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Mikroökonomie GRE

Gleichgewicht, eine Situation, in der sich gegen druck. Im Schnittpunkt der Angebotskurve und der
teilig wirkende Kräfte ausgleichen. Der Zustand des Nachfragekurve sind Angebot und Nachfrage im
Gleichgewichts, z. B. der Ausgleich von Angebot Marktgleichgewicht (siehe dort). Die angebotene
und Nachfrage im Marktgleichgewicht (siehe dort) Menge stimmt hier mit der nachgefragten Menge
ist in der Wirtschaftstheorie als anzustrebendes Ziel überein (Gleichgewichtsmenge). Der Marktpreis,
von zentraler Bedeutung. der sich im Rahmen der Preisbildung (siehe dort) im
Schnittpunkt der Angebots und Nachfragekurve
Gleichgewichtsmenge, die bereinstimmung
bildet, ist der Gleichgewichtspreis. Beim Gleichge
von angebotener Menge und nachgefragter Menge
wichtspreis werden die Kaufwünsche der Nachfra
eines Gutes auf einem Markt zum Gleichgewichts
ger erfüllt, die bereit sind, mindestens diesen Preis
preis. Der Markt befindet sich dabei im Gleichge
zu zahlen. Die Verkaufsabsichten der Anbieter, die
wicht; es herrscht weder ein Angebots noch ein
bereit sind, zu diesem Preis ihre Waren zu veräu
Nachfrageüberschuss (der Markt wird geräumt).
ßern, werden beim Gleichgewichtspreis ebenfalls
Gleichgewichtspreis, der Preis, bei dem die ange erfüllt. Beim Gleichgewichtspreis wird auf dem
botene Menge und die nachgefragte Menge eines Markt der größte Umsatz erzielt. Der Markt wird
Gutes auf einem Markt übereinstimmen. Bei der geräumt und es besteht kein Angebotsüberschuss
Bestimmung des Gleichgewichtspreises geht man oder Nachfrageüberhang mehr.
davon aus, dass die Anbieter ihre Waren und Er Gleichordnungskonzern, Zusammenschluss von
zeugnisse zu einem möglichst hohen Preis verkau Unternehmen, die ihre rechtliche Selbstständigkeit
fen wollen und die angebotene Menge eines Gutes behalten, ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit auf
umso größer ist, je höher der Preis dieses Gutes ist, geben und sich einer einheitlichen Leitung unter
wie es in der Angebotsfunktion (siehe dort) zum stellen, ohne dass die im Konzern (siehe dort) zu
Ausdruck kommt. Umgekehrt nimmt man für die sammengeschlossenen Unternehmen von einem
Nachfrager an, dass sie die Waren und Erzeugnisse Unternehmen beherrscht werden. Eine gegenseitige
zu möglichst niedrigen Preisen einkaufen wollen Kapitalbeteiligung, z. B. durch den Austausch von
und die nachgefragte Menge eines Gutes umso hö Aktien, sichert den Mitgliedern des Konzerns den
her ist, je niedriger der Preis dieses Gutes liegt, ver Einfluss auf die Konzernpolitik.
deutlicht durch die Nachfragefunktion (siehe dort).
In der zeichnerischen Darstellung kommt das Ver gossensche Gesetze, siehe Kapitel 1.
halten von Anbietern und Nachfragern durch die grauer Markt, Bezeichnung für einen illegalen
mit dem Preis ansteigende Angebotskurve und die Markt, der entstehen kann, wenn der Staat Min
mit dem Preis fallende Nachfragekurve zum Aus destpreise (siehe dort) für bestimmte Güter (z. B.
landwirtschaftliche Erzeugnisse in der EU) festlegt.
GEWINNMAXIMIERUNG
Bei staatlich festgesetzten Mindestpreisen sind eini
Gewinnmaximierung bei vollständiger p = Preis ge Anbieter bereit, ihre Erzeugnisse zu einem uner
Konkurrenz
x = Menge laubten, niedrigeren Preis als dem Mindestpreis zu
Gewinn = Erlös – Kosten
K (x) = Kostenfunktion verkaufen.
G = p . x – K (x)
Grenzerlös, der zusätzliche Erlös, den ein Unter
Bedingung 1. Ordnung für Gewinnmaximum
nehmen durch die Produktion bzw. den Absatz ei
∂G
= p – K’(x) ner zusätzlichen Gütereinheit erzielt.
∂x
p = K’(x) Grenzkosten, der Kostenzuwachs der Gesamt
Preis = Grenzkosten
kosten, der entsteht, wenn bei einer bestimmten
Bedingung 2. Ordnung für Gewinnmaximum Produktionsmenge eine weitere Gütereinheit herge
stellt wird. Solange die Grenzkosten für die Herstel
– K’’(x) ≤ 0 oder K’’(x) ≥ 0,
lung einer jeweils weiteren Gütereinheit geringer
d. h., die Grenzkosten müssen an der Stelle p = K’(x) steigen
oder konstant sein, damit ein Gewinnmaximum vorliegt.
sind als die Grenzerlöse, bringt die Produktionser
höhung für das Unternehmen einen Gewinn. Die
Gewinnmaximierung. Mathematische Ableitung der Gewinn Produktions bzw. Absatzmenge, die dem Unter
maximierung bei vollständiger Konkurrenz nehmen den größtmöglichen Gewinn verschafft, ist

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