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07_Herz_Kreislauf_01

Das Herz-Kreislauf-System

Anatomie, Physiologie und Überwachung

Wichtig: Dieses Handout (Skript) ersetzt kein Lehrbuch und ist daher nicht ausrei-
chend für eine gewissenhafte Prüfungsvorbereitung. Es ist lediglich eine Ergänzung
zum Unterricht.

Materialien
Präsentationen:  07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_01_Einfuehrung.pptx
 07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_02_Herz.pptx
 07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_Gefaesse_Blut.pptx
 07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_04_Regulation_Kontrolle.pptx
 07_Herz_Kreislauf_02_Stoerungen_01.pptx

Handout (Skript):  07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx (~.pdf)


 07_Herz_Kreislauf_02_Stoerungen_10_handout.docx (~.pdf)

Arbeitsblätter:  Fragensammlung

Autoren:  Mitarbeiter RDSS

Freigabe:  Schulleitung / stellv. Schulleitung

Rettungsdienstschule Saar gGmbH

www.rdss.de
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

Inhaltsverzeichnis
07_Herz_Kreislauf_01 Das Herz-Kreislauf-System ..............................................................................1
07_01.1 Grundbegriffe: Kreislauf ......................................................................................................3
07_01.1.1 Was ist der Blutkreislauf (Definition)? .......................................................................3
07_01.1.1 Die Aufgaben des Kreislaufs .....................................................................................3
07_01.1.2 Funktionelle Gliederung des Kreislaufs .....................................................................3
07_01.1.3 Die Bedeutung des Kreislaufs für den Rettungsdienst .............................................4
07_01.2 Das Herz .............................................................................................................................5
07_01.2.1 Die anatomische Lage des Herzens .........................................................................5
07_01.2.2 Der funktionelle Aufbau des Herzens ........................................................................5
07_01.2.3 Die Herzwände ..........................................................................................................8
07_01.2.4 Die mechanische Herzaktion (Systole und Diastole) ...............................................9
07_01.2.5 Das Reizleitungssystem ..........................................................................................10
07_01.2.6 Die Herznerven (Anpassung der Herzaktion) ..........................................................13
07_01.2.7 Die Herzkranzgefäße ..............................................................................................14
07_01.2.8 Die Herzleistung und ihre Regulation ......................................................................15
07_01.3 Das Blutgefäßsystem des Körpers ...................................................................................16
07_01.3.1 Arterien ....................................................................................................................16
07_01.3.2 Venen ......................................................................................................................16
07_01.3.3 Das Kapillarsystem..................................................................................................17
07_01.3.4 Bedeutung der Blutgefäße für den Rettungsdienst ................................................17
07_01.3.5 Regulationsmechanismen zur Anpassung der Durchblutung und des Blutdrucks ..18
07_01.4 Das Blut ............................................................................................................................19
07_01.4.1 Funktionen und Aufgaben des Blutes .....................................................................19
07_01.4.2 Zusammensetzung des Blutes ................................................................................19
07_01.5 Die Blutgerinnung .............................................................................................................21
07_01.5.1 Thrombose und Embolie .........................................................................................21
07_01.5.2 Fibrinolyse (Thrombolyse) .......................................................................................21
07_01.6 Kreislaufüberwachung ......................................................................................................22
07_01.6.1 Leitsymptome von Herz- Kreislauferkrankungen ....................................................22
07_01.6.2 Kontrolle der Kreislauffunktion ................................................................................22
07_01.6.3 Wichtige Kontrollparameter (Blutdruck und Puls)...................................................24
07_01.6.4 EKG-Überwachung .................................................................................................24
07_01.6.5 Pulsoxymetrie ..........................................................................................................24
07_01.7 Index .................................................................................................................................25
07_01.8 Quellenverzeichnis............................................................................................................26

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.1 Grundbegriffe: Kreislauf

07_01.1.1 Was ist der Blutkreislauf (Definition)?


Der Blutkreislauf ist das Strömungssystem des Blutes, das vom Herzen und einem
Netz aus Blutgefäßen (kardiovaskuläres System) gebildet wird.
Die Komponenten des kardiovaskulären Systems sind:
 Das Herz
 Die Blutgefäße
 Das Blut
Lungenkreislauf
07_01.1.1 Die Aufgaben des Kreislaufs
Das kardiovaskuläre System ist das zentrale Versorgungssystem des Körpers. Vier
wichtige Funktionen sind:
1. Die Versorgung des gesamten Körpers mit Sauerstoff, Nährstoffen aber auch Me-
dikamenten
2. Der Abtransport von Kohlendioxid und Abfallstoffen aus dem gesamten Körper zu
den Ausscheidungsorganen
3. Die gleichmäßige Verteilung von Wärme, Elektrolyten, Immunabwehr etc.
4. Die Aufrechterhaltung der chemischen und physiologischen Eigenschaften der
Körperflüssigkeiten

07_01.1.2 Funktionelle Gliederung des Kreislaufs


Funktionell gliedert sich das kardiovaskuläre System in zwei hintereinandergeschal-
tete Kreisläufe:
Körperkreislauf 1. Körperkreislauf (großer Kreislauf)
2. Lungenkreislauf (kleiner Kreislauf)
07_01.1.2.1 Der Lungenkreislauf
Der Motor des Lungenkreislaufs ist das rechte Herz. Über den rechten Vorhof ge-
langt Blut in die rechte Herzkammer, die das Blut über die Lungenarterie in die Lun-
ge pumpt. In der Lunge wird Kohlendioxid (CO 2) in die Ausatmungsluft abgegeben
und Sauerstoff (O2) von der Einatmungsluft aufgenommen. Das sauerstoffreiche Blut
gelangt dann über die Lungenvene zum linken Herz. Hier beginnt der große Körper-
kreislauf.
Lungenkreislauf: Kreislauf zur Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendi-
oxid in der Lunge.
07_01.1.2.2 Der Körperkreislauf
Der Motor des Körperkreislaufes ist das linke Herz. Über den linken Vorhof gelangt
Blut in die linke Herzkammer und anschließende über die Aorta (die Hauptschlag-
ader) in die Körperarterien. Diese verzweigen sich nach und nach, wie die Äste eines
Baumes, und werden immer dünner. In den kleinsten, haarfeinen Gefäßen, die auch
als Kapillaren bezeichnet werden, erfolgt die Abgabe von Sauerstoff und Nährstoffen
an das Körpergewebe und die Aufnahme von Kohlendioxid und Abfallstoffen. An-
schließend fließt das Blut über Venen wieder zurück in das rechte Herz.
Körperkreislauf: Kreislauf zur Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und Nährstof-
fen und für den Abtransport von Kohlendioxid und Abfallprodukten aus dem Körper.
Lungen und Körperkreislauf Aus den Beschreibungen des Lungen- und des Körperkreislauf wird bereits hier der
hintereinandergeschaltet Unterschied zwischen Arterien und Venen deutlich.
 Arterien transportieren Blut vom Herzen weg!
 Venen transportieren Blut zum Herzen hin!

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.1.3 Die Bedeutung des Kreislaufs für


den Rettungsdienst
Die ordnungsgemäße Funktion des Kreislaufes ist ein wichtiges Vitalzeichen. Ein
Kreislaufstillstand ist mit dem Leben nicht vereinbar!
Kreislaufstörungen sind die häufigsten Notfälle überhaupt. Zu lebensbedrohlichen
Kreislaufkomplikationen kommt es bei Störungen der Funktionen von Herz, Gefäßen
oder Blut, bei Störungen der zentralen Regulationsmechanismen und bei Störungen
des Wasser- und Elektrolythaushaltes.
Wichtige, grob orientierende Kontrolluntersuchungen des Kreislaufsystems sind:
 Puls
 Blutdruckmessung
 EKG

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.2 Das Herz


Das Herz ist der Motor des Blutkreislaufs. Es sichert die Durchblutung aller Organe.
Das Herz ist ein Hohlmuskel mit der Fähigkeit, sich rasch, unwillkürlich und uner-
müdlich zu kontrahieren. Dabei arbeitet es genauso wie jede Pumpe: Es saugt Flüs-
sigkeit (Blut) ventilgesteuert aus einem Blutgefäß (Hohlvenen bzw. Lungenvenen,
vgl. unten) und stößt sie durch ein anderes Blutgefäß (Truncus pulmonalis bzw. Aor-
ta, vgl. unten) aus.
Die Lehre von Struktur, Funktion und Erkrankungen des Herzens ist die Kardiologie.

07_01.2.1 Die anatomische Lage des Herzens


Das gesunde Herz des normal trainierten Menschen ist etwa so groß wie seine Faust.
Das Herz liegt im Mediastinum (mittleres Gebiet des Brustraums). Die Spitze weist
nach unten und etwas nach links vorne. Das Herz liegt:
 vor der Wirbelsäule
 hinter dem Sternum (Brustbein)
 zwischen den Lungenflügeln.

07_01.2.2 Der funktionelle Aufbau des Herzens


Anatomische Lage des
Herzens 07_01.2.2.1 Rechtsherz und Linksherz
Das Herzinnere wird durch eine parallel zur Achse laufende Scheidewand, das
Septum, in zwei völlig getrennte Hälften geteilt. Deshalb spricht man auch von zwei
getrennten Pumpsystemen, dem rechten und dem linken Herzen.
 Das rechte Herz pumpt Blut vom Körper in den Lungenkreislauf!
 Das linke Herz pumpt Blut von der Lunge in den Körperkreislauf!
Die Kontraktion beider hintereinander geschalteter Herzen erfolgt immer gleich-
zeitig, auch das Pumpvolumen ist immer gleich. Wäre es anders, gäbe es einen Stau.
Das linke Herz (Linksherz) pumpt Blut in das Hochdrucksystem und ist deshalb mus-
kelstärker als das rechte Herz (Rechtsherz).

07_01.2.2.2 Die Herzhöhlen (Vorhöfe und Kammern)


Das Herz besteht aus 4 Höhlen (Räumen), zwei Höhlen im Rechtsherz und zwei Höh-
len im Linksherz. Rechte und linke Herzhälfte bestehen jeweils aus einer Kammer
(Ventrikel) und einem Vorhof (Atrium). Getrennt werden diese Räume durch die
Herzscheidewand (Septum). Diese wird in die Vorhofscheidewand und die Kammer-
scheidewand unterteilt.
1. Rechter Vorhof (Atrium)
2. Rechte Kammer (Ventrikel)
3. Linker Vorhof (Atrium)
4. Linke Kammer (Ventrikel)
Das Blut fließt aus den Vorhöfen in die Kammern.
Zwischen den Vorhöfen und der jeweiligen zugehöri-
gen Kammer befinden sich Ventile, die sogenannten
Segelklappen.
1. Rechter Vorhof  rechte Kammer:
Trikuspidalklappe
2. Linker Vorhof  linke Kammer:
Mitralklappe (Bicuspidalklappe)

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.2.2.3 Die großen Gefäße


Große Venen leiten das Blut aus der Lunge und dem Körper zu den Vorhöfen:
1. Die Vena cava superior (obere Hohlvene) bringt Blut aus den Organen und Ge-
weben oberhalb des Herzens zum rechten Vorhof
2. Die Vena cava inferior (untere Hohlvene) bringt Blut aus den Organen und Ge-
weben unterhalb des Herzens zum rechten Vorhof
3. Die Venae pulmonales (Lungenvenen) bringen Blut aus der Lunge zum linken
Vorhof
Große Arterien leiten das Blut aus den Herzkammern in die
Lunge und in den Körper:
1. Die Aorta (Hauptschlagader) führt Blut aus der linken
Herzkammer in den Körper
2. Die Arteria pulmonalis )Lungenarterie) führt Blut aus
der rechten Herzkammer in die Lunge

07_01.2.2.4 Die Herzklappen


Das Blut kann vom Herzen nur in eine Richtung transportiert werden, da sich zwi-
schen den Vorhöfen und Kammern und den sich an die Kammern anschließenden
Gefäßen Herzklappen befinden, die wie Ventile arbeiten und einen Rückfluss ver-
hindern.
1. Trikuspidalklappe
Zwischen rechtem Vorhof und rechter Kammer liegt die Trikuspidalklappe, die
bei der Kontraktion der rechten Kammer (Systole) wie ein Ventil einen Rück-
strom des Blutes in den rechten Vorhof verhindert. Die Trikuspidalklappe ist das
„Einlassventil“ zur rechten Kammer.
2. Pulmonalklappe
Das „Auslassventil“ zwischen der rechten Kammer und der Arteria pulmonalis
heißt Pulmonalklappe. Sie verhindert in der Ansaugphase der Kammer (Diastole)
den Rückfluss von Blut in die rechte Herzkammer.
3. Mitralklappe
Zwischen linkem Vorhof und linker Kammer befindet sich die Mitralklappe, die
bei der Kontraktion (Systole) der linken Kammer wie ein Ventil einen Rückstrom
des Blutes in den linken Vorhof verhindert. Die Mitralklappe ist das „Einlassven-
til“ zur linken Kammer.
4. Aortenklappe
Das „Auslassventil“ zwischen der linken Kammer und der Aorta heißt Aorten-
klappe. Sie verhindert während der Ansaugphase der Kammer (Diastole) den
Rückfluss von Blut in die linke Herzkammer.

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.2.2.5 Segel- und Taschenklappen


Trikuspidalklappe und Mitralklappe werden wegen ihrer Konstruktion
und der Art der Befestigung auch Segelklappen genannt. Die
Trikuspidalklappe besteht aus drei Anteilen, die wie Segel über Seh-
nenfäden an der Kammermuskulatur befestigt sind. Die Mitralklappe
besteht entsprechend aus zwei Segeln.
Aorten- und Pulmonalklappe werden wegen ihrer Form auch als Ta-
schenklappen bezeichnet.

07_01.2.2.6 Der Blutfluss durch das Herz und den Kreislauf


Der kleine Kreislauf verbindet Herz und Lunge. Sauerstoffarmes Blut wird aus allen
Körperregionen über die beiden großen Hohlvenen im rechten Vorhof gesammelt.
Von dort aus gelangt es über die Trikuspidalklappe in die rechte Kammer und wird
durch die Pulmonalklappe über die Pulmonalarterie in das Kapillarnetz der Lunge
gepumpt. Hier wird das Blut mit Sauerstoff angereichert und fließt anschließend
über die vier großen Lungenvenen in den linken Herzvorhof.
Nach Passage der Mitralklappe beginnt In der linken Herzkammer der große Kreislauf
(Körperkreislauf) - der Weg des Blutes vom Herzen durch den Körper. Durch Kontrak-
tion der linken Kammermuskulatur wird das Blut durch die Aortenklappe in die Aor-
ta, ausgeworfen. Von der Aorta gehen Gefäßäste in alle Körperregionen ab. Diese
immer kleiner werdenden Arterien verzweigen sich zu Kapillarnetzen, über die jede
einzelne Körperzelle mit sauerstoffreichem Blut versorgt wird. fließt über das Ve-
nensystem zurück zum Herzen.

01.2.2.6.1 Zusammenfassung
 Körper  Obere und untere Hohlvene  rechter Vorhof 
Trikuspidalklappe  rechte Kammer  Pulmonalklappe 
Pulmonalarterie  Lunge

 Lunge Lungenvenen  linker Vorhof  Mitralklappe  linke


Kammer  Aortenklappe  Aorta  Körper

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.2.3 Die Herzwände


Unter mikroskopischen und funktionellen Gesichtspunkten kann man das Herz in
einzelne Schichten gliedern. Von außen nach innen gesehen sind dies:
 Das Perikard (Herzbeutel)
 Das Epikard (Schicht „auf dem Herzen“)
 Das Myokard (Herzmuskulatur)
 Das Endokard (Schicht „im Herzen“)

07_01.2.3.1 Perikard, Epikard und Perikardhöhle


Das Herz ist von der Spitze bis hin zu den großen Blutgefäßen in einen doppel-
wandigen Beutel eingepackt, den Herzbeutel.
Das außen liegende Blatt des Herzbeutels wird wie der Herzbeutel selbst Perikard
genannt. Es besteht aus festem Bindegewebe und eingelagertem Fettgewebe. Es ist
an der unteren Spitze mit dem Zwerchfell und an der Seite mit dem Brustfell (Ple u-
ra) verwachsen. Dadurch ist der Herzbeutel in seiner Position festgelegt. Das Peri-
kard ist außerdem nicht sehr dehnbar.
Die innen liegende Wand des Herzbeutels wird Epikard genannt. Sie ist mit dem
Herzmuskel verwachsen und wird deshalb auch oft als "Herzaußenhaut" bezeichnet.
Das Epikard ist sehr glatt. Im Epikard lagern die Herzkranzgefäße.
Zwischen Epikard und Perikard befindet sich ein feiner Spalt, die Perikardhöhle. Sie
ist mit einer kleinen Menge klarer Flüssigkeit gefüllt. Normalerweise sind das etwa
20 bis 50 ml. Diese Flüssigkeit dient als Gleitfilm. Das schlagende Herz bewegt sich
fortwährend, wogegen das Perikard in seiner Position diese Bewegung nur geringfü-
gig mitmacht. Durch die Flüssigkeit kann sich die glatte Oberfläche des Epikards
leicht und reibungsarm gegen das Perikard verschieben.
Hinweis: Ein Perikarderguss kann zur Einschränkung der Herzarbeit führen, da der in
der Perikardhöhle ansteigende Druck das Herz komprimiert. Der Notfall wird als
Perikardtamponade bezeichnet.

07_01.2.3.2 Myokard
Das Myokard (Herzmuskel) ist die funktionell wichtigste Schicht der Herzwand. Die
Wanddicke des Myokards der 4 Höhlen richtet sich nach ihrer Arbeitsleistung. So
haben die Vorhöfe, die eine geringe Tätigkeit haben dünne Wände. In den Lungeng e-
fäßen herrscht ein relativ geringer Widerstand und daher sind die Wände der rech-
ten Kammer auch nicht sehr atark. Die Wände der linken Kammer, die das Blut in
das gesamte Gefäßnetz des Hochdrucksystems pumpen muss, sind wesentlich dicker.
Im Unterschied zur glatten Muskulatur der Gefäße oder der Skelettmuskulatur des
Bewegungsapparates weist das Myokard einige Besonderheiten auf, die auch für den
Rettungssanitäter von Interesse sind:
1. Myokard (Herzmuskulatur) krampft nicht
2. Myokard (Herzmuskulatur) ermüdet nicht
3. Myokardbezirke werden nur über ein Gefäß versorgt
(bei einem Gefäßverschluss gibt es keine alternative Blutversorgung)
4. Myokard (Herzmuskulatur) hat kaum Sauerstoffreserven
(schon ein geringer Sauerstoffmangel kann kritisch werden)
5. Myokard (Herzmuskulatur) wird nur während der Diastole durchblutet

07_01.2.3.3 Endokard
Innen ist das Myokard von einer sehr dünnen Schicht, dem Endokard bedeckt, die
auch die Klappen überzieht und sich dann in der inneren Schicht oder Intima der
Gefäßwand fortsetzt. Das Endokard bedeckt als glatte Innenhaut die gesamte innere
Oberfläche des Herzens.

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.2.4 Die mechanische Herzaktion


(Systole und Diastole)
07_01.2.4.1 Ablauf und Definitionen
Das Herz pumpt eine Flüssigkeit, das Blut, durch den Kreislauf. Es funktioniert dabei
wie eine Ventilpumpe, vergleichbar einem Blasebalg. Den Einlassventilen entspre-
chen dabei die Trikuspidalklappe und die Mitralklappe, die jeweiligen Auslass ventile
werden von der Pulmonalklappe und der Aortenklappe gebildet. Der eigentliche
Blasebalg ist die jeweilige Herzkammer.
Hinweis: maßgeblich für die Funktion des Herzens sind die Aktionen der linken und
rechten Herzkammer. Die Vorhofaktionen sind in diesem Skript erst einmal zu ver-
nachlässigen.
In Ruhe beträgt die Herzfrequenz zirka 60 bis 80 Schläge pro Minute. Pro Schlag des
Herzens wechseln sich rhythmisch 2 Phasen ab:
1. Die Systole
Systole 2. Die Diastole
Die Systole ist die Phase, in der sich die Muskulatur anspannt und schließlich das in
der Kammer befindliche Blut auswirft (Systole = Pumpphase).
Die Diastole ist die Phase, in der der Herzmuskel entspannt und sich die Kammer
mit Blut füllt (Diastole = Füllungsphase).

Diastole

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.2.5 Das Reizleitungssystem


Das Herz hat ein vom
Nervensystem weitestgehend Die Steuerung des Herzzyklus mit koordinierter Anspannung und Erschlaffung der
unabhängig arbeitendes Vorhof- und Kammermuskulatur wird immer wiederkehrend durch elektrische Impul-
Erregungsbildungs- und se gesteuert. Diese Impulse entstehen und verbreiten sich in speziellen Zellsystemen
Erregungsleitungssystem, das des Herzmuskels.
die Arbeitsmuskulatur des  Das Herz arbeitet unabhängig (autonom)!
Herzens anregt. Dieses
Die Selbstständigkeit verdankt das Herz einem System spezialisierter Muskelzellen,
System wird nicht von
die in der Lage sind:
Nervenfasern, sondern von
speziellen Herzmuskelfasern 1. Erregungen zu bilden
gebildet 2. Erregungen weiterzuleiten
Das System spezialisierter Muskelzellen bezeichnet
man als Erregungsbildungs- und Erregungsleitungs-
system (Reizleitungssystem).
 Knoten:
= Teile des Systems, in denen Erregungen
entstehen
 Leitungen:
= Teile des Systems, die Erregungen weiterleiten

07_01.2.5.1 Knoten und Leitungen


01.2.5.1.1 Sinusknoten
Die wichtigste Struktur für die Erregungsbildung ist der Sinusknoten. Im Sinusknoten
entstehen im Normalfall die elektrischen Erregungen für die rhythmischen Kontra k-
tionen des Herzens. Der Sinusknoten besteht aus einer Ansammlung schnell depolari-
sierender Zellen, die von allen Herzmuskelzellen die höchste Eigenfrequenz besi t-
zen. Er befindet sich am Übergang der oberen Hohlvene (Vena cava superior) in den
rechten Vorhof (Atrium).
Der Sinusknoten wird auch als der „primäre Schrittmacher“ des Herzens bezeichnet,
da er dem gesamten Herzmuskel (Myokard) seine Frequenz aufzwingt. Die Eigenfre-
quenz des Sinusknotens beträgt gewöhnlich etwa 70 bis 80 "Erregungen" pro Minute,
entsprechend der normalen Schlagfrequenz des Herzens (Puls).
Um den Herzschlag der jeweiligen körperlichen Belastung anzupassen, kann die Fr e-
quenz des Sinusknotens über das vegetative Nervensystem (Vagus und Sympathikus)
angepasst werden. Wächst der Einfluss des Vagus über das normale Maß hinaus an,
entsteht eine so genannte Bradykardie. Das ist eine Herzrhythmusstörung von 40 bis
50 Herzschlägen pro Minute. Überwiegt der Sympathikus, so spricht man von Sinus-
tachykardie; diese Herzrhythmusstörung liegt bei 100 bis 150 Schlägen pro Minute.
Vom Sinusknoten gelangt die elektrische Erregung über normale Vorhofmuskulatur zu
einem weiteren Schrittmacherzentrum, dem AV-Knoten (= Atrio-Ventrikulär-Knoten).

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 10
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

Tabelle 1: Sinusfrequenzen (normale Herzfrequenzen)


Erwachsene 60 – 80 / min
Kinder 80 – 100 / min
Neugeborene > 140 / min
Alle Angaben sind Orientierungswerte in Ruhe. Eine Frequenz gilt als normal, wenn sie der Situation
angepasst ist

01.2.5.1.2 Der AV-Knoten


Der AV-Knoten befindet sich am Boden des rechten Vorhofs, dicht an der Grenze
zwischen Vorhof und Kammer. Der AV-Knoten besitzt einen geringeren Eigenrhyth-
mus als der Sinusknoten (etwa 40 bis 50 Schläge pro Minute). Gewöhnlich depolari-
sieren die vom Sinusknoten kommenden Reize den AV-Knoten und zwingen ihm so
den Sinusrhythmus auf. Ist jedoch die Überleitung vom Sinus- zum AV-Knoten gestört
(AV-Block), so folgt das Herz dem Eigenrhythmus des AV-Knotens mit 40 bis 50
Schlägen pro Minute. Dies ist für eine körperweite Blutversorgung in Ruhe gerade
noch ausreichend. Man spricht von einem Ersatzrhythmus. Der AV Knoten heißt auch
„sekundärer Schrittmacher“.

01.2.5.1.3 Das His-Bündel


Als His-Bündel bezeichnet man die spezialisierten Muskelzellen des Reizleitungssys-
tems unmittelbar unterhalb des AV-Knotens. Auch sie besitzen einen Eigenrhythmus,
der noch geringer ist als der des AV-Knotens (etwa 20 bis 30 Schläge pro Minute).
Das His-Bündel ist der tertiäre Schrittmacher. Etwa einen Zentimeter vom AV-
Knoten entfernt zur Herzspitze hin (distal) teilt sich das His-Bündel in drei Äste auf:
zwei linke und einen rechten Schenkel (Tawara-Schenkel).

01.2.5.1.4 Die Kammerschenkel (Tawara Schenkel) und Purkinjefasern


Die Kammerschenkel ziehen an beiden Seiten der Kammerscheidewand in Richtung
Herzspitze und zweigen sich dort weiter auf.
Die Endabzweigung nennt man Purkinjefasern.
Damit ein effektives Zusammenziehen (Kontraktion) der Kammer erreicht wird, mü s-
sen die beschriebenen Strukturen die Erregung sehr rasch weiterleiten. Nur im AV -
Knoten wird die Erregung etwas verzögert, was dafür sorgt, dass sich erst der Vorhof
und dann die Kammern zusammenziehen. Dieser sinnvolle Mechanismus bewirkt,
dass die Kammer zunächst noch stärker mit Blut gefüllt wird, ehe sie sich kontra-
hiert und das Blut in den Kreislauf gepumpt wird.

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut
07_01.2.5.2 Zusammenfassung
01.2.5.2.1 Ablauf
1. Jeder Herzschlag (Systole) wird automatisch durch den natürlichen Herzschritt-
macher, den Sinusknoten, ausgelöst.
2. Das im Sinusknoten entstandene elektrische Signal breitet sich über die Vorhöfe
aus und sorgt dafür, dass diese sich zusammenziehen und das Blut automatisch
in Richtung der Herzkammern vorschieben.
3. Nach der Kontraktion der Vorhöfe wird der elektrische Impuls weiter in die Mitte
des Herzes zum AV-Knoten (Atrio-Ventrikular-Knoten) geleitet
4. Der Impuls wird über das HIS-Bündel, die Tawaraschenkel und die Purkinje Fasen
auf die Muskulatur der Herzspitze übergeleitet.
5. Die Kontraktion der Herzmuskualtur beginnt. Der Beginn der Kontraktion in der
Spitze gewährleistet, dass das Blut in Richtung der Arterien verschoben wird.

Tabelle 2 Einzelne Strukturen im Reizleltungssystem

Sinusknoten Erregungsbildungszentrum (Schrittmacher)


AVKnoten Übernimmt den Impuls von der Vorhofmuskulatur und
verzögert die Reizweiterleitunq (P-Q Strecke im EKG)
HIS Bündel Überbrückung der Klappenebene
Tawaraschenkel Verteilung des Impulses in die beiden Ventrikel
Purkinjefasern Überleitung des Impulses auf das Myokard

01.2.5.2.2 Schrittmacher
 Der Sinusknoten ist der primäre Schrittmacher. Er bestimmt den Herzrhythmus
und die Herzfrequenz, kann aber durch das vegetative Nervensystem (Sympathi-
kus und Parasympathikus) beeinflusst werden.
 Der AV-Knoten ist der sekundäre Schrittmacher. Er leitet normalerweise den
Rhythmus des Sinusknotens auf die Kammern über. kann aber bei einem Ausfall
des Sinusknotens die Rolle des Taktgebers mit einer Frequenz von 40 bis 50
Schlägen pro Minute übernehmen. Damit bleibt die Funktion der Kammern erhal-
ten.
 Das HIS-Bündel ist der tertiäre Schrittmacher. Bei einem Ausfall des AV-Knotens
kann das HIS-Bündel die Erregung der Kammer (allerdings nur mit sehr geringer
Frequenz) übernehmen.

01.2.5.2.3 Was ist der Sinn einer derart komplizierten Erregungsleitung?


Die Strukturen des Erregungsleitungssystems haben die Aufgabe, die Erregung mit
Schlagen alle Muskelfasen in hoher Geschwindigkeit über den ganzen Herzmuskel zu verteilen. Die Muskelzellen
hoher Frequenz und in den verschiedenen Herzregionen werden so fast gleichzeitig kontrahiert.
unabhängig voneinander
entsteht das tödliche Bedingt durch den schnellen Erregungsverlauf zur Herzspitze wird zunächst die Mus-
Kammerflimmern. kulatur in der Herzspitze kontrahiert. Der Kammerinhalt kann somit in Richtung Ve n-
tilebene transportiert werden. Die Kontraktion verläuft von der Spitze in Richtung
Klappen. Die Verzögerung im AV-Knoten bedingt, dass sich die Vorhöfe noch vor der
Kammerkontraktion in die Kammern entleeren können.

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 12
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.2.6 Die Herznerven (Anpassung der Herzaktion)


Die Herznerven entstammen dem Symphatikus und dem Parasymphatikus (vegetati-
ves Nervensystem). Sie passen die Frequenz und Kraftentwicklung des Herzschlags
den Bedürfnissen des Organismus an.
Die Tätigkeit des Reizleitungssystems kann den Bedürfnissen u.a. durch das vegeta-
tive Nervensystem angepasst werden.

01.2.6.1.1 Wirkung des Sympathikus:


Das Herz schlägt schneller und kräftiger, ist leichter erregbar. Der Sauerstoffver-
brauch steigt.
1. Erhöhung der Schlagfrequenz
2. Verkürzung der Überleitung
3. Steigerung der Kontraktionskraft
Der Sympathikus gibt 01.2.6.1.2 Wirkung des Parasympathikus:
Gas, Das Herz schlägt langsamer und schwächer, ist schwerer erregbar. Der Sauerstof f-
der Parasympathikus mag verbrauch sinkt.
es langsamer!
1. Erniedrigung der Schlagfrequenz
2. Verlängerung der Überleitung
3. Reduktion der Kontraktionskraft
Die einzelnen Wirkungen der autonomen Herznerven sind verschieden stark ausge-
prägt, da die symphatische und die parasymphatische Inervation in den einzelnen
Herzabschnitten unterschiedlich ist. Während der Herzsymphatikus Vorhof- und
Kammermyokard gleichmäßig versorgt, ziehen die Fasern des N. vagus
(Parasymphatikus) bevorzugt zum Vorhof, zum Sinus- und zum AV-Knoten (siehe
Reizleitungssystem).

07_01.2.6.2 Das EKG


Der größte Teil der elektrischen Reizleitung des Herzes lässt sich mit Hilfe eines
Elektrokardiogramms (EKG) darstellen. Dieses gibt Aufschluss darüber, ob die elekt-
rische Aktivität des Herzes regelmäßig und koordiniert abläuft.
Auf dem EKG sind mehrere Wellen sichtbar: Die P-Welle widerspiegelt die Erregung
der Vorhöfe, welche das Blut in die beiden Kammern vorschiebt. Ihr f olgt ein hoher
Ausschlag, die R-Zacke. Diese entspricht der Erregung der beiden Ventrikel. Die da-
nach registrierte T-Welle zeigt die „elektrische“ Erholung der Herzzellen. Nicht im
EKG abgebildet werden kann der Aufbau des elektrischen Impulses im Sinuskno ten;
erfasst wird erst die dadurch ausgelöste P-Welle.

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 13
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.2.7 Die Herzkranzgefäße


Der Herzmuskel versorgt den gesamten Körper mit Blut, Nährstoffen und Sauerstoff.
Das Herz selbst benötigt ebenfalls Blut, Nährstoffe und Sauerstoff. Die Arterien, die
den Herzmuskel versorgen, werden Herzkranzgefäße oder Koronararterien (corona =
Kranz/Krone) genannt. Der deutschsprachige Name verdeutlicht, dass die Arterien
und ihre Verästelungen das Herz wie einen Kranz umfassen.

07_01.2.7.1 Was sind die Koronararterien (Definition)?


Die Koronararterien sind die beiden Arterien, die kranzförmig das Herz umgeben und
den Herzmuskel mit Blut versorgen - einschließlich ihrer Äste. Die Koronargefäße
(Herzkranzgefäße) haben die Aufgabe, die erforderliche Blutversorgung des Herz-
muskels in Ruhe und bei Belastung sicherzustellen.

07_01.2.7.2 Anatomie
Es gibt zwei Koronararterien, eine rechte und eine linke Koronararterie. Sie zweigen
unmittelbar nach der Aortenklappe von der Hauptschlagader, der Aorta, ab.
Herzkranzgefäße Die linke Koronararterie teilt sich nach etwa 1 cm in den Ramus circumflexus und
den Ramus interventricularis anterior, welcher vorne zwischen linker und rechter
Herzkammer zur Herzspitze zieht, auf. Bis zur Gabelung spricht man vom Haupt-
stamm (Truncus communis). Die linke Koronararterie versorgt die Herzvorderwand
und die Seitenwand.
Die rechte Koronararterie (RCA) hat einen Hauptast, den Ramus interventricularis
posterior (RIVP). Die Hinterwand und der Sinus- und AV-Knoten werden im Regelfall
von der rechten Koronararterie versorgt, ebenso die rechte Kammer, der rechte
Vorhof und zum Teil auch linke Kammeranteile.
Wichtig für das Verständnis einiger Herzerkrankungen sind folgende Besonderheiten
der Koronararterien:
1. Die Koronararterien sind funktionelle Endarterien
Arteriosklerose in Funktionelle Endarterien sind Gefäße, die zwar strukturell Anastomosen (Verbindun-
einem Gefäß gen) mit benachbarten Gefäßen ausbilden, die aber zum Erhalt der Organdurchblu-
tung bei akutem Verschluss des Nachbarn nicht ausreichen.
Bei einem Verschluss einer Kornararterie oder einem ihrer Äste kommt es daher
zwangsläufig zur Nekrose (Gewebstod) des zu versorgenden Muskelareals. Diesen
Vorgang nennt man Herzinfarkt (oder Myokardinfarkt).
2. Die Koronararterien werden nur während der Diastole durchblutet
Die Dauer der Systole ist immer in etwa gleich lang. Eine Erhöhung der Herzfrequenz
geht daher zu Lasten der Dauer der Diastole und somit auch zu Lasten der Durchbl u-
tung der Koronararterien. Bei hohen Herzfrequenzen oder Extrasystolen wird der
Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Die Sauerstoffversorgung wird
kritisch.

07_01.2.7.3 Wichtige Begriffe


Koronarsklerose
Wenn die Koronargefäße von einer Gefässverkalkung (Atherosklerose) betroffen sind,
liegt eine sogenannte Koronarsklerose vor. Es resultiert eine koronare Herzerkran-
kung (KHK).
Myokardischämie
Die Mangelversorgung der Herzmuskulatur mit Sauerstoff aufgrund einer Durch-
Myokardinfarkt (Herzinfarkt) blutungsstörung einer Koronararterie nennt man Myokardischämie.
infolge einer Myokardischämie

07_01.1.1.1 Die Venen


Parallel zu den Arterien verlaufen die Venen des Herzens, die sich - ausgehend von den Kapillaren - zu im-
mer größeren Gefäßen zusammenschließen und schließlich im sogenannten Sinus coronarius das Blut zurück
in den rechten Vorhof leiten. Sinus bedeutet Erweiterung.

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 14
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.2.8 Die Herzleistung und ihre Regulation


Unser Herz arbeitet unermüdlich, nicht nur im umgangssprachlichen, sondern auch
im physikalischen Sinne: Bei jedem Herzschlag wird Blutvolumen unter Aufbau von
Druck gegen einen bestimmten Austreibungswiderstand ausgeworfen, also Druck-
Volumen-Arbeit geleistet. Hinzu kommt die Arbeit, die zur Beschleunigung des Blu-
tes erforderlich ist. Wird diese Herzarbeit auf die Zeit bezogen, ergibt sich die
Herzleistung.

07_01.2.8.1 Herzarbeit und Herzleistung


Eine Kammer arbeitet, indem sie Volumen gegen einen Druck transportiert. Herzar-
beit ist demnach eine Volumen-Druck-Beziehung.
Herzarbeit und Herzleistung korrelieren eng mit dem Sauerstoffbedarf (Energie-
bedarf) des Herzmuskels. Die Zusammenhänge zwischen Herzarbeit und Sauerstoff-
bedarf des Herzmuskels sind wichtig für das Verständnis der Notfallmaßnahmen bei
einem herzkranken Patienten.
 Je mehr Volumen dem Herzen angeboten wird, desto größer die Herzarbeit und
daher auch der Sauerstoffbedarf des Herzens.
 Je höher der Druck im nachgeschalteten Kreislauf (Lunge oder Körper), desto
größer die Arbeit und daher auch der Sauerstoffbedarf der entsprechenden
Kammer.
 Je höher die Herzfrequenz, desto größer die Herzleistung und daher auch der
Sauerstoffbedarf des Herzens.
Herzleistung und Herzarbeit und der damit einhergehende Sauerstoffbe-
darf lassen sich reduzieren, indem man die Frequenz, das angebotene
Volumen oder den Druck im Ausstrombereich reduziert.
Wichtig: Bei herzkranken Patienten ist unbedingt darauf zu achten,
dass das Sauerstoffversorgung und Sauerstoffbedarf des Herzens im
Gleichgewicht bleiben.
Der Notfallhelfer hat zwei Möglichkeiten einzugreifen:
1. Gabe von Sauerstoff
2. Reduktion des Sauerstoffbedarfs durch Reduktion der Herzarbeit
(Sauerstoff sparen). Das lässt sich einfach erreichen durch:
 Volumenreduktion durch Hochlagerung des Oberkörpers
 Vermeiden eines Frequenz- oder Druckanstieges durch Vermei-
dung psychischer und körperlicher Belastung

07_01.2.8.2 Das Herzzeitvolumen


In körperlicher Ruhe beträgt die (Herz-) Schlagfrequenz des erwachsenen Menschen
etwa 70 Schläge pro Minute. Sowohl der rechte als auch der linke Ventrikel werfen
bei jeder Aktion des Erwachsenen Herzens ca. 70 ml Blut aus. Das entspricht dem
Schlagvolumen. Das Herzzeitvolumen errechnet sich aus den Werten von Schlagvo-
lumen und Schlagfrequenz:
Wird das Herzzeitvolumen wie oben im Beispiel auf Minutenbasis errechnet, so wird
es auch als Herzminutenvolumen bezeichnet. Unter Ruhebedingungen pumpt das
Herz etwa 5 Liter Blut pro Minute in den Lungen- bzw. Körperkreislauf.
Bei körperlicher Arbeit und Sport kann das Herzzeitvolumen um ein Vielfaches g e-
steigert werden. Beim Untrainierten geschieht dies über eine Zunahme der Herzfr e-
quenz. Beim Trainierten erfolgt die Zunahme ökonomischer über einen Anstieg des
Schlagvolumens.
Auf Belastung reagiert das Herz mit zwei Mechanismen:
1. Frequenzsteigerung
2. Steigerung des Schlagvolumen Schneller und mehr!

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 15
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.3 Das Blutgefäßsystem des Körpers


Alle Blutgefäße dienen der Fortleitung des Blutes.
 In Arterien wird Blut vom Herzen wegtransportiert. Im Körperkreislauf führen sie
sauerstoffreiches, hellrotes Blut. Im Lungenkreislauf fließt in ihnen sauerstof f-
armes, dunkelrotes Blut.
 Venen führen Blut zum Herzen zurück. Venen enthalten im Körperkreislauf sauer-
stoffarmes, dunkelrotes Blut. Im Lungenkreislauf transportieren sie sauerstoffre i-
ches, hellrotes Blut zum linken Herzen.
Die kleineren, nur mit dem Mikroskop erkennbaren Kapillaren haben neben der Fort-
leitungsfunktion die Aufgabe Blutbestandteile mit den Geweben auszutauschen.
Das Gefäßsystem besteht aus:
 Arterien
 kleinen Arterien (Arteriolen),
 Venen
 kleinen Venen (Venolen),
 dem zwischen Arterien und Venen liegenden Kapillaren

07_01.3.1 Arterien
Größere Arterien, die Blut unter hohem Druck weiterleiten, verlaufen durch Musk u-
latur und Gewebe geschützt, in der Tiefe.
An wenigen Körperstellen sind sie durch die Haut tastbar. Dort lässt sich der Puls
fühlen und kontrollieren.
Die Wände aller Arterien bestehen wie die Herzwand aus 3 Schichten:
Die Arterien des Körperkreis-
 Die innere Schicht (intima) kleidet das Gefäß aus.
laufs regulieren durch Verän-
derungen ihrer Gefäßweite  Die mittlere Schicht (Tunica media) enthält Muskulatur und elastische Fasern.
den Gefäßwiderstand und den  Die äußere Schicht (Tunica externa) besteht aus Fasernetzen. Sie führt Gefäß-
Blutdruck, weswegen man die nerven und kleinste Blutgefäße
Arterien auch Widerstandsge-
Die mittlere Schicht kann durch Muskelkontraktion oder Muskelrelaxation eine Ver-
fäße nennt.
engung oder Erweiterung der Arterien bewirken und über die damit einhergehende
Veränderung des Gefäßwiderstandes massiv den Blutdruck beeinflussen.
Im venösen System befinden
sich über 80% des gesamten Wichtig: Für das Verständnis einiger Notfälle des Herz- Kreislaufsystems und der
Blutvolumens, weswegen Wirkungsweise einiger Notfallmedikamente sollten Sie wissen:
man die Venen auch Kapazi-
tätsgefäße nennt.  Arterien stellen sich weit (Muskelrelaxation):
 der Widerstand im Gefäßsystem sinkt  der Blutdruck fällt
 Arterien stellen sich eng (Muskelkontraktion):
 der Widerstand im Gefäßsystem nimmt zu  der Blutdruck steigt

07_01.3.2 Venen
Venen, die Blut unter niedrigem Druck weiterleiten (Niederdrucksys-
tem), verlaufen als »tiefe Venen« meist mit den entsprechend großen
Arterien. Die mit ihnen in Verbindung stehenden oberflächlichen Venen
bilden die Gefäßzeichnung der Körperoberfläche.
Bei Venen gilt ebenfalls der zuvor für Arterien dargestellte 3-schichtige
Aufbau. Allerdings ist er, das die Wand dünner ist, weniger deutlich.
In den Venen von Armen und Beinen finden sich regelmäßig Venenklappen, die in
Bau und Funktion den Taschenklappen des Herzens gleichen.

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 16
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.3.3 Das Kapillarsystem


Die Kapillarwände bilden eine
semipermeable Membran, die Das Kapillarsystem ist ein Netz mikroskopisch feiner Gefäße. Es dient als Austausch-
den Stoffaustausch steuert. gebiet für Blutgase und Stoffwechselprodukte zwischen Blut und Körperzellen.
Gleichzeitig ist es die verbindungsstrecke zwischen Arterien und Venen. Diese feinen
Gefäße haben in ihrer Gesamtheit den größten Gefäßquerschnitt des Körpers. Die für
viele Substanzen und weiße Blutkörperchen durchlässige Wand der Kapillaren be-
steht nur aus einer dünnen, einschichtigen Auskleidung.

07_01.3.4 Bedeutung der Blutgefäße für


den Rettungsdienst
 Die Kenntnis der Lage einiger Arterien wie Arteria radialis oder Arteria carotis ist
wichtig für die Pulskontrolle.
 Arterielle Blutungen führen schnell zu hohen Blutverlusten. Um eine Arterie
wirksam abdrücken zu können, sollte der Verlauf des Gefäßes bekannt sein.
 Venen dienen als Zugangsweg für Medikamente.
 Gefährliche Notfälle wie Schock, Lungenembolie oder periphere Gefäßverschlüs-
se sind auf Veränderungen in der Gefäßstrombahn zurückzuführen.
 Lagerungsarten und verschiedene Medikamente beeinflussen den Kreislauf durch
Veränderungen der Gefäßweite.

Bild: Venen und Arterien des Körpers

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 17
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.3.5 Regulationsmechanismen zur Anpassung der


Durchblutung und des Blutdrucks
Die Regulation des arteriellen Blutdrucks ist eine Regulation des arteriellen Mitte l-
drucks. Sie kann vereinfacht unter Anwendung des Ohm’schen Gesetzes (P=VxR)
dargestellt werden und geschieht über die Veränderung von drei Stellgrößen:
1. Veränderung des Herzzeitvolumens durch Änderung der Herzfrequenz und der
Auswurfleistung
2. Veränderung des Blutvolumens
3. Veränderung des Gefäßwiderstandes durch Weit- oder Engstellung der
Gefäßquerschnitte

07_01.3.5.1 Kurzfristige, reflektorische Blutdruckregulation


Druckrezeptoren (Pressorezeptoren oder Barorezeptoren) überwachen und regulie-
Die kurzfristige arterielle ren ständig den Blutdruck. Lokalisiert im Aortenbogen, in der A. carotis communis
Blutdruckregulation erfolgt und im Karotissinus messen sie den vorherrschenden Druck und geben die Informat i-
reflektorisch (neurogene on dem Kreislaufzentrum weiter. Über die Aktivierung des Sympathikus und Para-
Signalvermittlung) sympathikus können nun schnell Druckerhöhungen und -erniedrigungen erreicht wer-
den.
Die langfristige arterielle
Blutdruckregulation erfolgt auf 07_01.3.5.2 Langfristige, hormonale Blutdruckregulation
der Basis von Veränderungen
Die langfristige Blutdruckregulation basiert überwiegend auf einer Veränderung des
des Wasser- und
Blutvolumens (Flüssigkeitshaushalt) und des Elektrolythaushaltes. Für den Rettungs-
Elektrolythaushaltes
dienst sind langfristige Regulationsmechanismen weniger interessant.
(hormonale Signalvermittlung)

07_01.3.5.3 Bedeutung der Regulationsmechanismen für den


Veränderungen der
Rettungssanitäter
Gefäßweite und des
Volumens sind effiziente und Sie müssen den Zusammenhang von Herzzeitvolumen, Blutvolumen, peripherem Wi-
leicht verfügbare Maßnahmen derstand und Blutdruck begreifen, um Ihr Handeln zu verstehen.
zur Behandlung bedrohlicher  Volumenzufuhren (z.B. durch Infusionen)
Störungen der Herz-  Anstieg des Blutvolumens (V) des Herzzeitvolumens (V) und des Blutdrucks
Kreislauffunktion!
 Volumenverluste (therapeutisch oder notfallbedingt)
 Abfall des Bluvolumens (V), des Herzzeitvolumens (V) und des Blutdrucks (P)
( siehe auch „Schock“)
 Die Engstellung von Gefäßen (z.B. durch Medikamente wie Suprarenin)
 erhöhter Strömungswiderstand (R) und somit erhöhter Blutdruck (P)
 Die Weitstellung von Gefäßen (therapeutisch oder notfallbedingt)
 erniedrigter Strömungswiderstand (R) und erniedrigtes Herzzeitvolumen (V)
und somit erniedrigter Blutdruck

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 18
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.4 Das Blut


Blut ist ein flüssiges Organ, das über die Blutgefäße des Herz-Kreislaufsystems im
ganzen Organismus verteilt ist. Angetrieben (gepumpt) wird das Blut durch das Herz.
Obwohl es mit bloßem Auge betrachtet wie eine homogene Flüssigkeit aussieht, ist
es in Wirklichkeit ein kompliziertes Gemisch verschiedenster Bestandteile. Die Blut-
menge des Menschen beträgt etwa 8% des Körpergewichtes. Das sind bei einem 70 kg
schweren Erwachsenen etwa 5 – 6 Liter.

07_01.4.1 Funktionen und Aufgaben des Blutes


Aufgaben des Blutes: Aufgrund seiner Verteilung in alle Körperregionen ist Blut das geeignete Medium für
eine Vielzahl von Aufgaben. Die fünf wesentlichen Aufgaben (Funktionen) des Blutes
 Transport sind:
 Abwehr
1. Transportfunktion: Das Blut transportiert in Wasser gelöste Gase (Sauerstoff
 Wärmeregulation
und Kohlendioxid), Nährstoffe, Stoffwechselendprodukte (Abbaustoffe oder
 Blutstillung Metaboliten), Salze und Hormone zu den einzelnen Zellen bzw. transportiert A b-
 Pufferfunktion bauprodukte von den einzelnen Zellen weg zu den Ausscheidungsorganen.
2. Abwehrfunktion: Im Blut befinden sich Abwehrzellen (weiße Blutkörperchen
oder Leukozyten), die vor Infektionen schützen, indem sie eingetretene Infekt i-
onserreger, auftretende Tumorzellen, Fremdkörper etc. bekämpfen.
3. Wärmeregulationsfunktion: Blut transportiert Wärme in alle Körperregionen.
Durch die ständige Blutzirkulation und gleichzeitige sinnvolle Blutverteilung er-
hält sich der Körper eine gleichbleibende Temperatur von etwa 36,5°C.
4. Blutstillungs- und Blutgerinnungsfunktion: Abdichtung von Gefäßwanddefekten
durch die Fähigkeit der Gerinnung (Hämostase).
5. Pufferfunktion: Die für das Funktionieren des Körpers wichtigen chemischen
Funktionen laufen nur innerhalb enger pH-Wert grenzen ab. Kleinere Abwei-
chungen kann der Körper durch körpereigene Puffersysteme abfangen. Die wich-
tigsten Puffersysteme befinden sich im Blut.

07_01.4.2 Zusammensetzung des Blutes


 55-60% des Blutes sind flüssige Bestandteile (Plasma)
 40-45% des Blutes sind feste Bestandteile (Blutzellen)

07_01.4.2.1 Die flüssigen Blutbestandteile


Das Blutplasma ist eine Flüssigkeit, die zu 90% aus Wasser, zu 8% aus Proteinen und
zu 2% aus anderen Stoffen (Zucker, Salze, Vitamine etc.) besteht.
Unter dem Begriff (Blut-)Serum versteht man das Blutplasma, welches von den Ge-
rinnungsfaktoren befreit wurde. Es entsteht als Überstand, wenn man Blut in einem
Röhrchen stehen und gerinnen lässt

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 19
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut
07_01.4.2.2 Die festen Blutbestandteile (Hämatokrit)
Erythrozyten:
Die zellulären Bestandteile des Blutes werden in drei große Zellgruppen eingeteilt,
rote Blutkörperchen. Sie
in rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und
enthalten den roten Blutfarb-
Blutplättchen (Thrombozyten).
stoff (Haemoglobin), den
Träger des Sauerstoffs. Hämatokrit: Als Hämatokrit bezeichnet man das Verhältnis der zellulären Blutbe-
standteile zur Gesamtblutmenge.
Leukozyten:
weiße Blutkörperchen. Sie 01.4.2.2.1 Erythrozyten – rote Blutkörperchen
dienen der Abwehr von Erre-
gern und Fremdstoffen. Rote Blutzellen haben keinen Zellkern. Zentraler Bestandteil eines Erythrozyten ist
der rote Blutfarbstoff – das Hämoglobin oder Hb – der dem Blut seine rote Farbe
Thrombozyten: verleiht. Das Hb hat aufgrund seines Eisengehaltes die Eigenschaft, Sauerstoff zu
Blutplättchen. Sie sind zu- binden und an die Körperzellen abzugeben.
sammen mit anderen Fakto-
ren für die Blutgerinnung Aus den Gewebezellen nimmt Hb Kohlendioxid auf und transportiert es zur Lunge.
notwendig. Im Unterschied zu Sauerstoff wird Kohlendioxid aber nicht vollständig an Hämoglobin
gekoppelt , sondern zum größten Teil als in Wasser gelöstes Gas abtransportiert.
Durch die Bindung mit Sauerstoff wird das Hb hellrot, durch die Bindung mit CO2
wird es dunkelrot.
Ohne Hämoglobin keine Sauerstoffversorgung! Der Verlust von funktionstüchti-
gem Hämoglobin ist ein Notfall!

Notfälle:
 Verlust von Hämoglobin nach starken Blutungen
 Blockade des Hämoglobins durch Kohlenmonoxid (CO-Vergiftung)
 Verlust von Hämoglobin nach Zerstörung von Erythrozyten (z.B. Hämolyse beim Ertrinkungsunfall)

Auf der Oberfläche (Zellmembran) der Erythrozyten befinden sich Oberflächenstru k-


turen aus Eiweißen. Diese Eiweiße bilden ein Antigenmuster, das die Zugehörigkeit
zu einer Blutgruppe im AB0-System bestimmt. Menschen mit verschiedenen Blut-
gruppen haben also unterschiedliche Erythrozyten.

01.4.2.2.2 Weiße Blutkörperchen - Leukozyten


Weiße Blutkörperchen - Leukozyten dienen der körpereigenen Abwehr (Immunab-
wehr). Leukozyten besitzen im Unterschied zu den Erythrozyten einen Zellkern.
Ferner haben sie die Eigenschaft, sich eigenständig fortbewegen zu können. Auf
diese Weise können sie das Gefäßsystem durch die Gefäßwand verlassen und i n das
Gewebe eindringen. So erreichen sie beispielsweise die Entzündungsgebiete, in de-
nen sie ihre Abwehrfunktion ausüben können.
Je nach Form, Größe des Kerns, Färbbarkeit und Funktion unter-
scheidet man verschiedene Typen. Die Typen können in weitere
Hauptgruppen zusammengefasst werden, in denen dann jedoch
wieder viele Untergruppen und Unterarten existieren.

01.4.2.2.3 Thrombozyten – Blutplättchen


Thrombozyten – Blutplättchen sind kernlose Scheibchen, die im
Knochenmark gebildet werden. Sie sind praktisch keine eigen-
ständigen Zellen, sondern lediglich Zellteile (natürlich ohne Zell-
kern). Sie haben eine wichtige Aufgabe bei der Blutgerinnung.

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 20
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.5 Die Blutgerinnung


Blut besitzt die Eigenschaft, unter bestimmten Voraussetzungen rasch aus dem flü s-
sigen in einen halbfesten Zustand überzugehen. Das Blut gerinnt. Durch die Blutg e-
rinnung ist das Blut in der Lage, ein Leck in der Gefäßwand abzudichten. De r Vor-
gang der Blutgerinnung wird durch das Gerinnungssystem gesteuert. Das Gerinnung s-
system bietet einen Schutz gegen das Verbluten. Die Blutgerinnung erfolgt in drei
Phasen:
1. Gefäßreaktion
Drosselung der Durchblutung durch Verengung des verletzten Blutgefäßes
2. Blutstillung
Verschluss des Lecks durch "verklebende" Thrombozyten (kurzzeitiger
Thrombozytenpfropf)
3. Gerinnung
Bildung eines Fibrinnetzes zur Abdichtung des Lecks (langfristige Verklebung)
Die dritte Phase, die Ausbildung des Fibrinnetzes, ist eine komplizierte chemische
Reaktion in Form einer Kaskade (Kettenreaktion), an der über 30 Komponenten (G e-
rinnungsfaktoren und andere) beteiligt sind. Herausragende Bedeutung haben dabei
die Thrombozyten, das Fibrinogen, das Kalzium und das Vitamin K.
Das Fibrin bildet ein Netzwerk feinster Fäden, das Blutkörperchen festhält und auch
dem Blutserum den Austritt aus der Wunde erschwert. So entsteht eine zusammen-
hängende Kruste, der Wundschorf, unter dessen Schutz sich dann die Wunde durch
Neubildung von Zellen wieder schließt. Das Fibrinnetz wird im Laufe der Zeit durch
Bindegewebe ersetzt. Die Wunde (das Leck) vernarbt.

07_01.5.1 Thrombose und Embolie


Bei krankhaften Zuständen bildet sich ein derartiges Gerinnsel (Thrombus) auch in-
nerhalb der Gefäße. Man spricht dann von einer Thrombose. Wird ein Thrombus vom
Blut weggeschwemmt, so bezeichnet man ihn als Embolus. Er kann als Fernwirkung
der Thrombose an einer anderen Stelle des Gefäßsystems zu lebensgefährlichen Ve r-
stopfungen der Blutwege führen (Embolie).

07_01.5.2 Fibrinolyse (Thrombolyse)


Begriffe
Blut gerinnt ständig, auch in intakten Gefäßen. Außerdem haben die an den Lecks
Antikoagulantien: entstehenden "physiologischen" Verschlüsse die Tendenz zu wachsen . Es muss daher
sollen die Bildung eines ein System existieren, den überschüssigen (falschen) Gerinnungsreaktionen entgegen
Thrombus verhindern zu wirken.
(® Ass oder Heparin) Mit jeder einsetzenden Gerinnung werden daher gleichzeitig Stoffe (Inhibitoren)
Fibrinolytika: aktiviert, die die Gerinnung hemmen beziehungsweise Blutgerinnsel wieder auflösen
sollen bestehende Gerinnsel können. Diesen Vorgang der Gerinnungshemmung nennt man Fibrinolyse.
(Thromben) auflösen Das System der Fibinolyse läuft ebenfalls als Kettenreaktion in mehreren Schritten
(® Metalyse) ab, an denen viele Faktoren (z.B. Plasmin) beteiligt sind. Werden (beispielsweise in
der Klinik) bestehende Thromben medikamentös aufgelöst, spricht man von
Lysetherapie (Thrombolyse):
Thrombolyse.
Versuch, mit Fibrinolytika
einen Gefäß verlegenden Um eine Thrombose oder eine Embolie bei Patienten zu verhindern, wird die Geri n-
Thrombus aufzulösen nungsfähigkeit des Blutes mit Medikamenten herabgesetzt. Diese Therapie nennt
man Antikoagulation.
Medikamente zur Auflösung von Thromben oder zur Antikoagulation nennt man
Fibronolytika oder Antikoagulantien. Die wichtigsten Medikamente im Rettungs-
dienst sind Heparine, Acetysalicylsäure (ASS, Aspirin), Streptokinase, Metalyse oder
andere Fibrinolytika

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 21
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

Puls:
07_01.6 Kreislaufüberwachung
An den Schlagadern
(Arterien) fühlbare
Druckwelle, welche in der Die Kontrolle und Überwachung der Kreislaufparameter ist eine der wichtigsten
Systole durch die Aufgaben des Rettungssanitäters oder Rettungsassistenten!
Auswurfarbeit des Herzens
entsteht. 07_01.6.1 Leitsymptome von Herz- Kreislauferkrankungen
Folgende Tabelle zeigt eine kleine Auswahl von Symptomen und Beschwerden, die
auf eine Kreislaufstörung hinweisen können1. Sie sind entsprechend sorgfältig zu
kontrollieren.
Tabelle 3

Sehen  Obere Einflussstauung (gestaute Halsvenen)


 Zyanose
 Hautfarbe (Blässe) und Hautfeuchte (schweißig)
 Blutungen
Fühlen (Puls)  Arrhythmien (Herzklopfen, Herzstolpern)
 Tachykardie (Herzrasen)
 Bradykardie
 Asystolie
Monitoring  Hyper- oder Hypotonie
 Unzureichende Sauerstoffsättigung
Beschwerden  Thorakaler Schmerz (Angina pectoris)
 Atemnot
 Bewusstseinsstörungen
 Synkope (reversible Ohnmacht)
Weitere Untersuchungen  Anamnese
 Schockzeichen

 Etc.

07_01.6.2 Kontrolle der Kreislauffunktion


Überprüfung der Vitalfunktion Kreislauftätigkeit durch:
 Pulskontrolle (A. radialis / A. carotis / A. femoralis (bei Reanimation))
 Lebenszeichen (Atmung, Bewegung, Reflexe)

07_01.6.2.1 Pulskontrolle
Die Pulskontrolle sollte mit den Fingerbeeren des Zeige-, Mittel- und Ringfingers
Vorsicht:
erfolgen, da hier im Allgemeinen die größte Empfindsamkeit besteht.
Nicht zu fest auf die
Halsschlagader drücken und Pulskontrolle am Handgelenk (bei nicht-Bewusstlosen):
auch nie auf beide Von der Daumenseite kommend tastet der Helfer mit drei Fingerbeeren den Puls am
gleichzeitig, da dadurch liegenden Arm.
gefährliche Kreislauf-Reflexe Die Pulskontrolle am Handgelenk ist allgemein üblich, wenn der Verletzte noch an-
(Vagusreflex) ausgelöst sprechbar ist. Man sollte einem Verletzten nicht ohne zwingenden Grund bzw. nicht
werden können. ohne Erläuterung der Maßnahme den Puls kontrollieren“.
Vorsicht: Pulskontrolle an der Halsschlagader (bei Bewusstlosen):
Kein Carotispuls Der Helfer tastet mit zwei bis drei Fingerbeeren den Kehlkopf und rutscht dann mit
bei Kleinstkindern tasten den Fingerbeeren in die seitliche Halsgrube.
wegen Gefahr der Auslösung Es ist darauf zu achten, dass der Puls an beiden Seiten getastet wird, sofern er auf
eines Vagusreizes. einer Seite nicht fühlbar ist. Beidseitige Pulskontrolle ist in diesem Fa ll erforderlich,
weil u.U. durch einseitigen Gefäßverschluss irrtümlich ein Kreislaufstillstand verm u-
tet werden könnte.

1
Die Vorgaben des ABCDE Algorithmus zur Befundung des Kreislaufs (Circulation), der seit 2009 an der
Rettungsdienstschule Saar unterrichtet wird (Traumamangement), sind noch nicht in diese Tabelle einge-
arbeitet! Bitte unbedingt ergänzen!

RS_07_Herz_Kreislauf_01_Herz_Kreislauf_10_handout.docx- 22
Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut
07_01.6.2.2 Blutdruckmessung
Standarddiagnostik bei jedem Patienten nach erfolgter Kontrolle der Vitalfunktio-
nen. Fortlaufende engmaschige Kontrollen durchführen (ca. alle 5 Min); je nach E r-
krankung Intervall variieren, bei cardialen/synknopale Patienten ca. 2 -3 min.
 Indikation
Bei allen Patienten im Rahmen der Erstuntersuchung.
 Material
Stethoskop und Blutdruck-Messgerät mit optimaler Manschettenbreite (1/3 des
Oberarmdurchmessers).
 Durchführung
Die erste Blutdruckmessung bei einem Patienten muss auskultatorisch (mit St e-
thoskop) erfolgen, alle weiteren können auch palpatorisch (Tasten des Pulses)
durchgeführt werden.

01.6.2.2.1 Meßmethode nach Riva Rocci (RR):


1. Patienten über Maßnahme informieren.
2. Patienten sitzend oder liegend lagern.
3. Oberarm freimachen, Kleiderwülste sind zu meiden, den Arm mit der Manschette
entspannt in Herzhöhe lagern.
4. Passende, luftleere Manschette eng um den Oberarm anlegen.
5. Radialispuls tasten.
6. Manschette aufpumpen bis Radialispuls nicht mehr tastbar ist, dann noch weit e-
re 20-30 mmHg aufpumpen.
7. Stethoskopmembran in der Innenseite der Ellenbeuge platzieren.
8. Manschettendruck langsam und kontinuierlich ablassen.
9. Ersten hörbaren Ton ablesen = systolischer Wert.
10. Letzten hörbaren Ton ablesen = diastolischer Wert.
11. Manschettenventil öffnen und Luft ganz ablassen.
12. Manschette für weitere Kontrollen locker um den Oberarm belassen.
13. Ermittelte Werte werden üblicherweise auf die Endziffer 0 oder 5 ab- bzw. auf-
Bei offensichtlich vital gefähr- gerundet.
deten Patienten reicht zur
Orientierung über den vorlie- 01.6.2.2.2 Palpatorische Messung
genden Blutdruck die schnel- 1. Manschette bei gleichzeitiger Pulskontrolle aufpumpen bis kein Puls mehr tas t-
lere palpatorische Messung bar ist.
völlig aus - der diastolische 2. Manschettendruck langsam ablassen bis die erste Pulswelle wahrgenommen wird.
Blutdruckwert ist in dieser 3. Wert ablesen (= systolischer Blutdruck).
Situation zweitrangig. 4. Manschettendruck komplett ablassen.

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.6.3 Wichtige Kontrollparameter


(Blutdruck und Puls)
Tabelle 4: Kontrollparameter
Altersstufe Frequenz Systole (mmHg) Diastole (mmHg)
Neuqeborenes 120 - 140 60 ± 10 40 ± 4
(0 - 28 Taqe)
Säuqlinq 120 - 130 85 ± 15 60 ± 15
(28 Taqe - 1 Jahr)
Kleinkind 90 - 120 100 ± 25 65 ± 20
(1 Jahr - 5 Jahre)
Schulkind 75 - 100 105 ± 20 60 ± 10
(6 - 14 Jahre)
Juqendlicher 60-75 120 ± 15 70 ± 10
(15 - 18 Jahre)
Erwachsener 60 - 80 130 ± 20 80 ± 10
(Ab 18 Jahre)

Die Werte stellen nur Anhaltswerte dar. Die Maßnahmen sind den tatsächlichen Ver-
hältnissen anzupassen.

07_01.6.4 EKG-Überwachung
Wegen der Bedeutung des
Bei der EKG (Elektro-Kardio-Graphie )-Überwachung werden die elektrischen Herzak-
EKGs ist diesem Thema eine
tivitäten auf einem Monitor sichtbar gemacht.
eigene Lehreinheit gewidmet.
Dabei können Herzrhythmusstörungen erkannt und entsprechend behandelt werden.
Dieses sog. Monitoring-Verfahren ist Standard in der Überwachung von kreislaufin-
stabilen Patienten oder im Rahmen einer Herz-Lungen-Wiederbelebung.

07_01.6.5 Pulsoxymetrie
Der große Vorteil der Pulsoxymetrie ist darin zu sehen, dass Hypoxien sehr viel frü-
her erkannt und entsprechend rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden kön-
nen. Die pulsoxymetrische Überwachung gehört zum apparativen Standardmonito-
ring, welches für jeden Notfallpatienten obligat ist.
Unter Oxymetrie versteht man die spektralphotometrische Messung der partiellen
Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes (pSa02). Das Verfahren macht sich die un-
terschiedlichen Absorptions- und Reflexionseigenschaften des Hämoglobins und sei-
ner verschiedenen Derivate- insbesondere seine oxygenierten und desoxygenierten
Varianten -zunutze.
Dazu werden über eine Lichtquelle Licht mit genau definierten Wellenlängen (660nm
und 940nm) durch das Messorgan (z.B. Fingerbeere, Ohrläppchen) gesendet und auf
der gegenüberliegenden Seite mittels eines Photodetektors die Veränderungen ge-
messen.

07_01.6.5.1 Fehlerquellen beim Pulsoxymeter


 Kalte Haut (Exposition in Kälte)
 Schock (Volumenmangel)
 Schmutzige Finger(z.B.Bauarbeiter)
 Nagellack (Modefarben, z.B. Lila oder Blau)
 CO-Intoxikation (Kohlenmonoxid)
 Gerätedefekte
 Etc.

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.7 Index
Antikoagulantien ........................................... 21 Kammerschenkel .......................................... 11
Aortenklappe .................................................. 6 Kapillarsystem .............................................. 17
Arterien ........................................................ 16 Kontrollparameter (Blutdruck und Puls) ........ 24
AV-Knoten .................................................... 11 Koronararterien ............................................ 14
Blut............................................................... 19 Koronarsklerose ........................................... 14
Aufgaben.................................................. 19 Körperkreislauf ............................................... 3
Zusammensetzung ................................... 19 Kreislauf ......................................................... 3
Blutbestandteile ............................................ 19 Kreislaufüberwachung .................................. 22
Blutdruckmessung ........................................ 23 Leitsymptome
Blutdruckregulation ....................................... 18 Herz- Kreislauf ......................................... 22
Blutgefäßsystem........................................... 16 Leukozyten ................................................... 20
Blutgerinnung ............................................... 21 Linksherz ........................................................ 5
Blutkreislauf Lungenkreislauf .............................................. 3
Aufgaben.................................................... 3 Mitralklappe .................................................... 6
Definition .................................................... 3 Myokard ......................................................... 8
Blutplättchen ................... Siehe Thrombozyten Myokardischämie ......................................... 14
Cava, Vena .................................................... 6 Parasympathikus .......................................... 13
Diastole .......................................................... 9 Perikard.......................................................... 8
Durchblutung Perikardhöhle ................................................. 8
Anpassung ............................................... 18 Pulmonalklappe .............................................. 6
EKG ............................................................. 13 Pulskontrolle................................................. 22
EKG-Überwachung....................................... 24 Halsschlagader ........................................ 22
Embolie ........................................................ 21 Pulsoxymeter ............................................... 24
Endarterien................................................... 14 Pulsoxymetrie ............................................... 24
Endokard ........................................................ 8 Purkinjefasern .............................................. 11
Epikard ........................................................... 8 Rechtsherz ..................................................... 5
Erythrozyten ................................................. 20 Reizleitungssystem ...................................... 10
Fibrinolyse .................................................... 21 Riva Rocci .................................................... 23
Fibronolytika ................................................. 21 rote Blutkörperchen ............ Siehe Erythrozyten
Gerinnung .................................................... 21 Schrittmacher
Hämatokrit .................................................... 20 natürlicher ................................................ 12
Herz ............................................................... 5 Segelklappen ................................................. 7
Herzaktion ...................................................... 9 Sinusknoten ................................................. 10
Herzarbeit .................................................... 15 Sympathikus ................................................. 13
Herzhöhlen ..................................................... 5 Systole ........................................................... 9
Herzkammern ................................................. 5 Taschenklappen ............................................. 7
Herzklappen ................................................... 6 Thrombolyse ................................................ 21
Herzkranzgefäße .......................................... 14 Thrombose ................................................... 21
Herzleistung ................................................. 15 Thrombozyten .............................................. 20
Herznerven................................................... 13 Trikuspidalklappe ........................................... 6
Herzvorhöfe.................................................... 5 Vena cava ...................................................... 6
Herzwände ..................................................... 8 Venen........................................................... 16
Herzzeitvolumen ........................................... 15 Vorhöfe .......................................................... 5
His-Bündel ................................................... 11 Weiße Blutkörperchen ......... Siehe Leukozyten
Kammern........................................................ 5

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Herz-Kreislauf: Herz, Gefäße, Blut

07_01.8 Quellenverzeichnis
Ahnefeld, & Gorgaß. (7. Auflage). Rettungsassistent und Rettungssanitäter. Springer
Verlag.
Deiml, R. (kein Datum). Das Sauerstofftransportsystem. Von http://www.rudolf-
deiml.homepage.t-online.de/k_ubers.htm abgerufen
Geisler, F. (kein Datum). Wissenschaftliche Illustrationen aus Medizin, Biologie und
Pharmazie . Von www.physiologie-online.de abgerufen
Menche, N. (Juli 2007). Biologie Anatomie Physiologie: Kompaktes Lehrbuch für
Pflegeberufe. Urban & Fischer Bei Elsevier.
Menche, N., Bazlen, U., & Kommerell, T. Pflege Heute (2. Auflage). Elsevier.
Schwegler, J. S. Der Mensch - Anatomie und Physiologie. Thieme Verlag.
Weber, & Emmerling. Nottallrettung & Krankentransport Ausbildungs-, Seminar-
und Trainingshandbuch. Landesrettungsschule des DRK-Landesverbandes Badisches
Rotes Kreuz e.V.
Ziegenfuss. (2001). 112 Notfallmedizin. Springer Verlag.
Ziegenfuss, T. (Dezember 2004). Checkliste Notfallmedizin. Stuttgart: Thieme.

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