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Ein Wörterbuch ist ein Nachschlagewerk, das Wörter oder andere sprachliche Einheiten in einer

meist alphabetisch sortierten Liste verzeichnet und jedem Eintrag (Lemma) erklärende
Informationen oder sprachliche Äquivalente zuordnet.
Ein Wörterbuch im engeren Sinn dient zum Nachschlagen sprachlicher Information, während der
Ausdruck in der weiteren Bedeutung auch andere nach Stichwörtern gegliederte
Nachschlagewerke mit primär sachbezogener Information sowie Mischformen beider Typen
umfasst.

Inhaltsverzeichnis

 1Etymologie
 2Wörterbuch – Sachwörterbuch – enzyklopädisches Wörterbuch
 3Typologie
o 3.1Typologie unter inhaltlichen Aspekten
o 3.2Typologie unter formalen Aspekten
 4Struktur von Wörterbüchern und Wörterbuchartikeln
o 4.1Alphabetische Sortierung
o 4.2Nichtalphabetische Sortierung
o 4.3Wörterbuchbenutzung
 5Siehe auch
 6Literatur
o 6.1Einführungen
o 6.2Ausgewählte Fachliteratur
 7Weblinks
 8Einzelnachweise

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrbändiges Wörterbuch

Der Ausdruck Wörterbuch ist im Deutschen eine durch


das Niederländische (woordenboek) beeinflusste Lehnübersetzung des griechischen
Wortes lexikon (biblion): „Wörter betreffendes Buch“. Es ist ein zusammengesetzter Begriff, der
nach einem Fremdwort gebildet wurde, indem alle Bestandteile des Fremdwortes einzeln ins
Deutsche übersetzt wurden. Bis ins 17. Jahrhundert hinein wurden die
Begriffe Lexikon und Dictionarium bevorzugt verwendet; dann[1] trat Dictionarium zugunsten der
neu eingeführten Übersetzung Wörterbuch (auch Wortbuch) zurück; der Begriff Lexikon blieb
erhalten. Seit der Einführung des Wortes hat sich die Bedeutung von Wörterbuch im allgemeinen
Sprachgebrauch überwiegend auf „Sprachwörterbuch“, die Bedeutung von Lexikon hingegen in
der Tendenz auf „Sachwörterbuch“ verengt, wobei Lexikon oft auch als Synonym für
„Enzyklopädie“ verwendet wird. Im Ergebnis treten damit Wörterbuch einerseits
und Lexikon bzw. Enzyklopädie andererseits oft als Gegenbegriffe auf.[2][3]
Fachsprachlich, besonders in der Lexikographie (Wörterbuchforschung), wird
jedoch Wörterbuch auch noch in der weiteren Bedeutung als Oberbegriff für alle Arten von
Nachschlagewerken mit einer Gliederung nach Stichwörtern beibehalten. Ebenso wird der
Begriff Lexikon in fachsprachlichen Zusammenhängen weiterhin in seiner weiteren Bedeutung,
also unter Einschluss sprachlexikographischer Werke, und in der Sprachwissenschaft auch
speziell für das Inventar der Lexeme eines Sprechers oder einer Sprachgemeinschaft
gebraucht.[3]

Wörterbuch – Sachwörterbuch – enzyklopädisches


Wörterbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wörterbuch

Ein Wörterbuch im engeren Sinn (auch Sprachwörterbuch) dient der Vermittlung sprachlichen
Wissens. Seine Auswahl der Lemmata (Morpheme, Lexeme, Phrasen und Phraseologismen) soll
den Wortschatz einer Einzelsprache oder einen Teilwortschatz dieser Sprache (etwa
einen Dialekt, Soziolekt oder Idiolekt) abdecken. Bei den zugeordneten Informationen handelt es
sich primär um sprachliche Informationen, die die Schreibung, Aussprache und grammatischen
Eigenschaften wie Wortart, Genus und Flexion des Lemmas, seine Herkunft, Bedeutung,
Verwendungsweise und Übersetzbarkeit betreffen. Sie werden in Form von erklärenden Angaben
oder durch Zuordnung vergleichbarer Einheiten aus der gleichen Sprache, etwa in
einem Synonymenwörterbuch und einem Reimwörterbuch, oder aus einer oder mehreren
anderen Sprachen in einem Übersetzungswörterbuch dargestellt. Sachinformationen zu den von
den Wörtern bezeichneten Realien können dabei ebenfalls einbezogen werden, wenn das für die
Erklärung der Wortbedeutung oder Wortgeschichte erforderlich ist, sie bilden jedoch keinen
Selbstzweck. Eigennamen (Personen und Orte) werden in einem Sprachwörterbuch
normalerweise nicht erklärt, abgesehen von Nachschlagewerken zur Namenforschung und
Ortsnamenforschung (Onomastikund Toponomastik).
Ein neuer Ansatz ist es, nicht einzelne Wörter, sondern nur Sätze zu übersetzen („Sätzebuch“).
Die Suche nach einzelnen Wörter geschieht mithilfe einer elektronischen Suchmaschine, die das
Wort im Satzzusammenhang präsentiert; ein Beispiel hierfür ist Tatoeba.[4]