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Maurice Brockmann

Hausaufgabe: Stellungnahme zu Michael Ruses Text - „eine kollektive Illusion?“

Anders als Michael Ruse bin ich der Meinung, dass der „Altruismus“ nicht hundertprozentig aus
den Genen hervorging. Die Argumentation, dass der „Altruismus“ eine Anpassung unserer
menschlichen Vorfahren wäre, klingt jedoch recht schlüssig. In der Vergangenheit, sowie heute ist
ein Miteinander stärker als der Alleingang. Dadurch wird der Gedankengang von Ruse, dass
altruistisch denkende Menschen besser überlebten und sich fortpflanzten, als jene die es nicht taten,
logisch.

Jedoch bin ich der Meinung, dass der Altruismus beziehungsweise, das Empfinden von
Notwendigkeit der Kooperation, auch oder nur von Umwelteinflüssen geprägt wird. Eine große
Rolle spielt also der Lebensraum, wo man aufgewachsen ist und Erfahrungen gesammelt hat.
Hierbei ist auch die Notwendigkeit von Kooperation bedeutend, denn nicht überall kann man als
Einzelgänger überleben. Wenn man dieses Bild auf die Natur überträgt, kann man feststellen, dass
die schwächeren und meist friedlicheren Tiere sich gruppieren um besser überleben zu können und
stärkere Tiere, welche meist oberhalb der Nahrungskette der entsprechenden Region sind, oft allein
unterwegs sind.

Man kann gegen Ruse jedoch einwenden, dass sich das menschliche Bewusstsein für
Handlungsweisen mit der Zeit entwickelt hat und moralische Wertevorstellungen in die Gesellschaft
eingebracht wurden. Somit entsteht der „Altruismus“ nicht hundertprozentig nur aus genetischen
Einflüssen. Dazu kommt, dass schon im frühen Alter den Kindern beigebracht wird, wie sie sich zu
verhalten haben. Man spricht also auch von Erziehung, welche in jeder Generation eingesetzt wird
um moralische Vorstellungen zu vermitteln, damit diese beibehalten werden können. Als Illusion ist
Moral aus diesem Standpunkt dadurch nicht zu betrachten.