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1) Einführung

Abfall = bewegliche Sache,

- deren sich der Besitzer entledigt hat/ entledigen will

- deren Sammlung, Lagerng, Behandlung als Abfall erforderlich ist um öffentl. Interessen zu wahren

Ressourcen = Bestände aus Human- (Bildung,

Strassen,

natürliche Ressourcen vs. Rohstoffe regenerierbare vs. nicht-regenerierbare primäre (aus Natur) vs. sekundäre (aus Abfall gewonnen)

erste Abfalltrennungen: ~1900 (Amerika, Deutschland) Wandel zu Abfallwirtschaft: 70er/80er Jahre

Abfallrahmenrichtlinie ARL:

),

Natur- (Rohstoffe,

)

& Sachkapital (Gebäude,

),

die bei der Produktion von Gütern eingesetzt werden können

5 Stufen: Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, stoffliche Verwertung, sonstige Verwertung, Beseitigung Nebenprodukte Ende Abfalleigenschaft (Verwendung, Nachfrage, techn.+rechtl. Anforderungen erfüllt, keine negativen Umw.- & Gesundheitsauswirkungen

Ressourcenentnahme weltweit:

1. Baumineralien

2. Erze & industrielle Minerale

3. fossile Energieträger

4. Biomasse

Heute: viel mehr Elemente in Produkten

Herausforderung Rohstoffversorgung: Oligopol in China für seltene Erden (Rohstoffprotektionismus); politische Stabilität beeinflusst Rohölversorgung (arabischer Raum), strategische Überlegungen bei Erdgasversorgung (Russland), Nachfrage nach seltenen Rohstoffen unterstützt politische Unruhen (z.B. im Kongo - Tantal)

Probleme bei Sekundärrohstoffen: oft in viele Produkte eingebaut und feinst verteilt, sodass sie schwer wieder gewonnen werden können (=> nicht mehr auffindbar/extrahierbar) Wachstum von Schwellenländern -> Rohstoffpreissteigerungen (Lösung: höhere Material- und Energieeffizienz, alternative Rohstoffe, sekundäre Rohstoffe) Nutzung sekundärer Rohstoffe: zusätzliche Wertschöpfung, Einsparung! (weniger Importe), weniger CO 2 ; nach Krise: Sekundärrohstoffmärkte brachen zusammen; Rückgang der Industrieproduktion, Preisverfall (Sekundärbaustoffe nicht so deutlich betroffen)

Vorteile durch EU Abfallgesetzgebung: verstärkte stoffliche Verwertung, mehr Energie aus Abfall, weniger Abfall auf Deponien => weniger Flächenbedarf, verringerte Nachsorgekosten für Umweltschäden, geringere Abhängigkeit, mehr Umsatz, mehr Arbeitsplätze

Stragegie „Urban Mining:

Nutzung anthropogener Lagerstätten stofflicher Ressourcen post-production während Produktion post-industrial Abfälle aus Vertrieb von Produkten & Erstellung von Infrastruktur post-consumer End-of-Life-Produkte (unbekannte Zusammensetzung, starke Verschmutzung) Deponien (unbekannte Zusammensetzung, starke Verschmutzung)

-> Rückgewinnung von Baustoffen, Metallen, Kunststoffen, Phosphor, Sekundärrohstoffen Bsp.: gebrauchte Tonerkartuschen haben höheren Prozentsatz an Gold als Erz in Südafrika; hohe Kupferanteile in Infrastruktureinrichtungen (technisch wären 90% verwertbar!)

Zukunft: Gewinnungskosten von Sek. Rohst. sinken durch technischen Fortschritt; man sollte den Umgang mit Sek. Rohst. verändern oft werden sie nur für untergeordnete Einsatzbereiche verwendet

Strategie „Landfill Mining“:

Teilbereich von Urban Mining > Nutzung der Deponie als Rohstoffquelle bisherige Gründe: Umweltschutzgründe, Flächenrecycling Probleme: Deponiegase entweichen, hoher Verschmutzungsgrad, aufwendige Trennung, Vorabschätzung schwierig

Bsp. Deutschland: Anteile in Siedlungsabfällen, Bauschutt und gewerblichen Abfällen:

1) Mineralien 2) Kunststoffe 3) Glas, Eisen, NE-Metalle

Vorteile:

Erlöse aus Sek. Rohst.verkauf

Probleme:

Kosteneinsparung bei Stilllegung + Nachsorge Erlöse durch Flächenrecycling Ergänzung für Sanierung Volumengewinnung, <Umweltbelastung Erhöhte Wirtschaftlichkeit durch erzielbare Erlöse Qualität, Trennung der Materialien, Planbarkeit

Sekundärrohstoffe Beispiele:

Al-Abfälle und Schrott Cu-Abfälle und Schrott, Cu-Legierungen Eisen- und Stahlabfälle und Schrott

Sekundärrohstoffmärkte:

Unterscheidung in Monostoff- und Mischstoffströme wichtige Monostoffströme: Fe-Schrotte, Elektro(nik)schrotte; NE-Schrotte und Metalle; Papier, Pappe, Kartonagen; Glas, Textilien, Kunststoffe, Biomasse mit Altholz Nachfrage oft höher als Angebot (gute Qualität) Mischstoffströme: Restabfälle, Haushaltsabf., Sperrmüll, vermischte Verpackungen, Gewerbeabfälle, Bioabfall, …

- freie Märkte vs. regulierte Märkte

- Primärmärkte (Eintrag von Sek. Rohst. als Material, wirtschaftl. Verwertung mögl, Gütezeichen,

Zertifizierungen,

)

- Zweitmärkte (Sek. Rohst. in speziellen Anwendungen (Dämmmaterialien,

Qualitäten, Märkte für nicht sortenreine Materialien Vorraussetzung für funktionierende Sek.Rohst.Märkte: gleichbleibende Nachfrage + Qualität, ausreichende Menge vorhanden

Bsp.: REAP in Ö „Ressourceneffizienz Aktionsplan“ – vom Lebensministerium mit Stakeholdern erstellt Ziel: Ressourcenverbrauch senken, Ressourceneffizienz steigern (Verhältnis zw. finanziellen Output und Ressourceninput Maßnahmen: Urban/Landfill Mining, Qualitätskriterien, Feststellung Abfallende; verbesserte Altholzverwertung; Erhöhung Verwertung kritischer Materialien

), meist niedrigere

Sekundärrohstoff Altmetall sehr gute Qualität erreichbar, Preisanstieg -> wirtschaftl. interessant, Stahlschrott wichtiger Sek.Rohst. für Elektrostahlherstellung

Sekundärrohstoff Altpapier früher aus Lumpen hergestellt, später Holzfasern wieder verwendet ~20% der Papierprodukte können nicht verwertet werden hohe CO 2 -Einsparung gegenüber Primärprozess bis 2015 sollen 70% des Papierverbrauchs verwertet werden Preise unterliegen starken Schwankungen; hoher Export

Sekundärrohstoff Altglas Verwertung ohne Verlust der Qualität möglich in Ö: 2/3 einer Glasverpackung aus Altglas hohe CO2-Einsparung gegenüber Primärprozess kaum Export; Einsparung von Quarzsand, Kalk&Dolomit, Soda, elektr. Energie, Erdgas

Sekundärrohstoff Altkunststoffe Qualität abhängig von Sortenreinheit

Zukünftige Entwicklungen Export von Abfällen + Sek.Rohst.; fehlende Technologien, Veränderung Sammelsysteme, Umdenkprozesse in Wirtschaft; Steigerung der Verwertung, stoffliche Nutzung im Vordergrund, zusätzliche Anforderungen wie REACH (hemmt Herstellung & Vermarktung von Sek.Rohst.); Nutzungskonflikte; durch Rohstoffverknappung zukünftig viele Arten an Sek.Rohst. genutzt, die heute noch nicht möglich sind (-> Produkte aufbewahren bis Technologien gefunden sind!); ökonomischer Druck durch steigende Primärrohst.preise Rohstoffe: Instrument der strategischen Industrie- und Wirtschaftspolitik

2) Biogene Abfälle

„Biogen“ – von/durch Leben entstanden Herkunft: Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen

Ressourcen -> Produkte Energie Infrastruktur -> Abfall -> Ressourcen

- natürliche Prozesse (Bestandesabfall)

- anthropogene Aktivitäten (Gartenabfälle, Lebensmittelzubereitung)

- nach chemische Veränderung (Speisereste

- industrielle Prozesse (Klärschlamm)

Holz: unbearbeitet, bearbeitet (lackiert, imprägniert), modifiziert (chemisch, physik.), im Verbund mit anderen Materialien, Holzasche

Nebenprodukte Aus industriellen Prozessen:

pflanzlich & mikrob. Biomasse (Lignin, Stängel, Klärschlamm)

Tierische Herkunft (Tierhäute, Fell, Federn)

Abfallwirtschaftsgesetz AWG:

Eine geordnete Sammlung, Lagerung, Beförderung und Behandlung ist nicht im öffentlichen Interesse erforderlich, solange 1. Eine Sache neu ist oder 2. sie in bestimmungsgemäßen Verwendung steht.

Die Sammlung, Lagerung, Beförderung und Behandlung von Mist, Jauche, Gülle und organisch kompostierbarem Material als Abfall ist dann nicht […] erforderlich, wenn diese im Rahmen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs anfallen und dort im unmittelbaren Bereich einer zulässigen Verwendung zugeführt werden.

Materialien aus biogenen Ausgangsstoffen - Papier, Zellstoff, Biokunststoff

Biogenes Material - Abfall Frühere Sichtweise: Cradle to grave Stoffe im ganzen Lebenszyklus (Primärressource bis Ende) werden als Abfall betrachtet Neue Sichtweise: Cradle to cradle (cradle=Wiege)

Ressource - Produktion Handel Verteilung Konsum Abfallwirtschaft ------------------------------------------------------------------------------------------------

------------------------------------------------------------------------------------------------

Abfallwirtschaft gibt neue Impulse zurück an Produktion Abfallwirtschaft wird Ressourcenwirtschaft

???? Enthalpie, Entropie, Gibbs und Hemholtz, spontane und nichtspontane Prozesse ????

Mikrobiologische Prozesse - Energiegewinn

Energiequelle:

phototroph (Licht) chemotroph (Redoxreaktion) radiotroph (Ionisierende Strahlung)

Elektronendonator:

lithotroph (Anorganischer Stoff) organotroph (Organischer Stoff) hydrotroph (Wasser)

Kohlenstoffquelle:

autotroph (Anorganischer Stoff) heterotroph (Organischer Stoff)

Der Nutzungsgrad von biogenen Ressourcen hängt von ökonomischen, ökologischen und technischen Bedinungen ab. Nutzungsgrad z.B. bei Holz hoch: Holz, Zellulose, Lignin (Lignin => Polymer, Vanillin)

Nutzbare Teile

Das ganze Material oder Teile davon:

• Fasern

• Schalen

• Stängel

• Pressrückstand

• Borsten

• Federn

Stoffwechselprodukte und Inhaltsstoffe:

• Stoffwechselprodukte, die durch den Abbau entstehen (z.B. Biogas)

• Gewinnung von Inhaltsstoffen (z.B. Extrakt, anorg. Stoffe)

• Gewinnung von Chemikalien (z.B. org. Säuren durch Fermentation)

Federn → Keratin → Biokunststoffe Chitinpanzer → Chitosan → Biokunststoffe Knochenmehl → Gelatine → Knochenleim

Nährstoffe in Klärschlamm: Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium

Wiederverwertung Verwendung

Eine Wiederverwendung kommt nur bei den biogenen Materialien in Frage, die keinem raschen Abbau unterliegen (z.B. Holz) Werden das gesamte Material oder Teile davon verwertet, ist ebenfalls eine Abbauresistenz von Bedeutung (z.B. Verwertung von Fasern für Dämmstoffe) Bei biologischen Verfahren ist gerade die Abbaubarkeit der biogenen Abfälle ein wesentliches Kriterium (z.B. Kompostierung, Biogaserzeugung) Gesetzliche Regelungen

national: Abfallwirtschaftsgesetz 2002 EU-Ebene: Abfallrahmenrichtlinie

• Abfallrahmenrichtlinie

• Abfallwirtschaftsgesetz (AWG)

• Verordnung über tierische Nebenprodukte (Hygienevorschriften)

• Bundesabfallwirtschaftsplan

• Kompostverordnung

• Verordnung über die Sammlung biogener Abfälle

• Abfallverzeichnisverordnung

Ende der Abfalleigenschaft:

Stoff wird gemeinhin für bestimmte Zwecke verwendet

Markt/Nachfrage besteht

Technische Anforderungen, bestehende Rechtsvorschriften werden erfüllt (Qualitätskriterien)

keine schädlichen Umwelt- und Gesundheitsfolgen durch Verwendung

Abfallende-Regelungen auf EU-Ebene werden erstellt für:

Körniges Gesteinsmaterial, Papier, Glas, Metall, Reifen, Textilien Wenn für bestimmten Abfall keine Abfallend-Regelung auf EU-Ebene besteht, wird sie auf nationaler Ebene angewandt.

AWG: Das Abfallende kann durch den Bundesminister festgelegt werden. Zu beachten:

• Übereinstimmung mit Zielen und Grundsätzen des AWG

• Wahrung öffentlicher Interessen

• Vorgaben des Bundesabfallwirtschaftsplans

Chemikalienverordnung:

Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals (REACH) Abfälle sind von der Regelung ausgenommen. Wie sieht es aber mit den Produkten aus?

Verordnung über Recycling von Altholz: Im Begutachtungsverfahren Recyclingholzverordnung

Ziele: Qualitätsstandards für Altholz festlegen; Regelung des Abfallendes von hochwertigem Recyclingholz

Abfallverzeichnisverordnung -> Kategorisierung (01, 02, …) von verschiedenen Abfallarten

Bundesabfallwirtschaftsplan (BAWP)

• Bestandsaufnahme (Aufkommen, Verwertung, Beseitigung ausgewählter Abfall- und Stoffströme)

[Abfallströme: z.B. Spermüll aus Haushalten, Tierische Nebenprodukte, Holzabfälle,… -> Aufkommen in t ]

• Kapazität

• Abfallvermeidungsprogramm 2011-2017

• Vorgaben und Maßnahmen des Bundes

• Leitlinien zur Abfallverbringung und Behandlungsgrundsätze

• Altlastensanierung

Behandlungsgrundsätze nach BAWP (Altspeiseöle, Kompost, Gärrückstände, Klärschlamm, …)

Materialien, die verwendet werden dürfen:

Bundesabfallwirtschaftsplan, Kompostverordnung

Chemische Verbindungen in Biogenen Abfällen: Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Lignin, Chitin, …

Biogene Ressource: Material selbst oder Inhaltsstoff Celluloseflocken aus Altpapier zur Wärmedämmung; Textilfasern für Spezialpapiere; Thujenöl (Extrakt aus Baumschnitt)

Biogene Ressource: Umwandlung zu einem Stoffwechselprodukt (durch biochemischen Umwandlungsprozess)

Kohlenhydrate: bezeichnet die Gesamtheit der Zucker, einfache Zucker wie Glucose und Polymere (Polysaccharide) wie Cellulose und Stärke; Kohlenhydrate sind Speicherstoffe der Pflanzen (z.B. Stärke); Kohlenhydrate sind auch Gerüstsubstanzen (Zellwand der Pflanzen, Cellulose)

Cellulose (Hauptbestandteil der pflanzlichen Zellwand), Hemicellulose häufigste organische Verbindung; -> Cellulose als Dämmstoff (Celluloseflocken aus Altpapier) Celluloseflocken: sicher vor Ungezieferfraß & Schimmel; nicht druckbelastbar +: Recyclingrohstoff, wenig Energie für Herstellung, wiederverwendbar -: Entstehung von Feinstaub bei Verarbeitung, nicht kompostierbar

Agar: aus Zellwänden von Algen

Pektine: pflanzl. Polysaccharide; Geliermittel, Verdickungsmittel (Marmeladen,Gummibären)

Mureine: Bakterienzellwände

Chitin: Polysaccharid, Essigsäureamid; Gerüst ähnlich der Cellulose, nach Cellulose die häufigste organische Substanz; Abfall aus Krabbenfischerei + mikrobiologischen Prozessen Chitosan wird technisch aus Chitin gewonnen (durch Deacetylierung) und ist leichter zu verarbeiten; löslich in verdünnten starken Säuren + organischen Säuren Nutzung von Chitosan: Fasern, Schaumstoffe, Membranen, Folien, Medizin Abbau von Stärke:

- enzymatisch

- durch Mikroorganismen (Clostridien)

Proteine:

20

Aminosäuren aufgebaut sind; enthalten C, O, H, immer N, manche auch S; kommen in allen

Lebewesen vor

Polymere

Stoffe

mit

hohem

Molekulargewicht,

die

sehr

unterschiedlich

aus

Proteinabbau (Proteolyse): Protein -> Oligopeptide -> Aminosäuren ; durch Proteolytische Enzyme, extrazellulär; Peptide = kleine Proteine Oligopeptide + Aminosäuren werden durch spezifische Transportsysteme in die Zelle aufgenommen und durch intrazelluläre Proteasen (= Enzyme, die Proteine und Peptide spalten können) zu den Aminosäuren abgebaut Bei der Proteolyse frei werdende Peptide und Aminosäuren können zur Energiegewinnung verwendet werden

Fette, Lipide: unlöslich in Wasser (Lipide: Sammelbezeichnung für wasserunlösl. Naturstoffe); kommen in Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen vor Neutralfette sind Triglyceride der Fettsäuren Abbau: zu Acetat (durch Glycerinabbau)

Fette

Methanogenese (Methanbildung) Bei anaerobem Abbau (Energiestoffwechsel) der organischen Substanz wird Methan gebildet; Die Produkte primärer und sekundärer Destruenten wird von den methanbildenden (methanogenen) Bakterien genutzt Methanogene Bakterien: Letzter Teil der anaeroben Nahrrungskette; entfernen den Wasserstoff aus dem System (mutualistische Symbiose) CO 2 als Kohlenstoffquelle Biomasse (Polysaccharide, Proteine, Fette) spaltet sich durch gärende Bakterien in (1) H 2 , CO 2 Acetat (Salze der Essigsäure) und (2) Propionat, Alkohole etc. Letztere wandeln sich durch acetogene Bakterien auch zu H 2 , CO 2 Acetat um. Dieses H 2 , CO 2 Acetat wird durch methanogene Bakterien zu CH 4 , CO 2 umgewandelt.

1. Bildung von Methan aus der Reduktion von CO 2 (CO 2 +4H 2 -> CH 4 +2H 2 O)

2. Spaltung von Essigsäure - Decarboxylierung (Entfernung von COOH) (CH 3 COOH -> CH 4 +CO 2 )

Behandlungsgrundsätze (BAWP) Prozesse:

physikalisch (Celluloseflocken->Dämmstoff)

chemisch (Seifenherstellung)

Biotechnologisch (Biogas, Kompost)

Bioraffinerie (Raffinerie = Verfeinerung) (biologisch + chem.-physik.; z.B. Biogas- Raffineriekonzept)

Altspeisefette, -öle und Fettabscheiderinhalte

Schmiermittelerzeugung

Biodieselproduktion mit Glyceringewinn

Verseifung mit Glyceringewinnung

Biogasgewinnung

Biodiesel:

Glycerin wird durch chemische Verfahren durch niedermolekulare Alkohole ersetzt. Glycerin fällt als Abfallprodukt an und kann in der Biogasanlage als Substrat genützt werden.

Erden:

Ausschließlich aus Bodenaushubmaterial; hergestellt unter Verwendung bodenfremder Bestandteile; -> Zugelassene Materialien: Holzasche, Schlamm, Gips, Blumenerden, Heilerde, …

Phosphorgewinnung aus Klärschlamm:

1. Elektrokinetische Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlammasche: durch elektrokinetischen

Transport in einem Gleichstromfeld -> Phosphatanionen wandern entgegen der Bewegungsrichtung der meisten Schwermetalle zur Anode und können somit selektiv aus der Asche gelöst werden.

2. Phosphor-Rückgewinnung als Magnesium-Ammonium-Phosphat-> Phosphatdünger

Abfall als Ressource: Grenzen Energieaufwand, Verfügbarkeit, Gesetzliche Restriktionen

3) Mineralische Baustoffe

Anorganisch: Lehm, Ziegel, Kalksandstein, Leichtmauersteine, Beton, Estrich, Mörtel, Putze Bauplatten (Gipskarton, Gipsfaserplatten)

2009: ~7 Mio t mineralische Abfälle aus Bauwesen (vgl. Haushaltsabfälle = ~4 Mio. t)

-> Bauschutt (Ziegel, Keramik, Steine, Fliesen, Baustellenabfälle (Dämmstoffe, Kunststoffrohre,

40-90%)

),

Straßenaufbruch, Betonabbruch, Gleisschotter, -> mineralischer Anteil bei Baustellenabfällen =

Strategie: „Urban Mining“ Nutzung von anthropogenen Lagern (Städte) zur Gewinnung von Sekundärrohstoffen; Rückgewinnung von Baustoffen, Metallen, Kunststoffen, Phosphor und anderen Sekundärrohstoffen; Große Mengen an mineralischen Baustoffen pro Österreicher Gewinnung von z.B.: Sand/Kies, Ziegel

Österreichischer Rohstoffplan: Versorgungsengpässe (nur regional handelsfähig)

Zugänglichkeit zu Rohstoffvorkommen immer schwieriger(Raumplanung, regionales Problem)

Festlegung von Rohstofflächen

Nutzung von Sekundärressourcen (Recyclingbaustoffe)

Lagererkundung:

Baustoffe und materialien aus alten Bauwerken zukünftig: komplexe Baustoffströme trennen&sortieren (z.B. Wärmedämmverbund)! Deutschland: 88% stoffliche Verwertung bei Bau- und Abbruchabfällen Lösungsmöglichkeiten: Gebäudepässe bei Neubauten; Rohstoffkataster der bestehenden Gebäudesubstanz; selektiver Rückbau um die Qualität der Sekundärrohstoffe zu erhöhen; Nutzungsverlängerung von Gebäuden

Gesetzliches:

- Verordnung über die Trennung von bei Bautätigkeiten anfallenden Materialien

-> getrennte Sammlung und Verwertung von verwertbaren Baurestmassen; Verpflichtung für

Bauherrn diese Pflichten einzuhalten; Trennung ab einer festgelegten Menge pro Stoffgruppe; Verpflichtung geht meist bei Bauvertrag auf Bauunternehmer über

- Deponieverordnung

Baurestmassendeponie (höchstens 10% Volumen Fremdanteile) Vermischungsverbot

Aufbereitungsanlagen für mineralische Baustoffe in Österreich 2010: ~ 400 Anlagen

Recycling:

1) Trockene Bauschuttaufbereitung (vorsortieren, sieben) 2) Nasse Bauschuttaufbereitung (Sink-Schwimm-Verfahren)

erfolgt nach definierten Eigenschaften (Richtlinie für Recycling-Baustoffe des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes (BRV)) Körnchengröße, Stoffzusammensetzung, physikal. Eigenschaften, Umweltverträglichkeit (Eluatgrenzwerte enthält z.B. pH-Wert, Elektr. Leitfähigkeit, Elemente) -> Qualitätsklassen A+ - C

=> z.B. RB II 0/32 A+ (RB = Materialbezeichnung; II = Bautechn. Einsetzung, 0/32 = Sieblinienbereich)

Bsp.:

Ziegelbruch (Wohnbau) wird z.B. verwendet für Füllungen, Mauerwerksteine, Estriche Durch Recycling werden:

Betonabbruch (v. Strassenbau) wird z.B. verwendet für Tragschichten, Wegebau

Deponien entlastet

primäre Rohstoffe eingespart

+ ökologische Auswirkungen sind gering Rückbauqualität ist entscheidend für qualitativ hochwertigen Recycling-Baustoff

=> Baustoff-Recycling = „Downcycling

Großteil der mineralischen Baustoffe sind zementgebunden (Beton, Mörtel, Betonsteine, Mauerwerksteine, Estrich) => Verringerung der ökol. Auswirkungen nur bei Produktion möglich (Reduktion des Energieaufwandes, Einsatz von sekundären Rohstoffen)

Zementindustrie -> Einsatz von Sekundärressourcen hoher Energieaufwand bei Klinkerproduktion ist verantwortlich für ökologischen Auswirkungen der Betonherstellung (Zementklinker = gebrannte Bestandteil des Zements, der für die Aushärtung unter Beimengung von Wasser zuständig ist -> Tricalciumsilicat C 3 S) Härtung = „Hydratation

Möglichkeit der Nutzung von Abfällen:

- Ersatzbrennstoffe (Reifen, Kunststoffe)

- Schlacken aus der Stahlindustrie (Hüttensande, Hochofenschlacke)

Zement: anorganisch; erstarrt nach anrühren mit Wasser (chem. Reaktion: Hydratation) => Hydraulisches Bindemittel; Herstellung aus Kalkstein, Ton und Mergel Großerzeuger & Verbraucher: China in Ö: ausreichend eigene Rohstoffvorkommen; 9 Zementwerke mit Klinkerprod. Zement kann enthalten: Abfall (Hüttensand, Flugasche, Silicastaub) -> nach der Klinkermahlung (Brennvorgang) zugesetzt. Beton: Frühgeschichtliches Bindemittel Hüttensand bzw. Hochofenschlacke: fällte beim Schmelzprozess im Hochofen als Nebenprodukt der Schlacke an; bildet bei Kontakt mit Wasser einen glasig erstarrten, latent hydraulischen (festen) Stoff CaO, MgO, SiO 2 , AlO Flugaschen: Kieselsäurehaltig, kalkreiche Staubpartikel gewonnen aus Rauchgasabscheidung von Kohlefeuerungen Silicastaub: Entstehung im Lichtbogenofen; SiO 2 fällt bei Herstellung von Silicium(-legierungen) an Ausgangsstoff: Quarz

Zementherstellung:

- Rohmaterialaufbereitung (Mischung, Trocknung, Aufmahlung, Korrekturmaterialien, Lagerung)

- Brennvorgang (Entsäuerung, Sinterprozess (Ablagerung), Brennstoffe, Ersatzbrennstoffe) -> unvermeidbarer CO 2 -Ausstoss! Entsäuerung im Vörwärmer, Sintvorgang im Drehrohofen (hohe Brenntemperaturen)

- Zementmahlung, Qualitätskontrolle

Beizeichnung:

Bsp.: EN 197-1 CEM II/A S 32,5 R

EN 197-1 … Norm

CEM II … Zementart

A … Anteil der Zumahlstoffe

S … Art der Zumahlstoffe (Hüttensand S, Flugasche V, Kalkstein L, Kobination M) 32,5 … Druckfestigkeit

R … Frühfestigkeit

Abwärme kann wiederum zum Trocknen eingesetzt werden

-> Gesetzliche Grundlage für Mitverbrennung von Abfällen: Abfallverbrennungsverordnung 2002 Ersatzbrennstoffe in Zementindustrie: Altreifen, Kunststoffabfälle, Altöle, Lösungsmittel, Papierfaserreststoffe, Tiermehl, … fast 50% der Brennstoffe

Etwa die Hälfte des jährl. Altreifenaufkommens in Ö wird in Drehrohrofenanlagen in Zementindustrie verwertet (europaweite Spitze)

Stoffe + Spurenelemente der EBS reichern sich im Klinker an => Genaue Qualitätskontrolle + Prozessführung! Bsp.: zu viel Zink -> Zunahme des Wasseranspruches zu viel Blei (in Altölen) -> Verringerung der Erstarrungszeit, Veränderung der Festigkeitsentw. zu viel Cadmium (Altkunststoffe)-> Verringerung der Schmelzphasentemp., Einfluss auf Hydratation zu viel Chlor -> Salzbildung zu viel Nickel -> rasche erhöhte Frühfestigkeit andere: Mangan, Titan, Phosphor

erhöhte Frühfestigkeit andere: Mangan, Titan, Phosphor 4) Schlacke Aufbereitung von Rostasche aus der

4) Schlacke

Aufbereitung von Rostasche aus der Abfallverbrennung, Asche aus Biomasse Südeuropa, Übersee: immer noch MVA ohne Metallrückgewinnung z.B. Rohkupfer, Rohaluminium Stahl-, Alu- und Kupferherstellung: sekundär aus Schrott + vermiedene Emissionen, z.B. Cu-Hütten in Südamerika Bsp. Schweiz: CO 2 -Reduktion (Szenario: landesweite Rostasche-Aufbereitung)

Gegenüber der Primärproduktion von Metallen wären CO 2 -Einsparungen möglich (Alu>Eisen>Edelstahl>Kupfer>Zink) Rostasche: Der Abzug der Asche erfolgt normalerweise durch Schürung, also ein mechanisches Umrühren/Umwälzen des Brennstoff-Asche-Gemisches, wodurch die Asche sich vom noch unverbrannten Brennstoff löst und entweder nach unten fällt ("Rostasche") oder mit dem Verbrennungsabgas davonfliegt ("Flugasche")

dem Verbrennungsabgas davonfliegt ( "Flugasche" ) Aufbereitung : 1) Zwischenlagerung, natürl. Alterung 2)

Aufbereitung:

1) Zwischenlagerung, natürl. Alterung 2) Trockene: Klassierung -> Siebung + Nasse: Nasse Siebung/Attrition 3) Magnetabcheidung 4) NE-Metallabscheidung 5) Zwischenlagerung, Alterung 6) Qualitätskontrolle 7) Vermarktung, 8) Nasse: Reinigung und Rückführung des Prozesswassers, Entsorgung von Schlamm etc.

NE-Metalle in MV-Rostasche: 0,1-0,5% Fe-Metalle in MV-Rostasche: 5,7-10% Metalle in MV-Rostasche: 7,2-11,8%

Magnetabscheider: Trommelmagnete, Bandmagnete, Überbandmagnete Empfehlung: möglichst trockenes Sortiergut, Kornvereinzelung vor der Abscheidung, Magnetabscheidung im freien Fall, Entscheidung über Zerkleinerung im Einzelfall (erhöhte Metallausbeute) Wirbelstromabscheider: zur Abscheidung bestimmte Stoffe werden magnetischem Wechselfeld ausgesetzt => Wirbelströme in Metallen senkrecht zum magnetischen Feld; abstoßende Kraftwirkung (+ & -), Ablenkung bewegter Stoffe a-zentrisches System: Nichtleiter werden von NE-Metallen getrennt -> gute Trennleistung

Trockene Aufbereitung:

Schlacke aus Schrottaufbereitung + Rohschlacke + Zwischengelagerte Schlacke -> Sieb -> Abtrennung von Fe-Schrott mit Magneten -> Abtrennung von NE-Metallen -> Sieb -> Leichtstoffe zurück zum Bunker der MVA -> Zwischenlager 3 Monate -> Auslieferungslager Nasse Aufbereitung :

Trommelsieb -> Magnet (-> Fe) -> Deponie Trommelsieb -> Waschtrommel (Organik aus Waschtrommel: Bunker der MVA) -> Nasssiebung -> Schlammabtrennung / Sand für Deponieabbau Trommelsieb -> Waschtrommel -> Nasssiebung -> Magnet (-> Fe) -> Wirbelstrom (-> NE- Metalle) -> Granulat

Rostasche-Aufbereitung in Wien:

Ziele: 1) Herstellung von Schlackebeton für den Randwall der Deponie Rautenweg 2) Metall-Recycling

Alternative Trenntechnik:

a) Sensorsortierung von Metallen:

Farbsortiersystem, Induktionssortiersysteme (Magnetisierbarkeit), Electromagnetic Camera (Tomographie), Röntgensortiersysteme, Hochleistungsprozessor-Sortierung

b) Bsp. kinetische Hydrosetzmaschine:

Trennung nach Sinkgeschwindigkeit im Wasser

c) mittels Dichtesortierung trennbare Korngrößen:

Schwerkraftscheider, Zentrifugalkraftscheider,

Lagerung: Aktive Alterung durch Behandlung mit CO 2 ; Korrosion von Metallen kann zu Verlusten führen Verwertung von MV-Rostasche: Straßenbau, Deponiebau, Ablagerung, Inhalte Mineralisches Granulat: Cu, Zn, Pb, Ni, Cr, …

Regelung der Verwertung als Ersatzbaustoff in Europa:

Deutschland: Ersatzbaustoffverordnung Niederlande: Soil quality regulation Regelung Österreich: Behandlungsgrundsatz Rückstände aus Abfallverbrennungsanlagen -> unverbindliche Richtlinie für die Verwertung aufbereiteter Reststoffe im Strassenbau; enthaltene Anforderungen: Gesamgehalte & TOC, Eluatwerte, Restmetallgehalte Fe und NE; nur Einbau in Tragschichten unterhalb von gering durchlässiger Deckschicht ist zulässig

Aschen aus Biomasse:

Wirbelschichtfeuerung: Bettasche, Zyklonasche, Filterstaub

Rostfeuerung: Rostasche, Zyklonasche, Filterstaub (=Feinstflugasche)

Unterschiede Hackschnitzel/Rinde/sonstiges

Aschen aus Holzfeuerung: je heller, desto besserer Ausbrand pH-Wert bis 13 Schlechter Ausbrand: PAK-Gehalt möglich (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) Zyklonaschen: trocken (=> Staubemissionen) Rostaschen: feucht Schwermetalle in Holzaschen Nutzbare Nährstoffe in Mischung aus Grobasche und Zyklonasche (v.a. CaO) Nährstoffe für Rinden- und Holz-Hackgutfeuerung: Ca, Mg, K, P, Na Regelung: Ö. Richtlinie Ausbringung von Pflanzenaschen -> nur Qualitätsklassen A und B dürfen aufgebracht werden (verschiedene Grenzwerte für A

und B)

Schlacke 2

Aufbereitung von Rostasche aus der Abfallverbrennung II:

BABIU-Verfahren BABIU = Bottom Ash For Biogas Upgrading

Verwendet werden 1) Altdeponie oder Anaerobanlage Gase und 2) Reaktive, alkalische Schlacke aus der MVA. Das vorher nicht verwertbare (Deponie-)Gas verlässt das BABIU-Verfahren als verwertbares mit höherem CH 4 -Gehalt -> Einspeisung ins Gasnetz. Die Schlacke nach dem BABIU- Verf ist verwittert und pH-neutral und kann als Baustoff oder Ablagerung verwendet werden.

Innovative Prozesse zur Aufbereitung von Biogas:

BABIU Prozess

Absorptions-Regeneration (KOH-Lösung absorbiert CO 2 )

Absorptions-Regeneration (KOH-Lösung absorbiert CO 2 ) BABIU: Gaseinspeisung unter die Rostasche;

BABIU: Gaseinspeisung unter die Rostasche; Karbonatisierungstank (Rostasche wird aufbereitet) -> karbonisierte Rostasche; … danach Einspeisung ins Gasnetz -> Kriterien für CH 4 und Brennwert müssen erfüllt sein. CO 2 wird als Calcit (CACO 3 ) gebunden, H 2 S wird eliminiert, Auslaugbarkeit verringert (Al,…), pH-Werte verringert

Verwendung: Herstellung von Ersatzbaustoffen

Pilotanlage in Podere Rota:

Schlacke inklusive aller Metalle; Problem: falscher Durchflussmesser, große Metallteile (Probleme bei Gasen), Regenwetter -> explosionfähiges Gasgemisch; -> Not-Abschaltung, Überwachung O 2 im Input-Gas; MV-Rostasche ohne grobe Metalle

BABIU zählt zu „UPGAS-LOWCO 2 Projekt

Zusammenfassend:

Aufbereitung von Deponiegas Schutz der Gasmotoren durch Eliminierung von H 2 S Karbonatisierung von MV-Rostasche

5) Kritische Rohstoffe

Vielfalt an Elementen in Produkten Ressourcenentnahmen weltweit:

Baumineralien > Erze & industrielle Minerale > fossile Energieträger > Biomasse

Mineralische Ressourcen:

Lagerstätte: Natürliche Konzentration eines Minerals/Elementes in der Erdkruste Reserven: Teil der geologisch nachgewiesen, wirtschaftl. nutzbar und legal abbaubar ist Reservebasis: Reserven + Teil, der realistisches Potential für wirtschaftl. Nutzung hat (ggf. neue Abbautechniken) Seltene Metalle: Osmium, Platin, Gold, Uran, … Kritische Rohstoffe: Platinmetalle, Germanium, Niob, Wolfram, Magnesium, Gallium, …

Seltenheit / Knappheit:

Reservemenge: geringe globale Reserven

statische Reichweite: Metalle mit geringer statischen Reichweite Statische Reichweite (a) = Reserve (t) / jährl. Produktion (t/a)

Geopolit. Knappheit: hohe geographische Konzentration, insbesondere polit. instabile Regionen

Nachfrage/Technischer Stand, geringe Prod.mengen, Kursschwankungen, Feinverteilung (z.B. Uran, Gallium)

Seltene Erden: China hat 97% der Primärprod. steigende Nachfrage; China drosselt Prod. und besteuert SE zusätzlich (=> Klagen von WTO) -> Entspannung der kritischen Lage dann möglich, falls Mine in Grönland 2015/2016 in Betrieb geht.

BMVIT/BMWA-Definition: Mineralischer Rohstoff ist aus nationaler Sicht dann kritisch, wenn zufolge der Importabhängigkeit die Versorgungskette für einen für österreichische Wirtschaft bedeutenden Rohstoff empfindlich gestört/unterbrochen wird.

Versorgungsrisiko-Index „SRi“ (BMVIT, EU-WG):

SRi = σi*(1-ρi)*HHI SRi = Versorgungsrisiko-Index für Rohstoff i σi…Substitutionskoeffizient (Substitution = Ersetzen) 0,0 = leicht substituierbar; 1,0 = nicht subst. ρi…Recyclingkoeffizient (= Verhältnis recycelte Masse aus Altstoffen / Europäischer Verbrauch)

Herfindahl-Hirschmann Index HHI:

Maßzahl zur Erkennung von Versorgungsrisiken durch Unternehmenskonzentrationen und politische Risiken. HHI = Σ (S)2 * WGI S … Anteil eines Landes an der Weltproduktion. Summiert wird über alle Länder der Welt. WGI, World Governance Index … Maß der Weltbank für die polit. Stabilität eines Landes HHI = 0 -> min./kein Versorgungsrisiko HHI = 10 -> max. Versorgungsrisiko

Coltan-Konflikt (Cobalt-Tantal-Erz) im Kongo:

Konflikt um illegalen/manuellen Coltanabbau begann ~1999 => Intensivierung & Verlängerung des Stammeskrieges -> Armut, Tode Mögl. Lösung: fairer Handel, Kontrolle durch EU oder internat. Organisation

SE-Primärförderungen Risiken: Einträge ins Grundwasser, Dammversagen, Luftemmission, Abwasser, Staub

Förderstrategie in Ö (BMVIT):

Primärrohstoffe: neue Techniken Recycling/Re-Use: z.B. neue Logistik f. Re-Use, verbesserte Technik Substitution: Die Förderstrategie stimuliert 100%-ige Substitution einzelner kritischer Rohstoffe im jeweiligen Produkt bei gleichbleibender Funktionalität des Produktes

Ausgewählte kritische Rohstoffe:

Platin: in KFZ-Katalysatoren (Verluste durch KFZ-Wracks-Export), Chemicalien, Zahntechnik, Elektro(nik)geräte, Schmuck

Niob: Stahllegierungen hohe Festigkeit, Konzentration gering => Recycling noch unbedeutend

Neodym: Permanentmagneten (Legierung mit Fe und B) Fahrzeugbatterien, Windkraftanlagen (getriebelose WKA mit Nd-Fe-B-Magnet), Datenspeicher, Lautsprecher, als Oxid: Leuchtstoff in LCD-Bildschirmen, Energiesparleuchten Feuerzeuge (im Feuerstein), Gläserfärbung, Schweißerbrillengläser, Sonnenbrillen

6) Kunststoffabfälle

Ressourcen - Energie Infrastruktur Produkte Abfall Ressourcen

Herstellung & Recycling:

Erdöl thermisch (Verbrennung), chemisch (Kunststoffe, Rohstoffe), stofflich (Herstellung, Verarbeitung, Gebrauch Mehrweg!,) (Abfall Deponie)

Grundbausteine: Makromoleküle (organische Monomere, die zu Polymeren verbunden sind) bestehen aus makromolekularen Stoffen: Kautschuk, Zellulose, Proteine oder aus niedermolekularen organischen Stoffen: Ethylen, Benzol, Formaldehyde, durch Synthese verbunden sind (Polymerisation, -kondensation, -addition)

Polymerisation: Monomere mit Doppelbindungen zw. C-Atomen -> Doppelbindungen werden durch Initiator aufgelöst -> Monomer verbindet sich mit anderen Monomeren zu Makromolekülen (z.B. Polystyrol, Polyvinylchlorid)

, die

Makromolekülen (z.B. Polystyrol, Polyvinylchlorid) , die Polykondensation : funktionelle Gruppen zweier Moleküle

Polykondensation: funktionelle Gruppen zweier Moleküle schließen sich unter Abspaltung eines kleineren Moleküls (z.B. werden ein paar O und H weggelassen) zu höherer Einheit zusammen (z.B. Polyamide, Polyester) Polyaddition: Endgruppen von Monomeren werden umgelagert, keine Abspaltung kleinerer Einheiten Thermoplaste: lineare oder verzweigte Polymerketten (frei gegeneinander verschiebbar), durch Wärmeeinwirkung verformbar => Verwertung durch Umschmelzen möglich z.B. Polyethylen, Polypropylen; (Puppen, …) Duroplaste: eng vernetzte Makromoleküle, härten unter Wärmeeinwirkung aus; nicht schmelz- /schweißbar z.B. Polyesterharze; (Schutzhelme, Topfgriffe) Elastomere: weitmaschig vernetzte Polymere, weich wie gummielastisch, thermisch nicht umformbar

z.B. Kautschuk; (Gummibänder) Autoreifen Spritzgießvorgang

Extruder: Fördergeräte, die nach dem Funktionsprinzip des Schneckenförderers feste bis dickflüssige Massen unter hohem Druck und hoher Temperatur gleichmäßig aus einer formgebenden Öffnung herauspressen. Dieses Verfahren wird als Extrusion bezeichnet.

Kunststoffanwendungen in Europa:

39% Verpackung (hauptsächlich PE) 27% andere 21% Bauen & Konstruktion (hauptsächlich PVC) 7% Automobil 6% Elektro & Elektronik

Sekundärrohstoffmärkte Kunststoff:

Qualitäten

wettbewerbsfähig zu Primärkunststoffen; Herstellung: Mischungen aus Primär- & Sekundärkunstst. möglich, hochwertige Endprodukte möglich als Produkte gelten bereits Rezyklate (Mahlgüter, Regranulate), da sie Primärkunstst. ersetzen

Zweitmärkte: Mischkunststoffe zu Produkten (Bänke, Bodenplatten, Paletten, Rinnen) ersetzen Holz, Beton und Primärkunstst. 4 Teilströme: Produktionsabfälle, post-industrial Materialien, post-consumer Abfälle, Kunststoffe aus gemischten Gewerbeabfällen und Bauschutt PVC wird aus Kunststofffraktion im Bauschutt aussortiert, weil es nicht verbrannt werden darf in meisten Anlagen Boom bei Sortieranlagen; jetzt auch Anlagen zur Gewinnung Ersatzbrennstoffe (nicht nur mehr für stoffliche Verwertung)

Primärmärkte:

großer

Teil

erzeugter

Kunststoffgranulate

aufgrund

der

Verwertungsstrategien:

stoffliche (durch Umschmelzverfahren); ~22,5 Masse-% stofflich zu verwerten

rohstoffliche Verwertung durch Zerlegung in ursprüngliche chemische Bestandteile

thermische Verwertung durch Nutzung Energieinhalt

Ressourcen -> Produkte -> Abfall -> Ressourcen CO 2 -Einsparungen bei PET und PE

Stoffliche Verwertung:

- einfache Aufbereitung für spezifische Anwendungen (z.B. nur Zerkleinerung für innerbetriebliches Recycling

- für Thermoplaste mittels Umschmelzverfahren

- für Elastomere durch teilweise Aufhebung der Vernetzung

- Voraussetzung: Sortenreinheit! -> Qualität der Folgeprodukte

- Verfahren sind Stand der Technik

ggf. Granulierextrusion Bsp. Altreifen (Elastomere): Nutzung von Gummigranulat für Sportplatzbeläge, Schuhsolen etc.

Textilfasern (Polyester,

)

für Asphaltherstellung

Sekundärmaterial mit guter Qualität: zurück in Reifenproduktion Runderneuerung von Reifen (variert im Einsatzbereich etc.) -> Vorteile: Abfalleinsparung + Energieeinsparung gegenüber Neuproduktion

Ressourcen > Infrastruktur > Abfall -> Ressourcen stoffliche Verwertung von PET-Flaschen:

aus hygienischen Gründen: Sekundärmaterial darf nicht mit Lebensmittel in Kontakt kommen -> mehrschichtige Herstellung von Flaschen notwendig => Einsatz als Baumaterial (direkt anstelle von Ziegeln mit Sand gefüllt -> v.a. in Südamerika Bsp. Polli Brick (hohle Ziegeln in Wabenform) -> Einsparung von ca. 70% Treibhauspotential des Bauteils

Abfall -> Ressourcen Crea-Solv-Prozess für Elektroaltgeräte, Altautos, Verpackungen durch Auflösen des Zielpolymers -> Rückgewinnung des Lösemittels => Gewinnung von hochwertigen PET, ABS, EPS, HIPS, PP Prozess: Abfall -> Lösungsmittelaufbereitung (Lsg, Reinigung, Fällung, Trocknung) -> Produkt Pilze zerlegen PET von Pilzen produzierte Enzyme wirken als Katalysatoren (zerlegen synthetische Kunststoffe in Ausgangsstoffe) Prozesse um Kunststoffe in chem. Ausgangsstoffe zu zerlegen Vergasung, Hochofenprozess, Hydrolyse, Hydrierung, Pyrolyse/Thermolyse, Glykolyse

Ressourcen -> Energie -> Abfall -> Ressourcen als Ersatzbrennstoffe ersetzen fossile z.B. in Zementindustrie teils sehr hohe Brennwerte (PE gleichen Heizwert wie Heizöl)

Rohstoffe für Biokunststoffe nachwachsende pflanzlich (Stärke, Cellulose, Lignin) mikrobiell tierisch: (Chitin)

fossile

Biobecher etc.: aus Polymilchsäure Bsp.: kompostierbare Pflanzentöpfe (Stärkebasis, Altpapier, Fasern), kompostierbare Gehäuse (Walkman, Handy) CO 2 -neutral in Verbrennung, kompostierbare Verpackungen Autoindustrie (Henry Ford schon lange vorgezeigt, jetzt wieder neu entdeckt) -> Weizenstrohverstärkte Kunststoffe für Innenverkleidung,

Zusammenfassend: Kunststoffe -> stoffliche Verwertung thermische Verwertung direkte Deponierung

7) Gipsplatten / Dämmstoffe

5-stufige Abfallhierarchie:

Vermeidung - Wiederverwendung Recycling sonstige Verwertung (z.B. energetisch) Beseitigung

Komplexität der „Lagererkundung“ -> Kenntnis der Gebäude notwendig für stoffl. Verwertung; meisten Gebäude aber individuell

zu Zement:

es gibt reinen Schlackenzement (Schlacke statt Klinker) Hochofenschlacke (Hüttensand) fällt in großen Mengen als Nebenprodukt beim Hochofenprozess an -> kein Klinker notwendig -> hohe Einsparung von Treibhausgasemissionen

Gipskartonplatten Abfälle: Rückbau und Schnittreste muss von Bauschutt getrennt werden Material: Gips, Karton, (Stärke) Gips: Calciumsulfat mit Kristallwasser

REA-Gips: Gips, der aus den Abgasen von Rauchgasentschwefelungsanlagen gewonnen wird; in Zementindustrie eingesetzt, weniger Einschränkung in der Anwendung als bei Naturgips Karton: 100% Altpapier Aufbereitungsverfahren (Vorsortierung, Zerkleinerung, Metallabscheidung, Absiebung, Dichtesortierung, Walzenbrecher, Endabsiebung => Trennung Papier und Gips)

Zusammenfassung:

Gipsfaserplatten können nahezu aus 100% Abfällen/Recyclingprod. bestehen -> REA-Gips und Altpapier stoffliche Verwertung ist möglich Gips kann stofflich verwertet und für gleichen Zweck wiedereingesetzt werden getrennte Sammlung ist notwendig (in Ö noch nicht vorhanden)

Wärmedämmverbundsysteme Wandaufbauten Komponenten: Kleber, Wärmedämmstoff, Unterputz, Oberputz Trend: Mauerstärken gehen zurück, Stärke der Dämmmaterialien nimmt zu Probleme: mechanischer Rückbau zeit- und kostenaufwendig Rückbau muss vorsichtig und geplant stattfinden um stoffliche Verwertung zu gewährleisten Befestigungsarten – Verklebung, Verdübelung, …

Mineralische Dämmstoffe (Steinwolle, Glaswolle) Mineralische: Steinwolle, Glaswolle Organische: Extrudiertes Polystyrol (EPS)

Glaswolle: 30-80% Altglas (Quarzsand, Feldspat, Soda, …) Herstellung: im Schleuder- Blasverfahren; bei hohen T geschmolzen; Zuführung Bindemittel; Aushärtung, Schneiden (Verschnitt wird recycelt) hoher Energieverbrauch bei Schmelzung Verringerung durch Einsatz v. Altglas Faustregel: je 10% Altglas wird Energieverbrauch um 3% gesenkt

Glaswolle-Abfall: schwierig in Entsorgung, schwer sortenrein abzubauen, thermisch nicht nutzbar, Recycling von Baustellenabfällen kaum möglich (Fasern verteilen sich) -> selektiver Rückbau notwendig

Steinwolle: 50% Recycling-Formsteine (Basalt, Dolomit, Kalkstein, Zement, …) -> gepresste Briketts Herstellung ähnlich wie Glaswolle hoher Energieverbrauch bei Schmelzung, Verringerung durch Recycling-Formsteine oder Altglas, auf <50% Recyclinganteil limitiert

Steinwolle-Abfall: siehe Glaswolle Stoffliches Recycling: nur mit ausreichender Sauberkeit möglich Altfasern können krebserregend sein

früher: auch Schlackenwolle (aus Stahl- und Nichteisenmetallindustrie)

Organische Dämmstoffe Expandiertes Polystyrol Polystyrol-Dämmplatten (EPS) PS-Granulat wird mit heißem Wasserdampf expandiert und zu Platten geschäumt fertiges Produkt: 98% Luft, 2% Polystyrol

stoffliche Verwertung von EPS:

werkstoffliche Verwertung möglich EPS wird in Lösungsmittel aufgelöst; nach Trocknung ist Material wiederaufschäumbar Verarbeitung zu einem Granulat (Dämmschüttung, Zuschlagstoff für Mörtel und Beton) Grundvoraussetzung: sortenreine und saubere Sammlung Probleme bei EPS aus Wärmedämmverbundsysteme: hohe Verunreinigung durch Putz

thermische Verwertung von EPS:

in Müllverbrennungsanlagen, Mitverbrennungsanlagen

8) Altkraftfahrzeuge als Ressource

Fahrzeugproduktion: stärkster Zuwachs in Schwellenländern (BRICS)

Zusammensetzung Alt-Kfz: Metallanteil ca. 2/3 3/4 der Masse; viel Cu!

Recycling:

Pt (Platin), Pd (Palladium), Cu; seltene Erden werden noch nicht recycelt, aber planmäßig in 10-20 Jahren Problem: Verkauf älterer Modelle in ärmere Länder ist gängig, aber dort fehlen Shredderanlagen

4 Ebenen der Verwertung von Alt-Kfz:

1) Ausbau und Wiederverwertung von Teilen 2) „Trockenlegung“ und Schadstoffentfrachtung 3) Zerkleinerung (Shredder) und Abtrennung verwertbarer Metalle -> stoffliche Verwertung; Windsichter, Magnet, Siebe, NE-Metallabscheider 4) a) Post-Shredder Aufbereitung der Metalle, thermische Verwertung b) Metallrückgewinnung und Behandlung der Shredderleichtfraktion

Ö: 9 Shredder

Post-Shredder-Technologie: Aufbereitung von Shredderabfällen (Shredderleichtfraktion) -> Elastomere, Organik, PVC, Glas, … Shredderleichtfraktion -> Auflockerung -> Siebung -> stoffliche/thermische Verwertung -> Sortierung (=> Leichtgutfraktionen + metallhältiges Schwergut) => Rückgewinnung von Metallfraktionen

Gesetzlich: Österreichische Altfahrzeugverordnung

- Hersteller & Importeure müssen Alt-FZ zurücknehmen

- Pflichten für Sammel- und Verwertungssysteme

- Verbot von Pb, Cr-Vl, Cd und Hg in Bauteilen für FZ

- Verwertungsquoten: 95% gesamt, 85% stofflich (ab 2015)

* Lagerung

* Behandlung zur Beseitigung von Schadstoffen (Abtrennung v. Flüssigk., Batterie ausbauen,.)

* Verbesserung der stofflichen Verwertung (Reifen, Glas, Cu,

abtrennen; Shredderleichtfr.)

Starterbatterien auf Blei-Basis -> Aufbereitung

KFZ mit neueren Antriebssystemen (Hochleistungsbatterien, Elektromotor, Elektronik; kritische Ressourcen; Zukunft auch Brennstoffzellen-Antrieb); NiMH-Batterie, weitere Metallhydrid- Batteriesysteme: Bsp. Li-Batterie in Kfz (Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Kathoden „NMC“ und Lithium-Eisen-Phosphat-Kathoden „LFP“)

Kritischer Rohstoff: Platin -> KFZ-Katalysatoren (Verluste durch Export), Zahntechnik, Geräte, …

Altreifen: Deponierung verboten; stoffliche & thermische Verwertung (Brennstoff in Zementwerken, …); Runderneuerung;

Gummimehle und Gimmigranulate

in Hybrid- und Elektrofahrzeugen: deutlich mehr Kupfer; Beryllium in Kupferteilen

Recycling von Stahl (Altreifengerüst, …)

9) Stahl / Aluminium

Marktsituation Nachfrage global steigend (am meisten in China) Preise für Stahlschrott hängen mit Preisen für Stahl zusammen sinkende Nachfrage in Baubranche und Flugzeugbau drückt Preis

Stahl

Rohstoff = Eisen (vierthäufigstes chem. Element der Erdkruste) Eisenmineralien für Gewinnung: Hämatit, Magnetit, Siderit, Pyrit

weitere Rohstoffe für Eisengewinnung: Kohle, Erdgas, -öl, Kalk, Dolomit, Quarzsand, Eisenproduktion: Reduktion oxidischer Erze mit C zu Roheisen, anschliessend Weiterverarbeitung zu Stahl Stahlproduktion: Verdopplung seit 1995

Kokerei Sinteranlage Roheisenerzeugung (Hochofen) Sauerstoffstahlerzeugung

oder Elektrostahlerzeugung

Hochofen- und Elektroofenprozess: Einsatz von Stahlschrott (bei Elektroofen 100%) Schrotteinsatz => Einsparung CO 2

Kokerei: Austreiben der flüchtigen Bestandteile der Kohle durch Erhitzung => Koks

Sinterverfahren: Sintermischung wird in Zündofen erhitzt; schmelzen, erstarren, Rekristallisierung

Hochofenprozess: Gegenstromreaktor wird gefüllt (Koks, Sinter, Pellets, …) -> einblasen heißer Luft unten -> Koksschicht verbrennt zu CO -> CO steigt auf, bildet sich zu CO 2 -> reduziert zum Metall

Sauerstoffkonverter: Reaktionsgefäß, worin Roheisen, Schrott und Kalk mit Sauerstoff gemischt werden. -> C löst sich (und andere Stoffe)

meist verwendetes Verfahren: LD-Verfahren (Linz-Donawitz-Verfahren: ein Sauerstoffblasverfahren zum Frischen, also zur Stahlerzeugung durch Umwandlung von kohlenstoffreichem Roheisen in kohlenstoffarmen Stahl) 30% Schrott zur Kühlung

Elektrostahlwerk: Einsatz von bis zu 100% Stahlschrott. Verbrauch elektr. Energie. Schaumschlacke

Abfälle aus der Stahlproduktion

HO-Schlacke, BOF-Schlacke (LD-Verfahren - Basic Oxygen Furnace; Furnace = Hochofen), Zunder, Stäube, Schlämme

Hochofenschlacke: mengenmäßig bedeutsamstes Nebenprodukt

Stahlwerksschlacke (mehr Fe-Anteil)

Elektroofenschlacke

Stoffliche Verwertung:

Hüttensand zur Herstellung von Zement (durch Abschrecken der flüssigen Schlacke gewonnen)

Hochofenschlacke als Düngemittel

Stahlwerksschlacke im Straßenbau Abfälle, die eine Behandlung benötigen:

Filterstäube (hohe Zn-Konz.), Schlämme, ölhaltiger Walzzunder

Inmetco-Direktreduktionsverfahren

Aluminium

Herkunft von Gusslegierungsschrott und Knetlegierungsschrott Transport, Building

Rohstoff: Bauxit

2-stufige Gewinnung: Erzgewinnung aus Tonerde-Abfall = Rotschlamm; Erzeugung des Metalls durch Schmelzflusselektrolyse der Tonerde

Aluminium-Herstellung:

Rohstoffe: Tonerde, Kryolith, Anodenkohle, Strom flüssiges Aluminium bleibt an Beckenboden (Kathode) wenn Anoden eingetaucht werden

2

Gruppen:

- Knetlegierungen (Walzprodukte, Pressprodukte (Bleche, Folien))

- Gusslegierungen (Felgen, Motorblöcke)

2

Gruppen:

- Fabrikationsschrott (Neuschrott) -> höhere Qualität, z.B. für Knetlegierungen notwendig

- Altschrott (post-consumer) -> Baugewerbe, Fahrzeuge, Maschinen

Stoffliche Verwertung v. Aluminiumschrott: Aufbereitung, Umschmelzung, Drehtrommelofen, Herdöfen, Induktionsöfen

Abfälle bei Sekundäraluminiumproduktion und Verwertung:

Salzschlacke (-> Aluminiumgranulat, Zementindustrie, Düngermittelproduktion), Filterstaub, Ofenausbruch, Krätze)