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Übungen zur Einführung in L A T E X

01.04.16 - 03.04.16 Maximilian Kirchner (mkirchner@uni-bonn.de)

Bemerkung Die Umrandungen um die Aufgaben dienen nur der Übersichtlichkeit und sollen nicht in der Ausgabe auftauchen.

Aufgabe 1. Versuche, folgenden Code zu übersetzen:

\documentclass{ article } \ begin {document} H all o Welt , d i e s i s t meine e r s t e \LaTeXD a tei . \end{document}

Aufgabe 2. Erzeuge folgende Ausgabe:

Meine ersten Umlaute: Ä ä Ö ö Ü ü. Meine ersten Sonderzeichen: », «, „, “

Aufgabe 3. Generiere die Nachfolgende Ausgabe. Hinweis: Die Einrückungen am Anfang stammen nicht von einem manuellen Abstand, es handelt sich hierbei um Absatzeinrückungen.

Dies ist der erste Absatz. Er ist so lang, dass ein Zeilenumbruch unumgänglich ist (es
Dies ist der erste Absatz. Er ist so lang, dass ein Zeilenumbruch unumgänglich ist (es sei denn, man
würde eine extrem kleine Schrift verwenden).
Dies ist der zweite Absatz, welcher ganz normal eingerückt ist.
Hierbei handelt es sich um eine neue Zeile im selben Absatz.
Dies ist ebenfalls eine neue Zeile, jedoch ist sie 2cm nach unten verschoben.
Dieser Text beginnt links
Außerdem haben wir Platzhalter
und tolle Punkte
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und endet rechts.
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Aufgabe 4. Generiere die Nachfolgende Ausgabe. Das ist möglich unter Verwendung von nur 6 Befehlen!

Dieser erste Absatz ist komplett in kursiver Schrift verfasst. Dies erkennt man an den gekippten Buch- staben, die sich vom nachfolgenden Absatz deutlich unterscheiden. Dieser Absatz hingegen ist stattdessen geneigt. Dabei werden die Buchstaben nicht in kursiv gestellt, sondern gedreht. Der nun folgende Absatz wird in klassischer Schreibmaschinenschrift gesetzt. Hier ist nun alles wieder normal. Um einzelne Worte fett zu schreiben oder in Großbuchstaben zu verfassen, muss nicht immer die ganze Umgebung geändert werden! Auch aufpassen muss man dabei, wenn man die Schriftgröße ändert!

Aufgabe 5. Teste nun ein paar Farben:

Dies ist blauer Text auf Cyan-Hintergrund, der rot umrandet ist.

Aufgabe 6. Generiere die Nachfolgende Ausgabe. Nutze dafür die “Comprehensive L A T E X Symbol List” unter http://www.ctan.org/tex-archive/info/symbols/comprehensive/symbols-a4.pdf.

Aufgabe 7. Erzeuge einen Text, der über mehrere Seiten geht (Hinweis: Lorem Ipsum-Texte sind sehr praktisch. Dazu kann das Paket blindtext eingebunden Werden. Erzeugt wird der Text dann mit \blindtext[<Wiederholungen>]). Probiere nun die verschiedenen in der Vorlesung erwähnten Dokument- klassen und Optionen für Dokumentklassen aus und beobachte, was sich verändert.

Aufgabe 8. Nutze den Text aus der vorherigen Aufgabe und beschneide die Seitenränder wie folgt:

links: 3cm, rechts: 2cm, oben und unten 2,5cm.

Aufgabe 9. Nun erweitere den Text noch dadurch, dass du Gliederungsebenen (Kapitel, Unterkapitel) hinzufügst.

Aufgabe 10. Versuche, die folgenden Aufzählungen in L A T E X zu setzen:

Punkt 1

Punkt 2

Unterpunkt 2.1

Unterpunkt 2.2

Punkt 3

1. Punkt 1

2. Punkt 2

(a)

Unterpunkt 2.1

(b)

Unterpunkt 2.2

3. Punkt 3

a) Punkt 1

b) Punkt 2

(i) Unterpunkt 2.1

(ii) Unterpunkt 2.2

c) Punkt 3

erster Eintrag heute regnets

zweiter Eintrag es regnet immer noch

dritter Eintrag Tastatur ist unter Wasser, kann nicht weiterschreiben.

Teste hier verschiedene Dokumentklassen (amsbook etc) und beobachte, was sich verändert! (Die Einrückung bei der letzten Aufzählung kommt durch die Einbindung des Enumerate-Pakets zustande)

Aufgabe 11. Erzeuge nun mittels tabbing folgendes Gebilde:

Projekt-Gesamtbedarf = 900 000,–

 

davon 2007

= 450 000,–

2008 = 350 000,–

2009 = 100 000,–

2007 bewilligt: 350 000,–

Zusatzbedarf: 100 000,– 150 000,–

2008 300 000,–

2009 250 000,–

Minderung:

150 000,–

 

2

Aufgabe 12. Baue die folgenden Tabelle nach:

Umgebungsname

tabular

enumerate

itemize

tikzpicture

Wirkung

Tabelle

Aufzählung

Aufzählung

Vektorgrafiken

Aufgabe 13. Erstelle deinen Wochenplan in der Art wie den folgenden:

Zeit

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

8-10

Ana I

LA I

 

Ana I

 

10-12

AlMa I

 

AlMa I

 

LA I

12-14

 

wohlverdiente Mittagspause

 

14-16

         

16-18

     

AA-Meeting

 

18-20

   

FS-Sitzung

   

Aufgabe 14. Versuche, die folgenden Formeln in L A T E X zu übertragen:

Um Seitenlängen in einem rechtwinkligen Dreieck zu bestimmen, werden die Funktionen Sinus (sin) und Kosinus (cos) verwendet. Dabei gilt

Sinus eines Winkels = Gegenkathete des Winkels Hypothenuse

 

sowie

Kosinus eines Winkels = Ankathete Hypothenuse des Winkels

 

.

Dies wird auch ausgedrückt durch sin(α) = a und cos(α) = b

c . Durch die Definition der e-Funktion kann man dies auch darstellen als

c

sin(x) =

n=0

(1) n x 2n+1

(2n + 1)!

=

x

1! x 3! 3

Wir können beobachten, dass gilt

+

x 5! 5

 

0

wenn k = 0

sin (4n+k) (0) =

1

0

1 wenn

wenn k = 1

wenn k = 2

k = 3

(1)

Im komplexen gilt

e iϕ =

(iϕ)

k!

k

=

(iϕ)

2l

(2l)! +

l=0

(iϕ)

(2l + 1)!

2l+1

 

(2)

k=0

l=0

 

l=0

(1) l (iϕ) 2l+1

(2l + 1)!

=

(1) l (iϕ) 2l +i

(2l)!

(3)

l=0

cos ϕ

sin ϕ

= cos ϕ + i sin ϕ

(4)

 

3

Aufgabe 15. Betrachte noch einmal die Symbol-List und suche nun folgende Symbole:

⇒, ⊥, , , , ⊆, ∂, , ∃, , ,
⇒,
⊥,
, ,
,
⊆,
∂,
,
∃,
,
,

Aufgabe 16. Ein paar Spielereien:

Matrizen in Inlineformeln a d b sehen sehr schlecht aus. Besser sind diese in abgesetzten
Matrizen in Inlineformeln a
d b sehen sehr schlecht aus. Besser sind diese in abgesetzten Formeln:
c
1
2
3
oder
α
β
γ
4
5
6
δ
ε
ζ
7
8
9
η
θ
ι
1
Auch der Unterschied bei Grenzwerten ist extrem: lim n→∞ (1 + n ) n = e im Vergleich zu
1
1
lim
n→8
lim 8 − n = ∞
n→5
5 − n =
5

Anmerkung: Das Drehen der 5 wird durch \rotatebox{<Grad>}{<Text>} erreicht, dafür muss das Paket graphicx eingebunden sein.

Aufgabe 17. Schreibe einen Algorithmus:

Algorithm 1 Ich backe Pizza

Require: ZUTATEN={Teig,Tomatensoße,Käse,Salami} Ensure: Pizza 1: knete(Teig); 2: ZUTATENZUTATEN\Teig; 3: while ZUTATEN = do

wähle i ZUTATEN;

5: belege(Teig,i); 6: ZUTATENZUTATEN\i; 7: end while 8: backe(Pizza);

4:

Aufgabe 18. Lade das Bild http://imgs.xkcd.com/comics/purity.png herunter und binde es so ein, dass es wie folgt aussieht:

herunter und binde es so ein, dass es wie folgt aussieht: Abbildung 1: Bild von www.xkcd.com

Abbildung 1: Bild von www.xkcd.com

4

Aufgabe 19. Erzeuge folgendes Bild mit Hilfe von Knoten (ohne child-Funktion):

1 a b 2 2 y z 1 w x c d c d (2,
1
a
b
2
2
y
z
1
w
x
c
d
c
d
(2, 2)
(1, 0)
(0, 2)
(3, 6)
(2, 1)
(1, 1)

Aufgabe 20. Erzeuge das unten stehende Bild mit möglichst wenig Code:

Qx

5 x 4 3 2 1 (x + Qx) 2 1 −5 −4 −3 −2
5
x
4
3
2 1 (x + Qx)
2
1
−5
−4
−3
−2
−1
1
2
3
4
5
−1

Aufgabe 21. Erzeuge unten stehendes Bild mit Hilfe von TikZ. Mache dir auch die foreach-Schleife zunutze.

Wachstumsrate des realen BIP für die zehn Bevölkerungsreichsten Staaten der EU 2005 % 4.1 4
Wachstumsrate des realen BIP für die zehn Bevölkerungsreichsten Staaten der EU 2005
%
4.1
4
3.7
3.5
3.5
3
1.9
2
1.5
1.2
0.9
1
0.5
0.1
Rumänien
Griechenland
Spanien
Polen
Großbritannien
Niederlande
Frankreich
Deutschland
Portugal
Italien

5

Aufgabe 22. Versuche folgenden Plot nachzubilden:

f (x) = sin(x) f (x) = cos(x) 1 π 1 3 2π π 2
f (x) = sin(x)
f (x) = cos(x)
1
π
1
3
π
2 π
2
-1

Aufgabe 23. Auch dieses Bild lässt sich mit TikZ erstellen. Nutze dafür den child-Befehl:

S 00 T 01 S 01 T T 02 10 S S 02 10 T
S
00
T
01
S
01
T
T
02
10
S
S
02
10
T
T
T
T
03
04
11
12
S
S
S
S
03
04
11
12
T
T
T
T
T
T
T
05
06
07
08
09.0
13
14
T
09.1
S
S
S
S
S
05
06
07
08
13
S
09

Aufgabe 24. Erstelle dieses Ergebnis mit tikzcd:

ϕ U (x,y) X × Z Y X ψ p q f g Y Z
ϕ
U
(x,y)
X × Z Y
X
ψ
p
q
f
g
Y
Z

6

Aufgabe 25. Versuche, nachfolgenden Text zu erstellen. Bei Bedarf einfach überall Frau durch Mann ersetzen.

Satz 25.1. Frauen sind Böse

Beweis. Um Satz 25.1 zu beweisen, benötigen wir zunächst zwei Annahmen. Seien dazu die Variablen F (Frau), G (Geld), Z (Zeit) und b (böse) gegeben. Bekanntlich gilt, dass Frauen Geld und Zeit benötigen, also

F = G · Z

sowie dass Geld die Wurzel allen übels ist:

G = b.

(5)

(6)

Weiterhin gilt bekanntlich, dass Zeit Geld ist (G = Z) und somit folgt mit (5) und (6)

Somit folgt die Aussage.

F (5)

= G · Z = G · G (6) b 2 = b

=

somit folgt mit (5) und (6) Somit folgt die Aussage. F ( 5 ) = G

Der Zähler “25.1” kommt dadurch zustande, dass wir uns hier im 25. Abschnitt befinden und es der erste Satz ist. Bedenke dafür den Befehl \setcounter! Aufgabe 26. Erstelle eine Präsentation, die folgende Kriterien erfüllt:

die erste Seite soll eine Titelseite sein.

auf der zweiten Seite soll das Inhaltsverzeichnis Punkt für Punkt aufgebaut werden.

auf der dritten Seite soll eine Auflistung von 5 Punkten sein, bei der die Punkte nacheinander erscheinen werden und Punkt drei bei Erscheinen hervorgehoben wird.

die vierte Seite soll das Bild aus Aufgabe 19 in drei Schritten aufbauen.

teste verschiedene Themen. Eine schöne Auflistung existiert unter http://www.namsu.de/latex/ themes/uebersicht_beamer.html.

Aufgabe 27. Wir schauen uns nun Floating-Umgebungen an:

1. Sorge dafür, dass die Tabelle aus Aufgabe 13 auf einer eigenen Seite mit einer passenden Unterschrift erscheint

2. Verschiebe das Bild aus Aufgabe 18 nach oben.

3. Verschiebe das Bild aus Aufgabe 21 nach unten und füge eine sinnvolle Unterschrift hinzu.

Aufgabe 28. Betrachte noch einmal Aufgabe 9. Füge in dieses nun folgende automatische Verzeichnisse ein:

Inhaltsverzeichnis

Stichwortverzeichnis

Bibliographieverzeichnis

Sorge außerdem dafür, dass alle Verlinkungen „anklickbar“ sind.

Aufgabe 29. Schreibe eine Arbeit (Bachelor/Masterarbeit, Diplomarbeit o.ä.) in L A T E X. Kehre außerdem den langweiligen, schlechten WYSIWYG-Editoren wie Word o.ä. für immer den Rücken und schreibe fortan alle Texte nur noch in L A T E X. Du wirst feststellen, dass du mit der Zeit schneller und sicherer in wirst, als du es in einem WYSIWYG-Editor jemals sein könntest.

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