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Rundbrief 3/2016

Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Freundinnen und Freunde!

geehrte Damen und Herren! Liebe Freundinnen und Freunde! Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk 321

Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk 321 Lehndorf-Watenbüttel in der Stadt Braunschweig

Frank Graffstedt Frankenstr. 12 J 38116 Braunschweig

Ratsherr der Stadt Braunschweig

Tel.

Tag

0531-2512246

13.2.2016

Mit Rundbriefen informiere ich regelmäßig über die Arbeit des Bezirksrates Lehndorf Watenbüt- tel, Neuigkeiten aus dem Rat der Stadt, die schwerpunktmäßig unseren Stadtbezirk betreffen oder generell informativ sind und gerne auch über Veranstaltungen und Termine in unserem Stadtbezirk.

Mit diesem Rundbrief möchte ich hinweisen auf/informieren über

A) Projekt 1-2-3-barrierefrei!

B) Sitzung des Stadtbezirksrates am 17.2.2016

C) Kommunale Erstaufnahmeeinrichtung in der Sporthalle Watenbüttel

D) Tag der Ortsbüchereien am 11. März 2016

E) Ausbau Sportanlage Lamme

F) Geplante Neufassung der Entgelttarife für Kindertagesstätten, Einrichtungen der Teilzeit- Schulkindbetreuung der Stadt und der Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig

Diese Email darf gerne von Ihnen/von Euch ohne jede Veränderung an interessierte Bürgerinnen und Bürger weitergeleitet werden.

Diejenigen, die künftig in den Emailverteiler aufgenommen werden wollen oder ggf. künftig keine Email erhalten wollen, bitte ich um eine kurze Email an Frank@GraffstedtBS.de. Ich werde dann den Verteiler sofort aktualisieren.

Hinweise auf Veranstaltungen nehme ich gerne von Ihnen /Euch auf, um dann auch über meinen Verteiler darauf hinzuweisen.

Bei Rückfragen oder für Anregungen erreichen Sie mich per Email oder ggf. telefonisch.

Im Rundbrief sind dann an einigen Stellen die Dokumentennummer der Vorlagen angeführt, über die dann die vollständigen Unterlagen Im Ratsinformationsdienst über die Internetseite der Stadt Braunschweig https://ratsinfo.braunschweig.de/bi/yw010.asp nachgelesen werden können.

Mit freundlichen Grüßen Ihr/Euer

nachgelesen werden können. Mit freundlichen Grüßen Ihr/Euer Frank Graffstedt

Frank Graffstedt

A)

Projekt 1-2-3-barrierefrei!

Das Quartiersmanagement Watenbüttel plus Völkenrode, Kanzlerfeld und Ölper hat das Projekt „1-2-3-barrierefrei!“ gestartet. Ziel des Projektes ist es, in den Orten für Senior*innen und behin- derte Menschen Barrieren wie z. B. Stufen vor Ladentüren, Texte in zu kleiner Schrift oder mit schwieriger Sprache, Bordsteinkanten im Kreuzungsbereich oder fehlende Sitzbänke auf dem Spazierweg zu erfassen und Lösungen zu suchen, wie diese Barrieren abgebaut werden können. Dabei soll dabei das Miteinander der Menschen im Ort gestärkt werden.

Mit dem Projekt kamen das Quartiersmanagement bis ins Finale der Google Impact Challenge. Jetzt kann bis zum 24. Februar 2016 für das Projekt „1-2-3-barrierefrei!“ im Internet abgestimmt gestimmt werden.

Hier gibt es mehr Informationen über das Projekt und hier kann dann auch für das Projekt ge-

stimmt werden: https://goo.gl/1zZDt9

Noch mehr Infos: www.ambet.de

Ich halte das für ein sehr unterstützenwertes Projekt und würde mich freuen, wenn möglichst Viele mit abstimmen und so das Projekt „1-2-3-barrierefrei!“unterstützen.

und würde mich freuen, wenn möglichst V iele mit abstimmen und so das Projekt „1 -2-3-

B)

Sitzung des Stadtbezirksrates am 17.2.2016

Mittwoch, 17.02.2016, 19:30 Uhr

Gemeinschaftshaus Lamme, Frankenstraße 29, 38116 Braunschweig

Vorher, um 19:00 Uhr, findet eine Einwohnerfragestunde statt.

Tagesordnung

Öffentlicher Teil:

1. Eröffnung der Sitzung

2. Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 13.01.2016

3. Mitteilungen

3.1. Bezirksbürgermeister/in

3.2. Verwaltung

4. Anfragen

4.1. Extremes Verkehrsaufkommen auf der Celler Heerstraße in Watenbüttel (Ortsdurchfahrt)

15-00636

4.2. Sachstand Radwegeverbindung zwischen Lamme und Lehndorf

15-00660

4.3. Austausch Straßenbeleuchtung in Ölper

16-01529

4.4. Schnelle Internetverbindung in Ölper über Telefonleitung der Telekom

16-01530

5. Neubau einer Sporthalle in der St.-Ingbert-Straße; Raumprogramm

15-01299

6. Erweiterung der Grundschule Lamme für den Ganztagsbetrieb; Raumprogramm

15-01312

7. Anträge

7.1. LKW Verkehr über die Autobahnbrücke Mähenkamp in Ölper

16-01536

7.2. Neue Mitte Lamme

16-01567

7.3. Sicherung der Ausfahrt Achilles Hof Watenbüttel

16-01568

7.4. Informationsveranstaltung zum Betrieb der kommunalen Erstaufnahmeeinrichtung in der Sporthalle Watenbüttel

16-01571

7.5. Bushaltestelle Am Grasplatz stadteinwärts barrierefrei

16-01572

7.6. Verkehrsüberwachung im Stadtbezirk

16-01573

7.7. Straßenschäden Saarstraße

16-01574

C)

Kommunale Erstaufnahmeeinrichtung in der Sporthalle Watenbüttel

In der kommenden Woche werden die ersten Flüchtlinge in die Sporthalle Watenbüttel einziehen. In der Halle sind sogenannte Waben aufgebaut worden, die es ermöglichen sollen, dass jeweils bis zu 6 Personen zumindest etwas abgetrennt von den anderen Bewohnern wohnen können. Grundgerüste sind Edelstahlgitter, die mit diesen nicht durchscheinenden Plastikfolien bespannt sind. Diese Folien bilden auch die „Türen“ zu den einzelnen “Zimmern“. In den Waben stehen dann drei Doppelstockbetten und abschließbare Metallspinde für die persönlichen Dinge und Wertsachen. In den einzelnen Waben gibt es keinen Strom und die Hallenbeleuchtung wird in der Zeit von 22:30 Uhr bis 07:00 Uhr am nächsten Morgen auf Notbeleuchtung umgeschaltet. An zentraler Stelle wird es Steckdosen gegeben, wo z. B. Handys aufgeladen werden können. Vor den Waben werden Bierzeltgarnituren auch für Einnahme der Mahlzeiten aufgestellt. Ein Caterer liefert dreimal am Tag Essen, der auch die Essensausgabe macht. Der Zugang zur Halle erfolgt nur durch den bisherigen Haupteingang. Als sanitäre Einrichtungen werden die Duschen in der Halle sowie Toiletten in der Halle und in Sanitärcontainern vor der Halle genutzt. Betreut werden die Flüchtlinge vor Ort durch einen Sozialarbeiter. Ebenfalls wird rund um die Uhr ein Sicher- heitsdienst vor Ort sein. Zutritt zur Halle wird nur denjenigen gewährt, die im Besitz eines Hallen- ausweises sind. Dies gilt dann auch für Ehrenamtliche, die z.B. sich mit Kindern beschäftigen, Deutschkurse anbieten oder bei der Essensausgabe mithelfen werde. Die Bewohner können jederzeit die Halle verlassen und betreten. Ausgestattet ist die Halle mit Waschmaschinen, Trocknern, Spielbereich für Kinder ebenso wie mit einer Küche in den Geräteräumen unterhalb der Tribüne, die nicht genutzt wird. Welche Menschen dort einziehen werden, steht derzeit nicht fest, da der der Stadt Braunschweig vom Land nur ca. 7 Tage vorher mitgeteilt wird, welche Flüchtlinge zur Unterbringung durch die Stadt zugewiesen werden. Genauere Informationen über den dann angelaufenen Betrieb in der Sporthalle - auch darüber in welcher Form durch Ehrenamtliche unterstützt werden kann , soll auch über eine Informations- veranstaltung erfolgen, die die SPD Fraktion im Stadtbezirksrat in der kommenden Sitzung bean- tragen wird. Dabei soll dann in Watenbüttel für alle Interessierten die Möglichkeit gegeben wer- den, sich von der Verwaltung über den angelaufenen Betrieb in der kommunalen Erstaufnahme- einrichtung in der Sporthalle Watenbüttel zu informieren. Ausdrücklich bedanke mich schon jetzt bei Pastor Andreas Hahn und seiner Frau, die sich beide für die Organisation möglicher ehrenamtlicher Hilfe als Ansprechpartner zur Verfügung gestellt haben. Ich bin mir dabei mit Pastor Hahn sicher, dass es sowohl notwendig als auch machbar sein wird, den Flüchtlingen durch unterschiedliche Angebote die Aufnahme in unserem Stadtteil leichter zu machen. Dabei habe ich mich auch sehr darüber gefreut, dass die Anwesenden des Runden Tisches Völkenrode-Watenbüttel bei ihr letzten Sitzung ein großes positives Interesse gegenüber den vor uns allen liegenden Aufgaben gezeigt haben.

Mehr Information über die Sporthalle Watenbüttel auch unter. http://regionalbraunschweig.de/watenbuettel-ab-montag-ziehen-die-fluechtlinge-ein/

Sporthalle Watenbüttel auch unter. http://regionalbraunschweig.de/watenbuettel-ab-montag-ziehen-die-fluechtlinge-ein/
Sporthalle Watenbüttel auch unter. http://regionalbraunschweig.de/watenbuettel-ab-montag-ziehen-die-fluechtlinge-ein/

D)

Tag der Ortsbüchereien am 11.März 2016

Auch die Ortsbüchereien Lehndorf, Watenbüttel und Lamme nehmen an diesem Tag mit eigenen Veranstaltungen daran teil genaueres dazu ist dem beigefügten Flyer zu ent- nehmen.

nehmen an diesem Tag mit eigenen Veranstaltungen daran teil – genaueres dazu ist dem beigefügten Flyer
E) Arbeiten zum Ausbau der Sportanlage Lamme können in 2016 begonnen werden Immer wieder hat

E)

Arbeiten zum Ausbau der Sportanlage Lamme können in 2016 begonnen werden

Immer wieder hat sich die SPD Fraktion im Stadtbezirksrat für einen dringend notwendigen Aus- bau der Sportanlage Lamme eingesetzt und entsprechende Anträge gestellt, dazu beigetragen., dass der Bezirksrat entsprechende Beschlüsse gefasst hat letztmalig in der letzten Sitzung.

Für die SPD-Ratsfraktion habe ich in der letzten Sitzung des Sportausschusses am 4.Februar nachgefragt, ob es auf der Grundlage der bisherigen Haushaltsplanungen, die eine Umwandlung eines Rasenspielfeldes in einen Kunstrasenplatz erst für 2018 und die Erweiterung des Umklei- degebäude aufgrund der vorliegenden Haushaltsansätze nicht möglich ist, den Ausbau vorzuzie- hen, da aufgrund verschiedener Haushaltspositionen schon bereits erfolgte Arbeiten (z.B. Erwei- terung Flutlichtanlage in Lamme ) die Beträge zu hoch angesetzt wurden. Die Verwaltung hat die von mir aufgeführten Zahlen geprüft und dann folgendes mitgeteilt:

Im aktuellen Entwurf des Haushalts 2016, der am 15.3. beschlossen werden soll, sind für 2016 und 2017 sog. Verpflichtungsermächtigungen enthalten, die es möglich machen

a) in 2016 die Planungen für die Erweiterung des Gebäudes auf der Sportanlage incl. der Beauftragung von Umbaumaßnahmen umzusetzen, das

b) dann in 2017 der Umbau des Gebäudes zur Erweiterung der Umkleideräume und zur Schaffung eines Büroraumes für den TSV Germania Lamme durchgeführt und abge- schlossen werden kann ( Umfang 300.000 Euro),

c) in 2017 die Planungen für die Umwandlung einer Naturrasenfläche in einen Kunstrasen- platz abgeschlossen und die Arbeiten noch in 2017 beauftragt werden können, dass

d) in 2018 die Umwandlung in einen Kunstrasenplatz (Umfang 550.000 Euro) abge - schlossen werden kann.

Insgesamt hat die Anfrage dazu geführt, dass entgegen der ersten Planung die Arbeiten zur notwendigen Erweiterung der Sportanlage nicht erst 2018 2019 durchgeführt, son- dern noch in 2016 begonnen und in 2018 abgeschlossen werden können. 16-01483

F)

16-01483-01

Geplante Neufassung der Entgelttarife für Kindertagesstätten, Einrichtungen der Teilzeit- Schulkindbetreuung der Stadt, und der Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig

Am 15. März entscheidet der Rat der Stadt Braunschweig über die mögliche Einführung von Kita- Entgelten. Als Alternative zum Verwaltungsvorschlag für eine Kita-Entgeltstaffel haben nun SPD und Grüne eine eigene Entgeltstaffel für Kindertagesstätten vorgelegt. Da dieses Thema in den letzten Wochen in der Stadt kontrovers diskutiert wird und dabei immer Fragen über genaue De- tails gestellt werden, habe ich zur Information den vollständigen Text des Änderungsvorschlages der Parteien SPD und Bündnis90/Die Grünen zur Information angefügt. Der Text kann auch unter

im PDF-Format gesondert runtergeladen werden.

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Fraktion Bündnis 90 - DIE GRÜNEN im Rat der Stadt

Antrag (öffentlich)

16-01629

Betreff:

Neufassung des Entgelttarifs für die Kindertagesstätten sowie Einrichtungen der Teilzeit-Schulkindbetreuung der Stadt Braunschweig vom 27. Mai 2014 und des Entgelttarifs für die Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig vom 27. Mai 2014

Empfänger:

Stadt Braunschweig Der Oberbürgermeister Datum:

Beratungsfolge: Status Jugendhilfeausschuss (Vorberatung) 24.02.2016 Ö Finanz- und Personalausschuss (Vorberatung) 25.02.2016 Ö Verwaltungsausschuss (Vorberatung) 08.03.2016 N Rat der Stadt Braunschweig (Entscheidung) 15.03.2016 Ö

Beschlussvorschlag:

1. Der als Anlage 1 beigefügte Entgelttarif für die Kindertagesstätten sowie Einrichtungen der

Teilzeit-Schulkindbetreuung der Stadt Braunschweig und der als Anlage 2 beigefügte Entgelttarif für die Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig werden beschlossen.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Jahr nach Inkrafttreten der Entgelttarife dem Rat und sei-

nen zuständigen Gremien ausführlich über die Entgelteinnahmen und die zugrunde liegende Ein- kommensverteilung zu berichten und einen Vorschlag für die Verwendung eventueller Mehrein- nahmen zu machen. Es wird angestrebt, durch eventuelle Mehreinnahmen den notwendigen qualitativen Ausbau der Kinderbetreuungsangebote und den Ausbau der Schulkindbetreuung mit zu finanzieren.

3.

Übergangsregelung: Für Kinder, die in Braunschweig wohnen und für die vor Vollendung des

3.

Lebensjahres Entgelte nach

• dem Entgelttarif für die Kindertagesstätten sowie Einrichtungen der Teilzeit-Schulkindbetreuung der Stadt Braunschweig vom 27. Mai 2014,

• dem Entgelttarif für die Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig vom 27. Mai 2014,

• dem Entgelttarif für die Kindertagesstätten sowie Einrichtungen der Teilzeit-Schulkindbetreuung der Stadt Braunschweig vom 8. Mai 2012,

• dem Entgelttarif für die Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig vom 8. Mai 2012,

• dem Entgelttarif für die Kindertagesstätten sowie Einrichtungen der Teilzeit-Schulkindbetreuung der Stadt Braunschweig vom 28. Juni 2011 oder

• dem Entgelttarif für die Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig vom 28. Juni 2011

gezahlt wurden, werden die Entgelte für den Besuch der Kindergartenbetreuung oder die Inanspruchnahme der Kindertagespflege nach den Entgelttarifen in Anlage 1 bzw. 2 ermäßigt in Abhängigkeit von der und maximal für die Dauer, für die Entgelte nach den o. g. Entgelttarifen gezahlt wurden. Die weiteren Details der Übergangsregelung werden unter Beteiligung von JHA und Vertretern des Stadtelternrats der Kindertagesstätten entwickelt und sind Gegenstand einer gesonderten Beschlussfassung des Rates. Die Verwaltung wird beauftragt, die Entwicklung der

Übergangsregelung zu unterstützen.

4. Im Haushaltsplan werden die Ansatzveränderungen der Verwaltung aus Anlass der „Wieder-

einführung der Kindergartenentgelte“ (Produkt Nr. 1.36.3650.02 „Kindergartenbetreuung“) auf null gesetzt.

Sachverhalt:

Der vorliegende Antrag soll die gleichnamige Vorlage der Verwaltung (Vorlage 15-01375) erset- zen. Auf breiter Basis wird die Auffassung vertreten, dass die derzeitigen Entgelttarife für Krippen-, Kindergarten- und Schulkind-/Hort-Betreuung sowie Kindertagespflege einer Überarbeitung und Anpassung bedürfen. Schon bei einem maßgeblichen Einkommen von 45.100 € muss für die Krippenbetreuung der Höchstsatz von ca. 500 € (Stufe 21) für einen Ganztagsplatz bezahlt wer- den. Und es hängt vom Zufall ab, ob für das Kind ein kostengünstiger oder kostenloser Platz in einer offenen Ganztagsgrundschule (OGS) zur Verfügung steht oder ob ein Entgelt von bis zu 176 € im Monat für Hort- oder Schulkindbetreuung gezahlt werden muss. Die vorgelegten Entgelttarife berücksichtigen die Ergebnisse der Workshops, die der Jugendhil- feausschuss in den vergangenen Jahren zum Thema Kita-Entgelte durchgeführt hat. Die hohen Krippenentgelte werden für alle Einkommensgruppen gesenkt. Die Einkommensgrenzen werden angehoben. Bei einem Jahresbruttoeinkommen von bis zu ca. 35.000 € sind Krippe und Kinder- garten zukünftig entgeltfrei. Bisher waren bei einem solchen Einkommen bis zu 245 € für einen Ganztagskrippenplatz (8 Stunden) im Monat zu zahlen. Die Entgelte für Schulkindbetreuung in und an Schulen, Hortbetreuung in Kindertagesstätten sowie Schulkindbetreuung im Rahmen von Kindertagespflege werden einheitlich auf das Niveau der OGS-Angebote gesenkt. Die genannten finanziellen Verbesserungen für die Eltern werden ausgeglichen durch die Wiedereinführung von Kindergartenentgelten. Über die Höhe der Entgelteinnahmen kann keine verlässliche Aussage gemacht werden, da aus bekannten Gründen keine Erkenntnisse zur Ein- kommensverteilung bei den Eltern der Kindergartenkinder vorliegen. Und auch über die Einkom- mensverteilung bei den Eltern der Krippenkinder liegen keine Erkenntnisse vor, wenn das maß- gebliche Einkommen über der derzeitigen Höchstgrenze von 45.100 € liegt. Daher soll ein Jahr nach Inkrafttreten der neuen Entgelttarife eine Evaluation stattfinden, und erwarteten Mehrein-

nahmen im Haushaltsplan sollen auf null korrigiert werden. Nach dem quantitativen Ausbau der Kinderbetreuung in den vergangenen Jahren (U3-Ausbau, Schaffung weiterer Kindergartenplät- ze) steht in den kommenden Jahren der qualitative Ausbau der Angebote im Fokus (u. a. Perso- nalschlüssel, Fachkraft-Kind-Relation, Öffnungszeiten, Familienzentren, Überarbeitung des Raumprogramms, Ausbau der Schulkindbetreuung). Im Rahmen der Evaluation soll auf der Grundlage einer gesicherten Erkenntnis über die Entgelteinnahmen auch über die Verwendung von eventuellen Mehreinnahmen aus der Wiedereinführung der Kindergartenentgelte für weitere Qualitätsverbesserungen beraten und entschieden werden. Zur Übergangsregelung wird noch keine abschließende Regelung vorgeschlagen. Der Stadtel- ternrat der Kindertagesstätten hält eine Übergangsregelung im Sinne der „Planbarkeit für Fami- lien“ für unerlässlich. Die Notwendigkeit einer Übergangsregelung wird auch von den antragstel- lenden Fraktionen gesehen. Die Übergangsregelung sollte daher gemeinsam mit den Elternver- tretern entwickelt werden. Zugleich muss sie praktikabel und für die Verwaltung einfach umsetz- bar sein. Daher wird das unter Nr. 3 beschriebene Verfahren zur Erarbeitung der Übergangsregelung vorgeschlagen. Die weitere Begründung erfolgt mündlich.

Anlagen:

Anlage 1: Entgelttarif für die Kindertagesstätten sowie Einrichtungen der Teilzeit- Schulkindbetreuung der Stadt Braunschweig vom 15. März 2016 Anlage 2: Entgelttarif für die Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig vom 15. März 2016 Entgelttarif Anlage 1 für die Kindertagesstätten sowie Einrichtungen der Teilzeit-Schulkindbetreuung der Stadt Braunschweig vom 15. März 2016 Auf Grund des § 58 Abs. 1 Nr. 8 des Nds. Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) hat der Rat der Stadt Braunschweig in seiner Sitzung am 15. März 2016 mit Wirkung vom 1. August 2016 folgende allgemeine privatrechtliche Entgelte für den Besuch der städtischen Kindertages- stätten sowie Einrichtungen der Teilzeit-Schulkindbetreuung beschlossen.

§ 1

Entgelt für den Besuch der Kindertagesstätten sowie für Einrichtungen der Teilzeit- Schulkindbetreuung Für den Besuch der Krippen- und Kindergartenbetreuung in Kindertagesstätten wird ein Entgelt nach der beigefügten durchgängig einkommensabhängigen Kindertagesstätten- Entgeltstaffel erhoben. Die Entgeltfreistellung im letzten Kindergartenjahr regelt sich nach § 5 des Entgelttarifs. Für den Besuch der Hortgruppen in Kindertagesstätten sowie für Einrichtungen der Teilzeit- Schulkindbetreuung wird ein pauschaliertes einkommensunabhängiges Entgelt entsprechend dem Betreuungsumfang erhoben. Für Kinder, die nicht im Gebiet der Stadt Braunschweig wohnen und in einer Krippen- oder Kin- dergartenbetreuung einer von der Stadt Braunschweig geförderten Betriebs- oder anderen Kin- dertagesstätte betreut werden, wird mit Ausnahme des Betreuungszeitraumes gem. § 5 das Ent- gelt in der Höchststufe (Stufe 15) festgesetzt.

§ 2

Ermittlung des maßgeblichen Einkommens Die Höhe der im Sinne dieses Tarifs zu entrichtenden einkommensabhängigen Entgelte basiert auf dem Gesamteinkommen der Haushaltsgemeinschaft, in der das Kind lebt. Wird dieses Einkommen nicht nachgewiesen, ist das Entgelt in der höchsten Entgeltstufe zu zah- len. Eine rückwirkende Aufhebung der Festsetzung der höchsten Entgeltstufe erfolgt längstens für den Zeitraum von drei Monaten vor Eingang des Nachweises. Das Einkommen wird wie folgt ermittelt:

1. Einkommen Als Einkommen gilt ein Jahreseinkommen aller zur Haushaltsgemeinschaft rechnenden Mitglie- der. Dieses Einkommen errechnet sich aus der nicht um die Verluste in einzelnen Einkommens- arten zu vermindernden Summe der positiven Einkünfte im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Ein- kommensteuergesetzes. Daneben gelten Unterhaltsleistungen (sowohl für Ehegatten als auch für Kinder), Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, Lohnersatzleistungen und steuerfreie sowie pauschal versteuerte Einnahmen als Einkommen. Für die Festsetzung des Entgelts werden die Einkünfte berücksichtigt, die voraussichtlich in den auf den Betreuungsbeginn oder Betreuungsformwechsel folgenden zwölf Kalendermonaten er- zielt werden. Sofern diese Einkünfte nicht ausreichend belegt werden können, sind ersatzweise

die voraussichtlichen Einkünfte des Kalenderjahres, in dem das Kind die unter § 1 genannte An- gebotsform erstmals nutzt, zugrunde zu legen.

2. Abzüge

Vom Einkommen nach Ziffer 1 werden abgezogen:

22 v. H. der Einkünfte gem. Ziffer 1 Satz 2 bei

o

Personen, für die keine gesetzliche Rentenversicherungspflicht aus dem aktiven Dienstver-

hältnis / aus der Tätigkeit u.a. als Beamter, Richter, Zeitsoldat, Berufssoldat, Geistlicher, Be- schäftigter bei einem Träger der Sozialversicherung, Vorstandsmitglied einer Aktiengesellschaft, Gesellschafter oder Geschäftsführer einer GmbH besteht

o

Beziehern von Versorgungsbezügen (Ruhegehalt, Witwen- oder Waisengeld)

o

Beziehern von Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung

•bei allen anderen Personen 27 v. H. der Einkünfte gem. Ziffer 1 Satz 2

• Unterhaltsleistungen an Kinder bis zu dem durch Unterhaltstitel oder durch Vereinbarung fest- gelegten Betrag und an sonstige Personen, soweit Leistungen nach § 33a Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes berücksichtigt werden;

• ein Betrag entsprechend § 33b Abs. 1 – 3 des Einkommensteuergesetzes (Behinderten- Pauschbetrag)

• kinderbezogener Abzug in Höhe von 3.000,- € je minderjährigem Kind, das im Haushalt lebt, sowie für jedes weitere Kind, für das Kindergeld gewährt wird.

Der so ermittelte Betrag stellt das maßgebliche Einkommen dar.

3. Ermäßigung aus Billigkeitsgründen

Auf die Erhebung eines Betreuungsentgeltes für den Besuch von Kindertagesstätten und sonsti- gen Teilzeit-Schulkindbetreuungen für Kinder, deren Eltern/Erziehungsberechtigte Empfänger von Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch, Zwölften Buch Sozialgesetzbuch, Wohngeldgesetz oder dem Asylbewerberleistungsgesetz oder Kinderzuschlagsberechtigte sind und die in Braunschweig wohnen, wird verzichtet.

4. Abweichende Entgeltfestsetzung

Verringert sich das maßgebliche Einkommen um mindestens 15 v. H. gegenüber dem bisherigen maßgeblichen Einkommen, wird das zu erhebende Entgelt auf Antrag neu festgesetzt, und zwar ab dem Zeitpunkt der Veränderung, wenn Anzeige und Nachweis bis spätestens 3 Monate nach dem Veränderungszeitpunkt vorliegen. Bei späterer Anzeige und Vorlage des Nachweises erfolgt die Neufestsetzung mit Beginn des Monats, in dem der Nachweis geführt wird. Erhöht sich das maßgebliche Einkommen um mindestens 15. v. H. gegenüber dem bisherigen maßgeblichen Einkommen oder ist der Grund für eine Ermäßigung gem. § 2 Ziffer 3 entfallen, ist dies unverzüglich schriftlich anzuzeigen. Das Entgelt wird ab dem Zeitpunkt der Veränderung neu festgesetzt, ggf. auch mit Wirkung für die Vergangenheit. Sofern die Berechnung des maßgeblichen Einkommens vollständig oder teilweise auf einer Vor- behaltsberechnung beruht, ist für die endgültige Festsetzung des für die Vergangenheit zu ent- richtenden Betreuungsentgelts immer das Gesamteinkommen der Haushaltsgemeinschaft ent- sprechend § 2 Ziffer 1 des Entgelttarifs zu berücksichtigen. Sofern für Geschwisterkinder, die gleichzeitig eine Kindertagespflegestelle und/oder Kinderta- gesstätte besuchen und gemeinsam in der Haushaltsgemeinschaft der Entgeltpflichtigen woh- nen, eine Neuberechnung durchgeführt wird, wird das hierbei ermittelte maßgebliche Einkommen auf alle Geschwisterkinder übertragen.

5. Überprüfung der Einkommensverhältnisse

Die Stadt Braunschweig behält sich vor, das der Entgelterhebung zugrunde liegende maßgebli- che Einkommen stichprobenweise zu überprüfen.

§

3

Geschwisterermäßigung Das zu zahlende Entgelt ermäßigt sich bei Geschwisterkindern, die gleichzeitig eine Kinderta- gespflegestelle und/oder eine Krippen- oder Kindergartenbetreuung in einer Kindertagesstätte besuchen und gemeinsam in Haushaltsgemeinschaft mit den / der / dem Entgeltpflichtigen woh- nen, für das zweite Kind um 50 v. H., für das dritte und jedes weitere Kind wird kein Entgelt erho- ben. Die Rangfolge richtet sich nach dem Zeitpunkt der Geburt. Bei Mehrlingskindern richtet sich die Rangfolge nach dem ersten Buchstaben des Vornamens. Schulkinder, für die ein pauscha- liertes einkommensunabhängiges Entgelt nach dem Entgelttarif für die Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig gezahlt wird, bleiben bei der Geschwisterermäßigung unberücksichtigt. Ge- schwisterkinder, die weder eine städtische Kindertagesstätte, eine Kindertagespflegestelle noch eine von der Stadt Braunschweig geförderte Einrichtung der Träger der freien Jugendhilfe oder Elterninitiativen besuchen, zählen nicht hinsichtlich einer Geschwisterermäßigung. Kinder, die eine Entgeltfreistellung gem. § 5 dieses Entgelttarifs erhalten, werden bei der Ge- schwisterermäßigung berücksichtigt.

§ 4

Essengeld Das Entgelt für das in städtischen Kindertagesstätten und städtischen Einrichtungen der Teilzeit- Schulkindbetreuung verabreichte Mittagessen (für Krippenkinder die Baby-Kost) wird durch Be- schluss des Rates kostendeckend festgesetzt. Die Erziehungsberechtigten werden über Verän- derungen in geeigneter Art und Weise informiert.

§ 5

Beitragsfreie Betreuung im letzten Kindergartenjahr (1) In Kindertagesstätten betreute Kinder werden in dem Kindergartenjahr, welches der Schul- pflicht gem. § 64 Abs. 1 Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) vorausgeht, entgeltfrei betreut.

(2) Kinder, die nach § 64 Abs. 1 Satz 3 NSchG schulpflichtig werden (sogenannte Kann- Kinder), werden nach Vorlage der Aufnahmebestätigung der zuständigen Grundschule bis zum Beginn der Schulpflicht entgeltfrei betreut. Daneben werden die bis zum Vorliegen der Aufnahmebestäti- gung gezahlten Entgelte erstattet, bis das Kind unter Berücksichtigung von Satz 1 insgesamt ein ganzes Kindergartenjahr entgeltfrei betreut wurde. Der Erstattungsbetrag wird nicht verzinst.

(3) Die Beitragsfreiheit wird auch für den Besuch einer Kindertagesstätte nach einer Zurückstel- lung vom Schulbesuch gemäß § 64 Abs. 2 Satz 1 NSchG gewährt. Die Freistellung erfolgt unab- hängig von einer bereits vorangegangenen Freistellung nach § 5 Abs. 1 des Entgelttarifes.

(4) Der Anspruch auf unentgeltliche Betreuung umfasst nicht die Beteiligung an den Kosten der Verpflegung.

§ 6

Inkrafttreten Dieser Entgelttarif tritt zum 1. August 2016 in Kraft. Gleichzeitig tritt der Entgelttarif in der Fas- sung des Ratsbeschlusses vom 27. Mai 2014 außer Kraft.

Geiger Erster Stadtrat

Anlage 2 Entgelttarif für die Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig vom 15. März 2016 Auf

Anlage 2

Entgelttarif für die Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig vom 15. März 2016

Auf Grund des § 58 Abs. 1 Nr. 8 des Nds. Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) hat der Rat der Stadt Braunschweig in seiner Sitzung am 15. März 2016 mit Wirkung vom 1. August 2016 folgende allgemeine privatrechtliche Entgelte für die Förderung in der städtischen Kinderta- gespflege gemäß §§ 23 ff. SGB VIII beschlossen.

§1

Entgelt für die Inanspruchnahme der Kindertagespflege (1) Für die Inanspruchnahme der Kindertagespflege wird mit Ausnahme von Absatz 2 ein Entgelt nach der beigefügten, durchgängig einkommensabhängigen Kindertagespflege-Entgeltstaffel erhoben. Das Entgelt wird für den Zeitraum der Inanspruchnahme der Angebotsform Kinderta- gespflege festgestellt. (2) Für die Inanspruchnahme der Kindertagespflege durch Schulkinder wird ein pauschaliertes einkommensunabhängiges Entgelt entsprechend dem Betreuungsumfang erhoben.

§ 2 Ermittlung des maßgeblichen Einkommens Die Höhe der im Sinne dieses Tarifs zu entrichtenden Entgelte basiert auf dem Gesamteinkom- men der Haushaltsgemeinschaft, in der das Kind lebt. Wird dieses Einkommen nicht nachgewiesen, ist das Entgelt der höchsten Entgeltstufe zu zahlen. Eine rückwirkende Aufhebung der Festsetzung der höchsten Entgeltstufe erfolgt längstens für den Zeitraum von drei Monaten vor Eingang des Nachweises. Das Einkommen wird wie folgt ermittelt:

1. Einkommen Als Einkommen gilt das Jahreseinkommen aller zur Haushaltsgemeinschaft rechnenden Mitglie- der. Dieses Einkommen errechnet sich aus der nicht um die Verluste in einzelnen Einkommens- arten zu vermindernden Summe der positiven Einkünfte im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Ein- kommensteuergesetzes. Daneben gelten Unterhaltsleistungen (so- wohl für Ehegatten als auch

für Kinder), Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, Lohnersatzleistungen und steuerfreie sowie pauschal versteuerte Einnahmen als Einkommen. Für die Festsetzung des Entgelts werden die Einkünfte berücksichtigt, die voraussichtlich in den auf den Betreuungsbeginn oder Betreuungsformwechsel folgenden zwölf Kalendermonaten er- zielt werden. Sofern diese Einkünfte nicht ausreichend belegt werden können, sind ersatzweise die voraussichtlichen Einkünfte des Kalenderjahres, in dem das Kind die unter § 1 genannte An- gebotsform erstmals nutzt, zugrunde zu legen.

2. Abzüge

Vom Einkommen nach Ziffer 1 werden abgezogen:

• 22 v. H. der Einkünfte gem. Ziffer 1 Satz 2 bei o Personen, für die keine gesetzliche Renten-

versicherungspflicht aus dem aktiven Dienstverhältnis / aus der Tätigkeit u.a. als Beamter, Rich- ter, Zeitsoldat, Berufssoldat, Geistlicher, Beschäftigter bei einem Träger der Sozialversicherung, Vorstandsmitglied einer Aktiengesellschaft, Gesellschafter oder Geschäftsführer einer GmbH besteht

o

Beziehern von Versorgungsbezügen (Ruhegehalt, Witwen- oder Waisengeld)

o

Beziehern von Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung

bei allen anderen Personen 27 v. H. der Einkünfte gem. Ziffer 1 Satz 2

• Unterhaltsleistungen an Kinder bis zu dem durch Unterhaltstitel oder durch Vereinbarung fest- gelegten Betrag und an sonstige Personen, soweit Leistungen nach § 33a Abs. 1 des Einkom- mensteuergesetzes berücksichtigt werden;

• ein Betrag entsprechend § 33b Abs. 1 – 3 des Einkommensteuergesetzes (Behinderten- Pauschbetrag);

• kinderbezogener Abzug in Höhe von 3.000,- € je minderjährigem Kind, das im Haus- halt lebt, sowie für jedes weitere Kind, für das Kindergeld gewährt wird.

Der so ermittelte Betrag stellt das maßgebliche Einkommen dar.

3. Ermäßigung aus Billigkeitsgründen

Auf die Erhebung eines Betreuungsentgeltes für die Inanspruchnahme der Kindertages- pflege für Kinder, deren Eltern/Erziehungsberechtigte Empfänger von Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch, Zwölften Buch Sozialgesetzbuch, Wohngeldgesetz oder dem Asylbe- werberleistungsgesetz oder Kinderzuschlagsberechtigte sind und die in Braunschweig wohnen, wird verzichtet.

4. Abweichende Entgeltfestsetzung

Verringert sich das maßgebliche Einkommen um mindestens 15 v. H. gegenüber dem bisherigen maßgeblichen Einkommen, wird das zu erhebende Entgelt auf Antrag neu festgesetzt, und zwar ab dem Zeitpunkt der Veränderung, wenn Anzeige und Nachweis bis spätestens 3 Monate nach dem Veränderungszeitpunkt vorliegen. Bei späterer An- zeige und Vorlage des Nachweises er- folgt die Neufestsetzung mit Beginn des Monats, in dem der Nachweis geführt wird. Erhöht sich das maßgebliche Einkommen um mindestens 15. v. H. gegenüber dem bisherigen maßgeblichen Einkommen oder ist der Grund für eine Ermäßigung gem. § 2 Ziffer 3 entfallen, ist dies unverzüglich schriftlich anzuzeigen. Das Entgelt wird ab dem Zeit- punkt der Veränderung neu festgesetzt, ggf. auch mit Wirkung für die Vergangenheit. Sofern die Berechnung des maßgeblichen Einkommens vollständig oder teilweise auf einer Vor- behaltsberechnung beruht, ist für die endgültige Festsetzung des für die Vergangenheit zu ent- richtenden Betreuungsentgelts immer das Gesamteinkommen der Haushaltsgemeinschaft ent- sprechend § 2 Ziffer 1 des Entgelttarifs zu berücksichtigen. Sofern für Geschwisterkinder, die gleichzeitig eine Kindertagespflegestelle und/oder Kinderta- gesstätte und gemeinsam in der Haushaltsgemeinschaft der Entgeltpflichtigen wohnen eine Neu- berechnung durchgeführt wird, wird das hierbei ermittelte maßgebliche Ein- kommen auf alle Ge- schwisterkinder übertragen.

Die Stadt Braunschweig behält sich vor, das der Entgelterhebung zugrunde liegende maßgebli- che Einkommen stichprobenweise zu überprüfen.

§ 3

Geschwisterermäßigung Das zu zahlende Entgelt ermäßigt sich bei Geschwisterkindern, die gleichzeitig eine Kinder- ta- gespflegestelle und/oder eine Krippen- oder Kindergartenbetreuung in einer Kindertagesstätte besuchen und gemeinsam in Haushaltsgemeinschaft mit den / der / dem Entgeltpflichtigen woh- nen, für das zweite Kind um 50 v. H., für das dritte und jedes weitere Kind wird kein Entgelt erho- ben. Die Rangfolge richtet sich nach dem Zeitpunkt der Geburt. Bei Mehrlingskindern richtet sich die Rangfolge nach dem ersten Buchstaben des Vornamens. Schulkinder, für die ein pauscha- liertes einkommensunabhängiges Entgelt nach diesem Entgelttarif gezahlt wird, bleiben bei der Geschwisterermäßigung unberücksichtigt. Geschwisterkinder, die weder eine städtische Kinder- tagesstätte, eine Kindertagespflegestelle noch eine von der Stadt Braunschweig geförderte Ein- richtung der Träger der freien Jugendhilfe oder Elterninitiativen besuchen, zählen nicht hinsicht- lich einer Geschwisterermäßigung. Kinder, die eine Entgeltfreistellung gem. § 5 des Entgelttarifs für die Kindertagesstätten so- wie Einrichtungen der Teilzeit-Schulkindbetreuung erhalten, werden bei der Geschwisterermäßigung berücksichtigt.

§ 4

Inkrafttreten Dieser Entgelttarif tritt zum 1. August 2016 in Kraft. Gleichzeitig tritt der Entgelttarif in der Fas- sung des Ratsbeschlusses vom 27. Mai 2014 außer Kraft.

Geiger Erster Stadtrat

tritt der Entgelttarif in der Fas- sung des Ratsbeschlusses vom 27. Mai 2014 außer Kraft. Geiger