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Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften Lehrbuch der Anthropologie in systematischer Darstellung mit besonderer

Leibniz-Informationszentrum

Lebenswissenschaften

Lehrbuch der Anthropologie

in systematischer Darstellung mit besonderer Berücksichtigung der anthropologischen Methoden ; für Studierende, Ärzte und Forschungsreisende

Somatologie

Martin, Rudolf

Jena, 1928

Titelblatt: LEHRBUCH DER ANTHROPOLOGIE IN SYSTEMATISCHER DARSTELLUNG MIT BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER ANTHROPOLOGISCHEN METHODEN FÜR STUDIERENDE, ÄRZTE UND FORSCHUNGSREISENDE VON RUDOLF MARTIN

urn:nbn:de:hbz:38m:1-5236

DER ANTHROPOLOGISCHEN METHODEN FÜR STUDIERENDE, ÄRZTE UND FORSCHUNGSREISENDE VON RUDOLF MARTIN urn:nbn:de:hbz:38m:1-5236

LEHRBUCH

ANTHROPOLOGIE

IN

DER

SYSTEMATISCHER

DARSTELLUNG

MIT

BESONDERER

BERÜCKSICHTIGUNG

DER

ANTHROPOLOGISCHEN

METHODEN

FÜR STUDIERENDE,

ÄRZTE UND FORSCHUNGSREISENDE

RUDOLF

VON

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MARTIN

ZWEITE, VERMEHRTE AUFLAGE

ERSTER BAND: SOMATOLOOIE

MIT 266 ABBILDUNGEN

IM TEXT, 3 TAFELN UND

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JENA

VERLAG

VON

GUSTAV

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1 928

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Rechte

vorbehalten

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Vorwort zur ersten Auflage.

Ein erstes Lehrbuch einer noch jungen Wissenschaft zu schreiben ist eine ebenso schwierige wie verantwortungsvolle und undankbare Arbeit. Wie sie auch ausfallen mag. es wird nie möglich sein, allen Ansprüchen gerecht zu

werden. Wenn ich mich dennoch zur Herausgabe eines solchen Buches

entschlossen habe, so geschah es nur, weil in der Tat ein dringendes Bedürfnis

dafür vorlag. Zwar besitzen wir mehrere gemeinverständlich geschriebene

Werke über Anthropologie im engeren und weiteren Sinne, aber sie alle haben

nicht den Charakter eigentlicher Lehrbücher.

Zum Studium der anthropologischen Technik sind Brocas „Instruktio¬

nen" und Emil

Schmidts „Methoden" bis jetzt unentbehrlich gewesen,

aber die anthropologische

zehnten so bedeutende Verbesserungen und Erweiterungen erfahren, daß eine

Technik hat gerade in den letzten zwei Jahr¬

neue ausführliche Anleitung schon lange notwendig geworden war.

Der

Mangel einer solchen machte sich

bei der Laboratoriumsarbeit

geltend. Ich sah mich daher genötigt, in dem vorliegenden Buche der Metho¬ dik einen relativ großen Platz einzuräumen. Denn von der Entwicklung der

und bei den Instruktionen für Forschungsreisende

besonders im akademischen Unterricht,

Technik hängt geradezu das Schicksal unserer Wissenschaft ab.

Solange

jeder neue Beobachter tastend sich seine eigenen Methoden ausdenkt oder unerfahren und kritiklos irgendeine der vorhandenen aufgreift, werden wir nie

zuverlässige und unter

sich vergleichbare Forschungsresultate erhalten.

Die mangelnde anthropologische Schulung der meisten Forschungsreisenden des vorigen Jahrhunderts hat uns wertvolle Materialien für immer verlieren

lassen. In dieser Hinsicht sind mir meine fast zwanzigjährige akademische Tätigkeit, meine Erfahrungen im Laboratorium und auf Forschungsreisen

außerordentlich zustatten gekommen, und die Meßmethoden, die ich an erster Stelle erwähne, haben sich in jahrelanger Arbeit bewährt. Daß ich daneben

noch mancherlei Varianten aufzählte, mag auf den ersten Blick als ein Ballast erscheinen. Der Arbeitende aber, der die Resultate vieler Autoren, die sich nur zu häufig verschiedener Methoden bedienten, zum Vergleich beiziehen muß, wird sie als eine große Erleichterung und Zeitersparnis empfinden. Hat sich die anthropologische Technik einmal mehr verein¬ heitlicht, wozu dieses Buch hoffentlich beiträgt, so werden viele dieser Varianten überflüssig werden und später wegbleiben können.