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1.

Die Laute "p", "t" und "k" •


phonetische Zeichen: [P], [t], [k]
phonetischer Fachbegriff: Plosive
p,pp [P] Paprika, Suppe
t, tt, th [t] Tisch, Mittag, Thema
k, ck [k] Klavier, backen .t
Die Laute "p ", "t" und "k" spricht man mit einem deutlichen "h ", also: ph . t h . kh.
I~
Diese phonetische Besonderheit nennt man "Behauchung" oder "Aspiration". Bei der

Aspiration werden p, t, und k hart gesprochen im Gegensatz zu b, d, und g.

Die Aspiration findet nicht statt in und vor Verbindungen mit "sp" und "st", z. B.

Spiegel, Stuhl.

Einübung:
Puste-Übung
a) Sprechen Sie [b] - [p], [d] - [t], [g] - [k]. Halten Sie dabei ein Blatt Papier 10 cm vor
Ihren Mund. Bei richtiger Aussprache von [p], [t] und [k] bewegt sich das Papier
deutlich.
b) Probieren Sie dasselbe mit einer brennenden Kerze. Wenn Sie die Kerze beim
Sprechen ausblasen, haben Sie es richtig gemacht.
c) Üben Sie abwechselnd.
backen - packen

dick - Tick

Garten - Karten

2. "b", "d" und -s" am Wort- und Silbenende


Am Wort- und Silbenende spricht man die Buchstaben b, d und g wie "p", "t" und
"k" aus, also hart und behaucht. Dieses Phänomen nennt man Auslautverhärtung.
Lernende, die stark schriftorientiert sind, haben damit oft Schwierigkeiten.
Beispiel: lieb [p] - Liebe [b]

Hand [t] - Hände [d]

Hamburg [k] - Hamburger [g]

3. Intonation beim Imperativ


Beispiel: Trinken Sie keinen Kaffee! ~

Lies doch mal! ~

Tu doch endlich was! ~

. Bei Sätzen, die einen Befehl, eine Aufforderung oder einen dringenden Rat ausdrücken,
fällt die Satzmelodie am Satzende.
Beachten Sie den Unterschied von Satzfrage und Imperativ.
Essen Sie viel? ~ (Satzfrage)
Essen Sie viel! . ~ (Imperativ)

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Puste-Übung
.p", "t", "k"
a) Sprechen Sie "b-p", "d-t", "g-k".
Halten Sie dabei ein Blatt Papier etwa 10 cm vor Ihren Mund. Bei richti­
ger Aussprache von p-t-k bewegt sich das Papier deutlich.
b) Hören Sie und sprechen Sie nach.
1. Garten Karten 4. Medizin Mittag
2. baden packen S. schreiben Suppe
3. Dusche Tisch 6. Frage Vokal
t
a) Hören Sie und markieren Sie p, t, und k.

.p", "t", "k"


1. Eapier Pullover S. täglich trinken
2. Paradies Pause 6. Klavier Konzert
3. Suppe Paket 7. krank kalt
4. Tablette Thema 8. Kuchen backen
b) Hören Sie noch einmal und sprechen Sie nach. Denken Sie an die
"Puste"-Übung und übertreiben Sie ruhig.

5 Minuten üben

.p", "t", "k"

a ) Wh"0 oren S'ie »P ",,, . reuzen


S'ie an.
t " ,,, k"?K
Wort 1 Wort 2 Wort 1 Wort 2
1. [E] D S. 0 0
2. 0 0 6. 0 0
3. D 0 7. 0 0
4. 0 0 8. 0 0
b) Vergleichen Sie die Lösungen.
c) Hören Sie noch einmal und sprechen Sie nach.

) H ..
aaren S're un d marklieren S'ie »P "t"
,,, un d rr
k" •
.p", "t", "k"
1. Bitte keinen kalten Kaffee trinken.
2. Täglich eine Tasse Tee trinken.
3. Torte und Kuchen machen krank, Tanz und Theater sind gesund.
4. Bitte eine Pizza mit Paprika und Pommes Frites .
S. Das Paradies hat seinen Preis.
" 6. Der Koch kommt mit einer Kiste Kirschen in die Küche.
( b) Flüstern Sie die Sätze. Errät ihr Nachbar, welchen Satz Sie
geflüstert haben?

.,-t·

Phonetik aktuell, © Max Hueber Verlag, lsrnaning 45


a) Hören Sie und markieren Sie das "hart" gesprochene [tl.
1. die Hang der Mund 4. Abend Kleid
2. bald gesund S. Wald Grad
3. Strand Bad 6. Handschuh Wanduhr
b) Hören Sie noch einmal und sprechen Sie nach.

a) Hören Sie und markieren Sie das "hart" gesprochene [k], [tl und [p].
1. von Monta~ bis Freitag 4. Der Sonntag ist ab und zu frei.
2. am Dienstag oder Samstag S. Freitag ist ein halb freier Tag.
3. Am Montag habe ich Urlaub. 6. Gib mir bitte die Hand.
b) Sprechen Sie nach.

a) Hören Sie und sprechen Sie nach.

b) Schreiben Sie das Wort im Singular auf.

1. die Strände der Strtut.d S. die Münder


2. die Kleider 6. die Bilder
3. die Verbände 7. die Bäder
4. die Wälder 8. die Hände
c) Lesen Sie laut.

Beim Doktor.
"pU, "t", "ku a) Hören Sie.

b) Hören Sie noch einmal und ergänzen Sie b, d, g, P. t oder k.

1. • Am Monta:9- war ich _ eim Do.Ltor,


2. • _ ist _ u _ ran k?
3. • J-, ich ha...e eine Er_ältung o.i.er vielleicht eine Gri.Le.
4. • Ich habe auch __opfschmerzen, Pie er, _ urch fall und
r

Ma _ enschmerzen.
S. • Ei_en_lich _ ut mir alles weh und ich _ in _ an z ka.Lu...~ .
6. • Ich nehme ein Ba.; un.; _ an n rn öch e ich nur noch ins ett.
7. • Du tus.; mir wir_lieh Lei_.

a) Hören Sie und sprechen Sie nach.


Imperat iv
b) Lesen Sie laut.
1. Warten Sie nicht zu lange.
2. Trinken Sie keinen Kaffee.
3. Lassen Sie das Rauchen.
4. Essen Sie wenig Fett.
S. Gehen Sie lieber zum Tanzen.
6. Schwimmen Sie zwei Mal pro Woche.
c)~rgänzen Sie.
Beim Imperativ geht die Stimme am Satzende nach _

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10 Imperativ
a) Ordnen Sie zu.
b) Markieren Sie die Intonation mit ~ oder ~.

c) Lesen Sie laut.


1. Mein Kopf tut so Was halten Sie von Stehen Sie au f. Machen
weh. ~ ~ einem heißen Bad Sie Gymnastik.
2. Ich h a· b e 0 ft vor dem Schlafen? S·
elen S·le vorslC
. h tig.
.
Halsschmerzen. Haben Sie StreSS? ~M ac h en S·
ie·Jed en
3. Ich will keine Keine Antibiotika? Abend Halskompressen.
Antibiotika nehmen. S'Ind diie M an d eIn Bel. Kopfw eh hilf
I t
4. Ach, diese in Ordnung? frische Luft.
Zahnschmerzen.
Arbeiten Sie im Sie sollten zum
5. In der Nacht schlafe Sitzen? Zahnarzt gehen.
ich nicht mehr.
Möchten Sie eine Gehen Sie abends
6. Mein Rücken tut Tablette? spazieren.
weh.

Kofferpacken
11 "p", "t", "k"
a) Lesen Sie die Wörter laut vor.
~~ /0/1,,;.& I ;/

b) Testen Sie Ihr Gedächtnis. Wählen Sie


ein Wort aus dem Koffer aus und begin­
nen Sie. Ihr Nachbar macht weiter. Wer
kann sich alle Gegenstände in der richti­
gen Reihenfolge merken?
Ich packe meinen Koffer und nehme Tabletten mit.

Ich packe meinen Koffer und nehme Tabletten und Papier mit.

Ich packe meinen Koffer und nehme ...

12 " b" '" d" ,,,9 "


am Wartende
a) Finden Sie Reimwörter.
1. Hand ~
2. Geld Welt Band 0­
tv.'\>
3. Mund
4. Strand '/'J().t\c\ kalt Rind
5. Wald
6. Kind
b) Lesen Sie vor.

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1 "b", "d", "g"
Wartende
a) Was passt zusammen? Schreiben Sie auf.

-zeug -schuh _haber -büro _stuhl


11--
! ~

1. Verbandes) :uug_ 5. Fund - - -- -


2. Korb - - - -- - 6. Stand - - - - - -
3. Lieb - - - - - -
7. Urlaubs _
4. Hand - - - - - -
8. Rat _
b) Hören Sie und sprechen Sie nach. •
Schlechtes Wetter
1 a) Hören Sie.
b) Hören Sie noch einmal und ergänzen Sie b, d, g, p, t oder k .
1. Sei..i- gestern re_ne_ es fas_ _ausenlos. 2. Die Wol_en hängen
sehr _ ief un_ der Win_ weh_ star_ aus wechseln_en Richtungen.
3. Wir ha_en doch Urlau_. Warum regne_ es gera _e in dieser Zei_
so hefti_? 4. Wir wollen a_er nich_ Trü_sal _ lasen , sondern den
Rucksack acken. 5. Auf dem Ber- -ehren wir ineiner uri- en Hütte
ein und essen ein äse_rot. 6. Es gib _ auch Ra_wein aus _ ern
Sü en.

15 Imperativ
Geben Sie gute Ratschläge.

1. Ich habe Langeweile.


2. Ich habe Zahnschmerzen.
iM""---"'M""-""ck-"'--""elfV~o1L..lo<J~""""'""'-.
-'-L..... _

3. Ich habe Kopfweh.


4. Ich bin traurig.
5. Ich habe nie Zeit.
6. Ich habe Hunger.
7. Ich bin müde.

16 Imperativ

Was machen wir am Wochenende?

a) Machen Sie Vorschläge.

1. Ein Buch lesen? Lieuiocl1dfliedeL~wk8uc1v. _


2. Torte essen?
3. Sport treiben?
4. Musik hören?
5. Einen Film anschauen?
6. Im Garten arbeiten?
7. Für die Prüfung lernen?
8. Einfach nichts tun?
b) Lesen Sie laut.

48 Phonetik aktuell, © Max Hueber Verlag, Ismaning


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Valentinstag
Lesen Sie die Zitate.

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Hören und lesen Sie das Gedicht.


1 "P"
Pampelmusensalat
Bei der Picknickpause in Pappelhusen

aß Papa mit Paul zwei Pampelmusen.

Doch bei dem Pampelmusengebabbel

purzelte plötzlich der Paul von der Pappel

mit dem Popo in Papas Picknickplatte,

wo Papa die Pampelmusen hatte.

,,0 Paul", schrie Papa, "du bist ein Trampel!

Plumpst mitten in meine Musepampel­

Ich wollte sagen: in die Mampelpuse ­

nein: Pumpeinase - nein: Pa-Pampelmuse!"

Das gab vielleicht ein Hallo!

Die Pappeln, der Papa, der Paul und sein Po,

das Picknick, die Platte (um die war es schad) ­


das war ein Pampelmusensalat! ~.fie/ t € Lut{;{~ ~ci ~ ?.r>

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Phonetik aktuell, © Max Hueber Verlag.. Ismaning 49


19 Intonation
Familie Maier geht Skifahren
a) Lesen Sie die Frage auf Ihrem Kärtchen vor. Wer hat den passenden
Antwortsatz? Lesen Sie laut.
b) Lesen Sie zu zweit.

Hast du die Skihose gefunden?


Mensch, die habe ich vergessen.
Ich fahre gleich in die Apotheke.
I
Klar, die Pässe sind überhaupt
Denkt ihr an die Handschuhe?
das Wichtigste.

r· · ··· ··· ··· ···:~;. ·~:::· . ~~:. ·~:~~~: ·;:. · ···· t ;.:, ~~:..:.~.; ..~::~ .. ~~:~:.: ~.: .

informieren? Schrank.

r - ~~:=~i~;r~:i;:;~::- - ~ :~~ ::a~. ::i:::i::::::e: :I;:·- 1

r- - - -~::~::: :~ ~~:-- - + ~: ::~:~:~:e: :: :::::::.-l

. Versicherungskarte? .

~ - - - - - -- ---- -- - ! ;~:-~::: ~;:;~: :;:~::~ ::~ :::J


Wann fahren wir los? .
, ge ihnen den Schlüssel.
.
.

r --::; ;:~u;:~~;n~I~~:: - + - :::~i~: :: :;::::-~::. -1

Natürlich. Handschuhe und


Habt ihr die Ausweise dabei?
Mütze sind wichtig.

Hast du an die Medikamente Hier im Rucksack sind Essen


gedacht? und Trinken.
L 1 ~

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i. .
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