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Kein CO2 Treibhauseffekt in der Venusatmosphäre

Ulrich Wolff
November 2010
Die Venus ist ein Wasserplanet wie die Erde. Mit etwa 108 Millionen km ist ihr Abstand zur 
Sonne deutlich kleiner als der Erdabstand von etwa 150 Millionen km. Entsprechend größer 
ist die Intensität der eintreffenden Solarstrahlung. Statt 342 W/m2 erreichen im mehrjährigen 
Mittel 660 W/m2 die Oberfläche ihrer Atmosphäre. 
Die Venus rotiert wesentlich langsamer als die Erde, so dass ein Venus­Tag mit 243 Erd­
Tagen länger dauert als ein Venusjahr von nur 225 Erd­Tagen. Die Rotationsachse ist kaum 
geneigt.
Temperaturdifferenzen zwischen Äquator, Polarzonen, Tag­ und Nachtseite bewirken wie auf 
der Erde Druckdifferenzen, die Materie­ und Energieflüsse antreiben. 
Die Gase der Venusatmosphäre enthalten zu etwa 96% CO2 und daneben H2O, N2, SO2 u. a. 
m. Wenn Wasserdampf kondensiert, bildet sich Schwefelsäure, deren Wirkung z. B. die 
Lebensdauer einer eindringenden metallischen Sonde auf Minuten begrenzt.
Der Gasdruck an der Oberfläche wird zu etwa 90 bar angegeben, Temperaturen variieren 
zwischen etwa +470 ℃ an der Oberfläche und ­70℃ in 100 km Höhe.
Die Venus wird von einer geschlossenen Wolkendecke eingehüllt. Der wohl überwiegend an 
„Schwefelsäurepartikeln“ reflektierte Anteil der Solarstrahlung, die Albedo der Venus,  ist mit
75% erheblich größer als auf der Erde. Die Venus ist daher ein „heller“ Stern. Die 
Durchlässigkeit der Atmosphäre für Solarstrahlung reduziert sich entsprechend. Nur etwa  
165 W/m2 werden von fester und flüssiger Materie absorbiert und in Wärme gewandelt. Diese
Materie emittiert kontinuierlich IR Strahlung und überträgt Wärme durch Leitung und 
Konvektion, die nur auf dem Umweg über feste und flüssige Materie in der geschlossenen 
Wolkendecke wieder in den Weltraum gelangen kann. In einem stationären Zustand beträgt 
die Leistung der in den Weltraum emittierten Strahlung ebenfalls im Mittel 165 W/m2.
Die Troposphäre der Venus ist, wie auf der Erde, gekennzeichnet durch Temperaturen, die 
mit zunehmender Höhe abnehmen.  Auf der Sonnenseite steigt die Temperatur in der sog. 
„Thermosphäre“ nach Durchlaufen eines Minimums wieder leicht an, auf der Schattenseite in 
der sog. Kyrosphäre fehlt ein solcher Anstieg. 
Wie auf der Erde absorbieren offenbar Sauerstoffatome, (hier auch als Bestandteil des CO2?) 
den kurzwelligen Anteil der Solarstrahlung und bewirken so den beobachteten Anstieg der 
Temperatur in der „Thermosphäre.“ 
Zum Verständnis der Temperaturen wird folgende Schätzung möglich:
(In einem Modell, in dem eine Schicht flüssiger Materie die tatsächlich in der Atmosphäre 
verteilten Tropfen und Aerosole ersetzt, würde sich sich bei einer Intensität der in den 
Weltraum emittierten Strahlung von 165 W/m2 eine Temperatur von ­40 ℃ einstellen.) 

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Anstelle der Schwefelsäure, deren Konzentration nicht hinreichend bekannt ist, werden für 
weitere Überlegungen die Wassereigenschaften verwendet, um zu zeigen, unter welchen 
Bedingungen lokal Kondensation eintreten kann: 
Kondensation zu Tropfen tritt jeweils ein bei 90 bar und  T < 303℃; bei 50 bar und T < 
263℃; bei 10 bar und T <  180℃; bei 1 bar und T < 100℃; bei  0,1 bar und T < 45℃, bei 
0,01 bar und T < 7 ℃. Eine Wolkenobergrenze wird auf der Venus in einer Höhe von 58 km 
bei einer Temperatur von ­13℃ berichtet. Wie auf der Erde finden sich offenbar auch darüber
Eiskristalle, die wegen ihrer geringen Größe unsichtbar bleiben.
Die Begriffe „Wetter“ und seine Statistik „Klima“ können im Vergleich zur Erde nicht 
gleichwertig auf die Venus angewandt werden. Die Dauer der Erwärmung und Abkühlung 
beträgt dort  „im Tagesverlauf“ jeweils 121,5 Erd­Tage. Wie auf der Erde glätten Materie­ 
und Energieflüsse zwar die Temperaturunterschiede, trotzdem müssen sich die Temperaturen,
die sich jeweils auf der Tag und Nachtseite einstellen, sehr wesentlich voneinander 
unterscheiden. Die Druckverhältnisse lassen vermuten, dass an der Oberfläche der Venus nur 
auf der Nachtseite Dampf kondensieren kann. 
Die Temperaturen, die sich an der Oberfläche der Venus einstellen, hängen, wie auch auf der 
Erde, von der Enthalpie der daran beteiligten Materie und von der Art der Wärmeübertragung 
zu der flüssigen und festen Materie ab, von deren Oberflächen in der Atmosphäre IR 
Strahlung in den Weltraum emittiert wird. 
Aus den genannten Gründen bewegen sich die Temperaturen auf der Venus zwischen ­70℃ 
und +470℃, auf der Erde ist es bekanntlich mit Werten zwischen ­100℃ und +60℃ lediglich
etwas kälter.
Von einer angeblichen Wirkung des CO2 in existierenden Treibhauseffekten fehlt auch auf 
der Venus – wie auf der Erde ­ jede Spur.