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Marzahn-Hellersdorf Wittenberger Straße 16–19

12589 Berlin

6 Grundmodule à 75 =

450 Wohnplätze

1 Funktionsgebäude

Marzahn-Hellersdorf Martha-Arendsee-Straße 17

12681 Berlin

6 Grundmodule à 75 =

450 Wohnplätze

1 Funktionsgebäude

Pankow/Buch

Wolfgang-Heinz-Straße

13125 Berlin

6 Grundmodule à 75 =

450 Wohnplätze

1 Funktionsgebäude

Der neue Plattenbau: Auf Basis eines Grundmoduls, das in der Berliner Senats- verwaltung entworfen wur- de, werden derzeit zehn

Senats- verwaltung entworfen wur- de, werden derzeit zehn Standorte mit „Modularen Unterkünften für Flücht-
Senats- verwaltung entworfen wur- de, werden derzeit zehn Standorte mit „Modularen Unterkünften für Flücht-
Senats- verwaltung entworfen wur- de, werden derzeit zehn Standorte mit „Modularen Unterkünften für Flücht-

Standorte mit „Modularen Unterkünften für Flücht- linge“ (MUF) bebaut Rendering: aim architektur management

linge“ (MUF) bebaut Rendering: aim architektur management Marzahn-Hellersdorf Albert-Kuntz-Straße 12627 Berlin 6
linge“ (MUF) bebaut Rendering: aim architektur management Marzahn-Hellersdorf Albert-Kuntz-Straße 12627 Berlin 6
linge“ (MUF) bebaut Rendering: aim architektur management Marzahn-Hellersdorf Albert-Kuntz-Straße 12627 Berlin 6

Marzahn-Hellersdorf

Albert-Kuntz-Straße

12627 Berlin

6 Grundmodule à 75 =

450 Wohnplätze

1 Funktionsgebäude

Neukölln

Kiefholzstraße 74

12435 Berlin

3 Grundmodule à 75 =

225 Wohnplätze

1 Funktionsgebäude

Steglitz-Zehlendorf

Leonorenstraße 17, 33, 33A

12247 Berlin

8 Grundmodule à 60 =

480 Wohnplätze

1 Funktionsgebäude

8 Grundmodule à 60 = 480 Wohnplätze 1 Funktionsgebäude 34 THEMA Bauwelt 28-29.16 Integration geht anders.
8 Grundmodule à 60 = 480 Wohnplätze 1 Funktionsgebäude 34 THEMA Bauwelt 28-29.16 Integration geht anders.
8 Grundmodule à 60 = 480 Wohnplätze 1 Funktionsgebäude 34 THEMA Bauwelt 28-29.16 Integration geht anders.
8 Grundmodule à 60 = 480 Wohnplätze 1 Funktionsgebäude 34 THEMA Bauwelt 28-29.16 Integration geht anders.
8 Grundmodule à 60 = 480 Wohnplätze 1 Funktionsgebäude 34 THEMA Bauwelt 28-29.16 Integration geht anders.
8 Grundmodule à 60 = 480 Wohnplätze 1 Funktionsgebäude 34 THEMA Bauwelt 28-29.16 Integration geht anders.
8 Grundmodule à 60 = 480 Wohnplätze 1 Funktionsgebäude 34 THEMA Bauwelt 28-29.16 Integration geht anders.

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THEMA

Bauwelt 28-29.16

Integration geht anders. Wie Berlin 30.000 Geflüchtete unterbringen will

anders. Wie Berlin 30.000 Geflüchtete unterbringen will Die Berliner Senatsverwaltung hat mehr als 70 Liegenschaften

Die Berliner Senatsverwaltung hat mehr als 70 Liegenschaften identifiziert, um dort „Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge“ und Containerdörfer zu errichten. Wohnraum tut not. Doch warum baut man 2016 wider besseren Wissens noch Flüchtlingsheime?

baut man 2016 wider besseren Wissens noch Flüchtlingsheime? Text Doris Kleilein Das Grundmodul sieht ein EG

Text Doris Kleilein

Das Grundmodul sieht ein EG mit drei „Wohngruppen“, einer barrierefreien Woh- nung und Gemeinschafts- räumen vor. Im Regelge- schoss sind Zweibett- und

Einzelzimmer geplant. In ei- nem fünfgeschossigen Mo- dul können so 75 Menschen untergebracht werden. Grundrisse im Maßstab

1:200
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Bauwelt 28-29.16

THEMA

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Der Berliner Senat hat 200 öffentliche Grundstü- cke geprüft und plant, in großem Stil „Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge“ und Containerdörfer zu errichten. Das klingt zunächst vielverspre- chend, hat sich doch in der Hauptstadt die Unter- bringungsnot des Jahres 2015 verstetigt: 70.000 Geflüchtete leben in Gemeinschaftseinrichtun- gen, davon sogar noch 30.000 Menschen in Not- unterkünften. Bis zum Herbst sollen nun bereits 15.000 Menschen aus Turnhallen und anderen Provisorien in neu errichtete Containerdörfer ziehen, im April erfolgte zudem der erste Spaten- stich für Modulbauten in Marzahn, 60 weitere Standorte sind in Entwicklung. Verfügbare Grundstücke und ein gigantisches Bedürfnis nach Wohnraum – was macht der Senat aus dieser Situation? Den größten Woh- nungsbauwettbewerb des Jahres? Ein Design- Built-Programm für die Berliner Architekturschu- len? Mit Modulen lässt sich schnell vieles bauen, man kann sie in Stahlbetonstrukturen parken oder dreidimensional kombinieren, wie die Bei- spiele und Studien dieser Ausgabe zeigen. In Berlin hat man sich für den Modul- und Contai- nerbau in ganzer Härte entschieden: Wohnheim statt Wohnungen, könnte die Devise lauten, möglichst viele Geflüchtete an einem Ort, mög- lichst weit weg vom Zentrum – all das, wovon

Ist das die Zukunft des Wohnens für all jene, die auf dem Wohnungsmarkt nichts mehr finden?

Asylrechtsorganisationen und die Architekten- kammer abraten. Oder wie ist es zu verstehen, dass Standorte mit 450 „Wohnplätzen“ in Planung sind? Dass man in Randlagen umzäunte Wohn- heime baut, die integrationsfeindlichste aller Bau- typologien?

Zuhause im Tempohome

Die ersten zehn Unterkünfte werden vom Senat gebaut, alle weiteren von den städtischen Woh- nungsbaugesellschaften und der eigens ge- gründeten Berliner Gesellschaft zur Errichtung von Flüchtlingsunterkünften (BEFU). Modulbauten und Containerdörfer unterscheiden sich nicht nur in der Materialität, sondern auch hinsichtlich der Nutzungsdauer: Die Modulbauten sind lang- fristig geplant, die 30 Containerdörfer, neu- deutsch „Tempohomes“, werden auf Grundlage des Sonderbaurechts für Flüchtlingswohnen (§246 ABs. 8 bis 10 BGB, Befristung bis 31.12.2019) nur für den Zeitraum von drei Jahren errichtet.

Aktuelle Zahlen zeigen allerdings, dass niemand damit rechnet, dass die Container 2019 wieder abtransportiert werden. Zwar kommen derzeit weniger Flüchtlinge in Berlin an, da aber viele der Angekommenen Bleiberecht erhalten und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) immer mehr Anträge bearbeitet, steigt die Zahl derer weiter an, die mutmaßlich dauer- haft in der Hauptstadt bleiben werden. Der Ber- liner Sozialsenator addiert zudem jährlich 16.000 „sonstige wohnungslose Personen“ hinzu (Ob- dachlose, aber auch Flüchtlinge aus der EU), so dass Ende 2017 85.000 Menschen untergebracht werden müssen, im Jahr darauf 89.000 und Ende 2019 gar 93.500. Das Tempohome wird für einen Teil der Gesellschaft zum dauerhaften Zuhause. So manche Bürgerinitiative befürchtet darüber hinaus, dass umstrittene Wohnungsbauvorha- ben wie die Elisabeth-Aue in Pankow quasi durch die Hintertür auf dem Weg des Sonderbaurechts noch vor Erstellung des B-Plans angeschoben werden. Die Anwohnerschaft, die gegen die ihrer Meinung nach zu dichte Quartiersplanung mit 5000 Wohnungen gekämpft hat, wird nun wohl mit einer umzäunten Batterie von Stahlcontainern klarkommen müssen – eine gebaute Quittung der öffentlichen Hand für die Not-in-my-Back- yard-Haltung.

5.33 12.78° 29.38 mit in Abstimmung Stromnetz Berlin Anschluss an kV-Leitung / Vattenfall (Herrn Lehmann)
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Stromnetz Berlin
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2.00
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SW-HA 0 6
6
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SRS 01(Feststoffrückhalt)
SW-HA 07
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2
SW01
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Prüfen, ob alter Zaun vom Schulgelände genutzt wird
146.53
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SW-HA
lteHellersdorfer Straße
G ehweg
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28.69
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13.12
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THEMA
Bauwelt 28-29.16
150 AZ
150 AZ
150 AZ
150 GG
150 AZ
P ark en
Parken
Parken
Parken
Zossener Straße
101.00
G ehweg
18.00
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5.50
10.62
10.59
.3 °02
5.00
10.59
Vorhalte-
fläche
10.93
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Platz
Trafo für
7x7m
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Müllplatz
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103.00

MUF für hundert Jahre

Mit dem zweiten Bautypus, den „Modularen Un- terkünften für Flüchtlinge“ (MUF), lebt vor allem in den Großwohnungssiedlungen am Stadtrand der Plattenbau wieder auf, dort, wo bis 2004 noch rückgebaut wurde. Die Unterkünfte basie- ren auf einem Amtsentwurf der Senatsverwal- tung für Stadtentwicklung, einem Grundmodul auf quadratischem Grundriss (18,5 x 18,5 Meter) mit fensterlosen Sanitäranlagen. Eine Varianz aus Ein- und Zweibettzimmern und 42 Quadratmeter großen „Wohngruppen“ für vier Menschen ist zwar eingeplant, doch allein die Größenordnung spottet jedem integrativen Ansatz: Die fünfge- schossigen Grundmodule sind auf jeweils 75 „Wohnplätze“ ausgelegt und sollen flexibel den Standorten angepasst werden – in den meisten Fällen bedeutet dies die Anordnung von sechs Grundmodulen plus Funktionsmodul zur Ein- gangskontrolle. Bei der Ausschreibung für die ersten zehn Standorte hat der Generalunterneh- mer Klebl aus der Oberpfalz den Zuschlag be- kommen. Produziert wird in den Klebl-Werken in Sachsen-Anhalt und Brandenburg: drei mal sechs Meter große Betonfertigteile, die auf Bo- denplatten aus Ortbeton gesetzt werden. Anvi- sierte Bauzeit pro Standort ist ein knappes Jahr.

Nach anhaltender öffentlicher Kritik an dem Ent- wurf des Senats wurden die weiteren Standorte Anfang 2016 „typenoffen“ ausgeschrieben. Ge- sucht wurden Generalübernehmer zur „Planung und zum Bau von typisierten Wohnhausgruppen in modularer Bauweise“. In einer Absichtserklä- rung des Sozialsenators und der Wohnungsbau- gesellschaften vom Mai zeichnet sich auch ein Strategiewechsel ab: Die Unterkünfte sollten „als Wohngebäude mit einfachem Standard ver- gleichbar zum sozialen Wohnungsbau errichtet“ werden, vornehmlich mit Zwei- bis Drei-Zimmer- Wohnungen. Von Architekturwettbewerben ist nach wie vor nicht die Rede. Das ist umso unver- antwortlicher, da die Modulbauten anders als die Containerdörfer nicht für drei, sondern für 50 bis 100 Jahre Nutzungsdauer ausgelegt sind. Eine langfristige Nachnutzung als belegungsgebun- dene Wohnungen, Studentenwohnheim oder „im geschützten Wohnsegment“ ist also ausdrück- lich erwünscht.

Langfristig im Heim

Der Blick auf die Planung macht deutlich, dass trotz der angekündigten Kursänderung eine Ver- schiebung vom Wohnen zur Unterbringung statt- findet. Ist das die Zukunft des Wohnens für all

statt- findet. Ist das die Zukunft des Wohnens für all jene, die auf dem Wohnungsmarkt nichts

jene, die auf dem Wohnungsmarkt nichts mehr finden? Eine Verstetigung des Provisoriums, ein subsozialer Wohnungsbau? Die in die Nachbar- schaft eingebundene Wohnung als Grundlage für ein eigenständiges Leben – wird das für einen Teil der Gesellschaft dauerhaft zur Wunschvor- stellung? Und noch nicht einmal als Sparmodell eignet sich dieser aus dem Boden gestampfte Wohnraum, da durch Wachschutz, Betreuungs- personal und zum Teil auch Catering hohe Be- triebskosten anstehen. Man mag es vermessen finden, angesichts von 30.000 in Schlafsälen ausharrenden Men- schen auf Entwurfsqualität zu pochen. Doch die Gesamtberliner Größenordnung sollte nicht zu zentralistischer Planung verleiten: Fünf bis neun Standorte sollen in jedem der Bezirke bebaut werden, die ja für sich bereits Großstädte mit bis zu 390.000 Einwohnern sind. Auf Bezirksebene ist das überschaubar. Warum nutzt Berlin nicht das Know-how der Architektenschaft und baut auch in diesem Segment brauchbaren Wohn- raum für die wachsende Stadt?

Segment brauchbaren Wohn- raum für die wachsende Stadt? 2015 hat der Berliner Senat bereits sechs Container-

2015 hat der Berliner Senat

bereits sechs Container- dörfer gebaut (rechts:

Flüchtlingsunterkunft Hoh-

entwielsteig in Zehlendorf).

2016 sollen 30 Container-

siedlungen als „Tempo- homes“ entstehen (links:

Entwurfsplanung Zossener Straße in Marzahn) Plan im Maßstab 1:1000

Bauwelt 28-29.16

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