Sie sind auf Seite 1von 3

MAGNUSFE - Satan 666 Antichrist - 2010 - www.jesus.de.

vu
--------------------------------------------------------------------------------------------
---

Ich habe das Beben auf Haiti überlebt»

Jean Renald Benoit mit seiner Familie.


Mein Name ist Jean Renald Benoit. Ich habe das Erdbeben auf
Haiti überlebt. Ich habe erlebt, wie sich auf einen Schlag alles
ändern kann. Ich habe eine zweite Chance zu Leben bekommen.
Es war ein Tag wie jeder andere. Meine Familie und ich trafen
uns morgens zum Beten und Bibellesen, und dann ging jeder
seiner Arbeit nach. Wie konnten wir ahnen, dass die Worte aus
der Bibel in Lukas, Kapitel 23, Verse 33-43 an diesem Tag eine
ganz neue Bedeutung für uns bekommen würden. Wir lasen,
dass genau da, wo alles hoffnungslos erscheint, Gottes Kraft
umso sichtbar werden kann.

Ein Beben zerstört das Land


Gegen vier Uhr machte ich mich auf zu einem Autohaus. Ich war
gerade dabei, mit dem Verkäufer einen Preis für einen
Gebrauchtwagen auszuhandeln, als plötzlich alles zu wackeln
anfing. Ich verstand erst gar nicht, was los war, bis mir bewusst
wurde: das muss ein Erdbeben sein. Innerhalb von Sekunden
wurde es so stark, dass es fast unmöglich war, sich vorwärts zu
bewegen. Der Boden rüttelte nach links, nach rechts, nach oben
und unten. Der Ausgang war um die vier Meter entfernt, aber
trotz aller Kraft, die ich aufwandte, nur schwer zu erreichen.

Als ich endlich draussen war, wurde mir klar, dass ich auch hier
keine Sicherheit hatte. Alles bewegte sich, die Häuser waren wie
Schaukeln, der Boden unter meinen Füssen gab mir keinen Halt,
ich hatte nichts mehr unter Kontrolle. Ich schrie innerlich zu
Gott um Hilfe und wusste, dass ich mit meiner Kraft hier nichts
mehr ausrichten konnte.
Ein Lichtblick mitten im Elend
Als das Beben schwächer wurde, versuchte ich so schnell wie
möglich nach Hause zu kommen. Doch die Strassen waren
voller Schutt. Überall tote Menschen, Zerstörung, Chaos. Ich war
fassungslos: Warum lässt Gott das zu? Das kann doch nicht
einfach passieren? Aber ich wusste auch: Gott hat Kontrolle
über alles, wenn er so etwas zulässt, dann muss es doch einen
Sinn haben! Und wer bin ich, dass ich am Leben geblieben bin?
Was für eine grosse Gnade, Gott hat mir nochmals das Leben
geschenkt! Und gleichzeitig machte sich eine Angst in mir breit,
was wohl mit meiner Familie ist. Ich wusste, Gott sorgt für uns,
aber ich wollte so schnell wie möglich heim und wissen was los
ist.

Und wieder erlebte ich ein grosses Wunder: meine Frau, unsere
drei kleinen Kinder, mein jüngerer Bruder - alle waren am Leben!
Mein Bruder war früher von der Uni gekommen, seine
Lerngruppe war ausgefallen. Das hatte ihm das Leben gerettet,
denn von der Universität ist nichts mehr übrig und fast alle
Professoren und viele Mitstudenten sind ums Leben gekommen.
Meine Frau hatte unter Einsatz ihres Lebens in letzter Sekunde
unser Baby aus dem Haus gerettet. Regale, Bücher, Trümmer
türmten sich wenige Sekunden über der Spieldecke unseres
kleinen Sohnes...

Wenn man das Leben neu überdenkt


Menschen denken immer, sie haben selbst alles unter Kontrolle.
Aber wenn man mal so etwas erlebt hat, verschieben sich die
Prioritäten. Auf was kann man sich wirklich verlassen, wenn
alles zusammenbricht? Da nützen einem alle Reichtümer der
Welt nichts mehr. Kraft, Klugheit, Schönheit, Macht, alles wird
hinfällig. Die Menschen auf Haiti sind nachdenklich geworden.
Wer überlebt hat, fragt sich, was wirklich im Leben zählt. Viele
möchten ihr Leben verändern. Neu anfangen, bewusst leben.

Ich weiss nicht, warum Gott so etwas Schreckliches zugelassen


hat. Aber ich weiss, er liebt die Menschen auf Haiti und er kann
auch Leid in etwas Gutes verwandeln. In all dem Chaos habe ich
ganz neu spüren dürfen, dass ich mich auf Gott verlassen kann.
Er hat uns als Familie Kraft gegeben und Halt. Egal wo wir sind,
wir sind unter seinem Schutz, geborgen in seiner Hand. Das
bedeutet nicht, dass uns nie etwas passieren kann. Aber es
heisst, dass Gott immer da ist, egal was passiert. Durch seine
Kraft können wir klar sehen in all unserer Schwachheit. Ich
wünsche mir für mein Land, dass die Menschen rauskommen
aus ihrem Elend. Damit meine ich nicht, dass alle reich werden,
sondern dass die Menschen die Wahrheit erkennen, innerlich
zur Ruhe kommen können, und tief in sich spüren: Gott ist da.

Jean Renald Benoit ist verheiratet mit Martina Benoit.


Gemeinsam haben sie drei Kinder, Jonathan (5 Jahre), Anna (4
Jahre) und Raphael (6 Monate) und arbeiten als Missionare der
Kinderevangelisationsbewegung auf Haiti.

Autor: Miriam Hinrichs