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Die Schwerpunkte zu Musikgeschichte 2 können folgendermaßen umrissen werden:

1. Die Barockmusik, Frühklassik und Klassik in Italien, Spanien, Frankreich, England,


den Deutschen Landen, Böhmen und Österreich. Musikalische Wechselwirkungen
innerhalb Europas und ihr Einfluss auf die globale Verbreitung der EuropäischAbendländischen
Musikkultur und –technik.

2. Die Entwicklungsgeschichte der Oper von der Fiorentiner Camerata bis zum
„Fidelio“

3. Die Entwicklung der reinen Instrumentalmusik nach 1600 bis zur Wiener Klassik

4. Die Entwicklung der Geistlichen Musik


4. Der große Stilwandel in der Mitte des 18. Jhdts.
6. Die Wiener Vorklassik und Klassik

Neben den ausführlichen Skripten werden als Lernhilfe wie üblich empfohlen: der
dtv-Musikatlas und das Brockhaus-Riemann-Lexikon.

Musikgeschichte 2 – Prüfungsgebiete

Der Stoff wird zur besseren Übersichtlichkeit in drei Abschnitte gegliedert.


Geprüft wird je eine Frage aus einem Abschnitt

1. Abschnitt: Formen, Gattungen, Schulen, Begriffe


2. Abschnitt: Komponisten im Überblick: „Stichprobe“
3. Abschnitt: Bach, Händel, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert
(Detaillierte Kenntnis der Biographie und des Schaffens)

Abschnitt 1: Formen, Gattungen, Schulen, Begriffe, Allgemein Historisches

1) Die Italienischen Schulen: Rom, Florenz, Venedig, Bologna, Neapel;


Was sind die Charakteristika dieser Schulen?
Wer sind die wichtigsten Vertreter?

Römische Schule:
War ein kreis von komponisten der Renaissance, von der mitte des 16. Jahrhunderts bis ins 17.
Jahrhundert
La escuela romana continuó y desarrolló aún más la polifonía holandesa en el sentido de la
simplificación: Die römische Schule führte die Niederländische Polyphonie fort und entwickelte sie
weiter, im Sinne einer Vereinfachung.
❖ Wichtigsten vertreter: Giovanni Pierluigi da Palestrina
Tomas Luis de Victoria
Gregorio Allegri

❖ Charakteristika:
Nur unter festgelegten Bedingungen erlaubte das Konzil von Trient die Ausführung von
mehrstimmiger Musik in Kirchen:
El Concilio de Trento permitió la ejecución de música polifónica en las iglesias sólo bajo
ciertas condiciones:
● wichtigste Bedingung war die Textverständlichkeit.
● Würde und angemessener Ausdruck
● Parodiemessen, die auf weltlichen Werken wie Chansons oder Madrigalen basierten,
waren verboten.

Die venezianische Schule:


Komponisten der Renaissance von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis ins 17. Jahrhundert.

● Wichtigsten vertreter:
Als Begründer (fundador) gilt der gebürtige Niederländer Adrian Willaert.
Cipriano de Rore, Giovanni Croce, Claudio Merulo
Andrea Gabrieli, Giovanni Gabrieli und
Claudio Monteverdi

❖ Charakteristika:
❖ Emanzipation der Instrumentalmusik: Orgel toccata
❖ Das konzept des Musizierens im gesamten Raum durch die Entwicklung der so
genannten Venezianischen Mehrchörigkeit.
❖ Erkundung (exploracion) der Chromatik und Abzielen (objetivo) auf starke
Kontraste sowohl in der Dynamik als auch in der Klangfarbe gekennzeichnet
(caracterizado, distinguido).

Die Florentiner Camerata:


Kreis von Dichtern, Musikern, Philosophen und Gelehrten(eruditos) des Adels (nobles), in
Florenz von etwa 1576 bis 1600.

Los miembros de la Camerata tenían un gran interés en la antigüedad griega, especialmente en


la recreación de dramas antiguos tan fieles al original como fuera posible. Asumiendo que el
texto había sido cantado en ese momento, desarrollaron un tipo de recitativo completamente
nuevo, supuestamente inspirado en el unánime canto antiguo de la tragedia griega, cuyo
objetivo era la expresión perfecta del afecto y la comprensibilidad del texto, y que por lo tanto
estaba acompañado sólo por unos pocos acordes de apoyo del continuo: la monodía.
La polifonía, sin embargo, fue rechazada.
● Wichtigsten vertreter: Vincenzo Galilei (der Vater Galileo Galileis), Pietro Strozzi, Giulio
Caccini, Jacopo Peri, sowie die Dichter Ottavio Rinuccini und Gabrielo Chiabrera.
● Charakteristika:
❖ Großes Interesse an der griechischen Antike, insbesondere an der
möglichst originalgetreuen Wiederaufführung antiker Dramen
❖ Die Monodie:
Ziel: der vollkommene Ausdruck des Affektes und die Verständlichkeit
des Textes.
war deshalb nur von einigen stützenden Akkorden des Generalbasses
begleitet.
❖ Die Polyphonie hingegen wurde verworfen.

Die Camerata war mit dem Komponisten Jacopo Peri und dessen Werk La Dafne (Text von
Rinuccini, Musik teilweise auch von Corsi; 1598) Begründerin der musikalischen Gattung der
Oper.

Die Bologneser Schule


Als Begründer der Bologneser Schule gilt Maurizio Cazzati, der ab 1657 das Musikleben in der
Basilika San Petronio und der ganzen Stadt reformierte, indem er als Kapellmeister den
Schwerpunkt von der Kirchenmusik auf die Entwicklung der Instrumentalmusik verlegte.

Wichtigsten vertreter:Maurizio Cazzati, Giovanni Paolo Colonna (1674–1695), und Giacomo


Antonio Perti (1696–1756) (ellos fueron kapellmester de san petronio)
G. Torelli, Andrea Grossi,

Charakteristika:
❖ Gestaltung (configuracion) der Solo- und Triosonate und des Solokonzerts, especialemente
der violinmusik
❖ Musikalisches Zentrum war neben der Kapelle von San Petronio
❖ 1666 gegründete Accademia Filarmonica: Sie war bis ins 18. Jh. hinein eine der wichtigsten
Institutionen zur Pflege des Palestrinastils und des italienischen Oratoriums
❖ Die Schaffung konzertierender Kurzmessen für drei Stimmen und Streicher ohne Cantus
firmus
❖ Solistischen Konzertstil
❖ Trompete als bedeutendstes soloinstrument der zeit
❖ Adagio allegro adagio

Neapolitanischer schule
Komponistengruppe, die ab 1650 über ca. hundert Jahre – von Neapel ausgehend – die Geschichte
der Oper maßgeblich bestimmte.

Wichtigsten vertreter: Als Begründer der neapolitanischen Schule gilt Francesco Provenzale, als
erster führender Meister wird oft Alessandro Scarlatti

● Charakteriskas:
❖ Opera seria mit ihren idealisierten mythologischen Helden oder Königen
❖ festgefügten musikalischen Abfolge von Rezitativ (für die Handlung) und Da-capo-
Arie (Zustandsschilderung).
❖ Le dieron el nombre: namensgeben für den neapolitanischen sextakkord

2) Die Technik des Generalbassspiels und ihre Verbreitung in Europa: Was bedeutet das?

● Der Generalbass besteht aus der tiefsten Instrumentalstimme (Basslinie) in


Verbindung mit den zur Melodie und zum musikalischen Ablauf passenden
Akkorden. Diese werden in der Generalbassschrift nicht ausgeschrieben,
sondern durch Ziffern und andere Symbole angegeben, die über oder unter die
Noten der Generalbassstimme geschrieben werden

● (Generalbass-mäßige bzw. akkordische Satzauffassung, regelmäßige metrische


Schwerpunkte im Sinne des Akzentstufentakts, periodische bzw. auf rhythmisch-
motivischer Korrespondenz beruhende Melodiebildung).

● Generalbass: Durch ziffern und andere symbolle unter die Noten der
Generalbassstimmung geschrieben werden.

● Dieses System ermöglichte es, das instrumentale Schreiben zu vereinfachen. Durch


ziffern und andere symbolle angegeben,die inneren Stimmen haben ihre wichtigkeit
verloren.
● Der generalbass entwickelte sich als begaleitung der um 16 hundert entstandenen
monodie .
● Der gerneralbass erlaubt die Möglichkeit einer harmonischen Unterstützung
● Ziffern wurde bereits von den früuhen Opernkomponisten wie Peri und Caccini.
● Über den frühbarocken continuostil ist relativ wenig bekannt. Durch die Entwicklung der
italienischen oper und in der solistischen Instrumentalmusik entwickelte sich in Italien
besonders für das Cembalo ein sehr gute Continuostil
● Frankreich kam das continuo relativ spät, wegen Henri Dumont und seinen Cantica
sacra. Franzosicher continuostil war weniger frei als der italienische
● Deutsche continuostil im hoch und späat barock orientiert sich in ersten Linien an
italienischen Vorbild. Sehr feine und melodisch schöne Stimmführung.

● Verbreitete sich von Italien aus rasch durch ganz europa


● Verschiedene Stile je nach Land und epoche.

Giovanni Gabrieli, Die opern hat den generalbass bekannt geworden

3) Französische Barockmusik:
Was sind die wichtigsten Gattungen? Wer die wichtigsten Persönlichkeiten? Wie wirkt das
französische Barock auf den deutschen Sprachraum?

4) Beschreibung Übergang Barock – Klassik


Was meint:
- „der neue Ton“ (insbesondere bei Pergolesi, D. Scarlatti)
- Die Mannheimer Schule
- Galanter Stil, Empfindsamer Stil
- Vorklassik, Frühklassik
- Die „1. Wiener Schule“
- der Begriff „Bach-Söhne“?

5) Historisch-politische Eckdaten (Wichtigste Ereignisse)

6) Wie entwickelt sich die Sonate im 17. und frühen 18. Jhdt.?

7) Wie entwickelt sich die Sonate in der 2. Hälfte des 18. Jhdts. bis Schubert
(Sonatenhauptsatzform)

8) Was heißt:
Ricercar, Toccata, Fuge
Concerto Grosso
Triosonate
Sinfonia – Symphonie

9) Was ist eine Suite, und wie heißen die wichtigsten Suitensätze?Wann und wo hat die Suite
ihre Hochphasen?
● Was ist eine Suite?

Eine folge von Stilisierte Tanzsätze .


● wie heißen die wichtigsten Suitensätze?

RENAISSENCE / FRÜHBAROCK

Pavana- Galliarda- Sarabande- Gigue

BAROCK

Allemande- Courante - sarabande - Gigue

-)Wann und wo hat die Suite ihre Hochphasen?

In den Barock zeiten XVII Jahrhundert , die europäische Suitentradition hat


der Franzose Jean Bapiste Lully, er schuf mit der dreiteiligen Ouvertüre als
einleitungssatz der Suite ein europaweit akzeptiertes modell:

zwei teile im langsamen Tempo rahmen einen schneller Teil.

Danach Johann Sebastian Bach sine vier Orchestersuiten komponiert hat .

10) Was sind die wichtigsten Kammermusikformen der Wiener


Klassik?

● Duo - Klavier mit melodische instrument


● klavier trio
● Klavier quartett und quintet
● streich trio und quartett

11) Was ist ein Kunst-Lied, was eine Kantate? Was gibt es für Liedformen?
12) Wie entwickelt sich die evangelische Kirchenmusik bis Bach? - Wichtigste Gattungen?

13) Was sind die wichtigsten Gattungen der katholischen Kirchenmusik zwischen 1600 und
1800?

14) Was ist ein Oratorium, eine Passion? Wichtigste Werke und Komponisten dazu?

15) Erzähle eine kurz zusammengefasste Entwicklungsgeschichte der Oper von den
Ursprüngen bis zu Beethovens „Fidelio“
● Im antike griechischen theater verband mas szeniche aktion mit musik.

● Im mittelalter wurde die tradition von musikbegleitete handlung fortgesetzt: geistliche


Themen um dem einfachen volk die aussage der Bibel anschaulichen zu machen.

● Auch in intermedien, tanzspielen, Masken und triumphaufzügen (levantamiento de


triunfos?) der italienische renaissance findet man die verbindung von szene und musik.

● Der königshof in Frankreich unterhielt seit 1581 ein ballet da cour und ein comedie-
ballet das für die weitere entwicklung der Oper in Frankreich von bedeutung sein sollte

● Orpheus und Amphion heist der früheste dokumentierte versucht in Deutschland,


eine Dramatische Handlung mit singenden protagonisten und musik in einem
Bühnenbild auszuführen in 1585. Als möglichen komponist über nicht überlieferten
musik wird Andrea Gabrieli genannt..

Entstehung (origen, surgimiento) der oper


● Im heutige sinn, entstand Ende des 16 jahrhunderts in Florenz.
● Florentiner camerata: diese humanisten, versuchten das antike drama
wiederzubeleben, in dem gesangssolisten, chor und orchester beteiligt (involucrado)
waren.
● Das verständliche Wort war für die florentiner camerata in der vokalmusik das
wichtigste: eine gesangslinie mit generalbass-Begleitung, mit wenigen und leisen
instrumentes (laute, cembalo)
● Als erste werk der gattung (genero) Oper, gilt “La dafne” von Jacopo Peri 1597 auf
einen text von Rinuccini.
● Besondere bedeutung hat Claudio Monteverdi erste Oper L´Orfeo 1607
● 17. jahrhundert, Venedig wurde Opernzentrum Norditaliens
● Die venezianische Oper bezog (incluyo) komische randfiguren (figuras marginales,
como tu) in die Handlung (tematica) mit ein.
● Zu den Opern kamen angehörige nichtadeligen stände (gente que no pertenecia a la
nobleza): die Oper wurde mit dieser Entwicklung kommerzialisiert und vereinfacht
(simplificada).
● Francesco Cavalli, Claudio Monteverdi und Antonio cesti waren die bekanntesten
italienischen Opernkomponisten der Zeit.
● Im Rom: größeres gewicht: Chöre und das element des geistlichen
● Alessandro scarlatti wird zum Vorreiter (pionero) der neapolitanischen Opernschule

Frankreich:
● Jean Baptiste Lully mit seinem Librettisten Philippe quinault entwickelte den
Französischen Typ der Oper: Chöre und Ballet neben sind
● Die Oper wurde durch die lyrische Tragödie aus Italien importiert. ( importante!!la opera
fue importada desde italia a traves de la tragedia lirica)
● “Cadmus et Hermione” (lully) bildete die erste vollständig Tragedie Lyrique aus und
blieb modellhaft für alle nachfolgenden Opern Frankreich der zeit.
● Luego de Lully, Marc-antoine Charpentier und Andre Campra, versuchten die
französischen und italienischen Opern miteinander zu versöhnen (conciliar)

Deutsche Lande:
● Die erste deutsche Oper war 1627 Daphne von Heinrich Schütz, der die Form
der Oper in italien Kennengelernt hatte.
● Aller Fürsten (principes) und Königshäuser begannen, sich eigene Hoftheater zu
leisten (permitirse):So erhielt (recibir) München sein erstes öffentliches
Opernhaus 1657. Dresden 1667. Innsbruck 1656(fue primero!)
● Nur hamburg (1678) und leipzig (1693) hatten ein öffentliches und populäres
Opernhaus. Viele neue kompositionen: deutscher komponisten(händel, keiser,
Mattheson) unter deutscher libretto. Pero! Bei arbeitungen französischen und
italienischen Opern wurden nur die rezitative übersetzt, in den Arien jedoch
die originalsprache beibehalten.

16) Wichtigste Opernzentren; Was sind die Unterschiede in der Auffassung und Gestaltung?
Los centros de ópera más importantes; ¿Cuáles son las diferencias en la concepción y el
diseño
● 17 jahrhundert: das Teatro San Cassiano in Venedig, wurde 1637 erste öffentliche
OpernHaus

17) Was bedeutet: Opera seria – Opera buffa


Opéra comique – Tragédie lyrique - Singspiel – Deutsche Oper - Melodrama

18) Nenne wichtige Begriffe zur Beschaffenheit der Oper (Secco-Rezitativ, Franz. Rezitativ,
Da-Capo-Arie etc.)

19) Was meint: Opernreform, was 1. Pariser Opernstreit? Welche Werke sind mit diesen
Begriffen verbunden?
20) Was sind die „Bach-Abel Konzerte“?:

● Im Jahr 1762 kam Johann Christian Bach nach London, um die Bekanntschaft des
berühmten Abel zu suchen. Die bald geschlossene Freundschaft zwischen den beiden
führte 1764 zur Gründung der beliebten „Bach-Abel Concerts“, die bis 1775 von Teresa
Cornelys, der Betreiberin des Carlisle House am Soho Square, organisiert wurden. Es
waren die ersten Abonnementskonzerte der englischen Geschichte.

England: Von Purcell bis zum Londoner Bach

1) Henry Purcell

Purcell 1659-1695 der beste englische komponiste und wurde daher mit dem ehrentitel
Orpheus Britannicus gewürdigt.
● Für das Jahr 1689 ist die Aufführung seiner ersten Oper Dido und Aeneas belegt.
● Trabajo con muchos textos von Shakespeares
● Zu Purcells Meisterwerken gehören sein Te Deum und Jubilate, die für den Cäcilientag
des Jahres 1694 entstanden - es handelt sich hier um das erste englische Te Deum mit
Orchesterbegleitung.
● Er starb 1695 auf dem Zenit seines Schaffens, gerade einmal Mitte dreißig. Seine Witwe
Frances Purcell starb 1706, sie veröffentlichte einige seiner Werke im Druck, darunter
die berühmte Sammlung Orpheus Britannicus (zwei Bücher, 1698 und 1702). Bereits
von Zeitgenossen mit diesem Titel gewürdigt, galt Purcell vor allem durch seine
Vokalwerke lange Zeit als größter englischer Komponist. Bemerkenswert an diesen
Werken ist vor allem die einfühlsame Verwendung der englischen Sprache

2) Georg Friedrich Händel


● Nach der Rückkehr nach Halle wurde Händel Schüler von Friedrich Wilhelm Zachow
(1663–1712), dem Komponisten und Musikdirektor der Marktkirche Unser Lieben
Frauen.
● Am 13. März 1702 übernahm Händel auch den Organistenposten am Hallenser Dom für
ein Probejahr,Es sollte die einzige traditionelle Musikeranstellung in seinem Leben
bleiben.
● In Hamburg, er befreundete sich mit dem Komponisten, Dirigenten und Sänger Johann
Mattheson (1681–1764)
● Ausgestattet mit den kontrapunktischen Lektionen von F.W. Zachow und der
MelodienErfindungsgabe von R. Keiser machte er sich also auf den Weg, die
italienische Schreibweise und den Schmelz des Südens kennen zu lernen.
● Händel, auch noch mit einem Empfehlungsschreiben für Prinz Karl von Neuburg in
Innsbruck ausgestattet, wandte sich zunächst Innsbruck zu, welches er aber am 9. März
1710 wieder verließ.
● London: Februar 1711 seinen ersten großen Erfolg in England mit der Uraufführung
seiner Oper Rinaldo.
● Breite Bevölkerungsschichten erreichte er bald mit seinen „Siegesoratorien“ nach dem
Jakobitenaufstand von 1745, von denen Judas Maccabaeus neben Messiah das zu
seinen Lebzeiten populärste Oratorium wurde. Zur Arie des Judas Maccabaeus „With
honour let desert be crown’d“ im dritten Akt komponierte Händel ein außergewöhnliches
Solo für Trompete, denn ausnahmsweise band Händel für sein Trompetensolo den (bis
heute) als „unnatürlich“ geltenden siebenten Oberton auf der Naturtrompete mit ein und
brachte mit diesem Kunstgriff die „Doppelnatur des Trompetenklangs“ zur Geltung.
Händel bildete mit dem siebten Oberton die Mollterz, wodurch sein „Trompetenklang“
permanent zwischen elegischem a-moll und kriegerischem (teils auch festlichem) D-Dur
wechselt.
● Neben Arien gibt es Duette, seltener Terzette oder Quartette. Chöre schrieb Händel
anfangs nur für die Finali, wo sie von den Protagonisten gesungen werden. Erst ab 1735
scheint er über einen eigenständigen Opernchor verfügt zu haben
● Händels Opern-Ouvertüren folgen dem von Lully geprägten französischen Typus:
langsam-schnell (eine Fuge)-langsam. Die Libretti sind oftmals aus venezianischen
Vorlagen abgeleitet; entgegen der allgemeinen Popularität der Metastasio-Texte
benutzte Händel nur dreimal Libretti dieses Dichters!
● Schon während seiner Zeit als Komponist italienischer Opern entwickelt Händel eine
neue Kunstform: Das englische Oratorium.
● italienischen Oper (Rezitativ und Arie, Ouverture, Einteilung in drei Akte)

2) The Beggar´s Opera (la opera del mendigo)

The Beggar’s Opera ist eine 1728 im Londoner Lincoln’s Inn Fields Theatre uraufgeführte
(presento) Ballad Opera von John Gay (Text) und Johann Christoph Pepusch (Musik). Sie
begründete Gays Rang als einer der bedeutendsten Literaten des Augustan Age

4) Joh. Christoph Pepusch

5) Carl Friedrich Abel (Die Bach-Abel Konzerte in London)

6) Johann Christian Bach


● Johann Christian Bach ( * 5. September 1735 in Leipzig; † 1. Januar 1782 in London),
der Mailänder oder Londoner Bach, war ein Komponist der Vorklassik aus der Familie
Bach. Er wird als verkanntes Genie bezeichnet. Er hatte großen Einfluss speziell auf den
Stil des jungen Mozart

● 1754 reiste Bach nach Italien und trat in Mailand in die Dienste des Grafen Agostino
Litta.
● Litta finanzierte seinem Schützling ein Kontrapunktstudium bei Padre Giovanni Battista
Martini in Bologna
● 1760 wurde Bach zweiter Organist am Mailänder Dom, nachdem er zuvor zum
Katholizismus konvertiert war (Als Protestant hätte er dieses Amt nicht antreten können.)
Carl Philipp Emanuel nahm seinem Bruder diesen Bruch mit der Familientradition sehr
übel und soll sich danach nur noch abfällig über ihn geäußert haben.
● Neben seiner Tätigkeit als Kirchenmusiker knüpfte Bach auch Kontakte zur Opernszene
● LONDON Für die britische Erstaufführung von Christoph Willibald Glucks Orfeo ed
Euridice am 7. April 1770 steuerten Bach und Pietro Alessandro Guglielmi eine Reihe
von Einlagearien bei.
● Bachs Kirchenmusik, die neben origineller Erfindungsgabe sein bei Padre Martini
erworbenes technisches Können zeigt, und besonders seine italienischen Opern sind
typisch für die „neu-neapolitanische Schule“

Rokoko:

● Das Rokoko ist eine Stilstufe der europäischen Kunst (von etwa 1730 bis 1770/1780.
musikalisch die Zeit der Vor- oder Frühklassik) und entwickelte sich aus dem Spätbarock
(ca. 1700–1720). Ausgangspunkt ist Frankreich.

● Charakteristisch in diesem Bau- und Dekorationsstil sind überbordende Verzierungen


wie an Bauten, Innenräumen, Möbeln, Geräten etc. und vor allem der Verzicht auf
jegliche Symmetrie, die im Barock noch als wichtiges Element verwendet wurde.

● Seit der Wiener Klassik wurde die improvisatorische Verzierung des Notentextes durch
den Interpreten immer bedeutungsloser, da Komponisten ihre Vorstellungen immer
exakter notierten

Johann Sebastian Bach

● Johann Sebastian Bach (* 21. Märzjul./ 31. März 1685greg. in Eisenach; † 28. Juli 1750
in Leipzig) war ein deutscher Komponist sowie Orgel- und Klaviervirtuose des Barock. Er
gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker.
● Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten
Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.
● Zu Lebzeiten wurde Bach als Virtuose, Organist und Orgelinspektor hochgeschätzt,
allerdings waren seine Kompositionen nur einem relativ kleinen Kreis von Musikkennern
bekannt.
● Nach Bachs Tod gerieten seine Werke jahrzehntelang in 9 Vergessenheit und wurden
kaum noch öffentlich aufgeführt.
● Nachdem die Komponisten der Wiener Klassik sich mit Teilen von Bachs Werk
auseinanderzusetzen begannen, setzte mit der Wiederaufführung der Matthäus-Passion
unter Leitung von Felix Mendelssohn im Jahre 1829 die Wiederentdeckung Bachs in der
breiten Öffentlichkeit ein.
● Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehören seine Werke weltweit zum festen
Repertoire der klassischen Musik.
● Johann sebastian Bach Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel Bach bezeugt, dass Bach
sich im Komponieren als Autodidakt betrachtete. Es gab keinen verbürgten
Kompositionsunterricht, Von Jugend auf studierte Bach die Werke unterschiedlichster
Komponisten und lernte aus ihnen durch Hören, Lesen, Abschreiben, Transkribieren,
Bearbeiten und Nachahmen der Musik sowie durch die Übernahme von
kompositorischen Mitteln, Formen und Gattungen.

● Von Bach sind rund 200 Kirchenkantaten erhalten. In seinen Kantaten und Passionen
griff er häufig auf populäre Choräle des evangelischen Kirchengesangbuches zurück.

● Bach sah sich selbst in erster Linie als Musikgelehrten, der Werke musikalischer
Wissenschaft erstellte. Den Kernpunkt der musikalischen Wissenschaft bildet in Bachs
Verständnis das alte aristotelische Prinzip der Kunst als Imitation der Natur. Für Bach
liegt die Kunst zwischen der realen Welt – der Natur – und Gott, der diese reale Welt
ordnet