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Nils, Pastorensohn lernt Jesus kennen

Es war gewissermaßen eine Art Unfall, dass ich nach


Göttingen gezogen bin. Aber nachdem die Aufnahmeprüfung
zum Tontechnik-Studium fehlschlug, wollte ich das Jahr bis
zum nächsten Versuch nicht sinnlos verstreichen lassen.
Letztendlich hätte mir jedoch nichts Besseres passieren
können. Aber zunächst möchte ich mich erst einmal
vorstellen. Ich heiße Nils und ich dachte ich wäre Christ. Wer
hätte mir das auch verdenken können? Schließlich wuchs
ich als Sohn eines Pastoren und einer Kirchenmusikerin auf.
Schon früh wurde ich in das Gemeindehaus oder in den
Festsaal mitgenommen, um für Veranstaltungen
vorbereitend Tische und Stühle hinzustellen. Später durfte
ich dann bei den Vorbereitungstreffen für
Gästegottesdienste dabeisitzen und zuhören, um die Flyer
und Werbeposter zu entwerfen. Mit 11 Jahren spielte ich
dann im Posaunenchor mit. Als schließlich ein christlicher
Pfadfinderstamm gegründet wurde, war ich auch mit dabei
und nach einigen Jahren des Konsumierens und Lernens
zählte man mich dort zu den Mitarbeitern. Noch einige Jahre
später wurde ich gebeten, in Abendgottesdiensten Gitarre zu
spielen. Da meine Eltern wussten, dass ich mit meiner
damaligen Band einmal eine Demo-CD in Eigen-Regie
aufgenommen hatte, fiel mein Name auch bald bei der
Frage, wer bei musikalischen Veranstaltungen in der Kirche
das Mischpult und den Aufbau der Mikrophone regeln
könne. Das machte mir bald so viel Spaß, dass ich
beschloss, irgendwann einmal meinen Lebensunterhalt
damit zu bestreiten. Bis dahin liefen die Pfadfinder, der
Posaunenchor und das Gitarrenspiel im Abendgottesdienst
für mich nebenher und der Input aus der Bibel blieb für mich
in all diesen Jahren während der zahlreichen
Veranstaltungen und Aktivitäten natürlich nicht aus.

Nachdem die Schule und der Zivildienst absolviert waren,


plante ich bald, in Graz Tontechnik zu studieren. Mehr als
eine einfache Aufnahmeprüfung stand mir nicht im Weg.
Und was sollte schon schief gehen? Gut, die Anzahl der
Studienplätze war begrenzt und, wenn zu viele Bewerber
besser abschnitten, würde sich die nächste Gelegenheit zur
Prüfung erst wieder ein ganzes Jahr später bieten. Aber Gott
war doch schließlich auf meiner Seite oder nicht? Ich glaubte
doch die ganzen Geschichten, die in der Bibel standen und
tat doch auch viel für die Gemeinde. War denn Bibelarbeit
nicht ein fester Bestandteil der Pfadfinderei? Sorgte ich denn
nicht an der Gitarre und am Mischpult dafür, dass Christen
Gott würdig loben konnten? Ich war fest davon überzeugt,
meinen Traumstudienplatz in Graz zu bekommen und leitete
alles in die Wege. Und dann kam alles anders. Ich war nicht
unter den vierzig Besten und würde ein Jahr warten müssen.
Zu Hause hielt ich es zu dieser Zeit aber nicht mehr aus. Der
Zivildienst war vorbei und ich war im Leerlauf. Aber ich
brauchte Action. Ich brauchte Alltag. Ich brauchte einen
Grund morgens zeitig aufzustehen oder mir würde jeden
Moment die Decke auf den Kopf fallen. Ich träumte doch
früher vom Studium, vom Uni-Alltag. Damals, als ich noch
keinen blassen schimmer hatte, was mich später einmal
interessieren könnte. Der „Plan B“ war schnell gefasst. Ich
suchte mir die Stadt aus. Meine Schwester studierte bereits
seit einigen Jahren in Göttingen und kannte sich aus. Dort
würde mir der Einstieg also leichter fallen und auch, wenn
ich nicht sofort eine günstige Wohnung fände, wäre es nicht
so schlimm. Ich suchte mir das Fach aus. Ich entschied mich
für die Altorientalistik. Der kulturelle Hintergrund des Volkes,
aus dem Abraham, der Stammvater der Israeliten, stammt,
würde bestimmt helfen die Bildsprache in der Bibel besser
zu verstehen. Koffer gepackt, ab nach Göttingen.

Noch in der ersten Woche merkte ich, dass mir etwas fehlte.
Die Gemeindearbeit hatte doch immer einen guten Teil
meiner Zeit in Anspruch genommen und ich hatte zwar nie
regelmäßig in der Bibel gelesen, aber mich gar nicht mehr
mit Gott und Jesus beschäftigen? Ich hätte doch noch so viel
tun können! Ich brauchte also in der neuen Stadt eine neue
Gemeinde. 10 Minuten Google überzeugten mich davon,
dass es in Göttingen zu viele christliche Gemeinden gibt, um
die Richtige zu finden. Gar kein Problem - die Gemeinde
fand mich. Ich schlurfte auf dem Weg von der Uni durch die
Fußgängerzone, den Blick auf den Boden gerichtet - und
bemerkte so gar nicht den Büchertisch, an dem ich
vorbeiging, als mich eine junge Frau anhielt und mir eines
der Bücher schenken wollte. Der Titel lautete „Wenn Gott
wirklich wäre...“ Die Frage stellte sich mir überhaupt nicht,
da mir klar war, dass es Gott wirklich gibt. Es folgte eine
Einladung zur wöchentlichen „Biblestudy“, der ich dann auch
sporadisch nachkam. Später ging ich dann auch in einen der
Hauskreise - das ist in etwa so wie Biblestudy. Also man
liest zusammen in der Bibel und tauscht sich darüber aus,
mit dem Unterschied, dass im Hauskreis ein
zusammenhängender Text wöchentlich Stück für Stück
durchgearbeitet wird. Im Moment wurde eine Stelle im
vorletzten Kapitel vom Buch des Propheten Hosea
behandelt und ich verstand entgegen meiner Erwartung
NICHTS. Es mag daran liegen, dachte ich, dass ich den
ganzen Rest des Buches nicht gelesen hatte. Aber bald
musste ohnehin ein neuer Text im Hauskreis anfangen.
Beim nächsten Treffen begriff ich wieder nichts, diesmal vor
Allem wegen meiner Müdigkeit. Darum machte ich mir viele
Notizen und beschloss, sie am nächsten Tag in aller Ruhe
zu lesen.
Die ganze Zeit bis dahin hatte ich gedacht ich wäre Christ.
Und dann sprach mir Jesus das erste mal in mein Herz. In
der Nacharbeit meiner Aufzeichnungen stiess ich auch auf
Matthäus 13, wo sich der Vers „und werden sie in den
Feuerofen werfen - da wird Heulen und Zähneklappern
sein.“ fand. Meine Erinnerung an das, was jetzt folgt, ist
schwierig zu beschreiben. Dabei war es in etwa so, als ob
ich schliefe, während ich den Text las, nur um für den Vers
„und werden sie in den Feuerofen werfen - da wird Heulen
und Zähneklappern sein.“ wieder aufzuwachen. Diese drei
kleinen Worte „Heulen und Zähneklappern“ waren
dermassen eindrücklich, dass ich sehr plötzlich riesige Angst
vor der Hölle bekam. Nun war ich hellwach und meine
Gedanken begannen zu rasen. Ich brauchte doch gar keine
Angst vor der Hölle zu haben, denn Jesus war doch für
meine Sünden gestorben. Ich glaubte doch, was über ihn in
der Bibel geschrieben steht. Jesus spricht doch: „Wer meine
Gebote hat und hält sie, der ist's, der mich liebt. Wer mich
aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und
ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ (Johannes
14, 21). Ich wusste, dass Gott mich liebt. Musste das nicht
heißen, dass ich ihn auch liebe? Ich erinnerte mich an den
Vers „und ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch
wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.“
(Hesekiel 36,6). Dann versuchte ich in mein Herz zu fühlen
und...ich stieß auf Granit. Endlich durchzuckte es mich:
„Ich... bin... so was von... TOT!“. Und mein ganzes
bisheriges Leben wurde sinnlos.

In den folgenden Tagen versuchte ich immer wieder


erfolglos mich zu zwingen, Jesus zu lieben. Erfolglos, weil
ein steinernes Herz dazu einfach nicht in der Lage ist. Also
betete ich, Gott möge doch endlich die beschriebene Herz-
OP an mir vornehmen, meine Erlaubnis hätte er ja. „Hey,
Jesus! Hier bin ich! Jetzt nimm mich doch endlich auf. Ich
habe nur dieses eine Leben lang Zeit!“ Nichts von all dem
funktionierte. Das einzige, was mir noch Hoffnung gab, war
Gottes Zusage: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen
werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ (Jeremia
29,13b&14a). Nach zehn Tagen betete ich in einer Nacht
außerdem ein so genanntes „Übergabegebet“ und merkte
aber gleich, dass ich nicht ganz bei der Sache war. Ich hakte
nur Punkte auf einer Checkliste ab. Eigene Sündhaftigkeit
bekennen - check! Jesus für sein Versöhnungsangebot
durch seinen Tod am Kreuz danken - check! Um Vergebung
meiner Sünden und Errettung nur durch Jesus bitten -
check! Jesus als Herrn über mein Leben anerkennen -
check! Amen - check! Als ich am nächsten Morgen
aufwachte, war ich gleich ungeduldig. Ich wollte endlich
gerettet sein und ich hatte, wie ich dachte, wirklich alles
versucht und nichts half. Ich war vollends verzweifelt und
dann stieg auch noch ein Zorn in mir hoch, wie ich ihn noch
nicht gekannt hatte. Ich war wütend auf mich. Warum konnte
ich Jesus nicht in mein Herz lassen? Und ich war wütend auf
Jesus. Warum öffnete er mein Herz nicht einfach mit
Gewalt? Und in mir entbrach offener Krieg gegen Gott,
wegen dieser schreienden Ungerechtigkeit, dass er mich
schon so lange ignorierte. Und ich führte Krieg gegen mich
selbst, weil ich im Grunde wusste, dass der Fehler bei mir
liegen musste, und ich einfach nicht darauf kam, worin er
lag. So ging es den ganzen Tag über viele Stunden. In
meinem Verstand war es ein einziges hin und her aus
Bombenexplosionen und Kanoneschüssen in alle
Richtungen.

Als ich zwischendurch mal einen Blick in den Spiegel warf,


starrte mich eine Leiche vollkommen ausdruckslos an. Da
merkte ich erst wie fertig mich das alles machte. Ich
erkannte mich ja kaum wieder. Dann kamen die Tränen. Ich
verstand einfach überhaupt nichts mehr. Ja, ich wusste,
dass ich Gottes Maßstab nicht gerecht werden kann und die
ewige Strafe in der Hölle verdient habe. Ja, ich wusste, dass
Vergebung und damit echtes, ewiges Leben nur möglich ist,
weil Jesus meine gerechte Strafe auf sich nehmen will, wenn
ich ihn nur darum bitte. Ja, ich wusste, dass das nicht ohne
Konsequenzen bleiben würde und ich Jesus als Herrn über
mein Leben annehmen müsste. Aber mein Verstand konnte
einfach nicht alles zusammen erfassen. Eine der drei
Erkenntnisse blieb immer auf der Strecke. Doch halt! Stop!
Moment mal. Jesus als Herrn über mein Leben annehmen
MÜSSEN? Alle, die ich mal habe erzählen hören, wie sie zu
Jesus gekommen waren, sprachen davon, dass sie Jesus
als Herrn über ihr Leben annehmen WOLLTEN. Hier lag
also das Problem. Ich wollte offenbar nicht, dass Jesus der
Herr über mein Leben, dass er MEIN Herr wird. Aber was
sollte das denn auch schon heißen? Wie sollte ich etwas
wollen, was ich nicht begreifen konnte? Und da muss Jesus
mir das zweite mal ins Herz gesprochen haben, denn auf
einmal hatte ich einen Ohrwurm von einer Melodie, die ich
seit Jahren nicht mehr gehört hatte, aber ich erkannte sie
sofort. Das war doch „Steig in's Schiff des Lebens“, dass wir
in den frühen Jahren bei den Pfadfindern gesungen hatten.
Wie hieß es denn da noch gleich im Text? Mal überlegen...
„Ist wohl feste Ordnung,Kompass Gottes Wort. Ohne diese
Hilfe kommst du niemals fort. Alleine kommst du nie
voran,nie voran, nie voran. Wähl Jesus dir als
Steuermann,als den Steuermann.“ Das verstand ich. Jesus
will mir einen neuen Kurs geben. Dass mein alter Kurs falsch
war, wusste ich. Ich hatte ja schon im Spiegel einen
flüchtigen Blick darauf werfen können, wohin mich dieser
Weg führen würde. Der neue Kurs von Jesus konnte doch
nur besser sein. Und hatte Jesus nicht gesagt: „Ich bin der
Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum
Vater, außer durch mich.“ (Johannes 14,6)? Wenn Jesus
mein Steuermann wäre, könnte ich die Richtung ganz ihm
überlassen und bräuchte nur noch vorwärts zu rudern. „Ja,
das will ich auch!“

Aus Erzählungen von Bekehrungen erinnere ich mich immer,


dass erzählt wird: „Da hat es bei mir *klick* gemacht...“.
Nachdem ich mein Leben mit diesem neuen Verständnis im
Gebet vor Jesus gebracht hatte, machte es nicht *klick*. Da
war kein großer Knalleffekt, wie ich erwartet hatte. Doch
dann bemerkte ich, dass der Krieg in mir vorbei war. Die
Kanonen hatten ihr letztes Pulver in dem Moment
verschossen, als ich begann zu beten. Und meine ganze
Verzweiflung war einfach weg. Ich spürte die felsenfeste
Gewissheit, dass mir vergeben war, dass ich als Gottes Kind
angenommen war. Über die Freude, die mich nun überkam,
kann ich nur sagen, dass sie unbeschreiblich war. Etwas
Vergleichbares kannte ich bis dahin noch nicht. Dazu kam
auch noch die Erkenntnis, dass jetzt nur der Anfang
gemacht war. Obwohl diese Ereignisse nur etwa ein halbes
Jahr zurückliegen, habe ich seitdem auf dem neuen Kurs
schon viel Spannendes mit Jesus in meinem Herzen erlebt
und eine Menge von, durch und über ihn gelernt. Dabei
spielt theoretisches Wissen wenn überhaupt nur eine
untergeordnete Rolle, sondern vielmehr das Erkennen von
Gottes Herrlichkeit und die persönliche Beziehung zu
meinem Herrn (inzwischen kann ich mit dem Wort was
anfangen). Seitdem betrachte ich Gott, die Welt und mich
selbst aus einer anderen Perspektive. Vieles, was vorher
rätselhaft war, wird nach und nach sonnenklar. Anderes,
was ich für wichtig hielt wird langsam immer nichtiger. Der
Kurs zum wahren Ziel ist gesetzt und es ist eine
erlebnisreiche Reise. Ich kann jedem nur wünschen, auch
den Schritt zu wagen, die Kontrolle an Jesus abzugeben.
Alleine wirst du am Ende nur Schiffbruch erleiden, also „wähl
Jesus dir als Steuermann!“
Nils

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Julian - da hilft nur Jesus

Hi, ich bin Julian! Ich bin 23 Jahre alt. Bei mir hat sich in
letzter Zeit sehr viel geändert. Wenn du wissen willst warum
und was das mit Jesus zu tun hat, dann lies dir meinen
Lebensbericht durch.

Mit 15 fing ich an rebellisch zu werden. Ich hab mir eine E-


Gitarre gekauft, mir die Haare lang wachsen lassen, Heavy-
Metal gehört und schwarze Klamotten getragen. Ich
benutzte die Musik um die Welt für meine innere Leere
anzuklagen. Das hat aber nichts geändert und ich habe
angefangen Alkohol zu konsumieren. Unvorstellbar wie viel
davon in einen Menschen reinpasst, wenn das Loch in der
Seele nur groß genug ist. Eine Flasche Whiskey pro Person
und Wochenende war bei mir und meinen Freunden
Durchschnitt. Ein paar Blackouts gehören leider zu einer
ordentlichen Saufkarriere dazu. Damit kann man schließlich
angeben. Doch das Loch konnte ich irgendwie nicht füllen.
Es ging mir natürlich auch um Mädchen. Aber zu mehr als
flirten ist es bis ich 18 war nicht gekommen. Das hat mich in
starke Selbstzweifel getrieben. Musik wurde daher mehr und
mehr zu meinem Lebensinhalt. Es ging darum, meinen
Idolen nachzueifern. Meine Helden waren Metallica und
mein Lieblingsalbum war KILL´EM ALL. Irgendwann konnte
ich fast das ganze Album mitspielen. Zufriedener bin ich
aber dadurch auch nicht geworden.

Mit 18 hatte ich dann meine erste Freundin. Liebe? Naja…


ich hab ihr nie erzählt, dass ich ihr einmal fremdgegangen
bin. Die Beziehung war bis zum Abi schon wieder vorbei. Auf
Zivildienst hatte ich keine Lust, aber zur Bundeswehr wollte
ich auf keinen Fall. Zwischenzeitlich bin ich die ersten Male
zu einem Homöopathen gegangen. Der hat mich stark
beeinflusst. Ich möchte aber nicht unterstellen, dass es sein
Ziel war. Für mich war dieser Homöopath eben ein Idol. Ich
hab noch nie einen Menschen kennengelernt mit einem so
festen Charakter. So wollte ich auch mal werden. Während
des Zivildienstes hab ich mich stark in ein Mädchen verliebt
und wollte sie unbedingt haben. Sie hat irgendwann den
Kontakt abgebrochen. Danach kam die tiefste Krise meines
Lebens. Der Alkoholkonsum nahm drastisch zu. In dieser
Zeit fing sich mein Leben langsam an zu wandeln - ich fing
an, Lebenshilfe Bücher zu lesen. Diese Bücher sagen
einem, dass das Lebensglück tief in jedem Menschen
vergraben liegt und dass man es ausgraben kann. Sie
geben einem außerdem Tipps zu einem erfüllten Leben.
Jeder Autor hat seinen eigenen Masterplan, sein eigenes
Geheim-Rezept. Die Liste der Möglichkeiten ist
dementsprechend lang. Bei mir kamen z.B. folgende
Veränderungen: ein bischen buntere Klamotten, andere
Musik, Vegetarismus, weniger Alkohol. Hab auch
angefangen zu meditieren, Träume zu deuten, hab meine
Erinnerungen in meinen Gedanken geändert und bin in
Gedanken aus dem Körper ausgetreten. Eigentlich bin ich
durch jede Veränderung nur noch unruhiger geworden und
hab noch stärker gesucht. Ein Teufelskreis der kein Ende
nahm. Das Glück war einfach nicht zu finden.

Meine zweite Freundin war von dieser Suche nicht gerade


begeistert. Ich hab sie des Öfteren von meinen neuen
Erkenntnissen über Wahrheit aufgeklärt. Meine wechselnden
Meinungen nervten sie - verständlich! Noch während des
Zivildienstes habe ich eine Band gegründet. Wir haben
Punk-Rock gemacht und hatten ein paar kleine Konzerte bei
denen wir uns und die Leute zu saufen und pöbeln angeregt
haben. Ich dachte immer das könnte was werden mit der
Band aber das war oft nur anstrengend. Für die Zeit nach
dem Zivildienst hatte ich keinen Plan. Die Idee mit meiner
Freundin nach Holland zu gehen um da zu studieren ist mit
der Zeit geplatzt. Es kam eine Zeit die stark von
Motivationslosigkeit und heftigen emotionalen
Schwankungen geprägt war. Hab viel Zeit mit meiner
Freundin verbracht und hab nahezu nicht gearbeitet. Ich war
in der Zeit nur äußerst ungern zu Hause da mein Vater
seiner Unzufriedenheit über meine Tatenlosigkeit Ausdruck
verlieh. Irgendwann hab ich mich dann für einen
Studiengang entschieden bei dem ich mich unproblematisch
einschreiben konnte. Leider war ich nicht reif für diesen
Schritt weg von Zuhause und hatte schwere Probleme mit
der Anfangszeit des Studiums. Bin so oft es ging nach
Hause „geflohen“. Aber da war es eben auch nicht gut. Die
Beziehung zu meiner Freundin neigte sich langsam dem
Ende entgegen und die Entfernung zwischen meinem
Studienort und ihrem Wohnort erschwerte alles zusätzlich.
Meine Emotionen waren wie ein Blatt im Wind. Auf das
Studium hatte ich zunehmend weniger Lust und ich war
immer noch auf der Suche nach Seelenruhe.

Während der Sommersemesterferien lernte ich ein Mädchen


kennen und so begann ich ca. ein dreiviertel Jahr nach der
Trennung mit meiner vorherigen Freundin meine dritte
Beziehung. Die Exmatrikulationsüberlegungen wurden so
ernst, dass ich die anstehenden Klausuren nicht mehr
mitschrieb. Ich wollte Homöopath werden. Habe mich dann
aber nicht getraut, mein Studium abzubrechen weil ich nicht
wusste ob mir das wirklich gefällt. Ziemlich zu Anfang des
darauffolgenden Semesters bin ich mit einer Kommilitonin,
von der ich wusste dass sie an Gott glaubt zu einer "Bible-
Study" gegangen. Mit einer undefinierbaren kosmischen
Kraft hätte ich ja noch was anfangen können, aber an einen
persönlichen Gott konnte ich nicht glauben. Im Oktober 2008
hatte ich dann das erste Mal bewussten Kontakt zu
Menschen die fest an Gott glaubten und die über die Bibel
ziemlich genau Bescheid wussten. Seltsamer Weise redeten
diese Leute vor Allem über Jesus. Jedenfalls dachte ich,
dass ich denen ja mal meine Erkenntnisse mitteilen kann,
damit die Ihren Standpunkt überprüfen können. Ich musste
zu meiner Verwunderung allerdings immer wieder
feststellen, dass diese Leute mehr Ahnung vom Leben
hatten als ich. Bin dann über eine lange Zeit regelmäßig zur
Bible-Study gegangen.

Mit der Zeit bin ich immer mehr ins Nachdenken gekommen,
denn diese Christen waren ganz anders als ich. Sie hatten
etwas das mir fehlte, führten aber ein Leben, das ich nicht
führen wollte und hatten eine Informationsquelle, die ich
nicht kannte. Jesus ist also für unsere Sünden gestorben.
Aber bin ich ein Sünder? Ich musste feststellen, dass ich
sehr wohl ein Sünder bin. Mir wurde z.B. immer klarer, dass
ich meine Liebesbeziehungen aus egoistischen Gründen
geführt habe und dass ich diese Mädchen für meine
Bedürfnisbefriedigung benutzt habe. Ich begann, mich und
mein Leben zunehmend in Frage zu stellen und musste
erkennen, dass Jesus Recht hat mit dem, was er über den
Menschen sagt, nämlich das aus dem Herz des Menschen
nichts Gutes kommt. Dieser Herr Jesus hatte mir
offensichtlich viel zu sagen und ich wollte ihm näher
kommen. Doch wenn Gott so heilig ist, wie es die Bibel sagt,
dann ist zu viel Differenz zwischen mir und Gott als dass ich
Ihn kennen lernen könnte. Mir wurde gesagt, dass jeder
Mensch, der Jesus im Herzen als seinen Retter annimmt,
geheiligt wird. Genau das brauchte ich. Ich hab also mein
SOS losgesendet: „Herr Jesus! Ich bin ein Sünder! Bitte rette
mich und komm in mein Leben“. Super! Dann war es das ja
jetzt…oder?

Veränderung hab ich dann irgendwie nicht gemerkt. Hab ich


was Falsch gemacht? Lief doch alles nach Plan! Nach
einiger Zeit wurde mir klar, dass ich zwar theoretisch alles
verstanden hatte aber im Herzen skeptisch war. Einige Zeit
danach gab es eine Hochzeit in der Gemeinde. Ich wurde
eingeladen. Es war eine Feier bei der Jesus voll im
Mittelpunkt stand. Die Atmosphäre, die Lieder, die Predigt…
ich hatte Gänsehaut. Irgendetwas geschah mit mir. Das war
für mich alles wunderschön und ein Zeugnis der unendlichen
Liebe, die Jesus für uns hat. Mir wurde bewusst, dass es
richtig ist mit Jesus zu leben. Eindeutig - während der
Hochzeitsfeier hat sich bei mir was verändert: alle Zweifel
die mich davon abgehalten hatten mich im Herzen für Jesus
zu entscheiden fielen ab. Ich wollte diesem Jesus gehören
und hab mich unbewusst von Ihm bekehren lassen. Seit
März bin ich nun bekehrt und suche nicht mehr meinen
Willen, sondern den Willen Gottes.

Jesus hat seit dem bei mir vieles auf den Kopf gestellt. Ich
hab mit meiner Freundin Schluss gemacht, weil mir klar
geworden ist, dass es nicht gut ist mit einer Frau eine
Beziehung zu führen, solange man nicht bereit ist
Verantwortung zu übernehmen. Ich musste außerdem
einsehen, dass ich trotz der vorherigen Beziehungen keine
Ahnung von Liebe hatte. Mein Studium hat wieder an
Lebendigkeit gewonnen obwohl oder gerade weil ich mich
nicht mehr über meine Leistungen definiere. Meine
Emotionen sind stabil geworden, denn sie sind auf einem
guten Grund gebaut. Und ich betrinke mich auch nicht mehr.
Es gibt aber noch viele andere Dinge und Sichtweisen, die
sich verändert haben. Jesus hat mir endlich das gegeben
was ich immer gesucht hab: Liebe, Sinn und Seelenruhe. Ich
freue mich auf dieses Leben, denn Jesus hat einen guten
Plan für mein Leben und ich freue mich auf ein Leben im
Paradies nach meinem leiblichen Tod, denn da werde ich
Jesus sehen. „Und es ist in keinem anderen die Rettung;
denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den
Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.“
[Apostelgeschichte 4,12]

Julian

--

Mein Leben - eine Suche nach Liebe

Mein Name ist Simone. Ich bin 1972 in München geboren.


Aufgewachsen in einem kleinen Ort im Norden von
München, in einem guten Elternhaus. Mein Vater ist Anwalt
und meine Mutter war die meiste Zeit Hausfrau. Meine ältere
Schwester war für mich wie meine beste Freundin. Ich
bekam sehr viel Liebe von meiner Mutter und wir hatten alles
was sich ein Kinderherz so wünscht. Als ich ca. 10 Jahre alt
war, zogen wir nach Holzkirchen. Meine Eltern hatten dort
ein Haus gebaut und sehr viel Zeit und Energie investiert.
Der Umzug fiel mir sehr schwer, da ich sehr verschlossen
und unselbständig war. Allerdings war ich auch sehr frühreif
und hatte schon mit 14 Jahren meine erste feste Beziehung.
Die hielt sechs Jahre. Mein damaliger Freund war fünf Jahre
älter als ich und sehr dominant. Trotzdem war es anfangs
die große Liebe.

Als sich nach 25 Jahren Ehe meine Eltern trennten, brach


eine Welt für mich zusammen, obwohl ich schon erwachsen
war. Vor Angst etwas zu verpassen und das gleiche
Schicksal mitzumachen wie meine Eltern, trennte ich mich
von meinem Freund.
In dieser Zeit hatte ich auch schon einige Kumpels, die
Drogen nahmen. Es reizte mich mit solchen Leuten
zusammen zu sein. Da ich immer so behütet war, empfand
ich das als ein Abenteuer. Dort lernte ich meinen nächsten
Freund kennen. In dieser Beziehung verlief es nicht so
harmonisch. Wir stritten uns ständig. Ich lernte mit seinen
Drogenlaunen umzugehen. Am Anfang kiffte er nur, später
nahm er alles. Koks, Exstasy, Speed, Tripps, Valium,
Rohypnol, Heroin, ...die ganze Palette. Er war sehr
aggressiv, vor allem wenn er getrunken hatte. Es entstand
eine Hassliebe. Trotzdem waren wir drei Jahre zusammen. –
vor einigen Jahren war ich auf seiner Beerdigung. Die Droge
brach ihm das Genick. – Ich nahm keine Drogen aber
Alkohol war mein bester Freund. Als ich mich in einen
Anderen verliebte, konnte ich mich endlich trennen.

Wieder eine längere Beziehung. Diesmal regierte der


Spaßfaktor. Von einem Techo-Event zum anderen,
Streetparade, Loveparade, Berlin, Zürich – jedes
Wochenende ein anderes Fest. Alle um mich herum waren
auf Droge – ich trank. Da ich die Ablenkung schon so sehr
brauchte, konnte ich es nicht aushalten allein zu sein. Ich
konnte nichts mit mir anfangen. Als auch diese Beziehung
nach drei Jahren auseinander ging, rutschte ich von einer
Affäre in die andere auf der Suche nach dem Großen Glück.
Das war sehr unbefriedigend, denn bei jeder Enttäuschung
ging ein Stück von mir verloren.

In dieser Zeit wohnte ich schon mit meinen zwei


Freundinnen in einem Einfamilienhaus in einer WG. Es war
eine tolle Zeit mit den Beiden. Wir hatten viel Spaß und
unsere Freundschaft vertiefte sich sehr. Wir redeten über
alles und verbrachten Tage und Nächte um über den Sinn
des Lebens zu reden. Später begriff ich, dass wir uns
ständig im Kreis drehten. Auch in diesem Haus wurde viel
gefeiert, getrunken und gekifft. Als ich dann mal ohne
Partner war und meine Freundinnen beide leiert waren, fiel
ich in ein tiefes Loch. Meine Freundin gab mir den Tipp zu
dem Psychologen zu gehen, bei dem sie auch ist. Nach
kurzer Zeit gingen wir alle Drei hin. Jede meinte einen
psychischen Knacks zu haben. Aber er konnte uns nicht
helfen und meinte nach ein paar Sitzungen, dass wir doch
gut alleine zurechtkommen würden.

Ein alter Freund, der früher auch ziemlich auf Drogen


unterwegs war, besuchte uns ab und zu in der WG. Er
erzählte uns, wie sich sein Leben durch den Glauben an
Jesus Christus verändert hat. Meistens war es mir
unangenehm, wenn er kam, weil mich sein Gerede ziemlich
genervt hat. Obwohl ich sehen konnte, dass er sich in den
letzten Jahren sehr positiv verändert hatte, wollte und konnte
ich seine Ansichten und seine Art zu leben nicht teilen.
Trotzdem kam er oft und war ziemlich hartnäckig, aber auch
sehr geduldig. Er lud uns ein, nach München in einen
Hauskreis. Er meinte, sie würden da in der Bibel lesen,
singen und beten. Ich hatte keine Lust. Vor allem hatte ich
Samstagabend meistens etwas “Besseres” zu tun. Nach
einigen Monaten entschlossen wir uns, um ihm einen
Gefallen zu tun, diesen Hauskreis mal anzuschauen. Es war
anders als ich erwartet hatte. Wir wurden herzlich
empfangen. Es waren ca. 20 junge Leute, die alle sehr nett
waren. Ich war vor allem über die Freundlichkeit zwischen
ihnen und auch uns gegenüber überrascht. Der Abend war
sehr schön – obwohl ich es nicht gewohnt war keinen
Alkohol zu trinken. Trotzdem blieben wir lange und
unterhielten uns sehr gut.

Unser Freund wollte, dass wir öfter kommen. Aber dazu kam
es nicht. Meine Freundin hat sich ab und zu mit ihm
getroffen und hatte angeblich sehr lange intensive und gute
Gespräche. Sie hatte auch einige Probleme, sie fiel von
einer Depression in die andere und ihre Beziehung gab ihr
nicht das, was sie sich gewünscht hatte. Eines Tages kam
sie nach hause und weinte jämmerlich. Sie sagte immer
wieder, dass Gott zu ihr spricht, und dass sie erkennt wie sie
wirklich ist. Ich konnte nicht verstehen wieso sie so weinte.
Ich dachte, dass es doch schön ist, wenn Gott sie wirklich
anspricht. Als Kind glaubte ich schon an Gott und ich
glaubte, dass es irgend etwas Höheres geben muss. Aber
ich hatte noch nie so etwas erlebt wie sie. In den nächsten
Tagen sah ich sie nur noch beim Bibellesen. Zuerst dachte
ich es sei mal wieder irgend eine verrückte Idee von ihr.
Aber als ihr Verhalten sich nach Wochen immer noch nicht
änderte, merkte ich, dass es ihr doch ernst ist.

Am Samstag, den 10 April 1999 machte ich mich schon am


Nachmittag auf, um auf ein Fest zu gehen. Meine Freundin
saß wieder mal auf der Terrasse und las in der Bibel. Sie
erzählte mir wie schön es sei, Gott kennen zu lernen, und
dass sie endlich gefunden hätte, was sie immer gesucht
hatte. Sie strahlte wirkliche Freude aus, die mich sehr
berührte. Ich sagte zu ihr, dass ich auch gerne hätte, was sie
hat.

Wenige Stunden später, auf diesem Fest war ich so


betrunken, dass ich nicht mehr genau weiß, wie dieser Tag
und Abend verlaufen ist. Ich weiß nur noch, dass ich mich
mit einem Freund über meine Freundin und Gott unterhielt
und überraschender Weise für sie und Gott Partei ergriff. Am
nächsten Morgen wachte ich auf irgendeiner Matratze auf
und fühlte mich schrecklich. Ich musste sofort da weg. Ich
ging zu meinem Auto und heulte. Meine Gedanken spielten
verrückt und ich dachte, dass ich durchdrehen würde. Ich
sah keinen Sinn mehr in meinem Leben, wusste nicht wie es
weitergehen soll. Vor Verzweiflung fing ich an zu beten:
“Gott, wenn es Dich wirklich gibt, dann hilf mir bitte!” Er war
die einzige Hoffnung, die ich noch hatte aus dieser tristen
Lebenslage raus zukommen.

Als ich zu hause ankam, saß meine Freundin im


Wohnzimmer, als ob sie mich schon erwartet hätte. Ich
erzählte ihr unter Tränen, wie schlecht ich mich fühlte. Sie
fragte mich nur: “Simone, hast du dich bekehrt?” In diesem
Moment wurde mir klar, dass Gott mein Gebet erhört hatte.
Es fiel mir wie Schuppen von den Augen und ich spürte, wie
alle Last von mir genommen wurde. Mir wurde bewusst, was
in meinem Leben falsch gelaufen ist, und dass ich ein
Sünder bin, der von Gott Vergebung braucht. Meine
Freundin erklärte mir, dass Jesus für meine Sünden am
Kreuz gestorben ist und meine Schuld von ihm bezahlt
wurde. Innerhalb Sekunden wandelte sich meine tiefe Trauer
in große Freude um. Ich nahm sein Opfer an! Wir beteten
zusammen und ich spürte zum ersten mal in meinem Leben,
dass Gott da ist und ich endlich nicht mehr allein bin. – In
diesem Sommer fanden wir alle Drei zu Jesus Christus!

Die ersten Tage und Wochen waren ein wirkliches Erlebnis!


Ich war wie verliebt. Alles war anders! Die Bibel war auf
einmal ein lebendiges Buch. Ich verstand erst jetzt richtig,
was gemeint war. Mir offenbarten sich Dinge, von denen ich
vorher keine Ahnung hatte. Gott half mir einiges in meinem
Leben zu ändern. Ich musste mich nicht mehr ständig mit
Alkohol betäuben um mich von mir abzulenken. Er gab mir
wirklichen Halt und Sinn in meinem Leben! Er ist und gibt mir
die Liebe, die ich immer suchte!

Mittlerweile hab ich auch den Mann gefunden, den ich immer
gesucht habe und bin glücklich verheiratet und Mutter von
zwei wunderbaren Kindern. Auch er hat vor vielen Jahren
Gott kennen gelernt. Der gemeinsame Glaube an Jesus
Christus ist die Basis in unserer Beziehung. Natürlich ist
auch ein Leben mit Jesus nicht immer nur Sonnenschein,
aber es ist immer wieder spannend zu sehen, wie Gott in
mein Leben eingreift und auf wunderbare Art und Weise
handelt. Er ist der Einzige, der wirklich helfen kann und der
jedem, der es will, täglich in allen Lebenslagen treu zur Seite
steht.
Jesus sagt: “Kommt zu mir Ihr alle, die Ihr mühselig und
beladen seid, ich werde Euch Frieden und ewiges Leben
geben.”

--

Johanna - endlich angekommen!

Mein Name ist Johanna Löffler, ich bin 26 Jahre alt und
wohne derzeit in Berlin.

Aufgewachsen bin ich auf einem kleinen Friedhof in


Sachsen, mein Vater war bei der Landeskirche als
Friedhofsmeister angestellt und meine Mutter arbeitete als
Krankenschwester bei der Diakonie.
Beide hielten nichts vom dem was in der Kirche nebenan
gepredigt wurde, zumal wir immer links in der Kirche sitzen
mussten, da rechts die „wahren“ Gläubigen saßen.
Mit dem Tod kam ich daher ständig in Berührung, der
Friedhof war unser Spielplatz, auf dem die Pfarrerskinder
und ich immer 'Beerdigung' spielten.

Das es einen Gott gab, war für mich nie ein Problem. Es gab
ihn einfach.

Die Erfahrungen allerdings, die ich als Kind mit den


Menschen machte, die verkündigten, wie Gott sei, waren
eher negativ.
Der Pfarrer drohte mit dem Herrn Jesus, um seine
erzieherischen Maßnahmen bei seinen Kindern und mir
wirkungsvoller einzusetzen. Und im Dorf erzählten sie sich,
dass der Satan bei uns sei, da wir keine Gardinen an den
Fenstern hatten.

Kaum in der Pubertät, war Gott kein Thema mehr für mich-
und die Bibel schon gar nicht. Aber ich suchte.
Ab meinem 14. Lebensjahr suchte und suchte und suchte
ich.
Den Sinn des Lebens!
Die Liebe die mir kein Mensch geben konnte!
Die Leere, die niemand in mir ausfüllen konnte!
Und die Antwort auf die Frage: was passiert eigentlich nach
dem Tod?

Ich dachte mir, der ganze Aufwand hier auf der Erde, für
nichts?
Ich fing an zu kiffen, liebte die Punks und die Straßenszene,
haute von zu Hause ab und pennte mit anderen Punks und
Straßenkids in leeren Fabriken. Ich hasste die „Bullen“ und
war der Meinung „Anarchy statt Germany“ ist die Antwort auf
die Ungerechtigkeit von Oben- die von den Politikern kam.

Ich hasste die Ungerechtigkeit, gerade in Sachsen, all die


Nazis, all die Überfälle von den Nazis auf andere Gruppen,
all die Angst vor Reenies (das sind Nazifrauen, diese waren
für Punkmädels besonders gefährlich) und das direkte
Miterleben von Übergriffen, wenn man gegen die „Rechte
Brut“ etwas einwand. Ich erlebte tägliche Übergriffe, denn
ich war Punk und sie waren Nazis, das hieß, wir waren
Gegner.

Als ich erneut mit brennenden Zigaretten beschmissen


wurden, flehte mich meine Mutter an, die Haare doch
„normal“ zu färben um nicht so aufzufallen.
Doch was war mit der Ungerechtigkeit? Ich konnte doch
nicht so feige sein und die Haare um färben. Man musste
doch gegen die Rechten was tun!
Es waren die 90´er Jahre und es war Braun in Sachsen.
Keiner hatte eine Antwort darauf, keiner konnte mir sagen
was man gegen den Hass, den die Nazis auf alle anderen
Menschen hatten, tun konnte. Doch bald erlebte ich, dass
einige Punks nichts anderes wollten, als sich zu rächen und
nach: „Glatzen müssen platzen!“ handelten. Schwer
enttäuscht verließ ich die Punkszene. Durch die
Gewalterfahrung erlitt ich schwere Angstzustände und fing
mit Therapien an. Und ich suchte, ich hatte noch keine
zufriedenstellende Antwort auf meine Fragen gefunden.

Die Suche trieb mich weiter. Der Ferne Osten und seine
Ansichten beeindruckten mich. Alle Gefühle die in mir so
stark waren: Wut und Zorn wegen der Ungerechtigkeit, Neid
und Eifersucht auf Freunde, die gelassener oder hübscher
waren, einfach wegzumeditieren gefiel mir.

Paulo Chaolo empfahl bei einem negativen Gedanken, den


Fingernagel des Zeigefingers ins Nagelbett des Daumens zu
bohren, bis der negative Gedanke weggeht. Buddha meinte,
es wäre sinnvoll, sich von allen negativen Gedanken zu
befreien, sie einfach wegzuatmen; Dr. Joseph Murphy
schrieb das Buch, 'Die Macht Ihres Unterbewusstseins!' und
da waren dann auch noch die Steine, die alle Kräfte in sich
hatten und die Astrologie die ständig Einfluss auf uns hat.
Ich befand mich mitten drin und suchte und suchte!
Reden und schreiben konnten sie alle gut. Eigene
Gedankengebäude erklärten sie schlüssig, aber Antworten
auf meine brennenden Fragen bekam ich keine.

Ich wollte Aussteiger kennen lernen, weil mir die


Gesellschaft und das Streben nach Materialismus und
Leistung widerstrebte. Doch schnell empfand ich jene als
verbittert, sie beschwerten sich, dass die Gesellschaft sie
hasst, weil sie nicht mitschwimmen. Doch sie hassten
ebenso die Gesellschaft. Hass- Gegenhass, das konnte
nicht aufgehen.

Ich ging in buddhistische Klöster, um anzubeten und


stundenlang meditieren.
Mein bester Freund wurde Christ und ich bekam die Krise.
Wie konnte er nur? Das ist doch das Letzte! Er ist doch nicht
doof!
Die Wut auf den Pfarrer aus meiner Kindheit kam wieder
hoch und ich besuchte ihn. Mir wurde klar, dass er nur ein
ganz normaler Mensch mit Fehlern war, so wie alle und das
Jesus jemand ganz anderes sein musste. Er gab mir ein
Neues Testament in die Hand und ich fing an darin zu lesen.
Ich hatte 1000 Fragen und warf es anfänglich des öfteren in
die Ecke. Eine Bekannte eröffnete mir, ebenfalls seit einem
halben Jahr Christin zu sein!!!! Sind sie jetzt alle verrückt?

Dies ließ mir keine Ruhe. Ich las weiter und stellte meiner
Bekannten- die zu einer meiner besten Freundinnen werden
sollte- alle Fragen die ich hatte. So langsam erkannte ich,
dass die Bibel es war, die mir die Antworten auf meine
obigen Fragen gab. Neue Fragen stellten sich mir. Die
Christen erzählten mir, dass Gott neues Leben schenkt,
dass Jesus lebt und mich liebt. Es sei allerdings meine
Entscheidung, das Leben, das Jesus sich für mich gedacht
hat anzunehmen, sich einzugestehen, dass der Mensch
nicht die höchste Instanz ist, dass ich fehlbar bin und das
Gott Schöpfer ist und ich Geschöpf. Lebte Jesus wirklich?
Kann man mit ihm reden? Antwortet er?
Ein halbes Jahr dachte ich darüber nach, ich musste
herausfinden ob die Christen und die Bibel Recht haben. Ich
musste es wagen, in Jesu Arme zu springen und ihn in mein
Leben zu bitten, um herauszufinden ob es ihn tatsächlich
gibt.

Nichts hatte mich mehr Überwindung gekostet und nichts hat


sich mehr gelohnt als Jesus in mein Leben zu lassen. Ich
hatte einen Frieden, den ich bis dahin nicht kannte.

Das alles ist dreieinhalb Jahre her und ich hatte meine
Antworten:
Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“
Jesus ist der Einzige, der ewiges Leben bei Gott verspricht!
Und wer zu ihm gehört, den lässt er nicht mehr los. Und er
ist der Schöpfer, ich bin Geschöpf, er hat einen Plan mit mir
und zieht ihn durch. Und Jesus hatte endlich etwas
verständliches zum Thema Leid zu sagen!
Alle die ihn lieben, den wirkt alles zum besten mit.(Römer
8,28).
Das heißt, wenn die Christen Leid tragen, passiert das nicht
willkürlich, sondern der Gott, der einzige Gott, der alles
erschaffen hat, steht hinter seinem Volk und seinen Kindern.
Er hat alles im Griff. Nichts kann denjenigen, der Gott liebt
und sein Kind ist, von der Liebe Gottes trennen, auch wenn
Umstände dagegen sprechen.
Einen solchen Gott habe ich mich anvertraut, ich bin
angekommen.

Autor: Johanna
Erschienen am 12.10.2008

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Alexandra - Nie zu jung für Gott


Hi! Ich bin die Alex, und ich möchte dir ein bisschen aus
meinem Leben erzählen. Ich bin in einem christlichen
Elternhaus aufgewachsen und habe so schon sehr früh viel
von Gott gehört. Ich wusste als kleines Kind schon, dass ich
nicht gut war - vor allem wegen meinem schlechten
Gewissen, wenn ich was angestellt hatte. Und ich wusste
auch, dass ich so nicht in den Himmel kann, sondern dass
ich Vergebung brauche, und so hab ich mit fünf Jahren aus
einer kindlichen Überzeugung heraus Gott darum gebeten,
dass ich in den Himmel komme und er mir meine Sünden
vergibt.

Ich hab weiterhin eine ziemlich normale Kindheit gehabt und


bin immer mit in die Gemeinde und den Gottesdienst
gegangen. Ich hatte nie irgendeinen Zweifel dran, dass mich
die Leute dort wirklich gern haben und hab mich sehr
wohlgefühlt. Ich wurde immer mehr mit Gott konfrontiert und
habe mir öfter Gedanken auch um Jesus gemacht. Ich hab
dann angefangen regelmäßig in der Bibel zu lesen und auch
zu Gott zu beten.

Mit ungefähr zwölf Jahren konnte ich dann gar nicht mehr
anders als mich wirklich für ihn zu entscheiden, weil ich
einfach gesehen hab, was er am Kreuz für mich getan hat
und wie sehr er mich liebt. Ich bin jetzt bald fünfzehn und
weiß ganz sicher dass ich aus Gnade errettet bin und ewig
leben werde. Denn selbst wenn ich ein noch so guter
Mensch wäre würde ich es nicht schaffen in den Himmel zu
kommen. Er hat am Kreuz meine Sünden bezahlt und ich
darf es einfach so annehmen.

Es ist wunderbar in Gottes Wort zu lesen und festzustellen,


dass seine Liebe kein Ende hat, im Gegensatz zu den
meisten Beziehungen heutzutage! Zu einem Volk, dass ihm
überhaupt nicht gehorcht hat, hat er gesagt: „Ja, mit ewiger
Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir meine Güte
bewahrt“ (Jeremia 31,3)

Ich bin echt dankbar, denn Jesus hat sich für mich zu dem
Abscheulichsten gemacht, was es vor seinen Augen gibt: zur
Sünde, die jeder von uns hat. Ich muss mich nicht um die
Anerkennung meiner Mitmenschen durch viel Geld oder
tolles Aussehen bemühen. Ich bin froh, dass ich die
Möglichkeit habe, Jesus so kennenzulernen, wie er wirklich
ist. Er gibt mir das, was der König David schon vor mehreren
tausend Jahren erlebt hat: „Du wirst mir kundtun den Weg
des Lebens; Fülle von Freuden ist in deinem Angesicht,
Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.“

Und Gott sagt auch: „Sucht den Herrn, während er sich


finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist. Der Gottlose
verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine
Gedanken! Und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich
über ihn erbarmen und zu unserem Gott, denn er ist reich an
Vergebung.“ (Jesaja 55, 6)

Gott ist kein Spielverderber und möchte mir nicht mein


Leben möglichst langweilig machen, sondern er möchte
mich bei manchen Sachen z.B. einfach schützen. Ich bin
dadurch, dass ich ihm nachfolge nicht irgendwie sein Sklave
und habe gefälligst alles richtig zu machen, sondern es
erfüllt mich mit riesiger Freude, wenn ich anderen Leuten
von Jesus erzählen darf. Und außerdem sagt Gott, dass er
mir die wirkliche Freiheit und Freude im Leben gibt. Überall
versprechen dir alle Dinge Freiheit und Vergnügen. Doch
wie lange dauert das denn an? Drogen versprechen dir auch
alles mögliche und am Ende ist man nur süchtig. Doch
Jesus ist Sieger! Und er kann dich von aller Verzweiflung,
Not und Sucht befreien und wird dich ganz sicher nicht
unzufrieden machen. Er hat den Teufel am Kreuz besiegt!
Hier steht eines von Gottes Versprechen an dich: Matthäus
7,7: „Bittet und es wird euch gegeben werden; sucht und ihr
werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden.“
Er hält seine Versprechen und wird dich nicht wegstoßen,
wenn du nach ihm fragst. Wenn du am Ende bist weil dir der
ganze Druck oder Kummer und was es sonst noch alles gibt
zu viel wird dann kann ich dir nur empfehlen: „Kommt her
alle, die ihr mühselig und beladen seid und ich werde euch
Ruhe geben.“ (Matthäus 11,28) Damit wünsche ich dir alles
Liebe, Alexandra

Autor: veli
Erschienen am 23.06.2008