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Koordinaten: 49° 48′ N, 9° 56′ O

Würzburg
Würzburg (latinisiert Herbipolis) ist eine fränkische kreisfreie Stadt Wappen Deutschlandkarte
in Bayern (Bezirk Unterfranken). Die Stadt ist Sitz der Regierung von
Unterfranken und des Landratsamtes Würzburg, wichtiger Schul- und
Universitätsstandort sowie Sitz des gleichnamigen Bistums.

Mit rund 130.000 Einwohnern ist die Großstadt am Main die


sechstgrößte Stadt in Bayern, nach München, Nürnberg, Augsburg,
Regensburg und Ingolstadt.[3] Würzburg ist eines der drei
Regionalzentren des Freistaates Bayern.[4]

Im Jahr 704 wurde Würzburg erstmals als Befestigungsanlage


Basisdaten
„Virteburh“ („in castello Virteburh“)[5] urkundlich erwähnt und 2004
Bundesland: Bayern
wurde das 1300-jährige Stadtjubiläum gefeiert. Bereits im Mittelalter
Regierungsbezirk: Unterfranken
war die Stadt ein bedeutendes wirtschaftliches, geistliches und
hoheitliches Zentrum. Bis zur Industriellen Revolution blieb die
Höhe: 177 m ü. NHN
überregionale Bedeutung hoch. Es entstand ein eindrucksvolles Fläche: 87,63 km2
Stadtbild, vergleichbar mit herausragenden mitteleuropäischen 127.880
Einwohner:
Altstädten wie Krakau. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg schwer (31. Dez. 2018)[1]
beschädigt, insbesondere durch den Bombenangriff am 16. März 1459 Einwohner je
Bevölkerungsdichte:
1945. Beim Wiederaufbau wurden bedeutende Einzeldenkmäler wie km2
die meisten Kirchen der Altstadt äußerlich rekonstruiert, jedoch nur Postleitzahlen: 97070–97084
wenige Bürgerhaus-Ensembles und Traditionsinseln. Die ebenfalls im
Vorwahl: 0931
Krieg teilweise schwer beschädigte und anschließend restaurierte
Kfz-Kennzeichen: WÜ
Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in
Gemeindeschlüssel: 09 6 63 000
das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Sie war nach dem
Aachener Dom und zusammen mit dem Speyerer Dom das dritte
Stadtgliederung: 13 Stadtbezirke
mit 25 Stadtteilen
deutsche Bauwerk auf der Liste. Mit der Julius-Maximilians-
Adresse der Rückermainstraße 2
Universität, die in der Tradition der 1402 gegründeten Hohen Schule
Stadtverwaltung: 97070 Würzburg
zu Würzburg steht und damit die älteste Universität Bayerns ist, zählt
Website: www.wuerzburg.de
die Stadt zu den klassischen deutschen Universitätsstädten. Die
(https://www.wuerzb
Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und die 1797 gegründete urg.de/)
Hochschule für Musik Würzburg sind weitere akademische
Oberbürgermeister: Christian
Einrichtungen. 35.600 Studenten (Stand Wintersemester 2017/18) und
Schuchardt (CDU[2])
weitere Hochschulangehörige prägen das städtische Leben.
Lage der Stadt Würzburg in Bayern

Inhaltsverzeichnis
Geografie
Geografische Lage
Stadtgliederung
Nachbargemeinden
Raumordnung
Geologie
Hydrologie
Fließgewässer
Hochwasser
Klima
Geschichte
Eingemeindungen
Einwohnerentwicklung
Ausländeranteil
Religion
Christentum
Weitere christliche Religionsgemeinschaften
Jüdische Gemeinde
Islamische Gemeinden
Klöster und Ordensgemeinschaften
Politik
Bürgermeister
Stadtrat Festung Marienberg mit Alter Mainbrücke im
Wappen Vordergrund
Städtepartnerschaften und -patenschaften
Sport
Sportveranstaltungen
Alpinsport
Basketball
Wasserball
Rudern
Fußball
Eishockey
Tischtennis
Ju-Jutsu
Radsport
Öffentliche Hand
Kollegiatstift Neumünster, Grafeneckart (altes
Wirtschaft Rathaus) und St. Kiliansdom
Beschäftigungsstruktur
Industrie und Gewerbe
Medien
Radio
Fernsehen
Verlage, Zeitschriften und Zeitungen

Verkehr
Straßenverkehr
Öffentlicher Personennahverkehr
Schienenverkehr
Luftverkehr
Mainschifffahrt
Wege
Bildung und Forschung
Hochschulen und verwandte Einrichtungen Barocke Würzburger Residenz, UNESCO-
Weltkulturerbe
Schulen
Gymnasien
Realschulen
Mittelschulen
Sonstige Bildungseinrichtungen
US-Streitkräfte
Kultur
Theater und Bühnen
Museen und Galerien
Würzburg von der Festung Marienberg aus
Chöre
Alternative Rockmusikszenen
Fränkische Mundart
Erinnerungskultur
Festivals
Bibliotheken und Archive
Bibliotheken
Archive
Regelmäßige Veranstaltungen
Schutzgebiete
Naturschutzgebiete
Luftbild Panorama Aufnahme mit Blick auf die
Bauwerke Festung Marienberg, die Stadt Würzburg und den
Baudenkmäler Fluss Main
Romanik Als Kugelpanorama anzeigen (https://tools.wmflabs.org/panovi
Gotik ewer/#Wuerzburg_Marienberg_Panorama.jpg)
Renaissance
Barock und Rokoko
Klassizismus und Historismus
Moderne
Mainbrücken
Brunnen
Modelle der Bauwerke für Blinde
Öffentlich zugängliche Würzburger Gärten und Parks
Aussichtspunkte
Nachtleben
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
In Würzburg wirkende Persönlichkeiten
Würzburg in Reiseberichten
Lokale Spezialitäten
Beinamen und Mottos
Sonstiges
Spaziergänge in Würzburg
Weg durch den Ringpark Würzburg
Stein-Wein-Pfad
Planetenweg Würzburg
Wege zur Festung Marienberg
Literatur
Weblinks
Anmerkungen

Geografie
Geografische Lage
Würzburg liegt im sogenannten Maindreieck in einem Talkessel im
mittleren Maintal. Durch die Stadt fließt der Main, das bedeutendste
Fließgewässer der Region. Seine Hanglage, die klimatischen
Verhältnisse sowie andere Standortfaktoren machen Würzburg zu
einem renommierten Weinbaugebiet. Drei der fünfzehn größten
deutschen Weingüter sind in Würzburg beheimatet.[6] Durch seine
verkehrsgünstige Lage[7] ist Würzburg ein beliebter Treffpunkt für
viele Veranstaltungen. Mit der Bahn ist man im Idealfall in annähernd
vier Stunden in Berlin und nach Frankfurt am Main sind es 120
Kilometer.[7]
Würzburg mit Festung Marienberg
Auf der Anhöhe einer Muschelkalkplatte, dem Marienberg, steht
eines der berühmten Wahrzeichen Würzburgs, die Festung
Marienberg. Auf dem benachbarten Nikolausberg, nahe der Frankenwarte, liegt mit 360 m über NN der höchste Punkt Würzburgs.
Die tiefsten Punkte Würzburgs befinden sich mit 166 m am Alten Kranen und am Neuen Hafen.[8]

Stadtgliederung
→ Hauptartikel: Liste der Stadtbezirke Würzburgs
Das Stadtgebiet ist in 13 Stadtbezirke eingeteilt,[10] die sich aus Bevölkerung
Nr. Stadtbezirk (31. Dezember 2017)[9]
einzelnen Stadtteilen zusammensetzen, wobei die Grenzen oft
sehr ungenau sind. Bis zur Aufhebung der Festungseigenschaft
01 Altstadt 18.768
für das rechtsmainische Würzburg am 26. September 1856[11]
bestand das bewohnte Würzburger Stadtgebiet im Wesentlichen 06 Frauenland 18.146
nur aus dem jetzigen Stadtbezirk Altstadt. Die nächsten 07 Sanderau 13.674
Erweiterungen waren die Eingemeindungen von Heidingsfeld 02 Zellerau 11.832
(1930), Rottenbauer (1974), Oberdürrbach (1976),
12 Lengfeld 10.921
Unterdürrbach (1976), Lengfeld und Versbach. Die heutige
Einteilung basiert auf der Neugliederung des Stadtgebiets im 08 Heidingsfeld 10.517

Rahmen der Bezirksreform[12] von 1978.[13] 09 Heuchelhof 9.822


04 Grombühl 8.490

Nachbargemeinden 11 Versbach 6.888

Zwölf Städte und Gemeinden des Landkreises Würzburg grenzen 03 Dürrbachtal 6.140
an die Stadt Würzburg. Im Norden beginnend und dem 05 Lindleinsmühle 4.937
Uhrzeigersinn folgend sind dies: 10 Steinbachtal 4.666

Veitshöchheim, Güntersleben, Rimpar, Estenfeld, Rottendorf, 13 Rottenbauer 4.288


Gerbrunn, Randersacker, Winterhausen, Reichenberg, Höchberg Würzburg gesamt 129.089
und Zell am Main. Ein der Regierung von Unterfranken im
Februar 1971 unterbreiteter Vorschlag der Stadt Würzburg, Randersacker, Reichenberg,
Veitshöchheim und Zell im Rahmen der Gebietsreform einzugemeinden, wurde nicht
umgesetzt.[14]

Raumordnung
Würzburg ist das Oberzentrum der Planungsregion Würzburg,[15] zu der die kreisfreie
Stadt Würzburg und die Landkreise Kitzingen, Main-Spessart und Würzburg gehören.
Dem Oberzentrum Würzburg sind folgende Mittelzentren zugeordnet: Gemünden am
Main, Kitzingen, Karlstadt, Lohr am Main, Marktheidenfeld, Ochsenfurt und Volkach.

Geologie
Würzburg gehört zu Mainfranken, das im westlichen Bereich des fränkischen
Schichtstufenlandes liegt. Das Schichtstufenland besteht aus Gesteinen aus der Trias
(Keuper, Muschelkalk, Buntsandstein).[16]

Im Bereich Würzburgs finden sich fast ausschließlich Gesteine des Muschelkalks,


teilweise bedeckt mit quartären Ablagerungen (Löß, pleistozäne Schotter).[17]

Hydrologie

Fließgewässer
Neben dem Main, der als Fließgewässer I. Ordnung und Bundeswasserstraße klassifiziert ist, sowie der Pleichach (II. Ordnung)
verlaufen auf dem Stadtgebiet von Würzburg noch der Dürrbach, der Fuchsstädter Bach (auch Heuchelbach genannt), die Kürnach,
der Reichenberger Bach, der Kühbach, der Steinbach und der Zwischengemäuerbach als Fließgewässer III. Ordnung.[18]

Hochwasser
Der Wasserstand des Mains wird mit dem Messstab am Alten Kranen gemessen.
Normalstände sind an der Ufermauer des Mains, Hochwasserstände am Mauerwerk
des Gebäudes Alter Kranen angezeigt.

Extreme Hochwasserstände des 14. bis 19. Jahrhunderts sind am rechten Türpfosten
des Eingangs zum Grafeneckart, dem seit 1316[19] als Rathaus fungierenden
Gebäude, markiert: das Jahrtausendhochwasser am Magdalenentag dem 21. Juli
1342, weitere am 29. Februar 1784, am 27. Januar 1682 und am 30. März 1845.

Hochwassermarken am Eingang Hochwasserstände des 20. Jahrhunderts, am 7. Februar 1909, 16. Januar 1920 und
zum Grafeneckart, dem Rathaus von 25. Februar 1970 (Wasserpegel 670 cm) sind an der Mauer des Alten Kranens
Würzburg dokumentiert.

Siehe auch: Hochwasser in Würzburg

Klima
Die in einem häufig Inversionswetterlagen bedingenden und Schadstoffanreicherungen (Schwefeldioxid, Ozon, Ruß, Benzol und
Stickstoffdioxid)[20] begünstigenden Talkessel befindliche Stadt Würzburg liegt in der gemäßigten Klimazone und der
Westwindzone. Das relativ trockene und gegenüber dem Umland wärmere Würzburger Klima[21] eignet sich besonders gut für den
Weinbau.[22] Die mittlere Temperatur beträgt im Januar −0,6 °C, im Juli 18,4 °C. Über das gesamte Jahr ergibt sich eine mittlere
Temperatur von 9,2 °C. Die höchste je gemessene Temperatur war 39,4 °C am 7. August 2015,[23] die niedrigste gemessene
Temperatur −24,0 °C am 10. Februar 1956.

Würzburg
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
24 23
22 20
19
14 14
9
13 13 7
2 4 11 10 3
8 6
4
1 2
-3 -2 -1

43 39 45 47 55 72 54 57 43 42 49 56

Temperatur in °C, Niederschlag in mm


Quelle: wetterkontor.de[24]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Würzburg


Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2 4 9 14 19 22 24 23 20 14 7 3 Ø 13,5
Min. Temperatur (°C) −3 −2 1 4 8 11 13 13 10 6 2 −1 Ø 5,2
Niederschlag (mm) 43 39 45 47 55 72 54 57 43 42 49 56 Σ 602
Sonnenstunden (h/d) 1,3 2,5 3,8 5,1 6,5 6,6 7,1 6,5 5,0 3,3 1,6 1,3 Ø 4,2
Regentage (d) 16 13 11 12 13 14 13 13 12 12 14 13 Σ 156
Luftfeuchtigkeit (%) 85 80 75 69 68 69 68 70 76 81 84 85 Ø 75,8

Quelle: wetterkontor.de[24]

Geschichte
→ Hauptartikel: Geschichte der Stadt Würzburg
Auch wenn Würzburgs vermutlich erste Erwähnung um das Jahr 700
erfolgte (beim Geograph von Ravenna Uburzis geschrieben,
gesprochen Wurcis), und seine erste urkundliche Nennung erst 704
als in castello Virteburh (woraus dann unter anderem Wirzaburg
wurde)[25], lassen Funde auf eine wesentlich längere Geschichte
Würzburgs schließen. Bereits für die Zeit um 1000 v. Chr. ist eine
keltische Fliehburg auf dem Marienberg nachgewiesen. Seit dem Jahr
604 n. Chr. war Würzburg fränkischer Herzogssitz, zwischen 685 und
689 missionierten dort die Frankenapostel Kilian, Kolonat und
Totnan. Sicherlich bedingt durch die Lage an vielen Verkehrswegen,
zum Beispiel dem Main, machte Bonifatius Würzburg 741 zum
Bischofssitz. Mit der Heiligsprechung der Frankenapostel 752 Panorama von Würzburg mit der Festung
begannen die Pilgerfahrten zum ersten Märtyrergrab rechts des Marienberg. Matthäus Merian in Cornelis
Danckerts: Historis, 1642.
Rheins. Ludwig der Fromme verlieh den Würzburger Bischöfen um
820 ein Zollprivileg (Markt- und Münzrecht folgten erst 1030). Der
im 10. Jahrhundert von Fernkaufleuten und Großhändler besuchte Marktplatz befand sich in der heutigen Domstraße.[26] Im 11.
Jahrhundert gelangte eine Silbermünze aus Würzburg bis auf die Färöer, wie der Münzfund von Sandur belegt. Das erste
Ritterturnier auf deutschem Boden wurde 1127 in der Stadt ausgetragen. Als
technische Meisterleistung gilt seiner Zeit der um 1130 erfolgte Bau der steinernen
Mainbrücke.[27]

Am 17. Juni 1156 heiratete Friedrich I. Barbarossa in Würzburg in zweiter Ehe die
noch sehr junge Beatrix von Burgund, Tochter des Grafen Rainald III. und Erbin der
Freigrafschaft Burgund (heute Franche-Comté). Auf dem Reichstag zu Würzburg
1168 belehnte Friedrich I. Barbarossa den damaligen Bischof Herold mit der
Herzogswürde. Die Bischöfe der Stadt konnten sich fortan Fürstbischöfe nennen
und den Titel „Herzog in Franken“ führen.

1188 wurden staufische Höfe und Eigengüter in der Stadt und dem Bistum
Würzburg (curtes et allodia, que habemus tam in civitate Herbipolensi quam in
episcopatu) in einem Vertrag zwischen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und König
Alfons VIII. von Kastilien erwähnt. Der Vertrag regelte die Ehe zwischen Friedrichs
Sohn Konrad und Alfons Tochter Berengaria. Der Besitz in Würzburg gehörte mit
weiteren 29 staufischen Gütern zur Morgengabe der Braut. Allerdings wurde diese
Ehe niemals in die Praxis umgesetzt.[28]
10-%-Schuldverschreibung über
5.000 Mark der Stadt Würzburg vom
1402 gründete der Fürstbischof Johann von Egloffstein die Hohe Schule zu
20. Februar 1923
Würzburg, Vorläuferin der Universität Würzburg.

Im Deutschen Bauernkrieg wurde die Festung Marienberg im Mai 1525 erfolglos


berannt. Tilman Riemenschneider wurde daraufhin auf der Festung festgehalten.

Bedeutend für die Würzburger Geschichte war der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Er stiftete das Juliusspital, gründete
die Universität neu und baute die Festung auf dem Marienberg als Renaissanceschloss aus. Er war weit über Würzburg hinaus
bekannt als Gegenreformator und Hexenverfolger. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden mehr als 260 Menschen aufgrund einer
Anklage wegen Hexerei oder Zauberei hingerichtet.

1631 bis 1634 wurde Würzburg von den Schweden besetzt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und dem Westfälischen Frieden 1648
erfolgte, unter anderem durch Schaffung neuer Festungs- und Stadttore, der barocke Ausbau der Befestigung Würzburgs.[29] Von
1802 bis 1814 wechselten die Würzburger viermal ihre Nationalität. Zunächst waren sie Bürger des Hochstifts Würzburg gewesen,
ab 22. November 1802[30] dann Bürger des Kurfürstentums Pfalzbayern, 1806 des Königreichs Bayern, ab September 1806 des
Großherzogtums Würzburg und ab Juni 1814 wieder des Königreichs Bayern und seither bayerisch.

Am 2. August 1819 begannen in Würzburg die Hep-Hep-Unruhen, die sich in der Folge im ganzen Deutschen Bund ausbreiteten.

Der Pegel Würzburg wurde 1823 in Betrieb genommen und ist der älteste in Betrieb befindliche Pegel am Main.

Nach der Aufhebung der Festungseigenschaft für das rechtsmainische Würzburg 1857 wandelte sich das seit dem Ende des 17.
Jahrhunderts weitgehend gleichgebliebene Stadtbild.[31]

Im Jahr 1900, acht Jahre nach Eröffnung der Straßenbahnlinie als Pferdebahn, erhielt Würzburg seine erste elektrische Straßenbahn.

Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannte
Röntgenstrahlung und erhielt dafür 1901 den (ersten) Nobelpreis für Physik.

Am 9. November 1918 bildete sich in Würzburg ein Arbeiter- und Soldatenrat. Im April 1919 bestand eine dreitägige Herrschaft des
Rätekommunismus, die so genannte Würzburger Räterepublik.[32] Am 6. Dezember 1922 entstand in Würzburg eine Ortsgruppe der
NSDAP und gelangte nach der Wiederzulassung 1925 mit vier Mandaten im Dezember 1929 in den Stadtrat.[33]
1930 wurde in der Augustinerstraße 9 nach Plänen von Franz Kleinsteuber Würzburgs erstes Hochhaus fertiggestellt.[34] Um 1935
waren darin unter anderem Räume der NSDAP-Kreisleitung im vierten Stock untergebracht.[35] 1934 war Würzburg Großstadt
geworden.

Nach dem Verbot von Aktivitäten der SPD (Würzburgs und Deutschlands älteste demokratische politische Partei) und der Auflösung
der Bayerischen Volkspartei wurden am 4. September 1934 die Stadtratsmitglieder auf Adolf Hitler neu vereidigt.[36]

Am 27. November 1941 wurden in Würzburg erstmals jüdische Bürger deportiert, am 17. Juni 1943 zum letzten Mal.

Die ersten Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg erfuhr Würzburg mit dem Luftangriff am 21. Februar 1942.[37] Hierbei war vor
allem der Südbahnbahnhof betroffen.[38]

Unter der Regierung der Nationalsozialisten spielte die Stadt eine wichtige Rolle bei der sogenannten Aktion T4, bei der in
Deutschland mehr als 100.000 Psychiatrie-Patienten und behinderte Menschen durch SS-Ärzte und -Pflegekräfte systematisch
ermordet wurden. Zentrale Figur dabei war Werner Heyde, Professor für Psychiatrie und Neurologie an der Universität Würzburg
sowie Leiter der „medizinischen Abteilung“ der „Euthanasie“-Zentrale und Obergutachter der Aktion T4.

Im Frühjahr 1943 wurde Würzburg Standort eines der 92 Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. Im Mai saßen im KZ-
Außenlager Würzburg 28 Häftlinge ein. Diese wurde unter anderem zum Ausbau der Psychiatrischen Universitätsklinik und eines
SS-Lazaretts eingesetzt. Später stieg die Zahl der Inhaftierten auf 50 an.[37]

Am 16. März 1945 erfolgte von 21:15 bis 21:42 Uhr der die Kernstadt zu 80 Prozent zerstörende Bombenangriff auf Würzburg und
Heidingsfeld als Hauptangriff der Alliierten. Mindestens 4500 Menschen starben dabei, etwa 5000 im Jahr 1945 insgesamt durch
Fliegerangriffe, Feindeinwirkungen und Verwundungen in Lazaretten. Ebenfalls etwa 5000 Würzburger fielen im gesamten Zweiten
Weltkrieg. Am 31. März erreichten US-amerikanische Truppen den Landkreis Würzburg, am 2. April das Mainufer unterhalb der
Festung und am 4. April, dem Tag der Einrichtung der Militärregierung Mainfranken, marschierten sie in die Stadt Würzburg ein.
Am 5. April war Würzburg dann endgültig von der 7. US-Armee erobert.[39][40] Der 1946 beginnende[41] und in den folgenden
Jahren, beruhend auf einem Wiederaufbauplan für die Altstadt von 1948 und einem Generalverkehrsplan von 1953, fortgesetzte
Wiederaufbau der Stadt wurde am 16. Dezember 1963 von Oberbürgermeister Zimmerer in einer Haushaltsrede vor dem Stadtrat für
abgeschlossen erklärt. Zu Beginn der 1960er Jahre waren die Planungen für ein Universitätszentrum am Hubland und für die
Stadtausdehnung auf dem Heuchelhof begonnen worden.[42][43]

Eingemeindungen
Am 1. Januar 1930 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Heidingsfeld mit den Gemeindeteilen Heidingsfeld, Heuchelhof,
Vogelshof und Zwickerleinshof eingegliedert.[44] Weitere Eingemeindungen erfolgten im Rahmen der im Januar 1971 durch den
bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel initiierten Gebietsreform: Am 1. Januar 1974 kam die Gemeinde Rottenbauer
hinzu.[13] Unterdürrbach sowie die Gemeindeteile Oberdürrbach, Schafhof und Ziegelhütte aus der Gemeinde Oberdürrbach wurden
am 1. Juli 1976 eingegliedert.[13] Es folgten am 1. Januar 1978 die Gemeinde Lengfeld mit den Gemeindeteilen Holzmühle,
Pilziggrund, Riedmühle und Rosenmühle, die Gemeinde Versbach mit den Gemeindeteilen Herrnmühle, Schäfermühle und
Straubmühle sowie am 1. Mai 1978 aus der Gemeinde Höchberg der Gemeindeteil Steinbachtal.[13]

Einwohnerentwicklung
Im Jahr 1840 hatte Würzburg 26.814 Einwohner und 1880 waren es 50.000. Nach dem Deutschen Krieg erlebte die Stadt von 1867
und 1896 einen „Bauboom“, der zur Neuerrichtung von über 1300 Wohnhäusern führte. Während 1903 noch 79.547 Einwohner
gezählt wurden, betrug 1904 die geschätzte Zahl der Einwohner dann 80.000.[45] Mit 94.671 Einwohnern war Würzburg 1918 die
viertgrößte Stadt im rechtsrheinischen Bayern.[46] Von 1919 bis 1939 stieg die Einwohnerzahl infolge von Geburten- und
Migrationsüberschüssen von etwa 86.500 auf 107.500 an.[47] 1932/33 hatte die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 100.000
überschritten, wodurch Würzburg zur Großstadt wurde. Durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges verlor die Stadt zwischen
1939 (108.000 Einwohner) und 1945 (53.000 Einwohner) rund die Hälfte (55.000) ihrer Bewohner. Nachdem 1955 die Stadt zum
zweiten Mal die 100.000-Einwohner-Grenze
überschritten[48] hatte, erreichte die
Bevölkerungszahl 1957 wieder den
Vorkriegsstand. Ende Dezember 2004 lebten in
Würzburg nach Fortschreibung des Bayerischen
Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung
133.539 Menschen mit Hauptwohnsitz. Das ist
der historische Höchststand. Seit der Korrektur
durch den Zensus 2011 stagniert die
Einwohnerzahl.

Wobei bei der Bevölkerungsentwicklung die


umfangreichen Eingemeindungen der 1970er
Jahre zu berücksichtigen sind (siehe
Eingemeindungen). Würzburg in den Grenzen
von 1939 (also mit Heidingsfeld), jedoch
einschließlich des gesamten Stadtbezirks
Steinbachtal, hatte am 31. Dezember 2013 nur
noch 99.541 Einwohner (gemäß:
Stadtgliederung). Wobei es sich hier um die
Melderegisterbasierte Einwohnerzahl Einwohnerentwicklung von Würzburg. Oben ab 1200 bis 2016.
einschließlich Zweitwohnsitz handelt. Die Unten ein Ausschnitt ab 1871
Amtliche Einwohnerzahl für dieses Gebiet liegt
noch etwas unter diesem Wert.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um
Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse¹ oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter
beziehungsweise der Stadtverwaltung. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“ (ohne Militär[49]
und Studenten), ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde
die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr/Datum Einwohner Jahr/Datum Einwohner Jahr/Datum Einwohner


1200 5.000 2. Dezember 1895[° 1] 68.747 31. Dezember 1980 128.652
1512 5.365 1. Dezember 1900[° 1] 75.499 31. Dezember 1985 127.997
1571 8.590 1. Dezember 1905[° 1] 80.327 25. Mai 1987[° 1] 123.378
1621 9.782 31. Dezember 1990 127.777
1. Dezember 1910[° 1] 84.496
1630[50] rund 10.000 31. Dezember 1995 127.295
1. Dezember 1916[° 1] 71.044
1703 13.883 31. Dezember 2000 127.966
5. Dezember 1917[° 1] 70.923
1787 18.070 2002[53] 128.000
8. Oktober 1919[° 1] 86.571
1813 19.925 31. Dezember 2005 129.628
16. Juni 1925[° 1] 89.910
1. Juni 1830[° 1] 21.672 31. Dezember 2006 131.320
16. Juni 1933[° 1] 101.003
3. Dezember 1846[° 1] 22.650 31. Dezember 2007 132.354
17. Mai 1939[° 1] 107.515
3. Dezember 1852[° 1] 29.848 31. Dezember 2008 132.108
1942[51] 105.895
3. Dezember 1855[° 1] 32.598 31. Dezember 2010 133.799
31. Dezember 1945 52.999
3. Dezember 1861[° 1] 36.119 9. Mai 2011[° 2] 124.297
55.604
3. Dezember 1864[° 1] 41.575 29. Oktober 1946[° 1] 31. Dezember 2011 124.449

3. Dezember 1867[° 1] 42.185 13. September 1950[° 1] 78.443 31. Dezember 2012 124.577

1. Dezember 1871[° 1] 40.005 25. September 1956[° 1] 102.950 31. Dezember 2013 124 698
31. Dezember 2014 124.219
1. Dezember 1875[° 1] 44.975 6. Juni 1961[° 1] 116.883
31. Dezember 2015 124.873
1. Dezember 1880[° 1] 51.014 31. Dezember 1965 122.067
31. Dezember 2016 126.010
1. Dezember 1885[° 1] 55.010 27. Mai 1970[° 1] 117.147
31. Dezember 2017 126.635
1. Dezember 1890[° 1] 61.039 31. Dezember 1975 112.584

1978[52] ca. 127.000

1. Volkszählungsergebnis
2. Zensus 2011

Ausländeranteil
Im Jahr 2010 hatte Würzburg mit 11.283 Ausländern aus diversen Herkunftsländern einen Ausländeranteil von 8,5 %.[54] Der
höchste Ausländeranteil ist im Stadtbezirk Altstadt mit 16,8 % verzeichnet, gefolgt von der Zellerau und dem Frauenland (beide
13,6 %) sowie Grombühl (12,0 %).[55] Die meisten ausländischen Mitbürger kommen (Stand 2013) aus der Türkei (1237), Russland
(840), Italien (756), Ukraine (678) und Rumänien (662).[56]

Religion

Christentum
Siehe auch: Kirchen in Würzburg
Würzburg wurde 741/742 Sitz eines Bistums, das sich bald auch ein weltliches
Herrschaftsgebiet schaffen konnte, das Hochstift Würzburg. Oberster Herr dieses
Territoriums war der Fürstbischof.

Die Reformation konnte im Bistum zunächst Fuß fassen. Die evangelische Bewegung wurde
später jedoch durch den Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn[57] und die
Gegenreformation ab 1586 stark zurückgedrängt. Die Anhänger des Luthertums wurden aus
der Stadt verbannt, die meisten von ihnen ließen sich in der benachbarten Reichsstadt
Schweinfurt nieder. Während der schwedischen Besatzung im Dreißigjährigen Krieg konnten
die Protestanten von 1631 bis 1634[58] vorübergehend wieder Fuß fassen. 1633 war ihnen die
Benutzung des Würzburger Doms für ein Jahr erlaubt worden. Bis zum Beginn des 19.
Jahrhunderts war Würzburg dann eine, abgesehen von Protestanten ohne Bürgerrecht,
katholische Stadt.[59] Erst das bayerische Religionsedikt von 1803 brachte eine
Gleichbehandlung der beiden Konfessionen. Im selben Jahr erhielten die Protestanten
zunächst im April die Kapelle des ehemaligen Kartäuserklosters und im November die Kirche
des säkularisierten St.-Stephans-Klosters. Später wurden weitere Gemeinden gegründet. Alle
2006 im Zuge der
gehörten von Anfang an zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, die sich bis 1811,
äußerlichen Restaurierung
ab 1808 mit dem Pfarrer Paul Kanut Ebermayer, in Würzburg vollständig etabliert hatte,[60]
freigelegte Westfassade des
und sind Teil des 1827 eingerichteten[61] evangelischen Dekanats Würzburg innerhalb des Kiliansdomes
Kirchenkreises Ansbach-Würzburg.
Verschiedene Freikirchen haben in Würzburg Gemeinden gegründet. Hierzu gehört die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, die
ihre Wurzeln in Würzburg bis ins Jahr 1907 zurückverfolgen kann. Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu einer
Verschmelzung von Baptisten- und Brüdergemeinde;[62] in der Folge sieht sich diese Gemeinde heute beiden Traditionen
zugehörig.[63]

Die meisten freikirchlichen Gemeinden sind in der Evangelischen Allianz vertreten und arbeiten in Würzburg mit der dort seit 2003
Abteilung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland[64] zusammen.

Das 1803 säkularisierte Fürstbistum Würzburg wurde 1821 als eigenständiges Bistum innerhalb der Kirchenprovinz Bamberg neu
umschrieben. 1848 fand in Würzburg die erste deutsche Bischofskonferenz statt.

Innerhalb dieses Bistums gehören heute die Pfarrgemeinden der Stadt zum Dekanat Würzburg Stadt.

Laut Zensus 2011:

51,5 % römisch-katholisch
22,2 % evangelisch
26,3 % Sonstige, keine, ohne Angabe[65]

Weitere christliche Religionsgemeinschaften


Würzburg ist der Hauptsitz der Glaubensbewegung Universelles Leben. Die Zeugen Jehovas haben ein Gemeindezentrum im
Stadtbezirk Rottenbauer. Zudem bestehen Gemeinschaften der Alt-Katholiken, seit 1887 der Evangelisch-methodistischen Kirche,
der im Umkreis Würzburgs seit etwa 1800 ansässigen Mennoniten sowie der Griechisch-orthodoxen Kirche, der Rumänisch-
Orthodoxen Kirche, der Russisch-Orthodoxen und der Syrisch-Orthodoxen Kirche. Als von der römisch-katholischen Kirche
anerkannte Gemeinschaft besteht in Würzburg auch die Gemeinschaft Sant’Egidio. Zudem gibt es in der Martin-Luther-Straße 2a das
Gemeindehaus der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten (Adventgemeinde Würzburg) und weitere christliche
Religionsgemeinschaften[66] sowie die „Mormonen“ (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage).[67][68]

Jüdische Gemeinde
Würzburg ist Sitz einer alten jüdischen Gemeinde, die erstmals 1147 erwähnt
wurde. Ihre Blütezeit hatte sie im 12. und 13. Jahrhundert. Während des Rintfleisch-
Pogroms im Jahre 1298 wurden in Würzburg zwischen dem 18. und 23. Juli etwa
900 Juden getötet. Weitere Pogrome ereigneten sich 1336/1337 bei der sogenannten
Armledererhebung. 1349 kam es zu den Judenverfolgungen zur Zeit des Schwarzen
Todes in der Stadt und im Umland. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert wurden die
Juden immer wieder aus der Stadt verwiesen. 1803 konnte sich, (aus eher
finanziellen Gründen pragmatisch) gewährt von der neuen bayerischen Regierung,
nach mehr als 150 Jahren mit Moses Hirsch und seinen Söhnen Salomon und Jakob Der im Mittelalter angelegte
von Hirsch aus Gaukönigshofen wieder eine jüdische Familie in Würzburg ehemalige jüdische Friedhof in
niederlassen. Offiziell wurde mit einer Verordnung erst am 12. September 1808 die Würzburg (Ort der heutigen
Marienkapelle am Marktplatz).
Ansässigmachung von Juden in Würzburg wieder erlaubt. Weitere Rechte erhielten
Sebastian Münster 1550
die bayerischen Juden erst mit dem 1816 wirksam gewordenen Edikt, die
Verhältnisse der jüdischen Glaubensgenossen im Königreich Baiern betreffend von
1813.[69]

Am 2. August 1819 war Würzburg der Ausgangspunkt der Hep-Hep-Unruhen, die sich gegen jüdische Bürger richteten. Um 1900
erreichte die jüdische Gemeinde mit annähernd 2500 Mitgliedern ihren höchsten Stand (1910 lebten in Würzburg 2514 Juden, 3
Prozent der Bevölkerung[70]). 1925 betrug die Zahl der Juden in Würzburg dann mit 2261 2,5 Prozent der Gesamteinwohnerschaft
(1814 waren es mit 172 0,9 % und 1867 1099[71]).

1933 kam es in Würzburg zum Boykott von Geschäften jüdischer Inhaber. Bei den Novemberpogromen 1938 starben in Würzburg
mindestens vier Menschen. Einrichtungen der Jüdischen Kultusgemeinde wurden von SA-Männern zerstört, woran eine Gedenktafel
an einer Mauer in der Domerschulstraße erinnert. Die Inneneinrichtung der 1837 bis Sommer 1841[72] erbauten Hauptsynagoge
wurde unter Anwesenheit des Universitätsrektors und SA-Führers Seifert zerstört, das Gebäude wurde jedoch nicht niedergebrannt,
vermutlich aus Rücksicht auf angrenzende „arische“ Häuser. Im Synagogengebäude, das bei der Bombardierung 1945 zerstört
wurde, war ein NSDAP-Parteibüro eingerichtet. Im November 1941 begann die Deportation der verbliebenen Würzburger Juden in
Konzentrationslager. Die jüdische Gemeinde hörte 1943 auf zu existieren. Die Würzburger Juden ahnten nichts von ihrem Schicksal
und gingen nach brieflicher Aufforderung freiwillig zur Sammelstelle.[73] 895 Mitglieder der Gemeinde wurden ermordet.

Bereits wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in Würzburg eine neue jüdische Gemeinde gegründet, die im
Jahr 1970 in der Valentin-Becker-Straße 11 eine neue Synagoge erhielt, in deren Vorraum eine Gedenktafel an die Verfolgung und
Ermordung der Würzburger Juden erinnert. Im ersten Stock des dort befindlichen jüdischen Altersheims wurde 1987 ein
Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken errichtet. Bis zum Holocaust gab es sieben Synagogen
in Würzburg. Eine von ihnen, die 1929 in der Sandbergerstraße errichtet wurde, beherbergt heute die David-Schuster-Realschule. In
ihrem Innern wird mit einer Gedenktafel an den Leiter der ehemaligen Israelitischen Lehrerbildungsanstalt (ILBA), den Pädagogen
Jakob Stoll, erinnert, der nach seiner KZ-Haft in die USA emigrierte. Am Standort der ehemaligen Synagoge in Heidingsfeld in der
Zindelgasse/Ecke Dürrenberg wurde 1986 eine Gedenksäule errichtet.[74]

Am 9. Januar 1987 wurden im Würzburger Stadtviertel Pleich beim Abriss eines ehemaligen gewerblichen Gebäudes 1455 jüdische
Grabsteine gefunden. Ihre wissenschaftliche Erforschung haben Karlheinz Müller und seine Kollegen Simon Schwarzfuchs, Rami
Reiner und Edna Engel im Jahr 2012 mit der Veröffentlichung des dritten Bandes abgeschlossen. Die weltweit einmalige Sammlung
befindet sich im Museum Shalom Europa im jüdischen Gemeindezentrum.

Am 23. Oktober 2006 wurde nach fünfjähriger Bauzeit das neue jüdische Gemeinde- und Kulturzentrum mit dem Namen Shalom
Europa eröffnet.[75] Die Zahl der Gemeindemitglieder ist durch Kontingentflüchtlinge auf etwa 1100 gestiegen. Seit August 2001
gibt es wieder einen Rabbiner in Würzburg. Im April 2012 lud die Stadt erstmals frühere Bürger ein, die die nationalsozialistische
Judenverfolgung überlebt haben.[76]

Der Würzburger Facharzt Josef Schuster, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Würzburg, wurde im November 2014 zum
Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland gewählt.[77]

Islamische Gemeinden
In Würzburg, wo seit 1976 der Verband der islamischen Kulturzentren e. V. in der Erthalstraße 1 Freitagsgottesdienste für
muslimische Männer angeboten hatte, gibt es einige Moscheen, darunter eine der 1994 hinzugekommenen Türkisch-Islamischen
Union der Anstalt für Religion (DİTİB) in der Äußeren Aumühlstraße 11,[78] die Moschee der 2003 entstandenen Islamischen
Gemeinschaft Würzburg in der Barbarastraße, zwei weitere des Verbands der Islamischen Kulturzentren in der Erthalstraße und eine
der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland in der Doktor-Maria-Probst-Straße (1994 trafen sich Mitglieder des von
Flüchtlingen gegründeten Bosnisch-Islamischen Vereins in der Wredestraße 32, wo auch die um 2000 gebildete Islamische
Gesellschaft Milli Gürüs untergekommen war[79]).

In der Edith-Stein-Straße befindet sich die von der Ahmadiyya-Bewegung 2005 erbaute Moschee Bait-ul-Aleem[80] (übersetzt:
„Haus des Gelehrten“), Würzburgs erster Moscheebau.

Klöster und Ordensgemeinschaften


In der Stadt Würzburg befanden und befinden sich zahlreichen Klöster und Ordensgemeinschaften. Zudem bestanden mehrere
Häuser der Beginen und Begarden im Stadtbereich. Vor allem im 13. Jahrhundert begannen junge Orden sich in der Stadt
niederzulassen.[81] Beispiele:
Dominikaner, 13.–19. Jahrhundert
„Marxenkloster“ (Dominikanerinnen), 13.–19. Jahrhundert
Augustinerkloster Würzburg (Augustiner-Eremiten), seit 13. Jahrhundert
Agnetenkloster Würzburg (Klarissen), 13.–16. Jahrhundert
Kloster Engelgarten (Kartäuser), 14.–19. Jahrhundert
St.-Ulrichs-Kloster (seit 1295 Benediktinerinnen), benannt nach Ulrich von Augsburg, 13.–16. Jahrhundert.[82][83]
Aus einer ehemaligen Beginengemeinschaft, urkundlich 1256 und 1323 belegten Klause St. Ulrich (genannt auch
Ulrichsklause, im 15. Jahrhundert auch „Sanct Ulrich zu der genaden porten“) ging unter Rudolf von Scherenberg
1476, nach Bestätigung der Regel des hl. Benedikt in der Kirche St. Ulrich und St. Bonifatius und Umwandlung der
Kirche in ein Kloster, das der Bursfelder Kongregation angegliederte Benediktinerinnenpriorat Ad portam gratiae
bzw. St. Scholastika zur Gnadenpforte (unter Aufsicht des Abtes von St. Stephan) hervor. Das infolge Reformation
und Bauernkrieg verarmte und um 1570 aufgegebene Kloster befand sich auf dem Gelände des heutigen Innenhofs
der Alten Universität, in die das leerstehende Ulrichskloster 1583 baulich integriert wurde (Die Fundamente des
Ulrichsklosters wurden 1955 freigelegt).[84][85]
Schottenkloster Würzburg
St. Burkard (Würzburg)
Franziskanerkloster Würzburg (Minoriten), seit 13. Jahrhundert
St. Stephan (Würzburg)
Kloster Himmelspforten
Mariannhill
Magdalenerinnen (Reuerinnen), Zisterzienserinnen bzw. Augustinerinnen, 13.–16. Jahrhundert
Karmelitenkloster Maria Magdalena (Würzburg) (Unbeschuhte Karmeliten), seit 17. Jahrhundert
Karmelitenkloster St. Barbara (Würzburg) (Beschuhte Karmeliten), 13.–19. Jahrhundert
Deutscher Orden (Deutschherren), 13.–19. Jahrhundert
Johanniter (ab 12. Jahrhundert)[86]
Redemptoristen
Kloster Mariä Verkündigung (Würzburg)

Politik

Bürgermeister
Die Stadt wurde schon seit ihrer Gründung vom Rat und vom Bürgermeister
verwaltet. Der Rat ist seit 1256 bezeugt. An dessen Spitze stand der Schultheiß.
Später gab es einen Alten Rat und einen Neuen Rat. Der Alte Rat, Oberrat genannt,
war die bischöfliche Aufsichtsbehörde, der neue Rat hatte kaum Befugnisse. Nach
den Bauernkriegen wurden die bürgerlichen Freiheiten nahezu ganz eingeschränkt.
Ein Denkmal in den Grünanlagen unterhalb der Residenz erinnert an die
Bauernkriege. An der Spitze der Stadt stand fortan der vom Bischof eingesetzte
Stadtschultheiß. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden der innere und der äußere Rat
zu einem Kollegium vereinigt. Mit einer Verordnung vom 17. Mai 1818 erhielt die
Stadt jedoch durch das Bayerische Gemeindeedikt wieder ihre Selbstverwaltung.
An der Spitze der Stadt stand fortan der Erste Bürgermeister, der ab 1908 den in
Bayern für Groß- und Mittelstädt eingeführten[88] Titel Oberbürgermeister
erhielt.[89] Der Stadtrat setzt sich aus 50 Abgeordneten zusammen.

Die Ersten (rechtskundigen) Bürgermeister und Oberbürgermeister Würzburgs seit


1796:[90][91] Grafeneckart (ältester Teil des
Rathauses nach dem 2017 erfolgten
1796–1820: Georg Ignaz Brock Neuanstrich)[87]
1821–1832: Wilhelm Josef Behr
1835–1840: Sebastian Benkert
1840–1852: Matthäus Johann Bermuth
1852–1853: vakant
1853–1859: Josef Friedrich Treppner
1859–1862: Ludwig Weis
1862–1865: Jakob Hopfenstätter
1865–1884: Georg von Zürn, liberal
1884–1899: Johann Georg Ritter von Steidle
1900–1913: Philipp Ritter von Michel, liberal
1913–1917: Max Ringelmann, liberal
1918–1920: Andreas Grieser
1921–1933: Hans Löffler, Deutsche Demokratische Partei später Deutsche Staatspartei
1933–1945: Theo Memmel, NSDAP
1945–1946: Gustav Pinkenburg
1946: Michael Meisner
1946–1948: Hans Löffler, CSU

1948: Hermann Hagen (Dienst wegen Krankheit[92] nicht angetreten)


1948–1949: Karl Grünewald, BP
1949–1956: Franz Stadelmayer
1956–1968: Helmuth Zimmerer, FWG
1968–1989: Klaus Zeitler, SPD
1990–2002: Jürgen Weber, WL
2002–2008: Pia Beckmann, CSU
2008–2013: Georg Rosenthal, SPD (Niederlegung des Amtes mit Antritt des Landtagsmandats)
2013–2014: Adolf Bauer, CSU (geschäftsführend)
seit 2014: Christian Schuchardt, CDU[93]
Bei der Oberbürgermeisterwahl 2008 kam es zwischen der Amtsinhaberin Pia Beckmann (41,3 %) und ihrem SPD-Herausforderer
Georg Rosenthal (24,7 %) zur Stichwahl. Weitere Kandidaten waren Matthias Pilz (Grüne, 16,3 %), Benedikt Kuttenkeuler
(Würzburger Liste, 14,6 %) und Uwe Dolata (ÖDP, 3,0 %). In der Stichwahl konnte sich dann der SPD-Kandidat überraschend
gegen Amtsinhaberin Pia Beckmann mit 52,5 % gegen 47,5 % durchsetzen. Die Wahlbeteiligung betrug dabei lediglich 41,0 %.

Bei der Oberbürgermeisterwahl am 16. März 2014 kandidierten unter anderem Muchtar Al Ghusain für SPD und Grüne sowie
Christian Schuchardt für CSU, FDP und Würzburger Liste. Christian Schuchardt selber gehört der CDU an.[93] Da kein Kandidat die
absolute Mehrheit erreichte, fand am 30. März eine Stichwahl statt. Bei dieser gewann Christian Schuchardt mit einer absoluten
Mehrheit von 55,73 % der abgegebenen Stimmen.[94] Er ist somit der erste CDU-Bürgermeister in einer bayerischen Großstadt.[93]
Auf Muchtar Al Ghusain entfielen 44,27 % der Stimmen. Zur Stichwahl kamen nur 40,47 % der Wahlberechtigten.[94]

Stadtrat
Der Stadtrat setzt sich aus 50 Stadträten und dem Oberbürgermeister zusammen. Die Sitzverteilung sieht für die Wahlperioden 2008–
2014[95] sowie 2014–2020[96] folgendermaßen aus:

Stadtratswahl 2014
in Prozent
%
40
33,0
30
19,5 17,5
20

10 6,4 5,7 4,7 5,7


3,8 3,7
0
CSU SPD Grüne FWG WL ZfW ÖDP FDP Sonst.
Sitze Sitze Gewinne und Verluste
Partei / Liste
2008 2014 im Vergleich zu 2008
%p
CSU 18 181 6
4
SPD 101 10 2 -1,0 -3,5 -1,7 -2,6
0
-2 +1,9 +0,6 +1,3 +4,7 +0,3
Bündnis 90/Die -4
9 9
Grünen CSU SPD Grüne FWG WL ZfW ÖDP FDP Sonst.
Würzburger Liste –
4 3
Die Freien Wähler
FDP 3 2
Freie
Wählergemeinschaft 2 3
Würzburg
Bürgerforum
2 1
Würzburg
Die Linke 2 1
ÖDP 1 2
Zukunft für
0 2
Würzburg
Gesamt 51 51

1 einschließlich Sitz des Oberbürgermeisters

Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Würzburg

Wappen
Blasonierung: „In Schwarz eine schräggestellte und an beiden senkrechten
Seiten je zweimal eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Standarte (das
„Rennfähnlein“) an silbernem Lanzenschaft.“
Wappenbegründung: Das Rennfähnlein als Ortswappen ist seit dem zweiten
Drittel des 16. Jahrhunderts belegt. Es handelt sich um die Fahne des Bistums
Würzburg, jedoch in anderer Farbgebung (statt schwarz blaue, golden silberne
Tingierung), statt des Lanzenschaftes ist eine Turnierlanze zu sehen. Ferner ist
die Fahne des Bistums nicht geviert. Der Name entstammt der Sitte der
Berennung des kaiserlichen Lehens, bei der der zu belehnende Fürstbischof bei
der Belehnungszeremonie das Sitzgerüst mit dem Lehensherrn (Kaiser) dreimal
in vollem Tempo umritt, erst ohne Fahne, dann mit der entsprechenden
Rennfahne, zuletzt mit der Lehensfahne mit dem Wappen der Lehensländer. Seit
1570 wird das Rennfähnlein ebenfalls in den Siegeln der Stadt[97] verwendet.
Die Stadtflagge ist Rot-Gelb mit aufgelegtem Wappen.

Städtepartnerschaften und -patenschaften


Die Stadt Würzburg unterhält seit 1962 Städtepartnerschaften. Nach einigen dieser Partnerschaften sind Straßen im Würzburger
Stadtteil Heuchelhof benannt. Mit folgenden Städten unterhält Würzburg eine Partnerschaft:[98]

Faribault (Minnesota) (Vereinigte Staaten von Amerika; Patenschaft seit April 1949)

Trutnov (Trautenau, Tschechien), seit 2008 (Patenschaft seit 1956)[99]


Caen (Frankreich), seit 13. Mai 1962[100]

Dundee (Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland), seit 22. Mai


1962[100]

Rochester (Vereinigte Staaten von Amerika), seit 5. November 1964[100]

Mwanza (Tansania), seit 28. Juni 1966[100]

Ōtsu (Japan), seit 13. Februar 1979[101]


Würzburg, Kongresszentrum,
Salamanca (Spanien), seit 20. April 1980[102] Pleichertorstraße: Monument für die
Städtepartnerschaften von Würzburg
Suhl (Deutschland/Thüringen), seit 15. November 1988[103]

Umeå (Schweden), seit 9. April 1992[53]

Bray (County Wicklow) (Irland/County Wicklow), seit 1. November 1999[53]

Sport

Sportveranstaltungen
Alljährlich im Frühjahr locken zwei etablierte Laufveranstaltungen jeweils mehrere
Der Mwanza-Weg im Stadtteil
tausend Läufer in die Stadt. Der Würzburger Residenzlauf findet regelmäßig im
Heuchelhof
April statt und führt auf zehn Kilometern in vier Runden um die Residenz. Im Mai
findet der Würzburg-Marathon statt. Die Marathondistanz führt in zwei
unterschiedlichen Runden durch die Stadt.

Alpinsport
Die Sektion Würzburg des Deutschen Alpenvereins ist der größte Sportverein
Würzburgs mit rund 9600 Mitgliedern. Sie unterhält mehrere Klettermöglichkeiten
(DAV-Kletterzentrum Würzburg) sowie drei alpine Hütten. Die zweite DAV-Sektion
Würzburgs, der Bergbund Würzburg, besitzt eine Schutzhütte in der Rhön.

Festung Marienberg, Würzburg:


Landesgartenschau-Park: Skulptur
Basketball
eines Stieres von Reinhard
Würzburg ist die Geburtsstadt von Dirk Nowitzki, dem erfolgreichsten Basketballer Dachlauer, Geschenk der
der deutschen Geschichte. Neben Nowitzki wurden außerdem die deutschen Partnerstadt Salamanca. Beim
Nationalmannschafts-Spieler Maximilian Kleber, Robert Garrett, Demond Greene Rosengarten

und Marvin Willoughby „groß“. Das damalige Erstligateam spielte zunächst sieben
Jahre erfolgreich in der BBL und ein Jahr im ULEB Eurocup. In der Saison
2004/2005 musste das Team jedoch sportlich und wirtschaftlich Insolvenz anmelden. Der nachfolgende Versuch des USC
Mainfranken Basket, in der Zweiten Basketball-Bundesliga Fuß zu fassen, scheiterte noch in derselben Saison. Nach einem Jahr
Pause im höherklassigen Basketball stehen seit der Saison 2007/2008 die SCH Würzburg Baskets, ein von zwei passionierten
Managern in Kooperation mit dem örtlichen Verein SC Heuchelhof geführtes Projekt, in den Startlöchern auf dem Weg zurück in
den Profibasketball. In der Saison 2008/2009 haben die Würzburg Baskets ungeschlagen als Meister die Regionalliga Südost beendet
und sind in die 2. Bundesliga, Pro B, aufgestiegen. Es erfolgte der Durchmarsch durch die Pro B und im folgenden Jahr durch die
Pro A, aus der die Mannschaft am 23. April 2011 in die 1. Basketball-Bundesliga aufstieg. Nach zwei Jahren folgte nach einer
chaotischen Saison mit Punktabzügen und Eignerwechsel[104] der Abstieg in die Pro A,[105] aus der das Team im darauffolgenden
Jahr aber wieder aufstieg.

Basketball wurde in Würzburg 1950 eingeführt. Erste überregionale Erfolge erzielten die Damen der TG 48 Würzburg in den 1960er
Jahren. Bei den Herren spielte nach der TG 48 Würzburg die DJK Würzburg auf nationaler Ebene bzw. in der Basketball-Bundesliga
(BBL) und behauptete sich von 1998 bis 2005[53] in der 1. Bundesliga.

Wasserball
Würzburg beheimatet den Schwimmverein SV Würzburg 05. Dessen Wasserballmannschaft
ist fünfmaliger deutscher Meister und spielt in der deutschen Wasserball-Liga DWL (Saison
2006/2007). Mit dem zwölffachen Welt- und fünffachen Europameister Thomas Lurz stellt
der SVW 05 einen Ausnahmeathleten der deutschen Schwimmszene. Ebenfalls für den SVW
auf Titeljagd ging die zweifache Europameisterin Annika Liebs.

Rudern
Würzburg hat mehrere Rudervereine. Der erste Würzburger Ruderverein erhielt 1933 nach
der Deutschen Meisterschaft im Achter die Würzburger Stadtplakette (Silber auf Sockel).
1934 erhielt der Würzburger Ruderverein von 1875 die Goldene Stadtplakette für die Thomas Lurz,
Erringung der Europameisterschaft im Vierer ohne Steuermann. 1936 ging die Goldene Freiwasserschwimmer
Stadtplakette anlässlich des Olympiasieges im Vierer ohne Steuermann an Willi Menne,
Martin Karl, Toni Rom und Rudolf Eckstein, die am 18. August triumphal in der Stadt
empfangen wurden.[106] Der Akademischer Ruderclub Würzburg, Bayerns größter Ruderverein, entstand 1905. Der ARCW wurde
in den letzten Jahren immer wieder durch Sportler auf den Ruder-Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen vertreten, zuletzt
2017 durch Joachim Agne. Seit 2015 gibt es in Würzburg einen dritten Ruderverein, die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg
(ROW).

Fußball
Fußball hat in Würzburg eine lange Tradition (1895 wurde der 1. Fußballclub
Würzburgs am Realgymnasium, dem heutigen Siebold-Gymnasium,
gegründet[107]), wenn auch die meiste Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im
Amateurbereich. So gewann eine Stadtauswahl am 7. Juni 1946 mit 4:0 über den FC
Schalke 04, 10.000 Zuschauer sahen das Spiel.[92]

Den Würzburger Kickers, einem Fußballverein der in der Saison 2016/17 zum
Der Eingang zur Flyeralarm Arena,
zweiten Mal nach 1977/78 in der 2. Fußball-Bundesliga vertreten war, gelang der
Heimspielstätte der Würzburger
Aufstieg in Liga Zwei nach nur einem Jahr Drittligazugehörigkeit. Seit 2017 spielen
Kickers
die „Kickers“ wieder in der 3. Liga. Der im Jahr 1907 gegründete Verein trägt seine
Heimspiele im Dallenbergstadion, heute Flyeralarm Arena aus. Durch den Sieg im
Bayerischen Landespokalfinale 2014 qualifizierten sich die Kickers für die DFB-Pokal Hauptrunde. In der ersten Pokalrunde konnte
der Zweitligist Fortuna Düsseldorf nach Verlängerung mit 3:2 vor über 10.000 Zuschauern geschlagen und die zweite Runde gegen
Eintracht Braunschweig erreicht werden. Der Sieg bedeutete, dass sich nach 31 Jahren wieder eine Würzburger Mannschaft für die 2.
Hauptrunde qualifizieren konnte (zuletzt SV Heidingsfeld, DFB-Pokal 1983/84). Ebenfalls in der 2. Fußball-Bundesliga hat der FV
04 Würzburg in Zeit von 1976 bis 1980 gespielt. Die Stadt Würzburg zählt damit zu den wenigen Städten, die im Männerbereich
parallel zwei Fußballbundesligisten hatte (Saison 1977/78). Der 1904 gegründete Verein meldete in den 1980er Jahren die Insolvenz
und würde als Würzburger FV neu gegründet. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war Würzburg Gastgeber der
Nationalmannschaft von Ghana, diese nutzte das Stadion der Würzburger Kickers als Trainingsgelände. Der Frauenfußballabteilung
des ETSV Würzburg tritt in der Regionalliga an.

Eishockey
Der ESV Würzburg[108] nimmt seit 1986 am Spielbetrieb des BEV teil, dabei trägt er seine Heimspiele in der Eisbahn am Nigglweg
aus. Seine größten Erfolge waren die vierfache Meisterschaft der Bayerischen-Landesliga Nord und die "Bayerische Landesliga-
Vizemeisterschaft 1993. Da die Eishalle wegen Reparaturarbeiten zum Saisonstart nicht genutzt werden konnte, musste der ESV
seine 1. Mannschaft nur für die Saison 2017/18 aus dem Spielbetrieb der BBzL abmelden. Der ESV spielte ab 2018 wieder in der
Bayerischen Bezirksliga. Quelle: rodi-db.de[109]

Tischtennis
Würzburg war durch die Müller Würzburger Hofbräu bis 2008 in der Tischtennis-Bundesliga vertreten. Die Erste Herren-
Mannschaft wurde am 19. Juni 2005 erstmals Deutscher Meister.

Ju-Jutsu
In und um Würzburg wird erfolgreich Ju-Jutsu betrieben. So werden in Heidingsfeld Wettkämpfe bestritten, die Ju-Jutsu-Abteilung
des Sportverein Oberdürrbach hat gar zwei Weltmeister und einen Vizeweltmeister hervorgebracht.

Radsport
Der Radsport wird von der Radsportgemeinschaft Würzburg gefördert. Neben einer regulären Radtourenfahrt, der Mainfrankentour,
wird jährlich die Kiliani Radeltour ausgerichtet, die vor allem Gelegenheitsfahrer ansprechen soll. Ansonsten zeichnet sich der
Verein durch regelmäßige öffentliche Trainingstreffs für Rennrad und Mountainbike aus. Die Abteilung Rhönrad der Turngemeinde
Würzburg konnte sich neben zahlreichen Erfolgen bei Landes- und Bundesklassewettkämpfen international behaupten. Claudia Renz
wurde 1997 Weltmeisterin im Geradeturnen mit Musik. Isabell Gramß schaffte es in der Jugendklasse, sich auf den 3. Platz der
Rhönrad-Weltmeisterschaft 2005 zu turnen.

Öffentliche Hand
Die Stadt ist durch ihre Hochschulen, die Julius-Maximilians-Universität, die Musikhochschule und die Fachhochschule Würzburg-
Schweinfurt geprägt, die über 5.500 wissenschaftliche und technische Angestellte und Beamte sowie Versorgungs- und
Verwaltungspersonal beschäftigen (Stand: 2003). Davon entfallen etwa 4.100 Mitarbeiter alleine auf die Universität. Größter
Arbeitgeber mit etwa 5.000 Mitarbeitern ist die Stadtverwaltung Würzburg.

Wirtschaft
Im Jahre 2016 erbrachte Würzburg, innerhalb der Stadtgrenzen, ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 7,452 Milliarden € und belegte
damit Platz 50 innerhalb der Rangliste der deutschen Städte nach Wirtschaftsleistung. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei
59.404 € (Bayern: 44.215 €/ Deutschland 38.180 €) und damit deutlich über dem regionalen und nationalen Durchschnitt. In der
Stadt gibt es 2017 ca. 56.800 erwerbstätige Personen.[110] Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 3,3 %.[111]

Würzburg zählt zu den erfolgreichsten Wirtschaftsstandorten Deutschlands. Im Zukunftsatlas 2016 belegte die Stadt Würzburg Platz
30 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „sehr hohen
Zukunftschancen“.[112]
Beschäftigungsstruktur

Sozialversicherungspflichtig
Wirtschaftszweig
Beschäftigte (Juni 2013)[113]
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 162
Produzierendes Gewerbe ohne Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe 1679
Verarbeitendes Gewerbe 9173
Baugewerbe 2058
Handel, Verkehr und Gastgewerbe 18.038
Erbringung von Unternehmensdienstleistungen 16.777
Erbringung von privaten und öffentlichen Dienstleistungen 33.251
Gesamt 81.466

Industrie und Gewerbe


Größter industrieller Arbeitgeber ist die Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG.[114] Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer
und die Druckerei flyeralarm sind weitere Arbeitgeber des produzierenden Sektors, die auch eine überregionale Bekanntheit
besitzen. Würzburg ist ebenso der Produktions- und Verwaltungsstandort von NKM Noell Special Cranes, einem der führenden
deutschen Brückenkranhersteller. Weiterhin hat die Firma Mero, bekannt für die Raumfachwerke und Stahl-Glaskonstruktionen,
ihren Hauptsitz in Würzburg. Mit der Sektkellerei J. Oppmann AG ist eine weitere Aktiengesellschaft ansässig. Die Börsennotierung
der Würzburger Hofbräu wurde nach der Übernahme durch die Kulmbacher Brauerei AG und die Umwandlung in eine GmbH
eingestellt. Als größeres Handelsunternehmen ist die Duttenhofer Gruppe zu nennen. Die Vogel Medien Gruppe hat ihren Hauptsitz
in Würzburg. die Fürstlich Castell’sche Bank, eine kleine Privatbank für die Region, hat ihren Sitz in Würzburg.

Industrie und Gewerbe sind zumeist kleine und mittelständische Betriebe in den Industriegebieten Hafen, Aumühle und Würzburg-
Ost.

Anders als im benachbarten Bereich Schweinfurt, wo eher Großindustrie und Maschinenbau sesshaft wurden, ist Würzburg das
Dienstleistungszentrum der Region. Die Arbeitslosenquote lag im November 2014 bei 4 Prozent.[114]

Aus einer 1876 von Josef Neubert[115] gegründeten Schreinerei hervorgegangen[116] wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in
Heidingsfeld das Möbelhaus Neubert errichtet. Filialen von Möbel-Hess (ehemals „Deutschlands größtes Möbel- und
Einrichtungshaus“[117]) sowie Wöhrl[118] und der Modehandelskette „Der modische Arendt“[119] waren in den 1960er Jahren
entstanden.[120] 1980 war das Kaufhaus Hertie auf dem Gelände des ehemaligen Hotel Schwan fertiggestellt worden.[121] Seit 2000
befindet sich dort (am Vierröhrenbrunnen) das „Wöhrlhaus“, eine große Wöhrl-Filiale.[122] Im Jahr 1997 eröffnete Rainer Schaller
in Würzburg das erste Fitnessstudio der europaweit tätigen Fitnesskette McFit.[123]

Medien

Radio
In Würzburg unterhält der Bayerische Rundfunk (BR) seit 1977 das Regionalstudio Mainfranken des Studio Franken und auf der
Frankenwarte eine Sendeanlage für UKW, Mittelwelle, DAB+ und DVB-T mit einem 125 Meter hohen Stahlgittermast („kleiner
Eiffelturm“). Das Regionalstudio beherbergt zwei Hörfunk- und ein Fernsehstudio und befindet sich im zweiten und neunten
Stockwerk des Posthochhauses am Würzburger Bahnhofsvorplatz. Von Montag bis Freitag wird von dort für Unterfranken das
Regionalprogramm „Mittags in Mainfranken“ und von Montag bis Samstag die „Regionalnachrichten um halb“ für Bayern 1
produziert. Dienstags und donnerstags kommt aus Würzburg die „regionalZeit“ für die „Nordkette“ Franken von Bayern 2. Weitere
Berichte aus der Region werden nach Bedarf von Würzburg nach Nürnberg, München oder andere ARD-Studios für die weiteren
Hörfunkprogramme zugeliefert. Zudem liefert das mainfränkische Fernsehstudio des BR Bilder für die ARD.

Bis 1999 wurde für den Mittelwellensender die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen
Mittelwellenband, und somit konnte der nur 200 Watt starke Würzburger Sender, der zusammen mit dem gleich starken Sender in
Hof im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut zum Test der Ausbreitungsbedingungen im Mittelwellenbereich genutzt werden.
Da viele moderne Radios die Frequenz 520 kHz nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz.

Ferner besteht dort die private Funkhaus-Würzburg-Studiobetriebs-GmbH (Funkhaus Würzburg), welche die beiden
Hörfunkprogramme 106,9 Radio Gong sowie Radio Charivari Würzburg mit Radio Opera veranstaltet. Sie versorgen die Region
Mainfranken mit regionalen Informationen.

Bis 1992 gab es in Würzburg noch einen dritten Lokalsender mit dem Namen Radio W1. Er startete am 8. Mai 1987 und teilte sich
die UKW-Frequenz mit Main-Radio (heute: Charivari.fm) und Radio Mainland (heute: 106,9 Radio Gong). Eine beliebte Rubrik war
der wöchentliche Szenebericht „Kai war dabei“. Dieser Sender bekam später die eigenständige Frequenz 95,8 MHz zugewiesen. Der
Sendebetrieb wurde zum 1. Oktober 1992 unter anderem aus finanziellen Gründen eingestellt. Zunächst war auf dieser Frequenz bis
zum 31. März 2008 das 24 Stunden-Volksmusikprogramm Radio Melodie zu hören. Am 21. November 2008 startete das
Jugendradio egoFM aus München und liefert teilweise auf Würzburg zugeschnittene Programminhalte. Der Sender richtet sich an
Jugendliche und Studenten.

Die Sendeanlage Frankenwarte auf dem Nikolausberg versorgt das Stadtgebiet und das nähere Umland von Würzburg mit 12
analogen UKW-Programmen. Hinzu kommen über 30 digitale Programme (inkl. Regionalfenster) im DAB-Standard, darunter alle
Angebote des BR, des Deutschlandradios sowie viele landesweite und bundesweite Privatsender.

Daneben existieren zahlreiche Internetradios. Die Studenten der Universität Würzburg senden ehrenamtlich ein eigenes Programm
für ihre Kommilitonen, das Hochschulradio UR Würzburg. Der ehemalige dritte Lokalsender Würzburgs, Radio W1, existiert im
Internet weiter. Aus dem Funkhaus Würzburg kommen die Webradios Radio Gong In The Mix und Stars on Radio Gong.

Als Rundfunksender der amerikanischen Streitkräfte sendete bis Juli 2008 AFN (American Forces Network) ebenfalls in Würzburg
von einem kleinen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast auf dem Areal der US-Streitkräfte auf Mittelwelle
1143 kHz und UKW 104,9 MHz.

Fernsehen
Neben dem Studio des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders Bayerischer Rundfunk gibt es seit 1987 einen lokalen Fernsehsender
namens TV touring, der im regionalen Kabelnetz und über Franken-Sat zu empfangen ist. In den Anfangsjahren gab es noch die
Radio Television Unterfranken (RTU), deren Gesellschafter die Zeitungsgruppe Main-Post war.

Seit 2002 besteht das Online-Medienmagazin Quotenmeter.de mit Redaktionssitz in Würzburg. Es hat sich auf Einschaltquoten,
Kino- und Fernsehkritiken und aktuelle Nachrichten spezialisiert.[124]

Verlage, Zeitschriften und Zeitungen


Als Tageszeitungen erscheinen die Main-Post (Nachfolger des von den Würzburger Brüdern Carl und August Richter im Mai 1883
gegründeten Würzburger General-Anzeigers, welcher von der Druckerei Richter mit der ersten in Würzburg aufgestellten
Rotationspresse gedruckt wurde) und das Volksblatt (welches nur eine Auflage von etwa 12.000 hat), vertrieben durch die Main-
Post-Verlagsgruppe (gehört seit 1. Mai 2011 zur Augsburger Allgemeinen Zeitung mit Sitz in Würzburg-Heuchelhof). Aus diesem
Hause erschien am 29. Januar 2004 die erste lokale Wochenzeitung Europas im Tabloid-Format, Boulevard Würzburg, die am 1.
März 2007 in neun7 umbenannt wurde. Die Main-Post-Verlagsgruppe gibt markt, die Wochenzeitung mit den meisten Verteilorten in
Unterfranken, heraus. Die Mittwochsauflage beträgt 362.550 und die Wochenendauflage 226.600 Zeitungen, welche kostenlos an
alle erreichbaren mainfränkischen Haushalte verteilt werden. Am 31. März 2011 startete zudem das neue Magazin Tiepolo, welches
vierteljährlich erscheint und an bestimmten Auslegestellen mitgenommen werden kann.

Die älteste und bekannteste Wochenzeitung Würzburgs ist WOB – die Wochenzeitung mit 87 % Bekanntheitsgrad. Der nächste
Mitbewerber liegt bei etwa 64 % Bekanntheit. Diese erscheint zur Wochenmitte (MI/DO) mit einer Auflage von 102.500
Exemplaren (identisch mit markt im gleichen Verteilgebiet) – ebenso in allen erreichbaren Haushalten in Würzburg und dem
Großteil des Landkreises (etwa 20 km Umkreis). Mit der Auflage von 102.500 Exemplaren erreicht die WOB 135.000 Leser.[125]

Zum Wochenende erscheint die Wochenendzeitung primaSonntag (Verteilung seit 2015: FR/SA) im Stadtgebiet Würzburgs, mit
einer Auflage von 70.200 Zeitungen. 1x im Monat zusätzlich primaSonntag extra, welche in 36.000 Haushalten im Landkreis
Würzburg, Ochsenfurt und Teilen des Main-Spessart-Raumes im Tabloid-Format, erscheint.

Die einzige überregionale katholische Tageszeitung im deutschsprachigen Raum wird in Würzburg produziert: Die Tagespost trägt
den Untertitel „Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur“, hieß früher Deutsche Tagespost und erscheint dreimal
wöchentlich im Verlag Johann Wilhelm Naumann.

Religiöse Publikationen und Zeitschriften (unter anderem Feierabend, Geist und Leben und Zeitschrift für katholische Theologie)
werden vom Echter Verlag verbreitet.

Geistes- und kulturwissenschaftliche Fachliteratur wird vom Verlag Königshausen & Neumann veröffentlicht.

Der Verlag Vogel Business Media veröffentlicht Print- und Online-Medien verschiedener Fachbereiche. Zu den Fachmedien zählen
unter anderem die erste deutsche Computerzeitschrift Chip, MM MaschinenMarkt, kfz-betrieb, IT-Business, Elektronikpraxis,
Process, bike und business sowie die Informationsdienste des zur Gruppe gehörenden IWW Instituts für Wirtschaftspublizistik. Mit
dem Ziel der multimedialen Vermittlung von Fachinformationen wandte sich die Vogel Business Media ab 2005 verstärkt der
Digitalisierung zu. Die zu diesem Zweck gegründete Vogel Future Group wurde mit der Entwicklung eines digitalen
Geschäftsmodells beauftragt. 2005 trennte sich das Unternehmen von seiner Beteiligung an der Motorpresse Stuttgart (heute Gruner
+ Jahr) und vom Druckgeschäft (heute arvato). In den dadurch zur Verfügung stehenden ehemaligen Produktionsstätten des
Verlagsunternehmens entstand 2006 das Vogel Convention Center (VCC), ein Tagungs- und Kongresszentrum.

Über kulturelle Veranstaltungen im Raum Mainfranken informiert monatlich das Magazin Leporello. Ferner gibt es FRIZZ Das
Magazin (seit 2003, früher unter den Namen Trend und Fritz), das mit einer IVW-geprüften Auflage von 22.000 Stück monatlich
erscheint. Für den Leser ist es kostenlos und liegt an rund 550 Auslagestellen in und um die Stadt aus. Es ist Mitglied im
Bewegungsmelderverbund, informiert über sämtliche Veranstaltungen aus den Bereichen Lifestyle, Kultur, Musik, Bühne, Film usw.
und enthält unter anderem die offiziellen Mensapläne der Uni-Mensen. Daneben erscheint noch das Xity-Magazin, das seit dem 25.
Januar 2007 mit einem kostenlosen TV-Programm erscheint. Es informiert die Leser über Events, News und Angebote über die
Stadt.

Viermal pro Jahr (Januar, April, Juli und Oktober) erscheint kostenlos Blick, die Zeitschrift der Julius-Maximilians-Universität
Würzburg, die unter anderem über Themen aus der Forschung informiert. Bis Juli 2006 wurde die Hochschulzeitung Julius kostenlos
verteilt, deren Herausgeber ebenfalls die Universität war. Jedoch ist der Julius nach zwei Jahren, unter Protest der Studierenden, aus
finanziellen Gründen eingestellt worden. Daher initiierte die Studierendenvertretung im Dezember 2006 den studentischen
Nachfolger dieser Hochschulzeitung, die gewürzt! die sich als „Erste Würzburger Studentenzeitung“ bezeichnete. Aufgrund von
internen Meinungsverschiedenheiten löste sich der Großteil der gewürzt!-Redaktion jedoch nach rund zwei Jahren von ihrem
Herausgeber, der Studierendenvertretung, und gründete im Januar 2008 zusammen mit dem Verein Junge Presse Würzburg
(Regionalgruppe des Dachverbands Junge Presse Bayern) das inoffizielle Nachfolgermagazin Max & Julius. Wie ihre Vorgängerin
informiert sie die Würzburger Studenten regelmäßig über das Hochschulgeschehen, Politik, Kultur und andere wichtige Themen in
der Stadt. Die Studierendenvertretung gründete ihrerseits die Zeitung Sprachrohr, die ihren Themenschwerpunkt jedoch mehr auf
Hochschulpolitik legt. Das Sprachrohr erscheint für alle Hochschulen in Würzburg. Außerdem erschien bis 2008 das
Hochschulmagazin UnimaxX. Heute gibt es nur noch den UnimaxX-Guide, der einmal pro Semester an allen Hochschulen verteilt
wird.

Verkehr
Würzburg ist historisch ein bedeutender Knotenpunkt für den Verkehr. Diese
ursprünglich durch den Main hervorgerufene verkehrszentrale Lage wird heute
durch die Autobahnen (nach Studien in den 1920er und Entwürfen zu Beginn der
1930er Jahre für eine Einbindung Würzburgs an das Autobahnnetz ab 1937
zunächst zu militärischen Zwecken realisiert und zwischen 1960 und 1980
ausgebaut), an deren Netz die Stadt in den 1960er Jahren Anschluss erhielt, und als
Eisenbahnknoten und einem der wichtigsten Umsteigebahnhöfe durch die Deutsche
Bahn bestimmt. Ab 1971 gehörte mit Einführung des Intercity-Taktverkehrs
Würzburg zu einem der fünf Linienverknüpfungsbahnhöfe.[126] Die
Main mit altem Hafen und der Brücke
nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main, rund 100 Kilometer
der Deutschen Einheit
nordwestlich, Bamberg 90 Kilometer östlich, Nürnberg 90 Kilometer südöstlich,
Stuttgart 120 Kilometer südwestlich, Mannheim 110 Kilometer westsüdwestlich
und Heilbronn 90 Kilometer südwestlich.

Straßenverkehr

Grenze Niederlande – Ruhrgebiet – Frankfurt am Main – Würzburg – Nürnberg – Regensburg – Passau –


Grenze Österreich
Grenze Dänemark – Hamburg – Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg – Ulm – Füssen – Grenze
Österreich

Würzburg – Heilbronn – Stuttgart – Singen (Hohentwiel)

Grenze Niederlande – Ruhrgebiet – Frankfurt am Main – Würzburg – Nürnberg – Regensburg – Grenze


Österreich
Würzburg – Ansbach – Eichstätt – Ingolstadt – Unterschleißheim – München – Bad Tölz –
Sylvensteinstausee

Eisenach – Meiningen – Werneck – Würzburg – Ulm – Oberstdorf – Grenze Österreich

Würzburg (Mainfrankenpark) – Bamberg – Bayreuth – Weiden in der Oberpfalz – Cham

Blankenburg – Göttingen – Fulda – Würzburg – Ludwigsburg – Stuttgart – Tübingen – Villingen-


Schwenningen – Grenze Schweiz

Einige größere Projekte stehen auf der Warteliste, zum Beispiel die geplante B 26n von der A 3, Anschlussstelle Helmstadt über
Karlstadt, Arnstein bis zur A 7, Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck. Infolgedessen kommt es innerhalb Würzburgs besonders auf
der Bundesstraße 19 zu häufigen Verkehrsbehinderungen.

Öffentlicher Personennahverkehr
→ Hauptartikel: Straßenbahn Würzburg und Omnibusverkehr im Raum Würzburg
Das Stadtgebiet von Würzburg ist ebenso wie der Landkreis in den Verkehrsverbund Mainfranken eingegliedert. Innerhalb dieses
Tarifverbundes können alle Linien des öffentlichen Personennahverkehrs zu einheitlichen Preisen genutzt werden. Zum 1. Februar
2009 wurde der Tarifverbund um das Gebiet des Landkreises Kitzingen erweitert. Eine Ausdehnung auf weitere, benachbarte
Landkreise ist beabsichtigt, jedoch noch nicht konkretisiert. Es besteht eine Übergangsregelung mit dem Verkehrsverbund Rhein-
Neckar (VRN).
Das Rückgrat des ÖPNV in Würzburg sind fünf Straßenbahnlinien, die ein Streckennetz von 19,7 Kilometern Länge bedienen.
Zuletzt wurde 1989 eine Neubaustrecke in den Stadtteil Heuchelhof eröffnet sowie 1996 deren Fortsetzung in den Stadtteil
Rottenbauer. Eine verbesserte Straßenbahnanbindung des Universitätsklinikums soll mittels einer weiteren Neubaustrecke in
absehbarer Zeit erfolgen. Über die Anbindung weiterer Stadtteile und Umlandgemeinden wird ebenfalls nachgedacht; konkrete
Planungen bestehen für die Linie sechs zum Hubland. Betreiber des Straßenbahnnetzes ist die Würzburger Versorgungs- und
Verkehrs-GmbH.

Weiterhin verkehren in Würzburg zahlreiche Stadt- und Regionalbuslinien, die von der Omnibus-Betriebsgesellschaft (NVG), einem
Tochterunternehmen der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB), der Omnibusverkehr Franken GmbH sowie einer Reihe weiterer
privater Omnibusunternehmen versorgt werden. Hauptknotenpunkt des Omnibusverkehrs ist der Busbahnhof am Hauptbahnhof.

Schienenverkehr
Der Würzburger Hauptbahnhof ist überregionaler Knotenpunkt im Personenfernverkehr der
Deutschen Bahn. In Würzburg, nach 1828 begonnenen Planungen seit Oktober 1854 ans
Eisenbahnnetz angeschlossen und mit Einrichtung der Strecke nach Ansbach 1864 und der
nach Nürnberg 1865 zu einem bedeutenden Bahnknoten geworden,[127][128] treffen sich eine
Nord-Süd-Verbindung von Hamburg/Bremen, Hannover, Göttingen und Kassel nach
Nürnberg und München mit der von Nordwest nach Südost verlaufenden Trasse aus dem
Ruhrgebiet, dem Rheinland und Frankfurt am Main nach Regensburg, Passau, Wien und
weiter nach Budapest. Es bestehen mindestens stündliche Verbindungen. Am Hauptbahnhof
ergeben sich pro Stunde zwei Taktknoten mit Anschlüssen in alle Richtungen. Die
Verbindung mit Heilbronn-Stuttgart oder nach Erfurt wird nur mit Zügen des
Regionalverkehrs angeboten.
Gleis-Trassen des
Das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes stammt aus den 1950er Jahren. Eine
Würzburger Hauptbahnhofs
Modernisierung war demzufolge notwendig geworden und wurde von der Stadt bereits seit
den 1990er Jahren geplant. Das Empfangsgebäude galt als ausgesprochen hässlich.
Zwischenzeitlich haben die Renovierungsarbeiten begonnen.

Neben dem Hauptbahnhof existieren in Würzburg noch die Stationen Süd und Zell, die jedoch nur eine untergeordnete Bedeutung
haben und lediglich im Regionalverkehr bedient werden. Früher besaß der Stadtteil Heidingsfeld ebenfalls Anschluss an den
Schienenverkehr. Im Güterzugverkehr hat Würzburg seine frühere Knotenpunktfunktion mit der Stilllegung seines Rangierbahnhofes
im Februar 2005 vollständig verloren und hat auch seine frühere Bedeutung als Zugbildungsbahnhof im InterCargo-Verkehr an
Nürnberg abgetreten.[129]

Luftverkehr
Geschäftsreisejets können den rund 16 Kilometer südlich gelegenen Flugplatz Giebelstadt im Landkreis Würzburg anfliegen. Dieser
Verkehrslandeplatz wurde bis 2006 von den US-Streitkräften genutzt. Betrieben wird der Flugplatz mit der knapp zwei Kilometer
langen Start-/Landebahn von einer Betreibergesellschaft, an der neben den Gebietskörperschaften insbesondere die Firma Knauf
beteiligt ist. Nach der Übernahme von der US-Armee und der Räumung zahlreicher Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde
in die technischen Anlagen investiert und der Verkehrslandeplatz modernisiert. Sportflieger starten und landen auf dem 3,5
Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum gelegenen Verkehrslandeplatz Würzburg-Schenkenturm oder dem 5 km entfernten
Sonderlandeplatz Hettstadt, der von der Fluggruppe Hermann Köhl e. V. betrieben wird.

Mainschifffahrt
siehe auch: Hauptartikel Main
1841 wurde in Würzburg unter der Leitung von Stephan Gätschenberger die Main-Dampfschiffahrts-Gesellschaft gegründet[130] und
1842 die Dampfschifffahrt auf dem Main eingeführt. Dies bedeutete einen erleichterten Zugang zu den Seehäfen.[131] Von 1846 bis
1875 wurde eine Niedrig- und Mittelwasserkorrektion vorgenommen mit Vergrößerung der Fahrwassertiefe sowie Schaffung von
Teillebensräumen in den Buhnenbereichen.[132]

Ab 1898 war auch Würzburg an der Kettenschifffahrt auf dem Main beteiligt.[133] Ein Schiff der Mainkettenschifffahrt wurde
seinerzeit auch als „Meekuh“ bezeichnet.

1883 war die Kanalisierung des Mains beschlossen worden, aber erst 1940 war der
Ausbau des Mains als Großschifffahrtsstraße Rhein-Main-Donau in Würzburg
angelangt, wo im selben Jahr der „Neue Hafen“, der neue Mainhafen Würzburg-
Zell, als (bis 1954 bestehender) Kopfhafen eröffnet wurde.[38][134][135] Das erste
Schiff, welches im Juli 1954 die neuerbaute Schleuse an der Alten Mainbrücke
befuhr, war die Mainz als Schiff der Bundesregierung.[136]

Zwischen April und Oktober verkehren heute mehrmals täglich Personenschiffe im


Anbindung Würzburgs an den Main-
Linienbetrieb nach Veitshöchheim. Die Fahrtdauer zwischen den Anlegestellen in
Donau-Kanal
Veitshöchheim und dem Alten Kranen in Würzburg beträgt etwa
45 Minuten.[137][138]

Wege
Jakobsweg: Eine der Routen aus dem Netz der Jakobswege nach
Santiago de Compostela führt, von Veitshöchheim und
Margetshöchheim kommend, über die Kirche Don Bosco zur Alten
Mainbrücke, wechselt dort von linksmainisch nach rechtsmainisch und
verläuft am Mainufer Richtung Randersacker. Sie ist Teil des
Fränkischen Wegs, der von Fulda über Würzburg, Ochsenfurt,
Uffenheim nach Ulm geht.
Der Main-Donau-Bodensee-Weg ist der Hauptwanderweg 4 (HW 4) des
Schwäbischen Albvereins. Mit einer Gesamtlänge von 420 Kilometern
führt er von Würzburg über Ulm bis nach Friedrichshafen am Bodensee
und durchquert dabei den Taubergrund, die Hohenloher Ebene, die
Schwäbische Alb und Oberschwaben. Wegzeichen an der Alten Mainbrücke
Der Main-Radweg entlang des Mains von der Quelle bis zur Mündung
in Mainz-Kastel führt über Würzburg.
Der Main-Tauber-Fränkische Rad-Achter führt ebenfalls durch das Stadtgebiet.

Bildung und Forschung

Hochschulen und verwandte Einrichtungen


Julius-Maximilians-Universität, Erstgründung 1402, Neugründung 1582, eine der ältesten und traditionsreichsten
Universitäten Deutschlands, seit 1802 bayerische Universität. Mit über 30 Studentenverbindungen zählt Würzburg in
diesem Bereich zu den „Verbindungshochburgen“. In Würzburg wurde beim ersten Deutschen Studententag im Juli
1919 die Deutsche Studentenschaft gegründet.
Hochschule für Musik Würzburg, gegründet 1804 als öffentliche Musikanstalt an der Universität, ist sie die älteste
Musikausbildungsstätte Deutschlands. 1821 wurde sie Königliches Musikinstitut, 1875 Königliche Musikschule,
1912 Königliches Konservatorium der Musik, 1921 Bayerisches Staatskonservatorium und anschließend Bayerische
Fachakademie für Musik. 1973 erhielt sie den Namen Hochschule für Musik. 2001 wurde die Fachakademie für
Musik Würzburg eingegliedert.
Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt; gegründet 1971 aus einem Polytechnikum mit Abteilungen in Würzburg
und Schweinfurt. Ab 1995 wurde die Abteilung Aschaffenburg angegliedert, die jedoch am 1. Oktober 2000 wieder
eigenständig wurde.
Würzburger Dolmetscherschule; private, staatlich anerkannte Schule für
Fremdsprachenberufe (Fachakademie und Berufsfachschule für Dolmetscher,
Übersetzer und Fremdsprachenkorrespondenten sowie eine Berufsfachschule
für Europasekretärinnen)
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC)
Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e. V. (ZAE Bayern)
Innovations- und Gründerzentrum Würzburg (IGZ Würzburg)
Studienambulanz Würzburg Hämatologisch/Onkologische Studienambulanz des
Universitätsklinikums Würzburg

Schulen
Würzburg verfügt über zahlreiche Schulen,[139] darunter eine städtische und eine am 1.
August 2013 neu gegründete staatliche Berufliche Oberschule sowie neun Gymnasien.

Gymnasien

Deutschhaus-Gymnasium
Freie Waldorfschule Würzburg (Gymnasium) Turm der Neubaukirche.
Friedrich-Koenig-Gymnasium Heute wird das Gebäude als
Matthias-Grünewald-Gymnasium Aula und Festsaal der
Evangelisches Dag Hammarskjöld Gymnasium Würzburg (seit 1. August 2011, Julius-Maximilians-
vorher die zum Mozart- und Schönborn-Gymnasium 2001/2002 Universität benutzt
zusammengelegten[53] Gymnasien)
Riemenschneider-Gymnasium (1886 als Königliches Neues
Gymnasium und zweites humanistisches Gymnasium Würzburgs[140]
eröffnet, 1960 nach Riemenschneider benannt).
Röntgen-Gymnasium (1820 Kreisrealschule, seit 1910 als
Oberrealschule am heutigen Standort, 1960 benannt nach Röntgen)
Siebold-Gymnasium (1864 als Realgymnasium, mit Schwerpunkt
moderne Sprachen und Naturwissenschaften, gegründet, seit 1907 am
heutigen Standort, 1961 nach Siebold benannt).
St.-Ursula-Schule (Gymnasium)
Wirsberg-Gymnasium (1561 als „Paedagogium“ gegründetes erstes
humanistisches Gymnasium Würzburgs, 1829 in der Augustinerstraße, Universitätsgebäude am Sanderring
seit 1960 am heutigen Standort[141]).

Realschulen

David-Schuster-Realschule
Freie Waldorfschule Würzburg (Realschule)
Jakob-Stoll-Realschule
Maria-Ward-Schule
St.-Ursula-Schule (Realschule)
Wolffskeel-Realschule

Mittelschulen

Goethe-Mittelschule
Mittelschule Würzburg-Zellerau (Adelgundenweg 4)[142]
Gustav Walle-Schule
Seit Ende der 1990er Jahre kam es in der Schullandschaft zu größeren Veränderungen, zum einen durch den gesellschaftlichen
Wandel (sinkende Schülerzahlen an Grund- und Mittelschulen), zum anderen durch den schrittweisen Rückzug der Stadt Würzburg
als Schulträger aufgrund zu hoher finanzieller Belastungen durch den Schulbetrieb.
Sonstige Bildungseinrichtungen
Berufliches Schulzentrum für Wirtschaft und Datenverarbeitung Würzburg
Sing- und Musikschule
Volkshochschule (seit 25. November 1918[143])
Würzburger Dolmetscherschule
Berufsfachschule für Pharmazeutisch-technische Assistenten[144]

US-Streitkräfte
Von 1945 bis September 2008 war Würzburg Garnisonsstadt der US-Streitkräfte. Es existierten vier Kasernen, die Emery Barracks
(bis 1990), die Hindenburg-Kaserne (bis 1990), die Faulenberg-Kaserne (bis 2006) und die 1998 mit dem größten Einkaufszentrum
der US-Army in Europa ausgestatteten[53] Leighton Barracks (bis 2008), in denen bis zum Jahr 2006 circa 6000 Soldaten mit 3000
Familienangehörigen angesiedelt waren. Die Gesamtzahl der Angehörigen der US-Army um 1985, welche auch die außerhalb der
Stadtgrenzen wohnenden Mitglieder der Würzburg Military Community einschließt, lag Schätzungen zufolge bei 11.000, wovon
4800 Militärs und 6200 Zivilisten waren. Die Leighton Barracks waren von 1945 bis 1955 und von 1996 bis 2006 der Sitz des
Hauptquartiers der 1. US-Infanteriedivision, der „Big Red One“, eines gepanzerten Großverbandes in Stärke von vier Brigaden, von
denen zuletzt drei in Franken und der Oberpfalz (Schweinfurt, Kitzingen, Vilseck) und die 4. Brigade in Fort Riley in Kansas
stationiert waren. Zuvor waren Teile der 3. US-Infanteriedivision von 1958 bis 1996 sowohl in Würzburg als in Schweinfurt,
Kitzingen sowie anderen ehemaligen Standorten der US-Streitkräfte in Deutschland stationiert.

Weitere Verbände und Dienststellen, die in den beiden Kasernen zuletzt in Würzburg stationiert waren:

98th Area Support Group (Faulenberg Kaserne)


417th Base Support Battalion (Leighton Barracks)
diese beiden sind aufgegangen in die U.S. Garrison Franconia
101st Military Intelligence Battalion (Leighton Barracks)
1st Military Police Company
69th Signal Battalion (Leighton Barracks)
Im Rahmen der Reorganisierung der auch für die lokale und regionale Wirtschaft bedeutsamen amerikanischen Landstreitkräfte mit
ab 1990 bekanntgemachten Plänen zur Aufgabe von Standorten[145] kam es zu tiefgreifenden Änderungen in Würzburg, wo der
Abzug 1995 begann. Die Umstrukturierungen betrafen vor allem die 1. US-Infanteriedivision, die zu einem großen Teil in die
Heimat, nach Fort Riley im US-Bundesstaat Kansas, zurückverlegt wurde. Infolgedessen wurde die Faulenberg-Kaserne (Nürnberger
Straße) geschlossen, und Ende 2006 erfolgte die Rückgabe der Liegenschaft an Deutschland, vertreten durch die Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben. Offiziell erfolgte der Abzug am 6. Juli 2006 mit einem Appell. Die Streitkräfte der US-Armee zogen sich bis
September 2008 vollständig aus Würzburg zurück. Die Verabschiedung fand am 13. Mai 2008 mit dem Einholen der amerikanischen
Flagge statt. Die Übergabe der letzten Schlüssel fand in einer Zeremonie am 14. Januar 2009 statt. Seit Oktober 2007 ist das Gelände
bereits im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

In Würzburg fanden konkrete Überlegungen für eine sinnvolle Konversion der Liegenschaften statt (Gewerbe, Wohnen, Startup-
Firmen, Universität etc.). Es entstand ein neuer Stadtteil mit dem Namen Hubland. Deshalb wurde für die weitere Nutzung des
Geländes von der Größe der Altstadt (135 ha) ein Ideenwettbewerb veranstaltet. Nach einer gescheiterten Bewerbung für die
Landesgartenschau 2016 erhielt die Stadt den Zuschlag für die Landesgartenschau 2018, bei der dieses Gelände genutzt werden
soll.[146][147] Das ehemalige amerikanische Wohngebiet wird seit dem Sommersemester 2011 von der Universität genutzt.

Bis Oktober 2007 gab es ein Krankenhaus der US Army, das Würzburg Hospital, das eines der drei Hospitäler im
Verantwortungsbereich des US Army European Command war. Das Gebäude befindet sich nur zehn Gehminuten von den Leighton
Barracks entfernt. Hieraus entsteht eine Wohnanlage, der sogenannte Mönchberg Park.[148]

Da die Soldaten mit ihren Familien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor waren und das Militär als ein nicht unbedeutender Arbeitgeber
fungierte, wurde die Schließung von der Stadt mit großer Sorge vor allem im Hinblick auf die mittelständischen Betriebe betrachtet.
Kultur
Seit 1994 gibt es in Würzburg einen Kulturbeirat, der die Aufgabe hat, „den Stadtrat, den Kulturausschuss und die Stadtverwaltung
in künstlerischen und kulturellen Fragen zu beraten und die Zusammenarbeit der Stadt mit kulturellen Organisationen und
Einrichtungen zu fördern“.[149]

Theater und Bühnen


Das Mainfranken Theater besitzt als Dreispartenhaus ein Schauspiel-, ein
Musiktheater- und ein Ballettensemble. Diesen stehen mit dem „Großen Haus“ und
den „Kammerspielen“ zwei Auftrittsorte zur Verfügung, die beide im Gebäude des
Mainfrankentheaters in der Würzburger Altstadt liegen.

Im Kulturspeicher, einem ehemaligen Hafengebäude am Rande der Altstadt, sind


neben einem Museum das „Bockshorn“ und der „tanzSpeicher“ zu finden. Ersteres
hat sich vor allem den Bereichen Kabarett, Chanson und Musik verschrieben, wobei
sich die meisten der hier auftretenden Künstler schon zuvor durch Fernsehauftritte
Mainfranken Theater Würzburg
oder diverse Auszeichnungen einen Bekanntheitsgrad erarbeitet haben. Der
tanzSpeicher dient als Veranstaltungsort sowohl für externe Tanzvorführungen als
für Auftritte des eigenen Ensembles.

Das Theater Chambinzky[150] liegt im Frauenland und präsentiert als


Boulevardtheater vor allem Komödien, manchmal Volksstücke, Krimis und
Musicals, in eigenen Produktionen. Für diese Zwecke stehen eine große und eine
kleine Bühne zur Verfügung. Darüber hinaus ist das „Chambinzky“ seit der
Gründung 1983 eine Musikkneipe.

Die Theaterwerkstatt, gegründet 1981, zeigt literarisch-politisches und Kulturspeicher Würzburg

zeitgenössisches Theater sowie moderne Klassik-Inszenierungen. zwischen 1985


und 2013 war das Theater bekannt unter dem Namen "Werkstattbühne" Die Bühne
war in ihrer Zeit als Werkstattbühne stark politisch ausgerichtet und wollte „dem korrupten Zeitgeist Paroli bieten“.

Dem Experimentaltheater haben sich sowohl das Theater am Neunerplatz[151] als das Theater Ensemble Würzburg[152]
verschrieben, wobei beide daneben noch einige andere Sparten bieten: Das Theater am Neunerplatz, in der Zellerau gelegen,
präsentiert außerdem politische und satirische Stücke sowie Kindertheater. Das „theater ensemble“ befindet sich ebenfalls in der
Zellerau und widmet sich ferner dem Absurden Theater, Dramen und Komödien und bietet außerdem Theaterkurse für jedermann
an.

Würzburg besitzt eine Vielzahl weiterer Bühnen, die sich mit den verschiedensten Sparten des Theaters beschäftigen. Im Einzelnen
sind dies das Kinder- und Jugendtheater „Spielberg“, die „Werkstattbühne“, das „Plastische Theater Hobbit“, das „Würzburger
Kasperhaus“, das Tanztheater „blackboX“, das Theater „Augenblick“ der Mainfränkischen Werkstätten[153] und der „Kunstkeller
Würzburg“.

Zudem verfügt Würzburg eine Vielzahl von Improvisationstheater-Gruppen, darunter mit den Würzburger Beutelboxern eine der
ältesten Gruppen Deutschlands (seit 1990), sowie „Die Kaktussen“, die unter anderem das jährliche Würzburger Improtheaterfestival
veranstaltet.

Würzburgs erste Lichtspielvorführungen erfolgten im Oktober 1896 durch den „Edison-Salon“, einem mobilen Kinematographen,
der in der Ebracher Gasse im ehemaligen Domherrenhof Kalb aufgestellt wurde.[154] Das erste feste Lichtspieltheater Würzburgs
hatte 1913 eröffnet und trug den Namen Luitpold-Lichtspiele.[155]
Museen und Galerien
Das Museum am Dom stellt etwa 300 Bilder und Plastiken aus einem Jahrtausend aus. Christliche Themen, die
durch moderne und zeitgenössische Künstler dargestellt wurden (Ernst Barlach, Joseph Beuys, Willi Dirx, Otto Dix,
Dina Draeger, Lars Käker, Käthe Kollwitz, Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke, Andy Warhol), werden direkt der
Themenbehandlung durch alte Meister gegenübergestellt (unter anderen Tilman Riemenschneider, Georg Anton
Urlaub, Johann Peter Wagner, Johann Zick)
Würzburger Domschatz – Museum der Diözese Würzburg (Grabbeigaben, Goldschmiedearbeiten und liturgische
Gewänder)
Eisenbahnmuseum in der Veitshöchheimer Straße 107 b[156]
Fürstenbaumuseum – fürstbischöfliche Wohnräume, Schatzkammer und Abteilung Stadtgeschichte Würzburgs
Historischer Saal der Fischerzunft
Hofspitalkirche „Spitäle“ – in der spätgotischen 1789 umgebauten Kapelle des ehemaligen Hofspitals befindet sich
die Galerie Spitäle mit Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler
Das 2002 eröffnete[53] Museum im Kulturspeicher am Alten Hafen verfügt über 3.500 m² Ausstellungsfläche für die
Kunst vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Unter einem Dach präsentiert es die städtische Sammlung (ehemals
Städtische Galerie), unter anderem mit Werken von Stephan Balkenhol, Carl Grossberg, Magdalena Jetelová,
Camill Leberer, Wilhelm Leibl, Hans Purrmann, Emy Roeder und Max Slevogt und die Sammlung Peter C. Ruppert,
Konkrete Kunst in Europa nach 1945, unter anderem mit Werken von Josef Albers, Hans Arp, Max Bill, Anthony
Caro, Günter Fruhtrunk, Auguste Herbin, Richard Paul Lohse, Bridget Riley und Victor Vasarely. In der Städtischen
Sammlung im zweiten Obergeschoss befinden sich Bilder von Würzburg vor der Bombardierung, darunter von Erich
Heckel der Blick auf die Veste Marienberg. Ein kontinuierliches Programm an Sonderausstellungen begleitet beide
Sammlungen im Museum im Kulturspeicher, das im Jahr 2005 den Bayerischen Museumspreis der
Versicherungskammer Bayern erhielt.
Kunstschiff „Arte Noah“ – Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler
Das Museum für Franken (früher Mainfränkisches Museum, 1939 hervorgegangen aus dem 1913 in der Maxstraße
eingerichteten Luitpoldmuseum[157]) auf der Festung Marienberg beherbergt in 45 Räumen eine Sammlung
fränkischer Kunstwerke, darunter die größte Sammlung von Skulpturen und Arbeiten von Bildhauer Tilman
Riemenschneider, aus seiner Werkstatt und von seinen Schülern. Darunter sind die Sandsteinfiguren der
Marienkapelle. Weiter werden gezeigt Gemälde von Lucas Cranach und Giovanni Battista Tiepolo, Grabdenkmäler,
Fayencen, eine vorgeschichtliche Sammlung mit Steinpfeilern, Rüstungen, Zeugnisse der Römerzeit, Zeugnisse
fränkischer Weinkultur sowie Sammlungen zur Volkskunde.
Das Martin von Wagner Museum der Universität befindet sich im Südflügel der Residenz und umfasst die
Antikenabteilung, die Gemäldegalerie und die Graphische Sammlung. Die Antikenabteilung beherbergt unter
anderem eine große und bedeutende Sammlung[158] von griechischen und etruskischen Vasen, Korkmodelle
italienischer antiker Bauwerke und Mumien-Sarkophage.
Mineralogisches Museum Würzburg – Museum der Universität – Edelsteine, Mineralien, Gesteine, Erze und
Meteoriten
Röntgen-Gedächtnisstätte – zeigt das Originallabor, in dem Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten
Röntgenstrahlen entdeckte
Sammlung des Pathologischen Instituts der Universität
Sammlung historischer Klammergeräte der Universität (aus der Chirurgie)
Siebold-Museum – Ständige Sammlung und Wechselausstellungen unter anderem mit Exponaten aus dem
Nachlass des Würzburger Japanforschers Philipp Franz von Siebold[159]
Shalom Europa – Jüdisches Museum der Jüdischen Gemeinde Würzburgs
Staatsgalerie Würzburg – Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Das Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie mit Experimenten zu Sinnesempfindungen, Reizen und
Reaktionen.[160]

Chöre
Bekannte Chöre sind der Bachchor Würzburg, der Monteverdichor Würzburg (1. Preisträger beim Bayerischen und beim Deutschen
Chorwettbewerb), der Oratorienchor Würzburg und der Chor der Akademisch-Musikalischen Verbindung Würzburg. Die Chöre der
Würzburger Dommusik umfassen die Würzburger Domsingknaben, den Kammerchor, die Jugendkantorei und die Mädchenkantorei
am Würzburger Dom. Der Würzburger Domchor gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Chören Würzburgs. Seine Wurzeln
gehen bis ins Jahr 1821 zurück. In der Reihe der kirchlichen Chöre ist die Cappella Herbipolensis – Chor der Hofkirche der
Residenz zu nennen. Der Kammerchor cappella vocale würzburg besteht seit 1997. Der Chor New Future wurde 1993 mit
überwiegend jungen Sängern gegründet. Im Mai 2017 gegründet stellt der Würzburger Kneipenchor den jüngsten Chor Würzburgs
dar.[161]

Alternative Rockmusikszenen
Mit den Musikinitiativen FreakShow Würzburg und Psychedelic Network verfügt Würzburg über zwei alternative
Rockmusikszenen, die innerhalb der durch sie präsentierten Genres – Progressive Rock bei FreakShow, Psychedelic-/Space Rock bei
Psychedelic Network – zu den wichtigsten Veranstaltungen in Deutschland gezählt werden können. Dies wird insbesondere von den
Festivals der beiden Musikinitiativen unterlegt, deren weitläufige Bedeutung durch eine oftmals internationale Interpretenauswahl
und eine stark überregional geprägte Besucherzusammensetzung gekennzeichnet ist. Auch als Metal-Stadt ist Würzburg überregional
bekannt. Festivals wie das Hammer of Doom oder das Metal Assault finden regelmäßig in der Posthalle statt.

Fränkische Mundart
Die fränkische bzw. unterfränkische Mundart wird in Würzburg gesprochen und meist verstanden. In der Närrischen Weinprob, die
im Januar zu Beginn der Fastnachtszeit im Staatlichen Hofkeller unter der Würzburger Residenz stattfindet, werden kritische
Beiträge zum Jahresgeschehen in allen fränkischen Mundarten vorgetragen. Diese mundartliche Sitzung wird im Dritten Programm
des Bayerischen Fernsehens übertragen.

Erinnerungskultur
In Würzburg erinnern seit Juli 2006 Stolpersteine an Opfer aus der nationalsozialistischen Zeit, zum Beispiel vor dem 1956
errichteten Kaufhof-Neubau der in der Schönbornstraße an die früheren Eigentümer des seit etwa 1900 auf demselben Grundstück
gestandenen, 1898 von Siegmund Ruschkewitz[162] gegründeten Warenhauses Ruschkewitz[163][100] sowie vor der Kiliansgruft an
den katholischen Pfarrer Georg Häfner, der für seine Überzeugung einstand und am 15. Mai 2011 seliggesprochen
wurde.[164][165][166][167][168][169]

→ Artikel: Liste der Stolpersteine in Würzburg

Neben den Gedenkorten zu jüdischem Leben erinnert ein Gedenkstein am Geschwister-Scholl-Platz / Ottostraße an die christlichen
Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl, die 1943 ermordet wurden. Im Gewerbegebiet von Heuchelhof halten mehrere
Straßennamen die Erinnerung an Verfolgte und Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft aufrecht. In Heidingsfeld erinnert
der Herta-Mannheimer-Weg an die jüdische SPD-Stadträtin Herta Mannheimer, die im KZ Auschwitz ermordet wurde.

Der katholische Apotheker und Pfadfindergruppenleiter in Würzburg und Pforzheim Fred Joseph (1911–1943) wurde im
Zusammenhang mit der Verwendung von Pfadfinderabzeichen inhaftiert, nach seiner Entlassung erneut von der Gestapo in
Würzburg verhaftet und in das KZ Auschwitz überstellt. Joseph starb am 21. Januar 1943 in Auschwitz angeblich an
Rippenfellentzündung.[170] Er führte – als „Halbjude“ diffamiert – trotz Verbots die Pfadfinderarbeit in der „Gemeinschaft St.
Georg“ weiter. Nach ihm nennt sich heute ein Stamm der St.-Georgs-Pfadfinder im Stadtteil Sanderau.[171]

Festivals
Das Würzburger Mozartfest ist das älteste Mozart-Festival Deutschlands und findet seit 1922 während der Sommermonate in der
Würzburger Residenz statt. Es zählt heute mit zirka 50 Einzelkonzerten neben den Salzburger Festspielen zu den renommiertesten
Festivals für klassische Musik im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr kommen bis zu 30.000 Besucher zu den Veranstaltungen, die
in dem historischen Gebäude der Residenz, im Hofgarten und in benachbarten Orten stattfinden.
1974 wurde das Internationale Filmwochenende Würzburg gegründet. Die Veranstaltung findet jährlich zu Beginn des Jahres
statt.[172] Unter den Festival-Mitbegründern befanden sich unter anderem Georg Förster, Almut Kircher oder Dokumentarfilmer
Norbert Westenrieder von der Filminitiative.[173]

Das „Africa Festival“ ist eine Veranstaltung zur Kultur und Musik des afrikanischen Kontinents. Es wurde 1989 vom Würzburger
Afro Projekt, einer Arbeitsgemeinschaft zur Förderung afrikanischer Kultur in Deutschland, ins Leben gerufen. Das Africa Festival
gilt derzeit als das größte Festival dieser Thematik in Europa und wird durch das Bayerische Kulturministerium und das Auswärtige
Amt gefördert.

Das Flamencofestival besteht seit dem Jahr 2003. Auf der jährlich stattfindenden Veranstaltung treten regionale und internationale
Flamenco-Tänzer und -Musiker auf.

Bibliotheken und Archive

Bibliotheken
Universitätsbibliothek Würzburg.
Bibliothek der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.
Institut für Hochschulkunde.
Stadtbücherei Würzburg. Öffentliches Bibliothekssystem mit Zentralbücherei im Falkenhaus am Marktplatz und
Zweigstellen in den Stadtteilen Heidingsfeld, Heuchelhof, Lengfeld und Versbach. Die Zentralbücherei ist durch die
Rokoko-Stuckfassade touristisch interessant.

Archive
Das Staatsarchiv Würzburg ist für den Regierungsbezirk Unterfranken zuständig und verwahrt rund 21.350 lfd.
Meter Akten zur Geschichte des Regierungsbezirks und der auf dessen Gebiet liegenden ehemaligen Territorien.
Das Stadtarchiv Würzburg (untergebracht in einem 1716 erbauten Wohnhaus mit einer wohl von dem
Domkapitelsbaumeister Georg Bayer geschaffenen überreichen Fassade in der Neubaustraße 14[174]) verwahrt die
Urkunden- und Aktenüberlieferung der städtischen Dienststellen, das Archiv des Bürgerspitals, das Archiv der Stadt
Heidingsfeld und die Archive der eingemeindeten Orte sowie etwa 90 Nachlässe von Würzburger Persönlichkeiten
und eine umfangreiche Foto-, Plakat- und Kartensammlung.
Das Diözesanarchiv in der Domerschulstraße verwahrt die Schriftgutüberlieferung des alten und des 1821
geschaffenen neuen Bistums Würzburg sowie Sondersammlungen und etwa 250 Nachlässe und
personenbezogene Sammlungen. Es wurde bereits 1339 erwähnt und befand sich damals auf der Marienburg.
Heute umfasst es Urkunden, Matrikelbücher der Pfarreien und Schriftverkehr der Dekanate. Etwa ein Drittel der
ursprünglichen Bestände ist noch erhalten. Diese Einbußen im Bestand gab es durch die Auswirkungen der
Reformation, der Säkularisation und der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg.[175]
Das Universitätsarchiv verwahrt die Überlieferung der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität.
Bis 2005 befand sich das Archiv der ehemaligen Reichsstudentenführung und des ehemaligen
Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) als Depositum im Staatsarchiv Würzburg und wurde
von dort aus betreut. Es befindet sich jetzt als Leihgabe im Bundesarchiv Berlin.
Das 1987 eröffnete Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte ist die zentrale Auskunftsstelle für jüdische
Geschichte in der Region.

Regelmäßige Veranstaltungen
Die Auflistung enthält regelmäßig stattfindende Veranstaltungen.[176]

Februar: Würzburger Fasching


März: Frühjahrsmesse und -volksfest, Gedächtnis- /Hoffnungslauf
März/April: Internationales Filmwochenende Würzburg
April: Residenzlauf
Mai: Africa Festival, Würzburger Stadtmarathon, Barockfeste
Mai/Juni: Würzburger Weindorf
Juni: Umsonst und Draußen
Juni/Juli: Mozart-Fest, Christopher Street Day, Hofgarten-Weinfest
Juli: Festungsflimmern – Open-Air-Kino, Kiliani-Volksfest
Juli/August: Würzburger Hafensommer, Barbarossa Spectaculum (alle zwei Jahre)
August/September: Weinparade am Marktplatz
September: Straßenmusikfestival, Stadtfest und Theaterfest, Mainfranken-Messe (alle zwei Jahre)
Oktober: Würzburger Improtheaterfestival, Würzburger Jazz-Festival, Mantelsonntag
Oktober/November: Würzburger Kabarett-Tage, Literarischer Herbst, Allerheiligenmesse
November: Honky Tonk Musikfestival, Lichterglanz, Würzburger Wirtschaftssymposium, Würzburger Bachtage
Dezember: Weihnachtsmarkt

Schutzgebiete
Im Stadtgebiet gibt es zwei Naturschutzgebiete, drei FFH-Gebiete und drei vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene
Geotope (Stand März 2016).

Siehe auch:

Liste der Naturschutzgebiete in der Stadt Würzburg


Liste der FFH-Gebiete in der Stadt Würzburg
Liste der Geotope in Würzburg

Naturschutzgebiete
Die Naturschutzgebiete zusammen nehmen eine Fläche von 110 Hektar ein. Das größere Naturschutzgebiet ist das 2002
eingerichtete Naturschutzgebiet Naturwaldreservat Waldkugel.

Bauwerke
Das Gebiet der Kernstadt, das durch Main, Juliuspromenade, Theaterstraße, Balthasar-Neumann-Promenade und Neubaustraße
begrenzt ist, wird wegen seines Aussehens auf Karten als „Bischofsmütze“ bezeichnet.[177][178]

Baudenkmäler
→ Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Würzburg
→ Hauptartikel: Kirchen in Würzburg

Romanik
Im siebten Jahrhundert war Würzburg Mittelpunkt eines von den Merowingern
errichteten Herzogtums. Der merowingische Rundbau der Marienkirche der Festung
Marienberg ist eine der ältesten Kirchen Deutschlands. Eine imposante romanische
Kirche ist der unter Bischof Bruno (1034–45) begonnene Dom St. Kilian, neben
Alter Kranen
Speyer und Mainz der größte deutsche romanische Dom. Wichtige Bauwerke der
Romanik sind auch das später barock umgestaltete Neumünster mit seinem
Kreuzgang (Lusamgärtlein) aus dem späten 12. Jahrhundert sowie die Kirche St. Burkard. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts
wurden die Ostseite des Doms samt der Türme und das Neumünster neu erbaut. Viele Kirchen und Klöster wurden in dieser Zeit
bereits gegründet, von den romanischen Ursprungsbauten hat sich jedoch kaum etwas erhalten.

Gotik
Im Mainviertel stehen die frühgotische Deutschhauskirche und die Schottenkirche
Don Bosco. Die bedeutendste Kirche der Gotik ist die Marienkapelle. Gotisch sind
auch die Kirche des Franziskanerklosters und die Klosterkirche Maria Aufnahme in
den Himmel in der Zellerau. Spätgotische Züge zeigt auch noch St. Gertraud im
Viertel Innere Pleich. 1316 erwarb die Stadt den Hof des bischöflichen
Schultheißen, des Grafen Eckhart. Aus dem sogenannten Grafeneckart entwickelte
sich das Rathaus der Stadt, vor dem sich der barocke Vierröhrenbrunnen befindet.
Auch das Bürgerspital zum Heiligen Geist mit seiner Kirche wurde in gotischer Zeit
gegründet. Der Schneidturm aus dem frühen 14. Jahrhundert befindet sich am
Kranenkai in der Nähe des Congress Centrums und war einst Teil der
Vorstadtbefestigung.

Die Festung Marienberg (auch Marienfeste genannt) wurde bereits in gotischer Zeit
und danach in der Renaissance weiter ausgebaut und ist das bekannteste
Wahrzeichen der Stadt. Sie ist mit städtischem Bus ab Residenz, zu Fuß ab Alter
Mainbrücke über die Tellsteige bzw. ab der Friedensbrücke über das Gelände der Marienkapelle
früheren Landesgartenschau oder per Auto zu erreichen. Nach dem Passieren
mehrerer Tore der imponierenden Befestigungsanlage erreicht man das
Mainfränkische Museum, dann eine wegen ihrer Dimensionen kaum zu identifizierende Pferdeschwemme aus Buntsandstein, einen
100 m tiefen Brunnen und den Fürstengarten. Eine Umrundung der Festung zu Fuß ergibt erste Eindrücke. Das wahre Ausmaß der
Befestigungsanlagen erschließt sich beim Rückweg durch die Weinberge zu St. Burkard und zum Mainufer. Die Festung wurde von
den Fürstbischöfen als Sitz gewählt, später zu Gunsten der neu erbauten, repräsentativeren Residenz aufgegeben. Die Alte
Mainbrücke selbst entstand ab 1476 als Verbindung zur auf der gegenüberliegenden Mainseite befindlichen Stadt und wurde später
mit zahlreichen barocken Plastiken geschmückt. Um 1500 erreichte bereits die spätgotische Plastik mit Tilman Riemenschneider
europäischen Rang.

Renaissance
Unter dem Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573-1617) wurde Würzburg zu einem Zentrum der Renaissance. 1583
wurde die Neubaukirche (Universitätskirche) als einer der wichtigsten Kirchenbauten dieser Zeit errichtet. Der Gebäudekomplex der
Alten Universität mit der Neubaukirche wurde 1591 fertiggestellt, neun Jahre nach der Wiedergründung der Universität durch den
Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Optisch dominant mit dem höchsten Turm der Stadt und architektonisch herausragend
ist die Universitätskirche, die heute von der Universität als Aula genutzt wird. Sie wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Antonio
Petrini umgestaltet und von Joseph Greising vollendet. Die Wiederherstellungsarbeiten nach den Zerstörungen des Zweiten
Weltkriegs dauerten bis 1985. Auch das Juliusspital entstand in dieser Zeit. Erhalten geblieben ist auch dessen Rokoko-Apotheke.

Das Bischöfliche Palais (Hof Conti) mit seinem Prunkerker wurde ab 1588 für den Domherrn Julius Ludwig Echter von
Mespelbrunn errichtet, es befindet sich am Kardinal-Döpfner-Platz 5. Der Vordere Gressenhof (heute Castell-Bank) am Markt ist
ebenfalls ein Renaissancebau, er verfügt über einen Prunkerker von 1591.[179]

Barock und Rokoko


Die Barockzeit wurde insbesondere unter den Fürstbischöfen aus dem Hause Schönborn zu einem goldenen Zeitalter der Künste in
Würzburg. Der Hof Heideck ist ein früher Barockbau an der Domerschulstraße von 1625–26. Der stattliche Petersbau in der
Münzstraße 1 ist eine Dreiflügelanlage mit Barockgliederung, 1689 von Antonio Petrini geschaffen. Im Hochbarock entstanden auch
das Adelspalais am Residenzplatz (ehemaliger Rosenbachhof, erbaut von Joseph Greising 1701), der Rote Bau des Greiffenclau-
Palais an der Theaterstraße, von Andreas Müller 1706–1708 und der Rückermainhof, an der Karmelitenstraße 20
(Rückermaingebäude), erbaut von Joseph Greising als hochstiftlicher Amtshof 1716–19. Das Huttenschlösschen, erbaut um 1720
vom damaligen Domdekan und späteren Fürstbischof Christoph Franz von Hutten
als privates Sommerschlösschen, ist seit 1884 Corpshaus des Corps Rhenania
Würzburg. Nahe der Stadt entstand Schloss Veitshöchheim, das später für seinen
Hofgarten berühmt wurde.

In der Bischofsstadt befinden sich


zahlreiche Barockkirchen, darunter
die Augustinerkirche, St. Michael,
die „Reurerkirche“ (St. Joseph und
St. Maria Magdalena) sowie St. Kollegiatstift Haug, von Westen
Peter und Paul. Die größte gesehen
Barockkirche ist Stift Haug, nach
der Neumünsterkirche ein weiterer
großer Kuppelbau, am prominentesten aber ist das Käppele auf dem Nikolausberg
gegenüber der Festung. Das Käppele wurde von Balthasar Neumann erbaut. Es ist
von weither als Silhouette sichtbar. Erreicht werden kann diese Wallfahrtskapelle
UNESCO-Weltkulturerbe Residenz über eine steil hinauf führende Prozessionstreppe. Die Aussicht von oben erstreckt
und Hofgarten als Motiv der 100-€- sich auf den Main, die langgestreckte Festungsanlage und die Stadt Würzburg mit
Goldmünze 2010 ihren vielen Kirchtürmen. Die Innenausstattung ist in barockem Stil. Häufig werden
Konzerte aufgeführt. Vom Querschiff aus gibt es einen Zugang zu den hinteren
Räumen, in denen die Dankesgaben der Wallfahrer für die Heilung von Krankheit
und Leid ausgestellt sind. Besonders prachtvoll ist die Schönbornkapelle am Dom sowie das Rokoko der Hofkirche Allerheiligste
Dreifaltigkeit in der Residenz.

Die Würzburger Residenz wurde 1981 als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft. Sie ist im Barockstil 1720–1744 im Auftrag des
Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn (1719–24) und seiner Nachfolger nach Plänen von Balthasar Neumann erbaut
worden. Das Treppenhaus wird durch ein 600 m² großes freitragendes Gewölbe überspannt, das von Giovanni Battista Tiepolo in
Fresko-Technik ausgemalt wurde. Die Einfahrtshalle (Vestibül) wurde so konstruiert, dass bis zu sechsspännige Kutschen vorfahren
konnten. In der Residenz sind Institute und Museen der Universität untergebracht. In den Südwesten des Residenzgebäudes ist die
Hofkirche integriert. Die Weinkeller des Staatlichen Hofkellers liegen unter dem Nord- und Südflügel. Der Hofgarten mit den
schmiedeeisernen Toren von Johann Georg Oegg und einem Denkmal von Fried Heuler an Oegg am Rennweg liegt hinter der
Residenz.

Das Kaufhaus am Markt, erbaut von Balthasar Neumann, stammt von 1740. Der Hof Marmelstein, als Domherrnhof ebenfalls erbaut
von Balthasar Neumann (1747), an der Domerschulstraße ist jetzt Bischöfliches Ordinariat. Die wohl schönste Rokokofassade der
Stadt besitzt das Haus zum Falken. Das Gebäude am Oberen Markt stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1751 wurde die Fassade mit
überreichen Rokoko-Stuckdekorationen versehen. Der Ehemalige Gesandtenbau am Residenzplatz stammt von 1767 und der
Ehemalige Hauger Stiftshof Murrelini von Franz Ignaz Michael Neumann, bezeichnet 1775, liegt an der Bahnhofstraße 11. Weitere
Höfe und Bürgerhäuser liegen im Bereich Unterer Markt und Gressengasse. In der Gressengasse befindet sich der Gasthof Zum
Stachel, der heute ein Weinlokal ist und zur Zeit der Bauernkriege ein Treffpunkt der Aufständischen war. In der Bronnbachergasse 8
befindet sich der Fichtel’sche Hof, dessen Eingang durch das Fichtel’sche Wappen, eine stilisierte grüne Fichte im roten Feld, geziert
wird.[180] Bemerkenswert ist das steinerne Geländer im Treppenhaus. Der Alte Kranen am Main ist ein barocker Hafenkran aus dem
Jahre 1773.

Klassizismus und Historismus


Dem Klassizismus gehören der Neubau von St. Stephan sowie die Fassade der ehemaligen Hofspitalkirche im Mainviertel an.
Letztere dient seit Kriegsende als Ausstellungsraum. Bedeutend ist das Ehemalige Frauenzuchthaus, ein Bau des frühen
Klassizismus von Peter Speeth unterhalb der Festung, neben St. Burkard, von 1809. Ein 1814 begonnener klassizistischer Kuppelbau
von Peter Speeth mit Säulenportal und Rustikagliederung, das ehemalige Zeller
Torhaus in der Zeller Straße 45, ist heute die Kirche der russisch-orthodoxen
Gemeinde.

Als Würzburg dann nach dem Wiener Kongress endgültig Bestandteil des
Königreich Bayerns geworden war nahm die Bedeutung der Stadt für die
Kunstgeschichte spürbar ab. Die wichtigsten Bauten dieser Zeit wurden nach dem
Zweiten Weltkrieg nicht wieder aufgebaut, so der klassizistische Harmoniesaal von
1823. König Ludwig I. ließ von 1837 bis 1841 durch seinen Hofbaumeister Frauenzuchthaus von Peter Speeth
Friedrich von Gärtner die neue Hauptsynagoge im „ägyptischen Stil“ errichten und
vereitelte somit die geplante Erstellung des Baus durch den Würzburger Baumeister
Anton Eckert.[181] 1938 wurde sie demoliert und 1945 zerstört. Dasselbe Schicksal
hatte die 1858 entstandene Maxschule, das Hauptbeispiel für den Maximilianstil in
Würzburg.

Das Hauptgebäude der Neuen Universität stammt von von 1896. Das Hauptzollamt
entstand in einem barockisierenden Jugendstil. Ein repräsentatives Gebäude ist auch
der Justizpalast . Eine besonders monumentale Kirche des Historismus ist der
neoromanische Bau von St. Adalbero. Große neugotische Kirchen sind St. Josef der Zeller Straße 45, ehemaliges Zeller
Bräutigam in Grombühl, flächenmäßig nach dem Dom die zweitgrößte Kirche von Torhaus, jetzt Kirche der russisch-
Würzburg, und die St.-Johannis-Kirche, sie wurde nach Kriegszerstörungen modern orthodoxen Gemeinde
wiedererrichtet, der alte Turm blieb als Mahnmal erhalten.

Bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts gab es kurzzeitig auf dem Würzburger Steinberg eine Burg. Das nach dem Weltkrieg
vereinfacht wiederhergestellte Gebäude der Steinburg wurde jedoch erst in den Jahren 1897/98 als Restaurant mit Blick über die
Stadt errichtet. Heute befindet sich in der Burg das Schlosshotel Steinburg. Dominant im Stadtbild ist der Kamin der Wäscherei des
Universitätsklinikums Grombühl (Höhe: 66 Meter, Baujahr: 1917)

Moderne
Das Hochhaus Augustinerstraße (Ämterhochhaus, offiziell: Hans-Löffler-Haus) wurde im Jahr 1930 durch Franz Kleinsteuber im
Stil der Neuen Sachlichkeit als erstes Hochhaus in Franken in der Augustinerstraße 9 erbaut und als städtisches Ämtergebäude
genutzt. Es überstand den Krieg, dennoch wurde 2018 ein Abriss und Neubau genehmigt.

Im Zweiten Weltkrieg wurden fast alle Gebäude der Innenstadt zerstört oder beschädigt, zahlreiche Adels- und Bürgerhäuser
verschwanden für immer, während die wichtigsten Wahrzeichen und die Kirchen wiederaufgebaut oder rekonstruiert wurden. Das
Würzburger Stadttheater entstand nach 1945 als Ersatz für den zerstörten Vorkriegsbau, gleiches gilt für den Neubau für den
Hauptbahnhof.

Von den modernen Kirchen ist besonders die Pyramide von St. Andreas in der Sanderau stadtbildprägend. Beim Heizkraftwerk am
alten Hafen wurde im Zuge der Umrüstung von Kohle- auf Erdgasfeuerung das äußere Erscheinungsbild gründlich überarbeitet. Für
die Fassadengestaltung wurde dem Architekturbüro Brückner & Brückner 2007 die Auszeichnung „best architects 08“ in Gold
verliehen. In die Umgestaltung einbezogen wurde das Becken des alten Hafens, insbesondere durch die Errichtung einer großen
Freitreppe am Ort des ehemaligen Kohlebunkers. Auch der Kulturspeicher ist von Interesse. Mittlerweile entstanden auch weitere
moderne Hochhäuser wie das 2012 eröffnete GHOTEL Würzburg.

Mainbrücken
→ Hauptartikel: Liste der Mainbrücken in Würzburg
Die Alte Mainbrücke war bis 1886 der einzige Flussübergang. Sie wurde von 1476 bis 1703 erbaut und
wiedererrichtet und zeichnet sich durch Heiligenfiguren aus, die ab 1725 hinzugefügt wurden.[182]
Die Brücke der Deutschen Einheit (auch Talavera-Brücke genannt,
nach dem großen Volksfest- und Parkplatz auf der linken Mainseite) ist
die jüngste Brücke und wurde am 3. Oktober 1992 eingeweiht.[53] Die
Schrägseilbrücke überquert den Main und ein Hafenbecken.
Die Friedensbrücke wurde 1888 als Luitpoldbrücke fertiggestellt und
nach dem Zweiten Weltkrieg umbenannt.
Die Konrad-Adenauer-Brücke ist die südlichste der vier
Straßenbrücken. Die Spannbetonbrücke wurde von 1965 bis 1967
erbaut.
Die Ludwigsbrücke wurde 1895 erbaut und ist in der Bevölkerung
wegen der vier Löwenstatuen an den beiden Auffahrten zur Brücke als
Löwenbrücke geläufig.
Die Laurentiusbrücke, als Zeller Brücke bekannt, verbindet Würzburgs
neuen Hafen mit Zell am Main.
Der Sebastian-Kneipp-Steg wurde am 22. Juli 1978 eingeweiht und ist
eine reine Fußgängerbrücke.

Brunnen
Frankoniabrunnen vor der Residenz Alte Mainbrücke
Vierströmebrunnen (auch Greifenbrunnen oder Auverabrunnen) in der
Parkanlage des Juliusspitals. 1706–1708 erbaut
von Jakob van der Auvera (1672–1760).
Vierröhrenbrunnen am Grafeneckart, der von
Balthasar Neumann 1727 entworfen und
gemeinschaftlich von Jacob von der Auvera und
Johann Peter Wagner ausgeführt wurde. Auf
dem Obelisk des Brunnens steht Frankonia mit
Herzogschwert und Fahne. Oberhalb der
Brunnenschale werden die vier Tugenden
Tapferkeit, Weisheit, Mäßigkeit und
Gerechtigkeit dargestellt.[183] Mit einem
Kanalsystem zu diesem Brunnen wurde von
Balthasar Neumann erstmals die
Kiliansbrunnen am Frischwasserversorgung von Würzburg Vierströmebrunnen im Garten des
Bahnhof gestiftet hergestellt. Juliusspitals
von Prinzregent Kiliansbrunnen am Bahnhof, enthüllt am
Luitpold Kiliansfest 1895 durch Prinzregent Luitpold.[184]
Brunnen am Sternplatz (geschaffen 1987 durch den 1990 gestorbenen Bildhauer Lothar
Forster)[185]

Modelle der Bauwerke für Blinde


Vor einzelnen markanten Bauwerken stehen abtastbare Modelle. Sie sind profiliert,
aus Metall gefertigt und erleichtern es den Blinden, sich eine Vorstellung von den
Größenverhältnissen, Innenhöfen, Dachneigungen, Türmen und Zinnen zu machen.
Standorte der Tastmodelle:

Rathaus: Südeingang beim Grafeneckart


Dom: Kiliansplatz, zwischen Dom und Dom-Museum
Residenz: Zwischen dem Eingang der Hofkirche und dem Tor zum
Hofgarten
Modell der Würzburger Residenz
Alte Mainbrücke: Linksmainisch (Festungsseite) am Brückenaufgang
Kirche St. Adalbero im Stadtteil Sanderau
Gleichartige Modelle gibt es in Graz.

Öffentlich zugängliche Würzburger Gärten und Parks


Jedem Besucher sofort ins Auge fallend ist der Ringpark, der anstelle der früheren
Befestigungsanlage halbkreisförmig um die Altstadt von Mainufer (Friedensbrücke)
zu Mainufer (Ludwigsbrücke) verläuft. Er ist 3,3 km lang und bis zu 240 m breit. Er
wird von Hauptbahnhof und Berliner Platz unterbrochen, grenzt an den
Hauptfriedhof und ist von der Residenz durch eine hohe Mauer getrennt. Markante
und exotische Bäume im Park sind mit deutscher und lateinischer Bezeichnung
spezifiziert.

Der Hofgarten liegt hinter der Residenz und vor der ehemaligen Stadtbastion (heute
Ringpark). Er bietet Buchen, Laubengänge, Brunnen und Blumen und steigt über Gedenkstein für Walther von der
drei Terrassen an. Im „Südgarten“ ist das Wasserbassin der Mittelpunkt. Im östlich Vogelweide im Lusamgärtchen mit
ehemaligem Kreuzgang des
an der Residenz gelegenen Gartenteil ist der Hang zur ehemaligen Stadtbastion
Neumünsters
durch Treppen zu ersteigen. Laubenartige Gänge führen bogenförmig um das Areal.

Das Lusamgärtchen am übrig gebliebenen Kreuzgangflügel des Neumünsterstifts ist


eine sehr kleine Oase der Ruhe mitten in der Stadt. Dort wird von den Besuchern
des Walther von der Vogelweide gedacht, der hier laut Michael de Leone „zu dem
Nuwemunster in dem grasehove“ begraben sein soll.

Der Garten hinter dem Juliusspital dient der Erholung der Patienten und ist für die
Öffentlichkeit zugänglich. Hier befand sich 1696 bis 1854 der Botanische Garten,
von dem noch Teile des Baumbestands zeugen.

Das ehemalige Landesgartenschaugelände von 1990, wo vom 27. April[186] bis 21.
Festung Marienberg: Scherenbergtor
Oktober[14] 1990 die damals besucherreichste Landesgartenschau (LGS)
stattgefunden hatte, besteht aus zwei Teilen: dem unteren Teil mit der markanten
Pyramide, dem Sieboldgarten und dem Ökohaus, von der Dreikronenstraße bis zum
Nautiland, sowie dem oberen Teil, der sich vom Zeller Tor aus, unter der
Zellerstraße durch, den Festungsberg hoch und über die Schrebergartensiedlung bis
zur Festung Marienberg erstreckt. Im oberen Teil findet sich unter anderem ein
Wasserspielplatz sowie Teilbereiche, die von Würzburgs Partnerstädten angelegt
wurden.

Die Leonhard-Frank-Promenade (linksmainischer Grünstreifen am Ufer zwischen


Alter Mainbrücke und Talavera) ist an heißen Sommerabenden ein erfrischender
Festung Marienberg: Fürstengarten
Aufenthaltsort.

Der Fürstengarten der Festung Marienberg entstand auf einer früheren


Geschützplattform der Festung und bietet deswegen eine besondere Aussicht auf die Stadt. Er wurde nach Vorbild der italienischen
„giardini secreti“ angelegt.

Der Botanische Garten der Universität am Dallenberg umfasst Bauerngarten, exotische Nutzpflanzen und unterschiedliche
Baumarten.

Aussichtspunkte
Aussichtsturm Frankenwarte, 1894 durch den 1874 gegründeten[187] Verschönerungsverein Würzburg erbauter
Turm auf dem Nikolausberg
Bismarckturm, 1905 errichteter 15 m hoher Aussichtsturm im Bismarckswäldchen oberhalb des Weinberges am
Stein[188] (in der Nähe liegt der Sender Würzburg-Stadt)
Im Stadtteil Keesburg befindet sich die Volkssternwarte Würzburg
Schenkenturm, 1275 errichteter Bergfried der früheren Schenkenburg im Ortsteil Unterdürrbach (von 1575 bis 30.
Juni 1976[189] eigenständig) am Südrand des gleichnamigen Flugplatzes Schenkenturm. Ende des 19.
Jahrhunderts zum Aussichtsturm wieder aufgebaut[190]

Panoramabild mit Blick von der Steinburg auf Würzburg

Würzburger Altstadt von der Festung Marienberg gesehen

Nachtleben
Als Studentenstadt besitzt Würzburg ein aktives und vielfältiges Nachtleben mit einigen Diskotheken, Clubs, Bars, Kneipen und
anderen gastronomischen Betrieben.

Weit über den fränkischen Raum hinaus bekannt ist in Würzburg die Diskothek Airport, eine der ältesten Großraumdiskotheken
Deutschlands, die im Oktober 1983 eröffnet wurde.

An nicht-kommerziellen Nachtangeboten sind städtische Einrichtungen wie die Jugendeinrichtungen „Cairo“, das „Bechtolsheimer
Hof“ (kurz: B-Hof), die Kellerperle sowie das in evangelischer Trägerschaft befindliche „Immerhin“ erwähnenswert.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger
Liste der Ehrenbürger von Würzburg

Der bekannteste Ehrenbürger der Stadt war der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen, der für seine Entdeckung der Röntgenstrahlen
1901 den ersten Nobelpreis für Physik erhielt.

Söhne und Töchter der Stadt


Liste von Persönlichkeiten der Stadt Würzburg
Walther von der Matthias Grünewald; Philipp Franz von Luitpold von Bayern;
Vogelweide; Maler und Grafiker Siebold; Arzt und Prinzregent von Bayern
Minnesänger Japanforscher

Werner Heisenberg; Dirk Nowitzki;


Physiker und Basketballspieler
Nobelpreisträger

In Würzburg wirkende Persönlichkeiten

Heiliger Kilian Beatrix von Burgund; Tilman Riemenschneider; Antonio Petrini;


Kaiserin Bildhauer Baumeister

Balthasar Neumann; Giovanni Battista Emil Fischer; Chemiker


Baumeister Tiepolo; Künstler und Nobelpreisträger
Würzburg in Reiseberichten
Der 1917 in der Schweiz erschienene Band Poetenleben enthält einen launigen Bericht Robert Walsers über einen Aufenthalt in der
Stadt. Darin wird unter anderem der Freizeitwert mainfränkischer Weinlokale in der Altstadt und einschlägiger Lokalitäten in den
erwanderbaren Weinbergen um Würzburg herum lobend erwähnt. Auf seiner Reise von München nach Berlin hatte der junge
Schweizer Poet im Sommer 1901 bei seinem Würzburger Freund, dem Dichter Max Dauthendey, einen achttägigen Unterwegshalt
eingelegt.

Im 1927 veröffentlichten Reisebericht Das Wirtshaus im Spessart von Kurt Tucholsky (Pseudonym: Peter Panter) wird ein Ausflug
mit Besuch auf der Festung Marienberg und Konsum des Steinweins erzählt.

Am 22. März 1928 besuchte Hermann Hesse die Bischofsstadt, was in seinem Roman Narziß und Goldmund Niederschlag fand.
Konkreter schildert er seine Eindrücke 1928 in dem Prosatext Einst in Würzburg[191] und in dem 1945 erschienenen Reisebericht
Spaziergang in Würzburg.[192][193]

Im Frühjahr 2008 berichtete der Schriftsteller Wladimir Kaminer im Monatsmagazin „Cicero“ in der Rubrik „Kaminers Reisen“ über
einen Aufenthalt in Würzburg. Er beschrieb seine Wahrnehmungen rund um den Wahlkampf anlässlich der Kommunalwahl.[194]

Lokale Spezialitäten
Würzburg ist das Zentrum des Frankenweins; auf dem Stadtgebiet befinden sich die bekannteste Frankenweinlage Würzburger Stein
und die drei großen, traditionsreichen Weingüter mit jeweils saalartigen Weinstuben:

der Staatliche Hofkeller Würzburg (staatlich, früher fürsteigen) am Residenzplatz 3


das Juliusspital in der Klinikstraße 1
das Bürgerspital zum Heiligen Geist in der Theaterstraße 19
Alle drei Weingüter bieten Führungen durch die Weinkeller und direkten Weinverkauf an.

Die Weinlagen (Einzellagen) sind neben dem Stein (85 ha) die Lagen Abtsleite im Süden (45 ha), Innere Leiste (südlich an die
Festung Marienberg angrenzend – 10 ha), Kirchberg im Stadtteil Heidingsfeld (50 ha), Pfaffenberg im Norden (60 ha), Schlossberg
(4,5 ha), die Ostlage unterhalb der Festung Marienberg, sowie Stein/Harfe nördlich (oberhalb des Hauptbahnhofs – 8 ha). Als
Großlagenbezeichnung für Verschnittweine aus diesen Einzellagen fungiert etwas irreführend die Bezeichnung Marienberg, sie wird
fast nie gebraucht. Der Greinberg im Nordosten Würzburgs ist kürzlich erstmals vom Juliusspital-Weingut bestockt worden.
Offizieller Lagenname und erste Ernte stehen noch aus.[veraltet]

Eine weitere Besonderheit der Würzburger Trinkkultur sind die Bäcken, Weinstuben, in denen mitgebrachtes Essen verzehrt werden
darf.

Seit den 1980er Jahren hat Würzburg seine eigene Bratwurst.

Beinamen und Mottos


Bemerkenswert sind die verschiedenen Beinamen oder Mottos, die Würzburg in den letzten Jahrzehnten hatte:

1969 wurde über einen Wettbewerb „Würzburg wirbt“ ein Slogan gesucht, welcher neue Gäste in die Stadt locken
sollte. Aus über 2.000 Einsendern wurde schließlich der Werbespruch des Zweitplatzierten Helmut Rademacher
„Würzburg – Das Weinfaß an der Autobahn“ ausgewählt[195]. Dieses Motto wurde anschließend in großen Lettern
auf hochkant gestellten Weinfassböden angebracht, die an allen Ausfallstraßen Würzburgs postiert wurden. Schnell
wurde dieser Beiname von etlichen Reiseführern adaptiert und gab öfter Anlass für spöttische Bemerkungen.

Seit einigen Jahrzehnten nennt sich die Stadt „Europastadt Würzburg“ und verweist in diesem Zusammenhang auf
die, durch das seit 1958 europapolitisch tätige Wirken Hannsheinz Bauers mitermöglichte, Verleihung des
Europapreises durch den Europarat im Jahr 1973. Der Titel Europastadt ist jedoch kein offizieller Titel und es
handelt sich nicht um einen geschützten Begriff.
Der 1986 aus Vertretern von Handel, Gastronomie und Dienstleistung gegründete Förderkreis Würzburg macht
Spaß e. V., 2005 umbenannt in Stadtmarketing „Würzburg macht Spaß“ e. V., wirbt mit dem gleichnamigen Motto
für seine Aktionen.

Zur 600-Jahr-Feier der Universität Würzburg im Jahre 2002 erhielten alle Ortsschilder den Zusatz Universitätsstadt.
Dieser Zusatz wurde zeitweise bei Durchsagen am Würzburger Hauptbahnhof verwendet.

„Würzburg. Provinz auf Weltniveau“ lautet 2010 der Motto-Vorschlag der Würzburg AG. Dieser fiel bei der
Bevölkerung[196] und schließlich im Stadtrat[197] durch.
Beinamen, die vor 1945 auftauchten waren beispielsweise „Perle des Mains“ und „Juwel unter den Städten“.[198]

Sonstiges
Die erste nachweisbare Badestube in Würzburg befand sich 1294
„gegen sant Affern“. Weitere Badestuben waren in der Büttnergasse
(die „Mittelstube“ und die „zume Lewen“), im Sander Viertel in der
Pfarrei St. Peter (die Badestube „zu dem Gueldin“ in der heutigen
Neubaustraße und eine in der Nähe vom St.-Agnes-Kloster), im Hauger
Viertel („zu dem Becken“ und „Ebersperg“), bei der Kapelle zu Unserer
Lieben Frau (die Badestube „vor dem Loch“), im Kresser Viertel (oder
Gressenviertel) nahe der Kärrnergasse beim Holztor die Badestube „uf
Airbus A321-100 mit dem Namen
dem Sande“ und im Pleicher Viertel eine weitere Badestube. Die
Badestube in der damaligen Semmelgasse wurde 1342 an das Würzburg
Bürgerspital verkauft. Zudem gab im Domherrnhof Sternberg eine
Badestube, im Stephanskloster und im Siechenhaus (domus
leprosorum) vor dem Zeller Tor (Siehe auch Geschichte der Stadt
Würzburg#Leprosorien in Würzburg). Bis zum Ende des 15.
Jahrhunderts (als die Badestuben als Übertragungsorte von
Geschlechtskrankheiten erkannt wurden) bestand etwa neun
Badestuben in der Stadt Würzburg. Als zum Handwerkerstand gehörig
hatte sich die Baderbruderschaft nach einer 1515 erlassenen
Handwerksordnung zu richten.[199]
Erste Schwimmbäder in Würzburg waren ein auf den Zellerauer Wiesen
50-D-Mark-Banknote mit historischen
von 1932 bis 1934 bestehendes Flussbad und ab 1934 das 1935
fertiggestellte „Bad im freien Mainfluß“, das Riedinselbad auf der Gebäuden von Würzburg
„Riedinsel an der Eisenbahnbrücke“ im 1930 eingemeindeten
Heidingsfeld. 1934 entstand bei Heidingsfeld direkt am Mainufer auch
eine weitere Freibadeanlage. Am. 15. November 1936 wurde das heute noch bestehende, von Franz Kleinsteuber
auf Grund eines Modellentwurfs von 1929 errichtete, erste Hallenschwimmbad Würzburgs in der Sanderau
eröffnet.[200]
Im Oktober[201] 1930 wurde die nach dem Verleger Otto Richter benannte Kunsthalle in der Hofstraße 11
eröffnet.[202][203]
In Würzburg wurde am 13. Oktober 1945 die Christlich-Soziale Union in Bayern e. V. (CSU) gegründet.
Der Airbus A321-100 D-AIRU der Lufthansa ist auf den Namen der Stadt getauft.
Der ICE-Triebzug 406 080 trägt seit 2002 ebenfalls den Namen „Würzburg“. Es handelt sich hierbei um ein
Mehrsystem-Fahrzeug, das für die Stromsysteme in der Schweiz, den Niederlanden, Belgien und Frankreich
ausgerüstet ist.
Das „Eisenbahnmuseum Würzburg“[204] gab der Dampflok 527409 den Namen „Stadt Würzburg“. Sie trägt das
Würzburger Wappen auf den Windleitblechen.
Der Würzburg-Riese (FuMg 65) und Würzburg (FuMg 39) waren Radar-Anlagen, die im Zweiten Weltkrieg das
Eindringen alliierter Bomber und Jäger in den von Deutschland kontrollierten Luftraum anzeigen konnten.
1946 wurde der Pfadfinderstamm Schwarzer Haufen Würzburg gegründet, dies war nur mit der Genehmigung der
amerikanischen Besatzungsmacht möglich.
1971 bis 1975 fand in Würzburg die sogenannte Würzburger Synode statt.
Das Würzburger Leitungswasser (vgl. auch Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH) besitzt wegen des
kalkhaltigen und wasserdurchlässigen Karst-Bodens[205] eine äußerst hohe Wasserhärte.
Würzburg war der Drehort für Teile der Außenaufnahmen des Filmes Lammbock sowie für diverse Innen- und
Außenaufnahmen von dessen Fortsetzung Lommbock.
„Würzburger Schlüssel“ wird eine Klassifikation psychischer Störungen aus dem Jahr 1933 genannt, die zu einer
Differenzierung der psychischen Krankheiten führte und von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie entwickelt
wurde.
1980 eröffnete das Würzburger Congress Centrum mit Blick auf Main und Festung Marienberg.[121]
Im Rahmen einer fränkischen Krimi-Nacht produzierte der Bayerische Rundfunk den in Würzburg spielenden Krimi
Freiwild. Ein Würzburg-Krimi.
Ebenfalls in Würzburg und Umgebung produziert wurde das Jugenddrama Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung
unter der Regie von Oliver Kienle.
Am 13. September 2010 begannen die Dreharbeiten für den Hollywood-Film Die drei Musketiere unter anderem mit
Orlando Bloom und Milla Jovovich in der Würzburger Residenz, der Festung Marienberg und auf der Alten
Mainbrücke.[206]
Auf der letzten Serie der D-Mark-Banknoten befand sich auf der 50-D-Mark-Banknote, links neben dem Porträt des
Baumeisters Balthasar Neumann, eine Collage verschiedener historischer Bauwerke von Würzburg. Dort waren die
Residenz, das alte Rathaus, die Festung Marienberg, die Schönbornkapelle am Dom, das Stift Haug, das Holztor
und die Alte Mainbrücke zu sehen.[207]
Bis 1999 betrieb der Bayerische Rundfunk auf der Frankenwarte einen Mittelwellensender auf der außerhalb des
offiziellen Mittelwellenbandes gelegenen Frequenz 520 kHz. Er war zusammen mit dem auf der gleichen Frequenz
betriebenen Sender Hof der einzige Rundfunksender Deutschland außerhalb eines offiziellen Rundfunkbereichs. Er
wurde oft genutzt, um Empfangsbereiche von Rundfunkgeräten und Ausbreitungsbedingungen zu testen.

Spaziergänge in Würzburg

Weg durch den Ringpark Würzburg


Der Weg durch den Ringpark Würzburg führt im Halbkreis von der Friedensbrücke
am Main über den Hauptbahnhof, den Kreisverkehr Berliner Platz, tangiert den
Hauptfriedhof, die Vogel-Volieren im Klein Nizza und endet an der Ludwigsbrücke
am Main. Er folgt dem Verlauf der ehemaligen Befestigungsanlagen.

Stein-Wein-Pfad
Die bekannte Weinlage Stein wird durch diesen Spaziergang durch die Reben
erschlossen. Der Startpunkt beim Weingut am Stein wird erreicht über
Würzburg, Ringpark um die Altstadt:
Rotkreuzstraße und Rotkreuz Steige. Auf 20 Informationstafeln werden Rebsorten, Übersichtskarte
Weingüter (Bürgerspital zum Heiligen Geist, Juliusspital, Staatlicher Hofkeller
Würzburg, private), Gesteinsarten, Terroir, altfränkische und neue Pflege der
Weinstöcke vorgestellt. Der Weg führt über die Steinburg, den Pavillon Moltkeruh
bis zum Bismarckturm und dann steil abwärts zum Ausgangspunkt beim Weingut
am Stein. Würzburg ist neben Stuttgart und Wien die dritte Stadt, in der sich auf
Stadtgebiet ein Weinberg befindet.[208]

Planetenweg Würzburg
Der Planetenweg im Südosten von Würzburg führt durch das Obere Frauenland und
Weinlage Am Stein in Würzburg
die Gartenstadt Keesburg. Er beginnt an der Ecke Ebertsklinge/Oberer Neubergweg,
100 Meter in den Oberen Neubergweg hinein an einem Kinderspielplatz (Lage). Als
erster Planet wird die Sonne, das Zentralgestirn unseres Sonnensystems vorgestellt. Der Planetenweg endet nach der Kettelerstraße
am Sieboldswäldchen mit dem Zwergplaneten Pluto. Auf 2,5 Kilometern Länge werden die Entfernungen zwischen den Planeten
(Merkur, Venus, Erde, Mars, Asteroiden, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto) im Maßstab 1 zu 1,2 Milliarden beschritten. Auf
Steinstelen mit Metalltafeln werden die Eckdaten zu dem jeweiligen Planeten vermittelt.[209][210] Der Weg führt zunächst durch
einen Grünstreifen, danach durch ein Gebiet mit Einfamilienhäusern. Er führt nahe an der Volkssternwarte Würzburg e. V und dem
Wolfgang-Adami-Bad vorbei. Die Steinstelen in der zweiten Hälfte des Weges sind schwer aufzufinden.[211][212]

Wege zur Festung Marienberg


Der direkte Weg von der Alten Mainbrücke über die Tellsteige führt am
Bauernkriegsdenkmal vorbei durch das Neutor. Er vermittelt die
Steillage der Festung und weist starke Steigungen auf.
Über den Ost- und Südhang des Marienbergs führt von der Kirche St.
Burkard der „Weinwanderweg Schlossberg und Leiste“ durch die
Weinlagen zur Festung. Er vermittelt die Bauweise der äußeren
Bastionen und führt am Maschikuliturm vorbei.
Von der Friedensbrücke führt ein Weg durch die Parkanlage des
Landesgartenschaugeländes von 1990 zur Festung. Er vermittelt die
Dimensionen der Burg- und Befestigungsanlage (Höhe und Länge der
Schutzmauern).
Würzburg: Beginn des Planetenwegs

Literatur im Oberen Frauenland/Gartenstadt


Keesburg an der Ecke
Ebertsklinge/Oberer Neubergweg
Daniel Gerken: Die Selbstverwaltung der Stadt Würzburg in der
Weimarer Republik und dem „Dritten Reich“, herausgegeben von Ulrich
Wagner (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg. Band 17).
Schöningh, Würzburg 2011, ISBN 978-3-87717-835-5 (Dissertation
Universität Würzburg 2004).
Ignatius Gropp: Wirtzburgische Chronick Deren letzteren Zeiten […]. 2
Bände. Engman, Würzburg 1748–1750.
Sybille Grübel, Clemens Wesely: Würzburg. 100 Jahre Stadtgeschichte.
Sutton, Erfurt 1998, ISBN 3-89702-039-4.
Roland Flade: Die Würzburger Juden. Ihre Geschichte vom Mittelalter
bis zur Gegenwart. Würzburg 1987.
Theophil Franck: Theophilus Franckens kurtzgefaßte Geschichte des
Franckenlandes und dessen Haupt-Stadt Würtzburg. Raspe, Frankfurt
am Main 1755.
Festung Marienberg, Würzburg:
Leo Günther, Ludwig Gehring u. a. (Hrsg.): Würzburger Chronik., Band
1–4, Bonitas-Bauer, Würzburg (1848) 1924–1927 (1935), Neudruck Erinnerung an den Bauernkrieg,
Neustadt a. d. Aisch 1987. Denkmal vor den Festungsmauern.
Barbara Hahn, Roland Baumhauer, Dorothea Wiktorin (Hrsg.): Atlas
Würzburg. Vielfalt und Wandel der Stadt im Kartenbild. Emons-Verlag,
Köln 2016, ISBN 978-3-95451-910-1.
Erika Kerestely: Würzburg. Stadtführer mit farbigem Stadtplan. Stürtz Stadtführer. Verlagshaus Würzburg, Würzburg
2008, ISBN 978-3-8003-1929-9.
Erich Keyser, Heinz Stoob (Hrsg.): Bayerisches Städtebuch. Band V. 1. Teilband Unter-, Mittel- und Oberfranken. In:
Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Historischen
Kommissionen. E. Kohlhammer, Stuttgart 1971, (Band 2 1974, ISBN 3-17-210181-9).
Rainer Leng: Würzburg im 12. Jahrhundert (Das Bayerische Jahrtausend, Bayerisches Fernsehen). 2 Bände, Volk,
München 2012, ISBN 978-3-86222-065-6.
Peter Moser: Würzburg – Geschichte einer Stadt. Bamberg 1999, ISBN 3-933469-03-1.
Carl Gottfried Scharold: Würzburg und die umliegende Gegend, für Fremde und Einheimische kurz beschrieben.
Joseph Stahel und im Intelligenz Comtoir, Würzburg 1805; Nachdruck, mit einem Nachwort von Bernhard
Schemmel, Palm & Enke, Erlangen 1980 (= Bibliotheca Franconia. Band 6), ISBN 3-7896-0306-6.
Willy Schmitt-Lieb, Wilhelm Engel: Würzburg im Bild. Mit einem Geleitwort von Oberbürgermeister Franz
Stadelmayer. Wisli-Mappe, Würzburg 1956.
Barbara Schock-Werner: Die Bauten im Fürstbistum Würzburg unter Julius Echter von Mespelbrunn (1573–1617).
Schnell & Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1623-X.
Oliver van Essenberg: Lebensart genießen – in und um Würzburg. Essen, Trinken, Ausgehen, Wohnen, Mode,
Schmuck, Kunst, Kultur, Natur. Bamberg 2012, ISBN 978-3-9813799-3-8.
Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I: Von den Anfängen bis zum
Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das
Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert.
2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007.

Weblinks
Wiktionary: Würzburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Würzburg (https://commons.wikimedia.org/wiki/W%C3%BCrzburg?uselang=de) –
Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Würzburg (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:W%C3%BCrzburg?uselan
g=de) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews: Themenportal Würzburg – in den Nachrichten
Wikivoyage: Würzburg – Reiseführer
Wikisource: Würzburg – Quellen und Volltexte
Website der Stadt Würzburg (https://www.wuerzburg.de)
Bayerische Landesausstellung 2009 „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ (http://www.hdbg.de/wiederaufbau/)
(Würzburger Residenz)
Literatur von und über Würzburg (https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4067037-5) im
Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Eintrag zum Wappen von Würzburg (https://www.hdbg.eu/gemeinden/index.php/detail?rschl=9663000) in der
Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte

Würzburg: Amtliche Statistik (https://www.statistik.bayern.de/mam/produkte/statistik_kommunal/2018/09663.pdf)


des LfStat

Anmerkungen
1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung:
Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (https://www.statistikdaten.bayern.de/genesis/online?sequenz=t
abelleErgebnis&selectionname=12411-001) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
2. mainpost.de: Würzburg: Einzige Großstadt Bayerns mit CDU-OB (https://www.mainpost.de/regional/franken/mosaik-
Bankenmanager-Kaemmerer-Landesbanken-Politische-Kandidaten-Verwaltungswissenschaft;art1727,8061337)
3. Stadt Wuerzburg: Rathaus | Würzburg in Zahlen - Bevölkerung. (https://www.wuerzburg.de/buerger/statistikstadtfors
chung/bevoelkerung/31501.Bevoelkerung.html) Abgerufen am 2. März 2019.
4. Verordnung zur Änderung der Verordnung über das Landesentwicklungsprogramm Bayern. (https://www.landesent
wicklung-bayern.de/fileadmin/user_upload/landesentwicklung/Dokumente_und_Cover/Instrumente/LEP_Beteiligung
sverfahren_Feb_2017/LEP-Teilfortschreibung-2017/LEP_Teilfortschreibung_Feb_2018/180220_Verordnung.pdf)
Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, 21. Februar 2018, abgerufen am
18. Juli 2018.
5. Björn Schultz: Der Name Würzburg (http://www.mittelalter-entdecken.de/der-name-wuerzburg/). Würzburg 2016
6. Die 50 größten Weingüter Deutschlands. (https://web.archive.org/web/20151211032157/http://weinreporter.net/drink
tank/2012/11/27/die-50-grossten-weinguter-deutschlands-2012/) (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom
Original (https://tools.wmflabs.org/giftbot/deref.fcgi?url=http%3A%2F%2Fweinreporter.net%2Fdrinktank%2F2012%2
F11%2F27%2Fdie-50-grossten-weinguter-deutschlands-2012%2F) am 11. Dezember 2015; abgerufen am
10. Dezember 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink
gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
7. Daten & Fakten. (http://www.wuerzburg.de/de/unternehmen/standortfaktoren/daten--fakten/1372.Verkehrsanbindun
g.html) Stadt Würzburg, abgerufen am 10. Dezember 2015.
8. Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs.
Band 1. Theiss, Stuttgart 2001, ISBN 3-8062-1465-4, S. 19.
9. Bevölkerung in der Stadt Würzburg nach Altersgruppen und Geschlecht 2017. (https://www.wuerzburg.de/media/ww
w.wuerzburg.de/org/med_5479/548983_bevoelkerung_in_der_stadt_wuerzburg_nach_altersgruppen_und_geschlec
ht_2017.pdf) (PDF) www.wuerzburg.de, 31. Dezember 2017, abgerufen am 28. Oktober 2018.
10. Stadtbezirke der Stadt Würzburg. (https://web.archive.org/web/20140314132532/http://www.wuerzburg.de/de/buerg
er/statistikstadtforschung/statistik/bezirke/3451.Stadtbezirke_der_Stadt_Wuerzburg.html) (Nicht mehr online
verfügbar.) Stadt Würzburg, archiviert vom Original (https://tools.wmflabs.org/giftbot/deref.fcgi?url=http%3A%2F%2
Fwww.wuerzburg.de%2Fde%2Fbuerger%2Fstatistikstadtforschung%2Fstatistik%2Fbezirke%2F3451.Stadtbezirke_
der_Stadt_Wuerzburg.html) am 14. März 2014; abgerufen am 14. März 2014. Info: Der Archivlink wurde automatisch
eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
11. Endgültig (auch linksmainisch) aufgehoben wurde die Festungseigenschaft 1867; Horst-Günter Wagner: Die
Stadtentwicklung Würzburgs 1814–2000. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band
I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-
8062-1478-9, S. 396–426 und 1298–1302, hier: S. 400 und 425.
12. Thomas Tippach: Würzburg – Aspekte der Zentralität. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4
Bände, Band I-III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom
Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom
Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band
III (2007), S. 369–393 und 1296–1298, hier: S. 381 f. (Würzburg als Verwaltungsstandort).
13. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-,
Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis
31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 734.
14. Rolf-Ulrich Kunze (2007), S. 344.
15. Thomas Tippach: Würzburg – Aspekte der Zentralität. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4
Bände, Band I-III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom
Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom
Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band
III (2007), S. 369–393 und 1296–1298, hier: S. 381–393 (Würzburg als zentraler Ort nach 1945).
16. Wissenswertes zur Hydrogeologie in der Stadt Würzburg. (http://www.wuerzburg.de/de/themen/umwelt-verkehr/was
ser--abwasser/hydrogeologie-in-wuerzburg/404960.Wissenswertes-zur-Hydrogeologie-in-der-Stadt-Wuerzburg.html)
Abgerufen am 10. Dezember 2015.
17. Geologische Karte von Bayern 1:25000, Blatt 6225. (http://www.lfu.bayern.de/gdi/dls/daten/gk25/gk25_6225.zip)
Abgerufen am 16. Dezember 2017.
18. Die Fließgewässer in Würzburg. (http://www.wuerzburg.de/media/www.wuerzburg.de/org/med_9443/413650_fluess
e_in_wuerzburg.pdf) auf der Website der Stadt Würzburg, PDF; 403 kB, abgerufen am 25. April 2017.
19. Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band 1, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1967, S. 83.
20. Ab Mitte der 1970er Jahre wurden Umweltmessstationen eingerichtet, so am Kardinal-Faulhaber-Platz, an der
Kopfklinik und am „Mittleren Ring“.
21. Winfried Schenk, Rüdiger Glaser, Moritz Nestle: Würzburgs Umwelt in der Transformation von der vorindustriellen
Zeit in die Dienstleistungsgesellschaft. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-
III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom Bauernkrieg
1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom Übergang an
Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S.
351–368 und 1295 f., hier: S. 361–363 (Das Stadtklima Würzburgs: trocken, heiß und heikel) und 366–368 (Zur
Entwicklung des Umweltbewusstsein, Umweltwahrnehmung und Umweltschutz in Würzburg).
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23. Meike Rost: Hitzerekord in Würzburg getoppt. (http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Hitzerekord-in-Wuerzbur
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24. wetterkontor.de (http://wetterkontor.de/de/klima/klima2.asp?land=de&stat=10655)
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Bände, Band I-III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom
Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom
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31. Hanswernfried Muth: Bildliche und kartografische Darstellungen der Stadt. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der
Stadt Würzburg. 4 Bände; Band 2: Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814.
Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1477-8, S. 294–307 und 901, hier: S. 307.
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33. Peter Weidisch: Würzburg im »Dritten Reich«. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände,
Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN
978-3-8062-1478-9, S. 196–289 und 1271–1290; hier: S. 232–242.
34. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1238.
35. Peter Weidisch (2007), S. 236.
36. Peter Weidisch: Würzburg im »Dritten Reich«. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände,
Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN
978-3-8062-1478-9, S. 196–289 und 1271–1290; hier: S. 203–209 (Die Gleichschaltung des Stadtrats).
37. Peter Weidisch (2007), S. 267.
38. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1240.
39. Peter Weidisch (2007), S. 266 und 275–279.
40. Ulrich Wagner: Die Eroberung Würzburgs im April 1945. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg.
4 Bände, Band I-III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom
Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom
Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band
III (2007), S. 294–314 und 1290–1292.
41. Horst-Günter Wagner: Die Stadtentwicklung Würzburgs 1814–2000. 2007, S. 415–420.
42. Rolf-Ulrich Kunze: Würzburg 1945–2004. Wiederaufbau, moderne Großstadt. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte
der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-
8062-1465-4; II: Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-
1477-8; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss,
Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 318–346 und 1292–1295; hier: S. 331–341.
43. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1240 und 1243.
44. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche
Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 603.
45. Ulrich Wagner: Würzburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts – eine Stadt im Bauboom. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):
Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an
Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1302, Anm. 3.
46. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt
Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21.
Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1227, 1230 und 1236.
47. Horst-Günter Wagner: Die Stadtentwicklung Würzburgs 1814–2000. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt
Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21.
Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 396–426 und 1298–1302, S. 414 f. (Stadterweiterung ab 1920).
48. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1242.
49. zirka 4000–6000 Personen.
50. Hans-Wolfgang Bergerhausen: Würzburg unter schwedischer Besatzung 1631–1634. Hrsg.: Mainfränkisches
Museum Würzburg (= Ans Werk – 100 Jahre Mainfränkisches Museum Würzburg). Würzburg 2013, ISBN 978-3-
932461-42-2.
51. Peter Weidisch: Würzburg im »Dritten Reich«. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände,
Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,
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52. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1244.
53. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1246.
54. Ausländer in Würzburg 1999 bis 2010. (https://web.archive.org/web/20140521213139/http://www.wuerzburg.de/med
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_in_wuerzburg_1999_2010_mit_logo.pdf) am 21. Mai 2014; abgerufen am 21. Mai 2014 (29,1 KB). Info: Der
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55. Ausländer in den Stadtbezirken der Stadt Würzburg nach Geschlecht 2009 bis 2010. (https://web.archive.org/web/2
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Würzburg. 4 Bände, Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert.
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72. Ursula Gehring-Münzel: Die Würzburger Juden von 1803 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. In: Ulrich Wagner
(Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. Band III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, S.
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73. Die Gestapo, Teil 2 Terror ohne Grenzen. Fernsehdokumentation, gezeigt am 12. September 2011 in Phoenix am
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74. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische
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75. Jüdische Gemeinde Würzburg und Unterfranken (http://www.shalomeuropa.de/)
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80. Website (http://www.ahmadiyya.de/gebetsstaette/moscheen/wuerzburg/).
81. Wilhelm Engel in: Willy Schmitt-Lieb, Wilhelm Engel: Würzburg im Bild. Wisli-Mappe, Würzburg 1956, S. 11 f.
82. Erich Keyser, Hans Stoob (Hrsg.): Bayerisches Städtebuch. Band 1 (= Deutsches Städtebuch. Band 5/1), Stuttgart
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83. Ludwig K. Walter: Die Stifte und Orden in Würzburg: theologische Bildung und Ausbildung bis zur Säkularisation
(1803). (http://www.ludwig-k-walter.de/docs/nav/pdf/StifteundOrden.pdf) S. 11 f.
84. Ingrid Heeg-Engelhart: Die Frauenklöster. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände,
Band I-III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom
Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom
Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band
1 (2001), S. 272–294 und 625–634, hier: S. 277–279 (Die Klause St. Ulrich – das spätere Benediktinerinnenpriorat
St. Scholastika zur Gnadenpforte) und 628.
85. Peter Kolb: Das Spital- und Gesundheitswesen. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. Band 1:
Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, S. 386–409 und 647–653, hier: S. 399–401.
86. Peter Kolb: Das Spital- und Gesundheitswesen. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4
Bände, Band I-III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom
Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom
Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band
1, 2001, S. 386–409 und 647–653, hier: S. 389–391.
87. Wuerzburg.de: Rathaus und Grafeneckart (http://www.wuerzburg.de/de/gaeste/sehenswuerdigkeiten/rathaus-und-gr
afeneckart/15010.Grafeneckart-ndash-sichtbares-Zeichen-buergerlichen-Unabhaengigkeitsstrebens.html)
88. Harm-Hinrich Brandt: Würzburger Kommunalpolitik 1869–1918. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt
Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21.
Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1262, Anm. 189.
89. Ulrich Wagner: Würzburger Landesherren, bayerische Ministerpräsidenten, Vorsitzende des
Landrates/Bezirkstagspräsidenten, Regierungspräsidenten, Bischöfe, Oberbürgermeister/Bürgermeister 1814–
2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–
2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S.
1221–1224; hier: S. 1223 f. (Würzburger Bürgermeister).
90. Ulrich Wagner: Würzburger Landesherren, bayerische Ministerpräsidenten, Vorsitzende des
Landrates/Bezirkstagspräsidenten, Regierungspräsidenten, Bischöfe, Oberbürgermeister/Bürgermeister 1814–
2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–
2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S.
1221–1224; hier: S. 1224.
91. Die Bürgermeister von 1272 bis 1797 sind im Artikel Bürgermeister (http://wuerzburgwiki.de/wiki/Bürgermeister) des
Würzburgwiki aufgelistet.
92. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt
Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21.
Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1241.
93. Dieter Reiter (SPD) ist neuer Oberbürgermeister von München. (http://www.mopo.de/politik---wirtschaft/christian-ude
-abgeloest-dieter-reiter--spd--ist-neuer-oberbuergermeister-von-muenchen,5066858,26703982.html) In: Hamburger
Morgenpost. 30. März 2014, abgerufen am 31. März 2014: „Lediglich in Würzburg gewann der von der CSU
unterstützte Christian Schuchardt – er wird der erste CDU-Bürgermeister in einer bayerischen Großstadt.“
94. Entscheidung: Schuchardt neuer Oberbürgermeister. (https://web.archive.org/web/20151226041531/http://www.wue
rzburgerleben.de/2014/03/30/entscheidung-schuchardt-wohl-neuer-oberbuergermeister/) (Nicht mehr online
verfügbar.) In: wuerzburgerleben.de. 30. März 2014, archiviert vom Original (https://tools.wmflabs.org/giftbot/deref.fc
gi?url=http%3A%2F%2Fwww.wuerzburgerleben.de%2F2014%2F03%2F30%2Fentscheidung-schuchardt-wohl-neu
er-oberbuergermeister%2F) am 26. Dezember 2015; abgerufen am 25. Dezember 2015. Info: Der Archivlink wurde
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95. Sitzverteilung 2008. (http://www.kommunalwahl2008.bayern.de/tabe3679000.html) Abgerufen am 23. März 2014.
96. Sitzverteilung 2014. (http://www.kommunalwahl2014.bayern.de/tabg3663000.html) Abgerufen am 23. März 2014.
97. Bezeugt ist ein Würzburger Stadtsiegel erstmals für das Jahr 1195. Vgl. Wilhelm Engel in: Willy Schmitt-Lieb,
Wilhelm Engel: Würzburg im Bild. Mit einem Geleitwort von Oberbürgermeister Franz Stadelmayer. Wisli-Mappe,
Würzburg 1956, S. 10.
98. Würzburger Partnerstädte und deren Partnerstädte. (http://www.wuerzburg.de/de/unternehmen/foerderforum/subdir
4/29626.Wuerzburger_Partnerstaedte_und_deren_Partnerstaedte_.html) In: wuerzburg.de. Stadt Wuerzburg,
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196. Catharina Hettiger, Anis Micijevic und Markus Hammer: Würzburg – Provinz auf Weltniveau? (http://www.mainpost.d
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197. Artikel: Das Ende der Provinz-Idee. (http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Das-Ende-der-Provinz-Idee;art735,
5337565) In: mainpost.de. Main-Post, abgerufen am 13. Oktober 2010 (Nur Auszug frei verfügbar): „Die umstrittene
‚Würzburg, Provinz auf Weltniveau‘-Idee der Würzburg AG hat, wie erwartet, im Stadtrat keine Unterstützer
gefunden.“
198. Peter Weidisch: Würzburg im »Dritten Reich«. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände,
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199. Peter Kolb: Das Spital- und Gesundheitswesen. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4
Bände, Band I-III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom
Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom
Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band
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202. Peter Weidisch (2007), S. 258.
203. Deutsche Museen: Otto-Richter-Kunsthalle (http://www.deutsche-museen.de/show.php?myname=index&id=1021&s
how_ref=yes&bundesland_id=3).
204. Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e. V: DGEG-Standort Würzburg (Veitshöchheimer Straße 107b) (htt
p://www.bw-wuerzburg.de/index.php/impressum).
205. Winfried Schenk, Rüdiger Glaser, Moritz Nestle: Würzburgs Umwelt in der Transformation von der vorindustriellen
Zeit in die Dienstleistungsgesellschaft. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-
III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom Bauernkrieg
1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom Übergang an
Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S.
351–368 und 1295 f., hier: S. 358 f. (Auf Karst gebaut: Würzburgs Wasserversorgung).
206. Hollywood goes Würzburg. (https://web.archive.org/web/20100918094335/http://www.wuerzburg.de/de/tourismus-ta
gungen/hollywoodmeetswuerzburg/index.html) Stadt Würzburg, archiviert vom Original (https://tools.wmflabs.org/gift
bot/deref.fcgi?url=http%3A%2F%2Fwww.wuerzburg.de%2Fde%2Ftourismus-tagungen%2Fhollywoodmeetswuerzb
urg%2Findex.html) am 18. September 2010; abgerufen am 9. September 2010.
207. Deutsche Bundesbank (Hrsg.): Von der Baumwolle zum Geldschein. Eine neue Banknotenserie entsteht. 2.
Auflage. Verlag Fritz Knapp GmbH, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-611-00222-4, S. 127.
208. Würzburger Stein, Weltkulturerbe – Rundweg. (https://web.archive.org/web/20160301155627/http://www.wuerzburg.
de/steinweinpfad/besonderheit/index.html) (Nicht mehr online verfügbar.) In: wuerzburg.de. Archiviert vom Original
(https://tools.wmflabs.org/giftbot/deref.fcgi?url=http%3A%2F%2Fwww.wuerzburg.de%2Fsteinweinpfad%2Fbesonde
rheit%2Findex.html) am 1. März 2016; abgerufen am 26. Februar 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch
eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
209. Johanna Fraune: Ein Sonnensystem im Kleinformat. In: Mainpost vom 17. September 2012, S. 9.
210. Planetenweg Würzburg (http://www.raumfahrt-wuerzburg.de/planetenweg.html)
211. Planetenweg Würzburg bei raumfahrt-wuerzburg.de (http://www.raumfahrt-wuerzburg.de/planetenweg.html)
212. Volkssternwarte Würzburg e. V.: Planetenweg Würzburg, Stand 11. Januar 2011 (http://www.raumfahrt-wuerzburg.d
e/media/Lageplan_Plantenweg_neu_110111.pdf)

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