
gewordenen Konverter Neutrinos und sammeln sie ein.

J.v.B.: Es leuchtet ein, dass bei hoher Neutrinodichte auch


die wandelbare Energiemenge steigt. Aber das
Damoklesschwert hängt doch ständig über diesen
Konstruktionen.

K.M.: Das wissen die meisten Erfinder auch, oder sie haben
es unfreiwillig erleben dürfen, wie die Lawine unangemeldet
losrollt und alles vernichtet. Danach
werden sie vorsichtig und betreiben ihre Kiste nur noch bei
zehn Prozent der maximalen Leistung oder weniger.

J.v.B.: Sie schlagen vor lauter Schrecken die Türe zur freien
Energie schnell zu und blinzeln nur noch durch das
Schlüsselloch. Wenn man Glück hat, lassen sie einen auch
mal durchgucken: „Schaut mal, da drinnen ist sie, die freie
Energie!"

K.M.: So lässt sich die Situation treffend umschreiben. Die


Konverterregelung ist extrem anspruchsvoll und neigt zur
Instabilität, da der Lawineneffekt zu einer exponentiell
ansteigenden Zunahme der Abgabeleistung führen kann,
auch ohne wesentliche Änderung der Eingangsleistung.
J.v.B.: Sie halten das regelungstechnische Problem aber für
technisch lösbar?
K.M.: Ja, es ist vergleichbar mit der Abstandsregelung beim
Transrapid zwischen Schiene und Fahrzeug. Hier konnten
die Ingenieure das Problem beim magnetischen Schweben
schließlich mit einer Beobachterregelung in den Griff
bekommen.
Die Regelung ist aber nur einer von drei Problemkreisen, mit
denen wir uns befassen müssen.
J.v.B.: Welches sind die beiden anderen?

K.M.: Einerseits das Einsammeln der Neutrinos und


andererseits die Wandlung in Ladungsträger.
Raum-Bnergie-Technologie
J.v.B.: Professor Meyl, man wird die Frage an Sie richten,
wie Sie Neutrinos einfangen wollen, von denen doch
behauptet wird, dass Sie gar nicht wechselwirken.

K.M.: Es muss die Resonanzbedingung erfüllt sein: gleiche


Frequenz und entgegengesetzte Phasenlage.

J.v.B.: Sie haben das schon erklärt. Mich interessiert, wie


sich dieses Prinzip in die Praxis umsetzen lässt.

K.M.: Neutrinos haben eine von Plus nach Minus hin-und


herschwingende Ladung. Wie Ladungsträger zeigen sie sich
als Monopole mit offenen Feldlinien, das ganze nur
schwingend.
Sie werden von einem Empfänger angezogen, wenn der
gegenphasig von Minus nach Plus schwingt.
J.v.B.: Mit einem solchen Schwinger wäre die Aufgabe des
Einsammeins demnach lösbar.

K.M.: Er sollte aber in gleicher Weise als Monopol in


Erscheinung treten, ebenfalls mit offenen Feldlinien.
Bekanntlich gehen die Feldlinien vom Pluspol aus und
enden am Minuspol, wobei sich beide Pole gegenseitig
anziehen. Die technische Schwierigkeit besteht in dem Bau
der unipolaren Feldanordnung.

J.v.B.: Dann sollten wir uns das Elektron zum Vorbild für
einen perfekten Monopol nehmen. Nach Ihrem
Wirbelmodell hätte es die ideale Struktur.
K.M.: Das ist prinzipiell richtig, aber was der Wirbel ganz
allein fertig bringt, dazu sind wir technisch kaum in der
Lage. Wir können uns allenfalls eine angenäherte Struktur
überlegen, bei der ein Pol derart in einem künstlichen
Zentrum eingeklemmt wird, dass wenigstens ein Teil der
Feldlinien sich nicht mehr schließen kann und sich damit
zwangsläufig öffnet.

J.v.B.: Bei der Railgun vermisse ich aber den elektrischen


Monopol!
K.M.: Sie haben recht, über dem Schieber baut sich ein
klassischer Dipol auf. Neutrinos, die jedoch in der Nähe von
einem Schieberende vorbeifliegen, spüren den einen Pol,
dem sie näher sind und werden von ihm angezogen. Je
mächtiger die Lawine wird, umso stärker wird die
Polarisierung.

J.v.B.: Dann hätte ich den Verbesserungsvorschlag, die


Railgun mehr unipolar aufzubauen.

K.M.: Das könnte dann auch schon bei geringeren


Leistungen funktionieren. Wenn ich einmal Zeit und Geld
dazu habe, werde ich einen unipolaren Vierzylin-der-
Eintakter bauen, das verspreche ich Ihnen, Herr von Buttlar.
Die Pläne liegen bereit.
J.v.B.: Wie löst Tesla das Problem?

K.M.: Er erzeugt die schwingende Ladungstrennung mit


Hilfe seiner Flachspule, indem er beide Spulenenden mit je
einer Kugelelektrode verbindet. Je weiter beide Elektroden
voneinander entfernt sind, umso besser wechselwirken sie
über ihre Feldlinien.
Es ist besonders vorteilhaft, so empfiehlt Tesla, die eine
Kugelelektrode gleich durch die ganze Erdkugel zu ersetzen,
indem er seinen Empfänger erdet. Die verbleibende
Kugelantenne arbeitet gegen die Erdung und erscheint für
sich betrachtet wie ein Monopol.

J.v.B.: Wie ich bei Ihrem Experiment sehen konnte, scheint


dies auch zu funktionieren. Gibt es weitere Beispiele?

Bild 30: Demonstrationskonverter „Testatika"16.


K.M.: Nehmen wie die Testatika, die in Linden in der
Schweiz steht. Es handelt sich um einen elektrostatischen
Generator mit mehreren Kilowatt Leistung, ohne irgendeine
Energiezufuhr von außen. Bei ihm drehen sich zwei dünne
Scheiben dicht nebeneinander, aber gegenläufig. Dadurch
stehen die induzierten Feldlinien ebenfalls gegeneinander,
und werden in Achsmitte zwischen den Scheiben zu einem
gewissen Teil eingeklemmt. Das Resultat sind offene
Feldlinien, mit denen die Betreiber sogar Gewitterwolken
anziehen können.

J.v.B.: Die Testatika wird sicher nicht umsonst als


„Gewittermaschine" bezeichnet. Ich wusste noch gar nicht,
dass bei den vollkommen unterschiedlich aufgebauten
Konzepten gemeinsame Prinzipien genutzt werden.

K.M.: Ich kenne noch weitere Fälle, die allerdings keine


elektrischen, sondern zur Abwechslung magnetische
Monopole ausbilden.

J.v.B.: Und das geht?

K.M.: Sogar recht gut! Neutrinos haben neben der


Schwingenden elektrischen Ladung einen Spin, und bilden
infolgedessen in Richtung ihrer Drehachse
magnetische Pole aus.

J.v.B.: Das kennt man von den Ladungsträgern, nur dass die
Pole jetzt schwingen.

K.M.: Richtig. Da hätte ich noch einige Beispiele. Der


Raumquanten-Manipulator aus der Schweiz verwendet
Spulen, die, ineinander gesteckt, abwechselnd gegen-
einander geschaltet sind. Ein Magnetpol wird durch die
unsinnig erscheinende Wickeltechnik zwischen zwei Spulen
mehr oder weniger eingeklemmt, der Gegenpol zeigt
daraufhin offene magnetische Feldlinien. Bei den
Raumquanten, von denen die Firma spricht, dürfte es sich
um die Neutrinos handeln. Die Theorie, die einem verkauft
wird, ist für Wissenschaftler zwar unverdaulich, aber das
Einsammeln der Teilchen funktioniert, da konnte ich mich
persönlich von überzeugen.

J.v.B.: Wo liegt die Leistung eines RQM-Aggregats?

K.M.: Bei 10000 Watt und darüber. Die Versuche werden


aber nur zwischen 100 und 400 Watt gefahren.

J.v.B.: Das Schlüsselloch lässt grüßen, oder gemäß dem


Sprichwort, aus Schaden wird man klug!

K.M.: Das trifft voll und ganz zu. Ich bedaure den Konkurs
der Aktiengesellschaft sehr, denn die Ansätze waren
vielversprechend.

Bild 31: Die Möbiusschleife. Beispiel einer


kompensierten Wicklung
K.M.: Ein anderer Forscher, Professor Seike, Mitglied der
Akademie der Wissenschaften in Japan, verwendet
Möbiusschleifen und alle möglichen Formen kompensierter
Wicklungen17.
Stellen Sie sich vor, Hin- und Rückleiter werden bei einer
Leiterschleife dicht nebeneinander geführt und der Wick-
lungssinn am Spulenende einfach umgekehrt. Wickelt sich der
magnetische Feldvektor um den Hinleiter rechtsherum und um
den Rückleiter linksherum, dann addieren sich beide zu Null,
so dass in einiger Entfernung messtechnisch kein Restfeld mehr
nachweisbar ist. Man nennt das eine Kompensation.
Der Zeiger des elektrischen Feldes steht darauf senkrecht und
weist in Richtung des Leiters und der Bewegung der
Ladungsträger. Aus der Verkopplung von magnetischem und
elektrischem Feld folgt, dass die Kompensation des einen auch
die des anderen nach sich zieht. Ist aber das elektrische Feld
tatsächlich kompensiert, dann darf in der Wicklung auch kein
Strom fließen!
Es fließt jedoch ein Strom, wenn eine elektrische Spannung an
die Möbiuswicklung angelegt wird. Als Folge dieses
erzwungenen Stromflusses müssen sowohl elektrische als auch
magnetische Felder auftreten, die nicht kompensiert sind! Es
werden einige Feldlinien aus der erwarteten Richtung
herausklappen und als offene Feldlinien in den Raum stehen.
Denen verdanken wir im schwingenden Fall die Wechsel-
wirkung mit den Neutrinos.

J.v.B.: War Seike mit seiner Wickeltechnik erfolgreich?

K.M.: Er behauptet es in seinem Buch zumindest. Von


meinen Nachbauten war allerdings keines funktionstüchtig,
aber das will noch nichts heißen. Vom Prinzip her erfüllen
seine lehrbuchmäßigen Konstruktionen die Bedingung der
Unipolarität.
Ich habe weiterhin Kontakt zu einem Erfinder, der extrem
starke und gekapselte Seltenenerden-Magnete mit ihren
gleichnamigen Polen gegeneinander klebt. Auf diese Weise
wird ein Pol im Innern eingeklemmt, und es entsteht, von
außen betrachtet, ein magnetischer Monopol. Die
Schwingung erzeugt der Erfinder, indem er ein Polrad in
Rotation versetzt, das mit mehreren derartigen Einzelpolen
bestückt ist.

J.v.B.: Wie beurteilen Sie dieses Konzept?

K.M.: Es handelt sich vermutlich um ein vergleichsweise


erfolgreiches Konzept, denn das Gerät ist relativ klein und
seine Luftspulen geben eine relativ hohe Leistung ab.

J.v.B.: Ist das einer dieser Zufallstreffer, wo der Erfinder


selber nicht weiß, warum ein Over-Unity-Effekt auftritt?
K.M.: Nein, es ist erfreulicherweise eher das Gegenteil. Ich
muss es wissen, denn die Konzeption des Geräts erfolgte in
Anlehnung an meine Theorie. Der Erfinder ist mir auf einem
Kongress das erste Mal begegnet und wir haben sogleich ein
Treffen vereinbart. Bei dem langen und intensiven Gespräch
habe ich ihm meine Vorstellungen zu Neutrinopower
dargelegt und einige Anregungen gegeben.
Ich hörte fast ein ganzes Jahr nichts mehr von dem Erfinder
und war schon etwas enttäuscht, da erreichte mich sein
Anruf: „Der Konverter tut; drei Kilowatt Ausgangsleistung
im Dauerbetrieb; stabile Auskopplung".

J.v.B.: Haben Sie sich sofort ins Auto gesetzt und die
Erfinderwerkstatt aufgesucht?
K.M.: Natürlich. Der mir gezeigte Betrieb erfolgte zunächst
noch ungeregelt. Ein Spulensatz hatte sich auch schon
oberhalb von 10 kW selbst abgefackelt, aber mit einer
intelligenten Regeleinrichtung sollte das Problem meiner
Auffassung nach beherrschbar sein.
J.v.B.: An welcher Stelle wollen sie regelnd eingreifen?

K.M.: Am einfachsten über die Antriebsdrehzahl. Der


Konverter wird wie ein Drehstromgenerator betrieben, nur
dass sein Aufbau gegen alle guten Regeln des
Elektromaschinenbaus verstößt und er wesentlich mehr
Energie abgibt, als er in Form von Wellenleistung aufnimmt.
Davon konnte ich mich bei dem Besuch überzeugen.

J.v.B.: Haben Sie auch schon eigene Messungen durch-


geführt?

K.M.: Ja, aber die Effekte ließen sich in meinem Labor


bislang nicht reproduzieren. Der Generator führt sich
entsprechend seiner unkonventionellen Bauart auf, aber
einen Over-Unity-Effekt konnten wir noch nicht erreichen.

J.v.B.: Woran liegt das?

K.M.: Wir wissen es nicht. Hier sind noch zahlreiche


Untersuchungen notwendig. Es könnte an dem von uns
getesteten Exemplar liegen, an der Verkabelung oder an der
Strahlungssituation bei uns im Schwarzwald. Unsere
Überlegungen gehen sogar so weit, dass wir die
Abwesenheit des Erfinders als Ursache nicht ausschließen
wollen.
J.v.B.: Sie wollen damit sagen, der Erfinder liefert den von
ihm getesteten und funktionierenden Energie-Konverter in
Ihrem Labor ab, und kaum dass er wieder weg ist, ist es
auch mit dem Einsammeln von Neutrinopower vorbei. Ist
ein solcher Fall, wie er kein Einzelfall zu sein scheint, noch
physikalisch erklärbar?
K.M.: Denken Sie an meine Skalarwellen-Übertra-
gungsstrecke. Der Sender moduliert mit nur geringer
Leistung das ihn umgebende Feld, damit der Empfänger
alles einsammeln kann. Ich halte es für möglich, dass ein
Erfinder selber als Feld-Modulator fungiert und höchst
persönlich dafür sorgt, dass sein technisches Gerät als
Energie-Empfänger arbeiten kann.

J.v.B.: Ich habe im Keely-Net einen Bericht über den


amerikanischen Johnson-Motor gelesen.

K.M.: Der Magnetmotor von Howard Johnson ist ebenfalls


unipolar und in vielen Punkten sehr ähnlich aufgebaut. Was
stand in dem Bericht?
J.v.B.: „Um den Motor zu starten, musste man einen Bedien-
Magneten mit der Hand an eine Stelle nahe der Mitte des
Rotors halten, der selbst mit weiteren Magneten besetzt war.
Der Motor wurde dann mit der Hand angedreht und drehte
sich in der Tat so lange, wie man dabei stand und den
Bedien-Magneten in die Nähe hielt".

K.M.: Hat man auch versucht, den Bedien-Magneten auf


einem festen Halter zu montieren?
J.v.B.: Ja, aber dann lief der Motor nicht mehr! Ihre
Vermutung, auch die menschliche Beeinflussung könnte
eine Rolle spielen, ist tatsächlich nicht von der Hand zu
weisen.

K.M.: Ich sehe zudem, noch weitere Probleme. Bei den


meisten Magnetkonvertern ist meiner Meinung nach der
genutzte Frequenzbereich zu niedrig und die verfügbare
Energie in dem Bereich zu unzuverlässig. Trotz allem wäre
der Konverter ein interessantes Demonstrationsmodell für
Neutrinopower.

J.v.B.: Es wäre schön, wenn der Erfinder sich bereit erklären


würde, sein Gerät der Öffentlichkeit zu zeigen und
vorzuführen.
K.M.: Darauf habe ich leider keinen Einfluss. Ich fordere die
Erfinder immer auf, für ihre Ideen Schutzrechte zu
beantragen, damit der Zwang nach Geheimhaltung entfällt,
der letztendlich alles blockiert. Was nutzt es dem Erfinder,
wenn er allein von seiner tollen Idee Kenntnis hat.
Das Geheimnis der Teslaspule
K.M.: Kommen wir jetzt zu dem dritten und schwierigsten
Problem. Sind die Neutrinos erst einmal abgebremst und
eingefangen worden, und wird dieser Vorgang auch
regelungstechnisch beherrscht, dann geht es jetzt um die
Frage einer Wandlung in eine nutzbare Energieform.

J.v.B.: Sie sprachen auch schon von Materialisation der


Neutrinos.

K.M.: Was soviel heißt, dass die Ringwirbel zu Kugel-


wirbeln werden, dass die Teilchen eine messbare Masse und
Ladung zurückgewinnen. An der Stelle basteln die meisten
Erfinder konzeptlos, versagen so gut wie alle Theorien von
Bearden über RQM bis zur Lehrbuchphysik inklusive.

J.v.B.: Die Beschäftigung mit Ihrer Wirbelphysik soll sich


schließlich gelohnt haben. Ich denke, Sie werden die
Vorteile jetzt voll ausspielen wollen, oder?

K.M.: Das will ich tun. Nehmen Sie das Wirbelknäuel, den
Kugelwirbel, und lassen Sie ihn immer schneller im Kreis
rotieren, dann wird er durch die Fliehkräfte zu einer
diskusförmigen Scheibe auseinandergezogen. Die Gesetze
der Mechanik schreiben das vor. Wird die Rotation
nochmals gesteigert, dann bildet sich ein Ring. Wir
beobachten, wie das Zentrum der Scheibe immer dünner
wird, um sich schließlich zu öffnen. Damit wäre der
Ringwirbel bereits geboren. Durch das geöffnete
Wirbelzentrum verliert er die für Materie charakteristische
Ortsgebundenheit.

J.v.B.: Man nehme ein Elektron, sagen Sie, und drehe es


sehr schnell im Kreis, bis ein Neutrino dabei herauskommt.
Gut, dann verraten Sie mir, wie eine technische Lösung
aussehen soll.
K.M.: Sie steht vor Ihnen, Herr von Buttlar! Ganz
offensichtlich sind die Flachspulen, wie sie bei meinem
Experiment hier auf dem Tisch verwendet werden, dazu
fähig.
Ich erkläre mir die Funktionsweise wie folgt: Durch die
Koppelspule induziert, werden die Ladungsträger in der
Flachspule in Bewegung gesetzt. Am äußeren Spulenrand ist es
eine überwiegend kinematische Bewegung in Richtung des
Leiters. Weiter nach innen wird die Leiterlänge der spiral-
förmig gewickelten Spule jedoch immer kürzer. Den Ladungs-
trägern fehlt es an freier Weglänge, nachdem ihre Schwingung
durch den Induktionsvorgang vorgegeben ist. Das einzige, was
ihnen bleibt, ist, die aufgenommene Energie in Rotation
umzusetzen!
Dabei treten die Ladungsträger plötzlich aus dem Leiter aus,
um im Isolator um den Leiter herumzuschwingen. Tesla hatte
den Punkt des Austritts an Hochspannungsspulen beobachten
können. Hier trat eine erhöhte Korona auf. Er änderte ab dieser
Stelle die Wickeltechnik und verwendete nur noch einen sehr
dünnen Draht mit einer umso größeren Isolierung. Ich habe den
Punkt berechnet und herausgefunden, dass der Übergang zum
Ringwirbel bei 511 kV erfolgt. Das ist genau die Spannung, die
beim Elektron zwischen seinem Wirbelzentrum und seiner
Oberfläche auftritt. Wird von außen eine höhere Spannung
angelegt, tritt Dematerialisation auf, die bei der Flachspule
gezielt stattfindet und zur Entstehung von Ringwirbeln führt.
Meine Berechnungen decken sich hervorragend mit der
experimentell optimierten Wickeltechnik von Tesla.
J.v.B.: War es Tesla demnach gar nicht bewusst, was seine
Flachspule alles möglich macht, wie sie tatsächlich
funktioniert und arbeitet?

K.M.: Ich gehe schon davon aus, denn er hat sie, wie
erwähnt, aus rein isolationstechnischen Gründen erfunden.
Natürlich war sein Interesse geweckt, als er erkannte, wie
sehr sich die Eigenschaften von denen einer gewöhnlichen
Zylinderspule unterscheiden.

J.v.B.: Tesla konnte mit dieser Technik wahre Kunststücke


und phantastische Phänomene vorführen. Seine wichtigste
Biographin bezeichnet ihn sogar als Magier und Prophet19.
K.M.: Das trifft den Kern absolut nicht. Tesla war lediglich
ein konzentrierter und konsequenter Forscher, der sich
immer wieder selber unter Erfolgsdruck gestellt hat. Das
fängt bereits bei seinem Studium der Elektrotechnik in Graz
an. Der aufmüpfige Tesla kritisiert seinen Professor für
Antriebstechnik. Er verspottete die neueste Errungenschaft,
einen Motor mit funkensprühendem Induktor.

J.v.B.: Das hätte der junge Tesla seinem Professor Pöschl


nicht antun sollen. Die Biographin Cheney sieht hierin den
Grund, warum er die Hochschule ohne Abschluss verlassen
hat. Es war ein offensichtlicher Rausschmiss.

K.M.: Und damit stand er plötzlich unter Erfolgsdruck.


Zumindest sich und seinen Eltern gegenüber musste er
beweisen, dass er mit der Kritik Recht hatte. Es musste eine
Möglichkeit geben, den Funkeninduktor zu
ersetzen. Drei Jahre später hatte er die zündende Idee. In
Budapest entdeckte er 1882 das Drehfeld und konzipierte
den ersten Drehstrommotor. Ein Jahr später, diesmal in
Straßburg, war bereits das erste Modell gebaut.

J.v.B.: Da stand er dann mit dem Motorchen, das keiner


haben wollte. Es gab schließlich weder ein öffentliches
Drehstromnetz, noch irgendeine Veranlassung, das
gewohnte Gleichstromnetz zu ersetzen.

K.M.: Tesla stand schon wieder unter Erfolgsdruck. Er war


nach Amerika emigriert und kämpfte gegen Edison und für
sein Drehstromsystem. Der Durchbruch kam erst 1893 mit
dem Zuschlag für den Bau eines Wasserkraftwerks an den
Niagarafällen.
J.v.B.: Das Drehstrom-Zeitalter, das kann mit Fug und Recht
gesagt werden, beginnt mit der ersten Fernübertragung von
dem Niagara-Kraftwerk nach Buffalo über 42 Kilometer!
Zur Weltausstellung wurde die Hochspannungsübertragung
noch bis Chicago weitergeführt. Das war eine enorme
Demonstration, mit der eine weltweite Entwicklung in Gang
gesetzt worden war. Heute markiert das Tesla-System den
Standard in der Versorgung mit elektrischer Energie. Mit
dieser ungeheuren Leistung hat er sich ein unsterbliches
Denkmal gesetzt.
K.M.: Es waren jedoch einige Hürden zu nehmen. Um den
Vorteil der Drehstromübertragungstechnik und die geringen
Leitungsverluste nutzen zu können, musste die Spannung
möglichst hoch transformiert werden. Deshalb hat Tesla
Hochspannungsversuche gemacht, deshalb hat er sich mit
Fragen der Isolationstechnik aus-
einandersetzen müssen und deshalb ist er auf die Flachspule
gestoßen.

J.v.B.: Ich erkenne den „roten Faden". Technische Zwänge


gepaart mit einer Portion persönlichem Ergeiz haben Tesla
zu immer größeren Leistungen angetrieben. Letztendlich hat
er sich, wie Sie sagen, selbst unter den Erfolgsdruck gestellt,
der zu seinem eigenen Antriebsmotor wurde.
K.M.: Er war zugleich der schärfste Kritiker seiner eigenen
Technik. Tesla bezeichnete die verlustbehaftete
Drehstromtechnik als die schlechteste von drei Möglich-
keiten zur Energie-Fernübertragung.

J.v.B.: Dann nutzen wir heute gar nicht das technische


Optimum!

K.M.: Nein, absolut nicht. Der Wirkungsgrad liegt deutlich


unter 100 Prozent.

J.v.B.: Das ist schon richtig. Die Hochspannungskabel


erwärmen sich und heizen die Umwelt. Aber wie soll eine
bessere Technik aussehen?

K.M.: Tesla schlägt zunächst eine sogenannte „Ein-draht-


Übertragung" vor. Er konnte im Experiment zeigen, dass der
Wirkungsgrad bei 100 Prozent liegt. Er nutzte diese Technik
als Stromversorgung für sein eigenes Labor. Seinem Freund
Mark Twain und anderen Laborbesuchern führte er vor, dass
ein hauchdünner Draht, der zwischen zwei Flachspulen
gespannt war, überhaupt nicht heiß wurde, obwohl er bei
dem rechnerisch zu erwartenden Strom eigentlich hätte
durchschmelzen müssen.
Bei dem Versuch einer Interpretation über mein Wirbelmodell
werden von der generatorseitigen Flachspule die Elektronen zu
Ringwirbeln hochgedreht. Diese laufen jetzt nicht mehr als
Ladungsträger durch den Verbindungsdraht hindurch, sondern
schwingen um ihn herum. Solange kein Ringwirbel vom Draht
herunterhüpft, und keiner verloren geht, treten auch keine
Verluste auf. Die verbraucherseitige Flachspule nimmt die
Eigendrehung wieder aus den Ringwirbeln heraus und gibt ihnen
die Form von Elektronen zurück.

J.v.B.: Warum wurde diese fantastische Technik nicht


eingeführt, wenn sie doch der Drehstromtechnik überlegen
ist?

K.M.: Weil es für Ringwirbel keinen Stromzähler gibt.

J.v.B.: Und ohne Stromzähler gibt's kein Geld für das


Kraftwerk. Das ist wieder einmal typisch für unser
technisches Zeitalter. Lieber heizen wir unsere Umgebung
auf.

K.M.: Die Kraftwerksbetreiber in Deutschland und


Österreich, denen ich eine Tesla-Eindraht-Übertragung
angeboten habe, halten die Technik sogar für durchführbar,
denn von ihren Bündelleitern her wissen sie, dass sich Strom
auch außerhalb der Leiter über das Feld führen lässt, und
trotzdem lehnen sie allein schon die Erforschung und
Entwicklung ab mit dem Hinweis auf die lange
Abschreibungszeit der bestehenden Hochspannungsmasten.

J.v.B.: Ist der hohe Wirkungsgrad der einzige Vorteil dieses


Systems?

K.M.: Oh nein. Mit der Eindraht-Übertragung sind


Seekabel-Verbindungen möglich, so dass beispielsweise
die Erdwärme von Island für Europa nutzbar würde. Zudem
konzentrieren sich die Ringwirbel im Isolator in Richtung
Zentrum, so dass außerhalb des Leiters keine EMV-Störung
mehr zu erwarten ist.

J.v.B.: Hochspannungsleitungen gelten wegen der großen


Streufelder als problematisch für unsere Gesundheit. Das
gehört dann wohl der Vergangenheit an.

K.M.: So ist es. Die unzähligen Masten könnten der Reihe


nach durch Erdkabel ersetzt werden.

J.v.B.: Weil aber die Energiewirtschaft kein Interesse daran


hat und die Bevölkerung nicht informiert ist, dass
Alternativen existieren, wird unsere Landschaft weiter mit
Hochspannungsmasten verschandelt und die Umwelt
geheizt. Armer Globus!

K.M.: Die dazugehörige Patentschrift stammt aus dem Jahre


1897. Sie ist öffentlich zugänglich und niemand soll
behaupten, er habe das nicht wissen können20.
Charakteristisch für die Eindrahttechnik ist:
1. dass nur ein Draht notwendig ist ohne Rück-
leiter,
2. dass im Leiter auch mit einem hochempfind
lichen Amperemeter kein Strom messbar ist,
3. dass der Leiter kalt bleibt und keine Verluste auf
treten, und
4. dass die Isolationsschicht und nicht die Leitfähig
keit des Leiters die Übertragung bestimmt.
Die Natur nutzt diese Technik bereits bei der Nerven-
leitung1.
Bild 32: Leitungsgebundene Energieübertragung.
Teslas Patent No.593.138 (1897)

J.v.B.: Wen wundert das schon. Die Natur nutzt alles was
gut und technisch perfekt ist. Was die Nerven-leitung
angeht, haben Sie vermutlich recht. Unser Nervenkostüm
arbeitet ohne Rückleiter und ohne Verluste.

K.M.: Aber die Fettschicht bestimmt die Signalge-


schwindigkeit. Die dick isolierten Nerven sind schneller als
die mit der dünnen Fettschicht. Das ist messbar, und
zugleich technisch überhaupt nicht verstanden.
J.v.B.: Es werden ja auch keine Ströme, sondern nur
Ladungen und elektrische Potentiale übertragen. Der
Biologe spricht von einem Aktionspotential.

K.M.: Netterweise deutet er die Funktion eines Ak-


tionspotentials an, indem er einen Ringwirbel um den
Nervenstrang herum zeichnet. Er kommt der Lösung damit
sehr nahe, denn es sind in der Tat vermutlich Potentialwirbel
in Form von Ringwirbeln, die sich als longitudinale
Stehwelle von Schnürring zu Schnürring ausbreiten.
J.v.B.: Können Sie das Sprichwort erklären und was
physikalisch passiert, wenn es mir kalt den Rücken
herunterläuft?

K.M.: Wenn bei besonderer Erregung die Potentialwirbel


stärker kontrahieren, entsteht Kälte. Auch die Teslaspule
kühlt in Betrieb ab, was viele verwundert. Tesla hat seine
Flachspule daraufhin mit flüssiger Luft vorgekühlt und im
Betrieb den Bereich der Supraleitung erreicht, bei dem die
Spule ihren Ohmschen Widerstand verliert20. Das bezeugt
eine Patentschrift von 1901.

J.v.B.: Mit der Eindrahttechnik war Tesla vermutlich seiner


Zeit zu weit voraus. Wir haben heute die Schwelle zum
neuen Jahrtausend überschritten, und da stellt sich mir schon
die Frage: hat dieses System eine Zukunft, und wo sehen Sie
den Einsatz?

K.M.: Die Eindrahttechnik ist sicher besser als die


Drehstromtechnik, sowohl hinsichtlich des Wirkungsgrads
als auch in Hinblick auf die Störstrahlung und die
Umweltverträglichkeit. Nachteilig ist jedoch die nach wie
vor zentral ausgerichtete Energieversorgung. Neutrino-
power hingegen ist dezentral und zudem konkurrenzlos in
seiner Leistungsdichte. Ihm gehört meiner Meinung nach die
Zukunft.
Auch Tesla sah in der Eindrahttechnik nur die zweitbeste
Lösung. Er stellte für die Energie-Fernüber-tragung, wie
gesagt, drei Varianten zur Wahl.
J.v.B.: Dann muss die dritte und letzte Version die beste
gewesen sein. Bei der ersten lag der Wirkungsgrad unter 100
Prozent, bei der Zweiten lag er bereits genau bei 100 Prozent
und bei der dritten?
K.M.: Da sind tatsächlich Wirkungsgrade von über 100
Prozent möglich. Die Patentschrift von 1900 zeigt, dass
Tesla die Verbindungsleitung zwischen den Flachspulen
gekappt hat und statt dessen je eine Kugelelektrode
angebunden hat. Die Übertragung erfolgte jetzt drahtlos20.
J.v.B.: Das entspricht der von Ihnen hier nachgebauten
Skalarwellen-Übertragungsstrecke. Auch Sie sind ja mit dem
Experiment in der Lage, entsprechende Wirkungsgrade zu
erzeugen.

K.M.: Dieses System nutzt Neutrinopower und zwar umso


mehr, je weiter die Elektroden von einander entfernt stehen.
Tesla nennt sein Gerät einen „Magnifying Transmitter" was
soviel wie Verstärkungssender heißt.
Nikola Tesla setzte voll und ganz auf die drahtlose Energie -
übertragung. Er wollte die ganze Welt mit Energie versorgen. Er
war in seinem Plänen aber schon wieder weiter, als die damalige
Welt es verkraften konnte.
Bild 33: Drahtlose Energieübertragung.
Teslas Patent No. 645,576 (1900).
So ging es den Investoren vor hundert Jahren in erster Linie um
Möglichkeiten der Kommunikation mit ihren Schiffen auf den
Ozeanen. Den Wettlauf zur ersten funktechnischen Über-
querung des Atlantik konnte 1901 Marconi für sich entschei-
den. Er brauchte dazu ein Watt Sendeleistung. Zur gleichen
Zeit baute Tesla auf Long Island einen Skalar-wellensender mit
einer Leistung von 7,5 Megawatt. Auf den enormen
Energiebedarf angesprochen, erklärte Tesla seinem Geldgeber
J. Pierpont Morgan, dass mit seinem Sendeturm nicht nur
Funkkontakt mit den Schiffen möglich sei, sondern dass die
Energie den Schiffen zugleich für den Antrieb zu Verfügung
stünde. Der Geldgeber war daraufhin außer sich und hat sofort
alle Gelder an Tesla gestrichen mit dem Argument, dass bei
einer weltweiten und unkontrollierten Stromverteilung niemand
ihm seinen Strom bezahlen würde. Damit war das Projekt und
für Tesla eine ganze Welt zusammengebrochen.

Teslas Funkturm (57m hoch


mit einer 21m Kugelelektrode)
zur Übertragung nach Tesla
im Multiplexbetrieb von:
• Telefonaten
• Telegraphen- und
• Fernschreibdiensten,
• Rundfunksendungen,
• Navigations- &
• Zeitsignalen,
• Bildsignalen (TV)!
Bild 34: _______ Der geplante
Tesla-Sender Wardencliff auf
Long Island mit 7.5 Megawatt
Leistung (1902).
J.v.B.: Wie beurteilen Sie die Möglichkeit einer Energie-
verteilung durch Teslastrahlung?

K.M.: Ich bin eigentlich froh, dass der Wardencliff-Turm


nicht fertig gestellt werden konnte. Meine Bedenken
betreffen mehr die Fragen zur biologischen Wirksamkeit der
genutzten Skalarwellenstrahlung und zu den Einflüssen auf
das Wettergeschehen.

J.v.B.: Tesla spricht sogar von Todesstrahlen. Wir müssen


davon ausgehen, dass Ihm die Gefährlichkeit durchaus
bekannt war.
K.M.: Von Tesla stammen Pläne für ein Interferometer als
Verteidigungswaffe. Er propagiert, dass sich mit zwei Tesla-
Sendern unsichtbare Barrieren über der Erdoberfläche
aufbauen lassen, durch die kein damaliges Flugzeug fliegen
konnte, und an der sich die Wolken stauen. Ferner lassen
sich über künstliche Gravitationswellen auf dem offenen
Meer gigantische Wellen erzeugen, die Ozeandampfer in der
Mitte auseinanderbrechen lässt.

J.v.B.: Das erinnert an die abenteuerlichen und uner-


klärlichen Vorkommnisse im Bermuda-Dreieck, als
bevorzugt amerikanische Marineboote und Flugzeuge der
Airforce spurlos verschwanden.

K.M.: Wir sollten nicht vergessen, dass Tesla zwei


Weltkriege miterlebt hat, in denen er unermüdlich sein
System für Verteidigungszwecke angepriesen hat.

J.v.B.: War Tesla tatsächlich der Meinung, eine für die


Verteidigung deklarierte Waffe sei als Angriffswaffe nicht
verwendbar? Dann war er aber ein ziemlich weltfremder und
ahnungsloser Wissenschaftler.
K.M.: Er war ein Weltverbesserer und sicher kein Mili-
tärstratege. Er war ehrgeizig und wollte seine Erfindung
angewendet sehen, von wem, das war für den in Kroatien
geborenen Serben Tesla möglicherweise sekundär. Es ist
bekannt, dass er aus Belgrad eine Rente auf Lebenszeit
bezahlt bekam.
J.v.B.: Wieso wirft Belgrad dem Mann auch noch Geld
hinterher, der seiner Heimat den Rücken gekehrt hat? Hatte
Tesla für seine Strahlenwaffe möglicherweise einen Käufer
gefunden? Wurden die Zahlungen eines Waffenhändlers in
Form einer Lebensrente geleistet? Wozu hat der Käufer die
Waffe benutzt? Wohl kaum zu seiner eigenen Verteidigung!
Vielleicht aber für einen kalten, nicht nachweisbaren
Strahlenkrieg?
Neutrinolyse und Ufo-Antriebe
K.M.: Damit die Nutzung der Neutrinopower sich lohnt,
müssen die Teilchen über die resonante Wechselwirkung
angezogen und die Teilchendichte erhöht werden. Einige
Prinzipien habe ich erwähnt. Wenn dieser wichtige Schritt
erreicht ist, dann schwingen zahllose Ringwirbel um das
Antennenkabel herum in der Form der Tesla'schen Eindraht-
Technik. Das hat so manchen gestandenen Ingenieur schon
zur Verzweiflung getrieben. Die Ringwirbel ignorieren
Widerstände und passieren Halbleiter problemlos in jeder
Richtung auch in Sperrrichtung. Glühlampen, Kondensatoren
und Batterien hingegen stellen mehr oder weniger große
Hindernisse dar. Da muss schon damit gerechnet werden,
dass hinter einer Glühlampe mehr Strom im Draht fließt, als
vor der Lampe.

J.v.B.: Das heißt wohl, dass in dem Glaskolben einige


Ringwirbel mehr oder weniger zufällig materialisieren
konnten. Wir können unsere Schaltungstechnik und alle
Regeln, die wir gelernt haben, demnach vergessen.

K.M.: Es ist tatsächlich so, dass wir ganz neue Bauelemente


brauchen, wenn wir von der Stromtechnik auf eine
Isolatortechnik übergehen, bei der mit Potentialwirbeln
anstelle von Ladungsträgern gearbeitet wird.

J.v.B.: Wie könnten solche Bauelemente aussehen?

K.M.: Ein Widerstand hätte beispielsweise die Form eines


Tunnels oder eines Abschirmkäfigs. Dioden, die Ringwirbel
nur in einer Richtung durchlassen, hätten
einen, den Synapsen bei der Nervenleitung ähnlichen
Aufbau.
Besonders wichtig für einen Neutrinokonverter wären
natürlich Einrichtungen zum Materialisieren, dem Übergang
in das uns vertraute System der leitungsgebundenen Ströme.

J.v.B.: Und da bietet die spiralförmig gewickelte Flachspule


eine gute und recht einfache Möglichkeit, eingefangene und
gebundene Neutrinos in Elektronen, also Ringwirbel in
Kugelwirbel zu wandeln. Kennen Sie weitere Alternativen?
K.M.: Die gibt es schon. Fraglich bleibt nur, wie
leistungsfähig andere Verfahren sind. Die meisten Erfinder
basteln an dieser Stelle ohne Konzept. Besonders beliebt
sind Akkus, die von alleine, oder sagen wir besser, von den
gebundenen Ringwirbeln nachgeladen werden. Die Bastler
probieren alles und stellen schließlich fest, dass der
Nachladevorgang stärker wird, je mehr Flüssigkeit im Akku
vorhanden ist. Bleiakkus sind der Renner. Sie sind billig und
arbeiten bis zur Selbstzerstörung. Lithiumbatterien halten
dagegen länger. Wegen der fehlenden Flüssigkeit schütten
die einen Kaffee hinein, Amerikaner bevorzugen Cola, und
ganz große Spezialisten schwören auf Urin.

J.v.B.: Das stinkt ja zum Himmel! Sie machen wohl einen


Scherz?

K.M.: Ganz und gar nicht. Sie bekommen sogar noch eine
Theorie mitgeliefert, auch wenn Sie die für das Geschäft gar
nicht brauchen. Auch heute noch erweist sich Amerika als
das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
J.v.B.: Sagen Sie mir bitte noch, wozu die Feuchtigkeit gut
sein soll?

K.M.: Wasser übt mit seiner hohen Dielektrizität eine starke


Affinität auf Potentialwirbel aus. Wegen des
Dipolcharakters der Wassermoleküle kommt es sehr leicht
zu Neutrinoresonanzen. Die frei beweglichen Moleküle
passen Drehrichtung und -geschwindigkeit sehr rasch an die
Schwingung der Neutrinos an und nehmen an der resonanten
Wechselwirkung teil.
J.v.B.: Wirkt Wasser wie ein Katalysator?

K.M.: Ja, man kann das so sehen. Es kommt zu einer


Anziehungskraft, die für das Molekül fatal enden kann. Ist
das Neutrino zu einem Zeitpunkt gerade negativ geladen,
vermag es das Wassermolekül von den beiden
Wasserstoffatomen her zu spalten.

J.v.B.: Es entsteht demnach Sauerstoff und Wasserstoff, wie


bei der Elektrolyse.

K.M.: Nur wird kein elektrischer Strom verbraucht. Statt


dessen verrichten Neutrinos die Arbeit. Zum besseren
Verständnis haben wir uns in meinem Labor angewöhnt, von
Neutrinolyse zu sprechen. Neutrinolyse findet bei der
Photosynthese genauso statt wie in einem See. Sie sorgt für
den Sauerstoff, ohne den kein Fisch in der Tiefsee oder in
einem stehenden Gewässer überleben könnte.

J.v.B.: Die Natur ist uns schon wieder um Nasenlängen


voraus. Wie ist der Stand bei der technischen Umsetzung?
Die Wasserstofftechnologie ist bereits sehr weit
entwickelt, Brennstoffzellen warten nur darauf, sauber und
preiswert hergestellten Wasserstoff zu bekommen. Der sollte
aber nicht aus der Elektrolyse stammen, bei der riesige
Strommengen notwendig sind, die zumeist aus
Atomkraftwerken stammen. Wie gesagt, die Industrie wartet
sehnlichst auf eine Alternative zur Wasserstoffgewinnung.

K.M.: In meinen Augen ist die Neutrinolyse eine perfekte


Problemlösung. Genutzt wird Neutrinopower, und das ist
eine absolut saubere Energie. In Amerika lebte ein
erfolgreicher Erfinder von Geräten, die mit Wasser als
Spritersatz auskommen.
Stanley Meyer baut dazu eine mit Wasser gefüllte Kugel, die in
ihrem Zentrum eine Plus-Elektrode besitzt. Der Feldlinien-
verlauf ist betont unipolar, wie bei einem elektrisch geladenen
Teilchen. Durch einen gepulsten Betrieb werden Neutrinos
angesaugt und das Wasser in dem Gefäß der konzentrierten
Strahlung ausgesetzt.
Jetzt lässt sich beobachten, wie das kalte Wasser Blasen wirft,
so als würde es kochen. Es sind besonders die relativ großen
Sauerstoffatome, die für die Blasenbildung verantwortlich sind.
Die Wasserstoffatome entweichen weitgehend unbemerkt.
Wird aber das Gasgemisch entzündet, entsteht eine
Hochtemperaturflamme, wie bei einem Schneidbrenner. Der
Erfinder ist noch einen Schritt weiter gegangen.
Stan Meyer hat den Vergaser an einem alten 1500er VW-
Motor abmontiert und durch seine Wasser-Brenn-stoffzelle
ersetzt. Den Tank füllt er mit Wasser, es darf auch
Meerwasser sein. Der Wasserverbrauch seines Buggy liegt
bei 2,8 Liter auf 100 Kilometer und dabei entsteht als
Verbrennungsprodukt wiederum überwiegend heißer
Wasserdampf. Das Abgas ist sauber auch ohne Katalysator.
Bild 35: Die Wasser-Brennstoffzelle nach Stanley Meyer21
J.v.B.: Das ist ja ein echtes Drei-Liter-Auto, wie die Politik
es fordert!

K.M.: Der Grund ist, dass der Brennwert von Knallgas höher
ist als der von Benzin. Der Wirkungsgrad liegt nach
Angaben des Erfinders bei zehntausend Prozent.
J.v.B.: Die Wassertechnik erscheint mir ausgesprochen gut
geeignet, um Neutrinopower zu nutzen. Mit dieser
Resonanzzelle sind wir der Lösung unserer Energieprobleme
vielleicht schon näher als wir ahnen.

K.M.: Amerikanische Firmen, mit denen Stanley Meyer


Verträge abgeschlossen hatte, sollten die " Water-Fuel-Cell-
Technologie" zur Serienreife bringen. Auch die Finanzierung
schien gesichert. Doch dann kam per Internet die Nachricht,
er habe am 21.3.1998 in einem Restaurant in Grove -City zu
Abend gegessen, sei plötzlich vom Tisch aufgesprungen und
habe ausgerufen, er sei vergiftet worden. Er war auf der
Stelle tot.

J.v.B.: Da zeigt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten


seine Kehrseite. Natürlich gibt es überall auf der Welt
Lobbyisten und Interessengruppen, die sich an dem
Bestehenden bereichern und Innovationen zu verhindern
trachten, auch wenn diese unsere Welt und unsere Kinder
noch so dringend brauchen werden. Regionale Unterschiede
bestehen allerdings in den Methoden und in der kriminellen
Energie, die dabei zum Einsatz kommen.

K.M.: Es sind eine große Zahl Erfinder bekannt, die


Raumenergie mit Hilfe von Wasser anzapfen. Dabei geht es
um eine Erhöhung des Sauerstoffgehalts oder des
Kolloidalgehalts, also um eine Verbesserung der
Wasserqualität. Oder es geht wie bereits bei Walter
Schauberger um Wirbelbildung, um Leuchterscheinungen
oder auch um die Gewinnung freier Energie aus dem
Neutrinofeld.

J.v.B.: Walter Schauberger wurde von den Nazis in ein


Konzentrationslager gesteckt, damit er mit den Häftlingen
fliegende Untertassen baut. Nach dem Krieg haben ihm dann
die Amerikaner alles abgenommen. Fünf Tage später war er
tot. Auch so ein Schicksal. Die meisten Bücher über freie
Energie lesen sich eher wie Kriminalromane.
K.M.: Das ist auch mein Eindruck. Dr. Moray hat drei
Angriffe nur überlebt, weil er schneller schießen konnte, sagt
er. Sein Konverter war sehr leistungsfähig. Mir sind die
Geschichten bekannt. Ich möchte sie nicht nochmals
aufwärmen und dafür die Technik in den Mittelpunkt
unseres Gesprächs rücken.

J.v.B.: Wie Sie wissen, Herr Meyl, habe ich eine Schwäche
für fliegende Untertassen. Sind mit Neutrinopower, gestützt
auf Ihre Theorie Ufo-Antriebe vorstellbar?

K.M.: Durchaus. Werden die Neutrinos in Materie


gewandelt, dann gewinnen sie dadurch ihre Ruhemasse
zurück. Geschieht dies noch im Flug, bringen die
materialisierten Teilchen auch noch kinetische Energie mit.
Sie arbeiten dann wie ein Strahltriebwerk, wobei die
Strahlrichtung umgelenkt und auf diese Weise das Fahrzeug
bequem gesteuert werden kann.

J.v.B.: Das wäre ein sehr effizient arbeitender Rück-


stoßantrieb. Auch die Nutzlast eines Flugzeugs würde
steigen, wenn man daran denkt, dass eine Concorde
beispielsweise beim Start doppelt so viel wiegt wie bei der
Landung, nur wegen des für den Flug notwendigen Sprits.

K.M.: Es sollte sich eine charakteristische Eigenschaft


zeigen. Anstelle eines Kondensstreifens wird aus dem
Flugobjekt ein Lichtstrahl in Richtung der ausgestoßenen
Teilchen herausleuchten, der aber nach einer bestimmten
Entfernung abrupt abbricht. Verantwortlich für den
leuchtenden Strahl ist der Anteil, der zu Antimaterie
geworden ist, der zwar ebenfalls zum Rückstoß beiträgt, aber
gleichzeitig mit den unverträglichen Materieteilchen zu
Lichtteilchen zerstrahlt. Sind in einiger Entfernung alle
Antiteilchen aufgebraucht, endet auch der Lichtstrahl.

J.v.B.: Das wäre ja eine interessante und zugleich not-


wendige Eigenschaft dieser Antriebstechnologie. Raum-
fahrzeuge könnten das Neutrinofeld überall im Weltraum
anzapfen und brauchten ihre Antriebsenergie nicht mehr mit
sich herum zu schleppen. Die Raumschiffe taumeln auch
nicht mehr unter dem Einfluss Ihrer Trägheit
unkontrollierbar durch den Raum. Mit einem
Neutrinoantrieb können sie jederzeit beschleunigt oder
gebremst werden.

K.M.: Es geht noch weiter. Der Neutrinoantrieb wird das


Feld um sich herum stark beeinflussen, so dass damit zu
rechnen ist, dass von einem außenstehenden Beobachter bei
jeder Beschleunigung eine feldabhängige Größenänderung
wahrnehmbar sein sollte. Beschleunigt also ein
entsprechendes Fluggerät, dann wird es schlagartig kleiner,
und das sieht dann so aus, als hätte es
sich ohne zeitliche Verzögerung sprungartig wegbewegt,
was aber gar nicht der Fall ist.

J.v.B.: Ich kenne keine Theorie, die von der Meyl'schen


einmal abgesehen, diesen Zusammenhang physikalisch
plausibel erklären könnte. Ihre Theorie mit den feldab-
hängigen Längenmaßen kommt hier voll zum Tragen.

K.M.: Die ruckartigen Bewegungen wären nur eine Folge


der Wahrnehmung mit unseren Augen über die Ausbreitung
des Lichtes. Da die Insassen demselben Feld ausgesetzt sind,
ändern sie ihre Körpergröße mit der des Fahrzeugs mit. Sie
merken überhaupt nichts von einer scheinbar unendlichen
Beschleunigung, die nur Außenstehende beobachten würden
und die tatsächlich kein Lebewesen aushalten könnte.

J.v.B.: Nirgends ist der Erklärungsnotstand größer als in der


Raumfahrt! Erst mit Ihrer Objektivitätstheorie sind wir
möglicherweise in der Lage, unverstandene Beobachtungen
als zwingende technologische Konsequenzen aufzufassen
und zu begreifen'.

K.M.: Nur durch das Aufdecken parawissenschaftlicher als


rein physikalischer Phänomene wird sich der heutige
Mensch aus den Zwängen der Magie und seiner eigenen
Wahnvorstellungen befreien können.
Bild 36: Versuchsmodelle der „Fliegenden Untertasse"
nach Viktor Schauberger22

J.v.B.: Ich muss noch einmal auf die fliegenden Scheiben


zurückkommen. Sind derartige Fluggeräte bereits gebaut und
erfolgreich gestestet worden?
K.M.: Es existieren Berichte, nach denen einige Labor-
modelle tatsächlich geflogen sind. Schauberger hat als
gelernter Förster generell mit Wasser als Katalysator für die
Neutrinostrahlung gearbeitet. Es geht aber auch ohne Wasser
rein elektrodynamisch. Das soll der Engländer John Searl
mit seinen Flugscheiben vorgeführt haben.

J.v.B.: Die Searl-Scheiben waren zwar unbemannt, hatten


aber einige Meter im Durchmesser und waren Tonnen
schwer. Leider können wir uns nur auf seine eigenen
Berichte und die von Augenzeugen stützen. Ich weiß nicht so
recht, wie ich diesen Privaterfinder einordnen soll, irgendwo
zwischen der Verleihung eines Professorentitels Honoris
Causa, seiner Verhaftung und der Zerstörung seines Labors.
K.M.: Ohne den Effekt selber verstanden zu haben, konnte
Searl natürlich auch die Gefahren nur schwer einschätzen.
Schwere Verletzungen und ein Todesopfer hatten seine
Experimente gefordert. Das hat seiner Arbeit sehr geschadet.
Er hatte große Schwierigkeiten, das Gerät unter Kontrolle zu
bekommen. Eine Scheibe durchbrach die Decke und das
Dach seines Labors und verschwand auf
Nimmerwiedersehen. Fünf weitere Flugscheiben, die er nach
dieser Erfahrung im Freien startete, gingen auf gleiche
Weise verloren.
J.v.B.: Haben Sie eine Erklärung für die Funktionsweise
dieser Flugscheiben?

K.M.: Wie bei den meisten Magnetkonvertern ist auch hier


die unipolare Induktion im Spiel. Mit der Faraday-Gleichung
lässt sich der Effekt sogar berechnen.

J.v.B.: Er wäre also vergleichbar mit dem Faraday-


Generator, einem rotierenden Magnet, der zwischen der
Drehachse und seinem Außenrand ein elektrisches Feld
aufbaut. Sie haben erwähnt, dass so eine Anordnung bei
extremen Drehzahlen instabil werden kann.

K.M.: Ja, der Magnetismus kann verloren gehen. Searl hat


seine Magnete in eigenwilliger Bauart geschichtet. Sie sind
dadurch besonders stabil und trotzdem extrem stark.

J.v.B.: Handelsübliche Magnete wären den auftretenden


Fliehkräften wohl kaum gewachsen. Solche konstruktiven
Details sind die eigentlichen Herausforderungen, vor denen
ein Erfinder steht.
K.M.: Das ist richtig, dabei sind es in der Regel nur
notwendige Übel, mit denen sich der Erfinder herum-
schlagen muss, die mit der eigentlichen Funktion wenig zu
tun haben.
Searl wendet einen besonderen Trick an: Drehen wir beim
Faraday-Generator den zylinderförmigen Stabmagnet, dann
nehmen die Geschwindigkeitskomponente und das induzierte
elektrische Feld zum Drehzentrum hin ab. Bei der Searl-
Scheibe hingegen nehmen sie zu! Die besteht aus walzengela-
gerten konzentrischen Ringen mit zahlreichen, geschichtet
aufgebauten Stabmagneten als Walzen zwischen den rotie-
renden Ringen. Der äußerste Ring steht mit drei Beinen auf
dem Boden, während der innerste beim Start zunächst von
einem kleinen Elektromotor angetrieben wird. Nach Abschalten
des Motors nimmt die Drehzahl entgegen allen Erwartungen
nicht wieder ab, sondern hörbar zu und steigert sich, bis das
erzeugte elektrische Feld die bekannten Hochspan-
nungserscheinungen zeigt, wie Coronaentladungen, Ozon-
bildung, Ionisierung der Luft und Erzeugung eines Vakuums
im Innern der Scheibe.
Die Ringe und Walzen bestehen aus mehreren Schichten, die
ähnlich wie ein Bimetall aufgebaut sind. Mir fällt dazu nur die
Erklärung ein, dass durch die Zunahme des E-Feldes in
Richtung Drehzentrum als Folge der physischen Längen-
kontraktion eine Strukturänderung auftreten würde, der sich die
Bimetalle durch eine Steigerung ihrer Eigenrotation entziehen.
Zur Feldkompensation baut die Scheibe einen Spin auf, wie
dies auch Elementarteilchen tun. Während die Vakuumbildung
Überschläge im Innern der Flugscheibe verhindert, und die
Drehzahl ohne jede Luftreibung sich weiter steigert, hebt die 5
Tonnen schwere Scheibe mit einem Schlag vom Boden ab und
schießt nach Berichten von Augenzeugen senkrecht nach oben.

J.v.B.: In zahlreichen Berichten ist in dem Zusammenhang


von einer Antigravitation die Rede. Sie hingegen führen die
Gravitation auf eine Wirkung geschlossener
Feldlinien zurück, die sich so ohne weiteres nicht aufheben
lässt. Wie darf ich den Flug dieser Scheiben dann
einordnen?

K.M.: Die Gravitation verschwindet nicht und die Scheibe


ist auch im Flug immer noch tonnenschwer. Nach meiner
Vorstellung wird lediglich eine resonante Wechselwirkung
aufgebaut, die größer ist als die Erdanziehung. Die Scheibe
wird von der kosmischen Neutrinoquelle angezogen, mit der
sie die Resonanz aufgebaut hat. Genau dorthin wird sie
fliegen!
J.v.B.: Das wäre vermutlich die Sonne. Seine Scheiben sind
demnach alle in die Sonne gestürzt und verglüht. Besteht
keine Chance, den Flug der Scheiben zu steuern?

K.M.: Doch, wobei die von Searl entworfene Steuerung


nach meiner Einschätzung nicht zufriedenstellend
funktioniert haben kann.
Er setzt Emissionsplatten ein, wie er sie nennt, die wahlweise
über Schalter zugeschaltet werden und elektrostatische Kräfte
mit irgendwelchen Luftladungsträgern ausbilden können. In der
Realität ist der Vortrieb wohl eher mit dem eines Segelschiffs
vergleichbar, bei dem der Wind immer aus einer Richtung
weht. Auch das Schiff wird nicht etwa vom Wind geschoben,
wie man irrtümlich glauben könnte, sondern vielmehr von dem
Unterdruck hinter dem Segel nach vorne gezogen. Ohne
Steuereinrichtung wird das Objekt immer in Richtung der
Senke getrieben. Der Seemann würde sagen, das Schiff treibt
ohne Steuermann nach Lee ab. Die Steuerung sollte in
Analogie wie bei einem Segel funktionieren, dann hätte man
die Chance, durch "Kreuzen" gegen den "Wind" irgendwann
wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen.
Neben die resonante Wechselwirkung der Neutrinos und die
entsprechende Anziehungskraft tritt noch ein Rückstoßeffekt
durch die Materialisation von Neutrinos.

J.v.B.: Ja, ich habe gelesen, dass nach dem Start einer Searl-
Scheibe mitunter seltsame Teilchen auf dem Boden
zurückblieben, die dort vorher nicht gewesen waren. Das
Fluggerät hatte sie offenbar materialisiert und beim Start
fallen lassen.

K.M.: Das könnte natürlich als Hinweis gelten, es handle


sich um ein Strahltriebwerk auf der Basis von Neutrinos.

J.v.B.: Ein Probeflug würde mich schon reizen. Lässt sich


das nicht kurzfristig einrichten? Nun fangen Sie schon an zu
bauen, ich will Sie nicht aufhalten!

K.M.: Das wird so schnell nicht realisierbar sein. Für den


Antrieb einer fliegenden Scheibe müssen nach meiner
Einschätzung mehrere physikalische Prinzipien zugleich
zum Einsatz kommen. Erst müssen wir alle verstanden
haben, und dann sollten wir in unserem eigenen Interesse,
bevor wir starten, uns der Verfügbarkeit der als
Energiequelle verwendeten Neutrinostrahlung vergewissern.

J.v.B.: Das setzt allerdings voraus, dass wir wissen, wo die


Strahlung herkommt!
Die Quelle zur Neutrinopower
K.M.: Auf dem Weg zum Ursprung der Neutrinos stolpern
wir zwangsläufig über die Newton'sche Himmelsmechanik
und über die Kepler'schen Gesetze als deren Konsequenz.

J.v.B.: Was zu dem Thema gelehrt wird, ist das Gleich-


gewicht der Kräfte, die auf einen Planeten einwirken. Auf
der einen Seite bewirkt die Gravitation, dass ein Planet von
der Sonne angezogen wird, während auf der anderen Seite
die Fliehkraft in der entgegengesetzten Richtung zeigt.

K.M.: Das hat zur Folge, dass die innersten Planeten unseres
Sonnensystems sehr viel schneller um die Sonne umlaufen
als die äußeren Planeten. Der Merkur benötigt als innerster
Planet gerade mal 88 Tage, die Erde hingegen 365 Tage,
während im Vergleich dazu Jupiter ganze 4333 Tage
benötigt.
Bei den inneren Planeten, sowie den großen Planeten Jupiter
und Saturn finden sich die Kepler'schen Gesetze noch voll
und ganz bestätigt. Das soll sich aber bei den äußersten
Planeten des Sonnensystems ändern. Jenseits des Saturn
sollen angeblich veränderte Maßstäbe herrschen, gestützt auf
Beobachtungen der Voyager-Sonden2. Die Abweichungen
zum Planetenmodell des Johannes Kepler nehmen mit größer
werdendem Abstand zu und die Astronomie gerät in einen
Erklärungsnotstand.
J.v.B.: Gleichzeitig stellt sich natürlich die Frage, welche
Kraft tritt als unbekannte dritte zu denen der Gravitation und
der Fliehkraft hinzu?

K.M.: Zur Beantwortung richten wir unseren Blick auf eine


fremde Galaxie. Wir beobachten, wie sie sich um ihr
Zentrum herumdreht und dabei die Form weitgehend
beibehält. In Relation zur Eigendrehung ändert eine
elliptische, eine Balken- oder auch eine Spiralgalaxie ihre
charakteristische Form fast nicht. Hieraus folgt, dass die
äußeren Sterne einer Galaxie wesentlich schneller unterwegs
sind als die inneren!

J.v.B.: Sie schneiden hier ein zentrales Problem der


Astrophysik an. Wie Sie sagen, sind die Sterne einer Galaxie
weit außen schneller als innen, obwohl die Kepler'sehen
Gesetze das Gegenteil verlangen.
K.M.: Der Himmel verstößt gegen die Regeln der
Himmelsmechanik.

J.v.B.: Das sieht zunächst danach aus. Nach der Kepler'sehen


Gesetzmäßigkeit müssten die äußersten Sterne extrem
langsame Bahngeschwindigkeiten haben, um nicht als Folge
der Zentrifugalkraft in den Weltraum hinausgeschleudert zu
werden. Dann aber würde die Struktur einer Galaxie nicht
beibehalten. Die Spiralform, wie sie bereits von Hubble
beobachtet worden ist, wäre als Momentaufnahme lediglich
eine zufällige Ausnahme, aber keinesfalls die Regel.

K.M.: Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Aufbau


und besonders der Zusammenhalt einer Galaxie mit Keplers
Gesetzen nicht erklärt werden kann.
J.v.B.: Dann stellt sich sofort die Frage nach der Zusatzkraft,
die in der Lage wäre, eine ganze Galaxie zu-
sammenzuhalten. Es ist möglicherweise ja dieselbe, die sich
in den äußeren Bezirken des Sonnensystems bereits zeigt.
Ihnen sind sicher die aktuellen Forschungsbemühungen
bekannt, dieses und andere Phänomene über noch
unentdeckte Teilchen beschreiben zu wollen, wie die
sogenannten Strings oder die unsichtbare „Dunkelmaterie".

K.M.: Nur helfen uns diese Theorien - oder besser gesagt:


hypothetischen Phantasien - an dieser Stelle nicht weiter.
Einen wertvollen Hinweis hingegen liefert die Reichweite
einer Wechselwirkung, die an ihrem ordnenden Einfluss
erkennbar ist. Unser Sonnensystem beispielsweise wird von
der Gravitation bestimmt und diese reicht bis zu dem
außerhalb des letzten Planeten gelegenen Ringall.
Weiter entfernt, in den Tiefen des Weltraums ist sie
praktisch nicht mehr zu spüren.
Die Gravitation ist offensichtlich bei den riesigen
Entfernungen in einer Galaxie nicht mehr wirksam. Was
ordnet und strukturiert dann eine Galaxie? Es steht außer
Frage, dass hier eine Wechselwirkung arbeitet, die um viele
Zehnerpotenzen mächtiger sein muss, als die der
Gravitation.
Die Elektromagnetische Wechselwirkung erfüllt vom
Prinzip her diese Bedingung, aber sie ist es trotzdemnicht.

J.v.B.: Wir verfügen heute über hervorragende Feld-stärke-


Messgeräte. Der Nachweis müsste überall und jederzeit
gelingen. Eine Quelle für statische Elektrizität
oder für Magnetismus konnte noch nicht nachgewiesen
werden.

K.M.: Wir müssten es zudem beobachten können, denn freie


Ladungsträger in der Luft, wie sie für unser Wohlbefinden
und für die Gewittertätigkeit Voraussetzung sind, könnte es
gar nicht geben. Nein, die elektromagnetische
Wechselwirkung ist es nicht. Glücklicherweise haben wir
uns bereits erarbeitet, dass der statische Fall sowieso nur den
Sonderfall des schwingenden Falls beschreibt, den ich
resonante Wechselwirkung getauft habe.
J.v.B.: Damit wären wir wieder am Ausgangspunkt unseres
Gesprächs angekommen. Nach Ihrer Auffassung, Herr Meyl,
wirken schwingende Kräfte, für deren Nachweis noch keine
Instrumente verfügbar sind, da ihr Mittelwert Null ist, deren
Effektivwert allerdings von Null verschieden sind und sich
im Resonanzfall voll auswirken.

K.M.: Es gibt noch einen weiteren Unterschied, auf den ich


hinweisen möchte. Die elektromagnetische Wechselwirkung
vermittelt Ladungsträger, die Resonante hingegen Neutrinos.
Mit dieser Überlegung ist es uns überhaupt erst möglich
gewesen, die Konstruktionsprinzipien verschiedenartiger
Konverter zu verstehen.

J.v.B.: Die Neutrinos werden im übrigen als Kandidaten für


die Dunkelmaterie gehandelt. Allerdings geht man nicht von
der schwingenden, sondern nur von der mittlerweile
nachgewiesenen geringen statischen Eigenmasse der
Neutrinos aus und macht die untereinander wirksame
Gravitationskraft für den Zusammenhalt einer
Galaxie verantwortlich. Mit der schwingenden Wechsel-
wirkung der Neutrinos erweitern Sie die heutigen Vor-
stellungen von der Dunkelmaterie natürlich erheblich. Aber
ich will Sie nicht davon abhalten, Ihr eigenes Modell zu
entwerfen.

K.M.: Es stellt sich die Frage, in welcher Richtung die


Neutrinos in einer Galaxie unterwegs sind. Wegen der
üblichen Wirbelgestalt ist zu vermuten, dass sie aus dem
Wirbelzentrum kommen und in die aus unzähligen Sternen
bestehenden Galaxie hinausgeschleudert werden. Das
Wirbelzentrum wäre demnach eine mächtige Neutrinoquelle.
Naturgemäß können wir kaum etwas über das Wirbel-
zentrum wissen. Wir waren schließlich noch nicht dort
gewesen. Es wird vermutet, dass sich in dem Zentrum jeder
Galaxie ein „schwarzes Loch" befinden könnte. Das
verschluckt Materie und Licht gleichermaßen und erscheint
uns daher schwarz und unsichtbar.

J.v.B.: Mit einem derart gefräßigen Monster im Zentrum


gäbe es die ganze Galaxie irgendwann nicht mehr. Sie hätte
sich selber aufgefressen, wäre dick und dicker und immer
schwärzer geworden und am Ende dem eigenen Vielfrass
zum Opfer gefallen. Meinen Sie nicht, dass hier ein
Denkfehler vorliegt?

K.M.: Das ganze ist nur ein Verdauungsprozess, bei dem die
eingefangene Materie zerlegt in den Weltraum
zurückgeschleudert wird.

J.v.B.: Aus dem schwarzen Loch kommt aber weder Materie


noch Licht jemals wieder heraus!
K.M.: Es kann sich daher auch nur um Neutrinos handeln,
die schneller sind als das Licht. Die kosmischen Neutrinos
sind sogar erheblich schneller.

J.v.B.: Das wäre eine Erklärung, jedenfalls deckt sich ihre


Aussage mit den Beobachtungen der Astronomen, die
bereits herausgefunden haben, dass schwarze Löcher
mächtige Neutrinoquellen darstellen. Auch Ihre eigenen
Überlegungen finden bei der Gelegenheit eine Stützung,
denn Sie wollten ja alle Teilchen, die schneller als das Licht
unterwegs sind, als Neutrino bezeichnen.
K.M.: Beim Fressen und Gefressenwerden handelt es sich
um ein grundlegendes Naturgesetz. Die Sonnen sammeln die
Neutrinos ein, nutzen die kostenlose Neutrinopower, werden
als Folge der resonanten Wechselwirkung vom
Wirbelzentrum angezogen, um am Ende selber gefressen,
zerlegt und verdaut und in Form von Neutrinos
zurückgeworfen zu werden, als Energienahrung für neue und
junge Sterne.

J.v.B.: Ich darf mich also als Teil der Nahrungskette des
Universums fühlen. Das sind ja erhebende Aussichten.

K.M.: Jedenfalls lässt sich beobachten, wie am Rande der


Galaxien ständig neue Sterne zu leuchten beginnen, und wie
die Sterne wachsen.

J.v.B.: Das ist zutreffend! Obwohl die Sterne durch ihre


Strahlung laufend Energie verlieren, werden sie weder
kleiner noch brennen sie aus. Sie wachsen ganz im Gegenteil
zu einem roten Riesen.
K.M.: Die Beobachtungen stehen einmal mehr in einem
heftigen Widerspruch zur Lehrbuchmeinung, nach der jede
Sonne den erforderlichen Brennstoff in sich tragen solle.
Aber das kann überhaupt nicht funktionieren.

J.v.B.: Wie interpretieren Sie den Fusionszyklus der Sonne?


Stimmt der überhaupt noch?

K.M.: Ich empfehle zuerst eine kleine und quanten-


physikalisch zulässige Änderung in der Schreibweise des
Weizsäcker-Zyklus vorzunehmen. Der sieht vor, dass Licht
abgestrahlt wird und Helium entsteht, aber wo die Energie
herkommen soll, das sagt er nicht. An mehreren Stellen
werden Antineutrinos ebenfalls abgegeben, aber erstens gibt
es solche Teilchen gar nicht und zweitens ist die Aufnahme
von Neutrinos einer Abgabe fiktiver Antineutrinos
gleichwertig. Schreiben wir daher den Fusionszyklus um,
dann liest sich der wie folgt: Aus dem Universum werden
Neutrinos aufgenommen. Sie liefern die notwendige
Sonnenenergie, die im Zuge des Fusionsprozesses Licht und
Materie erzeugt.

J.v.B.: Ich darf zusammenfassen: Die Sonne wächst und


leuchtet dank Neutrinopower.

K.M.: Ja, und sie ist der größte Neutrinokonverter in unserer


Nachbarschaft und zugleich der einzige im Sonnensystem,
der mächtig genug ist, die extrem schnellen Neutrinos aus
dem Zentrum der Milchstraße abzubremsen, um sie
anschließend zu nutzen.

J.v.B.: Die Sonne fängt sich die kosmischen Neutrinos ein,


sagen Sie. Sie gibt aber auch Neutrinos ab, wie wir wissen.
Wo nimmt sie die her?
K.M.: Nicht alle Neutrinos lassen sich soweit abbremsen,
dass sie materialisieren. Einige sind auch nach dem
Durchlaufen der Sonne noch schneller als das Licht. Diese
stark abgebremste Neutrinostrahlung bezeichnen wir dann
als solare Neutrinostrahlung.

J.v.B.: Kann man sagen, dass die kosmische Strahlung härter


ist als die solare Strahlung, da die Teilchen schneller und in
Folge der Lorentzkontraktion auch kleiner sind.

K.M.: Ja, für die Planeten ist die kosmische Strahlung viel
zu schnell. Die bekommen ihre Energie über die solare
Neutrinostrahlung in erster Linie von der Sonne.

J.v.B.: Dann arbeiten die Planeten in gleicher Weise wie die


Sonne?

K.M.: Davon gehe ich aus. Das gilt zumindest für den
Erdkern, der solare Neutrinos einsammelt und als
Energiequelle nutzt.

J.v.B.: Deshalb ist der Erdkern heiß. Hier tobt ein


Fusionsofen mit Neutrinopower! Das erklärt einiges.

K.M.: Die Erde bremst die solare Strahlung weiter ab und


gibt ihrerseits einen ungenutzten Teil wieder ab, den man als
Erdstrahlung bezeichnet.

J.v.B.: Und das ist dann die freie Energie, die den Pflanzen
zur Photosynthese und jeder einzelnen Zelle als
Energiequelle zur Verfügung steht.

K.M.: Der ungenutzte Teil der Erdstrahlung läuft weiter zu


den anderen Planeten des Sonnensystems,
beispielsweise zur Venus. Gleichermaßen erreicht uns im
Gegenzug von der Venus abgebremste Venusstrahlung. Auf
diese Weise stehen alle Planeten untereinander, mit der
Sonne und sogar mit den Sternen in resonanten
Wechselbeziehungen. Alle tauschen untereinander Neutrinos
aus.
J.v.B.: Und die Menschen und die Natur reagieren darauf
und nehmen an der Wechselwirkung der Neutrinos teil.

K.M.: Wobei sich die Erde durch das zwischen den


Himmelskörpern sich aufspannende Strahlungsgewirr
hindurchdreht, um täglich und sogar stündlich wechselnden
Resonanzen ausgesetzt zu sein. Hier findet die Astrologie
ihre physikalische Begründung.

J.v.B.: Das wollte ich gerade sagen. Wir reagieren intuitiv


auf die Resonanzen und umgekehrt wirken diese auf uns
zurück. Es trifft also durchaus zu, wenn behauptet wird, der
Mensch stehe in Verbindung zu den anderen Planeten und zu
den Sternen, deren Wirkung als Orientierungshilfe jeweils
einem Sternzeichen zugeordnet wird.

Die Eleganz, mit der Sie parawissenschaftliche Stiefkinder


der Physik in Ihr einheitliches Weltbild einbinden, ist
überzeugend. Die Vorstellung vom Fressen und
Gefressenwerden, dem Kreislauf des Seins, dem Wechsel
zwischen Materie und Neutrinostrahlung, zwischen
Materialisation und Dematerialisation, das alles hat Charme
und Überzeugungskraft. Da könnte man verführt sein, die
Lehrbücher der Physik darüber zu vergessen.
Neutrinopower aus einer Supernova
K.M.: Das schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße ist
nicht die einzige Neutrinoquelle, die uns zur Verfügung
steht. Sie stellt lediglich so etwas, wie eine Grundversorgung
für unsere Galaxie dar.

J.v.B.: Eine Supernova gilt ebenfalls als Neutrino-emittent.


Bei der Explosion eines Sterns bleibt von einem roten
Riesen nur noch ein kleiner Rest übrig. Der größte Teil der
Materie wird als Neutrinostrahlung in den Weltraum
geschleudert. So jedenfalls beobachten es die Astronomen
und so lautet auch die offizielle Darstellung. Alle zwei
Sekunden haben sie die Chance, eine Supernova an ihren
Teleskopen mitzuerleben.

K.M.: Die meisten sind allerdings zu weit entfernt, und die


Strahlungsdichte zu gering, als dass wir die Wirkung zu
spüren bekämen. Supernova-Explosionen, oder sagen wir
besser Implosionen, in großer Nähe zur Erde sind schon eher
ein Jahrtausendereignis.

J.v.B.: Dafür müssen wir damit rechnen, dass die Amplitude


kurzfristig die der Grundstrahlung um ein Vielfaches
übersteigt.

K.M.: Der dänische Astronom Tycho Brache hatte 1572


eine Supernova beobachtet.

J.v.B.: Nicht zu vergessen, die von 1604. Bei dem Ereignis


wurde Kepler Zeuge.
K.M.: Ende des 17. Jahrhunderts kam es zu einer weiteren
Supernova, deren Überreste uns heute als Kassio-peia A
bekannt sind. Nehmen wir einmal an, eine der Explosionen
war tausend Lichtjahre von uns entfernt, dann hatte die
Explosion bereits tausend Jahre zuvor stattgefunden. Der
Kern des Sterns ist kollabiert und mit einem Schlag sind
ungeheure Mengen unterschiedlich schneller Neutrinos
herausgeschleudert worden. Die kommen bei uns dann der
Reihe nach an.

J.v.B.: Wie bei einem Volkslauf. Erst kommen die


Durchtrainierten, dann das Mittelfeld und schließlich noch
die Fußkranken.

K.M.: Ganz am Schluss sammeln die Sanitäter alle


Ausgeschiedenen ein. Wenn das Sanitätsfahrzeug im Ziel
gesichtet wird, ist das Rennen eigentlich schon vorbei.

J.v.B.: Sie wollen damit sagen, wenn die Supernova


beobachtet wird, dann haben wir die Neutrinodusche schon
hinter uns, weil die Neutrinos schneller sind als das Licht.

K.M.: Ja, ich ziehe daraus den Schluss, dass die drei zu
Beginn der Neuzeit beobachteten Explosionen im Mittelalter
für eine erhöhte Neutrinostrahlung gesorgt haben.

J.v.B.: Dann hat im Mittelalter ein Strahlungs-maximum das


nächste gejagt. Da konnte die Natur ja kaum zur Ruhe
kommen.

K.M.: Vielleicht war das Mittelalter deshalb so finster!


Historiker sollten solche Überlegung durchaus in ihre
Forschung einbeziehen. Schließlich versorgt die Skalar-
wellenstrahlung den Menschen nicht nur mit Neutrinopower,
er nutzt sie gleichfalls zum Denken und zur Kommunikation.
Da würde es mich nicht wundern, wenn eine verstärkte
Neutrinostrahlung zu einer Fremdbestimmung der Menschen
führt.
J.v.B.: Dann verdanken wir die rasante Entwicklung der
Wissenschaft in Neuzeit und Gegenwart dem Umstand, dass
uns derzeit aus dem Kosmos keine wesentlich erhöhte
Strahlung trifft.
K.M.: Das könnte so sein. Es gibt zudem Hinweise, dass die
biologische Uhr im Mittelalter anders lief als heute und die
Menschen aus diesem Grund kleiner waren und früher
starben. Aber das sind Spekulationen.

J.v.B.: Ich beteilige mich gerne an vielve rsprechenden


Spekulationen. Rückwirkungen der Strahlungsdichte auf die
Menschen im Einzelnen und auf die Gesellschaft im Ganzen
sind Ihrer Meinung nach zu erwarten. Wie sah die Situation
im Altertum aus?

K.M.: Am 4.Juli 1054 sind chinesische Astronomen Zeuge


einer gigantischen Supernova geworden. Der Ausbruch war
so hell, dass er drei Wochen lang selbst am Tag noch
sichtbar war. Die Reste der Explosion, von uns als
Krebsnebel bezeichnet, sind 6520 Lichtjahre entfernt.

J.v.B.: Die große Distanz war wahrscheinlich unsere


Rettung. Das bedeutet aber, dass die Explosion in Wirk-
lichkeit bereits um 5466 v.Chr. stattfand.
K.M.: Die Neutrinodusche verteilte sich dementsprechend
über einen sehr langen Zeitraum, innerhalb dessen sich die
jeweilige Strahlungssituation ständig geändert hat in
Abhängigkeit von der Zeitdauer nach der Explosion.

J.v.B.: Wenn wir ein Gerät konstruieren zur Nutzung der


jeweiligen Neutrinopower, dann haben wir nur wenige Jahre
oder bestenfalls Jahrzehnte Freude daran.

K.M.: Das ist zutreffend. Wir müssten die Konstruktion an


die ständig wechselnden Resonanzbedingungen anpassen.
Gehen wir die Resonanzen der Reihe nach durch und fangen
mit den sehr schnellen und harten Strahlen kurz nach der
Explosion an. Nur die Sonne wird darauf reagieren. Es wird
zu einer verstärkter Sonnenflecken-aktivität kommen.

J.v.B.: Gibt es dafür Hinweise?

K.M.: Durchaus. Der elfjährige Rhythmus ist in einem


unmittelbaren Zusammenhang zur Drehung des Planeten
Jupiter um die Sonne zu sehen. Über die resonante
Wechselwirkung zwischen beiden beeinflusst der Jupiter die
Vorgänge auf der Sonne sichtbar und spürbar. Was Jupiter
kann, das vermag erst recht eine Supernova.

J.v.B.: Wir auf der Erde erleben dann indirekt eine erhöhte
solare, also abgebremste Strahlung. Gut, nach einigen Jahren
ist die Strahlung langsamer geworden. Was passiert jetzt?
K.M.: Jetzt wird die Erde über ihren Kern wechselwirken.
Vulkanausbrüche und Erdbeben werden vermutlich die
Folge sein.

J.v.B.: Edgar Cayce behandelt in dem Buch "Unsere


Vorfahren" verschiedene Kulturkreise von dem altindi-schen
bis zu dem der Hopi, bei denen noch von einer
energietechnischen Nutzung von Quarzen und anderen
Stoffen die Rede ist.

K.M.: Es ist theoretisch absolut nachvollziehbar, dass die


Neutrinostrahlung einen Schwingquarz zum Leuchten
bringen kann, wenn er in seiner Resonanzfrequenz angeregt
wird. Technisch realisieren lässt sich die Technik heute
leider nicht mehr. Möglicherweise bestand die Chance zur
technologischen Nutzung auch nur wenige Jahre oder
Jahrzehnte.

J.v.B.: Ich habe auch schon über diesen Fragenkomplex


gearbeitet. Sie kennen sicher mein aktuelles Buch: „Der
flüsternde Stein"22.
K.M.: Ja, Sie erwähnen darin Kristall-Orakel. Interessant
fand ich besonders das mit zwölf Edelsteinen besetzte
jüdische Gewand des Hohenpriesters und die Möglichkeit,
die Steine einzeln nacheinander leuchten zu lassen.

J.v.B.: In die Steine waren die Namen der zwölf Stämme


Israels eingraviert, beziehungsweise deren Anfangs-
buchstaben. Und da jeder Stamm einen anderen
Anfangsbuchstaben hatte, konnten ganze Texte Buchstabe
für Buchstabe übermittelt werden.
K.M.: Vielleicht gibt'es in der Thora zwischen den einzelnen
Worten keine Abstände, weil diese mit dem Kristall-Orakel
nicht übertragen werden konnten. Vermutlich sind auch die
Pyramiden ursprünglich als Resonatoren gebaut worden, um
schnelle Neutrinos auf eine technisch nutzbare
Geschwindigkeit abzubremsen. Im Laufe der Zeit aber war
die ursprüngliche Funktion entbehrlich und waren die
Neutrinos so langsam geworden, dass im Altertum
ersatzweise eine Nutzung als elektrostatischer Blitzgenerator
oder als Nekropole erfolgte. Heute stehen sie nur noch als
unbrauchbar gewordene Denkmäler einer vergangenen
Epoche in der Landschaft.
J.v.B.: Das wieder würde erklären, warum in Oberägypten
unterschiedlich große Pyramiden aufgereiht nebeneinander
stehen.
K.M.: In dem Maße, in dem die Strahlung langsamer wurde,
waren größere Empfangsstationen erforderlich.

J.v.B.: Und die größten Pyramiden sind in der Tat die


jüngsten. Welche weiteren Konsequenzen sind vorstellbar?

K.M.: Irgendwann muss mit einer radioaktiven Entstrahlung


der Erde gerechnet werden. Ich hatte die auf Pauli
zurückzuführende Beteiligung der Neutrinos auf den
radioaktiven Zerfall, z.B. von Neutronen, erwähnt. Bei einer
erhöhten Neutrinostrahlung mit der passenden Wellenlänge
wird der radioaktive Zerfall beschleunigt stattfinden.

J.v.B.: Wenn die von Ihnen geschilderte Situation in der


Zukunft nochmals eintreffen sollte, dann wird mir ganz
anders, bei dem Gedanken an die Unmengen radioaktiver
Abfälle in unserer Umgebung, die alle wieder reaktiviert
würden.

K.M.: Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen, da nicht


ausgeschlossen werden kann, dass der rote Überriese
„Beteigeuze" im Sternbild des Orion bereits implo-diert ist.
Er ist zwar 500 Lichtjahre entfernt, aber es gibt Hinweise,
dass bereits schnelle Neutrinos bei uns angekommen sind.
J.v.B.: Wie sehen die Hinweise aus?
Sonnenflnsternis-Phänomene
K.M.: Die auf der Erde zu einem bestimmten Zeitpunkt
vorhandene Neutrino Situation tritt anlässlich einer
Sonnenfinsternis besonders deutlich zu Tage.
J.v.B.: Das ist der Fall, wenn sich der Mond zwischen Sonne
und Erde schiebt. Im Vorfeld der letzten Eklipse hatten Sie
bereits von der Brennglaswirkung des Mondes gesprochen
und auf Gefahrenpunkte hingewie-

K.M.: Dazu sind noch ein paar Erklärungen fällig. Jeder


Himmelskörper bremst mehr oder weniger die eintreffende
Neutrinostrahlung. Die wird dementsprechend zum dichteren
Medium hin gebeugt.

J.v.B.: Wie beim Licht, das durch eine Linse oder eine
Glaskugel leuchtet und dabei gebrochen wird.

K.M.: Nur mit dem Unterschied, dass sich Licht mit einer
bestimmten Geschwindigkeit ausbreitet und sich hinter einer
konvexen Linse auch nur ein Brennpunkt ergibt. Die
Neutrinos hingegen sind unterschiedlich schnell. Die harte
Strahlung bündelt sich hinter einem Planeten erst in großer
Entfernung, während der Brennpunkt der langsamen
Neutrinos bereits dicht hinter dem Himmelskörper oder
gegebenenfalls sogar noch innerhalb desselben liegt.

J.v.B.: Optisch ist die Sachlage klar. Bei einer totalen


Sonnenfinsternis wirft der Mond einen runden Schatten auf
die Erde. Der kleine Kreis im Zentrum des Halb-
Schattenbereichs bildet die Totalitätszone, in der von der
Sonne nichts mehr zu sehen ist und die Sterne beobachtet
werden können. Ist hier eine gebündelte Neutrinostrahlung
zu erwarten?

K.M.: Ganz genau. Da der Mond wandert, zieht sein


Schatten einen Strich über die Landschaft. Im Zentrum
dieses Striches, der Schwerpunktslinie, muss mit der
stärksten Bündelung gerechnet werden.

J.v.B.: Hier sollte sich die jeweils gegenwärtige Strah-


lungssituation zeigen. Da interessiert es mich besonders, wie
es zur Zeit aussieht. Können Sie mir näheres berichten, Herr
Meyl?

K.M.: Ich ziehe die zwei letzten Eklipsen zu Rate.


Zunächst hatten wir die totale Sonnenfinsternis am 26.2.1998,
bei der vom Pazifik kommend der Kernschatten des Mondes
über die Karibik in den Atlantik gelaufen war. Genau in dem
Augenblick, als er die Karibikinsel Montserrat überquerte,
brach der Vulkan Soufriere aus. Das Naturschauspiel mit
glühend roter Lava vor dem nachtschwarzen Himmel soll für
die Beobachter auf der Nachbarinsel beeindruckend gewesen
sein.
Reiner Zufall, sagt die Wissenschaft, die für einen Zusam-
menhang mit dem als rein optisch angenommenen Phänomen
auch keinerlei Erklärungsmodell besitzt. Doch diese Argu-
mentation relativiert sich, wenn das tangentiale Einsammeln
solarer Neutrinos durch den Erdkern Berücksichtigung findet.
Dieser Vorgang lässt sich am besten mit einer Photonen-
strahlung vergleichen, die von einem Schwarzen Loch inner-
halb des Schwarzschild-Radius tangential eingefangen und in
eine Kreisbahn umgelenkt wird.
Bild 37: Die Bündelung der Neutrinostrahlung bei einer
Sonnenfinsternis

Da der Mondschatten immer eine gerade Linie auf der Erde


zieht, sind zwei Schnittpunkte mit der Kreislinie des auf die
Erdoberfläche projizierten Erdkerns vorhanden, bei der die
vom Mond gebündelte Strahlung gerade den Erdkern berührt
und dadurch eine zusätzliche Konzentration erfährt. Der erste
Schnittpunkt lag damals im Pazifischen Ozean; aber der zweite
lag exakt auf der Karibikinsel Montserrat. Bei der
darauffolgenden Sonnenfinsternis am 11.August 99 lag der
erste Schnittpunkt in Süddeutschland, der zweite in der Türkei,
und wieder hat die Bündelung am zweiten Schnittpunkt eine
verheerende Wirkung gezeigt. Die ganze Kontinentalplatte ist
in Bewegung geraten und heftige Erdbeben waren die Folge.
Ein anderes seltsames Phänomen ist zeitgleich mit der
Sonnenfinsternis in den USA aufgetreten. Ein Wirbelsturm
fegte mit seiner zerstörerischen Kraft mitten durch Salt-Lake-
City. Bemerkenswert ist schon, dass sich keine meteorologi-
schen Anzeichen vorher zeigten und daher auch keine
Warnung vor dem Tornado durch offizielle Überwachungs-
stellen möglich war. War hier ein Teil der gebündelten Neutri-
nostrahlung am Erdkern umgelenkt und in eine Drehung
versetzt worden, um sich auf der anderen Seite der Erde bei
Salt-Lake-City wieder in den Himmel hinaus zu schrauben?

J.v.B.: Solche Naturkatastrophen sind untrügliche Hinweise.


Es sollen zudem auch physikalische Effekte gemessen
worden sein. Können Sie etwas zu den Abweichungen der
Foucault'schen Pendel sagen?
K.M.: Die zeigen uns die Drehung der Erde an. Am
11.8.1999 ist es zu einer Beschleunigung der Erddrehung
gekommen. Überlegen Sie einmal, welche Kräfte dazu
notwendig sind.
J.v.B.: Es muss sich um eine Kraftwirkung handeln, die
erheblich über der Gravitationskraft liegt!

K.M.: Es kann sich tatsächlich nur um die schwingende und


resonante Version der elektromagnetischen Wechselwirkung
handeln. Nur die ist zu einem derartigen Kraftakt fähig.

J.v.B.: Wie beurteilen Sie unsere heutige Neutrino Situation?

K.M.: Nun, es kommt vermutlich etwas auf uns zu.


Gegenwärtig sind die Neutrinos noch ziemlich schnell,
weshalb nur der Erdkern darauf reagiert. Ich rechne aber
damit, dass sie ständig langsamer werden, bis die ersten
biologischen Reaktionen beobachtet werden können. Von
dem Zeitpunkt an besteht dann für die Kernschattentouristen
akute Gefahr.

J.v.B.: Dieser Gefahr kann man sich entziehen, indem man


nicht hingeht. Wenn aber die ganze Erde wackelt,
dann sind alle Menschen betroffen. Es ist ja durchaus
möglich, dass die Beschleunigungen der Erdrotation noch an
Heftigkeit zulegen. Könnte es zu einer Umpolung des
Magnetfeldes der Erde kommen?

K.M.: Ich hoffe nicht, das wäre wohl die schlimmste


Konsequenz.

J.v.B.: Wenn ich zusammenzähle, dass einerseits der


Erdkern mit Neutrinos wechselwirkt und andererseits der
Kern den Erdmagnetismus hervorruft, dann liegt ein
Zusammenhang zwischen dem Erdmagnetfeld und der
aktuellen Neutrinostrahlung förmlich auf der Hand.

K.M.: Nun, wie dem auch sei, an Hand von Bodenproben


gilt als bewiesen, dass sich die Erde häufiger und regelmäßig
umpolt. Als Ursache ist eine Sonnenfinsternis bei
entsprechend relevanter Neutrinostrahlung durchaus in
Betracht zu ziehen.

J.v.B.: Experten warnen vor einer zusätzlichen Strah-


lenbelastung während der Umpolung.

K.M.: Ich sehe eine viel größere Gefahr, denn die Erde
wird sich im Feld der Sonne drehen, wie eine Kompass-
nadel und dafür sorgen, dass sich der magnetische
Nordpol in der Ekliptik wieder „oben" einpendelt.

J.v.B.: Die Erde steht nach einer Umpolung auf dem


Kopf?

K.M.: Das ist eine physikalische Notwendigkeit. Da die


Erdoberfläche ihre Drehrichtung beibehält, wird, nach-
dem sich der Vorgang stabilisiert hat, die Sonne wie
gewohnt wieder im Osten aufgehen und im Westen
untergehen.

J.v.B.: Die Erdbewohner aber, wenn ich Sie richtig


verstanden habe, die vorher noch Hochsommer hatten,
finden sich mitten im tiefsten Winter wieder und umgekehrt.
K.M.: So muss man sich das vorstellen. Während der Phase
einer Umpolung der Erde werden ungewohnte
Relativbeschleunigungen und heftige Erdbeben auftreten.
Das größte Zerstörungspotential aber steckt in den
Wassermassen der Weltmeere, die in Bewegung gesetzt
werden.

J.v.B.: In dem Zusammenhang könnte es eine Rolle spielen,


dass die Erde keine echte Kugel und an den Polen
abgeplattet ist.

K.M.: Das könnte der Erde definitiv zum Verhängnis


werden. Der Erddurchmesser ist am Äquator 42 Kilometer
größer als über die Pole gemessen. Wenn nur ein Teil der
Wassermassen vorübergehend in Richtung der Erdpole
fließt, dann versinkt der größte Teil der bewohnbaren
Landmasse in den Fluten.

J.v.B.: Dann macht auch die Aussage von Noah tatsächlich


Sinn, der als erstes den Berg Ararat aus den Fluten
aufsteigen sah, nachdem das Wasser wieder in seine
gewohnten Meeresbecken zurückfloss. Der Berg Ararat
misst eine Höhe von immerhin 5137 Metern über NN!

K.M.: Bei der regelmäßigen Reinigung mit viel Wasser


entstehen die tiefen Flusstäler auf der Erde. Auch für
die Entwicklung der Zivilisation ist es jedes Mal ein tiefer
Einschnitt.

J.v. B.: Werden wir gewarnt?

K.M.: Nur Ignoranten werden nicht gewarnt. Jeder Kompass


zeigt uns an, wenn es zu einer Umpolung gekommen ist und
die Drehung der Erdachse bevorsteht.
J.v.B.: In dem Fall sollten wir uns schnell eine Arche bauen.

K.M.: Oder wir begeben uns in eine Höhle und harren in


einer Sauerstoffblase aus, bis sich die Fluten gelegt haben.

J.v.B.: Und bemalen aus Langeweile die Wände der Höhlen,


wie schon andere vor uns, die vor den Fluten fliehen
mussten.

K.M.: Nach so einer Sintflut ist von unserer heutigen Kultur


kaum noch etwas zu erkennen. Wir können danach wieder
ganz von vorne anfangen.

J.v.B.: Da kann man mal sehen, mit welcher Selbstver-


ständlichkeit Neutrinopower kosmische Zusammenhänge
bestimmt, und wie sie von der Natur genutzt wird. Das
Thema ist derart ergiebig, dass wir noch stundenlang
weiterdiskutieren könnten.

K.M.: Wenn wir über die Entstehung des Sonnensystems


oder des ganzen Universums reden wollen, über den
angeblichen Urknall und die Frage nach einer Weltformel,
dann sollten wir uns zu einem neuen
Gespräch treffen. Mir ist es diesmal nur um die Frage
gegangen: tragen Neutrinos Energie und wie ist sie
technologisch nutzbar.

J.v.B.: Werden wir in 50 bis 100 Jahren nur noch mit


Neutrinopower Auto fahren?

K.M.: Ich bin davon überzeugt, dass die Technik genutzt


wird. In der Beurteilung, wie schnell der Wandel in der
Energiepolitik kommt, möchte ich mich allerdings
zurückhalten. In dieser Frage hat sich bereits Nikola Tesla
gründlich verschätzt. Es wird sehr von der Entwicklung der
zukünftig verfügbaren Neutrinoteilchen und deren
Eigenschaften abhängen.

J.v.B.: Jedenfalls ist durch unser Gespräch Licht in die


Thematik gelenkt worden. Besonders wertvoll ist, dass Sie
über theoretisch-physikalische Modelle und mathematische
Berechnungen an die Neutrinoproblematik herangehen.
Auch der Leser hat dadurch sicher einen viel besseren
Überblick gewonnen.

K.M.: Natürlich sieht, wer über das Experiment an das


Thema herangeht, immer nur das entsprechende Detail. Die
einen messen den energetischen Aspekt der Neutrinos und
sprechen von Tachyonen, andere sehen die biologische
Wirksamkeit, die sie als Orgon bezeichnen, die Astronomen
brauchen die Teilchen als „dunkle Materie",
Quantenphysiker reduzieren die Wechselwirkung der
Neutrinos auf den Nahbereich und beschreiben den Einfluss
auf den radioaktiven Zerfall als „schwache Wechselwirkung"
und schließlich mühen sich die zuständigen Neutrinoforscher
vergeblich damit ab, über indirekte Messungen etwas über
die Natur der Neutrinoteilchen in Erfahrung zu bringen.
J.v.B.: Wie soll ein Neutrinoforscher zu Ergebnissen
kommen, wo sein Forschungsgegenstand weder Masse noch
Ladung hat, und angeblich gar nicht wechselwirkt? Da löst
sich jedes Forschungsergebnis von alleine in Wohlgefallen
auf und verschwinden die öffentlichen Fördermittel in
Milliardenhöhe zwangsläufig im Nichts.
K.M.: Finanziell hat sich die Quantenphysik zu einem
schwarzen Loch der Gesellschaft entwickelt. Wir dürfen uns
dem nur nicht zu sehr nähern, sonst werden auch wir von
dem Sog erfasst und gefressen.
J.v.B.: Gibt es da überhaupt ein Entkommen? Wie
finanzieren Sie Ihre Forschung?

K.M.: Meine überwiegend aus Studenten bestehenden


Mitarbeiter werden aus einem privaten Spendentopf bezahlt.
So gelingt es mir, mich von dem finanziellen Sog
fernzuhalten und freie Forschung zu betreiben, die den
Namen noch verdient.

J.v.B.: Was bei Ihrer freien Forschung herausgekommen ist,


nötigt einem Respekt ab. Halten Sie die Quantenphysik
weiter auf Distanz und lassen Sie sich nicht kaufen, damit
wir uns irgendwann wieder zusammensetzen können, um
das anregende Gespräch fortzusetzen. Ich danke Ihnen sehr
dafür.

K.M.: Es hat mir Vergnügen bereitet, mit Ihnen zu sprechen.


Literaturverzeichnis

I. Zitierte Literatur

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keit, Teil l, Vorlesungsumdruck, INDEL Verlags-
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2 Meyl, K.: Elektromagnetische Umweltverträglich
keit, Teil 2, Umdruck zum energietechnischen
Seminar, INDEL Verlags-Abteilung Villingen-
Schwenningen 1998, 3. Aufl. 1999.
Engl.: Scalar Waves, Part 2, INDEL Verl. (in Prep.)
a
3 Meyl, K.: Elektromagnetische Umweltverträglich-
keit, Teil 3, Umdruck zum informationstechnischen
Seminar, INDEL Verlags-Abteilung (in Arbeit) Engl.:
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zum Set: Skalarwellentechnik, INDEL Verl. Vülingen-
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Elektrotechnik, Springer-Verlag Berlin, 12. Auflage
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16b I. Schneider: Neue Technologien zur Freien Energie,
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dazu: Freie Energie im nächsten Jahrtausend, am
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Teil l: Erdbeben und Vulkanausbrüche,
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Magazin 2000plusNr.150, 8/2000, S. 26-29 Teil
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2000 plus Nr. 139, Mai/Juni 1999, S. 16-23
45 K. Meyl: Raum-Energie-Technologie, Wechsel
wirkung der Neutrinos und energietechnische
Nutzung der Teslastrahlung,
Teil l, Magazin 2000 plus Nr. 144, Dezember 1999, S.
62-67 und Teil 2, Magazin 2000 plus Nr. 145,
Januar/Februar 2000, Seite 60-65
III. Literaturempfehlung

Grundlage für das vorliegende Buch Neutrinopower sind die


drei Fachbücher von Prof. Meyl, erschienen im INDEL
Verlag, Villingen-Schwenningen. Es handelt sich um die
folgenden drei Teile der Buchreihe: Meyl, K.:
Elektromagnetische Umweltverträglichkeit, (englische
Ausgabe: „Scalar Waves")
Teil l (Part 1): Vorlesungsumdruck 1996, 3. Aufl. 1998
Ursachen, Phänomene und naturwissenschaftliche
Konsequenzen, ISBN 3-9802 542-8-3 16 EUR
Teil 2 (Part 2): Umdruck zum energietechnischen
Seminar 1998, 3. Aufl. 1999. Freie Energie und die
Wechselwirkung der Neutrinos,
ISBN 3-9802 542-9-1 16 EUR
Teil 3 (Part 3): Umdruck zum informationstechnischen
Seminar (in Arbeit). Skalarwellen, informations
technische Nutzung longitudinaler Wellen und
Wirbel, ISBN 3-9802 542-7-5 16 EUR
Skalarwellentechnik, Dokumentation zum Set mit
Auszügen aus Teil 3, (Vorveröffentlichung, 2000),
ISBN 3-9802 542-6-7 16 EUR

Darüber hinaus werden Videos (3h zu 27 EUR)


angeboten, sowie die älteren Bücher von K. Meyl:
K. Meyl: Wirbelströme, INDEL Verlagsabt. Villingen
1984, ISBN 3-9802 542-0-8 / Dreidimensionale
nichtlineare Berechnung von Wirbelstromkupp
lungen, Diss. Uni. Stuttgart 1984 14 EUR
K. Meyl: Potentialwirbel, Band l, INDEL Verlagsabt.
Villingen 1990, ISBN 3-9802 542-1-6 14 EUR
K. Meyl: Potentialwirbel, Band 2 ist vergriffen!
Zu dem im Buch besprochenen Experiment:
Skalarwellenübertragung nach Nikola Tesla
• Signalübertragung, schneller als das Licht?
• Wirkungsgrad weit über 100 Prozent?
• Empfänger, der sich zurückmeldet?
Lernen Sie die Teslastrahlung und ihre fantastischen
Eigenschaften persönlich kennen. Führen Sie vor, was kein
Lehrbuch der Physik zu erklären vermag!
Die vor 100 Jahren noch extrem aufwendigen Experimente
passen heute in einen Alukoffer, der käuflich erworben werden
kann. Überprüfen Sie selbst die historischen Aussagen und
machen Sie die folgenden Experimente:
• Drahtlose Übertragung von Energie
• Rückwirkung vom Empfänger auf den Sender,
• Nachweis Freier Energie (ca. 10 facher Over-Unity)
• Skalarwellenübertragung mit ca. 1,5 facher Lichtge
schwindigkeit
• Tunneleffekt oder die mangelnde Abschirmbarkeit.

Das Set wird in zwei Versionen angeboten:


Als Demonstrations -Set für 800 EUR (incl. MWSt.) Damit
lassen sich die 5 Versuche ohne weitere Hilfsmittel
durchführen. (Zielgruppe sind Juristen, Ärzte, Architekten,
interessierte Laien, etc.)
und als Experimentier-Set für 1400 EUR (incl. MWSt.) mit
drei verschiedenen Spulensätzen, Frequenzzähler und
zusätzlichem Material. (Zielgruppe sind Physiker, Ingenieure,
experimentierfreudige Bastler, etc.)

Weitere Informationen zum Set und zu den Büchern, wie


Angaben zum Inhalt und zu Vortragsveranstal-tungen im
Internet unter: http: / /www.k-meyl.de