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1 . D •le Lau t e "sc b" - "sp 11 -,,5t ll


phonetische Zeichen:
sch, eh lfJ Tisch, Chef
tsch, eh [tf] Deutsch, Charly
sp Up] sprechen
st Ut] stehen, Stuhl
"Sch" wird als lfJ stimmlos gesprochen.

"Sp" und "St" spricht man am Wort- oder Silbenanfang ~p] bzw. U"!l

Im Wortinneren werden "sp" und "st" als "s" und "p" bzw. "s" und "t " realisiert, wenn

sie zu verschiedenen Silben gehören: Hos- pital, Knos- pe, Geburts - tag, fantas- tisch.

Silbenmarkierungen werden auch im Wörterbuch immer angegeben: Hoslpiltal,

Gelburtsltag.

Einübung:
Bei "sch" denken wir an eine Dampflokomotive.

Sprechen Sie "sssssssssss ". Machen Sie die Lippen rund wie beim ,,0". Dabei wird "s" zu

"sch ". Lassen Sie nun die Luft mit Druck ausströmen.

Sprechen Sie: sch . sch . sch. Maschine, Wäsche, frisch, frische Fische.

Häufige Fehler:
"St" und "Sp " werden oft als "s" und "t" bzw. "s"un d "p" realisiert.

Am Wort- und Silbenanfang sollte aber "sch" und "t" bzw. "sch" und "p"

gesprochen werden.

Wenn "sch" wie "s" gesprochen wird, hilft folgende Übung:

a) Stellen Sie "sch" zwischen zwei Vokale: komische Stimme.

b) Lassen Sie "sch" in Auslautposition sprechen: Frosch.

c) Machen Sie im Schriftbild einen Bogen unter den Laut. Sprechen Sie:

Stefan stößt an einen spitzen Stein.

v v v v

2. Satzakzent beim Perfekt


Beispiel: Was haben Sie letzte Woche erlebt?

Was ist geschehen?

Das habe ich total vergessen.

Bei Wortfragen wird normalerweise das Verb betont. Wo aber liegt der Akzent, wenn es
ein zusätzliches Hilfsverb im Satz gibt?
Bei Sätzen im Perfekt wird das Partizip stärker betont. Die Hilfsverben "haben" und
"sein" bleiben meist unbetont. Dieses Phänomen kennen Sie schon vom Satzakzent bei
Modalverben (siehe L 4).

51

3. Satzakzent und Intonation - Zusammenfassung wichtiger

Reg'eln

Der Sprecher betont im Allgemeinen die Information, die für seine Sprechabsicht die

wichtigste ist.

1. Bei Aussagesätzen liegt der Akzent normalerweise auf dem letzten Wort. Die

Intonation geht nach unten: Ich wohne in Essen. ~ ( siehe Ll)

2. Bei Wortfragen wird normalerweise das Verb betont. Fragewörter bleiben in der

Regel unbetont. Die Intonation geht nach unten: Was ist passiert? ~. (siehe LI )

Bei der "Rückfrage u dagegen wird das Fragewort betont. Die Intonation geht nach

oben: Was ist passiert? ~.

3. In einer Nominalgruppe (das Subjekt oder Objekt steht mit einer Ergänzung) wird
das letzte Wort betont. Die anderen Wörter ble iben unbetont:

die Sekretärin vom Chef.


,
~
I

4. Die Negationswörter "nicht" und "kein" bleiben meistens unbetont. Der Satzakzent
ändert sich durch die Negation nicht: Ulla ist hier - Ulla ist nicht hier.
S. Bei Sätzen im Perfekt wird das Partizip betont. Die Hilfsverben "haben" und "sein"
bleiben meist unbetont. Die Intonation richtet sich nach der Satzstruktur, z.B.
Wortfrage, Satzfrage. Aussagesatz, Imperativ:
Was ist geschehen? Das habe ich total vergessen (sieh e L7).
6. Höfliche Bitten (Wunschsätze) werden meist mit fallender Intonation gesprochen.
Bei mehreren Verben im Satz wird normalerweise das Verb im Infinitiv betont, das
Modalverb bleibt unbetont (siehe L3): .~
Wir möchten gerne bestellen. ~ Einen Apfelsaft. bitte. ~
,

7. Je nach Sprechabsicht und Temperament des Sprechers können weitere Angaben


betont werden (siehe LS): Natürlich machen meine Kinder auch Lärm.
r
8. Bei Sätzen, die einen Befehl, eine Aufforderung oder einen dringenden Rat ausdrük­
I
ken, werden im allgemeinen das Verb und das letzte Wort im Satz betont (siehe L6):
Trinken Sie keinen Kaffee. ~ Die Intonation geht am Satzende nach unten.
I

9. Nähere Angaben zu Verben (adverbial, funktional) werden betont: Er wollte die


Schule in Brand stecken. Er stand hier. Sie war weg. Ich werde jetzt anrufen
(vergleiche L8).
10. In Satzfragen (Entscheidungsfragen oder Ja-Nein-Fragen) geht die Intonation nach
oben (sieh e L2): Hat man sie operiert? ~
11. Die Intonation bleibt unverändert bei Aufzählungen:
Der Chef ~ , Herr Soltau ~ und ich ~ besuchen sie jetzt gleich. ~
.I

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..
- "s c h"
Hören Sie und
1. schauen
2. schlafen
sprechen Sie nach.
schön
schneiden
S.
6.
Mensch
fantastisch
Maschine
frisch
3. Schlösser Schild 7. kornisch Entschuldigung
4. duschen waschen 8. schrecklich Schnupfen

- Hören Sie und sprechen Sie nach.


"sp - st" 1. Spiegel Spiel S. stellen stimmen
2. spülen spielen 6. Speise Spaziergang
3. Strand Straße 7. stark still
4. Stunde Stuhl 8. Streit Stress

5 Minuten üben
"s p - st"
a) Wo hören Sie "schp" oder "seht"? Kreuzen Sie an.
1. 0 lustig 0 Spiegel S. 0 Stuhl o Fenster
2. 0 Speise 0 kosten 6. 0 Husten 0 stark
3. 0 fest 0 stehen 7. 0 Industrie 0 Stadt
4. 0 meistens 0 ständig 8. 0 Sport 0 günstig
b) Vergleichen Sie die Lösungen.
c) Hören Sie noch einmal und sprechen Sie nach.

4 "sch - sp - stil
Hier sind 12 Wörter versteckt. Finden Sie alle? Lesen Sie laut.
HVCFENSTERMS

U S PIE GEL L K E T

• S G H L S T U H L I N R

TCD U S C H E) POS S E

E S T ECK E R H T C I

NRVIPXYBMEHT

MZWÖSPEISEEP

S TUN 0 E P R Z A N L

POS T LEI T Z A H L

Was hat Frau Winter heute gemacht?

a) Hören Sie und markieren Sie die betonten Wörter.

1. Frau Winter hat die Kinder ins Bett gebracht.


2. Sie ist in den Supermarkt gegangen.
3. Sie hat Kar! ins Büro gefahren.
4. Sie hat Briefe beantwortet und telefoniert.
S. Sie hat das Zimmer von Anna aufgeräumt.
6. Sie hat Anna von der Schule abgeholt.
b) Sprechen Sie nach.

Phonetik aktuell, © Max Hueber Verlag, Ismaning 53


a) Hören Sie die Sätze.

b) Markieren Sie die betonten Wörter.

1. Die Sache mit Frau Soltau ist ja schrecklich.


2. Gestern hat die Sekretärin vom Chef einen Unfall geh abt.
3. Sie muss zwei Wochen im Bett bleiben.
4. Du kannst sie im Krankenhaus an der Isar besuchen.
5. Frau Kuhn hat 100.000 Euro im Lotto gewonnen.
6. Frau Tönjes hat einen neuen Freund.
c) Sprechen Sie nach.

a) Hören Sie die Sätze und markieren Sie die betonten Wörter.
1. Anna geht ins Bett.
2. Anna geht schon ins Bett.
3. Anna geht schon allein ins Bett.
4. Anna geht schon seit zwei Wochen allein ins Bett.
5. Anna ist dreizehn Jahre alt und geht schon seit zwei Wochen
allein ins Bett.
b) Sprechen Sie nach.

Stress bei Winters


Intonation Hören Sie und sprechen Sie nach.
1. Wann hast du das Mittagessen gekocht?
2. Wohin hast du die Freundin von Anna gebracht?
3. Wen muss ich um 7 Uhr wecken?
4. Hast du die Hände gewaschen?
5. Wann soll ich die Kinder ins Bett bringen?
6. Was ist mit den Hausaufgaben?
7. Warum kann sich Anna nicht allein anziehen?
8. Hast du die Lehrerin angerufen?

9 Satzakzent
Das ist mir wichtig.
a) Ergänzen Sie.
1. Marianne fährt am Freitag nach Hause - und nicht Sar~.
2. Mariarme fährt am Freitag nach Hause - sie nicht.
3. Marianne fährt am Freitag nach Hause - nicht _
4. Marianne fährt am Freitag nach Hause - und nicht _
5. Marianne fährt am Freitag nach Hause zu ihrer Mutter - und
nicht - - -- -
6. Mariarme fährt am Freitag nicht nach Hause. Sie
b) Lesen Sie laut.

54 Phonetik aktuell, © Max Hueber Verlag, Ismaning


a) Hören Sie und markieren Sie die betonten Wörter.
11 1. Muss man Jens und Anna anziehen?
2. Kann Anna sich nicht alleine anziehen?
3. Muss Herr Winter Anna in die Schule bringen?
4. Hat Anna ihre Hausaufgaben schon gemacht?
5. Ist sie in die Musikschule gegangen?
6. Bringt Herr Winter die Kinder abends ins Bett?
7. Hat Herr Winter an alles gedacht?
8. Kann Frau Winter im Krankenhaus beruhigt schlafen?
b) Fragen Sie einen anderen Kursteilnehmer. Antworten Sie.
Muss man Jens und Anna • Nein, nur Anna. Jens kann
anziehen? das sehr gut alleine machen.

Satzakzent und Junge auf Autobahnraststätte einfach vergessen

11 Intonation

a) Bringen Sie die Wörter in eine sinnvolle Reihenfolge.


1. Es / kalt / war.
Es wa.r lcaLt.
2. Dirk / Jacke / keine / hatte, denn / im Auto / war / seine Jacke.

3. ganz leer/ Der Parkplatz / war.

4. Später / dann / ein Auto / gekommen / ist.

5. Dirk / gefragt / Ein Mann / hat:

6. "du / hier / denn / machst / Was ?/1

7. "Eltern / Wo / sind / deine / denn ?/1

8. Der Mann / sofort / hat / die Polizei / gerufen.

b) Markieren Sie die betonten Wörter.


Es UJtU" kalt.
c) Markieren Sie die Intonation mit (1') oder (~).
Es UJtU" kALt. ~
d) Lesen Sie die Sätze laut vor.

Phonetik aktuell, © Max Hueber Verlag, Ismaning 55


5 Minuten üben

1 lI St - s p"

a) Wo hören Sie "st" oder "sp"? Kreuzen Sie an.

Wort 1 Wort 2 Wort 1 Wort 2

1. 0 ~ s. 0 0
2. 0 0 6. 0 0
3. 0 0 7. 0 0
4. 0 0 8. 0 0
b) Vergleichen Sie die Lösungen.
c) Hören Sie noch einmal und sprechen Sie nach.

~

Was haben Sie letztes Wochenende gemacht?


13 Satzakzent Schreiben Sie 5 Sätze dazu auf und lesen sie vor.


leb bin. IhalJe­

a) Hören Sie.
1 Intonation
b) Markieren Sie die Intonation mit
1. • Sie liegt im Krankenhaus. ~
~ oder ~.
6. Natürlich!
2. • Nein, das gibt es doch nicht! 7. Der Chef, Herr Soltau und
3. Hat man sie operiert? ich besuchen sie jetzt gleich.
4. • Ja, gestern, es geht ihr schon 8. • Na , da wird sie sich aber
etwas besser. freuen.
s. Würdest du ihr bitte gute
Besserung wünschen?
c) Hören Sie noch einmal und sprechen Sie nach.

Von Nachbar zu Nachbar.

1 Intonation Hören Sie und sprechen Sie den Dialog.

• Würden Sie mir netterweise fürs


Wochenende Ihre tolle Stereoanlage
leihen?
Geben Sie eine Party?
• Nein, ich möchte nur mal richtig
ausschlafen .
• Ach so.

56 Phonetik aktuell, © Max Hueber Verlag, Ismaning


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I

Sprechen Sie deutlich.

116 _ "sp - st"


Igel und Spiegel " ,\ 111111; ""\1­

~
, / I /I I'
Hier ist ein Spiegel, _. ,\. , , / ; ,1/

da kommt ein Igel. . , : - . : 2 :-_~"}


a~.:;;;); ;~·:~~::~~ ~f
;
Er starrt in den Spiegel und spricht: :.;,,/1 "\' ... - ..... ­
/""-!. 11 \' - ­
IIJÖ, aus dem Spiegel schaut ja auch 'l :"";. 11 \ .: ~:
,,'" /,\,1 \\',,- )
ein Igel-Gesicht." .;;iu./t'l) Il)\'..,='
.-.- ~.:.\.:,)~ '- - ' \
.. ~ ­

Zungenbrecher.

1
1 "stil Lesen Sie immer schneller.

Ein Student mit Stulpenstiefeln stolperte am Stein und starb.

Stefan stürzt über einen spitzen Stein, stößt mit seiner Nasenspitze die

i Fensterscheibe ein.

~1
Ein Verhör
a) Hören Sie zu.

;
b) Lesen Sie den Dialog vor.
• Wann haben Sie ihre Frau zum letzten Mal gesehen?
• Beim Frühstück. Wir haben noch miteinander gesprochen.
• Was haben Sie dann gemacht?
• Ich bin ins Büro gefahren.
Haben Sie dafür einen Zeugen?
• Nein. Ich war alleine im Auto.
• Hatten Sie Streit, bevor Sie aus dem Haus gingen?
• Ja schon, aber wir haben uns oft gestritten.
Wann haben Sie von dem Unfall ihrer Frau gehört?
• Erst als der Anruf vom Krankenhaus kam.
• Wussten Sie, dass die Bremskabel durchgeschnitten waren?
Nein, natürlich nicht.
c) Schreiben Sie ein passendes Ende der Geschichte.

119 ~tza kzent


I
a) Erweitern Sie den folgenden Satz.
b) Sprechen Sie laut.
1. Hilf mir!
2. Hilf mir .doch«: _
3.
4.
S.

Phonetik aktuell , © Max Hueber Verlag, Ismaning 57