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Ein bisschen Freiden -Nicole

Wie eine Blume am Winterbeginn, und so wie ein Feuer im eisigen Wind,
wie eine Puppe, die keiner mehr mag, fühl ich mich an manchem Tag.

Dann seh ich die Wolken, die über uns sind,


und höre die Schreie der Vögel im Wind,
ich singe aus Angst vor dem Dunkel mein Lied,
und hoffe, daß nichts geschieht.

Ein bißchen Frieden, ein bißchen Sonne,


für diese Erde, auf der wir wohnen,
ein bißchen Frieden, ein bißchen Freude,
ein bißchen Wärme, das wünsch ich mir.
Ein bißchen Frieden, ein bißchen träumen,
und daß die Menschen nicht so oft weinen,
ein bißchen Frieden, ein bißchen Liebe,
daß ich die Hoffnung nie mehr verlier.

Ich weiß, meine Lieder, die ändern nicht viel,


ich bin nur ein Mädchen, das sagt, was es fühlt.
Allein bin ich hilflos - ein Vogel im Wind,
der spürt, daß der Sturm beginnt.

Ein bißchen Frieden, ein bißchen Sonne,


für diese Erde, auf der wir wohnen,
ein bißchen Frieden, ein bißchen Freude,
ein bißchen Wärme, das wünsch ich mir.
Ein bißchen Frieden, ein bißchen träumen,
und daß die Menschen nicht so oft weinen,
ein bißchen Frieden, ein bißchen Liebe,
daß ich die Hoffnung nie mehr verlier.

Sing mit mir ein kleines Lied,


daß die Welt in Frieden lebt,
sing mit mir ein kleines Lied,
daß die Welt in Frieden lebt

Mariechen saß weinend im Garten


Mariechen saß weinend im Garten
Im Grase lag schlummernd ihr Kind
In ihren blonden Locken
Spielt leise der Abendwind
Sie saß so still und träumend
So einsam und so bleich
Dunkle Wolken zogen vorüber
Und Wellen schlug der Teich.

Der Geier steigt über die Berge


Die Möve zieht stolz einher
Es weht ein Wind von ferne
Schon fallen die Tropfen schwer
Schwer von Mariechens Wangen
Eine heiße Träne rinnt
Und schluchzend in den Armen
Hält sie ihr schlummernd Kind.

Hier liegst du so ruhig von Sinnen


Du armer verlassener Wurm
Du träumst noch nicht von Sorgen
Dich schreckt noch nicht der Sturm
Dein Vater hat uns verlassen
Dich und die Mutter dein
Drum sind wir armen Waisen
in dieser Welt allein.

Dein Vater lebt herrlich in Freuden


Gott laß es ihm wohl ergehn
Er denkt nicht an uns beide
Will mich und dich nicht sehn
Drum wollen wir uns beide
Hier stürzen in den See
Dort sind wir dann geborgen
Vor Kummer, Ach und Weh.

Da öffnet das Kindlein die Augen


Blickt freundlich sie an und lacht
Die Mutter weint vor Freuden
Und drückt's an ihr Herz mit Macht
Nein nein wir wollen leben
Wir beide du und ich
Dem Vater sei's vergeben
So glücklich machst du mich.
So saß Mariechen am Strande
In manch langer, dunkler Nacht
Bis daß aus fernem Lande
Ein Schiffer die Botschaft bracht:
Das Kind auf deinem Schoße
hat keinen Vater mehr
Es ruht ein braver Matrose
Im weiten tiefen Meer.

Der Schatzgräber

Arm am Beutel, krank am Herzen,


Schleppt’ ich meine langen Tage.
Armuth ist die größte Plage,
Reichthum ist das höchste Gut!
Und, zu enden meine Schmerzen,
Ging ich einen Schatz zu graben.
Meine Seele sollst du haben!
Schrieb ich hin mit eignem Blut.

Und so zog’ ich Kreis’ um Kreise,


Stellte wunderbare Flammen,
Kraut und Knochenwerk zusammen:
Die Beschwörung war vollbracht.
Und auf die gelernte Weise
Grub ich nach dem alten Schatze
Auf dem angezeigten Platze:
Schwarz und stürmisch war die Nacht.

Und ich sah ein Licht von weiten,


Und es kam gleich einem Sterne
Hinten aus der fernsten Ferne,
Eben als es zwölfe schlug.
Und da galt kein Vorbereiten.
Heller ward’s mit einemmale
Von dem Glanz der vollen Schale,
Die ein schöner Knabe trug.

Holde Augen sah ich blinken


Unter dichtem Blumenkranze;
In des Trankes Himmelsglanze
Trat er in den Kreis herein.
Und er hieß mich freundlich trinken;
Und ich dacht’: es kann der Knabe
Mit der schönen lichten Gabe
Wahrlich nicht der Böse seyn.

Trinke Muth des reinen Lebens!


Dann verstehst du die Belehrung,
Kommst, mit ängstlicher Beschwörung,
Nicht zurück an diesen Ort.
Grabe hier nicht mehr vergebens.
Tages Arbeit! Abends Gäste!
Saure Wochen! Frohe Feste!
Sey dein künftig Zauberwort.