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Angst überwinden

ein kostenfreies e-Book von M.Z.H.

Copyright-Disclaimer: Sie dürfen diesen e-Book kopieren, weitergeben und in Auszügen oder seiner Gesamtheit in ihren eigenen Werken verwenden. Ja, weil ich weiß welch enorme Auswirkungen Angst und Angstgefühle über Menschen erlangen können und mir deshalb daran liegt Menschen mit Ängsten bestmöglich helfen zu können, ersuche ich Sie sogar darum das vorliegende Dokument zu vervielfältigen und so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. Jede kostenpflichtige Nutzung ist allerdings strikt untersagt – denn niemand sollte die Nöte seiner Mitmenschen dazu missbrauchen dürfen sich selbst ein goldenes Näschen zu verdienen – insbesondere dann nicht wenn er das Tun möchte ohne dafür gearbeitet zu haben.

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Inhalt

1.)Angst – eine völlig normale Emotion

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2.)Angst – was ist das eigentlich? 3 2.1)schützende Angst und hemmende Angst 3 2.2)Und wie wir am besten mit Ihnen umgehen 5

3.)Strategien um Angstgefühle zu überwinden 3.1)Sich seiner Angst bewusst werden 6 3.2)Seine Angst reflektieren 7

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3.3)Eine mutvolle Entscheidung treffen

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3.4)Der Mutgenerator

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4.)Nachwort

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„Man soll so Leben, dass man aufrecht stehen kann, ohne aufrecht gehalten zu werden.“ (Marc Aurel)

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1.)Angst – eine völlig normale Emotion.

Zählen Sie zu den Menschen die völlig furchtlos durchs Leben gehen können, und nicht einmal wissen was das Wort Angst überhaupt bedeutet? Dann beglückwünsche ich Sie. Die wenigsten von uns sind in dieser glücklichen Lage. Angst ist ein Gefühl, dass jeder von uns kennt. Jeder gesunde Mensch hat irgendwann schon einmal Angst gehabt – und das ist auch ganz gut so.

Angst muss nicht immer etwas Negatives sein und kann auch durchaus positive und segensreiche Auswirkungen entfalten. Solange Angst für Sie kein Problem darstellt ist im Grunde auch alles in Ordnung. Wenn Sie aber öfter von scheinbar unbegründeten Ängsten und Angstzuständen geplagt werden, oder einfach nur ein paar Tricks lernen wollen wie Sie mit ihren Ängsten besser umgehen können um mehr aus sich und ihrem Leben zu machen, dann wendet sich dieses Buch auch – und gerade an Sie.

Viele Menschen trauen sich auch nicht so recht öffentlich über das Thema Angst zu sprechen, weil sie befürchten sonst gleich als Angsthase oder ähnliches geschmäht und verspottet zu werden. Deshalb will ich Ihnen im ersten Kapitel dieses e-Books folgende Weisheiten vermitteln:

a)Angst ist eine normale Emotion. Jeder hatte schon einmal vor irgendetwas Angst. Wenn ihre Angst aber dazu führt, dass sie regelmäßig gute Gelegenheiten verpassen, dann lautet die gute Botschaft in diesem Kapitel: Sie können etwas gegen ihre Ängste unternehmen. Und so werden sie dazu in der Lage sein, all ihre Ziele und verborgenen Sehnsüchte zu erfüllen.

b)Es ist absolut OK sich gelegentlich zu fürchten. Ich bin ja, was Angst angeht auch keine Ausnahme. Ja, ich habe bereits gute Gelegenheiten ungenutzt verstreichen lassen weil ich Angst davor hatte den nächsten, notwendigen Schritt zu tun. Früher war ich ein eher ängstlicher Bursche und einen Großteil meiner Jugend lebte ich in Angst vor irgendetwas. Aber ich habe gelernt, dass Angst nicht das letzte Wort haben muss. Ich habe auf meinem geistigen Weg Hilfsmittel und Methoden kennen gelernt, die mir geholfen haben mir einen Großteil meiner unbegründeten Ängste zu nehmen. Ich bin also kein Theoretiker, der Ihnen irgendwelche psychologischen Theorien erklärt, die er irgendwo gelesen oder aufgeschnappt hat. Alle hier beschriebenen Methoden und Techniken habe ich selbst mit Gewinn in meinem Leben ausprobiert – und weiß daher, dass sie funktionieren. Vielleicht eignet sich nicht jede Methode für jeden Leser in jeder Situation, aber glauben Sie mir, im Zustand der Angst und der Furcht wird ihnen für jede Situation die richtige Lösung einfallen, wenn Sie einmal gelernt haben wie Sie diese einsetzen können.

c)Wovon sie Ihr Leben bestimmen lassen, entscheidet darüber wie erfüllt Ihr Alltag letztendlich sein wird. Und gerade deshalb sollten auch Sie sich ihren Ängsten stellen. In meiner Heimat gibt es ein altes Sprichwort „Zu Tod gfiacht is ah gstuabm“ 1 . Die Gedanken und Gefühle von denen Sie ihr Leben bestimmen lassen, sind die Quelle, die den Fluss ihres Lebens speisen. Auch unbewusste und verdrängte Gefühle und Gedanken ziehen wie von

1zu Deutsch etwa: Zu Tode gefürchtet, ist auch gestorben

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selbst die Dinge an, auf die sie durch diese Gefühle und Gedanken fokussiert sind. Deshalb ist es für jeden Menschen nützlich, sich einmal mit dem Thema Angst zu befassen – um seine Ängste zu überwinden und so auf lange Sicht ein glücklicherer und zufriedenerer Mensch zu sein.

2.)Angst – was ist das eigentlich?

Nachdem wir uns jetzt vergegenwärtigt haben, daß es viele gute Gründe dafür gibt, sich mit dem Thema Angst und Angst-haben zu befassen, damit wir lernen können die Angst zu überwinden, wollen wir uns ansehen, was Angst eigentlich ist. Welche Mechanismen verbergen sich hinter dem Phänomen Angst? Und wie können wir diese effektiv Nutzen? Dazu mehr in diesem und dem nächsten Kapitel dieses e-Books.

Wie schon erwähnt, hat jeder Mensch irgendwann einmal vor irgendetwas Angst. Als Kind fürchtet man sich etwa, wenn es draußen dunkel wird (und in manchen Gegenden tut man das wohlweislich auch noch als Erwachsener ;) ), vor dem Donner , dem Blitz oder dem Monster unter dem Kinderbett. In einer normalen Familie wird man sich dann Schutz suchend und zuwendungsbedürftig an seine Eltern wenden, die einem gut zureden. Aber alles Reden hilft nie so viel, wie die bloße Anwesenheit eines Elternteils. Wenn die Mama oder der Papa – oder auch ältere Geschwister – da sind, fühlt sich das Kind wieder sicher, weil es weiß: alles ist gut. Ich bin nicht allein.Und dieses Wissen löst im Kind eine tiefe Geborgenheit aus. Sie sehen: Seine Angst hilft dem Kind dabei, ein existentielles Grundbedürfnis nach menschlicher Nähe und Sicherheit angemessen zu artikulieren und zu verinnerlichen. Wenn Sie sich als Erwachsener aber immer noch vor dem Monster unter dem Bett fürchten dann haben wir ein tiefgehendes Problem vor uns, das es zu überwinden gilt.

2.1)schützende Angst und hemmende Angst

Wir sehen also: Angst ist nicht gleich Angst. Hier ist es schonmal wichtig sich die Frage zu stellen – wer hat eigentlich Angst? Mit den Ängsten eines Kindes etwa werden wir ganz anders umgehen müssen als den Ängsten, die man hat während man heranwächst oder der Angst, die man als Erwachsener empfindet. Grundsätzlich lässt sich die Angst in zwei verschiedene Kategorien einteilen: schützende und hemmende Angst.

a)die schützende Angst

Die psychologische Literatur lehrt uns die Angst als ein Überbleibsel der Entstehungsgeschichte des Menschen zu sehen. Aufgrund den äußerst gefährlichen Bedingungen unter denen sich die Gattung Mensch entwickelte, brauchte das Individuum ein gutes Sensorium für die äußeren Umstände, in denen es sich befand. Vom Gejagten wurde der Mensch zum Jäger – und die Angst half ihm immer noch dabei, sich auf der Jagd einen Vorteil zu verschaffen. Der bei der Jagd entstehende Stress (auch eine Form in der Angst uns begegnen kann) und das dadurch freigesetzte Adrenalin half den frühen Menschen dabei, über die eigenen Kräfte hinauszuwachsen. Und es half ihm dabei, festzustellen, ob sich nicht zwischenzeitlich ein noch gefährlicherer Räuber auf seine eigene

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Fährte geheftet hatte.

Stellen Sie sich zum Beispiel einfach einmal vor, Sie wären ein urzeitlicher Jäger. Der Fährte einer etwa einem halben Meter hohen Minigazelle folgend biegen Sie um die Ecke – und finden sich plötzlich einem 4 Meter hohen Säbelzahnmammutgepardenmonster - oder einer ähnlich erschreckenden Kreatur – gegenüber. Eine ungute Situation oder? Und um solche Szenarien zu vermeiden, entwickelte der Mensch die Fähigkeit, sich frühzeitig vor solchen Gefahren in Acht zu nehmen – und zu schützen. Die schützende Angst war geboren.

b)die hemmende Angst

Da sich der moderne Mensch bekanntlich meist nicht in ähnlichen Situationen wiederfindet, ist es nun also an der Zeit, dass wir uns mit einer weiteren Erscheinungsform der Angst auseinandersetzen: der hemmenden Angst.

Diese Form des Auftretens der Angst ist jene, um die es in diesem e-Book hauptsächlich gehen wird, weil gerade sie uns im Alltag für gewöhnlich die größten Schwierigkeiten bereitet. Wo die schützende Angst die überlebenswichtige (!) Funktion erfüllt, uns vor

drohender Gefahr zu warnen, ist die hemmende Angst das genau Gegenteil. Sie reitet uns meist eher in die Probleme hinein, weil sie uns lähmt und paralysiert – ja unfähig macht auf eine drohende Gefahr zu reagieren. Dies ist aus zwei Gründen so: zum Einen hindert uns die hemmende Angst (und deshalb heißt sie ja auch so) daran verschiedene von uns durchaus erwünschte Ziele zu erreichen. Es ist jene Furcht die den 16-jährigen Macho in der Disco jede erdenkliche Ausrede erfinden lässt um nicht mit einer unbekannten, attraktiven

Gleichaltrigen kommunizieren … oder gar REDEN

schüchtern und leise werden lässt, obwohl objektiv betrachtet kein Grund dafür vorliegen würde. Und es ist jene Furcht die uns Gedanken entwickeln lässt, die uns von unseren wahren Zielen im Leben abbringen. Zum Anderen hat das Auftreten der hemmenden Furcht mit der Funktionalität jener Gehirnregion zu tun, die in Stresssituationen die Kontrolle übernimmt: dem Stammhirn. Darum wird es ein bisschen weiter hinten im vorliegenden e- Book, und im kommenden Online-Kurs dazu noch gehen. Für den Moment nur soviel: das Stammhirn ist schuld daran, wenn kritische Situationen aus dem Ruder laufen, weil dieser „Hundling“ 2 einfach nicht so funktioniert, wie er eigentlich sollte - beziehungsweise wie wir es gerne hätten.

zu müssen. Es ist die Angst, die uns

2.2)Und wie wir am besten mit Ihnen umgehen

Schützende Angst ist jene Angst, die uns überkommt, wenn wir vom 10-Meter-Brett im Schwimmbad schauen. Weil unser Unterbewusstsein zwar auf Höhen reagieren kann, den Unterschied zwischen einer harten Betondecke und einem mit Wasser gefüllten Becken aber nicht in gleichem Maße fachmännisch zu beurteilen in der Lage ist, empfinden wir wenn wir in die Tiefe sehen zunächst schlicht und ergreifend: Angst. Was unter Bedingungen in freier Natur zwar eine angemessene Reaktion sein kann, ist im Schwimmbad aber eher unangebracht. Und deshalb sollten wir uns, wenn wir den Eindruck haben, dass uns schützende Furcht überkommt schlicht und ergreifend die Frage nach der Angemessenheit

2 Österreichisch für „Mistviech“. Eine Kreatur die sich nicht Erwartungskonform verhält.

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derselben stellen. Erkennt unser Verstand, dass wir ein Abenteuer einigermaßen unbeschadet überstehen können, hilft uns allein dieses Wissen mit einer nachfolgenden Entscheidung dabei, unsere schützende Furcht zu überwinden.

Mit hemmender Angst ist das aber meist nicht so einfach – und eben deshalb ist sie auch ein Thema über das kundige und weise Männer e-Books wie dieses schreiben können, um uns Normalsterblichen dabei zu helfen, diese hemmende Angst zu überwinden und dem übermächtig scheinenden Gefühl nicht hilflos ausgeliefert zu bleiben. Im Laufe dieses e- Books werde ich Ihnen einige der Strategien vorstellen, die mir am besten bei der Bewältigung diverser Ängste und Angstgefühle geholfen haben. Dabei ist es mir ein Anliegen, ausschließlich Wissen und Erfahrungen weiterzugeben, die mir in meinem eigenen Erleben der Angst bereits geholfen haben – und von denen ich daher weiß, dass die von mir vermittelten Inhalte auch funktionieren.

3.)Strategien um Angstgefühle zu überwinden

Wenn wir schon über eines der unbequemsten Gefühle die wir so erleben sprechen, dann schwingt immer ein bisschen auch die Frage nach der Überwindung dieser Emotion mit. Und wie so oft, gibt es einige profunde Strategien, die ich bisher kennen gelernt habe, die uns dabei helfen uns unseren Ängsten zu stellen – und diese wie es im Titel dieses e-Books bereits angekündigt wird erfolgreich zu überwinden.

3.1)Sich seiner Angst bewusst werden

Bestimmt haben auch Sie schon einmal den Satz gehört: „Selbsterkenntnis, ist der erste Schritt zur Besserung.“. Dieses Sprichwort zeigt uns eine große Weisheit auf, denn in der Tat ist der erste Schritt zur Lösung jeden Problems der simple Umstand, dass uns überhaupt erst einmal bewusst wird, dass es da ein Problem gibt das von uns gelöst werden will.

Fallbeispiel:

Thomas ist ein typischer Jugendlicher. Er ist 16 Jahre alt, besucht ein Gymnasium und freut sich über sein eher gemächliches Leben. Und noch etwas tut Thomas: Ganz wie viele seiner Mitschüler spielt er leidenschaftlich WoW. Beinahe seine ganze Freizeit verbringt Thomas am liebsten vor dem PC und spielt sich durch Instanzen und virtuelle Schlachtfelder. Doch plötzlich beginnen die Dinge sich zu verändern. Statt wie bisher mit Ach und Krach seine Klausuren zu bestehen, beginnen Thomas' schulische Leistungen immer schlechter zu werden. Und spätestens hier sollte der geneigte Leser – und hoffentlich auch Thomas selbst – feststellen, dass er ein Problem hat. Ein Problem, das viele von uns kennen. Ein Problem, das gelöst werden sollte.

So wie Thomas ergeht es heute im Zeitalter von Web 2.0 vielen Menschen. Immer mehr nützliche und gute Tools verführen uns dazu viel Zeit in ihre Verwendung zu investieren. Dass wir diese Hilfsmittel dabei gar nicht so intensiv brauchen wie wir sie nutzen, und sie nicht so hilfreich sind, dass eine ununterbrochene Nutzung derselben unbedingt notwendig wäre, steht freilich auf einem anderen Blatt.

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Und noch etwas löst ein Fall wie der von Thomas dem WOW-Helden zumeist aus: ein tiefgehendes Unbehagen auf Seiten seiner Eltern. Ja, man könnte sagen Thomas Verhalten wird in seinen Eltern auf natürliche Angst und Weise eine Art von Angst erzeugen, nämlich die Angst um den schulischen Erfolg – und damit die spätere wirtschaftliche Existenz – ihres Sohnes.

Auch Thomas selbst legt durch sein intensives Spielen den Grundstein zu weiterem Unbehagen in seinem Leben. In dem Moment wo die Lernerfolge ausbleiben, beginnen Prüfungen und der schulische Alltag in der Regel damit Druck zu erzeugen. Druck, der in Prüfungsangst münden kann. Druck, der angsttypische Symptome, wie Schlafstörungen und Unlust auslösen kann. Druck, gegen den etwas getan werden kann, und der eine durchaus nützliche Funktion für das Leben des Schülers haben kann.

Denn durch die Symptome der Angst, die Thomas nun gelegentlich überkommen (vor allem wenn er Prüfungen Nahen sieht), erfüllt das Unterbewusstsein des Schülers eine sehr wesentliche Funktion. Es zeigt Thomas, dass da etwas nicht passt. Und löst auf diese Weise ungeahnt motivierende Kräfte in Thomas aus, die ihm schließlich dabei helfen können die Ursachen seiner schulischen Probleme zu lösen. Sie sehen: Die Angst vor dem eigenen Versagen kann durchaus auch als schützende Angst betrachtet werden, die dem Schüler nützlich werden kann.

Wenn das Verhältnis von Schutzfunktion und negativem Einfluss auf das Leben aber kippt, und die Angst mehr zum Hemmnis als zum Nutzen wird, dann gilt es die Angst schnellstmöglich zu überwinden. Und wie das geht, erkläre ich, indem ich uns den nächsten Schritt in der Strategie zur Überwindung der Angst vor Augen führe.

3.2)Seine Angst reflektieren

Wie wir bereits gesehen haben, gibt es mehrere Arten von Angst und Furcht. Dabei haben wir bereits die schützende und die hemmende Angst ausführlich besprochen. Noch 2 weitere Arten von Angst habe ich Ihnen bisher aber bewusst unterschlagen – keine Angst wir kommen in Kürze darauf zu sprechen. Doch vorher wollen wir uns kurz überlegen, wie und wodurch wir feststellen können ob wir es Angesichts eines angsterfüllten Zustands mit einer für uns durchaus hilfreichenden schützenden oder einer unnötig hemmenden Angst zu tun haben.

Der Weg uns vor Augen zu führen, ob unsere Angst uns dabei helfen möchte einer potentiellen Gefahr angemessen zu begegnen, ihr auszuweichen oder wir nur von lästigen Emotionen, die uns schwächen geleitet werden, führt schlicht über den Ort an dem alle Furcht ihren Ursprung hat: dem Verstand des Menschen.

Indem ich meinen Verstand dazu gebrauche mir meine Angst bewusst zu machen, habe ich schon den ersten Schritt zur Überwindung meiner Angst und zum Schöpfen neuen Mutes und heiterer Gelassenheit getan. Ich bin durch das simple Einschalten meiner intellektuellen Fähigkeiten nicht mehr der emotionalen Seite meiner selbst unterworfen.

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Als nächstem Schritt in der Generierung neuen Mutes empfiehlt es sich, sich auch die Frage zu stellen, welche Art von Angst uns da eigentlich überkommen ist. Und genau dieses Ziel erreichen wir, indem wir uns die nächsten beiden, bisher ungenannten Formen der Angst vor Augen führen: a)die begründete Furcht und b)die unbegründete Furcht.

Furcht ist dann begründet, wenn es einen offensichtlichen und guten Grund dafür gibt, daß wir die als Angst bezeichnete Emotion in uns fühlen. Habe ich als Schüler zum Beispiel meine Hausübung nicht gemacht, oder als Dienstleister meinen Auftrag nicht ordnungsgemäß erfüllt, dann kann ich zu Recht ein ungutes Gefühl empfinden, das mir verdeutlicht, daß ich da wohl Mist gebaut habe. Habe ich dagegen einfach nur das drängende Gefühl etwas würde nicht stimmen, obwohl objektiv betrachtet kein Grund dafür vorliegt, dann haben wir es mit einer unbegründeten – und damit meist hemmenden – Furcht zu tun. Wenn Sie also das nächste Mal das Gefühl aufsteigender Angst empfinden, stellen Sie sich einfach einmal die Frage: Gibt es einen guten und einleuchtenden Grund für meine Emotion? Wenn ja - überlegen Sie sich, welchen einfachen Weg aus der Misere es geben könnte – und entscheiden Sie sich dafür, ihn optimistisch und frohen Mutes zu beschreiten. Denken Sie dabei nicht zu abgehoben oder zu negativ, sondern entspannen Sie sich. Wenn Sie keinen Ausweg für sich erkennen können, stellen Sie sich den heroischsten Menschen vor der Ihnen spontan einfällt. Am besten einen Superhelden. Und dann fragen Sie sich: Wie würde dieses leuchtende Beispiel an Mut und Tugendhaftigkeit mein Problem lösen? Was würde mein Vorbild in dieser Situation tun? Und Sie werden sehen, mit diesem einfachen Trick lacht auch Ihnen das Glück bald wieder zu.

3.3)Eine mutvolle Entscheidung treffen

So. Sie haben sich nun also bewusst gemacht, dass Sie vor irgendetwas Angst haben. Dann haben Sie herausgefunden, welche Form von Angst ihnen da das Leben schwer machen möchte. Und noch etwas haben Sie getan: Indem Sie Ihre Angst bewusst reflektiert haben, haben Sie wieder die Kontrolle über Ihr Leben übernommen. Sie haben damit die Macht über Ihre Angst bekommen – ob Sie mir das jetzt glauben oder nicht. Indem Sie sich Dinge von einer gedanklichen Metaebene aus ansehen, ordnen Sie diese Dinge ihrer Beobachtung unter. Und lernen die Begebenheiten in Worte zu fassen.

Die alten Mystiker lehren uns, wenn wir den Namen eines Geistwesens kennen, dann bekommen wir Macht über es. Von Beginn an war die Sprache für den Menschen etwas Mystisches. Sie gab ihm die Möglichkeit, sich über die ihn umgebende Natur zu erheben – und damit zu beginnen die Herrschaft über die gesamte bewohnbare Erde zu erlangen.

Ich stelle mir die Begebenheit rund um die Entdeckung der Sprache in etwa so vor: Ein bärtiger Typ läuft im Lendenschurz über eine Ebene. Da fällt ihm auf, dass der Bewohner der Höhle neben ihm einen Stein vor sich hin rollt. Eben jenen Stein, den unser Freund am Tag zuvor von der Höhle weg gerollt hat. Da kommt ihm: Ich will nicht, dass der Stein zurück gerollt wird. Und da fällt es ihm wie Schuppen von den Augen. Er muss sich irgendwie verständlich machen. Das ist sein Stein. Im besten Neandertalerstil brüllt er also:

„mbatschaga!“ oder eine ähnlich klingende Lautkonstruktion. Und erfährt so, dass er über

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das Medium Sprache die Basis zur Veränderung der Wirklichkeit in Händen hält.

Und noch etwas hat unser Freund getan – bevor er in einem kongenialen Geniestreich zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit das bedeutsame Wort „mbatschaga“ - oder eine ähnlich klingende Lautkonstruktion - brüllte. Er traf eine Entscheidung. Es ist so einfach. Er traf die Entscheidung dafür, nicht-zu-wollen dass sein Kollege von der Höhle nebenan den Stein den er mühsam fortschaffte wider zurück schleppte.

Ähnlich ist es auch mit uns und der Angst. Angst versucht Steine auf unseren Lebensweg zu schleppen. Steine, die wir bisweilen schon lange weggeschafft haben. Die Frage ist nur:

Wollen wir das zulassen? Das Monster unter dem Bettchen wäre so ein Stein. Möglicherweise haben Sie in der Nacht bisweilen Angst dass etwas Furchtbares Sie heimsuchen könnte. Räuber. Ein Brand. Irgendetwas. Nun, das ist nichts anderes als der alte Stein, den Sie in ihrer Kindheit schon weggeschafft haben. Der Monsterstein. Und bisweilen, wenn Sie allein zuhause sind, schleppt die Angst diesen Stein vielleicht wieder hervor. Und die Frage ist: Wollen Sie das zulassen? Ich denke nicht. Was also tun? Ganz einfach:

Zuerst einmal treffen Sie eine Entscheidung. Das ist keine große Sache. Wir treffen Tag für Tag Entscheidungen. Alleine schon der Akt des Aufstehens in der Früh ist eine Entscheidung. Jeder kann es. Jeder tut es. Und auch Sie können sich entscheiden: Gegen die Angst – und für die Ruhe. Für den Mut. Für die Gelassenheit.

3.4)Der Mutgenerator

Mitunter wäre es wirklich fein, etwas wie einen Mutgenerator zu Hause stehen zu haben. Eine Maschine, die sofort übernatürlichen Mut und himmlische Gelassenheit in Ihnen auslöst. Um sich ihren Ängsten nicht stellen zu müssen, greifen viele Menschen zu Substanzen, die eine ähnliche Wirkung erzielen – teils mit erheblichen, negativen

Konsequenzen. Alkohol etwa wäre eine solche Substanz

1 wäre so ein Fall. Weil er sich nicht traut eine holde Maid in seinem Alter anzusprechen,

Der 16-jährige Macho aus Kapitel

greift er zu einer mutmachenden Substanz, genannt Bier. Und hat als Ergebnis eine solche Fahne, dass die Dame keine sonderliche Lust mehr hat sich angeregt mit ihm zu unterhalten. Das wäre in seinem Fall also – die schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht dagegen lautet: Jeder von uns hat einen übernatürlichen Mutgenerator. Der Mutgenerator funktioniert immer und überall, ist frei von Nebenwirkungen und kostenlos in seiner Anwendung. Und auch die Mädls sind davon begeistert! Sie fragen sich wo diese spirituelle Maschine sich befinden soll? Nun ich bin sicher Sie haben eine. Vielleicht auf ihrem Dachboden. Vielleicht in ihrem Keller. Aber ganz bestimmt, in Ihrem Herzen.

In alten Kulturen sagte man, dass das Glück in der Schlacht sich noch einmal wenden kann, wenn der Krieger neuen Mut in seinem Herzen findet. Und egal wie die äußeren Umstände auch sein mögen, ich will Sie einfach dazu ermuntern, dass sie auch Angesichts der größten Krisen neuen Mut in ihrem Herzen generieren.

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Stellen Sie sich einfach vor, wie eine Sphäre aus hellem Licht in ihrem Herzen aufleuchtet. Formen Sie in ihren Gedanken ein Bild, wie ein Licht in ihrem Herzen aufgeht, und größer wird, auszustrahlen beginnt in eine dunkle Welt. Und entscheiden Sie sich. Haben Sie Mut. Denken Sie sich in ihren Gedanken als mutigen Menschen. Sagen Sie: Ich bin ein mutiger Mensch! Ich bin ein Streiter Gottes! Stellen sie sich vor wie sie ein spirituelles Schwert in Händen halten, mit denen Sie der ärgsten Finsternis höchstpersönlich gegenüberstehen – und sie überwinden – können. Und verlassen Sie sich darauf: Sie haben die Macht!

„Nur Mut – alles wird gut“

4.)Nachwort

So, dass war es auch schon mit unserem e-Book zum Thema „Angst überwinden“. Ich habe darin alle wesentlichen Komponenten, die Ihnen dabei helfen können sich Ihren Ängsten nicht nur zu stellen, sondern diese auch erfolgreich zu überwinden ausführlich und – wie ich hoffe – nachvollziehbar beschrieben. Mit der erprobten und bewährten drei Schritt Strategie plus ihrem individuellen Mutgenerator als spirituellem Tool sollten Sie nun dazu in der Lage sein so gut wie jede Angst die Ihnen im Alltag so begegnet zu überwinden.

Natürlich mögen sich Probleme des Lebens ergeben, in denen sich aufgrund der äußeren Umstände eine scheinbar triste Lage ergibt, die sich nicht alleine mit den genannten Strategien und Techniken bewältigen lassen, aber ich habe ja auch nicht behauptet, daß sich alle Probleme des Lebens mit diesem nur wenige Seiten starken e-Book überwinden lassen. Es geht in vorliegendem Dokument ja ausschließlich darum seine Ängste kennen zu lernen, und gegen alltägliche Ängste und Sorgen gewappnet zu sein.

Sollten Sie dennoch – und trotz der Anwendung der von mir beschriebenen Strategien häufig ohne ersichtlichen Grund in Angstzustände oder ähnliches geraten, empfehle ich Ihnen wirklich sich an einen kompetenten Psychologen zu wenden, der die Möglichkeit hat auch tief im Unterbewussten verborgene Ursachen für übermäßig und unverhältnismäßig auftretende Angstzustände ans Licht zu bringen und Sie davon durch Gespräche und psychotherapeutische Arbeitsweisen zu befreien. In jedem Fall lassen Sie mich Ihnen am Ende dieser Publikation noch ein wenig Mut machen: beinahe für jedes Problem gibt es eine praktikable Lösung. Bewahren Sie sich eine positive Lebenseinstellung. Besuchen Sie meine Kurse und Seminare, lesen Sie meine Blogs. Experimentieren Sie mit spirituellen Techniken. Prüfen Sie spirituelle Dienstleister. Gehen Sie ihren Weg. Und generieren Sie Mut. Denn – und davon bin ich überzeugt – mit Gottes Hilfe wird am Ende ALLES wieder gut.

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