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Orthodoxe Gemeinde „hl.

Symeon Stylites“
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Briefe eines Starzen von


Valaam
von Skhi-Igumen Ioann
aus dem russischen übersetzt von H. Kurio
Skhi- Igumen Joann (Iwan Aleksejew, 1873-1958) entstammt einer
Bauernfamilie aus dem Gouvernement Twer . Noch als Jugendlicher kam
er 1889 das erste Mal in das Valaam-Kloster auf einer Insel im Ladoga-See.
Einige Jahre später wurde er zum Militärdienst eingezogen, nach dessen
Beendigung er zunächst zu seiner Familie zurückkehrte. Seit 1900 lebte er
ständig im Valaam, wo er 1910 die Mönchsweihe erhielt, bis er nach seiner
Priesterweihe (1921) etliche Jahre dem Kloster von Petchenga ( an der
Eismeerküste ) vorstand. 1933 kehrte er nach Valaam zurück und
übernahm 1938 die Aufgabe eines geistlichen Beraters der Mönche.
Seit 1918 auf finnischem Staatsgebiet gelegen, wurde das Walaam-Kloster
(Finnisch: Valamo) im Zusammenhang mit dem sowjettisch-finnischen
Krieg (1939-40) Anfang 1940 in das finnische Seengebiet evakuiert. Hier
entstanden überwiegend seine seelsorgerlichen Briefe an orthodoxe Laien,
die mit dem Kloster in Verbindung standen. Seine seelsorgliche Bemühung
ist vor allem auf die Entwicklung des christlichen Bewußtseins von der
überwindenden Kraft der göttlichen Gnade gerichtet. Dieses Bewußtsein
kann eine Stabilität der Persönlichkeit bewirken, die den Menschen
gegenüber äußeren Umständen unangreifbar macht. Das christliche
Bewußtsein verbindet sich fast von selbst mit dem Streben nach der
Erfüllung der Gebote des Evangeliums, woraus sich oft auch Ansätze zur
Situationsbewältigung ergeben. In den Formulierungen von Skhi- Igumen
Joann wird die Stabilität der Persönlichkeit, die erreicht werden kann, als
innerer Friede bezeichnet. Dieser ist durch äußere Umstände nicht
beeinflußbar und sozusagen unzerstörbar. Er verbindet sich mit dem
Streben nach dem Reich Gottes als zentrale Aufgabe des Menschen.

Inhalt

Beständigkeit 3
Gebote des Evangeliums 3
Unterscheidungsfähigkeit 5
Demut 6
Betrübnis und Gottvertrauen 7
Buße 8
Hoffnung 11
Glaubensanstrengung und Gnade 12
Gebet und einschränkende Lebensumstände 13

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Beständigkeit "Lieber ein belastetes Gewissen, als
Tugend mit Eitelkeit".
Der Herr kennt unsere Schwäche und
gab uns die tägliche Buße bis zum So sagen die Heiligen: wenn ihr die
Grab. vorgesehenen Glaubensansrengungen
Der hl. Johannes Klimakos schreibt: erbringt, werdet nicht stolz darüber,
"Häufig beherrschen die alten daß ihr fastet.
Gewohnheiten in qualvoller Weise auch Es ist besser, Fleisch zu essen als
jene, die ihre Sünden beklagen. Und eingebildet und überheblich zu werden.
dies ist nicht erstaunlich. Das Wort von
Geschicken des Falls ist für uns dunkel Der hl. Moisej sagt:
und kein Verstand kann es begreifen". Die Kraft dessen, der eine Tugend zu
Außerdem sagt er: "Erschrick nicht, erreichen wünscht, besteht darin, nicht
wenn du auch jeden Tag fällst, gehe mutlos zu werden, wenn er fällt,
nicht ab vom Weg Gottes, bleibe tapfer sondern erneut seinen Weg
und standfest, und der Engel, der dich fortzusetzen. Nicht zu fallen ist allein
beschützt, wird zweifellos deine eine Eigenschaft der Engel. (109).
Geduld ehren". (30) Diesen Satz des hl.
Vaters führe ich an, damit wir nicht
mutlos werden, wenn wir in einer Gebote des Evangeliums
Tugend schwanken (92)
Ich habe Dir geschrieben, nicht hitzig
Du liest die Heilige Schrift, und zu sein. Das bezieht sich darauf, daß
verstehst die Bedeutung ihrer Lehre Du nicht vor der Zeit nach Höherem
nicht. Denn auch die heiligen Väter streben sollst. Alles kommt zu seiner
lebten nicht ohne Sorgen, aber, im Zeit. Wenn durch die Erfüllung der
geistigen Kampf erfahren, wurden sie Gebote Gottes der Platz im Herzen
in solchen Veränderungen nicht mutlos, vorbereitet ist, dann kommt auch jener
sondern ertrugen geduldig ihre selige Zustand, doch ohne, daß wir es
unangenehmen Erfahrungen. Der hl. erwarten. Unsere Aufgabe ist es, zu
Joann Kolov hatte ein so begnadetes streben und uns zu bemühen, alles
ununterbrochenes Gebet, daß er die übrige ist von der Gnade abhängig.
Körbe vergaß, die er dem Aufkäufer (27).
geben wollte. Während er ging, um sie Die Verurteilung (anderer) ist ein
zu holen, vergaß er, was er holen großes Übel. Diejenigen, die andere
wollte. Dieser heilige Asket ging mit verurteilen, ziehen das Gericht Gottes
dem Aufkäufer auf dem Klosterweg an sich, und der Herr läßt es zu, dass
und der Aufkäufer brachte ihn in Zorn, solche Menschen in dieselben Sünden
so daß der Asket vor dem Aufkäufer geraten.
fortlief. Auch die Heiligen erleben Die Ursache für die Verurteilung liegt
im unaufmerksamen Leben. Betrachte
Veränderungen, und Du möchtest, daß gründlich dein eigenes Herz; wieviel
bei Dir alles gleichmäßig geht. Denk Fäulnis findet sich da. (27)
daran, daß ich Dir irgendwann in
unserem Gespräch gesagt habe: Leben und Tod sind in Gottes Händen,
und der Herr sagt: "Suchet zuerst das
Reich Gottes und seine Gerechtigkeit,
und dies alles wird euch dazu
gegeben". So muss unsere Sorge und Anteil des monastischen
unser Bestreben sein, nach Seinen Einsiedlerlebens und erfordert die
Geboten zu leben und unser Herz von völlige Überwindung aller Sorgen,
Leidenschaften zu reinigen. (27) hauptsächlich aber tiefe Demut. Ohne
Demut sind alle Glaubenstaten nutzlos.
Bemühe dich nach Kräften, niemand (57).
für irgendetwas zu verurteilen.
Was Du Dir selbst nicht wünschst, das Bemühe Dich, niemand für irgend
tu auch nicht den anderen, und hege etwas zu verurteilen. Was Du für Dich
keine Feindschaft, sonst wird sich das selbst nicht wünschst, tu auch nicht den
Gebet nicht mit dem Herzen verbinden. anderen. Denke daran, daß wir uns für
(83) jedes unnütze Wort im Jüngsten Gericht
vor Gott verantworten. Man kann nicht
Jeder hat seine Schwächen und Fehler. zwei Herren dienen. Versöhne Dich mit
Lernt, einer des anderen Last zu tragen Deinem Gegner, damit er Dich nicht ins
und so das Gesetz Christi zu erfüllen. Gefängnis bringt. Es soll keine
(60) Feindschaft gegenüber irgend jemand
bestehen, andernfalls ist Dein Gebet
Die "weiße" Priesterschaft, fordert von Gott nicht wohlgefällig, gilt sogar als
den Mönchen immer harte Sünde. Wie ist bei Gott die Vergebung
Glaubensanstrengungen. unserer Sünden möglich, wenn wir
Im wesentlichen unterscheidet sich der selbst nicht vergeben?
Mönch von den Laien nur durch die
Ehelosigkeit, im übrigen sollen die Damit hast Du einen grundsätzlichen
Laien dasselbe Leben, d.h. nach den Hinweis, worauf unsere Rettung sich
Geboten, führen. Die Gebote des Herrn aufbaut. Natürlich ist es leicht,
sind für alle gemeinsam. Die Mönche Hinweise zu geben und Wünsche zu
haben sich von der Welt getrennt, um übermitteln, sie auszuführen ist jedoch
eben die Gebote des Herren besser zu sehr schwierig, und wir sind schwach.
erfüllen. (32). Unsere eigenen Kräfte, sind allein nicht
Du mußt jedoch wissen, daß jedes ausreichend, wir müssen Hilfe von Gott
Leben seine Ordnung hat. Du lebst in erbitten, daß Er aus Barmherzigkeit uns
der Welt, so bemühe Dich, Sündern helfe. So haben die hl. Väter
gewissenhaft die Aufgabe, in die Du das unablässige Jesus-Gebet gewählt.
durch Gottes Vorsehung gestellt bist, zu Für Euch, die Ihr in der Welt lebt, ist es
erfüllen. Verurteile niemand in sehr schwierig, das unablässige Gebet
irgendeiner Angelegenheit, was Du einzuhalten. Doch wisse, daß die hl.
nicht willst, daß man Dir tut, tu auch Väter jedes gute Werk dem Gebet
keinem anderen. Wenn Du nicht willst, hinzurechnen: ein gutes Gespräch, das
daß man Dir Unangenehmes sagt, Dir Denken an Gott, das Ertragen von
Vorwürfe macht, Dich ärgert, oder grob Schmähungen, Vorwürfen, Verachtung
mit Dir redet, oder Dich verleumdet, so und Spott u.s.w. (88).
tu dies auch keinem anderen. Das ist
die Ordnung Deines Lebens. Bemühe
Dich, so zu leben, wenn Dein Gewissen
Dich überführt, tu Buße vor dem
Herren. Wohin Du aber strebst, das ist

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Unterscheidungsfähigkeit nicht Sünde. Wenn wir sie aber
annehmen und sie in unsere
Du sollst außerdem wissen, daß der Überlegungen aufnehmen, dann sind
Mensch nicht in ein und derselben sie Sünde und führen zu sündhaften
Verfassung bleiben kann. Handlungen.
Es ist schön, auf dem Tabor-Berg zu
sein, manchmal ist es jedoch Manchmal kommen unangenehme
unvermeidlich, auf Golgotha zu sein. Gedanken auf: Irgendwann gab es
Ein aufmerksamer und Fehler, und plötzlich kommen sie
unterscheidungsfähiger Mensch findet wieder zum Vorschein, wie das
viele Gelegenheiten, dies zu verstehen. Aufleuchten eines Blitzes.
(29).
Ich denke, daß diese Gedanken
In allen schwierigen Fragen nimm als natürliche, menschliche Erinnerun-
Regel den Rat der durch Gott weisen hl. gen sind.
Väter: Wenn Dir zwei Übel
bevorstehen, wähle das kleinere, stehen Die dämonischen Gedanken sind
vor Dir zwei Tugenden, wähle die immer sündhaft :
größere. Vorher aber bete, daß der Herr Gedanken des Zorns, der Unzucht, der
Dir Einsicht gebe. (104) Gewinnsucht, der Eitelkeit, des Stolzes
und der übrigen Leidenschaften, und
Es gibt drei Arten von aufsteigenden im Herzen ist immer Verwirrung. Für
Gedanken: die Gläubigen in der Welt ist es
menschliche, englische und schwierig, sogar unmöglich, die
dämonische. Gedanken danach zu unterscheiden,
Die menschlichen aufsteigenden welche Ursachen sie haben. Denn
Gedanken sind nichts anderes, als Schriftsteller haben andere Gedanken
geschönte Bilder der Dinge dieser Welt, als Erfinder, und Erfinder andere
sagt der hl. Hesychius. Gedanken als Kaufleute. (106)
Die von den Engeln eingegebenen
aufsteigenden Gedanken sind immer Der hl. Ephräm der Syrer sagt
gut, und im Herzen ist Frieden und (folgendes): "Der Asket sollte auch dies
Stille, sogar eine gewisse Fröhlichkeit. wissen: insofern die Seele
Die dämonischen aufsteigenden unvergleichlich höher steht als der
Gedanken sind immer sündhaft, und Körper, soweit sind auch die seelischen
im Herzen ist Verwirrung zu spüren. Tugenden, besonders die an den
Einige Menschen sagen manchmal: Namen Gottes und der Nachahmung
"Jeder Schritt ist eine Sünde". Das ist Gottes ausgerichteten, höher als die
nicht richtig. körperlichen Tugenden, und die
seelischen Laster schwerer und
Bei den heiligen Vätern werden alle verderblicher als die Körperlichen,
aufkommenden Gedanken obwohl ich nicht weiß, wieso dies
Anwandlungen genannt. vielen vernünftigen Menschen entgeht.
Obgleich sie schlecht sind, sind sie nicht Trunksucht, Unzucht, Diebereien und
Sünde. Es ist in unserer Macht, sie ähnlicher Laster (die von vielen
anzunehmen oder nicht anzunehmen. gemieden und gefürchtet werden)
Wenn wir sie nicht annehmen, sind sie vermeiden sie, betrachten aber mit

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Gleichgültigkeit sehr viel
schwerwiegendere, nämlich seelische, Der große Starez (pneumatikos) Paisij
Laster - Neid, nachtragende Gefühle, Welitjschkowskij war auch betrübt,
Hochmut, Tücke und die Wurzel allen dass es keine Lehrmeister gibt. Im
Übels, Gewinnsucht". Einigen ist dies geistlichen Leben erfahren, riet er aber
vielleicht unverständlich und unfaßbar, dazu, sich im Kreise Gleichgesinnter
doch der hl. Asket hat dies treffend gegenseitig zu führen, Gespräche zu
gesagt, denn er vergleicht seelische führen und gemeinsam die Bücher der
Laster mit körperlichen. Und die am Kirchenväter zu lesen. So ist euer Kreis
Namen Gottes ausgerichtete Tugend ist sehr nützlich, da dort ein
die Liebe, denn Gott ist Liebe. Das Gedankenaustausch stattfindet. Man
schreibe ich nicht Ihnen zum Gefallen, soll nicht in Verwirrung geraten, wenn
sondern zur Kenntnis, damit Sie das sich einmal auch
geistliche Leben umfassender verstehen Meinungsverschiedenheiten ergeben.
(114). Sie kommen sogar bei Asketen vor:
Gott ist ein und derselbe, doch man
Ein geistlicher Führer soll den Weg kommt zu Ihm aus verschiedenen
zeigen, den er selbst gegangen ist, Richtungen. In solchen Fällen ist ein
Wenn er nur anhand von Büchern gleichgesinnter Gesprächspartner sehr
führt, ist es nicht das Richtige. wertvoll und nützlich. (17)

Der Redende und der Hörende denken,


dass sie beide auferbaut werden. Doch Demut
wenn sie kosten, dass der Herr gütig ist,
dann erkennen sie ihre Fehler. Der hl. Es treten auf Kälte, Trägheit, Ansturm
Petrus von Damaskus sagt von sich von Gedanken, Betrübnisse,
selbst: "Ich habe viel Schaden durch Verleumdung seitens der Menschen
unerfahrene Ratgeber erlitten". Der und vieles mehr, doch all dies geht mit
geistliche Führer muss leidenschaftslos Gottes Hilfe vorüber, verliere nur nicht
sein und die Gabe der den Mut. Vertraue Dir selbst nicht,
Unterscheidungsfähigkeit haben, bevor Du im Grabe liegst. Habe Demut
nämlich die Zeit und den Beginn und verurteile niemand für
(Vorhaben) kennen, das Unternehmen irgendetwas.
und die Einstellung des Menschen, Wundere Dich nicht darüber, dass
Stärke (Festigkeit), Eifer, Kenntnis, Leidenschaften in Dir sind. Sie erinnern
Lebensalter, Körperkraft, Anlage, uns daran, dass wir Menschen sind,
Gesundheit und Anfälligkeit, und bringen uns zur Demut. Fürchte
Charakter, Rang, Wissen, Erziehung, die Einbildung und den dämonischen
Neigung, Absicht, Verhalten, Stolz. Wisse, dass es nicht von uns
Verständnis, natürliche Intelligenz, sondern von der Gnade Gottes abhängt,
Bereitschaft zur Mühe, Lebhaftigkeit, in den Tugenden zu bleiben. Die Gnade
Zögern, die Absicht Gottes, die aber bewahrt uns wegen der Demut.
Bedeutung jeder Aussage der Heiligen (78)
Schrift und vieles mehr. So soll der
Führer für das geistliche Leben sein Der hl. Isaak der Syrer sagt: "Wenn du
und solche Unterscheidungsfähigkeit dich in einer Tugend abmühst und
soll er haben. (15) keinen Erfolg und keine Früchte siehst,

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wundere dich nicht. Denn der Herr gibt Eine Besonderheit der Demut ist es,
geistige Gaben nicht für Mühen, seine eigenen Fehler zu sehen, und in
sondern für Demut". (80) den anderen die guten Eigenschaften.
Für den Stolz jedoch ist es
Du erinnerst Dich, daß ich irgendwie in charakteristisch., in sich selbst nur das
unserem Gespräch gesagt habe: "Besser Gute zu sehen und in den anderen nur
ein belastetes Gewissen als Tugenden das Schlechte. Hier ist noch ein
mit Eitelkeit". Wesenszug der Demut: Einfachheit,
Offenheit und Natürlichkeit. Was aber
Da sagen die Heiligen: wenn ihr die Demut ist, und wie sie in der Seele
Glaubensanstrengungen unternehmt, entsteht, kann niemand mit Worten
wie es vorgeschrieben ist, so seid nicht erklären, solange der Mensch dies nicht
stolz darüber, daß ihr fastet. Wenn ihr aus Erfahrung lernt. Durch Worte allein
deswegen eitel werdet, welchen Nutzen kann man dies nicht lernen (110).
hat dann das Fasten? Es ist für den
Menschen besser, Fleisch zu essen, als
hochmütig und eingebildet zu sein.
(109)

Jetzt will ich von der Demut berichten.


Oh selige Demut, du bist göttlich, denn
du hast die Himmel herabgebeugt, hast
die Gestalt der menschlichen Natur
angenommen und die Sünden der Betrübnis und Gottvertrauen
ganzen Welt ans Kreuz genagelt. Meine
Seele erbebt, wie kann ich etwas über In Deinem letzten Brief beschreibst Du
deine Größe sagen? erneut Deine schweren Erlebnisse. Aber
jetzt sind sie, dem Herren sei Dank, zu
Die durch Gott weisen, hl. Väter sagen Ende. Gäbe es keine Betrübnisse, gäbe
folgendes über die Demut. Aus ihr es auch keine Rettung, sagen die hl.
entstehen: Sanftmut, Freundlichkeit, Väter. Durch die Betrübnisse gibt es
Neigung zur Ergriffenheit, zweierlei Nutzen: Erstens - Eifer im
Barmherzigkeit, Stille, Unterordnung. Streben nach Gott und aufrichtige
Der Demütige richtet seine Neugier Dankbarkeit. Zweitens - sie befreien
nicht auf unfaßbare Themen: der Stolze von bedeutungslosen Sorgen und
aber will die Tiefe der Ratschlüsse Beschäftigungen. Aus den Schriften der
Gottes ergründen. Der Demütige heiligen Kirchenväter ist zu ersehen,
brüstet sich nicht mit natürlichen daß sie wie wir niedergeschlagen und
Begabungen und empfindet kleinmütig wurden und sogar
Widerwillen gegen Lob ebenso wie ein Anfechtungen erlebten, die sie nicht
in Seide gekleideter Mensch weggeht, schriftlich festhalten wollten, um uns,
wenn man ihn mit Teer bespritzt, um die wir im geistlichen Leben unerfahren
seine wertvolle Kleidung nicht sind, nicht in Verwirrung und
einzuschmieren. So vermeidet der Verzweiflung zu stürzen. Der Herr läßt
Demütige den Ruhm unter den Betrübnisse entsprechend unseren
Menschen. Kräften zu, je nachdem, was jemand
tragen kann.

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Die Betrübnisse führen uns zur Demut.
Wir haben ein bestimmtes Maß an Während der Betrübnis kannst Du auf
Selbstüberschätzung. Wir wollen mit eine friedliche, innere Verfassung
unseren eigenen Kräften im geistlichen warten, und während der ruhigen
Leben fortschreiten. In den Verfassung auf eine betrübte. In diesem
Betrübnissen lernen wir Demut. Unsere zeitweiligen Leben wechseln ruhige
Anstrengungen führen ohne Gottes und betrübte Gefühle einander ab.
Hilfe nicht zum Ziel. Wir selbst müssen Auch heilige Gottesmänner waren von
Anstrengungen in den Tugenden solchen Gefühlen nicht frei. Du aber
erbringen, doch der Erfolg in den willst einen neuen Weg finden, um an
Tugenden ist von der Gnade abhängig. schweren Erlebnissen
Die Gnade wird von Gott nur den vorbeizukommen. Das gibt es nicht.
Demütigen gegeben, doch ohne Schließlich hat man Dich nicht
demütigende Umstände wird man öffentlich beschimpft und geohrfeigt?
nicht demütig (28).
Denk an die Geduld des Gottmenschen:
Ich verstehe vollkommen Ihren Ohrfeigen, Schläge auf den Kopf,
schweren Kummer und fühle mit Anspucken und Spott. Und all dieses
Ihnen. Was soll man tun: Ohne den ertrug Er um unserer Erlösung willen.
Willen Gottes kommen sie nicht über Wir aber Wollen für unsere Erlösung
uns. Gäbe es keine Betrübnisse, so gäbe nicht einmal kleine menschliche
es auch keine Rettung. Immerhin Unannehmlichkeiten ertragen. Ich
bringen sie uns zur Demut, und sie schreibe und werde rot. Ich belehre
verfolgen jeden überall, nur in andere und bin selbst rundherum in
verschiedenen Formen. Die Ratschlüsse Schuld. Aber ich verzweifle nicht, ich
des Herren sind für uns Sünder hoffe auf die Güte Gottes, daß Er durch
unfaßbar, und kein Verstand kann Seine Barmherzigkeit mich
feststellen, warum der Herr unaufmerksamen (trägen) Menschen
unterschiedliche Betrübnisse schickt - errettet (69).
einigen sehr schwere und anderen
leichte. Gegen Betrübnisse gibt es ein Man muß fest an das Evangelium
einziges Mittel: Geduld und Gebet, glauben und sich bemühen, soweit die
sagte der hl. Asket Mark (51). Kräfte reichen, die Gebote des Erlösers
Du schreibst immer noch über Deine zu erfüllen. Aber wie Taube hören wir
Betrübnisse und Dein inneres nicht einmal, daß der Herr uns
Ungleichgewicht. Wisse, daß es in herbeiruft: "Kommt zu Mir alle
diesem zeitweiligen Leben anders nicht Mühseligen und Beladenen, und Ich
sein kann. Forsche nicht nach, wodurch gebe euch Ruhe" (Matth. 11, 28). Das ist
und durch wen sie (die Betrübnisse) Der, Der allein uns Ruhe geben kann
kommen, denn sie geschehen nicht, (84).
ohne daß Gott sie zuläßt. Wenn selbst
ein Haar unseres Kopfes nicht
unbemerkt vergeht, wie groß ist dann Buße
die Fürsorge Gottes für den Menschen.
Außerdem ist geschrieben: "In eurer Natürlich wäre es gut, das geistliche
Geduld erlangt eure Seelen": ein Leben unter Anleitung eines geistlichen
einziges Mittel: Gebet und Geduld. Lehrers zu führen. Aber die heiligen

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Asketen sind selten geworden. Doch Verstand ohne Gottes Hilfe können wir,
ohne Lehrer ist es gefährlich, sich wie wir auch überlegen, uns selbst und
selbst nur mit Hilfe von Büchern anderen nicht den Frieden bringen. (20)
anzuleiten. Doch braucht man nicht
mutlos zu werden. Nehmen wir als
Grundlage die Demut des Zöllners, und Nicht-Verurteilen als Ergebnis der Buße
der Herr wird uns in Seiner Güte helfen
und uns vor Anfechtungen auf dem Wenn du in deinem Herzen gräbst,
geistlichen Weg bewahren. Die siehst du dort eine hundertköpfige
Schwächen aber sollen wir bereuen, Schlange. Doch erschrick nicht und
denn alle frommen Asketen hielten sich werde nicht furchtsam. Mit Gottes Hilfe
an Demut und Buße. (17) wirst du die Köpfe zerschmettern.
Durch ein dir selbst gegenüber
aufmerksames Leben wirst du dich
Buße und Selbsterkenntnis selbst als sehr schlecht und schwach
empfinden. Du wirst andere nicht
Wie gut hat es Aba Dorotheos verurteilen und alle in gutem Licht
formuliert: "Jeder ist nachlässig und sehen und den Schwächen anderer
beachtet nicht ein einziges Gebot, keine Aufmerksamkeit schenken. Im
verlangt aber von seinem Nächsten die Herzen wirst du Ruhe und Frieden
Erfüllung der Gebote". Im Laufe eines spüren. (16)
Tages sieht man notwendigerweise
viele solche Beispiele. Natürlich achte Schwächen braucht man nicht zu
ich nicht darauf. Es ist eine alltägliche fürchten, denn der Herr ist für die
Erscheinung. Wenn wir auf uns selbst Schwachen vom Himmel
achten, sehen wir in unserem Herzen herabgekommen. Wenn der Mensch
schlichtweg ein Chaos, und derartige seine Schwäche erkennt und Buße tut,
Erscheinungen berühren das Herz wird der Herr gemäß Seiner Güte nicht
nicht. (65) seiner Schwächen und Sünden
gedenken. Am meisten sind
Wenn wir den Leidenschaften dämonischer Stolz, Eitelkeit,
unterliegen - ich meine die geistigen: Feindseligkeit und das Verurteilen
Einbildung, Eitelkeit, Zorn, Hinterlist, (anderer) zu fürchten. Die Schwächen
und den dämonischen Stolz so scheint hingegen führen unsere eingebildete
uns unter dem Einfluß dieser Leiden- Frömmigkeit zur Demut. (65)
chaften, dass alle Menschen schuldig
und schlecht sind. Doch haben wir Bemühe dich, nach Möglichkeit die
nicht das Gebot, von den anderen Liebe Gebote des Herrn zu erfüllen.
und Gerechtigkeit zu verlangen, Verurteile niemand für irgendetwas,
sondern sind selbst verpflichtet, das und du wirst nicht verurteilt werden.
Gebot der Liebe zu erfüllen und gerecht Wenn du auf dich selbst achtest, stößt
zu sein. Sei aber nicht du natürlich auf Sünden, die keine
niedergeschlagen. Vertiefe Dich bei Grundlage dafür abgeben, andere zu
Unannehmlichkeiten in die Heilige verurteilen. Außerdem "was du für
Schrift und die heiligen Väter und in dich selbst nicht wünschst, tu auch
das Gebet. Dann wirst Du in eigener nicht den anderen", und die übrigen
Erfahrung Frieden und Stille in der Gebote des Evangeliums. (67)
Seele spüren. Mit dem eigenen
9
Verurteile niemals die Geistlichen. Sie
sündigen , und sie verantworten sich
Buße: Geistliches Wachstum
dafür vor Gott am Tage des Gerichts.
Bete für sie und erbitte in Gedanken
Du schreibst außerdem, daß du gerade
ihre heiligen Gebete (für dich). Das
eben am Anfang stehst. Das ist ein
lehren die hl. Väter. Du siehst die
gutes Gefühl, ein Weg zur Demut. Im
Fehler der Geistlichen, doch schau auf
geistlichen Leben ist es so, nach dem
dich selbst, wie du stehst und betest:
Gesetz der geistlichen Erfahrung: Je
Immerhin kommt es vor, dass der
mehr der Mensch Gott nahe kommt,
ganze Gottesdienst in illusorischen
um so unaufmerksamer und sündhafter
Vorstellungen von Gegenständen dieser
findet er sich. (28).
Welt vergeht. (82)
Nach dem Gesetz der geistlichen
Der hl. Ephräm der Syrer betete: "Ja,
Erfahrung ist es so: Je mehr der Mensch
Herr und König, lass mich meine
im geistlichen Leben voranschreitet, um
Sünden erkennen und nicht meinen
so sündiger sieht er sich selbst. Der hl.
Bruder verurteilen". Der große
Petrus von Damaskus schreibt: "Wenn
Kirchenvater kannte und bedachte sehr
der Mensch seine Sünden wie Sand am
gut die Schwere der Sünde des
Meer vor sich sieht, so ist dies ein
Verurteilens und die große Tugend des
Zeichen der Gesundheit der Seele". Bei
Nicht-Verurteilens. Der Herr sprach:
solchen Gefühlen ist kein Raum für
"Verurteilt nicht, damit ihr nicht
Verzweiflung, vielmehr ist die Seele
verurteilt werdet. Denn mit welchem
erfüllt von Ergriffenheit und Liebe zu
Urteil ihr verurteilt, mit demselben
allem, die auf der Erde leben. Selig sind
werdet ihr verurteilt werden. Wieso
die Menschen, die in diesen Zustand
siehst du den Splitter im Auge deines
kommen; er wird von Gott für tiefe
Bruders, spürst aber nicht den Balken in
Demut gegeben und wird
deinem eigenen Auge?" (Matth. 7, 1-3).
Leidenschaftslosigkeit genannt. (38)
Wer andere verurteilte wird dem
Antichrist gleich, denn er reißt das
Je näher der Mensch zu Gott kommt,
Gericht Gottes an sich. (100)
desto sündhafter findet er sich. Der hl.
Petrus von Damaskus schreibt: "Wenn
Denke daran, ich habe irgendwann im
der Mensch seine Sünden wie Sand am
Gespräch mit dir gesagt: "Ein belastetes
Meer vor sich sieht, so liegt darin die
Gewissen ist besser als Tugend mit
Gesundheit der Seele". Das ist die Stufe
Eitelkeit". Die Heiligen sagen dies:
der Heiligen, und sie sind erfahren im
Wenn ihr die vorgeschriebenen
geistlichen Leben. Die
Glaubensanstrengungen erbringt,
(durchschnittlichen) Menschen aber
werdet nicht stolz darüber, daß ihr
wollen sich in allem ordentlich sehen.
fastet. Wenn ihr darüber eitel werdet,
(67)
welchen Nutzen hat dann das Fasten?
Es ist (für den Menschen) besser,
Der hl. Petrus von Damaskus schreibt:
Fleisch zu essen, als eingebildet und
"Wenn man seine Sünden wie Sand am
aufgeblasen zu sein. (109)
Meer vor sich sieht, so ist das die
Gesundheit der Seele".

10
"Ich verstehe nicht, schreibst du, wie Der Heilige Geist sagt durch den
die Heiligen ihre Sünden wie Sand am Propheten Hesekiel: "Wenn der Sünder
Meer vor sich sehen können". Dies ist sich von seinen Sünden bekehrt, dann
die Stufe einer hohen geistlichen wird seiner Sünden nicht mehr
Entwicklung, der Anteil der heiligen gedacht". Der Herr will nicht den Tod
Menschen Gottes, die mit Gottes Hilfe des Sünders. (39)
ihr Herz von Leidenschaften gereinigt
haben: von Stolz, Eitelkeit, Falschheit, Es gibt keine Sünde, die die
Heuchelei und anderen Lastern. Jedoch Barmherzigkeit Gottes übersteigt, und
waren auch sie nicht frei von die Sünden der ganzen Welt sind wie
Anwandlungen und Anfechtungen der eine Handvoll Sand, die man ins Meer
Leidenschaften. Denn solange die Seele wirft. Du aber schreibst, "ob dir der
den Körper trägt, kann der Mensch sich Herr wohl vergibt". Du hast (die
überhaupt nicht von Anwandlungen Sünden) erkannt und Buße getan. Der
der Leidenschaften befreien, ob er dies Herr hat sie vergeben und wird deiner
will oder nicht. Nachdem sie aber in Sünden nicht gedenken (Prophet
sich selbst die Leidenschaften durch Hesekiel). Sei dessen sicher. (71)
Tugenden besiegt haben, weist ihr
Verstand (Bewußtsein) mit Gottes Hilfe Wisse, daß wir nicht weiser sind als
diese Anwandlungen ab. Allein Gott ist Salomon, nicht sanftmütiger als der
vollkommen und unveränderlich. Prophet David und nicht eifriger als der
Apostel Petrus. Der Herr erbarmt sich
und vergibt den Sündern durch seine
Barmherzigkeit. Die hl. Väter verhielten
sich sehr milde gegenüber Sündern, sie
sagen: "Wenn du Sünder siehst,
bedecke sie mit deiner Kleidung, geh
fort und verurteile sie nicht". (42)

Wenn aus menschlicher Schwäche


etwas vorkommt, werde nicht unruhig
und kleinmütig, denn wir sind nicht
weiser als Salomon, nicht sanftmütiger
als der Prophet David und nicht eifriger
Hoffnung als der Apostel Petrus. Der Herr kennt
unsere menschliche Schwäche und gab
Manchmal ist es gut, sich an seine uns zur Hilfe die Buße. Es gibt keine
früheren Sünden zu erinnern, denn Sünde, die die Barmherzigkeit Gottes
daraus entsteht Demut. Wenn aber von besiegt, und alle unsere Sünden, welche
der Erinnerung an die früheren Sünden auch immer es sein mögen, sind im
uns Verzweiflung überkommt, dann Vergleich zur Barmherzigkeit Gottes
versucht offensichtlich der Feind die wie eine Handvoll Sand, die man in
Seele zu beunruhigen. Höre nicht auf einen Ozean wirft. (56)
ihn, beruhige dich, werde nicht unruhig
und niedergeschlagen, bemühe dich, Aber ich verzweifle nicht. Ich denke an
durch das Gebet derartige den Weinberg des Evangeliums (Matth.
verunsichernde Gedanken zu verjagen. 20, 1-15), in den Tagelöhner erst zur 11.

11
Stunde kamen und denselben Lohn Tugend streben, soweit unsere Kräfte
erhielten wie die, die seit dem Morgen reichen, aber in den Tugenden zu
gearbeitet hatten. Ich bin sehr froh und verbleiben, liegt nicht in unserer Macht,
zufrieden, daß der Herr mir bestimmt sondern in der Macht des Herrn. Der
hat, mein Leben innerhalb der Herr bewahrt uns nicht für
Klostermauern zu verbringen. (15) Anstrengungen, sondern für die
Demut. "Wo ein Fall vorkommt, dort
Du schreibst, daß Du "träge und ging der Stolz voraus", sagt (Johannes)
unwillig" bist und bittest mich, Dich Klimakos.(7)
auszuschimpfen. Wie kann ich Dich
ausschimpfen, wo ich alt geworden und "Seid wachsam, da ihr in Gefahr geht",
von derselben Krankheit befallen bin, sagt der Apostel, und alle unsere
und sie bei mir schlimmer ist, als bei Vorsichtsmaßnahmen zerspringen in
Dir. Trotzdem wollen wir wieder einen Stücke, denn es steht nicht in unserer
Anfang machen, obgleich wir zur 11. Macht, in den Tugenden zu bleiben,
Stunde kommen (Matth.20,1-15). Doch wie ich schon früher gesagt habe. Nach
der Herr ist sehr barmherzig und gibt der Tugend streben und sich dazu
uns denselben Lohn wie denen, die seit antreiben sollte man mit Energie. Dies
dem Morgen arbeiten. Ehre sei Deiner liegt im Rahmen unseres freien Willens.
Barmherzigkeit, oh Herr! (64) (10)

Im übrigen stell dir Gott nicht streng Ich danke Dir, Herr, dass Du uns
strafend vor. Er ist sehr barmherzig. schwache und sündige Menschen
Preis sei Deiner Barmherzigkeit Herr! manchmal zur Gotteserkenntnis
Wenn du gelegentlich in einer Tugend gelangen lässt. Das ist Deine Güte. Wir
schwankst, erschrick nicht, denn unsere könnten ohne Deine Hilfe nicht eine
Natur ist veränderlich. Nur den Engeln einzige Tugend erwerben. Unsere freier
ist es gegeben, unverrückbar in der Wille ist uns von Dir gegeben und kann
Tugend zu stehen. Wie der Apostel nur nach den Tugenden streben, aber
sagt: "Vergiss das Zurückliegende und sie zu erwerben oder in den Tugenden
strebe nach vorn". (53) zu verbleiben ist von Deiner Hilfe
Man darf nicht verzweifeln, denn es abhängig. (16)
gibt keine Sünde, die größer ist als die
Barmherzigkeit Gottes. Die Die Leidenschaften können wir aus
Verzweiflung wird immer vom Teufel eigener Kraft ohne Gottes Hilfe nicht
hineingebracht. Auf ihn darf man nicht besiegen. Wir müssen uns bemühen, sie
hören. (67) auszureißen. Doch sie gänzlich zu
überwinden, hängt von der Gnade
Gottes ab. (56)
Glaubensanstrengung und Gnade
Wenn jemand mit Gottes Hilfe das
Man kann vermuten, dass unsere durch Herz von Leidenschaften reinigt - von
den Ungehorsam defekte Natur und die Stolz, Eitelkeit, Heuchelei, Tücke, Zorn
Welt mit ihren verschiedenen und den übrigen Leidenschaften, - dann
Versuchungen dem Teufel helfen, und kommt ein solcher Mensch durch die
der Herr unsere Entscheidungsfreiheit Gnade des Herrn in den ursprünglichen
nicht einschränkt. Wir müssen nach der Zustand, in dem Adam erschaffen

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worden war. Das ist die Stufe der Gebet und einschränkende
heiligen Menschen Gottes. (82) Lebensumstände

Zur hl. Kommunion soll man mit Die Welt fordert natürlich das Ihre:
Ehrfurcht, schlicht, ohne Übertreibung, Mühen, verschiedene Angelegenheiten
mit dem Bewußtsein seiner großen und Sorgen, anders kann es nicht sein;
Sündhaftigkeit herantreten und nicht wenn wir dabei an Gott denken so ist
verwirrt werden, wenn irgendwann das für dich genug. Nach der Meinung
auch Trockenheit und Kälte auftreten. der hl. Väter ist das Gebet und das
Danach, Ergriffenheit, Frohlocken des Denken an Gott ein und dasselbe. (38)
Herzens und Aufleuchten des Gesichts,
wie bei dem erwähnten Priestermönch, Der Herr gibt dem Beter das Beten;
zu erhalten, soll man nicht streben. doch wisse, dass das Gebet Kampf
Darin ist das Wirken der Gnadengabe erfordert, sogar bis zur Stunde des
Gottes, wem Er nach Seinem Ermessen Todes. Sei zufrieden mit deiner Art des
zu welcher Zeit welche Gaben geben Betens, strebe nicht nach Ergriffenheit
will. (116) oder Tränen. Wenn sie kommen, halt
ein, bis sie vorübergehen. Das Gebet
oder das Denken an Gott ist
gleichbedeutend; man kann gehen oder
etwas tun und an Gott denken - das ist
auch Gebet.
Bemühe dich, niemand zu verurteilen,
und es soll gegen niemand Feindschaft
bestehen; sonst bringt das Gebet keinen
Nutzen. (64)

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