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COSIMIR®T

Factory

Bedienungsanleitung

548586 DE
04/06
Bestell-Nr.: 548586
Stand: 04/2006
Autor: Christine Löffler
Grafik: Doris Schwarzenberger
Layout: 11.04.2006, Beatrice Huber

© Festo Didactic GmbH & Co. KG, 73770 Denkendorf, 2006


Internet: www.festo-didactic.com
E-Mail: did@de.festo.com

Weitergabe sowie Vervielfältigung dieses Dokuments, Verwertung und


Mitteilung seines Inhalts verboten, soweit nicht ausdrücklich gestattet.
Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte
vorbehalten, insbesondere das Recht, Patent-, Gebrauchsmuster- oder
Geschmacksmusteranmeldungen durchzuführen.
Inhalt

1. Was erfahren Sie im Handbuch? ________________________ 5

2. So installieren Sie COSIMIR® Factory ____________________ 9


T
T

2.1 Systemvoraussetzungen ______________________________ 9


2.2 Installation von COSIMIR® Factory als Einzelplatzlizenz ____ 10
T
T

2.3 Netzwerkinstallation von COSIMIR® Factory______________ 16


T
T

3. Das System COSIMIR® Factory ________________________ 17


T
T

3.1 Übersicht zu COSIMIR® Factory ________________________ 17


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T

3.2 Eine Produktionslinie in COSIMIR® Factory_______________ 24


T
T

3.3 Die Fertigungssteuerung in COSIMIR® Factory ____________ 26 T


T

3.4 Der Aufbau eines Projektes in COSIMIR® Factory__________ 34 T


T

3.5 Die vorgefertigten Automatisierungsstationen ___________ 45


3.6 Die Produkte _______________________________________ 53
3.7 Die Produktionsdatenbank ___________________________ 61

4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory _____ 64 T


T

4.1 Neue Produktionslinie modellieren_____________________ 64


4.2 Bestehende Produktionslinie verändern_________________ 77
4.3 Produktionslinie simulieren___________________________ 84
4.4 Ansicht der Produktionslinie verändern _________________ 85
4.5 Fertigungssteuerung zur Produktionslinie
automatisch erzeugen _______________________________ 88
4.6 Fertigung der Produktionslinie simulieren _______________ 95
4.7 Fertigungssteuerung zu einer modifizierten
Produktionslinie erzeugen ___________________________ 113
4.8 Fertigungssteuerung zur Produktionslinie programmieren
in Prozessplan ____________________________________ 126
4.9 Produktionsdatenbank einsehen und verwalten _________ 146
4.10 Auftragsliste zu einer Produktionslinie erstellen
und verändern ____________________________________ 177
4.11 Auftragsliste zu einer Produktionslinie ausführen
und beobachten ___________________________________ 212
4.12 Hochregallager zur Produktionslinie verwalten __________ 223
4.13 Neues Teil in der Produktionsdatenbank anlegen ________ 233
4.14 Prüfdaten zu einem Teil anlegen und auswerten _________ 276
4.15 COSIMIR® Factory beenden __________________________ 299
T
T

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Inhalt

5. Diese Lerninhalte können Sie mit COSIMIR® Factory


T
T

vermitteln ________________________________________ 300


5.1 Lerninhalte und Lernziele____________________________ 300
5.2 Zielgruppe________________________________________ 301
5.3 Vorkenntnisse_____________________________________ 302
5.4 Das Lernkonzept von COSIMIR® Factory ________________ 302
T
T

5.5 Lernszenarien für COSIMIR® Factory ___________________ 305


T
T

6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung


eines Produktes ___________________________________ 307
6.1 Lernziele _________________________________________ 307
6.2 Methoden ________________________________________ 308
6.3 Aufgabe: Die Fertigung einer Basisplatte planen,
simulieren und auswerten ___________________________ 310
6.4 Aufgabe: Die Fertigung eines Tischsets planen,
simulieren und auswerten ___________________________ 329

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1. Was erfahren Sie im Handbuch?

Was ist COSIMIR® Factory?


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COSIMIR® Factory ist ein PC-basiertes, grafisches 3D-Simulationssystem


T
T

zum Einstieg in die computergestützte Fertigung.


Mit COSIMIR® Factory
T
T

• modellieren Sie Produktionslinien unterschiedlicher Komplexität,


• erstellen Sie die Fertigungssteuerung zur Produktionslinie
automatisch oder programmieren Sie Teile der Fertigungssteuerung
selbst,
• simulieren Sie die Fertigung der Produktionslinie und
• planen Sie die Produktion auf der Basis einer
Produktionsdatenbank.

Indem Sie mit einem kompletten Fertigungsprozess arbeiten,


betrachten Sie Fertigungsprozesse global. Sie erhalten einen guten
Überblick über computergestützte Fertigung. Wechselwirkung und
Abhängigkeiten zwischen einzelnen Elementen eines
Fertigungsprozesses werden sichtbar.
Genauso ist es möglich, sich auf einzelne Aspekte von CIM-Anlagen zu
konzentrieren und diese zu vertiefen. Beispiele dafür sind die Roboter-
oder CNC-Programmierung.

Im Simulationssystem COSIMIR® Factory eignen Sie sich auf diese


T
T

Weise umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen zu CIM-Anlagen an.

Die simulierten Produktionslinien sind auch als reale iCIM-Anlagen


verfügbar. Damit können Sie das an virtuellen Fertigungsanlagen
erworbene Wissen an realen Anlagen erfolgreich anwenden und
vertiefen.
Unterstützt wird diese Vorgehensweise durch eine Erweiterung von
COSIMIR Factory. Mit der Erweiterung ist es möglich, entsprechende
reale Produktionslinien direkt von COSIMIR Factory aus zu steuern.

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1. Was erfahren Sie im Handbuch?

Zielgruppe Das Handbuch wendet sich an


• Trainer und Trainerinnen
Diese erhalten im Handbuch Anregungen und Vorschläge, wie Sie
COSIMIR® Factory im Unterricht und in der Aus- und Weiterbildung
T
T

einsetzen.
• Trainees
Für diese interessant sind die Informationen und die Anleitung zur
Bedienung von COSMIR® Factory.
T
T

Aufbau des Handbuchs Das Handbuch ist nach folgenden Themenbereichen gegliedert:
• Kapitel 2 enthält Informationen und Hinweise zur Installation von
COSIMIR® Factory.
T
T

• In Kapitel 3 und 4 werden das System und die wesentlichen


Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory beschrieben.
T
T

• Das Kapitel 5 behandelt didaktische Aspekte. Es sind die Lerninhalte


aufgeführt, die mit COSIMIR® Factory vermittelt werden. Und es sind
T
T

das Lernkonzept und daraus resultierende Möglichkeiten für den


Einsatz im Unterricht dargestellt.
• Kapitel 6 beschreibt konkrete Aufgabenstellungen zu den
Lerninhalten, methodische Vorgehensweisen zur Lösung und eine
Umsetzung in COSIMIR® Factory.
T
T

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1. Was erfahren Sie im Handbuch?

Konventionen Es werden bestimmte Schreibweisen für Texte sowie für


Tastenkombinationen und Tastenfolgen verwendet, damit Sie
Informationen besser finden.

Schreibweise Bedeutung

Fett Das Format wird verwendet für


Befehlsnamen, Menünamen,
Dialogfeldnamen, Verzeichnisnamen und
Befehlsoptionen

Taste1 + Taste2 Ein Pluszeichen (+) zwischen den


Tastennamen bedeutet, dass Sie die
genannten Tasten gleichzeitig drücken
müssen

Taste1 – Taste2 Ein Minuszeichen (-) zwischen den


Tastennamen bedeutet, dass Sie die
genannten Tasten nacheinander drücken
müssen

Zusätzliche Unterstützung Weitere Beschreibungen und Unterstützung erhalten Sie durch die
Online Hilfe. Die Online Hilfe setzt sich zusammen aus
• COSIMIR® Hilfe für die Bedienung
T
T

• COSIMIR® Assistant.
T
T

Online Hilfe Die Online Hilfe enthält ausführliche Informationen zu den Funktionen
und zur Bedienung von COSIMIR® Factory.
T
T

Die Menüleiste der Online Hilfe stellt Funktionen bereit, die Sie von
einem Standard Internetbrowser schon kennen. Dazu gehören: sich vor-
und zurückbewegen, die Startseite anwählen, ausgewählte Themen
drucken, die Navigationsleiste ein- und ausblenden oder Optionen zur
Internetverbindung festlegen.
Ferner haben Sie die Möglichkeit, über Zusatzregister wie Inhalt, Index,
Suchen, Favoriten sich komfortabel durch die Informationen in der
COSIMIR® Factory Hilfe zu navigieren.
T
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1. Was erfahren Sie im Handbuch?

COSIMIR® Assistant
T
T

Der COSIMIR® Assistant stellt eine ausführliche Funktionsbeschreibung


T
T

und technische Dokumentation zu den einzelnen


Automatisierungsstationen bereit. Zu der Funktionsbeschreibung
gehört auch eine Zusammenstellung der Makroprozessaufgaben, die
die jeweilige Station ausführen kann. Die Makroprozessaufgaben sind
zentraler Bestandteil der Fertigungssteuerung für eine Produktionslinie.

Vertiefende Informationen zur Programmierung von


Fertigungssteuerungen in COSIMIR® Factory finden Sie im Handbuch
T
T

COSIMIR® Control. Dieses Handbuch sowie das Handbuch zu COSIMIR®


T
T

T
T

Factory sind elektronisch in den COSIMIR® Assistant eingebunden.


T
T

Für die Betrachtung der PDF-Dokumente muss Adobe Acrobat Reader


auf Ihrem PC installiert sein. Das Programm Adobe Acrobat Reader ist
kostenfrei. Sie können es von der Internetadresse www.adobe.de
herunterladen.
Sollten Sie während der Installation oder beim Betrieb von COSIMIR®T
T

Factory Fragen haben, steht Ihnen unsere telefonische Hotline jederzeit


gerne zur Verfügung.

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2. So installieren Sie COSIMIR® Factory T
T

Mit COSIMIR® Factory haben Sie eine CD-ROM, einen Lizenzstecker für
T
T

USB-Schnittstelle, diese Anleitung und ein weiteres Handbuch mit


Informationen zur Netzwerkinstallation erworben.

2.1 Es sind die Systemvoraussetzungen für COSIMIR® Factory angegeben.


T
T

Systemvoraussetzungen
Minimale Konfiguration für COSIMIR® FactoryT
T

Prozessor Pentium IV 1 GHz-Prozessor oder höher

Hauptspeicher 512 MB

Festplattenspeicher- 800 MB frei


platz

Betriebssystem Windows 2000/XP; Microsoft Internet


Explorer ab Version 5.0

Grafikkarte Karte mit 3D-Beschleunigung und


OpenGL-Unterstützung, 64 MB RAM

Monitor 17“ mit Bildschirmauflösung 1024 x 768


Pixel

Schnittstellen USB-Schnittstelle für Lizenzstecker

Zusätzlich Adobe Acrobat Reader ab Version 6.0

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2. So installieren Sie COSIMIR® Factory

2.2 Sie nutzen COSIMIR® Factory als Einzelplatzlizenz und betreiben


T
T

Installation von COSIMIR® Factory an genau einem PC. Auf diesen PC ist der
T
T

COSIMIR® Factory als


T
T

Lizenzstecker gesteckt.
Einzelplatzlizenz Die Software COSIMIR® Factory kann selbstverständlich auf
T
T

verschiedenen PC-Arbeitsplätzen installiert sein.

Nachfolgend ist die Installation als Einzelplatzlizenz beschrieben.

1. Schalten Sie den PC ein und starten Sie Microsoft Windows.


2. Legen Sie die COSIMIR® Factory CD-ROM ein.
T
T

3. Klicken Sie im Startmenü auf den Eintrag Ausführen.


4. Tragen Sie d:Setup.exe im Eingabefeld des geöffneten
Dialogfensters ein.
Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit OK.
5. Es erscheint der Startbildschirm des Installationsprogramms.
Wählen Sie die Landessprache aus, in der das Softwarepaket
installiert werden soll. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit OK.

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2. So installieren Sie COSIMIR® Factory

6. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Klicken Sie auf die
Schaltfläche Weiter, um mit der Installation fortzufahren.

7. Machen Sie sich mit den Lizenzvereinbarungen von Festo Didactic


vertraut. Diese Lizenzvereinbarungen müssen Sie in jedem Fall
anerkennen, andernfalls ist es nicht möglich, die Installation
fortzusetzen. Wählen Sie Anerkennen, anschließend klicken Sie auf
die Schaltfläche Weiter.

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2. So installieren Sie COSIMIR® Factory

8. Legen Sie nun das Verzeichnis fest, in welches COSIMIR® Factory


T
T

installiert werden soll. Standardmäßig haben wir für Sie das


Unterverzeichnis C:\Programme\COSIMIR® Factory ausgewählt.
T
T

Zur Installation in einem anderen Verzeichnis klicken Sie auf die


Schaltfläche Blättern.
Wenn Sie Ihre Einstellungen abgeschlossen haben, klicken Sie auf
die Schaltfläche Weiter.

Hinweis Sie sollten in jedem Fall ein Installationsverzeichnis wählen, das keine
anderen Versionen von COSIMIR® enthält.
T
T

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2. So installieren Sie COSIMIR® Factory

9. Geben Sie die Programmgruppe an, in welcher die COSIMIR® Factory


T
T

Symbole gespeichert werden sollen. Standardmäßig geben wir


COSIMIR® Factory als Programmgruppe vor. Diese kann von Ihnen
T
T

selbstverständlich auch umbenannt werden. Bestätigen Sie Ihre


Wahl durch Klicken auf die Schaltfläche Weiter.

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2. So installieren Sie COSIMIR® Factory

10. COSIMIR® Factory ist nun für die Installation vorbereitet. Klicken Sie
T
T

auf Weiter, um mit der Installation zu beginnen.

11. Nun wird das Softwarepaket COSIMIR® Factory inklusive einer


T
T

Runtime-Version von Microsoft Access 2003 installiert.


Die verschiedenen Programmteile werden teilweise parallel
installiert. Sie erkennen das an den mehrfachen Einträgen in der
Startleiste.

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2. So installieren Sie COSIMIR® Factory

12. Die Installation von COSIMIR® Factory ist abgeschlossen. Klicken Sie
T
T

auf die Schaltfläche Fertigstellen.


Sobald der Lizenzstecker auf die USB-Schnittstelle aufgesteckt ist,
können Sie COSIMIR® Factory starten.
T
T

Hinweis Wollen Sie COSIMIR® Factory deinstallieren, dann gehen Sie wie folgt
T
T

vor:
• Aktivieren Sie im Startmenü unter Einstellungen den Befehl
Systemsteuerung.
• Doppelklicken Sie auf den Eintrag Software.
• Klicken Sie auf den Eintrag COSIMIR® Factory. Klicken Sie nun auf
T
T

die Schaltfläche Ändern/Entfernen, um das Programmteil COSIMIR


Factory zu deinstallieren.
• Deinstallieren Sie auf gleiche Weise die Programmteile COSIMIR® T
T

Professional und COSIMIR® Factory-Control.


T
T

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2. So installieren Sie COSIMIR® Factory

2.3 Der Begriff der Netzwerkinstallation bezieht sich in erster Linie auf die
Netzwerkinstallation von Lizenzvergabe der Software. Bei Netzwerkinstallationen wird die
COSIMIR® Factory
T
T

Software über ein Netzwerk und einen zentralen Lizenzserver zur


Verfügung gestellt.

Die Lizenzen werden dynamisch vergeben und können von beliebigen


Arbeitsplätzen im Netzwerk bis zur bestellten Maximalanzahl
angefordert werden. Der Lizenzserver ist ein Rechner im Netzwerk, der
die Lizenzvergabe durchführt. Der Lizenzstecker muss während des
Betriebs von COSIMIR® Factory permanent auf dem USB-Port gesteckt
T
T

sein, damit die Benutzer im Netzwerk permanent auf die Information


des Lizenzsteckers zugreifen können.

Informationen und eine Anleitung zur Netzwerkinstallation finden Sie im


Dokument Network Installation.pdf im Verzeichnis Network auf der
Installations-CD von COSIMIR® Factory.
T
T

Die Netzwerklizenz-Installationsdateien finden Sie ebenfalls im


Verzeichnis Network der Installations-CD von COSIMIR® Factory.
T
T

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3. Das System COSIMIR® Factory T
T

Zum Produkt COSIMIR® Factory gehören:


T
T

• die Simulationssoftware COSIMIR® Factory T


T

• eine Produktionsdatenbank als Microsoft Access Anwendung


• eine Runtime-Version von Microsoft Access
• eine Online COSIMIR® Hilfe T
T

• ein Online COSIMIR® Assistant


T
T

• ein Lizenzstecker für USB-Schnittstelle


• ein Handbuch.

3.1 COSIMIR® Factory ist ein PC-basiertes, grafisches 3D-Simulationssystem


T
T

Übersicht zu zum Einstieg in die computergestützte Fertigung. Mit COSIMIR® Factory


T
T

COSIMIR® Factory
T
T

planen, programmieren und simulieren Sie Produktionslinien.

Beispiel einer Produktionslinie

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3. Das System COSIMIR® Factory

Produktionslinien bestehen aus einer oder mehreren Fertigungszellen.


Fertigungszellen werden in COSIMIR® Factory auch als
T
T

Automatisierungsstationen bezeichnet. Fertigungszellen sind aus


mehreren Automatisierungskomponenten aufgebaut. Typische
Automatisierungskomponenten sind Bearbeitungsstationen wie
Industrieroboter oder CNC-Maschinen. Zusätzlich werden verschiedene
weitere Komponenten wie Peripheriegeräte und Transportsysteme
eingesetzt. Das wesentliche Merkmal von Fertigungszellen ist: sie
bearbeiten kooperativ unterschiedliche Produkte im
Produktionsprozess. Der Ablauf der Bearbeitung ist in der
Fertigungssteuerung programmiert.

Produktionslinien werden in der Software COSIMIR® Factory auch als


T
T

Arbeitszellen bezeichnet und als solche verwaltet.

Wenn Sie Produktionsplanung für Fertigungszellen oder


Produktionslinien durchführen, bewegen sie sich innerhalb der
Automatisierungshierarchie einer Fabrik auf der Ebene Enterprise
Resource Planning ERP.

Die eigentliche Fertigungssteuerung von Produktionslinien findet auf


der Ebene Manufacturing Execution System MES statt.

Die Ebene CONTROLS wird auch Shopfloor-Ebene genannt und bildet


die unterste Ebene innerhalb der Fabrikhierarchie. Auf dieser Ebene
finden Sie reale oder virtuelle Produktionslinien mit ihren
Automatisierungskomponenten.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Fabrikebenen

COSIMIR® Factory bietet einen Einstieg in die computergestützte


T
T

Fertigung und deckt dabei die Ebenen CONTROLS und MES vollständig
und die Ebene ERP teilweise ab.

Für die Ebene CONTROLS bietet COSIMIR® Factory die Funktion


T
T

• Erstellen einer Produktionslinie.

Für die Ebene MES bietet COSIMIR® Factory folgende Funktionen


T
T

• Erzeugen des zugehörigen Projektes für die Fertigungssteuerung


• Automatisches Erstellen der Fertigungssteuerung zur
Produktionslinie
• Optional: Programmieren der Fertigungssteuerung in Prozessplan
• Simulieren der Fertigung der Produktionslinie

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3. Das System COSIMIR® Factory

Für die Ebene ERP bietet COSIMIR® Factory die Funktion


T
T

• Planen der Produktion auf der Basis einer Produktionsdatenbank.

Die Funktionen von COSIMIR® Factory sind in drei Programmteilen


T
T

realisiert:
• Factory Production Manager
• Factory Simulation
• Factory Control

Factory Production Manager


Planung

Factory Simulation Factory Control


Produktionslinie Projekt zur
Fertigungssteuerung

Visualisierung

Das System COSIMIR® Factory


T
T

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3. Das System COSIMIR® Factory

Factory Simulation Im Anlageneditor von Factory Simulation modellieren Sie die


Produktionslinien aus vorgefertigten Automatisierungsstationen. Die
Automatisierungsstationen sind in einer Bibliothek abgelegt. Sobald Sie
die Fertigung der Produktionslinie von Factory Control aus simulieren,
können Sie in Factory Simulation den Ablauf der Produktionslinie
realitätsnah verfolgen.

Ansichtsmodus für
Editiermodus Simulation

Programmteil Factory Simulation

Die Bibliothek bietet eine Vielzahl von Automatisierungsstationen und


-komponenten. Dazu gehören:
• Verschiedene Roboter
• Verschiedene CNC-Bearbeitungsmaschinen
• Geräte für Qualitätsuntersuchungen
• Hochregallager mit automatischer Zuführung und Entnahme von
Teilen

Factory Control In Factory Control legen Sie das Projekt für die Fertigungssteuerung der
Produktionslinie an. Informationen zur Art und zur Zusammenstellung
der Produktionsanlage werden automatisch zwischen den
Programmteilen Factory Simulation und Factory Control ausgetauscht.
Das Programm der Fertigungssteuerung kann automatisch erzeugt
werden. Alternativ ist es möglich diese Fertigungssteuerung zu
erweitern, zu optimieren oder Teile der Fertigungssteuerung in
Prozessplan zu programmieren.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Folgende zentrale Aufgaben werden in Produktionslinien bzw.


Fertigungszellen ausgeführt:
• Es werden Teile aus dem Lager entnommen und zu den
Bearbeitungsmaschinen transportiert.
• Roboter übernehmen Teile vom Band und legen sie an definierten
Positionen einer Station ab.
• CNC-Maschinen bearbeiten Teile.
• Montagemaschinen montieren zwei oder mehr Teile zu einem
Endprodukt.
• Spezielle Stationen überprüfen die Qualität von eingesetzten Teilen.

Wird die Fertigung der Produktionslinie simuliert, so wird automatisch


eine Visualisierung mit einfachen Bedienfunktionen erzeugt.
Informationen und Eingriffsmöglichkeiten zum Lagerbestand sind in der
Betriebsart Fertigung ebenfalls verfügbar.

Prozessplan

Lagerverwaltung

Visualisierung

Programmteil Factory Control

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3. Das System COSIMIR® Factory

Factory Production Mit Factory Production Manager können Sie einfache Funktionen eines
Manager Produktionsplanungssystems ausführen. Dazu gehören:
• Neue Teile durch Angabe einer Bestell-Nr. und einer
Aufbauanleitung in der Produktionsdatenbank anlegen.
• Den Produktionsprozess zu neuen Teilen in der
Produktionsdatenbank anlegen und beschreiben.
• Eine Auftragstabelle auf Basis einer vordefinierten
Produktionsdatenbank zusammenstellen und ausführen.
• Aktuelle Informationen zum Bearbeitungszustand der
Auftragstabelle anzeigen.
• Das Hochregallager verwalten.
...

Produktions-
daten
...

Lager-
inhalt

Programmteil Factory Production Manager

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3. Das System COSIMIR® Factory

3.2 Eine Produktionslinie in COSIMIR® Factory besteht aus folgenden


T
T

Eine Produktionslinie in Elementen:


COSIMIR® Factory
T
T

• Transportband
• Hochregallager
• Bearbeitungs- und Montagestationen
• Optional: Qualitätsstation
• Fertigungssteuerung mit Visualisierung
• Produktionsdatenbank

Lager- Montage-
station station

Transportband

Bearbeitungs- Qualitäts-
station station

Schematische Darstellung einer Produktionslinie

Materialfluss in einer Die Aufgaben des Materialflusses sind:


COSIMIR® Factory-
T
T

• Transport von Teilen zwischen zwei Automatisierungsstationen


Produktionslinie • Transport von Teilen innerhalb einer Automatisierungsstation
Beispiel:
ein Teil auf das Transportband legen, ein Teil aus einem Magazin der
Station entnehmen.

Der Transport von Teilen zwischen verschiedenen


Automatisierungsstationen geschieht in der Regel durch ein
Transportband. Auf Palettenträgern des Transportbandes werden
Paletten mit Teilen zur gewünschten Automatisierungsstation bewegt.
Dort übernimmt ein Roboter den Transport von Teilen innerhalb der
Station.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Wenn ein Roboter eine Palette mit einem Teil vom Transportband
übernimmt, legt er sie typischerweise auf einem Pufferplatz ab. Von dort
aus führt der Roboter das Teil einem Bearbeitungs- oder
Montageprozess zu. Nach dem gewünschten Bearbeitungsvorgang legt
der Roboter das Teil auf die Palette zurück. Anschließend übergibt der
Roboter die Palette mit dem bearbeiteten Teil wieder einem
Palettenträger des Transportbands.

Lagerhaltung in einer Das Hochregallager wird als Hauptlagerort für eine Produktionslinie
COSIMIR® Factory-
T
T

genutzt. Pro Lagerfach wird ein Teil auf einer Palette eingelagert. Die
Produktionslinie Teile werden von hier aus den einzelnen Stationen zugeführt.

Neben diesem Hauptlager besitzen die Stationen auch lokale


Lagerplätze. Diese Lagerplätze sind der Station zugeordnet und werden
von dieser verwaltet. Damit können Stationen auch unabhängig von
einem Hauptlager arbeiten.
Typische Lagerplätze innerhalb von Stationen sind Magazine und
Bandsysteme.

Ausführbare Programme Jede Automatisierungsstation führt bestimmte Aufgaben aus. Die


Ausführung dieser Aufgaben ist in Programmen hinterlegt. Die
Programme – dazu gehören SPS-, CNC- und Roboterprogramme - sind
Bestandteil der Automatisierungsstation.

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3. Das System COSIMIR® Factory

3.3 Die Fertigungssteuerung in COSIMIR® Factory ist eine hierarchisch


T
T

Die Fertigungssteuerung gegliederte, leicht anpassbare Fertigungssteuerung.


in COSIMIR® Factory
T
T

Beispiel Ein Beispiel soll die Funktionsweise der Fertigungssteuerung erläutern.

Der Auftrag an die Produktionslinie lautet:


Es soll das Produkt Tischset aus Aluminium mit Stifthalter aus
Aluminium und einem Thermometer gefertigt werden.

Überlegen Sie: Welche Aufgaben muss die Fertigungssteuerung


ausführen? Welche Informationen benötigt die Fertigungssteuerung?
Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?
In der nachfolgenden Tabelle sind die wesentlichen Schritte zur
Produktion des Tischsets zusammengestellt.

Nr. Prozessschritte Ausführung der Schritte

1 Welche Teilenummer Alle Teile, die für die Produktion benötigt werden, besitzen eine
besitzt das Teilenummer und sind durch einige Merkmale in der
gewünschte Produkt? Produktionsdatenbank beschrieben.
 Zugriff auf die Produktionsdatenbank liefert:
Das gewünschte Produkt besitzt die Teilenummer 52368.

2 Auftrag an die  Auftrag in Produktionstabelle einfügen:


Produktionslinie Produziere Teil 52368.
erteilen. START.

3 Welche Ausgangsteile Die Informationen, aus welchen Ausgangsteilen ein Produkt besteht,
werden für das ist in der Produktionsdatenbank abgelegt.
Produkt benötigt?  Zugriff auf die Produktionsdatenbank liefert:
Das Tischset besteht aus den Teilen Basisplatte mit Teilenummer
42140 und Stifthalter mit Teilenummer 42102. Diese Teile werden
aus dem Lager angeliefert.
Zusätzlich sind die Teile Thermometer mit Teilenummer 30000 und
Stift mit Teilenummer 30100 in der Montagestation vorrätig.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Nr. Prozessschritte Ausführung der Schritte

4 Welche Ressourcen, in Die Informationen, welche Ressourcen benötigt werden, sind


diesem Fall ebenfalls in der Produktionsdatenbank abgelegt.
Maschinen, werden für  Zugriff auf die Produktionsdatenbank liefert:
die Produktion Es werden ein Hochregallager, ein Bandumlaufsystem, eine
benötigt? Drehmaschine und eine Fräsmaschine benötigt.

5 Enthält die Die Überprüfung, ob die benötigten Ressourcen vorliegen, geschieht


Produktionslinie die durch Auswerten des Projektes. Dort sind alle Komponenten der
erforderlichen Produktionslinie aufgeführt.
Maschinen?  Auswertung des Projektes ergibt:
Die erforderlichen Ressourcen stehen zur Verfügung.
In COSIMIR® Factory
T
T

werden Maschinen
auch als Automa-
tisierungsstationen
bezeichnet.

6 Welche Der Produktionsablauf im engeren Sinn ist in einer eigenen


Fertigungsschritte Programmiersprache formuliert:
müssen bei der  Befehl an Band: Positioniere Palettenträger vor Lager.
Herstellung des Befehl an Lager: Lege Teil auf Palettenträger.
Produktes ausgeführt Befehl an Band: Fahre Palettenträger zur NC-Maschine.
werden? ....

7 Woran erkennt man Die Fertigungssteuerung liefert Status- und Fehlerinformationen zum
das Ende des Produktionsprozess.
Fertigungsprozesses?  Der Produktionsauftrag ist abgearbeitet: ENDE

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3. Das System COSIMIR® Factory

Wertet man den Produktionsprozess aus, so kommt man zu folgendem


Ergebnis:
• Die Produktionslinie mit der Fertigungssteuerung ist hierarchisch
gegliedert.
• Um die einzelnen Komponenten ansprechen zu können, muss die
Fertigungssteuerung den Aufbau und die Komponenten der
Produktionslinie kennen.
• Der Ablauf der Fertigungssteuerung ist in einer eigenen
Programmiersprache formuliert. In COSIMIR® Factory wird die
T
T

Programmiersprache Prozessplan verwendet.


• Damit die Produktion automatisch erfolgen kann, müssen alle
Informationen zu den Teilen und zum Bearbeitungsprozess in einer
Datenbank hinterlegt sein. Auf diese Produktionsdatenbanken greift
die Fertigungssteuerung zu.

Prozesspläne

Produktions- Fertigungs-
datenbank steuerung

Station Station ...


Lager Bandsystem

Aufbau der Produktionslinie

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3. Das System COSIMIR® Factory

Hierarchische Struktur der Die Fertigungssteuerung für Produktionslinien ist hierarchisch


Fertigungssteuerung aufgebaut. Jede Hierarchieebene besitzt Aufgaben und definierte
Schnittstellen zu den benachbarten Ebenen.

Factory Control

PC Fertigungssteuerung

Ebene
Steuerung
Programm für Ablauf Produktions-
der Produktionslinie ablauf
in Prozessplan

...

Handshake- Handshake- Ebene


Prozessplan Prozessplan Vernetzung

Treiber Treiber
Ebene
Treiber
Prozessaufgaben Prozessaufgaben

Komponente Komponente Ebene


Automatisierungs-
komponenten
Programme Programme

Hierarchische Struktur der Fertigungssteuerung

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3. Das System COSIMIR® Factory

Zur Steuerung der Produktionslinie gehören:


• Ausführbare Programme der Komponenten:
Produktionslinien bestehen aus Automatisierungsstationen.
Automatisierungsstationen wiederum sind aus verschiedenen
Komponenten wie Roboter, SPS oder CNC-Maschine aufgebaut.
Komponenten, also auch Automatisierungsstationen, führen
bestimmte Aufgaben aus. Die einzelnen Aufgaben sind als
Programme hinterlegt. Diese Programme werden durch die
Fertigungssteuerung gezielt aufgerufen.
Beispiel:
Roboterprogramme der Station Festo Assembly oder SPS-
Programme für die Station Festo Stock.
• Prozessaufgaben der Komponenten:
Die einzelnen Aufgaben einer Komponente werden als
Prozessaufgaben bezeichnet. Jede Komponente hat bestimmte
Prozessaufgaben.
Aus Gründen der Vereinfachung und Anwenderfreundlichkeit
besitzen Automatisierungsstationen sogenannte
Makroprozesssaufgaben. Makroprozessaufgaben beschreiben die
wesentlichen Aufgaben einer Station. Makroprozessaufgaben
setzen sich aus den Prozessaufgaben zu den einzelnen
Komponenten zusammen.
Beispiel:
Die Station Festo Assembly besitzt Makroprozessaufgaben wie
AsmDeskSet (Assembly Desk Set), MovFromTrans (Move From
Transport) und MovToTrans (Move To Transport).
• PC-basierte Fertigungssteuerung:
Die Prozessaufgaben werden von der übergeordneten
Fertigungssteuerung aufgerufen. Zum Teil müssen noch weitere
Informationen in Form von Parametern an die Prozessaufgabe
übergeben werden.
Hat eine Komponente eine Prozessaufgabe ausgeführt, so meldet
sie die erfolgreiche Ausführung an die aufrufende
Fertigungssteuerung zurück.
Beispiel:
Makroprozessaufgabe AsmDeskSet (TargetPartNumber,
OrderNumber).
Die Makroprozessaufgabe AsmDeskSet besitzt die Parameter

30 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

TargetPartNumber und OrderNumber. TargetPartNumber bedeutet


hier die Teilenummer des Produktes, das montiert werden soll;
OrderNumber ist die Nummer des Fertigungsauftrags.
• Vernetzung
Damit die Fertigungssteuerung und die Komponenten Informationen
austauschen können, müssen diese Teile miteinander vernetzt sein.
Beispiel:
Vernetzung über Ethernet mit TCP/IP-Protokoll oder serielle
Schnittstelle RS 232 bei realer Produktionslinie, Vernetzung über
PARSIFAL bei simulierter Produktionslinie.
• Treiber:
Die Prozessaufgaben bzw. Makroprozessaufgaben einer
Komponente sind in einem Treiber und seinem zugehörigen
Handshake-Prozessplan enthalten. Der Treiber ist ein Programm,
das die Komponente direkt anspricht. Der Treiber kommuniziert auf
der einen Seite mit der Fertigungssteuerung über das
entsprechende Netzwerk, auf der anderen Seite mit der
Komponente. Die Kommunikation mit der Komponente erfolgt
ebenfalls nach bestimmten Spielregeln. Der Treiber „verbindet“ die
Fertigungssteuerung mit der Komponente. Treiber und zugehöriger
Handshake-Prozessplan setzen die Prozessaufgabe so um, dass sie
von der Komponente ausgeführt werden kann.
Beispiel:
Der Treiber $PARSIFAL kommuniziert mit allen Komponenten der
simulierten Produktionslinie. So auch mit der Komponente Roboter
Assembly1Robot1 der Station Festo Assembly. Der Treiber setzt zum
Beispiel die Prozessaufgabe ExecProg(„MP“,15, 3, 0) so um, dass
das Roboterprogramm mit dem angegebenem Namen MP
ausgeführt wird. In diesem Roboterprogramm greift der Roboter
eine Palette vom Umlaufband und setzt diese auf den Pufferplatz 3
der Station Festo Assembly.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 31


3. Das System COSIMIR® Factory

Die Fertigungssteuerung wird in einer eigenen Hochsprache, in


Prozessplan, programmiert. In dieser Sprache stehen viele
Systemfunktionen wie arithmetische Funktionen oder
Zeichenkettenfunktionen zur Verfügung. Mit Zeichenkettenfunktionen
lassen sich zum Beispiel Meldungen für den Bediener erzeugen.
Systemfunktionen benötigt man unter anderem für das Initialisieren
und Deinitialisieren von Treibern und Komponenten. Neben den
Basisfunktionen stehen auch Befehle für Prozessaufgaben sowie
Makroprozessaufgaben zur Verfügung.

Flexibilität der Die hierarchische Strukturierung führt zu einer hohen Flexibilität der
Fertigungssteuerung Fertigungssteuerung. Die Flexibilität wird durch die
komponentenspezifischen Treiber mit zugehörigem Handshake-
Prozessplan erreicht.
• Die Treiber zu den Komponenten sind programmierbar. Sie können
damit jederzeit um neue Aufgaben erweitert werden.
• Wird eine andere oder neue Automatisierungskomponente
eingesetzt, müssen nur ein neuer Treiber und ein neuer Handshake-
Prozessplan zu dieser Komponente erstellt und eingebunden
werden. Die schon existierenden Teile der Fertigungssteuerung sind
von der Änderung nicht betroffen. Treiber sowie Handshake-
Prozesspläne können vom geübten Anwender oder vom Hersteller
programmiert werden.
• Änderungen in den Roboter- oder SPS-Programmen haben keine
Auswirkung auf die Fertigungssteuerung.
• Änderungen im Produktionsprozess können leicht durch den
Anwender vorgenommen werden. Der Anwender muss nur den
Prozessplan entsprechend modifizieren.
• Die Verwendung komponentenspezifischer Treiber macht es
möglich, dass die Fertigungssteuerung in heterogenen
Zellenstrukturen eingesetzt werden kann.

32 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Factory Control

Fertigungssteuerung

...

OPC TCP/IP SERIAL PARSIFAL ...

Ethernet Ethernet Serielle Schnitt- PARSIFAL


TCP/IP TCP/IP stelle RS 232

Roboter CNC Factory ...


SPS
controller controller Sim

reale Produktionslinie virtuelle Produktionslinie

Beispiel für Produktionslinien

Prozesspläne für die Der produktspezifische Produktionsprozess in der Fertigungszelle wird


Fertigungssteuerung für jedes Produkt durch einen eigenen Prozessplan beschrieben.

Für die Prozesspläne gilt:


• Der Prozessplan wird als Anwendungsprogramm durch die
Fertigungssteuerung abgearbeitet.
• Der Prozessplan enthält alle Prozessschritte für ein einzelnes
Produkt.
• Der Prozessplan ist vom Anwender frei programmierbar. Während
der Programmierung eines Prozessplans erhalten Sie Unterstützung
durch das System COSIMIR® Factory.
T
T

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 33


3. Das System COSIMIR® Factory

Betriebsarten der Eine Fertigungssteuerung besitzt verschiedenen Betriebsarten.


Fertigungssteuerung • In der Betriebsart Einrichtung erstellen Sie das Programm der
Fertigungssteuerung. Während dieser Zeit steht die Produktionslinie
auf Stopp.
• In der Betriebsart Fertigung wird das Programm der
Fertigungssteuerung ausgeführt, die Produktionslinie arbeitet.

3.4 In COSIMIR® Factory erstellt der Anwender Produktionslinien mit


T
T

Der Aufbau eines zugehöriger Fertigungssteuerung. Die Produktionslinien werden als


Projektes in COSIMIR® T
T

Projekt verwaltet.
Factory Ein Projekt in COSIMIR® Factory enthält damit die Informationen
T
T

• zur Konfiguration – also dem Aufbau und der Zusammensetzung –-


der Produktionslinie und
• zur Steuerung der Produktionslinie.

Die Informationen zum Projekt werden durch unterschiedliche


Projektbestandteile geliefert.

Bestandteil Beschreibung

Komponenten Eine Produktionslinie setzt sich aus verschiedenen


Automatisierungsstationen zusammen. Die Automatisierungsstationen
wiederum bestehen aus Komponenten.

Prozesspläne Prozesspläne beschreiben den Ablauf des Fertigungsprozesses der


Produktionslinie. Sie sind Teil der Fertigungssteuerung.

Treiber Treiber sind einzelnen Komponenten zugeordnet. Sie enthalten zusammen


mit den Handshake-Prozessplänen die möglichen Prozessaufgaben der
Komponente. Sie setzen die Prozessaufgaben so um, dass sie von den
Komponenten ausgeführt werden können. Treiber sind Teil der
Fertigungssteuerung.

Bibliotheken Einzelne Projektbestandteile zur Steuerung der Produktionslinie können aus


Bibliotheken eingebunden werden. Bibliotheken sind damit Teil der
Fertigungssteuerung.

34 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Bestandteil Beschreibung

Prozesse Prozesse sind keine statischen Projektbestandteile. Sie entstehen beim


Ausführen der Fertigungssteuerung (Betriebsart Fertigung) als Instanzen von
ausgeführten Prozessplänen.

Prozessaufgaben Prozessaufgaben sind ebenfalls keine statischen Projektbestandteile. Sie


entstehen erst beim Ausführen der Fertigungssteuerung (Betriebsart
Fertigung), wenn in Komponenten einzelne Prozessaufgaben gestartet
werden.

Bestandteile eines Projektes in COSIMIR® Factory


T
T

In Factory Control, dem Programmteil für die Fertigungssteuerung, ist


die gesamte Information zum Projekt im Fenster Projekt abgebildet.

Das Projektfenster in Factory Control

Wenn Sie die unterlagerten Hierarchieebenen zu den einzelnen


Einträgen öffnen, werden zusätzliche Informationen zum jeweiligen
Projektbestandteil angezeigt.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Komponenten Eine Produktionslinie setzt sich aus verschiedenen


Automatisierungsstationen zusammen. Automatisierungsstationen
wiederum setzen sich aus Automatisierungskomponenten zusammen.
Unter dem Projektbestandteil Komponenten sind sowohl die Stationen
als auch die unterlagerten Komponenten dargestellt.

Die Produktionslinie modellieren Sie in Factory Simulation. Damit die


Steuerung zur Produktionslinie in Factory Control automatisch erzeugt
werden kann, muss Factory Control den Aufbau der Produktionsanlage
kennen. Die benötigte Information liegt in einer XML-Datei vor.

Die Fertigungssteuerung übergibt Prozessaufgaben an die


Komponenten der Produktionslinie. Die Übergabe der Prozessaufgaben
an die Komponente geschieht mit einem Treiber. Im Treiber und einem
zugehörigen Handshake-Prozessplan sind alle Prozessaufgaben einer
Komponente zusammengefasst. Der Treiber ist deshalb immer genau
einer Komponente zugeordnet.

36 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Im Fenster Projekt werden zu jeder Komponente als zusätzliche


Information
• die zugeordneten Treiber mit führendem $-Zeichen im Namen und
• die Prozessaufgaben angezeigt.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Prozesspläne Die Prozesspläne sind ein wesentlicher Bestandteil der


Fertigungssteuerung. Die Prozesspläne dienen zur Programmierung der
Prozessabläufe einer Produktionslinie. Sie legen die sequentielle
Ausführung der einzelnen Prozessschritte fest, erlauben aber auch das
Erzeugen paralleler Zweige.

Prozesspläne sind zeilenorientiert aufgebaut. Jede Zeile setzt sich


zusammen aus den Feldern
• Zeilennummer
• Bedingung
• Komponente
• Prozessaufgabe
• Nächste Zeile
• Kommentar (optional)

38 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Im Fenster Projekt werden zu den Prozessplänen


• die automatisch erzeugten Prozesspläne und
• die vom Anwender erstellten Prozesspläne im Ordner User
angezeigt.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Treiber Treiber sind Programme. Sie enthalten zusammen mit den Handshake-
Prozessplänen die Prozessaufgaben einer Komponente. Treiber bilden
damit die Schnittstelle zwischen der Fertigungssteuerung und der
Komponente. Im Auftrag der Fertigungssteuerung startet der Treiber die
Prozessaufgabe einer Komponente. Ist die Prozessaufgabe ausgeführt,
nimmt der Treiber das Prozessergebnis entgegen und leitet es an die
Fertigungssteuerung weiter.

Jeder Komponente ist ein Treiber zugeordnet. Die Treiber werden vom
Hersteller geliefert.

40 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Im Fenster Projekt werden zu jedem Treiber als zusätzliche Information


die verbundenen Komponenten angezeigt.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 41


3. Das System COSIMIR® Factory

Bibliotheken Bibliotheken sind Projekte, aus denen Projektbestandteile in das


aktuelle Projekt kopiert oder eingebunden werden können.

Im Fenster Projekt werden zu jeder Bibliothek die Bestandteile


• Prozesspläne
• Komponenten
• Treiber angezeigt

42 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Prozesse Prozesse sind keine statischen Projektbestandteile. Prozesse entstehen


erst in der Betriebsart Fertigung als Instanzen von ausgeführten
Prozessplänen.

Im Fenster Projekt werden zu jedem Prozess die zugehörigen Variablen


angezeigt.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 43


3. Das System COSIMIR® Factory

Prozessaufgaben Die Prozessaufgaben sind ebenfalls keine statischen


Projektbestandteile. Sie entstehen erst in der Betriebsart Fertigung,
wenn in Komponenten Prozessaufgaben gestartet werden.

Im Fenster Projekt wird bei Prozessaufgaben der zugehörige Prozess


angezeigt.

44 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

3.5 Die Modelle der vorgefertigten Automatisierungsstationen sind


Die vorgefertigten realitätsnahe Nachbildungen von real existierenden iCIM-Stationen.
Automatisierungs-
stationen Zu jeder Station gehören
• ihre grafische Darstellung sowie
• die Roboter- und SPS-Programme der zugehörigen Komponenten.

Die Roboter- und SPS-Programme werden durch die


Fertigungssteuerung aufgerufen. Die Programme können nicht
verändert werden.

Mit diesen Automatisierungsstationen modellieren Sie


Produktionslinien unterschiedlicher Funktionalität.

Automatisierungsstationen Beschreibung

FMF-G 3x1 4P
Transport System 4

Transportsystem als Bandumlaufsystem mit 4


Stopperpositionen und 6 Palettenträgern. Die
Stopperpositionen befinden sich an den Längs-
und an den Stirnseiten des Transportsystems.

FMF-G 4x1 6P
Transport System 6

Transportsystem als Bandumlaufsystem mit 6


Stopperpositionen und 6 Palettenträgern. Die
Stopperpositionen befinden sich an den Längs-
und an Stirnseiten des Transportsystems.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Automatisierungsstationen Beschreibung

FMF-G 6x1 6PV1


Transport System 6V1

Transportsystem als Bandumlaufsystem mit 6


Stopperpositionen und 10 Palettenträgern. Die
Stopperpositionen befinden sich nur an den
Längsseiten des Transportsystems.

FMF-G 6x1 6PV2


Transport System 6V2

Transportsystem als Bandumlaufsystem mit 6


Stopperpositionen und 10 Palettenträgern. Die
Stopperpositionen befinden sich an den Längs-
und an den Stirnseiten des Transportsystems.

FMF-G 6x1 8P
Transport System 8

Transportsystem als Bandumlaufsystem mit 8


Stopperpositionen und 10 Palettenträgern. Die
Stopperpositionen befinden sich an den Längs-
und an den Stirnseiten des Transportsystems

Station StockSingle

Einzel-Hochregallager mit 5x8 Plätzen.

46 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Automatisierungsstationen Beschreibung

Station StockDouble

Doppel-Hochregallager mit 11x8 Plätzen. In der


vorderen Reihe des Hochregallagers sind 40
Lagerfächer, in der hinteren Reihe 48 Lagerfächer
angeordnet.

QH 200
Station Handling & Quality

Station Handling & Quality zur Überprüfung von


Frästeilen.

FAC-405
Station Assembly RH-5A55

Station Robotermontage mit Roboter SCARA,


Visionssystem und Magazinen als lokale
Lagerplätze.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Automatisierungsstationen Beschreibung

FAC-601
Station Assembly RV-1A

Station Robotermontage mit Roboter RV-1A ,


Visionssystem und Rutschen.

FAC-602
Station Assembly RV-2A

Station Robotermontage mit Roboter RV-2A,


Visionssystem und Rutschen.

48 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Automatisierungsstationen Beschreibung

FAC-603
Station Assembly RV-3SB

Station Robotermontage mit Roboter RV-3SB,


Visionsystem und Magazinen als lokale
Lagerplätze.

FCT 56
Station Turn 55

Station Roboter RV-1A mit CNC-Drehmaschine


EMCO Turn 55.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Automatisierungsstationen Beschreibung

FCT 166
Station Turn 155

Station Roboter RV-2A mit CNC-Drehmaschine


EMCO Turn 155.

FCM 56
Station Mill 55

Station Roboter RV-1A mit CNC-Fräsmaschine


EMCO Mill 55.

50 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Automatisierungsstationen Beschreibung

FCM 166
Station Mill 155

Station Roboter RV-2A mit CNC-Fräsmaschine


EMCO Mill 155.

FCMT 56
Station Mill & Turn RV-1A

Station Roboter RV-1A auf Linearachse mit CNC-


Fräsmaschine EMCO Mill 55 und CNC-
Drehmaschine EMCO Turn 55.

FCMT 166
Station Mill & Turn RV-2A

Station Roboter RV-2A auf Linearachse mit CNC-


Fräsmaschine EMCO Mill 155 und CNC-
Drehmaschine EMCO Turn 155.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Automatisierungsstationen Beschreibung

FCMT 176
Station Mill & Turn RV-3SB

Station Roboter RV-3SB auf Linearachse mit CNC-


Fräsmaschine EMCO Mill 155 und CNC-
Drehmaschine EMCO Turn 155.

52 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

3.6 Mit COSIMIR® Factory fertigen Sie


T
T

Die Produkte • Tischsets in unterschiedlichen Varianten


• Zwischenprodukte der Tischsets

Produktbeispiel

Das Tischset besitzt drei Bohrungen:


• eine Bohrung ist reserviert für einen Stifthalter
• zwei Bohrungen sind reserviert als Instrumentenhalter

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 53


3. Das System COSIMIR® Factory

Basisplatte

Sie können das Tischset in unterschiedlichen Varianten fertigen. Die


Varianten ergeben sich aus den Produktionsvarianten der Bestandteile.
Im einzelnen sind dies:
• Die Grundplatte aus Aluminium kann in 5 Varianten gefertigt
werden. Die Varianten unterscheiden sich im Design.
• Als Material für den Stifthalter sind Aluminium oder Messing
möglich.
• Für die Stifthalter aus Aluminium und Messing sind jeweils 5
Varianten möglich. Die Varianten unterscheiden sich im Design.
• Der Stifthalter kann wahlweise mit oder ohne Kugelschreiber
bestückt werden.
• Jede Position eines Instrumentenhalters kann wahlweise mit einem
Thermometer oder einem Hygrometer bestückt werden. Die Position
kann aber auch unbestückt bleiben.

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3. Das System COSIMIR® Factory

Varianten der Basisplatte, ungeprüft Beschreibung

Basisplatte Typ 1, ungeprüft

Basisplatte des Tischsets, Aluminium Typ 1:


Basisausführung
Die Basisplatte ist ungeprüft
Teilenummer: 42 140

Basisplatte Typ 2, ungeprüft

Basisplatte des Tischsets, Aluminium Typ 2:


mit kleiner Phase
Die Basisplatte ist ungeprüft
Teilenummer: 42 141

Basisplatte Typ 3, ungeprüft

Basisplatte des Tischsets, Aluminium Typ 3:


mit großer Phase
Die Basisplatte ist ungeprüft
Teilenummer: 42 142

Basisplatte Typ 4, ungeprüft

Basisplatte des Tischsets, Aluminium Typ 4:


mit kleiner Rundung
Die Basisplatte ist ungeprüft
Teilenummer: 42 143

Basisplatte Typ 5, ungeprüft

Basisplatte des Tischsets, Aluminium Typ 5:


mit großer Rundung
Die Basisplatte ist ungeprüft
Teilenummer: 42 144

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3. Das System COSIMIR® Factory

Varianten der Basisplatte, geprüft Beschreibung

Basisplatte Typ 1

Basisplatte des Tischsets, Aluminium Typ 1:


Basisausführung
Die Basisplatte ist geprüft
Teilenummer: 46 140

Basisplatte Typ 2

Basisplatte des Tischsets, Aluminium Typ 2:


mit kleiner Phase
Die Basisplatte ist geprüft
Teilenummer: 46 141

Basisplatte Typ 3

Basisplatte des Tischsets, Aluminium Typ 3:


mit großer Phase
Die Basisplatte ist geprüft
Teilenummer: 46 142

Basisplatte Typ 4

Basisplatte des Tischsets, Aluminium Typ 4:


mit kleiner Rundung
Die Basisplatte ist geprüft
Teilenummer: 46 143

Basisplatte Typ 5

Basisplatte des Tischsets, Aluminium Typ 5:


mit großer Rundung
Die Basisplatte ist geprüft
Teilenummer: 46 144

56 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Varianten des Aluminium-Stifthalters Beschreibung

Stifthalter Typ 1

Stifthalter, Aluminium
Typ 1, 1 Nut
Teilenummer: 42 100

Stifthalter Typ 2

Stifthalter, Aluminium
Typ 2, 2 Nuten
Teilenummer: 42 101

Stifthalter Typ 3

Stifthalter, Aluminium
Typ 3, 3 Nuten
Teilenummer: 42 102

Stifthalter Typ 4

Stifthalter, Aluminium
Typ 4, 4 Nuten
Teilenummer: 42 103

Stifthalter Typ 5

Stifthalter, Aluminium
Typ 5, 5 Nuten
Teilenummer: 42 104

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3. Das System COSIMIR® Factory

Varianten des Messing-Stifthalters Beschreibung

Stifthalter Typ 1

Stifthalter, Messing
Typ 1, 1 Nut
Teilenummer: 42 120

Stifthalter Typ 2

Stifthalter, Messing
Typ 2, 2 Nuten
Teilenummer: 42 121

Stifthalter Typ 3

Stifthalter, Messing
Typ 3, 3 Nuten
Teilenummer: 42 122

Stifthalter Typ 4

Stifthalter, Messing
Typ 4, 4 Nuten
Teilenummer: 42 123

Stifthalter Typ 5

Stifthalter, Messing
Typ 5, 5 Nuten
Teilenummer: 42 124

58 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Elemente zum Bestücken Beschreibung

Thermometer

Thermometer
Teilenummer: 30 000

Hygrometer

Hygrometer
Teilenummer: 30 001

Kugelschreiber

Kugelschreiber
Teilenummer: 30 100

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3. Das System COSIMIR® Factory

Rohteile Beschreibung

Rohteil Aluminium

Rohteil für Stifthalter, Aluminium


Durchmesser: 30 mm
Länge: 58 mm
Teilenummer: 42 000

Rohteil Messing

Rohteil für Stifthalter, Messing


Durchmesser: 30 mm
Länge: 58 mm
Teilenummer: 42 001

Rohteil Basisplatte

Rohteil für Basisplatte, Aluminium


Teilenummer: 42 010

60 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

3.7 Die Produktionsdatenbank verwaltet alle Informationen, die zu einem


Die Produktions- rechnergestützten Fertigungsablauf gehören. Während des
datenbank Fertigungsprozesses stehen diese Daten allen am Prozess beteiligten
Maschinen und Personen zur Verfügung.

Die Informationen sind strukturiert und in Tabellen zusammengestellt.


Die Gesamtheit der Tabellen bilden die Produktionsdatenbank.

Tabelle Tabelle Tabelle Tabelle


Teile Produktionsprozess Kunden ...

Teilenummer Teilenummer Kundennummer ...

Bezeichnung Maschine Anschrift ...

Typ Programmnummer der Auftragsnummer ...


Maschine

Konstruktion Art des ... ...


Fertigungsprozesses

... ... ... ...

Produktionsdatenbank

Die Produktionsdatenbank enthält Informationen


• zur Lagerverwaltung
• zu den Produkten, Zwischenprodukten und Rohteilen
• zu den Ressourcen des Fertigungsprozesses; dazu gehören
beispielsweise die Transporteinrichtung oder
Bearbeitungsmaschinen
• zur Qualität der produzierten Teile
• zu den Kunden und ihren Aufträgen

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3. Das System COSIMIR® Factory

In der Produktionsdatenbank sind zum Zeitpunkt der Auslieferung von


COSIMIR® Factory eine Reihe von Teilen angelegt.
T
T

Es handelt sich dabei um


• Rohteile
• Zwischenprodukte
• Endprodukte

Aus diesen Roh- und Zwischenprodukten können Sie neue Endprodukte


definieren und in der Datenbank anlegen.
Die Eingabe der Daten nehmen Sie über entsprechende
Datenbankmasken vor.

Ein Teil in der Produktionsdatenbank ist zum Beispiel gekennzeichnet


durch Angaben zu
• Teilenummer
• Produktbezeichnung
• Typ des Teils: Fertigungsteil oder Kaufteil
• Geometrischer Aufbau des Teils
• Palette
• Kosten
• Verkaufspreis

Der Produktionsprozess, durch den das Teil gefertigt wird, benötigt


Angaben
• mit welcher Maschine das Teil gefertigt wird
• welche Aufgabe die Maschine zur Bearbeitung ausführen muss
• mit welchem Programm die Aufgabe realisiert wird
• ob das Teil nur bearbeitet oder aus mehreren Teilen montiert wird
• ob Prüfdaten zum produzierten Teil erzeugt werden sollen
• was im Falle eines Schlechtteils zu geschehen hat

62 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


3. Das System COSIMIR® Factory

Kundendaten wie
• Anschrift
• Kundennummer
• Auftragsnummer
werden ebenfalls in der Produktionsdatenbank verwaltet.

Den Lagerbestand definieren Sie zu Beginn der Produktion. Während


des Produktionsprozesses wird der Lagerbestand automatisch
aktualisiert und angepasst.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 63


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory T
T

In diesem Kapitel sind die wesentlichen Bedienfunktionen zu COSIMIR®


T
T

Factory beschrieben. Um Befehle zu aktivieren, bieten Microsoft


Windows Programme verschiedene Möglichkeiten. In dieser
Beschreibung werden Befehle über Einträge der Menüzeile ausgelöst.
Selbstverständlich können Sie auch die Symbolleiste, entsprechende
Tastenkombinationen oder das kontextsensitive Menü der rechten
Maustaste nutzen.

Ausführliche Informationen zur Nutzung aller Möglichkeiten von


COSIMIR® Factory finden Sie in der Online Hilfe zu diesem
T
T

Softwarepaket.

Hinweis Damit Sie eine Vielzahl verschiedener Produktionslinien erstellen


können, wird die Bibliothek mit den Automatisierungsstationen zur
Modellierung von Produktionslinien regelmäßig erweitert. Die neue
Softwareversion enthält nun beispielsweise neben dem Einzel-
Hochregallager auch ein Doppel-Hochregallager. Aufgrund dieser
Bibliothekserweiterung ist es möglich, dass im Handbuch verwendete
Bildschirmfotos nicht immer dem aktuellen Softwarestand entsprechen.

64 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4.1 Produktionslinien erstellen Sie im Programmteil Factory Simulation.


Neue Produktionslinie
modellieren Die Modelle zum Aufbau einer Produktionslinie stehen Ihnen in einer
Bibliothek zur Verfügung. Das Platzieren und Ausrichten der Modelle zu
einer Produktionslinie geschieht auf einfache Weise über vorgegebene
Koppelpunkte an den Modellen. Hierbei werden die Stationsmodelle am
Modell des Transportsystems ausgerichtet und mit diesem verbunden.
Die Verbindungs- oder Koppelpunkte entsprechen den
Stopperpositionen des Transportsystems.

Um eine neue Produktionslinie anzulegen, verwenden Sie


ausschließlich den Befehl Neue Produktionslinie im Menü Datei.
Gekoppelt an diesen Befehl ist ein komfortabler Anlageneditor, der Sie
bei der Erstellung der Produktionslinie weit reichend unterstützt. So
sind beispielsweise die Objekte, die Sie zur Modellierung der
Produktionslinie verwenden, in Größe und Ansicht voreingestellt. Die
neu erstellte Produktionslinie wird in Factory Simulation als Arbeitszelle
gespeichert.

Hinweis Mit dem Symbol Neu in der Symbolleiste können Sie keine neue
Produktionslinie anlegen.

Anhand eines einfachen Beispiels wird die Modellierung einer


Produktionslinie erläutert. Die Beispiel-Produktionslinie soll aus einem
Transportsystem, einem Lager, einer Montagestation und einer CNC-
Fräs-Station bestehen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So modellieren Sie eine Produktionslinie in Factory Simulation

1. Starten Sie Factory Simulation. Führen Sie hierzu die Verknüpfung


COSIMIR® Factory Simulation in der Programmgruppe COSIMIR®
T
T

T
T

Factory im Startmenü von Microsoft Windows aus.


2. Aktivieren Sie im Menü Datei den Befehl Neue Produktionslinie.
Es öffnet sich das Fenster Neue Produktionslinie anlegen.
3. Wählen Sie als Speicherort für die neue Produktionslinie zum
Beispiel das Verzeichnis Projects. Projects ist standardmäßig als
Unterverzeichnis von COSIMIR® Factory\Control angelegt.
T
T

Sie können jedoch auch jedes andere Unterverzeichnis als


Speicherort für Ihre Produktionslinie wählen.
Tragen Sie den Dateinamen ein. Wählen Sie unter Dateityp
COSIMIR® Arbeitszellen (*.mod). Klicken Sie abschließend auf die
T
T

Schaltfläche Speichern.

66 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Es öffnet sich das Modell einer leeren Produktionslinie. Mit dem


Anlegen einer neuen Produktionslinie werden automatisch einige
Einstellungen vorgenommen:
– es wird in den Editiermodus gewechselt,
– als Ansicht ist die Aufsicht gewählt,
– das Fenster Modellbibliotheken ist geöffnet.

5. Sollte die Modellbibliothek Festo FMS nicht geöffnet sein, dann


klicken Sie auf das +-Zeichen von Festo FMS.
Informationen zu den Modellen wie beispielsweise
Funktionsbeschreibungen erhalten Sie in der Online-Hilfe im Kapitel
COSIMIR® Factory. Eine Kurzbeschreibung des Modelle wird Ihnen
T
T

angezeigt, wenn Sie im Fenster Modellbibliotheken auf die


Schaltfläche Erweitert klicken.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Fügen Sie zunächst das Modell Transport System 6 ein. Klicken Sie
hierzu auf den Eintrag Transport System 6. In einer Vorschau wird
Ihnen das Modell angezeigt. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche
Hinzufügen.
Alternativ fügen Sie ein Modell ein, indem Sie auf den
entsprechenden Modelleintrag doppelklicken.
Die Produktionslinie besteht nun aus dem Modell Transport
System 6. Das Transportsystem ist grün dargestellt, da es noch
markiert ist.

68 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

7. Fügen Sie auf gleiche Weise das Modell Station Stock ein. In
neueren Bibliotheken finden Sie anstelle von Station Stock den
Eintrag Station StockSingle. In diesem Fall wählen Sie den Eintrag
Station StockSingle.

8. Die beiden Modelle stehen nebeneinander, sie haben noch keine


Verbindung. Damit Arbeits- und Übergabepunkte während des
Fertigungsbetriebs der Produktionslinie passen, müssen die
Modelle entsprechend ausgerichtet und verbunden werden.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 69


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

9. Richten Sie nun das Modell Station Stock am Modell Transport


System 6 aus.
Klicken Sie hierzu auf den rötlich gefärbten Koppelpunkt der Station
Stock. Halten Sie die linke Maustaste gedrückt und ziehen Sie den
Koppelpunkt auf den linken oberen Koppelpunkt des Transport
System 6.
Die Station Stock ist nun mit dem Transport System 6 verbunden.
Die Position und Orientierung des Modells Station Stock wurde
automatisch verändert.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

10. Fügen Sie nun das Modell Station Assembly RV-1A ein.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 71


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

11. Verbinden Sie das Modell Station Assembly RV-1A mit dem unteren
linken Koppelpunkt des Modells Transport System 6.
Klicken Sie hierzu auf den rötlich gefärbten Koppelpunkt der Station
Assembly RV-1A. Halten Sie die linke Maustaste gedrückt und
ziehen Sie den Koppelpunkt auf den linken unteren Koppelpunkt des
Transport System 6.
Sobald Sie außerhalb der Station klicken, wird die Markierung der
Station aufgehoben.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

12. Fügen Sie abschließend das Modell Station Mill 55 ein. Verbinden
Sie das Modell Station Mill 55 mit dem unteren rechten
Koppelpunkt des Modells Transport System 6.

Sobald Ihre Produktionslinie erstellt ist, verlassen Sie den


Editiermodus. Wechseln Sie in den Ansichtsmodus, um eine
realitätsnahe 3D-Darstellung der Produktionslinie zu erhalten.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So wechseln Sie in den Ansichtsmodus

1. Deaktivieren Sie den Befehl Editiermodus im Menü Ausführen.


Klicken Sie hierzu auf den Befehl Editiermodus. Das Häkchen neben
dem Eintrag Editiermodus verschwindet.
2. Sie erhalten eine 3D-Darstellung Ihrer Produktionslinie. Die
Darstellung zeigt noch eine Aufsicht.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Um eine perspektivische Ansicht des 3D-Modells zu erhalten,


wählen Sie im Menü Ansicht zum Beispiel den Befehl
Standard/Voreinstellung. Mit den Befehlen unter Ansicht
verschieben, drehen und zoomen Sie sich eine passende Ansicht
Ihrer Produktionslinie.

Bevor Sie das Projekt für die Fertigungssteuerung zur Produktionslinie


erstellen und die Fertigung simulieren, müssen Sie die neue
Produktionslinie speichern.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So speichern Sie eine Produktionslinie

1. Aktivieren Sie im Menü Ausführen den Befehl Anlage erzeugen.


Mit diesem Befehl wird das Modell der Produktionslinie als *.mod-
Datei gespeichert. Diese Dateien werden auch als Arbeitszellen
bezeichnet. Gleichzeitig wird eine xml-formatierte Austauschdatei
erzeugt, die Informationen zur Produktionslinie enthält. Diese
Austauschdatei benötigt das Programmteil Factory Control, um das
Projekt für die Fertigungssteuerung zur Produktionslinie
automatisch erzeugen zu können.
2. Es öffnet sich das Fenster Anlagen-Datei speichern.
Wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem das Modell der
Produktionslinie gespeichert werden soll. Standardmäßig ist dafür
das Unterverzeichnis Projects von COSIMIR® Factory\Control
T
T

vorgesehen und auch eingestellt.


Sie können auch jedes andere Unterverzeichnis wählen. Beachten
Sie aber, dass die mod-Datei und die zugehörige xml-Datei im
gleichen Unterverzeichnis abgelegt sein sollen.
Übernehmen Sie den vorgeschlagenen Dateinamen und klicken Sie
auf die Schaltfläche Speichern.

Hinweis Wenn Sie die Produktionslinie nur als *.mod-Datei speichern wollen,
ohne dass gleichzeitig die Austauschdatei *.xml erzeugt wird, dann
aktivieren Sie den Befehl Speichern im Menü Datei.

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4.2 Sie können das Modell einer Produktionslinie verändern und zum
Bestehende Beispiel weitere Stationen hinzufügen.
Produktionslinie
verändern So verändern Sie eine bereits erstellte Produktionslinie

1. Starten Sie Factory Simulation. Führen Sie hierzu die Verknüpfung


COSIMIR® Factory Simulation in der Programmgruppe COSIMIR®
T
T

T
T

Factory im Startmenü von Microsoft Windows aus.


2. Laden Sie die gewünschte Produktionslinie. Aktivieren Sie hierzu im
Menü Datei den Befehl Öffnen.
3. Es öffnet sich das Fenster Datei öffnen.
Wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem das Modell der
Produktionslinie gespeichert ist. Standardmäßig ist dafür das
Unterverzeichnis Projects von COSIMIR® Factory\Control
T
T

vorgesehen.
Wählen Sie die gewünschte Datei aus und klicken Sie auf die
Schaltfläche Öffnen.

4. Standardmäßig ist der Ansichtsmodus eingestellt. Um die


Produktionslinie zu verändern, wechseln Sie in den Editiermodus.
Aktivieren Sie hierzu im Menü Ausführen den Befehl Editiermodus.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Wollen Sie sich Informationen zu einzelnen Stationen der


Produktionslinie anzeigen lassen, so markieren Sie die betreffende
Station durch Mausklick. Markierte Stationen sind farblich
hervorgehoben.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Öffnen Sie das kontextsensitive Menü der rechten Maustaste.


Aktivieren Sie den Befehl Eigenschaften.
Es öffnet sich das Fenster Stationseigenschaften. Der Stationsname
zeigt Ihnen, dass die markierte Station eine Station vom Typ
AssemblyRV1A ist.
Haben Sie die erforderlichen Informationen erhalten, dann schließen
Sie das Fenster.

7. Wollen Sie nun eine weitere Station in die Produktionslinie einfügen,


dann wechseln Sie in der Ansicht auf die Darstellung Aufsicht.
Aktivieren Sie hierzu im Menü Ansicht den Befehl
Standard/Aufsicht.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

8. Wählen Sie eine passende Darstellung der Produktionslinie durch


zoomen, verschieben oder drehen der Produktionslinie.
Beachten Sie:
Durch Ausführen der Befehle aus dem Menü Ansicht wird der
Editiermodus deaktiviert. Stellen Sie also sicher, dass der
Editiermodus vor dem Einfügen von neuen Modellen wieder
aktiviert wurde.

9. Öffnen Sie nun die Modellbibliothek. Aktivieren Sie hierzu im Menü


Ausführen den Befehl Modellbibliotheken.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

10. Nehmen Sie ihre Veränderungen an der Produktionslinie vor. Fügen


Sie zum Beispiel eine CNC-Drehmaschine ein. Doppelklicken Sie in
der Bibliothek auf den Eintrag Station Turn 55.
Die gewünschte Station ist eingefügt.

11. Schließen Sie die Modellbibliothek, damit die gesamte


Produktionslinie sichtbar ist.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

12. Verbinden Sie das neue Modell Station Turn 55 mit dem rechten
Koppelpunkt des Modells Transport System 6.
Klicken Sie hierzu auf den rötlich gefärbten Koppelpunkt der
eingefügten Station Turn 55. Halten Sie die linke Maustaste
gedrückt und ziehen Sie den Koppelpunkt auf den rechten
Koppelpunkt des Transport System 6.

13. Wenn Sie eine Station der Produktionslinie löschen wollen, dann
markieren Sie die betreffende Station. Öffnen Sie das
kontextsensitive Menü der rechten Maustaste. Aktivieren Sie hier
den Befehl Löschen. Die markierte Station wird gelöscht.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

14. Wenn Sie Ihre Änderungen an der Produktionslinie abgeschlossen


haben, dann verlassen Sie den Editiermodus. Wechseln Sie in den
Ansichtsmodus. Deaktivieren Sie hierzu im Menü Ausführen den
Befehl Editiermodus.
15. Die Produktionslinie wird in einer 3D-Aufsicht dargestellt. Wählen
Sie eine passende Ansicht der Produktionslinie.

16. Speichern Sie den modifizierten Stand der Produktionslinie.


Aktivieren Sie hierzu den Befehl Speichern im Menü Datei, wenn Sie
den bisherigen Dateinamen beibehalten wollen. Wollen Sie die
Anlage unter einem neuen Dateinamen speichern, dann wählen Sie
den Befehl Speichern unter.
17. Um das Projekt für Factory Control vorzubereiten, aktivieren Sie im
Menü Ausführen den Befehl Anlage erzeugen. Es wird die XML-
formatierte Austauschdatei erzeugt.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Hinweis Wenn Sie Änderungen in der Modellierung einer Produktionslinie


vornehmen, ändert sich meist auch die Funktionalität der
Produktionslinie. Ist dies der Fall, müssen Sie die Fertigungssteuerung
entsprechend anpassen. Wenn Sie mit der automatisch erzeugten
Fertigungssteuerung arbeiten, so müssen Sie das komplette Projekt für
die Fertigungssteuerung in Factory Control erneut erzeugen.

4.3 Die Fertigung der Produktionslinie wird von Factory Control aus
Produktionslinie gestartet und gesteuert. Nur dort sind in einem Visualisierungsfenster
simulieren Bedienfunktionen angeboten. Die Taster und Schalter der Bedienpulte
zu den einzelnen Stationen der Produktionslinie haben keine Wirkung,
während die Anlage simuliert wird. Aufgabe von Factory Simulation ist
es, das Verhalten der Produktionslinie während der
Fertigungssimulation nachzubilden.

In Factory Simulation kann die Simulation der Produktionslinie


unabhängig von Factory Control gestartet werden. Es werden dann die
Roboter- und SPS-Programme der Stationen so weit ausgeführt, wie es
ohne Werkstücke möglich ist.

So schalten Sie die Simulation in Factory Simulation ein und aus

1. Aktivieren Sie im Menü Ausführen den Befehl Neustart. Die


Simulation ist aktiv. In der Statuszeile erkennen Sie den
Simulationsmodus durch den Eintrag Ablauf.
Alternativ können Sie die Simulation auch über den Eintrag Start,
Zyklusstart oder über die Schaltfläche Gestoppt in der Statuszeile
aktivieren.
2. Sie stoppen die Simulation, indem Sie im Menü Ausführen auf den
Eintrag Stop klicken.
Alternativ können Sie auch in der Statuszeile auf das Feld Ablauf
klicken.

84 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4.4 In Factory Simulation können Sie die Perspektivansicht der


Ansicht der Produktionslinie frei einstellen. Mit wenigen zentralen Befehlen drehen,
Produktionslinie verschieben, vergrößern und verkleinern Sie die Darstellung der
verändern Produktionslinie.

Die Perspektivansicht ist festgelegt durch die Koordinaten des


Betrachters (= Standpunkt) und eines Referenzpunktes von der
Produktionslinie (= Mittelpunkt).

Referenzpunkt Standpunkt
Z Drehung

Festlegung Perspektivansicht

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So verschieben Sie die Produktionslinie


1. Aktivieren Sie im Menü Ansicht den Befehl Verschieben.
Der Mauszeiger verwandelt sich in ein kleines Koordinatensystem.
Es zeigt an, in welche Richtung sich Standpunkt und Referenzpunkt
verschieben lassen. Ein gestrichelter Pfeil bedeutet, dass in die
entsprechende Richtung nicht verschoben werden kann.
2. Halten Sie die linke Maustaste gedrückt.
3. Bewegen Sie den Mauszeiger in Z- oder X-Richtung.
4. Lassen Sie den Mauszeiger wieder los.
Daraufhin verändert sich die Ansicht entsprechend.

Sie können den Befehl Verschieben auch aktivieren, indem Sie die
Umschalt-Taste gedrückt halten und dann die linke Maustaste drücken.

So drehen Sie die Produktionslinie


1. Aktivieren Sie im Menü Ansicht den Befehl Drehen.
Der Mauszeiger verwandelt sich in ein kleines Koordinatensystem.
Es zeigt an, in welche Richtung sich Standpunkt und Referenzpunkt
drehen lassen. Ein gestrichelter Pfeil bedeutet, dass in die
entsprechende Richtung nicht gedreht werden kann.
2. Halten Sie die linke Maustaste gedrückt.
3. Bewegen Sie den Mauszeiger in Z- oder X-Richtung.
4. Lassen Sie den Mauszeiger wieder los.
Daraufhin verändert sich die Ansicht entsprechend.

Sie können den Befehl Drehen auch aktivieren, indem Sie die Strg-Taste
gedrückt halten und dann die linke Maustaste drücken.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So vergrößern und verkleinern Sie die Ansicht


1. Aktivieren Sie im Menü Ansicht den Befehl Zoomen.
Der Mauszeiger verwandelt sich in zwei Vierecke.
2. Wenn Sie die Ansicht vergrößern wollen, halten Sie die linke
Maustaste gedrückt, und verschieben Sie den Mauszeiger in
Pfeilrichtung.
3. Wenn Sie die Ansicht verkleinern wollen, halten Sie die linke
Maustaste gedrückt, und verschieben Sie den Mauszeiger entgegen
der Pfeilrichtung.

Sie können den Befehl Zoomen auch aktivieren, indem Sie die
Tastenkombination Umschalt+Strg gedrückt halten und dann die linke
Maustaste drücken.

So vergrößern Sie einen bestimmten Ausschnitt


1. Positionieren Sie den Mauszeiger auf eine Ecke des Ausschnittes.
2. Halten Sie dann die Tastenkombination Umschalt+Strg gedrückt.
3. Drücken Sie die rechte Maustaste und verschieben Sie die Maus. Ein
Rahmen wird sichtbar.
4. Legen Sie den Rahmen durch Verschieben der Maus um den
Ausschnitt, den Sie vergrößern möchten.
5. Lassen Sie die rechte Maustaste los. Daraufhin wird der Ausschnitt
vergrößert.

So vergrößern Sie die Ansicht


Aktivieren Sie den Befehl Zoom-In im Menü Ansicht. Das Bild vergrößert
sich auf 125%.

So verkleinern Sie die Ansicht


Aktivieren Sie den Befehl Zoom-Out im Menü Ansicht. Das Bild
verkleinert sich auf 80%.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4.5 In Factory Control legen Sie das Projekt für die Fertigungssteuerung der
Fertigungssteuerung zur Produktionslinie an. Modelliert wurde die Produktionslinie mit dem
Produktionslinie Anlageneditor von Factory Simulation.
automatisch erzeugen
Das Projekt, das den Rahmen für die Fertigungssteuerung bildet,
benötigt und verwaltet auch die Informationen zum Aufbau und zur
Zusammensetzung der Produktionslinie. Factory Control erhält die
benötigte Information über eine XML-formatierte Austauschdatei von
Factory Simulation.

Sobald die Information zu den Komponenten der Produktionslinie


vorliegt, kann das Programm der Fertigungssteuerung für einen
einfachen Ablauf der Produktionslinie automatisch erzeugt werden.

Um die Handhabung von Factory Control möglichst einfach zu gestalten,


arbeiten Sie in einem vordefinierten Projekt mit Namen Proj.

88 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So legen Sie das Projekt für die Fertigungssteuerung der


Produktionslinie an
1. Starten Sie Factory Control im Modus ProjectStudio. Führen Sie
hierzu die Verknüpfung COSIMIR® Factory Control ProjectStudio in
T
T

der Programmgruppe COSIMIR® Factory im Startmenü von


T
T

Microsoft Windows aus.


2. Sie sehen ein leeres Projekt für die Fertigungssteuerung mit dem
Namen Proj.lpj.
Das voreingestellte Projekt ist standardmäßig abgelegt im
Unterverzeichnis Projects\Default von COSIMIR® Factory\Control.
T
T

Wenn Sie im Fenster Projekt auf die einzelnen Bestandteile klicken,


erkennen Sie, dass noch keine Komponenten zur Produktionslinie
eingetragen sind.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 89


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Aktivieren Sie im Menü Extras/ProjectStudio den Befehl COSIMIR®


T
T

Projekt importieren, um die Informationen zum Aufbau der vorher


erstellten Produktionslinie einzulesen.
4. Im Fenster Öffnen wählen Sie die zuvor von Factory Simulation
erzeugte XML-Datei aus. Die XML-Datei enthält die Informationen
zum Aufbau der Produktionslinie. Die XML-formatierte
Austauschdatei und die Modelldatei mit der Dateierweiterung mod
sind im gleichen Unterverzeichnis gespeichert.

90 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Nach dem Öffnen des COSIMIR® Factory Projektes wird die 2D-
T
T

Ansicht der Produktionslinie angezeigt. Wenn Sie ein Objekt der 2D-
Darstellung anklicken, werden Ihnen Informationen zum Objekt im
Fenster ProjectStudio, Register Eigenschaften angezeigt.
Der Navigationsbaum Bestandteile im Fenster Projekt enthält die
Stationen und die in ihnen enthaltenen Komponenten der
Produktionslinie.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 91


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Hinweis Nach dem Ausführen des Befehls COSIMIR® Projekt importieren dürfen
T
T

Sie den Befehl Speichern nicht ausführen. Es wird sonst das leere,
voreingestellte Projekt für die Fertigungssteuerung mit Namen Proj.lpj
überschrieben. Das Projekt Proj.lpj wäre dann nicht mehr leer, sondern
würde die eben erzeugte Anlagenkonfiguration enthalten.
Sie speichern das Projekt für die Fertigungssteuerung erst, nachdem Sie
das Programm der Fertigungssteuerung automatisch erzeugt haben.

Im Projekt für die Fertigungssteuerung sind bisher nur die Komponenten


der Produktionslinie berücksichtigt. Programme für die
Fertigungssteuerung der Produktionslinie liegen noch nicht vor. Sie
erkennen das im Fenster Projekt am Navigationsbaum für das Projekt.
So ist zum Beispiel der Ordner Prozesspläne noch leer.

Um die Fertigung der Produktionslinie zu simulieren, muss ein


Programm für die Fertigungssteuerung der Produktionslinie vorliegen.
Factory Control unterstützt Sie hier weitreichend, denn das Programm
für einen einfachen Ablauf der Produktionslinie können Sie automatisch
erzeugen. Sie können aber auch Teile der Fertigungssteuerung in
Prozessplan selbst programmieren.

Beachten Sie: Änderungen im Projekt für die Fertigungssteuerung


führen Sie immer in der Betriebsart Einrichtung aus.

So erzeugen Sie das Programm der Fertigungssteuerung zur


Produktionslinie automatisch
1. Stellen Sie sicher, dass COSIMIR® Factory ProjectStudio mit den
T T

Daten zur Produktionslinie geöffnet ist. Der Projektbaum ist leer.


2. Aktivieren Sie die Betriebsart Einrichtung. Wählen Sie hierzu im
Menü Projekt den Befehl Einrichtung.
Nur wenn die Betriebsart Einrichtung aktiv ist, können Sie
Projektbestandteile erzeugen und verändern. Dazu gehört auch das
Erzeugen von Programmen für die Fertigungssteuerung.
3. Um die Fertigungssteuerung automatisch zu erstellen, aktivieren Sie
im Menü Extras/ProjectStudio den Befehl Projekt erstellen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Die Fertigungssteuerung zur Produktionslinie ist erstellt. Sie


erkennen das an den neuen Einträgen im Projektbaum im Fenster
Projekt. Die Meldung im Fenster Meldungen „Es sind noch keine
Steuerelemente definiert“ können Sie ignorieren. Sie hat in diesem
Zusammenhang keine Bedeutung.

5. Die einzelnen Projektbestandteile im Fenster Projekt sind zusätzlich


durch ein Symbol gekennzeichnet.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Symbol Bedeutung

Prozessplan

Komponente

Treiber

Bibliothek

Prozess

Prozessaufgabe

Hinweis Die Ordner für Prozesse und Prozessaufgaben sind noch leer, denn
diese Projektbestandteile sind keine statischen Projektbestandteile. Sie
entstehen erst in der Betriebsart Fertigung als Instanzen von
ausgeführten Prozessplänen oder wenn in einer Komponente eine
Prozessaufgabe gestartet wird.

Speicherort des Projektes Das Projekt mit der Fertigungssteuerung wird standardmäßig im
mit der Verzeichnis Eigene Dateien abgelegt.
Fertigungssteuerung Stellen Sie sicher, dass das Projekt der Fertigungssteuerung (*.lpj) und
die Produktionslinie (*.mod) in unterschiedlichen Verzeichnissen
abgelegt sind.

94 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4.6 Sobald die Fertigungssteuerung zu einer Produktionslinie vorliegt,


Fertigung der können Sie die Fertigung der Produktionslinie simulieren.
Produktionslinie Die Fertigung der Produktionslinie starten und steuern Sie von Factory
simulieren Control aus. Nur dort werden Ihnen in einem Visualisierungsfenster
Bedienfunktionen für den Prozess angeboten. Die Taster und Schalter
der Bedienpulte zu den einzelnen Stationen in Factory Simulation sind
ohne Funktion.

Voraussetzung für die Simulation der Fertigung ist:


Factory Simulation muss gestartet und die betreffende Produktionslinie
muss geladen sein. Denn Factory Simulation simuliert die virtuelle
Produktionslinie. Dabei führt die virtuelle Produktionslinie die
Steuerungsbefehle der Fertigungssteuerung aus und gibt
entsprechende Meldungen an die Fertigungssteuerung zurück.

Für die Fertigung stehen Ihnen vorbereitete Fertigungsaufträge zur


Verfügung. Sie haben aber auch die Möglichkeit, eigene
Fertigungsaufträge zu erstellen und auszuführen.
Sie können die Fertigung eines Produktes auch nach einem selbst
definierten Ablauf ausführen. Den Ablauf haben Sie in Prozessplan als
Teil der Fertigungssteuerung erstellt.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Es gibt vorbereitete Fertigungsaufträge für


• einen Stifthalter (Schaltfläche Penholder)
• eine Basisplatte (Schaltfläche Baseplate)
• ein komplettes Tischset (Schaltfläche Deskset)

Zur Auslösung des Auftrags klicken Sie einfach auf die entsprechende
Schaltfläche.

Wenn Sie ein Tischset produzieren, berücksichtigt die


Fertigungssteuerung, ob Ihre Anlage eine Station Handling & Quality
enthält oder nicht. Ist die Station Handling & Quality vorhanden, so wird
die Basisplatte von der Station Handling & Quality geprüft. Bei einer
Anlage ohne Qualitätsstation wird auf die Überprüfung verzichtet.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Über die Schaltflächen Orders Listed und Orders Timed lösen Sie
Fertigungsaufträge aus, die Sie vorher selbst erstellt haben.

Die Aufträge in der Orders Listed werden sukzessive, einer nach dem
anderen, ausgeführt, sofern die entsprechenden Maschinen zur
Verfügung stehen.

In der Fertigungsliste Orders Timed sind Aufträge eingetragen, die zu


einem bestimmten Zeitpunkt ausgeführt werden sollen.

Die Auftragslisten erstellen Sie mit dem Manager der


Produktionsdatenbank. Sie aktivieren den Manager, indem Sie auf die
Schaltfläche Database klicken.

Haben Sie den Ablauf der Produktionslinie in einem eigenen


Prozessplan programmiert und diesen unter einem der Default-Namen
Prod_User1, Prod_User2 oder Prod_User3 abgelegt, dann können Sie
ihn hier durch Klicken auf die entsprechende Schaltfläche User 1,
User 2 oder User 3 ausführen.

Haben Sie einen Auftrag durch Klicken auf die entsprechende


Schaltfläche aktiviert, dann wird die Schaltfläche für die Dauer der
Auftragsausführung mit einem blauen Rahmen versehen.

Die Kopplung von COSIMIR® Factory mit einem externen


T
T

Produktionsplanungssystem ist in Vorbereitung. Dafür vorgesehen ist


die Schaltfläche MRP (Material Resource Planning).

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So simulieren Sie die Fertigung mit vorbereiteten Fertigungsaufträgen


1. Stellen Sie sicher, dass Factory Simulation gestartet und die
gewünschte Produktionslinie in Factory Simulation geladen ist. Die
Produktionslinie muss sich in Grundstellung befinden. Sie erreichen
dies, indem Sie den Befehl Arbeitszelle Grundstellung aus dem
Menü Bearbeiten ausführen.
2. Starten Sie Factory Control ProjectStudio und laden Sie das Projekt
für die Fertigungssteuerung zur gewünschten Produktionslinie.
Sie laden das Projekt, indem Sie auf den Befehl Öffnen im Menü
Datei klicken. Als Dateityp muss COSIMIR® Control Projekt (*.lpj)
T
T

eingestellt sein. Wählen Sie die gewünschte Datei aus. Klicken Sie
abschließend auf die Schaltfläche Öffnen.

98 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Das gewünschte Projekt ist geladen.

4. Starten Sie den Fertigungsmodus. Wählen Sie hierzu im Menü


Projekt den Befehl Fertigung.
Beim Einschalten der Betriebsart Fertigung wird das
Steuerungsprojekt geprüft und es werden die Treiber und
Komponenten initialisiert.
Die Initialisierung kann längere Zeit dauern. Während dieser
Initialisierungsphase ist das Fenster Fertigung starten geöffnet, das
den Status der Komponenten und Treiber anzeigt.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 99


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch


das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

100 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Sobald Sie auf die Schaltfläche Deskset klicken, wird die Fertigung
eines Tischsets ausgelöst.
Für die Dauer der Ausführung des Auftrags ist die Schaltfläche
Deskset blau hinterlegt.
Sie können die Fertigung im Visualisierungsfenster verfolgen. Es
werden Ihnen Informationen wie die gerade ausgeführten
Prozessaufgaben oder die Position der einzelnen Palettenträger
angezeigt.
Da in der aktuellen Anlagenkonfiguration die Station Handling &
Quality nicht enthalten ist, wird ein Tischset mit ungeprüfter
Basisplatte produziert.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 101


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

7. Im Programmteil Factory Simulation können Sie die Fertigung des


aktuellen Auftrags – in diesem Fall die Fertigung eines Tischsets –
realitätsnah beobachten und auswerten.
Beachten Sie:
Während der Fertigung sind die Taster und Schalter der Bedienpulte
ohne Funktion. Eingriffe in den Prozess sind nur über das
Visualisierungsfenster möglich.

8. Ist der Fertigungsauftrag Tischset beendet, so können Sie die


Produktion eines weiteren Teils auslösen. Neben dem
Fertigungsauftrag für ein Tischset stehen Ihnen weitere vorbereitete
Fertigungsaufträge zur Verfügung. Es sind dies: ein Auftrag zur
Fertigung eines Stifthalters sowie ein Auftrag zur Fertigung einer
Basisplatte. Klicken Sie einfach auf die entsprechende Schaltfläche.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

9. Wollen Sie die Fertigung beenden, dann deaktivieren Sie die


Betriebsart Fertigung. Klicken Sie hierzu auf den Eintrag Fertigung
im Menü Projekt. Das Häkchen neben dem Eintrag Fertigung wird
entfernt.

So simulieren Sie die Fertigung mit neu erstellten Fertigungsaufträgen

1. Stellen Sie sicher, dass Factory Simulation gestartet und die


gewünschte Produktionslinie in Factory Simulation geladen ist. Die
Produktionslinie muss sich in Grundstellung befinden. Sie erreichen
dies, indem Sie den Befehl Arbeitszelle Grundstellung aus dem
Menü Bearbeiten ausführen.
2. Starten Sie Factory Control ProjectStudio und laden Sie das Projekt
mit der Fertigungssteuerung zur gewünschten Produktionslinie.
Sie laden das Projekt, indem Sie auf den Befehl Öffnen im Menü
Datei klicken. Als Dateityp muss COSIMIR® Control Projekt (*.lpj)
T
T

eingestellt sein. Wählen Sie die gewünschte Datei aus. Klicken Sie
abschließend auf die Schaltfläche Öffnen.

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3. Das gewünschte Projekt ist geladen.

104 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Starten Sie den Fertigungsmodus. Wählen Sie hierzu im Menü


Projekt den Befehl Fertigung.
5. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch
das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

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6. Sobald Sie auf eine der Schaltflächen Orders Listed oder Orders
Timed klicken, wird die zugehörige Fertigungsliste ausgelöst. Für die
Dauer der Ausführung des Auftrags ist die Schaltfläche blau
hinterlegt.
Stellen Sie sicher, dass ein ausreichender Lagerbestand vorhanden
ist. Den aktuellen Lagerbestand verwalten Sie in der
Produktionsdatenbank mit Hilfe der Maske Stock Contents.
Sie können die Fertigung im Visualisierungsfenster verfolgen. Es
werden Ihnen Informationen wie die gerade ausgeführten
Prozessaufgaben oder die Position der einzelnen Palettenträger
angezeigt.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

7. Im Programmteil Factory Simulation können Sie die Fertigung des


aktuellen Auftrags realitätsnah beobachten und auswerten.
Beachten Sie:
Während der Fertigung sind die Taster und Schalter der Bedienpulte
ohne Funktion. Eingriffe in den Prozess sind nur über das
Visualisierungsfenster möglich.

8. Ist die Auftragstabelle abgearbeitet und wollen Sie die Fertigung


beenden, dann deaktivieren Sie die Betriebsart Fertigung. Klicken
Sie hierzu auf den Eintrag Fertigung im Menü Projekt. Das Häkchen
neben dem Eintrag Fertigung wird entfernt.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So starten Sie die Fertigung mit einem selbst erstellten Prozessplan

1. Stellen Sie sicher, dass Factory Simulation gestartet und die


gewünschte Produktionslinie in Factory Simulation geladen ist. Die
Produktionslinie muss sich in Grundstellung befinden. Sie erreichen
dies, indem Sie den Befehl Arbeitszelle Grundstellung aus dem
Menü Bearbeiten ausführen.
2. Starten Sie Factory Control ProjectStudio und laden Sie das Projekt
mit der Fertigungssteuerung zur gewünschten Produktionslinie.
Sie laden das Projekt, indem Sie auf den Befehl Öffnen im Menü
Datei klicken. Als Dateityp muss COSIMIR® Control Projekt (*.lpj)
T
T

eingestellt sein. Wählen Sie die gewünschte Datei aus. Klicken Sie
abschließend auf die Schaltfläche Öffnen.

108 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Das gewünschte Projekt ist geladen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 109


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Starten Sie den Fertigungsmodus. Wählen Sie hierzu im Menü


Projekt den Befehl Fertigung.
5. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch
das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

110 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Sobald Sie auf eine der Schaltflächen User 1, User 2 oder User 3
klicken, wird der zugehörige Prozessplan gestartet. Für die Dauer
der Ausführung des Auftrags ist die entsprechende Schaltfläche blau
hinterlegt.
Sie können die Fertigung im Visualisierungsfenster verfolgen. Es
werden Ihnen Informationen wie die gerade ausgeführten
Prozessaufgaben oder die Position der einzelnen Palettenträger
angezeigt.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 111


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

7. Im Programmteil Factory Simulation können Sie die Fertigung des


aktuellen Auftrags realitätsnah beobachten und auswerten.
Beachten Sie:
Während der Fertigung sind die Taster und Schalter der Bedienpulte
ohne Funktion. Eingriffe in den Prozess sind nur über das
Visualisierungsfenster möglich.

8. Ist der Auftrag abgearbeitet und wollen Sie die Fertigung beenden,
dann deaktivieren Sie die Betriebsart Fertigung. Klicken Sie hierzu
auf den Eintrag Fertigung im Menü Projekt. Das Häkchen neben
dem Eintrag Fertigung wird entfernt.

112 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


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Hinweis zu den Wollen Sie die Fertigung einer Produktionslinie simulieren, dann
Betriebsarten Fertigung müssen Sie die Betriebsart Fertigung einschalten.
und Einrichtung Auch die Betriebsart Einrichtung kann parallel aktiviert werden. Sie
haben dann die Möglichkeit, bestimmte Einrichtungsarbeiten an der
Produktionslinie vorzunehmen. Dazu gehört beispielsweise das
manuelle Initialisieren und Deinitialisieren von Komponenten und
Treibern. Sie können so während des laufenden Betriebs fehlerhafte
(reale) Komponenten aus dem Fertigungsprozess heraus nehmen, die
Fehler beseitigen und die Komponenten anschließend wieder in den
Fertigungsbetrieb integrieren. Der Umfang der möglichen
Einrichtungsarbeiten hängt vom Status des betroffenen
Projektbestandteils ab. Manuell ausgeführte Einrichtungsarbeiten
während des Fertigungsbetriebs sollten nur von erfahrenen Anwendern
ausgeführt werden.

4.7 Sie haben das Modell einer Produktionslinie verändert und zum Beispiel
Fertigungssteuerung zu eine weitere Automatisierungsstation eingefügt. Damit Sie die Fertigung
einer modifizierten der veränderten Produktionslinie simulieren können, müssen Sie das
Produktionslinie erzeugen zugehörige Projekt mit der Fertigungssteuerung in COSIMIR® Factory
T
T

anpassen.

Wie Sie bei der Anpassung des Projektes vorgehen, hängt von den
Randbedingungen für die Fertigungssteuerung ab. Entscheidend für Ihr
Vorgehen ist: Sie können die Informationen zu einer Produktionslinie
nur dann nach Factory Control importieren und die Fertigungssteuerung
automatisch erzeugen, wenn noch kein Projekt mit gleichem Namen in
Factory Control angelegt ist.

Fall 1 Sie arbeiten in COSIMIR® Factory mit der automatisch erstellten


T
T

Fertigungssteuerung. Sie haben keine Änderungen an der


Fertigungssteuerung zum Beispiel durch Hinzufügen eigener
Prozesspläne oder durch Erweiterungen in der Produktionsdatenbank
vorgenommen.
In diesem Fall löschen Sie das bisherige Projekt mit der
Fertigungssteuerung. Sie finden das Projekt standardmäßig im
Verzeichnis COSIMIR® Factory\Control\Projects als eigenes
T
T

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Unterverzeichnis. Anschließend importieren Sie in Factory Control die


veränderte Anlagenkonfiguration und erzeugen hierzu die
standardmäßig vorgesehene Fertigungssteuerung. Bei dieser
Vorgehensweise können Sie den bestehenden Projektnamen
beibehalten.
Wenn Sie die geänderte Produktionslinie in Factory Simulaton unter
einem neuen Namen abspeichern und auch die entsprechende
Austauschdatei mit diesem Namen erzeugen, dann können Sie die
veränderte Anlagenkonfiguration unter diesem neuen Namen in Factory
Control importieren. Anschließend erzeugen Sie die standardmäßig
vorgesehene Fertigungssteuerung. Sobald die Fertigungssteuerung
vorliegt, können Sie die Fertigung der Produktionslinie simulieren.

Fall 2 Sie arbeiten in COSIMIR® Factory mit der automatisch erstellten


T
T

Fertigungssteuerung. Sie haben Änderungen zum Beispiel in den


Prozessplänen oder in der Produktionsdatenbank vorgenommen.
In diesem Fall speichern Sie die geänderte Produktonslinie in Factory
Simulation unter einem neuen Namen ab. Anschließend importieren Sie
die veränderte Anlagenkonfiguration und erzeugen die standardmäßig
vorgesehene Fertigungssteuerung. Nun kopieren Sie zu den
automatisch erzeugten Steuerungsteilen diejenigen Programmteile, die
Sie aus dem früheren Projekt übernehmen und nutzen wollen.
Anwenderdefinierte Prozesspläne kopieren Sie beispielsweise mit Hilfe
der Bibliotheksfunktion von Factory Control.

Durch dieses Vorgehen ist sichergestellt, dass eine bestehende


Fertigungssteuerung nicht per Knopfdruck überschrieben und
anwenderdefinierte Programmteile gelöscht werden können.
Ein Projekt für eine Fertigungssteuerung kann also automatisch nur
erzeugt werden, wenn noch kein Projekt mit diesem Namen existiert.

114 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So erstellen Sie ein neues Projekt für die Fertigungssteuerung unter


Verwendung von bereits vorhandenen Prozessplänen

1. Starten Sie Factory Control im Modus ProjectStudio. Führen Sie


hierzu die Verknüpfung COSIMIR® Factory Control ProjectStudio in
T
T

der Programmgruppe COSIMIR® Factory im Startmenü von


T
T

Microsoft Windows aus.


2. Sie sehen ein leeres Projekt mit dem Namen Proj.lpj.

3. Stellen Sie sicher, dass die Informationen zum geänderten Aufbau


der Produktionslinie in der zugehörigen XML-formatierten
Austauschdatei vorliegen. Sie erzeugen die Datei, indem Sie in
Factory Simulation im Menü Ausführen den Befehl Anlage erzeugen
aktivieren. Beachten Sie: die geänderte Produktionslinie sollte auch
einen neuen Namen besitzen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Aktivieren Sie im Menü Extras/ProjectStudio den Befehl COSIMIR®


T
T

Projekt importieren, um die Informationen zum Aufbau der


geänderten Produktionslinie einzulesen.
5. Im Fenster Öffnen wählen Sie die zuvor von Factory Simulation
erzeugte XML-Datei aus. Die XML-formatierte Austauschdatei und
die Modelldatei mit der Dateierweiterung mod sind im gleichen
Unterverzeichnis gespeichert.

116 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Nach dem Öffnen des COSIMIR® Factory Projektes wird die 2D-
T
T

Ansicht der geänderten Produktionslinie angezeigt.

7. Aktivieren Sie nun die Betriebsart Einrichtung. Wählen Sie hierzu im


Menü Projekt den Befehl Einrichtung.
Nur wenn die Betriebsart Einrichtung aktiv ist, können Sie die
Fertigungssteuerung zur Produktionslinie automatisch erzeugen.
8. Um das Projekt mit der Fertigungssteuerung automatisch zu
erstellen, aktivieren Sie im Menü Extras/ProjectStudio den Befehl
Projekt erstellen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

9. Das Projekt mit der Fertigungssteuerung zur Produktionslinie ist


erstellt. Sie erkennen das an den neuen Einträgen im Projektbaum
im Fenster Projekt.

118 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

10. Den anwendererstellten Prozessplan aus Ihrem frühren Projekt


kopieren Sie mit Hilfe der Bibliotheksfunktionen in das neue Projekt.
Öffnen Sie hierzu im Projektbaum das Verzeichnis Bibliotheken.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

11. Fügen Sie dann das Projekt, das den anwenderdefinierten


Prozessplan enthält, in das Bibliotheksverzeichnis ein.
Doppelklicken Sie hierzu auf das Verzeichnis Bibliotheken. Es öffnet
sich das Fenster Datei öffnen. Wählen Sie das gewünschte Projekt
aus und klicken Sie auf die Schaltfläche Öffnen.

12. Das Projekt 1 liegt jetzt als Bibliothekselement innerhalb des


aktuellen Projekts vor.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

13. Wählen Sie den gewünschten Prozessplan, hier Prod_User1, im


Unterverzeichnis Prozesspläne aus. Aktivieren Sie das
kontextsensitive Menü der rechten Maustaste. Wählen Sie den
Befehl Kopieren. Das ausgewählte Objekt wird in die
Zwischenablage kopiert.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

14. Markieren Sie nun das Verzeichnis im Projektbaum, in das Sie den
anwenderdefinierten Prozessplan kopieren wollen. Es ist das
Unterverzeichnis User im Verzeichnis Lokales
Projekt\Prozesspläne. Aktivieren Sie das kontextsensitive Menü der
rechten Maustaste. Wählen Sie den Befehl Einfügen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

15. Der neue Prozessplan ist unter dem Namen Prod_User11 in das
Unterverzeichnis User übernommen worden.

16. Löschen Sie nun die Datei Prod_User1 aus dem Unterverzeichnis
User. Wählen Sie hierzu die Datei aus, aktivieren Sie das
kontextsensitive Menü der rechten Maustaste und aktivieren Sie
den Befehl Löschen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

17. Nun müssen Sie die Datei Prod_User11 noch umbenennen in


Prod_User1. Denn nur anwenderdefinierte Prozesspläne mit dem
Namen Prod_User1, Prod_User2 oder Prod_User3 können über das
Visualisierungsfenster automatisch gestartet werden.

18. Wollen Sie die Fertigung der geänderten Produktionslinie


simulieren, dann stellen Sie sicher, dass Factory Simulation
gestartet und die geänderte Produktionslinie dort geladen ist.
19. Starten Sie den Fertigungsmodus. Wählen Sie hierzu im Menü
Projekt den Befehl Fertigung.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

20. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch


das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

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4.8 Im Programmteil Factory Control ProjectStudio können Sie Teile der


Fertigungssteuerung zur Fertigungssteuerung selbst programmieren. Dazu gehört ein Ablauf in
Produktionslinie der Produktionslinie. Der Ablauf gibt an, in welcher Reihenfolge die
programmieren in einzelnen Produktionsschritte ausgeführt werden sollen.
Prozessplan
Sie erstellen den Ablauf in einem eigenen Prozessplan unter
Verwendung vordefinierter Makroprozessaufgaben.
Makroprozessaufgaben werden Ihnen zu jeder Station angeboten.

Die Programmierung geschieht auf der Basis der 2D-Darstellung der


Produktionslinie. Sie wählen die geeignete Prozessaufgabe aus. Factory
Control trägt diese automatisch in die Tabelle für den Prozessplan ein.

Ausführliche Beschreibungen der Prozessaufgaben und ihrer Parameter


erhalten Sie im Online Assistenten zu COSIMIR® Factory.
T
T

Voraussetzung für die Erstellung eigener Prozesspläne:


Es muss das automatisch erzeugte Programm für die
Fertigungssteuerung vorliegen. Dieses Programm bildet gleichzeitig den
Rahmen für die Ausführung anwenderdefinierter Prozesspläne. Durch
diesen Rahmen werden zum Beispiel Treiber, Handshake-Prozesspläne
und Prozesspläne zur Fehlerbehandlung zur Verfügung gestellt.

Anhand eines einfachen Beispiels wird die Erstellung eines


Prozessplans erläutert:

Es soll ein Prozessplan erstellt werden, der das Rohteil für eine
Basisplatte vom Hochregallager zur CNC-Fräsmaschine transportiert
und dort an die Fräsmaschine übergibt. Das Rohteil besitzt die
Teilenummer 42010.

Sobald der Prozessplan vorliegt, können Sie seine Ausführung in der


Betriebsart Fertigung starten und verfolgen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So erstellen Sie einen Prozessplan mit Makroprozessaufgaben

1. Stellen Sie sicher, dass Factory Control ProjectStudio gestartet ist.


2. Laden Sie das gewünschte Projekt. Aktivieren Sie hierzu den Befehl
Öffnen im Menü Datei. Tragen Sie den Projektnamen ein.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Überprüfen Sie, ob die Produktionslinie eine CNC-Fräsmaschine


enthält.
Die Angaben zu den Stationen und Komponenten im 2D-Layout
zeigen, dass eine Station Mill55 als Frässtation zur Produktionslinie
gehört.

128 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Stellen Sie sicher, dass das automatisch erzeugte Programm für die
Fertigungssteuerung vorliegt. Aktivieren Sie hierzu im Fenster
Projekt den Registereintrag Projekt. Der Projektbaum mit
Prozessplänen, Komponenten, Treibern usw. ist gefüllt. Die
Fertigungssteuerung zur Produktionslinie liegt also vor.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Öffnen Sie im Verzeichnis Prozesspläne das Unterverzeichnis User.


Dort sind drei für den Anwender vorbereitete Prozesspläne
Prod_User1 bis Prod_User3 eingetragen. Wenn Sie selbst
Prozesspläne erstellen, sollten Sie diese unter einem der Namen
Prod_User1 bis Prod_User3 abspeichern.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Um einen Prozessplan auf einfache Weise und mit weitreichender


Unterstützung von Factory Control ProjectStudio zu erstellen,
aktivieren Sie im Fenster ProjectStudio das Register Prozessplan.
Es öffnet sich das Fenster mit einem leeren Prozessplan.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

7. Markieren Sie nun die Station Stock. Aktivieren Sie das


kontextsensitive Menü der rechten Maustaste. Unter dem Eintrag
Prozessaufgaben werden Ihnen die Makroprozessaufgaben der
Station Stock angezeigt.

8. Über den Befehl Hilfe haben Sie an dieser Stelle Zugriff auf den
Online-Assistenten. Er enthält ausführliche Beschreibungen und
Beispiele zum Einsatz der Makroprozessaufgaben.

132 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

9. Wählen Sie aus den Makroprozessaufgaben den Eintrag REQUIRE


aus. Mit der Prozessaufgabe REQUIRE fordern Sie einen leeren
Palettenträger an.
Es öffnet sich der Dialog Prozessaufgabe Parameter zur Eingabe der
erforderlichen Parameter. Als einziger Parameter ist unter
Parameter 2: CarrierID die Angabe der Nummer des Palettenträgers
erforderlich. Dort ist die Zahl 1 eingetragen. Übernehmen Sie die
Eintragung, indem Sie auf die Schaltfläche Ok klicken.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

10. Durch Schließen des Dialogfensters Prozessaufgabe Parameter mit


Ok wird die ausgewählte Prozessaufgabe in den leeren Prozessplan
übernommen. Der Prozessplan enthält nun eine Befehlszeile.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

11. Aktivieren Sie das kontextsensitive Menü der rechten Maustaste


erneut und wählen Sie die Makroprozessaufgabe MovToTrans aus.
Mit dieser Prozessaufgabe wird ein Teil aus dem Lager auf einen
Palettenträger des Transportsystems gelegt.
Tragen Sie unter Parameter 1: PartNumber die Nummer des Teils
ein, das auf den Palettenträger gelegt werden soll. In unserem Fall
soll es die Teilenummer 42010 sein. Schließen Sie das Fenster mit
Ok.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

12. Durch Schließen des Dialogfensters Prozessaufgabe Parameter mit


Ok wird die ausgewählte Prozessaufgabe in den Prozessplan
übernommen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

13. Markieren Sie nun die Station Mill55. Aktivieren Sie das
kontextsensitive Menü der rechten Maustaste und wählen Sie den
Eintrag Prozessaufgabe aus. Es werden Ihnen die
Makroprozessaufgaben zur Station Mill55 angezeigt.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

14. Wählen Sie für die Station Mill55 die Makroprozessaufgabe


to_Mill55 aus. Mit dieser Prozessaufgabe wird der Palettenträger
mit der angegebenen Nummer zur Station Mill55 gefahren.
Tragen Sie unter Parameter 1: CarrierID die Nummer des
Palettenträgers ein. In diesem Fall können Sie den voreingestellten
Wert 1 übernehmen. Schließen Sie das Dialogfenster mit Ok.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

15. Durch Schließen des Dialogfensters Prozessaufgabe Parameter mit


Ok wird die ausgewählte Prozessaufgabe in den Prozessplan
übernommen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

16. Aktivieren Sie das kontextsensitive Menü der rechten Maustaste


erneut und wählen Sie die Makroprozessaufgabe MovFromTrans
aus. Mit dieser Prozessaufgabe wird das Teil auf dem Palettenträger
an die Station Mill übergeben.
Tragen Sie unter Parameter 1: PartNumber die Nummer des Teils
ein, das auf den Palettenträger gelegt werden soll. Für das Beispiel
ist es die Teilenummer 42010 sein. Schließen Sie das Fenster mit
Ok.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

17. Durch Schließen des Dialogfensters Prozessaufgabe Parameter mit


Ok wird die ausgewählte Prozessaufgabe in den Prozessplan
übernommen.

18. Stellen Sie sicher, dass die Betriebsart Einrichtung aktiv ist.
Aktivieren Sie hierzu den Befehl Einrichtung im Menü Projekt. Nur
wenn diese Betriebsart aktiv ist, können Sie den Prozessplan
speichern.
Um den Prozessplan zu speichern, aktivieren Sie im Menü Extras
unter dem Eintrag ProjectStudio den Befehl Prozessplan erstellen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

19. Es öffnet sich das Fenster Prozessplan erzeugen. Übernehmen Sie


den voreingestellten Dateinamen Prod_User1 und bestätigen Sie
mit Ok.

20. Der von Ihnen erstellte Makroprozessplan ist nun als Prozessplan
mit dem Namen Prod_User1 im Verzeichnis Prozesspläne\User
abgelegt. Doppelklicken Sie auf Prod_User1 und der Prozessplan
wird angezeigt.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

21. Um den Prozessplan Prod_User1 auszuführen, aktivieren Sie die


Betriebsart Fertigung. Klicken Sie hierzu auf den Befehl Fertigung im
Menü Projekt.
22. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch
das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

23. Sobald Sie auf die Schaltfläche User 1 klicken, wird der Prozessplan
Prod_User1 ausgeführt. Sie können die Fertigung im
Visualisierungsfenster verfolgen. Es werden Ihnen Informationen
wie die gerade ausgeführten Prozessaufgaben oder die Position der
einzelnen Palettenträger angezeigt.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

24. Im Programmteil Factory Simulation können Sie die Ausführung des


aktuellen Auftrags realitätsnah beobachten und auswerten.

25. Wollen Sie die Fertigung beenden, dann deaktivieren Sie die
Betriebsart Fertigung. Klicken Sie hierzu auf den Eintrag Fertigung
im Menü Projekt. Das Häkchen neben dem Eintrag Fertigung wird
entfernt.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4.9 In der Produktionsdatenbank sind alle Daten gespeichert, die für eine
Produktionsdatenbank automatisierte, computergestützte Fertigung erforderlich sind. Die
einsehen und verwalten Produktionsdatenbank ist projektspezifisch.
Die Daten sind in unterschiedlichen Tabellen hinterlegt.

Zugriff auf die Produktionsdatenbank haben Sie vom Programmteil


Factory Control. Voraussetzung dafür ist:
• für die gewählte Fertigungssteuerung einer Produktionslinie ist die
Betriebsart Fertigung aktiv,
• das Visualisierungsfenster zur Produktionslinie ist geöffnet.

146 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Sobald Sie die Produktionsdatenbank aktiviert haben, erscheint der


Einstiegsbildschirm iCIM Production Manager – Main Menu.
Hier werden Ihnen Schaltflächen zum Aufruf der einzelnen
Datenbankmasken angeboten.
Über die Datenbankmasken verändern und löschen Sie einzelne
Datensätze. Sie können aber auch neue Datensätze erzeugen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Als zentrale Funktionen stehen zur Verfügung:


– Orders listed Liste der Fertigungsaufträge
– Orders timed Liste der Fertigungsaufträge mit definiertem
Startpunkt
– Resources Liste der Maschinen
– Production Data Liste der Daten zum Produktionsprozess
– Products Liste der Produkte/Teile
– Pallets Liste der Paletten
– Stock Contents Aktueller Lagerinhalt
– Stock Init Standardmäßige Vorbelegung des Lagerinhalts
– Stock User Anwenderdefinierte Vorbelegung des
Lagerinhalts
– Customers Liste der Kunden

Zugriffsrechte Es gibt unterschiedliche Rechte für den Zugriff auf die


Produktionsdatenbank.
Leserechte besitzt jeder Anwender und jede Anwenderin. Schreibrechte
sind einem befugten Personenkreis vorbehalten. Nur diesem
Personenkreis ist es erlaubt, Änderungen in der Produktionsdatenbank
vorzunehmen.

Die Rechtevergabe geschieht durch Anmeldung an der


Produktionsdatenbank.
Über die Schaltfläche Login melden Sie sich an.
Es sind zwei Gruppen von Anwendern vorgesehen:
• Anwender User mit dem Passwort Festo
• Anwender Instructor mit dem Passwort didactic

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Sowohl das Passwort der Gruppe User als auch das Passwort der
Gruppe Instructor ist änderbar. Beide Passwörter werden vom
Instructor verwaltet.

Sobald Sie Ihre Änderungen an der Produktionsdatenbank


abgeschlossen haben, melden Sie sich wieder ab. Klicken Sie hierzu auf
die Schaltfläche Logout.

Bitte beachten Sie: Für Leserechte ist keine Anmeldung erforderlich.

Hinweis Die Produktionsdatenbank und die zugehörigen Datenbankmasken zur


Darstellung und Veränderung von Datensätzen werden ausschließlich in
englischer Sprache angezeigt.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So greifen Sie auf die Produktionsdatenbank während der Fertigung


eines Produktes zu

1. Stellen Sie sicher, dass das Projekt mit der Fertigungssteuerung zur
gewünschten Produktionslinie in Factory Control geladen und die
Betriebsart Fertigung aktiviert ist.
2. Im Visualisierungsfenster zur Fertigung klicken Sie auf die
Schaltfläche Database.

150 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Es öffnet sich der Einstiegsbildschirm iCIM Production Manager –


Main Menu zur Produktionsdatenbank.
Von diesem Fenster aus haben Sie Zugriff auf alle zentralen
Datenbankmasken zur Anzeige und Eingabe der gewünschten
Daten.

4. Um die Produktionsdatenbank zu schließen, klicken Sie auf die


Schaltfläche Quit. Sie befinden sich dann wieder im
Visualisierungsfenster von Factory Control.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So erhalten Sie Schreibrechte, um Änderungen in der


Produktionsdatenbank durchzuführen

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager – Main Menu für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.

2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Login.

152 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Es erscheint der Dialog zur Anmeldung.


Wählen Sie unter Usertype den Eintrag User aus.
Tragen Sie dann im Eingabefeld das Passwort ein. Sofern Sie das
Passwort seit der Installation von COSIMIR® Factory nicht geändert
T
T

haben, ist das standardmäßig vorgegebene Passwort noch gültig.


Geben Sie unter Password ein: Festo
Bitte beachten Sie die Schreibweise.
Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit Login.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Ihre Annmeldung wurde durchgeführt. Sie erkennen das an der


Schaltfläche Logout, die jetzt im iCIM Production Manager
angeboten wird.

5. Führen Sie die gewünschten Änderungen in der


Produktionsdatenbank durch.
Als User können Sie standardmäßig Änderungen an folgenden
Listen vornehmen: Orders listed, Orders timed, Stock Contents,
Stock User, Customers.
Sobald Sie Ihre Änderungen beendet haben, melden Sie sich von der
Produktionsdatenbank wieder ab. Klicken Sie hierzu auf die
Schaltfläche Logout.

154 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So ändern Sie als Instructor das Passwort

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager – Main Menu für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Login.
3. Melden Sie sich an der Produktionsdatenbank als Instructor an.
Wählen Sie hierzu unter Usertype den Eintrag Instructor aus.
Tragen Sie dann im Eingabefeld das Passwort ein. Sofern Sie das
Passwort seit der Installation von COSIMIR® Factory nicht geändert
T
T

haben, ist das standardmäßig vorgegebene Passwort noch gültig.


Geben Sie unter Password ein: didactic
Bitte beachten Sie die Schreibweise.
Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit Login.
4. Ihre Anmeldung wurde durchgeführt. Sie erkennen das an den
Schaltflächen Logout und Settings.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 155


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Wollen Sie das Passwort einer Gruppe ändern, dann klicken Sie auf
die Schaltfläche Settings. Es öffnet sich der Dialog zum Ändern des
Passworts und zur Vergabe der Rechte, die mit diesem Passwort
verbunden sind.
Wählen Sie unter Current User diejenige Gruppe aus, deren
Passwort und Rechte Sie ändern wollen.
Tragen Sie im Register Password das bisherige und das neue
Passwort ein. Im Register Options legen Sie fest, welche
Datenbankteile von der Nutzergruppe geändert werden dürfen.
Bestätigen Sie Ihre Änderungen durch Klicken auf die Schaltfläche
Modify.

156 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Die Gruppe User besitzt normalerweise eingeschränkte


Schreibrechte. Der dargestellte Dialog zeigt die standardmäßig
vorgegebenen Einstellungen. Als Instructor können Sie die
Einstellungen jederzeit ändern.

7. Die Gruppe Instructor besitzt Schreibrechte für alle


Datenbankinhalte.

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So verwalten Sie die Liste der Fertigungsaufträge

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager – Main Menu für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Orders listed.
3. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager -
Orders listed.
Sie sehen eine Liste von Fertigungsaufträgen. Wird die Ausführung
der Liste vom Visualisierungsfenster der Fertigung aus gestartet,
dann werden die Aufträge in der Reihenfolge, wie sie in der Liste
eingetragen sind, abgearbeitet. Die Aufträge können auch parallel
ausgeführt werden, sofern die Maschinen zur Verfügung stehen. Sie
können die Liste der Fertigungsaufträge einsehen, erweitern und
löschen. Sie verwenden dazu die Schaltflächen
Add um einen neuen Auftrag einzufügen,
Clear um die Daten des aktuell editierten Auftrags zu
löschen,
Modify um die Änderungen im ausgewählten Auftrag zu
übernehmen,
Delete current um den ausgewählten Auftrag zu löschen
Clean up um alle beendeten Aufträge zu löschen
Report um die gewünschten Aufträge zu drucken
Home um zum Einstiegsbildschirm der
Produktionsdatenbank zurückzukehren.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

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So verwalten Sie die Liste der zeitgeplanten Fertigungsaufträge

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager – Main Menu für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Orders timed.
3. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager -
Orders timed.
Sie sehen eine Liste von Fertigungsaufträgen. Wird die Ausführung
der Liste vom Visualisierungsfenster der Fertigung aus gestartet,
dann werden die Aufträge, sofern die Maschinen zur Verfügung
stehen, zu dem Zeitpunkt ausgeführt, der im Fertigungsauftrag in
den Spalten Start Date und Start Time festgelegt ist. Sie können die
Liste der Fertigungsaufträge einsehen, erweitern und löschen.
Sie verwenden dazu die Schaltflächen
Add um einen neuen Auftrag einzufügen,
Clear um die Daten des aktuell editierten Auftrags zu
löschen,
Modify um die Änderungen im ausgewählten Auftrag zu
übernehmen,
Delete um den ausgewählten Auftrag zu löschen
Clean up um alle beendeten Aufträge zu löschen
Fullscreen View um die Liste der Aufträge als Vollbilddarstellung
auf dem Bildschirm anzuzeigen,
Report um die gewünschten Aufträge zu drucken
Home um zum Einstiegsbildschirm der
Produktionsdatenbank zurückzukehren.

160 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


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So verwalten Sie die Liste der Teile

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager – Main Menu für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Products.
3. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager -
Products.
Die Liste der Teile, die in der Produktionsdatenbank verwaltet
werden, können Sie betrachten, erweitern, verkleinern sowie die
Daten zu den einzelnen Teilen ändern.
Sie verwenden dazu die Schaltflächen
Create New um ein neues Teil hinzuzufügen,
Delete um das ausgewählte Teil zu löschen,
Clear um die Daten zum ausgewählten Teil zu
löschen,
Save um die Änderungen am ausgewählten Teil zu
übernehmen,
Pfeil vor und Pfeil zurück um das nächste oder das vorherige
Teil aus der Liste anzuzeigen,
COSIMIR® Construction
T
T

um die Konstruktionsdaten für das


neue Teil festzulegen,
Quality Data Settings um die Sollwerte für Qualitätsüberprüfungen
einzutragen,
View Quality Data um die ermittelten Qualitätsdaten
anzuzeigen,
Report um die Liste der Teile zu drucken
Home um zum Einstiegsbildschirm der
Produktionsdatenbank zurückzukehren.

162 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

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So verwalten Sie die Liste der Produktionsprozesse zu den Teilen

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager – Main Menu für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Production Data.
3. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager –
Production Data.
Sie sehen die Liste der Produktionsprozesse. Ein
Produktionsprozess beschreibt, wie ein Teil produziert wird.
Die Liste der Produktionsprozesse, die in der Produktionsdatenbank
verwaltet werden, können Sie betrachten, erweitern, verkleinern
sowie die Daten zu einzelnen Produktionsprozessen ändern.
Sie verwenden dazu die Schaltflächen
Add um einen neuen Produktionsprozess hinzuzufügen,
Delete um den ausgewählten Produktionsprozess zu löschen,
Modify um die Änderungen im Produktionsprozess zu
übernehmen,
Clear um die Daten des aktuell editierten
Produktionsprozesses zu löschen,
Pfeil vor und Pfeil zurück um den nächsten oder den vorherigen
Produktionsprozess aus der Liste der
möglichen Produktionsprozesse für das
Teil anzuzeigen,
Report um die Daten zum ausgewählten Produktionsprozess
zu drucken,
Home um zum Einstiegsbildschirm der
Produktionsdatenbank zurückzukehren.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Wir empfehlen, die in der Produktionsdatenbank standardmäßig


eingetragenen Produktionsprozesse zu Teilen nicht zu ändern.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So verwalten Sie die Liste der Maschinen (Ressourcen)

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager – Main Menu für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Resources.
3. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager –
Resources.
Die Liste der Maschinen, die zur Produktionslinie verwaltet werden,
können Sie betrachten, erweitern, verkleinern sowie die Daten zu
einzelnen Maschinen ändern.
Sie verwenden dazu die Schaltflächen
Add um eine neue Maschine hinzuzufügen,
Delete um die ausgewählte Maschine zu löschen,
Modify um die Änderungen zur ausgewählten Maschine zu
übernehmen,
Clear um die Daten der aktuell editierten Maschine zu löschen,
Report um die Daten zur ausgewählten Maschine zu drucken,
Home um zum Einstiegsbildschirm der Produktionsdatenbank
zurückzukehren.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So verwalten Sie die Liste der Paletten

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager – Main Menu für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Pallets.
3. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager –
Pallets.
Zu der von Ihnen ausgewählten Palettenteilenummer werden Ihnen
alle Teile angezeigt, die diese Palette verwenden.
Verwenden Sie die Schaltfläche
Report um die ausgewählte Liste zu drucken,
Home um zum Einstiegsbildschirm der Produktionsdatenbank
zurückzukehren.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So verwalten Sie den aktuellen Inhalt des Hochregallagers

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager – Main Menu für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Stock Contents.
3. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager –
Stock Contents.
Abgebildet ist der Inhalt des Hochregallagers der Produktionslinie.
Als Hochregallager ist ein Doppel-Hochregallager verwendet. Sie
erkennen das an der Anzahl der Lagerfächer. Ein Einzel-
Hochregallager verfügt über 40 Lagerfächer. Ein Doppel-
Hochregallager besitzt 88 Lagerfächer. Die Lagerfächer sind in
Reihen mit je 8 Fächern angeordnet. Gleichzeitig angezeigt werden
40 Lagerfächer.
Für die Fertigung eines Produktes wird auf diesen Lagerinhalt
zurückgegriffen. Jedes Lagerfach ist gekennzeichnet durch eine
Lagerfachnummer, eine Teilenummer, einen Farbcode und eine
Auftragsnummer.
Sie können den aktuellen Lagerinhalt betrachten, einzelne
Lagerfächer direkt verändern oder den Lagerinhalt durch zwei
angebotene Vorbelegungen komplett überschreiben.
Sie verwenden dazu die Schaltflächen
Modify um die Änderungen am ausgewählten Lagerfach zu
übernehmen,
Reset um die Daten des ausgewählten Lagerfachs zu
löschen und das Fach standardmäßig vorzubelegen,
Pfeil vor und Pfeil zurück um die nächsten oder die vor-
herigen 40 Lagerfächer anzuzeigen,
Copy from Stock User um die anwenderdefinierte Vorbelegung für
den Lagerinhalt zu übernehmen,
Copy from Stock Init um die standardmäßige Vorbelegung für den
Lagerinhalt zu übernehmen
Report um den aktuellen Lagerinhalt zu drucken,
Home um zum Einstiegsbildschirm der
Produktionsdatenbank zurückzukehren.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So verwalten Sie die standardmäßig vorgesehene Vorbelegung des


Hochregallagers

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Stock Init.
3. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager –
Stock Init.
Es wird die von Factory Control vorgesehene Belegung des
Lagerinhalts dargestellt. Abhängig davon, ob Ihre Produktionslinie
ein Einzel- oder ein Doppel-Hochregallager enthält, wird die
entsprechende Vorbelegung angezeigt. Das Einzel-Hochregallager
verfügt über 40 Lagerfächer, das Doppel-Hochregallager besitzt 88
Lagerfächer. Lagerfach 1 bis 48 des Doppel-Hochregallagers sind im
hinteren Teil, Lagerfach 49 bis 88 im vorderen Teil des
Hochregallagers angeordnet. Der Lagerinhalt berücksichtigt nur
Fertigungsaufträge mit der Auftragsnummer 0. Wird die Fertigung
eines Produktes erstmalig gestartet, wird diese Vorbelegung als
aktueller Lagerinhalt übernommen.
Sie können den Lagerinhalt betrachten und auch verändern.
Sie verwenden dazu die Schaltflächen
Modify um die Änderungen am ausgewählten Lagerfach zu
übernehmen,
Reset um die Daten des ausgewählten Lagerfachs zu löschen
und das Fach standardmäßig vorzubelegen,
Pfeil vor und Pfeil zurück um die nächsten oder die vor-
herigen 40 Lagerfächer anzuzeigen,
Report um den anwenderdefinierten Lagerinhalt zu drucken,
Home um zum Einstiegsbildschirm der Produktionsdatenbank
zurückzukehren.

Wir empfehlen, anwenderdefinierte Änderungen in der dafür


vorgesehenen Maske Stock User vorzunehmen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So erstellen Sie eine anwenderdefinierte Vorbelegung des


Hochregallagers

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Stock User.
3. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager –
Stock User.
Sie sehen das Hochregallager mit einem anwenderdefinierten
Lagerbestand. Abhängig davon, welches Hochregallager Sie in der
Produktionslinie verwenden, wird hier das Einzel- oder Doppel-
Hochregallager abgebildet. Das Einzel-Hochregallager verfügt über
40 Lagerfächer, das Doppel-Hochregallager besitzt 88 Lagerfächer.
Ein anwenderdefinierter Lagerbestand ist erforderlich für vom
Anwender erstellte Fertigungsaufträge.
Der vordefinierte anwenderdefinierte Lagerinhalt berücksichtigt nur
Fertigungsaufträge mit einer Auftragsnummer größer oder gleich 1.
Auftragsnummern größer oder gleich 1 werden zum Beispiel für
zeitgeplante Aufträge vergeben. Wird ein zeitgeplanter
Fertigungsauftrag gestartet, muss vorher die anwenderdefinierte
Vorbelegung des Hochregallagers als aktueller Lagerinhalt
übernommen werden.
Sie können den Lagerinhalt betrachten und nach eigenen Wünschen
verändern.
Sie verwenden dazu die Schaltflächen
Modify um die Änderungen am ausgewählten Lagerfach zu
übernehmen,
Reset um die Daten des ausgewählten Lagerfachs zu löschen
und das Fach standardmäßig vorzubelegen,
Pfeil vor und Pfeil zurück um die nächsten oder die vorherigen
40 Lagerfächer anzuzeigen,
Report um den anwenderdefinierten Lagerinhalt zu drucken,
Home um zum Einstiegsbildschirm der Produktionsdatenbank
zurückzukehren.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So verwalten Sie den Kundenstamm

1. Stellen Sie sicher, dass der Einstiegsbildschirm iCIM Production


Manager für die Produktionsdatenbank geöffnet ist.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Customers.
3. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager -
Customers.
Sie sehen die Liste der Kunden.
Sie können die Liste der Kunden einsehen, erweitern und löschen.
Sie verwenden dazu die Schaltflächen
Create New um einen neuen Kunden mit seinen Daten einzufügen,
Delete um einen Kunden zu löschen,
Save um Änderungen in den Daten des ausgewählten
Kunden zu übernehmen,
Clear um die Daten zum ausgewählten Kunden zu löschen,
Pfeil vor und Pfeil zurück um den nächsten oder den vorherigen
Kunden in der Liste anzuzeigen,
Report um die Liste der Kunden zu drucken,
Home um zum Einstiegsbildschirm der
Produktionsdatenbank zurückzukehren.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4.10 Es gibt zwei Arten von Fertigungsaufträgen:


Auftragsliste zu einer • Fertigungsaufträge, die ausgeführt werden, sobald die betreffenden
Produktionslinie erstellen Maschinen zur Verfügung stehen,
und verändern • Fertigungsaufträge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeführt
werden sollen.

Die zeitgeplanten Fertigungsaufträge werden in der Liste Orders timed


verwaltet. Alle anderen Fertigungsaufträge werden in die Liste Orders
listed eingetragen. Beide Listen sind Bestandteil der
Produktionsdatenbank. Die Listen erstellen Sie über entsprechende
Eingabemasken der Produktionsdatenbank.

Nachfolgend sind die Datenbankmasken zu den beiden Auftragslisten


beschrieben.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition eines Fertigungsauftrags für die Auftragsliste Orders listed

Feld Beschreibung

Working No. Hier steht eine laufende Nummer zur Kennzeichnung des Fertigungsauftrags.
(Laufende Nummer) Die Nummer wird von der Produktionsdatenbank automatisch vergeben.

Part No. Hier ist die Teilenummer des Produktes eingetragen, das gefertigt werden
(Teilenummer) soll.
Die möglichen Einträge werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

Order No. Hier wird die Auftragsnummer eingetragen.


(Auftragsnummer) Als Auftragsnummer zugelassen ist hier nur die Zahl 0.
Jeder Fertigungsauftrag erhält eine Auftragsnummer. Standardmäßig arbeitet
die Fertigungssteuerung mit der Auftragsnummer 0. Aus diesem Grund ist
jeder neue Fertigungsauftrag mit der Auftragsnummer 0 vorbelegt. Der
Lagerinhalt, der standardmäßig von Factory Control erzeugt wird, bezieht
sich ebenfalls auf die Auftragsnummer 0.

Customer No. Hier ist die Nummer des Kunden eingetragen, für den der Fertigungsauftrag
(Kundennummer) produziert wird.
Die möglichen Kunden werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

Resource Hier ist die Maschine eingetragen, die das gewünschte Teil fertigen soll.
(Maschine)
Diejenigen Maschinen der Produktionslinie, die das gewünschten Teil
fertigen können, werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

Es ist auch möglich, keine Maschine für den Auftrag auszuwählen. Die
Fertigungssteuerung sucht dann selbstständig nach einer geeigneten
Maschine. Informationen zum Produktionsprozess des gewünschten Teils
sind in der Produktionsdatenbank abgelegt und werden von der
Fertigungssteuerung ausgewertet.

178 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition eines Fertigungsauftrags für die Auftragsliste Orders timed

Feld Beschreibung

Start Date Hier tragen Sie das Startdatum für den Fertigungsauftrag ein.
(Startdatum) Zugelassen sind alle Einträge, die in der Zukunft liegen und das Format
DD.MM.YYYY besitzen.
D = day, M = month, Y = year

Start Time Hier tragen Sie die Startuhrzeit für den Fertigungsauftrag ein.
(Startuhrzeit) Zugelassen sind alle Einträge in dem Format HH:MM:SS.
H = hour, M = minute, S = second

Order No. Hier wird die Auftragsnummer eingetragen.


(Auftragsnummer) Als Auftragsnummer zugelassen sind alle ganzen Zahlen größer oder
gleich 1.

Jeder Fertigungsauftrag erhält eine Auftragsnummer. Standardmäßig


arbeitet die Fertigungssteuerung mit der Auftragsnummer 0. Der
Lagerinhalt, der standardmäßig von Factory Control erzeugt wird, bezieht
sich ebenfalls auf die Auftragsnummer 0.
Zeitgeplante Fertigungsaufträge benötigen immer eine Auftragsnummer
größer oder gleich 1, denn zu diesen Aufträgen muss Material reserviert
werden. Bei zeitgeplanten Fertigungsaufträgen müssen Sie selbst dafür
sorgen, dass der gesamte Lagerinhalt zu dieser Auftragsnummer passt. Das
bedeutet: alle für die Fertigung des gewünschten Produktes erforderlichen
Teile müssen mit der passenden Auftragsnummer im Hochregallager
vorliegen. Die anwenderdefinierte Vorbelegung des Lagers nehmen Sie am
besten mit der Datenbankmaske unter Stock User vor.

Customer No. Hier ist die Nummer des Kunden eingetragen, für den dieser Auftrag
(Kundennummer) produziert wird.
Die möglichen Kunden werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

Batch Size Hier tragen Sie ein, wie viele Teile produziert werden sollen.
(Anzahl)

Part No. Hier ist die Teilenummer des Produktes eingetragen, das gefertigt werden
(Teilenummer) soll.
Die möglichen Einträge werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 179


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition eines Fertigungsauftrags für die Auftragsliste Orders timed

Feld Beschreibung

Resource Hier ist die Maschine eingetragen, die das gewünschte Teil fertigen soll. Die
(Maschine) Maschine wird in COSIMIR® Factory auch als Station bezeichnet.
T
T

Diejenigen Maschinen der Produktionslinie, die das gewünschten Teil


fertigen können, werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

Macro Hier wählen Sie die Makroprozessaufgabe aus, mit welcher das
(Makroprozessaufgabe) gewünschte Teil gefertigt werden soll.
Die möglichen Makroprozessaufgaben werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten.

So erstellen Sie eine Auftragsliste für Fertigungsaufträge ohne


festgelegten Startzeitpunkt

1. Stellen Sie sicher, dass Factory Simulation gestartet und die


gewünschte Produktionslinie dort geladen ist.
2. Starten Sie Factory Control ProjectStudio und laden Sie das Projekt
mit der Fertigungssteuerung zur gewünschten Produktionslinie.
Sie laden das Projekt, indem Sie auf den Befehl Öffnen im Menü
Datei klicken. Als Dateityp muss COSIMIR® Control Projekt (*.lpj)
T
T

eingestellt sein. Wählen Sie die gewünschte Datei aus. Klicken Sie
abschließend auf die Schaltfläche Öffnen.

180 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Das gewünschte Projekt ist geladen.

4. Starten Sie die Betriebsart Fertigung. Wählen Sie hierzu im Menü


Projekt den Befehl Fertigung.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch


das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Database, um die Tabellen der


Produktionsdatenbank einsehen und bearbeiten zu können.

182 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

7. Der Einstiegsbildschirm iCIM Production Manager für die


Produktionsdatenbank ist geöffnet.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

8. Änderungen in der Produktionsdatenbank sind nur befugten


Personen erlaubt und aus diesem Grunde passwortgeschützt.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Login. Wählen Sie den Usertype aus.
Tragen Sie das Passwort ein. Sofern Sie das Passwort seit der
Installation von COSIMIR® Factory nicht geändert haben, ist das
T
T

standardmäßig vorgegebene Passwort noch gültig.


Wenn Sie sich als User angemeldet haben, geben Sie unter
Passwort ein: Festo
Bestätigen Sie die Eingabe mit Login.

184 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

9. Klicken Sie auf die Schaltfläche Orders listed, um die Auftragsliste


für die Fertigung zu öffnen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

10. Wollen Sie einen neuen Auftrag einfügen, dann tragen Sie die Daten
zum Auftrag in die Felder unterhalb Modify Order ein.
– Der Wert für Working Number wird von der Datenbank
automatisch eingetragen. An dieser Stelle brauchen Sie nichts tun.
– Wählen Sie die Teilenummer des Produktes, das Sie fertigen
wollen. Die möglichen Produkte werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten. Wählen Sie zum Beispiel die Teilenummer 42144 für
eine Basisplatte.
– Als Auftragsnummer übernehmen Sie den Wert 0. Sie können dann
den standardmäßig vorbelegten Inhalt des Hochregallagers
verwenden.
– Wählen Sie den Kunden von diesem Auftrags aus. Alle in der
Datenbank verwaltete Kunden werden Ihnen in einer Liste
angeboten.
– Wählen Sie die Maschine aus, auf der das Produkt gefertigt
werden soll. Es wird Ihnen die CNC-Fräsmaschine Mill155
angeboten.

186 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

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11. Klicken Sie auf die Schaltfläche Add, um den Auftrag in die Liste der
Fertigungsaufträge zu übernehmen.

188 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

12. Erstellen Sie die Daten zu einem weiteren Auftrag.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

13. Fügen Sie den neuen Auftrag in die Auftragsliste ein.

190 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

14. Wollen Sie einen Auftrag ändern, dann markieren Sie den
gewünschten Auftrag. Klicken Sie hierzu in ein Feld des betreffenden
Auftrags. Die Daten des Auftrags werden in die Eingabefelder
unterhalb Modify Order übernommen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 191


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

15. Nehmen Sie die Änderungen vor.

192 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


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16. Klicken Sie auf die Schaltfläche Modify, um den geänderten Auftrag
in die Liste zurückzuschreiben.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 193


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

17. Sie können auch einzelne Aufträge löschen. Wählen Sie den
gewünschten Auftrag aus.

194 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

18. Klicken Sie auf die Schaltfläche Delete current. Der markierte
Auftrag wird nach einer Rückfrage aus der Auftragsliste gelöscht.

Hinweis Änderungen an Aufträgen können Sie nur vornehmen, solange der


betreffende Auftrag nicht von der Fertigungssteuerung ausgeführt wird.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So erstellen Sie eine Auftragsliste mit zeitgeplanten


Fertigungsaufträgen

1. Stellen Sie sicher, dass Factory Simulation gestartet und die


gewünschte Produktionslinie dort geladen ist.
2. Starten Sie Factory Control ProjectStudio und laden Sie das Projekt
mit der Fertigungssteuerung zur gewünschten Produktionslinie.
Sie laden das Projekt, indem Sie auf den Befehl Öffnen im Menü
Datei klicken. Als Dateityp muss COSIMIR® Control Projekt (*.lpj)
T
T

eingestellt sein. Wählen Sie die gewünschte Datei aus. Klicken Sie
abschließend auf die Schaltfläche Öffnen.

196 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Das gewünschte Projekt ist geladen.

4. Starten Sie die Betriebsart Fertigung. Wählen Sie hierzu im Menü


Projekt den Befehl Fertigung.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch


das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Database, um die Tabellen der


Produktionsdatenbank einsehen und bearbeiten zu können.

198 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

7. Der Einstiegsbildschirm iCIM Production Manager für die


Produktionsdatenbank ist geöffnet.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 199


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

8. Änderungen in der Produktionsdatenbank sind nur befugten


Personen erlaubt und aus diesem Grunde passwortgeschützt.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Login. Wählen Sie den Usertype aus.
Tragen Sie das Passwort ein. Sofern Sie das Passwort seit der
Installation von COSIMIR® Factory nicht geändert haben, ist das
T
T

standardmäßig vorgegebene Passwort noch gültig.


Wenn Sie sich als User angemeldet haben, geben Sie unter
Passwort ein: Festo
Bestätigen Sie die Eingabe mit Login.

200 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

9. Klicken Sie auf die Schaltfläche Orders timed, um die zeitgeplante


Auftragsliste für die Fertigung zu öffnen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

10. Wollen Sie einen neuen Auftrag einfügen, dann tragen Sie die Daten
zum Auftrag in die dafür vorgesehenen Felder ein.
– Das Feld mit dem Startdatum ist mit dem aktuellen Datum
vorbelegt. Sie können es jederzeit ändern.
– Als Startuhrzeit ist die aktuelle Zeit eingetragen. Stellen Sie die
gewünschte Startzeit ein.
– Als Auftragsnummer übernehmen Sie am besten den
voreingestellten Wert 1. Zeitgeplante Fertigungsaufträge benötigen
immer eine Auftragsnummer größer oder gleich 1.
– Wählen Sie den Kunden für diesen Auftrag aus. Alle in der
Datenbank verwalteten Kunden werden Ihnen in einer Liste
angeboten.
– Geben Sie die Anzahl der zu fertigenden Teile ein. Wählen Sie zum
Beispiel 2.
– Wählen Sie die Teilenummer des Produktes, das Sie fertigen
wollen. Die möglichen Produkte werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten. Wählen Sie zum Beispiel die Teilenummer 42144 für
eine Basisplatte.
– Wählen Sie die Maschine aus, auf der das Produkt gefertigt
werden soll. Es wird Ihnen die CNC-Fräsmaschine Mill155
angeboten.
– Im Feld für das Macro wählen Sie diejenige Makroprozessaufgabe
aus, mit der die Maschine das Teil produzieren soll. Zur Produktion
der Basisplatte wählen Sie ProdBaseplate.

202 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 203


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

11. Klicken Sie auf die Schaltfläche Add, um den Auftrag in die Liste der
zeitgeplanten Fertigungsaufträge zu übernehmen.

204 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

12. Erstellen Sie die Daten zu einem weiteren Auftrag.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 205


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

13. Fügen Sie den neuen Auftrag in die Auftragsliste ein.

206 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

14. Wollen Sie einen Auftrag ändern, dann markieren Sie den
gewünschten Auftrag. Klicken Sie hierzu in ein Feld des betreffenden
Auftrags. Die Daten des Auftrags werden in die Eingabefelder
übernommen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

15. Nehmen Sie die Änderungen vor.

208 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


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16. Klicken Sie auf die Schaltfläche Modify, um den geänderten Auftrag
in die Liste zurück zu schreiben.

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17. Sie können auch einzelne Aufträge löschen. Wählen Sie den
gewünschten Auftrag aus.

210 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

18. Klicken Sie auf die Schaltfläche Delete. Der markierte Auftrag wird
nach einer Rückfrage aus der Auftragsliste gelöscht.

Hinweis Änderungen an Aufträgen können Sie nur vornehmen, solange der


betreffende Auftrag nicht von der Fertigungssteuerung ausgeführt wird.

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4.11 Die Fertigungsaufträge zu einer Produktionslinie erstellen Sie in zwei


Auftragsliste zu einer Listen. Die zwei Listen sind Bestandteil der Produktionsdatenbank.
Produktionslinie
ausführen und Die Ausführung der Listen starten Sie im Visualisierungsfenster von
beobachten Factory Control. Dort können Sie die Ausführung der gerade aktiven
Aufträge in der 2D-Darstellung der Produktionslinie verfolgen. Eine
realitätsnahe Darstellung des Fertigungsablaufes bietet Ihnen das
Programmteil Factory Simulation.

Genaue Informationen über den Zustand der einzelnen


Fertigungsaufträge erhalten Sie, wenn Sie die beiden Auftragslisten in
der Produktionsdatenbank Online verfolgen.

So starten Sie die Ausführung der Auftragslisten Orders listed und


Orders timed

1. Stellen Sie sicher, dass Factory Simulation gestartet und die


gewünschte Produktionslinie dort geladen ist. Die Produktionslinie
muss sich in Grundstellung befinden. Sie erreichen das, indem Sie
im Menü Bearbeiten den Befehl Arbeitszelle Grundstellung
aktivieren.
2. Starten Sie Factory Control ProjectStudio und laden Sie das Projekt
mit der Fertigungssteuerung zur gewünschten Produktionslinie.
Sie laden das Projekt, indem Sie auf den Befehl Öffnen im Menü
Datei klicken. Als Dateityp muss COSIMIR® Control Projekt (*.lpj)
T
T

eingestellt sein. Wählen Sie die gewünschte Datei aus. Klicken Sie
abschließend auf die Schaltfläche Öffnen.

212 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


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3. Das gewünschte Projekt ist geladen.

4. Starten Sie den Fertigungsmodus. Wählen Sie hierzu im Menü


Projekt den Befehl Fertigung.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch


das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

214 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Bevor Sie die Ausführung der Auftragsliste starten, müssen Sie den
Lagerinhalt überprüfen. Öffnen Sie hierzu die
Produktionsdatenbank, indem Sie auf die Schaltfläche Database
klicken. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Stock
Contents.

7. Wenn Ihre Auftragsliste nur Fertigungsaufträge mit der


Auftragsnummer 0 enthält, können Sie die standardmäßig
vorgesehene Vorbelegung für das Hochregallager übernehmen.
Klicken Sie hierzu auf die Schaltfläche Copy from Stock Init.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 215


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Hinweis Um Änderungen am Lagerbestand auszuführen, benötigen Sie


Schreibrechte für die Produktionsdatenbank. Schreibrechte sind an
Nutzergruppen gekoppelt und werden bei Anmeldung an der
Produktionsdatenbank freigegeben.

8. Wenn Ihre Auftragsliste Fertigungsaufträge mit einer


Auftragsnummer größer oder gleich 1 enthält, müssen Sie die
anwenderdefinierte Vorbelegung des Hochregallagers als aktuellen
Lagerinhalt übernehmen. Beachten Sie: Zeitgeplante
Fertigungsaufträge besitzen immer eine Auftragsnummer größer
oder gleich 1.
Klicken Sie nun auf die Schaltfläche Copy from Stock User. Der
anwenderdefinierte Lagerinhalt ist als aktueller Lagerinhalt
übernommen worden und steht nun für die Produktion zur
Verfügung.
9. Starten Sie nun die Ausführung Ihrer Auftragsliste. Klicken Sie
hierzu auf die Schaltfläche Orders Listed, wenn Sie eine einfache
Auftragstabelle erstellt haben und diese nun ausführen wollen.
Haben Sie Fertigungsaufträge mit einem festgelegten Startzeitpunkt
eingegeben, dann klicken Sie auf die Schaltfläche Orders Timed.

216 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

10. Die Ausführung der Auftragstabelle erkennen Sie daran, dass die
entsprechende Schaltfläche blau hinterlegt ist.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 217


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So verfolgen Sie die Ausführung der Auftragsliste Orders Listed

1. Stellen Sie sicher, dass die gewünschte Auftragsliste ausgeführt


wird. Sie erkennen die Ausführung an der blau hinterlegten
Schaltfläche Orders Listed.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Database, um den iCIM Production
Manager zu aktivieren.

3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Orders Listed.

218 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Es öffnet sich die Datenbankmaske zu den Fertigungsaufträgen


Orders listed.
Um schnell erkennen zu können, in welchem Bearbeitungszustand
sich ein Auftrag befindet, sind drei Rubriken vorgesehen.
Orders scheduled Der Auftrag wartet auf Bearbeitung.
Orders running Der Auftrag wird ausgeführt.
Orders finished Der Auftrag ist beendet.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Sobald ein Auftrag beendet ist, wird er in die Rubrik Orders finished
eingetragen.

6. Wollen Sie alle beendeten Aufträge aus der Liste entfernen, dann
klicken Sie auf die Schaltfläche Clean up.

220 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So verfolgen Sie die Ausführung der Auftragsliste Orders Timed

1. Stellen Sie sicher, dass die gewünschte Auftragsliste ausgeführt


wird. Sie erkennen die Ausführung an der blau hinterlegten
Schaltfläche Orders Timed.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Database, um den iCIM Production
Manager zu aktivieren.

3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Orders Timed.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 221


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Es öffnet sich die Datenbankmaske zu den Fertigungsaufträgen


Orders Timed.
Um schnell erkennen zu können, in welchem Bearbeitungszustand
sich ein Auftrag befindet, wählen Sie die Vollbilddarstellung der
Liste. Klicken Sie auf die Schaltfläche Fullscreen View.
Es werden Ihnen alle Informationen zur Ausführung des Auftrags
angezeigt:
State idle Der Auftrag wartet auf Bearbeitung.
State running Der Auftrag wird ausgeführt.
State finished Der Auftrag ist beendet.
State failed Die Ausführung des Auftrags ist fehlgeschlagen.

5. Sobald ein Auftrag beendet ist, wird er mit dem Status finished
versehen.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Back, um zur Datenbankmaske
Orders timed zurück zu kehren.

6. Wollen Sie alle beendeten Aufträge aus der Liste entfernen, dann
klicken Sie auf die Schaltfläche Clean up.

222 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4.12 Es sind drei Datenbankmasken zur Lagerverwaltung vorgesehen:


Hochregallager zur • Stock Contents:
Produktionslinie Mit Stock Contents verwalten Sie den aktuellen Lagerbestand des
verwalten Hochregallagers. Während der Fertigung eines Produktes wird auf
diesen Lagerbestand zurückgegriffen.
• Stock Init:
In Stock Init wird die standardmäßig vorgesehene Vorbelegung des
Hochregallagers verwaltet. Dieser Lagerinhalt wird automatisch als
aktueller Lagerinhalt übernommen, wenn die Fertigung für eine
Produktionslinie erstmalig gestartet wird. Der vom System erzeugte
Lagerinhalt berücksichtigt nur Fertigungsaufträge mit einer
Auftragsnummer 0. Beachten Sie: Die im Visualisierungsfenster
vorbereiteten Fertigungsaufträge sind mit der Auftragsnummer 0
versehen.
• Stock User:
Mit Stock User erzeugen Sie eine anwenderdefinierte Vorbelegung
des Hochregallagers. Der vom System erzeugte, anwenderdefinierte
Lagerbestand berücksichtigt nur Fertigungsaufträge mit einer
Auftragsnummer größer oder gleich 1. Auftragsnummern größer
oder gleich 1 werden zum Beispiel für zeitgeplante
Fertigungsaufträge vergeben. Vor dem Start der Fertigung muss der
Anwender dafür sorgen, dass die anwenderdefinierte Vorbelegung
des Hochregallagers als aktueller Lagerbestand übernommen wird.

Es gibt zwei Ausführungen des Hochregallagers: Einzel-Hochregallager


und Doppel-Hochregallager. Das Einzel-Hochregallager ist aus 40
Lagerfächern aufgebaut. Das Doppel-Hochregallager besitzt 88
Lagerfächer. In der Datenbankmaske werden 40 Lagerfächer gleichzeitig
angezeigt. Haben Sie für die Produktionslinie ein Hochregallager mit
mehr als 40 Lagerfächern gewählt, dann können Sie sich mit den Pfeil-
Symbolen durch den gesamten Lagerinhalt bewegen.

Im 3D-Modell des Doppel-Hochregallagers sind die Lagerfächer mit den


Nummern 1 bis 48 in der hinteren Reihe des Hochregallagers
angeordnet, die Lagerfächer mit den Nummern 49 bis 88 bilden die
vordere Reihe des Hochregallagers.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 223


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Doppel-Hochregallager, hintere Reihe

Doppel-Hochregallager, vordere Reihe

Jedes Lagerfach ist gekennzeichnet durch eine Lagerfachnummer, eine


Teilenummer, einen Farbcode und eine Auftragsnummer.

Zusätzlich besitzt jedes Lagerfach eine Zonenkennung. Die


Zonenkennung berücksichtigt die unterschiedliche Höhe der
Lagerfächer. Auf die Zonenkennung hat der Anwender keinen Zugriff, sie
ist auch nicht direkt sichtbar. Die Zonenkennung wird von der
Produktionsdatenbank intern verwaltet. Die Produktionsdatenbank
benötigt die Zonenverwaltung, um Teile korrekt ein- und auszulagern.

224 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Im Einzel-Hochregallager sind alle Lagerfächer gleichwertig. Sie


besitzen alle die gleiche Zone. Die Zone wird als Zone 0 bezeichnet.
Damit kann jedes Teil, unabhängig von seinen geometrischen
Abmessungen und egal ob Ausgangsmaterial, Zwischenprodukt oder
Endprodukt, in jedem beliebigen Fach gelagert werden.

Beim Doppel-Hochregallager verhält es sich anders. Hier sind die


Lagerfächer in drei Zonen aufgeteilt:
• Zone 1 bilden die Lagerfächer mit den Nummern 57 bis 64. Das ist
T

die zweitunterste Reihe im vorderen Teil des Hochregallagers. Die


Lagerfächer sind niedrig. Hier können nur die leeren Paletten für
eine Basisplatte (Teilenummer 82201) oder für einen Stifthalter
(Teilenummer 82200) gelagert werden.
• Eine weitere Zone bilden die Lagerfächer der oberen Reihe. Dazu
gehören die Lagerfächer mit den Nummern 41 bis 48 sowie 81 bis
88. Diese Zone wird als Zone 7 bezeichnet. Hier können auch Teile
mit großer Bauhöhe, zum Beispiel komplette Tischsets, gelagert
werden.
• Alle anderen Lagerfächer bilden die dritte Zone. Diese Zone ist mit
Zone 4 bezeichnet. Hier können alle Teile außer den kompletten
Tischsets gelagert werden.

Beim Auslagern wird das Teil mit der entsprechenden Teilenummer aus
der niedrigsten verfügbaren Lagefachnummer gewählt.
Beim Einlagern wird die niedrigste verfügbare Lagerfachnummer mit
passender Zonennummer gewählt.
Legt der Anwender neue Teile in der Produktionsdatenbank an, dann
wird diesen Teilen automatisch die Zone 7 zugeordnet.

Es kann derzeit genau ein Teil mit Palette im Lagerfach abgelegt


werden. Benötigen Sie ein Teil mehrfach, dann müssen Sie
entsprechend viele Lagerfächer mit der Teilenummer reservieren

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 225


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Für ein Lagerfach können Sie folgende Angaben verändern:


• Teilenummer des Lagerteils,
• Nummer des Auftrags, für den das Teil zur Verfügung stehen soll.

Wir empfehlen, die standardmäßig vorgesehene Vorbelegung des


Hochregallagers Stock Init nicht zu verändern. Denn dieser
Lagerbestand ist abgestimmt auf die vorbereiteten Fertigungsaufträge
im Visualisierungsfenster. Änderungen sowohl im Lagerteil als auch in
der Auftragsnummer können vorgenommen werden im aktuellen
Lagerbestand Stock Contents und im anwenderdefinierten
Lagerbestand Stock User.

226 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So verändern Sie den aktuellen Lagerbestand des Hochregallagers

1. Stellen Sie sicher, dass Factory Simulation gestartet und die


gewünschte Produktionslinie dort geladen ist.
2. Starten Sie Factory Control ProjectStudio und laden Sie das Projekt
mit der Fertigungssteuerung zur gewünschten Produktionslinie.
Sie laden das Projekt, indem Sie auf den Befehl Öffnen im Menü
Datei klicken. Als Dateityp muss COSIMIR® Control Projekt (*.lpj)
T
T

eingestellt sein. Wählen Sie die gewünschte Datei aus. Klicken Sie
abschließend auf die Schaltfläche Öffnen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 227


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Das gewünschte Projekt ist geladen.

4. Starten Sie die Betriebsart Fertigung. Wählen Sie hierzu im Menü


Projekt den Befehl Fertigung.

228 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch


das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Database, um die Tabellen der


Produktionsdatenbank einsehen und bearbeiten zu können.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 229


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

7. Der Einstiegsbildschirm iCIM Production Manager für die


Produktionsdatenbank ist geöffnet.

230 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

8. Änderungen in der Produktionsdatenbank sind nur befugten


Personen erlaubt und aus diesem Grunde passwortgeschützt.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Login. Wählen Sie den Usertype aus.
Tragen Sie das Passwort ein. Sofern Sie das Passwort seit der
Installation von COSIMIR® Factory nicht geändert haben, ist das
T
T

standardmäßig vorgegebene Passwort noch gültig.


Wenn Sie sich als User angemeldet haben, geben Sie unter
Passwort ein: Festo
Bestätigen Sie die Eingabe mit Login.

9. Klicken Sie auf die Schaltfläche Stock Contents, um den aktuellen


Lagerbestand für die Fertigung zu öffnen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 231


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

10. Um ein einzelnes Lagerfach zu ändern, klicken Sie auf das


gewünschte Lagerfach. Nehmen Sie die Änderungen in der
Teilenummer und/oder der Auftragsnummer vor. Klicken Sie
abschließend auf die Schaltfläche Modify. Der aktuelle
Lagerfachinhalt wird überschrieben.
11. Sie können den gesamten Lagerinhalt auch komplett überschreiben.
Verwenden Sie dazu die Schaltfläche Copy from Stock User, um die
anwenderdefinierte Vorbelegung für den Lagerinhalt zu
übernehmen. Wollen Sie den aktuellen Lagerinhalt mit der
standardmäßig vorgesehenen Vorbelegung überschreiben, dann
klicken Sie auf die Schaltfläche Copy from Stock Init.

232 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4.13 Wenn Sie ein neues Teil in der Produktionsdatenbank anlegen und
Neues Teil in der anschließend fertigen wollen, dann führen Sie folgende Schritte aus:
Produktionsdatenbank 1. Legen Sie das Teil mit seinen Merkmalen an.
anlegen 2. Tragen Sie die Konstruktionsdaten für das Teil ein.
3. Definieren Sie den Produktionsprozess für das Teil.
4. Zusätzlich ist es für einige Teile möglich, Qualitätsdaten festzulegen.

Alle Daten zusammen bilden einen Datenbankeintrag zu dem aktuell


angewählten Teil. Die Daten sind jedoch in unterschiedlichen Tabellen
abgelegt.

Die Eintragungen in die Produktionsdatenbank nehmen Sie über


spezielle Datenbankmasken vor. Für Änderungen in der Liste der Teile
benötigen Sie volle Schreibrechte. Diese sind standardmäßig der
Nutzergruppe Instructor vorbehalten. Der Instructor kann die
erforderlichen Schreibrechte jedoch auch der Nutzergruppe User
zuweisen.

Nachfolgend sind die Eingabefelder zu den erforderlichen


Datenbankmasken beschrieben.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 233


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition eines Teils

Feld Beschreibung

Part No. Die Teilenummer ist ein numerischer Wert, der das Teil eindeutig
(Teilenummer) identifiziert.
Zugelassen sind ganze Zahlen größer oder gleich 1. Die Teilenummern zu in
der Datenbank vorhandenen Teilen werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten.
Die Teilenummer wird zum Beispiel in die Auftragstabelle eingetragen, um
das gewünschte Teil zu produzieren. Oder an Prozessaufgaben übergeben,
um das passende Bearbeitungsprogramm zu aktivieren.
Hinweis:
Die Teilenummer von bestehenden Teilen sollten Sie nicht ändern. Die
Informationen zu einem Teil sind in unterschiedlichen Tabellen in der
Produktionsdatenbank abgelegt. Der Zugriff geschieht immer über die
Teilenummer.
Wird nun eine Teilenummer in einer Tabelle geändert, so muss die
Änderung in allen anderen Tabellen entsprechend nachgezogen werden.

Product Name Der Produktname bezeichnet das Teil eindeutig. Es wird empfohlen, einen
(Produktbezeichnung) für den Anwender verständlichen Text als Bezeichnung für das Teil zu
wählen.
Zugelassen ist ein Text, bestehend aus 35 Zeichen. Als Zeichen werden
verwendet: Zahlen, Buchstaben, Unterstrich, Leerzeichen.

Description Hier wird eine ausführliche und verständliche Beschreibung des Teils
(Beschreibung) eingetragen. Das Textfeld darf aber auch leer bleiben.
Zugelassen ist ein Text, bestehend aus 255 Zeichen. Als Zeichen werden
verwendet: Zahlen, Buchstaben, Unterstrich, Leerzeichen.

234 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition eines Teils

Feld Beschreibung

Type Hier ist der Typ des Teils eingetragen.


(Typ) Bei den Teilen wird unterschieden in
– Fertigungsteil
– Lieferteil
Zu einem Lieferteil muss auch der Lieferant im entsprechenden Feld
eingetragen sein.
– Palette
Zugelassen für Typ sind die Einträge
– Produced für Fertigungsteil
– Supplied für Lieferteil
– Pallet für Palette
Die Einträge werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

Group Die Gruppe repräsentiert den Farbcode für das Teil.


(Gruppe) Jedem Teil kann eine Farbe zugeordnet werden. Die Farbe wird in der
Visualisierung des Lagers ausgewertet. So können zum Beispiel Rohteile
mit einer Farbe, Fertigteile mit einer anderen Farbe gekennzeichnet sein.

Jeder Farbe ist eine bestimmte Zahl zugeordnet.


Derzeit sind 10 Farben angelegt. Es sind:
0: türkis 1: dunkelrosa 2: gelb
3: hellblau 4: hellrosa 5: hellgelb
6: blau 7: grün 8: rot
9: hellgrün 10: weiß

Supplier Hier ist der Lieferant des Teils eingetragen, sofern es sich bei dem Teil um
(Lieferant) ein Lieferteil handelt.
Zugelassen ist ein Text, bestehend aus 50 Zeichen. Als Zeichen werden
verwendet: Zahlen, Buchstaben, Unterstrich, Leerzeichen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition eines Teils

Feld Beschreibung

Location Hier ist der Lagerort des Teils eingetragen.


(Ort) Teile werden an zwei verschiedenen Orten innerhalb einer Produktionslinie
gelagert. Die Lagerorte sind:
– Hochregallager
– Feeder. Feeder sind lokale Lagerplätze in einer Station. Dazu
gehören Magazine und Bänder mit Teilelagerung und -beförderung.
Zugelassen für Lagerort sind die Einträge
– Stock für Hochregallager
– Feeder für lokaler Lagerort in der Station
Die Einträge werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

On Pallet Hier ist die Teilenummer der Palette eingetragen, auf welcher das Teil
(Palette) eingelagert und transportiert wird.
Die möglichen Teilenummern werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten.
Vorbelegt ist die Palette mit der Teilenummer 0.

Costs Hier sind die Herstellkosten für das Teil eingetragen.


(Herstellkosten) Die Herstellkosten sind mit dem Wert 0 vorbelegt.

Price Hier ist der Netto-Verkaufspreis für das Teil eingetragen.


(Verkaufspreis) Der Verkaufspreis ist mit dem Wert 0 vorbelegt.

Currency Hier ist die Währung zu den Preisen eingetragen.


(Währung) Die möglichen Währungen werden Ihnen in einer Listbox angeboten.
Die Währung ist vorbelegt mit EUR.

236 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition des geometrischen Aufbaus eines Teils

Feld Beschreibung

Part No. Hier ist die Teilenummer eingetragen.


(Teilenummer) Die Teilenummern werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

Construction1 In diesem Feld ist die Aufbauanleitung für das Teil eingetragen.
(Konstruktion 1) Die Aufbauanleitung ist nötig für die Visualisierung des Teils.

Beispiel: Erst kommt die Grundplatte, auf dieser ist in der 2. Bohrung ein
Stifthalter eingebaut.

Jedes Teil besitzt mindestens einen Greiferpunkt und einen Greifpunkt.


GRP = Greiferpunkt aktiv
GP = Greifpunkt passiv
Aus diesen Informationen wird die Aufbauanleitung paarweise für jeweils
zwei Teile erstellt.

Es wird empfohlen, die Konstruktionsdaten zu einem neuen Teil durch


Kopieren der passenden Konstruktionsdaten von einem bestehenden Teil
zu erzeugen.

Construction2 Das Feld ist derzeit leer.

Construction3 Das Feld ist derzeit leer.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition des Produktionsprozesses für ein Teil

Feld Beschreibung

Part No Die Teilenummer ist ein numerischer Wert, der das Teil eindeutig
(Teilenummer) identifiziert.
Alle Informationen in diesem Datensatz gehören zum ausgewählten Teil.
Sie müssen bekannt sein, damit das Teil produziert werden kann.
Die möglichen Teilenummern werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten.

Product Name Hier wird der Produktname des Teils angezeigt.


(Produktbezeichnung)

Description Hier wird eine Beschreibung des Teils angezeigt.


(Beschreibung)

Resource Class Hier ist die Stationsklasse eingetragen, die das Teil mit der ausgewählten
(Maschinenklasse oder Teilenummer produzieren soll.
Stationsklasse) Als Stationsklassen stehen zur Verfügung und können hier eingetragen
werden:
– Station Festo Mill
– Station Festo Turn
– Station Festo MillAndTurn
– Station Festo Stock
– Station Festo Assembly
– Station Festo Quality
Die Einträge werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

238 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition des Produktionsprozesses für ein Teil

Feld Beschreibung

Use Resource Type Hier ist eingetragen, ob das ausgewählte Teil von der Stationsklasse oder
(Maschinentyp oder von einer Instanz der Stationsklasse produziert werden soll. Eine Instanz ist
Stationstyp) eine konkrete Maschine aus der gewählten Stationsklasse.
Wichtig wird die Angabe, wenn zum Beispiel zwei Maschinen der gewählten
Stationsklasse Teil der Produktionsanlage sind. Soll dann auf einer
bestimmten Maschinen produziert werden, so muss der Name der
Maschine im Produktionsprozess angegeben werden. Die Instanz ist
gekennzeichnet durch einen Instanz- oder auch Stationsnamen (Resource
Name)
Zugelassen als Maschinentyp sind·
– Resource Class
– Resource Name
Die Einträge werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten. Vorbelegt ist
der Maschinen Typ mit Resource Class.

Resource Name Ist im Feld Maschinentyp eine konkrete Maschine, also der Eintrag
(Maschinenname oder Resource Name, ausgewählt worden, so muss in diesem Feld der Name der
Stationsname) Maschine angegeben werden.
Die Namen der Maschinen werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

Use Macro Hier ist die Makroprozessaufgabe eingetragen, die die ausgewählte
(Makroprozessaufgabe) Maschine ausführen muss, damit das Teil gefertigt wird.
Die Makroprozessaufgaben zur ausgewählten Maschine bzw.
Maschinenklasse werden Ihnen in einer Auswahlliste angeboten.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition des Produktionsprozesses für ein Teil

Feld Beschreibung

Strategy Hier wird die Produktions- bzw. Transportstrategie eingetragen, die die
(Transportstrategie) Maschine anwenden soll.
Es gibt drei Strategien. Es bedeuten:
Single:
Zu diesem Prozess gibt es ein Ausgangsteil aus dem Hochregallager, eine
Station (Maschine) und ein Endprodukt. Optional können noch lokal in der
Station vorgehaltene Ausgangsteile im Produktionsprozess eingesetzt
werden. Das Endprodukt hat die Teilenummer Part No.
Beispiele für diesen Prozess sind: das Fräsen eines Teils, das Drehen eines
Teils.
Parallel two:
Bei diesem Prozess werden genau zwei Ausgangsteile aus dem Lager
montiert. Zusätzlich können noch lokal gelagerte Teile in der Station für die
Montage genutzt werden. Aus diesen Teilen wird ein Endprodukt erzeugt.
Das Endprodukt hat die Teilenummer Part No. Dieses wird auf eine leere
Transportpalette gelegt. Die zweite Transportpalette bewegt sich leer zum
Lager.
Test:
Bei diesem Prozess wird ein Teil getestet. Ist die Qualität des Teils in
Ordnung, so erhält das Teil die Teilenummer Part No.
Hat das Teil den Qualitätstest nicht bestanden, erhält es ebenfalls eine
neue Teilenummer. Die Teilenummer zeigt an, dass das Teil fehlerhaft ist.
Das Teil besitzt einen Sonderstatus. Es wird im Hochregallager eingelagert,
es besitzt aber zum Beispiel keinen Produktionsprozess.

Die Einträge für die Produktionsstrategie werden Ihnen in einer


Auswahlliste angeboten.

Mill Hier ist die Programmnummer des Mill Programms eingetragen, dass das
gewünschte Teil produziert.
Die Programmnummer ist gekoppelt an die ausgewählte Maschine und die
Makroprozessaufgabe.

240 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition des Produktionsprozesses für ein Teil

Feld Beschreibung

Turn Hier ist die Programmnummer des Turn Programms eingetragen, dass das
gewünschte Teil produziert.
Die Programmnummer ist gekoppelt an die ausgewählte Maschine und die
Makroprozessaufgabe.

Subparts 1 Hier ist das erste Teil eingetragen, das als Ausgangsteil benutzt wird.
(supplied) Diese Art von Ausgangsteilen werden immer aus dem Hochregallager zur
Maschine transportiert.
Die möglichen Teilenummern werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten.

Subparts 2 Hier ist das zweite Teil eingetragen, das als Ausgangsteil benutzt wird.
(supplied) Diese Art von Ausgangsteilen werden immer aus dem Hochregallager zur
Maschine transportiert.
Die möglichen Teilenummern werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten.

Subparts 3 (supplied) Dieses Feld wird derzeit nicht benötigt.

Subparts 4 (supplied) Dieses Feld wird derzeit nicht benötigt.

Subparts 1 Hier ist das erste Teil eingetragen, das ebenfalls als Ausgangsteil benutzt
(local) wird. Es liegt jedoch lokal in der Station in Feeders vor. Ein Magazin ist zum
Beispiel ein Feeder.
Die Verwaltung dieses lokalen Lagers geschieht automatisch und liegt nicht
in der Verantwortung des Anwenders.
Die möglichen Teilenummern werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten.

Subparts 2 Hier ist das zweite Teil eingetragen, das ebenfalls als Ausgangsteil benutzt
(local) wird. Es liegt jedoch lokal in der Station in Feeders vor. Ein Magazin ist zum
Beispiel ein Feeder.
Die Verwaltung dieses lokalen Lagers geschieht automatisch und liegt nicht
in der Verantwortung des Anwenders.
Die möglichen Teilenummern werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 241


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition des Produktionsprozesses für ein Teil

Feld Beschreibung

Subparts 3 Hier ist das dritte Teil eingetragen, das ebenfalls als Ausgangsteil benutzt
(local) wird. Es liegt jedoch lokal in der Station in Feeders vor. Ein Magazin ist zum
Beispiel ein Feeder.
Die Verwaltung dieses lokalen Lagers geschieht automatisch und liegt nicht
in der Verantwortung des Anwenders.
Die möglichen Teilenummern werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten.

Subparts 4 Hier ist das vierte Teil eingetragen, das ebenfalls als Ausgangsteil benutzt
(local) wird. Es liegt jedoch lokal in der Station in Feeders vor. Ein Magazin ist zum
Beispiel ein Feeder.
Die Verwaltung dieses lokalen Lagers geschieht automatisch und liegt nicht
in der Verantwortung des Anwenders.
Die möglichen Teilenummern werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten.

Part No. on Fail Hier ist die Teilenummer eingetragen, die das Teil im Fehlerfall erhält.
(Teilenummer im Die möglichen Teilenummern werden Ihnen in einer Auswahlliste
Fehlerfall) angeboten.

Für die Eintragungen sind bestimmte Spielregeln zu beachten:


• Neue Teile müssen gleiche geometrische Abmessungen besitzen wie
die in der Produktionsdatenbank standardmäßig schon enthaltenen
Teile. Denn die zu den Bearbeitungs- und Montagestationen
gehörenden Maschinen- und Roboterprogramme setzen eine
bestimmte geometrische Form der Teile sowie auch Reihenfolge in
der Bearbeitung der Teile voraus. Es ist deshalb hilfreich, bei der
Erstellung eines neuen Teils auf dem Datensatz eines geeigneten,
schon vorhandenen Teils aufzusetzen.
• Damit ein Teil gefertigt werden kann, müssen seine
Konstruktionsdaten bekannt sein. Die Konstruktionsdaten sind in
einer festen Syntax beschrieben. Wenn Sie sich mit der Syntax nicht
tiefer auseinander setzen wollen, empfehlen wird, die
Konstruktionsdaten eines geeigneten schon bestehenden Teils für
das neue Teil zu übernehmen.

242 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

• Die eigentliche Fertigung des Teils geschieht mit den


Makroprozessaufgaben einer Station. Die Ausführung einer
Makroprozessaufgabe enthält einen festen Ablauf. Dadurch ergeben
sich Anforderungen, die bei der Formulierung des
Produktionsprozesses für das Teil zu beachten sind:
Dazu gehören
– die Reihenfolge, in der unterschiedliche Ausgangsteile aus dem
Hochregallager angeliefert werden, ist festgelegt und muss
eingehalten werden.
– die Art der Ausgangsteile, die auf lokalen Lagerplätzen der Station
bereitgestellt werden, ist festgelegt und muss eingehalten werden.
Die notwendigen Informationen zur Funktionsweise der
Makroprozessaufgaben sind in einer Tabelle zusammengestellt.

Produktionsprozesse für Stifthalter (Penholder)


Stifthalter gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Sie unterscheiden
sich im Material und im Design. Die unterschiedlichen
Designausführungen sind gekennzeichnet als Typ 1 bis Typ 5.
Stifthalter können mit unterschiedlichen Produktionsprozessen
gefertigt werden. Typischerweise wird der Stifthalter als Drehteil
produziert.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 243


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Produktionspro- Produktionspro- Produktionspro- Produktionspro-


zess 1 für zess 2 für zess 3 für zess 4 für
Stifthalter Stifthalter Stifthalter Stifthalter

Station Turn Mill&Turn Mill&Turn Mill

Makroprozess- ProdPenholder ProdPenholder ProdPenholder ProdPenholder


aufgabe Mag

Strategie Single Single Single Single

1. Ausgangsteil Rohteil für Rohteil für Leere Palette für Rohteil für
aus Lager Stifthalter auf Stifthalter auf Stifthalter Stifthalter auf
Palette Palette Palette

2. Ausgangsteil – – – –
aus Lager

1. Ausgangsteil – – Rohteil für –


lokal Stifthalter

2. Ausgangsteil – – – –
lokal

3. Ausgangsteil – – – –
lokal

Mill Programm 0 0 0 Aluminium


Typ 1: 100
Typ 2: 101
Typ 3: 102
Typ 4: 103
Typ 5: 104

Messing
Typ 1: 120
Typ 2: 121
Typ 3: 122
Typ 4: 123
Typ 5: 124

244 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Produktionspro- Produktionspro- Produktionspro- Produktionspro-


zess 1 für zess 2 für zess 3 für zess 4 für
Stifthalter Stifthalter Stifthalter Stifthalter

Turn Programm Aluminium Aluminium Aluminium 0


Typ 1: 100 Typ 1: 100 Typ 1: 100
Typ 2: 101 Typ 2: 101 Typ 2: 101
Typ 3: 102 Typ 3: 102 Typ 3: 102
Typ 4: 103 Typ 4: 103 Typ 4: 103
Typ 5: 104 Typ 5: 104 Typ 5: 104

Messing Messing Messing


Typ 1: 120 Typ 1: 120 Typ 1: 120
Typ 2: 121 Typ 2: 121 Typ 2: 121
Typ 3: 122 Typ 3: 122 Typ 3: 122
Typ 4: 123 Typ 4: 123 Typ 4: 123
Typ 5: 124 Typ 5: 124 Typ 5: 124

Produktionsprozesse für Basisplatten (Baseplate)

Basisplatten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Sie


unterscheiden sich im Design und in einer Qualitätsprüfung. Die
unterschiedlichen Designausführungen sind gekennzeichnet als Typ 1
bis Typ 5.
Die Basisplatten werden typischerweise als Frästeil produziert.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 245


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Produktionspro- Produktionspro- Produktionspro- Produktionspro-


zess 1 für zess 2 für zess 3 für zess 4 für
Basisplatte Basisplatte Basisplatte Basisplatte
ungeprüft ungeprüft ungeprüft geprüft

Station Turn Mill&Turn Mill&Turn Quality

Makroprozess- ProdBaseplate ProdBaseplate ProdBaseplate Test


aufgabe Mag

Strategie Single Single Single Test

1. Ausgangsteil Rohteil für Rohteil für Leere Palette für Basisplatte auf
aus Lager Basisplatte auf Basisplatte auf Basisplatte Palette ungeprüft
Palette Palette

2. Ausgangsteil – – – –
aus Lager

1. Ausgangsteil – – Rohteil für –


lokal Basisplatte

2. Ausgangsteil – – – –
lokal

3. Ausgangsteil – – – –
lokal

Mill Programm Typ 1: 140 Typ 1: 140 Typ 1: 140 0


Typ 2: 141 Typ 2: 141 Typ 2: 141
Typ 3: 142 Typ 3: 142 Typ 3: 142
Typ 4: 143 Typ 4: 143 Typ 4: 143
Typ 5: 144 Typ 5: 144 Typ 5: 144

Turn Programm 0 0 0 0

246 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


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Produktionsprozesse für Tischsets (Deskset)

Tischsets gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Sie unterscheiden


sich in der Bestückung und in einer Qualitätsprüfung. Die Bestückung
muss nach festen Vorgaben erfolgen: Für einen Stifthalter ist die dritte
Bohrung reserviert, die Instrumente Thermometer und Hygrometer
dürfen in Bohrung eins und zwei angebracht werden. Nachfolgend sind
die Produktionsprozesse für einige Tischset-Ausführungen
exemplarisch zusammengestellt.

Produktionsprozess Produktionsprozess Produktionsprozess


für Tischset mit für Tischset mit für Tischset mit
Stifthalter in Stifthalter und Stift in Hygrometer in
3. Bohrung 3. Bohrung 1. Bohrung und
Stifthalter in
3. Bohrung

Station Assembly Assembly Assembly

Makroprozessaufgabe AsmDeskset AsmDeskset AsmDeskset

Strategie ParallelTwo ParallelTwo ParallelTwo

1. Ausgangsteil aus Basisplatte auf Palette Basisplatte auf Palette Basisplatte auf Palette
Lager

2. Ausgangsteil aus Stifthalter auf Palette Stifthalter auf Palette Stifthalter auf Palette
Lager

1. Ausgangsteil lokal – – Hygrometer

2. Ausgangsteil lokal – – –

3. Ausgangsteil lokal – Stift –

Mill Programm 0 0 0

Turn Programm 0 0 0

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 247


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Produktionsprozess Produktionsprozess Produktionsprozess


für Tischset mit für Tischset mit für Tischset mit
Thermometer in 2. Thermometer in 1. Stifthalter in 3.
Bohrung und Bohrung, Hygrometer Bohrung, Basisplatte
Stifthalter mit Stift in in 2. Bohrung, getestet
3. Bohrung Stifthalter und Stift in
3. Bohrung

Station Assembly Assembly Assembly

Makroprozessaufgabe AsmDeskset AsmDeskset AsmDeskset

Strategie ParallelTwo ParallelTwo ParallelTwo

1. Ausgangsteil aus Basisplatte auf Palette Basisplatte auf Palette Basisplatte getestet
Lager auf Palette

2. Ausgangsteil aus Stifthalter auf Palette Stifthalter auf Palette Stifthalter auf Palette
Lager

1. Ausgangsteil lokal – Thermometer –

2. Ausgangsteil lokal Thermometer Hygrometer –

3. Ausgangsteil lokal Stift Stift –

Mill Programm 0 0 0

Turn Programm 0 0 0

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Anhand eines einfachen Beispiels wird das Anlegen eines neuen Teils in
der Datenbank erläutert.

Beispiel Die Produktionsdatenbank soll erweitert werden um eine neue


Basisplatte:
• Die Basisplatte soll die Teilenummer 100001 erhalten.
• Vom Aufbau her ist die Basisplatte identisch mit der Basisplatte mit
Teilenummer 42141. Sie wird jedoch in einem späteren Arbeitsgang
eine farbige Eloxalbeschichtung erhalten.
Die Basisplatte mit Teilenummer 42141 besteht aus Aluminium und
ist vom Typ 2.
• Die Basisplatte mit der Teilenummer 42141 benötigt als
Ausgangsteil die Roh-Basisplatte mit Teilenummer 42010.
• Als Transportpalette für die Basisplatte wird die Palette mit der
Teilenummer 82201 eingesetzt.
• Die Basisplatte soll von einer CNC-Fräsmaschine gefertigt werden.

Beachten Sie: Für Änderungen an den Produkten und den zugehörigen


Produktionsdaten benötigen Sie die entsprechenden Schreibrechte für
die Produktionsdatenbank.

So legen Sie ein neues Teil in der Produktionsdatenbank an

1. Stellen Sie sicher, dass Factory Simulation gestartet und die


gewünschte Produktionslinie dort geladen ist. Die Produktionslinie
muss sich in Grundstellung befinden. Sie erreichen dies, indem Sie
im Menü Bearbeiten den Befehl Arbeitszelle Grundstellung
aktivieren.
2. Starten Sie Factory Control ProjectStudio und laden Sie das Projekt
mit der Fertigungssteuerung zur gewünschten Produktionslinie.
Sie laden das Projekt, indem Sie auf den Befehl Öffnen im Menü
Datei klicken. Als Dateityp muss COSIMIR® Control Projekt (*.lpj)
T
T

eingestellt sein. Wählen Sie die gewünschte Datei aus. Klicken Sie
abschließend auf die Schaltfläche Öffnen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 249


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Das gewünschte Projekt ist geladen.

4. Starten Sie den Fertigungsmodus. Wählen Sie hierzu im Menü


Projekt den Befehl Fertigung.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch


das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Database, um den iCIM Production


Manager für die Produktionsdatenbank zu öffnen.
7. Es erscheint der Einstiegsbildschirm iCIM Production Manager –
Main Menu.

252 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

8. Änderungen in der Produktionsdatenbank sind nur befugten


Personen erlaubt und aus diesem Grunde passwortgeschützt.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Login. Wählen Sie den Usertype aus.
Tragen Sie das Passwort ein. Sofern Sie das Passwort seit der
Installation von COSIMIR® Factory nicht geändert haben, ist das
T
T

standardmäßig vorgegebene Passwort noch gültig.


Wenn Sie sich als User angemeldet haben, geben Sie unter
Passwort ein: Festo
Bestätigen Sie die Eingabe mit Login.
Beachten Sie: Die Nutzergruppe User hat gegenüber der
Nutzergruppe Instructor meist eingeschränkte Schreibrechte.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

9. Klicken Sie auf die Schaltfläche Products, um die Liste mit den
Teilen zu öffnen.
Die Produktionsdatenbank enthält derzeit Angaben zu 64 Teilen.

10. Wollen Sie ein neues Teil anlegen, so haben Sie zwei Möglichkeiten
für die Eintragungen.
– Möglichkeit 1: Sie setzen auf dem Datensatz eines in der
Datenbank vorhandenen Teils auf und passen die Eintragungen
entsprechend an.
– Möglichkeit 2: Sie nehmen einen leeren Datensatz als Basis und
nehmen alle Eintragungen für das neue Teil selbst vor.
Welche Möglichkeit Sie wählen, entscheiden Sie, bevor Sie auf die
Schaltfläche Create New klicken.

254 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

11. Legen Sie nun eine neue Basisplatte mit der Teilenummer 100001
an. Setzen Sie dabei auf dem Datensatz der Basisplatte mit der
Teilenummer 42141 auf. Wählen Sie dazu die Teilenummer 42141
aus der Liste der Teile aus.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

12. Klicken Sie auf die Schaltfläche Create New. Es öffnet sich das
Fenster zur Eingabe der neuen Teilenummer. Tragen Sie als
Teilenummer 100001 ein. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit OK.

13. Es öffnet sich ein weiteres Fenster. Nun müssen Sie entscheiden, ob
Sie den aktuell ausgewählten Datensatz als Basis für den neuen
Datensatz nehmen wollen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Ja.

14. Nun müssen Sie entscheiden, wie Sie mit den Konstruktionsdaten
für das neue Teil verfahren wollen. Es werden Ihnen drei
Auswahlmöglichkeiten angeboten. In diesem Beispiel lassen wir
einen leeren Datensatz für die Konstruktionsdaten anlegen, füllen
werden wir den Datensatz für die Konstruktionsdaten selbst.
Bestätigen Sie Ihre Auswahl durch Klick auf die Schaltfläche OK.

256 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

15. Die Eintragungen für das Teil mit der Teilenummer 42141 sind nun
automatisch für das neue Teil mit der Teilenummer 100001
übernommen worden.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

16. Überprüfen Sie nun, welche Einträge Sie für das neue Teil ändern
müssen.
– Wählen Sie als Name Basisplatte Typ 2 eloxiert.
– Geben Sie eine sprechende Beschreibung für das neue Teil ein.
– Als Herstellkosten tragen Sie zum Beispiel die Zahl 40 ein.
– Als Verkaufspreis tragen Sie zum Beispiel die Zahl 80 ein.
– Alle anderen Eintragungen übernehmen Sie.

17. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche Save, um die Änderungen im
neuen Datensatz zu speichern. Der Datensatz mit den Merkmalen
zum neuen Teil ist nun Bestandteil der Produktionsdatenbank.

258 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So legen Sie die Konstruktionsdaten zu einem neuen Teil an

1. Stellen Sie sicher, dass der iCIM Production Manager gestartet ist.
2. Stellen Sie sicher, dass Sie die Schreibrechte zur Durchführung der
Änderungen in der Produktionsdatenbank besitzen.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Products, um die Liste der Teile zu
öffnen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 259


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Stellen Sie sicher, dass das gewünschte Teil mit der Teilenummer
100001 in der Liste der Teile vorliegt und alle Eintragungen für das
Teil korrekt sind.

260 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Klicken Sie auf die Schaltfläche COSIMIR® Construction, um die


T
T

Liste mit den Beschreibungen des geometrischen Aufbaus der Teile


zu öffnen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 261


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Wählen Sie nun ein Teil aus, das den gleichen geometrischen
Aufbau besitzt wie das neue Teil, dessen Konstruktionsdaten noch
eingetragen werden müssen.
Dies ist der Fall für die Basisplatte mit der Teilenummer 42141.

7. Klicken Sie auf die Schaltfläche Copy. Die Konstruktionsdaten des


Teils 42141 werden in die Zwischenablage kopiert.

262 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

8. Wählen Sie nun die Teilenummer des neuen Teils aus. Das neue Teil
besitzt die Teilenummer 100001. Für die neue Basisplatte sind noch
keine Konstruktionsdaten eingetragen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

9. Klicken Sie auf die Schaltfläche Paste, um die Konstruktionsdaten


aus der Zwischenablage zu übernehmen.
Sie erhalten einen Hinweis, dass die aktuellen Konstruktionsdaten
zu Teilenummer 100001 überschrieben werden. Bestätigen Sie die
Meldung.

10. Klicken Sie auf die Schaltfläche Save, um die neuen


Konstruktionsdaten für die Teilenummer 100001 zu übernehmen.

264 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So legen Sie den Produktionsprozess zu einem neuen Teil an

1. Stellen Sie sicher, dass der iCIM Production Manager gestartet ist.
2. Stellen Sie sicher, dass Sie die Schreibrechte zur Durchführung der
Änderungen in der Produktionsdatenbank besitzen.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Production Data, um die Liste der
Produktionsprozesse zu den Teilen zu öffnen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 265


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Wählen Sie die Teilenummer 100001 aus.


Sie erhalten den Hinweis, dass für diese Teilenummer noch kein
Produktionsprozess definiert ist. Bestätigen Sie die Meldung.

266 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Definieren Sie nun den Produktionsprozess für die neue Basisplatte


mit der Teilenummer 100001. Nehmen Sie hierzu alle erforderlichen
Eintragungen in der Datenbankmaske vor.
– Als Maschinenklasse wählen Sie den Eintrag Station Festo Mill,
denn die Basisplatte soll mit einer Fräsmaschine gefertigt werden.
– Als Maschinentyp wählen Sie den Eintrag Resource Class. Dann
kann die Basisplatte von jeder Maschine der Stationsklasse Festo
Mill gefertigt werden.
– Das Feld für den Maschinennamen bleibt leer, denn als
Maschinentyp wurde eine Klasse ausgewählt.
– Als Makroprozessaufgabe wählen Sie aus der angebotenen Liste
den Eintrag ProdBaseplate.
– Als Transportstrategie wählen Sie den Eintrag Single, denn es soll
genau ein Rohteil aus dem Lager zur Fräsmaschine transportiert
werden.
– Als erstes Ausgangsteil, das aus dem Hochregallager angeliefert
wird, wird das Rohteil mit der Teilenummer 42010 benötigt. Wählen
Sie diesen Eintrag aus der Liste aus. Weitere Ausgangsteile aus dem
Hochregallager werden nicht benötigt.
– Die Fräsmaschine lagert lokal keine Ausgangsteile. Die
entsprechenden Eingabefelder bleiben deshalb leer bzw. sind mit 0
vorbelegt.
– Die Informationen, welches CNC-Programm zur Fertigung einer
Basisplatte vom Typ 2 benötigt wird, entnehmen Sie den
Unterlagen. Es ist das Mill Programm mit der Nummer 141. Tragen
Sie die Programmnummer in das entsprechende Eingabefeld ein.
– Ein Programm für eine Drehmaschine wird nicht benötigt. Deshalb
bleibt der Eintrag für das Turn Programm unverändert.
– Falls die Produktion des neuen Teils fehlerhaft verläuft, soll das
fehlerhafte Teil die Teilenummer 0 erhalten. Mit diesem Wert ist das
entsprechende Eingabefeld schon vorbelegt.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche Add, um den neuen Datensatz
mit den Produktionsdaten für das Teil mit der Teilenummer 100001
in die Datenbank zu übernehmen.

268 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So fertigen Sie ein neu angelegtes Teil

1. Stellen Sie sicher, dass der iCIM Production Manager gestartet ist.
2. Um ein neu angelegtes Teil zu fertigen, erstellen Sie einen
entsprechenden Fertigungsauftrag. Es gibt zwei Arten von
Fertigungsaufträgen:
– Fertigungsaufträge ohne festgelegten Startzeitpunkt,
– zeitgesteuerte Fertigungsaufträge mit festgelegtem Startzeitpunkt.
Die Fertigungsaufträge werden in zwei Auftragslisten verwaltet.
3. Stellen Sie sicher, dass Sie Schreibrechte zur Erstellung von
Fertigungsaufträgen besitzen.
4. Die neue Basisplatte mit der Teilenummer 100001 soll exemplarisch
mit einem einfachen Fertigungsauftrag produziert werden. Klicken
Sie hierzu auf die Schaltfläche Orders listed.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 269


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

5. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager –


Orders listed für einfache Fertigungsaufträge.

6. Tragen Sie die Daten zum gewünschten Auftrag in die Felder


unterhalb Modify Order ein.
– Der Wert für Working Number wird von der Datenbank
automatisch eingetragen. An dieser Stelle brauchen Sie nichts tun.
– Wählen Sie die Teilenummer des Produktes, das Sie fertigen
wollen. Die neue Basisplatte besitzt die Teilenummer 100001.
– Als Auftragsnummer übernehmen Sie den Wert 0. Sie können dann
den standardmäßig vorbelegten Inhalt des Hochregallagers
verwenden.

270 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

– Wählen Sie den Kunden von diesem Auftrag aus. Alle in der
Datenbank verwaltete Kunden werden Ihnen in einer Liste
angeboten.
– Wählen Sie die Maschine aus, auf der die Basisplatte gefertigt
werden soll. Es wird Ihnen die CNC-Fräsmaschine Mill155
angeboten.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 271


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

7. Klicken Sie auf die Schaltfläche Add, um den Auftrag in die Liste der
Fertigungsaufträge zu übernehmen.

272 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

8. Bevor Sie die Ausführung der Auftragsliste starten, müssen Sie den
Lagerinhalt überprüfen. Wechseln Sie hierzu in das Fenster der
Produktionsdatenbank. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche Stock
Contents.

9. Da die Auftragsliste einen Fertigungsauftrag mit der


Auftragsnummer 0 enthält, können Sie die standardmäßige
Vorbelegung für das Hochregallager übernehmen. Klicken Sie hierzu
auf die Schaltfläche Copy from Stock Init.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 273


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

10. Wechseln Sie in das Visualisierungsfenster zur Bedienung und


Beobachtung des Prozesses. Starten Sie nun die Ausführung Ihrer
Auftragsliste. Klicken Sie herzu auf die Schaltfläche Orders listed.

274 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

11. In der Visualisierung oder der 3D-Darstellung der Simulation der


Produktionslinie können Sie die Fertigung des gewünschten Teils
verfolgen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4.14 Basisplatten können eine Qualitätsprüfung durchlaufen. Hierbei werden


Prüfdaten zu einem Teil die Bohrungen der Basisplatte überprüft. Damit eine Überprüfung
anlegen und auswerten durchgeführt werden kann, müssen Sollwerte zu den Prüfdaten
vorliegen.

Die Sollwerte sowie die während der Produktion aufgenommenen


Prüfdaten sind in der Produktionsdatenbank abgelegt.

Für das Eintragen der Sollwerte und das Auswerten der Prüfdaten sind
zwei Datenbankmasken vorbereitet. Sie haben Zugriff zu den Masken,
sobald Sie die Liste der Produkte geöffnet haben.

Datenbankmaske zur Definition der Prüfsollwerte für ein Teil

Feld Beschreibung

Part No Die Teilenummer ist ein numerischer Wert, der das Teil eindeutig
(Teilenummer) identifiziert. Alle Informationen in diesem Datensatz gehören zum
ausgewählten Teil. Die möglichen Teilenummern werden Ihnen in einer
Auswahlliste angeboten.

Name Hier wird der Produktname des Teils angezeigt.


(Produktbezeichnung)

Description Hier wird eine Beschreibung des Teils angezeigt.


(Beschreibung)

Type (Typ) Hier wird der Typ des Teils angezeigt.

Group (Gruppe) Hier wird die Gruppe des Teils angezeigt.

Set Point Hier wird der Sollwert eingetragen.


(Sollwert) Der Sollwert ist standardmäßig vorbelegt.
Für Teile, die nicht geprüft sind oder nicht geprüft werden können, ist hier
der Wert 0 eingetragen.

276 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

Datenbankmaske zur Definition der Prüfsollwerte für ein Teil

Feld Beschreibung

Lower Limit Hier wird die Untergrenze eingetragen.


(Untere Grenze) Alle Messwerte im Bereich zwischen unterer und oberer Grenze sind
zulässig. Liegt ein Messwert außerhalb dieses Bereichs, so ist das
produzierte Teil fehlerhaft.
Die Untergrenze ist standardmäßig vorbelegt.
Für Teile, die nicht geprüft sind oder nicht geprüft werden können, ist hier
der Wert 0 eingetragen.

Upper Limit Hier wird die Obergrenze eingetragen.


(Obere Grenze) Alle Messwerte im Bereich zwischen unterer und oberer Grenze sind
zulässig. Liegt ein Messwert außerhalb dieses Bereichs, so ist das
produzierte Teil fehlerhaft.
Die Obergrenze ist standardmäßig vorbelegt.
Für Teile, die nicht geprüft sind oder nicht geprüft werden können, ist hier
der Wert 0 eingetragen.

Low Warning Hier wird der untere Grenzwert eingetragen, ab dem eine Warnung
(Unterer Wert für ausgegeben werden kann.
Warnung) Der untere Wert für eine Warnung ist standardmäßig vorbelegt.
Für Teile, die nicht geprüft sind oder nicht geprüft werden können, ist hier
der Wert 0 eingetragen.

High Warning Hier wird der obere Grenzwert eingetragen, ab dem eine Warnung
(Obere Grenze für ausgegeben werden kann.
Warnung) Der obere Wert für eine Warnung ist standardmäßig vorbelegt.
Für Teile, die nicht geprüft sind oder nicht geprüft werden können, ist hier
der Wert 0 eingetragen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 277


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So legen Sie die Sollwerte für die Qualitätsüberprüfung einer


Basisplatte an

1. Stellen Sie sicher, dass Factory Simulation gestartet und die


gewünschte Produktionslinie dort geladen ist. Die Produktionslinie
muss sich in Grundstellung befinden. Sie erreichen das, indem Sie
im Menü Bearbeiten den Befehl Arbeitszelle Grundstellung
aktivieren.
2. Starten Sie Factory Control ProjectStudio und laden Sie das Projekt
mit der Fertigungssteuerung zur gewünschten Produktionslinie.
Sie laden das Projekt, indem Sie auf den Befehl Öffnen im Menü
Datei klicken. Als Dateityp muss COSIMIR® Control Projekt (*.lpj)
T
T

eingestellt sein. Wählen Sie die gewünschte Datei aus. Klicken Sie
abschließend auf die Schaltfläche Öffnen.
3. Das gewünschte Projekt ist geladen.

278 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Starten Sie die Betriebsart Fertigung. Wählen Sie hierzu im Menü


Projekt den Befehl Fertigung.
5. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch
das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 279


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Database, um die Tabellen der


Produktionsdatenbank einsehen und bearbeiten zu können.
7. Der Einstiegsbildschirm iCIM Production Manager für die
Produktionsdatenbank ist geöffnet.

280 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

8. Änderungen in der Produktionsdatenbank sind nur befugten


Personen erlaubt und aus diesem Grunde passwortgeschützt.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Login. Wählen Sie den Usertype aus.
Tragen Sie das Passwort ein. Sofern Sie das Passwort seit der
Installation von COSIMIR® Factory nicht geändert haben, ist das
T
T

standardmäßig vorgegebene Passwort noch gültig.


Wenn Sie sich als User angemeldet haben, geben Sie unter
Passwort ein: Festo
Bestätigen Sie die Eingabe mit Login.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 281


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

9. Klicken Sie auf die Schaltfläche Products, um die Liste mit den
Teilen zu öffnen.

282 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

10. Klicken Sie auf die Schaltfläche Quality Data Settings, um die Liste
von Teilen mit schon definierten Sollwerten zu öffnen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 283


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

11. Wählen Sie zum Beispiel die Basisplatte mit der Teilenummer 42143
aus.

284 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

12. Wollen Sie die Vorgabewerte ändern, so klicken Sie in das


gewünschte Feld. Ändern Sie den Wert. Klicken Sie abschließend auf
die Schaltfläche Save, um die Änderungen zu speichern.

13. Wenn Sie mit den standardmäßig vorgesehenen Sollwerten arbeiten


wollen, dann klicken Sie auf die Schaltfläche Default. Sie
übernehmen die eingestellten Werte für das ausgewählte Teil,
indem Sie auf die Schaltfläche Save klicken.
14. Die Sollwerte für das gewünschte Teil sind eingetragen. Produzieren
Sie nun das Teil und werten Sie die Prüfdaten aus.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 285


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

15. Wollen Sie zu einem neuen Teil in der Datenbank Sollwerte


eintragen, dann wählen Sie das Teil aus. Die Basisplatte mit der
Teilenummer 100001 ist zum Beispiel ein neues Teil ohne
eingetragene Sollwerte. Sie erkennen das an der rot eingetragenen
0.

286 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

16. Klicken Sie auf die Schaltfläche Create New, um einen Datensatz für
Sollwerte anzulegen. Die Sollwerte sind mit 0 vorbelegt.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 287


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

17. Ändern Sie nun die Vorgabewerte auf den gewünschten Wert, indem
Sie die Zahlwerte direkt editieren. Wenn Sie mit den standardmäßig
vorgesehenen Sollwerten arbeiten wollen, dann klicken Sie auf die
Schaltfläche Default. Sie übernehmen die eingestellten Werte für
das ausgewählte Teil, indem Sie auf die Schaltfläche Save klicken.

288 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So führen Sie eine Qualitätsprüfung durch

1. Stellen Sie sicher, dass der iCIM Production Manager gestartet ist.

2. Um eine Qualitätsprüfung auszuführen, muss das betreffende Teil


gefertigt werden. Es gibt zwei Arten von Fertigungsaufträgen:
– Fertigungsaufträge ohne festgelegten Startzeitpunkt,
– zeitgesteuerte Fertigungsaufträge mit festgelegtem Startzeitpunkt.
Die Fertigungsaufträge werden in zwei Auftragslisten verwaltet.
3. Stellen Sie sicher, dass Sie Schreibrechte für die Erstellung von
Fertigungsaufträgen besitzen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 289


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Als Beispiel soll die Basisplatte mit der Teilenummer 42143 einer
Qualitätsprüfung unterzogen werden. Die Produktion und
Überprüfung der Basisplatte soll mit Fertigungsaufträgen für die
einfache Auftragsliste ausgeführt werden. Klicken Sie hierzu auf die
Schaltfläche Orders listed.
5. Es öffnet sich die Datenbankmaske iCIM Production Manager –
Orders listed für einfache Fertigungsaufträge.

290 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

6. Erstellen Sie nun einen Auftrag zur Produktion einer Basisplatte mit
Qualitätsprüfung.
Tragen Sie die Daten zum Auftrag in die Felder unterhalb Modify
Order ein.
– Der Wert für Working Number wird von der Datenbank
automatisch eingetragen. An dieser Stelle brauchen Sie nichts tun.
– Wählen Sie die Teilenummer des Produktes, das Sie fertigen
wollen. Die möglichen Produkte werden Ihnen in einer Auswahlliste
angeboten. Wählen Sie zum Beispiel das Teil Basisplatte getestet
mit der Teilenummer 46143. Wird dieser Auftrag ausgeführt, so wird
die Basisplatte mit der Teilenummer 42143 einer Qualitätsprüfung
unterzogen.
– Als Auftragsnummer übernehmen Sie den Wert 0. Sie können dann
den standardmäßig vorbelegten Inhalt des Hochregallagers
verwenden.
– Wählen Sie den Kunden von diesem Auftrags aus. Alle in der
Datenbank verwaltete Kunden werden Ihnen in einer Liste
angeboten.
– Wählen Sie die Maschine aus, auf der das Produkt gefertigt
werden soll. Es wird Ihnen die Station Quality angeboten.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

292 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

7. Klicken Sie auf Add, um den Auftrag in die Liste der


Fertigungsaufträge zu übernehmen.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

8. Bevor Sie die Ausführung der Auftragsliste starten, müssen Sie den
Lagerinhalt überprüfen. Klicken Sie hierzu auf die Schaltfläche Stock
Contents.

9. Da Ihre Auftragsliste nur Fertigungsaufträge mit der


Auftragsnummer 0 enthält, können Sie die standardmäßig
vorgesehene Vorbelegung des Hochregallagers übernehmen.
Klicken Sie hierzu auf die Schaltfläche Copy from Stock Init.

294 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

10. Wechseln Sie nun in das Visualisierungsfenster zur Bedienung und


Beobachtung des Prozesses. Starten Sie die Ausführung Ihrer
Auftragsliste. Klicken Sie hierzu auf die Schaltfläche Orders listed.

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

So werten Sie die Prüfdaten zu einer Basisplatte aus

1. Stellen Sie sicher, dass der iCIM Production Manager gestartet ist.

2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Products, um die Liste der Teile zu
öffnen.

296 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

3. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche View Quality Data

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4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4. Es öffnet sich das Fenster iCIM Production Manager – Quality Data.


Es werden Ihnen die zuletzt erfassten Qualitätsdaten angezeigt. Im
dargestellten Beispiel sind alle Teile fehlerfrei produziert worden.
Soll- und Istwerte stimmen überein.
Wollen Sie sich die Qualitätsdaten zu anderen schon überprüften
Teilen ansehen, so wählen Sie die gewünschte Teilenummer aus.
Die Anzeige wird dann entsprechend aktualisiert.

298 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


4. Wesentliche Bedienfunktionen von COSIMIR® Factory

4.15 In COSIMIR® Factory arbeiten verschiedene Programmteile zusammen.


T
T

COSIMIR® Factory
T
T

Wollen Sie COSIMIR® Factory beenden und die einzelnen Programmteile


T
T

beenden schließen, dann müssen Sie sicher stellen, dass die Betriebsart
Fertigung deaktiviert ist.

So schließen Sie COSIMIR® Factory


T
T

1. Wenn das Programmteil Factory Control gestartet ist, dann


deaktivieren Sie die Betriebsart Fertigung. Klicken Sie hierzu auf
den Eintrag Fertigung im Menü Projekt. Das Häkchen neben dem
Eintrag Fertigung wird entfernt.
2. Es öffnet sich das Fenster Fertigung beenden. Das Beenden der
Fertigung führt dazu, dass die Komponenten und Treiber der
Produktionslinie ordnungsgemäß deinitialisiert werden. Die
Deinitialisierungsvorgänge können einige Zeit in Anspruch nehmen.
Während dieser Zeit bleibt das Fenster geöffnet.

3. Sollte das Fenster nicht automatisch schließen, dann sind beim


Deinitialisieren der Betriebsart Fertigung Fehler aufgetreten. In
diesem Fall beenden Sie die Fertigung manuell. Klicken Sie hierzu
auf die Schaltfläche Alle Prozesse abbrechen. Wird die Fertigung
noch immer nicht beendet, dann klicken Sie auf die Schaltfläche
Kommunikation abbrechen.
4. Sobald das Fenster Fertigung beenden geschlossen ist, können Sie
alle Programmteile von COSIMIR® Factory schließen. Schließen Sie
T
T

als erstes Factory Control, anschließend beenden Sie Factory


Simulation.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 299


5. Diese Lerninhalte können Sie mit COSIMIR® Factory T
T

vermitteln

COSIMIR® Factory ist ein PC-basiertes, grafisches 3D-Simulationssystem


T
T

zum Einstieg in die computergestützte Fertigung. Die aus vorgefertigten


Automatisierungskomponenten modellierten Produktionslinien
entsprechen praxisnahen Anwendungen. Die Aufgabenstellungen
orientieren sich an betrieblichen Handlungsabläufen und zielen auf eine
Ganzheitlichkeit des Lernprozesses. Mit COSIMIR® Factory trainieren Sie
T
T

Methodenkompetenz und Handlungskompetenz.

5.1
Lerninhalte und Lernziele

Lerninhalte Lerninhalte aus den folgenden Bereichen können bearbeitet und


vermittelt werden:
• Aufbau und Funktionsweise von Produktionslinien unterschiedlicher
Komplexität,
• Struktur und Funktionsweise von flexiblen Fertigungssteuerungen
für Produktionslinien,
• Programmierung von Fertigungssteuerungen in Prozessplan,
• Produktionsdatenbanken mit Informationen zu den Produkten und
zu den Rohteilen als Voraussetzung und Teil einer
computergestützten automatisierten Produktion,
• Grundfunktionen eines Produktionsplanungssystems.

Hauptlernziele Das generelle Lernziel, das mit COSIMIR® Factory erreicht werden soll,
T
T

sind die Fähigkeiten


• Produktionslinien aus vorgefertigten Automatisierungsstationen zu
erstellen,
• den Ablauf für die Steuerung der Produktionslinie zu definieren und
• die Fertigung der Produktionslinie zu simulieren.

Unter dieser Zielsetzung werden alle Themen behandelt, die an


virtuellen Produktionslinien bzw. Fertigungszellen vermittelt werden
können.

300 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


5. Diese Lerninhalte können Sie mit COSIMIR® Factory vermitteln

Groblernziele Aus den Hauptlernzielen leiten sich folgende Groblernziele ab:


• Der Anwender/die Anwenderin kann Produktionslinien aus
vorgefertigten Automatisierungsstationen in COSIMIR® Factory
T
T

grafisch erstellen.
• Der Anwender/die Anwenderin versteht den grundsätzlichen Aufbau
einer Produktionslinie aus verschiedenen
Automatisierungsstationen. Wichtige Automatisierungsstationen
sind Bearbeitungsstationen, Prüfstationen und Transportsysteme.
• Der Anwender/die Anwenderin versteht das Kommunikations- und
Steuerungsprinzip einer Produktionslinie in COSIMIR® Factory.
T
T

• Der Anwender/die Anwenderin versteht die Struktur eines Projektes


für eine Produktionslinie in COSIMIR® Factory.
T
T

• Der Anwender/die Anwenderin kann die Fertigungssteuerung zu


einer Produktionslinie erzeugen und modifizieren. Er/sie kann zum
Beispiel für eine Produktionslinie einen eigenen Fertigungsablauf
programmieren.
• Der Anwender/die Anwenderin kann die Fertigung einer
Produktionslinie simulieren und einfache Bedienfunktionen selbst
erstellen.
• Der Anwender/die Anwenderin kann die Fertigung einer
Produktionslinie durch individuelle Auftragstabellen steuern.
• Der Anwender/die Anwenderin kennt Produktionsdatenbanken als
wesentlichen Bestandteil der computergestützten Fertigung.
• Der Anwender/die Anwenderin kann den Inhalt der
Produktionsdatenbank verändern und zum Beispiel neue Teile
anlegen.

5.2 Zielgruppe für COSIMIR® Factory sind alle diejenigen, zu deren


T
T

Zielgruppe beruflichem Tätigkeitsfeld Planung und Steuerung von


Produktionslinien gehören oder die Grundkenntnisse zu diesen Themen
besitzen sollen.

Hierzu gehören
• Fachqualifizierungen im Bereich computergestützte Fertigung
• Ausbildung an Fachhochschulen und Universitäten
Fachbereich: Anlagenplanung
• Kunden von iCIM-Anlagen des Solution Centers von Festo Didactic

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5. Diese Lerninhalte können Sie mit COSIMIR® Factory vermitteln

5.3 Für das Arbeiten und Lernen mit COSIMIR® Factory sind folgende
T
T

Vorkenntnisse Kenntnisse erforderlich:


• Grundkenntnisse in Steuerungstechnik: Gliederung einer
automatisierungstechnischen Anlage, Materialfluss,
Informationsfluss und Energiefluss einer
automatisierungstechnischen Anlage,
• Grundkenntnisse zur Informationsstruktur von
automatisierungstechnischen Anlagen: Vernetzung zwischen
Teilsystemen, Hierarchien in vernetzten Systemen
• Grundkenntnisse zu Fertigungs- und Produktionsprozessen
• Grundkenntnisse in SPS-Programmierung
• Grundkenntnisse in Roboterprogrammierung
• Grundkenntnisse in CNC-Programmierung
• Grundkenntnisse in Hochsprachenprogrammierung

5.4 COSIMIR® Factory ist ein motivierendes, multimediales Lernmittel zum


T
T

Das Lernkonzept von Thema computergestützte Fertigung.


COSIMIR® Factory
T
T

COSIMIR® Factory bietet einen einfachen Einstieg in das Thema


T
T

computergestützte Fertigung. In einem ersten Schritt wählt der


Anwender ein Produkt aus einer Palette von möglichen Produkten aus.
Er erstellt die Produktionslinie zu diesem Produkt aus vorgefertigten
Automatisierungsstationen. Sobald die Fertigungssteuerung der
Produktionslinie automatisch erzeugt wurde, kann der Anwender die
Fertigung der Produktionslinie simulieren. Abhängig von den
Anforderungen und vom Vorwissen der Anwender können
unterschiedliche Inhalte behandelt und vertieft werden. Dazu gehören:
• Unterschiedlich komplexe Produktionslinien,
• Struktur und Funktionsweise einer flexiblen Fertigungssteuerung,
• Programmierung einer Fertigungssteuerung,
• Produktionsdatenbanken und Produktionsplanungssysteme.

302 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


5. Diese Lerninhalte können Sie mit COSIMIR® Factory vermitteln

Die simulierten Planungs- und Fertigungsprozesse besitzen eine eigene


didaktische Qualität:
• Die Produktionslinien sind praxisnah und so gegenständlich wie
möglich.
• Die Experimentiermöglichkeit mit der simulierten
computergestützten Fertigung stellt eine affektive Nähe zur realen
computergestützten Fertigung, dem eigentlichen Lerngegenstand,
her. Wissen wird erprobt und gefestigt.
• Die realitätsnahe Erfahrung mit den simulierten Prozessen bewirkt
eine neue Qualität des Wissens: aus theoretischem Wissen wird
anwendungs- und praxiserprobtes Können.

COSIMIR® Factory unterstützt das selbstgesteuerte, entdeckende


T
T

Lernen:
• Die simulierte Fertigung der Produktionslinie verhält sich wie die
reale Fertigung der Produktionslinie. Damit wird für den Anwender
sofort sichtbar, ob er die Produktionslinie korrekt konfiguriert und
programmiert hat. Auch die Wirkung von Fehlbedienungen ist
sichtbar, ohne dass Schaden an der Produktionslinie entsteht. So
kann der Anwender selbständig Rückschlüsse ziehen und
auswerten.
• Der Anwender kann nach Bedarf technische Unterlagen und
Dokumentation zu den einzelnen Automatisierungsstationen
beschaffen. Auch Fachinhalte wie beispielsweise
Programmierverfahren von Fertigungssteuerungen oder
Produktionsplanungssysteme können recherchiert werden.
• Der Anwender kann seine Kenntnisse und Fähigkeiten an einer
Vielzahl von möglichen Produktionslinien trainieren.

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5. Diese Lerninhalte können Sie mit COSIMIR® Factory vermitteln

Welche Vorteile ergeben sich durch COSIMIR® Factory für den


T
T

Unterricht?
• COSIMIR® Factory ist ein PC-gestütztes Lernmittel und stellt damit
T
T

eine andere Lernmethode dar. Der Unterricht kann


abwechslungsreich und motivierend gestaltet werden.
• An einer praxisnahen Fertigungssimulation lassen sich Kenntnisse
und Fertigkeiten, die an realen Fertigungszellen bzw.
Produktionslinien erworben wurden, vertiefen und festigen.
• An virtuellen Produktionslinien lässt sich die Programmierung einer
Fertigungssteuerung, ohne Schaden zu erzeugen, trainieren.
• An simulierten Prozessen lassen sich Zustände aufzeigen und
ausprobieren, die an realen Produktionslinien zu gefährlich wären.
• Auch ohne reale Produktionslinie ist ein effizientes, praxisnahes und
handlungsorientiertes Lernen möglich.
• Eine Produktionslinie, die nur einmal real vorhanden ist, steht als
simulierte Anlage mehrfach zur Verfügung. Damit erhöht sich die
Verfügbarkeit der Anlage für den Unterricht.
• Alle in COSIMIR® Factory simulierten Produktionslinien sind auch als
T
T

reale Anlagen verfügbar. Dadurch ergeben sich ideale Ergänzungen


und Kombinationen für den Unterricht.
• Simulationen sind ein zeitgemäßes Tool im Umgang mit
automatisierungstechnischen Anlagen und computergestützter
Fertigung.

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5. Diese Lerninhalte können Sie mit COSIMIR® Factory vermitteln

5.5 COSIMIR® Factory lässt sich auf vielfältige Weise in Aus- und
T
T

Lernszenarien für Weiterbildung einsetzen.


COSIMIR® Factory
T
T

Einige Beispiele:
• COSIMIR® Factory als Einstieg, zur Motivation, zur Vorbereitung und
T
T

als Wissensdatenbank für reale iCIM-Anlagen:


Der Anwender besitzt eine reale iCIM-Anlage, die er verstehen und
betreiben will.
Mit COSIMIR® Factory hat der Anwender die Möglichkeit, seine reale
T
T

iCIM-Anlage als virtuelle Produktionslinie zu erstellen. Anhand


dieser virtuellen Produktionslinie macht er sich vertraut mit den
Automatisierungskomponenten und Stationen seiner Anlage.
Informationen findet er in der Online-Hilfe und in einem Online-
Assistenten. Da die Steuerung der Produktionslinie automatisch
erstellt werden kann, benötigt er in dieser Phase keine Kenntnisse in
der Programmierung von Fertigungssteuerungen. Er kann die
Fertigung der Produktionslinie sofort simulieren und das Verhalten
der Produktionslinie beobachten. Abhängig von seiner zukünftigen
Aufgabestellung kann er mit COSIMIR® Factory die
T
T

Produktionsplanung oder auch das Programmieren einer


Fertigungssteuerung vertiefen.
• COSIMIR® Factory als Einstieg, zur Motivation und zur Vorbereitung
T
T

des Themas computergestützte Fertigung:


COSIMIR® Factory kann unabhängig von realen Anlagen eingesetzt
T
T

werden. Auf der Basis einer Bibliothek mit


Automatisierungsstationen plant und erstellt der Anwender einfache
Produktionslinien. Zu den typischen Automatisierungsstationen
gehören Lagerverwaltung, Roboter, CNC-Maschinen und
Transportsysteme. Informationen zu den Komponenten findet der
Anwender in der Online-Hilfe und in einem Online-Assistenten. Da
die Steuerung der Produktionslinie automatisch erstellt werden
kann, benötigt der Anwender keine Kenntnisse in der
Programmierung von Fertigungssteuerungen einer Produktionslinie.
Er kann die Produktionslinie sofort simulieren und das Verhalten der
Produktionslinie beobachten. Abhängig von seiner zukünftigen
Aufgabestellung kann er mit COSIMIR® Factory die
T
T

Produktionsplanung oder auch das Programmieren einer


Fertigungssteuerung vertiefen.

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5. Diese Lerninhalte können Sie mit COSIMIR® Factory vermitteln

• COSIMIR® Factory als Einstieg und als Werkzeug zur


T
T

Programmierung einer Fertigungssteuerung:


COSIMIR® Factory kann unabhängig von realen Anlagen eingesetzt
T
T

werden. Auf der Basis einer Bibliothek mit


Automatisierungsstationen plant und erstellt der Anwender einfache
virtuelle Produktionslinien. Besitzt der Anwender Vorkenntnisse in
der Programmierung einer Fertigungszelle bzw. Produktionslinie, so
kann er den Ablauf der Anlage selbst programmieren. Die
Programmierung geschieht in Form von Prozessplänen. Die
Prozesspläne können frei oder auch mit Unterstützung von
COSIMIR® Factory erstellt werden. Sobald die Steuerung der
T
T

Produktionslinie vorliegt, kann der Anwender den Fertigungsprozess


der Produktionslinie simulieren. Durch die Simulation der
Produktionslinie erhält er sofort visuell die Rückmeldung, ob die
Fertigungssteuerung korrekt programmiert wurde.
• COSIMIR® Factory als Einstieg in Produktionsplanungssysteme:
T
T

COSIMIR® Factory unterstützt einfache Funktionen eines


T
T

Produktionsplanungssystems. Dazu gehören: Das Anlegen eines


neuen Produktes mit zugehöriger Stückliste sowie die Zuordnung
von Maschinen für die Herstellung dieses Produktes.
Die Produktinformation wird in einer Produktionsdatenbank
hinterlegt, damit das Produkt automatisch gefertigt werden kann.
Erstellt nun der Anwender die Produktionslinie zum gewünschten
Produkt, so kann er die Fertigung dieses Produktes nach seinen
Vorgaben simulieren und auswerten.
• COSIMIR® Factory als virtuelle Produktionslinie mit den
T
T

Möglichkeiten einer Prozessvisualisierung:


COSIMIR® Factory erzeugt zu jeder Produktionslinie automatisch
T
T

eine Visualisierung. Die Visualisierung besteht aus einer grafischen


Darstellung der Produktionslinie sowie einigen zentralen
Bedienfunktionen. Diese Visualisierung kann mit den Möglichkeiten
von COSIMIR® Factory verändert werden. Der Anwender lernt so den
T
T

Umgang mit Visualisierungssystemen. Über eine Schnittstelle - die


DDE-Schnittstelle - kann die Simulation der Fertigung aber auch mit
branchentypischen Visualisierungssystemen gekoppelt werden. In
diesem Fall erstellt der Anwender die Visualisierung zur
Produktionslinie im „externen“ Visualisierungssystem.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung
eines Produktes

COSIMIR® Factory bietet Ihnen einen einfachen Einstieg in die


T
T

computergestützte Fertigung. Anhand von virtuellen Produktionslinien,


die Sie selbst erstellen, lernen Sie die Arbeitschritte von der Planung bis
zur Fertigung kennen. Das Verhalten der Fertigung können Sie
hervorragend in der Fertigungssimulation verfolgen und analysieren.
Die systematische Vorgehensweise, die Sie dazu anwenden und die
Kenntnisse, die Sie sich aneignen, können Sie auf jede beliebige,
selbstverständlich auch reale Produktionslinie übertragen.

6.1 Diese Lernziele können Sie durch den Einsatz von COSIMIR® Factory
T
T

Lernziele vermitteln:

Hauptlernziele • Produktionslinien für vorgegebene Produkte aus vorgefertigten


Automatisierungsstationen planen, erstellen und die Fertigung der
Produktionslinie simulieren.
• Den Fertigungsprozess an der virtuellen Produktionslinie verstehen
und auswerten.

Groblernziele • Das Produkt und die Bearbeitungstechnik verstehen.


• Den grundsätzlichen Aufbau einer Produktionslinie aus
verschiedenen Automatisierungsstationen verstehen. Wichtige
Automatisierungsstationen sind Bearbeitungsstationen,
Prüfstationen und Transportsysteme.
• Technischen Unterlagen gezielt zur Planung und Erstellung einer
Produktionslinie einsetzen.
Technische Unterlagen sind: Funktionsbeschreibung der
Automatisierungsstationen, Angaben zu den von der Station
gefertigten Produkten, Informationen zu den Prozessaufgaben der
Station.
• Produktionslinien aus vorgefertigten Automatisierungsstationen in
COSIMIR® Factory grafisch erstellen.
T
T

• Die Struktur eines Projektes für eine Produktionslinie in COSIMIR® T


T

Factory verstehen.
• Das Projekt mit der Fertigungssteuerung zu einer Produktionslinie
automatisch erzeugen.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 307


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

• Eine Produktionslinie anhand der zugehörigen virtuellen


Produktionslinie kennen lernen.
• Die Fertigung einer Produktionslinie simulieren und Rückschlüsse
auf den Fertigungsprozess ziehen.
• Den Vorteil eines simulierten (Fertigungs-)Prozesses für den
betrieblichen Ablauf erkennen.

6.2 Das Vorgehen bei der Planung und Simulation einer Produktionslinie
Methoden lässt sich in einzelne Schritte gliedern. Die wesentlichen Schritte sind
nachfolgend zusammengestellt.

Fragen zu den einzelnen Arbeitsschritten geben Ihnen Anregung und


Anleitung, was genau Sie untersuchen und berücksichtigen sollten.

Wesentliche Schritte Fragen

Teil – Welches Teil soll gefertigt werden?


– Welche Teilenummer besitzt das zu fertigende Teil?
– Welche Ausgangsteile sind erforderlich?

Fertigungsverfahren – Welche Bearbeitungstechnik ist erforderlich: Drehen, Fräsen, Montieren?


für das Teil – Wie ist der Produktionsablauf?
– Ist es sinnvoll, die Maschinen aufgrund des Fertigungsablaufs in einer
bestimmten Reihenfolge am Transportsystem anzuordnen?

Notwendige Stationen – Welche Maschinen (Ressourcen) sind zur Produktion des Teils erforderlich?
zur Produktion des – Soll die Produktionslinie flexibel einsetzbar sein und deshalb alle
Teils wesentlichen Bearbeitungstechniken abdecken?

Produktionslinie für – Wo sind Informationen und Beschreibungen zu den einzelnen Stationen


das Teil abgelegt?

Projekt mit der – Wie ist das Projekt mit der Fertigungssteuerung aufgebaut?
Fertigungssteuerung – Wo sind die Informationen zu den Komponenten und zum Aufbau der
zur Produktionslinie Produktionslinie abgelegt?
– Wo ist das Programm der Fertigungssteuerung abgelegt?
– Ist das Programm der Fertigungssteuerung vollständig?

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

Wesentliche Schritte Fragen

Voraussetzungen für – Liegen alle Informationen zum Produkt und zum Produktionsprozess für
die Fertigung eine automatisierte, computergestützte Fertigung vor?
– Sind die notwendigen Daten in der Produktionsdatenbank eingetragen?·
– Ist der Lagerbestand korrekt initialisiert?

Fertigungssimulation – In welcher Betriebsart muss sich die Fertigungssteuerung befinden, damit


die Fertigung gestartet werden kann?
– Welche Möglichkeiten gibt es für den Start der Fertigung?

Auswertung/ – Welche Ausgangsteile sind erforderlich?


Beobachtung der – Wo werden die Ausgangsteile gelagert: im Hochregallager oder lokal in der
Fertigungssimulation entsprechenden Station?
– Wie hoch ist die Fertigungstiefe? Werden bearbeitete Teile sofort an die
nachfolgende Station zur Ausführung des nächsten Fertigungsschrittes
übergeben?
– Wann und wie werden einzelne Fertigungsprozesse gestartet? Können
Fertigungsprozesse parallel ausgeführt werden?
– Wie wird der Lagerbestand eingestellt und verwaltet: durch das System
COSIMIR® Factory oder durch den Anwender?
T
T

– Welche Rückschlüsse kann man von der simulierten Fertigung auf den
Produktionsablauf ziehen?
– Kann die Produktivität der Produktionslinie erhöht werden? Wenn ja, durch
welche Maßnahmen?
– Wie viele Teile kann das Lager verwalten?
– Sind alle Lagerplätze gleichwertig oder unterscheiden sie sich
beispielsweise in den geometrischen Abmessungen?

Systematische Vorgehensweise bei Fertigungssimulation

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 309


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

6.3
Aufgabe: Die Fertigung
einer Basisplatte planen,
simulieren und auswerten

Aufgabe Erstellen Sie die Produktionslinie zur Fertigung der Basisplatte mit der
Teilenummer 42143. Die Basisplatte besteht aus Aluminium und besitzt
eine kleine Rundung. Gehen Sie systematisch vor, nehmen Sie dazu die
Checkliste zur allgemeinen Vorgehensweise zur Hand. Simulieren Sie
die Fertigung mit einem Probedurchlauf.
Beantworten Sie folgende Fragen:
• Welche Bearbeitungsschritte sind zur Fertigung der Basisplatte
erforderlich?
• Welche Automatisierungsstationen benötigen Sie zur Fertigung?
• Wie lässt sich der Inhalt des Hochregallagers einstellen und
verfolgen?

Durchführung 1. Die Basisplatte mit Teilenummer 42143 besteht aus einem


Aluminium-Rohteil. Die notwendigen Bohrungen und die Rundung
werden in das Rohteil gefräst.
Als Produktionsschritte zur Fertigung der Basisplatte ergeben sich
damit:
– Teil aus Lager holen,
– Teil fräsen,
– Teil wieder einlagern.
2. Um die erforderlichen Produktionsschritte auszuführen, werden
folgende Automatisierungsstationen benötigt:
– Transportband,
– Hochregallager,
– CNC-Fräsmaschine.
3. Starten Sie Factory Simulation, um die Produktionslinie zur
Produktion der Basisplatte zu erstellen. Führen Sie hierzu die
Verknüpfung COSIMIR® Factory Simulation in der Programmgruppe
T
T

COSIMIR® Factory im Startmenü von Microsoft Windows aus.


T
T

4. Aktivieren Sie im Menü Datei den Befehl Neue Produktionslinie.


Es öffnet sich das Fenster Neue Produktionslinie anlegen.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

5. Wählen Sie als Speicherort für die neue Produktionslinie das


Verzeichnis Projects. Projects ist standardmäßig als
Unterverzeichnis von COSIMIR® Factory\Control angelegt. Sie
T
T

können jedoch auch jedes andere Verzeichnis als Speicherort für


Ihre Produktionslinie wählen.
Tragen Sie den Dateinamen ein. Wählen Sie unter Dateityp
COSIMIR-Arbeitszellen (*.mod). Klicken Sie abschließend auf die
Schaltfläche Speichern.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

6. Es öffnet sich das Modell einer leeren Produktionslinie. Mit dem


Anlegen einer neuen Produktionslinie werden automatisch einige
Einstellungen vorgenommen:
– es wird in den Editiermodus gewechselt,
– als Ansicht ist die Aufsicht gewählt,
– das Fenster Modellbibliotheken ist geöffnet.

312 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

7. Fügen Sie zunächst ein Transportsystem ein. Wählen Sie


beispielsweise das Modell Transport System 6 aus. Klicken Sie
hierzu auf den Eintrag Transport System 6. In einer Vorschau wird
Ihnen das Modell und eine Beschreibung des Modells angezeigt.
Werden Ihnen keine Informationen angezeigt, dann klicken Sie auf
die Schaltfläche Erweitert. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche
Hinzufügen, um die ausgewählte Station einzufügen.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

8. Fügen Sie auf gleiche Weise das Modell Station Stock ein.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

9. Damit die Arbeits- und Übergabepunkte während des


Fertigungsbetriebs der Produktionslinie passen, müssen die
Modelle entsprechend ausgerichtet und verbunden werden.
Richten Sie nun das Modell Station Stock am Modell Transport
System 6 aus. Klicken Sie hierzu auf den rötlich gefärbten
Koppelpunkt der Station Stock. Halten Sie die linke Maustaste
gedrückt und ziehen Sie den Koppelpunkt auf den linken oberen
Koppelpunkt des Transport System 6.
Die Station Stock ist nun mit dem Transport System 6 verbunden.
Die Position und Orientierung des Modells Station Stock wurde
automatisch verändert.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

10. Fügen Sie nun das Modell Station Mill 55 ein. Verbinden Sie das
Modell Station Mill 55 mit dem unteren linken Koppelpunkt des
Modells Transport System 6.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

11. Sobald Ihre Produktionslinie erstellt ist, verlassen Sie den


Editiermodus. Wechseln Sie in den Ansichtsmodus, um eine
realitätsnahe 3D-Darstellung der Produktionslinie zu erhalten.
Klicken Sie hierzu auf den Befehl Editiermodus im Menü Ausführen.
Das Häkchen neben dem Eintrag Editiermodus verschwindet. Sie
erhalten eine 3D-Darstellung Ihrer Produktionslinie.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

12. Um eine perspektivische Ansicht des 3D-Modells zu erhalten,


wählen Sie im Menü Ansicht zum Beispiel den Befehl
Standard/Voreinstellung. Mit den Befehlen unter Ansicht
verschieben, drehen und zoomen Sie sich eine passende Ansicht
Ihrer Produktionslinie.

13. Aktivieren Sie im Menü Ausführen den Befehl Anlage erzeugen.


Mit diesem Befehl wird das Modell der Produktionslinie als *.mod-
Datei gespeichert. Gleichzeitig wird eine XML-formatierte
Austauschdatei erzeugt, die Informationen zum Aufbau der
Produktionslinie enthält. Diese Austauschdatei benötigt das
Programmteil Factory Control, um die Fertigungssteuerung zur
Produktionslinie automatisch erzeugen zu können.

318 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

14. Es öffnet sich das Fenster Anlagen-Datei speichern.


Wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem das Modell der
Produktionslinie gespeichert werden soll. Standardmäßig ist dafür
das Unterverzeichnis Projects von COSIMIR® Factory\Control
T
T

vorgesehen.
Übernehmen Sie den vorgeschlagenen Dateinamen und klicken Sie
auf die Schaltfläche Speichern.

15. Starten Sie Factory Control im Modus ProjectStudio. Führen Sie


hierzu die Verknüpfung COSIMIR® Factory ProjectStudio in der
T
T

Programmgruppe COSIMIR® Factory im Startmenü von Microsoft


T
T

Windows aus.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 319


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

16. Sie sehen ein leeres Projekt mit dem Namen Proj.lpj.

17. Aktivieren Sie im Menü Extras/ProjectStudio den Befehl COSIMIR®


T
T

Projekt importieren, um die Informationen zum Aufbau der vorher


erstellten Produktionslinie einzulesen.

320 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

18. Im Fenster Öffnen wählen Sie die zuvor von Factory Simulation
erzeugte XML-Datei aus. Die XML-formatierte Austauschdatei und
die Modelldatei mit der Dateierweiterung mod sind im gleichen
Unterverzeichnis gespeichert.

19. Nach dem Öffnen des COSIMIR® Factory Projektes wird die 2D-
T
T

Ansicht der Produktionslinie angezeigt.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 321


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

20. Aktivieren Sie nun die Betriebsart Einrichtung. Wählen Sie hierzu im
Menü Projekt den Befehl Einrichtung.
Nur wenn die Betriebsart Einrichtung aktiv ist, können Sie
Projektbestandteile erzeugen und verändern. Dazu gehört auch das
Erzeugen von Programmen für die Fertigungssteuerung.
21. Um die Fertigungssteuerung automatisch zu erstellen, aktivieren Sie
im Menü Extras/ProjectStudio den Befehl Projekt erstellen.
22. Die Fertigungssteuerung zur Produktionslinie ist erstellt. Sie
erkennen das an den neuen Einträgen im Projektbaum im Fenster
Projekt.

23. Starten Sie den Fertigungsmodus, um die Fertigung der


Produktionslinie zu simulieren. Wählen Sie hierzu im Menü Projekt
den Befehl Fertigung.

322 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

24. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch


das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

25. Es sind drei Fertigungsaufträge vorbereitet. Das Ausführen der


Fertigungsaufträge lösen Sie aus, sobald Sie auf eine der
Schaltflächen Penholder, Baseplate oder Deskset klicken. Fahren
Sie mit der Maus über die Schaltflächen und informieren Sie sich,
welche Teile produziert werden können.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 323


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

26. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche Baseplate, um die Produktion
der gewünschten Basisplatte mit der Teilenummer 42143 zu starten.
Für die Dauer der Ausführung des Auftrags ist die Schaltfläche mit
einem blauen Rahmen versehen.
Sie können die Fertigung im Visualisierungsfenster verfolgen. Es
werden Ihnen Informationen wie die gerade ausgeführten
Prozessaufgaben oder die Position der einzelnen Palettenträger
angezeigt.

324 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

27. Im Programmteil Factory Simulation können Sie die Fertigung der


Basisplatte realitätsnah beobachten und auswerten.

28. Ist der Fertigungsauftrag beendet, so können Sie die Produktion


eines weiteren Teils auslösen.
Beachten Sie: Um einen Auftrag auszuführen, muss die
Produktionslinie die erforderlichen Maschinen enthalten. Fehlt eine
Maschine, so werden Sie bei Produktionsstart darauf hingewiesen.
Probieren Sie es aus und lassen Sie ein Tischset fertigen. Ferner
müssen für einen fehlerfreien und zügigen Ablauf der Produktion die
Ausgangsteile im Hochregallager vorliegen.
29. Wollen Sie andere Teile als die auf den Schaltflächen angebotenen
produzieren, dann nutzen Sie die Auftragstabellen Orders listed und
Orders timed.
30. Beim erstmaligen Start der Fertigung einer Produktionslinie wird der
Inhalt des Hochregallagers automatisch initialisiert. Für den
weiteren Verlauf der Fertigung sind Sie für den Lagerinhalt
verantwortlich. Der Inhalt des Hochregallagers wird in der
Produktionsdatenbank verwaltet.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 325


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

31. Klicken Sie auf die Schaltfläche Database, um den iCIM Production
Manager für die Produktionsdatenbank zu öffnen.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

32. Klicken Sie auf die Schaltfläche Stock Contents, um den aktuellen
Lagerinhalt zu betrachten.
Die Angabe 0 bei jedem Lagerfach zeigt, dass die Teile für Aufträge
mit der Auftragsnummer 0 vorgesehen sind. Die vorbereiteten
Fertigungsaufträge im Visualisierungsfenster sind alle mit der
Auftragsnummer 0 versehen. Der Inhalt des Hochregallagers ist also
auf die Produktion der vorbereiteten Aufträge abgestimmt.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 327


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

33. Wollen Sie den Lagerinhalt verändern, dann benötigen Sie


Schreibrechte für die Produktionsdatenbank. Änderungen in der
Produktionsdatenbank sind nur befugten Personen erlaubt und aus
diesem Grunde passwortgeschützt. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Login. Wählen Sie den Usertype aus. Tragen Sie das Passwort ein.
Sofern Sie das Passwort seit der Installation von COSIMIR® Factory
T
T

nicht geändert haben, ist das standardmäßig vorgegebene Passwort


noch gültig.
Wenn Sie sich als User angemeldet haben, geben Sie unter
Passwort ein: Festo
Bestätigen Sie die Eingabe mit Login.

34. Sie können den aktuellen Lagerinhalt verändern und zum Beispiel
mit der standardmäßig vorgesehenen Vorbelegung überschreiben.
Klicken Sie hierzu auf die Schaltfläche Copy from Stock Init. Sie
können aber auch einzelne Lagerfächer ändern, wenn bestimmte
Teile nicht mehr vorrätig sind.
35. Wollen Sie die Fertigung beenden, dann deaktivieren Sie die
Betriebsart Fertigung. Klicken Sie hierzu auf den Eintrag Fertigung
im Menü Projekt. Das Häkchen neben dem Eintrag Fertigung wird
entfernt.

328 © Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

6.4
Aufgabe: Die Fertigung
eines Tischsets planen,
simulieren und auswerten

Aufgabe Erstellen Sie die Produktionslinie zur Fertigung des Tischsets mit der
Teilenummer 52675. Das Tischset besteht aus Aluminium und besitzt
einen Thermometer, ein Hygrometer sowie einen Stifthalter mit Stift.
Abhängig davon, welche Teile im Hochregallager vorrätig sind, wird das
Tischset entweder nur montiert oder es werden die Ausgangsteile
gefertigt und in einem zweiten Schritt das Tischset aus den
Ausgangsteilen montiert. Simulieren Sie die Fertigung mit einem
Probedurchlauf. Analysieren Sie den Fertigungsprozess.
Beantworten Sie folgende Fragen:
• Welche Ausgangsteile werden aus dem Hochregallager entnommen?
• Welche Teile werden in der Montagestation lokal vorgehalten?
• Wie hoch ist die Fertigungstiefe?
• Sehen Sie sich die Definition des Produktionsprozesses zum
Tischset mit der Teilenummer 52675 in der Produktionsdatenbank
an. Vergleichen Sie ihn mit Ihren Beobachtungen aus der
Fertigungssimulation.

© Festo Didactic GmbH & Co. KG • 548586 329


6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

Durchführung 1. Das Tischset mit der Teilenummer 52675 besteht aus einer
Aluminium-Basisplatte mit kleiner Rundung. Der Stifthalter ist
ebenfalls aus Aluminium gefertigt und besitzt 5 Nuten.
Die Bearbeitungsschritte für das Tischset sind folglich:
– Die Basisplatte aus dem Rohteil fräsen.
– Die erforderliche Anzahl an Nuten in das Rohteil des Stifthalters
drehen.
– Das Tischset montieren aus Basisplatte, Stifthalter, Thermometer,
Hygrometer und Stift.
2. Die Produktionslinie für das Tischset muss folgende
Automatisierungsstationen enthalten:
– ein Transportband, zum Beispiel Transport 6
– ein Hochregallager, zum Beispiel Stock
– eine CNC-Fräsmaschine, zum Beispiel Mill 55,
– eine CNC-Drehmaschine, zum Beispiel Turn 55,
– eine Montagestation, zum Beispiel Assembly RV-1A.
3. Erstellen Sie im Programmteil Factory Simulation die
Produktionslinie zum Tischset.
Legen Sie hierzu eine neue Produktionslinie mit dem Namen
Proj_Deskset an.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

4. Stellen Sie sicher, dass der Editiermodus aktiv ist und die Bibliothek
eingeblendet wird. Erstellen Sie aus den Elementen der Bibliothek
die gewünschte Produktionslinie. Verbinden Sie die Stationen mit
dem Transportband über die entsprechenden Koppelpunkte.

5. Verlassen Sie den Editiermodus. Aktivieren Sie hierzu den Eintrag


Editiermodus im Menü Ausführen. Das Häkchen am Eintrag
Editiermodus verschwindet.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

6. Erzeugen Sie sich eine passende 3D-Darstellung der


Produktionslinie. Wählen Sie beispielsweise den Befehl
Standard/Voreinstellung im Menü Ansicht.

7. Erzeugen Sie die Anlage und die zugehörige XML-Austauschdatei für


die Fertigungssteuerung. Klicken Sie hierzu im Menü Ausführen auf
den Eintrag Anlage erzeugen.
8. Starten Sie nun das Programmteil Factory Control ProjectStudio.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

9. Aktivieren Sie den Befehl Anlage importieren im Menü


Extras\ProjectStudio. Wechseln Sie in das Verzeichnis Projects und
wählen Sie die erforderliche Datei aus. Es wird die Information zum
Aufbau der Produktionslinie eingelesen.

10. Nach dem Ausführen des Befehls Anlage importieren ist der
Fertigungssteuerung der grafische Aufbau der Produktionslinie
bekannt.
11. Aktivieren Sie nun die Betriebsart Einrichtung. Wählen Sie hierzu im
Menü Projekt den Befehl Einrichtung.
Nur wenn die Betriebsart Einrichtung aktiv ist, können Sie
Projektbestandteile der Fertigungssteuerung erzeugen und
verändern.
12. Erstellen Sie die Fertigungssteuerung zur Produktionslinie. Klicken
Sie hierzu im Menü Extras/ProjectStudio auf den Befehl Projekt
erstellen.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

13. Die Fertigungssteuerung zur Produktionslinie ist erstellt. Sie


erkennen das an den neuen Einträgen im Fenster Projekt.

14. Starten Sie den Fertigungsmodus, um das gewünschte Tischset zu


produzieren. Wählen Sie hierzu im Menü Projekt den Befehl
Fertigung.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

15. Nach der Initialisierung der Betriebsart Fertigung wird automatisch


das Visualisierungsfenster zur Bedienung und Darstellung des
Prozesses geöffnet.

16. Für das Tischset mit der Teilenummer 52675 wird ein vorbereiteter
Fertigungsauftrag angeboten. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Deskset und lösen Sie die Produktion des gewünschten Tischset
aus.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

17. Analysieren Sie den Fertigungsprozess entweder im


Visualisierungsfenster von Factory Control oder in der 3D-
Darstellung von Factory Simulation.
Ergebnis:
– Als erstes Ausgangsteil wird die Basisplatte mit Palette aus dem
Hochregallager entnommen und auf das Transportband gelegt.
– Anschließend wird als zweites Ausgangsteil der Stifthalter mit
Palette aus dem Hochregallager entnommen und auf das
Transportband gelegt.
– Der Roboter der Station Assembly übernimmt die Basisplatte mit
Palette und legt sie auf Pufferplatz 1.
– Der Roboter der Station Assembly übernimmt den Stifthalter mit
Palette und legt ihn auf Pufferplatz 2.
– Der Roboter legt die Basisplatte auf den Montageplatz.
– Die Teile Thermometer, Hygrometer und Stift sind lokal in der
Station Assembly vorrätig.
– Der Roboter bestückt die erste Bohrung mit einem Thermometer-
– Der Roboter bestückt die zweite Bohrung mit einem Hygrometer.
– Der Roboter bestückt die dritte Bohrung mit dem Stifthalter.
– Der Roboter bestückt den Stifthalter mit einem Stift.
– Der Roboter legt das Tischset auf die leere Palette auf Pufferplatz
1 zurück.
– Der Roboter legt die Palette mit dem montierten Tischset auf das
Transportband.
– Der Roboter legt die leere Palette des Stifthalters auf das
Transportband.
– Das Tischset wird eingelagert.
– Die leere Palette des Stifthalters wird eingelagert.
18. Lassen Sie das Produkt Tischset so oft fertigen, bis die
Ausgangsteile nicht mehr im Lager vorrätig sind. Beobachten Sie
dann den Fertigungsprozess.
Ergebnis:
– Auf Nachfrage wird das fehlende Teil produziert und ins Lager
gelegt.
– In einem nächsten Schritt wird das neu gefertigte Ausgangsteil der
Montagestation Assembly zugeführt.
Diese Art der Fertigung wird auch als einstufige Fertigung
bezeichnet.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

19. Sehen Sie sich nun die Beschreibung des Produktionsprozesses in


der Produktionsdatenbank an. Klicken Sie hierzu aus die
Schaltfläche Database, um den iCIM Production Manager zu öffnen.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

20. Klicken Sie auf die Schaltfläche Production Data. Es wird Ihnen der
Produktionsprozess für das ausgewählte Teil angezeigt.

21. Wählen Sie in der Liste der Teilenummern die Teilenummer 52675
aus. Sie sehen den zugehörigen Produktionsprozess.
– Das Tischset wird gefertigt von der Stationsklasse Station Festo
Assembly.
– Als Maschine soll eine beliebige Maschine der Klasse genutzt
werden. Deshalb ist bei Resource Type der Eintrag Resource Class
ausgewählt.
– Das Tischset wird durch die Makroprozessaufgabe AsmDeskSet
produziert.
– Als Transportstrategie ist „ParallelTwo“ eingetragen. Das
bedeutet: Zwei Ausgangsteile werden aus dem Hochregallager

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

angeliefert.
– Ausgangsteil 1 aus dem Lager: Basisplatte auf Palette mit
Teilenummer 42143.
– Ausgangsteil 2 aus dem Lager: Stifthalter auf Palette mit
Teilenummer 42104.
– Lokal gelagertes Ausgangsteil 1: Thermometer mit Teilenummer
30000.
– Lokal gelagertes Ausgangsteil 2: Hygrometer mit Teilenummer
30001.
– Lokal gelagertes Ausgangsteil 3: Stift mit Teilenummer 30100.
– Es werden keine CNC-Programme benötigt.

22. Der Produktionsprozess beschreibt formal den Vorgang, den Sie


während der Fertigung beobachten konnten.

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6. Beispiel: So planen und simulieren Sie die Fertigung eines Produktes

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