Sie sind auf Seite 1von 7

1-iu,..:\.

(j.u -, 1\1~b \vl C.'<.


J.t·,.,. .,_
b
iMullk. KlaH 10A, Schul, Barock - ein Übertlllc:k
2,c.oe.202i]
;"<')
Text 1:
.Der 8egrtff .Barock" ch•fllderlfllt die Kunst.poche lt'On c•. 1600- t 750. All
man llcll MI Ende des 11. J•hmunde,ts erneut •n ~ e n VortJ/ldem zu
_,,t
Henach•ft und Wllrde und zur Unt.maltungw Ge,el$Chd
Der Abao/11#,mw all StNl:mblm r,Nte/lt den llc/J •ul dN
GottNgnadentum berufenden Hetrxt,am ~ n l d 9 Recht9 zu
orlentiel9n begann, wurde dN abwertende Wort .barock" (Von portug. [lnsbe&ondera LouiaXN (tl».1715) In 'V9INIIIN/Franlaelch/.
ba!OCCO • un,ege/mlßlge, schlefrunde Perle) geprtgt Es wunte 1uf die Die luße19 Pracht stand jedoch Im Gegensatz zur RHltlt Der
Mencmale der zu Ende gehenden Kunstepoc:he /»zogen, del9n Dre/ß/rilhrlge KMg (1'1&-1'46) lder die R.,,,,,,,_tlon (1517-1446)
Unlem'Ohrung man nun aAs ab&onderllch empfand. beschießt) und die PNt fOMan .. In Deutxhland) zur Verelendu/lQ der
AbeolutJ&tlllch Herrscher, Kirche, Bauern, sttdtllche Barr,,, und S.VOll•rull'1 und mach„n damit die Slnnloelgkelt dN ltdlschen SnbeM
H•nclwerlcer h•tten gennnte Aufgeben und Rollen, H6fe rep,tsen"-rlen deutlch. Geprtgt lt'Om 8ewuUINln der l'klllgltelt und Verglngl/cllkelt aJJN
wnchMndenach Ihre Macht In S.uwerl<en und Fenstem. Neue Men11ehllchen und dem Gleuben .,, die hlmmlache Sal/gkelt. die den
&lcenntnlue In Mathematik, Geometrie, A&tronomle und M«hanlk finden Menschen dN Lald MIQIII , . . IWIW eine Anllthellk das
heraUY11(1Mde Anwendungen. Aber •uch "'°"
Machtstreben getragene VOihflll3CMnde Grundprlnzlp l»lot:lcer Oldltung; Gagensltu M
Kriege kennzeichneten die Barockzelt, eben&o die Annut und .DINaelts• und ..JenNlts"• .carJlfl dlem" (• mAz• den Tag} und .memento
Gllublgkelt r,oßer BevO/lcerungsllllle. ., morr (• bedenlc1, daSI Du ,,-,CNH, 1111111() wuni.n In dw Baroclcllteratur
Text 2: einender gegenQl)e,geste«.,
.Die Zelt 110t1 elwlt 1100-1750 bildet In der MuslkgellChlchte eine
zuummenhlngende Stilepoche, das Barock, dN .Generalbasszeltalte„ Wichtige Komponlatln dN Baroc:k:
{llJehe Station ts) oder das Zeitalter des ,konzertierenden Stils". 8aroclc • In ltllen: Claudlo MonllMrdl (1576-1843), Antonio Vlvlldl (1878-
bezelchnet nach 1750 •bwettend dN SchWO/s1/ge, Überladene der •lten 1741), ArcalQ9k> Corwll (11153-1713)
KuMt Die MUllk des Barock galt entaprechend ffl harmonisch 111/WOtTln, • In Frlnlu'llch: JMn.Bal)till Luly (11132-1887). JNn.Phlffppe Rameau
dlSSOMIIZenre/ch, melodlach schwierig. unnalOlfch, holprlg. kurz: blrocl<. (1883-1764), Fl'lllCOII Coupem (1--1733)
Elne Aut.vertung des Barock lnchle erst du 19. Jhdt. • In Deutxhlend: Johann Sebelllan Bach (1885-17!!0), Georg
Der S/ilwandel um 1600 wird In der Zelt starl< empfunden, ll'Obel m,n die Friedrich Hlndal (hauptalchlch In London) (1885-1759), Helnrlc:h
alte Polyphonle [siehe Station 5J we/terpflef1 und so erst m,/ 2 SIiie Schütz (1585-1872), Georg Phllpp Telemaoo (1881-1787)
nebeneln•nder h1t (still anllco, $1i/e modemo). Auch bet,nnt die barocke
Hauptgattung [siehe StatlOn 2J Oper um 1(SOO, Der Stilwendel
Epoche um 1760 (Bacha Tod) l&t weniger klar. Die neuen 1indenzen des
•m
Ende dw A•ben:
1. Lies alle drei Texte Ober die Epoche dN Barock aufrner11Nm durch.
EJnfK:hen, EmpllndUmen, N•torfchen kommen um 1730 1ul und tohren um 2. Erstelle llne Z.etelale von 1550-1800, auf der Du 1h In den drei
17/IO bel9lts zum HOhepunlct der nacllfD/genden Epoche, der K/Nslk .., Texten genannten Ereignisse und Personen elntrlgal.
Text 3: 3. Elslelle eine 7ibeo\le nit MM:hlfgen Beg,/tl'e,r der TIXte, die Du dann
.Die Fotdenlng nach Reprlsentallon, die Dberachwtlngllche Prachtenll•ltul!Q jeweils kn,pp enlutem SOiist E,V,nze Im Verlauf der
und eine p11Jnlcvolle KOns111chkelt prtgen das Wesen der bat'o(;Qn Kunst die Unltrrlchtselnhelt 8egrlfre und ct.ren EtMuterunr,en
den MIICht- und Kulturlrlf/flm -Adel und KITCM - zur 0.rstdung Ihrer Nlbltlndlg.

1.S,,le/plh Obffuu~. R. Nylatn U.L (Hna), Klon 2011, S. 274


2va1. u. Michels, drll-Arlas Musik, div 2008, S. '267
JMusil< um una - Selau,d..t,enich II, M. Sau~r u.1. (ffnl.), Schroodtl 2008, 361.
1 •

"-:---
\
- . - - -= Ba~c.'-'. --- . .......

- - -"I

'
1 ·'',
AJSO A,;c • Alo<> ,t~,O AfOO

' 11
e;,:;m trr!a ' '
Bt.;i,it ~\6.\~,
G.c.nu~,~-
-s t.,c;,.~t.\W S\ i \ ~ (US 8Q(~~-
\> ~~Q,.~.. ~""'-- , un,-,.i...,.ailijJ
ßa,oc."- i... a'oo-oca~o ~ \. .
.

_ ._ - - ---~- - -- -
-- -
• r
~l.fü Atie..
- :> Bi\o~~n, $ ~vi -' ~ t.\.f.i\'f\~c nJ
li,~<OlJ~
- > \\\G ß~, _, S\ijl.?.~ w(.\c:.'f'\ c. c.\'lc.r
\ ~-(Je.
-.> \)~ \~c. ßÄ\ t.e. \tuw aind
+ •
-, \"-tj' u ~dh~ dJMli
(..lt, til'

J)s- T~ tj(\CI At;, !Wlcttf I.Ji<- ~i 11 G.i Mc.'n~ •~,e"ot


~\yU\.. ~~'1..\ \~~\I c.'ncI \d,~I\ &W.U\ ~ -
,.
-, $\fl\""" S.'"JCI\ _, "1'~\ t ~---"-4. A ~'"A"'
.Sf~\-e(e• ~ ,\.\\Ü\ '1U>C\t\-,

l •

jef, , t • 1

~)~»
,it~ ~tn ,Sl1\i<f\ in dMm 6hxh z.ti\vuMd, ~ " 4at
~ thc.n Tal.
1

• 1

• 1 1 '

l
t..'


- - - ------
[~ 1M,Sd18111
1. Da Ztltllllr dtl Barock • Prunk und Pmbt · dll An;htt,klur


MOnller Zwiefallen Schloas \Mnailles

Typilch ftlr die An:ti11111u m. B1rack lnl:

..De.~!'\~,\,<-* Ar'«AA , S<.'Ji p<~gW,>o:ti, Üb<,r\a>aro I


Schloss Versailles

U.amor,

G1eic1-. git 8UCh ftlr die Musik. Blp. -...,ar......, wn Jolam Sebaltia! Bach. Das VVerk
wurde zum Geburtstag der Kurtilrstin zu Sachs«I, die gleichzeitig KOnigin von Polen war,
und 1733 aufgefllhrt.

In der Einleiulg sind schon die beiden Instrumente _ _ _ _ _ _ und

- - - - - ~ die auch im T_, angwp,GJ•1 .-den, zu hlllen. Sie aind kOnigliche


lnslrumenle und erklingen eben9o pompOs, was lle Huldigung zu Ehren des Geburtstages noch
llllllllir1cen. Man splichl auch von betodrer ,,_,,_. (vgl. Feuerwerlcsmusik oder W ~ k
von Htndel das Te Deum von Charpentier).
)( :.. Al'o<', f
r----------------------
Klasse 10A, Sehaal, Barock - Instrumente und Gattungen
1Musik,

Wenn ein Komponist am Hofe eines Forsten angestellt war, schreibt er


oftmals andere Musik als ein Komponist, der als Kantor an einer Kirche
beschäftigt war. Das liegt zum Bnen daran, dass der Forst zu anderen
Anlassen neu komponierte Musik haben wollte zum Anderen gab es - je
nach Finanzlage - unterschiedlich vtel Geld und damit auch ein
unterschiedliches Instrumentarium, welches zur Verfügung stand. Neben
der Unterscheidung zwischen weltllcher und geistlicher Musik Ist es auch
llnnvoll Mualk danach zu unterscheiden, ob nur Instrumente spielen
(.Instrumentalmusik") oder ob auch SAnger betelUgt sind (.\/Qkalmuslk").
Hier folgt nun ein Überblick Ober die wichtigsten Gattungen1 des Barock:
Oper: Musiktheater, Arie und Rezitativ dominieren die barocke
Oper, oftmals antiker Stoff, Fürsten schmücken sich mit
eigenen OpemhAusem, Open, werden nur fOr sie
komponiert, etc.
X Invention: "Erfindung", "Einfan•. Ein ganzes Musikstack Wird aus
einem muslkalllchen Einfall entwickelt. Dabei kommen
Kompositionstechniken zum Einsatz, die typisch fOr die , 1

8-ockzelt sind: .Imitation (Nachahmung des Themas In


einer anderen Stimme), Sequenz (Wiederholung des
Themas auf einer anderen Tonstufe), Tianspos/tion (Thema
erscheint auf einer anderen 'Tbnstufe), Umkehrung,
Augmentation (VergrO&mmg der Notenwerte), Dirrinutlon
(Verlcleinerung der Notenwerte), Abspaltung (nur ein Teil
des Themaa wtrd 1181Wendet). Gegenspieler des ThemN In
einer anderen Stimme Ist der ao genannte Kontrapunkt. Die 1
Invention ist In der Regel zwe/11/mmlg. IQMeist Ist sie fOr das 1
Klavier geschrieben.
Arte: kunstvoller Sologesang, von Orchester oder Cembalo und 1
Cello (.Continuo") begleitet.

lVgl. hUp://de.wiklpedia.orgfwikl/GattuDg_(Musllt): .,Die Lehre von den muslkallschen C


Sa12SlrUlaur••
2Vgl. hnp://de.wiklpedla.orgtwild/lnventioo
(

24.09.2020 1

Fuge: kompltzlertes Musikstück; lhnlich wie ein Kanon: eine Stimme


beginnt mit einem Thema, nach ein paar Takten folgt eine
zweite Stimme mit dem8elben Thema, es gibt aber auch wieder
gemetnsame Zwl8(:henSpiele, usw. Kann Instrumental sein oder
von einem Chor auch vokal ausgefOtwt werden.
Omot1um: wie Oper, aber keine szenische Umsetzung, oftmals biblscher
Stoff (z.B. .Messias- von Händel, oder .Waihnachtsorato
von Bach).
Choral: kln:hlk:hes Gemelndeled, oft fQr vier Stimmen (Sopral, Alt,
Tenor, Bass), die ein Chor &lngl
Suite: eine Folge von "Tamsatzen" tor ein Orchester oder ein
Soloinstrument. Unter •Tanzsatz" versteht man Tänze, cie zu
fesllidlen Anlä8sen an Fürsten- oder KOnigshOfen getanzt
wurden. (.Sarabande", .Menuett", .Gigue", u.a.). Die Musik der
Tlnze war aber so bellebt, das& gar nicht Immer dazu getanzt
wurde; sie wurde auch einfaCh nur gehOrt.
Rezitativ: "Sprechge8ang" in der Oper, einem Oratorium oder einer
Kantate. Handung wird erzlhlt, Text steht Im Vordergrund.
eoncerto: OrchestersUk:k. bei dem mehnn Instrumente bzw.
tnstrumentengruppen im .Wedlsef' nit- und gegeneinander
lf)ielen .,concertare" = ital. 'Nellslreiten.

Die wichtigsten Instrumente Im Orchester sind Cembalo/Orgel und ein Cello.


Sie blden cle Basis der meisten Kompositionen, den ,.Baao ConUnuo". Um
klanglich mehr Abwechslung zu haben treten verschiedene Instrumente hinzU,
cle heute teilwale eher unbeklmt sind:

die Theorbe: wte eine Gitarre, mit sehr langen Saiten, d.h. auch tiefen Tönen.
der Zink: ein Holzrohr, das mit einem Trompetenmundstück geblasen wird.
cle Laute: auch lhnlch wie eine Gitarre.

Aufgaben: e cie folgenden Bilder des barocken Instrumentariums.

1 Gattungen bettadltet [.. ) cle Kriterien Baemm& Tm, Flllllaioo, Auffilhnmgson und