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Befiehl du deine Wege

(Psalm 37, 5)
EG 361, FuL 428, GL 418, MG 343, RG 680

Melodie: Bartholomäus Gesius 1603 Satz: Johann Sebastian Bach (BWV 272)

 

     

  
1. Be fiehl du dei ne We ge und was dein Her ze kränkt der
2. Dem Her ren musst du trau en, wenn dir's soll wohl er gehn; auf
  

     
  
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al ler treu sten Pfle ge des, der den Him mel lenkt. Der
sein Werk musst du schau en, wenn dein Werk soll be stehn. Mit
  

     
  
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Wol ken, Luft und Win den gibt We ge, Lauf und Bahn, der
Sor gen und mit Grä men und mit selbst eig ner Pein lässt


 
  
   

  

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wird auch We ge fin den, da dein Fuß ge hen kann.
Gott sich gar nichts neh men, es muss er be ten sein.

  
  

  

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3. Dein ewge Treu und Gnade, 8. Ihn, ihn lass tun und walten,
o Vater, weiß und sieht, er ist ein weiser Fürst
was gut sei oder schade und wird sich so verhalten,
dem sterblichen Geblüt; dass du dich wundern wirst,
und was du dann erlesen, wenn er, wie ihm gebühret,
das treibst du, starker Held, mit wunderbarem Rat
und bringst zum Stand und Wesen, das Werk hinausgeführet,
was deinem Rat gefüllt. das dich bekümmert hat.

4. Weg hast du allerwegen, 9. Er wird zwar eine Weile


an Mitteln fehlt dir's nicht; mit seinem Trost verziehn
dein Tun ist lauter Segen, und tun an seinem Teile,
dein Gang ist lauter Licht; als hätt in seinem Sinn
dein Werk kann niemand hindern, er deiner sich begeben
dein Arbeit darf nicht ruhn, und sollt'st du für und für
wenn du, was deinen Kindern in Angst und Nöten schweben,
ersprießlich ist, willst tun. als frag er nichts nach dir.

5. Und ob gleich alle Teufel 10. Wird's aber sich befinden,


hier wollten widerstehn, dass du ihm treu verbleibst,
so wird doch ohne Zweifel so wird er dich entbinden,
Gott nicht zurücke gehn; da du's am mindsten glaubst;
was er sich vorgenommen er wird dein Herze lösen
und was er haben will, von der so schweren Last,
das muss doch endlich kommen die du zu keinem Bösen
zu seinem Zweck und Ziel. bisher getragen hast.

6. Hoff, o du arme Seele, 11. Wohl dir, du Kind der Treue,


hoff und sei unverzagt! du hast und trägst davon
Gott wird dich aus der Höhle, mit Ruhm und Dankgeschreie
da dich der Kummer plagt, den Sieg und Ehrenkron;
mit großen Gnaden rücken; Gott gibt dir selbst die Palmen
erwarte nur die Zeit, in deine rechte Hand,
so wirst du schon erblicken und du singst Freudenpsalmen
die Sonn der schönsten Freud. dem, der dein Leid gewandt.
7. Auf, auf, gib deinem Schmerze 12. Mach End, o Herr, mach Ende
und Sorgen Gute Nacht, mit aller unsrer Not;
lass fahren, was das Herze stärk unsre Füß und Hände
betrübt und traurig macht; und lass bis in den Tod
bist du doch nicht Regente, uns allzeit deiner Pflege
der alles führen soll, und Treu empfohlen sein,
Gott sitzt im Regimente so gehen unsre Wege
und führet alles wohl. gewiss zum Himmel ein.

Text: Paul Gerhardt 1653

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