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Mittwoch, 23. Juli 2008

LEUTE von Welt

SCHNATMEYER Mittwoch, 23. Juli 2008 LEUTE von Welt Jörg Meyer stößt mit seinem Löwen auf die

Jörg Meyer stößt mit seinem Löwen auf die beiden internationalen Ehrungen an, die seine Bar „Le Lion – Bar de Paris“ erhielt

Doppel-Ehrung für Bar-Perle

In der Welt des exquisiten Um- trunks räumt ein Hamburger ge- rade richtig ab. Innerhalb einer Woche hat Jörg Meyer, Inhaber der Bar „Le Lion – Bar de Paris“ zwei internationale Ehrungen eingeheimst, die sonst exklusi- ven Drink-Tempeln in New York, Tokio und London vorbehalten sind: Von dem in Branchenkrei- sen geschätzten „Bartender Ma- gazine“ wurde der Löwe nicht nur in die jährliche Liste der „Top 20 Bars“ aufgenommen, sondern auch zur fünftbesten Bar der Welt gewählt. „Eigenlob hin oder her, wir sind mächtig stolz“, freut sich Meyer. Aber damit noch nicht genug: Seit

gestern ist das erst seit Anfang des Jahres geöffnete Edel-Eta- blissement in der Rathausstraße auch noch die international „Best New Cocktail Bar“. Der Award, der in diesem Jahr zum sechsten Mal im Rahmen der „Tales of the Cocktail“ in New Orleans vergeben wurde, gehört zu den größten Anerkennungen der Branche. Meyers Rezept für einen perfekten Drink: „Detail- liebe! Wir haben zum Beispiel doppelt gefrorenen Eiswürfel mit drei verschiedenen Kanten- längen. So verwässert der Ge- schmack nicht, und jeder Mix bekommt die richtige Tempera- tur.“

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und jeder Mix bekommt die richtige Tempera- tur.“ Anzeige Schweinis Sarah in Ahrensburg Schon während der

Schweinis Sarah in Ahrensburg

Schon während der EM hatten die Pressebeobachter bei Land- au Media nachgezählt, über wel- che Spielerfrau am meisten be- richtet worden ist. Ergebnis:

Bastian Schweinsteigers Freundin Sarah Brandner ist Deutschlands beliebteste Fußballer-Freundin. Zumindest auf nationaler Ebene überholte sie mit der Fülle an

Berichterstattung selbst Sylvie van der Vaart. Und auch in Punkto Modelkarriere setzt die 20-Jäh- rige jetzt auf Sylvies Spuren zum Sprung an. In Ahrensburg mo- delte sie für Bonprix, einer Tochtermarke des Otto-Ver- sands, auf dessen Katalogtitel Frau van der Vaart bereits zwei Mal zu sehen war. In britischem Landhaus-Chic und läs- sigen Wollkleidern stand sie einen Tag lang vor der Kamera. Kulisse: das malerische Schloss Ah- rensburg. Vor Model- und Fernsehangeboten kann sich die 1,81 Meter große Blondine derzeit kaum noch retten. „Sie könnte viele Shootings machen, aber sie wählt genau aus“, sagt Yannis Ni- kolaou, Chef ihrer Ham- burger Modelagentur Place. Und wie wichtig ist ihr Mode privat? „Ich bin nicht markenbe- wusst, sondern trage, was mir gefällt“, sagt die Münchnerin, die ihren modebegeisterten Schweini (er belegt in der „Vanity Fair“ Platz 31 der 100 am besten geklei- deten Deutschen) beim Shoppen kennenlernte.

besten geklei- deten Deutschen) beim Shoppen kennenlernte. Bastian Schweinsteigers Freundin Sarah Brandner vor dem

Bastian Schweinsteigers Freundin Sarah Brandner vor dem Schloss Ahrensburg

Sun of Jamaica geht wieder auf

Mit seinem Hit-Wunder „Sun of Jamaica“ stand Oliver Bendt mit seiner Goombay Dance Band 1980 neun Wochen auf Platz eins der Hitparaden. Die Single wur- de elf Millionen Mal verkauft und bekam dreimal Platin und

zwölfmal Gold. Jetzt bereitet der Show-Gigant der 70er sein Comeback vor. Noch in diesem Jahr wird Bendt, der eigent- lich Jörg Knoch heißt, ein neues Album heraus- bringen. Titel: „Over the Ocean“. „Mein roter Faden bleibt die Kari- bik“, so Bendt, der sich erst vor wenigen Mona- ten in der Verfilmung

von Heinz Strunks Er- folgsroman „Fleisch ist mein Gemüse“ in Erin-

nerung brachte, als er in einer der lustigsten Stellen des Films auf der Bühne Feuer fing. Für sei- ne reale Rampen-Rückkehr plant Bendt keine Pannen: „Ich will noch nicht zu viel verraten, aber es wird leichte und beschwingte Tanzmusik, die Spaß macht.“

wird leichte und beschwingte Tanzmusik, die Spaß macht.“ Oliver Bendt 2003 mit den Mitgliedern der Goombay

Oliver Bendt 2003 mit den Mitgliedern der Goombay Dance Band Mary Müller (l.) und Angie Bendt, seiner damaligen Frau

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Hamburg

DIE WELT

Seite 31

Kleiner Schritt im Kampf gegen Aids

Hamburger Wissenschaftler erforscht Protein, das den Ausbruch der Immunseuche bei Affen verhindert

Von Jenny Tobien

Im weltweiten Kampf gegen die Im- munseuche Aids sind Hamburger Forscher einen kleinen Schritt vor- angekommen. Der junge Wissen- schaftler Michael Schindler vom renommierten Heinrich-Pette-In- stitut für Experimentelle Virologie und Immunologie beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, warum Af- fen so gut wie nie an Aids erkran- ken, obwohl sie mit einem ähnli- chen Virus infiziert sind wie HIV- Patienten. Dass dabei ein bestimm- tes Protein Namens Nef eine Rolle spielt, konnte der 30-Jährige ge- meinsam nun mit seinem Kollegen Frank Kirchhoff aus Ulm erstmals durch Untersuchungen an leben- den Mangabenaffen beweisen. Bei Affenviren schütze das Prote- in die infizierten T-Zellen (die zu den weißen Blutkörperchen gehö- ren), indem es einen wichtigen Re- zeptor von deren Oberfläche ent- ferne, erklärt Schindler. „Vielleicht können wir hier einen alternativen therapeutischen Hebel ansetzen, um Aids zukünftig zu verhindern.“ Während sich Menschen mit dem HI-Virus (Humanes Immundefi- zienz-Virus) infizieren, werden Af- fen in der Regel von dem sehr ähnli- chen SI-Virus (Simianes Immunde- fizienz-Virus) befallen. SIV gilt als Ursprungsvirus von HIV. HIV-1, der Haupterreger von Aids, stammt ur- sprünglich aus Schimpansen und wurde erst Anfang des 20. Jahrhun- derts auf den Menschen übertra- gen. Später verbreitete sich das töd- liche Virus explosionsartig. Nach Angaben des Aids-Pro- gramms der Vereinten Nationen (UNAIDS) waren Ende 2007 welt- weit 33,2 Millionen Menschen mit HIV infiziert. In Deutschland wa- ren es dem Robert Koch-Institut zu- folge etwa 59 000 Menschen. Das für das Experiment der Ham- burger und Ulmer Forscher so wichtige Nef-Protein ist sowohl ein Bestandteil der HI- als auch der SI- Viren. Bei humanen Viren löst das Eiweiß jedoch eine chronische Hy- peraktivität des Immunsystems aus. Dadurch sterben die T-Helfer- zellen ab, und Aids entsteht. Bei Af- fenviren bewirkt Nef genau das Ge- genteil, indem es sicherstellt, dass die Viren ihre Wirtszellen nicht tö- ten. „Rezeptoren werden von der Zelloberfläche entfernt. Dadurch wird die Aktivierung und das vor- zeitige Absterben der infizierten T- Zellen blockiert“, erklärt Schindler. Diese wichtige Schutzfunktion sei im Laufe der Evolution genau in der Viruslinie verloren gegangen, die vom Schimpansen auf den Men- schen übertragen wurde. Bislang war die immense Bedeu- tung des Nef-Proteins nur bei wild- lebenden Affen mit unbekanntem

Nef-Proteins nur bei wild- lebenden Affen mit unbekanntem Nachwuchsforscher Michael Schindler in seinem Labor im

Nachwuchsforscher Michael Schindler in seinem Labor im Heinrich-Pette-Institut, das in diesem Sommer 60-jähriges Bestehen feiert

Infektionsverlauf nachgewiesen worden. Nun konnten die Forscher erstmals Virusisolate lebender Tie- re mit bekanntem Infektionsverlauf untersuchen. Die Viren der Affen, die in einem Forschungszentrum im US-Bundesstaat Atlanta gehal- ten werden, wurden nach Deutsch- land geschickt und unter anderem im Labor des Pette-Instituts charak- terisiert. „Die Experimente haben gezeigt, dass es eine Korrelation zwischen der Anzahl von T-Zellen und der Funktionalität von Nef- Proteinen gibt“, sagt der preisge- krönte Nachwuchsforscher. Von diesem Erfolgsschritt bis zu einer

möglichen neuen Therapieform sei es aber noch ein weiter Weg, meint Michael Schindler, der für seine in- ternational beachtete Arbeit bereits mit dem Paul Ehrlich- und dem

Neben Schindler, sind am HPI noch andere renommierte HIV-For-

scher tätig. Großes Aufsehen erreg- te im vergangenen Jahr das Team um Professor Joachim Hauber, dem es erstmals

gelang, ein

„Vielleicht können wir hier einen alternativen Hebel ansetzen, um Aids künftig zu verhindern“

Forscher Michael Schindler

Ludwig-Darmstädter-Preis ausge- zeichnet wurde. „Als nächstes wol- len wir Affen mit einem veränder- ten SI-Virus infizieren, dessen Nef sich funktionell wie HIV-Nef ver- hält“, erklärt er.

spezielles

Enzym zu

entwickeln, das das Erb- gut eines HI-Virus aus der DNA der infizierten Zelle heraustrennt und

unbrauchbar macht. Die rund 100 Wissenschaftler des Pette-Instituts erforschen aber noch viele andere Krankheitserre-

ger wie Hepatitis-, Herpes-, Leukä- mie- oder Tumorviren. Seine An- fänge nahm das HPI 1948 mit der Gründung der „Stiftung zur Erfor- schung der spinalen Kinderläh- mung“ durch den Hamburger Neu- rologen Professor Heinrich Pette und seiner Frau Edith. Ermöglicht wurde das Institut durch eine groß- zügige Spende des Mäzens Phillip F. Reemtsma. Die Forschungseinrich- tung ist Mitglied der Leibniz-Ge- meinschaft und feiert in diesem Sommer 60-jähriges Bestehen.

Das Institut im Internet:

www.hpi-hamburg.de

Knallgeräusch vor Autohaus sorgt für Polizei-Großeinsatz

Aufregung an der Rahlstedter Stra- ße: Ein Autohändler alarmierte ges- tern die Polizei, weil angeblich aus einem Auto heraus auf ihn geschos- sen worden war. Im Rahmen einer Fahndung fassten Polizisten zwei Verdächtige. Später stellte sich her- aus, dass die Männer mit dem Auto- händler Streit hatten und dann weg- gefahren waren. Der Händler hatte einen Knall gehört und ihn als Schuss gedeutet. Das war ein Irr- tum. Laut Polizei erschnüffelte ein eingesetzter Sprengstoffspürhund im Fahrzeug der Verdächtigen kei- nerlei Pulverrückstände. zv

Ein Kilo Marihuana und Kokain beschlagnahmt

Auf offener Straße wechselten am Montagnachmittag im Tauchnitz- weg (Billstedt) ein Kilo Marihuana und etwas Kokain den Besitzer. Die

Polizei beobachtete die Übergabe der Drogen. Die Dealer, drei 22, 24 und 28 Jahre alte Männer, wurden festgenommen. Neben den Drogen stellten die Beamten bei dem 28- Jährigen auch noch 3140 Euro Dro- gengeld sicher. Für einen Haftbe- fehl reichte das nicht. Laut Kripo mussten die Drogenhändler nach Abschluss der polizeilichen Maß- nahmen wieder auf freien Fuß ge-

setzt werden.

zv

Berliner Gas-Attentäter versteckt sich weiterhin in Hamburg

Der wegen mehrfachen versuchten Mordes gesuchte Berliner Michael Seupel (36) hält sich weiterhin in Hamburg auf. Der Mann wurde un- ter anderem mehrfach im Schan- zenviertel und im Haus Bethlehem bei der dortigen Essensausgabe ge- sehen. Am Dienstagmittag war er auf dem Jüdischen Friedhof in Alto- na unterwegs. Gegen Michael Seupel ermittelt die Mordkommission Berlin. Er hatte am vergangenen Freitag in seiner Wohnung in einem Mehrfa- milienhaus im Berliner Bezirk Pan- kow an der Gasheizung manipu- liert, um das Gebäude in die Luft zu jagen. Dann setzte er sich ab. Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, hatte sich bereits ein zündfähiges Gas-Luft-Gemisch gebildet. Das Wohnhaus wurde in letzter Minute

evakuiert. Die Polizei ermittelte, dass Seupel sich gleich nach der Tat nach Hamburg abgesetzt hatte. Der Mann, der als sehr gewalttätig gilt, hat Kontakte in die Hamburger Punkerszene. Personenfahnder des Landeskriminalamtes Hamburg sind auf ihn angesetzt. Seupel trägt eine braune Wildle- derjacke oder eine blaue Jacke, Jeans und schwarze Schuhe. Er hat- te eine blaue Sporttasche mit der Aufschrift „Nike“ und einen dunk- len Rucksack dabei. „Wer den Ge- suchten erkennt, sollte auf keinen Fall versuchen, den Mann selbst zu stellen, sondern in jedem Fall die Polizei rufen“, sagt Hauptkommis- sar Andreas Schöpflin. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt un- ter der Telefonnummer 42 86- 5 67 89 entgegen.

zv

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