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Notruf in Alaska

Flugzeug
Nach einer Bruchlandung steckte sein Flugzeug im Schlamm
fest. Doch die Notrufe des Piloten und pensionierten Pfarrers
Paul Weimer wurden gehört. Weimer gibt dafür Gott die Ehre.

Jahrelang flog Paul Weimer, ein pensionierter Pastor aus


Anchorage, Alaska, in die entferntesten Gegenden Kanadas, um
dort neue Gemeinden zu gründen. Vielen Menschen brachte er
auf diese Weise das Evangelium nahe. „Als ich das erste Mal
predigte, war ich grade 18 Jahre alt. Ich wusste, das ich in einen
Ruf in den Norden des Landes hatte. Dem folgte ich denn auch,
und zwar zu einer Zeit, als es dort oben noch keine Gemeinden
gab“, erinnert er sich. Viele Stories über Gottes Treue hat er
erlebt. Eine war besonders wunderbar.

Ein unvergesslicher Flug


In seinem Büro fällt ein verblasstes Foto von einem alten
einmotorigen Flugzeug auf. Paul erzählt: „Zu dieser Maschine
gibt es eine erstaunliche Geschichte. Es war fast wie bei Jesus:
Durch den Glauben konnte ich gleichsam auf dem Wasser
gehen.... Damals war Winter. Alle Seen waren noch zugefroren.
Ich kam nach Anchorage zurück und probierte ein neues Gerät
aus, das mir das Tieffliegen erleichtern sollte. Am Tustamena-
See, der fast ganz zugefroren war, geschah es dann: Die Räder
schlugen aufs Eis, und das Flugzeug hüpfte ständig zurück in
die Luft. Plötzlich hatte es einen weichen Punkt erreicht und
konnte nicht mehr aufsteigen. Das war allerdings ein
Schlammloch. In wenigen Sekunden würde das Flugzeug nun
davon verschluckt werden.

Ich musste also rasch reagieren. Weil der Motor des Flugzeuges
schwer ist, drückt er die Nase vorne hinunter, so dass die
Maschine schnell sinken würde. Mein erster Gedanke war also,
sofort in den hinteren Teil zu kriechen, damit ich das Gewicht
ausgleiche und das Flugzeug in die Waagerechte bekomme. Auf
diese Weise könnte es sich auf dem Wasser halten. Zum Glück
konnte ich noch das Notrufgerat aus dem Cockpit holen und ein
Notsignal an die Rettungszentrale in Anchorage senden.“

Nur wenige Orte in Alaska sind über die Strasse erreichbar.


Darum gibt es hier mehr private Piloten als irgendwo sonst auf
der Welt. Und immer wieder musste nach vermissten Piloten und
ihren Flugzeugen gesucht werden. Paul kannte die
standardisierten Verfahren für so eine Suche. Sie würde
Stunden dauern.

Paul Weimer
Paul Weimer

Es wird Nacht
Allmählich wurde es dunkel, und ihm war klar, dass die Suche
nicht nur Stunden, sondern sogar Tage werden können. Eine
Patrouille flog nahe an ihm vorbei. – Wie befürchtet, übersah sie
ihn. Bei Einbruch der Dunkelheit fing es zudem noch an zu
schneien, und ein bissig kalter Wind kam auf. Er dachte: „Wenn
Gott jetzt keine Hilfre schickt, werde ich heute wohl im Paradies
sein. Ich werde entweder ertrinken oder erfrieren.“ Alles schien
darauf hinauszulaufen. „Es war bitterkalt, und meine Füsse
wurden blau“, erzählt er. „Bald war ich so erschöpft, dass ich im
Stehen hätte schlafen können.“

Als der Tag dämmerte, hatte Paul über 14 Stunden lang auf dem
Schwanzteil des Flugzeugs gestanden. Die Sonne erhob sich in
den Himmel, und er schöpfte neue Hoffnung. Jedoch nur kurz,
denn bald zog dichter Nebel auf. Man konnte keine dreissig
Meter weit sehen. „Ich flehte zu Gott: Lieber Gott, nimm diesen
Nebel weg! Daraufhin hob sich der Nebel, und ich sah, wie
hinten am Strand ein Hubschrauber aufstieg und direkt auf mich
zusteuerte. Da wusste ich, ich war gerettet und mein Elend hatte
ein Ende. Über 20 Stunden nach meinem Unglück fand man
mich endlich.“
Gottes schützende Hand
Eine Zeitungsredaktion erfuhr von der Sache. Am Telefon bat
ihn ein Journalist um ein Interview. „Sie müssen in blendender
Verfassung sein, dass sie so etwas durchgestanden haben“,
meinte er. Pauls Antwort war eindeutig: „Nein, ich bin nicht
mehr jung. Ich hatte auch schon Krebs und hab kaum etwas zu
meinem Überleben beigetragen. Das war ganz offensichtlich
Gottes Werk. Ihm allein gehört die Ehre!“

Immer noch geniesst Paul das Fliegen. „Eines Tages werde ich
mich ohne Maschine erheben; dann nämlich, wenn Jesus zum
zweiten Mal kommt. – Die Menschen erkennen an solchen
Rettungsgeschichten nur etwas allgemein Geheimnisvolles.
Aber mir ist klar, dass es da einen gibt, der immer auf uns
aufpasst. Ihm können wir vertrauen!“

Autor: Chuck Holton


Übersetzung, Bearbeitung: Jesus.ch

Quelle: cbn.com