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Maturaarbeit Oktober 2016

Koordinatives Bewegungslernen
Ein Leben lang trainierbar

Autorin, Klasse Kira Bleuler, S4d

Adresse Galtbrunnen 2a, 8855 Wangen

Betreuende Lehrperson Daniel Alge


Inhaltsverzeichnis
1 Abstract ................................................................................................................................ 4

2 Vorwort ................................................................................................................................. 5

2.1 Danksagung.................................................................................................................... 6

3 Einleitung.............................................................................................................................. 7

4 Lernen .................................................................................................................................. 9

4.1 Bewegungslernen ........................................................................................................ 10

5 Koordination ....................................................................................................................... 12

5.1 Koordination in der Bewegungswissenschaft .............................................................. 12

5.2 Koordinative Fähigkeiten ............................................................................................. 13

5.3 Koordinationstraining ................................................................................................... 15

5.4 Einfluss von Koordination auf den Alltag ..................................................................... 17

6 Bewegungslernen und Koordinationstraining nach Alter ................................................... 18

6.1 Kinder .......................................................................................................................... 18

6.2 Jugendliche.................................................................................................................. 19

6.3 Erwachsene ................................................................................................................. 20

6.4 Senioren ...................................................................................................................... 20

7 Methodik ............................................................................................................................. 22

7.1 Meine Ideen und Erwartungen..................................................................................... 22

7.2 Erarbeitung des Tests.................................................................................................. 22

7.3 Testbeschrieb .............................................................................................................. 24

7.4 Bewertung.................................................................................................................... 27

7.5 Durchführung ............................................................................................................... 28

7.6 Auswertung ................................................................................................................... 29

8 Resultate ............................................................................................................................ 30

8.1 Kinder ........................................................................................................................... 30

8.2 Jugendliche................................................................................................................... 32

8.3 Erwachsene .................................................................................................................. 33

8.4 Senioren ....................................................................................................................... 34


 
8.5 Vergleich Altersgruppen ............................................................................................... 35

8.6 Kategorien .................................................................................................................... 36

9 Diskussion ........................................................................................................................... 37

9.1 Vergleich der Testgruppen ........................................................................................... 37

9.2 Fehlerquellen ................................................................................................................ 38

9.3 Fazit .............................................................................................................................. 40

10 Schlusswort ...................................................................................................................... 42

11 Quellenverzeichnis ........................................................................................................... 43

11.1 Buchquellen ................................................................................................................ 43

11.2 Internetquellen ............................................................................................................ 43

11.3 Abbildungsverzeichnis ................................................................................................ 44

11.4 Diagrammverzeichnis ................................................................................................. 45

12 Anhang ............................................................................................................................. 46

12.1 Interview mit Jan Seiler............................................................................................... 46

12.2 Interview mit Gregor Hagmann ................................................................................... 49

12.3 Bilder zu den Testübungen ......................................................................................... 52

12.4 Beispiel Übungsprotokoll ............................................................................................ 57

12.5 Testdaten .................................................................................................................... 59


 
1 Abstract
Bewegungen bestimmen unser Leben. Diese sind und bleiben nicht automatisch vorhanden.
Sie müssen gelernt und trainiert werden.

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“ - Laozi1

In meiner Maturaarbeit geht es um motorisches Lernen beim Menschen und unsere


menschliche Bewegungskoordination. Ich behaupte, neue Bewegungen kann man lernen,
egal wie alt man ist. So entstand die These: Koordinative Bewegungen und mit ihnen die
Koordination können in jedem Alter trainiert und verbessert werden.

Um einen Beweis für diese These zu erbringen, habe ich einen Test bestehend aus zehn
koordinativ anspruchsvollen Übungen mit Probanden aus vier unterschiedlichen
Altersgruppen ohne Vorkenntnisse durchgeführt. Nachdem der Test als Standortbestimmung
ein erstes Mal von allen Probanden absolviert wurde, bekamen sie die Aufgabe, die
Testübungen ungefähr zehnmal zu trainieren. Anschliessend testete ich sie erneut auf die
gleichen Übungen. Beim Auswerten der Resultate ging es einerseits um die Veränderungen
innerhalb jeder Altersgruppe, andererseits um den Vergleich dieser Veränderungen.

In allen vier Altersgruppen waren die Resultate eindeutig: Durch das Üben hatten sie sich klar
gesteigert. Meine These wurde durch den Test also bewiesen. Bewegungen können erlernt
oder verbessert werden, egal wie alt man ist und an der Koordination zu arbeiten wird durch
bessere Leistungen belohnt. Die Verbesserung aller Altersgruppen lag in einem ähnlichen
Bereich, wobei sich die Senioren schon etwas weniger steigern konnten als die anderen
Altersgruppen.

                                                           
1 http://zitate.net/lernen-zitate

 
2 Vorwort
Der erste Schritt zur Maturaarbeit stellte mich gleich vor eine grosse Herausforderung: Die
Themenwahl. Ich interessiere mich zwar für viele Bereiche. Unter anderem Sport, Medizin,
Ernährung, Geografie oder Biologie finde ich persönlich sehr spannend. Doch sobald es darum
ging, mich auf ein Gebiet festzulegen, war ich ratlos. Jedes Thema, das mir einfiel, schien mir
zwar spannend, aber eben doch nicht spannend genug. Nichts konnte mich vollständig
begeistern. Da ich viel Zeit und Energie in diese Arbeit investieren würde, wollte ich, dass sie
mir und wenn möglich auch anderen Menschen etwas bringt.

Sport ist seit ich denken kann ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Deswegen fasste ich
den Entschluss, dass meine Arbeit definitiv im Zusammenhang damit stehen muss. Ich hatte
verschiedene Ideen, die eigentlich immer einen Feldversuch beinhalteten. Einen Test im
Bereich Ausdauertraining schloss ich schweren Herzens aus, da ich zweifelte, genügend
Probanden zu finden und bereits viele Arbeiten zu diesem Thema geschrieben wurden. Nach
vielen Überlegungen und einigen Gesprächen fiel der Entscheid, eine Arbeit im
Zusammenhang mit Koordinationstraining zu schreiben. Ich wollte mehr darüber wissen, wie
und warum Koordination zu trainieren ist. Ausserdem beeinflusst die Koordination das Leben
jedes einzelnen, diese Tatsache will ich durch meine Arbeit allgemein bewusster machen.
Diesem Entschluss bin ich beim Erstellen der Arbeit treu geblieben, alles andere hat sich
während des Arbeitsprozesses ergeben.

Bei meiner Arbeit als Skilehrerin, hauptsächlich im „Bobo-Land“ bei den kleinsten und
unerfahrensten Skifahrern, habe ich mit eigenen Augen immer wieder bewundern können, wie
die Kinder neue Bewegungen lernen und Tag für Tag, manchmal sogar stündlich sicherer auf
den Skis standen. Diese Beobachtungen weckten mein Interesse am Bewegungslernen. Die
Kinder machen schnell grosse Fortschritte. Man kann ihnen förmlich dabei zusehen, wie sie
neue Bewegungsabläufe automatisieren. Mir stellte sich die Frage, ob das auch für meine
Grosseltern noch möglich wäre. Ich entschied mich dafür, das motorische Lernen am Beispiel
koordinativer Bewegungen bei unterschiedlichen Altersgruppen zu untersuchen und wollte
aufzeigen, dass im Zusammenhang mit Bewegungen bis ins hohe Alter Fortschritte erzielt
werden können.

Die Thematik rund um das Bewegungslernen und die Koordination fasziniert mich, da jeder
Mansch in seinem ganzen Leben auf unterschiedlichen Ebenen davon betroffen ist. Im
Kleinkindalter lernt und koordiniert man erste Bewegungen wie Klatschen oder Laufen, im
Kindergarten sind zum Beispiel Rad- oder vielleicht Skifahren an der Reihe und als
Erwachsener erwirbt man erwirbt man beispielsweise die Fähigkeit Auto zu fahren oder wenn
es sein muss, mit Krücken zu laufen.


 
2.1 Danksagung
Zwar habe ich diese Arbeit geschrieben, aber ohne die Unterstützung verschiedener Personen
wäre das nicht möglich gewesen. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei ihnen
bedanken. Ein spezieller Dank gilt den Probanden, ohne die ich keine Testresultate zur
Auswertung gehabt hätte. Ich danke den Turnerinnen des Seniorenturnens in Wangen sowie
deren Leiterinnen, den Kindern aus dem Montessori Kindergarten Siebnen und vor allem
meinen beiden ehemaligen Kindergärtnerinnen Hildi und Barbara, die mit den Kindern fleissig
geübt haben. Auch allen Freunden und Bekannten, die sich für den Test zur Verfügung gestellt
haben, bin ich sehr dankbar. Ausserdem danke ich meinen zwei Interviewpartnern für die
kompetente Beantwortung meiner Fragen. Zum Schluss möchte ich mich bei meiner Familie
und Herrn Alge bedanken, da sie mir stets mit ihrem Rat zur Seite standen, ein offenes Ohr
hatten und mich vom Anfang bis zum Schluss meiner Maturaarbeit unterstützt haben.


 
3 Einleitung
Jede Bewegung, die wir ausführen, muss erlernt und richtig koordiniert werden. Viele
Bewegungen lernen Menschen bereits sehr früh, das bedeutet aber nicht, dass mit 80 keine
Bewegung mehr gelernt oder optimiert werden kann.

Eine gute Koordination ist nicht nur im Sport von grosser Bedeutung, sondern auch im Alltag:
der Bewegungsapparat wird entlastet, Unfälle können vermieden werden und Senioren
ermöglicht eine gute Koordination gar länger selbständig zu bleiben.

Diese Arbeit soll zeigen, ob die Koordination mit einfachem Training verbessert werden kann
und ob es diesbezüglich altersabhängige Unterschiede gibt. Im Zusammenhang mit der
Koordination wird auch das Erlernen von Bewegungen untersucht. Insbesondere für ältere
Menschen (Senioren) könnte es motivierend wirken, wenn gezeigt werden kann, dass bereits
mit relativ wenig Aufwand und mit einfachen Übungen Verbesserungen zu erzielen sind. In
diesem Zusammenhang stelle die These auf, dass koordinative Übungen und mit ihnen die
Koordination in jedem Alter durch einfaches Training innerhalb kurzer Zeit verbessert werden
kann.

Der aktuelle Forschungsstand belegt, dass Bewegungslernen auch mit fortgeschrittenem Alter
noch möglich ist, dass es aber in früheren Lebensphasen leichter fällt, Bewegungen zu lernen.
Der Hauptgrund dafür ist die Plastizität des Gehirns, die mit zunehmendem Alter abnimmt.2 In
dieser Arbeit will ich also nicht nur die oben erwähnte These bestätigen, sondern auch die
Lernerfolge verschiedener Altersgruppen untersuchen und vergleichen. Stimmt es tatsächlich,
dass Kinder am schnellsten und effektivsten neue Bewegungen lernen? Oder profitieren die
Erwachsenen von ihren Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Erlernen von Bewegungen?
Diese Fragen will ich durch meinen Feldversuch unter anderem beantworten.

Um mein Wissen zum Thema Koordination und Koordinationstraining über „normale“ Quellen
hinaus zu erweitern, habe ich zwei Interviews durchgeführt. Meine beiden Interviewpartner
sind beide als Konditionstrainer im Skisport tätig. Der junge Walliser Jan Seiler trainiert seit
diesem Jahr das B- Kader von Swiss Ski. Zuvor hat er bei Ski Valais Erfahrungen gesammelt
und weitergegeben. Gregor Hagmann arbeitet unter anderem als Konditionstrainer beim
Skiverband Sarganserland Walensee. Sogar der Abfahrtsweltmeister 2015, Patrick Küng,
profitiert gerne von Trainings mit Herrn Hagmann. Aus beiden Interviews sind interessante
Informationen zu entnehmen. Einige der Antworten lasse ich direkt in meine Arbeit einfliessen.
Die vollständigen Interviews sind im Anhang zu finden.

                                                           
2 Reusser Kurt, Lernen im Sport, Bewegungslernen, Magglingen, 2006, S.12

 
Neben den Interviews basiert meine Arbeit auf einigen Internet- und Buchquellen, sowie dem
Wissen, das ich mir im Laufe der Arbeit angeeignet habe und meinen eigenen Erfahrungen.

Die nachfolgenden drei Kapitel (Lernen, Koordination und Bewegungslernen sowie


Koordinationstraining nach Alter) bieten einen Überblick zum Thema Lernen und Koordination,
dann folgt die Beschreibung der Tests (Methodik) sowie die Testergebnisse (Resultate).
Weitere Erkenntnisse und Überlegungen finden sich im Kapitel Diskussion. Abschliessend
ziehe ich ein Fazit zur Arbeit. Neben den Interviews sind im Anhang Bilder zu den Testübungen
und die Testresultate zu finden.


 
4 Lernen3
Menschen sind lernfähig. Das heisst, wir können uns durch gezieltes Aufnehmen, Umsetzen
und Trainieren in fast allen Dingen verbessern oder unser Verhalten dauerhaft anpassen. Das
trifft auch auf die Koordination unserer Bewegungen zu.

„Etwas lernen und mit der Zeit darin immer geübter werden, ist das nicht auch eine Freude?“
(Konfuzius, 551-479 v. Chr.)4

Etwas Neues zu erlernen, kann schwierig, anstrengend und mühsam sein, dafür ist es eine
umso grössere Freude, wenn man besser wird oder sich sogar eine neue Fertigkeit aneignet.
Lernen heisst, Informationen aufnehmen, sie verarbeiten, seine Erfahrung also erweitern.
Daraus resultiert eine Veränderung im Verhalten oder den Verhaltensmöglichkeiten. Beim
Lernen müssen neue Informationen gespeichert werden. Dafür ist das Langzeitgedächtnis
zuständig, wobei das deklarative Gedächtnis Dinge wie Tatsachen, Schulwissen, Ereignisse
und Erfahrungen sowie Allgemeinwissen speichert, während das prozedurale Gedächtnis
aufnimmt, wie man etwas tut, also vor allem Bewegungsabläufe verinnerlicht. Daher ist dieser
prozedurale Teil des Gedächtnisses besonders wichtig, wenn man sich neue
Bewegungsabläufe aneignen will. Im Gegensatz zum deklarativen Wissen, das oft sehr schnell
erlangt wird, ist das Lernen motorischer Fähigkeiten mit Zeit- sowie Übungsaufwand
verbunden.

Beim Lernen verändert sich unser Gehirn. Dieses unvorstellbar dicht vernetzte Organ kann
sich bis ins höchste Alter entwickeln. Neue Verbindungen (Synapsen) können geschaffen
werden, das vorhandene Netzwerk kann jederzeit aus- oder umgebaut werden. Umbauen
kann auch abbauen unnötiger Verbindungen bedeuten oder das Beschleunigen einer
vorhandenen Verbindung.

Beim Lernen bilden sich sogenannte Engramme, anders formuliert Gedächtnisspuren. Sie
zeigen sich als permanente Veränderung der Struktur unseres plastischen Gehirns. Alle
Reizwirkungen, die unser Gehirn empfängt, hinterlassen Spuren, also Engramme. Je öfter ein
bestimmter Reiz eingeht, desto ausgeprägter wird die Spur; das bedeutet, sie kann leichter
wiedergefunden und „benützt“ werden. Jede noch so banal wirkende Bewegung oder Leistung,
die wir im Laufe unseres Lebens erlernen, wird in Form von Engrammen gespeichert. Diese
Engramme sind veränderbar; sie können umprogrammiert oder neu gebildet werden. Das
Umprogrammieren, oder anders gesagt das Umlernen, ist um einiges schwieriger als die
Neubildung von Engrammen. Lernerfolg liegt dann vor, wenn das Gedächtnis durch stabile

                                                           
3 Kapitel basiert im Wesentlichen auf: Reusser, Kurt, Lernen im Sport, Bewegungslernen, Magglingen, 2006 und
Schleuniger Ivo, Script Bewegungslehre
4 https://www.aphorismen.de/suche?f_thema=Lernen&seite=2 (05.10.2016)


 
neue Engramme erweitert wurde oder alte Engramme vollständig ersetzt werden konnten.
Man nimmt an, dass vor allem die Synapsen an den Veränderungen im Gehirn beteiligt sind.
Nach dem Grundsatz „Use it or lose it“ bilden sich bei Verwendung neue Synapsen, bei
Nichtverwendung verschwinden sie. Neue Synapsenbahnen können ein Leben lang vom
Gehirn eingebaut werden.

Abbildung 1: Dichte Synapsen Bahnen5

4.1 Bewegungslernen
Unter Bewegungslernen versteht man mehr oder weniger dauerhafte Veränderungen eines
Bewegungsablaufs basierend auf einem Ziel, das durch die neu erworbene motorische
Fertigkeit erreicht werden kann. Die Koordination der Bewegung soll dabei möglichst optimal
sein, damit die Bewegungsausführung den gewünschten Effekt erzielt.

Motorisches Lernen lässt sich in drei Phasen gliedern:6

1) Aufnehmen

2) Verarbeiten

3) Umsetzen

Diese Phasen erklären sich aufgrund ihrer Bezeichnung eigentlich selbst. Beim Aufnehmen
geht es darum, Informationen, die für das Lernen von Bedeutung sind, über die Sinnesorgane
zu erfassen. Durch das Verarbeiten werden die neu wahrgenommenen Informationen mit
bereits vorhandenen Erfahrungen kombiniert und dadurch soll eine genaue Vorstellung der
Bewegung entstehen. Diese Bewegungsvorstellung wird schliesslich während dem Umsetzen

                                                           
5
 http://ritter-magic-typing.de/Synapsen-Bahnen.jpg (10.10.16)
6 Schleuniger Ivo, Script Bewegungslehre, S.15-S.16

10 
 
tatsächlich ausgeführt. Zum Erlernen einer Bewegung ist also gutes Zusammenspiel der
Sensorik (Wahrnehmungsfähigkeit) und der Motorik (Bewegungssteuerungsfähigkeit)
Voraussetzung. Wie gut die Bewegung umgesetzt wird, hängt von den konditionellen und
koordinativen Fähigkeiten, aber auch der Stimmung, Motivation und der Konzentration ab.7
Durch mehr Übung wird die Bewegung immer stärker verinnerlicht und die
Bewegungsausführung fällt zunehmend leichter. Man lernt Bewegungen indem man sie
ausführt, es gilt also „Learning by doing“. Während der Bewegungsausführung nimmt der
Körper Informationen wahr. Man spürt was der Körper tut und merkt vielleicht sogar, wie die
Bewegung noch zu optimieren ist. Um Bewegungen zu perfektionieren ist Feedback wichtig.
Unter Feedback werden Rückmeldungen zur Bewegung verstanden. Feedback kann sowohl
selbst wahrgenommen und ermittelt werden (intrinsisches Feedback) oder es kann aus
Fremdinformationen, zum Beispiel vom Trainer, bestehen (extrinsisches Feedback). Wichtig
ist, dass man bei jeder Bewegung genau auf Rückmeldungen des eigenen Körpers achtet,
denn diese spürt sonst niemand.

                                                           
7 http://www.sportunterricht.ch/Theorie/motorik.php
11 
 
5 Koordination8
Koordination ist vom lateinischen Wort „ordinare“ abgeleitet, das soviel bedeutet wie in Reih
und Glied stellen, ordnen oder regeln.9 Heute versteht man unter Koordination das aufeinander
Abstimmen verschiedener Dinge und somit deren harmonisches Zusammenspiel. Nicht nur im
Zusammenhang mit Sport und Bewegung spricht man von Koordination. Im Verkehr werden
unterschiedliche Verkehrsströme und -teilnehmer aufeinander abgestimmt und geregelt,
kurzgesagt miteinander koordiniert, damit er funktioniert. In Firmen müssen Arbeitsmittel und
-prozesse, Ressourcen sowie Arbeitskräfte ideal zusammenspielen, um den Output des
Unternehmens zu optimieren. Grundsätzlich spielt Koordination im Leben aller Leute eine
wichtige Rolle, auch wenn es nur um das Erledigen alltäglicher Dinge geht. Sind diese nämlich
gut aufeinander abgestimmt, können sie effizienter und besser erledigt werden.

5.1 Koordination in der Bewegungswissenschaft


Ganz simpel ausgedrückt werden durch die Koordination all unsere Bewegungen geregelt und
bestimmt. Koordination bezeichnet in der Bewegungswissenschaft die Zusammenarbeit
verschiedener Muskelgruppen und Körperteile, die vom Hirn gesteuert werden. Dadurch kann
aus einzelnen Bewegungen ein flüssiger, geordneter Bewegungsablauf entstehen, wofür
Motorik, Wahrnehmung, Steuerung und Regelung wichtige Faktoren sind. Gesteuert wird
unser Körper vom zentralen Nervensystem, welches Befehle aussendet, die dann von unseren
Muskeln ausgeführt werden. Gleichzeitig nimmt das Nervensystem aber auch Rückmeldungen
aus den Muskeln und Sinnesorganen auf und stimmt die Befehle dann auf die eingegangenen
Informationen ab. Das Zusammenspiel dieser steuernden und ausführenden Organe wird
Koordination genannt.

Weshalb ist Koordination ihrer Meinung nach wichtig?10

Alle menschlichen Handlungen sind koordinativer Natur. Diese Handlungen so effizient


und effektiv wie möglich ausführen zu können, bedeutet nichts anderes als ökonomisch
zu funktionieren und somit Energie und Zeit für nächste Aufgaben zu sparen.

(Interview mit Jan Seiler)

Weshalb ist Koordination ihrer Meinung nach wichtig?


Ohne Koordination ist keine willentlich gesteuerte Bewegung möglich.

(Interview mit Gregor Hagmann)

                                                           
8 Kapitel basiert unter anderem auf Hegner, Jost, Training fundiert erklärt, Handbuch der Trainingslehre.
Herzogenbuchsee, 6. Auflage 2015, S.128-131
9
 https://de.wikipedia.org/wiki/Koordination (25.07.16) 
10 Interviews mit Jan Seiler und Gregor Hagmann im Anhang 

12 
 
Grundsätzlich bildet Koordination also die Basis für alle Bewegungen wie beide dieser
Antworten bestätigen. Jede Aktivität basiert auf unseren motorischen Fähigkeiten.
Koordination ist eine Grundvoraussetzung für das Leben jedes einzelnen.

Es wird zwischen der intramuskulären Koordination und der intermuskulären Koordination


unterschieden. Die intramuskuläre Koordination beschränkt sich auf das, was innerhalb eines
Muskels passiert: das Zusammenwirken des Muskels und der Nerven. Durch gute
intramuskuläre Koordination kann innerhalb eines Muskels mehr Kraft entwickelt werden. Die
intermuskuläre Koordination beschreibt das gemeinsame Arbeiten mehrerer Muskeln.
Verbessert man die intermuskuläre Koordination, sinkt der Energieverbrauch bei gleicher
Bewegung und die Leistungsfähigkeit steigt.11

5.2 Koordinative Fähigkeiten


„Fähigkeiten sind relativ verfestigte, mehr oder weniger generalisierte individuelle
Voraussetzungen zum Vollzug bestimmter Handlungen. (…) Indem Fertigkeiten erworben,
geübt und angewendet werden, entwickeln sich die Fähigkeiten im Rahmen des genetisch
determinierten Anpassungspotenzials weiter.“12

Fähigkeiten sind angeboren, lassen sich also nicht neu erwerben und können auch nicht direkt
beobachtet werden. Fertigkeiten, bestimmte, situationsabhängige Teile der menschlichen
Tätigkeiten, kann man sich hingegen aneignen. Wie bereits oben beschrieben, entwickeln und
verbessern sich unsere Fähigkeiten durch das Erlernen von Fertigkeiten. Dieser Verbesserung
sind Grenzen gesetzt. Das Anpassungspotenzial ist genetisch festgelegt.

Die Koordination setzt sich aus verschiedenen Fähigkeiten (endogene Voraussetzungen)


zusammen, die als Gesamtpaket funktionieren müssen, damit Bewegungen möglichst
reibungslos und situationsangepasst ablaufen können. „Koordinativ kompetent sein heisst,
unser Bewegungsverhalten zur rechten Zeit, am richtigen Ort mit optimaler Energie und
Geschwindigkeitsdosierung auf ein bestimmtes, meist klar definiertes Funktions- oder
Leistungsziel hinzusteuern.“ (A.Hotz, 1997)13

Eine gute Koordination basiert auf verschiedenen koordinativen Fähigkeiten und deren
harmonischer Interaktion. Das Resultat: optimal koordinierte Bewegungsabläufe.

Bei der Einteilung der koordinativen Fähigkeiten ist man sich nicht ganz einig. Die einen gehen
von fünf grundlegendenden koordinativen Fähigkeiten aus, andere von sieben. Es ist ohnehin

                                                           
11 http://www.dein-gesunder-
koerper.de/index.php?option=com_content&view=article&id=128:koordinationstraining&catid=56:sport&Itemid=12
1
12 Hegner, Jost, Training fundiert erklärt Handbuch der Trainingslehre, Herzogenbuchsee, 6. Auflage 2015, S.129
13 König Wenzel; Koordinative Fähigkeiten im Skisport, Sils-Maria, alpsports, 2012, S.3

13 
 
sehr schwer, die einzelnen koordinativen Fähigkeiten separat zu betrachten, da sie in
ständigem Zusammenspiel wirken. Ich beschränke mich in dieser Arbeit auf die
Unterscheidung von fünf koordinative Fähigkeiten nach Hirtz (1985) und Hotz (1997).

Abbildung 2: Die fünf koordinativen Fähigkeiten des Menschen14

Orientierungsfähigkeit15: Die Orientierungsfähigkeit ermöglicht es, sich in den


unterschiedlichsten Ausgangslagen zu orientieren und anzupassen. Dadurch sind räumlich
zielgerichtete Bewegungen möglich. Beispiel: sich im Fussball freistellen und gleichzeitig den
Überblick über Mit- und Gegenspieler behalten

Gleichgewichtsfähigkeit: Die Gleichgewichtsfähigkeit hilft, das Gleichgewicht sogar in


anspruchsvollen Situationen zu halten oder möglichst schnell wieder zu erlangen. Beispiel:
Kopfstand halten, einbeinig Skifahren

Reaktionsfähigkeit: Dank der Reaktionsfähigkeit können Informationen aus der Umgebung


aufgenommen werden und möglichst schnell und zweckmässig mit der richtigen
Bewegungsantwort darauf reagiert werden. Beispiel: Start beim Sprint, als Torwart Bälle
abwehren, Sturz verhindern

Rhythmisierungsfähigkeit: Die Rhythmisierungsfähigkeit ermöglicht uns, einen Rhythmus zu


erfassen, ihn aufzunehmen und umzusetzen. Dadurch können wir unsere Bewegungen
rhythmisch und dynamisch ausführen. Beispiel: Bewegung zu Musik, prellen mit einem Ball

Differenzierungsfähigkeit: Differenzieren bedeutet unterscheiden. Die


Differenzierungsfähigkeit bewirkt, dass wir innere sowie äussere Informationen überprüfen
können und unsere Bewegungen (Kraftaufwand oder Präzision) richtig darauf abstimmen
können. Beispiel: einen harten oder weichen Ball fangen, abfedern auf dem Trampolin

                                                           
14
http://lernpfad.bgs-chur.ch/e-sport/trainingslehre/koordination.php (08.08.16)
15König Wenzel; Koordinative Fähigkeiten im Skisport, Sils-Maria, alpsports, 2012,S.4 und
www.sportunterricht.ch/download/EFSport (08.10.16)

14 
 
5.3 Koordinationstraining
Die Koordinationsfähigkeit kann trainiert werden, genau wie Kraft oder Ausdauer. Koordinative
Fähigkeiten liegen aber innerhalb genetisch festgelegter Grenzen. Über das durch die Gene
definierte Anpassungspotenzial hinaus lassen sich die koordinativen Fähigkeiten auch durch
optimales Training nicht verbessern. Doch man kann versuchen, sein Potenzial bis zum
Maximum auszuschöpfen. Neue Fertigkeiten werden durch das Training erlernt und dadurch
entwickeln sich die koordinativen Fähigkeiten.

Lassen sich genetisch bedingte Unterschiede der koordinativen Fähigkeiten


durch Training ausgleichen?

Gibt es genetisch bedingte koordinative Unterschiede?!? Oder ist das Umfeld einfach
vom ersten Tag nach der Geburt entscheidend für die Entwicklung koordinativer
Fähigkeiten?!? Je mehr Bewegungserfahrungen im goldenen Lernalter zugelassen
werden, desto ausgeprägter die koordinativen Fähigkeiten. Ein Ausgleichen von
Defiziten wird mit zunehmendem Alter schwieriger und zeitintensiver und ist wohl auch
auf Grund von einer weniger unbekümmerten Denkweise beeinträchtigt.

Interview mit Jan Seiler

Jan Seiler zweifelt daran, dass genetisch bedingte Unterschiede der koordinativen Fähigkeiten
existieren. Wie gut die Koordination eines einzelnen sich entwickelt, hängt zweifellos von
seinem Umfeld und seinen Aktivitäten ab. Wer bereits früh eine grosse Vielfalt von
Bewegungen in sein Repertoire aufnimmt, also viel Bewegungserfahrungen macht, wird sich
über gut entwickelte koordinative Fähigkeiten freuen dürfen. Nach meinem Wissensstand
bestimmen die Gene nicht, wie sich unsere koordinativen Fähigkeiten entwickeln; das tun wir
selbst. Die Gene setzen uns aber eine Grenze, wenn wir durch trainieren versuchen, diese
Fähigkeiten immer weiter zu verbessern. Die Gene nehmen auch einen Einfluss darauf, wie
sich die koordinativen Fähigkeiten bei zwei Personen, die den gleichen Aufwand zur
Koordinationsverbesserung betreiben, entwickeln. Die Steigerung ist aufgrund der Gene bei
den beiden unterschiedlich.

Training bedeutet, dass verschiedene Übungen mehrmals und regelmässig ausgeführt


werden. Durch einmaliges Üben wird sich kaum eine Verbesserung der Koordinationsfähigkeit
zeigen und man hat sich auch noch lange keine neue Fertigkeit angeeignet. Ähnlich wie beim
Trainieren anderer Konditionsbereiche braucht es Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen, um
Lernerfolge zu erzielen. Wiederholtes Praktizieren bestimmter nicht automatisierter
Bewegungen, führt dazu, dass die Bewegungshandlungen besser verarbeitet werden können
und dadurch kann besser auf sie reagiert werden. Durch Koordinationstraining verändern sich
Strukturen auf der Ebene des Gehirns sowie in Bereichen die zur Wirbelsäule gehören. Es
15 
 
finden dem Training entsprechende Anpassungen in den steuernden Organen statt. Mit Hilfe
einfacher Mittel, beispielsweise einer Koordinationsleiter oder einem Balancebrett, fördert man
verschiedene koordinative Fähigkeiten. Bei Ballsportlern ist oft verbesserte
Reaktionsschnelligkeit das Hauptziel, während beispielsweise bei Skifahrern viel Wert auf das
Zusammenspiel einzelner Muskeln gelegt wird. Die Art des Koordinationstrainings muss vor
allem im Falle von Sportlern auf das Ziel abgestimmt werden.

Sieht Koordinationstraining für Sportler unterschiedlicher Sportarten gleich,


ähnlich oder total verschieden aus?

Das Koordinationstraining kann im Kindesalter für eine grosse Zahl von Sportarten
ähnlich vielseitig aussehen. Das heisst je mehr verschiedene Reize / Aufgaben
einwirken, desto grösser wird die Bewegungserfahrung und dadurch schliesslich die
Lernfähigkeit. Durch die über die Jahre aber sehr Transfer resistente Koordination,
muss das Training zusehends Sportart / Aufgaben spezifischer werden.

Interview mit Jan Seiler

Beim Koordinationstraining muss nicht nur der Körper, sondern vor allem das Gehirn
umfangreiche Leistungen erbringen. Körperlich sind Übungen zur Koordinationsverbesserung
meist nicht sehr anstrengend und der Kraftaufwand eigentlich nie maximal. Das Ziel besteht
darin, die Zusammenarbeit von Gehirn und Muskeln zu verbessern; das bedeutet die
neuromuskuläre Anspielung soll optimiert werden. Es geht um das Auffassen und Verarbeiten
von Handlungen und Dingen aus der Umwelt sowie um die passende Reaktion. Besonders
die richtige Ausführung der Übungen ist beim Koordinationstraining wichtig. Durch falsche oder
ungenaue Übungsausführung lernt und automatisiert der Körper falsche Bewegungen. Einen
Fehler in einer gefestigten Bewegung zu korrigieren, ist viel komplizierter als die gesamte
Bewegung neu zu lernen. Daher gilt beim Koordinationstraining: Übung korrekt ausführen und
von Beginn an fehlerfrei lernen.

Koordinationstraining ist für viele Leute etwas unbekanntes, das seinen Platz nur im Leben
ambitionierter Sportler findet. Doch nicht nur beim Sport sind die verschiedenen koordinativen
Fähigkeiten wichtig, auch im Alltag erleichtern oder ermöglichen sie uns vieles oder besser
gesagt alles.

Glauben sie Koordinationstraining bringt auch Hobbysportlern etwas? Wenn ja,


was?

Jede Person kann von einer optimierten Koordination profitieren. Eine


Bewegungsökonomisierung ist auf jeden Fall leistungsfördernd.

Interview mit Jan Seiler


16 
 
Was bringt spezifisches Koordinationstraining?

Qualitativ verbesserte Bewegungsausführungen; d.h. präzisere Bewegungen,


ökonomischere Bewegungen und damit eine verbesserte Leistungsfähigkeit!

Interview mit Gregor Hagmann

Koordinationstraining führt zu einem guten Körperbewusstsein und verbessert das


Körpergefühl. Bewegungen und Bewegungsabläufe werden qualitativ besser, präziser und
dadurch ökonomischer. Meine beiden Interviewpartner betonen, dass dies für jeden
leistungsfördernde Wirkung hat. Das liegt unter anderem daran, dass die konditionellen
Fähigkeiten dank optimaler motorischer Handlungskompetenz viel wirksamer eingesetzt
werden können. Wer koordinativ stark ist, hat auch weniger Mühe, völlig neue Bewegungen
zu erlernen.

5.4 Einfluss von Koordination auf den Alltag


Wie bereits erwähnt ist Koordination nicht nur wichtig, um erfolgreich Sport zu treiben, sondern
fällt auch beim Erledigen alltäglicher Dinge ins Gewicht. Koordination ist die Voraussetzung
für die Ausführung jeder Bewegung und jedes Bewegungsablaufs. Fakt ist deshalb, gut
ausgeprägte koordinative Fähigkeiten erleichtern uns in jedem Alter das Leben! Das Bewegen
fällt uns mit guter Koordination nicht nur leichter, sondern bereitet uns auch mehr Spass.
Daraus folgt, dass wir uns mehr bewegen. Wie gut und wichtig Bewegung für die Gesundheit
ist, ist allgemein bekannt. Die bessere Durchblutung gewisser Bereiche des Gehirns und somit
höhere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit aufgrund der guten Sauerstoffversorgung ist
nur einer der vielen positiven Effekte der Bewegung.16 Leider bewegen wir uns aber im Alltag
bewiesenermassen weniger als früher. Mit wir meine ich alle Menschen, egal welchen Alters.
Unter mangelnder Bewegung, in der Fachsprache Hypoaktivität, leidet die Koordination, da
wir weniger häufig Gebrauch von ihr machen. Wir befinden uns also gewissermassen in einem
Teufelskreis: wenig Bewegung führt zu schwächeren koordinativen Fähigkeiten. Das
wiederum führt dazu, dass uns das Bewegen schwerer fällt und wir weniger Freude daran
haben. Koordinationstraining ist daher für jeden eine gute Idee. Mangelnde Bewegung im
Alltag kann dadurch bestimmt nicht ausgeglichen werden, doch die Koordination wird gefördert
und das könnte durchaus bewirken, dass wir wieder lieber und dadurch häufiger in Bewegung
sind. 
 

                                                           
16
 https://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/.../VollBuuckSteigerungseA2.pdf (08.10.16) 
17 
 
6 Bewegungslernen und Koordinationstraining nach Alter
Während des gesamten Lebens sind Menschen in der Lage, sich neue Bewegungen
anzueignen oder bekannte zu optimieren. Doch Bewegungslernen ist nicht für alle mit dem
gleichen Aufwand verbunden. Wie leicht oder eben schwer es fällt, sich neue Bewegungen
anzueignen, ist primär vom Alter abhängig.

6.1 Kinder
Um den Grundbaustein für eine gute Koordination zu legen ist es nie zu früh. Gerade Kinder
können extrem viel lernen und schnell eine gute koordinative Basis für ihr weiteres Leben
aufbauen. Dazu braucht es nicht einmal gezieltes Training; ein aktiver, bewegungsreicher
Alltag genügt oft. Je mehr verschiedene Bewegungen Kinder kennenlernen, desto einfacher
bleibt das Ausbauen der bekannten Bewegungen für den Rest des Lebens. Kinder sollten sich
also viel bewegen, um sich ein möglichst vielfältiges Repertoire an Bewegungen anzueignen.
Zusätzlich zur alltäglichen Bewegung sind spielerische Parcours, die zum Beispiel die
Gleichgewichtsfähigkeit trainieren, sehr sinnvoll. In der Schule, dem Kindergarten und sogar
in der Spielgruppe sollte die hohe Lernfähigkeit der Kinder durch viele Möglichkeiten und
Anregungen zu massenhaft Bewegung gefördert werden. Im Kindesalter sollte die Priorität auf
der Schulung koordinativer Fähigkeiten liegen, konditionelle Fähigkeiten gewinnen später an
Wichtigkeit.17 Bewegung verbessert nicht nur die Koordination, sondern mit ihr die
Wahrnehmungsfähigkeit, die Sprache und sogar das Sozialverhalten der Kinder.18 Auch das
Risiko eines Unfalls sinkt, wenn ein Kind seine Bewegungen bereits ausführen kann.
Ausserdem wurde nachgewiesen, dass gute Koordination und reichlich Bewegung die
Lernbereitschaft in allen Bereichen positiv beeinflusst.

Sensibles Alter19

Während wir Menschen aufwachsen und älter werden, durchlaufen wir verschiedene Phasen
der Entwicklung. Im Laufe unserer Entwicklung gibt es sogenannte sensible Phasen. In dieser
Zeit ist es leichter, bestimmte Fähigkeiten zu erwerben, da wir dann sehr aufnahmebereit sind.
Kinder erreichen die sensible Phase für das Erwerben motorischer und koordinativer
Fähigkeiten gegen Ende ihrer Primarschulzeit, etwa mit 11 Jahren. Diese Zeit sollte unbedingt
genutzt werden, denn es wird nie wieder so leicht sein, sich gute koordinative Fähigkeiten zu
erarbeiten. In diesem Alter weist das zentrale Nervensystem bereits die notwendige Reife auf,
die Wahrnehmungs- und Beobachtungsfähigkeit ist schon gut und die Kinder haben ohnehin

                                                           
17 https://www.dr-gumpert.de/html/koordinative_faehigkeiten.html (23.09.16)
18 http://www.hna.de/kassel/nord-holland-ort304156/universitaet-kassel-sport-sozialverhalten-4561806.html
(13.10.16)
19 www.swiss-ski.ch/.../Sportliche_Entwicklung_im_Kindesalter.pdf (08.10.16) und

http://www.montessori-kita-sterndli.ch/de/montessori-paedagogik/montessori-sensible-phasen.php (08.10.16) 
18 
 
den Drang, andauernd in Bewegung zu sein. Hinzu kommen der Ehrgeiz und der Wille etwas
zu lernen und zu können. Das Gehirn ist bei Kindern noch besonders plastisch. Das bedeutet
Anpassungen im Gehirn können extrem schnell vollzogen werden. Das Gehirn eines Kindes
ist somit sehr aufnahmefähig für neue Reize. Es kann schnell neue Verbindungen und
Gedächtnispfade aufbauen. Von Vorteil ist es, die Bewegungen bereits beim ersten Mal richtig
zu lernen. Haben sich erstmal Nervenbahnen gebildet, können diese nicht so leicht wieder
gelöst werden. Fehlerhafte Bewegungsabläufe zu einem späteren Zeitpunkt verbessern zu
müssen, kostet lediglich Nerven, Energie und viel Zeit, die man sich hätte sparen können.

In anderen Bereichen der körperlichen Entwicklung tritt die sensible Phase erst später ein.
Krafttraining ist zum Beispiel erst zwischen 13-16 Jahren sinnvoll, Ausdauertraining im
aeroben Bereich ab 13 Jahren und im anaeroben Bereich sogar erst ab 20 Jahren, wenn das
Herzkreislaufsystem vollständig entwickelt ist.

6.2 Jugendliche20
Pubeszenz

In der Pubeszenz, oder auch ersten Phase der Reifungszeit, befinden sich Mädchen zwischen
11 und 13 Jahren und Jungen zwischen 12 und 15 Jahren (Die Mädchen sind den Jungen
angesichts der Entwicklungsphasen stets etwas voraus). Meistens zeigt sich die Pubeszenz
durch einen Wachstumsschub und folglich Veränderungen der Körperproportionen und
Gewichtszunahme. Der Körper verändert sich in dieser Phase stark und das führt zu
Schwierigkeiten beim Erlernen neuer komplexer Fertigkeiten. Motorische Fähigkeiten und
Fertigkeiten werden umstrukturiert. Die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten ist in dieser
Phase keineswegs abgeschlossen und sollte durch koordinative Übungen gefördert werden.
So sind auch in dieser Phase Fortschritte erzielbar.

Adoleszenz

Zwischen dem 13. und 17. (Mädchen) beziehungsweise 14. und 19. (Jungen) Lebensjahr
durchläuft man die zweite Phase der Reifungszeit: die Adoleszenz. Der Unterschied zwischen
den Geschlechtern wird deutlich sichtbar und jeder entwickelt sich sehr individuell seinen
Stärken und Schwächen entsprechend. Da die Koordination nicht nur erlernt, sondern auch
erhalten und gefestigt werden muss, darf sie jetzt auf keinen Fall vernachlässigt werden. Wer
sich in der Kindheit eine gute koordinative Basis gelegt hat, profitiert und kann diese weiter
ausbauen.

                                                           
20
 www.swiss-ski.ch/.../Sportliche_Entwicklung_im_Kindesalter.pdf (08.10.16) 
19 
 
6.3 Erwachsene
Was motorisches Lernen angeht, sind die sensiblen Phasen definitiv Geschichte, nicht aber
die motorische Lernfähigkeit an sich. Da die Plastizität des Gehirns nur abnimmt und nicht
verschwindet sind auch Erwachsene noch im Stande sich Bewegungen anzueignen und
erworbene Bewegungen anzuwenden oder zu variieren. Normalerweise kann die motorische
Leistungsfähigkeit im frühen Erwachsenenalter problemlos gehalten werden, beginnt sich
dann aber mit zunehmendem Alter allmählich etwas zu vermindern. Dieser
Leistungsminderung kann jedoch entgegengewirkt werden, indem man die koordinativen
Fähigkeiten regelmässig braucht und sich auch als Erwachsener neuen motorischen
Herausforderungen stellt. Das Lernen als Erwachsener hat sogar Vorteile gegenüber dem
Lernen im Kindesalter. Erwachsene können auf ihre Erfahrung zurückgreifen, wissen viel und
kennen für sie passende Lernstrategien. Viele Bewegungen werden im Erwachsenenalter
selten gebraucht, so geraten sie in Vergessenheit. Diese Bewegungen lassen sich aber wieder
auffrischen. Führt man sie wiederholt aus, gehören sie schnell wieder zum fixen
Bewegungsrepertoire.

Haben Sie einen Tipp für Leute, die ohne viel Aufwand ihre Koordination
verbessern wollen?

Nützen Sie den Alltag!!! Z.B. Zähneputzen im 1-bein Stand mit geschlossenen Augen
oder Treppen Laufen statt den Aufzug nehmen, jeder Tritt ist eine unbewusste 1-
beinige Gleichgewichtsübung.

Interview mit Jan Seiler

Diese Antwort eines Konditionstrainers aus dem Leistungssport (B-Kader Swiss Ski) zeigt,
Koordinationstraining muss nicht mit grossem Aufwand verbunden sein. Teils sind es
Kleinigkeiten im Alltag, durch die unsere Koordination trainiert wird.

6.4 Senioren
Je älter man wird, desto schwächer werden die koordinativen Fähigkeiten. Das liegt zum einen
schlicht am älter werden, zum anderen aber auch daran, dass die koordinativen Fähigkeiten
nicht mehr genug beansprucht werden. Auch ein Hundertjähriger kann noch lernen, denn die
Plastizität des Gehirns verschwindet nicht. Im Alter sollte auf einen aktiven Lebensstil geachtet
werden, um den Verlust der koordinativen Fähigkeiten minimal zu halten. Mit fortschreitendem
Alter verschlechtert sich der Gesundheitszustand allgemein. Kraft und Ausdauer sind wie die
Koordination schwer zu erhalten und es treten zunehmend gesundheitliche Beschwerden auf.
Davon darf sich niemand abschrecken lassen. Bewegung sollte weiterhin in einem Rahmen,
den die Gesundheit zulässt, ein fester Bestandteil jedes Tages bleiben. Senioren, die
trainieren, dürfen auch noch mit Leistungssteigerung, dem Wiedererlangen „vergessener“
20 
 
Fertigkeiten sowie besserer Gesundheit und Fitness und somit mit höherem Lebensstandard
rechnen.

Bewegungsförderung und damit der Erhalt koordinativer Fähigkeiten ist ausserdem sehr
wichtig, um Unfällen vorzubeugen. Viele ältere Menschen haben Probleme mit dem
Gleichgewicht und stürzen dadurch. Ungefähr ein Drittel der über 65 Jährigen stürzen täglich.
Scheinbar harmlose Stürze haben für Senioren leider zu oft schwerwiegende Folgen. Simple
präventive Übungen, wie einbeiniges Zähneputzen oder Brote streichen mit der ungewohnten
Hand, können fast ohne Aufwand in den Alltag integriert werden. Diese Übungen stellen kleine
Herausforderungen dar, die eine grosse Wirkung haben können, beispielsweise ein kleineres
Sturzrisiko. Ältere Menschen, die in Bewegung bleiben, profitieren zudem von einem
geringeren Risiko aufgrund von Osteoporose (Knochenkrankheit) eine Fraktur zu erleiden.21
Wenn der Verlust der koordinativen Fähigkeiten möglichst gering gehalten wird, können
Senioren den Alltag besser meistern und fühlen sich sicherer. Einschränkungen gewisser
Gelenke und der Beweglichkeit können durch gute Koordination kompensiert werden. So bleibt
man länger selbstständig und kommt weiterhin ohne viel fremde Hilfe aus.

                                                           
21 www.hepa.ch/.../bfubewegungsfrderungundunfallprventiond.pdf
21 
 
7 Methodik
7.1 Meine Ideen und Erwartungen
Mein Ziel war von Anfang an, zu zeigen und zu beweisen, dass auch Leute in fortgeschrittenem
Alter durch relativ geringen Aufwand noch sichtbare Fortschritte im Bereich der Koordination
erzielen können. Jeder, egal wie alt oder jung, ist in der Lage neue Bewegungsabläufe und zu
erlernen und sich Fertigkeiten anzueignen. Um den beabsichtigten Beweis zu erbringen,
beschloss ich, einen Test durchzuführen. Statt mich nur auf die Wirkung von
Koordinationstraining mit älteren Leuten zu beschränken, entschied ich mich verschiedene
Altersgruppen zu vergleichen. Ich habe mich also für vier Gruppen unterschiedlichen Alters
entschieden, wobei jede Gruppe aus ungefähr 10 Probanden besteht. Da es aus Zeitgründen
schlicht unmöglich war, regelmässig ein Koordinationstraining mit so vielen verschiedenen
Leuten durchzuführen, musste ich auf ein sogenanntes „Train-to-the-test“- Training
ausweichen. Das bedeutete, dass ich mit den Testteilnehmern aller Gruppen einen Test,
bestehend aus mehreren Koordinationsübungen, durchgeführt habe und ihnen dann den
Auftrag gab, genau diese Übungen und Bewegungen zu trainieren. Ein zweiter Test gab dann
Aufschluss über allfällige Veränderungen. Natürlich erhoffte ich mir beim zweiten Test bessere
Resultate bei allen Testgruppen, denn ich wollte schliesslich aufzeigen, dass
Bewegungslernen und die Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten für alle möglich ist.
Dennoch erwartete ich aufgrund meines Vorwissens (sensible Phasen etc.) nicht bei allen
Gruppen den gleichen Lernerfolg. Ich war sehr gespannt auf die Ergebnisse meines Tests und
wollte wissen, ob sich meine Annahmen, geformt auf der Basis von Informationen aus meinen
Recherchen, in der Praxis tatsächlich bewahrheiten würden.

Nicht nur die Resultate des Tests waren mir aber wichtig. Mein Ziel bestand auch darin, Leute,
in diesem Fall meine Probanden, zum Bewegungslernen zu motivieren. Ich hoffte, dass sie
Freude daran finden würden, die durch Lernerfolg noch verstärkt wird. Die Probanden sollten
ausserdem herausfinden, wie simpel es ist, sich koordinativ zu steigern.

7.2 Erarbeitung des Tests


Um einen Test zu erstellen, musste ich mir als erstes klar werden, was der Test zeigen soll
und welche Art von Resultaten ich benötige. Ich habe bereits erwähnt, dass ich in erster Linie
belegen will, dass Bewegungslernen in jedem Alter möglich ist. Der Test muss also
Verbesserungen bei der Ausführung von Bewegungen messen. Um zusätzlich vergleichen zu
können, ob der Erfolg beim Bewegungslernen vom Alter abhängig ist, entschied ich mich,
denselben Test mit vier unterschiedlichen Altersgruppen durchzuführen. Dazu habe ich eine
Testform gewählt, bei der die Testteilnehmer einige vorgegebene Koordinationsübungen
spezifisch für meinen Test trainieren und nicht allgemeines Koordinationstraining absolvieren,

22 
 
da dies den Rahmen meiner Maturaarbeit gesprengt hätte. Der Test besteht aus zehn
verschiedenen Übungen. Es schien mir wichtig zu allen fünf koordinativen Fähigkeiten
mindestens eine Übung einfliessen zu lassen. Ausserdem habe ich beim Zusammenstellen
der Übungen darauf geachtet, dass die Grundanforderung der jeweiligen Übung bei jeder
Altersgruppe identisch bleibt. Durch einige kleine Anpassungen bei der exakten Form der
Übung wollte ich erreichen, dass die Übungen dennoch dem Entwicklungs- und
Gesundheitszustand jeder Altersgruppe gerecht werden und die Teilnehmer weder über- noch
unterfordert sind.

Ich habe mit folgenden vier Testgruppen gearbeitet:

‐ Kinder im Alter von 4-5 Jahren (Montessori Kindergarten Siebnen)


‐ Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren
‐ Erwachsene im Alter von etwa 45-55 Jahren
‐ Senioren im Alter von 70 bis 85 Jahren (Seniorenturnen Wangen)

Die Gruppen bestanden alle aus etwa 10 Personen, die ausser dem Alter keine bestimmten
Kriterien erfüllen mussten. Insgesamt haben 38 Probanden an meinem Feldversuch
teilgenommen. Auf eine Kontrollgruppe, die ausschliesslich die Tests absolviert hätten, habe
ich verzichtet. Diese Gruppe hätte gezeigt, ob Leistungsveränderungen tatsächlich auf das
Training zurückzuführen sind oder ob es sich nur um Zufall handelt. Ich war mir aber ziemlich
sicher, dass Training belohnt werden würde, deswegen brauchte ich keine Gruppe zur
Kontrolle.

Da die Testpersonen die Übungen mehr oder weniger selbstständig, teilweise auch zuhause
üben sollten, durften zur Übungsdurchführung keine speziellen Hilfsmittel oder Geräte benötigt
werden. Diese Tatsache schränkte mich bei der Übungsauswahl etwas ein. Ich achtete also
darauf, dass die Übungen des Tests nichts voraussetzten, was nicht bereits in den Haushalten
der Testpersonen vorhanden war. Ein weiteres Kriterium war mangelnder Platz. Ausserdem
sollten die Übungen nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen, denn diese konnten oder wollten
nicht alle Probanden aufwenden.

Ich habe diese zehn Übungen so zusammengestellt, dass alle koordinativen Fähigkeiten
angesprochen werden, der Zeit-, Platz- und Materialaufwand aber möglichst gering bleibt. Die
Reihenfolge der Übungen habe ich bewusst so gewählt, dass die gleiche koordinative
Fähigkeit nicht direkt hintereinander gefordert wird.

23 
 
7.3 Testbeschrieb
Der Test besteht bei allen vier Gruppen aus zehn Übungen. Auf jede der fünf erwähnten
koordinativen Fähigkeiten wird in mindestens einer Übung der Fokus gelegt. Die Übungen
können folglich in fünf Gruppen gegliedert werden: Differenzieren (Übung 2, 4, 7), Orientieren
(Übung 3, 9), Reagieren (Übung 5, 8) Rhythmisieren (Übung 6) und Gleichgewicht (Übung 1,
10). Die Kernanforderung der jeweiligen Übung ist immer dieselbe. Die Übungen wurden aber
an die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Altersgruppe angepasst.

Übung 1: Einbeinstand

Bei der ersten Übung wird von den Probanden verlangt, dass sie mindestens 10 Sekunden
auf einem Bein stehen. Das Bein muss dann gewechselt werden. Falls der Einbeinstand gut
funktioniert, werden nach und nach erschwerende Massnahmen eingebaut. Zuerst müssen
die Augen geschlossen werden. Bei der nächsten Stufe müssen die Probanden den festen
Boden verlassen und halten den Einbeinstand vorerst mit offenen Augen auf einem instabilen
Balancekissen. Haben die Probanden auch damit noch keine grossen Schwierigkeiten,
schliessen sie auch auf dem Kissen beide Augen. Jede Form des Einbeinstandes wird 10
Sekunden gehalten, gefolgt von einem Beinwechsel. Die Probanden sollen möglichst ruhig
stehen, also nicht zittern oder die Arme als Gleichgewichtshilfen verwenden.

Diese Übung testet primär die Gleichgewichtsfähigkeit der Probanden. Sobald die Augen
geschlossen werden, spielt aber auch die Orientierungsfähigkeit eine Rolle.

Übung 2: Koordination der Hände

Diese Übung gestaltet sich für alle vier Testgruppen identisch. Die Probanden haben die
Aufgabe, mit der einen Hand ihren Kopf zu streicheln, während die andere Hand leichte,
rhythmische Schläge auf den Bauch gibt. Welche Hand was macht spielt keine Rolle. Wenn
die Kombination dieser Bewegungen funktioniert, erfolgt ein Bewegungswechsel. Die Hände
bleiben, wo sie waren, also beim Kopf oder Bauch, ihre Bewegung soll aber vertauscht werden.
Das heisst der Kopf wird nun leicht geschlagen und der Bauch gestreichelt.

Beide Hirnhälften müssen gut zusammenarbeiten. Die Differenzierungsfähigkeit wird bei


dieser Übung besonders gefordert. Die grösste Schwierigkeit stellt der Bewegungswechsel
dar.

Übung 3: Punkt treffen

Ich markiere für diese Übung einen Punkt auf dem Boden. Die Probanden stellen sich auf
einem vorgegebenen Startpunkt auf. Dieser liegt ungefähr 3 Meter vom Zielpunkt entfernt,
wobei der Abstand variieren kann oder sogar soll. Die Probanden müssen sich den markierten
Punkt einprägen und dann die Augen schliessen. Um sicherzustellen, dass niemand
24 
 
schummelt, werden die Augen der Kinder vorsorglich verbunden. Bei den restlichen
Testgruppen setze ich darauf, dass sie auch ohne Augenbinde nicht mogeln. Nun soll der
Punkt auf dem Boden mit drei Schritten möglichst präzise getroffen werden. Der Abstand vom
Probanden zum Punkt wird dann gemessen und auf der Basis des Messergebnisses werden
die Punkte verteilt. Da drei Schritte für die Gruppe der Jugendlichen sowie der Erwachsenen
eine zu geringe Herausforderung darstellt, müssen sie den Punkt zuerst beidbeinig und dann
auch einbeinig hüpfend erreichen.

Um den Punkt genau zu treffen, wird eine gute Orientierungsfähigkeit benötigt. Genaues
Einprägen des Punktes, seines Abstandes zur Startposition und der räumlichen Umstände ist
gefragt.

Übung 4: Blätterparcours

Es werden mindestens zehn Blätter in drei unterschiedlichen Farben, zum Beispiel blau, rot
und gelb, in willkürlicher Reihenfolge auf dem Boden ausgelegt. Dann wird jedem Blatt eine
Seite zugeordnet: Das blaue Blatt zeigt rechts an, das rote links und das gelbe bedeutet, man
soll geradeaus weiter. Bei der Testgruppe Kinder habe ich auf das dritte Blatt, das nicht für
eine Seite steht verzichtet. Die Probanden müssen durch die Blätter gehen und deren Befehlen
folgen; das heisst bei einem blauen Blatt rechts des Blattes gehen, bei einem roten links und
beim gelben die Seite halten. Um es den Erwachsenen und Jugendlichen zu erschweren,
müssen sie das ganze hüpfend absolvieren. Abzug gibt es bei Fehlern oder langem Zögern.
Die Probanden sollen in flüssigem Tempo durch die Blätter gehen beziehungsweise hüpfen.

Diese Übung erfordert Konzentration und Differenzierungs- sowie Reaktionsfähigkeit. Die


eingehenden Informationen müssen richtig verarbeitet werden, damit die Probanden den
geforderten Ablauf richtig umsetzen.

Übung 5: Ball hochwerfen

Es geht darum, einen Ball hochzuwerfen und wieder aufzufangen. Durch verschiedene andere
Bewegungen, die zwischen hochwerfen und fangen ausgeführt werden müssen, wird diese
simple Aufgabe erschwert. Die Probanden müssen jede Zusatzbewegung absolvieren, bevor
sie sich an der nächst schwierigeren versuchen. Angefangen wird mit Klatschen, dann müssen
die Arme überkreuzt werden, noch schwieriger wird es durch eine Drehung um die eigene
Achse. Den höchsten Schwierigkeitsgrad stellt Absitzen und wieder Aufstehen dar, während
der Ball sich in der Luft befindet.

Um den Ball wieder zu fangen, müssen die Informationen schnell und richtig verarbeitet
werden. Ausserdem ist auf mehrere Dinge gleichzeitig zu achten. Diese Übung richtet den
Fokus auf die Reaktionsfähigkeit der Probanden.

25 
 
Übung 6: Bälle prellen

Auch hier ist die Aufgabenstellung für alle Testgruppen im Grundsatz gleich: Den Ball
rhythmisch prellen. Da das aber für alle Gruppen, ausser den Kindern noch zu leicht erscheint,
müssen sie nicht mit einem, sondern mit zwei Bällen gleichzeitig und im gleichen Rhythmus
prellen. Als zusätzliche Herausforderung sind die Bälle der jugendlichen und erwachsenen
Probanden unterschiedlich stark gepumpt.

Da das Ziel der Übung darin besteht, beide Bälle im gleichen sowie gleichbleibenden
Rhythmus zu prellen, ist Rhythmusfähigkeit gefragt. Die Probanden mit den unterschiedlich
stark gepumpten Bällen werden zusätzlich im Bereich der Differenzierungsfähigkeit gefordert.

Übung 7: Jonglierbälle

Die Testpersonen müssen bei dieser Übung mehrere Tennisbälle gleichzeitig im Griff haben.
Die Kinder und die Senioren müssen in der leichteren Variante zwei Bälle gleichzeitig in die
Höhe werfen und beide wieder fangen. Auch die Jugendlichen und Erwachsenen werden auf
diese Variante getestet. Ihr Endziel besteht aber im Jonglieren mit drei Bällen. Um an den
Bewegungsablauf heranzuführen, versuchen sie zuerst mit zwei Bällen zu jonglieren.

Da auf mehrere Bälle geachtet werden muss, fordert Übung Nummer 7 hauptsächlich die
Differenzierungsfähigkeit, aber auch alle anderen koordinativen Fähigkeiten leisten einen
Beitrag.

Übung 8: Stab auffangen

Für diese Übung halte ich einen Stab, genauer einen Skistock, etwas über Hüfthöhe des
Probanden, parallel zum Boden in den Händen. Der Proband macht sich bereit den Stab
aufzufangen, sobald ich ihn loslasse, indem er beide Hände einige Zentimeter über dem Stab
positioniert. Das Ziel der Übung ist simpel: Den Stab in die Hände kriegen, bevor er den Boden
berührt. Die Probanden haben jeweils drei Versuche. Wenn sie den Stab fangen, müssen die
Hände beim nächsten Versuch höher, also in grösserem Abstand zum Stab, positioniert
werden.

Um den Stab rechtzeitig zu fangen, ist es von grösster Bedeutung, die über die Sinne
eingehenden Informationen so schnell wie möglich zu erfassen, zu verarbeiten und zu
reagieren. Reaktionsfähigkeit ist entscheidend.

Übung 9: Blind gehen

Die Augen müssen bei dieser Übung geschlossen werden und die Probanden haben die
Aufgabe blind auf einer geraden Linie zu gehen, beziehungsweise zu hüpfen. Es soll so wenig
wie möglich von der Linie abgewichen werden und der Bewegungsablauf soll flüssig und sicher
26 
 
wirken, trotz geschlossener Augen. Auch hier müssen die Testgruppen bestehend aus
Jugendlichen und Erwachsenen die etwas anspruchsvollere Form zeigen; das einbeinige
Hüpfen.

Die Augen sind geschlossen, dennoch muss die Orientierung behalten werden, um auf der
Linie zu bleiben. Daher testet diese Übung zum einen die Orientierungsfähigkeit, stellt aber
gleichzeitig auch Anforderungen ans Gleichgewicht.

Übung 10: Instabile Unterlage

Auf einer instabilen Unterlage sollen die Probanden das Gleichgewicht möglichst problemlos
für etwa zehn Sekunden halten können. Bei den Kindern und Senioren dient ein Balancekissen
als Unterlage. Falls das stehen auf dem Kissen beidbeinig keine Schwierigkeiten bereitet,
muss versucht werden, auf einem Bein zu stehen. Die anderen beiden Testgruppen stehen
auf einem Basketball. Um auf den Ball zu steigen, dürfen sich die Probanden an der Wand
abstützen, danach müssen sie frei auf dem Ball stehen. Durch das Schliessen der Augen wird
diese Übung zusätzlich erschwert.

Die Fähigkeit im Gleichgewicht zu bleiben, wird beim Stehen auf wackliger Unterlage enorm
in Anspruch genommen.

7.4 Bewertung
Die Bewertung der Übungen stellte sich teils als etwas schwierig dar. Koordinationsübungen
stehen meist nicht mit einer messbaren Grösse, wie Zeit oder Gewicht, in Verbindung. Es
musste also ein sinnvolles, faires und möglichst objektives Bewertungssystem her. Da es bei
allen Übungen hauptsächlich um die saubere Ausführung der vorgegebenen Bewegung oder
des Bewegungsablaufs geht, werden die Probanden nach einem Punktesystem bewertet. Die
Punkte wurden je nach Richtigkeit und Präzision der Übungsausführung vergeben. Minimal
konnte ein Punkt erreicht werden, maximal fünf. Die Minimalpunktzahl wird vergeben, wenn
die Bewegung gar nicht ausgeführt werden kann. Das Punktemaximum erhält, wer die Übung
exakt, ohne Unsicherheiten oder Fehler und in zeitlich oder rhythmisch angemessenem
Rahmen absolviert. Damit diese Art von Bewertung einen Vergleich zulässt, muss natürlich
immer die gleiche Person die Punkte verteilen. In dieser Testreihe übernahm ich diese
Aufgabe. Wenn ich mir unsicher war, habe ich mir zusätzlich in Stichworten aufgeschrieben,
was ich genau zu sehen bekommen habe. Bei der Auswertung habe ich dann allen eine faire
Punktzahl für ihre jeweilige Leistung zuweisen können, da ich einen Vergleich zwischen den
Probanden ziehen konnte. Die Leistungsänderung zwischen dem ersten und zweiten Test
wurde dann in der Zu- oder Abnahme der Punkt deutlich.

27 
 
Die Anforderungen zum Erreichen der Maximalpunktzahl variierten zwischen den
Testgruppen, nicht aber innerhalb der Gruppen. So lassen sich die Unterschiede zwischen
dem ersten und zweiten Tests bei den Probanden herauslesen. Ein Vergleich der
unterschiedlichen Leistungen der Testgruppen ist aber nicht möglich und war auch nicht das
Ziel. Es lässt sich aber vergleichen, welche Gruppe sich innerhalb ihrer Möglichkeiten bei der
Bewegungsausführung wie stark verbessert (oder verschlechtert) hat.

7.5 Durchführung
Die Durchführung des Tests sah für die vier Gruppen gleich aus. Sie kannten die Übungen im
Vorfeld nicht und haben ihre Koordination nicht spezifisch trainiert. Beim ersten Test, der der
Standortbestimmung diente, erklärte ich also, wie die Übungen auszuführen sind und zeigte
sie vor. So wollte ich den Probanden auch ein visuelles Einprägen der geforderten
Bewegungen ermöglichen. Anschliessend mussten die Probanden die Übungen ausführen,
ohne sie davor geübt zu haben. Bei den Übungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen
wurde die Übung beendet, sobald die Probanden an einer Stufe scheiterten. Beim ersten Test
waren die Bewegungen für die meisten Probanden noch eher ungewohnt oder sogar ganz
neu, denn im Alltag wirft man normalerweise weder Bälle durch die Luft, noch hüpft man mit
geschlossenen Augen durch die Gegend.

Beim ersten Test lernten die Probanden die zehn Übungen also ein erstes Mal kennen.
„Kennen“ bedeutet aber noch lange nicht „können“. Deshalb hatten die Probanden nun die
Aufgabe, alle Übungen mindestens zehnmal zu Hause zu trainieren. Das bedeutet, die
Übungen, wenn nötig mehr als nur einmal pro Trainingseinheit, genauso auszuführen, wie von
mir verlangt. Einige Bewegungen sind schwieriger zu erlernen als andere und es gibt
individuelle Vorlieben der Probanden. Für meinen Test war es wichtig, dass alle Probanden
das Ziel verfolgten, durch das Training die gewünschten Bewegungsabläufe zu erlernen.
Wann sie übten, überliess ich ihnen, allerdings musste zwischen allen Trainingseinheiten über
Nacht geschlafen werden, weil der Körper während dem Schlaf eingegangene Informationen
verarbeitet.

Ich konnte nicht kontrollieren, ob die Probanden auch das vorgegebene Training wirklich
durchgeführt haben, ich musste darauf vertrauen. Erfolgreiches Lernen erfordert ohnehin
eigene Motivation. Jeder muss selber lernen, ich konnte meine Probanden durch meine Tests
lediglich dazu ermutigen, selbst aktiv zu sein. Die Testgruppe mit den Senioren versicherte,
die Übungen in ihren Turnstunden einzubauen, so mussten sie keine zusätzliche Zeit
hergeben und konnten zudem gemeinsam üben. Ich wage aber zu behaupten, dass es den
meisten Senioren mehr an der Motivation als an der Zeit mangelte. Die Kindergärtnerinnen
erklärten sich bereit, die Übungen mit den Kindern die am Test teilnahmen, durchzuführen.
Erfreulicherweise wollten sogar die anderen Kinder, die aufgrund ihres Alters nicht als
28 
 
Probanden in Frage kamen, stets beim Training mitmachen. Im Kindergarten schienen alle
Beteiligten mit Freude und Elan bei der Sache zu sein. Jugendliche sowie Erwachsene
trainierten nicht in der Gruppe, sondern jeder individuell, allenfalls mit einem Partner, der
ebenfalls als Proband teilnahm.

Mit allen Gruppen machte ich einen separaten Termin aus, an dem der Test erneut
durchgeführt wurde. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Probanden oft genug geübt haben.
Dieser Vergleichstest verlief analog zum ersten mit dem Unterschied, dass ich die Übungen
nicht mehr vorzeigen musste. Fast alle Probanden wussten auswendig, was sie zu tun hatten.
Ich interpretierte das als Beweis dafür, dass die Probanden seriös geübt hatten.

7.6 Auswertung
Ausgewertet wurden die Testresultate mit Hilfe von Excel Tabellen. Die Daten aller Probanden
habe ich im Excel erfasst und anschliessend ausgewertet. Pro Alterskategorie wurde bei allen
Übungen der Mittelwert ihrer Punktesteigerung sowie die Standardabweichung berechnet. Die
Standardabweichung ist ein Mass für die Streuung der Resultate.22 Basierend auf den
ausgewerteten Ergebnissen lässt sich auf die Veränderung zwischen dem ersten und zweiten
Test schliessen. Ausserdem wird der Vergleich der Altersgruppen und Übungskategorien
ermöglicht.  

                                                           
22
 Standardabweichungen in Tabellen im Anhang ersichtlich 
29 
 
8 Resultate
Zu meiner Freude sind die Resultate des Tests eindeutig: Jede Altersgruppe hat beim zweiten
Test durchschnittlich bei jeder Übung eine höhere Punktzahl erreicht. Die Bewegungen
wurden beim zweiten Test präziser und mit deutlich weniger Fehlern ausgeführt. So habe ich
den Beweis erbracht, dass man sich in der Ausführung koordinativer Bewegungen in jedem
Alter verbessern kann und wird, wenn man die Bewegungen entsprechend trainiert.

Zunächst werte ich die Veränderungen aufgrund der Testergebnisse kann ich auch
Verbesserungen sagen jeder Alterskategorie einzeln aus. Die folgenden Diagramme zeigen
jeweils die erreichten Punktedurchschnitte der Testgruppe beim ersten und zweiten Test. Es
folgt der Vergleich zwischen den Altersgruppen und zum Schluss werfe ich einen Blick auf die
unterschiedlichen Punkteveränderungen in den fünf verschiedenen Übungskategorien.

8.1 Kinder
Punktedurchschnitt Kinder
 5.00
erreichte Punkte (Mittelwert)

 4.00

 3.00

 2.00

 1.00
Punktedurchschnitt Test 1
 ‐ Punktedurchschnitt Test 2

Anzahl Probanden: 6 

Diagramm 1: Punktedurchschnitte der Kinder

Die Testgruppe der Kinder besteht aus nur sechs Probanden. Das liegt daran, dass ich
ausschliesslich vier und fünfjährige Kinder testete. Mit den Jüngeren hätte es wenig Sinn
ergeben und die Älteren hätten gleich viel bessere Resultate erzielt, da in diesem Alter in der
Entwicklung ein Jahr enorm viel ausmachen kann. So blieben im Kindergarten sechs
Probanden im richtigen Alter übrig.

Der Punktedurchschnitt ist beim zweiten Test bei ausnahmslos allen Übungen höher als beim
ersten; die Kinder konnten die Übungen nach dem Lernen also eindeutig besser. Die
30 
 
Verbesserungen liegen aber alle in einem Verhältnis zu den erreichten Punkten des ersten
Tests. Übungen, die beim ersten Test niedrige Punktewerte hervorbrachten, wurden auch
beim zweiten Test eher mit tiefen Punktzahlen bewertet. Andere Übungen liessen aufgrund
der guten Leistung beim ersten Test fast keine Luft nach oben(zum Beispiel das blind Gehen).
Betrachtet man den Mittelwert der Punktunterschiede aller Übungen, haben die Kinder sich
um 0.86 Punkte verbessert.

Abbildung 3: Probanden beim zweiten Test

31 
 
8.2 Jugendliche
Punktedurchschnitt Jugendliche
 5.00
erreichte Punkte (Mittelwert)

 4.00

 3.00

 2.00

 1.00
Punktedurchschnitt Test 1
 ‐ Punktedurchschnitt Test 2

Anzahl Probanden: 8 

Diagramm 2: Punktedurchschnitte der Jugendlichen

Auch die Jugendlichen konnten sich in jeder Übung steigern. Es gibt aber genau wie bei der
Testgruppe der Kinder keine Übung, in der sich die Probanden ausserordentlich stark
verbessert haben. Ihrem Entwicklungsstand entsprechend haben die Jugendlichen im ersten
Test gezeigt, dass sie sich koordinativ schon auf einem guten Niveau befinden. Bereits im
ersten Test konnten viele Probanden hohe Punktzahlen erzielen. Für diese war es umso
schwieriger überhaupt eine bessere Wertung zu erhalten. Der Durchschnittswert des ersten
Tests wurde um 0.93 Punkte überboten.

Abbildung 5: Ausgangsposition Abbildung 4: Probandin fängt den Stock

32 
 
8.3 Erwachsene
Punktedurchschnitt Erwachsene
 5.00
erreichte Punkte (Mittelwert)

 4.00

 3.00

 2.00

 1.00
Punktedurchschnitt Test 1
 ‐ Punktedurchschnitt Test 2

Anzahl Probanden: 12   

Diagramm 3: Punktedurchschnitte der Erwachsenen

Bei den Erwachsenen stellte ich die grösste Verbesserung fest: Der Mittelwert ihrer Punkte
stieg im Vergleich zum ersten Test um 1.04 Punkte. In jeder Übung stiegen die Punkte beim
zweiten Test. Ich denke, dass für viele der Probanden dieser Gruppen die Bewegungen einiger
Übungen nicht neu waren, sondern altbekannt, aber beinahe vergessen. Das Üben hatte
vermutlich eine auffrischende Wirkung und die Bewegungsabläufe konnten schnell wieder
besser ausgeführt werden (zum Beispiel prellen). 

Abbildung 6: Probanden bei der Übungsausführung

33 
 
8.4 Senioren

Punktedurchschnitt Senioren
 5.00
erreichte Punkte (Mittelwert)

 4.00

 3.00

 2.00

 1.00
Punktedurchschnitt Test 1
 ‐ Punktedurchschnitt Test 2

Anzahl Probanden: 12 

Diagramm 4: Punktedurchschnitte der Senioren

Aus dem Diagramm wird ersichtlich, dass auch die Senioren Verbesserungen vorweisen
konnten. Diese sind allerdings etwas geringer als bei den anderen Testgruppen. Im
Durchschnitt wurden nach der Übungsphase 0.60 Punkte mehr erzielt als zuvor. Einige
Übungen bewertete ich bereits beim ersten Test ziemlich hoch. Das liegt daran, dass ich mit
eher schlechteren Leistungen gerechnet hatte. Ich denke, die guten Ergebnisse beim ersten
Test sind darauf zurückzuführen, dass die Probanden dieser Gruppe den Turnverein besuchen
und ähnliche Übungen daher gewohnt sind. Würde die Testgruppe aus gänzlich inaktiven
Senioren bestehen, sehen die Resultate vermutlich schlechter aus, insbesondere beim ersten
Test.

Abbildung 7: Gruppenbild der Seniorinnen

34 
 
8.5 Vergleich Altersgruppen
Durchschnittliche Punktesteigerung der 
Altersgruppen
1.2
Veränderung (Mittelwert)

0.8

0.6

0.4

0.2

0
Kinder Jugendliche Erwachsene Senioren
Altersgruppe 
 

Diagramm 5: Durchschnittliche Punktesteigerung der Altersgruppen

Diese Tabelle stellt die durchschnittliche Punkteverbesserung jeder Altersgruppe nochmals


übersichtlich dar. Der Balken der Senioren ist deutlich weniger hoch als die restlichen; die
Senioren konnten sich punktemässig am wenigsten steigern. Da maximal fünf Punkte erreicht
werden konnten, waren generell keine sehr grossen Punktesteigerungen zu erwarten. Die
erreichten Verbesserungen sind für dieses Punktesystem ziemlich hoch und bringen die
grossen Steigerungen der Probanden zum Ausdruck.

35 
 
8.6 Kategorien

Punktesteigerung pro Übungskategorie
 1.4

 1.2
Veränderung (Mittelwert)

 1.0

 0.8
 ‐ Kinder
 ‐ Jugendliche
 0.6
 ‐ Erwachsene

 0.4  ‐ Senioren

 0.2

 ‐
Differenzieren Gleichgewicht Orientieren Reagieren Rhythmisieren
Übungskategorie

Diagramm 6: Punktesteigerung pro Übungskategorie

Die zehn Übungen des Tests können, wie im Testbeschrieb erwähnt, bezüglich der am
meisten beanspruchten koordinativen Fähigkeit in fünf Kategorien gegliedert werden:
Differenzieren (Übung 2, 4, 7), Orientieren (Übung 3, 9), Reagieren (Übung 5, 8)
Rhythmisieren (Übung 6) und Gleichgewicht (Übung 1, 10). Das obige Diagramm illustriert die
Punkteverbesserung jeder Altersgruppe pro Kategorie. Aus diesem Diagramm lassen sich
viele Informationen herauslesen.

Die Testgruppe der Jugendlichen hat sich in allen Kategorien relativ konstant verbessert; es
liegen weder riesige noch sehr kleine Verbesserungen vor. Bei den anderen Gruppen gibt es
zwischen den Kategorien doch etwas unterschiedlichere Punktesteigerungen. Die Kinder
haben in den Kategorien Rhythmisieren und Gleichgewicht ihre Punkte um durchschnittlich
mehr als einen Punkt verbessert, während die Verbesserung in der Kategorie Orientieren
punktemässig nur halb so gross ist. Die Erwachsenen konnten sich in allen Kategorien stark
verbessern. Auffällig ist, dass die Senioren sich mit einer Ausnahme in allen Kategorien am
wenigsten steigern konnten. In der Kategorie Gleichgewicht erzielten sie aber eine klare
Verbesserung. Das finde ich persönlich sehr erfreulich, denn gutes Gleichgewicht beugt
Unfällen vor.

36 
 
9 Diskussion
Wir werden oft mit Statistiken und Durchschnittswerten konfrontiert und ich wollte immer schon
wissen, wie solche Zahlen oder Behauptungen zustande kommen. Oft wird dazu ein
Feldversuch durchgeführt. Um mir meine Frage gleich selbst zu beantworten, entschied ich
mich im Sinne des praktischen Teils meiner Maturaarbeit einen Test durchzuführen. Auch
wenn ein Test mit dieser kleinen Anzahl an Probanden keine statistisch gestützten Beweise
liefert, lässt sich aus den Resultaten einiges herauslesen.

Wie schon erwähnt haben sich alle vier Altersgruppen verbessert. Wenn die Verbesserung an
der durchschnittlichen Punktesteigerungen im gesamten Test gemessen wird, liegt die
Verbesserung jeder Gruppe etwa im gleichen Rahmen. Es haben sich alle um rund einen
Punkt gesteigert.

Mein Test zeigt klar auf, dass man sich Bewegungsabläufe in jedem Alter durch Training
aneignen oder sie optimieren kann. Dieses Ergebnis ist meiner Meinung nach eindeutig und
kann als Beweis meiner These aufgefasst werden. Ausnahmslos jeder Proband hat beim
zweiten Test eine bessere Übungsausführung gezeigt.

9.1 Vergleich der Testgruppen


Der Vergleich zwischen den Altersgruppen ist aufgrund meiner Testresultate schwierig. Die
Steigerungen, gemessen an der durchschnittlichen Punkteverbesserung der Gruppe, heben
sich nur minimal voneinander ab. Die Punktesteigerung der Erwachsenen, der Jugendlichen
und der Kinder unterscheidet sich nicht gross, teilweise um weniger als einen Zehntel Punkt.
Nur der Wert der Senioren ist deutlich kleiner. Die kleinen Differenzen bei der
Punktesteigerung lassen aufgrund der wenigen Probanden keine eindeutigen Feststellungen
zu, sie zeigen aber, in welchem Alter man sich tendenziell am besten verbessert. Basierend
auf dem aktuellen Wissensstand, hätten sich die Kinder am meisten steigern müssen, obwohl
sie die sensible Phase noch nicht ganz erreicht haben. Die Verbesserung der Jugendlichen
müsste auch noch relativ gross sein, bei den Erwachsenen dürfte der Trainingserfolg dann
etwas abgenommen haben und bei den Senioren würde die geringste Steigerung erfolgen.
Diese Annahmen lassen sich mit der durch steigendes Alter abnehmenden Plastizität des
Gehirns sowie dem allgemein etwas schlechteren Gesundheitszustand im hohen Alter
erklären. Die Ergebnisse meine Tests stimmen nur teilweise mit den oben genannten
Annahmen überein. Dass die Senioren sich am wenigsten verbessern hat mein Test eindeutig
bestätigt. Die Resultate der anderen Testgruppen weichen aber etwas vom Erwarteten ab.
Nicht die Kinder sondern die Erwachsenen legten die grösste Steigerung hin. Am
zweitstärksten haben sich die Jugendlichen verbessert. Die Kinder steigerten sich etwas
weniger.

37 
 
Einige der Resultate sind durchaus überraschend. Mich hat zum Beispiel die grosse
Steigerung der Senioren in der Kategorie Gleichgewicht ziemlich erstaunt. In allen anderen
Kategorien haben sich die Senioren moderat verbessert. Womit diese guten Werte genau zu
erklären sind, weiss ich nicht. Vielleicht liegt es daran, dass die Senioren bei den
Gleichgewichtsübungen mit mehr Motivation ans Werk gingen. Mit Sicherheit können die
Senioren stark von besserer Gleichgewichtsfähigkeit profitieren. Sie gewinnen dadurch an
Sicherheit und beugen unnötigen Stürzen vor.

Vergleicht man die Werte von Übung 7, dem Jonglieren, stellt sich die Frage, wieso die
Senioren in dieser Übung deutlich mehr Punkte erhalten haben als die Erwachsenen und die
Jugendlichen. Die Antwort ist simpel: Die Erwachsenen und die Jugendlichen mussten für die
volle Punktzahl mit drei Bällen jonglieren, während die Senioren zwei Bälle gleichzeitig
hochwerfen und dann wieder fangen mussten. Die unterschiedlichen Anforderungen
erschweren einen direkten Punktevergleich.

Auffällig ist auch, dass Übungen, in welchen im ersten Test wenige Punkte generiert wurden,
auch im zweiten Test verhältnismässig tiefe Punktzahlen hervor brachten. Die Probanden
konnten sich zwar verbessern, doch die Übung wurde immer noch nicht richtig sauber
ausgeführt. Ich finde es sehr bemerkenswert, dass die Punktesteigerung innerhalb einer
Altersgruppe bei den meisten Übungen ähnlich hoch ist. Die Punkteanzahl schwankt dagegen
stärker. Das bedeutet, wenn die Probanden punktemässig noch viel Luft nach oben gehabt
hätten, steigerten sie sich nicht stärker, als wenn sie bereits beim ersten Test hohe Punkte
erhalten hätten.

9.2 Fehlerquellen
Ich denke, diese Resultate zeigen auf, wie gut Bewegungsabläufe und die Koordination in
welchem Alter trainiert werden können. Ich bin jedoch der Meinung, dass es einige Faktoren
gibt, die die Ergebnisse beeinflussten.

Die Probanden mussten selbstständig üben. Ich war darauf angewiesen, dass sie dies von
sich aus gewissenhaft und wie besprochen taten. Kontrolle meinerseits gab es nicht. Ich
glaube auf viele der Probanden war Verlass; sie haben richtig geübt. Es gab aber bestimmt
auch den einen oder anderen der nicht ganz so oft die Jonglierbälle hervorgeholt hat. Ich hatte
beim zweiten Test das Gefühl, dass viele Erwachsene das Üben sehr ernst genommen haben,
während einige Senioren zugaben, weder in den Turnstunden noch zu Hause allzu motiviert
geübt zu haben. Wie seriös die Trainingseinheiten durchgeführt werden, beeinflusst natürlich
das Resultat. Vielleicht liegt die Ursache für die eher kleine Verbesserung der Senioren also
nicht nur am Alter, sondern auch an geringem Einsatz. Möglicherweise fehlte es den Senioren

38 
 
an Motivation oder sie rechneten damit, ohnehin keine Erfolge zu erzielen. Die Resultate des
Tests zeigen jedoch: Koordinationstraining lohnt sich auch für Senioren.

Im Kindergarten wurde mir versichert, dass das Training regelmässig mit einer Schar von sehr
motivierten Kindern absolviert wurde. Beim zweiten Test konnten es die Kinder kaum erwarten,
mir zu zeigen, was sie gelernt hatten. Meine Frage, ob sie denken besser zu sein als beim
ersten Test, beantworteten alle mit einem überzeugten „Ja“. Ich konnte bei den Kindern einen
Unterschied zum ersten Test feststellen, doch ich hatte mit einer noch grösseren Steigerung
gerechnet. Ich musste mir erst einmal vor Augen führen, wie jung meine Probanden noch sind.
Die vier oder fünfjährigen lernen Bewegungen zwar sicher schnell, doch mit ernsthaftem
Training bestimmter Koordinationsübungen können sie noch sehr wenig anfangen. Ich denke
der Spass, nicht die Verbesserung, lag im Vordergrund. Das ist meiner Meinung nach aber
auch gut so. Denn auch wenn das Training anders effektiver wäre, wird den Kindern mit
lockerer Herangehensweise dafür Lust am Bewegen vermittelt.

Bei meiner Art von Test liess es sich nicht vermeiden, dass auch die Tagesform der Probanden
in die Resultate einfliesst. Gerade beim zweiten Test haben sich einige Probanden über
Müdigkeit beklagt. Andere stellten fest, dass sie beim Üben ein besseres Gefühl hatten, als
beim Test. Möglicherweise liegt das an der Nervosität, die bei vielen aufkam, obwohl sie nichts
zu verlieren hatten.

Ein weiterer Aspekt, der dazu beigetragen hat, dass die Verbesserung aller Altersgruppen
ungefähr gleich aussieht, ist vermutlich meine Bewertungsmethode. Zum einen haben viele
Probanden bereits beim ersten Test eine hohe Punktzahl erreicht und hatten es dann schwer,
überhaupt eine Punktesteigerung zu erreichen. Dadurch blieb der Punkteunterschied vom
ersten zum zweiten Test oft etwas zu gering. Zum anderen lässt ein Punktesystem, bei dem
die Maximalpunktzahl bei fünf liegt, allgemein keine allzu grossen Zahlenunterschiede in den
Resultaten zu. Für ähnliche Arbeiten in der Zukunft merke ich mir also, dass ich ein
Bewertungssystem brauche, das Veränderungen genauer erfassen kann. Möglicherweise
wäre ein Punktemaximum von 10 Punkten sinnvoller gewesen.

39 
 
9.3 Fazit
Meine Feldarbeit war für mich in fast allen Belangen eine positive Erfahrung. Meine These
konnte ich zumindest durch meinen Test belegen. Koordinative Übungen und somit die
Koordination können in jedem Alter durch Training verbessert werden. Ob meine These
bestätigt werden würde oder nicht, rückte während der Testdurchführung aber in den
Hintergrund. Viel wichtiger und interessanter war die Durchführung an sich. Insgesamt habe
ich acht Tests durchgeführt, mit vier völlig unterschiedlichen Gruppen. Vor den ersten Tests
war ich enorm nervös. Hatte ich die richtigen Übungen gewählt? Wollen die Leute überhaupt
Teil des Tests sein? Was mache ich hier? Diese und viele andere Fragen schossen mir durch
den Kopf, denn ich hatte noch nie etwas Ähnliches gemacht. Glücklicherweise waren meine
Sorgen unbegründet und die Tests verliefen allesamt erfreulich. Es machte Spass, den Leuten
dabei zuzusehen, wie sie die Übung möglichst gut auszuführen versuchten und nicht selten
überraschte mich ein Proband mit einer starken Leistung. Allgemein war ich von den
Leistungen eher positiv überrascht. Gerade die Probanden, die ich bereits kannte und für
Bewegungsmuffel hielt, waren oft besser als gedacht. Noch mehr als gute Leistungen bei der
ersten Standortbestimmung freuten mich natürlich Verbesserungen beim zweiten Test. Da
diese bei allen Probanden sichtbar waren, hatte ich viel Grund zur Freude. Doch noch schöner
war es festzustellen, dass die Probanden, mit einigen Ausnahmen, wirklich Spass am
gesamten Test hatten und ich ihr Interesse an Koordinationstraining wecken konnte. Aus
Gesprächen mit den Probanden geht hervor, dass sie durch meine Tests angespornt wurden,
den Willen sich zu verbessern spürten und Freude am Üben hatten. Viele versicherten mir
auch, sie würden einige Übungen weitertrainieren. Vor allem das Jonglieren hat einige
gepackt. Gerade die Erwachsenen Probanden, die zu Beginn nicht einmal wussten, wie sie
die Bälle zu halten haben, wurden durch meinen Test motiviert, das Jonglieren endlich zu
erlernen. Beim zweiten Test konnten es zwar viele immer noch nicht richtig, doch sie haben
immerhin den richtigen Bewegungsablauf verinnerlicht. Im Kindergarten wurde mir ebenfalls
mitgeteilt, dass sie bestimmt immer wieder ein paar der Testübungen mit den Kindern machen
werden, da dort viel Wert auf Bewegung gelegt wird und die Kindergärtnerinnen enorm Freude
hatten, den Kindern zuzusehen, wie sie sich verbesserten.

Müsste ich erneut einen Feldversuch durchführen, wäre ich definitiv besser darauf vorbereitet.
Ich kann aus meiner ersten Erfahrung in diesem Zusammenhang einiges mitnehmen. Vieles
ist gut gelaufen, manches sogar besser als erwartet, doch es gibt Punkte mit
Verbesserungspotenzial. Etwas mehr Probanden wären von Vorteil. Je mehr Probanden
teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Ausserdem ist es schade, dass in der
Gruppe der Senioren alle Probanden weiblich waren und sportlich vermutlich aktiver als viele
andere in diesem Alter. Um den Resultaten noch mehr entnehmen zu können, müssten die

40 
 
Probanden stärker kontrolliert werden. Das heisst, ich müsste dafür sorgen, dass alle
Testpersonen genau die von mir vorgegebenen Aufgaben erfüllen. Dadurch könnte
sichergestellt werden, dass jeder Teilnehmer gleich oft und intensiv geübt haben.

Mit meiner Arbeit wollte ich nach Möglichkeit auch für andere Leute etwas Positives schaffen.
Ich denke meine Probanden konnten von ihrer Teilnahme an den Tests profitieren. Sie sind
nicht nur koordinativ besser geworden, sondern haben auch festgestellt, dass lernen möglich
ist und vor allem Spass macht. Ich hoffe, alle merken sich, dass sie mit etwas Training jederzeit
neue Bewegungen erlernen können. In jedem Alter können neue Dinge, nicht nur
Bewegungen, erlernt werden und das sollten wir alle nutzen! Studien beweisen nämlich:
Lebenslanges Lernen zeigt sich auch bei der Lebenszufriedenheit.23

                                                           
23 Jurczyk Brigitte, Für das Lernen leben wir, in: Vivai 05 (2016), S. 11-12
41 
 
10 Schlusswort
Die Wahl eines Themas war für mich ziemlich schwer. Zum Glück habe ich mich für das
richtige entschieden. Davon war ich anfangs noch nicht so überzeugt, deshalb habe ich die
Arbeit auch immer weiter vor mich hin geschoben. Als ich aber erst einmal begonnen habe,
mich mit meinem Thema auseinanderzusetzen, habe ich gemerkt, wie spannend diese Arbeit
werden kann. Mein Thema sprach gleich mehrere meiner Interessensgebiete an. Sportliche,
medizinische und soziale Aspekte spielten eine Rolle.

Den theoretischen Teil der Arbeit zu schreiben, war spannend. Es ist mir schwergefallen, mich
wirklich auf mein Thema zu beschränken, denn es gibt so viele enorm interessante Aspekte
im Zusammenhang mit Bewegungslernen und Koordination. Am meisten Spass hatte ich aber
beim Erarbeiten und vor allem Durchführen und Auswerten meines Feldversuchs. Einzig die
Probandensuche war dabei etwas mühsam. Ich freute mich sehr, wie die Probanden sich bei
den Tests anstrengten und ihr Bestes gaben. Die eindeutigen Resultate der Tests sind nicht
nur für mich, sondern auch für die Probanden positiv. Im Laufe der Arbeit haben sich mit völlig
unterschiedlichen Personen viele spannende Gespräche ergeben. Oft habe ich die Frage
„Was ist Koordination?“ gestellt, aber nie die gleiche Antwort erhalten. Jeder hatte seine
eigene, manchmal vielleicht nicht ganz richtige Definition für Koordination. Es war auch sehr
interessant, von den Probanden zu hören, wie das Training für sie war, was sie gerne taten
und was weniger, ob sie ihre Verbesserung bemerkt haben und ob sie Koordinationstraining
sogar weiterführen würden. Wenn die letzte Frage mit „Ja“ beantwortet wurde, freute ich mich
besonders. Ich hatte das Ziel, mit meiner Arbeit im Leben anderer etwas zu bewirken und ich
denke, durch meine Tests und ihre Resultate habe ich das bei einigen geschafft.

Obwohl die Maturaarbeit zeitintensiv ist und einen manchmal an den Rande des Wahnsinns
treibt, war sie für mich eine positive Erfahrung. Ich konnte enorm viel lernen und nehme einiges
für zukünftige Arbeiten und mein Leben mit. Ich habe durch die Maturaarbeit vieles zum ersten
Mal getan: zum Beispiel eine Arbeit in diesem Umfang zu schreiben, wildfremde Menschen
von der Teilnahme an meinem Test zu begeistern, den Test durchzuführen, oder Diagramme
im Excel erstellen und noch vieles mehr.

Die Maturaarbeit stellt für jeden eine Herausforderung dar und ich bin froh, sie gemeistert zu
haben. 

42 
 
11 Quellenverzeichnis
11.1 Buchquellen
Hegner Jost; Training fundiert erklärt, Handbuch der Trainingslehre, Herzogenbuchsee,
Ingoldverlag, 6. Auflage 2015

Reusser Kurt; Lernen im Sport, Bewegungslernen, Magglingen, Baspo, 2006

Schleuniger Ivo, Script Bewegungslehre, EF Sport

König Wenzel; Koordinative Fähigkeiten im Skisport, Sils-Maria, alpsports, 2012

Mötzing Gisela; Beschäftigung und Aktivitäten mit alten Menschen, München, Urban & Fischer
Verlag, 2. Auflage 2009

Eiholzer Urs; Kraft für Kids, Kinder brauchen Bewegung, Zürich, Almada Verlag, 2011

11.2 Internetquellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Koordination (25.07.16)

https://de.wikipedia.org/wiki/Bewegungskoordination (25.07.16)

www.sportunterricht.ch/download/EFSport/KF.ppt (25.07.16)

http://www.dein-gesunder-
koerper.de/index.php?option=com_content&view=article&id=128:koordinationstraining&catid
=56:sport&Itemid=121 (25.07.16)

https://www.dr-gumpert.de/html/bewegungskoordination.html (25.07.16)

http://www.kindergaerten-in-aktion.de/praxis-alltag-in-
kindertageseinrichtungen/bewegung/bewegungseinheiten/koordination-und-gleichgewicht
(03.08.16)

https://www.dr-gumpert.de/html/koordinative_faehigkeiten.html (08.08.16)

http://www.sportunterricht.de/lksport/hirtz.html (15.08.16)

http://lexikon.stangl.eu/72/engramm/ (20.08.16)

http://www.montessori-kita-sterndli.ch/de/montessori-paedagogik/montessori-sensible-
phasen.php (06.10.16)

www.swiss-ski.ch/.../Sportliche_Entwicklung_im_Kindesalter.pdf (06.10.16)

http://www.sportunterricht.ch/Theorie/motorik.php (08.10.16)

43 
 
11.3 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Dichte Synapsen Bahnen .................................................................................. 10
Quelle: http://ritter-magic-typing.de/Synapsen-Bahnen.jpg (10.10.16)
Abbildung 2: Die fünf koordinativen Fähigkeiten des Menschen ............................................ 14
Quelle: http://lernpfad.bgs-chur.ch/e-sport/trainingslehre/koordination.php (08.08.16)
Abbildung 3: Probanden beim zweiten Test ........................................................................... 31
Eigene Erhebung
Abbildung 5: Probandin fängt den Stock ................................................................................ 32
Eigene Erhebung
Abbildung 4: Ausgangsposition .............................................................................................. 32
Eigene Erhebung
Abbildung 6: Probanden bei der Übungsausführung ............................................................. 33
Eigene Erhebung
Abbildung 7: Gruppenbild der Seniorinnen ............................................................................ 34
Eigene Erhebung
Abbildung 8: Einbeinstand mit offenen Augen ....................................................................... 52
Eigene Erhebung
Abbildung 9: Einbeinstand auf Balancekissen mit geschlossenen Augen ............................. 52
Eigene Erhebung
Abbildung 10: Proband bei der Übungsausführung ............................................................... 52
Eigene Erhebung
Abbildung 11: Proband hüpft Richtung Ziel ............................................................................ 53
Eigene Erhebung
Abbildung 12: Ziel wurde verfehlt ........................................................................................... 53
Eigene Erhebung
Abbildung 13: Proband hüpft durch den Blätterparcours ....................................................... 53
Eigene Erhebung
Abbildung 14: Ball wird hochgeworfen, Arme überkreuzt ....................................................... 54
Eigene Erhebung
Abbildung 15: Proband versucht sich hinzusetzen ................................................................. 54
Eigene Erhebung
Abbildung 16: Prellen mit zwei Bällen .................................................................................... 54
Eigene Erhebung
Abbildung 17: Jonglieren ........................................................................................................ 55
Eigene Erhebung
Abbildung 18: Jonglieren auf dem Luftkissen ......................................................................... 55
Eigene Erhebung
44 
 
Abbildung 19: Auffangen des Stockes ................................................................................... 55
Eigene Erhebung
Abbildung 20: Ausgangsposition ............................................................................................ 55
Eigene Erhebung
Abbildung 21: Variante gehend .............................................................................................. 56
Eigene Erhebung
Abbildung 22: Variante hüpfend ............................................................................................. 56
Eigene Erhebung
Abbildung 23: Stehen auf Basketball .................................................................................... 56
Eigene Erhebung
Abbildung 24: Stehen auf Basketball mit geschlossenen Augen ........................................... 56
Eigene Erhebung

11.4 Diagrammverzeichnis
Diagramm 1: Punktedurchschnitte der Kinder........................................................................ 30
Eigene Erhebung
Diagramm 2: Punktedurchschnitte der Jugendlichen ............................................................. 32
Eigene Erhebung
Diagramm 3: Punktedurchschnitte der Erwachsenen ............................................................ 33
Eigene Erhebung
Diagramm 4: Punktedurchschnitte der Senioren.................................................................... 34
Eigene Erhebung
Diagramm 5: Durchschnittliche Punktesteigerung der Altersgruppen .................................... 35
Eigene Erhebung
Diagramm 6: Punktesteigerung pro Übungskategorie ........................................................... 36
Eigene Erhebung

45 
 
12 Anhang
12.1 Interview mit Jan Seiler (Konditionstrainer B-Kader Swiss- Ski)

1. Was ist Koordination für Sie?

Die Fähigkeit kognitive Ziele neuromuskulär präzise umzusetzen.

2. Weshalb ist Koordination ihrer Meinung nach wichtig?

Alle menschlichen Handlungen sind koordinativer Natur. Diese Handlungen so effizient und
effektiv wie möglich ausführen zu können bedeutet nichts anderes als ökonomisch zu
funktionieren und somit Energie und Zeit für nächste Aufgaben zu sparen.

3. Was bringt spezifisches Koordinationstraining?

Schlussendlich ist Koordination nichts anderes als das optimale Kombinieren und Umsetzen
von Voraussetzungen (Physis, Material, Aufgabe...). Das heisst unter gegebenen Umständen
möglichst ökonomisch zu funktionieren. Das Training optimiert folglich diese Fähigkeit in
Bezug auf eine konkrete Aufgabenstellung. Die Spezifik ist dabei aber auf jeden Fall sehr
zentral, da Transferleistungen aus unspezifischen Koordinationstrainings sehr schwach sind.

4. Leistungssportler fast jeder Sportart arbeiten an einer guten Koordination. Was bringt
ihnen das aber für das Ausüben ihres Sports?

Grundsätzlich ist im Sport vor allem das Training der relevanten Bewegungsabläufe, also der
spezifischen Technik zielführend. „Zirkusübungen“ scheinen im Kindesalter (evtl. teilweise
noch im Jugendalter) sinnvoll, um eine allgemein optimierte Bewegungs- und Lernfähigkeit zu
entwickeln. Schlussendlich ist Koordination aber sehr aufgabenspezifisch.

5. In welchen Sportarten ist Koordinationstraining ihrer Meinung nach unnötig?

In keiner!!! Techniktraining=Koordinationstraining. Auch eine auf den ersten Blick „banal“


scheinende Sportart wie Laufen wird durch eine optimale Koordination der einzelnen
Bewegungen optimiert und ökonomischer. Solche „Finessen“ sind schlussendlich
leistungsentscheidend. Ökonomisch zu funktionieren heisst schliesslich nichts anderes als
Leistungsreserven kreieren und dadurch evtl. auch verletzungspräventiv zu wirken.

6. Sieht Koordinationstraining für Sportler unterschiedlicher Sportarten gleich, ähnlich


oder total verschieden aus?

Das Koordinationstraining kann im Kindesalter für eine grosse Zahl von Sportarten ähnlich
vielseitig aussehen. Das heisst je mehr verschiedene Reize/Aufgaben einwirken, desto
grösser wird die Bewegungserfahrung und dadurch schliesslich die Lernfähigkeit. Durch die

46 
 
über die Jahre aber sehr transferresistente Koordination, muss das Training zusehends
Sportart/Aufgaben spezifischer werden.

7. Inwiefern hat sich die Rolle von Koordinationstraining über die letzten 30 Jahre
verändert?

Man weiss heute, dass stures „Drilltraining“ langfristig nicht zielführend ist (kurzfristige
Anpassungen reagieren jedoch gut auf „Drills“). Dadurch sind diverse Theorien des impliziten
(unbewussten) Lernens entstanden, die vor allem durch eine grosse Variation rund / nahe um
die Zielübung glänzen sollen. Dadurch wird das Individuum durch immer wiederkehrende
Störreize permanent zu kleinen Anpassungen gezwungen, was die Bewegungserfahrungen
bzw. Lösungsmöglichkeiten rund / nahe um die Zielübung vergrössern. Eine Zielübung ist in
der Praxis ja selten bis gar nie konstant. Langfristig und insbesondere unter Drucksituationen,
die schlussendlich im Wettkampf bestehen, soll diese Art von Training resistenter sein.

Koordinationstraining wurde zudem, wie andere Trainingsformen auch, mit einer positiven
Wirkung auf kognitive Leistungen in Verbindung gebracht.

8. Ich teste die Koordination verschiedener Altersgruppen. Wie sieht es aus Ihrer
Erfahrung mit der unterschiedlichen koordinativen Leistung je nach Alter aus?

Im Kindesalter ist die Hirnplastizität am Grössten, das heisst das Gehirn ist noch nicht zu stark
gespurt und somit sehr offen für eine Vielfalt von neuen Reizen. Man nennt diese
Lebensspanne deshalb auch goldenes Lernalter.

Mit zunehmendem Alter, bereits ab der Pubertät nimmt diese Hirnplastizität stark ab und
koordinatives Lernen wird viel schwieriger und somit zeitintensiver. Deshalb auch diese
spezifische Wirkweise von Koordinationstraining!!!

Im Alter sind koordinative Leistungen dann zunehmend von Kraftleistungen abhängig, da die
Schnellkraft- bzw. Reaktionsfähigkeit oft der limitierende Faktor bei Stürzen etc. ist.

9. Lassen sich genetisch bedingte Unterschiede der koordinativen Fähigkeiten durch


Training ausgleichen?

Gibt es genetisch bedingte koordinative Unterschiede?!? Oder ist das Umfeld einfach vom
ersten Tag nach der Geburt entscheidend für die Entwicklung koordinativer Fähigkeiten?!? Je
mehr Bewegungserfahrungen im goldenen Lernalter zugelassen werden, desto ausgeprägter
die koordinativen Fähigkeiten. Ein Ausgleichen von Defiziten wird mit zunehmendem Alter
schwieriger und zeitintensiver und ist wohl auch auf Grund von einer weniger unbekümmerten
Denkweise beeinträchtigt.

47 
 
10. Glauben sie Koordinationstraining bringt auch Hobbysportlern etwas? Wenn ja,
was?

Jede Person kann von einer optimierten Koordination profitieren. Eine


Bewegungsökonomisierung ist auf jeden Fall leistungsfördernd.

Siehe dazu auch Frage Nr. 5!!!

11. Ist Koordinationstraining sogar für Leute ohne sportliche Ambitionen nützlich? Zum
Beispiel Senioren oder Hausfrauen?

Auf jeden Fall. Je grösser die Bewegungseinschränkung/-reduzierung im Alltag umso wichtiger


wird zusätzliches (koordinatives) Training. Es erhält die kognitive Leistung aufrecht und hat
eine präventive Wirkung, insbesondere im Alter.

12. Welche Vorteile kann eine gute Koordination im Alltag mit sich bringen?

Siehe dazu Frage Nr. 2!!!

13. Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen koordinativen Fähigkeiten und


schulischem Erfolg oder Intelligenz?

Es gibt zahlreiche Studien, die gezeigt haben, dass die kognitive Leistungsfähigkeit durch
Bewegung gefördert wird. Koordinatives Training ist dazu sehr gut geeignet, da die kognitive
Komponente in den Bewegungen sehr stark eingebunden wird. Es geht immer darum
Entscheidungen / Lösungsmöglichkeiten in möglichst kurzer Zeit zu finden.

14. Haben Sie einen Tipp für Leute, die ohne viel Aufwand ihre Koordination verbessern
wollen?

Nützen Sie den Alltag!!! Z.B. Zähneputzen im 1-bein Stand mit geschlossenen Augen oder
Treppen Laufen statt den Aufzug nehmen, jeder Tritt ist eine unbewusste 1-beinige
Gleichgewichtsübung.

15. Glauben Sie Koordinationstraining wird im Allgemeinen eher unter- oder


überschätzt? Für wie wichtig halten Sie Koordinationstraining?

Das ist ganz von der Zielsetzung und Auslegung abhängig. Ich persönlich mache mit meinen
Athleten in der Sportart Ski Alpin auf Stufe Europacup praktisch keine sogenannten
„koordinativen Trainings“, da für mich das Skifahren selbst die spezifische Koordination
darstellt. Aber auch Gewichtheben mit schweren Lasten ist schlussendlich nichts anderes als
eine koordinative Aufgabe unter stark erschwerten Bedingungen. Folglich schmunzle ich
immer etwas, wenn ich Athleten Kniebeugen im Ungleichgewicht machen sehe

48 
 
(„Zirkusübung), da dabei weder die koordinative Aufgabe noch der Kraftreiz genügend stark
für ihr Niveau sein können.

Im Bereich U12/U14 sehe ich in diesem Bereich hingegen viel mehr Potential, wobei hier
Bewegungen, die mit zunehmendem Alter nicht mehr zwingend als koordinative Übungen
angesehen werden, durchaus koordinativ herausfordernd sein können; z.B. eine simple 1-bein
Kniebeuge sauber auszuführen. Wie bereits gesagt ist im goldenen Lernalter das Sammeln
von möglichst vielen verschiedenen Bewegungserfahrungen entscheidend um die
Lernfähigkeit und somit die nach Aussen wirkende „koordinative Fähigkeit“ zu fördern.

12.2 Interview mit Gregor Hagmann (Langjähriger Konditionstrainer beim


Skiverband Sarganserland Walensee)

1. Was ist Koordination für Sie?

Die Fähigkeit, den Körper so zu steuern, dass er die an ihn gestellten Anforderung in Form
von Bewegungen zu erfüllen im Stande ist.

2. Weshalb ist Koordination ihrer Meinung nach wichtig?

Ohne Koordination ist keine willentlich gesteuerte Bewegung möglich.

3. Was bringt spezifisches Koordinationstraining?

Qualitativ verbesserte Bewegungsausführungen; d.h. präzisere Bewegungen, ökonomischere


Bewegungen und damit eine verbesserte Leistungsfähigkeit!

4. Leistungssportler fast jeder Sportart arbeiten an einer guten Koordination. Was bringt
ihnen das aber für das Ausüben ihres Sports?

Siehe dazu Frage Nr. 3.

5. In welchen Sportarten ist Koordinationstraining ihrer Meinung nach unnötig?

In keiner einzigen!

6. Sieht Koordinationstraining für Sportler unterschiedlicher Sportarten gleich, ähnlich


oder total verschieden aus?

Muss ja wohl unterschiedlich aussehen; die Bewegungen bzw. die Anforderungen sind ja
sportartspezifisch und damit komplett unterschiedlich!

7. Inwiefern hat sich die Rolle von Koordinationstraining über die letzten 30 Jahre
verändert?

49 
 
Vor 30 Jahren wurde Koordination v.a. mit Gleichgewicht und Rhythmisierung gleichgesetzt.
Heute wird der Begriff der Koordination systematischer unterteilt, analysiert, auf die Prioritäten
hin untersucht und damit auch zielgerichteter trainiert.

8. Ich teste die Koordination verschiedener Altersgruppen. Wie sieht es aus ihrer
Erfahrung mit der unterschiedlichen koordinativen Leistung je nach Alter aus?

Gegenfrage: welche Komponenten der Koordination?

Mit den koordinativen Fähigkeiten ist es wie mit allen anderen Fähigkeiten eines Lebewesens:
was nicht gefordert wird, wird nicht gefördert oder was nicht benutzt wird, verkümmert.

9. Lassen sich genetisch bedingte Unterschiede der koordinativen Fähigkeiten durch


Training ausgleichen?

Von welchen Komponenten der Koordination ist denn hier die Rede? Grundsätzlich ist die
Antwort klar: Sicher! Nur gibt es Komponenten, welche erfolgreicher trainerbar sind andere
weniger; mitbeeinflussend sind hier sicherlich auch die genetischen Voraussetzungen. So
gesehen ist die Frage undifferenziert halt eben nicht differenziert zu beantworten, eine Antwort
betreffend den „Durchschnitt“. Und dieser Durchschnitt nützt für eine präzise Beantwortung
halt eben wenig …

10. Glauben sie Koordinationstraining bringt auch Hobbysportlern etwas? Wenn ja,
was?

Siehe dazu Frage Nr. 3.

11. Ist Koordinationstraining sogar für Leute ohne sportliche Ambitionen nützlich? Zum
Beispiel Senioren oder Hausfrauen?

Zuerst zur „Hausfrau“: in meinem Bekanntenkreis hat es eine, die läuft den Engadin
Skimarathon unter 2h - sie ist übrigens nahe bei 50! Eine andere besteigt in 4.5h den Tödi.
Einfach so viel zur Hausfrau bzw. deren Leistungsfähigkeit…

Ich gehe jetzt aber einmal davon aus, dass die „Hausfrau“ als Synonym für das tägliche Leben
bzw. dessen Anforderungen an die Bewegungsfähigkeit stehen soll…

Für jede Bewegung braucht es Koordination, egal ob es „Fensterputzen“ auf einer Leiter oder
das Schneiden einer Gartenhecke ist. Eine gute Koordination ist für jede Bewegung notwendig
und nützlich, bzw. deren Fehlen verunmöglicht gewisse Bewegungen komplett. Zudem ist die
Koordination bzw. einige ihrer Komponenten ein wesentlicher Aspekt der
Verletzungsprävention (z. B. Sturz vermeiden auf einer eisglatten Unterlage; Handhabung
eines Schneidewerkzeuges; Transport einer Pfanne mit kochendem Wasser etc.).

50 
 
12. Welche Vorteile kann eine gute Koordination im Alltag mit sich bringen?

Siehe dazu Frage Nr. 11.

13. Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen koordinativen Fähigkeiten und


schulischem Erfolg oder Intelligenz?

Vorab einmal: Intelligenz ist nicht gleichzusetzen mit schulischem Erfolg.

Koordinationstraining (regelmässig zielgerichtet üben = wöchentlich 3 -5 Mal zu 20 – 30‘ - nicht


nur ein-, zweimal pro Quartal) aktiviert beide Hirnhälften. Ergo: werden auch die Hirnareale,
welche für die abstrakt intellektuellen Leistungen verantwortlich sind, nur positiv beeinflusst.

14. Haben Sie einen Tipp für Leute, die ohne viel Aufwand ihre Koordination verbessern
wollen?

Nein, es ist wie bei jedem anderen Training: ohne viel Aufwand geht nirgends etwas voran! Im
Bereich Koordination ist es genauso. Als Beispiel nehme ich das „Stacking“: Was wurden da
für „Wunderdinge“ erzählt. Aber eben halt nur so lange, wie realisiert wurde, dass da eben
TRAINING im innersten Sinne des Wortes nötig ist. Und flugs war die Modewelle wieder
vorüber, weil auf die Schnelle gar nichts nachhaltig bleibt.

15. Glauben Sie Koordinationstraining wird im Allgemeinen eher unter- oder


überschätzt? Für wie wichtig halten Sie Koordinationstraining?

Das Training wird unterschätzt; aber nicht die Notwendigkeit. Aber, unter Training verstehen
halt eben viele Menschen das Falsche: nur hin und mal wieder, ein bisschen locker, und dann
dieses oder jenes auch noch ein wenig ist kein Training. Aus diesem Grund wird zwar viel
davon geredet, aber viel zu oft bleibt es dabei. Trainiert wird es viel zu selten systematisch
und deshalb haben wir auch so viel Ungeschickte; beginnend ab Kleinkind. Zudem werden die
Bewegungserfahrungs- und Bewegungsanwendungsgelegenheiten immer spärlicher. In
unserer Sitz- und Fahrgesellschaft degenerieren sämtliche Bewegungsfähigkeiten die
koordinativen wie auch die konditionellen.

Wie wichtig ich es erachte, ergibt sich aus den obigen Antworten.

51 
 
12.3 Bilder zu den Testübungen
Übung 1: Einbeinstand

Abbildung 8: Einbeinstand mit offenen Abbildung 9: Einbeinstand auf


Augen Balancekissen mit geschlossenen Augen

Übung 2: Koordination der Hände

Abbildung 10: Proband bei der


Übungsausführung

52 
 
Übung 3: Punkt treffen

Abbildung 11: Proband hüpft Richtung Ziel Abbildung 12: Ziel wurde verfehlt

Übung 4: Blätterparcours

Abbildung 13: Proband hüpft durch den


Blätterparcours

53 
 
Übung 5: Ball hochwerfen

Abbildung 14: Ball wird hochgeworfen, Abbildung 15: Proband versucht sich
Arme überkreuzt hinzusetzen

Übung 6: Bälle prellen

Abbildung 16: Prellen mit zwei Bällen

54 
 
Übung 7: Jonglieren

Abbildung 17: Jonglieren Abbildung 18: Jonglieren auf dem


Luftkissen

Übung 8: Stab auffangen

Abbildung 20: Ausgangsposition Abbildung 19: Auffangen des Stockes

55 
 
Übung 9: Blind gehen

Abbildung 21: Variante gehend Abbildung 22: Variante hüpfend

Übung 10: Instabile Unterlage

Abbildung 23: Stehen auf Basketball Abbildung 24: Stehen auf Basketball mit
geschlossenen Augen

56 
 
12.4 Beispiel Übungsprotokoll
Übungsprotokoll – Personen mittleren Alters (+/- 50)

Erfasst von: ………………………………………………………….…….. Datum: …………………………

Teilnehmer: ………………………………………………………….…….. Alter: …………………………

Nr Kat. Übung Hinweise Ergebnis


1 G Einbeinstand Zeit, nach 15 sec Augen schliessen, auf
Luftkissen
2 D Koordination Hand klopft auf den Bauch, andere streichelt
der Hände Kopf Punkte für saubere Ausführung, Seite
wechseln, ca.10-15 Sekunden

3 O Bestimmten Bestimmten Punkt mit verbundenen Augen


Punkt mit treffen, drei Sprünge, einbeinig
verbundenen
Augen treffen
4 D Blätterparcours Farbige Blätter zeigen Seite, hüpfend, flüssig,
ohne zögern
5 Re Ball aufwerfen Klatschen, Arme überkreuzen, um eigene Achse
drehen, absitzen und aufstehen
6 R Bälle prellen Rhythmisch prellen, 2 (unterschiedliche) Bälle

7 D Jonglieren Unterschiedliche Bälle hochwerfen, Jonglieren


mit 3 Bällen, einbeinig, instabile Unterlage
8 Re Stab 3 Versuche, Hand immer weiter oben
auffangen
9 O Blind gehen Auf einer geraden Linie, einbeinig hüpfen

10 G Instabile Stehen auf Basketball, wenn nötig an Wand


Unterlage halten

Bemerkungen:
………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Ergebnis: falls keine weiteren Angaben: 1-5 Punkte verteilen


Übungsdauer: falls keine Hinweise Übungsdauer ca. 10 Sekunden
Kategorien: G: im Gleichgewicht bleiben, O:Orientieren, D: Differenzieren, R:
Rhythmisieren, Re: Reagieren

57 
 
58 
 
12.5 Testdaten

Teilnehmer Übung Übung Test1 Test2 AlterKat ÜbungKatTxt


Nr Pkt Pkt
Alvin 1 Einbeinstand 3 4 Kinder Gleichgewicht
Alvin 2 Koordination der Hände 2 4 Kinder Differenzieren
Alvin 3 Punkt treffen 2 3 Kinder Orientieren
Alvin 4 Blätterparcours 5 5 Kinder Differenzieren
Alvin 5 Ball hochwerfen 3 4 Kinder Reagieren
Alvin 6 Bälle prellen 2 4 Kinder Rhythmisieren
Alvin 7 Jonglierbälle 1 1 Kinder Differenzieren
Alvin 8 Stab auffangen 2 2 Kinder Reagieren
Alvin 9 Blind gehen 4 4 Kinder Orientieren
Alvin 10 Instabile Unterlage 2 4 Kinder Gleichgewicht
Emma 1 Einbeinstand 4 4 Kinder Gleichgewicht
Emma 2 Koordination der Hände 1 2 Kinder Differenzieren
Emma 3 Punkt treffen 2 2 Kinder Orientieren
Emma 4 Blätterparcours 3 3 Kinder Differenzieren
Emma 5 Ball hochwerfen 2 2 Kinder Reagieren
Emma 6 Bälle prellen 2 3 Kinder Rhythmisieren
Emma 7 Jonglierbälle 1 1 Kinder Differenzieren
Emma 8 Stab auffangen 1 2 Kinder Reagieren
Emma 9 Blind gehen 3 4 Kinder Orientieren
Emma 10 Instabile Unterlage 2 3 Kinder Gleichgewicht
Hugo 1 Einbeinstand 3 5 Kinder Gleichgewicht
Hugo 2 Koordination der Hände 2 4 Kinder Differenzieren
Hugo 3 Punkt treffen 3 5 Kinder Orientieren
Hugo 4 Blätterparcours 3 5 Kinder Differenzieren
Hugo 5 Ball hochwerfen 1 4 Kinder Reagieren
Hugo 6 Bälle prellen 2 3 Kinder Rhythmisieren
Hugo 7 Jonglierbälle 1 1 Kinder Differenzieren
Hugo 8 Stab auffangen 1 2 Kinder Reagieren
Hugo 9 Blind gehen 4 4 Kinder Orientieren
Hugo 10 Instabile Unterlage 3 5 Kinder Gleichgewicht
Maxi 1 Einbeinstand 3 4 Kinder Gleichgewicht
Maxi 2 Koordination der Hände 5 5 Kinder Differenzieren
Maxi 3 Punkt treffen 3 4 Kinder Orientieren
Maxi 4 Blätterparcours 4 5 Kinder Differenzieren
Maxi 5 Ball hochwerfen 3 3 Kinder Reagieren
Maxi 6 Bälle prellen 1 3 Kinder Rhythmisieren
Maxi 7 Jonglierbälle 1 2 Kinder Differenzieren
Maxi 8 Stab auffangen 1 2 Kinder Reagieren
Maxi 9 Blind gehen 5 4 Kinder Orientieren
Maxi 10 Instabile Unterlage 3 4 Kinder Gleichgewicht
Mira 1 Einbeinstand 4 5 Kinder Gleichgewicht
Mira 2 Koordination der Hände 2 4 Kinder Differenzieren
59 
 
Teilnehmer Übung Übung Test1 Test2 AlterKat ÜbungKatTxt
Nr Pkt Pkt
Mira 3 Punkt treffen 3 5 Kinder Orientieren
Mira 4 Blätterparcours 5 5 Kinder Differenzieren
Mira 5 Ball hochwerfen 4 4 Kinder Reagieren
Mira 6 Bälle prellen 3 4 Kinder Rhythmisieren
Mira 7 Jonglierbälle 2 2 Kinder Differenzieren
Mira 8 Stab auffangen 2 2 Kinder Reagieren
Mira 9 Blind gehen 4 5 Kinder Orientieren
Mira 10 Instabile Unterlage 3 4 Kinder Gleichgewicht
Samuel 1 Einbeinstand 3 4 Kinder Gleichgewicht
Samuel 2 Koordination der Hände 2 3 Kinder Differenzieren
Samuel 3 Punkt treffen 4 4 Kinder Orientieren
Samuel 4 Blätterparcours 3 5 Kinder Differenzieren
Samuel 5 Ball hochwerfen 3 3 Kinder Reagieren
Samuel 6 Bälle prellen 1 2 Kinder Rhythmisieren
Samuel 7 Jonglierbälle 1 3 Kinder Differenzieren
Samuel 8 Stab auffangen 1 1 Kinder Reagieren
Samuel 9 Blind gehen 5 5 Kinder Orientieren
Samuel 10 Instabile Unterlage 3 4 Kinder Gleichgewicht
Danah 1 Einbeinstand 5 5 Jugendl. Gleichgewicht
Danah 2 Koordination der Hände 3 5 Jugendl. Differenzieren
Danah 3 Punkt treffen 3 4 Jugendl. Orientieren
Danah 4 Blätterparcours 2 4 Jugendl. Differenzieren
Danah 5 Ball hochwerfen 4 4 Jugendl. Reagieren
Danah 6 Bälle prellen 5 5 Jugendl. Rhythmisieren
Danah 7 Jonglierbälle 2 4 Jugendl. Differenzieren
Danah 8 Stab auffangen 4 5 Jugendl. Reagieren
Danah 9 Blind gehen 4 4 Jugendl. Orientieren
Danah 10 Instabile Unterlage 4 5 Jugendl. Gleichgewicht
Dylan 1 Einbeinstand 4 5 Jugendl. Gleichgewicht
Dylan 2 Koordination der Hände 4 5 Jugendl. Differenzieren
Dylan 3 Punkt treffen 5 5 Jugendl. Orientieren
Dylan 4 Blätterparcours 3 3 Jugendl. Differenzieren
Dylan 5 Ball hochwerfen 3 4 Jugendl. Reagieren
Dylan 6 Bälle prellen 4 5 Jugendl. Rhythmisieren
Dylan 7 Jonglierbälle 5 5 Jugendl. Differenzieren
Dylan 8 Stab auffangen 2 4 Jugendl. Reagieren
Dylan 9 Blind gehen 4 5 Jugendl. Orientieren
Dylan 10 Instabile Unterlage 4 5 Jugendl. Gleichgewicht
Fanny 1 Einbeinstand 3 4 Jugendl. Gleichgewicht
Fanny 2 Koordination der Hände 4 4 Jugendl. Differenzieren
Fanny 3 Punkt treffen 4 5 Jugendl. Orientieren
Fanny 4 Blätterparcours 3 5 Jugendl. Differenzieren
Fanny 5 Ball hochwerfen 3 5 Jugendl. Reagieren
Fanny 6 Bälle prellen 4 5 Jugendl. Rhythmisieren

60 
 
Teilnehmer Übung Übung Test1 Test2 AlterKat ÜbungKatTxt
Nr Pkt Pkt
Fanny 7 Jonglierbälle 4 4 Jugendl. Differenzieren
Fanny 8 Stab auffangen 4 4 Jugendl. Reagieren
Fanny 9 Blind gehen 3 5 Jugendl. Orientieren
Fanny 10 Instabile Unterlage 2 4 Jugendl. Gleichgewicht
Hannes 1 Einbeinstand 4 5 Jugendl. Gleichgewicht
Hannes 2 Koordination der Hände 4 5 Jugendl. Differenzieren
Hannes 3 Punkt treffen 4 5 Jugendl. Orientieren
Hannes 4 Blätterparcours 3 4 Jugendl. Differenzieren
Hannes 5 Ball hochwerfen 3 4 Jugendl. Reagieren
Hannes 6 Bälle prellen 4 5 Jugendl. Rhythmisieren
Hannes 7 Jonglierbälle 5 5 Jugendl. Differenzieren
Hannes 8 Stab auffangen 4 4 Jugendl. Reagieren
Hannes 9 Blind gehen 3 5 Jugendl. Orientieren
Hannes 10 Instabile Unterlage 5 5 Jugendl. Gleichgewicht
Linn 1 Einbeinstand 3 4 Jugendl. Gleichgewicht
Linn 2 Koordination der Hände 4 4 Jugendl. Differenzieren
Linn 3 Punkt treffen 3 4 Jugendl. Orientieren
Linn 4 Blätterparcours 5 5 Jugendl. Differenzieren
Linn 5 Ball hochwerfen 4 4 Jugendl. Reagieren
Linn 6 Bälle prellen 4 4 Jugendl. Rhythmisieren
Linn 7 Jonglierbälle 4 4 Jugendl. Differenzieren
Linn 8 Stab auffangen 2 4 Jugendl. Reagieren
Linn 9 Blind gehen 3 3 Jugendl. Orientieren
Linn 10 Instabile Unterlage 2 4 Jugendl. Gleichgewicht
Noreen 1 Einbeinstand 4 5 Jugendl. Gleichgewicht
Noreen 2 Koordination der Hände 4 5 Jugendl. Differenzieren
Noreen 3 Punkt treffen 4 5 Jugendl. Orientieren
Noreen 4 Blätterparcours 3 5 Jugendl. Differenzieren
Noreen 5 Ball hochwerfen 3 5 Jugendl. Reagieren
Noreen 6 Bälle prellen 4 5 Jugendl. Rhythmisieren
Noreen 7 Jonglierbälle 3 3 Jugendl. Differenzieren
Noreen 8 Stab auffangen 2 4 Jugendl. Reagieren
Noreen 9 Blind gehen 4 5 Jugendl. Orientieren
Noreen 10 Instabile Unterlage 3 4 Jugendl. Gleichgewicht
Quirin 1 Einbeinstand 4 5 Jugendl. Gleichgewicht
Quirin 2 Koordination der Hände 3 5 Jugendl. Differenzieren
Quirin 3 Punkt treffen 2 4 Jugendl. Orientieren
Quirin 4 Blätterparcours 4 5 Jugendl. Differenzieren
Quirin 5 Ball hochwerfen 4 4 Jugendl. Reagieren
Quirin 6 Bälle prellen 4 4 Jugendl. Rhythmisieren
Quirin 7 Jonglierbälle 2 4 Jugendl. Differenzieren
Quirin 8 Stab auffangen 3 4 Jugendl. Reagieren
Quirin 9 Blind gehen 2 4 Jugendl. Orientieren
Quirin 10 Instabile Unterlage 4 4 Jugendl. Gleichgewicht

61 
 
Teilnehmer Übung Übung Test1 Test2 AlterKat ÜbungKatTxt
Nr Pkt Pkt
Ronja 1 Einbeinstand 4 5 Jugendl. Gleichgewicht
Ronja 2 Koordination der Hände 4 5 Jugendl. Differenzieren
Ronja 3 Punkt treffen 3 4 Jugendl. Orientieren
Ronja 4 Blätterparcours 2 5 Jugendl. Differenzieren
Ronja 5 Ball hochwerfen 4 4 Jugendl. Reagieren
Ronja 6 Bälle prellen 4 5 Jugendl. Rhythmisieren
Ronja 7 Jonglierbälle 2 3 Jugendl. Differenzieren
Ronja 8 Stab auffangen 3 3 Jugendl. Reagieren
Ronja 9 Blind gehen 4 5 Jugendl. Orientieren
Ronja 10 Instabile Unterlage 3 4 Jugendl. Gleichgewicht
Annemarie 1 Einbeinstand 4 5 Senioren Gleichgewicht
Annemarie 2 Koordination der Hände 2 3 Senioren Differenzieren
Annemarie 3 Punkt treffen 5 5 Senioren Orientieren
Annemarie 4 Blätterparcours 3 4 Senioren Differenzieren
Annemarie 5 Ball hochwerfen 3 5 Senioren Reagieren
Annemarie 6 Bälle prellen 4 4 Senioren Rhythmisieren
Annemarie 7 Jonglierbälle 4 5 Senioren Differenzieren
Annemarie 8 Stab auffangen 2 3 Senioren Reagieren
Annemarie 9 Blind gehen 4 4 Senioren Orientieren
Annemarie 10 Instabile Unterlage 2 3 Senioren Gleichgewicht
Anni 1 Einbeinstand 3 4 Senioren Gleichgewicht
Anni 2 Koordination der Hände 3 4 Senioren Differenzieren
Anni 3 Punkt treffen 3 2 Senioren Orientieren
Anni 4 Blätterparcours 3 5 Senioren Differenzieren
Anni 5 Ball hochwerfen 5 5 Senioren Reagieren
Anni 6 Bälle prellen 3 4 Senioren Rhythmisieren
Anni 7 Jonglierbälle 3 4 Senioren Differenzieren
Anni 8 Stab auffangen 2 2 Senioren Reagieren
Anni 9 Blind gehen 3 3 Senioren Orientieren
Anni 10 Instabile Unterlage 2 2 Senioren Gleichgewicht
Berti 1 Einbeinstand 3 4 Senioren Gleichgewicht
Berti 2 Koordination der Hände 3 3 Senioren Differenzieren
Berti 3 Punkt treffen 4 5 Senioren Orientieren
Berti 4 Blätterparcours 3 5 Senioren Differenzieren
Berti 5 Ball hochwerfen 5 5 Senioren Reagieren
Berti 6 Bälle prellen 5 4 Senioren Rhythmisieren
Berti 7 Jonglierbälle 5 5 Senioren Differenzieren
Berti 8 Stab auffangen 2 2 Senioren Reagieren
Berti 9 Blind gehen 5 5 Senioren Orientieren
Berti 10 Instabile Unterlage 1 3 Senioren Gleichgewicht
Dora 1 Einbeinstand 3 4 Senioren Gleichgewicht
Dora 2 Koordination der Hände 4 4 Senioren Differenzieren
Dora 3 Punkt treffen 4 4 Senioren Orientieren
Dora 4 Blätterparcours 5 5 Senioren Differenzieren

62 
 
Teilnehmer Übung Übung Test1 Test2 AlterKat ÜbungKatTxt
Nr Pkt Pkt
Dora 5 Ball hochwerfen 5 5 Senioren Reagieren
Dora 6 Bälle prellen 5 5 Senioren Rhythmisieren
Dora 7 Jonglierbälle 4 4 Senioren Differenzieren
Dora 8 Stab auffangen 1 2 Senioren Reagieren
Dora 9 Blind gehen 5 5 Senioren Orientieren
Dora 10 Instabile Unterlage 1 3 Senioren Gleichgewicht
Elisabeth 1 Einbeinstand 3 5 Senioren Gleichgewicht
Elisabeth 2 Koordination der Hände 5 5 Senioren Differenzieren
Elisabeth 3 Punkt treffen 3 4 Senioren Orientieren
Elisabeth 4 Blätterparcours 3 3 Senioren Differenzieren
Elisabeth 5 Ball hochwerfen 5 5 Senioren Reagieren
Elisabeth 6 Bälle prellen 5 5 Senioren Rhythmisieren
Elisabeth 7 Jonglierbälle 5 4 Senioren Differenzieren
Elisabeth 8 Stab auffangen 1 3 Senioren Reagieren
Elisabeth 9 Blind gehen 5 5 Senioren Orientieren
Elisabeth 10 Instabile Unterlage 1 2 Senioren Gleichgewicht
Lisbeth 1 Einbeinstand 3 3 Senioren Gleichgewicht
Lisbeth 2 Koordination der Hände 3 4 Senioren Differenzieren
Lisbeth 3 Punkt treffen 5 5 Senioren Orientieren
Lisbeth 4 Blätterparcours 3 5 Senioren Differenzieren
Lisbeth 5 Ball hochwerfen 5 5 Senioren Reagieren
Lisbeth 6 Bälle prellen 3 4 Senioren Rhythmisieren
Lisbeth 7 Jonglierbälle 4 4 Senioren Differenzieren
Lisbeth 8 Stab auffangen 2 1 Senioren Reagieren
Lisbeth 9 Blind gehen 4 5 Senioren Orientieren
Lisbeth 10 Instabile Unterlage 3 4 Senioren Gleichgewicht
Elke 1 Einbeinstand 3 4 Senioren Gleichgewicht
Elke 2 Koordination der Hände 5 5 Senioren Differenzieren
Elke 3 Punkt treffen 3 4 Senioren Orientieren
Elke 4 Blätterparcours 4 5 Senioren Differenzieren
Elke 5 Ball hochwerfen 5 5 Senioren Reagieren
Elke 6 Bälle prellen 5 5 Senioren Rhythmisieren
Elke 7 Jonglierbälle 5 5 Senioren Differenzieren
Elke 8 Stab auffangen 1 3 Senioren Reagieren
Elke 9 Blind gehen 4 4 Senioren Orientieren
Elke 10 Instabile Unterlage 1 3 Senioren Gleichgewicht
Maria 1 Einbeinstand 4 5 Senioren Gleichgewicht
Maria 2 Koordination der Hände 4 4 Senioren Differenzieren
Maria 3 Punkt treffen 5 5 Senioren Orientieren
Maria 4 Blätterparcours 4 5 Senioren Differenzieren
Maria 5 Ball hochwerfen 4 4 Senioren Reagieren
Maria 6 Bälle prellen 5 5 Senioren Rhythmisieren
Maria 7 Jonglierbälle 5 5 Senioren Differenzieren
Maria 8 Stab auffangen 1 1 Senioren Reagieren

63 
 
Teilnehmer Übung Übung Test1 Test2 AlterKat ÜbungKatTxt
Nr Pkt Pkt
Maria 9 Blind gehen 5 5 Senioren Orientieren
Maria 10 Instabile Unterlage 2 3 Senioren Gleichgewicht
Marty 1 Einbeinstand 1 2 Senioren Gleichgewicht
Marty 2 Koordination der Hände 1 2 Senioren Differenzieren
Marty 3 Punkt treffen 4 4 Senioren Orientieren
Marty 4 Blätterparcours 2 4 Senioren Differenzieren
Marty 5 Ball hochwerfen 5 5 Senioren Reagieren
Marty 6 Bälle prellen 3 5 Senioren Rhythmisieren
Marty 7 Jonglierbälle 4 4 Senioren Differenzieren
Marty 8 Stab auffangen 1 2 Senioren Reagieren
Marty 9 Blind gehen 5 5 Senioren Orientieren
Marty 10 Instabile Unterlage 1 1 Senioren Gleichgewicht
Rosmarie 1 Einbeinstand 2 3 Senioren Gleichgewicht
Rosmarie 2 Koordination der Hände 2 4 Senioren Differenzieren
Rosmarie 3 Punkt treffen 3 5 Senioren Orientieren
Rosmarie 4 Blätterparcours 4 3 Senioren Differenzieren
Rosmarie 5 Ball hochwerfen 5 5 Senioren Reagieren
Rosmarie 6 Bälle prellen 4 5 Senioren Rhythmisieren
Rosmarie 7 Jonglierbälle 3 4 Senioren Differenzieren
Rosmarie 8 Stab auffangen 2 2 Senioren Reagieren
Rosmarie 9 Blind gehen 4 4 Senioren Orientieren
Rosmarie 10 Instabile Unterlage 4 Senioren Gleichgewicht
Ursula 1 Einbeinstand 5 5 Senioren Gleichgewicht
Ursula 2 Koordination der Hände 3 5 Senioren Differenzieren
Ursula 3 Punkt treffen 4 5 Senioren Orientieren
Ursula 4 Blätterparcours 4 4 Senioren Differenzieren
Ursula 5 Ball hochwerfen 5 5 Senioren Reagieren
Ursula 6 Bälle prellen 3 4 Senioren Rhythmisieren
Ursula 7 Jonglierbälle 4 4 Senioren Differenzieren
Ursula 8 Stab auffangen 2 2 Senioren Reagieren
Ursula 9 Blind gehen 3 4 Senioren Orientieren
Ursula 10 Instabile Unterlage 3 5 Senioren Gleichgewicht
Marianne 1 Einbeinstand 5 5 Senioren Gleichgewicht
Marianne 2 Koordination der Hände 4 5 Senioren Differenzieren
Marianne 3 Punkt treffen 3 4 Senioren Orientieren
Marianne 4 Blätterparcours 5 5 Senioren Differenzieren
Marianne 5 Ball hochwerfen 5 5 Senioren Reagieren
Marianne 6 Bälle prellen 5 5 Senioren Rhythmisieren
Marianne 7 Jonglierbälle 4 5 Senioren Differenzieren
Marianne 8 Stab auffangen 1 3 Senioren Reagieren
Marianne 9 Blind gehen 3 4 Senioren Orientieren
Marianne 10 Instabile Unterlage 1 5 Senioren Gleichgewicht
Andi 1 Einbeinstand 3 4 Erw. Gleichgewicht
Andi 2 Koordination der Hände 3 5 Erw. Differenzieren

64 
 
Teilnehmer Übung Übung Test1 Test2 AlterKat ÜbungKatTxt
Nr Pkt Pkt
Andi 3 Punkt treffen 3 5 Erw. Orientieren
Andi 4 Blätterparcours 3 5 Erw. Differenzieren
Andi 5 Ball hochwerfen 3 4 Erw. Reagieren
Andi 6 Bälle prellen 4 5 Erw. Rhythmisieren
Andi 7 Jonglierbälle 2 3 Erw. Differenzieren
Andi 8 Stab auffangen 4 4 Erw. Reagieren
Andi 9 Blind gehen 4 5 Erw. Orientieren
Andi 10 Instabile Unterlage 4 5 Erw. Gleichgewicht
Andrea 1 Einbeinstand 3 3 Erw. Gleichgewicht
Andrea 2 Koordination der Hände 4 5 Erw. Differenzieren
Andrea 3 Punkt treffen 3 5 Erw. Orientieren
Andrea 4 Blätterparcours 3 5 Erw. Differenzieren
Andrea 5 Ball hochwerfen 2 2 Erw. Reagieren
Andrea 6 Bälle prellen 2 4 Erw. Rhythmisieren
Andrea 7 Jonglierbälle 2 3 Erw. Differenzieren
Andrea 8 Stab auffangen 2 3 Erw. Reagieren
Andrea 9 Blind gehen 2 4 Erw. Orientieren
Andrea 10 Instabile Unterlage 2 2 Erw. Gleichgewicht
Bettina 1 Einbeinstand 3 4 Erw. Gleichgewicht
Bettina 2 Koordination der Hände 4 5 Erw. Differenzieren
Bettina 3 Punkt treffen 3 4 Erw. Orientieren
Bettina 4 Blätterparcours 3 5 Erw. Differenzieren
Bettina 5 Ball hochwerfen 4 4 Erw. Reagieren
Bettina 6 Bälle prellen 4 5 Erw. Rhythmisieren
Bettina 7 Jonglierbälle 1 3 Erw. Differenzieren
Bettina 8 Stab auffangen 2 4 Erw. Reagieren
Bettina 9 Blind gehen 4 5 Erw. Orientieren
Bettina 10 Instabile Unterlage 3 3 Erw. Gleichgewicht
Hansi 1 Einbeinstand 3 3 Erw. Gleichgewicht
Hansi 2 Koordination der Hände 3 5 Erw. Differenzieren
Hansi 3 Punkt treffen 4 5 Erw. Orientieren
Hansi 4 Blätterparcours 4 5 Erw. Differenzieren
Hansi 5 Ball hochwerfen 3 3 Erw. Reagieren
Hansi 6 Bälle prellen 3 5 Erw. Rhythmisieren
Hansi 7 Jonglierbälle 2 2 Erw. Differenzieren
Hansi 8 Stab auffangen 3 5 Erw. Reagieren
Hansi 9 Blind gehen 5 5 Erw. Orientieren
Hansi 10 Instabile Unterlage 3 4 Erw. Gleichgewicht
Karin 1 Einbeinstand 4 5 Erw. Gleichgewicht
Karin 2 Koordination der Hände 3 4 Erw. Differenzieren
Karin 3 Punkt treffen 5 5 Erw. Orientieren
Karin 4 Blätterparcours 4 4 Erw. Differenzieren
Karin 5 Ball hochwerfen 3 4 Erw. Reagieren
Karin 6 Bälle prellen 4 5 Erw. Rhythmisieren

65 
 
Teilnehmer Übung Übung Test1 Test2 AlterKat ÜbungKatTxt
Nr Pkt Pkt
Karin 7 Jonglierbälle 1 3 Erw. Differenzieren
Karin 8 Stab auffangen 3 5 Erw. Reagieren
Karin 9 Blind gehen 3 4 Erw. Orientieren
Karin 10 Instabile Unterlage 4 4 Erw. Gleichgewicht
Madlene 1 Einbeinstand 3 5 Erw. Gleichgewicht
Madlene 2 Koordination der Hände 3 5 Erw. Differenzieren
Madlene 3 Punkt treffen 3 5 Erw. Orientieren
Madlene 4 Blätterparcours 3 5 Erw. Differenzieren
Madlene 5 Ball hochwerfen 2 3 Erw. Reagieren
Madlene 6 Bälle prellen 3 5 Erw. Rhythmisieren
Madlene 7 Jonglierbälle 1 1 Erw. Differenzieren
Madlene 8 Stab auffangen 2 3 Erw. Reagieren
Madlene 9 Blind gehen 3 5 Erw. Orientieren
Madlene 10 Instabile Unterlage 1 1 Erw. Gleichgewicht
Maja 1 Einbeinstand 4 5 Erw. Gleichgewicht
Maja 2 Koordination der Hände 4 5 Erw. Differenzieren
Maja 3 Punkt treffen 5 5 Erw. Orientieren
Maja 4 Blätterparcours 3 5 Erw. Differenzieren
Maja 5 Ball hochwerfen 4 4 Erw. Reagieren
Maja 6 Bälle prellen 4 5 Erw. Rhythmisieren
Maja 7 Jonglierbälle 2 3 Erw. Differenzieren
Maja 8 Stab auffangen 3 4 Erw. Reagieren
Maja 9 Blind gehen 4 5 Erw. Orientieren
Maja 10 Instabile Unterlage 3 4 Erw. Gleichgewicht
Marianne 1 Einbeinstand 4 4 Erw. Gleichgewicht
Marianne 2 Koordination der Hände 5 5 Erw. Differenzieren
Marianne 3 Punkt treffen 5 5 Erw. Orientieren
Marianne 4 Blätterparcours 3 4 Erw. Differenzieren
Marianne 5 Ball hochwerfen 3 4 Erw. Reagieren
Marianne 6 Bälle prellen 4 5 Erw. Rhythmisieren
Marianne 7 Jonglierbälle 1 2 Erw. Differenzieren
Marianne 8 Stab auffangen 2 4 Erw. Reagieren
Marianne 9 Blind gehen 4 5 Erw. Orientieren
Marianne 10 Instabile Unterlage 1 4 Erw. Gleichgewicht
Patty 1 Einbeinstand 3 4 Erw. Gleichgewicht
Patty 2 Koordination der Hände 4 5 Erw. Differenzieren
Patty 3 Punkt treffen 5 5 Erw. Orientieren
Patty 4 Blätterparcours 5 5 Erw. Differenzieren
Patty 5 Ball hochwerfen 4 5 Erw. Reagieren
Patty 6 Bälle prellen 4 5 Erw. Rhythmisieren
Patty 7 Jonglierbälle 5 5 Erw. Differenzieren
Patty 8 Stab auffangen 4 5 Erw. Reagieren
Patty 9 Blind gehen 4 5 Erw. Orientieren
Patty 10 Instabile Unterlage 3 4 Erw. Gleichgewicht

66 
 
Teilnehmer Übung Übung Test1 Test2 AlterKat ÜbungKatTxt
Nr Pkt Pkt
Pepe 1 Einbeinstand 3 4 Erw. Gleichgewicht
Pepe 2 Koordination der Hände 3 5 Erw. Differenzieren
Pepe 3 Punkt treffen 3 5 Erw. Orientieren
Pepe 4 Blätterparcours 5 5 Erw. Differenzieren
Pepe 5 Ball hochwerfen 3 5 Erw. Reagieren
Pepe 6 Bälle prellen 5 5 Erw. Rhythmisieren
Pepe 7 Jonglierbälle 4 5 Erw. Differenzieren
Pepe 8 Stab auffangen 3 5 Erw. Reagieren
Pepe 9 Blind gehen 4 5 Erw. Orientieren
Pepe 10 Instabile Unterlage 4 4 Erw. Gleichgewicht
Silvan 1 Einbeinstand 4 4 Erw. Gleichgewicht
Silvan 2 Koordination der Hände 4 5 Erw. Differenzieren
Silvan 3 Punkt treffen 4 4 Erw. Orientieren
Silvan 4 Blätterparcours 3 4 Erw. Differenzieren
Silvan 5 Ball hochwerfen 3 4 Erw. Reagieren
Silvan 6 Bälle prellen 4 5 Erw. Rhythmisieren
Silvan 7 Jonglierbälle 1 3 Erw. Differenzieren
Silvan 8 Stab auffangen 2 4 Erw. Reagieren
Silvan 9 Blind gehen 4 5 Erw. Orientieren
Silvan 10 Instabile Unterlage 4 4 Erw. Gleichgewicht
Isabel 1 Einbeinstand 4 5 Erw. Gleichgewicht
Isabel 2 Koordination der Hände 2 4 Erw. Differenzieren
Isabel 3 Punkt treffen 4 4 Erw. Orientieren
Isabel 4 Blätterparcours 2 4 Erw. Differenzieren
Isabel 5 Ball hochwerfen 3 4 Erw. Reagieren
Isabel 6 Bälle prellen 2 4 Erw. Rhythmisieren
Isabel 7 Jonglierbälle 1 3 Erw. Differenzieren
Isabel 8 Stab auffangen 4 5 Erw. Reagieren
Isabel 9 Blind gehen 4 4 Erw. Orientieren
Isabel 10 Instabile Unterlage 3 5 Erw. Gleichgewicht

67 
 
Kinder

Punkte Punkte
Test 1 Test 2 Differenz Standardabw. Standardabw.
Übung (Mittelwert) (Mittelwert) Test 1 Test 2

Ball hochwerfen 2.67 3.33 0.67 1.03 0.82

Bälle prellen 1.83 3.17 1.33 0.75 0.75

Blätterparcours 3.83 4.67 0.83 0.98 0.82

Blind gehen 4.17 4.33 0.17 0.75 0.52

Einbeinstand 3.33 4.33 1.00 0.52 0.52

Instabile
Unterlage 2.67 4.00 1.33 0.52 0.63

Jonglierbälle 1.17 1.67 0.50 0.41 0.82

Koordination der
Hände 2.33 3.67 1.33 1.37 1.03

Punkt treffen 2.83 3.83 1.00 0.75 1.17

Stab auffangen 1.33 1.83 0.50 0.52 0.41

Gesamtergebnis 2.62 3.48 0.87


 

   

68 
 
Jugendliche

Punkte Punkte
Test 1 Test 2 Differenz Standardabw. Standardabw.
Übung (Mittelwert) (Mittelwert) Test 1 Test 2

Ball hochwerfen 3.50 4.25 0.75 0.53 0.46

Bälle prellen 4.13 4.75 0.63 0.35 0.46

Blätterparcours 3.13 4.50 1.38 0.99 0.76

Blind gehen 3.38 4.50 1.13 0.74 0.76

Einbeinstand 3.88 4.75 0.88 0.64 0.46

Instabile
Unterlage 3.38 4.38 1.00 1.06 0.52

Jonglierbälle 3.38 4.00 0.63 1.30 0.76

Koordination der
Hände 3.75 4.75 1.00 0.46 0.46

Punkt treffen 3.50 4.50 1.00 0.93 0.53

Stab auffangen 3.00 4.00 1.00 0.93 0.53

Gesamtergebnis 3.50 4.44 0.94

69 
 
Erwachsene

Punkte Punkte
Test 1 Test 2 Differenz Standardabw. Standardabw.
Übung (Mittelwert) (Mittelwert) Test 1 Test 2

Ball hochwerfen 3.08 3.83 0.75 0.67 0.83

Bälle prellen 3.58 4.83 1.25 0.90 0.39

Blätterparcours 3.42 4.67 1.25 0.90 0.49

Blind gehen 3.75 4.75 1.00 0.75 0.45

Einbeinstand 3.42 4.17 0.75 0.51 0.72

Instabile
Unterlage 2.92 3.67 0.75 1.08 1.15

Jonglierbälle 1.92 3.00 1.08 1.31 1.13

Koordination der
Hände 3.50 4.83 1.33 0.80 0.39

Punkt treffen 3.92 4.75 0.83 0.90 0.45

Stab auffangen 2.83 4.25 1.42 0.83 0.75

Gesamtergebnis 3.23 4.28 1.04

70 
 
Senioren

Punkte Punkte
Test 1 Test 2 Differenz Standardabw. Standardabw.
Übung (Mittelwert) (Mittelwert) Test 1 Test 2

Ball hochwerfen 4.75 4.92 0.17 0.62 0.29

Bälle prellen 4.17 4.58 0.42 0.94 0.51

Blätterparcours 3.58 4.42 0.83 0.90 0.79

Blind gehen 4.17 4.42 0.25 0.83 0.67

Einbeinstand 3.36 4.08 0.72 1.12 1.00

Instabile
Unterlage 1.91 2.90 0.99 1.04 1.10

Jonglierbälle 4.17 4.42 0.25 0.72 0.51

Koordination der
Hände 3.25 4.00 0.75 1.22 0.95

Punkt treffen 3.83 4.33 0.50 0.83 0.89

Stab auffangen 1.50 2.17 0.67 0.52 0.72

Gesamtergebnis 3.48 4.04 0.60

71 
 
Durchschnittliche Punktesteigerung

Altersgruppe Punktesteigerung aller Übungen (Mittelwert)

Kinder 0.87

Jugendliche 0.94

Erwachsene 1.04

Senioren 0.60

Punktesteigerung pro Übungskategorie

Übungskategorie Kinder Jugendliche Erwachsene Senioren alle Probanden

Differenzieren 0.89 1.00 1.22 0.61 0.93

Gleichgewicht 1.17 0.94 0.75 1.13 0.97

Orientieren 0.58 1.06 0.92 0.38 0.72

Reagieren 0.58 0.88 1.08 0.42 0.75

Rhythmisieren 1.33 0.63 1.25 0.42 0.87

Gesamtergebnis 0.87 0.94 1.04 0.60 0.85

72 
 
Eigenständigkeitserklärung

Ich erkläre hiermit, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und nur unter Benutzung der
angegebenen Quellen verfasst habe und ich auf eine eventuelle Mithilfe Dritter in der Arbeit
ausdrücklich hinweise.

Kira Bleuler, Wangen SZ, Oktober 2016

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