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Red Coat

Zusammenfassung

Nennen wir die beiden Jungs der Einfachheit halber Burkhard und Gustav. Die Geschichte passt zu
"The Hole" (aber auch zu "True Detective"), wieder ist es eine Geschichte über Freundschaft und das
sexuelle Erwachen, die beiden verabschieden sich morgens von Gustavs Mutter, sie planen eine
Expedition in den benachbarten Wald, zur sagenumwobenen alten Mühle, und Gustavs Mutter packt
den Jungs Brote und etwas zu trinken in den Rucksack, und so ziehen sie an einem wunderschönen
Spätsommertag los, hinein in den dunklen Forst, Gustav kennt sich gut aus und weist den Weg, die
nächsten Szenen sind eher Stifteresk, die hohen, schlanken Buchenstämme haben etwas Erhabenes,
sakrales, erinnern uns aber auch an schlanke Bubenkörper (na das geht jetzt etwas zu weit, musste
aber sein), sie betreten den Wald wie eine Kathedrale, andächtig staunend, über ihnen rauscht der
Wind durch das Blätterdach, durch das dichte Unterholz bricht das aufgeschreckte Rotwild, ein
gewaltiger Uhu sitzt auf einem hohen Ast wie ein schlafender Monarch auf seinem Thron, sie
erreichen die Schlucht, ein alter Eichenstamm dient als Brücke, vorsichtig, vielleicht etwas ängstlich
setzen sie den Fuß darauf, testen den sicheren Halt, dann fassen sie sich ein Herz und erreichen
sicher die andere Seite, schließlich erreichen sie die alte Mühle, ein halb verfallenes Gemäuer, Gustav
erzählt seinem Freund einer der vielen Schauergeschichten, die sich um diesen Ort ranken, sie
verzehren ihren Proviant und kühlen sich im nahegelegenen Mühlteich ab, es kommt zu zärtlichen
Berührungen unter der Wasseroberfläche, ein schüchterner Kuss, eher spielerisch, dann legen sie
sich nackt auf einen gewaltigen Mühlstein, werfen einen verschämten Blick auf ihre Glieder und
lassen sich von der Sonne trocknen, Gustav erzählt von dem Mädchen aus seinem Dorf, das vor ein
paar Wochen spurlos verschwunden ist, Burkhard hört ihm gebannt zu, hat man sie gefunden?
Wurde sie entführt? Niemand weiß etwas, und obwohl das ganze Dorf nach ihr gesucht hat, wurde
sie bisher nicht gefunden, Wer hat sie zuletzt gesehen, und wo? Gustav weiß es nicht, er weiß nur,
wann er Silke zuletzt gesehen hat, oder zumindest ihr langes Haar, wie es in der Mittagssonne
glänzte, wie pures Gold, und wie er, wie immer wenn er sie sah, davon träumte, in ihr goldenes Haar
zu fassen, sein Gesicht in der seidig-duftigen Wolke zu vergraben, und schon bei dem Gedanken spürt
er, wie sich sein Glied aufstellt, aber er tut so, als sei nichts geschehen und Burkhard hat es auch
nicht gesehen, sie ziehen sich wieder an und erkunden die Mühle, da entdeckt Gustav den roten
Mantel, Silkes Mantel? Möglich. Auf jeden Fall der Mantel eines Kindes, sie durchsuchen die Mühle
nach weiteren Spuren, finden aber nichts, dann bemerken sie, dass sie nicht allein sind, eine Gestalt
in einem gelben Regenmantel beobachtet sie, ein Erwachsener, sie laufen davon, der Mann folgt
ihnen, sie laufen um ihr Leben und erreichen die Schlucht, ihr Verfolger ist ihnen dicht auf den
Fersen, ohne zu zögern balancieren sie über den Baumstamm, auf der anderen Seite hält Gustav
seinen Freund zurück, sie sammeln einige der herumliegenden Steine auf und warten auf den Mann,
als er versucht, den Baumstamm zu überqueren, nehmen sie ihn unter Beschuss, er verliert das
Gleichgewicht und stürzt ab, die Jungs sehen seinen leblosen Körper am Boden liegen, sie denken gar
nicht daran, nach ihm zu sehen, erleichtert machen sie sich auf den Heimweg, erst als sie fast schon
wieder zu Hause sind bemerkt Gustav, dass er den roten Mantel auf der Flucht verloren hat, aber da
ist das verschwundene Mädchen auch schon beinahe wieder vergessen, genauso wie der Mann im
gelben Regenmantel.