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Ohne

Wasser kein Leben!

Ohne Wasser kein Leben!

– Naturwissenschaftliche Beobachtungen und christliche Folgerungen

Ein Vortrag von Dr. Gerd Goldmann, Leiter des Missionshauses Bibelschule Wiedenest,
den er auf der Ruhr-Wupper-Sieg Tagung 2003 in Hattingen gehalten hat.

Blauer Planet Erde Vom Schöpfer


maßgeschneidert
Bei Aufnahmen aus dem Weltraum
zeigt unsere Erde zwei charakteris­ Wer sich mit den Eigenschaften dieses
tische Farben: blau und weiß, beide so alltäglichen, scheinbar einfachsten
verursacht durch das Wasser sowohl Stoffes näher beschäftigt, kommt
in Meeren als auch in Wolken. Zwei aus dem Staunen nicht heraus. Diese
Drittel der Erdoberfläche sind durch Schlüsselsubstanz unserer Erde ist für
Wasser bedeckt, weswegen wir unsere ihre vielfältigen wichtigen Aufgaben
Erde auch den Namen „Blauer Planet“ in der Natur vom Schöpfer jeweils
gegeben haben. optimal mit Eigenschaften ausgerüstet,
Wir wissen, dass wir Wasser zum gewissermaßen für unser Leben maß­
Leben unbedingt brauchen. Wissen geschneidert worden. So ist das Wasser
wir auch, dass ohne Wasser mit seinen auf das Leben adaptiert, andererseits
speziellen Eigenschaften unser organi­ aber auch das Leben auf die Eigen­
sches Leben überhaupt nicht möglich schaften des Wassers.
wäre?

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Geschmacklos, geruchlos, zwischen violett und rot mit Lichtwel­


lenlängen zwischen 4000 und 8000
farblos Ångström gerade einen Bereich, in dem
Wasser keine Strahlung absorbiert, also
Diese drei Eigenschaften des Wassers farblos erscheint. Ginge der Sehbereich
kann man in jedem Lexikon nachlesen, unseres Auges auch nur bis zu 14.000
sie scheinen kaum erwähnenswert. Ångström, würden wir Wasser als tief­
Was aber, wenn diese überall ge­ blau bis schwarz sehen, weil Wasser im
genwärtige Substanz nicht geschmack­ Infraro­ten stark absorbiert. Auge und
los, geruch­los und farblos wäre? Wie Wasser sind also vom Schöpfer so auf­
eintönig wäre unser Leben, wenn jedes einander abgestimmt, dass un­sere Welt
Nahrungsmittel (fast alle ent­halten „durchsichtig“ bleibt.

Abnormales
Schmelzverhalten
Wasser ist eine der wenigen Sub­
stanzen, die sich beim Erstarren
ausdehnen. Das feste Eis ist
so­mit spezifisch leichter als das
flüssige Wasser und schwimmt
daher auf dem Wasser.
zu einem hohen Prozentsatz Wasser) Nur dadurch ist in unseren Ozeanen
nach einem charakteristischen Eigen­ das Leben möglich, das wir kennen.
geschmack des Wassers schmecken, Wenn alles erstarrte Eis auf den Mee­
wenn nach einem Regen al­les penetrant resgrund absinken würde, wären viele
nach Wasser riechen würde oder gar der Meeresteile von unten her mit Eis
Wolkenhimmel schwarz wäre und viele zugewachsen, so dass die Kraft der
Far­ben verschwinden würden, weil eine Sommersonne jeweils nur dünne Was­
charakteristische Eigenfarbe des Was­ serschichten verflüssigen könnte, die
sers über alles dominieren würde! im Winter erneut erstarren würden.
Dabei ist gerade die Tatsache, dass Große klima­tische Veränderungen
Wasser ­zumindest in dünnen Schichten wären eine weitere Folge.
farblos ist, na­turwissenschaftlich nicht
selbstverständlich. Unser Auge erfasst

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Einmaliges
Dichteverhalten
Wasser ist der einzige Stoff, dessen
Dichte mit zu­nehmender Temperatur
zunimmt. Im Temperatur­bereich zwi­
schen 0 ˚ und 4 ˚ Celsius verkleinert es
sein Volumen mit steigender Tempera­
tur, d.h. es zieht sich zusammen. Das
ist zwar nur ein kleiner, aber sehr ent­
scheidender Temperaturbereich. Denn
damit ist Wasser von 4 ˚ Celsius spezi­
fisch am schwer­sten. In einem Gefäß,
an dessen Oberfläche Eis schwimmt,
wird sich am Boden nach einiger Zeit
eine Temperatur von 4 ˚ Celsius einstel­
len. Daher hat sich am Meeresboden
diese Temperatur stabili­siert, die ein
auf diese Verhältnisse adaptiertes Le­ben
bis in größte Meerestiefen ermöglicht. wir, wie der Schöpfer das Wasser auf das
Leben maßgeschneidert hat?

Nur bei einer


Eismodifikation! Garant für Fruchtbarkeit
und Klima
Übrigens - dieses so entscheidende ab­
norme Verhalten gilt auch bei dem Was­ Die Fruchtbarkeit unserer Erde und
ser selbst nicht immer! Nur eine einzige unser ange­nehmes Klima beruhen auf
von acht bekannten „Mo­difikationen“ dem Kreislauf des Wassers, das auf der
des Eises ist leichter als das zuge­hörige Erdoberfläche verdunstet, sich in den
flüssige Wasser! Bei Drücken über 2000 Wolken sammelt und als Regen zur
bar erstarrt Wasser in Eis von anderer Erde zurückkehrt.
Kristallstruktur, das nicht mehr auf Um Wasser zu erwärmen, zu ver­
dem Wasser schwimmt. Mit höherem dunsten oder zu verdampfen, braucht
Druck verschwindet auch das Dich­ man im Vergleich zu an­deren Substan­
tenmaximum bei 4 ˚ Celsius. Erkennen zen außergewöhnlich hohe Ener­gien.

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Dadurch wirkt sich beispielsweise die


langsame Erwärmung beziehungsweise
Abkühlung der Mee­re klimastabi­
lisierend aus. Die in klimatischen
Kreisläufen umgewälzten Mengen
werden durch die hohe „Verdamp­
fungsenthalpie“ relativ klein. Daraus
folgt beispielsweise, dass die Nieder­
schlagsmenge nicht zu groß wird.

Aber Siedepunkt und


Schmelzpunkt müssen
stimmen
Noch wichtiger für Klima und
Fruchtbarkeit sind andere anormale Wasser ist ungiftig
Eigenschaften des Wassers: sei­ne au­
ßergewöhnlich hohen Schmelz- und Ist diese Aussage selbstverständlich?
Siede­temperaturen. Aus einer Analogie­ Eine Unter­suchung der bereits erwähn­
betrachtung zu chemisch verwandten ten chemisch ver­wandten Stoffe H2S,
Substanzen (Wasser = H20; Verwandte H2Se, H2Te (Schwefel-, Selen- und
Substanzen im Rahmen des Perio­ Tellurwasserstoff) zeigt, dass diese
dischen Systems der Elemente: H2S, Substanzen allesamt hochgiftig sind.
H2Se, H2Te) ergibt sich, dass Wasser Rein chemisch wäre demnach zu er­
„normalerweise“ bei ca. –100 ˚ Celsius warten gewesen, dass auch Wasser eine
schmelzen und bei ca. – 80 ˚ Celsius giftige Substanz sei.
sieden müsste. Damit wäre Wasser im
Rahmen der normalen Schwankungs­
breite der Temperaturen auf der Erde
ein permanentes Gas (wie zum Beispiel
Koh­lendioxid), das diese für Klima und
Erklärung anhand des
Fruchtbarkeit wichtigen Kreisläufe von molekularen Aufbaus
Verdunsten und Konden­sieren, Schmel­ Eine Reihe dieser außergewöhnlichen,
zen und Erstarren nicht durchfüh­ren offensichtlich maßgeschneiderten Ei­
könnte. genschaften lässt sich aus dem moleku­

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laren Aufbau des Wassers erklären. Die Bedeutung für


beiden Wasserstoff-Atome ordnen sich
unter einem Winkel von 105 ˚ asymme­ unseren Körper
trisch am Sauerstoff-Atom an, wodurch Wasser ist für unseren Körper nicht nur
eine unsymmetri­sche Ladungsverteilung „zum Waschen da“, das heißt, es kommt
und somit ein hohes „Di­polmoment“ nicht nur von außen an ihn heran. Un-
entsteht, das unter anderem Wechsel­ ser Körper selbst besteht zu 60-70 %
wirkungen der Moleküle (zum Beispiel aus Wasser. Wir nehmen Wasser in uns
„Wasserstoffbrücken“) zur Fol­ge hat. auf und scheiden es wieder aus. Wir
empfinden Durst, wenn es mangelt, wir
verdursten, wenn es fehlt. In unseren
Zellen wirkt es mit vielfältigen Einzel­
aufgaben als Lösungs-, Transport- und
Wachstum der Pflanzen Quellungsmittel. Außerdem dient es als
Pflanzenwachstum - und damit die Regulator für unsere Körpertemperatur.
Vermehrung biologischer Substanzen So besteht alles, was lebt, aufgrund
auf unserer Erde - ist nur durch „Pho­ des Vorhandenseins von Wasser - auch
tosynthese“ möglich. In einem kom­ unsere Nahrungsmittel.
plizierten biochemischen
Prozess wird dabei mit
Hilfe der Sonnenenergie
aus dem Kohlendio­xid der
Luft und aus Wasser ein en­
ergiereiches Traubenzucker
(Glukose)-Molekül her­
gestellt. Das Wasser spielt
bei dieser lebenswichtigen
Reaktion eine entscheiden­
de Rolle. Schon der erste
Reak­tionsschritt besteht
in einer Aufspaltung des
Was­sermoleküls in Wasserstoff und
Sauerstoff durch das Sonnenlicht in Ge­
genwart des grünen Pflan­zenfarbstoffes
Chlorophyll.
Schweres Wasser
Neben dem normalen Wasser gibt es
ein sogenanntes „schweres“ Wasser

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- ein anderer Stoff, der zu ca. 0,02 % Wasser - nicht nur


im normalen Wasser enthalten ist und
durch aufwendige Prozesse daraus für den Körper
isoliert wer­den kann. Wir haben gesehen: Das Wasser, diese
ganz einfache Substanz, ist in vielfältiger
Weise auf unser Leben adaptiert bzw.
unser Leben auf das Wasser. Es passt
einfach alles zusammen.
Es gilt das Wort aus Römer 1, 20:
„Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist
seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit
der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen
Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass
sie keine Entschuldigung haben.“
Beim Wasser passen so viele Kom­
ponenten zusammen, dass es nur einer
Physikalisch unterscheidet sich geplant haben kann, der eine enorme
das „schwere“ Wasser vom normalen Informationskapazität besitzen, ja der
Wasser dadurch, dass im Atomkern der alle Fälle zu Ende gerechnet haben muss.
Wasserstoffe zusätzlich ein zweites Neu­ Bei dem Design von Wasser hat man
tron eingelagert ist, wodurch sich das nur sehr wenige Freiheitsgrade. Aber von
Molekularge­wicht in etwa verdoppelt. den Freiheitsgraden im Molekülbau her
Im chemischen Verhalten sind bei­de ist es möglich, dass es eben diese einzig­
vollkommen identisch. Die physikali­ artigen Eigenschaften des Wassers gibt.
schen Eigenschaften sind geringfügig Wenn wir es als Menschen hätten adap­
unterschiedlich: Der Schmelzpunkt tieren müssen, hätten wir alle Fälle zu
liegt bei 3,8 ˚ Celsius statt bei 0 ˚ Cel­ Ende rechnen können? Sicherlich nicht.
sius, der Siedepunkt bei 101,4 ˚ Celsius Und ob das alles die „Mutter Natur“
statt bei 100 ˚ Celsius, die Dichte bei hätte schaffen können? Sicherlich nicht.
1,105 statt bei 1,000 g/cm3. Schweres Nicht nur unser Körper hat Durst
Wasser riecht nicht anders, schmeckt nach Wasser. Auch unsere Seele hat
nicht an­ders, sieht nicht anders aus als Durst. Durst nach Frieden, nach innerer
normales Wasser. Erstaunlich ist nur, Harmonie, nach Geborgenheit, nach
dass dieses schwere Wasser mit seinen Heimat. Unsere Seele hat Durst nach
nur geringfügig anderen Eigenschaf­ten Liebe, Anerkennung und Erfolg, nach
für unseren Körper ein Gift ist. Man Gerechtigkeit und Freiheit. Im übertra­
erkennt, wie genau Wasser und Leben genen Sinn hat unsere Seele auch Wasser
zusammenpassen. nötig.

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Lebendiges Wasser Jesus antwortete und sprach zu ihr:


„Wer von diesem Wasser trinkt, den wird
Im Neuen Testament steht in Johan­ wieder dürsten; wer aber von dem Was-
nes 4 ein Bericht, wo dem natürlichen ser trinken wird, das ich ihm gebe, den
Wasser das lebendige Wasser verglei­ wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern
chend gegenübergestellt wird: das Wasser, das ich ihm geben werde,
„Als nun Jesus erfuhr, dass den Pha- das wird in ihm eine Quelle des Wassers
risäern zu Ohren gekommen war, dass werden, das in das ewige Leben quillt.“
er mehr zu Jüngern machte und taufte
als Johannes - obwohl Jesus nicht selber
taufte, sondern seine Jünger -, verließ er
Judäa und ging wieder nach Galiläa.
Er musste aber durch Samarien reisen.
Da kam er in eine Stadt Samariens, die
heißt Sychar, nahe bei dem Feld, das
Jakob seinem Sohn Josef gab. Es war aber
dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus
müde war von der Reise, setzte er sich am
Brunnen nieder; es war um die sechste
Stunde. Da kommt eine Frau aus Sama-
rien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht
zu ihr: ‚Gib mir zu trinken!’
Im Folgenden sagt Jesus zu ihr:
„Wenn du erkenntest die Gabe Gottes
und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir
zu trinken!, du bätest ihn und er gäbe dir
Bedürfnisse für
lebendiges Wasser.“ immer gestillt
Lebendiges Wasser im Gegensatz Es geht um dieses lebendige Was­
zu natürlichem Wasser. Darum geht es ser, durch das Jesus unsere inneren
in dieser Begebenheit. seelischen Bedürfnisse stillt. Gerade
Die samaritische Frau spricht wei­ die Bedürfnisse in Bezug auf Gott,
ter: „Herr, hast du doch nichts, womit du nicht nur auf unsere menschlichen
schöpfen könntest, und der Brunnen ist Bedürfnisse. Gott kann unser Leben
tief; woher hast du dann lebendiges Was- in Ordnung bringen. Es ist ein Wasser,
ser? Bist du mehr als unser Vater Jakob, durch das unsere Bedürfnisse in Ewig­
der uns diesen Brunnen gegeben hat? keit gestillt werden.
Und er hat daraus getrunken und seine Ich denke an eine Frau, die zwanzig
Kinder und sein Vieh.“ Jahre lang magersüchtig war. Sie hatte

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bereits 30 Therapien hinter sich. Ihre Gott hat sich nicht darauf be­
Lage war menschlich gesehen aussichts­ schränkt, ein optima­les Wasser für
los. Dann kam sie in eine Gemeinde, unser natürliches Leben zu schaf­fen.
hörte die Predigt, schöpfte Hoffnung Letztlich bleibt es so, dass jeder, der
und nahm Jesus an. Es war ihre Hoff­ „von diesem Wasser trinkt“, „wieder
nung, dass ihr hier geholfen werden dürsten“ wird (Johannes 4, 13).
könnte. Ihr Lebenslauf machte deutlich,
dass sie starken Durst in ihrer Seele
hatte. Irgendwann hat das alles einmal
angefangen. Vieles, was uns in der Welt
begegnet, ist ja nichts anderes als ein
Dürsten der Seele. Durst nach Liebe,
Geborgenheit und Anerkennung. In
ihrem Leben war es ganz ausgeprägt. Sie
hatte nun ihr Leben Jesus übergeben,
aber es stellte sich keine Veränderung
bei ihr ein. Es ging ihr viel schlech­
ter als vorher. Ein halbes Jahr später
geht sie durch die Stadt und denkt:
„Wahrscheinlich habe ich etwas falsch
gemacht, dass es nicht besser wird in
meinem Leben.“ Sie geht in eine Toi­ Wenn wir gesehen haben, dass die
lette und übergibt ihr Leben Jesus noch Adaption des Wassers für unser Leben
einmal. Und wieder geschieht nichts. so optimal abgestimmt ist, können wir
Dann merkt sie plötzlich, dass sie selber sagen, dass das lebendige Wasser noch
kleine Entscheidungen fällen muss und viel besser auf die Bedürfnisse unserer
dass Gott ihr Kraft gibt, sie auch auszu­ Seele abgestimmt ist.
führen, wenn sie darum betet. Sie be­ Die Verheißung ist, dass es uns
ginnt nun, Entscheidung auf Entschei­ nicht dürsten wird in Ewigkeit. Es ist
dung zu fällen. Schritt für Schritt. Und eine Verheißung für hier und für dort.
so kommt sie aus dem Sumpf heraus.
Heute ist sie verheiratet, hat drei Kinder
und führt ein fast normales Leben. Jesus
hat den Durst gestillt. Nicht dadurch,
dass ihr jemand die Hände aufgelegt
Frieden suchen
hätte und alles gut geworden wäre. Sie und finden
hat gelernt, Schritt für Schritt mit Jesus Im Johannesevangelium geht die Ge­
zu gehen und mit ihm zu leben. schichte weiter:

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„Spricht die Frau zu ihm: ‚Herr, gib Er möchte ihre Seele zum Frieden
mir solches Wasser, damit mich nicht bringen.
dürstet und ich nicht herkommen muss, So ist auch für uns das lebendige
um zu schöpfen!’“ Wasser viel wichtiger als das natürli­
Der Herr nimmt diese Bitte ernst che Wasser. So, wie wir das natürliche
und kommt auf den wunden Punkt in Wasser ständig aufnehmen und davon
ihrem Leben zu sprechen. leben, so sollte es auch in Bezug auf
Jesus nimmt die Frau ernst. Er geht Gott sein.
auf ihre Lebenssituation ein. Die Frau Es ist nötig, Kontakt mit Gott zu
erkennt ihr Problem. haben. Es ist wichtig, immer wieder
Und Jesus bietet ihr etwas ganz zu erfahren, dass er in unserem Leben
Außergewöhnliches an. Das lebendige da ist. Es ist nötig, dieses lebendige
Wasser ist viel mehr, als Menschen sich Wasser zu nehmen und auch an andere
vorstellen können. Jesus bietet der Frau weiterzugeben.
die Gemeinschaft mit Gott an. In der In Johannes 7, 37 lesen wir: „Aber
Gemeinschaft mit Gott geborgen zu am letzten Tag des Festes, der der
sein, Frieden zu haben, Liebe und An­ höchste war, trat Jesus auf und rief:
erkennung zu empfangen. ‚Wen da dürstet, der komme zu mir und
trinke!’“ Immer wieder darf ich kom­
men und meinen Durst stillen.
Und in Vers 38 geht es weiter: „Wer
an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von
dessen Leib werden Ströme lebendigen
Wassers fließen.“ Es ist ein Segen nicht
nur für uns, sondern auch für andere.
In der Johannesoffenbarung
heißt es: „Und der Geist und die Braut
sprechen: Komm! Und wer es hört, der
spreche: Komm! Und wen dürstet, der
komme; und wer da will, der nehme das
Wasser des Lebens umsonst.“
Unsere Zeitgenossen haben viel
Durst, aber sie finden das lebendige
Wasser nicht.
Wir sollten ihnen sagen, wo das
Wasser in der Wüste ist. 

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