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Gott begegnete mir in der Moschee!“

Moschee in Casablanca, Marokko


Abdallah aus Marokko fand auf einzigartige Weise zum Glauben
an Jesus: Gott selbst begegnete ihm in der Moschee. Hier sein
Bericht:
„Ich betete täglich fünfmal. Einmal pro Woche in der Moschee,
wie viele andere Moslems auch. Ich spürte aber, dass es ein Akt,
ein Ritual und keine Beziehung war. Das reichte mir nicht. Ich
wollte Gott nahe kommen.

Mit der Zeit ging ich täglich in die Moschee. Doch nichts änderte
sich. Darum gab ich mir Mühe, mehr Gutes zu tun. Doch Gott
kam mir dabei nicht näher. Also musste etwas falsch laufen in
meinem Leben, und ich bat Gott, mir dies zu zeigen.

Es war an einem Morgen im April 1991. Ich betete in der


Moschee das Morgengebet. Da hörte ich eine Stimme in mir:
„Das ist nicht der richtige Weg!“ Das war für mich eine Sünde,
denn im Islam ist es eine Sünde, wenn man Gott hört. Aber beim
nächsten Gebet sagte mir die Stimme das gleiche. Es
wiederholte sich bei den weiteren drei Tages-Gebeten. Nicht nur
an diesem Apriltag, sondern während des ganzen Monats – bei
jedem Gebet! Ende April hörte ich mit beten auf. Doch was sollte
ich tun, schliesslich kannte ich nur den Islam. In Marokko sind
Bibeln nicht erlaubt.

Von Jesus wusste ich nur aus dem Koran. Dort ist er ein Prophet
und nicht Herr. Meine Suche begann; sie führte mich vorerst in
das Zimmer meines Bruders, der viele Bücher hat. Eines davon
nahm ich hervor und hatte keine Ahnung, dass es eine Bibel
war. Mein Bruder besass sie, um mit Personen aus dem Ausland
zu korrespondieren. Der Familie gegenüber erwähnte er dieses
Buch nicht, da es ja als verboten gilt.

Ich begann bei der Schöpfungsgeschichte. Sie sprach mich an.


Doch als mein Bruder mir erklärte, dies sei eine Bibel, legte ich
sie weg. Zwei Tage später ging ich wieder in sein Zimmer. Ein
schmales Buch sollte es diesmal sein, welches mir bei meiner
Suche weiterhelfen sollte. Er besass viele dünne Bücher, und
ich pflückte eines davon heraus: Es war ein Neues Testament!
Mein Bruder wusste nicht einmal, dass er es besass.

Nun las ich von Jesus und spürte bald: Das ist der Weg! Immer
wieder empfand ich das beim Lesen. Ihn wollte ich kennen
lernen und ihm nachfolgen. Ich bat meinen Bruder um mehr
Information, und er gab mir eine Adresse für eine
Korrespondenz mit dem Ausland.

Endlich, Ende 1991 kam ein Spanier, der mich zu anderen


Christen führte. Jeder von uns dachte zuvor, er sei der einzige
Gläubige im ganzen Land!

Etwas später sprach ich mit einem streng religiösen Moslem, der
nach der Wahrheit suchte. Im Traum erschien ihm dann Jesus,
der zu ihm sprach: „Ich bin der Weg.“

Gott offenbart sich in meinem Land auf unterschiedliche Weise.


Wenn ich bete, spüre ich, dass er mir nahe ist. Doch der
Wechsel zum christlichen Glauben ist Marokkanern verboten.
Wenn man Christ wird, bekommt man nicht nur mit seiner
Familie, sondern auch mit der Polizei Probleme. Christliche
Gemeinden von Ex-Muslimen darf es nicht geben, wir treffen uns
heimlich. Aus Sicherheitsgründen sind wir nie mehr als zehn.
Früher wurden Christen ins Gefängnis gesteckt. Auf
verschiedene Arten wurde Druck auf sie ausgeübt, damit sie
zum Islam zurückkehrten.

Inzwischen akzeptieren meine Eltern meinen Glauben, mein


Bruder wurde aber nicht Christ, obwohl er erste Schritte zum
Glauben getan tat.
Zwar hat sich in Markokko die Situation leicht verbessert, doch
die Glaubensfreiheit ist nicht gewährleistet. Noch immer
wandern Christen ins Gefängnis, aber nicht mehr alle. Viele
werden auf eine Polizeistation mitgenommen und befragt. Auch
ich wurde zwei Mal befragt. Ein Mal schriftlich, doch beim
zweiten Mal wurde ich auf der Station befragt, doch weiter
geschah nichts.

Bei manchen Marokkanern ist man als Christ akzeptiert, andere


lehnen uns ab. Freunde verlassen uns. Oft kann man sich nicht
zum christlichen Glauben bekennen. Heute arbeite ich nun
vollzeitlich als Pastor, aber in Marokko weiss man das nicht.“

Internet: www.hmk-aem.ch