Sie sind auf Seite 1von 4

LUFT

Was ist Luft?

Luft ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen. Überall um uns herum ist Luft. Auch wenn wir sie in
der Regel nicht wahrnehmen, weil wir sie weder sehen, schmecken, hören, riechen, noch anfassen
können.

Luft ist nicht "Nichts" - Vom scheinbar leeren Glas

Du brauchst: Eine Das Glas bleibt


Das Glas wird mit der
durchsichtige auch unter Wasser
Öffnung nach unten in
Schüssel, die bis zur scheinbar "leer".
die Wasserschale
Hälfte mit Wasser Im Glas ist nämlich
gedrückt. Was meinst
gefüllt ist und ein nicht "Nichts" -
du, wird passieren?
leeres Trinkglas. sondern Luft!

Sichtbare Luft?

In der Regel können wir die Luft nicht sehen. Es gibt aber Situationen, in denen sie
sichtbar oder sogar spürbar wird. Wer mit einem Strohhalm unter Wasser bläst,
kann die Luft in Blasen beobachten, die zur Wasseroberfläche aufsteigen. Sichtbar
wird Luft auch, wenn es draußen sehr kalt ist. Dann können wir den aufsteigenden
Rauch aus Kaminen sehen - oder auch unsere warme Atemluft.

Ist die Luft wiederum sehr heiß, kann es Luftspiegelungen geben. Die Luft spiegelt
sich z.B. in Wüsten, wenn die Luft über dem heißen Sand stark aufgeheizt wird.
Dann bildet sich eine so genannte Fata Morgana.
Wie fühlt sich Luft an?

Ist Luft eigentlich fühlbar? - *Mmmh* - Ja und nein!

Meist ist Luft gar nicht zu sehen; zu hören ist sie auch nur selten. Und obwohl Luft
ein Gewicht hat, drückt sie nicht schwer auf Kopf und Körper.

Aber: durch Rauch wird Luft sichtbar und starker Wind braust ganz schön laut in den
Ohren.

Und wenn ein Ventilator oder Fächer die Luft verwirbelt, kitzelt sie auf der Haut und
lässt die Haare wehen, dann wird Luft auch spürbar.

Luft ist zwar nicht mit den Händen zu greifen, wie Erde oder Wasser, aber beim
Fahrradfahren zum Beispiel pustet Fahrtwind ins Gesicht.

Auch in den Jahreszeiten fühlt sich Luft ganz unterschiedlich an und riecht auch
unterschiedlich!

Grafik: Ein Kind auf einer Blumenwiese (Bild: SWR)

Frühling

Im Frühling riecht frische Luft nach Blumen, wärmt und tut gut.

Grafik: Ein schwitzendes Kind mit einem Fächer (Bild: SWR)

Sommer
Im Sommer treibt heiße Luft Schweißperlen auf die Haut – wie schön ist da ein
kühler Lufthauch.

Grafik: Ein Kind mit Schal steht im Wind (Bild: SWR)

Herbst

Herbstwind färbt Nase und Wangen rot und verwuschelt die Frisur.

Grafik: Ein Kind mit Schal, Mütze und Handschuhen im Schnee (Bild: SWR)

Winter

Im Winter tut klirrend kalte Luft der Haut weh, wenn die nicht unter Handschuh und
Schal versteckt ist.
Wer schon einmal auf einer Luftmatratze geschlafen hat, der weiß, dass auch hier Luft
besonders wichtig ist. Ein kleines Loch und - pfffffft... schon ist die Luft aus der
Luftmatratze. Und da, wo eben noch eine weiche Unterlage war, ist jetzt harter Boden
spürbar.

Luft fühlen wir vor allem dann, wenn sie besonders warm oder kalt ist oder wenn sie sich
bewegt.
Aber nicht nur der Wind oder die Klimaanlage kann Luft in Bewegung bringen - das kann
jeder!
Einfach kräftig einatmen und pusten! *Pffffffffh* schon fliegen viele kleine Samen der
Pusteblume durch die Luft. Oder wenn nach dem Toben der blaue Fleck oder die
Schramme weh tut, was hilft da? Pusten!
Der Lufthauch auf der Haut tut richtig gut - *fühlbar* gut.

Trockenes Taschentuch

Du brauchst:
- Ein Papiertaschentuch
- Einen Eimer oder eine Schüssel mit Wasser
- Ein Glas

Fülle einen Eimer oder eine große Schüssel mit Wasser.


Zerknülle das Papiertaschentuch und stopfe es fest in das leere Glas - so, dass es nicht
herausfällt, wenn du das Glas herumdrehst.

Mit der Öffnung nach unten tauchst du das Glas senkrecht bis
auf den Boden vom Wassereimer.

Wenn du jetzt das Glas genauso gerade wieder nach oben


ziehst und es umdrehst, wirst du sehen:
Das Papiertaschentuch ist nicht nass geworden!

Warum?
Das Glas ist mit Luft gefüllt, auch wenn wir es nicht sehen. Wenn der Becher auf die
Wasseroberfläche aufsetzt, wird die Luft im Becher „eingesperrt“. Und weil Luft Platz
braucht, kann das Wasser nicht in den Becher eindringen.

Wenn du das Glas schräg hältst, kann Luft entweichen und als Blasen aufsteigen.
Dadurch gibt es Platz im Glas und Wasser kann hinein. Also das Glas ganz gerade
eintauchen, dann kann nichts schief gehen. ;)