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Zeitung

Ausgabe 1/2009

In dieser
Ausgabe:
Seite 2: AWO lud zum
Jahresempfang
Seite 3: Messe für das
Ehrenamt
Seite 4: Rechtsberatung
auf Erfolgskurs
Seite 5: Ein Fest, das
Brücken schlägt
Seite 6: Mitglieder
wurden geehrt
Seite 7: AWO startet
Ferienfahrten
Seite 8: Rätselspaß
mit Gewinn
Prüfung auf dem Kinder- und Jugendbauerhof

Hoch zu Ross
Am 10. Januar 2009 war gekommen. Zuvor hatten fütterung, einiger Pferde-
Impressum: es soweit: auf dem Kin- die sieben Prüflinge seit krankheiten, der Anatomie,
der- und Jugendbauernhof den Winterferien im Theo- des sicheren und artge-
Auflage: 1.600 war der Tag für die Prüfung rieunterricht mit Birgitt und rechten Umgangs mit dem
Herausgeber: AWO
zum Motivationsreitabzei- Felicitas Grundlagen der Pferd und natürlich der
Kreisverband
Kiel e.V.
chen „Kleines Hufeisen“ Pferdehaltung, der Pferd- Reitlehre erarbeitet. Seite 7
Preetzer Str. 35
24143 Kiel
Telefon: 04 31/775 70-0
Telefax: 04 31/775 70 48
E-Mail: info@awo-kiel.de
Internet: www.awo-kiel.de
Redaktion: Dietmar Wagner
Verantwortlich: Doris Hansen
Bank: Förde Sparkasse
Konto 104 794

Redaktionsschluss der
nächsten Ausgabe:
1. April 2009 Der Vorleser... Das Logo... Die Fiesta...
Seite 6 Seite 3 Seite 4
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Ausgabe 1/2009

Kinder standen im Zentrum des AWO-Neujahrsempfang:

„Gelebte Solidarität“ Text: Dietmar Wagner Fotos: Martin Geist

E s war erneut ein Stelldichein der po-


litischen Prominenz der Stadt: Zum
AWO Neujahrsempfang kamen Land-
und Bundestagstagsabgeordnete, Ratsleute
und diesmal auch die Oberbürgermeisterin
Angelika Volquartz und ihr sozialdemokra-
tischer Herausforderer bei der anstehenden
OB-Wahl, Torsten Albig. AWO-Vorsitzender
Gerwin Stöcken dankte den vielen Helfern
der AWO, seien es die haupt- und ehrenamt-
lichen Mitarbeiter oder die Dienstleister und
Lieferanten des Kreisverbandes oder die zahl-
reichen Spender. Einen Arbeitsbereich hob er
hervor: „Die großen Ferien in Kiel haben viele
Kielerinnen und Kieler in den letzten Jahr-
zehnten selbst in Falckenstein bei der AWO
verbracht. Erlebnisreich und engagiert betreut.
Ohne das freiwillige Engagement von jährlich Gerwin Stöcken eröffnete den Empfang: Tagesmütter und Krippen gehören nicht in Private Hände“.
fast 300 Helferinnen und Helfern wären auch zusammengebracht. „Alle, die etwas geben
heute die Strandfahrten nach Falckenstein können und wollen, sind gebeten, uns dabei zu
für über 1500 Kinder in den Sommerferien unterstützen. Denn arme Kinder und Familien
brauchen unsere Hilfe.“

D ie Hilfe sei manchmal ganz klein aber


von unglaublicher Wirkung. Kinder,
deren Eltern sich nicht darum küm-
mern, dass ihre Kinder im Winter warm ange-
zogen sind, benötigen Schal, Mütze und Hand-
schuhe. „Sie brauchen einfach etwas Warmes
zum Anziehen. Ich bin stolz auf die Frauen aus
dem AWO Servicehaus Mettenhof, die für die
Waldgruppe des Kinderhauses Narvikstraße
Georg Schröter sorgte am Klavier für die rich-
Schal, Mütze und Handschuhe stricken. Neben
tige Stimmung.
der körperlichen Wärme entsteht auch mensch-
liche Wärme für die Kinder, deren Eltern aus wir tatsächlich, dass mit der Wahrnehmung
welchen Gründen auch immer, sich nicht oder von Bildungs- und Teilhabechancen Gewinne
Die Linsensuppe gehört traditionell zum AWO- noch nicht richtig kümmern können.“ Wenn erzielt werden. Ist es richtig, dass der Staat di-
Neujahrsempfang. die älteren Bewohnerinnen des Servicehauses in ese wichtige Bildungs- und Erziehungsaufgabe
Mettenhof sich kümmern und die Strickereien privat wirtschaftlichen Trägern überlässt, die
gar nicht vorstellbar.“ Und der Vorsitzende auch persönlich an die Kinder weitergeben, nicht demokratisch sondern allein wirtschaft-
verwies auf den neu gegründeten Hilfsfonds dann sei das gelebte Solidarität. Der Ausbau der lich ausgerichtet sind. Können sich Reiche bald
„Kinder sind Zukunft“: „Die Lebensrealität Betreuung von Kindern unter drei Jahren auf eine bessere Bildung kaufen und Arme müssen
für viele Kinder, die in Armut groß werden eine 35 % tige Versorgungsquote sei ein Ziel das Standardangebot nehmen?“ Wohlfahrts-
müssen, ist nicht nur teilweise bitter. Wenn wir der Bundespolitik, das die AWO begrüße, so verbände und Kommunen seien durch demo-
uns nicht für diese Kinder zusätzlich engagie- Stöcken. „Erschrocken“ zeigte er sich allerdings kratische Prozesse legitimiert und unterlägen
ren, werden sie kaum eine Chance haben, ihre darüber, dass die Familienministerin festgestellt der Kontrolle ihrer Mitglieder und der Bür-
Bildungschancen wahrzunehmen.“ Für vieles hat, dass Kommunen und Wohlfahrtsverbän- gerinnen und Bürger. Privat gewerbliche An-
brauche man zusätzliches Geld, um etwa ein de nicht in der Lage sind, allein dieses Ziel zu bieter unterliegen den Gesetzen der Betriebs-
Frühstücksbuffet in den Kinderhäusern für erreichen und deshalb vorzuschlagen, auch pri- wirtschaft. „Tagesmütter und Krippen sind
alle Kinder anzubieten. Bei einem Aufruf zu vate Träger, also solche mit Gewinnerzielungs- Bestandteil des Bildungs- und Erziehungssy-
einem 13. Monatsbeitrag haben die Mitglieder absicht, mit dem Ausbau von Betreuungsmög- stems und gehören nicht in Private Hände“, so
der Arbeiterwohlfahrt Kiel spontan 7.000 Euro lichkeiten zu beauftragen. „Wir fragen, wollen der AWO-Vorsitzende.
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2. Kieler Ehrenamt-Forum: Liebe Freundinnen, liebe Freunde

Eine Frage der der Kieler AWO!

Seit vielen Jahren ruft die Kieler AWO im

Motivation
November zu einem 13. Monatsbeitrag auf.
In den letzten Jahren hatten wir zugesagt, dass
dieses Geld zur Bekämpfung von Kinderarmut
Von Barbara Striedieck

B ereits zum zweiten Mal hat das kaum gewachsen. Heike Boyens, eingesetzt wird. Mittlerweile haben unsere Erzieherinnen und Erzieher
„nettekieler“ Ehrenamtsbüro Leiterin vom AWO Bürgertreff eine Einschätzung vorgenommen, wie viele Kinder in unseren Einrich-
das EhrenamtForum ausgerichtet Kiel-Süd und geschulte Freiwilligen- tungen von der Armut ihrer Eltern betroffen sind.
– in diesem Jahr in Zusammenarbeit koordinatorin, leitete den Workshop Nachdem diese Einschätzung vorliegt, hat sich der Vorstand entschlos-
mit einem Runden Tisch. Schirm- „Streitkultur“ und war beeindruckt sen, einen Kinderhilfsfonds zu gründen, der Kindern, die von Armut be-
herrin war Oberbürgermeisterin von der offenen Aussprache und troffen sind, hilft. Dazu werden wir die Mittel des 13. Monatsbeitrages
Angelika Volquartz. Die Veranstal- der Vielfältigkeit der Beiträge zum (stolze 7.000 Euro) dem Hilfsfonds zur Verfügung stellen. Eine kleine
tung richtete sich an ehrenamtliche Thema. Kommission wird darüber wachen, dass das Geld sinnvoll und nachhaltig
und hauptamtliche Mitarbeiter aus Ein Höhepunkt des Ehrenamt-
eingesetzt wird.
Organisationen, Vereinen und Initi- Forums war der Expertenvortrag
Ziel ist die Bildungs- und Teilhabemöglichkeiten von Kindern zu för-
ativen, die Freiwillige einsetzen oder
von Dr. Konrad Hummel zum
dies beabsichtigen. Thema „Wie sichern wir Bürgeren- dern, damit wir sie stark machen, den Teufelskreis von Armut zu
Am Sonntag, 1. Februar, kamen gagement und Freiwilligkeit in der
180 Besucher aus 80 verschiedenen Demokratie?“. Sein Ausgangspunkt:
Vereinen ins KulturForum in Kiel, „Es gibt eine Fülle von Missver-
um sich über das Thema „Freiwil- ständnissen zwischen Staat, Wirt-
lige Finden – Fördern – Führen“ zu schaft und Zivilgesellschaft, und
wir müssen sicherstellen,
dass die Bürger und Bür-
gerinnen nicht verplant
durchbrechen. Bei der Bank für Sozialwirtschaft haben wir unter der
und benutzt werden.
Kontonummer 123456 (BLZ 370 205 00) ein Konto eingerichtet, auf
Freiwilligenarbeit basiert
in erster Linie auf Ver- das weiter gespendet werden kann. In einer Pressekonferenz werden wir
trauen.“ den Kinderhilfsfonds vorstellen und hoffen, dass möglichst viele Spenden
Dass freiwilliges Enga- zusammenkommen. Neben Geld- sind auch Zeit- und Sachspenden ge-
gement ein generations- fragt. In einigen Kinderhäusern werden Kleidertauschbörsen benötigt, in
Informationen rund ums Freiwilligenmanage- übergreifendes Anliegen anderen brauchen die Erzieherinnen und Erzieher Unterstützung bei der
ment: Über 180 Besucher kamen. ist, zeigte die Ausstellung Zubereitung eines gesunden Frühstücks für alle Kinder. Manchmal wird
der Friedrich-Junge-Re- jemand gesucht, der vorliest und im Sommer werden freiwillige Helferinnen
informieren. Ergänzt wurde die Teil- alschule Kiel. Mit dem Thema „So- und Helfer für die Strandfahrten gesucht. Alle innerhalb und außerhalb
nehmerliste durch Gäste aus Politik ziales Engagement: Jung trifft Alt“
der AWO sind herzlich eingeladen, mitzumachen: mit Zeit-, Sach- oder
und Wirtschaft. Die Zahl der Men- haben sich Schülerinnen und Schü-
Geldspenden.
schen, die sich ehrenamtlich enga- ler künstlerisch auseinandergesetzt
gieren, nimmt zu, doch auch die Er- und präsentierten beeindruckende Besonders gefreut habe ich mich über den Einsatz von Frauen aus dem
wartungen und die Wünsche werden Plakate und Skulpturen. Die große Servicehaus Mettenhof. Nachdem wir gefragt hatten, ob sie für Kinder
vielschichtiger. Nicht immer gelingt Resonanz auf die Veranstaltung hat einer Außenspielgruppe des Kinderhauses Narvikstraße Mützen, Schals
es, das Engagement auf Dauer zu deutlich gemacht, dass das Thema und Handschuhe stricken können, weil sich nicht alle Eltern gleich gut
erhalten oder Freiwillige gezielt zu nicht mit einer Ein-Tages-Veranstal- um ihre Kinder kümmern, waren sie dabei. Sie haben die Kinder besucht,
erreichen. Drei Workshops zu den tung abgehandelt werden kann. Maß genommen und die Wünsche erfragt. So sind nicht nur Schals in
Themen „Motivationskultur“, den Farben der Fußballnationalmannschaft entstanden, sondern auch das
„Anerkennungskultur“ und Gefühl gelebter Solidarität der Generationen. Vielen Dank dafür!
„Streitkultur“ waren ein erster
Schritt in die „Vermittlung
Herzliche Grüße
von Handwerkszeug“. Das
ausgeglichene Interesse an
den Workshops war für die Euer
Veranstalter überwältigend.
Dem Andrang waren die im- Workshop Streitkultur: Geleitet von AWO- Gerwin Stöcken, Vorsitzender AWO Kiel
provisierten Räumlichkeiten Mitarbeiterin Heike Boyens.
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Leben mit der


Diagnose Demenz
Die Beratungsstelle Demenz und Pflege hat
ein neues Angebot für Menschen mit De-
menz entwickelt. Das Kursangebot richtet
sich an Menschen, die – unabhängig vom
Lebensalter – am Anfang einer Demen-
zerkrankung stehen. An fünf Vormittagen
können sich die Teilnehmer mit anderen
Betroffenen im AWO Bürgertreff Fockstra-
ße darüber austauschen, was Ihnen auf dem
Herzen liegt und durch den Kopf geht. Sie
werden dabei von einer Kursleiterin beglei-
tet. Sie informiert außerdem über verschie-
dene Aspekte von Demenzerkrankungen,

Fiesta bei der AWO


gestaltet spielerisches Gedächtnistraining
und lädt bei Bedarf externe Referenten
ein. Bitte ermutigen Sie Menschen zur
Teilnahme, für die diese Angebot hilfreich
sein könnte. Und wenn Sie sich persönlich Es kam den meisten spanisch vor... Von Erna Koch
angesprochen fühlen, melden Sie sich unter
der Telefonnummer 7 75 70 – 44 bei Frau „Ein Fest rund um das The- „Empfangskomitee“: Frau Eine Mitarbeiterin erzählte
Kaplaneck oder Frau Erlemann. ma Spanien mit verschie- Grubich mit ihren ehren- etwas über ihre Aufenthalte
denen Vorspeisen und einem amtlichen Helferinnen, alle in Spanien und brachte uns
spanischen Nationalgericht; „spanisch“ gekleidet, klap- das land und die Gewohn-
Musik, Flamenco und Über- perten mit Kastagnetten zu heiten ein wenig näher. Als
raschungen warten auf die spanischer Musik im Hin- Einlage tanzten zwei junge
Das AWO-Radio Gäste.“ So warb die Pro- tergrund. Die Tische für 40 Damen von einer Kieler
grammvorschau des AWO Personen waren alle passend Tanzschule für uns Flamen-
jeden Donnerstag Bürgertreffs Kiel-Nord im eingedeckt, sogar die Servi- co und Rumba. Einfach toll.
letzten Jahr. Ein Fest? Ich etten hatten passende spa- Damit auch das Gedächtnis
von 7.05 bis 9 Uhr konnte es mir gar nicht vor- nische Motive. nicht zu kurz kam, gab es ge-
stellen, denn ich war ja noch Jedem Gast wurde dann ein gen Ende des Nachmittags
auf 101,2 MHz nicht lange dabei. Daran Teller gereicht mit typisch auch noch ein Quiz, es gab
wollte ich teilnehmen. Und kleinen spanischen Vorspei- sogar Preise zu gewinnen.
ich habe es nicht bereut, sen und natürlich Paella und Hut ab! Was sich der Bür-
. ich war überrascht und be-
geistert.
Sangria – von den Ehren-
amtlichen alles in Eigenregie
gertreff mit seinen Ehren-
amtlichen alles ausgedacht
Gleich am Eingang das und mit viel Liebe gezaubert. hatte. Ich sage danke.

AWO Rechtsberatung: „Kritik läuft ins Leere“


M it Gelassenheit sieht Hans Mehrens
die Kritik der Anwaltkammer und
einzelner Anwälte an der Rechtsberatung
te dabei, alle mit erheblicher Erfahrung.
Mehrens: „Hier trifft sich berufliche
Qualifikation, lange Berufserfahrung
muss, bei ehrenamtlicher Ausübung der
Rechtsberatung deren Unabhängigkeit
in Gefahr sieht, kann eigentlich nur zu
der AWO. Seit der Gesetzesnovelle, die es und ehrenamtliches Engagement, das ist Heiterkeit führen, geht aber an den Tat-
auch Nichtjuristen erlaubt, zu speziellen aus meiner Sicht eine ideale Kombinati- sachen vorbei“. Insofern laufe die Kritik
Themen eine Rechtsberatung durchzu- on.“ Eine geringere Qualität der AWO- „vollständig ins Leere“, so Mehrens. Wie
führen, ist die AWO unter Federführung Rechtsberatung gegenüber einer privaten wichtig die neue Regelung sei, zeige der
von Mehrens, selbst Volljurist, dabei. Al- anwaltlichen Beratung sei also nicht gege- Zuspruch, den die AWO Rechtsberatung
lerdings mit ausgebildeten Juristen, wie ben. „Und dass ausgerechnet ein Rechts- hat. Inzwischen ist wegen der hohen
Mehrens deutlich macht. Es seien vier anwalt, der bei der Beratung sein eigenes Nachfrage eine Terminvereinbarung un-
Volljuristen und ein Verwaltungsexper- wirtschaftliches Interesse im Auge haben ter 0431/775700 empfehlenswert.

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I ch könnte nun behaupten, das Brückenfest


gibt es schon ewig, stimmt - aber nicht im-
mer unter diesem Motto oder in dieser Form.
Das Brückenfest ruft
Also habe ich mich schlau machen lassen, was Der Ortsverein Elmschenhagen hat eine Brücke Bunt gemischt ist das
es vor meiner Zeit im Kreisvorstand mit dem Brü- gebaut, denn nach wie vor gilt es: Den Brücken- Publikum geworden
ckenfest auf sich hatte: Angefangen hat es damit, schlag zwischen Ehren- und Hauptamtlichen zu und das ist gut so. Ir-
dass die vielen Sammlerinnen und Sammler auf praktizieren und auch zu pflegen. Und somit hat- gendwann hatten wir
der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Seite ein ten wir dem Kind einen neuen Namen gegeben: dann beschlossen, das
Stückchen Belohnung bekommen sollten. Gesagt, „Brückenfest“. Natürlich hat sich über die Jahr- Brückenfest findet nur
getan: Es entstand das „Fest mit Herz“ (in viel zehnte einiges verändert, unsere Einrichtungen noch alle 2 Jahre statt und die sind nun wieder
kleinerer Größenordnung, das meistens in den sind gewachsen und unser Verband ist größer rum. Also bitte notiert Euch: Freitag, 27. März
Bürgertreffs stattfand), schließlich waren dort ja geworden, dadurch natürlich auch die Beteiligung 2009, 19.30 Uhr, Räucherei steigt die nächste
auch beide Gruppen vertreten. An mich wurde die am Brückenfest selbst. Unsere Mitarbeiterinnen Fete!!! Details??? Lasst Euch überraschen!!! Bis
Organisation des Festes vor 23 Jahren von Sonja und Mitarbeiter aus Kinderhäusern, Jugendein- dann in der Räucherei, liebe Grüße
Blümke vererbt. Ich habe es gerne übernommen. richtungen und Pflege haben sich dazu gesellt. Eure Doris Thiele-Röpstorff

Neue Leiterin im „Alten Volksbad“

„Perspektiven
aufbauen“ Von Dietmar Wagner

„Wir haben hier ein massives Problem von Armut“, sagt


Melanie Reiß, neue Leiterin des Stadtteilzentrums Altes
Volksbad. „Wenn Kinder und Jugendliche auch im Win-
ter mit T-Shirts statt Pullovern und Sommerschuhen he-
rumlaufen, dann ist klar, dass es hier am Nötigsten fehlt“.
Eine gänzlich neue Aufgabe stellt sich ihr mit der neuen
Tätigkeit in Dietrichsdorf.
Zuvor war die gelernte Sozialpädagogin und los sind. „Manche Lebens-
Diakonin mit Konfirmandenunterreicht und planung von Jugendlichen
offener Jugendarbeit am Steinhuder Meer be- heißt, ich werde ,Superstar’
fasst. Eine Umgebung, die unterschiedlicher oder gar nichts“. Da will
kaum sein kann. „Bei 80 Prozent Hartz IV- sie eingreifen, Schritt für Melanie Reiß ist die neue Leiterin des Stadtteilzentrums Altes
Empfängern in unserem direkten Umfeld, gilt Schritt, beim Erreichen von Volksbad in Neumühlen-Dietrichsdorf.
es, größte Not zu lindern“. Keine vernünf- Schulabschlüsse ebenso wie
tige Kleidung, falsche Ernährung, keine Hil- mit Bewerbungstraining. „In dritter Gene- Doch ihr Alltag wird weitgehend „vom Stop-
fen für und in der Schule zählt sie auf. Und: ration von Sozialhilfe abhängig, das eröffnet fen der Löcher“ geprägt: Das Alte Volksbad ist
„Manche Kinder haben hier noch nie in der keine Perspektiven mehr“. Aber eben die will an vielen Stellen renovierungsbedürftig, Fen-
Förde gebadet“. Das sind die Aufgaben, der sie den Kinder und Jugendlichen geben, dazu ster fallen aus den Rahmen, immense Heiz-
sich die 37-jährige stellen muss „und stellen gehören auch Ferienfahrten und einfache Ta- kosten sind die Folgen. „Aber der Stadtteil
will“, wie sie sagt. Bei den knappen Mitteln, gesausflüge. „Ich wäre schon froh, wenn wir ist sehr rege“, sagt Melanie Reiß, so habe der
keine einfache Aufgabe. So versucht sie etwa für die Kinder Freibusfahrkarten bekommen AWO Ortsverein bei der bisherigen Renovie-
den angebotenen wöchentlichen Mittagstisch könnte, um mal ins Aquarium oder Museum rung geholfen. „Ohne diese Hilfe hätten wir
auf drei Mal die Woche auszuweiten. Schon zu fahren“. Von längeren Touren wie mal das Verputzen und Streichen so nicht hinbe-
jetzt mit viel Elan unterstützt sie die Haus- einer Reise nach Dänemark oder Schweden kommen“. Neben der laufenden Renovierung
aufgabenbetreuung, „vier unserer Kinder kann sie derzeit nur träumen. „Dabei wäre hat die Eröffnung einer Kleiderkammer hohe
haben eine Gymnasialempfehlung bekom- es so wichtig, dass man den Kindern etwas Priorität. Dafür kann sie natürlich noch reich-
men, das ist doch schon was“, sagt Melanie von der Welt zeigt, damit man ihnen etwas lich Spenden gebrauchen: „Gerade Kinder-
Reiß. Denn sie weiß, dass die Kinder ohne Positives mitgeben und Lebensmut erzeugen betten und Kinderwagen nehmen wir natür-
Bildung und ohne Schulabschlüsse chancen- kann.“ lich sehr gern“. Kontakt über 0431/2050999
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Großer Bahnhof für


langjährige Mitglieder Von Doris Hansen, Geschäftsführerin

A m 1. Februar dieses Jahres wurden


langjährige Mitglieder der AWO ge-
ehrt. Bei Kaffee und Kuchen, einem gu-
ten Musikprogramm der Gruppe CANAL
und einer Lesung von Barney B. Hallmann
genossen viele Mitglieder der AWO ein
Wiedersehen mit Menschen, die sie zum
Teil lange nicht gesehen hatten. Geehrt
wurden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft
Michael Schmalz, Doris Krause, Rita Jün-
ke, Lars Eilenstein, Ursula Giesecke, Lo-
thar Franz und Ben McCulloch. Für 40
Jahre Mitgliedschaft in der AWO erhielt
Hermann Selle die Ehrennadel, eine Ur-
kunde und außerdem als Geschenk eine
Uhr! Für ihren jahrelangen ehrenamtlichen
Einsatz bei der Weihnachtsfeier „Weih-
nachten in Gemeinschaft“ wurden Klaus
Minuth, Manfred Blümel und Jutta, Verena
und Torben Kiesel mit der goldenen Eh-
rennadel ausgezeichnet.

Abgeordneter kam zum Vorlesen


Da war ich schon sehr überrascht, als seiner Erkältung, war die andere Erklä- die Zusage, das Herr Weber im Früh-
ein Mitarbeiter von Herrn Jürgen We- rung, das er ein großer Fan von Hol- jahr 2009 einen erneuten Besuch mit
ber, SPD-Abgeordneter im Landtag, stein Kiel sei. Sofort waren die Jungen neuen Büchern bei uns macht. Darauf
anrief. Er fragte an, ob es die Möglich- Feuer und Flamme und berichteten von freut sich neben den Kindern und den
keit gäbe, dass der Landtagsabgeordnete unserer Fußball AG. Da ließ es sich der kleinen Fußballern auch Annette Nau-
mit einem großen Stapel Kinderbücher Parlamentarier nicht nehmen und stiftete mann, Leitung Kinderhaus Sibeliusweg.
zu uns in die Einrichtung kommt und zur großen Freude
sich als Vorleser zur Verfügung stellen der Fußball AG
dürfte. einen Fußball und
Das Angebot wurde gerne angenommen seinen Schal als
und so trafen sich die Kinder und Jürgen Maskottchen für
Weber im AWO Kinderhaus im Sibelius- den Torwart der
weg auf den Kissen unserer Kinderbü- Teufelskicker vom
cherei in unserer ABC Höhle. Sie mach- AWO Kinderhaus
ten sich gemeinsam auf die Suche nach Sibeliusweg. Zum
dem verlorenen Schatz, erforschten ob Schluß bekam ich
die Prinzessin auch alle ihre Träume er- noch die Zusage
füllt bekommt oder ob es Willi Wiberg das unsere Fuß-
gelingt sich nicht zu streiten. ball AG zu einem
Neben dem Vorlesen kamen die Kinder Fußballspiel von
mit Herrn Weber auch ins Gespräch, Holstein Kiel im
weil sie gerne wissen wollten, warum er April 2009 ein-
einen Schal um den Hals trägt. Neben geladen wird und

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Kenner und Könner


Reitprüfung auf dem Kinder- und Jugendbauernhof

I m Januar war es wieder soweit: Auf dem


Kinder- und Jugendbauernhof war der
Tag für die Prüfung zum Motivationsreit-
auf dem Kinder- und Jugendbauernhof.
Zum einen dient sie den Inhaberinnen und
Inhabern als Nachweis ihres reiterlichen
abzeichen „Kleines Hufeisen“ gekommen. Könnens, zum anderen können die Teil-
Zuvor hatten die sieben Prüflinge seit den nehmerinnen und Teilnehmer in diesem
Winterferien im Theorieunterricht mit Bir- Rahmen unter Anleitung und Begleitung
gitt und Felicitas Grundlagen der Pferde- den Umgang mit Prüfungs- und Stresssitu-
haltung, der Pferdfütterung, einiger Pferd- ationen erleben. Es wird eine Verbindung
krankheiten, der Anatomie, des sicheren von theoretischem Wissen und praktischen
und artgerechten Umgangs mit dem Pferd Handeln gefordert und auch gefördert, das
und natürlich der Reitlehre erarbeitet. Ergebnis ist greif- und vorzeigbar.
Ebenso gab es in dem Reitangebot des
Kinder- und Jugendbauernhofes spezielle
Reitzeiten für die Prüflinge, in denen mit
E inen herzlichen Glückwunsch an die
Teilnehmerinnen zur bestandenen
Prüfung – und die nächsten Motivations-
hoher Konzentration das korrekte Reiten abzeichen sind schon in Planung: im Som-
von Bahnfiguren in einer Abteilung geübt mer soll eine Prüfung zum Kombinierten
Glückliche Gesichter gab es bei der Urkun- wurde. Die Abnahme von Motivationsreit- Hufeisen stattfinden.
denübergabe. abzeichen hat schon eine längere Tradition Von Felicitas Brüggemann

Im Sommer gibt es wieder die Kinderfreizeiten in Falckenstein:

Ferienspaß mit der AWO Von Beate Wentz

Für die Sommerferien 2009 bietet die AWO wieder tolle 14-tägige Ferienfahrten
für Kinder und Jugendliche an. Kinder im Alter von 9-14 Jahren können auf die
Inseln Sämsö oder Föhr fahren und sich dort den Wind um die Nase wehen
lassen, oder in Schweden Abenteuer und Natur pur erleben.

Für sonnenhungrige Jugendliche (14- Reservierungen für die Strandfahrten


16 Jahre) sind noch Restplätze nach Le werden telefonisch ab dem 2. März im-
Marze in Italien zu haben. Kinder im mer dienstags und donnerstags zu den
Alter von 7-13 Jahren, die nicht so weit Sprechzeiten von 13.30 – 17.30 Uhr ent-
wegfahren möchten, können bei uns er- gegen genommen. Personen, die einen
lebnisreiche 14 Tage im Ostsee-Jugend- Zuschuss zum Kindergeld oder Wohn-
dorf Falckenstein verbringen. Zusätzlich geld bekommen, können ab Mitte März
im Programm sind 5 Projektwochen, die für ermäßigte Karten Wertgutscheine
jeweils montags bis freitags in der Zeit erhalten. Ausgegeben werden diese über
von 8 bis 15 Uhr angeboten werden. die Sozialzentren der Stadt Kiel. Die Er-
Bei allen Freizeiten erwartet die Kinder mäßigung wird bei der Anmeldung nur
ein buntes Programm von Erlebnisspie- nach Abgabe des Wertgutscheines ge-
len unterschiedlichster Art, sportliche währt.
Aktivitäten und jede Menge Spaß. Die Abholung und Kartenverkauf für die
Ab sofort nimmt die AWO Kiel Anmel- wöchentlichen Strandfahrten findet am
dungen zu den 14-tägigen Ferienfreizei- 9. Mai direkt im AWO Kreisverband Kiel
ten und Projektwochen unter der Tele- in der Preetzer Straße 35 statt. Weitere
fonnummer 0431-77570-39 an. Informationen zu den Fahrten erhalten Das Malen und Basteln gehört natürlich zum
Programm bei den Ferienfreizeiten in Fal-
Natürlich dürfen in diesem Sommer die Sie auch im Internet auf der AWO-Seite
ckenstein. Anmeldungen für das diesjährige
beliebten Strandfahrten nicht fehlen. www.awo-kiel.de.
Programm sind ab sofort möglich.
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Neue Mitglieder:
Christian Prinz geworben durch Su-
sanne Liebelt, OV Dietrichsdorf - Re-
nate Prinz geworben durch Susanne
Liebelt, OV Dietrichsdorf - Regina Leh-
mann geworben durch Susanne Lie-
belt, OV Dietrichsdorf - Helma Heiken
geworben durch Susanne Liebelt, OV
Dietrichsdorf - Melanie Reiß geworben
durch Susanne Liebelt, OV Dietrichs-
dorf - Herta Kaustrup geworben durch
Roswitha Meinke, OV Elmschenhagen
- Ilse Radtke geworben durch Helga
Beu, OV Elmschenhagen Susanne
Bergmann geworben durch Birgit Stö-
cken, OV Elmschenhagen - Emma Ni-
colai geworben durch Helga Beu, OV
Elmschenhagen - Ursula Wollschläger
geworben durch Inge Schänbeck, OV
Elmschenhagen - Wilfried Groß, OV
Gaarden - Petra Groß, OV Gaarden
- Lennard Groß, OV Gaarden - Laura
Groß, OV Gaarden - Lone Groß, OV
Gaarden - Levke Groß, OV Gaarden
- Mechthild Blum, KV Kiel - Ulrike
Pirwitz geworben durch Gerwin
Stöcken, OV West - Erika Malchau
geworben durch Fam. Schmidtke, OV
West - Karl-Ludwig Gloege, OV West

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AWO Zeitung können Mitglieder
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Einsendeschluss: 15. April 2009. Zu gewinnen sind: gende Adresse schicken:
1. Preis: eine AWO-Armband-Uhr, 2. Preis: ein Kochbuch, 3. Preis: eine CD AWO Kreisverband Kiel e.V.
Preetzer Str. 35
24143 Kiel
Das AWO-Radio Per Fax an 0431/77570-48
jeden Donnerstag oder per Mail an:
von 7.05 bis 9 Uhr info@awo-kiel.de
. Bitte als Stichwort „Kleinanzeige“
auf 101,2 MHz angeben.
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