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Newsletter des AfDLandesverbands Sachsen

Inhalt

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Newsletter des AfD ‐ Landesverbands Sachsen Inhalt 1 Editorial 1 Zitat der Woche: Ludwig Poullain,

Editorial

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Zitat der Woche: Ludwig Poullain, „Cicero“

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Das Top Thema : Landesparteitag am 28. April

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Aktuelles: Kurzmeldungen zu Bürgerbüro, Ideensammlung, Unterstützerstimmen

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Menschen, Themen, Regionen: Dr. Hubertus von Below, Grimma

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Vermischtes: Pressekonferenz, Presseleitfaden, Organisation

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Termine: Dresden, Leipzig, Görlitz…

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Hintergrund: unsere Zweitstimmenstrategie

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Verschiedenes/Impressum

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Editorial

Liebe Parteifreunde!

Es ist soweit: der Landesverband Sachsen der AfD nimmt Fahrt auf! Erstes Zeichen dafür: der erste Newsletter, den Sie hiermit in den Händen halten – oder besser vor Augen haben, die Digitalität macht‘s möglich. Mit diesem Informationsmedium will der Vorstand mindestens zweiwöchentlich alle Parteimitglieder auf den neuesten und einheitlichen Stand bringen, Ergebnisse von Vorstandssitzungen bekannt machen, über Termine informieren, politische Stellungnahmen und Argumentationshilfen geben… und vor allem für den Austausch unserer Partei zwischen Adorf und Weißwasser, Zittau und Delitzsch sorgen.

Dieser Newsletter lebt auch von Ihnen! Teilen Sie uns Ihre Aktivitäten und Termine, Ihre Sorgen und Nöte, Ihre Kritiken und Verbesserungsvorschläge mit! Welche Rubriken können wir noch aufnehmen, welche Themen vertiefen, welche Personen porträtieren? Schreiben Sie uns!!!

Ich wünsche Ihnen eine ebenso anregende wie informative Lektüre und bin

Mit besten Grüßen

Dr. Thomas Hartung, stellv. Landessprecher

Grüßen Dr. Thomas Hartung, stellv. Landessprecher Zitat der Woche „Unsere Gesellschaft ist bequem, sie

Zitat der Woche

„Unsere Gesellschaft ist bequem, sie lässt sich in ihren Lebensgewohnheiten, sei es Alltagstrott oder Highfidelity, nicht stören. Nebenher schleppt sie eine panikartige Angst vor dem Ungewissen mit sich,

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jedoch ist sie zu feige, ihr zu begegnen. Dies kommt in dem von Allensbach erfragten Umfrageergebnis zum Ausdruck, dass 69 Prozent unserer Bevölkerung nichts von der Staatenschuldenkrise verstehen. Etwa gleich hoch ist der Beliebtheitsgrad der Kanzlerin im Volke. Für mich besteht zwischen beiden Werten ein kausaler Zusammenhang.“ (Ludwig Poullain)

Das Top Thema

Der Landesparteitag der AfD Sachsen am 28. April 2013

Es hätte wärmer sein können, sonniger, vielleicht auch voller. Im Nachhinein aber bleibt nur eins:

diese besondere Stimmung, dieser Aufbruch, der diesen Sonntag im Parkschlösschen im Leipziger Agrapark einfach nur „besonders“ werden ließ.

Unterstützt von einem freiwilligen Sicherheitsdienst ein Geschenk übrigens unseres späteren Schatzmeisters Jens Simmank –, registrierten sich ab acht Uhr die Mitglieder – 133 waren es zu Hoch Zeiten und zahlten ihre Verpflegungspauschale, für die sie im Gegenzug ein Armband ähnlich jenem eines AIPauschaltouristen erhielten. Mit einiger Verspätung begann dann ca. 9.15 zunächst der Gründungsparteitag, eröffnet von Dr. Frauke Petry.

Nach der Wahl des Präsidiums übernahmen Dr. Michael Muster und Peter von Wolffersdorff abwechselnd die launige Moderation (für die Wolffersdorfsche wurde sogar eine Vergnügungssteuer vorgeschlagen). Die Technik (Mikrofone, Beamer, Laptop) brauchte eine Weile, um warm zu werden, dann funktionierte sie fast 100%ig. Erste und wichtigste Entscheidung: wir tagen nichtöffentlich, um sowohl Störenfrieden kein Podium zu bieten als auch die Logistik zu vereinfachen, die sich bei Gästen schon aus räumlichen Gründen sehr verkompliziert hätte.

Die erste Stunde verging mit Formalien wie der Annahme von Tages und Geschäftsordnung, Wahl der Wahlkommission usw. Dennoch wurde bereits hier deutlich, dass alle erschienenen AfD Mitglieder darauf brannten, sich zu organisieren, um etwas zu bewegen: es gab eine straffe Führung, fast alle Entscheidungen wurden einstimmig bzw. mit nur wenigen Gegenstimmen getroffen.

Bei der Wahl der Vorstände, Beisitzer und des Schatzmeisters stellten sich jeweils sechs, zwölf und zwei Kandidaten mit ca. 5minütigen Reden vor; bis auf Dr. Frauke Petry und Schatzmeister Jens Simmank, die gleich im 1. Wahlgang gewählt wurden, musste immer eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Einzelstimmen entscheiden. Viele fleißige Helfer unterstützten die Wahl u.a. mit aus Schuhkartons umfunktionierten Wahlurnen und natürlich der Zählarbeit. Zwischendurch gab‘s Frühstück das Essen wurde allenthalben gelobt.

Bis zum Mittag waren dann alle Vorstände sowie die Rechnungsprüfer gewählt: 13.38 Uhr war die Gründung des Landesverbands Sachsen der AfD offiziell vollzogen, was die Anwesenden durch heftigen Applaus quittierten. Beim ersten gemeinsamen Fototermin im Park zeigte sich sogar die Sonne.

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3 Der neue Landesvorstand (v.l.n.r.): Marcus Schwertz (Beisitzer; IT & Organisation), Dr. Thomas Hartung

Der neue Landesvorstand (v.l.n.r.): Marcus Schwertz (Beisitzer; IT & Organisation), Dr. Thomas Hartung (stellv. Landessprecher; interne und externe Kommunikation), Dr. Frauke Petry (Landessprecherin), Dr. Ralf George (stellv. Landessprecher; Organisation und Mitgliederbetreuung) Dr. Hubertus von Below (Beisitzer; Strategie und Programm). Fehlend (weil schon Geld zählend): Jens Simmank (Schatzmeister)

Um 14.35 Uhr versammelte sich der Landesverband erneut diesmal zur Mitgliederversammlung. Nach dem einstimmigen Beschluss über die Teilnahme zur Wahl des 18. Deutschen Bundestages wurde das Procedere festgelegt, nach dem nun die 10 Listenplätze gewählt werden sollten: jeder Kandidat darf sich in 10 Minuten vorstellen, 3 Rückfragen sind gestattet; und gewählt wurden die Plätze 1 bis 5 in Einzelplatzwahl, die von 6 bis 10 in Blockwahl. Das Verfahren war natürlich umständlich und benötigte verschiedene Pausen, aber es war notwendig, um allen juristischen Belangen zu genügen. Kurz vor 21 Uhr dann stand die Landesliste in der Reihenfolge fest: Dr. Frauke Petry, Dr. Georg Metz, Peter Christ, Peter von Wolffersdorff, Lars Herrmann, Jan Brandes, Dr. Thomas Hartung, Dr. Hans Thomas Tillschneider, Kai von Kuenheim, Roman Topp.

20.58 Uhr wurde die Mitgliederversammlung offiziell geschlossen; und nach Formalien wie dem Abzeichnen der Protokolle gingen ca. 23 Uhr die Lichter im Parkschlösschen aus. Aber zugleich sprang der Motor an beim AfD Landesverband Sachsen!

Wir wollen in den Bundestag und werden alles dafür tun!

Aktuelles

Spenden fürs Bürgerbüro gesucht Das Entgegenkommen der Dresdner Rechtsanwaltskanzlei MeyerGötz ( http://www.meyergoetz.de/ ) macht es möglich: wir haben per sofort eine Geschäftsstelle eingerichtet unter folgender Adresse

Alternative für Deutschland Geschäftsstelle Sachsen Königstraße 5a 01097 Dresden

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Daneben haben wir über die Kanzlei ein Bürgerbüro erhalten mit zwei Räumen sowie einem Versammlungsraum unter der Adresse:

Alternative für Deutschland – Bürgerbüro Sachsen Louisenstraße 64 01099 Dresden

Das Büro ist ab 13. Mai zunächst zu folgenden Zeiten mit folgenden Ansprechpartnern besetzt:

Dienstag

14.00 18.00 Uhr

Dr. Thomas Hartung, stellv. Sprecher

Mittwoch

14.00 18.00 Uhr

Jens Simmank, Schatzmeister

Donnerstag

14.00 18.00 Uhr

Marcus Schwertz, Beisitzer

Dafür benötigen wir: eine Büroausstattung! Wer vom Bleistiftspitzer über den Bürostuhl bis zum Laptop etwas beisteuern kann, meldet sich bitte bei Jens Simmank (jens@simmank.de ).

Ideen gesucht! Am 16. Mai trifft sich der Vorstand mit den regionalen Ansprechpartnern zu einer Strategieberatung im neuen Bürgerbüro. Bis dahin brauchen wir Sie: als Ideenlieferanten!

Mit welchen lokalen, regionalen, nationalen Themen können wir punkten?

Welche Ideen haben Sie für die organisatorische Arbeit der Partei?

Welche Schwerpunkte sollen wir bei welchen Bevölkerungsgruppen oder welchen Branchen setzen?

An welchen lokalen/regionalen/ nationalen Events sollen wir uns in welcher Form beteiligen oder welche gar selbst initiieren?

Und wie kommen wir am besten an neue Mitglieder und Förderer, wie kommen wir an potentielle Wähler, kurz: welche Wahlkampf Ideen haben Sie???

Alles, was Ihnen dazu einfällt, mailen Sie bitte bis 10.Mai an hartung@tatmedia.de oder die anderen Vorstandsmitglieder. Vielen Dank!

Unterstützer gesucht!

Um zur Bundestagswahl antreten zu dürfen, brauchen wir bis zum 10. Juli in Sachsen 2.000 Unterschriften. Das Formblatt dazu finden Sie unter http://bit.ly/18pbNJB , die Hinweise zum Ausfüllen unter http://bit.ly/ZzIhAl . Reichen Sie die Blätter an Freunde, Bekannte, Verwandte, Kollegen, Kunden, Klienten, Patienten… weiter, lassen Sie sie dokumentengenau ausfüllen und senden Sie sie dann entweder in einem DIN A4 Umschlag (Porto: 1,45 €) ungefaltet (!) an die Geschäftsstelle (s.o.) ODER geben Sie sie gleich einem Ansprechpartner der AfD:

Bautzen

Uwe Stephan

Chemnitz

Dr. Stephan Kieselstein

Dresden

Joachim Langert, Karin Wilke, Lothar Göthel, Ulrich Nauber

Erzgebirge

Ingolf Leubner

GörlitzNeiße

Jens Simmank

Leipzig

Roman Topp

Leipzig Land

Thomas Hering, Lars Herrmann

Meißen Mittelsachsen (Altkreis Mittweida) Mittelsachsen (Altkreis Freiberg) Nordsachsen Sächsische Schweiz Osterzgebirge Vogtland Zwickau

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Mario Beger Dr. Wolfgang Reimer René Kaiser Axel Hintersdorf Steffen Janich Gunter Wild Dr. Ralf George

Menschen, Themen, Regionen

Der Grimmaer Stadtrat Hubertus von Below (54) ist seit dem 28. April 2013 Beisitzer des AfD Landesvorstands Sachsen. Er war eine Woche zuvor aus der CDU aus und in die AfD eingetreten. Die AfD freut sich über das prominente Neumitglied, das auf Anhieb in den sächsischen Vorstand gewählt wurde. „Hubertus von Below ist uns herzlich willkommen als engagierter Streiter für mehr direkte Demokratie. Persönlichkeiten wie er bereichern unser lokales und regionales Parteileben. Sein kommunalpolitischen Erfahrungen und sein Sachverstand helfen uns beim Aufbau verlässlicher und gelingender Strukturen“, erklärt Sachsens Landeschefin Dr. Frauke Petry.

Der Augenarzt, der 1994 zu den Gründungsmitgliedern des Bunds Freier Bürger in Sachsen gehörte, eröffnete 2008 in Grimma das Ärztehaus VILLA DOC (DOC = Dermatologie, Ophthalmologie und Chirurgie). Gemeinsam mit seiner Frau Dorothea lebt er in Döben, wo er dem Schloß neues Leben einhauchte. Für seinen „Geschichtsunterricht im Freien“ mit dem GeorgAgricola Gymnasium Glauchau im Rahmen eines „Pegasus“ Projekts („Schulen adoptieren Denkmale“) gab‘s 2012 den Sächsischen Kinder und Jugenddenkmalpreis. Der umtriebige Holsteiner gründete außerdem einen Ruderverein in Grimma, das evangelische Schulzentrum Muldental sowie den Verein „Freundeskreis Dorf und Schloß Döben“. Seit 2009 saß er für die CDU, die ihn jetzt bekämpft, im Grimmaer Stadtrat.

Vermischtes

Pressekonferenz am 29.04., 11.00 Uhr Bereits am Tag nach dem Parteitag hatte der Vorstand zur Pressekonferenz ins Landtagsrestaurant

„Chiaveri“ geladen. Vor einem Dutzend Journalisten vieler wichtiger Medien in Sachsen (u.a. „Sächsische Zeitung“, „BILD“, „Morgenpost Sachsen“, „Radio PSR“, „DIE ZEIT“…) referierten Dr. Frauke Petry, Dr. Georg Metz, Peter Christ und Dr. Thomas Hartung zum Verlauf des Parteitags, zur landes und bundesweiten Situation der AfD sowie den wichtigsten Zielen. Als Kernbotschaften haben wir transportiert: die AfD Sachsen

ist eine seriöse und von wissenschaftlichem Sachverstand untersetzte Partei in der Mitte

Deutschlands

ist die Alternative, weil wir Themen anpacken, die andere vor allem aus Machtangst nicht

anpacken

ist für direkte Bürgerbeteiligung (Volksabstimmungen) und das Aushalten unkonventioneller

Meinungen

ist sozialkritisch und denkt gerade auch an die Schlechtverdiener: wir wollen sichere Renten und bezahlbaren Strom.

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steht auch in der Tradition der DDRBürgerbewegung, die etwas anderes wollte, als sie jetzt nach 23 Jahren vorfindet

ist offen für Ideen anderer Parteien, ohne sie aus Machtkalkül von vornherein abzulehnen.

Das Medienecho am Dienstag konnte sich sowohl online als auch gedruckt sehen lassen: fast durchgängig objektive, ja positive und durchaus umfangreiche Berichterstattung, teilweise ergänzt durch Statements von Politikwissenschaftlern. Darauf können wir aufbauen!

Presseleitfaden in Arbeit! In der heißen Phase des Wahlkampfs ist jeder Parteifreund ein potentieller Politiker. Als solcher wird er mindestens von den Kreisredaktionen der Regionalzeitungen (SZ, LVZ usw.), aber auch allen anderen Medien wahrgenommen. Dementsprechend wird er auch als Interviewpartner angesehen. Wie verhalte ich mich da? Welche Themen suche ich? Wie vermeide ich Falschaussagen? Diese Fragen und noch einige mehr soll der Presseleitfaden beantworten, den Dr. Petry mit Dagmar Metzger und Dr. Hartung am Dienstag in Leipzig entwirft. Er wird dann umgehend an alle Mitglieder weiter geleitet und am 16. Mai in Dresden besprochen.

Organisationsstrukturen in Planung Es gilt immer noch der in Berlin gefasste Beschluss, vor der Wahl keine Ortsverbände zu gründen, sondern in den verschiedenen Regionen (siehe oben) mit Ansprechpartnern zu arbeiten und sonst alle Kraft und Kreativtät in den Wahlkampf zu stecken, ohne sich in lokalen Grabenkämpfen aufzureiben. Dr. Ralf George wird sich dazu in den nächsten Tagen an alle wenden.

Termine

Treff der Gruppe Dresden:

Montag, 06.05., 19.00 Uhr, Alte Schankwirtschaft zum Schießhaus, Am Schießhaus 19 Treff der Gruppe Leipzig Dienstag, 07.05., Gaststädte „Siegismund“, Philipp Rosenthal Straße 51 Feierliche Eröffnung des sächsischen Parteikontos mit Jörg Ludwig, Sparkasse Dresden Mittwoch, 08.05., 14.00 Uhr, Sparkasse Güntzplatz Treff der Gruppe Leipzig Land Mittwoch, 08.05., 18.00 Uhr, Hotel „Zur Schiffsmühle“ Grimma Treff der Gruppe Görlitz Dienstag, 14.05., 19.30 Uhr Bürgerstübl, Neißestrasse 27 Vortrag Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider Mittwoch, 15.05., 18.00 Uhr, „Parkschlösschen“ Leipzig (Agrapark)

Hintergrund

Warum wir uns auf Zweitstimmen konzentrieren und KEINE Direktkandidaten aufstellen!

Beim Wahlakt haben Sie zwei Stimmen zu vergeben, mit denen sie 598 Abgeordnete wählen.

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Die Hälfte davon also 299 wird nach relativer Mehrheitswahl direkt in den Wahlkreisen gewählt:

das sind die sogenannten „Direktmandate“, denen die Erststimme gilt. Die Wählerinnen und Wähler wählen damit eine bestimmte Person ihres Vertrauens aus ihrem Wahlkreis.

Mit der Zweitstimme aber werden die Parteien gewählt. Diese Zweitstimme entscheidet über die eigentliche Zusammensetzung des Bundestags. Sie ist daher VIEL wichtiger als die Erststimme!!!

Warum? Fast alle Parteien sind zwar bundesweite Organisationen, treten aber zur Wahl mit Landeslisten an. Die Wählerinnen und Wähler ein und derselben Partei kreuzen daher in unterschiedlichen Bundesländern verschiedene Landeslisten an. Die Addition dieser Ergebnisse bestimmt dann vereinfacht gesagt darüber, wie viele Sitze die Partei dann insgesamt hat (d.h. mit den Direktkandidaten).

Ein Beispiel. In Sachsen werden 5 CDUKandidaten mit der Erststimme direkt gewählt: weil sie schon lange namhafte oder geschätzte Abgeordnete sind, weil sie vielen sympathisch erscheinen, weil sie in einem Ort des Wahlkreises wohnen und vielen persönlich bekannt sind oder auch weil sie nach Meinung der Wähler gut gearbeitet haben. Das ist die Personen, also die Vertrauenswahl. ABER: diese Person kann vor allem aufgrund der o.g. Eigenschaften gewählt worden sein – und diese menschlichen Eigenschaften haben nichts mit ihrer Partei bzw. deren Ansehen zu tun.

Jetzt sind aber viele Sachsen unzufrieden mit Kanzlerin Merkel und ihrer Europolitik und wählen darum mit der Zweitstimme NICHT die CDU, sondern uns. Dann könnte sich ergeben, dass Sachsens CDU bei vielleicht 18 % insgesamt nur 6 Mandate bekommt. Damit zieht außer den fünf Direktkandidaten nur noch der Landeslistenplatz Eins mit in den Bundestag. Haben nun im Gegenzug so viele Sachsen für uns als Partei gestimmt, kann es sein, dass wir auch 18 % erreichen und mit ebenfalls sechs Kandidaten dabei sind! Obwohl wir nicht einen Direktkandidaten aufstellten!

Wie ergibt sich, dass wir gleich viele Kandidaten entsenden könnten? Zunächst werden alle Zweitstimmen zusammengezählt, die eine Partei über die Landeslisten aller 16 Bundesländer erhalten hat. Dieser Anteil muss mindestens fünf Prozent betragen, sonst scheidet die Partei für die Vergabe von Sitzen grundsätzlich aus. Ausnahme: eine Partei erringt drei Direktmandate in drei Wahlkreisen. Das können wir aber nicht schaffen, wenn wir unbekannte Neulinge in den riesengroßen Wahlkreisen nominieren und unsere Stimme damit wegwerfen: mindestens die bekannten CDU, SPD , PDSund GRÜNE Kandidaten können wir (noch) nicht gefährden. Zur Landtagswahl nächstes Jahr sieht das schon ganz anders aus!

Auch hier ein Beispiel: Der Bundestagswahlkreis Bautzen I (Wahlkreis 157) umfasst den Landkreis Bautzen ohne die Gemeinden Arnsdorf, Ottendorf Okrilla, Radeberg und Wachau sowie ohne die Verwaltungsgemeinschaft Großröhrsdorf. Das sind 238 000 Wahlberechtigte!!! Käme irgendein in Salzenforst bekanntes Parteimitglied auf die Idee, direkt zu kandidieren, kennt ihn in Weißenberg, Königswartha oder Großdubrau niemand. Die Stimmen wären verschenkt!

Weiter: nun wird nach einem Verfahren berechnet, wie viele Mandate jede Partei im Bundestag erhält. Dabei werden nur noch die Zweitstimmen für jene Parteien berücksichtigt, die die Fünfprozenthürde geschafft oder mindestens drei Direktmandate errungen haben.

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Die so ermittelten Sitze einer Partei werden jetzt auf die verschiedenen Landeslisten aufgeteilt. Jedes Bundesland erhält entsprechend dem Anteil der Zweitstimmen für seine Landesliste Mandate.

UND ERST JETZT wird von der Anzahl der Sitze, die auf eine Landesliste im Bundestag entfallen, die Anzahl der Direktmandate abgezogen. Da das für uns aber keine Rolle spielt, werden alle errungenen Sitze nun mit den Listenkandidaten in der auf unserem Leipziger Parteitag gewählten Reihenfolge besetzt.

Wenn Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie uns bitte an!

Das Letzte

Man nehme das Wort „Bundeskanzlerin“. Man schüttle jetzt die Buchstaben durcheinander. Man erhält das Wort „Bankzinsenluder“.

Impressum

Mail Newsletter des AfD Landesvorstands Sachsen

Alternative für Deutschland Geschäftsstelle Sachsen Königstraße 5a 01097 Dresden

V.i.S.d.P.: Dr. Thomas Hartung (hartung@tatmedia.de )

Erscheinungsweise: zweiwöchentlich Alle hier bereitgestellten Informationen dienen lediglich Informationszwecken sowie Zwecken der Meinungsbildung. Eine Rechtsberatung findet nicht statt.