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Das Treffen der „Großen Drei" vorverlegt ?

— Cordell Hüll über 30 Grenz-


ziehungen im Europa nach dem Krieg — Britische Gereiztheit gegenüber
de Gaulle — Aufbauprogramm der faschistischen Nationalversammlung
tionen), über 3000 Tanks, 125 000 Maschinenpi-
stolen, 145 000 Lastautos, 25 000 Amphibientanks,
Die bedrohte Monarchie
Cordell Hüll üb er 30 Grenzziehungen im 200 000 Feldtelephone, über 1,1 Millionen Kilo-
meter Feldtelephondraht. Mit Lieferungen an
Rom als Ziel der Alliierten

Europa nach dem Kriege Industriegütern halfen die Vereinigten Staaten Telegraphlscher Bericht unseres Korrespondenten
der Sowjetunion die Waffenproduktion zu stei-
gern. So wurden geliefert: über eine Million Ton- gp. Rom, 17. Nov. Die Nachricht, daß Mar-
nen Stahl und Stahlprodukte, über 300 000 Ton- schall Badoglio zu keiner Einigung mit Graf
W/iefeinnfnu 17 Nov (Exchantre) In seiner von mehreren amerikanischen Blättern kommen- nen Nichteisenmetalle, 300 000 Tonnen Chemi- Sforza und Benedetto Croce gelangen konnte und
KÄÄKÄz g^b^iSatssekr^ -S Ä Ä S Ä 5£ kalien und Explosivstoffe, 500 000 Tonnen Erd- demnach nur eine Regierung aus Sachverständi-
Cordell Hüll zwei Grundsatze ^ der alliierten Po- bese)zten Ländern zu entsenden , und das Volk werde ölprodukte und über 17 000 Metallschneidema- gen bilden werde, hat in Rom , sofern hier zu sol-
litik bekannt: 1. Die Alliierten werden während sich in Dezug au f seine Meinung frei ausdrücken schinen. chen Ereignissen überhaupt Stellung genommen
des Kriegs nicht an die Lösung europäischer können, sobald die Ordnung wieder hergestellt sei. Allein im September 1943 gingen Güter im wird , Interesse erregt. Diese Tatsache zeige
Grenzprobleme herantreten. 2. Die Italien be- Nach der Auffassung Cordell Hulls scheint Haltung die von Werte von 3,287 Milliarden Dollar nach der So- zunächst , lautet die, hiesige Ansicht, daß im La-
treffende Erklärung der Moskauer Konferenz Moskau gegenüber Italien eingenommene Weise die Probleme wjetunion, wovon 56 Prozent Militärmaterial. ger der Gegner des Faschismus keineswegs
auf welche
wird das Vorbild für die Behandlung anderer darauf hinzudeuten, Der Rest bestand zu drei Fünfteln aus Industrie- Einigkeit herrsche. Im einzelnen findet man es
der Pufferstaaten geregelt werden können und wie
Achsenstaaten abgeben. die Fragen der Annexion oder der Bildung von Ein- erzeugnissen und zu zwei Fünfteln aus Lebens- hier bemerkenswert, daß Sforza , Croce und die
Zum ersten Punkt meinte der Außenminister, flußzonen in den Gebieten des Balkans und der bal- mitteln und landwirtschaftlichen Produkten. Die übrigen Linkspolitiker im antifaschistischen La-
es gebe dreiß ig oder mehr Grenzkonflikte und tischen Staaten zu lösen seien. amerikanischen Lebensmittellieferungen an ger nach wie vor energisch die Abdankung König
es sei für die Alliierten unmöglich, sie zu lösen, In ihrem Kommentar unterstreicht die «Washing- Rußland deckten einen Teil dessen Verlust an Victor Emanuel s und des Kronprinzen Umberto
Während sie noch im Kampf stehen. Die betref- ton Post» die Prinzipien der Atlantikcharta, die die fruchtbarem Boden. In der Hauptsache wurden verlangen, also ebenso antimonarchistisch wie
das Recht aller Völ-
fenden Völker würden allmählich eigene Regie- Signatarstaaten verpflichten ,Regierungsform
ker nach freier Wahl ihrer zu re- Weizen , Mehl, Fette, Oele und über 10 000 Ton- die Neofaschisten eingestellt und mit ihnen zu-
rungen bilden. Hüll äußerte sich nicht über die nen Saatgut geliefert. mindest in diesem einen Punkt einig seien.
Grenzkon- spektieren , und fährt fort: «Wir können uns nur be-
Frage, welche Organisation solche glückwünschen, in dieser Hinsicht eine Zusicherung Schließlich ist hier nicht überhört worden, daß
flikte lösen werde. Cordel Hulls zu besitzen. Er hätte vielleicht in seiner in den Erklärungen Badoglios wie in denjenigen
Zum zweiten Punkt ist hervorzuheben, daß Hüll "Rede vom Donnerstag noch weiter gehen und un- Das Treffen der englischen und amerikanischen Heerführer
Von «den anderen Achsenstaaten» sprach, so daß sere Position in bezug auf die Regelung der Ost-
die Moskauer Italien-Erklärung nicht notwen- grenzen definieren können. Rußland wünscht , an der
Europas mitzuwirken. Ohne Rußland als
der «Großen Drei» vorverlegt? dauernd von
Rom als unmittelbarem Ziel der alliierten Ope-
digerweise auf alle diese Länder anwendbar ist. Befriedung
Friedensmacht wäre das Chaos unvermeidlich. Der Telegraphlscher Bericht unseres Korrespondenten rationen in Italien
Hüll fügte hinzu, daß in gewissen Fällen all- Friede kann in Europa nur durch die Ncutralisie-
gemeine Wahlen erst abgehalten werden könn- rung der Grenzstaaten gesichert werden. Das Recht gesprochen wird. Es bestehe also, sagt man sich
ten, wenn feststehe, welche Gebiete zu dem be- eines jeden Volkes , sein eigenes Leben zu leben , ist -nn. London, 17. Nov. Die Konferenz von Mos- hier, bei den Alliierten keineswegs die Neigung,
treffenden Staat gehörten. jedoch eines der Hauptprinzipien , für die wir kämp- kau ist nun schon mehr als zwei Wochen abge- Rom irgendeine unpolitische , neutrale Stellung
fen. Cordell Hüll hat dies bestätigt.» schlossen, aber soweit man sehen kann , sind zuzubilligen und die Hauptstadt außerhalb des
Die Frage der russischen Westgrenie Die «New York Times» schreiben: «Das nach der keine Schritte unternommen worden, um ihre Spieles zu lassen. Ihr gesamtes Streben sei viel-
Moskauer Konferenz veröffentlichte Communique Beschlüsse in die Tat umzusetzen. Weder die mehr eingestandenermaßen gerade auf Rom ge-
London, 16. Nov. (Reuter) Der Korrespondent erklärt offen , daß gewisse Fragen endgültig gere-
der «Times» in Washington meldet: Staatssekre- gelt wurden , während andere nur grundsätzlich be- Dreim.ächtekommissi on f n London noch der in- richtet. Dies ist ein wichtiges Eingeständnis, das
tär Cordell Hüll unterstrich an der Pressekon- handelt werden konnten und noch andere zurück- teralliierte Rat f ü r Ital ien sind bisher konsti- so oder anders auch die Haltung der Verteidiger
ferenz auf eine Frage über die russische West- gestellt wurden , um auf dem diplomatischen Wege tuiert worden. Anderseits handelt es sich bei Roms und den weiteren Gang der Ereignisse be-
grenze nach dem Kriege, daß zurzeit die Füh- behandelt zu werden. Das Problem der Z u k u n f t Po- dieser Verzögerung offenbar nicht um plötzlich einflussen dürfte.
lens und der baltischen Staaten gehört eindeutig zu
rung des K a m p f e s an erster Stelle stehe. Das dieser hinterher aufgetauchte Schwierigkeiten. Die
letzten Kategorie. Rußland besitzt seine Mei- wahrscheinlichste Erklärung, die man dafür hört , Die Lebensmittelversorgung in Rom
durch diese Frage berührte Problem komme spä- nung in dieser Frage; wir haben die unsrige; doch
Zahlreiche Dinge würden mit ist vielmehr eine ausgesprochen optimistische: Rom, 17. Nov. (ag.) In Rom fand eine Bespre-
ter zur Sprache. liegt , wie Cordell Hüll bemerkte, eine Verständigung daß das erwartete Treffen Churchills und Roose- chung von Behördevertretern über die Ernährungs-
der Fortdauer des Krieges ihre Erledigung fin- über die beiden verschiedenen Meinungen durchaus
velts mit Stalin vorverschoben worden sei, und lage Roms statt. Dabei war auch eine hochstehende
den , jedoch sei Geduld nötig. Die allgemeine Nei- im Rahmen des Möglichen. daß man die Konferenz der großen Drei abwar- deutsche Persönlichkeit zugegen. Es sind Beschlüsse
gung auf Zusammenarbeit schließe sehr gut die Die von Rußland gefällten Beschlüsse in bezug zur Herbeiführung einer Besserung in der Lebens-
auf seine Grenzen werden in günstigem oder un- ten wolle, bevor man die in Moskau entworfene
Möglichkeit in sich , daß die Nationen ihren günstigem Sinne ihre Wirkung darauf ausüben , ob Maschinerie in Gang setze. Wenn ein Meeting der mittelversorgung Roms gefaßt worden.
Standpunkt einer Aenderung unterziehen könn- das amerikanische Volk gewillt ist , die Bedingungen großen Drei wirklich Zustandekommen sollte,
ten. des neuen Friedens anzunehmen.» dürfte man annehmen , daß es auch die gemein- Todesstrafe für Ueberlretung des Ausgehverbots
same militärische Planung über das mehr infor- Chiasso, 17. Nov. (ag.) Dem Tessiner Blatt «Libe-
USA.-Presse zu Hulls Erklärungen Amerikas Hilfe an die Sowjetunion ra Stampa» wird berichtet: In der lombardischen
Die Frage Polens mative Stadium von Moskau hinausführen
würde. Es scheint mindestens denkbar , daß Chur- Stadt Stradella sind zwei italienische Eisenbahner
Washington, 17. Nov. (Exchange) Nach amt-
Washington, 16. Nov. (ag.) Die Erklärung Staats- chill, Roosevelt und Stalin nach der Art der
wegen Widerhandlung gegen das Ausgehverbot er-
sekretär Cordell Hulls, wonach das Prinzip der lichen Angaben erhielt die Sowjetunion bis zum schossen worden. Aus dem gleichen Grunde wurden
fr eien Wahlen ebenso für die baltischen Staaten wie 30. September von den Vereinigten Staaten : 6500 Konferenz von Quebec von ihren Stabschefs be- in Mailand zwei Zivilpersonen erschossen.
für die Balkanländer angewendet werden soll , wird Flugzeuge (mehr als alle anderen Vereinten Na- gleitet sein würden.

Spannung zwischen Faschismus und Kirche


Auf bauprogramm der faschistischen Rom, 17. Nov. (ag.) Farinacci veröffentlicht im
«Regime Fascista» einen Artikel «Wir werden dar-
an denken», und schreibt , daß alle Pfarrer von der
Nationalversammlung Kanzel herab einen Hirtenbrief des Bischofs von
Parma, Msgr. Tolli, des Oberhauptes der Katholi-
Zwischen den Taten der Gegenwart , die im
Zeic hen d er russi sc hen Er f olg e ste hen, und
schen Aktion , verlesen haben. Darin wurde die Be- den Zielen der Z u k u n f t , über die nachzusinnen
setzung und gerechte Verteilung der Gewinne hauptung der faschistischen Presse best ritten , daß
Mailand , 17. Nov. (DNB.) Die erste National- die Katholische Aktion ihre Mitglieder aufgefordert vor allen Amerika nicht müde wird , spannt
versammlung der Republikanisch-Faschistischen mitwirken. In der Landwirtschaft findet die Pri- habe, der faschistischen Regierung loyal zu dienen. die Regenbogenbrücke der H o f f n u n g e n und
Partei hat am 14. November ein M a n if e s t und vatinitiative des Eigentümers ihre Grenze bei Bischof Tolli erklärte , daß die Katholische Aktion Absichten:
ein in allgemeinen Leitsätzen gefaßtes staat- mangelhafter Bewirtschaftung. In einem solchen überhaupt nicht Politik treibe. — Farinacci zieht
Fall tritt Enteignung und Aufteilung ein. Die nun in Zweifel, daß sich die Katholische Aktion neu- Während die Russen am Südrande der Prip-
liches Auf bauprogramm der Partei angenommen,
das die Grundlage der kommenden republika- freien Berufe haben unter Einhaltung der staat- tral verhalte, indem er darauf verweist , daß sie j e t s ü m p f e und südlich der Beresinamündung
nischen Verfassung bilden soll. lichen Verpflich tungen das Recht auf freie Ent- noch im August ihre volle Zustimmung zu den Bot- in den Dnjepr eine A u f s p a l t u n g der deutschen
schaften des Königs und des Marschalls Badoglio Front anstreben und tatsächlich auch heute
In dem Manifest wird das Bekenntnis der Par- faltung. Es soll eine nationale Dienststelle für erklärt habe. Sie habe dabei die neue Aera begrüßt
tei zur Fortsetzung des Krieges an der Seite das «Haus des Volkes» geschaffen werden, indem und erklärt , daß diese allen Bürgern die Freiheit wieder größ ere Geländegewinne südöstlich von
Deutschlands und Japans bis zum Endsieg aus- jedermann Anspruch auf ein Haus wie auf Pri- bringe. Nach der Ansicht Farinaccis hat sie also ge- Schitomir , bei Korosten und Rjeschitza zu mel-
gesprochen, ferner der schnelle Wiederaufbau vateigentum hat. Jeder Arbeiter hat das Recht meinsame Sache mit der Regierung Badoglio ge- den ha ben , geht auch die Widerstandsbewe-
der Wehrmacht sowie die exemplarische Bestra- zur freien Wahl der Gewerkschaft. Es wird eine macht. Beim Verlesen des Hirtenbriefes hätten sich
einige Pfarrer besonders antifaschistisch gezeigt. gung in Frankreich weiter. So sah sich die
fung der am Verrat Schuldigen gefordert. Revision der Arbeiter- und Angestelltenlöhne
gefordert. Auf Schwarzhandel und Spekulation Farinacci beschuldigt sie, daß sie die Beschützer der deutsche Besetzungsarmee nach dem Attentat
Das staatliche Aufbauprogramm der Partei alliierten Kriegsgefangenen und der in die Wälder
soll die Todesstrafe stehen. gegen die Pulverfabrik von Grenoble genötigt ,
gliedert sich in drei Teile: 1. Verfassungsmäßige geflüchteten italienischen Soldaten seien.
Und innere Angelegenheiten; 2. Außenpolitik; 3. den Be lagerungszustand über die Stadt zu ver-
Sozialpolitik. «Der blutige Tag von Ferrara» hängen , und immer wieder wird bekannt , d aß
Im ersten Teil wird die Einberufung der ge - Mussolini nicht anwesend eine geheime Feme des namenlosen Volks-
Chiasso, 17. Nov. (SPT.) Staatsminister Fari-
setzgebenden Versammlung zur Aufhebung der Chiasso, 17. Nov. (ag) Pressemeldungen zu- nacci schreibt im «Regime Fascista» zur Ermor- willey is Denunzianten richtet.
Monarchie gefordert. Die gesetzgebende Ver- folge hat in Verona in einem Saal des Castel dung des faschistischen Parteisekretärs von Fer- Zur gleichen Zeit will em bekannter ameri-
sammlung soll die soziale R epublik ausrufen Vecchio der erste Kongreß der Republikanisch- rara: «Das ausgegebene Losungswort lautet: kanischer Journalist wissen, d aß die Moskauer
Und deren Oberhaupt bezeichnen. Die neue Ver- Faschistischen Partei unter dem Vorsitz des Par- Auge um Auge, Zahn um Zahn. Kampfgruppen K o n f e r e n z eine grundsätzliche Einigung der
fassung soll dem Bürger , dem Soldaten , dem Veneziens und der Emilia und Verbände der SS.
teisekretärs Pavolini stattgefunden. Trotz der drei Groß mächte gezeitigt habe , un d es sei
Arbeiter und dem Steuerzahler das Recht auf Ankündigung, wonach Mussolini an dem Kon- haben sich an Ort und Stelle begeben und eine
Kontrolle und Kritik an der öffentlichen Vor- beschlossen worden , d aß während der zwei bis
greß hätte teilnehmen sollen , ist der Duce nicht blitzschnelle und erbarmungslose Rache ausge- drei Jahre , die sich zwischen W a f f e n s t i l l s t a n d
haltung sichern. Ein gemischtes Wahlsystem übt. Wenn es verschiedene Tote gegeben hat ,
für die Kammerabgeordneten und für die Ver- erschienen; er beschränkte sich vielmehr darauf , und Friedensabkommen schieben, ein alliier-
ein Telegramm an den Kongreß zu richten, wel- wenn die Zahl der Verhafteten erheblich ist ,
waltung, teils durch Ernennung, teils durch ter Rat der drei Mächte in Deutschland regie-
ches von Parteisekretär Pavolini verlesen wurde. wenn die Häuser und Schlupfwinkel von Kom-
Wahl , wird gefordert. Die Angehörigen der jüdi- ren solle. Dieser Rat konstituiere sich, sobald
Unter den Teilnehmern befanden sich die Kom- munisten und Antifaschisten erstürmt und zer-
schen Rasse sind Fremde. Während des Krieges alliierte Armeen deutschen Boden betreten.
sind die Juden als Angehörige einer feindlichen missare und die Delegierten der faschistischen stört worden sind , trifft uns nicht die Schuld.
Provinzialverbände, die Minister Mezzasoma und Seit über einem Monat erlassen wir vergebliche Jenseits der Gerüchte aber hat unter den
Nation zu betrachten. gleichen Voraussetzungen des Kriegsausganges
Im zweiten Teil (Außenpolitik) wird die Be- Ricci sowie weitere Persönlichkeiten. Warnungen. Man hat vielleicht geglaubt, daß
f re iung des Vaterlandes von der fremden Be- Während der Sitzung wurde von Pavolini ge- wir nicht den Mut und die Macht zur Abwehr in Atlantic City am Montag der erste Arbeits-
setzung und Sicherheit für die Ernährung des meldet, daß einem soeben eingetroffenen Tele- hätten. Wir sind sicher , daß der blutige Tag von tag der Wiederaufbaukonferenz der Vereinten
45-Millionen-Volkes gefordert. gramm zufolge der faschistische Chef der Stadt Ferrara alle Feinde des republikanischen Natio- Nationen begonnen , und seither beschäftigen
Im dritten Teil (Sozialpolitik) wird die Arbeit Ferrara, Ghisellini, einem terroristischen Atten- nalstaates überzeugen wird, daß jeder Versuch sich achtzehn Unterausschüsse mit den prak-
feglicher Art als die Grundlage der Republik tat zum Opfer gefallen sei. Der Parteisekretär zur Störung der öffentlichen Ordnung und jeder tischen Vorschlägen. Heute wird gemeldet , d aß
er klärt. Das Privateigentum wird durch den gab unverzüglich die nötigen Weisungen, diesen Ueberfall auf deutsche und italienische Kamera-
auch die russische Delegation in Amerika ein-
Staat gewährleistet, darf sich aber nicht als Terroranschlag zu rächen. den sehr teuer bezahlt wird. Indessen muß die
Schaffung von Revolutionsgericht.cn beschleunigt g e t r o f f e n sei und am Donnerstag an ihrem Ar-
Ausbeutung auswirken. Oeffentliche Einrich- Amtlich wurde bekanntgegeben, daß die Zahl
der Parteimitg lieder bis jetzt 251000 betrage. werden. Wen n die Hinrichtungspelotons funktio- beitsplatze erwartet werde.
tungen und Kriegsindustrien müssen vom Staat
Zum Schluß der Sitzung wurde eine Treuebot- nieren , werden die Leute einsehen , daß man . . . ob das Rechenexempel der Konferenzen
durch halbstaatliche Dienststellen verwaltet
Werden. In den industriellen Betrieben jeder Art schaft an den Duce gerichtet und ein Aktions- ernstmacht und normale Verhältnisse werden in der unberechenbaren Geschichte aufgehm
«ollen die Arbeiter für eine gerechte Lohnfest- programm der Partei gutgeheißen. zurückkehren.» wird ?
immer nur an die auf der Hand liegenden Mög- Operation der Alliierten im Rücken der augen- Dufl Cooper britischer Deleg ierter in Algi«
daß
Das neue Kabinett Badoglio lichkeiten, aber sie versäume es, die Deutschen
durch überraschende Aktionen in Verlegenheit
blicklichen Südfront schließen lassen. Wie die
Einnahme von Leros zeigt , werden vom deut-
Algier, 16. Nov. (Reuter) Es bestätigt sich ,
Duff Cooper , bisher Kanzler des Herzog tums
Neapel , 17. Nov. (Exchange) Die neue Regie- zu bringen. Eine dieser Möglichkeiten besteht schen Hauptquartier alle Hebel in Bewegung ge- Lancaster, als Vertreter der britischen Regie-
rung Badoglio setzt sich folgendermaßen zusam- nach einer hiesigen Wiedergabe in einer amphi- setzt , um möglichen Ueberraschungen auf die- rung beim französischen Beirciungskomitee naen
men: Ministerpräsident und Außenminister : Mar- bischen Operation im Rücken der deutschen Ab- sem Gebiet vorzubeugen. Nicht nur in der Algier geht.
schall Badoglio; Flotte: Admiral de Courten; Ar- wehr. Es wird der Auffassung Ausdruck ver- Aegäis, sondern auch auf beiden Seiten der
mee: General Sandalli , dem als Unterstaatssekre- liehen, eine solche Operation müßte die ziemlich Adria wird ständig an der Verbesserung und
tär General Orlando beigegeben ist , der kürzlich starre Südfront in Bewegung und damit in Vertiefung des Verteidigungsnetzes gearbeitet, Belagerungszustand, in Grenoble
aus der englischen Kriegsgefangenschaft entlas- größte Verlegenheit bringen. — Man darf an- das einen möglichen Angriff gegen die Küsten G e n f , 17. Nov. (ag.) Der «Suisse» wird aus
sen worden ist. nehmen, die deutsche Führung habe bestimmte des Balkans schon im Vorfeld der vielen Inseln Grenoble berichtet, daß gegen die Pulv erfabr ik
Marschall Badoglio ernannte außerdem eine Gründe, wenn sie derart offen über mögliche vereiteln soll. und das deutsche Zeughaus der Stadt ein An-
Reihe von Unterstaatssekretären, die praktisch alliierte Pläne spricht oder zum mindesten schlag verübt worden sei. Die Urheber des At-
die Befugnisse von Ministern ausüben. Unter- nichts dagegen hat, wenn dieses Thema in Ber- Flugplätze bei Marseille bombardiert tentates öffneten die Gasleitungen und steckten
staatssekretär für Inneres: Reali; Finanzen: lin aufgegriffen wird. Eine deutsche Agentur sie in Brand. Die Pulverfabrik und der Gasometer
Guido Jung (der frühere Finanzminister Musso- Alliiertes Hauptquartier i n N o r d af r i k a , 17.Nov.
schreibt denn auch, indem sie sich auf militä- explodierten. 15 Franzosen und zehn deutsche
linis) ; Justiz: Desanti ; Erziehung: Cuomo; Indu- rische Quellen bezieht, nur ein geringer Teil der (Reuter) Am Dienstag wurde der Flugplatz Wachsoldaten wurden getötet.
strie: Corbino; Handelsflotte : Admiral Barone; in Italien stationierten deutschen Streitkräfte Istres-Le-Tupe bei Marseille durch einen starken G e n f , 17. Nov. (ag.) Das «Journal de Geneve»
Landwirtschaft: Prof. Siciliani; Postwesen: Fa- kämpfe zurzeit im Süden, während der weitaus Verband schwerer Bomber der nordwestafrika- meldet zu den ernsten Zwischenfällen in Gre-
no; Eisenbahn : General di Raimondo. überwiegendere Teil zur Abwehr von neuen An- nischen Luftwaffe angegriffen. Mittelschwere noble u. a.: In der Stadt , in der alle Fenster-
griffen bereitstehe. Die Agentur berichtet wei- Bomber unternahmen unter dem Schutz von scheiben zertrümmert worden waren, entstand
ter , deutsche Aufklärer hättep Anzeichen fest- Langstreckenjägern einen Angriff auf den in der eine allgemeine Panik. Die Besatzungstruppen
Schweres Eisenbahnunglück gestellt, die auf die Planung einer amphibischen gleichen Gegend gelegenen Flugplatz Salon. durchzogen die Straßen der Stadt und gaben
in Italien auf die Zivilbevölkerung Schüsse ab. In einigen
Quartieren nahmen die Dinge einen schlimmeren
Verlauf. Hier wurden Barrikaden errichtet , und
Rom, 17. Nov. (DNB.) Ein schweres Eisen-
bahnunglück ereignete sich auf der elektrisch
betriebenen Strecke Rom— Viterbo. Aus noch
Bedeutung und Taktik es kam zu regelrechten Gefechten zwischen den
Mitgliedern der Widerstandsbewegung und den
unabgeklärter Ursache stießen zwei Züge auf
der eingleisigen Strecke zusammen. Die Loko-
der russischen Kavallerie deutschen Truppen , die infolge der Heranfuti-
rung von Verstärkungen schließlich das Ueberge-
motiven wurden aus dem Geleise geschleudert, wicht errangen. Die organisierten Widerstands-
und die Wagen schoben sich infolge des An- hoch genug einzuschätzende Stärke der russi- nester wurden eines nach dem andern ausgeho-
Fronibericht aus Moskau ben. Auf beiden Seiten sind zahlreiche Todes-
pralls ineinander. Bisher wurden 58 Tote ge- schen Armee.
borgen. Mehr als WO Personen wurden verletzt. Nach den am Mittwochmittag vorliegenden opfer zu verzeichnen.
Moskau, 17. Nov. (Exchange) Auf Grund der
Nachrichten, die am Mittwochmorgen von allen Frontberichten sind die Deutschen bei Korosten
Keine Veränderungen an der Italien-Front Die Zwischenfälle in Lyon
Fronten vorliegen, wird von zuständigen Stellen bis an den Stadtrand zurückgeworfen worden.
Im Hauptquartier General Alexander , 17. Nov. Bereits am frühen Mittwochmorgen meldete ein Genf, 16. Nov. (ag.) Aus Lyon wird der «Tribüner
die Lage folgendermaßen zusammengefaßt: «Die
russischer Verband , daß er eine Ortschaft 3 km de Geneve» gemeldet: Die letzten Ergebnisse oe
(Exchange) An den Fronten der Fünften und deutsche Position hat sich erneut verschlechtert. amtlichen Untersuchung über die schweren /.wi-
Achten Armee haben sich in don letzten 24 Stun- Seit Wochen wird sie von Tag zu Tag bedroh- von Koresten entfernt genommen habe. schenfälle in Lyon haben folgendes ergeben: Unge-
den keine Veränderungen ergeben. licher, und für die besonders bedrängten Deut- Während südlich von Schitomir der langsame fähr um 10 Uhr abends verließen die ersten deut-
schen im Süden läßt sich nicht der geringste Vormarsch auf Berditschew anhält, geht südöst- schen Soldaten an der Place Bellecour das Royal-
Hoffnungsschimmer erkennen.» lich von Schitomir eine Tankschlacht großen kino , dessen Vorstellungen für die BesatzungstruP'
Kapitulation der Insel Leros An der ganzen Front hält das schlechte Wet- Maßstabs weiter, ohne daß bisher eine Entschei- pen reserviert sind. In diesem Augenblick explo -
dung eingetreten wäre. dierte eine große Zeitbombe, die in einem Zeitungs-
Berlin, 17. Nov. (ag.) Wie das Internationale ter an. Heftige Regenfälle und Schneetreiben kiosk untergebracht worden war , und die sichtltcn
An der Gomel-Front erzielten die Truppen Ge-
Informationsbüro soeben erfährt, hat die aus wechseln fast alle Tage. Während die Deutschen dazu bestimmt war , an der Stelle loszugehen, an
unter diesen Terrainbedingungen empfindlich neral Rokossowskys in ihrem kombinierten An- welcher sich die deutschen Soldaten sammelten. Die
Briten und Badoglio-Truppen bestehende Besat-
zung der Dodekanes-Insel Leros kapituliert. — gehemmt sind, werden die Russen gut mit ihnen griff südwestlich und nördlich von Gomel wich- Soldaten zogen sich in Richtung auf das Kino zu-
fertig. Durch Einsatz von Hunderttausenden von tige Fortschritte. rück. Gleichzeitig machten sie ihre Schußwaffen
3000 britische Soldaten und , 5000 Badoglio-Ita- Im Schwarzen Meer versenkten russische See- bereit. Einige Minuten später explodierte eine zweit- 8
liener haben vor den deutschen Truppen die Pferden — Kavallerie und Pferdezug für Artil-
lerie und Nachschub — kommen die russischen und Luftstreitkräfte weitere fünf Achsenschiffe. Bombe, deren Splitter die Auslagen der Buchhand -
Waffen gestreckt. Neben zahlreichem anderem lung Flammarion zerstörten. Aus der Dunkelheit
Material wurden 130 Geschütze erbeutet. Kolonnen relativ gut vorwärts, womit es ihnen Deutscher Wehrmachtbericht traten Gestalten hervor , auf welche die Deutschen
immer wieder gelingt, den Deutschen in die
Berlin, Tl. Nov. (DNB.) Das Oberkommando das Feuer eröffneten. Die ersten Zivilpersonen wur-
«Organisierter Widerstand hat auf gehört» Flanke oder den Rücken zu fallen. Gerade die den getroffen. In diesem Augenblick wurden aus
Kavallerie erweist sich unter den gegebenen Be- der Wehrmacht gibt bekannt: dem großen Gebäude , in dem sich die Buchhandlung
Kairo, 17. Nov. (United Preß) Das Haupt- Nordöstlich Kertsch wurde im Gegenangriff befand , Schüsse abgegeben. Sofort eröffneten die
quartier Mittelost gibt bekannt, daß der organi- dingungen als äuß ers t wertvoll. Wo alle moder-
nen Waffengattungen versagen, kommen die eine Einbruchstelle bereinigt. Feindlich e Vor- Deutschen ein lebhaftes Feuer gegen die Fenster
sierte Widerstand der britischen Garnison von Reiter doch vorwärts. Sie haben praktisch kein stöße gegen die neu gewonnenen Stellungen des Hauses, so daß sämtliche Scheiben zertrümmert
Leros nunmehr aufgehört hat , nachdem der Geg- scheiterten. Bei Zaporoschje warfen die deut- wurden. Dabei geriet ein Tramwagen in die Schuß-
unüberwindliches Hindernis, sie bezwingen Berge richtung, und es gab unter den Fahrgästen einen
ner den ganzen gestrigen Tag über die Bombar- und Flüsse, Wälder und sogar Sumpfe ohne schen Truppen den Feind von einer Dnjepr-Insel
dierungen fortgesetzt und weitere Verstärkun- und brachten zahlreiche Gefangene und Waffen Toten und zwölf Verletzte. Die Schießerei dauerte
ernstliche Schwierigkeiten. Natürlich darf man ungefähr eine Stunde. Dann trafen deutsche Ver-
gen gelandet hatte. sich nicht vorstellen, daß die russische Kavalle- als Beute ein. stärkungen ein, so daß die Ruhe wieder hergestellt
rie gegen gutbefestigte gegnerische Stellungen Südwestlich Dnjepropetrowsk und nördlich wurde. Insgesamt wurden drei Tote und 50 Verletzt 8
Kriwoj Rog wurden erneute Angriffe der Rus- gezählt. Von den Verletzten sind in den Spitälern
Die deutsche Verteidigung anrennt; ihre Hauptaufgabe ist vielmehr die
Verfolgung des fliehenden Feindes und die In- sen bis auf einzelne inzwischen abgeriegelte Ein- noch sechs gestorben. Unter den Deutschen sind un-
brüche abgeschlagen. Im Kampfraum von gefähr zehn Schwerverletzte und ein Toter zu be-
im Süden filtration der feindlichen Linien , was vor allem
bei Nacht geschieht. Ihre Ausrüstung mit zahl- Schitomir machen die eigenen Gegenangriffe klagen.
In Erwartung von amphibischen Operationen reichen automatischen Schnellfcuerwaffen ver- gute Fortschritte. Der Feind wurde trotz zähen Todesurteile in Bel gien
Eisenhovers leiht ihr eine beträchtliche Feuerkraft, so daß Widerstandes in mehreren Abschnitten gewor-
fen. Weiter nördlich sind im Raum von Korosten Brüssel , 16. Nov. (Interinf.) Das Kriegsgericht
sie abgesessen sehr wohl den Kampf gegen besser hat 16 belgische Staatsangehörige und einen P<?"
Telephonischer Bericht unseres Korrespondenten bewaffnete gegnerische Infanterieverbände auf- schwere Kämpfe im Gange. Beiderseits Gomel
wiederholten die Russen ihre starken Durch- len wegen . Spionage zum Tode verurteilt. Die
nehmen kann. Das plötzliche Auftauchen kampf- Verurteilten wurden beschuldigt, militärische
pw. Berlin, 17. Nov. Die Eroberung der Insel kräftiger russischer Kavallerieschwadronen im bruchsangriffe; während um eine Einbruch-
Leros wird von den zuständigen Stellen als das steile südwestlich Gomel noch h e f t i g gekämpft und andere für die Kriegführung wichtige Nach-
Rücken des Gegners ist besonders im Nord- und richten im besetzten Westgebiet eingezogen und
hervorstechendste militärische Ereignis des ge- Mittelsektor der Front , wo das Terrain sehr un- wird , sind die übrigen Angriffe stellenweise in
strigen Tages bezeichnet. Den Alliierten ver- erbitterten N ä h k ä m p f e n abgewiesen worden. an den feindlichen Nachrichtendienst weiterge-
übersichtlich ist , ein großer Trumpf des russi- leitet zu haben.
bleibe nun in der Aegäis nur mehr das südlicher schen Oberkommandos. Westlich Smolensk brachte auch der dritte Tag
gelegene Samos , das noch dazu vollkommen iso- Darüber hinaus können die Reiter mittels auf der großen Abwehrschlacht dem Feind keinen
liert sei. Man läßt hier durchblicken, daß die Packpferden mitgeführten Funkstationen den Erfolg. Die mit überlegenen Kräften anrennen- Amerikanische Luftangriffe
Welt erstaunt sein würde, wenn sie wüßte, mit örtlichen russischen Kommandos wertvolle In- den Russen wurden in blutigen Kämpfen abge-
welcher zahlenmäß igen Unterlegenheit an Trup- formationen über die Bewegungen und Absich- schlagen, eingebrochene feindlich e Abteilungen auf Norwegen
pen die Insel erobert wurde. ten des Feindes übermitteln. Die Erhaltung einer im sofortigen Gegenangriff wieder zurückgewor-
Ueber die allgemeine Lage in Süditalien er- starken Kavallerie und deren Beschränkung auf fen. Nordwestlich Smolensk und im Raum von London, 17. November. (United Preß) Starke
klärt man hier, die alliierte Strategie halte sich Newel hielt der Druck des Feindes gegen unsere Verbände amerikanischer «Fliegender Festun-
Operationen unter örtlich und zeitlich günstigen
Bedingungen ist ein neuer Beweis für die nicht Stellungen an. . gen» und «Liberators» unternahmen am Diens-
tagvormittag schwere Angriffe auf die Molybd en-
Bergwerke bei Knaben (65 km östlich von Sta-
vanger) und auf das K r a f t w e r k sowie eine che-
mische Fabrik in R j u k a n (120 km westlich von
Oslo). Nach den Berichten der Piloten wurde

Psychologisches aus England


Britische Gereiztheit non und sagte dabei: «Frankreich kann auf scino
Verpflichtungen nicht einfach verzichten, und
eine große Bombenlast in genauem Zielbombar-
doment auf dic drei Angriffsobjekte abgeworfen-
Kürzlich wurde in England eine Rundfrage
gegenüber de Gaulle seine juristische Lage hinsichtlich der Republik Die amerikanischen Bomber flogen ohne Jag d-
Libanon kann nicht in Zweifel gezogen worden.» eskorte und schössen im Laufe der Angriffe sechs
veranstaltet, um zu erfahren, welche Art Woh- Telegraphlscher Bericht unseres Korrespondenten — Er fügte bei, Frankreich könne nicht zulassen , deutsche Jagdflugzeuge ab. Zwei amerikanische
nung das englische Volk beim Wiederaufbau daß die strategische Lage dor Alliierten durch Flugzeuge gingen verloren. Bei einem Ziele i n
der zerstörten Häuser wünsche. 80 Prozenl aller -nn. London , 16. Nov. Die Situation im Li- die Ereignisse im Libanon geschwächt werde. Rjukan wurde eine gewaltige Explosion beobach-
Befragten entschieden sich für ein Eigenheim banon hat sich f ü r den Augenblick offenbar Eine Regelung sei im Gang. Der Zwischenfall tet. Nur wenige deutsche Jagdflugzeuge waren
und nur acht Prozent für eine Wohnung in etwas beruhigt. Auch in London, wo man die habe die Beziehungen mit England nicht beein- aufgestiegen, während bei Knaben überhaupt
Entwicklung überaus wachsam und nicht ganz trächtigt. England sei in gleicher Weise wie keine d.eutsche Abwehr zu verzeichnen war.
einem • großen Wohnblock. Dieses «Gallupi-
ohne Gereiztheit verfolgt hatte, scheint die Atmo- Frankreich an der Situation im Nahen Osten und Dem Angriff auf die Molybdän-Bergwerke bei
Ergebnis beweist, daß die Engländer, dieses am Schicksal der arabischen Völker interessiert. Knaben wird insofern besondere Bedeutung bei-
sphäre leicht abgekühlt. Sätze wie der des «New
Volk der Individualisten, sich selbst treu geblie- Chronicle», der vor zwei Tagen erklärt hatte, die Frankreich wolle, daß eine der Verfassung ent- gemessen, als Deutschland etwa % dieses für die
ben sind , die Devise «My home is my Castle» Libanonaffäre sei «die Geschichte Oesterreichs sprechende Lage im Libanon hergestellt werde. Stahlerzeugung äußerst wichtigen Minerals vorl
hal auch im "f ü n f t e n Kriegsjahre noch Gültigkeit. und der Tschechoslowakei, geschrieben in autori- Man dürfe gegen Frankreich nicht den Verdacht dorther bezog. Das Bergwerk lag seit dem letz-
Der Krieg hat zwar auch im früher gewohn- tärem Französisch», finden sich heute kaum hegen, daß es die Freiheit der Libanesen gefähr- ten Angriff , der am 3. März von britischen Mos-
ten häuslichen Leben der Eng länder große Ver- mehr. Man erwartet hier viel von der gemäßigten den wolle. Es habe im Gegenteil Sympathie für kitos durchgeführt wurde, mehrere Monate still»
und geschickten Persönlichkeit Catrouaf , der in die Bestrebungen der Araber zur Bildung einer wurdo dann aber wieder in Betrieb genommen.
änderungen hervorgerufen. Auch England kennt Aarabischen Föderation. Jedenfalls könnten die
Tausende und aber Tausende ausgebomble Fa-
London unter den Persönlichkeiten des Komitees
von Algier bei weitem das höchste Ansehen ge- internationalen Verträge nicht einfach zerris- Das OKW. gibt bekannt:

milien , andere Familien mußten aus kriegs- nießt. Man läßt allerdings keinen Zweifel, daß sen werden, und den Verpflichtungen Frank- Nordamerikanische Bomberverbände führte»
bedingten Gründen ihr gewohntes Heim ver- die britischen Forderungen in dieser Angelegen- reichs gegenüber dem Libanon müsse man Rech- am vergangenen Tag Angriffe gegen norwegi-
lassen , Arbeit in entlegenen Fabriken aufneh- heit eindeutig und entschieden sind: Freilassung nung tragen. sches Gebiet , durch die erhebliche Verluste un-
men usw. In vielen Fällen war ein «Gemein- und Wiedereinsetzung der verhafteten Regie- ter der Zivilbevölkerung entstanden. Bei diesen
schaftsleben» nicht zu vermeiden. Arbeiter wur- rungs- und Parlamentsmitglieder, d. h. Wieder- Angriffen und bei einigen Einflügen nach Frank-
den gehallen, ihre Mahlzeilen in den Werk- herstellung des Status Quo als Vorbedingung für
die Eröffnung von Verhandlungen. Daß solche
' Ein Rücktrittsgesuch reich brachten Luftverteidtgungskräfte dreizehn
feindliche Flugzeuge zum Absturz.
kanlinen einzunehmen, oft wurden sie sogar in
Gemeinschaftsheimen untergebracht. Dieses Ge-
Vorgänge natürlich nicht dazu beitragen, de General Girauds? Tokio meldet Versenkung von drei Flugzeug-
Gaulles «Uebernationalismus» zu beschwichtigen, trägem und drei Kreuzern
meinschaftsleben entspricht j edoch nicht der ist begreiflich. Algier , 17. Nov. (United Preß) Wie jetzt be-
Lebensauffassung des englischen Volkes , und kannt wird, hat General Giraud seinen R ü c k t r i t t Tokio, 17. Nov. (DNB.) Das kaiserliche Haup t-
Die Lage im Libanon als französischer Oberkommandierender einge- quartier gibt bekannt: Japanische Marincluft-
wo immer- möglich, kehrt der Arbeiter , unge-
achtet selbsl eines langen Weges, zu seinem reicht. Der General zog sein Rücktrittsgesuch streitkräfte griffen bei einem Tagesangriff W"
Kairo, 17. Nov. (Reuter) Von libanesischer erst gestern abend zurück , als das französische 17. November feindliche Flottenstreitkräfte al1 'n
Mittagsmahl nach Hause zurück , nicht immer Seite wird gemeldet, daß bedeutende Abteilun- Befreiungskomitee eine Reihe von ihm gestellter den Gewässern südlich der Insel Etougainville 1"
zur Freude der Fabrikleilung, die in diesem «In- gen bewaffneter Libanesen, darunter Drusen und erzielten folgende Ergebnisse: Ein große
Bedingungen annahm. mit-
dividualismus» oft die Ursache einer größeren und Christen, in den Bergen, 30 km von Beirut A lgier, 17. Nov. (Reuter) Dio Möglichkeit des Flugzeugträger wurde sofort versenkt , zwei ein
Ermüdung sieht. entfernt, sich versammelt haben. Sie werden Rücktritts des Generals Giraud vom Oberkom- telgroße F lugzeugträger , drei Kreuzer und
durch den Emir Emijd Arslan , den ehemaligen Klas-
Der Eng länder ist aber auch bereit , für seinen mando der französischen Streitkräfte schafft groß es K r i e g s s c h i f f von nicht festgestellter 1»
Verteidigungsminister des Libanon, befehligt. neue Schwierigkeiten im Schöße dos französi- se wurden ebenfalls versenkt. Die japa nische
«Individualismus» Op fer zu bringen. Als im 30 Abgeordnete konnten bis jetzt nicht verhaftet , oio
schen Befreiungskomitees. Wie verlautet, hat Verluste belaufen sich auf fünf Flugzeuge
vorigen Jahre Rundfunk und Presse einen Koh- werden. Wie berichtet wird, versammeln sich Giraud schon wiederholt seinen Rücktritt ange- noch nicht zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt
len-Sparfeldzug eröffneten und den Eng ländern diese Deputierten täglich in einem Quartier der «Fünfte
boten. In der Dienstagsitzung des Befreiungs- sind Diese Luftschlacht wird den Namen
rieten, daß mehrere Familien abends bei einem Hauptstadt, in dem sich keine französischen komitees ist offen hierüber gesprochen worden. Luftschlacht bei der Insel Bougainville»
tragen .
einzigen Kamin sich vereinen sollten, zogen die Truppen aufhalten. Die libanesischen Gerichte General Giraud protestierte lebhaft gegen die
meisten vor, in ihren ungeheizten Häusern zu sind geschlossen, und die Richter stehen seit
bleiben oder einfach früh zu Belt zu gehen, an- Montag im Ausstand.
«Säuberung * der Armee, die sich auf 15 Offi-
ziere erstreckte, darunter auf Reservegeneräle. Kurzmeldungen
(Exchange) General Catroux ist an Bord eines Sie wurden beschuldigt, vor und nach der alli- Der Herzog von Gloucester, ein Bruder KÖM0
statt die eigene Freiheit und die Freiheit der französischen Flugzeuges in Beirut eingetroffen,
anderen durch unfreiwillig zusammen ver- ierten Landung faschistischen Tendenzen gehul- Georgs von England , wurde zum Generalge^ "
und es verlautet, daß seine ersten politischen 6
brachte Abende zu hemmen. digt zu haben und für Vichy eingenommen ge- verneur von Australien ernannt. Er tritt an »*
Besprechungen erfolgversprechend verlaufen wesen zu sein. In den zuständigen französischen Stelle des 71jährigen Lord Gowrie und ivird sein
«Für sich soll jeder denken und tun , was er sind. Kreisen verlautet, das Komitee wünsche den Amt im Juni 101t lf antreten.
will.» Diese Maxime soll den Umgang mit Eng- Rücktritt des Generals Giraud nicht, und die
ländern außerordentlich erleichtern, schrieb so- De Gaulle zur Lage im Libanon Alliierten teilen diese Ansicht. Der General" I f e r ägyptische Ministerrat genehmigte am
gar ein deutscher Philosoph. JGM. Algier, 17. Nov. (Reuter) General de Gaulle wurde dringend ersucht, auf seinem Posten zu Dienstag den Beitritt A egyptens zur A tlant "1"
Nachdruck nur mit Quellenangabe spi u.ch am Dienstag in Algier zur Lage im Liba- bleiben. Charta.
J &jRS© |
M K ^ | j f ^ßj fi ' m m: ¦ nisse enthalten. Nicht zu vergessen sind so-
dann die Voraussetzungen einer zeitgemäßen Heilmittelkontrolle - f alsch !
L H |ff| Siedelungspolitik, in Verbindung mit der För-
derung des Bodenverbesserungswesens unter Die Interkantonale Kontr ollstelle für Heil-
Einschluß der Landarbeits- und Dienstboten- mittel hat auf unsere, kritischen Aeuß erungen in
fragen sowie des Bergbauernproblems. Im Nr. 261 so geantwortet , wie sie es immer zu tun
pflegt , wenn ihre Methoden bloß gestellt werden.
Forderungen der schweizerischen neuen Landwirtschaftsgesetz wird sodann die
enge Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Sie legt dar, daß eine Kontrolle nötig sei, was
ausdrücklich anerkannt wurde und versucht
Landwirtschaft Stellen und den landwirtschaftlichen Spitzen-
07-ganisationen eine besondere Bedeutung er-
halten , indem, wie das heute vielfach ge-
schon durch die Fragestellung: «Heilmittelkon-
trolle — unnötig?» gegen Windmühlen zu fech-
Zur Delegv ertenversammlung des Schweiz. Bauernverbandes ten.
schieht, die Verbände zu der Durchführung Wir haben lediglich auf die ganz unbefriedi-
gewisser Maßnahmen nicht nur herangezogen, genden und stoß enden Methoden der IKS. auf-
= Am 16. November ,' cagte im Kursaal gende Grundlage für die neue Landwirtschafts- sondern direkt damit betraut werden können. merksam gemacht , die schon unzählige Male von
«Schänzli» in Bern die ordej .rtliche Delegierten- gesetzgebung darstellen. Die Expertenkommis- Das setzt selbstverständlich voraus, daß sich verschiedenster Seite zum Gegenstand schärfster
versammlung des Schweiz? .rischen Bauernver- sion hat deshalb beantragt , der Bundesrat Kritik gemacht wurden. Daß wir in diesem Rah-
der Staat unter allen Umständen das Recht men nicht einzelne Fälle erwähnen konnten , ist
bandes unter dem Vorsitz des Verbandspräsi- möchte das Parlament einladen , die Wirt- der Kontrolle vorbehält , namentlich überall
denten Staatsrat Dr. F. Porchet , Lausanne, schaftsartikel der Volksabstimmung so rasch selbstverständlich. Um die Ungereimtheiten und
dort , wo er Absatz- und Preissicherungen vor- die widerliche Schulmeisteret der IKS. im ein-
und in Anwesenheit von Bundesrat Stampfli, als möglich zu unterbreiten . Diesem Begehren sieht. Weil die in Vorbereitung befindlichen zelnen aufzuzeigen , würden wir gleich eine volle
Vorsteher des Eidg. Voll <_ swirtschaftsdeparte- soll stattgegeben werden; jedoch ist es zweck- neuen Gesetzesgrundlagen auf verschiedenen Zeitungsnummer benötigen.
mentes, Altbundesrat IV linger und weiteren mäßig, vorgängig mit den maßgeblichen Wirt- Gebieten die Mitwirkung und das Aufsichts- Wenn die IKS. nun tut, als ob sie so etwas
prominenten Vertretern i der Bauernsame sowie schaftsverbänden Fühlung zu nehmen. Sobald recht des Staates aus sachlichen und politi- noch nie gehört hätte, möchten wir unter an-
der Behörden. Die Tag ung stand unter dem die Vernehmlassungen vorliegen , wird der schen Erwägungen verlangen , so ist es auf der derem auf die scharfen Diskussionen in Apothe-
Leitspruch Sicherung der Landwirtschaft» , Bundesrat seinen endgültigen Beschluß über kerkreisen , auf die Eingabe der Thur gauischen
andern Seite unerläß lich , aus psychologischen Handelskammer und auf die sehr eingehenden
welches Problem auf Cirund der dem Bundes- das weitere Vorgehen fassen. Sollten die revi- Erwägungen wieder darauf Bedacht zu neh- Ausführun gen des Bundes der Subventionslosen
rat unterbreiteten «Riollitlinien» des Schweize- dierten Wirtschaftsartikel aus irgend einem men, das Maß der Freiheiten und der Bindun- erinnern, die sich auf über 900 vorliegende IKS. -
rischen Bauernverband !es nach Erledigung der Grunde zurückgezogen werden , so liegt als gen sorgfälti g gegeneinander abzustimmen. Gutachten stützten. Ihr Wortlaut ist Clarklcn-
ordentlichen Verbands Geschäfte in vier grund- neue Verfassungsgrundlage für die künftige Aus den materiellen Gründen der innern Ge- straß e 1,7 erhältlich. Falls es der IKS. behagt ,
legenden Vorträgen ni ich der rechtlichen, tech- Landwirtschaftsgesetzgebung bereits ein Vor- schlossenheit der Vorlage, aber auch aus refe- auch in Zukunft mit ihrer allseitig unbefriedi-
nischen, wirtschaftlichen und sozialen Seite schlag folgenden Inhalts vor: rendumstaktischen Erwägungen müssen die genden Reglementation weiter zukutschieren , so
behandelt wurde. «Der Bund trifft die erforderlichen Maßnah- verschiedenen Sachgebiete tunlichst in ein ein- darf sie sich auf eine nette Broschüre gefaß t ma-
men zur Sicherung der dauernden Lebensmit- ziges Gesetz gegossen werden. Dieses schafft chen, die einem staunenden Publikum ihre Pur-
Das neuf j Bauernrecht telversorgung des Landes. Er ist befugt , Vor- zelbäume drastisch vor Augen führen wird . Auch
auch die Voraussetzungen für die Erhal- parlamentarische Vorstöß e in verschiedenen
Als erster Refere/ .it sprach Dr. Ernst Feiß t , schriften zur Erhaltung eines gesunden Bau- tung und Fortführung der Selbsthilfe und
Direktor der Abte /ilung für Landwirtschaft ernstandes, einer leistungsfähigen Landwirt- Kantonen dürften ihr wenig Freude machen.
schaft und der in ihr tätigen Arbeitskräfte der Selbsthilfeorgansationen innerhalb der Um auf den erhobenen Vorwurf der Lüge zu
und Chef des Eidg. Kriegs-Ernährungs-Amtes, schweizerischen Landwirtschaft. antworten, müssen wir heute als winzigen Aus -
über : «Verfassungsmäßige und gesetzliche sowie zur Festigung des bäuerlichen Grund- schnitt das Gutachten der IKS. anführen , das auf
besitzes zu erlassen. Soweit die Erfüllung die- Die Selbsthilfe muß stets das tragende Ele-
Grundlagen der k ' anfügen Agrarpolitik.» Der ser Aufgaben es erfordert , kann der Bund ment des bäuerlichen Fortschrittes und des unserem Tische liegt und in dem es wörtlich
Redner unterstrich , daß das Bauernproblem dabei vom Grundsatz der Handels- und Ge- Erhaltungswillens bleiben, wenn der Bauer als heiß t: «Auf Wunsch der italienischen Regierung
nicht aus dem o rganischen Rahmen der ge- werbefreiheit abweichen. -» und auf eine Zuschrift des Eidg . Departements
Kämpfer auf der Scholle seine ihm von Schick- des Innern... wird beantragt: Das Verbot der
samtwirtschaftlichen Zusammenhänge unseres Eine neue Agrargesetzgebung muß so gestal- salswegen zugedachte Bestimmung auch wei-
Landes herausgegriffen werden könne. Die Annoncierun g und des Verkaufs von X X X X wird
tet sein, daß sie im Vollzug den wechselnden terhin erfüllen soll. Deshalb kann ihm auch aufgehoben und das Mittel von der Liste der ver-
neue Landwirtsc rhaftsgesetzgebung stelle nicht Bedürfnissen und namentlich den zur Ver- nicht das hinterste und letzte Risiko abge- botenen Mittel gestrichen.» Genügt .das f . -c
auf eine möglichst hohe Verzinsung des im fügung stehenden Mitteln angepaß t werden nommen werden. Es muß ein nationales Ver-
Landwirtschaftsbetrieb investierten Kapitals kann. Es kann deshalb nur die Form des Rah- ständigungswerk geschaffen werden mit dem Wir veröffentlichen die vorstehende Antwort
ab, sondern in erster Linie auf eine gerechte mengesetzes gewählt werden. Dieses muß vor- Ziel, der landwirtschaftlichen Arbeit und dem an die Interkantonale Kontrollstelle , weil sich
und ausgleicht mde Entschädigung der bäuer- ab die Grundsätze der Produktions- und Ab- Ertrag des Heimatbodens den angemessenen die Redaktion anhand von Akten von der Wahr-
lichen Arbeit. Das Hauptziel der Gesetzesrevi- heit der Ausführungen überzeugen konnte.
satzpolitik und damit in Verbindung die der Schutz im Rahmen einer wohlorganisierten,
sion müsse die Erhaltung unseres Bauern- Marktregelung, der pfleglichen Förderung und sozial gerecht ausgerichteten Volkswirtschaft
standes im b isherigen Umfange sein. Vom be- Mitwirkung durch den Bund sowie der boden- zu gewährleisten.
völkerungspolitischen und ernährungswirt- rechtlichen und wirtschaftlichen Zugeständ- Sonderausstellung «Gebrauchs-Photographie»
Fortsetzung folgt in Luzern
schaftlichem Standpunkte aus sei das heutige
Verhältnis von 23 Prozent der in der Land- -n. Letzten Sonntagvormittag wurde im Kunst-
wirtschaft Tätigen zur Gesamtbevölkerung als museum in Luzern eine originelle Sonderausstel-
das äußer? _te Minimum zu betrachten. Wenn lung unter obigem Titel eröffnet , bei Anwesen-
der Bauer nstand seine Funktion als Kraft- Anspruch genommen werden. Einzelne Werke heit von behördlichen Abordnun gen und zahlrei-
sahen sich bereits zur Einschränkung der Raum- chen Mitgliedern der Kunstgesellschaft. Man-
reserve und Sicherungselement einer minima-
len Inlan'dversorgung in Zeiten künftiger Ver-
Vollmachtenkommission des heizung veranlaßt. Allgemeine Einschränkungen , cher wird sich vorerst die Frage stellen , was un-
wicklungen erfüllen solle, dann dürfe er in Nationalrates Verbot der Raumheizung, Einschränkung der ter dieser Bezeichnung zu verstehen ist ? Kon-
Warmwasserbereitung in nächster Zeit werden servator Dr. P. Hilber sagt hierüber in seinem
seinen P roportionen nicht mehr zurückgehen. angesichts der Versorgungslage nicht zu um- Geleitwort zum kleinen Ausstellungskatalog sehr
Das genannte Verhältnis bedinge anderseits Die Vollmachtenkommission des Nationalrates gehen sein. Die Verbraucher werden aufgefor- zutreffend folgendes: Der Titel «Gebrauchs-Pho-
ganz automatisch , daß das neue Bauernrecht, wohnte am Dienstag einigen militärischen dert, von der elektrischen Raumheizung und tographie» weist darauf hin , daß der Photograph
d. h. die rechtlichen Grundlagen zur Erhaltung Uebungen der Grenztruppen bei und besichti gte Warmwasserbereitung, die verhältnismäßig viel alle Ansprüche, die an ihn gestellt werden , hei-
und Beorderung der Landwirtschaft nach dem mehrere Arbeits- und Auffanglager für Flücht- Energie benötigen , jetzt schon nur in sparsam- ßen sie nun Landschaft , Bildnis , Kunstwieder-
linge. Sie stellte dabei mit Befriedigung die ster Weise Gebrauch zu machen. gabe, Industrieausschnitt oder Reklame, in sei-
Krieg, nicht ohne, sondern nur mit den übrigen Fortschritte fest , die in bezug auf die Kampf-
Bevö^kerungs- und Wirtschaftsgruppen zu- ausrüstung unserer Truppen erzielt worden sind, nem Sinne der größten Wahrheit erfüllen will».
Aussteller sind die drei Photographen des
stande kommen könne. Die heutigen Versor- sowie den hohen Grad der Truppenausbildung. Schweizer-Stiftung „Pro Aero " Schweizerischen Werkbundes : der Berner Mar-
gun^sschwierigkeiten haben ganz allgemein In den Flüchtlingslagern erhielt sie Einblick in tin Hesse, der Solothurner Hermann König und
die Einsicht für das Ansehen der Landwirt- die große Not der Flüchtlinge, konnte sich aber Die Schweizer Stiftung «Pro Aero» hat soeben der Luzerner Otto Pfeifer. Ihre Technik sei , so
schaft und die Notwendigkeit ihrer Erhaltung gleichzeitig davon überzeugen , daß umfassende ihr Verwendungsprogramm 191,3 an die einzelnen sagt Dr. Hilber im weitern, das Resultat ernster
gestärkt. An dieser Tatsache kann auch der Maßnahmen getroffen worden sind, um den Mitglieder-Sektionen versandt. Mit diesem Pro- Erprobung, die durch das Auge des Könners ge-
schweren Erfordernissen des gegenwärtigen Mo- gramm tut die Stiftung kund , in welcher Weise wonnen ist. Was dem Besucher sofort auffällt ,
schweizerische Industriestaat nicht vorbei- mentes möglichst gerecht zu werden. sie auch dieses Jahr wieder die nationale Luft-
gehen , und deshalb ist es ein Beweis von Weit- Am Mittwoch widmete die Kommission ihre das ist die treffliche Ausnutzung von Licht und
fahrt durch finanzielle Unterstützung zu fördern Schatten, die sogar im Großformat kunstvolle
blick, wenn er an den Erlaß einer zeitgemäß en Beratungen den Geschäften des Eidg. Volkswirt- gedenkt. Bildnisse und Landschaften usw. entstehen ließ.
il^andwirtschaftsgesetzgebung herantritt. Da- schaftsdepartements. Sie beschloß , dem Natio- Beim Durchblättern der Budget-Aufstellung Diese Sonderausstellung, die den Geist des SWB.
,' bei ist es unumgänglich, die guten und die nalrat die Genehmigung aller Vollmachtenbe- fällt auf , daß heuer im Motorflugsport aus durch- vertritt , ist wirklich äußerst sehenswert; sie
schlechten Erfahrungen während der Zeit des schlüsse aus dem Zuständigkeitsgebiet dieses De- sichtigen Gründen nur für Hangarierung, War- dauert bis zum 2. Januar. Bundespräsident Celio,
Interventionismus ins Gedächtnis zurückzu- partements, die im 9. Vollmachtenbericht ent- tung und |Versicherung des Flugmaterials ein der Ende letzter Woche in Luzern weilte, hat
halten sind, zu empfohlen. kleiner Posten budgetiert ist (total 8000 Fr.) die Ausstellung mit seinem Besuche beehrt und
rufen und daraus die nötigen Konsequenzen In Beantwortung zweier Interpellationen
zu ziehen. Aus diesem Grunde hätten die während Ausbildung usw. leer ausgehen. Für den sich sehr anerkennenswert darüber ausgespro-
orientierte Bundesrat Stampfli die Kommission Segelflug werden zugunsten der Anfängerausbil- chen.
«Richtlinien» den Willen zur Selbsthilfe , der einläßlich über wirtschaftspolitische Fragen, dung und Anschaffung von Flugmaterial, zur
auch im neuen Landwirtschaftsgesetz veran- wobei die Kommission die Haltung des Bundes- Durchführung von Streckenflügen sowie für Ver-
kert werden soll, in den Vordergrund gestellt. rates einstimmig billigte . Zum Schluß gelangte sicherungsspesen im ganzen 22 000 Fr. bereitge-
Daraus ergebe sich von selbst die Verpflich- noch eine Interpellation über die Elektrizitäts- stellt. Dem Modellflugsport soll durch Beiträge
tung zu Händen der Landwirtschaft, sich einer versorgung zur Behandlung. an Lehrerkurse, Materialanschaffungen, durch
gewissen Produktionslenkung unter sinnge- Unterstützung neuer Gruppenbildungen u. a. mit
mäß er staatlicher Mitwirkung und Aufsicht insgesamt 9050 Fr. geholfen werden. Der größte
Zu unterziehen. In engem Zusammenhang
Nationalrat Posten von 54 100 Fr. bleibt den eigentlichen Der neue schweizerische Gesandte in Brasi-
Aufklärungs- und Propaganda-Aktionen zur För-
damit seien auch die Hinweise auf die Not- oder Regierungsrat P derung der nationalen Luftfahrt reserviert. Es lien, Minister Vällotton, überreichte am Diens-
Wendigkeit des Ausbaus und der Verbreiterung seien aus diesem Aufgabenkreis nur beispielhaft tag dem Präsidenten Vargas sein Beglaubi -
des landwirtschaftlichen Bildungswesens abzu- Laut Verfassung des Kantons Graubünden in Erinnerung gerufen die Text-, Bild- und Vor- gungsschreiben.
leiten. Die neuen gesetzgeberischen Grund- kann nur ein Mitglied der Regierung gleichzei- tragspropaganda , die Subventionierung von * Nationalrat Zweifel
lagen müssen aber auch im engen Einverneh- tig auch der Bundesversammlung angehören. Luftfahrtinstitutionen , die Durchführung von Eine auf Anregung von
Die kleinrätliche Geschäftsordnung, welche diese Spezialkursen , technische Beratungen usw. nach Glarus einberufene Versamm lung beschloß
men mit den allgemeinen Notwendigkeiten Inkompatibilitätsfrage regelt, ist nicht eindeu- einstimmig die Gründung einer «Vereinigung
Unserer Wirtschaftsstruktur behandelt werden, tig, so daß Meinungsdifferenzen darüber be- für die Ausnützung der Wasserkräfte im Quell-
^obei den Erfordernissen einer gesunden Ex-
Portwirtschaft gebührend Rechnung zu tragen
stehen , welcher der am 31. Oktober gewählten
Nationalräte Dr. Gadient und Dr. Albrecht auf
Protestversammlung der gebiet der Linth».
Ist. Sodann muß die landwirtschaftliche Pro- das eine oder andere Mandat verzichten muß. Zahntechniker in Basel *
Der Groß e Rat des Kantons Neuenburg nahm
duktion derart orientiert sein, daß sie nach Da Nationalrat Dr. Gadient eine Vorzugsstellung Ausf ührungen über die bereitgestellten groß en
Qualitativen Höchstleistungen strebt und men- in der Ausübung beider Mandate beansprucht ag. Der Zahntechnikerverband hatte eine Pro- Arbeiten entgegen , die für den Fäll einer Mas-
genmäßig der Aufnahmefähigkeit des in- und und Nationalrat Dr. Albrecht den Standpunkt testversammlung veranstaltet wegen der vom senarbeitslosigkeit in der Industrie vorgesehen
ausländischen Marktes nach Möglichkeit ange- vertritt , daß durch da.s Los darüber zu entschei- Regierungsrat kürzlich erlaissenen Dentistenver- sind.
den sei, hat die Regierung beschlossen, dem am ordnung, die, wie erklärt wurde, die wirtschaftli- *
paßt wird. Ueberdies soll durch eine rationelle 22. November zu einer Ilerbsttagung zusammen- che Existenz der Techniker gefährde und den ge- Zum Präsidenten des Bankrates der Kantonal-
üetriebsintensität und die dazugehörigen tech- tretenden Großen Rat im konkreten Konfliktsfall planten Abschluß eines Gesamtarbeitsvertrags bank wählte, der Groß e Rat wieder Prof. Dr.
nischen Maßnahmen die landwirtschaftliche eine den Zeitverhältnissen angepaßte Ueber- mit der Zahnärztegesellschaft erschwere. Ein- Richard König in Bern, und in das Verwaltungs-
Erzeugung nach den geringsten Gestehungs- brückung zu empfehlen , um eine Ersatzwahl für stimmig wurde folgender Beschluß gefaßt: falls gericht wurde für den zurückgetretenen W.
kosten orientiert werden. Endlich sind die un- den kurzen Rest der Amtsperiode zu vermeiden. die in den nächsten Tagen beginnenden Verhand- Kaufmann Walter Diethelm ( Wabern) gewählt.
päßlichen Wohlfahrtsvorkehren zur Seßhaft- Die streitige Bestimmung soll vom Großen Rat lungen nicht zum Abschluß eines Gesamtarbeits-
¦^achung der landwirtschaftlichen Dienstboten unabhängig vom aktuellen Fall authentisch in- vertrags und zur Aufhebung der Dentistenver- In der letzten Sitzung*des Bundesrates wurde
Und zur Verhütung der Landflucht zu er-
terpretiert werden. ordnung führen , wird eine eigene Initiative lan- bekanntgegeben , daß bei den Bombardierungen
ciert , worin die Techniker die gleichen Rechte von Hamburg 23 Schweizer Bürger ums Leben
greifen. fordern , wie sie den Dentisten bewilligt worden gekommen sind.
Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepar-
tement , das vom Bundesrat mit der Vorberei-
Unsere Elektrizitäts- sind. *
Wie den Regierungsratsverhandlungen zu ent-
tung der künftigen Landwirtschaftsgesetz- versorgung nehmen ist, genehmigte der Regierungsrat des
gebung beauftragt worden ist, sowie die von Fünfte Soldatenweihnacht Kantons Zug den von der Korporation Walch-
'hm eingesetzte große Expertenkommission Das Kriegs-Industrie- und -Arbeits-Amt teilt wil mit dem Eidg. Militärdepartement abge-
haben diese Gedanken und Richtlinien grund- mit : Am 2. Oktober 1943 wurde mitgeteilt, daß Wie in den einzelnen fftamilien mit Eintritt der schlossenen Kauf vertrag betr. Allmendland auf
sätzlich gutgeheiß en. Desgleichen steht bereits Aussicht bestehe , diesen Winter , abgesehen vom Winterabende namentlich an der Herstellung der Schwendi-Frühbühl-Eigenried für Errichtung
'est , daß eine neue Verfassungsgrundlage un- Verbot der elektrischen Raumheizung, ohne all- Weihnachtsgeschenke gearbeitet wird, so rüstet einer Straf kolonie.
gemeine Einschränkungen auszukommen , sofern auch jetzt schon die Zentralstelle für Soldaten-
päßlich ist, um die vorgeschlagenen Maß- die Witterung die Erzeugung der Flußkraft- fürsorge auf die kommende fünfte Soldaten- In den letzten Wochen wurde unter Mithilfe
nahmen gesetzlich zu verankern. Die eidge- werke nicht wesentlich unter den Durchschnitt weihnacht, die wiederum im Geiste der Solidari- von rund 700 freiwilligen Helfern in Basel eine
nössischen Räte haben am 21. September 1939 fallen lasse. tät zwischen dem gesaj mten Schweizervolk und Büchersammlung für das Internationale Rote
die Wirtschaftsartikel als Revisionswerk unse- Seither Ist die Wasserführung und damit die seiner wachtstehenden /Armee durchgeführt wer- Kreuz durchgeführt. Das Ergebnis dieser Samm-
rer Bundesverfassung fertiggestellt. Im Hin- Erzeugung der Flußkraftwerko In (lenkbar den soll. Um die nötigen Geldmittel für die Be- lung ist in der Tat befriedigend; denn es -wurden
blick auf die außerordentlichen Zeiten ist dann ungünstiger Welse zurückgegangen und hat schaffung der stattlichen Anzahl Soldatenpäckli nicht weniger, als 11,5 000 Bücher aller Art ge-
zusammenzubringen , wird am 11. und 12. De- sammelt.
aber die Volksabstimmung darüber verschoben Tiefstände erreicht , wie sie z. B. in den letzten zember in der ganzen Schweiz der Straß enver-
forden. Justizdepartement und Bundesrat sind vierzig Jahren nie festgestellt wurden. kauf einer gediegenen Stecknadel geplant , die Am Montag fand die * feierliche Eröff nung des
^er Auffassung, daß die revidierten Wirt- Zur Deckung des Bedarfes mußten daher die man in einer Anzahli von 1 Million abzusetzen neuen Schuljahres an der Freiburger Universität
s°haftsartikel die verfassungsrechtlich genü- Speichervorräte schon verhältnismäßig stark in hofft. i statt.
Jugar.dsekretariatve und Gerichte bekla-
ähnlichen Tat angeregt. Am 30. Juli dieses J ahres pflegen, Schutzbefohlenen Für-
begab er sich zum Postscheckamt in Zürich, um gen die grob*' Zahl von , die eine ge
und Delinquenten
einer Geldabheberin abzupassen , deren körper- sorgebedürftieen Fürsorge erschweren,
liche Konstitution keinen ernsthaften Wider- eignete und fruchtbare
weil sie erblich! schwer belaste*, moralisch deftg
stand erwarten ließ. Eine junge Postausläuferin
1 oft irr der Kriminal tat
schien ihm das geeignete Opfer zu sein. Er folgte und asozial sind und sehr
ihr zur Löwenstraße und ins Geschäftshaus. Als enden. Die Zen tralstelle für Elie- und Sexual
schnell nach Zürich, ' , hat sich daher zur Aufgabe gS ;
Die «neue* Submissionsverordnung sie den Lift betreten wollte griff er beratung
Mappe aber Tri ema von einem berufenen Re-
Ihrer Mappe. Das Mädchen hielt die macht, dieses zu lassen.
fest und setzte sich energisch zur Wehr , so daß ferenten aufwerf« ^n
Ba
es zu einem kleinen Handgemenge kam , in des- Jugendstaatsamvalt Dr. Erwin ta «u» um
1943, ^
Staat selbst auf Kosten der Unternehmer oder sen Verlauf das Mädchen einen Schlag ins Ge- sei wird Freitag*, , den 19. November
Am 11. Oktober antwortete der regierungs- «Volkshauses»
sicht erhielt und schließlich zu Boden geworfen 20 15 Uhr im Wdißen Saal des
rätliche Sprecher auf die Interpellation über ihrer Arbeitnehmer Gewinne machen noch auch wurde. Der «Held» machte sich nun mit der Zürich 4 sprechen ü ber : «Grenzen der J u g e n d !m
die Kontrolle der Arbeitgeber ln bezug auf die soll er zulassen, daß sich einzelne Unternehmer die rund 1700 Fr. enthielt, davon , doch A uf g a b e \ der Erbvorsorge m der ver
Mappe, sorge und
Erfüllung ihrer zeitgemäßen Verpflichtungen an öffentlichen Arbeiten ln unverdientem Maße das Mädchen war rasch wieder auf den Beinen , brechensbekämpfunt '•>
gegenüber ihren Arbeitern und Angestellten bei bereichern. verfolgte ihn auf der Straße und schrie: «Hebede,
der Ausführung staatlicher und kommunaler Das war der Sinn der Interpellation, die am hebede!> Der Täter schleuderte die Mappe weg, 170 000 Frartlten unterschlagen
das Mädchen hob sie auf und jagte ihm weiter Kauf-
Arbeiten, daß durch die neue Submissionsver- 11. Oktober dieses Jahres im Kantonsrat beant- In Zürich 2 verhaßt ete die Polizei einen
ordnung vom 17. Juni 1943 die rechtliche Grund- wortet wurde. Freilich bietet nun die Submis- nach. Der Flüchtende wurde von Passanten ge- mann, gegen den ein \ bernisches Untersuchung*
stellt und der Polizei übergeben. in«
lage geschaffen sei, eine praktisch wirksame sionsverordnung eine gewisse rechtliche Grund- richteramt einen HalUlbefehl wegen Betruges
Er steht nun , des Raubes angeklagt, vor Ober- Betrage von 168 000 Ä'r. erlassen hatte.
Ueberprüfung der Lohn Verhältnisse bei den lage, d. h. die Möglichkeit, die Arbeitsbedingun- gericht. Der Staatsanwalt verlangt im Hinblick
Unternehmern vornehmen zu können, die öffent- gen bei der Ausführung öffentlicher Arbeiten in auf sein überlegtes Vorgehen, die bedenklichen
liche Aufträge erhalten. einem gewissen Umfang zu tiberwachen; Leumundsberichte und seine acht Vorstrafen drei Ffl lm
Vergleicht man die neue Verordnung mit der aber das sind keine Verpflichtungen im Sinne Jahre Zuchthaus. Das psychiatrische Gutachten
bezeichnet den Angeklagten als debilen , willens- Walche : «DR ? gute Erde»
alten vom 16. Februar 1906, so muß man fest- einer fortschrittlichen Sozialgesetzgebung. bekann-
stellen, daß gerade in den hier interessierenden schwachen Psychopathen, bei dem die Rückfall- vo. Wenn wir auf die R eprise eines so
Nicht darum geht es hier, dem Unternehmer gefahr groß sei, da er einen Hang zum Verbre- ten und so oft schon geitü hmten Films nochmals
Fragen seit 1906 nichts geändert hat als die Nu- eine ideale Arbeitnehmerpolitik aufzuzwingen chen habe. — Aus den Darlegungen des auf eine zurückkommen, so ges chieht dies mit guten
merierung der Paragraphen (mit Ausnahme der — es wird Immer Sache einzelner Unternehmer mildere Strafe plädierenden Verteidigers ergibt Gründen unter dem Tite.l' «Kampf für den guten
nicht sehr bedeutungsvollen Abänderung von sein, ln dieser Hinsicht ohne äußern Zwang vor- sich, daß der Angeklagte den erwünschten Bild- Film». Ein Streifen wie «I> ie gute Erde» verdien
S 26/3 bezüglich Sonntagsarbeit) . bildlich zu wirken —, sondern darum, daß hauerberuf nicht erlernen durfte und in Amerika es, zwei- und dreimal besu cht zu werden. Er g^
Der i 23/e enthält die Bestimmung, daß An- wenigstens dort , wo mit öffentlichen Geldern gemachte Ersparnisse bei Bankkrachen verlie- hört zu jenen Spitzenfilme! i, die sogar Leute , die
gebote unberücksichtigt zu lassen sind, die von gearbeitet wird , gewisse soziale Minimalanfor- ren mußte. Seit 1933 war er durch einen erlitte- sonst ausgesprochen sel ten ins Kino geticn,
Bewerbern eingereicht wurden, deren Löhne und nen Unfall in seiner Arbeitsfähigkeit behindert kennen. „ , ,*,
derungen nach Möglichkeit verwirklicht werden. 1 ... .
übrige Arbeitsbedingungen nicht den Arbeits- und seit März 1943 arbeitslos. Sein letzter Ar- Was uns zu einer Notiz verleitet und uns
reizt
Und solche konkreten Minimalanforderungen mit seinen Leistungen zufrieden. Zuschauer
verträgen entsprechen oder sonst hinter den ln
beitgeber war ist die Frage, warum der A 'ilm den
fehlen in der neuen Submissionsverordnung. Der Gerichtsreferent machte geltend, daß der so stark beeindruckt, w a r u «n er nicht veralten
ihrem Gewerbe üblichen Löhnen und Arbeits- Deshalb ist es auch möglich, daß das Submis- Täter und seine Frau wiederholt vom Fürsorge- tra-
Regie Kameraführung und '& chauspielkunst
bedingungen zurückbleiben; nach 8 26 gelten sionswesen oft so sonderbare Blüten treibt (von amt unterstützt worden seien. Die beiden seien gen einen wesentlichen Teil '' dazu bei — man
als üblich vor allem diejenigen Arbeitsbedin- denen der steuerzahlende Bürger allerdings als dubiose , gutlebende Wirtshausbesucher und denke nur an Szenen wie div s Revolution oder
gungen, die in Gesamtarbeitsverträgen oder Schuldenmacher bekannt. Ihre Notlage könne
meist recht wenig vernimmt). die Heuschreckenplage; wes.? ntlicher als aber a''
gleichwertigen Vereinbarungen enthalten sind. Es stehen heute Milliardenkredite bereit, die nicht strafmildernd in Betracht fallen, da der scheint uns in <i iesem Falle
diese Details
Mann lieber vom Verdienst der Frau gelebt habe,
§ 27 gibt den Behörden das Recht, die Erfül- helfen sollen, die Schwierigkelten einer schlim- Grundhaltung des Films unU seine Ursprung ,
als sich ernstlich nach Arbeit umzusehen. Dage- die sein. Ursprünglichist ut in dem Sinne
lung der zum Schutz der Arbeitnehmer aufge- men Uebergangszeit «u überwinden, und Mil- gen sei zugegeben , daß der Angeklagte eine Miß- lichkeit zu vor
stellten Vorschriften zu kontrollieren. gelungen ist, das Mft nschliche —
lionenbeträge werden in den kommenden Jah- handlung des Überfallenen Mädchens nicht be- daß es hier herau szuschalen, das
Das könnte man dann als genügend bezeich- Weibliche —
ren voraussichtlich im Kanton Zürich für öffent- absichtigte und es lediglich abschütteln wollte allem das
seien sie Negar Asiaten oder
nen, wenn «Gesamtarbeitsverträge oder gleich- liche Arbeiten von Kanton und Gemeinden aus- Im Hinblick auf die Höhe des Deliktbetrages sei allen Menschen ,
Ankläger beantragte Strafe Europäer , zutiefst innewohnt. 'Und wenn w»
wertige Vereinbarungen» überall vorhanden gegeben werden müssen : Arbeitsbeschaffung — die vom öffentlichen
Rainers beg«'istern , so viei
zu hoch bemessen. — Das Gericht einigte sich uns am Spiel Luise
wären oder regelmäßig ideale Regelungen dar- das heißt nicht Kapitalnothilfe in erster Linie, da der deshalb, weil sie «ds Europäerin
auf eine Zuch thausstrafe von 2 Jähren, leicht weniger
stellen würden. Das ist doch aber offensichtlich sondern überzeugend darzu-
Mann erstmals schwer straffällig geworden ist, die chinesische Bauernfrau
nicht der Fall — es ist noch lange nicht alles alb , weil »»
Sorge f ü r denjenigen , der ohne Ar beit nicht und 3 Jahren Einstellung im Aktivbürgerrecht. stellen vermag, als vielmehr desh
gesund, was «üblich» ist! Ist es etwa, um nur ib, «die gu«=
leben kann, heiß t Sorge f ü r angemessenen Die Akten werden zur Bevormundung des Ver- das instinktiv richtig handelnde Wo
ein Beispiel zu nennen, schon überall üblich, Unterhalt durch angemessene Beschäftigung. urteilten der Justizdirektion überwiesen. Erde», ist.
daß auch der Arbeiter bezahlte Ferien hat ?
Aufträge des Staates oder der Gemeinden sind Diesem praktischen Postulat eines Rechts auf Ein amtlicher Bericht zum Thalwiler Kirchen- Voranzeigen
Aufträge der Allgemeinheit, und wo diese als Arbeit genügt die Submissionsverordnung vom brand
Zürcherischer Juristenverein. Heute . Donnerstag,
Auftraggeber auftritt, soll für anständige Ar- 17. Juni 1943 grundsätzlich nicht. Konkret wird ist enverem
Dem Bericht, den das Statthalteramt Horgen um 20.15 Uhr , hält im Zürcherischen Jm rsteuerver-
noch davon zu sprechen sein. dr. gu. der kantonalen Wall
beitsbedingungen gesorgt sein — weder soll der der Direktion des Innern über den Kirchenbrand Paul Bosch , Chef
waltung, ZUrich , einen Vortrag Uber dus Them*]
in Thalwil erstattete , ist zu entnehmen , daß die «Die Verrechnungssteuer Im Rahmen d«r eidgenos-
Brandmeldung eine Viertelstunde zu spät er- sischen Quellensteuern.» Der Vortrag f.'ndet m
folgte : «Die Bekämpfung des Brandherdes er- freiem Eintritt im Zunfthaus «Zur Zimmorlcuten»
von der Harmonie Oerlikon-Seebach mit 72. Wie folgte durch die beiden an der Reparatur be- statt und ist öffentlich.
Kantonsrat der Jahresbericht meldet, standen auch 1942 schäftigten Arbeiter. Durch diese mit ungenü- Tonhalle. Der rumänische Meister des Klaviers,
viele Aktivmitglieder längere Zeit im Dienst, genden Mitteln unternommenen Löschversuche Dinu Lipatti , der sich vor einigen Wochen mM durch-
der Sek-
Die Mitglieder des Kantonsrates sind auf kom- was sich hemmend auf die Tätigkeit wertvolle Minuten verloren. Wenn auch schlagendem Erfolg hier eingeführt hat , ist Freitag,
der In- gingen noch-
menden Montag, den 22. November , zu einer tionen auswirkte, doch konnten dank der Versuch der beiden Arbeiter, das Feuer zu den 19. November , im Kleinen Tonhallesa.ui
Dirigenten viele Sek- zu hören. Zum Vortrag
Sitzung eingeladen. Das erste Geschäft betrifft itiative der Vorstände und löschen, richtig war , so hätte auf alle Fälle die mals in einem Klavierabend
Korps gestaltet gelangen Werke von Bach (2 Choralvorspiele) , Scar-
die Detailberatung der Vorlage über die Verstär- tionen wieder zu spielfähigen nicht unterbleiben d ü r f e n . Innert der latti (2 Sonaten) , Beethoven (Waldstein-Sonate .1.
Kantonspolizeikorps ; ferner stehen auf werden. Erfreulich lautete auch die Feststellung, Meldung Minuten konnte sich der
kung des fünfzehn
Vertriebsgenossenschaft verlorenen Brahms (Intermezzi) , Liszt , Chopin und Enescn).
der Traktandenlistc : Geschäftsbericht des Re- daß die neugegrtindete Aufstieg begriffen Brandherd derart
erweitern , daß beim Anrücken
Zitherkonzert. Kommenden Sonntag, den 21'.. No-
; Nachtragskre- des EMV. in Wädenswil im bereits in hel-
gierungsrates für das Jahr 1942
Kantons haben sich derselben des Piketts die oberste Turmpartie vember , führt das Zither-Quartett unter LeiVunß
ist; 77 Vereine des
dite für 1943 ; Geschäftsbericht, und Rechnung der
angeschlossen. Die zwei Studien- und Be- len Flammen stand. Vor dem Anrücken des Pi- von Emil Holz im «Kramhof»-Saal , ZUrich , v-ein
Elektrizitätswerke des Kantons Zürich pro 1941/ bereits im Turm eine erste Leitung erstellt. Herbstkonzert durch. Als Solist wirkt der Barn 'on
für Nichtdirigenten wurden von ketts wurde
1942, Rechenschaftsbericht des Bankrat.es der lehrungskurse besucht; drei weitere Kurse Eine Kontrolle dieser
Leitung erfolgte leider Hans Maag mit.
74 Teilnehmern
Zürcher Kantonalbank; Wahl eines Mitgliedes in das Tätigkeitsprogramm nicht, sonst hätte festgestellt werden müssen,
wurden wiederum
des Obergerichtes; Motionen und Interpella- Schlauch offenbar wegen unrichtiger
1944 aufgenommen. Zum nächsten Delegierten- daß ein (Leitungsknickung) geborsten war. Unglücksfälle tmd Verbrechen
tio ort wurde Fischental bestimmt. Verlegung
gestaltete sich die Durch die Auswechslung dieses defekten Schlau- Die Kantonspolizei St. Gallen verhaftet«
Zu einem erhebenden Akt
Der Vorsitzende ches gingen wiederum kostbare Minuten ver- • kürzlich in Flawil den 23jährigen Handlanger
Tagung des Zürcher Kantonal- Toten- und Veteranenehrung. vor allem dem Max Schnurrenberger von Oberuzwil. Schnurren-
gedachte der seit der letzten Tagung verstorbe- loren. Der Feuerwehrmannschaft,
Musikvereins nen sieben Mitglieder , darunter Ehrenmitglied Pikett, muß eine tapfere
Haltung zuerkannt berger wurde vom Polizeikommando Solothurn
einwand- steckbrieflich verfolgt. Er hatte in einer Militär-
Musikdirektor Rossow. Zu Veteranen des EMV. werden. Die Geräte waren in einem
Zur ordentlichen Delegiertenversammlung des wurden hierauf mach 35jähriger Aktivtätigkeit freien Zustand. Die Motorspritze funktionierte sanitätsanstalt die Bekanntschaft eines Mäd-
Zürcher Kantonal-Musikvereins hatten sich am 20 Mitglieder und- zu Veteranen des Kantonal- ohne Störungen. Uebungsmateriäl muß in Zu- chens aus Rüttenen gemacht und es mit seinen
Sonntag in Horgen 184 Delegierte aus 90 Sek- verbandes Zürich , nach 25jähriger Tätigkeit kunft unter allen Umständen streng ausgeschie- Anträgen belästigt. Aus Rache dafür , daß es
tionen eingefunden , die durch den großen Auf- deren 48 ernannt. Für 50jährige Aktivität wur- den werden; es soll bei Uebungen verwendet wer- nichts von ihm wissen wollte, lauerte er ihm am
marsch ihr Interesse an den Geschehnissen des den Rob. Keller (Glattbrugg) , Herrn. Meier den , darf aber nachher nicht auf dem Hydranten- 9. November abends bei Rüttenen auf , als es von
Verbandes bekundeten. Verbandspräsident R. (Wallisellen) und' Hch. Siegrist (Rafz ) mit dem wagen bleiben. Die Behörden sind verpflichtet,
der Arbeit in Solothurn heimkehrte. Aus näch-
Senn (Wetzikon) entbot ihnen und besonders den Becher ausgezeietmet und zu Ehrenveteranen dafür zu sorgen , daß in Zukunft Arbeiten an ex- Militärkarabiner
erschienenen Gästen, darunter A. Spörri (Rüti) ernannt. Machtvoll erklang hierauf die National- ponierten Gebäuden nur gestattet werden, wenn ster Nähe gab er aus seinem
die alle fehl-
als Abgeordneter des EMV., die Direktoren Man- hymne. Mit einem flotten Unterh altungspro- genügende Sicherungen gegen Brandausbrüche drei Schüsse auf das Mädchen ab,
tegazzi und Müller von der Musikkommission, gramm, das die Harmonie Horgen, das Jodl er- getroffen worden sind.» gingen.
den Vertretern der Veteranenvereinigung und chörli und die Daraenriege des TV. ausführten , • Nach einer Mitteilung der Rhätischen Bahn
den Behörden von Horgen herzlichen Willkom- schloß die gutverlaufene Tagung. V. Muß Jugendfürsorge durch Erbvorsorge ergänzt stießen zwischen Peist und Langwies auf der
mensgruß. Im Verlaufe der Verhandlungen fan- werden? Strecke Chur—Arosa j i»m Sonntagvormittag
den die statutarischen Geschäfte die Genehmi-
gung der Versammlung. Der Jahresbeitrag
Zürcher Obergericht zwei Züge zusammen, da der bergwärts fah-
Diese Frage hat schon manchen Jugenderzie- rende Zug über die Kreuzungsstation Peist her-
wurde der Zeitumstände halber auf 50 Rp. fest- Raubüberfall auf ein «schwaches» Mädchen her , Jugendfürsorger und Richter beschäftigt. ausgefahren war. Der Wagenführer des talfah-
gesetzt. Der Verband zählt heute 94 Sektionen Immer wieder macht man die Erfahrung, daß renden Zuges wurde ernsthaft verletzt , einige
mit 2850 Mitgliedern. Die Mehrzahl der Vereine W. Ein 42jähriger Sanitärmonteur , der sich beste Erziehungsarbeit und gewissenhafte Ju-
befand , wurde Reisende trugen leichtere Verletzungen davon .
erfreuten sich der Unterstützung durch Subven- wieder einmal in Geldverlegenheit einem ge- gendfürsorge dann nicht fruchten, wenn erbliche Abends 8 Uhr konnte der Zugverkehr erst wie-
Zeitungsijneldung, die von
tionen der Gemeinden. Am meisten Aktive zählt durch eine Fürsorgestellen, Armen- der normal aufgenommen werden.
Kenntnis gab, zu einer Belastung vorliegt. Die
die Stadtmusik der Stadt Zürich mit 82, gefolgt lungenen Raubübenfall
• Am Dienstag früh wurde auf dem Genfer
Güterbahnhof Monbrillant mit zermalmtem
bracht und einige Vierer waren auch dabei, wäh- Damit aber der geschworene «Antibänkler» Kopf die Leiche des 18jährlgen Armand Meyer
auch auf seine Rechnung kommt, ist da noch ein gefunden. Meyer hatte am Montagmorgen im
rend ich denn doch immerhin auf acht kam, und
Fussballer-Arithmetik wenn du mich nicht . noch umgestimmt hättest bei zweiter
Tip vorhanden. Er hat noch immer seine Bahnhof-WC. von Cornavin das Schloß erbro-
(gegen
dritten Ko- gewisse Tücken, denn er läßt St. Gallen chen, um das von Passanten einbezahlte Geld
eb. — Prinzipiel l bin ich gegen den Familien- Birsfelden—Zug, dann , wären in der , nicht Lausanne) nicht zu Wort kommen und giUt , zu stehlen und war am Montagabend dabei über-
Tip. Und zwar aus Erfahrung, aus bitterer Er- lonne neun Resultate ; richtig!» Also¦ bitte selbst im so unberechenbaren Lokalrivalen- des
fahrung! Gewiß, in der Ostschweiz hat ja kürz- verraten! ' , •• _ , Derby, dem neu aufgestiegenen FC. International rascht worden , als er sich in die GüterhalleMan
eingeschlagen, aber das Die Tipperei madhtt aber wirklich Sorgen! Frachtbahnhofes einschmuggeln wollte.
lich so ein Famlien-Tip die immer dann gar keine Siegesaussichten gegen den Spitzen- nimmt an , daß er sich aus Angst vor der dro-
ist natürlich die Ausnahme, welche die Regel be- Erstens, die Ueberraschungen, dieser bisher trotz
stätigt und mir folglich recht gibt. Denn , eine ausbleiben , wenn siei eintreffen sollen und wenn reiter Urania , wiewohl sich henden Verhaftung unter eine manövrierende
, intimer gerade da, wo sie gar seiner koketten 14 Punkte — die mit Wilson
Familie kann ja noch so klein sein , beim Aus- sie doch kommen recht schwer tat . Bei Wagenreihe warf.
rechnet man ohne nichts zu tun haben —
füllen des Coupons gibt's immer Differenzen. nicht hinpassen. UndJ.zweitens, man , hat man schlechten Terrainverhältnissen, mit denen man • Am 14. Oktober brannte das Chalet der
FröU
Und dann läßt sich womöglich der von Sach- die hübschen Surpristvi, denn muß Mit ja jetzt nächstens wird rechnen müssen, hat die- Kenel im Chaletdörfli (Schwyz) bis auf den
mit so vielen
kenntnis plus Fingerspitzengefühl und den ganz schon einen Elfer , den Gewinn re- Grund nieder. Man hatte damals keine Anhalts-
zuverlässigen Geheim-Informationen nur so trie- Prop heten teilen, daß mächt einmal dieDarum — Luxus- ser zweite Achtkolonnen-Tip unbedingt seine
bin ellen Chancen , um wenigstens den Geheimtip aus punkte mehr, um die Brandursache festzustellen,
herausschaut.
fende Herr der Schöpfung von seiner bedeutend steuer vom Pelzmantel doch fiel ein — unbeweisbarer — Verdacht aut
Ueberraschungen ein- den Angeln zu heben.
besseren Hälfte umstimmen , weil ja bekanntlich ich dafür , daß , wenn söhon «Bank» gesetzt einen Mieter , einen 23jährigen Studenten , der
der Stichentscheid bei Stimmengleichheit immer k a l k u l i e r t werden , diöse gleich 1. 1 2 x l 2 x x 2 in Zürich wohnte. Dieser Student wurde inzwi-
n Geheimtip — das ist
«ihr» gehört ! Und geht es 'mal ausnahmsweise werden. Darum sieht mei verrate, we- 2. x 2 1 2 x x 2 1 i schen wegen Diebstählen verhaftet und gab IIP
Trostpreis- der den ich der holden*Gattin nicht,
gut und man kommt sogar in die * folgendermaßen
3. 1 1 x 2 1 1 x 2
Verhör zu , daß er damals den Brand mit einer
Sphäre oder gar in noch schwindligere Höhen , gen dem Auslachen und so — 4. 2 x 1 x 1 1 1 x
5. 1 1 1 1 x 1 1 1 . speziellen Vorrichtung (Zündschnur usw.) K e"
dann war 's bestimmt nie er , der das Verdienst aus: legt hatte, so daß er lange vor Ausbruch oe?
hiefür — und den Verdienst daraus — für sich 1. Basel Zürich
2. Biel -Chaux-de-Fonds
\ 1 1
1 X \ \ *
1 1 1 -J- J
1
¦
1 1
6.
7.
2
x
x
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x
2
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x
x
x Brandes fortgehen konnte. Er wollte damals
er-
beanspruchen kann. 1 1 1 1 1 1 1 1 8. 2 2 x 1 2 2 x 1 reichen, daß ihm die stark übersetzte Versiche-
Also kein Familien-Tip, schön ! Aber noch et- 3. Cantonal—Grenchen ¦ 1 1 1 1 1 1 1 9. 1 x 2 x 2 1 2 1 rungssumme für einige antike Bilder , eine Mar-
4. Graßhoppers—Lugano
was ist wichtig: Der einmal ausgefüllte Coupon 5. Lausanne—St. Gallen 11 i 10. 1 1 1 2 1 x 1 1
kensammlung und andere Wertsachen ausbe-
Denn wehe, wenn am i i i i i 11. 2 x x l l x x 2
muß Geheimnis bleiben! 6. Luzern—Servette 2 2 2 2 2 2 2 2
zahlt werde.
Bonntagabend die be sagte bessere Hälfte mehr 7. Young Boys—Yg Felloww. x l 2 x l 2 x x 12. x l l l x x l l
Gutpunkte hat ! Dann ist's endgültig aus mit dem 8. Aarau—Nordstern 2 2 2 2 2 2 2 2
1 x 2 x 2 1 2 1 Rl. 1 1 1 1 1 1 1 1
Prophezeien. Dann heißt' s schon im voraus : 9. Concordia—Birsfelden 1 1 1 1 1 1 11 R2. l x x l l x x l Redaktion: Dr. Max Rychner ; Dr. H. Münz,
«Hör ' doch auf mit den Bänken , die fallen ja 10. SC. Zug—Kleinhüningen. 1 1 1 1 1 1 1 1 R3. 2 2 2 2 2 2 2 2 Dr. E. Jaeckle (Chef der Red. ); V r;
11. Etoile S p — Biel-Bözingen G. Kummer (abw.); Dr. M. A. Meier
sowieso immer um. Und überhaupt,, wie soll jetzt 12. Urania- International 1 1 11 1 1 1 1
Biel gegen La-Chaux-dc-Fonds gewinnen , wo (abw.) ; Dr. A. Grütter (Bern).
Meine Privatmeinung: die dritte Kolonne im Chef der Administration und Inscratvn abtailu H J'•
doch Biel am Schwanz der Tabelle liegt und La- Reserve)ragen : Geheimtip, beginnend mit x, dann je vier Einer
Chaux-de-Fonds an d ri t t e r Stelle und eigentlich Rl. Chaisso- Kickers | 1 1 1 1 1 11 1 W. Aerni.
sogar an die zweite gehörte. Und letzte Woche , R2. Solothurn -Renens ' 1 1 1 1 1 1 1 1 und Zweier und zum Schluß nochmals drei Einer, Herausgeber und Druck: . h
Zun«»
I, ; 2 i 2 2 2 2 2 2 2 die hat's in sich ! Migros-Genossenschafts-Eund,
da hast du gerade sechs Punkte zusammenge- R3. Montreux—Bern
«Du bist tapfer. Wisse aber , daß keiner am Radio
O H A B L E S DS O O S 1 E B : Die Legende und die heldenhaften, Samstag des Abends allein durch die Dünen
fröhlichen und ruhmreichen Abenteuer von geht , der nicht gebissen wird und tot auf dem Donnerstag, den 18. Novem&cr 191,3
Sand liegen bleibt. Die Deicharbeiter und an-
6.40 Frühturnkurs, Frühnachricht\t'n , Schallplat-
dere Leute gehn nur truppweise dorthin. Der ten; 7.20 Schluß. 11.00 Von der Kritik gerühmt.

GMenfmegel un* Eamme 6oeÖ$afc Abend fällt herein. Hörst du den Werwolf im
Tale heulen ? Wird er wiederkommen wie in
der letzten Nacht und die ganze Nacht hin-
Volkssinfoniekonzert. Konzert mit ausgesuchter
Kirchenmusik. 12.13 Verkehrsmitteil\ungen. 12.15
Etwas orchestrale Unterhaltungsmusik' (Schallplat-
ten) . 12.25 Vom S p o r t . . . 12.29 Zeitzeichen, Nach-
durch im Friedhof gräßlich schreien ? Gott sei richten. 12.40 Charles Gounod : Ballettfmuslk aus
Ue bertragung von Walter Widmer Albert Züst Verlag, Bern-Bümpliz
mit dir , mein Sohne, aber geh nicht hin.» «Faust». 13.00 Volkstümliche Musik. 13.20 Die
18 Und der Pfarrer bekreuzigte sich. schönsten Streichquartette. 13.45 Schluß. 16.00
Für die Kranken. 16.59 Zeitzeichen. 11. 00 Orche-
Der Amtman n von Damme war der Ansicht , tigte er insgeheim eine schöne große Wild- «Die Asche pocht auf me i nem Her zen », sagte sterkonzert. 18.00 Glanz und Niedergang e'ines Afri-
der Werwolf sei ein Tier , das von Blut lebe und falle. kaforschers. 18.20 Lieder von Franz Schubert. 18.50
«le Toten nicht ausplündere, und er sagte, die-
Uelensp iegel.
Schulfunk- und andere Mitteilungen. iO.OO Die
Am folgenden Tag, einem Samstag, dem Der Pfarrer sagte: menschliche Arbeit im Laufe der Jahrhunderte.
|*r ziehe zweifellos Räuber nach sich, die in Lieblingstag des Werwolfs, ging Uelenspiegel «Da du so tapfern Willen hast , will ich dir 19.40 Glocken der Heimat. 19.45 OrchesterV^onzert.
en Dünen umherstreiften um ihres schänd-
jj mit einem Brief des Amtsmann an den Pf arrer helfen.» 20.30 Konzert des Basler Männerchors. 21.00 Lesen
lichen Erwerbs willen. Er verkündete also mit von Heyst und mit seiner Falle unter dem Man- «Hochwürdiger Herr Pfarrer» , sagte Sie Gedichte? 21.50 Nachrichten. 22.00 Schlutf.
Glocken geläute einem jeglichen, alle Bettler tel , und auß erdem mit e iner guten Armbrust
Un d Landstreicher wohlgewaffnet anzufallen
Uelenspiegel , «Ihr würdet mir und dem armen
, und einem scharfgeschliffenen langen Messer
Sle dingfest zu machen und zu durchsuchen geplagten Lande eine große Wohltat erwei-
da
, bewaffnet, fort und sagte zu den Leuten von sen, wenn Ihr zu Toria , des Mädchens Mutter , noch ein paar andere tapfere Männer
PO zu sehen , ob sie nicht in ihren Säcken und Damme: gehen wolltet , und ebenso zu ihren beiden Br ü- s i n d ? . . .»
Waschen Goldkarolen oder irgend einen Fetzen «Es sind keine da , mein Sohn», sagte «.ier
Von der Kleidung des Opfers hätten. Und nach-
«Ich gehe auf die Mövenjagd und mache dern , um ihnen zu sagen , der Wolf sei in der
Pfarrer. «Die Fischer fürchten den Werwolf
her sollten die kräftigen Bettler und Landstrei-
dann aus ihren Daunen ein Kopfkissen f ü r die Nähe, und ich wolle ihn erwarten und ihn tö-
Frau Amtmännin.» ten.» mehr als Tod und Pestilenz. Doch geh nich t
cher auf die königlichen Galeeren verbracht hin.»
Auf dem Weg nach Heyst kam er an den Der Pf arre r sagte: ¦
.Werden. Die alten und kranken aber sollte man Uelenspiegel antwortete:
laufen lassen.
Strand; er hörte das hochgehende Meer don- «Wenn du noch nicht weißt , auf welchem ,
nernd ungeheure Wogen wälzen, und der Weg du dich aufstellen mußt , so halte dich auf «Die Asche klopft auf meinem Herzen.»
Aber man fand nichts. Wind kam von England her und heulte im Da sprach der Pf arrer :
dem ,
der zum Kirchhof f ü h r t . Er läuft zwi-
Uelenspiegel begab sich zum Amtmann und Takelwerk der gestrandeten Schiffe. Ein Fi- schen zwei Ginsterhecken. Zwei Männer kön- « Ich werde tun , was du wünschest, sei geseg-
sprach : scher sa gte zu ihm: nen dort nicht nebeneinander gehen. » net. Hast du Hunger oder Durst?»
«Ich will dir den Werwolf töten.»
* «Ich werde mich an das halten» , antwortete
«Das ist f ü r uns ein Unglück, dieser widrige « Beides », antwortete Uelenspiegel.
«Wer gibt dir diese Zuversicht?» fragte der Wind. Heute nacht war die See ruhig, aber
Uelenspiegel. « Und Ihr, Herr Pf arrer , tapf erer Da gah ihm der Pfarrer Bier , Brot und Käse.
Amtmann. Helf er im Bef reiungswerk , ordnet an und laß t
nach Sonnenaufgang ging sie plötzlich hoch in Uelenspiegel trank und aß. Dann ging er.
«Die Asche pocht auf meinem Herzen » , ant- wildem Grimme. Wir werden nicht auf Fisch- der Mutter des Mägdleins sagen und auch Als er so dahinging und die Augen hob , sah
wortete Uelenspiegel. «Gebt mir die Erlaubnis, fang ausfahren können.» ihrem Mann und ihren Brüdern, sie sollen sich er seinen Vater Claes in der himmlischen
fe der Gemeindeschmiede zu arbeiten.» vor der Feierglocke bewaffnet in der Kirche Glorie zur Seite Gottes im Himmel, wo der
Uelenspiegel war froh, denn so war er gewiß,
«Das kannst du », sagte der Amtmann. im Notfall Hilfe zu haben f ü r die Nacht. einfinden. Wenn sie mich wie eine Möve pfei- helle Mond leuchtete und auf Meer und Wogen
Uelenspiegel sagte kein Wort von seinem In Heyst ging zum Pfarrer und übergab ihm f e n hören , so heiß t das , d aß ich den Werwolf herabschaute, und er hörte wie der Sturm-
Vorhaben , keinem Mann und keiner Frau zu des Amtsmanns Brief. Der Pfarrer sprach zu gesehen habe. Dann müssen sie mit der Glocke wind von England her wehte.
"amme , er ging in die Schmiede, und dort fer- ihm : Alarm läuten und mir zu Hilfe eilen. Und wenn Fortsetzung loigt

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ersucht, der Haltung, der Pflege und so weit mög- Vorzügliche französische Weinernte 1943
lich auch der Fütterung der Hühner die gebührende Paris. Nach Beendigung der Weinlese in allen
Aufmerksamkeit zu schenken und den Selbstversor- französischen Weinbaubezirken stehen nun ausrei-
gungsbedarf an Frischeiern freiwillig einzuschrän- chende Unterlagen für die Beurteilung des Jahr-
ken , um Eier an die Sammelstellen abzuliefern , wo- ganges 1943 zur Verfügung. Nach Feststellungen in
durch am ehesten eine gleichmäßige Belieferung Fachkreisen dürfte der Zucker- und Alkoholgehalt
der Konsumenten aller Landesteile gewährleistet der diesjährigen Lese an die Ernten der besten
wird. Im übrigen ist der Handel befugt , gegebenen- Weinjahre heranreichen. Im Durchschnitt ist die
Europäisches Handwerk falls für 3 Eiercoupons 50 g Vollelpulver abzugeben.
12,9 g Vollelpulver haben bekanntlich praktisch den
Nährwert eines Frischeies normaler Größe.
Qualität vorzüglich ausgefallen ,, während die quan-
titativen Ergebnisse die vorjährige Ernte um 25 bis
30% übersteigen. Der Gesamtertrag wird auf rund
40 Mill. hl veranschlagt , was die Heraufsetzung der
wir haben ln letzter Zelt bei uns eine Reihe I feilos auch die Sicherung seiner Zukunft, die
0n Neuester Ausweis der Schweizerischen monatlichen Weinration in Frankreich von 4 auf 6 1
Ausstellungen gesehen, die handwerkliche sonst bei dem stürmischen Drang zur Massen- Nationalbank ermöglichen dürfte.
^
arbeiten aus dem Ausland zeigten. Wenn wir fabrikation ernstlich gefährdet wäre. Skandi- Zürich. Nach dem Ausweis vom 15. November hat
der Goldbestand um 4,7 Mill. auf 3901,7 Mill. Fr. und Eine russische Währungskommission geht
!$• Keramiken, Gewebe und Holzgegenstände navien beispielsweise geht da überaus entschlos-
der Bestand an Devisen um 6,5 Mill. auf 85,9 Mill. nach Washington
^trachten , stoßen wir immer wieder auf be- sen voran und scheut sich nicht, gewagte Neue- Fr. zugenommen. Während die Inlandwechsel um Washington. Staatssekretär Cordell Hüll gab be-
kannte Ornamente und Formen, wie sie in rungen sowohl beim Modell wie bei der Aus- kannt , daß die sowjetrussische Währungskömmis-
3,4 Mill. auf 44,5 Mill. Fr. angestiegen sind, gingen
unserer eigenen schweizerischen Volkskunst seit führung zu zeigen. Wir Schweizer nehmen die die Lombardvorschüsse um 1,1 Mill. auf 18,7 Mill. sion In nächster Zeit In Washington eintreffen
Generationen gepflegt werden. Es gibt also Sache bedächtiger. Aber auch bei uns hat man Fr. zurück. werde, um Nachkriegswährungs- und -wirtschafts-
^rttltch eine europäische Richtung, Typen, die in Gewerbekreisen die Gefahr erkannt und sucht Der Notenumlauf verzeichnet in der zweiten No- probleme zu erörtern. Hüll erklärte in diesem Zu-
s°Wohl In unseren Berggegenden wie ln Rumä- sich dem Gang der Zeit anzupassen. vemberwoche einen Rückgang um 11,6 Mill. auf sammenhang, daß es nicht zwei Länder in der Welt
™ en und selbst in fernen russischen Gebieten In diesem Sinne ist es nur von Vorteil, daß 2840,3 Mill. Fr. Die täglich fälligen Verbindlichkei- gebe, die mehr gemeinsame und weniger sich wider-
en tstehen. ten haben sich in der gleichen Zeitspanne um 20,6 sprechende Interessen auf dem Gebiet der Weltwirt-
das Kleingewerbe immer wieder von der Indu- schaft besäßen als die USA. und die Sowjetunion.
Das europäische Handwerk hat sich bis heute Mill. auf 1279,1 Mill. Fr. erhöht.
strie her erneuert wird. Damit kommen Elemente
""halten können und ist auch in den Industrie- ins Handwerk hinein, die einen Sinn für das Me-
Maaten nicht verdrängt worden. In Amerika, chanische besitzen, den Wert der Maschine er-
"nd vielleicht auch im modernen Rußland, hat kannt haben und die wissen, was von Ihr erwartet Der bündnerisohe Finanzdirektor über die famose
*ser viel mehr an Boden verloren, da dort die werden darf und welche Leistungsmöglichkeiten
ienherstellung, die Maschinenarbelt von der sie bietet. Hoffen wir im eigenen Interesse des Verrechnungssteuer
^
^euherstellung auf die Reparaturarbeiten über- Gewerbes, daß es die Tendenz zur zunftmäßigen
Mz. Die «Tat» hat die Verrechnungssteuer, eines solchen Verfahrens f u r jedes einzelne Ge-
griffen hat. Auf unserem Kontinent dagegen Absperrung nicht allzuweit treibt. Sonst wird es such mag sich jeder selber ein Bild machen. Man
Ist der den Kontakt mit der industriellen Entwicklung deren Durchführungsmodus in den verschie-
le Handwerker weiterhin schöpferisch tätig. vergesse aber nicht , daß schätzungsweise die
des täglichen Gebrauchs sind denen Kantonen nun allmählich festgelegt wer-
^'e Gegenstände verlieren und sich schließlich von ihr weit über- H ä l f t e der Gesuche, also rund 250 000 , sich auf
JT'odukte aus seinen Händen geblieben. Man hat holen lassen. So lange es noch in Fühlung mit den muß, von Anfang an strikte abgelehnt. Wir kleine Vermögen von durchschnittlich nur 5000
fest gestellt, daß innert der europäischen Gren- der Industrie bleibt, kann es sich am Fortschritt haben sie als eine s t e u e r t e c h n i s hc e U n - Fr. beschränken. Bei 3% Zins und 15% Verrech-
zen 18—24 % der Bevölkerung Handwerk trei- beteiligen. Der kommenden Massenproduktion , g e h e u e r l i c h k e i tbezeichnet. In den Steuer- nungssteuer beträgt also der ganze Rückforde-
!_ eti oder handwerklichen Familien angehören. bei der gerade viele Artikel in billigen Serien ämtern und_ beim Bürger muß infolge ihrer rungsanspruch durchschnittlich in diesen -Fällen
°aß trotz der fortschreitenden Industrialisie- auf den Markt geworfen werden, die einst typi- fürchterlichen Kompliziertheit unendlich viel nur 1,5 F r . . . . In allen diesen Fällen b l e i b t k e i n
Zeit und damit auch Geld nutzlos vertan wer- F r a n k e n M e h r e r t r a g f ü r den Fiskus. Denn
re, der Mechanisierung und immer rationel- sche Erzeugnisse des Handwerks waren, werden nur der ehrliche Steuerzahler kann das Verrech-
len Fabrikation sich ein gesunder Gewerbe- wir uns nur dann entgegenstemmen können, den. Und der Ertrag für den Bund ist schluß-
nungsgesuch stellen, nur er kann ja nachweisen,
amm . erhält, darf als ein Hinweis darauf ge- wenn wir unserer Eigenart und unserer Zweck- endlich nur klein. Was herausschaut, ist zu-
d aß er die betreffenden Titel schon versteuert hat.
^
mutet werden, daß auch die zukünftige Ent- bestimmung bewußt werden. Europäisch betrach- dem — abgesehen vom Ausländerbesitz — bloß Er bekommt also dic 15% Verrechnungssteuer zu-
Wchlung darin keine wesentlichen Aenderungen tet, heißt dies, daß das Handwerk in jedem Land die Folge weiter geduldeter Hinterziehung. rück , und der Kanton hat nichts als die Unkosten.»
Dringen wird. Im Gegenteil: überall findet man stark werden muß. Es wird dies dadurch mög- Diese moralische Seite der Sache ist ganz be-
«Wie kompliziert die Verrechnung mit der ge-
^zeichen dafür, daß sich das Gewerbe kräftigt lich sein, daß es seine Interessen in gemein- sonders nett. schuldeten Steuer ist, hat der Mehrheitsreferent,
IPä seine Verteidigung mit Initiative betreibt. schaftlichem Verband zu wahren sucht. Umsonst Im Kampfe gegen die Verrechnungssteuer Prof. Bachmann, im Nationalrat selber zugege-
wird das Kleingewerbe die industrielle Konkur- standen wir mit wenigen andern Blättern, unter ben, indem er feststellte , daß diese Verrechnung
Jj ^ ganisatorlsch ist es auf die Weise geschehen, denen die unerschrockene freisinnige «Appen-
"aß sich die nationalen Verbände in der Inter- renz damit zu bekämpfen versuchen, daß es die- in der Regel e r s t 1 Vs J a h r e n a c h d e m A b -
nationalen Handwerkszentrale in Rom vereinigt selben Artikel herstellt. Denn mit den Preisen zeller-Zeitung» besondere Erwähnung verdient, z u g a n d e r Q u e l l e vorgenommen werden
und oftmals selbst mit der Qualität wird da lange fast ganz allein. Um so mehr freut uns, könne! Inzwischen sind aber die neuen Steuer-
"aben , während eine Unterabteilung, das euro-
was R e g i e r u n g s r a t D r . A. G a d i e n t, rechnungen bereits verschickt worden, sind fällig,
päische Handwerksinstitut in Frankfurt a. M., nicht mitzukommen sein. Aber wenn das Hand-
in dessen Aufgabenkreis die verwaltungstech- werden eingetrieben. Der Steuerpflichtige aber
'Ich besonders mit den kontinentalen Problemen werk den Weg dazu findet, seine Eigenart zu weiß , daß er noch eine Rückforderung hat , f ü h l t
'tefaßt. Die letztgenannte Organisation stellt entwickeln, dann stehen ihm noch viele Absatz- nische Bewältigung der neuen Steuer in seinem
sich übervorteilt, wird verärgert, schimpft über
Blch die wissenschaftliche Erforschung des möglichkeiten offen. Je erdrückender sich die Kanton fällt, kürzlich in der «Neuen Bündner die Steuerverwaltung, über den Fiskus, über den
'Uropäischen Handwerks zur Aufgabe. Sie sucht Ueberschwemmung mit Massenware bemerkbar Zeitung» ausgeführt hat . Wir greifen heraus: Staat.»
*~ e Arbeitsmethoden in den verschiedenen Län- macht, desto mehr wird der Sinn f ü r die Sonder- «Um also den bescheidenen Defraudanten-Restbe- «Bundesrat und Regierungsmehrheit dulden es,
dern festzustellen und die gesammelten Studien art handwerklicher Dinge erwachen. Die Leute, trag von I T / t Mill. Fr. zu erhalten, müssen einige daß weiterhin mindestens 1, — 7 M i l l i a r d e n
JJItzbar zu machen. Außerdem ist sie mit der die sich für die tägliche Routinearbeit vornehm- hunderttausend ehrliche S t e u e r z a h l e r s e h i- S c h w e i z e r F r a n k e n h i n t er z o g e n,
R af f u n g eines Wörterbuches beschäftigt, das lich an industrielle Gegenstände halten, wollen i c a n i e r t, zur jährlichen Einreichung eines be- Bund , Kantone und Gemeinden also um die Steuer
*e gewerblichen Fachausdrücke, wie sie in den sonderen Verzeichnisses und eines Rückerstat- f ü r diese * Riesensumme bestohlcn werden. Im
im daneben meist doch auch gediegene gewerbliche
tungsgesuches und der Staat zum Aufziehen eines f ü n f t e n Kriegsjahr setzen sie eine Vorlage in
^rschiedenartigen Ländern Gebrauch sind, Einzelstücke sammeln und um sich haben. groß en , unproduktiven Beamtenapparates ge-
*er einigen soll. Dieses Werk wird der Verstän- Darin also liegt das Ziel der gewerblichen Ent- K r a f t , die auf der Voraussetzung ruht , daß diese
zwungen werden.» gewaltigen Beträge weiterhin defraudiert wer-
digung auf kontinentalem Gebiet sehr förder- wicklung — und das auf unserem ganzen Kon-
1,ch sein. «Ueber den Zeitaufwand und damit die Kosten den.»
tinent —, daß der einzelne s^ine besondere
Stärke findet und sich seiner Spezialität wid«
Ueberbllckt man die unterschiedlichen Her- met. Das kann wohl auch dadurch geschehen, f % a> _ l • Die Börsenkroise logton »ich im Hinblick auf (lie ungowisson
fcj fj T* C* O Tl C T" 1TY1 TYI Tl Tl fiT Gosehüftsaussichton größere Reserve an. lli Schweizer Aktien
'tellungsarten , so trifft man dabei auf weit aus- daß die Maschine zur rationelleren Verarbei- ™J * v'¦*¦ W W l i U U i l U A U U l lJj blieben dio Umsätze äußerst m i ni m . Die Anteile der Bank-
e'landergehende Entwicklungsgrade. Tn halb- tung mitherangezogen und der Vertrieb, sei es institute und Flnanidorungsgosellschaften behaupteten iliron Kur sstand , während einige ludustriowerto gerwirfüffig abbröckel-
Ver gessenen Balkandörfern werden auch heute ten. Etwas rogoro Abschlußtiitigkoit war in einigen Auslandsvaloron festzustellen. Die u n k l a r e Tondonz in Neuyork färbte
im eigenen Bezirk oder im Ausland, einer ge- nuch auf dio hier gebändelten amerikanischen Zertifikate ab, wobe i das Angebot zu Abschwächungon führlo. Royal Dutch
•j °ch die altertümlichsten Hilfsmittel verwen- meinsamen Stelle übertragen wird. Die hand- mit E r k l ä r u n g wnron gesucht. — An dor Londoner Börse kam es am Dienstag BU einer Abwärtsbewegung der Aktien-
kurse , wobei Oelwerte dio Führung Innehatten. — Die UnschlÜHsigkelt der N e u y o r k c r Bürsenkrolso hat angesichts dor ver-
!*e t, während der moderne Handwerker , der ins- werkliche Herstellung abor kann sich nur da- schiedenartige n Versionen über dio künftige Kriegs- u n d Wirtsi-.haftsgestalhing eher noch zugenommen. E i n o klare Tendenz
besondere auch ln der Schweiz anzutreffen ist , durch erhalten , daß sie ihre Meisterschaft am k o n n t e sich doshalb nicht h e r a u s bi l d e n . Einzig fiir Alkoholwerte hielt die Nachfrage u n v e r m i n d e r t an.
•eine Arbeitsverrichtung den rationellen Indu- Einzelstück erweist.
ttr iemethoden angepaßt hat. Darin liegt ja zwei- Eugen Gyr.
Genf Nov. Nov.
17.
Neuyork Nov.
15.
Nov.
16.
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101 .30
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Oanadian l'acifio .
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Pennsylvania
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. .
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16»/.
27'/,
92'/ 2
7'/,
16»/,
27'/,
94
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zeu gung seiner kriegsbedingten
an die Aufgaben in Schiff wiederum in Lissabon f ü r eine neue Pen- 83V. %
~ % SBB. 1982 . 101.25 — .— — .- Mailan d 15. 16. A n a c o n d a Oopper . 24»/.
55»/,
24'/_
J^mehrtem Maße
gPPellieren
Steuerpflichtigen
muß, ist es außerordentlich begrü-
~ ens\vert , daß der Fiskus seinerseits für die Be-
delfahrt bereitstehen. Ebenfalls von Lissabon 8 % SBli . 1988
aus stechen die Dampfer «St. Gotthard» und ;p/2 % Gotthardbahn
3 '/.%
. 98.50
. 100.75
J ur a - K i m p l o n . 101.—
«Lugano» in See, der erstere in der zweiten 5 <7o ' Young-Aulolho
-"-. 11.40
93.50
100.85
— .—
_,
_ _ 93.60
100.85
101 .30
._
Hoiuüta II V4 % . .
Bnla Viscosa
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— •—
. . 760
. .318
— •—
720
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zahlung. Bodenkredltanstalt
Bilbao die Dampfer «Dureo» und «Ulia». Der Sohweiz. Kreditanstalt 560 .— 541. — 541 .— Teenonmsio Ital. . —. •— I n t . 'li>l, . a Tel. . . 12 11'/,
Honi Stabil! . . —. .—
. Für das Gebiet der eidgenössischen Steuern «Duero» hatte den portugiesischen Hafen Albu- Sationaibank . . . 090.— — .— — .—
Italcamenti . . . —¦ .—
, l n h u s " "4 1linvillo 83»/, 83'/,
feira am 2. November verlassen und traf am Blektrobank A . . . 393.— 380. — — .- Ken neeoH. Oopper . 30»/, 30'/,
£ann erfreulicherweise auf ein weiteres Entge- . . 101.— 140. — 141 .- Tcndon/.: Montgomery Ward . 41»/,
en
|jer kommen hingewiesen werden. Es besteht in 11. November in Bilbao ein. Auf der gleichen C o n t i Einulcum
. . 353.— 330.— 331. - uneinheitlich Public Servloe . . 12%
41' 2
12'/,

— —— —
Motor-Columbus _
" Ann ahme von Titeln und Schuldbuchforde- Strecke steht Ende November die «Ulia» lade- Saeg Serie I. . . . 87. — 87 .- ,.
Berlin
Nov. Nov. Standard Oil. N. J. 53'/_ 53'/,
rj *wffen an Zahlungsstatt. Nach einer Bekannt- bereit in Lissabon. ltalo-Suisso . . . . 82. —. .— 16 u. Uniled Aircraft . 27'/, 27»/,
Schweiz. Bückvors. . 3725. .— 3605. — Hapag . . . . 113 .50 U. S. Rubber . . 38 Vt 38
m achung des Eidg. Finanz- und Zolldepartemen- Unfall Winterthur . 4000.— — ._ — .- Nordd. Lloyd . . 11i5/s U. 8. StBbl com. . 51'/, 51'/,
?s gilt diese Erleichterung f ü r alle von der Eid- Die amerikanischen Riesenlieferuhgen «Zürich» Unfall . . 6810.— _ ._ — .- Reichsbank . . . 148.25 U. S. Steel pref. . 120'/, 120'/,
~ nossenschaft erhobenen Steuern , ausgenom- Aare-Tessin AG. . . 1048. — 1028. — — .— AEG fl 152.25 Weslern U n i o n . . 43 42'/,
an Russland Accum-Oerlikon . . 405.— 385.— — •— Bayr. Motoronw. . % — ¦— W e s t i n g h n u s o El. . 89'/, 89 .
men dio piHuennssischen Stemnelabtraben. die an Saurer AG . . . .835. — .— • Daimler . . . . S — .— Woolivorlh Oo. . 35»/, 35»/,
W* Quelle bezogene Wohrstcuer, die Verrcch- A l u m i n i u m- I n d u s t r i e . 2940.— 1800. — 1795. — Dt. Linoleum . . 3 — .— Electric Bonds . . 9h 6'/,
und die Ausgleichssteuer. Annahme- Washington. Der amerikanische Bevollmäch- llally AG 990.— 960. - 955 .- Kl. Licht u. Kraft g — .— Aklicoumsalz
f f^gssteuer tigte f ü r den Außenhandel gab bekannt, daß die liovori 600.— 558. - S58i«- Ki. Farben . . . M 175.75 (in 1000 Shares ) 682 622
jT^i ge Papiere sind die Titel und Schuldbuch- USA. bis Ende September 1943 auf Grund des
Oentralschw. Kraftw. 1110.— 1070. — — ¦— Kh. Braunkohle . — .— Tendenz .
^fderungen aus eidgenössischen Anleihen , ein- Stahlwerk Flacher . 1050.— 865. —
_ .—
— •—
910. —
Rh, Stahlwerke . — .—
193.50
unreRclms l.lig
Leih- und Pachtsystems an Rußland Waren im K r a f t w . Laufonburg . 1025.— Salzdotfurth . . .
?hl ießlich der Anleihen der SBB. Die Bedingun-
?_f n der Annahme an Zahlungsstatt lassen sich
(j 'gendermaßen umschreiben. Entscheidend ist
SpWSchlußkurs der Zürcher Effektenbörse vom
Werte von rund 3, 3 Mrd. Dollar geliefert haben.
Darunter befinden sich 6500 Flugzeuge, 3000
Panzer, 150 000 Kraftfahrzeuge und 500 000 Ton-
Linol. Giubiasco . .
Maschinen Oerlikon . 529.
Neatl«
Stickeroi Prior . , . 695.—
1200.—
— —
70.—

945.—
— .—
.—
898.-
— .—
1160. -
— .—
W>' ~
B9S. -

-•-
Sarotti . . . .
Siemens & Halsko .
— .—
— .—
Dow-Jones-
Aklirnindex:
'M) KtKciilj aliium 32.67
i r > Utilities . . . 21.09
80 I n d u s t r i e 131.56
J2.S4
20.91
131.18
Sulzor Nov. Nov.
Qrt age der Einreichung, abzüglich einer Kurs- Baltimore and Ohio . 31.75 31.50 31. - Moody-Waren index 243.7 244.0
nen Treibstoff. Mehr als die Hälfte dieser Sen- 104 .— Lyon is . 16.
at Pennsylvania . . . 131.— 104.50
j 5ge von 14%; die Höchstbewertung ist durch dungen entfällt auf die ersten 9 Monate des lau- Hispano AHO . . . 1105.— __ _ __ -.— 8% Francais 1942 92.50 92.95 Tloiidu :
BOT Nennwert begrenzt , mit Einschluß des fenden Jahres. Vom Januar bis September 1943 H i s p a n o BS . . . . 207.— _ ._ 184.50 Banque de Paris . 2240. — 2221 .- 2 T /_ Treasury
ar
t(\ chzinses bis zur Fälligkeit.
Während die Ti- iialo-Argenüna . . 140.— 142 .— 142. — OrMit Lyonuaia . 33SO. — 3375. - 4 '/j% Arjjcnt 1!)48 99»/, 99»/,
wurden ferner Industrieprodukte im Werte von AEG 27.25 _ ._ -.- Kuhlmann . . . 2405 .— 2400. - «Vi Brasil Tfl _!7-57 47»/ , 47
m Hebst Titelverzeichnis der Eidg. St.euer.ver- . 165.— _ ._ 130 .— Pechiney . . . 4800.
. — 4875. - 19'/,
a 885 Mill. Dollar nach Rußland geschickt, so z. B. General Electric . (>% Ohilo lOli l ass. 19'J,
j l*Ung einzusenden sind , kann f ü r Schuldbuch- ( le u o r a l Motors . . — .— 177. — Royal Dutch . . 16800. — 16600.— ¦I '/_.• % Halt. u. Ohio 28'/, 28'/,
Stahl, Chemikalien und Maschinen zur Erwei- . — . . 135o0 .— 13500. -
tp äerungen ein schriftlicher Antrag bei der Na- . 169.
I n t . Nickel . . 135.— 127. - PU. Schappe
terung der Munitionsfabrikation. Kennocott . . . 170
. .— 129. — 128. — Tondenz: Chan ff en:
i,°nalbank gestellt werden. Der Höchstbetrag für Montgomery . . . 177.— _ ,_ 163. — unregelmäßig Schweii . . . . 23.32 23.32
V Annahme von Titeln und die Verrechnung Svenska li . . . . 14.— — .— — .— Nov. Nov London . . . . 4.03 4.03
3» Schuldbuchforderungen ist auf 5000 Fr. fest- Knappe Eierversorgung Royal Dutch m. Erkl. 370.— 455. — 463. — London 15. 16.
5es otzt. Die Eidg. Finanzverwaltung kann je- Das Eidg. Kriegs-Ernährungs-Amt teilt mit: Am. -Canad. Trust Fund 77.75 82.75 82 .25 - Va % Consols . 8» 80'/, Warenbörsen
i'/o F u n d 00-90 H 3>/_ 113'/ w
p °ph auch für höhere Beträge ihre Zustimmung Der einheimische Geflügelbestand ist im Ver- Nov. Nov.
Basel (Jen. Mining 87.6 87.6

—_ —
n eiletn. gleich zur Vorkriegszeit beträchtlich zurückgegan- Weizen: IS. 16.
Anglo-Iranlan 103.1'/, 105.7'/_
gen. Vor dem Kriege betrug der Hühnerbestand 5,5 Baaler Handelsbank . 352. — 284. .— Iturmab-OU . . 75. 7'/j /8.1'/j < liic ;i ... o Des. 15»'/, 159'/,
Mill. Stück , im Jahre 1943 dagegen nur noch 3,7 Schweiz. Bankvoroin . 520.— — .— 500. — CourtauldB 50.1'/j 5J. 9 Mai 157'/, 157»/,
Reger Pendelverkehr ludolec 812.—
_ —— 302 .—
— .— Brit. -Am . Tob. . S»/B S Juli 155'/, 155»/,
Mill. Stück. Vielenorts fehlt das erforderliche Fut- _ ._ * /M
Chem. Fabrik Sandoz 8800.— — .- Distillers . 86.6 86.6 Winnipeg Okt.
Portugal -Mittelmeer ter. Zudem sind die Eierzufuhren aus dem Auslande, Ges. für ehem. Ind. 5500.— —, .— Keils Koyce 5»/l 5»/, Dez.
die früher einen Drittel des gesamten Eierbedarfes Industrio-Gos. Schappo 902.— —. .— Vickers ord. 17.6 17.9 » Mai
1
jf ; Aus einer neuesten Mitteilung des Eidg.
j ^'egs-Transport-Amtes ergibt sich zurzeit eine
e Pendelverkehr unserer Han-
deckten , sehr spärlich geworden. Obgleich die sog.
Mehrablieferungsprämien für Eier aufgehoben wur-
den , haben die Geflügelhalter mit wenigen Ausnah-
Lonza 900.—
Royal Dutch o. Erkl. . 240.—
_ .—
—.
— —
Auszahlung
— .—
.—
T e n d e r n : fest

Noten Clearing
Mais:
Chicago
»
PM. ™ «"
~
fl"J nsivierung im wn M f i_ Nov. Nov. Nov. Nov. Nov. .Nov. ""
' _
EfWcfriffe zwischen Portugal und dem Mittel- men die Eierablieferungspflicht vorbildlich erfüllt , Fremde Wahrungen
JI
16. 17 . 16 . u. 16. 17.
» JuU
was die Schaffung von Winterreserven beim Groß- Berlin I ü O Reichsmark 172.55 172.55 17. — 16. — 173.01 173.01
! ^r - In Barcelona traf am 11. November die Eondon 1 engl, l'fund 17.32 17.32 9.95 9.90 ~ ~
B"ttaneas» ein, die Lissabon am 5. November handel ermöglichte. Gegenwärtig werden diese Vor- Mailand 100 Uro 22.67'/2 22.67'/; 1.51 1.51 22 i7 /_ n.w,, Ba "»'w°ll° :
«P'&ssein hatte. Auf der gleichen Strecke Lissa-
n-
B„Se ~Ba:rcelona ist gegenwärtig
die «Vasco» ein-
räte stark beansprucht , weil dio Hühner in dieser
Juhreszeil wenig legen.
Lyon
Steckholm
Lissabon
100 Francs
ioo Kronen
100 Escudos
6.02'/.
102.65
17.70
6.02'/j
102.64
17. 70
—.
— —
1. 70 1.70
.—
17 .87'/ 2 17 .87'/ 2
10.—
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— .—
10. —
— .-
— .—
Nouyork
»
»
Dez.
Jan.
Man
1».76
19.72
19.52
19.80
19.7S
19.55
», tzt , welche am 12. November von Lissabon
Us £uhr. • Die Route Lissabon—Marseille ver-
Um vorübergehende Ver^orgungsschwierigkeiten
tunlichst zu vermeiden , werden die Geflügelhaltei
-
Neuyork 1 timnrik . Dollar
Uuouos Airos 100 l'osos
4, 31
95.50
4.31
95.50 —.
— —
3.27 3.23
.—
— .—
— .—
— .—
— .—
»
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Mai
Jttli
19.27
19.04
19.30
19.07
Grossarti ge Rasiererfolge
ver bürgt der Elektro-Trockenrasierer!
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DER DIREKTSCHNEIDER

aSettitfchaft im »ochtal
«Die Alpenübergänge und alle ihre Zugänge sind besetzte — Dieser aus einem amtlichen Be-
richt stammende Satz ist nicht nur eine trockene Feststellung. Er umschließt vielmehr den Be-
griff einer Bereitschaft , die auf den Bergen und in den Tälern, im Unterkunft bietenden Schul-
zimmer und im Zeltbiwak, auf den abgeschiedenen Höhenstellungen und bei den Werkbesatzun-
gen in einer Art lebendig geworden ist, wie man sie angesichts der heutigen militärpolitischen
Lage unseres Landes nicht anders erwartet hat. Diese Bereitschaft erschöpft sich nicht im Sol-
datischen allein. Wer Gelegenheit hatte, mit den «Gemeinen» und mit Führern aller Rangstufen
unserer Grenztruppen im Gebirge in Kontakt zu treten , konnte sich dem tiefen Eindruck nicht
verschließen, den die festgefügte moralische Haltung hinterließ. Wieder einmal erweist sich die
bei den Grenztruppen übliche «Mischung» zwischen jungem Soldatenblut und der soliden Be-
dächtigkeit des Territorialen als recht günstig. Das «feldgraue Klima» vermag die da und dort
auftauchenden zivilen Besorgnisse (vor allem bei den Bergbauern) aufzulösen oder doch zu mil-
dern, und die Soldaten springen helfend bei, wenn der Dienst es erlaubt , um die Ernte einzubrin-
gen und die Felder neu zu bestellen. Schwert und Pflug vereinen sich zur Bereitschaft, wie nur
wir sie kennen.
Gewiß: die Truppen sind kampfbereit , aber es gibt immer und überall zu ergänzen , zu verbes-
sern , zu feilen und zu schleifen. Weitgespannt ist die Front des Regiments. Einerseits trifft man
auf Sicherungskräfte, welche Höhenstellungen besetzt halten und jeden Tag stundenlang auf Pa-
trouillengängen unterwegs sind (sie sind bei den Soldaten sehr beliebt!), um den Kontakt mit
den Nachbarposten nicht abreißen zu lassen; anderseits sind stärkere Kräfte in den Sperrstel-
lungen versammelt, Sperrstellungen, welche die Gunst des Geländes nutzen und mit 'Hilfe von
Werken , die in den Felsen ihren Halt gefunden haben , unüberwindliche Hindernisse darstellen.
Vielfach genügt eine Handvoll beherzter Männer, um nicht nur nachhaltigen Widerstand zu lei-
sten, sondern um auch kühne Ausfälle unternehmen zu können. Dazu gehören die militärischen
Führer, welche mit der reichen Geschichte ihrer engeren Heimat und den großen Soldaten ihrer
Vergangenheit verflochten sind und ihnen nacheifern , ohne Furcht und Tadel.
Zwischen diesen Sperrstellungen an denjenigen wichtigen Zugängen und Uebergängen , die von
der Natur besonders ausgestattet worden sind, und den Ecken und Spitzen, die ins Nachbarland
ragen, bewachen weitere Detachemente die Minenobjekte, die einem eventuellen Gegner, fechte
er für wen immer er wolle, das Vordringen zur Qual machen würden. Wachestehen, bauen, Aus- Seiltransporte in den Bergen müssen meistens «von Hand» bewältigt werden, denn an Ö
bildung, Patrouillengänge, Erstellen von Verbindungen im unwegsamen Gelände, Erfüllung von steilen Flanken und Flühen versagen mechanische Einrichtungen ihren Dienst. Aber |r me.
solche Arbeiten, bei denen nur eine enge Zusam menarbeit zum Ziel führt , fördern den .Kw
ftJ gi
Beobachtungsaufgaben — mit diesen Worten kann man die vielfältige Tätigkeit unserer Solda- radschaftsgeist. NV
ten umreißen, aus welcher die Bilder einen Querschnitt vermitteln sollen.
Oblt. K. M. (ahq)

Ein Trio aus einer Kompanie, in bester Kameradschaft miteinander verbunden. „39)
NV 13386, 13387, m

-m-m ^ *- * .

Uebungen, die den Körper frisch und elastisch erh alten. Patrouillengänge in den Bergen sind anstrengend
NV 13396 für Körper und Geist. Während die Füße Kilo-
meter um Kilometer zurücklegen , müssen die
Augen den Abschnitt absuchen und sich die Ein-
zelheiten des Geländes einprägen.
NV 13351
'

. .
Die Bewachungsmannschaft eines Minenobjekts tert
/

alarmiert worden — zwei, drei Sprünge aus der Baracke,


Angriffsübungen auf die eigenen Bunker schärfen den ein Schwung aufs stets fahrbereite Rad — in wenigen
aggressiven Geist und schulen die Soldaten für Ausfall- Sekunden sind auch diese Soldaten an Ort und MV
Stelle.
13371
Unternehmungen. NV 13368
Nicht sämtliche Waffen sind in Beton und Fels versenkt. Oft ist es ejn
mäßiger , gutgetarnte Feldbefestigungen anzulegen, die immerhin auch ü»
^-vgfi
gewisses Maß von «Konstruktion» verfügen. NV *

Die rasche Bereitschaft will immer wieder geübt sein, denn die Sperren ejjr-
ihren Zweck nur erfüllen, wenn sie im Moment der Gefahr vollkommen a^ ?Vq373
bereit sind. NV •?